{"id":27750,"date":"2015-09-30T08:58:10","date_gmt":"2015-09-30T06:58:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27750"},"modified":"2015-09-30T14:10:05","modified_gmt":"2015-09-30T12:10:05","slug":"hinweise-des-tages-2470","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27750","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/AM\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27750#h01\">Interview mit G&uuml;nther Verheugen: &ldquo;Putin ist kein Wiederg&auml;nger von Stalin&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27750#h02\">VW<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27750#h03\">Fl&uuml;chtlinge d&uuml;rfen nicht zum Feindbild werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27750#h04\">Wirtschaftsunwissen: Angela Merkel und die FAZ &uuml;ber Armutsbek&auml;mpfung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27750#h05\">Fatale Finanzfl&uuml;sse: Wenn Milliarden einfach verschwinden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27750#h06\">&raquo;EU macht Westafrika durch Zuckerbrot und Peitsche f&uuml;gsam&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27750#h07\">Reiche reicher als je zuvor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27750#h08\">Neofeudalismus im Finanzmarktkapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27750#h09\">Inflation in Deutschland f&auml;llt im September unter Null Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27750#h10\">Der Fall Island: Lehren aus einer europ&auml;ischen Krise ohne Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27750#h11\">Gewerkschaft: Milliardenausf&auml;lle durch mangelnden Steuervollzug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27750#h12\">BA-Vorstandsbez&uuml;ge: Entwicklung 2005 bis 2014 &ndash; Entwicklung der Regels&auml;tze Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27750#h13\">Lohndr&uuml;ckerei und Arbeitskampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27750#h14\">Studenten finden kaum noch bezahlbare Wohnungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27750#h15\">CSU, AfD und NPD machen Stimmung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27750#h16\">&bdquo;Bild&ldquo; in die Tonne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27750#h17\">Bayern-Gegner Zagreb: Schlimme Br&uuml;der<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Interview mit G&uuml;nther Verheugen: &ldquo;Putin ist kein Wiederg&auml;nger von Stalin&rdquo;<\/strong><br>\nG&uuml;nther Verheugen war Vizechef der EU-Kommission und kennt Russland seit Jahrzehnten. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE spricht er &uuml;ber die Ukrainekrise und den Kalten Krieg &ndash; und fordert eine rhetorische Abr&uuml;stung. [&hellip;]<br>\nSPIEGEL ONLINE: Pr&auml;sident Putin hat aber in den vergangenen Jahren die B&uuml;rgerrechte immer mehr eingeschr&auml;nkt, bei Wahlen wird die Opposition massiv behindert.<br>\nVerheugen: Das alles stimmt und der politische Ann&auml;herungsprozess an Europa geriet schon vor zehn Jahren ins Stocken. Trotz aller anders lautenden Rhetorik und der vom Kreml proklamierten Hinwendung nach Asien ist die russische Elite letztlich nach Europa und zum Westen hin ausgerichtet. Wirtschaftlich bleibt Russland auf eine Zusammenarbeit mit der EU angewiesen. Und schauen Sie sich doch nur einmal Moskau an! Hier sieht man, welch rasanten Wirtschaftsaufschwung das Land seit 2000 erreicht hat.<br>\nSPIEGEL ONLINE: Futuristische Wolkenkratzer sind noch nicht Europa.<br>\nVerheugen: Sicher nicht. Ich meine das Lebensgef&uuml;hl. Moskau ist heute eine moderne, europ&auml;ische Stadt mit einer gro&szlig;en Dynamik. Die Gesch&auml;fte, das Internet &uuml;berall, die alte und neue Architektur, die Autos, die Kontakte der Menschen ins Ausland. Russland ist kein abgeschottetes Land. In den Siebzigerjahren unter Leonid Breschnew war das ganze System erstarrt und sklerotisch. Es hatte den Kontakt zu den Menschen und zur Realit&auml;t verloren. Ich war ein enger Mitarbeiter des damaligen Au&szlig;enministers Hans Dietrich Genscher. Damals gelang es trotz aller Differenzen mit der Konferenz f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa 1975 eine Entspannung einzuleiten.<br>\nSPIEGEL ONLINE: K&ouml;nnen Erfahrungen von damals helfen, die Ukrainekrise zu l&ouml;sen und einen neuen, dauerhaften Kalten Krieg zu verhindern?<br>\nVerheugen: Alle m&uuml;ssen zun&auml;chst einmal rhetorisch abr&uuml;sten. Der Ton macht eben doch die Musik. Beide Seiten schr&auml;nken ihren Handlungsspielraum durch einseitige und plumpe Schuldzuweisungen ein. Das vertieft den Konflikt erheblich.<br>\nSPIEGEL ONLINE: Was konkret meinen Sie?<br>\nVerheugen: Russland wird gerne nur als Land beschrieben, das auf dem Weg zur&uuml;ck in die Barbarei ist. Das stimmt aber nicht. Putin ist kein Wiederg&auml;nger von Zar Iwan dem Schrecklichen oder Josef Stalin. &hellip;. Wir sollten anfangen, wieder in vern&uuml;nftiger Lautst&auml;rke und mit vern&uuml;nftigen Argumenten &uuml;bereinander zu reden, besser aber noch miteinander. Und wir sollten anerkennen, dass auch Russland, und nicht nur wir legitime Interessen hat. Da hat der Papst v&ouml;llig recht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/interview-mit-guenther-verheugen-putin-ist-nicht-stalin-a-1054950.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein erhellendes Interview. Gut, dass es noch Menschen gibt, die nicht in die hasserf&uuml;llte Hetze der &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; einstimmen. Zum Vergleich sei noch einmal auf den <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27711#h06\">Beitrag des Kriegshetzers Carsten Luther in der Zeit<\/a> und auf das, jeden noch einmal dringend als Lekt&uuml;re empfohlene, Buch &ldquo;Wer den Wind s&auml;t&rdquo; von Michael L&uuml;ders, hingewiesen. Dieses Buch liefert nicht nur die historischen und geopolitischen Hintergr&uuml;nde f&uuml;r die aktuelle Fl&uuml;chtlingswelle aus dem Irak und Syrien, sondern beschreibt auch am Beispiel des Sturzes, des iranischen Ministerpr&auml;sidenten Mossadegh 1953 durch die CIA, das Vorgehen der USA bei einem angestrebten Regime Change. Ein wesentliches Element dabei, die gezielte Meinungsmache Im Vorfeld des geplanten Regierungssturzes und das schmieren von Journalisten. So verglich etwa der damalige britische Au&szlig;enminister Anthony Eden, Mossadegh mit Hitler und die angels&auml;chsische Presse schm&auml;hte ihn als Agenten Moskaus.<br>\nDie Hetztiraden der &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; in Deutschland gegen Putin und entsprechende Hitler-und Stalin-Vergleiche sind inzwischen ungez&auml;hlt. Ein Paradebeispiel der oben erw&auml;hnte Beitrag von Zeit-Redakteur Carsten Luther. Daraus w&auml;re abzuleiten, dass es politische Kreise in Washington gibt, die offenbar einen Sturz Putins anstreben, inklusive platzierter Einflussagenten in den deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo;. Auch hier l&auml;sst sich wieder der Bogen zur aktuellen Situation im Irak und zu Michael L&uuml;ders Buch schlagen. Ohne den Einmarsch der USA in den Irak und der danach betriebenen v&ouml;llig verfehlten Politik g&auml;be es keinen Islamischen Staat. Was, wenn nach einem Sturz Putins, der Regime Change, wie bisher alle US-Aktivit&auml;ten im Irak, in Syrien und Libyen, im Chaos endet?  In einem Land, das &uuml;ber Atomwaffen verf&uuml;gt. Dasselbe wie im Irak, mit vielleicht dann fanatischen russischen Nationalisten am Atomabzug?<\/em><\/p>\n<p>passend dazu: <strong>&raquo;F&uuml;r weltweite Antiterrorkoalition&laquo;<\/strong><br>\nDie Rede des russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin vom 28. September 2015 vor der UNO<br>\nVor zehn Jahren sprach Wladimir Putin das letzte Mal vor der UN-Vollversammlung. Am 28. September nun der insgesamt vierte Auftritt des russischen Pr&auml;sidenten im Hauptquartier der Vereinigten Nationen in New York. jW ver&ouml;ffentlicht die komplette Rede. (jW)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/09-30\/003.php\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>VW<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Autoregierung<\/strong><br>\nDie Bundesregierung ist sp&auml;testens seit 2007 &uuml;ber Abgasbetrug deutscher Automobilhersteller informiert, hat aber keine angemessenen Schritte dagegen unternommen. Dies berichtet die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Wie die DUH mitteilt, habe sie schon im September 2007 &ldquo;im Detail den Betrug der Autokonzerne bei der Ermittlung von Abgaswerten und Spritverbrauch&rdquo; enth&uuml;llt und seitdem regelm&auml;&szlig;ig bei deutschen Regierungsstellen interveniert &ndash; jedoch ohne Erfolg. Sogar die EU-Kommission habe sich noch im Juni dieses Jahres in puncto Kfz-Abgas ausdr&uuml;cklich in Berlin beschwert und die Anwendung wirkungsvoller Pr&uuml;fverfahren angemahnt, hei&szlig;t es bei der DUH. Mit ihrer konsequenten Weigerung, wirkungsvoll gegen die illegalen, im h&ouml;chsten Ma&szlig;e umwelt- und gesundheitssch&auml;dlichen Schadstoffemissionen vorzugehen, hat die Bundesregierung die Weltmarktstellung einer der wichtigsten deutschen Industriebranchen und die weltweite Expansion f&uuml;hrender deutscher Konzerne systematisch gef&ouml;rdert. Exemplarisch l&auml;sst sich dies am Beispiel des Volkswagen-Konzerns nachvollziehen, der im Zentrum des aktuellen Abgasskandals steht. VW, auf allen M&auml;rkten au&szlig;er demjenigen der USA stark pr&auml;sent, versucht seit einiger Zeit energisch, seine Stellung auch in den Vereinigten Staaten auszubauen. Dabei hatte der Konzern den steigenden Marktanteil von Diesel-Pkw im Blick.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59213\">German-Foreign-Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutschlands ordnungspolitischer Radius<\/strong><br>\nEin deutscher Regierungsberater erh&auml;lt eine f&uuml;hrende Position bei den k&uuml;nftigen Verhandlungen &uuml;ber eine Beendigung des Syrien-Kriegs. Der Direktor der vom Bundeskanzleramt finanzierten Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Volker Perthes, wird eine von vier &ldquo;Arbeitsgruppen&rdquo; leiten, die der UN-Sondergesandte f&uuml;r Syrien, Staffan de Mistura, unl&auml;ngst eingerichtet hat, um konkrete Gespr&auml;che zwischen Syriens Regierung und der Opposition zu strukturieren. Perthes, einer der erfahrensten deutschen Nah- und Mittelostexperten, schreibt der Bundesrepublik gemeinsam mit der EU &ldquo;prim&auml;r ordnungspolitische Verantwortung&rdquo; f&uuml;r die an Europa grenzenden Gebiete Nordafrikas sowie des Nahen und Mittleren Ostens zu. Er tritt dabei daf&uuml;r ein, an einem m&ouml;glichen &ldquo;Peacekeeping&rdquo;-Einsatz in Syrien auch die Bundeswehr zu beteiligen. Die von ihm geleitete SWP befasst sich in einem aktuellen Projekt mit der gegenw&auml;rtig stattfindenden &ldquo;Fragmentierung Syriens&rdquo; und mit der &ldquo;Entwicklung von Politikoptionen&rdquo; f&uuml;r den zerst&ouml;rten Staat. Vor drei Jahren hatte sie noch &ndash; unter dem Titel &ldquo;The Day After&rdquo; &ndash; die syrische Exilopposition bei Planungen f&uuml;r die Neuorganisation Syriens nach dem als sicher erwarteten Sturz Assads unterst&uuml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59212\">German-Foreign-Policy.com<\/a><\/li>\n<li><strong>Ex-VW-Boss Winterkorn: Uners&auml;ttlich, unverantwortlich<\/strong><br>\nVW hat elf Millionen Autos verkauft, in denen ein Betrugsprogramm l&auml;uft. Es gaukelt den Umweltbeh&ouml;rden falsche Abgaswerte vor. Der Schaden ist kaum zu ermessen: Milliardenkosten f&uuml;r das Unternehmen, Milliardenverluste f&uuml;r die Aktion&auml;re, die deutsche Industrie b&uuml;&szlig;t weltweit an Ansehen ein, vielleicht sind Arbeitspl&auml;tze in Gefahr. [&hellip;]<br>\nWinterkorn tritt zwar zur&uuml;ck, ein &ldquo;Fehlverhalten&rdquo; will er aber nicht eingestehen. Darum sucht er mit dem Aufsichtsrat eine &ldquo;Vereinbarung&rdquo; &ndash; was aber nichts anderes bedeutet als: Ich will mein Geld. So kann man als Manager die Verantwortung &uuml;bernehmen &ndash; ohne sie zu tragen. Das ist grotesk. Winterkorn hat ann&auml;hernd 16 Millionen Euro im Jahr verdient.<br>\nDie &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; schreibt, er bestehe jetzt darauf, dass sein Vertrag, der bis Ende 2016 l&auml;uft, ausbezahlt wird. Au&szlig;erdem soll er mindestens eine Million im Jahr an Pension erhalten. Der Konzern hat daf&uuml;r schon 28,6 Millionen Euro zur&uuml;ckgestellt. Winterkorn ist jetzt 68 Jahre alt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/martin-winterkorn-unersaettlich-unverantwortlich-a-1055073.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was soll man dazu noch sagen? Winterkorn wird genauso wenig zur Verantwortung gezogen werden wie die Bankmanager, welche die bisher gr&ouml;&szlig;te Finanzkrise zu verantworten hatten. Und es stellt sich die Frage, f&uuml;r welche &ldquo;Spitzenleistung&rdquo; &ndash; nach den neoliberalen Kapitalismusapologeten erhalten die Manager ja ein ihrer Leistung entsprechendes Gehalt &ndash; Winterkorn j&auml;hrlich 16 Millionen Euro kassiert hat?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Zur Verantwortung werden aller Voraussicht nach wieder einmal diejenigen gezogen, die f&uuml;r die kriminellen Machenschaften nicht verantwortlich sind &ndash; die Mitarbeiter des VW-Konzerns.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Unschuld von Wolfsburg<\/strong><br>\nDie IG Metall, allen voran VW-Statthalter Osterloh, ist nicht die Unschuld von Wolfsburg. Sie ist Teil eines Systems, das nicht zum ersten Mal versagt hat.<br>\nWelche Rolle spielt eigentlich die Arbeitnehmerseite im Diesel-skandal? Schlie&szlig;lich sichert das VW-Gesetz nicht nur der Landespolitik, sondern auch den Gewerkschaften, sprich der IG Metall, eine einzigartige Macht bei Volkswagen. Die Gewerkschaftsvertreter im Aufsichtsrat entscheiden mit, wo VW Autos baut, gegen ihren Willen kann der Konzern keine Fabrik &ouml;ffnen oder schlie&szlig;en. Diese Vetoposition nutzt der Betriebsrat seit je aus, um die Stammbelegschaft &uuml;berdurchschnittlich abzusichern &ndash; bisweilen auch zur pers&ouml;nlichen Bereicherung, man denke an den Lustreisen-Prozess vor zehn Jahren.Auch ohne solche Exzesse kostet die Mitbestimmung VW im Wettbewerb Beweglichkeit und verteuert das Personal &ndash; Nachteile, die zu besonderer Findigkeit an anderer Stelle zwingen. Gar zum Abgasbetrug? Die IG Metall will mitbestimmen, aber nicht mithaften. Ihr Vorsitzender Wetzel weist jede Verantwortung zur&uuml;ck: &bdquo;Wir zahlen nicht f&uuml;r Eure Krise.&ldquo; Weder die Putzfrau noch der Bandarbeiter h&auml;tten das bei VW zu verantworten. Doch die Gewerkschaft, allen voran ihr VW-Statthalter Osterloh, ist nicht die Unschuld von Wolfsburg. Sie ist Teil eines Systems, das nicht zum ersten Mal versagt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/vw-abgasskandal\/kommentar-unschuld-von-wolfsburg-13830471.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es war ja zu erwarten, dass die marktradikale Wirtschaftsredaktion der FAZ den VW-Skandal auch zum Gewerkschaftsbashing benutzt. Die Aussage lautet &uuml;bersetzt etwa so: G&auml;be es keine Arbeitnehmervertretung bei VW und w&uuml;rden bei VW Hungerl&ouml;hne gezahlt, dann h&auml;tten die Ingenieure nicht getrickst, sondern h&auml;tten hochmotiviert einen Dieselmotor entwickelt, der alle Abgasgrenzwerte mit links geschafft h&auml;tte. Der Kommentar gibt so einen guten Einblick in die v&ouml;llig bizarre Gedankenwelt der Neoliberalen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>VW-Topmanager schwer belastet<\/strong><br>\nIm VW-Skandal um manipulierte Abgasmessungen bei Dieselfahrzeugen ist in internen Untersuchungen des Autokonzerns ein hochrangiger Manager schwer belastet worden. So soll ein Motorentechniker bereits im Jahre 2011 in Wolfsburg den damaligen Chef der Aggregate-Entwicklung der Marke VW und sp&auml;teren Markenvorstand Heinz-Jakob Neu&szlig;er vor m&ouml;glicherweise illegalen Praktiken gewarnt haben. Das hat der Motorentechniker nach Angaben aus Unternehmenskreisen bei einer Befragung durch die Konzernrevision ausgesagt.<br>\nDieser VW-Besch&auml;ftigte soll au&szlig;erdem sinngem&auml;&szlig; erkl&auml;rt haben, seine Informationen seien von Neu&szlig;er offenbar nicht ernst genommen worden. Inzwischen wurde der Aufsichtsrat von Volkswagen nach Informationen von S&uuml;ddeutscher Zeitung, NDR und WDR &uuml;ber die Aussage des Motorentechnikers und weitere erste Erkenntnisse der Konzernrevision informiert. Neu&szlig;er ist einer der drei Spitzenmanager im VW-Konzern, die wegen der Abgas-Aff&auml;re inzwischen beurlaubt wurden. Er war als Entwicklungsvorstand der Marke VW zuletzt direkt unter dem Konzernvorstand t&auml;tig, den Martin Winterkorn bis vor einer Woche leitete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/abgas-affaere-vw-topmanager-schwer-belastet-1.2669920\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge d&uuml;rfen nicht zum Feindbild werden<\/strong><br>\n&bdquo;Fl&uuml;chtlinge werden zunehmend f&uuml;r s&auml;mtliche soziale Missst&auml;nde verantwortlich gemacht. In Wahrheit beruhen diese aber auf einer vom Bund diktierten Sparpolitik, deren fatale Auswirkungen nun besonders deutlich zum Vorschein treten. Im Klartext: Wenn Schwimmb&auml;der geschlossen werden, ist daf&uuml;r eine verfehlte Finanz- und Sozialpolitik verantwortlich, nicht die Fl&uuml;chtlinge&ldquo;, &auml;u&szlig;ert sich Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Fraktion Die LINKE im Rahmen der aktuellen Debatte um die Aufnahme und Versorgung von Fl&uuml;chtlingen in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ulla-jelpke.de\/2015\/09\/fluechtlinge-duerfen-nicht-zum-feindbild-werden\/\">Ulla Jelpke (MdB, Die Linke)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wirtschaftsunwissen: Angela Merkel und die FAZ &uuml;ber Armutsbek&auml;mpfung<\/strong><br>\nDeutschland hat ein fabelhaftes Thema entdeckt, n&auml;mlich dass man die Armut in der Welt bek&auml;mpfen muss. Angela Merkel hat beim UN Gipfel in New York versprochen (hier), dass sie die absolute Armut aus der Welt schaffen will und angesichts des nicht enden wollenden Fl&uuml;chtlingsstroms entdecken auch die deutschen Medien, dass es eine Welt da drau&szlig;en gibt, von der man fast gar nichts wei&szlig; und bisher auch nichts wissen wollte. Selbst die Aufstockung der Entwicklungshilfe ist kein Tabu mehr, ein Thema also, vor dem sich Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten total gedr&uuml;ckt hat.<br>\nAgenda 2030 hei&szlig;t das Programm, mit dem die Vereinten Nationen die Armutsbek&auml;mpfung, die mit den sogenannten Milleniumszielen (die bis 2015 erreicht sein sollten) begann, nun fortsetzen wollen. Allerdings klingt &bdquo;Agenda&ldquo; f&uuml;r deutsche Ohren verd&auml;chtig nach Neoliberalismus, das hat man bei der Namensgebung wohl nicht bedacht. Doch selbst wenn diese Assoziationen unberechtigt sein sollten, was die Vereinten Nationen tun wollen, um eine Wende in der Armutsbek&auml;mpfung in der Welt (au&szlig;erhalb Chinas, das f&uuml;r den Gro&szlig;teil des R&uuml;ckgangs der Armut in den letzten zwanzig Jahren verantwortlich ist) zu erreichen, ist keineswegs klar. Schon das bisherige Programm war eine Aufz&auml;hlung von Zielen, aber keineswegs ein Programm, das gesagt h&auml;tte, wie, auf welche Weise man also Armut bek&auml;mpft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/wirtschaftsunwissen-angela-merkel-und-die-faz-ueber-armutsbekaempfung\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Fatale Finanzfl&uuml;sse: Wenn Milliarden einfach verschwinden<\/strong><br>\nRund eine Billion &ndash; also eine Eins mit zw&ouml;lf Nullen &ndash; US-Dollar fliessen j&auml;hrlich aus Entwicklungs- und Schwellenl&auml;ndern ab. Dies geschieht illegal oder zumindest unlauter, und h&auml;ufig in Industriel&auml;nder wie die Schweiz; ein wirtschaftlicher Aderlass f&uuml;r die betroffenen Staaten, sagen Experten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.srf.ch\/news\/wirtschaft\/fatale-finanzfluesse-wenn-milliarden-einfach-verschwinden\">SRF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&raquo;EU macht Westafrika durch Zuckerbrot und Peitsche f&uuml;gsam&laquo;<\/strong><br>\nKwabena Otoo: EPA-Freihandelsabkommen sollen Afrika als Rohstofflieferant festschreiben<br>\nKwabena Otoo ist ein Wirtschaftswissenschaftler aus Ghana, der von 2008 das Forschungsinstitut des Ghanaischen Gewerkschaftsbundes in Accra leitete und gegenw&auml;rtig an der Universit&auml;t Kassel seine Dissertation schreibt. Otoo referierte &uuml;ber die von der EU forcierten umstrittenen Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPA) vor einigen Tagen in M&uuml;nchen im Rahmen einer von Attac organisierten Informationsrundreise, deren weitere Stationen u.a. Hamburg, Fulda, Leipzig und Berlin sein werden. Mit ihm sprach f&uuml;r &raquo;nd&laquo; Rolf-Henning Hintze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/986053.eu-macht-westafrika-durch-zuckerbrot-und-peitsche-fuegsam.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Reiche reicher als je zuvor<\/strong><br>\nStudie der Allianz sieht weltweite private Geldverm&ouml;gen auf Rekordh&ouml;he<br>\nDie Menschheit ist so reich wie nie &ndash; allerdings nur im Durchschnitt. Rund um den Globus sind die Verm&ouml;gen indes extrem ungleich verteilt. Nach einer Untersuchung des Versicherungskonzerns Allianz stieg das globale Bruttogeldverm&ouml;gen der privaten Haushalte im vergangenen Jahr um 7,1 Prozent auf den Rekordwert von 136 Billionen Euro. &raquo;Damit k&ouml;nnten die privaten Haushalte s&auml;mtliche Staatsschulden der Welt ungef&auml;hr dreimal tilgen&laquo;, sagte Oliver B&auml;te, Vorstandsvorsitzender der Allianz SE. Er betonte aber auch, dass diese Verm&ouml;gen nach wie vor sehr ungleich verteilt sind: &raquo;Durchschnittlich entfallen in den von uns untersuchten 53 L&auml;ndern auf die &auml;rmere Bev&ouml;lkerungsh&auml;lfte nur etwa f&uuml;nf Prozent der Verm&ouml;genswerte.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/09-30\/036.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Neofeudalismus im Finanzmarktkapitalismus<\/strong><br>\nNach der Kritik des Bundesverfassungsgerichts 2014 und den ak- tuellen &raquo; Korrekturen &laquo; der gro&szlig;en Koalition: Die Steuerprivilegien f&uuml;r Unternehmerfamilien bestehen fort<br>\nSteinreich wird man hierzulande am ehesten durch die massenhafte Ausbeutung fremder Arbeitskraft &ndash; das industriekapitalistische Modell der Reichtumsmehrung im 19. und 20. Jahrhundert, &ndash; durch erfolgrei- che Spekulationen an den Finanzm&auml;rkten, &ndash; das &raquo;kasinokapitalisti- sche&laquo; Modell der Reichtumsmehrung im sp&auml;ten 20. und im 21. Jahr- hundert &ndash; oder durch eine gro&szlig;e Erbschaft &ndash; das feudalgesellschaftliche Modell des Mittelalters, welches derzeit fr&ouml;hliche Urst&auml;nd feiert. Auf- grund der von CDU, CSU, FDP und SPD in zwei unterschiedlichen Koalitionsregierungen gesetzlich fixierten Verschonungsregelungen f&uuml;r Erben von Betriebsverm&ouml;gen verwandelt sich Deutschland wieder in eine &raquo;patrimoniale Gesellschaft&laquo;, wie der franz&ouml;sische &Ouml;konom Tho- mas Piketty ein Land nennt, in dem die H&ouml;he des &raquo;v&auml;terlichen Erbes&laquo; dar&uuml;ber entscheidet, wer arm und wer reich ist.<br>\nDamit sich diese Form eines Neofeudalismus im Finanzmarktkapita- lismus etablieren kann, muss sich der Staat im Erbschafts- bzw. Schenkungsfall zur&uuml;ckhalten und auf eine hohe Besteuerung der Nachkommen verzichten. Regierung, Parlament und Verfassungsge- richt haben sich zuletzt sch&uuml;tzend vor die reichsten und m&auml;chtigsten Familien der Bundesrepublik gestellt. W&auml;hrend nicht weniger als 1,64 Millionen Kinder unter 15 Jahren (von 10,65 Millionen Kindern dieser Altersgruppe insgesamt) in landl&auml;ufig &raquo;Hartz-IV-Familien&laquo; genannten SGB-II-Bedarfsgemeinschaften leben, wurden ausgerechnet die Erben der Bahlsens und Burdas, der Haniels und Henkels, der Oetkers und Quandts sowie der Dussmanns, Fielmanns, Rossmanns und Viess- manns, also die reichsten Nachkommen des Landes, mit Steuerge- schenken in Milliardenh&ouml;he &uuml;berh&auml;uft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weltderarbeit.de\/prestart.htm\">welt der arbeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Inflation in Deutschland f&auml;llt im September unter Null Prozent<\/strong><br>\nDie Inflationsrate in Deutschland ist im September auf den niedrigsten Stand seit Januar gesunken. &Uuml;berraschend glitt die Teuerung in den negativen Bereich ab, was den Abw&auml;rtsdruck auf die Preise im Euroraum erh&ouml;ht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/newsticker\/bloomberg\/article147005976\/Inflation-in-Deutschland-faellt-im-September-unter-Null-Prozent.html\">Welt Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Fall Island: Lehren aus einer europ&auml;ischen Krise ohne Euro<\/strong><br>\nW&auml;hrend in der Eurozone auch im Jahr 2015 die wirtschaftliche Lage schlecht und der Ausblick unsicher ist, ger&auml;t die Zunft der deutschen &Ouml;konomen immer mehr ins Gr&uuml;beln. Die Inflationsrate ist mit 0,1% viel zu niedrig, die Arbeitslosigkeit in der Eurozone ist mit &uuml;ber 11% viel zu hoch. Handelt es sich hier um ein Nachfrageproblem? Die meisten deutschen &Ouml;konomen &ndash; sogar &uuml;ber 90%! &ndash; glauben laut einer Umfrage der SZ (hier), dass Regierungen via Finanzpolitik die Konjunktur stabilisieren k&ouml;nnen, mindestens in Ausnahmef&auml;llen. Kann man bestreiten, dass es sich bei der derzeitigen Lage um einen Ausnahmefall handelt?<br>\nBei der Einf&uuml;hrung des Euro waren einige L&auml;nder au&szlig;en vor geblieben, u. a. Gro&szlig;britannien und Schweden. Beide L&auml;nder haben sehr alte Zentralbanken und eine lange makro&ouml;konomische Tradition: John Maynard Keynes war Brite, Knut Wicksell Schwede. Die Werke dieser beiden &Ouml;konomen werden heute von vielen als die Grundlage einer modernen Makro&ouml;konomie angesehen, die es nun, nach dem Versagen der Geldpolitik, die explizit Inflationsziele festlegte, neu zu erschaffen gilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/der-fall-island-lehren-aus-einer-europaeischen-krise-ohne-euro\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gewerkschaft: Milliardenausf&auml;lle durch mangelnden Steuervollzug<\/strong><br>\nDem Staat gehen wegen anhaltender Defizite in der Finanzverwaltung nach Angaben der Steuergewerkschaft weiterhin hohe Milliardenbetr&auml;ge durch die Lappen. Allein bei der Einkommen- und K&ouml;rperschaftsteuer beliefen sich die Steuerausf&auml;lle auf sch&auml;tzungsweise drei&szlig;ig Milliarden Euro pro Jahr, bei der Umsatzsteuer seien es weitere zwanzig Milliarden, kritisierte der Chef der Deutschen Steuergewerkschaft, Thomas Eigenthaler, am Dienstag in Berlin. Hinzu k&auml;men Mindereinnahmen durch Steuertricks gro&szlig;er Konzerne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201509293692\/kurzmeldungen\/aktuell1\/gewerkschaft-milliardenausfaelle-durch-mangelnden-steuervollzug.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>BA-Vorstandsbez&uuml;ge: Entwicklung 2005 bis 2014 &ndash; Entwicklung der Regels&auml;tze Hartz IV<\/strong><br>\nDie Bez&uuml;ge des Vorsitzenden und der Mitglieder des Vorstands der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) sind von 2005 bis 2014 um 90,2 Prozent auf insgesamt &ldquo;rund 871.000 Euro&rdquo; gestiegen. Dieser Anstieg ergibt sich aus in den BA-Haushalten und BA-Gesch&auml;ftsberichten ver&ouml;ffentlichten Daten.  Selbst der &ldquo;Verlust&rdquo; von &uuml;ber 40 Arbeitsgemeinschaften (Jobcentern), an denen die Agenturen f&uuml;r Arbeit (Arbeitsagenturen) der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit von 2005 bis 2011 beteiligt waren, bremste die &ldquo;wunderbare Dynamik&rdquo; des Anstiegs der Vorstandsbez&uuml;ge nicht.<br>\nDie Bez&uuml;ge der einzelnen Vorstandsmitglieder (einschlie&szlig;lich des Vorsitzenden insgesamt drei Personen) werden nicht differenziert ausgewiesen. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass der Vorstandsvorsitzende einen &uuml;berproportionalen Anteil der genannten Bez&uuml;ge erhielt. Wie sich die vom Bundesinnenminister gew&uuml;nschte und von der Bundesarbeitsministerin genehmigte, vom Gesetzgeber aus guten Gr&uuml;nden nicht erlaubte Nebent&auml;tigkeit bzw. Freizeitbesch&auml;ftigung &ldquo;Leitung des Bundesamts f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge (BAMF)&rdquo; auf die von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit aus Beitragsmitteln und  Bundesmitteln gezahlten Bez&uuml;ge des BA-Vorstandsvorsitzenden und auf dessen Vorstandsarbeit auswirkt, ist bisher unbekannt.<br>\nDie Regels&auml;tze f&uuml;r die Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende (SGB II &ndash; Hartz IV) sind von 2005 bis 2014 um 13,3 Prozent gestiegen und werden von 2005 bis 2016 um lediglich 17,1 Prozent gestiegen sein.<br>\nDie immer weitere &Ouml;ffnung der Schere zwischen Reich und Arm spiegelt sich auch in der Gegen&uuml;berstellung (von Vorstands- und &ldquo;Kundendaten&rdquo;) wider.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/36-texte-biaj-kurzmitteilungen\/679-ba-vorstandsbezuege-entwicklung-2005-bis-2014-regelsaetze-hartz-iv.html\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Lohndr&uuml;ckerei und Arbeitskampf<\/strong><br>\nDie Lohn- und Arbeitszeit-Auseinandersetzungen spitzen sich zu. Die Unternehmensvertretung aus dem Bereich Maschinen \/ Metallwaren verweigert erpresserisch die Aufnahme von Kollektivvertragsverhandlungen, da ihr geplante Regierungsma&szlig;nahmen nicht passen. Und generell wittert so manch Firmenboss oder KapitalvertreterIn aktuell Potential f&uuml;r Lohndr&uuml;ckerei. So sollen jene, die wegen Krieg und wirtschaftlicher Not als Fl&uuml;chtlinge in Deutschland, &Ouml;sterreich und anderen EU-L&auml;ndern ankommen, durchaus hier arbeiten &ndash; allerdings zum Niedrigst-Tarif. Dabei dr&uuml;ckt sich der durch Prekarisierung und Arbeitslosigkeit verst&auml;rkte Trend der ungleicher werdenden Einkommensverteilung ohnedies schon in einer langfristig sinkenden Lohnquote aus. W&auml;re der Lohn- und Gehaltsanteil der Lohnabh&auml;ngigen in &Ouml;sterreich auf dem Niveau von Ende der 1970er Jahre, w&auml;ren 2014 drei Wochen mehr Urlaub f&uuml;r jeden m&ouml;glich gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/lohndrueckerei-und-arbeitskampf\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Studenten finden kaum noch bezahlbare Wohnungen<\/strong><br>\nDas Wintersemester an den Unis beginnt &ndash; und die Mieten steigen rasant. In M&uuml;nchen gibt es kaum noch WG-Zimmer f&uuml;r weniger als 500 Euro. In einigen St&auml;dten sind Wohnungen allerdings noch billig. [&hellip;] In 39 der 87 gr&ouml;&szlig;eren Universit&auml;tsst&auml;dte gilt der Wohnungsmarkt inzwischen als angespannt. Das geht aus einem Ranking des Immobilienentwicklers GBI hervor. Untersucht wurden alle 87 Hochschulstandorte mit mehr als 5000 Studenten. &ldquo;Mittlerweile erkennen wir in 19 dieser St&auml;dte akute Schwierigkeiten bei der ausreichenden Versorgung&rdquo;, sagt GBI-Forschungsleiter Stefan Brauckmann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/immobilien\/article146941752\/Studenten-finden-kaum-noch-bezahlbare-Wohnungen.html\">Welt Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>CSU, AfD und NPD machen Stimmung<\/strong><br>\nDie CSU bedient Ressentiments, die AfD pflegt Vaterlandsliebe, die NPD hetzt gegen Fl&uuml;chtlinge. Deutschland 2015. Horst Seehofers CSU deckt routiniert den rechten Rand ab und bedient Ressentiments gegen Fl&uuml;chtlinge, Einwanderer und Muslime. In Th&uuml;ringen startete die &bdquo;Herbstoffensive&ldquo; der AfD erfolgreich. Landtagsfraktionschef Bj&ouml;rn H&ouml;cke verwischt die Grenzen nach weit rechts. Im s&auml;chsischen Heidenau heizte der Maurer und NPD-Mann Rico Rentzsch die Anti-Asyl-Krawalle an. Er folgte einer Strategie seiner Partei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Die-Hetze-rechter-Parteien-in-Deutschland\/!5235926\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&bdquo;Bild&ldquo; in die Tonne<\/strong><br>\nAm Donnerstag will der Axel-Springer-Verlag mal wieder eine Gratisausgabe der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung ungefragt &bdquo;an alle Haushalte in Deutschland&ldquo; verteilen. Anlass ist dieses Mal das 25. Jubil&auml;um der Deutschen Einheit, wie es in einer Brosch&uuml;re f&uuml;r Werbekunden (PDF) hei&szlig;t:<br>\nF&uuml;r Widerspr&uuml;che wie in den vergangenen Jahren ist es jetzt zu sp&auml;t (wenige Tage vorher behauptet der Verlag immer, die Widerspr&uuml;che k&ouml;nnten aus logistischen Gr&uuml;nden nicht mehr beachtet werden; schlauerweise hat er die Aktion bis heute nur seinen Werbekunden angek&uuml;ndigt und tut auf Anfrage so, als wisse er selbst noch gar nichts von einer Gratis-&bdquo;Bild&ldquo;), aber zum Einen gibt es ja noch ein paar sch&ouml;ne Anti-&bdquo;Bild&ldquo;-Briefkasten-Sticker zum Selberausdrucken. Oder aber: Sie tun mit dem Gratisexemplar noch etwas Gutes f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge &mdash; indem Sie es ungelesen wegschmei&szlig;en.<br>\nDenn hiermit pr&auml;sentieren wir Ihnen die Gratis-&bdquo;Bild&ldquo;-M&uuml;ll-Upcycling-Aktion: #BILDindieTonne.<br>\nSo geht&rsquo;s: Zerkn&uuml;llen Sie am Donnerstag Ihre ungelesene Gratis-&bdquo;Bild&ldquo; und werfen Sie sie direkt in den M&uuml;lleimer. Machen Sie ein Foto davon und posten Sie es bei Facebook oder Twitter (mit dem Hashtag #BILDindieTonne) oder schicken es uns per E-Mail. F&uuml;r jedes Foto, das uns so erreicht, besorgen wir ein Exemplar eines Deutsch-Lernhefts f&uuml;r Asylbewerber. Das Lehrmaterial stellen wir dann Deutschkursen in Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nften zur Verf&uuml;gung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/70495\/bild-in-die-tonne\/\">BILDblog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Bayern-Gegner Zagreb: Schlimme Br&uuml;der<\/strong><br>\nMit Dinamo Zagreb kommt ein Klub als Gast zum FC Bayern, dessen Ruf seit Jahren ruiniert ist. Die Br&uuml;der Zoran und Zdravko Mamic, Trainer und Pr&auml;sident, sa&szlig;en schon in Haft &ndash; und haben dennoch bisher alle Skandale &uuml;berstanden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/sport\/fussball\/champions-league-fc-bayern-gegner-dinamo-zagreb-und-die-mamic-brueder-a-1055177.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Da hat Herr Ahrens vom &ldquo;Spiegel&rdquo; wohl die Bilanz der F&uuml;hrungskr&auml;fte des FC Bayern M&uuml;nchen vergessen: Hoene&szlig; wegen Steuerhinterziehung in Haft (mittlerweile mit Freigang); Rummenigge reiste mit einer Uhr ein; &ldquo;Kaiser&rdquo; Beckenbauer werden immer wieder &ndash; milde formuliert &ndash; Unregelm&auml;&szlig;igkeiten bei der Stimmvergabe f&uuml;r Fu&szlig;ball-Weltmeisterschaften vorgeworfen. Und wer wei&szlig;, was noch alles rauskommen k&ouml;nnte.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Und im Aufsichtsrat des FC Bayern sitzt Martin Winterkorn. Der FC Bayern ist nicht nur sportlich eine Klasse f&uuml;r sich.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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