{"id":2774,"date":"2007-11-16T09:13:58","date_gmt":"2007-11-16T08:13:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2774"},"modified":"2007-11-16T09:13:58","modified_gmt":"2007-11-16T08:13:58","slug":"hinweise-des-tages-528","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2774","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann <a href=\"?p=2774&amp;email=1\">weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Kinderarmut<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Deutschland bei Familienarmut Spitze<\/strong><br>\nZur Einschulung ist sogar schon jedes dritte Kind therapiebed&uuml;rftig. Alle zehn Jahre verdoppelt sich die Kinderarmut. Die Hauptschuld daran weist das Kinderhilfswerk dem Steuer- und Sozialsystem zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/deutschland\/811290.html\">Netzeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Kinderarmut in Deutschland nimmt offenbar weiter zu<\/strong><br>\nDie Kinderarmut in Deutschland nimmt trotz guter Konjunktur weiter zu. War 1965 nur jedes 75. Kind unter sieben Jahren auf Sozialhilfe angewiesen, ist es heute mehr als jedes sechste, wie aus dem vom Deutschen Kinderhilfswerk am 15. November in Berlin ver&ouml;ffentlichten &ldquo;Kinderreport 2007&rdquo; hervorgeht. Mittlerweile g&auml;lten 14 Prozent aller Kinder offiziell als arm. Sch&auml;tzungsweise 5,9 Millionen Kinder lebten in Haushalten mit einem Jahreseinkommen der Eltern von bis zu 15.300 Euro. Dies entspreche rund einem Drittel aller kindergeldberechtigten Kinder. Seit Einf&uuml;hrung von &ldquo;Hartz IV&rdquo; habe sich die Kinderarmut verdoppelt, &ldquo;und sie w&auml;chst trotz zur&uuml;ckgehender Arbeitslosigkeit&rdquo;, sagte der Pr&auml;sident des Deutschen Kinderhilfswerkes, Thomas Kr&uuml;ger.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ngo-online.de\/ganze_nachricht.php?H=N&amp;Nr=16959\">NGO Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub867BF88948594D80AD8AB4E72C5626ED\/Doc~EA0EF5091B01343EEAA774ED47E81D4B1~ATpl~Ecommon~Scontent.html%20\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> &Uuml;ber solche eklatanten Verletzungen des Sozialstaatspostulats verlieren Poschardt, Hartwich, Adam und Konsorten nat&uuml;rlich kein Wort.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Bahnstreik:<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Teure Anzeige statt verhandlungsf&auml;higes Angebot<\/strong><br>\nUnd wieder hat die Deutsche Bahn millionenteure ganzseitige Anzeigen in den Tageszeitungen gegen die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivf&uuml;hrer (GDL) geschaltet. Sie tr&auml;gt den Titel &bdquo;Stoppen Sie den Wahnsinn, Herr Schell.&ldquo;<br>\nSchon im ersten Satz der Anzeige wird versucht, die Leute f&uuml;r dumm zu verkaufen. &bdquo;Wir sind bereit, &uuml;ber vieles zu reden, w&auml;hrend Sie (gemeint ist Manfred Schell) sich seit Monaten jeglicher Verhandlung verweigern.&ldquo; &bdquo;Reden und verhandeln sind n&auml;mlich zwei v&ouml;llig verschiedene Paar Schuhe&ldquo;, so Schell. Bei Verhandlungen besteht ein konkretes (verhandlungsf&auml;higes) Angebot, &uuml;ber das eben verhandelt wird. Die GDL hat mehrfach erkl&auml;rt, dass sie &uuml;ber das bisherige Angebot der DB nicht verhandeln wird. Die Bahn bietet der GDL angeblich zehn Prozent mehr Gehalt. Dahinter verbirgt sich nicht anderes als der Tarifabschluss mit der Tarifgemeinschaft Transnet\/GDBA (TG) mit 4,5 Prozent mehr Lohn ab 2008 und eine Erh&ouml;hung der Arbeitszeit von 41 auf 43 Stunden, die dann netterweise verg&uuml;tet werden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gdl.de\/\">GDL<\/a><\/li>\n<li><strong>Bahn will Schadensersatz von GDL<\/strong><br>\nDie Deutsche Bahn hat die Lokf&uuml;hrer-Gewerkschaft GDL auf Schadensersatz in Millionenh&ouml;he verklagt. Der Konzern habe beim Arbeitsgericht Frankfurt am Main eine Schadensersatzklage &uuml;ber f&uuml;nf Millionen Euro f&uuml;r Warnstreiks im Nahverkehr Anfang Juli eingereicht, sagte ein Bahn-Sprecher am Donnerstag. Der Aufsichtsrat hatte die harte Linie von Konzernchef Mehdorn zuvor begr&uuml;&szlig;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/bahn-verklagt-gdl-auf-schadensersatz\/?src=MT&amp;cHash=f6d71939ad\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Solche Drohungen zeigen nur, dass die Bahn an einer Einigung am Verhandlungstisch nicht interessiert ist.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Keine rosige Bilanz<\/strong><br>\nFranz M&uuml;nteferings Abschied bedeutet keine Z&auml;sur f&uuml;r die gro&szlig;e Koalition. Denn auch k&uuml;nftig werden die Agenda-2010-Sozialdemokraten die Politik der SPD bestimmen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2007%2F11%2F15%2Fa0174&amp;src=GI&amp;cHash=ba6108cabb&amp;type=98\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Franz Walter dreht sich das alles etwas feuilletonistisch zurecht. Der Artikel beginnt mit einer D&auml;monisierung M&uuml;nteferings als Superstrategen, um ihn dann in einer langen Liste des Scheiterns umso sch&ouml;ner zu demontieren zu k&ouml;nnen. Dann wird er zusammen mit Schr&ouml;der zum eiskalten Machtmenschen hochstilisiet, um den Nachfolger Olaf Scholz dagegen wieder abfallen zu lassen. Nette Dramaturgie, aber inhaltlich ist das alles ziemlich windig.<br>\nNur mal vorweg. Gef&uuml;rchtet hat die neudeutsche Bourgeoisie Oskar Lafontaine, und der bessere Stratege war und ist er gewiss. Das Duo Schr&ouml;der im Armanianzug und M&uuml;ntefering mit rotem Schal d&uuml;rfte die herrschende Klasse eher am&uuml;siert haben &ndash; zwei Archetypen des Aufsteigers, welche jeder auf seine Art den Boden unter ihren F&uuml;&szlig;en verloren haben. Beide haben nicht durchschaut, dass das, was die herrschende Meinung als Sachzwang propagierte, pure Ideologie war, die Ideologie einer Elite, der sie nun auch angeh&ouml;ren wollten.<br>\nWalter sieht das v&ouml;llig falsch, die Fu&szlig;truppen der SPD sind nicht wegen der Wirtschaftspolitik der Gro&szlig;en Koalition weggelaufen, sie waren schon weg. Es ist keineswegs so, dass es M&uuml;ntefering und Schr&ouml;der zwischen 2003 und 2005 gelang eine &ldquo;Zwangskulisse wirtschaftlicher Notwendigkeiten durchaus wirkm&auml;chtig aufzubauen.&rdquo; Es war die Zeit, in der Parteimitglieder und W&auml;hler der SPD massenhaft davonliefen. Sie hatten begriffen das die Parteif&uuml;hrung mit der Agenda 2010 eine gesellschaftlichen Umbruch realisiert hatte, von dem die FDP nur tr&auml;umen konnte.<br>\nDie &ldquo;Krise der &Ouml;konomie&rdquo; manifestierte sich nicht zwischen 2003 und 2005, sondern hatte mit der immer st&auml;rker werdenden Akzeptanz des Dogmas vom Markt zu tun, der per se dazu neigt, sich selbst zu regulieren und zum Gleichgewicht zu finden. Ein Vorgang, der sich viel fr&uuml;her, n&auml;mlich im europ&auml;ischen Binnenmarktprozess niederschl&auml;gt, in dem kr&auml;ftig liberalisiert, dereguliert und privatisiert wurde und wird und als einzige regulierende Institution die Maastricht -Kriterien &uuml;brig lie&szlig;, womit dann etwas, was den Namen Wirtschaftspolitik verdient, endg&uuml;ltig verunm&ouml;glicht wurde. Der Skandal einer noch heute unertr&auml;glich hohen Arbeitslosigkeit stammt aus dieser Zeit. Das war die Analyse, zu der sich Schr&ouml;der und der ewige Adlatus M&uuml;ntefering auch in hundert Jahren nicht durchgerungen h&auml;tten. Dabei war mit Jospin und Strauss-Kahn und Lafontaine der Wendepunkt so nah. Dazwischen steht die bedauerliche Fehleinsch&auml;tzung Schr&ouml;ders und seiner Position als Bundeskanzler durch Lafontaine.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>SPD stimmt beim Mindestlohn gegen sich selbst<\/strong><br>\nDie Koalitionsdisziplin geht bei der SPD vor. Sie ist offensichtlich wichtiger als 3,5 Millionen Menschen, die f&uuml;r einen Vollzeitjob weniger als 900 Euro bekommen. Ihnen bietet die Koalition keine L&ouml;sungen, sondern nur arrogante Reden. Das zeigt die eigentliche politische Schizophrenie: &ouml;ffentlich f&uuml;r einen fl&auml;chendeckenden Mindestlohn werben und ihn gleichzeitig im Parlament ablehnen. Wenn die SPD den Antrag nur deswegen ablehnt, weil er von der Linksfraktion kommt, macht das deutlich, dass ihnen das Wohl der Menschen vollkommen egal ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilung.php?artikel=1296613499\">Linksfraktion<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines Lesers:<\/strong> Oder brauchte die SPD einfach nur ein Wahlkampfthema? Ein Narr, der schlimmes dabei denkt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Normalerweise ver&ouml;ffentlichen wir keine Pressemitteilungen von Bundestagsfraktionen. Weil dieser Text einfach nur wahr ist, machen wir eine Ausnahme.<\/em><\/p>\n<p><em>Und hier die Folgen f&uuml;r die SPD:<\/em><\/p>\n<p><strong>NRW noch schw&auml;rzer als gedacht<\/strong><br>\nZurzeit k&ouml;nnten CDU und FDP bei einer Landtagswahl zusammen mit einer Zustimmung zwischen 49 (Emnid) und 52 Prozent (Forsa) rechnen. SPD und Gr&uuml;ne schnitten hingegen bei der sogenannten Sonntagsfrage momentan mit einem addierten Ergebnis zwischen 38 (Forsa) und 42 Prozent (Infratest-dimap) noch schlechter ab als bei der verlorenen Wahl 2005.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/nrw-noch-schwaerzer-als-gedacht\/?src=SZ&amp;cHash=686dfdc5a1\">TAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Hartz IV im Schnellverfahren<\/strong><br>\nKlagewelle gegen Jobcenter. Regierung erschwert Zugang zu Sozialgerichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/11-15\/045.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Kontakte zu Pharmafirmen: Impfkommission im Interessenkonflikt<\/strong><br>\nUnabh&auml;ngig und neutral soll Impfstoffkommission empfehlen, welche Impfungen Krankenkassen zahlen m&uuml;ssen. Doch immer mehr zweifeln daran, ob die Kommission wirklich unabh&auml;ngig ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wissen\/artikel\/1\/impfkomission-im-interessenskonflikt\/?src=MT&amp;cHash=f77dc1c0d5\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Fluggastdaten: Neues Verfahren und 15-j&auml;hrige Speicherung<\/strong><br>\nDer Bundestag wird heute &uuml;ber den Gesetzentwurf zum Abkommen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten &uuml;ber die Weitergabe der Fluggastdaten (16\/6750) abstimmen. Der Entwurf regelt, wie Fluggesellschaften, die Passagierfl&uuml;ge in oder aus den USA vornehmen, Fluggastdaten an das United States Department of Homeland Security (DHS) weiterleiten. Danach wird sich unter anderem zum 1. Januar 2008 das &Uuml;bermittlungsverfahren &auml;ndern: W&auml;hrend das DHS bislang im so genannten Pull-Verfahren &ndash; im automatisierten Abrufverfahren &ndash; selbst auf die Daten zugreift, werden die Fluggesellschaften k&uuml;nftig die Daten von sich aus &uuml;bermitteln (Push-Verfahren). Sensible Daten wie etwa Rasse, Religion oder Daten &uuml;ber die Gesundheit sollen herausgefiltert und umgehend gel&ouml;scht werden. Alle anderen Daten werden f&uuml;r sieben Jahre in einer &ldquo;aktiven Datenbank&rdquo; gespeichert und verbleiben dann weitere acht Jahre in einer &ldquo;ruhenden&rdquo; Speicherung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2007\/2007_301\/03.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das sollte man wissen, bevor man k&uuml;nftig fliegt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>LobbyControl Studie zu heutigen Lobby-Jobs des letzten rot-gr&uuml;nen Kabinetts<\/strong><br>\nZwei Jahre nach dem Ende der Rot-Gr&uuml;nen-Koalition pr&auml;sentiert LobbyControl heute eine Kurzstudie &uuml;ber den Verbleib der 63 damaligen Minister und Staatssekret&auml;re. Wir haben untersucht, in welchem Umfang die ehemaligen Regierungsmitglieder in Lobbyt&auml;tigkeiten gewechselt sind. Unsere Studie zeigt: Ex-Kanzler Schr&ouml;der ist bei weitem nicht der einzige, der einen fliegenden Wechsel in einen Lobby-Job hingelegt hat. Die Dreht&uuml;r zwischen Politik und Unternehmen bzw. Lobbyorganisationen kreist munter. Der mit den fliegenden Wechseln verbundene privilegierte Zugang zu Insiderwissen und pers&ouml;nlichen Kontakten sichert, reproduziert und vertieft vorhandene Machtungleichgewichte und verzerrt Politikprozesse zu Gunsten von Einzelinteressen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><strong>Thomas Fricke: Deutschlands &Ouml;konomen brauchen dringend neues Werkzeug<\/strong><br>\nMit den alten Dogmen l&auml;sst sich weder die j&uuml;ngste Erfahrung erkl&auml;ren, noch liefern sie die richtigen Rezepte gegen die aktuellen Konjunkturturbulenzen. Reichlich bem&uuml;ht wirken die r&uuml;hrenden Versuche, den (unvorhergesehenen) Aufschwung 2006 im Nachhinein so zu erkl&auml;ren, dass es tolle Reformen, also Angebotspolitik, gegeben habe. N&uuml;chterne Sch&auml;tzungen etwa der Bundesbank deuten auf eine Reformdividende hin, nur ist die bestenfalls ein kleines Plus. Um Erfolg zu haben, reicht es nicht, irgendwann irgendwas zu reformieren. Die Konjunktur muss laufen, und irgendwer muss irgendwann auch Geld haben, um es auszugeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/279777.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> So sehr sich Fricke mit seinen angebotsdogmatischen Kollegen auseinandersetzt, so sehr wird er immer wieder selbst Opfer des Geredes der von ihm kritisierten Kollegen. So wenn er etwa von einem &ldquo;enormen R&uuml;ckgang der Arbeitslosigkeit&rdquo; schreibt. Manchmal hilft es auch schon, wenn man die Realit&auml;t zur Kenntnis nimmt und hinter die statistischen Tricks schaut.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Immer mehr &Ouml;konomen f&uuml;r den Mindestlohn &ndash; nur nicht in Deutschland<\/strong><br>\nSo berichtete das Handelsblatt am 13. November &uuml;ber eine Studie der Arbeitsmarktforscher David Neumark und William Wascher vom Oktober dieses Jahres. Diese verglichen 86 Studien zum Thema Mindestl&ouml;hne miteinander.<br>\nEine Erkenntnis dieser Studie ist, dass seit Anfang der neunziger Jahre immer mehr &Ouml;konomen eine zunehmend positive Ansicht gegen&uuml;ber Mindestl&ouml;hnen entwickelt haben. So kommen Neumark und Wascher auch zu dem Schluss, dass es in der Wissenschaft kein einheitliches Bild zu den Besch&auml;ftigungseffekten mehr gibt. Nach einer Einsch&auml;tzung des amerikanischen Economic Policy Institut (EPI) vom 25. Oktober entspricht selbst dieses Fazit noch einer &bdquo;alten Denkungsart&ldquo;. Nach der EPI-Analyse ist die These negativer Besch&auml;ftigungseffekte eines Mindestlohnes nicht mehr haltbar.<br>\nZu dem gleichen Ergebnis kommt Prof. Ronald Schettkat in einer empirischen Studie vom 14. November diesen Jahres. Seiner Einsch&auml;tzung nach kann sich die Einf&uuml;hrung eines Mindestlohnes eher leicht positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken.<br>\nF&uuml;r diese neue Betrachtungsweise des Mindestlohnes stehen auch 650 US-amerikanische &Ouml;konomen. Diese haben j&uuml;ngst im Vorfeld des diesj&auml;hrigen Wahlkampfes f&uuml;r die Wahlen zum amerikanischen Repr&auml;sentantenhaus in einem Aufsehen erregenden gemeinsamen Aufruf die Erh&ouml;hung des nationalen Mindestlohnes in den USA gefordert.<br>\nUnter den Unterzeichnern des Aufrufes befinden sich auch die mit dem Nobelpreis geehrten &Ouml;konomen Kenneth Arrow, Clive Granger, Lawrence Klein, Robert Solow und Joseph Stiglitz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mindestlohn.de\/material\/studien_und_dokumente\/trendwende\/\">Mindestlohn<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>IQ-Rabatt in Freiburg rechtswidrig<\/strong><br>\nStudierende haben mit ihrer Klage gegen den IQ-Rabatt bei Studiengeb&uuml;hren in Freiburg Erfolg gehabt. Jetzt muss die Universit&auml;t ein neues Konzept entwickeln.<br>\nDie Freiburger Universit&auml;t wurde zwar j&uuml;ngst zur Elite-Uni geadelt, doch ausgerechnet ihre finanzielle Elitef&ouml;rderung ist rechtswidrig. Dies stellte das Verwaltungsgericht Freiburg fest. Mehrere Studenten hatten Erfolg mit ihren Klagen gegen die bisherige Praxis der Geb&uuml;hrenbefreiung f&uuml;r Hochbegabte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/iq-rabatt-in-freiburg-rechtswidrig\/?src=SZ&amp;cHash=9b72e41eea\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Bibel statt Wissenschaft<\/strong><br>\nKreationismus, &raquo;Intelligent Design&laquo; und Dieter Althaus: Glaubenss&auml;tze ersetzen an den Schulen zunehmend Evolutionslehre, mit freundlicher Unterst&uuml;tzung f&uuml;hrender CDU-Politiker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/11-15\/055.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Grenzen f&uuml;r Minister Gnadenlos<\/strong><br>\nSeit fast zwei Jahren gilt in &Ouml;sterreich ein &auml;u&szlig;erst restriktives Asylgesetz mit fatalen Auswirkungen. Aber es gibt inzwischen auch eine breite Protestbewegung dagegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/seiten\/2007\/46\/10972.php\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><strong>Aus f&uuml;r Aust<\/strong><br>\nEnde 2008 l&auml;uft der Vertrag des &ldquo;Spiegel&rdquo;-Chefredakteurs aus &ndash; das hat die Mitarbeiter-KG beschlossen. Einen &ldquo;Modernisierungsschub&rdquo; nennt deren Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer die Entscheidung. Aust h&auml;tte gern weitergemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/leben\/medien\/artikel\/1\/spiegel-chef-muss-gehen\/?src=TE&amp;cHash=9d5b24ac4d&amp;type=98\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Aust und seine Gesinnungsfreunde wie Gabor Steingart haben den Spiegel von einem liberalen und kritischen Magazin zu einem neoliberalen Kampfblatt gemacht, das sich &uuml;ber seine ideologische Ausrichtung hinaus nur noch an der Auflage orientiert. Der Spiegel wurde kalkulierbar, langweilig und &uuml;berfl&uuml;ssig. Die Frage wird also sein, wohin der &bdquo;Modernisierungsschub&ldquo; gehen soll, noch mehr in Richtung des Zeitgeistes, wie unter Aust, oder in die Richtung, wieder auf die H&ouml;he der Zeit zu kommen, und, statt einer gescheiterten Ideologie zu folgen, wieder die gesellschaftliche Wirklichkeit aufs Korn zu nehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sozialpolitik und soziale Lage in Deutschland<\/strong><br>\nKernaussagen der zweib&auml;ndigen Bestandsaufnahme &bdquo;Sozialpolitik und soziale Lage in Deutschland&ldquo;, zusammengefasst von einem der Autoren Gerhard B&auml;cker:\n<blockquote><p>Ein ausgebauter Sozialstaat ist und bleibt ein unverzichtbarer Bestandteil einer modernen Gesellschaft und Wirtschaft. L&auml;nder mit ausgebauten sozialstaatlichen Systemen m&uuml;ssen in diesem versch&auml;rften Konkurrenzkampf jedoch keineswegs unterliegen. Es zeigt sich, dass soziale Unsicherheit in einer (welt)wirtschaftlichen Situation, die die Betriebe und die Besch&auml;ftigten unter einen radikalen Modernisierungsdruck stellt, als Leistungs- und Motivationsbremse wirkt und den wirtschaftlichen Strukturwandel behindert. Die Finanzierungskrise des Sozialstaates, die die politische Diskussion und die gesetzgeberischen Ver&auml;nderungen in den letzten Jahren gepr&auml;gt hat, ist im Kern eine Folge der Besch&auml;ftigungskrise. Einkommensumverteilung, Armutsvermeidung und Lebensstandardsicherung bleiben eine Aufgabe des Sozialstaates. Die Ziele Chancengerechtigkeit, Besch&auml;ftigungsbef&auml;higung und Verteilungsgerechtigkeit stehen nicht gegeneinander, sondern bedingen sich wechselseitig.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"upload\/pdf\/071116_hinweis.pdf\">VS-Verlag &ndash; Sozialpolitik und soziale Lage in Deutschland [PDF &ndash; 48 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2774","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2774","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2774"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2774\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2774"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2774"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2774"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}