{"id":2776,"date":"2007-11-19T08:49:16","date_gmt":"2007-11-19T07:49:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2776"},"modified":"2007-11-19T08:49:16","modified_gmt":"2007-11-19T07:49:16","slug":"hinweise-des-tages-529","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2776","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann <a href=\"?p=2776&amp;email=1\">weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Steuergeschenke an Unternehmen: Danke, Peer Steinbr&uuml;ck!<\/strong><br>\nAm 1. Januar tritt die Unternehmensteuerreform in Kraft. Sie soll dann die Firmen um 6,4 Milliarden Euro entlasten. Durch die Neubewertung der Bilanzr&uuml;cklagen f&uuml;r den Fiskus springt schon im laufenden Jahr etwas heraus. Das Steuergeschenk f&auml;llt in eine Zeit, in der die Konzerne Rekordgewinne einfahren. Die Frankfurter Rundschau hat die Neunmonatszahlen gro&szlig;er Aktiengesellschaften daraufhin abgeklopft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1244525\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Koalition stoppt Kindergeld-Erh&ouml;hung<\/strong><br>\nMehr Geld f&uuml;r Kinder gibt&rsquo;s erst 2010 &ndash; entgegen aller Ank&uuml;ndigungen haben Union und SPD die geplante Kindergeld-Anhebung der Minister von der Leyen und Steinbr&uuml;ck um ein Jahr verschoben. Die von der Gro&szlig;en Koalition f&uuml;r 2009 versprochene Erh&ouml;hung des Kindergeldes wird aller Voraussicht nach ausfallen. Das folgt aus einem Beschluss des Koalitionsausschusses vom vergangenen Montag, der bislang geheim gehalten wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,tt1m1\/deutschland\/artikel\/628\/143310\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Abgeordnete erh&ouml;hen ihre Di&auml;ten<\/strong><br>\nDie Gro&szlig;e Koalition hat die Di&auml;tenerh&ouml;hung im Schnellverfahren durchgesetzt. Mit der Mehrheit von Union und SPD beschlossen die Abgeordneten den Aufschlag bei gleichzeitiger minimaler K&uuml;rzung ihrer Pensionsanspr&uuml;che.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Abgeordnete%20Di%E4ten\/279917.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ja, ich halte die Erh&ouml;hung der Abgeordneteneinkommen f&uuml;r angemessen. Ein Volksvertreter hat ein herausgehobenes Amt mit mehr Verantwortung als ein Sparkassendirektor, und er soll ein seiner Verantwortung angemessenes Einkommen haben.<br>\nDas aber nur dann, wenn er nicht dank seines Amtes ein Vielfaches nebenher verdienen darf.<br>\nUnd vor allem auch nur dann, wenn dieser Abgeordnete nicht mit zweierlei Ma&szlig; misst: Also wenn er etwa Lohnerh&ouml;hungen der Lokomotivf&uuml;hrer als eine Gefahr f&uuml;r den Wirtschaftsstandort denunziert oder dann wenn er nicht so tut, als w&auml;ren 9 Euro im Monat durch die Senkung der Arbeitslosenbeitr&auml;ge eine Gro&szlig;tat f&uuml;r die Arbeitnehmer. Oder vor allem dann, wenn er nicht so tut, als w&auml;ren die Hartz-IV-Regels&auml;tze ausreichend f&uuml;r das Existenzminimum. Mit der Begr&uuml;ndung, dass nach vier Nullrunden die Di&auml;ten angehoben werden m&uuml;ssten, m&uuml;sste man auch die Renten um 9 Prozent anheben. Es ist dieser Vergleich mit den Besserverdienenden unter den Abgeordneten und ihre Missachtung derjenigen, die wenig haben, es ist also schlicht diese doppelte Moral, die die Leute so auf die Palme treibt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zahl der Minijobber steigt auf 6,6 Millionen<\/strong><br>\nDie Zahl der geringf&uuml;gig besch&auml;ftigten Aushilfen in Privathaushalten und Unternehmen nimmt weiter zu. Insgesamt waren im dritten Quartal des Jahres rund 6,6 Millionen Menschen als Minijobber angestellt, wie die Knappschaft Bahn See am Freitag einem Bericht von ddp.djn zufolge mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeute dies einen Anstieg um 3,7%. Mit rund 6,5 Millionen Menschen sei die gro&szlig;e Mehrzahl im gewerblichen Bereich angestellt gewesen, in Privathaushalten arbeiteten etwa 148.000 geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.finanznachrichten.de\/nachrichten-2007-11\/artikel-9490682.asp\">FinanzNachrichten<\/a><\/li>\n<li><strong>Frei, selbst&auml;ndig, arm: Das neue Akademikerproletariat<\/strong><br>\n&ldquo;Alle reden &uuml;ber Mindestl&ouml;hne. Die der Brieftr&auml;ger, die jetzt doch nicht zustande kommen. Danke, Frau Merkel. Drei Millionen Erwerbst&auml;tige in Deutschland haben weniger als 940 Euro netto im Monat. Das Leben an der Armutsgrenze, das wissen wir inzwischen, trifft Friseure, Floristen, Fleischer: aber auch Freiberufler, und das ist neu. Anw&auml;lte, Architekten, Ingenieure oder Journalisten: Noch immer Traumberufe, die gute alte Mittelschicht. Beste Ausbildung, beste Perspektiven, das galt bisher.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/beitrag.phtml?bid=924&amp;sid=172\">wdr Monitor<\/a><\/li>\n<li><strong>Postdienstleistungen: Wettbewerb &uuml;ber Niedrigl&ouml;hne<\/strong><br>\nBei Postdienstleistern Besch&auml;ftigte verdienen oft so wenig, dass sie Anspruch auf Sozialleistungen haben. &bdquo;Ein Mindestlohn w&uuml;rde Lohndumping auf Kosten der Versicherten abstellen,&ldquo; sagt Thomas Dieterich (welcher Richter am Bundesverfassungsgericht und Pr&auml;sident des Bundesarbeitsgerichts war).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2007_18_3.pdf\">Hans boeckler Stiftung [PDF &ndash; 212 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Fallbeispiel Niederlande: &ldquo;Mindestlohn, ein deutsches Drama&rdquo;<\/strong><br>\nIn den Niederlanden gibt es seit fast 40 Jahren einen gesetzlichen Mindestlohn, die H&ouml;he der Sozialhilfe ist daran gekoppelt. Ein durchaus erfolgreiches Modell. Warum interessiert das nicht auch deutsche Politiker, Arbeitgeber und Gewerkschaftler?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/:Fallbeispiel-Niederlande-Mindestlohn%2C-Drama\/602749.html\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nur nebenbei: Haben Sie schon jemals ein internationales Ranking oder einen dieser viel gehandelten Benchmarks gesehen, bei dem der weit verbreitete Mindestlohn als ein Vergleichsma&szlig;stab f&uuml;r einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort herangezogen wurde? Warum wohl nicht? Weil damit das ganze Gerede von den angeblich dadurch vernichteten Arbeitspl&auml;tzen l&auml;cherlich gemacht w&uuml;rde. Aber bei uns darf in jeder Talkshow, wie letztlich bei Maybrit Illner, diese Gerede unwidersprochen und st&auml;ndig wiederholt werden. Bei uns im Lande darf wie etwa beim Mindestlohn f&uuml;r Briefzusteller schlicht behauptet werden, der Mindestlohn gef&auml;hrde den Wettbewerb. Aber keiner f&uuml;gt hinzu, dass dies ausschlie&szlig;lich ein Wettbewerb zu Lasten der Arbeitnehmer ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Armut und Reichtum in Deutschland<\/strong><br>\nDie Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik scheint heute darin zu bestehen, dass Parteien und Politiker darum konkurrieren, wer die als Sch&auml;dlinge der Nation identifizierten Personen (&bdquo;Sozialschmarotzer&ldquo;, &bdquo;Dr&uuml;ckeberger&ldquo;, &bdquo;Faulenzer&ldquo;) am h&auml;rtesten anpackt. Im &ouml;ffentlichen Diskurs &uuml;ber sozialstaatliche Verarmung &uuml;berbieten sich die politischen Repr&auml;sentanten im Erfinden von Zumutungen an die von der Wirtschaft Ausrangierten und &bdquo;&Uuml;berfl&uuml;ssigen&ldquo;, damit das Elend aus der Welt geschaffen wird &ndash; jedenfalls aus der Welt, die den Staat etwas kostet. Ignoriert wird dabei, dass Armut nicht beseitigt wird, indem man die Anspr&uuml;che auf staatliche F&uuml;rsorge beseitigt und dass durch Zwang keine Perspektiven f&uuml;r die Betroffenen geschaffen werden. &bdquo;Nicht die Passivit&auml;t der Opfer der Arbeitsmarktkrise und der gesellschaftlichen Ausgrenzung haben die Legitimationsprobleme (des Sozialstaats, M.K.) zu vertreten, sondern die fehlende bzw. unzureichende Flankierung der Prozesse wirtschaftsstrukturellen Wandels, die angesichts der Globalisierung nachhaltig und dauerhaft erforderlich gewesen w&auml;re und dies auch nach wie vor noch ist.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/artikel.php?id=996\">Linksnet<\/a><\/li>\n<li><strong>Staatsrechtler Scholz (CDU): &bdquo;Der Lokf&uuml;hrer-Streik ist verfassungswidrig&ldquo;<\/strong><br>\nNach Ansicht des Verfassungsrechtlers Rupert Scholz (CDU) h&auml;tte die Bahn gute Chancen, den Streik der Lokf&uuml;hrergewerkschaft GDL durch das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe verbieten zu lassen. Scholz sieht die Bahn im Recht. Er begr&uuml;ndete dies damit, dass der Konzern ein Unternehmen der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge sei und deshalb der Aspekt der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit &bdquo;in besonderer Weise&ldquo; ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;sse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/rupert-scholz_aid_139422.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Eine wunderbare Logik unseres CDU-Hardliners: Erst die Unternehmen der Daseinsvorsorge privatisieren und damit die Beamten &ndash; die nicht streiken durften &ndash; abschaffen; nach der Privatisierung dann wieder die Prinzipien des Beamtenrechts einf&uuml;hren, nun allerdings ohne K&uuml;ndigungsschutz, ohne Pensionsanspr&uuml;che und ohne gesetzliche Besoldung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Beck kritisiert Lokf&uuml;hrergewerkschaft GDL<\/strong><br>\nBeck warnte davor, &ldquo;dass wir f&uuml;r eine Branche unterschiedliche Tarifvertr&auml;ge bekommen&rdquo;. Das sei &ldquo;eine gro&szlig;e Gefahr f&uuml;r die gesamte Tarifautonomie&rdquo;. &Auml;hnliche Entwicklungen, wie sie sich derzeit in Deutschland &ldquo;sehr z&ouml;gerlich&rdquo; abzeichneten, h&auml;tten in Gro&szlig;britannien zur Zeit von Premierministerin Margaret Thatcher dazu gef&uuml;hrt, dass die Gewerkschaften &ldquo;an die kurze Leine genommen wurden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/print\/wirtschaft\/702900.html?_=print\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Beck goes Westerwelle goes Thatcher. Wie schon bald Tradition bei der SPD, &uuml;bertrifft die SPD-Spitze alles, was sich FDP &amp; Co zu hoffen wagen, und droht mit einem Einschreiten der Regierung. Anscheinend hofft der Partei-Oberstratege, von einigen TV-Berichten &uuml;ber frustrierte Pendler beeindruckt, Volkes Stimmung zu treffen. Wenn nicht, Bild wird es schon machen.<br>\nMir fehlen die Worte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Frankreich: Kein Ende der Streiks<\/strong><br>\nJe l&auml;nger der Streik dauert, desto st&auml;rker r&uuml;ckt der franz&ouml;sische Omnipr&auml;sident Nicolas Sarkozy in den Hintergrund. Stattdessen tauchen Realit&auml;ten von unten auf den Fernsehbildschirmen auf: Niedrigl&ouml;hne, Armutsrenten, unsichere Arbeitsvertr&auml;ge und immer wieder die Emp&ouml;rung, dass der Staatspr&auml;sident sich seine eigenen Bez&uuml;ge wenige Tage vor dem Streik um das Dreifache erh&ouml;ht hat und dass Abgeordnete schon nach einer Legislaturperiode h&ouml;here Rentenanspr&uuml;che haben als Eisenbahner nach 37,5 Beitragsjahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2007%2F11%2F17%2Fa0135&amp;src=GI&amp;cHash=1e5699fda8&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Zum 100. Geburtstag Otto Brenners. Aggressiv setzte der legend&auml;re IG-Metall-Chef die Interessen der Arbeitnehmer im Nachkriegsdeutschland durch<\/strong><br>\nIn der organisierten Arbeitnehmerschaft galt Brenner als Held. Hier verlieh man ihm bewundernd den Titel &ldquo;Otto der Eiserne&rdquo;, auch &ldquo;Otto der Gro&szlig;e&rdquo;. Denn Brenner ging in die Tarifverhandlungen mit &auml;u&szlig;erster H&auml;rte und Entschlossenheit. Streikdrohungen hatte er stets parat &ndash; und die Gegenseite wusste, dass es ihm ernst damit war. In den Lohnk&auml;mpfen der 1950er und 1960er Jahre agierte Brenner als Prellbock und Sturmspitze zugleich. Seine Metaller &ndash; welche die st&auml;rkste Einzelgewerkschaft der Welt bildeten &ndash; setzten in den Tarifkonflikten die Ma&szlig;st&auml;be.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/einestages.spiegel.de\/static\/topicalbumbackground\/702\/redaktion_einestages_der_scharfmacher.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Angesichts des Bahnstreiks nur mal so zu Erinnerung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Thomas Fricke: Ruck Reloaded<\/strong><br>\nDeutschland im Winter 2007. Zu Nikolaus erreicht der Euro 1,50 $. Damit m&uuml;ssen US-Amerikaner mittlerweile fast 20 Prozent mehr f&uuml;r europ&auml;ische Produkte zahlen als vor zw&ouml;lf Monaten. Das d&uuml;rfe man nicht dramatisieren, sagt Bundesfinanzminister Peer Steinbr&uuml;ck. Er liebe einen starken Euro. Bundesbankpr&auml;sident Axel Weber erkl&auml;rt, es bestehe kein Grund zur Panik.<br>\nMitte 2009 meldet das Statistikamt, die Wirtschaft exportiere so viel wie noch nie. Der Dax steigt, Analysten jubeln: Offenbar sei es den Deutschen wieder mal gelungen, ihre Kosten durch K&uuml;rzungen und Lohnzur&uuml;ckhaltung abzubauen. Der Rest der Wirtschaft kriselt zwar, es gibt wieder f&uuml;nf Millionen Arbeitslose, und die Deutschen geben kein Geld mehr aus. Egal, der Export&uuml;berschuss erreicht 1000 Mrd. Euro. Was die Devisenm&auml;rkte so begeistert, dass der Euro erstmals &uuml;ber 3 $ schnellt. Er liebe den starken Euro, sagt Peer Steinbr&uuml;ck, kurz nach der Wahlniederlage im Herbst 2009.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/279806.html?p=2#a1\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Eine ziemlich treffende Satire.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Odyssee der Erstsemester<\/strong><br>\nDas Bewerbungssystem f&uuml;r Erstsemester an deutschen Universit&auml;ten erweist sich in weiten Teilen als ineffizient, b&uuml;rokratisch und kostentreibend, f&uuml;r Bewerber wie f&uuml;r die Hochschulen. Noch bis weit ins Semester hinein erhalten Studienbewerber Zu- oder Absagen verschiedener Unis. Viele Interessenten gehen auf Nummer Sicher und verschicken ihre Bewerbungsunterlagen gleich mehrfach. F&uuml;r das vergangene Wintersemester waren etwa im Fach Jura 11.549 Studienpl&auml;tze zu vergeben. Einschlie&szlig;lich der Mehrfachbewerbungen wurden 45.278 Zulassungsantr&auml;ge eingereicht, von denen 34.600 positiv beantwortet wurden. Tats&auml;chlich wurden schlie&szlig;lich nur 10.382 Studenten endg&uuml;ltig eingeschrieben. In anderen F&auml;chern sieht es &auml;hnlich aus. Ganze Generationen von Erstsemestern verirren sich im Dschungel des f&ouml;deralen Bewerbungswahnsinns.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,513646-2,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wir bekommen das gleiche Chaos, das damals zur Einf&uuml;hrung der Zentralstelle zur Vergabe von Studienpl&auml;tzen gef&uuml;hrt hat, die &uuml;ber Jahrzehnte (gerichtsfest) eine faire und zeitnahe Zuteilung der Studienpl&auml;tze erm&ouml;glicht hat. Aber das galt ja als staatliche B&uuml;rokratie und musste abgeschafft werden. Wetten, dass es bald private Maklerfirmen f&uuml;r Studienpl&auml;tze geben wird?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Neues aus dem Casino: Zunehmend problematische Anlagen der Banken<\/strong><br>\nDie Kreditkrise ist noch keineswegs ausgestanden. Der Abschreibungsbedarf bei den grossen Finanzinstituten d&uuml;rfte noch erheblich sein. Die Best&auml;nde an problematischen, weil schwierig zu bewertenden Verm&ouml;genswerten, level 3 assets, haben allgemein stark zugenommen. Trotz der Publizit&auml;tspflicht herrscht kein Durchblick, was die Bewertungskriterien angeht.<br>\nEs handelt sich um Verm&ouml;genswerte mit dem gr&ouml;ssten Risiko, f&uuml;r die es keine Marktpreise gibt und die entsprechend schwierig zu bewerten sind. Dazu z&auml;hlen neben CDO (collaterialized debt obligations) unter anderem in der Regel auch Immobilien und Private-Equity-Beteiligungen.<br>\nManche Banken und Investmenth&auml;user sahen sich gezwungen, Anlagewerte von der zweiten in die dritte Kategorie zu verschieben. Bei Merrill Lynch etwa haben die &ldquo;level 3 assets&rdquo; im dritten Quartal um 69% auf gut 27 Mrd. $ oder 70% des Eigenkapitals zugenommen. Bei Lehman Brothers stiegen sie um 58% auf 34,7 Mrd. $, was 160% des Eigenkapitals entsprach. Bei Goldman Sachs und Morgan Stanley nahmen sie um gut einen Drittel zu und machten 185% bzw. 255% des Eigenkapitals aus. Auch bei Citigroup &uuml;bertrafen die &laquo;level 3 assets&raquo; Ende September mit 135 Mrd. $ (+41%) das Eigenkapital um 6%.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/zunehmend_problematische_anlagen_der_banken_1.585334.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Langsam rollen die G&uuml;ter &ndash; Z&uuml;ge auf dem Abstellgleis<\/strong><br>\nDer G&uuml;terbahnhof Aachen West ist mal wieder v&ouml;llig &uuml;berlastet, kein Gleis mehr frei. Aus Kostengr&uuml;nden hat die Deutsche Bahn viele der Wartegleise stillgelegt. Sie rotten vor sich hin, obwohl sie dringend gebraucht w&uuml;rden. Die Bahn glaubt offenbar selbst nicht so recht an die Zukunft des G&uuml;terverkehrs auf der Schiene. Durch den Zukauf von Logistikern wie &bdquo;Schenker&ldquo; und &bdquo;Bax&ldquo; wurde die Deutsche Bahn inzwischen Europas gr&ouml;&szlig;te Lastwagen-Spedition.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDF\/download\/0,5587,7001273,00.pdf\">ZDF \/ Frontal21 [PDF &ndash; 52 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/content\/360456?inPopup=true\">ZDFmediathek<\/a><\/li>\n<li><strong>Gef&auml;hrliche Spuren<\/strong><br>\nIn Leipzig wurde ein Chefermittler kaltgestellt &ndash; wom&ouml;glich, weil er in dem s&auml;chsischen Rotlicht- und Korruptionsskandal die falschen Fragen stellte. Denn vorzuwerfen ist ihm nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2007\/47\/sachsen-affaere\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>Skandinavien: Betreuungsgeld bremst Frauenerwerbst&auml;tigkeit<\/strong><br>\nIn Finnland und Norwegen gibt es die M&ouml;glichkeit f&uuml;r Eltern, eine finanzielle Zuwendung zu bekommen, wenn sie die staatlichen Kinderbetreuungsangebote nicht nutzen. In Finnland liegt diese Zuwendung bei rund 300, in Norwegen bei rund 400 Euro. Sinkende beziehungsweise stagnierende Besch&auml;ftigungsquoten zeigen: Diese Regelungen f&uuml;hren dazu, dass die Frauen eher zu Hause bleiben. Vor allem in Finnland arbeiten M&uuml;tter mit Kindern weniger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/32014_89502.html\">B&ouml;ckler Impuls<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2776","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2776","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2776"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2776\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2776"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2776"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2776"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}