{"id":27734,"date":"2015-09-29T09:13:30","date_gmt":"2015-09-29T07:13:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27734"},"modified":"2015-11-09T10:38:04","modified_gmt":"2015-11-09T09:38:04","slug":"hinweise-des-tages-2469","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27734","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27734#h01\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27734#h02\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27734#h03\">VW<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27734#h04\">Betrug in gro&szlig;em Stil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27734#h05\">Wartime Load &uuml;ber dem Baltikum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27734#h06\">Milliarden-Geschenke an Familiendynastien bei der geplanten Erbschaftsteuerreform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27734#h07\">Apple: T&auml;glich verschenken wir Milliarden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27734#h08\">TTIP &ndash; Im Zweifel die Rei&szlig;leine ziehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27734#h09\">Arbeitslosigkeit vererbt sich auch in Deutschland &ndash; aber nicht in Familien mit Migrationshintergrund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27734#h10\">Wie bei Langzeitarbeitslosen: Union fordert Lohnsenkung f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27734#h11\">A 8 zwischen Ulm und Augsburg f&uuml;r Verkehr freigegeben &ndash; Dobrindt: Erfolgsgeschichte der &Ouml;PP-Projekte geht weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27734#h12\">Kolumbien: Wie kommen deutsche Waffen in den B&uuml;rgerkrieg?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27734#h13\">Rechts in der Mitte?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27734#h14\">Wer kontrolliert die Vierte Gewalt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27734#h15\">Friedensforscher Peter Strutynski gestorben<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27734&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Syrische Perspektiven<\/strong><br>\nDer russische Pr&auml;sident Putin hatte erkl&auml;rt, wer den Fl&uuml;chtlingsstrom beenden wolle, m&uuml;sse den Krieg beenden. Russland hat seinen Flottenst&uuml;tzpunkt in der Hafenstadt Tartus &ndash; den einzigen, der dem Land nach dem Ende der Sowjetunion au&szlig;erhalb Russlands verblieben ist &ndash; weiter befestigt und weitere Waffen geliefert. Nahe der Hafenstadt Latakia baut Russland eine gr&ouml;&szlig;ere Luftwaffenbasis aus&hellip;<br>\nAm 21. September trafen sich nahe Moskau Pr&auml;sident Putin und der israelische Ministerpr&auml;sident Netanyahu, der von den Chefs des israelischen Generalstabes und des Auslandsgeheimdienstes begleitet wurde. Putin versicherte, dass der syrische Pr&auml;sident Assad und die syrische Armee nicht in der Lage seien, eine weitere Front gegen Israel aufzumachen, sondern es gehe um die Erhaltung der Staatlichkeit Syriens. Netanyahu sagte zu seinem Besuch: &bdquo;Um jegliche Missverst&auml;ndnisse zwischen unseren Streitkr&auml;ften zu vermeiden, war es wichtig, hierher zu kommen und unseren Standpunkt zu erl&auml;utern&ldquo;.Mit anderen Worten: Bei den nun zu f&uuml;hrenden K&auml;mpfen in Syrien soll es nicht zu einer ungewollten direkten Konfrontation zwischen russischen und israelischen Kampfflugzeugen kommen&hellip;<br>\nDer IS ist ein Produkt des unseligen Krieges, den die USA und ihre &bdquo;Willigen&ldquo; 2003 gegen den Irak gef&uuml;hrt haben, und des Chaos&lsquo;, das sie dort schufen und hinterlie&szlig;en. Seit 2014 f&uuml;hren sie einen Drohnen- und Bombenkrieg in Syrien, angeblich gegen den IS, weigern sich aber, Bodentruppen einzusetzen. Kr&auml;fte, die im Sinne des Westens am Boden k&auml;mpfen &ndash; wie in Libyen die Anti-Gaddafi-Milizen, die nach dem Krieg aber dort zur Brutst&auml;tte der Zerst&ouml;rung wurden &ndash; gibt es nicht. Es sei denn, man rechnet den IS dazu. Die US-Regierung hat bereits vor Jahren gelogen, als sie erkl&auml;rte, sie w&uuml;rde eine s&auml;kulare Opposition in Syrien gegen Assad ausbilden lassen. Die Ausgebildeten geh&ouml;rten &uuml;berwiegend zu islamistischen Gruppen, die dann zum IS &uuml;berliefen. Die Bekundung, man wolle den IS und Assad bek&auml;mpfen, ist milit&auml;risch-politischer Unsinn &ndash; es geht nur eines von beiden, mit dem anderen&hellip;<br>\nRussland hatte schon vor Jahren angeboten, eine solche zu schaffen, bei der Assad in einem geordneten, ausgehandelten Prozess geht und eine Kompromissl&ouml;sung zwischen den verschiedenen politischen Kr&auml;ften geschaffen wird. Der Westen meinte, das gro&szlig;m&auml;ulig ignorieren zu k&ouml;nnen. Das syrische Volk zahlt den blutigen Preis daf&uuml;r. In anderer Form nun auch die Deutschen und anderen Europ&auml;er, die die Fl&uuml;chtlinge aufnehmen.<br>\nDie politische L&ouml;sung muss drei Ebenen haben: die inner-syrischen Konfliktparteien (zu denen der IS nicht z&auml;hlt); die regionalen M&auml;chte: T&uuml;rkei, Saudi-Arabien, Iran, &Auml;gypten; die Gro&szlig;m&auml;chte: USA, EU, Russland. Eine vom Westen und Saudi-Arabien diktierte Beendigung des Krieges wird es nicht geben. Ohne Assad und ohne Russland gibt es keinen Frieden in Syrien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2015\/09\/syrische-perspektiven-34027.html\">Peter Petras im Bl&auml;ttchen<\/a><\/li>\n<li><strong>Obama und Putin streiten &uuml;ber Kampf gegen den IS<\/strong><br>\nRusslands Pr&auml;sident Wladimir Putin hat es in seiner Rede vor den Vereinten Nationen als Fehler bezeichnet, die syrische Regierung von Baschar al-Assad in Frage zu stellen. Damit stellte er sich gegen Barack Obama, f&uuml;r den der Machthaber ein &ldquo;Tyrann&rdquo; ist&hellip;<br>\n Wladimir Putin bezeichnete es in der UN-Vollversammlung als &bdquo;enormen Fehler&ldquo;, sich der Zusammenarbeit mit der syrischen Regierung zu verweigern. Barack Obama hatte vorher an gleicher Stelle die &bdquo;Logik&ldquo; zur&uuml;ckgewiesen, &bdquo;dass wir Tyrannen wie Baschar al Assad unterst&uuml;tzen sollen, der unschuldige Kinder mit Fassbomben massakriert, weil die Alternative angeblich noch schlimmer sei&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/un-vollversammlung-obama-und-putin-streiten-ueber-kampf-gegen-den-is-13828819.html\">Andreas Ross in der FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Interessant sind die Kommentare der Leser.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wenn die Utopie explodiert<\/strong><br>\nDie Tr&auml;ume der Immigranten von einem freien Leben in Europa werden sich kaum erf&uuml;llen. Gerade deshalb m&uuml;ssen wir die Bedingungen der globalen Wirtschaft, die dazu f&uuml;hren, dass Menschen weltweit als Sklaven leben, radikal ver&auml;ndern. Vier konstruktive Vorschl&auml;ge zur Fl&uuml;chtlingsfrage. [&hellip;]<br>\nWas also soll man mit den Hunderttausenden verzweifelten Menschen tun, die vor Krieg und Hunger geflohen sind und in Nordafrika darauf warten, das Meer zu &uuml;berqueren und Zuflucht in Europa zu finden? Darauf gibt es im Wesentlichen zwei Antworten. Die Linksliberalen fragen emp&ouml;rt, wie Europa es zulassen kann, dass Tausende im Mittelmeer ertrinken &ndash; sie pl&auml;dieren daf&uuml;r, dass Europa sich solidarisch zeigen und seine Tore weit &ouml;ffnen sollte. Die populistischen Einwanderungsgegner dagegen sind der Meinung, dass wir unsere Lebensweise verteidigen und die Afrikaner ihre Probleme selbst l&ouml;sen lassen sollten.<br>\nBeide L&ouml;sungen sind schlecht, doch welche ist schlechter? Um Stalin zu paraphrasieren: Sie sind beide schlechter.<br>\nDie gr&ouml;&szlig;ten Heuchler sind zweifellos diejenigen, die offene Grenzen propagieren: Insgeheim wissen sie, dass es dazu nie kommen wird, weil eine populistische Revolte in Europa die Folge w&auml;re. Sie spielen die sch&ouml;ne Seele, die sich &uuml;ber die verdorbene Welt erhaben f&uuml;hlt, aber heimlich gern mit dabei ist. Auch die populistischen Einwanderungsgegner wissen ganz genau, dass es den Afrikanern, wenn man sie sich selbst &uuml;berl&auml;sst, nicht gelingen wird, ihre Gesellschaften zu &auml;ndern. Warum nicht? Weil wir Westeurop&auml;er sie daran hindern. [&hellip;]<br>\nMan sollte es also vermeiden, sich auf das liberale Spiel &ldquo;Wie viel Toleranz k&ouml;nnen wir uns leisten?&rdquo; einzulassen: Sollen wir es tolerieren, wenn sie ihre Kinder daran hindern, staatliche Schulen zu besuchen? Wenn sie ihre Frauen zwingen, sich auf bestimmte Weise zu kleiden? Wenn sie brutal gegen die Homosexuellen in ihren Reihen vorgehen? Auf dieser Ebene sind wir nat&uuml;rlich nie tolerant genug. Oder aber immer schon zu tolerant und missachten die Rechte von Frauen und so weiter. Aus dieser Sackgasse findet man nur einen Ausweg, wenn man &uuml;ber die blo&szlig;e Toleranz gegen&uuml;ber anderen hinausgeht: Respektiert die anderen nicht einfach nur, bietet ihnen einen gemeinsamen Kampf an, da unsere Probleme heute gemeinsame Probleme sind!<br>\nFl&uuml;chtlinge sind der Preis der globalen Wirtschaft. In unserer Welt zirkulieren Waren frei, nicht aber Menschen: Neue Formen von Apartheid bilden sich heraus. Das Thema der Bedrohung, von Fremden &uuml;berschwemmt zu werden, wohnt dem Kapitalismus grunds&auml;tzlich inne, sie ist ein Gradmesser f&uuml;r das, was an der kapitalistischen Globalisierung falsch ist. Es scheint, als wollten die Fl&uuml;chtlinge die freie globale Warenzirkulation auch auf Menschen ausweiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2015\/37\/fluechtlinge-utopie-kapitalismus-weltwirtschaft\/komplettansicht\">Slavoj &#381;i&#382;ek in der ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es ist be&auml;ngstigend, dass selbst ein gro&szlig;er Denker wie &#381;i&#382;ek die Fl&uuml;chtlingsproblematik zum Teil milit&auml;risch l&ouml;sen will. &#381;i&#382;ek  fragt in seinem Text &bdquo;Wie w&auml;re es, wenn UN-Einheiten den Frieden in Libyen, Syrien und dem Kongo garantierten?&ldquo; Nun, da h&auml;tte er auch fragen k&ouml;nnen, &bdquo;Wie w&auml;re es, wenn wir uns alle die H&auml;nde geben und den Weltfrieden ausrufen?&ldquo;. Solche Fragen erwartet man vielleicht bei einer Miss-Wahl, aber sicher nicht vom gehypten Philosophen-Star der Antikapitalisten. Es ist auch unverst&auml;ndlich, ja &auml;rgerlich, wenn &#381;i&#382;ek eine &bdquo;Nichtintervention&ldquo; in Syrien f&uuml;r das Fl&uuml;chtlingschaos mitverantwortlich macht. Hat er sich denn je etwas intensiver mit Syrien besch&auml;ftigt? Man m&ouml;chte ihm zurufen &bdquo;Schuster, bleib bei Deinen Leisten&ldquo;. Und das ist schade, da viele seiner Gedanken es wahrlich verdient h&auml;tten, ersthaft zu debattiert werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Konfliktpotential: Chef der Polizeigewerkschaft schildert Machtk&auml;mpfe in Fl&uuml;chtlingsheimen<\/strong><br>\nFrauen, Kinder und religi&ouml;se Minderheiten sollten in Fl&uuml;chtlingsheimen besser gesch&uuml;tzt werden. Das fordert der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft. SPD-Politiker &auml;u&szlig;ern sich kritisch zu Pl&auml;nen, Fl&uuml;chtlinge nach Ethnien getrennt unterzubringen.<br>\nRainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), fordert, Frauen, Kinder und religi&ouml;se Minderheiten in Fl&uuml;chtlingsheimen besser zu sch&uuml;tzen.<br>\nGewaltausbr&uuml;che unter den Asylbewerbern seien &ldquo;keine neue Entwicklung&rdquo;, sagte Wendt der &ldquo;Passauer Neuen Presse&rdquo;. &ldquo;Wir erleben diese Gewalt seit Monaten. Es schlie&szlig;en sich Gruppen nach Ethnien, nach Religion oder Clan-Strukturen zusammen und gehen mit Messern und selbst gebastelten Waffen aufeinander los.&rdquo;<br>\nDie Konflikte und K&auml;mpfe sind laut Wendt vor allem religi&ouml;s und politisch motiviert. &ldquo;Vieles davon ist sicher der Enge in den Unterk&uuml;nften geschuldet, aber es gibt auch knallharte kriminelle Strukturen&rdquo;, wird Wendt zitiert. Die meisten Gewalttaten f&auml;nden innerhalb der muslimischen Gruppen statt. &ldquo;Da k&auml;mpfen Sunniten gegen Schiiten, da gibt es Salafisten unterschiedlichster Auspr&auml;gung. (&hellip;) Frauen werden zur Verschleierung gezwungen. M&auml;nner werden gezwungen zu beten. Islamisten wollen dort ihre Werte und Ordnung einf&uuml;hren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/asyl-polizeigewerkschaft-ueber-machtkaempfe-unter-fluechtlinge-a-1055163.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Mit &bdquo;Wir schaffen das&ldquo; ist es offenbar nicht getan. Wieder einmal zeigt sich, dass die Politik ihren Mund zu voll genommen hat und sich weigert, L&ouml;sungen f&uuml;r die aufkeimenden Probleme anzubieten. Wenn beispielsweise der rheinland-pf&auml;lzische Innenminister laut dpa sagt &bdquo;Eine Trennung nach Religionen oder gar Ethnien ist bei dem derzeitigen Ansturm kaum praktikabel&ldquo;, muss man sich doch fragen, warum dies nicht praktikabel erscheint? Weil die Mittel fehlen? Weil die Organisation nicht ausreichend ist? Wir stehen vor einer Herkules-Aufgabe und tun so, als w&uuml;rde sie sich schon irgendwie von alleine l&ouml;sen, wenn wir die Sache nur aussitzen. Dieses Prinzip der &bdquo;Methode Merkel&ldquo; wird hier jedoch scheitern.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>VW<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Erste Lehren aus dem Betrug des VW-Konzerns<\/strong><br>\nDer eigentliche Skandal zeigt sich in der Tatsache, dass dies alles ohne eine funktionierende Kontrolle im Unternehmen auf der Basis eines Fr&uuml;hwarnsystems geschehen konnte. Der Grund f&uuml;r dieses Fehlsystem klingt einfach, ist aber wahr: Bornierte Profitinteressen im harten Konkurrenzkampf ohne R&uuml;cksicht auf die selbst erkl&auml;rten &ouml;kologischen Ziele schaffen das Klima daf&uuml;r. Umweltauflagen zu umgehen, dienten dem Ziel geringere Kosten durch die Reduktion der Katalysatortechnik zu erzielen&hellip;<br>\n(1) Die Kontrollen der staatlichen Auflagen m&uuml;ssen zum einen gegen den Einfluss der m&auml;chtigen Auto-Lobby gesch&uuml;tzt werden. Zum anderen sind endlich Kontrollen unter realen Bedingungen des Automobileinsatzes &ndash; auch stichprobenartig &ndash; durchzuf&uuml;hren&hellip;<br>\n(2) Staatliche Regulierungen funktionieren jedoch nur, wenn sie auch innerhalb der Unternehmen durch entsprechende Entscheidungsstrukturen verankert werden. Ansonsten laufen die staatlichen Vorgaben ins Leere. Die Unternehmen m&uuml;ssen interne Risikosysteme zur Offenlegung von Betrugsproduktion mit Sanktionsmechanismen etablieren&hellip;.<br>\nDie entscheidende Frage, die es schnell zu kl&auml;ren gilt, lautet: Wie konnte &uuml;ber Jahre hinweg dieser Betrug mit dem Einbau von Software zur Vort&auml;uschung gesetzlich korrekter Emissionswerte im Unternehmen unentdeckt bleiben?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/rhickel.iaw.uni-bremen.de\/ccm\/homepages\/hickel\/aktuelles\/erste-lehren-aus-dem-vw-oekobetrug\/\">Rudolf Hickel, Institut Arbeit und Wirtschaft, Uni Bremen<\/a><\/li>\n<li><strong>Some Mercedes, BMW and Peugeot models consuming around 50% more fuel than official results, new study reveals<\/strong><br>\n[&hellip;] By exploiting loopholes in the test procedure (including known differences between real-world driving and lab simulations) conventional cars can emit up to 40-45% more CO2 emissions on the road than what is measured in the lab. But the average gap between test results and real-world driving is more than 50% for some models. Mercedes cars have an average gap between test and real-world performance of 48% and their new A, C and E class models have a difference of over 50%. The BMW 5 series and Peugeot 308 are just below 50%. The causes of these big deviations have to be clarified as soon as possible.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150929_02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150929_02_th.jpg\" alt=\"Some Mercedes, BMW and Peugeot models consuming around 50% more fuel than official results, new study reveals\" title=\"Some Mercedes, BMW and Peugeot models consuming around 50% more fuel than official results, new study reveals\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.transportenvironment.org\/press\/some-mercedes-bmw-and-peugeot-models-consuming-around-50-more-fuel-official-results-new-study\">Transport &amp; Enviroment<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Betrug in gro&szlig;em Stil<\/strong><br>\nWie sich zeigt, gibt es in der Gesch&auml;ftswelt Leute, die in ihrer Profitgier vor nichts zur&uuml;ckschrecken, selbst vor einem Betrug nicht, der Menschenleben kostet. Und wir brauchen wirksame Regulierungen, um solche schlechten Verhaltensweisen im Zaum zu halten, nicht zuletzt, damit ehrliche Gesch&auml;ftsleute im Wettbewerb mit weniger gewissenhaften Typen nicht ins Hintertreffen geraten. Doch das wissen wir ja l&auml;ngst, nicht wahr?<br>\nAlso fr&uuml;her wussten wir dass, und zwar dank der Korruptionsschn&uuml;ffler und Reformer der progressiven &Auml;ra. Ronald Reagan jedoch bestand darauf, dass der Staat immer das Problem und nie die L&ouml;sung sei, und das hat sich zum Dogma der Rechten entwickelt.<br>\nAls Folge davon hat ein wesentlicher Teil der politischen Klasse Amerikas sogar solchen Regulierungen den Kampf angesagt, die nun wirklich notwendig sind. Und nur zu viele bedeutende Akteure behaupten jetzt, die Wirtschaft k&ouml;nne nichts falsch machen, und dem Staat komme keine Rolle bei der Begrenzung von Fehlverhalten zu&hellip;<br>\nUnd die Wende zu mehr Regulierung ist nun nicht unbegr&uuml;ndet. Es mag ja sein, dass es in den 70er Jahren ein &Uuml;berma&szlig; an Regulierung gab, aber inzwischen haben wir der Wirtschaft 35 Jahre lang vertraut, bei minimaler Aufsicht das Richtige zu tun &ndash; und das hat nichtfunktioniert.<br>\nWas also in letzter Zeit geschieht, ist der Versuch, dieses Ungleichgewicht zurecht zu r&uuml;cken, die reflexartige Opposition zu jeglicher Regulierung durch den sinnvollen Einsatz von Regulierungen immer dann zu ersetzen, wenn es guten Grund zu der Annahme gibt, dass Unternehmen sich m&ouml;glicherweise destruktiv verhalten. Ob es diese Bem&uuml;hungen auch weiterhin geben wird? Die Wahl im n&auml;chsten Jahr wird es zeigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/09\/25\/opinion\/dewey-cheatem-howe.html?_r=0\">Paul Krugman in der New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wartime Load &uuml;ber dem Baltikum<\/strong><br>\nDas j&uuml;ngste Kapitel in diesem Kontext sich gegenseitig befeuernden milit&auml;rischen Schwachsinns schreibt gerade die Bundeswehr: F&uuml;nf deutsche Euro-Fighter patrouillieren vom Flugplatz Amari &ndash; nahe der estnischen Hauptstadt Tallinn &ndash; aus am Himmel &uuml;ber dem Baltikum. Nur wenige Flugminuten von russischem Territorium. Und mit voller Kriegsbewaffnung; dieses im Fachjargon Waretime Load genannte Potpourri umfasst ein Maschinengewehr (mit bis zu 1.700 Schuss pro Minute), eine Bordkanone, Infrarot-Kurzstrecken- sowie radargesteuerte Mittelstreckenraketen zur Bek&auml;mpfung von Luftzielen und Tarnflugk&ouml;rper zur T&auml;uschung des Gegners. Damit setze man, so Luftwaffeninspekteur Karl M&uuml;llner, ein Signal an Russland und an die eigenen Soldaten.<br>\nWas letztere anbetrifft, so lieferte M&uuml;llner zugleich ein Schulbeispiel f&uuml;r das Denken eines offenbar ebenso einsatznahen wie politikfernen Kommisskopfes&hellip;<br>\nAngesichts all dessen ist der von der stellvertretenden Bundestagsfraktionschefin der Linkspartei, Sarah Wagenknecht, vorgetragenen Forderung &bdquo;Die Bundesregierung sollte diesen Wahnsinn sofort stoppen!&ldquo; eigentlich nur noch die Hoffnung hinzuzuf&uuml;gen, dass die Masse der etwas &uuml;ber 100 deutschen Eurofighter bitte auch k&uuml;nftig wegen Ersatzteilmangels gr&ouml;&szlig;tenteils am Boden bleiben m&ouml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2015\/09\/wartime-load-ueber-dem-baltikum-34017.html\">Wolfgang Schwarz im Bl&auml;ttchen<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Siehe die Themen des neuen <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/\">Bl&auml;ttchens<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Milliarden-Geschenke an Familiendynastien bei der geplanten Erbschaftsteuerreform<\/strong><br>\nAm Freitag, den 25.09.2015, fand im Deutschen Bundestag die erste Beratung eines &bdquo;Gesetzes zur Anpassung des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes an die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts&ldquo; statt.<br>\nWorum geht es dabei?&hellip;<br>\nBei den verm&ouml;gensbezogenen Steuern landet Deutschland im internationalen Vergleich deutlich unter dem Durchschnitt der OECD und der G7. Dabei sind gerade in Deutschland die Verm&ouml;gen sehr ungleich verteilt &ndash; Tendenz steigend. Hingegen ist das staatliche Nettoverm&ouml;gen von 500 Mrd. Euro im Jahr 1999 auf heute nahezu Null gesunken&hellip;<br>\nLaut dem Deutschen Institut f&uuml;r Altersvorsorge (ein Thinktank der Finanzwirtschaft) werden in den n&auml;chsten zehn Jahren rund 3,1 Billionen Euro vererbt. Hinzu kommen noch Schenkungen. Je nach Verwandschaftsgrad und H&ouml;he werden auf diese &Uuml;bertragungen zwar Steuers&auml;tze von bis zu 50 Prozent f&auml;llig. In der Praxis stehen diese hohen S&auml;tze aber nur auf dem Papier. Gerade bei gro&szlig;en Verm&ouml;gen k&ouml;nnen durch Verschonungsregeln f&uuml;r Betriebsverm&ouml;gen erhebliche Teile steuerfrei &uuml;bertragen werden. W&auml;hrend laut DIW bei Erbschaften und Schenkungen von 100.000 bis 200.000 Euro der effektive Steuersatz noch bei 15 Prozent liegt, sind es bei Erwerben &uuml;ber 20 Millionen Euro lediglich 2 Prozent (siehe Abbildung).\n<p><strong>Die Erbschaftsteuer wirkt bei hohen &Uuml;bertragungen regressiv<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150929_01.jpg\" alt=\"Die Erbschaftsteuer wirkt bei hohen &Uuml;bertragungen regressiv\" title=\"Die Erbschaftsteuer wirkt bei hohen &Uuml;bertragungen regressiv\"><\/p>\n<p><em>Bezugsjahr 2013, eigene Darstellung nach DIW Wochenbericht 7\/2015.<\/em><\/p>\n<p>Das DIW sch&auml;tzt die Steuerausf&auml;lle durch die Beg&uuml;nstigung von Betriebsverm&ouml;gen im Zeitraum 2009 bis 2013 auf 28 Milliarden Euro. Dem stehen bescheidene Einnahmen von j&auml;hrlich vier bis f&uuml;nf Milliarden Euro entgegen.<br>\nWie bisher soll bei f&uuml;nf bzw. siebenj&auml;hriger Betriebsfortf&uuml;hrung eine automatische Steuerbefreiung von 85 bzw. 100 Prozent gew&auml;hrt werden, sobald eine Lohnsumme eingehalten wird. Die Schwelle, bei der auf die Einhaltung einer Lohnsumme verzichtet wird und es somit eine quasi-automatische Verschonung gibt, wurde allerdings auf Be-triebe mit drei Besch&auml;ftigten gesenkt (immer noch mehr als 50 Prozent aller Betriebe).<br>\nDie wenigen F&auml;lle, bei denen auf einen einzelnen Erben oder Beschenkten &uuml;ber 26 Millionen Euro oder bei bestimmten Familienunternehmen &uuml;ber 52 Millionen Euro entfallen, k&ouml;nnen sich einer sogenannten Verschonungsbedarfspr&uuml;fung unterwerfen. Abschl&auml;ge werden grunds&auml;tzlich nur dann gew&auml;hrt, wenn die Steuerschuld nicht aus der H&auml;lfte des vorhandenen nichtbetrieblichen Verm&ouml;gens beglichen werden kann. Wem das nicht passt, kann alternativ ein Abschlagsmodell zur Steuerverschonung w&auml;hlen. Der Steuernachlass richtet sich dann im Wesentlichen nach der Gr&ouml;&szlig;e des Betriebsverm&ouml;gens. V&ouml;llig ohne Verschonung geht aber niemand aus.<br>\nZudem er&ouml;ffnet der Gesetzentwurf eine Vielzahl weiterer Gestaltungsm&ouml;glichkeiten. Die Bed&uuml;rfnispr&uuml;fung l&auml;sst sich beispielsweise gezielt zur Steuervermeidung nutzen, um selbst einen &uuml;ber den Grenzwerten liegenden Erwerb v&ouml;llig steuerfrei zu bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.die-linke.de\/fileadmin\/download\/druckvorlagen\/2015\/kolumne_axel_troost\/20150928_kolumne_axel_troost.pdf\">Axel Troost, DIE LINKE [PDF]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Apple: T&auml;glich verschenken wir Milliarden<\/strong><br>\nWie Apple &amp; Co. die europ&auml;ischen Staaten bei den Steuern austricksen, ist krass. Aber das Versagen liegt bei Europas Regierungen.<br>\nGeld zu verlieren tut weh. Es sei denn, man merkt gar nicht, was einem entgeht, weil man das Geld niemals zu Gesicht bekommen hat. Solcherart Verluste erleiden Europas B&uuml;rger jeden Tag, seit Jahren. Es geht um Milliardensummen, die internationale Konzerne wie Apple, Google und Amazon an den europ&auml;ischen Finanzbeh&ouml;rden vorbeischleusen.<br>\nMan kann den Skandal anhand einer einzigen Zahl erz&auml;hlen: neun Milliarden Euro. So viel Ertragssteuer h&auml;tte Apple nach Berechnungen von ZEIT ONLINE allein f&uuml;r sein erfolgreichstes Produkt &ndash; das iPhone &ndash; in den vergangenen f&uuml;nf Jahren an Europas Regierungen zahlen m&uuml;ssen. Selbst wenn man gro&szlig;z&uuml;gig rechnet und die g&auml;ngigen Steuerquoten des Konzerns im Ausland zugrunde legt, hat der Konzern davon h&ouml;chstens eine Milliarde Euro entrichtet. Fehlen acht Milliarden Euro. Das ist mehr, als Europas Regierungen in einem Aktionsplan f&uuml;r die Bek&auml;mpfung der hohen Jugendarbeitslosigkeit ausgeben. Und: Das sind nur die f&auml;lligen Steuern f&uuml;r ein Smartphone.<br>\nKaum ein Unternehmen auf der Welt ist so frech wie Apple, wenn es um das Steuersparen geht.<br>\nDie popul&auml;re Methode des Steuersparens funktioniert so: Die einzelnen Gesellschaften eines Konzerns verkaufen sich gegenseitig Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde. Diese Gesch&auml;fte sind so organisiert, dass die Gewinne am Ende in dem Land landen, wo die niedrigsten Steuers&auml;tze anfallen. In Apples Fall ist das Irland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/unternehmen\/2015-09\/apple-iphone-steuern-europa\">Paul Blickle, Philip Faigle und Julian Stahnke auf Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>TTIP &ndash; Im Zweifel die Rei&szlig;leine ziehen<\/strong><br>\nFrankreichs Handelsminister droht deutlicher als jedes europ&auml;ische Regierungsmitglied bisher: Wenn die USA sich in den Verhandlungen nicht bewegen, wird TTIP scheitern.<br>\nSo klar hat es noch niemand gesagt. Man werde bei TTIP &ldquo;die Rei&szlig;leine ziehen&rdquo; &ndash; wenn sich die amerikanische Regierung nicht st&auml;rker bewege, warnt der franz&ouml;sische Handelsminister Matthias Fekl am Montag in Berlin: Wenn die Amerikaner sich in der n&auml;chsten Verhandlungsrunde im Oktober in Miami nicht bewegten, werde er den Abbruch der Verhandlungen &uuml;ber das geplante europ&auml;isch-amerikanische Freihandelsabkommen vorschlagen.<br>\nFekl ist damit der erste Minister einer europ&auml;ischen Regierung, der so klar &uuml;ber ein m&ouml;gliches Scheitern der TTIP-Verhandlungen spricht. Weder in der Agrarpolitik noch bei der Auftragsvergabe, den Schiedsgerichten oder Fragen der Transparenz bewegten sich die Amerikaner. Die US-Regierung sei zwar sehr schnell darin, von anderen L&auml;ndern die &Ouml;ffnung ihrer M&auml;rkte zu fordern, bei sich selbst aber nicht. Es sei deswegen &ldquo;falsch&rdquo;, wenn die EU-Kommission um jeden Preis einen Vertrag unterschreiben wolle: &ldquo;Wenn ein Land wie Frankreich so einen Vertrag nicht will, dann wird es ihn nicht geben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-09\/ttip-matthias-fekl-frankreich-usa-verhandlungen-abbruch\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Arbeitslosigkeit vererbt sich auch in Deutschland &ndash; aber nicht in Familien mit Migrationshintergrund<\/strong><br>\nEine Studie konnte erstmals den Zusammenhang zwischen der Arbeitslosigkeit von V&auml;tern und ihren S&ouml;hnen f&uuml;r Deutschland wissenschaftlich belegen.<br>\nS&ouml;hne, deren V&auml;ter zeitweise arbeitslos waren, sind im Alter zwischen 17 und 24 Jahren deutlich h&auml;ufiger selbst arbeitslos.<br>\nDer Zusammenhang zwischen der Arbeitslosigkeit von V&auml;tern und der ihrer S&ouml;hne ist bei V&auml;tern mit Migrationshintergrund nicht nachweisbar&hellip;<br>\nDie Autorinnen und Autoren interpretieren die Ergebnisse so, dass die Ursache f&uuml;r die Arbeitslosigkeit der S&ouml;hne nicht in der Arbeitslosigkeit der V&auml;ter selbst, sondern in gemeinsamen famili&auml;ren  Faktoren zu suchen ist, die zu einer h&ouml;heren Arbeitslosigkeit von V&auml;tern und S&ouml;hnen f&uuml;hren.<br>\nDie Bek&auml;mpfung der Jugendarbeitslosigkeit m&uuml;sse dementsprechend direkt bei den Jugendlichen und ihren Milieufaktoren ansetzen, eine Einflussnahme auf die Arbeitslosigkeit der V&auml;ter w&auml;re hingegen nicht zielf&uuml;hrend.<br>\nDie Ergebnisse spiegeln damit auch die in Deutschland vergleichsweise geringe soziale Mobilit&auml;t wieder. Der famili&auml;re Hintergrund hat starken Einfluss auf die Erfolgschancen der Jugendlichen, die offenbar durch Bildungsangebote und au&szlig;erschulische F&ouml;rderung nicht ausgeglichen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iwh-halle.de\/d\/publik\/presse\/39-15.pdf\">Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung Halle IWH [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wie bei Langzeitarbeitslosen: Union fordert Lohnsenkung f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge<\/strong><br>\nLangzeitarbeitslose d&uuml;rfen f&uuml;r einen Stundenlohn von weniger als 8,50 Euro besch&auml;ftigt werden: So sieht es die Ausnahmeregelung im Mindestlohngesetz vor. Diese Ausnahme soll jetzt auch Fl&uuml;chtlinge gelten, fordern Experten der CDU. Au&szlig;erdem w&uuml;nschen sie sich eine &bdquo;Praktikumsoffensive&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/arbeitsmarkt\/ausnahme-vom-gesetzlichen-mindestlohn-wie-bei-langzeitarbeitslosen-union-fordert-lohnsenkung-fuer-fluechtlinge_id_4976768.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die L&uuml;cke beim Mindestlohn f&uuml;r Langzeitarbeitslose hat die SPD gelassen (oder geschaffen?), und ich sehe nicht, wie sie geschlossen werden kann. Schlie&szlig;lich sind Fl&uuml;chtlinge im Hartz-IV-System per definitionem Langzeitarbeitslose. Und z&auml;hlt man, etwas &uuml;berspitzt, die Forderungen des CDU-Wirtschaftsrats zusammen, dann h&auml;tte er gerne beliebig viele Zuwanderer, die auf staatliche Kosten aus- und weitergebildet und dann &ndash; nat&uuml;rlich deutlich unterhalb des regul&auml;ren Tarif- oder Mindestlohn &ndash; von Unternehmen ausgebeutet werden. Weil sie dringend ben&ouml;tigte Fachkr&auml;fte sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>A 8 zwischen Ulm und Augsburg f&uuml;r Verkehr freigegeben &ndash; Dobrindt: Erfolgsgeschichte der &Ouml;PP-Projekte geht weiter<\/strong><br>\nBundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat heute die auf rund 41 Kilometern sechsspurig ausgebaute A 8 zwischen Ulm und Augsburg feierlich f&uuml;r den Verkehr freigegeben. M&ouml;glich wurde der Ausbau durch eine &Ouml;ffentlich-Private Partnerschaft (&Ouml;PP). Ein privater Konzessionsnehmer (PANSUEVIA GmbH und Co. KG) &uuml;bernimmt neben dem Ausbau auch den Betrieb und die Erhaltung der insgesamt 58 Kilometer langen Vertragsstrecke.<br>\nDie Bauzeit betrug rund vier Jahre. Der Bau wurde noch vor der vereinbarten Frist (30.09.2015) fertig gestellt. Damit ist der Ausbau der A 8 ein weiterer Beweis f&uuml;r die Effizienz von &Ouml;PP. Schon der ebenfalls durch Private ausgebaute Abschnitt zwischen M&uuml;nchen und Augsburg wurde vor dem vertraglich vereinbarten Termin fertig&hellip;.<br>\nDobrindt: &ldquo;&Ouml;ffentlich-private Partnerschaften sind ein wichtiges Element unseres Milliarden-Investitionshochlaufs zur Modernisierung unserer Infrastruktur. Unsere bisherigen Erfahrungen mit &Ouml;PP zeigen ganz klar: Wir bauen wirtschaftlicher, die Bauqualit&auml;t ist hoch, die Stra&szlig;e steht schneller zur Verf&uuml;gung. Damit beseitigen wir einen gro&szlig;en volkswirtschaftlichen Schaden: den Stau.&rdquo;<br>\nBundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat im April 2015 gemeinsam mit Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble eine &ldquo;Neue Generation&rdquo; von &Ouml;PP-Projekten auf den Weg gebracht, die insgesamt elf Projekte mit einem Projektvolumen von 15 Milliarden Euro f&uuml;r Neubau, Erhaltungs- und Betriebsma&szlig;nahmen umfasst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bmvi.de\/SharedDocs\/DE\/Pressemitteilungen\/2015\/098-dobrindt-a8-ulm-augsburg.html?linkToOverview=DE%2FPresse%2FPressemitteilungen%2Fpressemitteilungen_node.html%23id166100\">BMVI<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.K.:<\/strong> &Uuml;ber die Mehrkosten f&uuml;r das &bdquo;Erfolgsmodell&ldquo; f&uuml;r den Steuerzahler schweigt der Bundesverkehrsminister vornehm. Die Umverteilung staatlicher Einnahmen (LKW Maut) zur Freude gro&szlig;er Anleger und Baukonzerne geht weiter. Kein Wunder dass die Einnahmen aus der Maut tendenziell weiter sinken wenn immer mehr Stra&szlig;en in private H&auml;nde &uuml;bergeben werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kolumbien: Wie kommen deutsche Waffen in den B&uuml;rgerkrieg?<\/strong><br>\nIn ein vom B&uuml;rgerkrieg gebeuteltes Land wie Kolumbien d&uuml;rfen keine Waffen exportiert werden. Doch wie gelangten Pistolen &ldquo;Made in Germany&rdquo; dann dorthin? Ein Unternehmen aus NRW steht unter Verdacht<br>\nDie Gesch&auml;fte des Waffenherstellers Carl Walther laufen bestens. Der letzte ver&ouml;ffentlichte Jahresbericht von Walther, ein Tochterunternehmen der Arnsberger Firma Umarex, der aus dem Jahr 2013 stammt, weist 82,7 Millionen Euro Umsatz aus, das war ein Umsatzplus von nahezu 45 Prozent gegen&uuml;ber dem Vorjahr. 2,8 Millionen Euro betrug der Jahres&uuml;berschuss. Walther exportiert vor allem Pistolen in viele L&auml;nder der Welt. In einigen deutschen Bundesl&auml;ndern tragen Polizisten Walther-Waffen. Und besonders gut verkaufte Walther zuletzt in die Vereinigten Staaten.<br>\nDoch nun wird das Unternehmen verd&auml;chtigt, auch nach Kolumbien Waffen geliefert zu haben. Seit Jahrzehnten tobt in Kolumbien ein blutiger B&uuml;rgerkrieg. Polizei, Paramilit&auml;rs, Drogenmafia und Guerillagruppen bek&auml;mpfen sich. Immer wieder gibt es Berichte von Massakern an der Zivilbev&ouml;lkerung und von schweren Menschenrechtsverletzungen. Und ein Verkauf von Waffen in ein solches Land w&auml;re nach deutschem Recht illegal. Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/regionales\/nrw\/article146872695\/Wie-kommen-deutsche-Waffen-in-den-Buergerkrieg.html\">Welt.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Rechts in der Mitte?<\/strong><br>\nDass sich antidemokratisches Gedankengut nicht nur an den R&auml;ndern der Gesellschaft, sondern auch in ihrer Mitte findet, ist keine neue Erkenntnis. Bereits 1959 schrieb der Soziologe Seymour Martin Lipset &uuml;ber einen &ldquo;Extremismus der Mitte&rdquo;. In j&uuml;ngster Zeit mehren sich jedoch die Anl&auml;sse, um erneut dar&uuml;ber nachzudenken: vom Erstarken rechtspopulistischer Parteien in vielen L&auml;ndern Europas &uuml;ber die &ldquo;Abendspazierg&auml;nge&rdquo; der Pegida und ihrer Ableger bis hin zu den Anschl&auml;gen und Protesten gegen Asylbewerberheime. Wie weit antidemokratische Einstellungen in &ldquo;die Mitte&rdquo; reichen und wie sehr diese Rechtsextremisten ein Umfeld bietet, sind daher berechtigte Fragen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/apuz\/212348\/rechts-in-der-mitte\">APUZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wer kontrolliert die Vierte Gewalt?<\/strong><br>\nMan kann es getrost zerr&uuml;ttet nennen, das Verh&auml;ltnis zwischen den journalistischen Medien und ihren Nutzern. 60 Prozent der Deutschen haben wenig oder gar kein Vertrauen in die politische Berichterstattung, sagt eine Umfrage der Wochenzeitung &ldquo;Die Zeit&rdquo;. Einen Reputationsverlust verzeichnet der Journalismus bei vielen Themen.<br>\nDie Kritik an der Ukraineberichterstattung und an der medialen Aufarbeitung der Germanwings-Katastrophe zum Beispiel ist un&uuml;berh&ouml;rbar. Aber auch die Rolle der Medien beim R&uuml;cktritt des Bundespr&auml;sidenten Wulff finden viele unr&uuml;hmlich.<br>\nGleichzeitig gelten die politischen Berichterstatter in Deutschland nach wie vor als einflussreich, der Journalismus wird als Vierte Gewalt im Staat bezeichnet. Kein Wunder: Medienvertreter treffen sich im privaten Rahmen zu sogenannten Wohnzimmerkreisen und laden handverlesene Politiker zum Gespr&auml;ch. Der Publizist Thomas Meyer nennt diese Elite der Medienschaffenden gar &ldquo;Alphajournalisten&rdquo; und weist ihnen ein &ldquo;Machtmonopol&rdquo; zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/alphajournalismus-wer-kontrolliert-die-vierte-gewalt.1301.de.mhtml?dram:article_id=331393\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Friedensforscher Peter Strutynski gestorben<\/strong><br>\nPeter Strutynski ist in der Nacht zum Sonntag an einem Gehirntumor gestorben. Der Krebs hatte ihm seit geraumer Zeit zu schaffen gemacht. Sein Tod ist nicht nur ein Verlust f&uuml;r die Friedenswissenschaft, sondern f&uuml;r die gesamte deutsche Linke. Denn Strutynski geh&ouml;rte zu den f&uuml;hrenden K&ouml;pfen der Friedensbewegung. Er organisierte unter anderem den bundesweiten Friedensratschlag, der j&auml;hrlich in Kassel stattfand. Seine Vorlesungen und Seminare an der Universit&auml;t in seiner nordhessischen Wahlheimat waren stets gut gef&uuml;llt &ndash; Warteschlagen vor seiner B&uuml;rot&uuml;r w&auml;hrend der Sprechstunde inklusive.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/985900.friedensforscher-peter-strutynski-gestorben.html\">ND<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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