{"id":27764,"date":"2015-10-01T08:36:04","date_gmt":"2015-10-01T06:36:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27764"},"modified":"2015-10-01T08:36:04","modified_gmt":"2015-10-01T06:36:04","slug":"hinweise-des-tages-2471","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27764","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/AM)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27764#h01\">Russland fliegt Angriffe in Syrien &ndash; aber gegen wen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27764#h02\">Kriegskampagne auf Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27764#h03\">Weiter scheitern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27764#h04\">Das Stellvertreter-Scheitern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27764#h05\">Pegida und Fl&uuml;chtlingsandrang &ndash; Kanada warnt vor Reisen nach Ostdeutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27764#h06\">Angst und Integration<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27764#h07\">Sachsen: AfD in neuer Umfrage gleichauf mit SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27764#h08\">Freihandelsabkommen: H&ouml;chste Standards sichern &ndash; Billig-Strategien verhindern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27764#h09\">TTIP transparent machen: Bundestagsabgeordnete demonstrieren f&uuml;r Zugang zu TTIP-Dokumenten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27764#h10\">IWF-Studie: Schw&auml;chung von Gewerkschaften versch&auml;rft Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27764#h11\">Die &ldquo;Neue Soziale Marktwirtschaft&rdquo; und der Werkvertrag im Land der Spezialisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27764#h12\">Wie eine zugespitzte &Uuml;berschrift einen Kurssprung ausl&ouml;ste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27764#h13\">Fall Schottdorf &ndash; Ministerin Merk in Erkl&auml;rungsnot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27764#h14\">Gesundheitliche Kosten der VW-Manipulation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27764#h15\">Justizminister Maas will Weg frei machen f&uuml;r Sammelklagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27764#h16\">Eltern-Entlastungs-Klage vor dem Bundessozialgericht &ndash; Kein Rabatt f&uuml;r Eltern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27764#h17\">Bundesnachrichtendienst muss Verrat verraten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27764#h18\">635.000 Euro: Kachelmann erstreitet h&ouml;chstes Schmerzensgeld aller Zeiten gegen Bild<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27764&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Russland fliegt Angriffe in Syrien &ndash; aber gegen wen?<\/strong>\n<ul>\n<li>Die russische Luftwaffe greift zum ersten Mal Stellungen in Syrien an.<\/li>\n<li>Die Nato und US-Au&szlig;enminister Kerry kritisieren das Vorgehen.<\/li>\n<li>Dar&uuml;ber, ob tats&auml;chlich die Terrormiliz IS oder syrische Rebellen bombardiert werden sollen, gibt es widerspr&uuml;chliche Aussagen.<\/li>\n<li>Aktivisten berichten von mindestens 35 Toten, darunter Frauen und Kinder.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Moskau beginnt Luftangriffe Syrien<\/p>\n<p>Russland hat mit Luftangriffen auf Syrien begonnen. Russische Kampfjets seien dabei, Positionen der Extremisten-Miliz &ldquo;Islamischer Staat&rdquo; (IS) in der Region Homs zu bombardieren, meldete das Verteidigungsministerium in Moskau. Das Parlament in Moskau hatte erst wenige Stunden zuvor Pr&auml;sident Wladimir Putin die Erlaubnis zu einem Milit&auml;reinsatz im Ausland erteilt.<br>\nNato kritisiert russisches Handeln<br>\nDie Nato hat das russische Handeln in Syrien kritisiert. Die Unterst&uuml;tzung Russlands f&uuml;r den syrischen Machthaber Baschar al-Assad sei &ldquo;nicht konstruktiv&rdquo;, sagte ein hochrangiger Mitarbeiter der Milit&auml;rallianz am Mittwoch in Br&uuml;ssel: &ldquo;Assad ist Teil des Problems.&rdquo; Er zitierte Nato-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg mit der Warnung, neue milit&auml;rische Aktionen d&uuml;rften nicht im Konflikt zu den von den USA geleiteten Eins&auml;tzen gegen den IS stehen. Seit Monaten greift eine internationale Allianz Stellungen des IS in Syrien und im benachbarten Irak aus der Luft an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/militaereinsatz-russland-fliegt-angriffe-in-syrien-aber-gegen-wen-1.2672455\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> So oder &auml;hnlich berichten die deutschen Medien und kommentieren sie auch. Interessant, zum Beispiel bei heute ZDF, die Personalisierung auf Putin. Zur Sch&auml;rfung des Urteils als zus&auml;tzliche Information ein Interview mit J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer:<\/em><\/p>\n<p><strong>&bdquo;Inside IS&ldquo;: J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer &uuml;ber Assad, Terrormiliz und &bdquo;dumme Strategien&ldquo;<\/strong><br>\nApropos Syrien: Der Publizist und ehemalige CDU-Abgeordnete J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer hat nicht nur mit Pr&auml;sident Assad gesprochen, in seinem aktuellen Buch &bdquo;Inside IS&ldquo; beschreibt er auch seine Begegnung mit den K&auml;mpfern des Islamischen Staates in Syrien. Alle bisherigen Anti-IS-Strategien sind nach seiner Ansicht unwirksam. Ein Interview.<br>\nHerr Todenh&ouml;fer, am Rande der aktuellen UN-Vollversammlung haben Russlands Pr&auml;sident Putin und US-Pr&auml;sident Obama &uuml;ber das Vorgehen in Syrien gesprochen. Streitpunkt ist weiterhin, ob Syriens Pr&auml;sident Assad in einen m&ouml;glichen Friedensprozess mit einbezogen werden soll. Die USA wollen stattdessen lieber die Opposition im Kampf gegen den IS st&auml;rken. Welche Taktik kann Ihrer Meinung nach aufgehen?<br>\nIch finde, dass man im Kampf gegen den IS, den ich f&uuml;r einen Menschheits- und Islamfeind halte, alle Kr&auml;fte b&uuml;ndeln muss. Und das Wichtigste ist im Augenblick, dass man verhindert, dass Saudi Arabien, Kuweit und Katar den Terroristen in Syrien weiter Geld und Waffen liefern. Das ist das Allerwichtigste. Und wenn man gegen eine Terroristenarmee dieser Gr&ouml;&szlig;e k&auml;mpft, dann muss man alle Kr&auml;fte zusammenfassen, das ist wirklich selbstverst&auml;ndlich. Ich habe sehr viele Freunde in der syrischen Opposition.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20150930\/304620052\/assad-terrormiliz.html#ixzz3nFpvT3ki\">sputniknews<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Weitere Anmerkung A.M.:<\/strong> Eine Gegenposition kommt von Nils Minkmar:<\/em><\/p>\n<p><strong>Verhandlungen mit Assad<\/strong><br>\nImmer das gleiche miese Spiel<br>\nEin Debattenbeitrag von Nils Minkmar<br>\nJetzt soll wieder mit ihm geredet werden: Kommen uns Fl&uuml;chtlinge oder Terror zu nahe, sind Diktatoren wie Syriens Assad pl&ouml;tzlich nicht mehr so schlimm. Wollen wir wirklich so schwach sein?<br>\n(&hellip;)<br>\nUnter Druck greifen Politiker zu den Mitteln, die sie schon kennen. Verunsichert eine nie dagewesene Fl&uuml;chtlingswelle Europa, rufen sie nach Grenzern und Grenzanlagen. Obwohl wir die nicht mehr haben. Obwohl diese Ma&szlig;nahme niemanden aufhalten wird.<br>\nUnd wenn es um den Nahen und Mittleren Osten geht, wenn das &Ouml;l knapp wird, der Terror zu nahe kommt oder die Menschen aus den dortigen, unterversorgten Fl&uuml;chtlingslagern fliehen, dann ergreift der Westen immer dieselbe Ma&szlig;nahme: Er st&uuml;tzt ein diktatorisches Regime, damit es das Problem nicht l&ouml;st, aber einige Jahre aus den Nachrichten h&auml;lt.<br>\nManchmal geschieht das mit milit&auml;rischen Mitteln, mit Luftschl&auml;gen oder Waffenlieferungen, das strategische Ziel, das in Wahrheit doch blo&szlig; Taktik ist, bleibt gleich: Irgendjemand soll dort f&uuml;r Ruhe sorgen. <\/p>\n<p>Gegen den einen Diktator bringen wir den anderen in Stellung <\/p>\n<p>So geht das seit Jahrzehnten. 1953 st&uuml;rzten ein amerikanischer Agent namens Kermit Roosevelt und ein Brite namens Monty Woodhouse den demokratisch gew&auml;hlten, demokratisch gesinnten Premier von Persien, Mohammed Mossadeqh. Der junge Schah Mohammed Reza Pahlevi kam an die Macht, hielt die Kommunisten fern und die &Ouml;lleitungen offen. Er erwies sich auch als ruchloser Foltermeister und brutaler Unterdr&uuml;cker seines Volks. Als er 1979 durch die islamische Revolution gest&uuml;rzt wurde, brauchte man schleunigst einen Verb&uuml;ndeten, um das Mullah-Regime in Schach zu halten. Das wurde Saddam Hussein, der auch ein Virtuose der Folter war und die Kurden mit Giftgas ermordete, aber kein Islamist.<br>\nEs braucht recht wenig, um ein Alliierter des Westens zu werden. Also erhielt er eine ganze Weile lang Hilfe aus den Vereinigten Staaten und vor allem aus Frankreich, wo sich wichtige Politiker seiner Freundschaft r&uuml;hmten. Der damals noch laizistisch gesinnte Milit&auml;rherrscher wurde gegen die fanatischen Schiiten in Teheran ins Feld gef&uuml;hrt. Es ist dieselbe politische Logik, nach der gerade die Herrscher in Algerien und in &Auml;gypten gest&uuml;tzt werden.<br>\nF&uuml;r die autorit&auml;ren, aber nicht offen islamistischen Machthaber im arabischen Raum sind islamistische, paramilit&auml;rische Terrorgruppen eine Lebensversicherung. Und wir wundern uns, dass diese Form des Terrorismus Jahr um Jahr weiter fortbesteht, eher noch schlimmer wird?<br>\nDas ist das Spiel, dass das Leben von Millionen Menschen am Mittelmeer, der arabischen Halbinsel und in der Region drumherum vergiftet hat.<br>\nGegen den einen Diktator bringen wir den anderen in Stellung oder halten an ihm fest, wenn seine Gegner sich als noch schlimmer erweisen. Die &Auml;lteren m&ouml;gen sich noch an das Jahr 2008 erinnern. Da war Assad ein gesch&auml;tzter Gespr&auml;chspartner des Westens. Er stand am 14. Juli 2008 an der Seite von Nicolas Sarkozy auf der Trib&uuml;ne am oberen Ende der Champs-&Eacute;lys&eacute;es in Paris und nahm die Milit&auml;rparade ab. Damals stand ihm alles offen, er h&auml;tte als Mandela des Nahen Ostens in die Geschichtsb&uuml;cher eingehen k&ouml;nnen. Nun ist er nur noch ein Fall f&uuml;r den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/syrien-der-westen-und-die-diktatoren-im-nahen-osten-a-1055291.html\">Spiegel-Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> In der Tat kommen wir zum Beispiel im Falle Syriens nicht darum herum, abzuw&auml;gen, bei welcher Entscheidung die Folgen weniger schlimm sind. Diese Abw&auml;gung wird aus meiner Sicht von J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer verantwortlicher betrieben als von dem gesch&auml;tzten Nils Minkmar.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kriegskampagne auf Spiegel Online<\/strong>\n<p><em><strong>Vorbemerkung von J.K.:<\/strong> Wahnsinn, das ist wieder eine Kampagne, da ist man sprachlos. Man fragt sich nur was wollen die Hetzer des Spiegel? Keine Verhandlungen mit Assad, keine Verhandlungen mit Putin. Was dann? Dann wird der B&uuml;rgerkrieg ewig weiterlaufen. Vor allem: wie stellen sich die &ldquo;Qualit&auml;tsjournalisten&rdquo; des Spiegel die Situation eigentlich vor? Assad ist der Verb&uuml;ndete Russlands im Nahen Osten. Der Westen bzw. die USA wollen Assad st&uuml;rzen und Russland sieht dabei zu und dreht D&auml;umchen?&nbsp; Putin wird Assad nicht fallen lassen. Wie soll der B&uuml;rgerkrieg dann gel&ouml;st werden? Brechen die rudiment&auml;ren staatlichen Strukturen, die durch das Assad-Regime noch aufrechterhalten werden zusammen, hat man die gleiche Situation wie im Irak, dann wird Syrien an den IS fallen und man hat ein noch viel gr&ouml;&szlig;eres Problem. Vielleicht legen die &ldquo;Qualit&auml;tsjournalisten&rdquo; des Spiegel uns einmal ihre L&ouml;sungsstrategie dar?<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/is-islamischer-staat-in-syrien-russland-bombardiert-rebellen-a-1055509.html\">Intervention in Syrien Russland bombardiert Rebellen &ndash; nicht den IS<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/syrien-was-putin-erreichen-will-a-1055516.html\">Erste Luftschl&auml;ge: Was Putin in Syrien will<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/syrien-frankreich-ermittelt-gegen-assad-a-1055490.html\">Kriegsverbrechen: 55.000 Beweise gegen Assad<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/syrien-der-westen-und-die-diktatoren-im-nahen-osten-a-1055291.html\">Verhandlungen mit Assad: Immer das gleiche miese Spiel<\/a><br>\nJetzt soll wieder mit ihm geredet werden: Kommen uns Fl&uuml;chtlinge oder Terror zu nahe, sind Diktatoren wie Syriens Assad pl&ouml;tzlich nicht mehr so schlimm. Wollen wir wirklich so schwach sein?<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/luftschlaege-in-syrien-moskau-eilt-assad-zu-hilfe-a-1055453.html\">Intervention in Syrien: Putin zieht das Tarnnetz weg<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Weiter scheitern<\/strong><br>\nDeutsche Politiker und Milit&auml;rs fordern die Verl&auml;ngerung oder gar die erneute Ausweitung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan zu einem Kampfeinsatz. Die im nordafghanischen Mazar-e-Sharif stationierten deutschen Soldaten sollten nicht im Fr&uuml;hjahr, sondern erst Ende 2016 abgezogen werden, &auml;u&szlig;ern Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen und hochrangige Au&szlig;en- und Milit&auml;rpolitiker der SPD-Bundestagsfraktion.<br>\nDie Bundeswehr m&uuml;sse dar&uuml;ber hinaus auch wieder an Kampfeins&auml;tzen der afghanischen Streitkr&auml;fte teilnehmen, verlangt General a.D. Egon Ramms, einst einer der einflussreichsten deutschen Milit&auml;rs bei der NATO. Anlass ist die zu Wochenbeginn erfolgte Eroberung von Kunduz durch die Taliban, die am gestrigen Mittwoch selbst durch NATO-Spezialkr&auml;fte &ndash; darunter nach Medienberichten deutsche &ndash; zun&auml;chst nicht aus der Stadt vertrieben werden konnten. Die Forderung nach einer erneuten Ausweitung des Bundeswehreinsatzes am Hindukusch erfolgt, obwohl unter Beobachtern weithin Einigkeit herrscht, dass der 13 Jahre w&auml;hrende NATO-Einsatz gescheitert ist: Die Wirtschaft des Landes befindet sich im freien Fall, die Regierung ist zerstritten, die K&auml;mpfe im Land weiten sich aus, totale Perspektivlosigkeit treibt immer mehr Menschen auf die Flucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59214\">German-Foreign-Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das Stellvertreter-Scheitern<\/strong><br>\nDer Aufbau des jungen Staates S&uuml;dsudan ist fehlgeschlagen. Der Westen hat fr&uuml;he Anzeichen daf&uuml;r beharrlich ignoriert.<br>\nEs ist dieser Tage viel von der Zukunft junger Menschen in anderen Regionen als Europa die Rede. Wie deren Perspektive aussieht, l&auml;sst sich beispielhaft am Fall des S&uuml;dsudan diskutieren. Der Blick dorthin ist aus zwei Gr&uuml;nden reizvoll: Der S&uuml;dsudan wurde nach einem drei Jahrzehnte dauernden Unabh&auml;ngigkeitskrieg erst 2011 gegr&uuml;ndet. Er ist damit der j&uuml;ngste Staat der Welt. Jung ist das Land auch mit Blick auf seine rund zw&ouml;lf Millionen Bewohnerinnen und Bewohner: Die H&auml;lfte von ihnen ist j&uuml;nger als 16 Jahre. Bei einem Wachstum von vier Prozent h&auml;lt dieser Trend an, der Anteil der jungen Menschen wird weiter steigen.<br>\nEin junger Staat also, mit vielversprechender Zukunft? Leider nein. Kaum gegr&uuml;ndet, ist der S&uuml;dsudan schon wieder am Ende, und seiner Bev&ouml;lkerung droht dasselbe Schicksal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/kolumne\/artikel\/das-stellvertreter-scheitern-1083\/\">Internationale Politik und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Pegida und Fl&uuml;chtlingsandrang &ndash; Kanada warnt vor Reisen nach Ostdeutschland<\/strong><br>\nDer Fl&uuml;chtlingsandrang und der gro&szlig;e Zulauf f&uuml;r die ausl&auml;nderfeindliche Pegida-Bewegung zeigen international Wirkung. Kanada sorgt sich um seine B&uuml;rger. Eine Reisewarnung der Regierung sorgt in Sachsen aber f&uuml;r Emp&ouml;rung.<br>\nDarin ist die Rede von extremistischen Jugendbanden, die in Teilen Ostdeutschlands eine Bedrohung darstellten. Mitglieder solcher Gangs seien bekannt daf&uuml;r, Personen wegen ihrer Rasse oder ihres ausl&auml;ndischen Aussehens zu bel&auml;stigen oder direkt zu attackieren. Auch habe es schon Brandanschl&auml;ge auf parkende Fahrzeuge gegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/pegida-und-fluechtlingsandrang-kanada-warnt-vor-reisen-nach-ostdeutschland\/12388274.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Angst und Integration<\/strong><br>\nEs ist nicht immer einfach mit der Zuwanderung. Das muss die Politik den Menschen auch sagen. Doch die Ausf&uuml;hrungen einzelner Politiker tragen vor allem dazu bei, bei manchen Menschen die pauschale Abwehr gegen Zuwanderer im Allgemeinen zu best&auml;rken. Ein Kommentar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/aktuelle-kommentare\/fluechtlinge-angst-und-integration,30085308,32049944.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Der Kommentator verharmlost das Problem.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sachsen: AfD in neuer Umfrage gleichauf mit SPD<\/strong><br>\nDie rechtspopulistische AfD liegt in Sachsen in einer Umfrage erstmals gleichauf mit der SPD. Beide Parteien kommen nach einer am Mittwoch ver&ouml;ffentlichten Umfrage f&uuml;r den MDR von Infratest dimap auf je 13 Prozent. Bei der Landtagswahl im August 2014 war die AfD mit einem Ergebnis von 9,7 Prozent erstmals in den Dresdner Landtag eingezogen. In der Umfrage sinkt die CDU im Vergleich zum Landtagswahlergebnis um 1,4 Punkte auf 38 Prozent. &bdquo;Die Linke&ldquo; verliert 1,7 Punkte auf 17 Prozent. W&auml;hrend die SPD leicht verliert, k&ouml;nnen die Gr&uuml;nen marginal zulegen und kommen auf sieben Prozent.<br>\nAuch die rechtsextreme NPD st&uuml;nde mit f&uuml;nf Prozent m&ouml;glicherweise vor dem Einzug in den Landtag, wenn am kommenden Sonntag Wahlen w&auml;ren. Sachsen gilt derzeit als das Bundesland mit den st&auml;rksten fremdenfeindlichen Str&ouml;mungen. Hier entstand die islamfeindliche Pegida-Bewegung, die dort auch ihren gr&ouml;&szlig;ten Zulauf hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/sachsen-afd-in-neuer-umfrage-gleichauf-mit-spd-13806037.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen: H&ouml;chste Standards sichern &ndash; Billig-Strategien verhindern<\/strong><br>\nDiskussionen um Freihandelsabkommen &ndash; in erster Linie TTIP, CETA und TISA &ndash; erhitzen derzeit die Gem&uuml;ter. Schon in der Vergangenheit waren solche Abkommen immer wieder Anlass f&uuml;r zivilgesellschaftlichen Protest. Nicht zuletzt f&uuml;r die globalisierungskritische Bewegung waren und sind Freihandels-Verhandlungen zentrale politische Bezugspunkte. Das hat durchaus seinen Grund: Zwar erwecken Politik und Medien h&auml;ufig und gerne den Eindruck, Globalisierung sei gewisserma&szlig;en vom Himmel gefallen. Oder aber sie sei auf quasi automatische technologische Entwicklungen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, gegen die Politik nicht ankomme. Tats&auml;chlich aber ist die globale Freihandelspolitik eine der wesentlichsten Grundlagen f&uuml;r &ldquo;Globalisierung&rdquo;: Es waren politische Entscheidungen und Abkommen, die zu einem immer freieren Kapital-, Zahlungs-, Waren- und Dienstleistungsverkehr, zu Privatisierungen und Liberalisierungen f&uuml;hrten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1431?cm=20381H2F1\">annotazioni.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>TTIP transparent machen: Bundestagsabgeordnete demonstrieren f&uuml;r Zugang zu TTIP-Dokumenten<\/strong><br>\nGemeinsam mit Mehr Demokratie und Greenpeace haben heute B&uuml;rger\/innen und Bundestagsabgeordnete von Gr&uuml;nen, Linkspartei und SPD vor dem Bundeskanzleramt mit Transparenten und Schildern Zugang zu den vollst&auml;ndigen TTIP-Verhandlungsdokumenten gefordert. Die zentrale Forderung lautete: &bdquo;TTIP transparent machen &ndash; Abgeordnete fordern Leserecht&ldquo;. Zugleich verwiesen die Demonstrierenden auf die selbstorganisierte EU-B&uuml;rgerinitiative &ldquo;Stop TTIP&rdquo; und auf die am 10. Oktober in Berlin geplante Gro&szlig;-Demo &bdquo;Stop TTIP und CETA&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mehr-demokratie.de\/ttip-leserecht.html#sthash.qvygmoXK.dpuf\">Mehr Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>IWF-Studie: Schw&auml;chung von Gewerkschaften versch&auml;rft Ungleichheit<\/strong><br>\n&ldquo;In praktisch allen Industriel&auml;ndern hat die Einkommensungleichheit seit den 1980er Jahren stark zugelegt. Erkl&auml;rt wird diese Zunahme h&auml;ufig &ndash; gerade von neoklassisch ausgerichteten &Ouml;konomen &ndash; mit dem technologischen Wandel und der Globalisierung.<br>\nTechnologischer Wandel (genauer: so genannter &ldquo;skill-biased technical change&rdquo;) dr&uuml;cke die Lohnschere in beide Richtungen auseinander: er beg&uuml;nstige hochqualifizierte Arbeitnehmer, da ihre F&auml;higkeiten technologisch bedingt noch &ldquo;wertvoller&rdquo; w&uuml;rden, und er setze die L&ouml;hne in niedrig qualifizierten Berufen unter Druck, weil ihre Arbeit zunehmend durch Maschinen ersetzt werden k&ouml;nne. Im Zuge von Globalisierung vertiefe sich zudem die globale Arbeitsteilung auch da, wo menschliche Arbeit nicht durch Maschinen sondern durch schlechter bezahlte Menschen ersetzt werde.<br>\nAls weiterer Grund f&uuml;r die Ungleichheitszunahme werden oft &ldquo;institutionelle&rdquo; Gr&uuml;nde genannt (wobei diese Unterscheidung nicht zu der Fehlannahme verleiten sollte, dass etwa Globalisierung ein Ph&auml;nomen jenseits politischer Steuerbarkeit sei). Zu institutionellen Faktoren im engeren Sinne jedenfalls werden beispielsweise Steuersenkungen gez&auml;hlt, die zun&auml;chst einmal die Verteilung der Nachsteuereinkommen betreffen. Doch auch Steuersenkungen k&ouml;nnen sich auf die sogenannte Prim&auml;rverteilung auswirken, also Markteinkommen noch vor Steuern beeinflussen: So f&uuml;hrte die schrittweise Absenkung von Spitzensteuers&auml;tzen in den USA oder Gro&szlig;britannien &ndash; von S&auml;tzen zeitweise &uuml;ber 80 bzw. 90&nbsp;% in den 1960er und 70er-Jahren auf Werte um die 40% &ndash; ziemlich sicher auch zu einem Anstieg von Spitzeneinkommen vor Steuern: Vorher wurden bestimmte Spitzengeh&auml;lter schlicht nicht gezahlt.<br>\nIWF-Studie zur Rolle von Gewerkschaften<br>\nNeben Steuerpolitik oder auch der Deregulierung von Arbeitsm&auml;rkten und Finanzm&auml;rkten r&uuml;ckt aber in letzter Zeit ein weiterer institutioneller Faktor in den Fokus der Ungleichheitserkl&auml;rungen: Die Rolle von Gewerkschaften. Eine im Juli ver&ouml;ffentlichte Studie des IWF untersucht den Zusammenhang zwischen Ungleichheitszunahme und gewerkschaftlichem Organisationsgrad im internationalen Vergleich. Ihr Befund: Es besteht ein enger statistischer Zusammenhang zwischen beiden Merkmalen &ndash; je h&ouml;her der gewerkschaftliche Organisationsgrad, also die Zahl an Gewerkschaftsmitgliedern relativ zur Arbeinehmer\/innenschaft, desto niedriger die Ungleichheit in einem Land.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/verteilungsfrage.org\/2015\/09\/iwf-studie-schwaechung-gewerkschaften-verschaerft-ungleichheit\/\">Verteilungsfrage.org<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die &ldquo;Neue Soziale Marktwirtschaft&rdquo; und der Werkvertrag im Land der Spezialisten<\/strong><br>\nWeil Deutschland das Land der Spezialisten ist, wirbt die INSM f&uuml;r Werkvertr&auml;ge. &bdquo;Werkvertr&auml;ge sind gute Arbeit!&ldquo; lautet denn auch die &Uuml;berschrift ihres Faltblattes. Warum wirbt die INSM derart massiv f&uuml;r Werkvertr&auml;ge? Die Antwort ist einfach: Weil immer mehr normale Arbeitspl&auml;tze in Arbeitspl&auml;tze umgewandelt werden, die von Werkvertragsnehmern ausgef&uuml;llt werden, obwohl deren T&auml;tigkeit mit der urspr&uuml;nglichen Intention des Werkvertrages, n&auml;mlich eine ganz bestimmte Aufgabe einmalig von einem Spezialisten ausf&uuml;hren zu lassen, nichts zu tun hat. Gibt man dem Arbeitnehmer einen Werkvertrag, spart man sich nicht nur die Sozialbeitr&auml;ge, man kann ihn auch jederzeit wieder loswerden, weil man das Werk ja so definieren kann, dass es fast beliebig kurze Fristen sind, in denen man jemanden arbeiten l&auml;sst. Werkvertragsnehmer sind im Grunde &uuml;berhaupt nicht an das Unternehmen gebunden, in dem sie arbeiten, weil sie formal ja Selbst&auml;ndige sind. Sie lassen sich folglich kaum gewerkschaftlich organisieren und k&ouml;nnen, weil sie vollkommen von ihren kurzlaufenden Vertr&auml;gen abh&auml;ngen, jederzeit als Drohpotential gegen die Stammbelegschaft eingesetzt werden. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/die-neue-soziale-marktwirtschaft-und-der-werkvertrag-im-land-der-spezialisten\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wie eine zugespitzte &Uuml;berschrift einen Kurssprung ausl&ouml;ste<\/strong><br>\nManchmal reibt man sich die Augen, &uuml;ber die Wirkung vermeintlich harmloser Worte. Ein wundersch&ouml;nes Beispiel gab es gestern zu bestaunen. Da gibt CDU-Parteichef Armin Laschet der WAZ ein Interview, sagt einen mehr oder weniger un&uuml;berlegten Satz &uuml;ber den Energieriesen RWE, die Zeitung spitzt den Satz ein wenig zu &ndash; und einen Tag sp&auml;ter schie&szlig;t der Aktienkurs von RWE steil nach oben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/blog.wdr.de\/landtagsblog\/wie-eine-zugespitzte-ueberschrift-einen-kurssprung-ausloeste\/\">WDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Fall Schottdorf &ndash; Ministerin Merk in Erkl&auml;rungsnot<\/strong><br>\nAndreas Harz und Brigitte Schroeder sind hochrangige Beamte, ihre Seriosit&auml;t steht au&szlig;er Zweifel und ihr Wort hat Gewicht. Was sie am Montag und Dienstag als Zeugen im Untersuchungsausschuss Labor ausgesagt haben, bringt die ehemalige Justizministerin Beate Merk (CSU) und manchen Generalstaatsanwalt in akute Erkl&auml;rungsnot.<br>\nWenn es stimmt, was der Vorsitzende Richter am Landgericht und die Richterin am Oberlandesgericht den Landtagsabgeordneten berichteten, dann haben Merk und ihre Untergebenen im Jahr 2010 vor dem Landtag gleich mehrmals falsche Angaben gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/fall-schottdorf-ministerin-merk-in-erklaerungsnot-1.2672650\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gesundheitliche Kosten der VW-Manipulation<\/strong><br>\n&ldquo;Da hat man sich jahrelang &uuml;ber die statistischen Betr&uuml;gereien der Griechen emp&ouml;rt, mit denen sie sich in den Euro geschummelt hatten &ndash; ein untr&uuml;gliches Zeichen f&uuml;r den Unterschied der griechischen und deutschen Wirtschaftsmoral. Diese Griechen. Und nun der VW-Skandal. VW und vielleicht auch andere Konzerne haben sich, wie inzwischen hinreichend in den Medien ausgebreitet, die Zulassung ihrer Autos durch Datenmanipulationen bei den Abgaswerten erschlichen wie seinerzeit die Griechen die Zulassung zum Euro. Hier wie dort waren die Dinge im Prinzip schon lange bekannt, mehr oder weniger. &Uuml;ber die Grundsatzproblematik wurde vor mehr als 10 Jahren sogar schon im Bundestag debattiert (Drucksache Drucksache 15\/913).<br>\nDummerweise k&ouml;nnen wir uns nicht einmal damit tr&ouml;sten, dass die VW-Dieselautos im Unterschied zur griechischen Wirtschaft wenigstens ordentlich funktionieren, das tun sie ja gerade nicht. Sie jagen im Normalbetrieb deutlich zu viel Dreck in die Luft und verursachen somit auch mehr Krankheitslast als unter Einhaltung der Grenzwerte gesellschaftlich akzeptiert war. Vielleicht rechnet ja mal ein Umweltepidemiologe aus, wie viele vorzeitige Sterbef&auml;lle zusammen mit den wahren Abgaswerten unterschlagen wurden, in Deutschland, in den USA, weltweit. Ausgehend von Daten der amerikanischen Environmental Protection Agency zu stickoxidbedingten Sterbef&auml;llen gibt es erste Sch&auml;tzungen, die mit erheblichen Spannbreiten auf bis zu 30 F&auml;lle in den USA und bis zu 400 F&auml;lle weltweit kommen &ndash; j&auml;hrlich. Verglichen mit vielen anderen Risikofaktoren ist das nicht viel, aber dennoch: Diese Sterbef&auml;lle h&auml;tte VW durch Einhaltung der Abgasgrenzwerte vermeiden k&ouml;nnen. Dar&uuml;ber hatte Herr Winterkorn bei seinen diversen Entschuldigungen &uuml;brigens kein Wort verloren, vermutlich, weil der finanzielle Verlust systemrelevanter ist als der Verlust an Menschenleben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/scienceblogs.de\/gesundheits-check\/2015\/09\/27\/griechische-zustaende-in-deutschland\/?utm_source=feedly&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=griechische-zustaende-in-deutschland\">ScienceBlogs<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Justizminister Maas will Weg frei machen f&uuml;r Sammelklagen<\/strong><br>\nIn Deutschland klagt bislang jeder Verbraucher f&uuml;r sich allein, das soll sich &auml;ndern. Verbrauchersch&uuml;tzer sehen Chancen f&uuml;r Schadensersatz im Abgas-Skandal bei VW.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/schadensersatz-von-volkswagen-justizminister-maas-will-weg-frei-machen-fuer-sammelklagen\/12385822.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Eltern-Entlastungs-Klage vor dem Bundessozialgericht &ndash; Kein Rabatt f&uuml;r Eltern<\/strong><br>\nEltern m&uuml;ssen bei Sozialversicherungsabgaben nicht entlastet werden. Das hat am Mittwoch das Bundessozialgericht entschieden. Geklagt hatte eine Familie aus Freiburg.<br>\nNach Ansicht des Bundessozialgerichts in Kassel m&uuml;ssen Eltern bei den Sozialversicherungsbeitr&auml;gen nicht weiter entlastet werden. Die geltenden Vorschriften verst&ouml;&szlig;en nicht gegen die Verfassung. Gegen&uuml;ber Kinderlosen seien Paare mit Kindern bei der Sozialversicherung nicht benachteiligt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/landesschau-aktuell\/bw\/eltern-entlastungs-klage-vor-dem-bundessozialgericht-kein-rabatt-fuer-eltern\/-\/id=1622\/did=16231446\/nid=1622\/13dwyv2\/index.html\">SWR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Bundesnachrichtendienst muss Verrat verraten<\/strong><br>\nDie Regierung mauert &ndash; doch jetzt hat das h&ouml;chste Verwaltungsgericht das Kanzleramt zu Ausk&uuml;nften &uuml;ber Geheimschutzverst&ouml;&szlig;e beim BND verpflichtet<br>\nDer Bundesnachrichtendienst (BND) muss k&uuml;nftig &ouml;ffentlich berichten, in welchem Umfang Geheimnisse aus seinem Bereich nach au&szlig;en gedrungen sind. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat das f&uuml;r die Aufsicht &uuml;ber den Nachrichtendienst zust&auml;ndige Kanzleramt aufgrund einer Eilklage des Tagesspiegels verpflichtet, Ausk&uuml;nfte &uuml;ber Zahl und Zeitpunkte von Geheimschutzverst&ouml;&szlig;en beim BND zu erteilen, etwa, wenn interne, als &bdquo;geheim&ldquo; oder &bdquo;vertraulich&ldquo; eingestufte Dokumente an Medien gelangt sind (BVerwG 6 VR 2.15).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/geheimdienste-und-transparenz-bundesnachrichtendienst-muss-verrat-verraten\/12386068.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>635.000 Euro: Kachelmann erstreitet h&ouml;chstes Schmerzensgeld aller Zeiten gegen Bild<\/strong><br>\nDas Landgericht K&ouml;ln hat heute &uuml;ber den Schmerzensgeldstreit zwischen J&ouml;rg Kachelmann und dem Medienhaus Axel Springer entschieden und wie erwartet zugunsten des Meteorologen entschieden. Allerdings fiel die Entsch&auml;digung mit 635.000 Euro wesentlich geringer aus als die von Kachelmann geforderte Rekordsumme in H&ouml;he von 2,25 Millionen Euro &ndash; trotzdem ist sie die h&ouml;chste, die jemals in Deutschland gezahlt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2015\/09\/30\/635-000-euro-kachelmann-erstreitet-hoechstes-schmerzensgeld-aller-zeiten-gegen-bild\/?utm_campaign=NEWSLETTER_SONDER&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">MEEDIA<\/a>\n<p><em>Interessant ist in diesem Zusammenhang auch das hier:<\/em><\/p>\n<p><strong>Axel Springer sieht Journalismus nur als Vehikel f&uuml;r Werbung<\/strong><br>\nDer Werbeblocker Adblock Plus hat einen weiteren Prozess gegen Medien gewonnen. In dem Verfahren vertrat der Verlag Axel Springer eine sehr ehrliche Auffassung, wozu ihm Journalismus dient und was er von Adblock-Nutzern h&auml;lt. [&hellip;]<br>\nNach Angaben von Eyo erkl&auml;rte die Springer-Anw&auml;lte dem Gericht in einem Schriftsatz: <\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Das Kerngesch&auml;ft der Kl&auml;gerin ist die Vermarktung von Werbung. Journalistische Inhalte sind das Vehikel, um die Aufmerksamkeit des Publikums f&uuml;r die werblichen Inhalte zu erreichen.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>F&uuml;r den Schutz dieses Kerngesch&auml;fts habe der Verlag im Verfahren gerichtliche Hilfe gesucht und gefordert, es solle keinem Produkt erlaubt sein, Werbeanzeigen im Internet zu blockieren. Damit wandten sich die Springer-Anw&auml;lte explizit gegen eine Entscheidung des Landgerichts Hamburgs. Dieses hatte im April 2015 darauf verwiesen, dass Werbeblocker nicht das Kerngesch&auml;ft von Medien, die Vermittlung journalistischer Inhalte, beeintr&auml;chtigten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.golem.de\/news\/adblock-plus-axel-springer-sieht-journalismus-nur-als-vehikel-fuer-werbung-1509-116587.html\">golem.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Das mit dem Journalismus ist also gar nicht so ernst gemeint. Dennoch m&ouml;chte Springer in Sachen Kachelmann-Entsch&auml;digung in Berufung gehen. Begr&uuml;ndung:&nbsp;&bdquo;da wir unsere umfassende Berichterstattung &uuml;ber das Strafverfahren gegen J&ouml;rg Kachelmann nicht auf diese Weise diskreditiert sehen m&ouml;chten&ldquo;. Das ist wohl Springer-Dialektik.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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