{"id":27768,"date":"2015-10-01T09:11:00","date_gmt":"2015-10-01T07:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27768"},"modified":"2024-08-28T18:53:47","modified_gmt":"2024-08-28T16:53:47","slug":"die-luege-von-der-zivilisiertheit-der-westlichen-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27768","title":{"rendered":"Die L\u00fcge von der Zivilisiertheit der \u201ewestlichen Welt\u201c"},"content":{"rendered":"<div style=\"float:right;margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/151001_pommrenke.jpg\" alt=\"Sascha Pommrenke\" title=\"Sascha Pommrenke\"><\/div><p>&ldquo;Terrorismus ist der Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen&rdquo;, wusste schon Peter Ustinov und widersprach damit dem medialen Bild, &bdquo;wir&ldquo;, der sogenannte Westen, w&uuml;rden seit einigen Jahren ohne jegliche Schuld immer h&auml;ufiger und schlimmer von Barbaren attackiert, gegen die es sich nunmehr zu wehren g&ouml;lte. Dieser Sicht widerspricht auch der <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/autor\/saschapommrenke\/default.html\">Autor<\/a> und Publizist <strong>Sascha Pommrenke<\/strong>, der gerade ein Buch &uuml;ber den &bdquo;Terror des Westens&ldquo; schreibt. <strong>Jens Wernicke<\/strong> sprach mit ihm.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Herr Pommrenke, der Bundespr&auml;sident fr&ouml;mmelte einmal in seiner Weihnachtsansprache: &ldquo;Unsere Kultur, unsere Demokratie steht gegen Unfrieden, Hass und todbringende Gewalt&rdquo;. Das ist doch sch&ouml;n, oder? Wir sind die Guten, bereits qua &bdquo;Kultur&ldquo;&hellip;<\/strong><\/p><p>Gauck macht genau das, wof&uuml;r er da ist. Er winkt und l&auml;chelt. Er ist ein Wohlf&uuml;hlpr&auml;sident, der die Menschen gar nicht erst mit Wahrheiten belasten will. Seine Aufgabe ist es, den Anschein aufrecht zu erhalten, die Deutschen w&uuml;rden in der besten aller Welten leben. Und das gelingt ihm sehr gut. <\/p><p>Mit der Attit&uuml;de des predigenden Pfarrers nimmt er die Welt wahr und verk&uuml;ndet sie auch dementsprechend. Deshalb gibt es bei ihm auch das Gute und das B&ouml;se. Es gibt Hell und Dunkel. F&uuml;r ein Staatsoberhaupt ist derlei Eindimensionalit&auml;t wirklich beeindruckend. <\/p><p>Gef&auml;hrlich wird es allerdings, wenn diese schlichte Weltsicht zur Sedierung der eigenen Bev&ouml;lkerung eingesetzt und den militaristischen Interventionisten dabei das Wort geredet wird. So k&auml;mpfe das &bdquo;neue Deutschland&ldquo; etwa &bdquo;f&uuml;r die Menschenrechte&ldquo;, wie Gauck verk&uuml;ndet. Und in diesem Kampf f&uuml;r das &Uuml;berleben unschuldiger Menschen sei es manchmal erforderlich, so der Bundespr&auml;sident in einem <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/aussenpolitik-gauck-auch-zu-waffen-greifen.694.de.html?dram:article_id=289120\">Deutschlandfunk-Interview<\/a>, auch zu den Waffen zu greifen. Und wer zu den Waffen greift, muss manchmal auch das eigene Leben geben, wie er im Juni 2012 bei seinem <a href=\"http:\/\/www.bundespraesident.de\/SharedDocs\/Reden\/DE\/Joachim-Gauck\/Reden\/2012\/06\/120612-Bundeswehr.html\">Antrittsbesuch bei der Bundeswehr<\/a> kundtat. <\/p><p>Das ist so falsch nat&uuml;rlich nicht. Nur was Gauck und andere Weltmachtsapologeten dabei verschweigen, ist, dass &bdquo;wir&ldquo;, also Deutschland und andere westliche Verb&uuml;ndete, keineswegs f&uuml;r die Einhaltung oder den Kampf um Menschenrechte stehen. Ganz im Gegenteil. Die Menschenrechte erf&uuml;llen im Kampf um Ressourcen, Einfluss, Wohlstand und schlichtweg Herrschaft lediglich die Funktion, die Bev&ouml;lkerung mittels vermeintlich edler Motive f&uuml;r die eigenen Absichten zu gewinnen. Sie sind f&uuml;r Geostrategen, Militaristen, Bellizisten und andere Machtpolitiker nur Mittel zum Zweck, sind Propaganda und Desinformation. <\/p><p>Die Geschichte des Westens wird uns denn auch als Erfolgsgeschichte der Demokratie, des Rechtsstaats und des Kapitalismus verkauft. Tats&auml;chlich ist es aber ebenso eine Geschichte unz&auml;hliger Kriege und Kriegsverbrechen, von Staatsterrorismus, Folter, Ausbeutung und Vernichtung. Die &bdquo;Anziehungskraft&ldquo; des Westens liege angeblich in seinen Werten, vor allem den Grund- und Menschenrechten, so das gesellschaftliche Narrativ. Tats&auml;chlich liegt diese aber vor allem in seiner riesigen Milit&auml;rmaschinerie und seiner Skrupellosigkeit beim Einsatz derselben.<\/p><p>Alle Menschen zu jeder Zeit und an jedem Ort unterl&auml;gen dem Schutz der Menschenrechte, behauptet man. Tats&auml;chlich scheren sich westliche Milit&auml;rs jedoch nicht im Geringsten hierum. Das mag zwar individuell vorkommen und es gibt auch Belege f&uuml;r solches Verhalten, vor allem aber gibt es ungez&auml;hlte <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25535\">Millionen Tote<\/a>, die der Westen weltweit zu verantworten hat, denn Kriege und Kriegsverbrechen haben mit dem Zweiten Weltkrieg ja nicht aufgeh&ouml;rt. Ganz im Gegenteil haben die westlichen Armeen &uuml;bergangslos in Indochina und Korea weitergek&auml;mpft. Diese Kriege sind es auch, die die Kriegsf&uuml;hrung des Westens bis heute pr&auml;gen: Bombenteppiche bzw. sogenannte smart bombs und Drohnen, <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45422\/1.html\">verdeckte und hybride Kriegsf&uuml;hrung<\/a>, Todesschwadrone, Geheimdienstoperationen, Hinrichtungen und Attentate. Die sogenannten &bdquo;westlichen Werte&ldquo; scheinen bei genauerer Betrachtung vor allem milit&auml;rische Werte zu sein.<\/p><p><strong>Wie kommt es dann, dass uns &bdquo;unsere Kultur&ldquo; stets als Hort der Zivilisation und der Rest der Welt so gern als Hort der Barbarei verkauft wird? Im Moment etwa scheinen &bdquo;die Muslime&ldquo; ja alle Barbaren und &bdquo;wir Christen&ldquo; alle emanzipiert, aufgekl&auml;rt, feministisch und anderes zu sein&hellip;<\/strong><\/p><p>Wir leben in einer Anscheinswelt. Wir werden erzogen mit der Vorstellung, die westliche Welt sei eine zivilisierte Welt. Und das bedeutet vor allem, dass Gewalt aus dem gesellschaftlichen Verkehr ausgeschlossen ist. Konflikte sollen ausdiskutiert werden, die besseren Argumente w&uuml;rden z&auml;hlen und Kompromisse f&uuml;hrten zu einem vers&ouml;hnlicheren Miteinander, so zumindest die Vorstellung. Und tats&auml;chlich gilt das ja auch in der Regel f&uuml;r die B&uuml;rger eines Staates untereinander, zumindest solange sie den Staat und die herrschenden Strukturen nicht infrage stellen. Auf der Ebene der zwischenstaatlichen Konflikte wird jedoch komplett anders verfahren. Die Vereinten Nationen und andere Organisationen halten hier lediglich den Anschein aufrecht, dass auch international nach friedlichen Grunds&auml;tzen verfahren w&uuml;rde. Tats&auml;chlich aber leben wir seit 25 Jahren in einer Welt, die vor allem von einem Hegemon dominiert wird.<\/p><p>Der soziologische Klassiker Norbert Elias hatte bereits vor 30 Jahren vorm Hegemonialrausch gewarnt. Eine Hegemonialmacht, die keinen echten Gegner mehr hat, treibt demnach von Krieg zu Krieg, um ihrer vermeintlich naturgegebenen Mission nachzukommen. Und tats&auml;chlich: Die USA und ihre Verb&uuml;ndeten befinden sich wahlweise in der g&ouml;ttlichen Mission gegen das B&ouml;se oder im geschichtlich notwendigen ewigen Kampf gegen den Terrorismus. So oder so handelt es sich um kollektive Phantasien, um Mythen. Und genau diese Mythen sind der Anschein, den Teile von Milit&auml;r, Politik und Medien bewusst aufrechterhalten. George W. Bush verlieh diesem Hegemonialfieber etwa mit den Worten Ausdruck: &ldquo;Es wird einen monumentalen Kampf des Guten gegen das B&ouml;se geben&rdquo; oder &ldquo;Dieser Kreuzzug, dieser Krieg gegen den Terrorismus wird einige Zeit dauern&rdquo;. <\/p><p><strong>Bez&uuml;glich der Mythen folgen Sie sozusagen Chomsky, der von <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Necessary_Illusions\">&bdquo;notwendigen Illusionen&ldquo;<\/a> und der Fabrikation von Konsens durch die Eliten spricht? Und auch Rainer Mausfeld hat in seinem <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26804\">vielbeachteten Vortrag<\/a> ja &auml;hnliches wissenschaftlich fundiert argumentiert.<\/strong><\/p><p>Genau. Soziologie ist Mythenjagd. Und Gaucks Worte sind erschreckend nah dran an diesen nationalen Mythen, die den Realit&auml;tssinn nachhaltig l&auml;dieren. Er pr&auml;sentiert sozusagen wunderbar die Elitenm&auml;r vom besseren und zivilisierteren, vom moralisch &uuml;berlegenen deutschen Land. <\/p><p>Dazu geh&ouml;rt dann etwa auch die sogenannte pars-pro-toto Verzerrung: In der selbstwertdienlichen Verzerrung der Realit&auml;t werden die besten Anteile der eigenen Gruppe demonstrativ hervorgehoben. Ein Mechanismus der t&auml;glich in den Medien zu beobachten ist. &bdquo;Wir&ldquo; sind Exportweltmeister, &bdquo;wir&ldquo; sind Papst, &bdquo;wir&ldquo; sind emanzipiert, &bdquo;wir&ldquo; sind aufgekl&auml;rt, &bdquo;unsere&ldquo; Soldaten bohren Brunnen &ndash; was sonst? Alles das stimmt und doch ist nichts davon richtig. Die meisten Menschen sind eben <em>nicht<\/em> Papst, die Bundeswehr war nicht zum Brunnenbohren in Afghanistan und besonders aufgekl&auml;rt und emanzipiert ist Deutschland ganz sicher <em>nicht<\/em>. <\/p><p>Zu dieser Realit&auml;tsverzerrung geh&ouml;rt spiegelbildlich jene der Hervorhebung der schlechtesten Anteile des Feindes dazu. Weil es einige Beispiele krimineller Migranten und Fl&uuml;chtlinge gibt, wird derlei etwa pars-pro-toto entstellt und zum Stereotyp f&uuml;r alle Fl&uuml;chtlinge erhoben. Weil es in einigen arabischen L&auml;ndern Kriege und B&uuml;rgerkriege gibt, wird pars-pro-toto aus allen Muslimen eine Bedrohung, wird der Islam zur Gewaltreligion und werden aus Fl&uuml;chtlingen Migrationswaffen.<\/p><p><strong>&bdquo;Wir&ldquo; und &bdquo;die anderen&ldquo;, Gut und B&ouml;se, Freund und Feind &ndash; hier wird also &uuml;ber Gruppenzugeh&ouml;rigkeit der Verstand vernebelt und die &ouml;ffentliche Meinung manipuliert?<\/strong> <\/p><p>Das kann man so sagen. Der Sozialpsychologe Peter Br&uuml;ckner hatte es auf den Punkt gebracht: &bdquo;Nicht zum Frieden, man muss zum Krieg planvoll erziehen&ldquo;. Damit sind wir auch wieder bei den genannten &bdquo;zivilisierten B&uuml;rgern&ldquo; auf der einen und &bdquo;Barbaren&ldquo; auf der anderen Seite: Die Barbaren sind selbstverst&auml;ndlich die mordenden Islamisten. Dabei weitet Barack Obama gleichzeitig den Drohnenterror immer weiter aus. Und dass das nichts anderes als Terror ist, wei&szlig; die US-Regierung auch selbst: Der Anteil ermordeter Zivilisten ist derma&szlig;en hoch, dass man sich gen&ouml;tigt sah, die Einsatzregeln zu &auml;ndern. Leider nur nicht zum Schutz von Zivilisten. Ganz im Gegenteil. Stattdessen wurde der Begriff &bdquo;Militante&ldquo; einfach erweitert, sodass er mittlerweile alle &bdquo;m&auml;nnlichen Personen im milit&auml;rf&auml;higen Alter&ldquo; umfasst, die sich in einer &bdquo;Bombardierungszone&ldquo; aufhalten. So konnte letztes Jahr der Direktor der CIA John Brennan verk&uuml;nden, es w&auml;re zu keinem einzigen Kollateralschaden bei all den Drohnenmorden gekommen. Das sind der gleiche Zynismus und die gleiche Menschenverachtung, die &uuml;blicherweise Terroristen an den Tag legen, wenn sie Zivilisten zu Zielen erkl&auml;ren, weil diese den jeweils verhassten Staat unterst&uuml;tzen w&uuml;rden. &bdquo;Unseren&ldquo; Terror macht man uns so nur wunderbar unsichtbar, und das, obwohl er um ein Vielfaches &bdquo;Effektiver&ldquo; als jener der &uuml;blichen &bdquo;anderen&ldquo; ist. <\/p><p>Korea, Vietnam, Kambodscha, Laos, Irak und Afghanistan etwa wurden mit Bombenteppichen &uuml;bers&auml;t. Ob Napalm, Phosphor oder Streubomben, der Bombenterror des Westens, wie ihn Eugen Kogon treffend bezeichnet hat, kennt weder Recht noch Grenzen und am <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43771\/1.html\">wenigsten Gnade<\/a>. Soll das &bdquo;zivilisiert&ldquo;, soll das &bdquo;nicht-barbarisch&ldquo; sein? <\/p><p><strong>W&uuml;rden Sie denn so weit gehen, den Spie&szlig; umzudrehen und zu meinen, dass &bdquo;der Westen&ldquo; im Vergleich &bdquo;der gr&ouml;&szlig;ere Barbar&ldquo; ist, seine Verbrechen nur versteckt, negiert etc. pp.?<\/strong> <\/p><p>Nein. Mir geht es nicht um Relativierungen, sondern um Relationen. Ich w&uuml;sste auch nicht, was der Gewinn davon sein sollte, den &bdquo;gr&ouml;&szlig;ten Massenm&ouml;rder&ldquo; zu k&uuml;ren. Ich messe die Verbrechen des Westens nicht an anderen Verbrechen, sondern ich messe den Westen an seinen eigenen Werten. Mir geht es darum, die Mythen zu durchbrechen, der Westen sei getrieben von Menschenrechten und das milit&auml;rische Eingreifen sei nur zum Schutz der jeweiligen Bev&ouml;lkerung da. Insofern w&uuml;rde ich den Westen nicht als den gr&ouml;&szlig;eren Barbaren aber auch ganz sicher nicht als die Guten bezeichnen. <\/p><p>Das beste und gleichzeitig eklatanteste Beispiel daf&uuml;r, <em>wie<\/em> unwahr dies ist, sind wohl die <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44047\/1.html\">weltweiten Folterungen<\/a> von CIA und US-Milit&auml;r. Wenn unsere Medien ihrem Auftrag nachkommen w&uuml;rden, dann w&uuml;rde man sich nicht mit dem sogenannten <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26555\">CIA-Folterbericht<\/a> einfach abspeisen lassen. So wichtig er als historisches Dokument auch sein mag, so unvollst&auml;ndig ist er auch. Zugleich hat die Kanzlerin die Folterungen nicht &ouml;ffentlich verurteilt. Regierungssprecher Seibert verlautbarte in ihrem Namen lediglich <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43820\/1.html\">l&auml;cherliche Allgemeinpl&auml;tze<\/a>, dass man Folter immer und grunds&auml;tzlich verurteile. Ja und? Obama hat f&uuml;r seine Worte sogar noch den Friedensnobelpreis bekommen. Nach seinen Taten beurteilt hat man ihn offenbar nicht. <\/p><p>Auch hat die Regierung soeben erst auf einer Bundespressekonferenz keinerlei Zusammenhang zwischen westlichen Interventionen in Afrika sowie im sogenannten Nahen Osten und den Fl&uuml;chtlingsbewegungen erkennen k&ouml;nnen. Bedenkt man, dass Syrien seit 1980 das 14. islamische Land ist, das von den USA bombardiert bzw. okkupiert wurde, dann ist das schon eine frappierende Realit&auml;tsverleugnung.<\/p><p>Hinzu kommt, dass die Special Forces der USA in mittlerweile &uuml;ber 150 L&auml;ndern der Erde aktiv sind. Es gibt T&ouml;tungslisten und ein weltweites Netzwerk an US-Milit&auml;r- und Drohnenbasen. Hier wird die gesamte Doppelmoral des Westens deutlich: W&auml;hrend der Anschein produziert wird, wir st&uuml;nden f&uuml;r Menschenrechte, foltern unsere amerikanischen Freunde auf brutalste Weise. Damit aber nicht genug, bombardiert der Westen ein Land nach dem anderen, schickt seine Todesschwadronen einmal um die Welt, f&uuml;hrt geheime Kriege, st&uuml;rzt Regierungen, ver&uuml;bt Attentate und macht sich so die Welt untertan bzw. gemeindet sie seiner Machtsph&auml;re ein.<\/p><p><strong>Wir reden also von Kriegen und Kriegsverbrechen, Ausbeutung, Folter und der Idee, man sei der &bdquo;Herrscher der Welt&ldquo;? Aber beginnen nicht alle Staaten Kriege? Der Westen verteidigt sich oft doch nur?<\/strong> <\/p><p>Es geh&ouml;rt wohl zum Los der Menschen, dass sich Staaten gegenseitig bekriegen. Nein, das ist ganz gewiss keine Spezialit&auml;t des Westens. Das gegenseitige T&ouml;ten scheint vielmehr dispositioneller Bestandteil des Wesens menschlicher Machtk&auml;mpfe zu sein.<\/p><p>Beachten muss man hierbei allerdings, dass der Westen, seit man von diesem Konstrukt &uuml;berhaupt sprechen kann, also nach dem Zweiten Weltkrieg, mit Ausnahme von Israel und Gro&szlig;britannien, wo es um die Falklandinseln ging, niemals <em>angegriffen<\/em> worden ist. Und weder Israel noch das Vereinigte K&ouml;nigreich haben anschlie&szlig;end die Angriffsl&auml;nder in Schutt und Asche gelegt.<\/p><p>Es ist auch und vor allem der nationalistische Machtrausch, der Militaristen in Politik, Medien und Wissenschaft davon fabulieren l&auml;sst, &bdquo;die USA&ldquo; w&auml;ren 2001 angegriffen worden. Der f&uuml;rchterliche Terroranschlag, der in die Weltgeschichte einging, wird hier dazu instrumentalisiert, den ohnehin vorhandenen Weltmachtbestrebungen freien Lauf zu lassen: Bereits einige Tage nach den Anschl&auml;gen vom 11. September verk&uuml;ndete George W. Bush, dass die USA die Terroristen nun in bis zu 60 L&auml;ndern der Erde verfolgen w&uuml;rden. Die USA seien demnach in einen &bdquo;Krieg gegen den Terror&ldquo; gezwungen worden. Und der westlichen Welt f&auml;llt daraufhin nichts anderes ein, als bedingungslose Solidarit&auml;t zu geloben. Diese Solidarit&auml;t galt jedoch leider nicht den Menschen, sondern der nach Vernichtung, Rache, Eroberung und Profit l&uuml;sternen US-Milit&auml;rmaschinerie, die durch die Regeln des V&ouml;lkerrechts nicht zu beeindrucken ist.<\/p><p>Beim <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25535\">&bdquo;Krieg gegen den Terror&ldquo;<\/a> geht es nicht im Geringsten um eine Verteidigung gegen Angriffe, sondern vielmehr darum, die Welt zu dominieren, wie dies die Nationale Sicherheitsstrategie der USA als Ziel auch offen formuliert. Dahinter steckt eine ersch&uuml;tternde Selbstwahrnehmung. Man h&auml;lt sich selbst f&uuml;r ausersehen die Geschichte und die Geschicke des Planeten zu bestimmen. Man h&auml;lt sich f&uuml;r das beste Land der Erde, mit den besten Menschen der Erde. Der amerikanische Exzeptionalismus und der damit verbundene Auserw&auml;hltheitsglaube sind das Charisma, das auch auf die &bdquo;treuen Verb&uuml;ndeten&ldquo; ausstrahlt. Eine gewisse deutsche habituelle Traditionslinie lie&szlig;e sich hier durchaus erkennen: Von der eigenen H&ouml;herwertigkeit einst &uuml;berzeugt, schmiegt man sich nun an den gro&szlig;en Bruder an, in der Hoffnung endlich auf der Sonnenseite der Geschichte angekommen zu sein. Das ist der Kern dessen, was man unter den &bdquo;Herren der Welt&ldquo; und ihrer Weltsicht verstehen kann. <\/p><p>Und es ist dieser kollektive Mythos, der es erlaubt, die Ressourcen der Erde als eigene Ressourcen zu betrachten. Ein weiterer Friedensnobelpreistr&auml;ger, Henry Kissinger, hat es einmal wunderbar auf den Punkt gebracht: &bdquo;Erd&ouml;l ist zu wichtig, als dass man es den Arabern &uuml;berlassen k&ouml;nnte.&ldquo; Das gleiche gilt f&uuml;r alle anderen Rohstoffe ebenso. Der Wohlstand des Westens und die Lebensqualit&auml;t, die sich tats&auml;chlich auch in Lebensquantit&auml;t ausdr&uuml;ckt, beruhen zu einem Gro&szlig;teil auf der Ausbeutung und Unterdr&uuml;ckung der restlichen Welt. Das Versprechen des Kapitalismus, dass durch Wettbewerb alles besser w&uuml;rde und alle Menschen davon profitierten, ist nichts anderes als eine verlogene und selbstbezogene Weltbetrachtung, die einer &Uuml;berpr&uuml;fung noch nie standgehalten hat, ohne dabei den Gro&szlig;teil der Weltbev&ouml;lkerung auszublenden. <\/p><p>Dabei sind es nicht nur die globalen Rohstoffe, die der Westen weit &uuml;berproportional verbraucht. Wir konsumieren Menschenleben. Das muss man sich in aller Deutlichkeit klar machen. Damit im Westen die Produkte g&uuml;nstig sind und die Profitraten hoch, werden Rohstoffe wie zum Beispiel Coltan unter menschenunw&uuml;rdigen Arbeitsbedingungen abgebaut. Die Lebenszeit der Arbeiter, darunter h&auml;ufig Kinder, wird radikal verk&uuml;rzt. Aber das ist uns unser neues Handy halt wert. <\/p><p>Und den Herren der Welt ist Mitleid mit Unpersonen ohnehin fremd. Ihnen ist es egal wenn weltweit j&auml;hrlich etwa 6 Millionen Kinder wegen Mangelern&auml;hrung vor ihrem f&uuml;nften Geburtstag sterben. Und eine weitere Million an Malaria. Fast 3 Milliarden Menschen haben weniger als 2 Dollar am Tag zum &Uuml;berleben. Alle 3,6 Sekunden verhungert ein Mensch. Man muss sich das &ndash; und vor allem die wechselseitigen Relationen &ndash; einmal wirklich vergegenw&auml;rtigen. Denn: Die westliche Welt leistet sich hingegen einen Milit&auml;rhaushalt von etwa einer Billion Dollar im Jahr! Der, das darf man nicht vergessen, dazu dient, die genannten unmenschlichen Lebensbedingungen aufrecht zu halten, nicht zu &uuml;berwinden!<\/p><p><strong>Nun gibt es aber vielerlei Theorien und Begr&uuml;ndungszusammenh&auml;nge, warum die L&ouml;hne in armen L&auml;ndern, in denen die reichen investieren, schlie&szlig;lich stiegen, und warum sowieso der Wohlstand aller Nationen mehr und mehr zun&auml;hme. Verstehe ich recht: Auf derlei Begr&uuml;ndungszusammenh&auml;nge und die &bdquo;unsichtbare Hand des Marktes&rdquo; w&uuml;rden sie nicht vertrauen? Darauf, dass, wenn alles &bdquo;so weiter geht&ldquo;, schlie&szlig;lich doch alles gut wird. Was aber dann: Was tun, um der Barbarei aller Nationen, auch und vor allem: des Westens, gemeinsam zu begegnen? Haben Sie eine Idee?<\/strong><\/p><p>Die unsichtbare Hand ist genau eine jener Mystifizierungen, die eine Anscheinswelt konstruieren und aufrechterhalten. Die Lebensl&uuml;ge des Kapitalismus. Es ist das Schlaflied des b&uuml;rgerlichen Gewissens. Wir k&ouml;nnen alle so weitermachen wie bisher, ganz automatisch wird es allen besser gehen. Gute Nacht. Und in der Zwischenzeit sterben tagt&auml;glich tausende Menschen an den Folgen von Ausbeutung und in Kriegen, die der Bewahrung der globalen Ungleichheiten dienen. <\/p><p>Das Problem ist, dass sich der Westen eine gigantische Milit&auml;rmaschinerie leistet, die zu ihrer Existenzsicherung auf Kriege <em>angewiesen<\/em> ist. Schlimmer noch, je mehr an der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24659\">Eskalationsspirale<\/a> gedreht wird, desto besser f&uuml;r das Milit&auml;r und nat&uuml;rlich auch der damit weit verzweigten und vernetzten <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27591\">Industrie<\/a>.<\/p><p>Die einzige M&ouml;glichkeit, dieser Dynamik hin zum n&auml;chsten gro&szlig;en Krieg zu entfliehen, sehe ich darin, die Kriegerkasten zu entmachten bzw. ihnen die Legitimit&auml;t zu entziehen. Solange wir in Kategorien des Krieges, des T&ouml;tens und vor allem der dahinter liegenden Ungleichwertigkeit von Menschen denken, solange wird sich auch nichts &auml;ndern. <\/p><p>Wir m&uuml;ssen beginnen, die Reichweite der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26897\">Identifizierung<\/a> auf alle Menschen auszudehnen und also zu einem &bdquo;Wir&ldquo; zu gelangen, dass die gesamte Menschheit einschlie&szlig;t und nicht bei nationalen, ethnischen oder kulturellen Einheiten und ihren Besonderheiten stehenbleibt. Und da kann jeder bei sich selbst anfangen. Wir m&uuml;ssen darauf achten, andere Menschen nicht aus Angst, aus Neid und Missgunst oder aus der eigenen gef&uuml;hlten Minderwertigkeit und Ohnmacht heraus abzuwerten. <\/p><p>Vers&ouml;hnen statt zu spalten, Mitgef&uuml;hl statt Ohngef&uuml;hl &ndash; das sollte Devise sein. Jeder einzelne Mensch ist in seinen Qualit&auml;ten Repr&auml;sentant der gesamten Menschheit. Deshalb ist das T&ouml;ten von Menschen immer auch ein Verbrechen an der Menschheit an sich. <\/p><p><em>Diese<\/em> Logik h&auml;tte die Kraft, die Logik des Kapitalismus und Militarismus zu durchbrechen. Dorthin m&uuml;ssen wir uns bewegen.<\/p><p><strong>Ich bedanke mich f&uuml;r das Gespr&auml;ch.<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Sascha Pommrenke<\/strong> hat an der Leibniz Universit&auml;t Hannover Soziologie, Sozialpsychologie und Politikwissenschaft studiert. Er arbeitet als freier Autor und Publizist und schreibt gerade am &bdquo;Terror des Westens&ldquo;. Auf seiner Seite <a href=\"http:\/\/www.humana-conditio.de\/\">www.humana-conditio.de<\/a> ver&ouml;ffentlicht er zu seinen Schwerpunktthemen Gewalt, Gesellschaft und Medienkritik.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Weiterlesen:<\/strong><\/p><ul>\n<li>Artikel: Sascha Pommrenke: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43771\/1.html\">&bdquo;Kriege, Kriegsverbrechen und Propaganda&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>Artikel: Sascha Pommrenke: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44047\/1.html\">&bdquo;Staatsterrorismus, Tyrannei und Folter&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>Artikel: Sascha Pommrenke: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45422\/1.html\">&bdquo;Hybride Kriegsf&uuml;hrung, verdeckte Operationen und geheime Kriege&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>Artikel: Sascha Pommrenke: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44174\/1.html\">&bdquo;Die lange Tradition US-amerikanischer Folter und westliche Werte&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>Buch: Noam Chomsky, Andre Vltchek: <a href=\"http:\/\/www.unrast-verlag.de\/neuerscheinungen\/der-terrorismus-der-westlichen-welt-detail\">&bdquo;Der Terrorismus der westlichen Welt. Von Hiroshima bis zu den Drohnenkriegen. Ein Gespr&auml;ch&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>Buch: Jeremy Scahill: <a href=\"http:\/\/www.dtv.de\/buecher\/schmutzige_kriege_34852.html\">&bdquo;Schmutzige Kriege. Spezialkommandos, Drohnen und eine m&ouml;rderische Mission&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>Buch: Daniel Robert Kramer: <a href=\"https:\/\/www.verlag-koester.de\/index.php?id=114&amp;tx_fbmagento[shop][route]=catalog&amp;tx_fbmagento[shop][controller]=product&amp;tx_fbmagento[shop][action]=view&amp;tx_fbmagento[shop][id]=1094&amp;tx_fbmagento[shop][s]=verdeckte-militarische-operationen-der-usa\">&bdquo;Verdeckte milit&auml;rische Operationen der USA. Informelle Netzwerke, Paramilit&auml;rs und delegierte Kriegsf&uuml;hrung in den Drogen&ouml;konomien Laos, Nicaragua, Kolumbien und Afghanistan&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>Buch: Jean Ziegler: <a href=\"http:\/\/www.randomhouse.de\/Taschenbuch\/Wir-lassen-sie-verhungern-Die-Massenvernichtung-in-der-Dritten-Welt\/Jean-Ziegler\/e440036.rhd\">&bdquo;Wir lassen sie verhungern. Die Massenvernichtung in der Dritten Welt&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ul><p><strong>Weiterschauen:<\/strong><\/p><ul>\n<li>Video: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=4gMzjHNHTkc\">&bdquo;Dirty Wars &ndash; Schmutzige Kriege&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>Video: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=poz_GgwabZU\">&ldquo;Fog of War: Eleven Lessons from the Life of Robert S McNamara&rdquo;<\/a><\/li>\n<li>Video: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6x2F9Vzl13Y\">&bdquo;War made easy: Wenn Amerikas Pr&auml;sidenten l&uuml;gen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>Video: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=FFQlw94TvkI\">&bdquo;The Ground Truth: Der Irakkrieg und seine Soldaten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>Video: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Q741ze5nJn0#\">&bdquo;Edelmarken zum Hungerlohn&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ul><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><em>Weitere Ver&ouml;ffentlichungen von <strong>Jens Wernicke<\/strong> finden Sie auf seiner Homepage <a href=\"http:\/\/www.jenswernicke.de\">jenswernicke.de<\/a>. Dort k&ouml;nnen Sie auch eine <a href=\"http:\/\/feedburner.google.com\/fb\/a\/mailverify?uri=JensWernicke&amp;loc=de_DE\">automatische E-Mail-Benachrichtigung<\/a> &uuml;ber neue Texte bestellen.<\/em><br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/b5b576c5bc4c42d8a97866625104d72d\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float:right;margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/151001_pommrenke.jpg\" alt=\"Sascha Pommrenke\" title=\"Sascha Pommrenke\"\/><\/div>\n<p>&ldquo;Terrorismus ist der Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen&rdquo;, wusste schon Peter Ustinov und widersprach damit dem medialen Bild, &bdquo;wir&ldquo;, der sogenannte Westen, w&uuml;rden seit einigen Jahren ohne jegliche Schuld immer h&auml;ufiger und schlimmer von Barbaren attackiert, gegen die<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27768\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[209,171,11,132,161],"tags":[927,764,1426,1564,304,305,906],"class_list":["post-27768","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-interviews","category-militaereinsaetzekriege","category-strategien-der-meinungsmache","category-ungleichheit-armut-reichtum","category-wertedebatte","tag-folter","tag-gauck-joachim","tag-hegemonie","tag-krieg-gegen-den-terror","tag-kriegsverbrechen","tag-menschenrechte","tag-ruestungsindustrie"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27768","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=27768"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27768\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":120353,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27768\/revisions\/120353"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=27768"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=27768"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=27768"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}