{"id":2775,"date":"2007-11-16T12:09:11","date_gmt":"2007-11-16T11:09:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2775"},"modified":"2015-12-09T16:13:02","modified_gmt":"2015-12-09T15:13:02","slug":"die-entwicklung-beim-thema-privatisierung-der-deutschen-bahn-ist-besorgnis-erregend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2775","title":{"rendered":"Die Entwicklung beim Thema Privatisierung der Deutschen Bahn ist Besorgnis erregend."},"content":{"rendered":"<p>Sachliche Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Privatisierung gibt es nach wie vor nicht. Aber der Beschluss des SPD-Parteitages erweist sich keinesfalls als Hinderungsgrund. Im Gegenteil. In dem sich die SPD damit darauf eingelassen hat, das &bdquo;Ob&ldquo; der Privatisierung nicht mehr auf die Tagesordnung setzen, rollt der Zug weiter, sogar in Richtung Aufspaltung des Unternehmens. Die Regierungsriege spielt m.E. sowieso falsch. &ndash; In der Behandlung des Streiks der Lokf&uuml;hrer durch den Aufsichtsrat wird sichtbar, dass das Unternehmen schon lange nicht mehr zum Volksverm&ouml;gen geh&ouml;rt, offensichtlich nicht einmal zum Bundesverm&ouml;gen.<br>\nZu Ihrer Information dokumentieren wir einige interessante Unterlagen:<\/p><ol>\n<li>Die Pressemitteilung &uuml;ber die Aufsichtsratssitzung der Deutschen Bahn AG vom 15. 11. 2007<\/li>\n<li>Die Liste der Aufsichtsratsmitglieder.<\/li>\n<li>Eine sehr aufschlussreiche Mail des Referenten f&uuml;r Verkehrspolitik im Arbeitskreis V (Infrastruktur und Umwelt) der FDP-Bundestagsfraktion Volker Neuhoff vom 12.11.2007<\/li>\n<li>Einen Bericht &uuml;ber die Bahn in der Schweiz: Privatisierung nicht geplant<\/li>\n<li>Einen Bericht des Handelsblatts &uuml;ber die R&uuml;cknahme des Betriebs eines teilprivatisierten Teils der Londoner Metro: Volle Fahrt r&uuml;ckw&auml;rts.<\/li>\n<\/ol><p>Diese Unterlagen finden Sie im folgenden. Zuvor einige Anmerkungen. Albrecht M&uuml;ller.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Anmerkungen zu den folgenden Unterlagen:<\/strong><\/p><ul>\n<li>Wir denken, die Bahn sei ein Unternehmen in &ouml;ffentlicher Hand, es geh&ouml;re dem Bund. Wir h&ouml;ren, dass der Bund die Streik-Parteien aufruft, sich zusammensetzen. Spiegel Online berichtet am 15.11.2007:<br>\n<blockquote><p>Tiefensee betonte, die Bundesregierung halte sich direkt aus dem Tarifkonflikt heraus, versuche aber im Hintergrund &ldquo;mit allen Hebeln&rdquo;, die Tarifpartner an einen Tisch zu holen. Dabei sei das von allen Seiten unterzeichnete Verhandlungsergebnis mit den Moderatoren Kurt Biedenkopf und Heiner Gei&szlig;ler (beide CDU) ein &ldquo;ganz tragf&auml;higes Fundament&rdquo; und ein Ausgangspunkt f&uuml;r die Gespr&auml;che.<\/p><\/blockquote>\n<p>Und dann beschlie&szlig;t der Aufsichtsrat dieses Bundesunternehmens am gleichen Tag, der &bdquo;Vorstand muss im Tarifkonflikt hart bleiben&ldquo;. Siehe Dokument Nr.1.<\/p><\/li>\n<li>Wenn wir uns die Zusammensetzung des Aufsichtsrates (Dokument Nr.2) anschauen, dann sehen wir, dass wir &ndash; die Eigent&uuml;mer &ndash; die Verf&uuml;gung &uuml;ber die Bahn abgegeben haben: Die Wirtschaft stellt den Aufsichtsratsvorsitzenden, sie vertritt mehrheitlich den Eigent&uuml;mer. (Das ist wie bei vielen Universit&auml;ten, wo das Sagen auch schon an die Wirtschaft abgegeben worden ist.) In jedem dieser F&auml;lle ein ernster Vorgang, aber kein &ouml;ffentliches Thema.<\/li>\n<li>Der Aufsichtsrat fordert die Teil-Privatisierung und behauptet wieder,<br>\n<blockquote><p>nur unter der Voraussetzung der Zuf&uuml;hrung privaten Kapitals ist durch die hervorragende Arbeit auf allen Ebenen der DB AG ein ertragskr&auml;ftiger und national wie international wettbewerbsf&auml;higer Logistikkonzern entstanden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Der zitierte Satz ist schon als solcher eine glatte L&uuml;ge, denn bisher ist privates Kapital doch noch gar nicht zugef&uuml;hrt worden. Hinzukommen die kleinen L&uuml;gen zur Ertragskraft, die wir wissen mit allen Tricks herbeigef&uuml;hrt worden ist. Siehe dazu auch das Dokument Nr. 3.<\/p><\/li>\n<li>An dieser Formulierung erkennt man im &uuml;brigen das Doppelspiel von Tiefensee und Steinbr&uuml;ck (und vermutlich auch von Beck). Wenn Sie noch etwas h&auml;tten retten wollen vom Beschluss des SPD Parteitages, dann h&auml;tten ihre Staatssekret&auml;re im Aufsichtsrat dieser &Auml;u&szlig;erung nicht zustimmen d&uuml;rfen. Mein Fazit: De facto arbeiten die Vertreter der SPD in der Bundesregierung, namentlich Steinbr&uuml;ck und Tiefensee, letztlich f&uuml;r die andere Seite. Im Grunde f&uuml;r die Finanzindustrie. Besonders deutlich wird das am Vorschlag von Steinbr&uuml;ck zur L&ouml;sung des Problems. Sein Vorschlag mit der Holding spielt eindeutig in die H&auml;nde der Bef&uuml;rworter der Privatisierung und zus&auml;tzlich in die H&auml;nde jener, die die Trennung des Unternehmens in Netz und Betrieb wollen.<\/li>\n<li>Tiefensee h&auml;lt die Propaganda f&uuml;r die Privatisierung mithilfe der Behauptung, nur mit privatem Kapital k&ouml;nne die Bahn sich behaupten, konsequent durch. Er wiederholt diese Behauptung seit Wochen unentwegt, wie mir eine Google-Suche best&auml;tigte hat. Immer die gleiche Unwahrheit in Variation: Die Bahn braucht privates Kapital. Und nirgendwo finden Sie auch nur den Versuch, diese Behauptung begr&uuml;nden. Das k&ouml;nnte er auch nicht, genauso wenig wie der Aufsichtsrat, weil das Kapital auf dem Kapitalmarkt mindestens so billig zu schaffen w&auml;re.<br>\nRationalit&auml;t ist in diesem Gesch&auml;ft mit der Bahn schon lange nicht mehr gefragt. Deshalb haben Meldungen dar&uuml;ber, dass man in der Schweiz nicht daran denkt, die Schweizer Bahn zu privatisieren, und dass man in Gro&szlig;britannien gro&szlig;e M&uuml;he und Kosten hat, die Scherben einer Teilprivatisierung bei der Londoner U-Bahn zusammen zu kehren. (Siehe Nr. 4 und Nr. 5)<\/li>\n<li>Wirklich spannend und erhellend ist die Mail des FDP-Verkehrsreferenten Neuhoff. (Dokument Nr. 3) Er feiert die entstandene Konstellation und vor allem den Vorschlag von Finanzminister Steinbr&uuml;ck. Das ist das, was die FDP und andere Privatisierungsbef&uuml;rworter gewollt haben: die Aufspaltung des Konzerns, die M&ouml;glichkeit des Verkaufs einzelner Teile. Wenn man wei&szlig;, wie eng bei der Bahn Netz und Betrieb miteinander verbunden sind, wenn man wei&szlig;, wie verheerend sich die erste Trennung in mehrere Bereiche im Jahr 1994ff. ausgewirkt hat, wenn man wei&szlig;, wie gut ein zusammengeh&ouml;riges Unternehmen in der Schweiz funktioniert und wie schlecht ein aufgespaltenes in Gro&szlig;britannien funktioniert, dann kann man nur mit gro&szlig;er Sorge der weiteren Entwicklung entgegensehen.<\/li>\n<li>An dieser Stelle muss angemerkt werden, dass die Bef&uuml;rworter der Vorzugsaktien dem Versuch, die Privatisierung der Bahn zu verhindern, einen Tort angetan haben. Sie haben n&auml;mlich verhindert, dass die Frage des &bdquo;Ob&ldquo; der Privatisierung auf den Tisch kommt beziehungsweise auf dem Tisch des Hamburger Parteitages der SPD bleibt. Peter Conradi hatte das &bdquo;Ob&ldquo; auf die Tagesordnung gesetzt. Als die Zustimmung zu seiner grunds&auml;tzlichen Bef&uuml;rwortung der Erhaltung des Unternehmens im &ouml;ffentlichen Eigentum erkennbar war, gab die Vorzugsaktienl&ouml;sung Kurt Beck die M&ouml;glichkeit, Conradis Vorsto&szlig; abzuwehren. Und wo sind die Vertreter der Vorzugsaktien jetzt? Wo ist Hermann Scheer? Wo ist der Berliner Finanzsenator Sarrazin? Letzterer hat vermutlich gewusst, welches Spiel er treibt. Er ist ein Bef&uuml;rworter der Trennung. Die bekommt er jetzt vermutlich.<\/li>\n<\/ul><ol>\n<li><strong>Presseerkl&auml;rung der DB AG<\/strong>\n<p><strong>DB-Aufsichtsrat: Vorstand muss im Tarifkonflikt hart bleiben<\/strong><\/p>\n<p><strong>Neuer Vorschlag zur Zukunftssicherung der DB AG<\/strong><\/p>\n<p>(Berlin, 15. November 2007) Der Aufsichtsrat der DB AG hat sich zu einer Sondersitzung getroffen, um Berichte des Vorstands zu dem Thema &ldquo;Streik der GDL-Lokf&uuml;hrer&rdquo; und &ldquo;Privatisierung&rdquo; zu h&ouml;ren und zu er&ouml;rtern.<\/p>\n<p>Als Ergebnis stellt der Aufsichtsrat fest:<\/p>\n<p>Aufsichtsrat und Vorstand sind in Sorge, dass eine politische Absage des Gangs auf den Kapitalmarkt unabsehbare negative Konsequenzen f&uuml;r die DB AG haben wird. Denn nur unter der Voraussetzung der Zuf&uuml;hrung privaten Kapitals ist durch die hervorragende Arbeit auf allen Ebenen der DB AG ein ertragskr&auml;ftiger und national wie international wettbewerbsf&auml;higer Logistikkonzern entstanden.<\/p>\n<p>Aufsichtsrat und Vorstand begr&uuml;&szlig;en deswegen die im Koalitionsausschuss er&ouml;rterten neuen &Uuml;berlegungen zur Sicherung der Zukunft durch Zuf&uuml;hrung von Kapital &uuml;ber den Bundeshaushalt hinaus. Wenn die DB AG als integrierter Konzern erhalten bleibt und damit die Arbeitnehmerinteressen gesch&uuml;tzt bleiben, ist auch die Beteiligung privater Kapitalgeber (bis zu 49,9%) nur an der &ldquo;Verkehrs-AG&rdquo; als<br>\nTochter der DB AG ein aus Sicht aller Vertreter des Aufsichtsrats praktikabler Weg.<\/p>\n<p>In Sachen Streik st&uuml;tzt der Aufsichtsrat die Position des Vorstands, nicht auf die Forderung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivf&uuml;hrer (GDL) nach Aufl&ouml;sung der Tarifeinheit einzugehen, auch wenn diese unentwegt weiter streiken sollte. Der Aufsichtsrat bittet die GDL, mit dem Vorstand der DB AG in Verhandlungen einzutreten.<\/p>\n<p>Deutsche Bahn AG<br>\nOliver Schumacher<br>\nLeiter Unternehmenskommunikation \/ Konzernsprecher<br>\nHerausgeber: Deutsche Bahn AG<br>\nPotsdamer Platz 2, 10785 Berlin, Deutschland<br>\nVerantwortlich f&uuml;r den Inhalt: Konzernsprecher \/<br>\nLeiter Unternehmenskommunikation<br>\nOliver Schumacher<\/p><\/li>\n<li><strong>Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.db.de\/site\/bahn\/de\/unternehmen\/konzern\/konzernleitung\/aufsichtsrat\/aufsichtsrat.html\">www.db.de<\/a>\n<p>Der Aufsichtsrat umfasst 20 Mitglieder<br>\n<strong>Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG<\/strong><br>\nZehn Mitglieder werden von der Hauptversammlung der Aktion&auml;re gew&auml;hlt. Zehn Mitglieder werden von den Arbeitnehmern gew&auml;hlt. Die Bundesrepublik Deutschland hat, solange sie mehrheitlich Aktion&auml;r ist, das Recht, drei Mitglieder in den Aufsichtsrat zu entsenden.<\/p>\n<p><strong>Dr. G&uuml;nther Sa&szlig;mannshausen<\/strong><br>\nEhrenvorsitzender des Aufsichtsrats<br>\nHannover<\/p>\n<p><strong>Dr. Werner M&uuml;ller <\/strong><br>\nVorsitzender des Aufsichtsrats<br>\nVorsitzender des Vorstandes<br>\nEvonik Industries AG<br>\nEssen<\/p>\n<p><strong>Norbert Hansen* <\/strong><br>\nVorsitzender der TRANSNET Gewerkschaft GdED<br>\nBerlin<\/p>\n<p><strong>Georg Brunnhuber <\/strong><br>\nMitglied des Deutschen Bundestages<br>\nBerlin<\/p>\n<p><strong>Niels Lund Chrestensen <\/strong><br>\nGesch&auml;ftsf&uuml;hrender Gesellschafter<br>\nN.L. Chrestensen, Erfurter Samen- und Pflanzenzucht GmbH<br>\nErfurt<\/p>\n<p><strong>Dr.-Ing. Dr. h.c. J&uuml;rgen Gro&szlig;mann <\/strong><br>\nVorsitzender des Vorstandes RWE AG<br>\nGesellschafter der<br>\nGeorgsmarienh&uuml;tte Holding GmbH<br>\nHamburg<\/p>\n<p><strong>Horst Hartkorn* <\/strong><br>\nVorsitzender des Betriebsrates<br>\nS-Bahn Hamburg GmbH<br>\nHamburg<\/p>\n<p><strong>J&ouml;rg Hennerkes <\/strong><br>\nStaatssekret&auml;r im Bundesministerium<br>\nf&uuml;r Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung,<br>\nBerlin<\/p>\n<p><strong>J&ouml;rg Hensel* <\/strong><br>\nVorsitzender des Gesamtbetriebsrates<br>\nRailion Deutschland AG<br>\nVorsitzender des Spartenbetriebsrats Stinnes<br>\nMainz<\/p>\n<p><strong>Klaus Dieter Hommel* <\/strong><br>\nBundesvorsitzender der<br>\nVerkehrsgewerkschaft GDBA<br>\nFrankfurt am Main<\/p>\n<p><strong>G&uuml;nter Kirchheim* <\/strong><br>\nVorsitzender des Konzernbetriebsrates DB AG<br>\nVorsitzender des Gesamtbetriebsrates DB Netz AG<br>\nFrankfurt am Main<\/p>\n<p><strong>Helmut Kleindienst* <\/strong><br>\nSpartenbetriebsratsvorsitzender<br>\nUnternehmensbereich Dienstleistungen<br>\nDB Dienstleistungen GmbH<br>\nBerlin<\/p>\n<p><strong>Lothar Krau&szlig;* <\/strong><br>\nStv. Vorsitzender der<br>\nTRANSNET Gewerkschaft GdED<br>\nFrankfurt am Main<\/p>\n<p><strong>Dr. J&uuml;rgen Krumnow <\/strong><br>\nEhem. Mitglied des Vorstandes<br>\nDeutsche Bank AG<br>\nFrankfurt am Main<\/p>\n<p><strong>Vitus Miller* <\/strong><br>\nVorsitzender des Gesamtbetriebsrates<br>\nRegio\/Stadtverkehr<br>\nFrankfurt am Main<\/p>\n<p><strong>Heike Moll* <\/strong><br>\nVorsitzende des Gesamtbetriebsrates<br>\nDB Station&amp;Service AG<br>\nBerlin<\/p>\n<p><strong>Dr. Axel Nawrath <\/strong><br>\nStaatssekret&auml;r im<br>\nBundesministerium der Finanzen<br>\nK&ouml;nigstein<\/p>\n<p><strong>Dr. Bernd Pfaffenbach <\/strong><br>\nStaatssekret&auml;r im Bundesministerium<br>\nf&uuml;r Wirtschaft und Technologie<br>\nBerlin<\/p>\n<p><strong>Ute Plambeck* <\/strong><br>\nKonzernbevollm&auml;chtigte der DB AG<br>\nf&uuml;r die L&auml;nder Hamburg\/Schleswig-Holstein<br>\nHamburg<\/p>\n<p><strong>Dr. Eggert Voscherau <\/strong><br>\nStellvertretender Vorstandsvorsitzender<br>\nBASF Aktiengesellschaft<br>\nLudwigshafen<\/p>\n<p><strong>Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Ing. Heinrich Weiss <\/strong><br>\nVorsitzender der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung<br>\nSMS GmbH<br>\nD&uuml;sseldorf<\/p>\n<p><em><strong>* Arbeitnehmervertreter<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Letzte Aktualisierung: 16.10.2007<br>\nPosition: Unternehmen \/ Konzern \/ Unternehmensf&uuml;hrung \/ Aufsichtsrat<\/p><\/li>\n<li><strong>Email vom 12.11.2007 <\/strong><br>\n<strong>von Volker Neuhoff<\/strong><br>\n<strong>Referent f&uuml;r Verkehrspolitik im Arbeitskreis V (Infrastruktur und Umwelt) der FDP-Bundestagsfraktion<\/strong>\n<p>Liebe Kolleginnen und Kollegen,<br>\nsehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p>heute Abend tagt der Koalitionsausschuss und danach werden wir folgende Lage haben:<\/p>\n<ul>\n<li>Das Gesetzgebungsverfahren zum &bdquo;Bahnb&ouml;rsengang&ldquo; wird eingestellt <\/li>\n<li>Die Koalition erteilt einen Pr&uuml;fauftrag f&uuml;r das Steinbr&uuml;ck-Holdingmodell, mit dem nicht die Deutsche Bahn AG, sondern nur die Transport- und Logistiksparten teilprivatisiert werden (ohne dass ein Gesetz erforderlich ist) <\/li>\n<li>Die Teilprivatisierung mit Netz ist damit endg&uuml;ltig gescheitert<\/li>\n<\/ul>\n<p>Letzte Woche waren Gl&uuml;ckw&uuml;nsche, die uns erreicht haben, noch verfr&uuml;ht. Aber jetzt darf man es wohl sagen: der B&ouml;rsengang der Bahn mit Netz ist verhindert. Mit dem Eigentumssicherungsmodell von Tiefensee ist die letzte Variante einer Teilprivatisierung mit Netz vom Tisch. Unser jahrelanges Ringen war erfolgreich und das ist angesichts der Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse alles andere als selbstverst&auml;ndlich. Dort ein Lobbyapparat mit unbegrenzten finanziellen und personellen Ressourcen sowie Unterst&uuml;tzung der (fachlich ahnungslosen) Regierungsspitzen. Hier eine Handvoll Akteure mit nichts als besseren Argumenten, einem guten Netzwerk &uuml;ber die Partei- und Verb&auml;ndegrenzen hinweg und einer 2\/3 Lufthoheit in den Medien, um unsere Gegenkampagne zu transportieren. <\/p>\n<p><strong>Warum ist es entscheidend, dass der B&ouml;rsengang mit Netz verhindert wurde?<\/strong><\/p>\n<p>Wer eine Wettbewerbsbranche Schienenverkehr im Geiste der Bahnreform will, der ist f&uuml;r die Trennung von Netz und Transport. Daf&uuml;r gibt es aber keine politische Mehrheit, solange die SPD an der Regierung beteiligt ist. Auch ohne SPD wird es schwer, die Mehrheit zu organisieren, aber es ist m&ouml;glich. Das wei&szlig; auch die andere Seite, also die SPD-Verkehrsminister der letzten Jahre, Mehdorn und Transnet-Boss Hansen und ihre Unterst&uuml;tzer im BMVBS. Deshalb suchten sie nach einer M&ouml;glichkeit, die integrierte Konzernstruktur (=mit Netz), gegen ge&auml;nderte politische Mehrheiten abzusichern. Das Instrument dazu sollte die Teilprivatisierung mit Netz sein. W&auml;ren erst einmal Private an der integrierten DB beteiligt, k&ouml;nnte gegen deren Willen eine Trennung nicht mehr durchgesetzt werden. <\/p>\n<p>So kam es zu dem Zweckb&uuml;ndnis von Mehdorn und Hansen. Gemeinsam wollten sie eine Teilprivatisierung des integrierten Konzerns (= mit Netz),<\/p>\n<ul>\n<li>um die Integration auf Dauer unumkehrbar zu machen, und<\/li>\n<li>um den Bund dauerhaft als Mehrheitsgesellschafter auch der Transport- und Logistiksparten einzubinden<\/li>\n<\/ul>\n<p>Beide Konsequenzen ergeben sich bei einer Teilprivatisierung mit Netz aus Artikel 87e Grundgesetz. Da Art. 87 e GG au&szlig;erdem bestimmt, dass f&uuml;r eine Privatisierung mit Netz ein Privatisierungsgesetz erforderlich ist, wurde 2001 ein darauf gerichteter Lobbyprozess in Gang gesetzt. Gezielt unter Umgehung der Fachpolitiker wurde den Partei- und Fraktionsf&uuml;hrungen in SPD und Union die Idee einer Teilprivatisierung schmackhaft gemacht. Um die genannten Ziele zu erreichen, musste auf Biegen und Brechen sichergestellt werden, dass eine Teilprivatisierung mit Netz kommt &ndash; und sei es in der Version &bdquo;Eigentumssicherungsmodell&ldquo;. Auch das Eigentumssicherungsmodell erf&uuml;llte die o.g. Ziele, weil die Netzgesellschaft in der Konzernbilanz gef&uuml;hrt und nur gegen einen prohibitiv hohen Wertausgleich herausl&ouml;sbar gewesen w&auml;re.<\/p>\n<p>Um diese Pl&auml;ne zu durchkreuzen, haben wir seit Jahren eine 2-Stufen-Strategie verfolgt. In der ersten Stufe ging es darum, irreversibel falsche Strukturentscheidungen zu verhindern. In der 2.Stufe wollen wir dann das Richtige  selber tun. Nachdem jetzt der B&ouml;rsengang mit Netz politisch tot ist, haben wir alle Optionen f&uuml;r die Zukunft gesichert.<\/p>\n<p><strong>Wie liefen zuletzt die Entwicklungen?<\/strong><\/p>\n<p>Es ist atemberaubend, mit welchem Tempo am Schluss die Argumente f&uuml;r einen B&ouml;rsengang mit Netz zusammengest&uuml;rzt sind. Bis vor kurzem hie&szlig; es stereotyp, ohne Netz sei die Bahn nicht privatisierbar. Von &bdquo;Bilanzverk&uuml;rzung&ldquo; war die Rede, wenn das Netz nicht mitprivatisiert werde; der &bdquo;Track-Record&ldquo; sei dann unterbrochen und so weiter und so fort. Es waren zwar alles unsinnige Argumente, aber sie wurden konsequent wiederholt.<\/p>\n<p>Es ist verst&auml;ndlich, dass Transnet-Boss Hansen die Welt nicht mehr versteht. Pl&ouml;tzlich stimmt Mehdorn einem Privatisierungsmodell zu, das sie jahrelang zusammen bek&auml;mpft haben. Denn das jetzt von Steinbr&uuml;ck vorgeschlagene Holding-Modell hingegen erf&uuml;llt die o.g. Zielsetzungen nicht, um die es im Zweckb&uuml;ndnis Mehdorn\/Hansen ging. Das zeigt ein konkreter Vergleich der Ausgestaltungen und Auswirkungen.<\/p>\n<p><strong>Warum ist das Steinbr&uuml;ck-Holdingmodell etwas v&ouml;llig Neues?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Abb.1:<\/strong> Strukturmerkmale der bisherigen Modelle: privatisiert wird die DB AG Holding (Rot).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"img_border\" style=\"padding: 10px\" src=\"upload\/bilder\/20071116_bahn_01.gif\" alt=\"Strukturmerkmale der bisherigen Modelle: privatisiert wird die DB AG Holding (Rot)\" title=\"\"><\/p>\n<p><strong>Abb.2:<\/strong> Strukturmerkmale des Steinbr&uuml;ck-Holdingmodells: privatisiert wird die Transport- und Logistik Holding AG (Rot).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"img_border\" style=\"padding: 10px\" src=\"upload\/bilder\/20071116_bahn_02.gif\" alt=\"Strukturmerkmale des Steinbr&uuml;ck-Holdingmodells: privatisiert wird die Transport- und Logistik Holding AG (Rot).\" title=\"\"><\/p>\n<p>Damit ergeben sich grundlegende Unterschiede, die den neuen Vorschlag nicht einfach nur zu einer Modellvariante machen. Es handelt sich um die Absage des bisherigen Teilprivatisierungsprojekts und dessen Ersetzung durch etwas v&ouml;llig Neues &ndash; das sich von allen bisher zur Auswahl stehenden Modellen unterscheidet:<\/p>\n<table>\n<tr>\n<th>&nbsp;<\/th>\n<th>Bisherige Modelle<\/th>\n<th>Steinbr&uuml;ck Holding-Modell<\/th>\n<\/tr>\n<tr class=\"even\">\n<td>Was wird privatisiert?<\/td>\n<td>DB AG Holding<\/td>\n<td>Transportsparten (Holding)<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"odd\">\n<td>Wer verkauft die Aktien?<\/td>\n<td>Bund<\/td>\n<td>DB AG<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"even\">\n<td>Wer erh&auml;lt den Erl&ouml;s?<\/td>\n<td>Bund<\/td>\n<td>DB AG<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"odd\">\n<td>Wird das Netz mitprivatisiert?<\/td>\n<td>Ja<\/td>\n<td>Nein<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"even\">\n<td>Netztrennung sp&auml;ter m&ouml;glich?<\/td>\n<td>Nein<\/td>\n<td>Ja<\/td>\n<\/tr>\n<tr class=\"odd\">\n<td>Gesetz erforderlich?<\/td>\n<td>Ja<\/td>\n<td>Nein<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Wenn Mehdorn jetzt so tut, als ginge es ihm nur um die Beteiligung Privater und das Modell dazu sei zweitrangig, so ist das nicht nur aus Sicht Hansens eine unerh&ouml;rte Wendung. Mehdorn hatte erst vor kurzem den Vorschlag des Abgeordneten Scheuer (CSU), zun&auml;chst Anteile des Logistikers Schenker zu verkaufen, als &bdquo;Milchm&auml;dchenrechnung&ldquo; bezeichnet. (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.db.de\/site\/bahn\/de\/unternehmen\/presse\/presseinformationen\/ubh\/h20070508.html\">www.db.de<\/a>)<\/p>\n<p>Im Kern beinhaltet der Vorschlag Scheuers nichts anderes als das, was Steinbr&uuml;ck jetzt vorschl&auml;gt. Im BMF ist immerhin auch davon die Rede, dass mit Schenker begonnen werden k&ouml;nne. Die Vorstellung, eine Transport- und Logistik-Holding bliebe dauerhaft bestehen, ist naiv und bestenfalls ein frommer Wunsch. Diese Holding w&uuml;rde mit den Sparten Nah-, Fern- und G&uuml;terverkehr sowie Logistik Gesch&auml;ftsfelder umfassen, bei denen untereinander kaum und teilweise sogar keinerlei Synergien bestehen. Daher w&auml;re es nur eine Frage der Zeit, bis die verbindende Zwischenholding aufgegeben w&uuml;rde. Es ist v&ouml;llig unbestreitbar: das Steinbr&uuml;ck-Holdingmodell ist der Einstieg mindestens in die Trennung von Infrastruktur und Transport\/Logistik, sehr wahrscheinlich ist es au&szlig;erdem der Einstieg in eine &ndash; sinnvolle und auf Dauer sowieso unvermeidliche &ndash; Diversifizierung, die von Transnet (und bis vor kurzem auch von Mehdorn) mit dem Kampfbegriff &bdquo;Zerschlagung&ldquo; gegei&szlig;elt wird.<\/p>\n<p><strong>Welche Gr&uuml;nde hat Mehdorn f&uuml;r seinen Positionswechsel? <\/strong><\/p>\n<p>Dazu folgende Einsch&auml;tzung:<\/p>\n<ol>\n<li>Er hat eingesehen, dass eine integrierte Teilprivatisierung &ndash; wie sie seinem Zweckb&uuml;ndnis mit Hansen zugrunde liegt &ndash; nicht mehr erreichbar ist wegen des Volksaktienbeschlusses der SPD und dessen Ablehnung durch die Union.<\/li>\n<li>Sein wichtigstes Ziel in dieser Situation ist: seinen Ruf als &bdquo;Macher&ldquo; zu retten. Eine Absage w&uuml;rde als pers&ouml;nliche Niederlage f&uuml;r ihn gedeutet.<\/li>\n<li>Seine Hoffnung ist, das Publikum werde seine Spitzkehre nicht bemerken, wenn am Ende nur irgendeine Art von Privatisierung steht. Dass diese mit seinen eigentlichen Zielsetzungen nichts mehr gemein hat und dass Hansen dabei zum gro&szlig;en Verlierer wird, ist ihm egal &ndash; das Zweckb&uuml;ndnis hat ausgedient.<\/li>\n<li>Die Ergebnisentwicklung der DB AG ist auf eine Privatisierung in den Jahren 2007-2009 zugeschnitten. Danach ist der Peak &uuml;berschritten, weil die Ergebnisreserven aufgebraucht sind. Das Make-Up darf aber erst wegbr&ouml;ckeln, wenn die Braut unter der Haube ist.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>K&ouml;nnen Tiefensee, Mehdorn und Hansen nicht irgendwie auch mit dem Steinbr&uuml;ckmodell ihre Ziele erreichen und die Integration unumkehrbar machen?<\/strong><\/p>\n<p>Nein, erfreulicherweise nicht. Alles, was jetzt zur Beruhigung angek&uuml;ndigt und beschlossen wird &ndash; es bleibe beim integrierten Konzern und der Bund bleibe Mehrheitseigent&uuml;mer &ndash; hat ein Verfallsdatum mit der SPD-Regierungsbeteiligung. Nur durch eine Teilprivatisierung mit Netz h&auml;tte verhindert werden k&ouml;nnen, dass neue Mehrheiten in Zukunft neue Wege beschlie&szlig;en k&ouml;nnen. Den privaten Miteigent&uuml;mern h&auml;tte man gegen ihren Willen das Netz nicht mehr wegnehmen k&ouml;nnen (oder nur gegen einen prohibitiv hohen Wertausgleich, der faktisch niemals gezahlt worden w&auml;re). Beim Steinbr&uuml;ck-Holdingmodell hingegen bleiben einem zuk&uuml;nftigen Gesetzgeber alle M&ouml;glichkeiten, selbst wenn jetzt per Gesetz beschlossen w&uuml;rde, dass sich niemals etwas &auml;ndern darf im DB-Konzern. Auch dieses Gesetz k&ouml;nnte man &auml;ndern. Und per Vertrag kann man die Integration nicht zementieren, jeder Vertrag ist k&uuml;ndbar &ndash; erst Recht, wenn es eines Tages neue Akteure im Bahnvorstand gibt. Transnet-Boss Hansen wird seinen Leuten zwar erz&auml;hlen, er h&auml;tte diese und jene Zusagen und Garantien ausgehandelt &ndash; aber das dient nur dazu, seine Totalniederlage zu kaschieren. <\/p>\n<p>So viel als Einsch&auml;tzung zum Beginn dieser spannenden bahnpolitischen Woche. <\/p>\n<p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<\/p>\n<p>Lothar Neuhoff<br>\nAG Verkehr der FDP-Bundestagsfraktion<\/p><\/li>\n<li><strong>Schweiz: Privatisierung nicht geplant<\/strong><br>\nDie Schweizer Bundesbahnen (SBB) setzen auf Kontinuit&auml;t. &ldquo;Eine Privatisierung der SBB ist derzeit nicht geplant. Diese politische Frage steht in der Schweiz nicht zur Debatte&rdquo;, sagt Roland Binz, Sprecher der Schweizer Bundesbahnen in Bern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/print\/wirtschaft\/701248.html?_=print\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Londons Metro<\/strong><br>\n<strong>Volle Fahrt r&uuml;ckw&auml;rts<\/strong><br>\n<strong>Von Dirk Heilmann<\/strong><br>\nChaos und Milliardenl&ouml;cher: Vier Jahre nach dem Verkauf der Metro an ein Firmenkonsortium ist Londons Verkehrsgesellschaft TFL der einzige Interessent, um die bankrotte Metronet Rail zu &uuml;bernehmen. Das ist nicht nur im wirtschaftsliberalen K&ouml;nigreich eine kleine Revolution, sondern auch eine peinliche Niederlage f&uuml;r Premierminister Gordon Brown.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com:80\/News\/printpage.aspx?_p=200040&amp;_t=ftprint&amp;_b=1348867\">HANDELSBLATT, Freitag, 9. November 2007<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sachliche Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Privatisierung gibt es nach wie vor nicht. Aber der Beschluss des SPD-Parteitages erweist sich keinesfalls als Hinderungsgrund. Im Gegenteil. In dem sich die SPD damit darauf eingelassen hat, das &bdquo;Ob&ldquo; der Privatisierung nicht mehr auf die Tagesordnung setzen, rollt der Zug weiter, sogar in Richtung Aufspaltung des Unternehmens. Die Regierungsriege spielt<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2775\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[28,191,73],"tags":[1590,268,293,469,338,253,1643],"class_list":["post-2775","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-privatisierung","category-spd","category-verkehrspolitik","tag-conradi-peter","tag-deutsche-bahn","tag-finanzwirtschaft","tag-grossbritannien","tag-schweiz","tag-steinbrueck-peer","tag-tiefensee-wolfgang"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2775","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2775"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2775\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":29472,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2775\/revisions\/29472"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2775"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2775"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2775"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}