{"id":27783,"date":"2015-10-02T09:11:42","date_gmt":"2015-10-02T07:11:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27783"},"modified":"2015-10-02T09:11:42","modified_gmt":"2015-10-02T07:11:42","slug":"hinweise-des-tages-2472","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27783","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/AM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27783#h01\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27783#h02\">Der Rat f&uuml;r Migration zerrei&szlig;t die neue alte deutsche Asyl- und Einwanderungspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27783#h03\">Russlands Syrien-Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27783#h04\">US-Atomwaffen in Rheinland-Pfalz besch&auml;ftigen den Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27783#h05\">Umbau des Rechtsstaats und Militarisierung der Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27783#h06\">Mit Tricks gegen den Bund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27783#h07\">EGB-Kongress: Gemeinsam f&uuml;r ein Europa der Solidarit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27783#h08\">Breitseiten im Bundestag gegen Campact, Attac und Foodwatch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27783#h09\">Geheimes Ceta-Mandat ver&ouml;ffentlicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27783#h10\">Moskau nicht ausgeknockt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27783#h11\">Aufrufe zum Aufstand wegen &ldquo;Souver&auml;nit&auml;tsverlust&rdquo; durch Finanzpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27783#h12\">Geld vor Menschenrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27783#h13\">Der Kali-Krimi. Macht. Raub. Hungerstreik &ndash; Eine Reportage des MDR<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27783#h14\">Aufbruch, Erneuerung, Skepsis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27783#h15\">Zu guter Letzt: L&uuml;genmesse! L&uuml;genmesse!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27783#h16\">Das Letzte: S&ouml;der fordert Debatte &uuml;ber Grenzz&auml;une in Europa<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27783&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Von der Willkommenskultur ist wenig &uuml;brig<\/strong><br>\nDer Button am Revers fehlt &ndash; wie &uuml;brigens der Rest des Wirtschaftsministers auch. Die Kanzlerin sitzt schweigend auf der Regierungsbank. Gr&uuml;nen-Fraktionschefin Katrin G&ouml;ring-Eckardt redet ernst und in weiten Teilen eher defensiv. Demonstrativen Applaus gibt es hingegen f&uuml;r CDU-Innenminister Thomas de Maizi&egrave;re.<br>\nSo schnell kann sich die politische Stimmung drehen. Und so abrupt kann auf Euphorie die Ern&uuml;chterung folgen.<br>\nGerade einmal drei Wochen ist es her, dass im Bundestag erstmals &uuml;ber die Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me dieses Sommers gesprochen wurde. &bdquo;Deutschland kann das schaffen&ldquo;, betonte Angela Merkel. Mutig statt verzagt m&uuml;sse Deutschland vorangehen: &bdquo;Dann k&ouml;nnen wir nur gewinnen.&ldquo; Vizekanzler Sigmar Gabriel hatte an diesem Tag kein Rederecht. Wohl deshalb setzte sich der SPD-Chef demonstrativ mit einem Fl&uuml;chtlings-freundlichen Anstecker der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung (&bdquo;Wir helfen!&ldquo;) in Szene. Sie sei &bdquo;uneingeschr&auml;nkt stolz auf unser Land&ldquo;, schw&auml;rmte G&ouml;ring-Eckardt: &bdquo;Die Welt ist zu Gast bei Freunden.&ldquo;<br>\nAls de Maizi&egrave;re an diesem Donnerstag ans Rednerpult tritt, ist vom Septemberm&auml;rchen nicht mehr viel zu sp&uuml;ren. Seit der letzten Debatte sind rund 200 000 weitere Fl&uuml;chtlinge ins Land gekommen. Die Kommunen f&uuml;hlen sich durch den Ansturm &uuml;berfordert. Eilig haben sich Bund und L&auml;nder auf ein Asyl-Gesetzespaket geeinigt, das an diesem Tag diskutiert und Mitte Oktober beschlossen werden soll. &bdquo;Unser System war auf einen solchen Ansturm nicht vorbereitet&ldquo;, sagt de Maizi&egrave;re. Nun werde es angepasst: &bdquo;Ob das reicht, werden wir sehen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/flucht-und-zuwanderung\/fluechtlinge--von-der-willkommenskultur-ist-wenig-uebrig--,24931854,32062050.html\">FR Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Gesch&auml;ft mit Fl&uuml;chtlingscontainern<\/strong><br>\nL&auml;nder und Kommunen st&ouml;hnen unter dem Zeit- und Kostendruck durch die hohe Zahl von Fl&uuml;chtlingen. Und mancher, so beklagen sie, macht aus der Not auch ein Gesch&auml;ft: So sind die Preise von Wohncontainern f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge explodiert und haben sich teils vervielfacht. Das ergaben Recherchen von NDR Info in fast 20 Kommunen und Bundesl&auml;ndern, vor allem in Norddeutschland. &ldquo;Frech&rdquo;, &ldquo;unanst&auml;ndig&rdquo; und &ldquo;verantwortungslos&rdquo; nennen das betroffene Verwaltungen. Inzwischen weichen St&auml;dte und Gemeinden auf Alternativen aus, was ihre oft angespannten Haushalte aber zus&auml;tzlich belastet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/Das-Geschaeft-mit-Fluechtlingscontainern,wohncontainer108.html\">NDR<\/a><\/li>\n<li><strong>Til Schweiger trifft Fl&uuml;chtlinge in Osnabr&uuml;ck<\/strong><br>\n&bdquo;Manta, Manta&ldquo; antwortete das syrische M&auml;dchen im Osnabr&uuml;cker Fl&uuml;chtlingshaus auf die Frage, ob es Til Schweiger kenne. Ein weiterer Austausch scheiterte an Sprachproblemen. Der Schauspieler zog am Mittwochmittag einen Pulk von Medienvertretern an und lieferte den G&auml;sten im Fl&uuml;chtlingshaus damit eine spannende Abwechslung.<br>\nDie vor 14 Tagen gegr&uuml;ndete Til Schweiger Foundation will sich in der Osnabr&uuml;cker Erstaufnahmeeinrichtung des Landes engagieren. Deshalb besuchten der Filmemacher und sein Mitstreiter Thomas D von den &bdquo;Fantastischen Vier&ldquo; in Begleitung des nieders&auml;chsischen Innenministers Boris Pistorius das ehemalige Bundeswehrkrankenhaus.<br>\nVor Ort wollten die beiden Promis mit Vertretern der Diakonie, die das Haus betreibt, &uuml;ber M&ouml;glichkeiten der Unterst&uuml;tzung beraten. Drei Ergebnisse wurden nach einem Rundgang pr&auml;sentiert: Auf dem Gel&auml;nde k&ouml;nnte in Schnellbauweise eine Kita gebaut werden. Zudem sollen mehr R&auml;ume f&uuml;r Sprachunterricht eingerichtet werden. Bein Anblick einer leere Halle neben der Fahrradwerkstatt meinte Schweiger spontan, dort k&ouml;nne ein Fitnessraum entstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.noz.de\/lokales\/osnabrueck\/artikel\/622338\/til-schweiger-trifft-fluchtlinge-in-osnabruck#gallery&amp;55066&amp;0&amp;622338\">Neue Osnabr&uuml;cker Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Dass Til Schweiger und seine Freunde helfen wollen, ist das eine. Das Engagement erfolgt &uuml;ber eine Stiftung, was auf den ersten Blick auch gut klingt. Jedoch: Es kann der Eindruck entstehen, als wollen diese Prominenten nicht g&auml;nzlich uneigenn&uuml;tzig &ldquo;helfen&rdquo;, denn eine Stiftung kann auch einer Steuerverringerung dienen. Eine sinnvolle Alternative w&auml;re: Til Schweiger und seine prominenten Unterst&uuml;tzer spenden denselben Betrag einfach an die bereits existierenden Einrichtungen in Osnabr&uuml;ck. Das h&auml;tte au&szlig;erdem den Vorteil, dass deren Mitarbeiterschaften die Situation vor Ort genau kennen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Ich sterbe lieber schnell in Syrien, als hier zu verhungern&rdquo;<\/strong><br>\nWeil Geld fehlt, k&uuml;rzen die UN in Syriens Nachbarstaaten die Essensrationen f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge. Deren Reserven sind aufgebraucht. Sie gehen zur&uuml;ck &ndash; oder weiter nach Europa. (&hellip;)<br>\nZEIT ONLINE: Reicht das Geld, um all die Menschen zu versorgen?<br>\nEgendal: Eindeutig nicht. Die Not w&auml;chst so schnell, dass wir gar nicht mehr hinterherkommen. Und sie ist so gro&szlig;, dass die finanziellen Ressourcen einfach nicht ausreichen. Immer mehr Menschen brauchen Hilfe, und zugleich werden sie immer verwundbarer.<br>\nZEIT ONLINE: Was meinen Sie damit?<br>\nEgendal: Viele sind schon seit Jahren auf der Flucht. Ihre eigenen finanziellen Polster sind l&auml;ngst aufgebraucht. Zu arbeiten wird ihnen oft nicht gestattet, oder sie finden keinen Job. Diese Fl&uuml;chtlinge sind in extremer Not, denn ohne fremde Hilfe haben sie nicht genug zu essen. Und wir sind im Moment nicht in der Lage, unsere Hilfe aufrechtzuerhalten. Das ist eine enorme Herausforderung. Bis zum Jahresende fehlen dem UN-Weltern&auml;hrungsprogramm (WFP) rund 237 Millionen Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-09\/fluechtlinge-syrien-wfp-rasmus-egendal-nachbarlaender\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Rat f&uuml;r Migration zerrei&szlig;t die neue alte deutsche Asyl- und Einwanderungspolitik<\/strong><br>\nJung und Naiv  hat ein Best of\/Worst of der Aussagen der Wissenschaftler zusammengestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/jungundnaiv\/videos\/1108214285857185\/?__mref=message\">Jung und Naiv via Facebook<\/a>\n<p>dazu: <strong>Nur sieben Prozent der erfassten Fl&uuml;chtlinge vom Balkan<\/strong><br>\nDie Zahl der Asylbewerber aus Balkan-Staaten in Deutschland ist erheblich zur&uuml;ckgegangen. [&hellip;]<br>\nNur 9774 &ndash; also etwa sieben Prozent &ndash; davon kamen aus den Balkan-L&auml;ndern Albanien, Serbien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo und Montenegro. Das geht aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linke-Abgeordneten Ulla Jelpke hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/newsticker\/dpa_nt\/infoline_nt\/thema_nt\/article147106997\/Nur-sieben-Prozent-der-erfassten-Fluechtlinge-vom-Balkan.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Amnesty und Pro Asyl erw&auml;gen Klage<\/strong><br>\nF&uuml;hrende Menschenrechts- und Fl&uuml;chtlingsverb&auml;nde, aber auch Kirchen, Sozialverb&auml;nde und Gewerkschaften &uuml;ben scharfe Kritik am Asylgesetzespaket der Bundesregierung. Bei einem gemeinsamen Auftritt in Berlin betonten Pro Asyl und die deutsche Sektion von Amnesty International, die geplanten Versch&auml;rfungen seien populistisch, aktionistisch und verfassungswidrig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/flucht-und-zuwanderung\/asylreform--amnesty-und-pro-asyl-erwaegen-klage,24931854,32063328.html\">FR Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Russlands Syrien-Politik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Luftangriffe in Syrien<\/strong><br>\nSteinmeier warnt Russland vor Alleing&auml;ngen<br>\nWas ist die deutsche Position zur russischen Intervention in Syrien? Vor der Uno-Vollversammlung hat Au&szlig;enminister Steinmeier die &ldquo;einsamen Entscheidungen&rdquo; Moskaus jetzt angeprangert.<br>\nRussland fliegt seit diesem Mittwoch in Syrien Luftangriffe &ndash; Bundesau&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat bei seiner Rede vor der Uno-Vollversammlung in New York dieses Vorgehen in der Syrien-Krise scharf kritisiert.<br>\n&ldquo;Statt einsamer Entscheidungen einzelner, zuletzt Russlands, nun auch direkt milit&auml;risch in Syrien einzugreifen, brauchen wir den politischen Einsatz Russlands f&uuml;r eine Transformation Syriens&rdquo;, sagte Steinmeier. Das w&auml;re ein wichtiger Beitrag zur &Uuml;berwindung des Stillstands.<br>\nDas Morden in Syrien k&ouml;nne nur durch ein gemeinsames Vorgehen beendet werden, so der SPD-Politiker. Alle Beteiligten m&uuml;ssten raus aus den diplomatischen Sch&uuml;tzengr&auml;ben. Eine milit&auml;rische L&ouml;sung in Syrien werde es nicht geben, sagte Steinmeier.<br>\nDie Brutalit&auml;t der Assad-Diktatur, der Einsatz von Fassbomben und Folter, m&uuml;sse beendet, die Herrschaft des IS gebrochen werden, so Steinmeier &ndash; und dabei solle die territoriale Einheit Syriens bestehen bleiben. Das seien Ziele, an denen allen gelegen sein m&uuml;sse, so der Bundesau&szlig;enminister.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/syrien-steinmeier-kritisiert-russland-vor-uno-vollversammlung-a-1055803.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Dass Russland jetzt auch noch in Syrien zu milit&auml;rischen Mitteln greift, ist falsch und auch nicht sehr klug, auch nicht aus russischer Sicht. Man wird den Russen jetzt nach und nach das ganze &Uuml;bel der Region anh&auml;ngen, jedenfalls dies versuchen.<br>\nDass aber unser Au&szlig;enminister den Russen Alleing&auml;nge vorwirft, wo wir doch alle wissen, dass er kein einziges Sterbensw&ouml;rtchen gegen die Alleing&auml;nge der USA, Gro&szlig;britanniens, Frankreichs, der T&uuml;rkei und der Saudis gefunden hat. Und wo blieb seine Kritik an der Sanktionspolitik, die auf das Aushungern des syrischen Volkes zielt? An dieser Politik ist die Bundesregierung selbst beteiligt.<br>\nSteinmeiers Forderung nach einem gemeinsamen Vorgehen ist berechtigt. Das sei ausdr&uuml;cklich angemerkt. Und auch dass es keine milit&auml;rische L&ouml;sung geben wird, ist wohl richtig. Aber diese Feststellungen sind nur glaubhaft, wenn unser Au&szlig;enminister das auch seinen und unseren Alliierten sagt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Putins hilfreiches Reden und Handeln<\/strong><br>\nVergangene Woche reiste Ministerpr&auml;sident Netanjahu nach Moskau, um mit Pr&auml;sident Putin verl&auml;ssliche Absprachen &uuml;ber die milit&auml;rische Verteidigungsfreiheit Israels in Syrien zu treffen, und kehrte zufrieden nach Jerusalem zur&uuml;ck. Ihm folgte der t&uuml;rkische Pr&auml;sident Erdogan. Nach gemeinsamen Gespr&auml;chen er&ouml;ffnete dieser mit Putin die gr&ouml;&szlig;te Moschee Europas &ndash; neu errichtet in Moskau.<br>\nDesgleichen gaben sich in diesen Wochen die politischen F&uuml;hrer Saudi-Arabiens, &Auml;gyptens, Jordaniens, Irans und des Iraks die Klinken des Kremls in die Hand, w&auml;hrend Merkel und Putin gewiss nicht selten telefonierten. Jetzt schufen Russland, Syrien und Iran gemeinsam mit dem US-Verb&uuml;ndeten Irak ein Zentrum, um den Kampf gegen den IS zu koordinieren, und zwar in Bagdad. Sofort rief Putin bei Erdogan und den K&ouml;nigen von Saudi-Arabien und Jordanien an, um sie &uuml;ber den Stand der Dinge zu informieren. In westlichen Hauptst&auml;dten scheint ein derart umsichtiger Wille zur Kooperation in Vergessenheit geraten zu sein, um das Mindeste zu sagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/meinung\/kolumne-zu-russlands-politik-putins-hilfreiches-reden-und-handeln,10808020,32009510.html\">G&ouml;tz Aly in der Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Putins Syrien-Strategie: Unser Mann f&uuml;rs Grobe<\/strong><br>\nNat&uuml;rlich will man sich jetzt reflexhaft emp&ouml;ren, dieser Wladimir Putin ist in seiner Selbstherrlichkeit ja auch schwer zu ertragen. Erst r&uuml;stet der russische Pr&auml;sident in Syrien seinen Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt auf und spricht dies international nicht ab. Dann tritt er breitbeinig vor die Uno und gibt sich als gro&szlig;er Anti-Terror-Stratege. Und jetzt fliegen seine Kampfjets schon Angriffe auf &ndash; ja auf was eigentlich?<br>\nOb die russischen Bomben dem &ldquo;Islamischen Staat&rdquo; (IS) gelten oder doch eher den anderen Gegnern von Machthaber Assad, ist nicht wirklich klar. Wussten wir es doch! Diesem Putin ist einfach nicht zu trauen.<br>\nAlles richtig. Doch Emp&ouml;rung hilft nicht weiter. Die unangenehme Wahrheit ist: Wir k&ouml;nnen uns &uuml;ber Russlands Einmischung in Syrien kaum beschweren. Moskau springt auf einen Schauplatz, den wir scheuen. Der Westen, wenn man denn diesen verk&uuml;rzenden Terminus noch verwenden m&ouml;chte, kann und will gerade keine Kriege f&uuml;hren. Von Washington bis Berlin ist niemand bereit, sich wirklich die H&auml;nde schmutzig zu machen. Ein paar Luftangriffe, hier und da eine Ausbildungsmission &ndash; das war&rsquo;s.<br>\nEs gibt gute Gr&uuml;nde, sich in Syrien milit&auml;risch nicht oder zumindest nicht allzu sehr zu engagieren. Angesichts der zersplitterten Opposition ist h&ouml;chst unklar, wer unterst&uuml;tzenswert ist. Mit Blick auf die St&auml;rke und Brutalit&auml;t des IS ist fraglich, wie langwierig ein Krieg gegen die Terroristen w&auml;re. Aber es sind wohl weniger die strategischen &Uuml;berlegungen, die ein entschlosseneres Eingreifen verhindern. Es sind die eigenen Erfahrungen der j&uuml;ngsten Geschichte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/syrien-der-westen-schaut-putin-beim-bomben-zu-a-1055582.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Zurecht wird hier auf das Versagen des Westens verwiesen. Aber wieder wird reine Personalisierung und Zuspitzung auf Russlands Pr&auml;sidenten Putin betrieben. Mit Brecht k&ouml;nnte gefragt werden &ldquo;Hatte er nicht wenigstens eine beratende Person zur Seite?&rdquo;. Doch die gab und gibt es: Den russischen F&ouml;derationsrat. Dieses Gremium hat einstimmig Luftangriffe in Syrien genehmigt. Und &ldquo;Telepolis&rdquo; schreibt sogar: &ldquo;Im Unterschied zu der von den USA gef&uuml;hrten Koalition, deren Luftangriffe in Syrien v&ouml;lkerrechtswidrig sind, h&auml;lt sich Russland an das internationale Recht, da die Angriffe mit Genehmigung der syrischen Regierung erfolgen. Die syrische Regierung meldete heute auch gleich, dass die Entsendung russischer Kampfflugzeuge auf Bitten des syrischen Pr&auml;sidenten <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46144\/1.html\">geschehen sei<\/a>.&rdquo; Also: Herr Medick k&ouml;nnte auch die NATO-Staaten fragen: Und jetzt fliegen ihre Kampfjets Angriffe auf &ndash; ja auf was eigentlich? Andernfalls wirkt es wie das &ldquo;Heulen mit den W&ouml;lfen&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Fasst euch an die eigene Nase!<\/strong><br>\nKremlchef Putin trifft mit seinen Luftangriffen in Syrien weniger die Terrormiliz Islamischer Staat als vielmehr das Selbstwertgef&uuml;hl der US-Regierung und ihrer Verb&uuml;ndeten. Denn der Westen kann die Krise nicht l&ouml;sen.<br>\nDer Westen f&uuml;hlt sich von Wladimir Putin d&uuml;piert. Erneut hat der Kremlchef offenbar ohne gr&ouml;&szlig;ere Absprache gehandelt, als er mit den Luftangriffen nahe Homs in Syrien begann. Getroffen wurde dabei laut Medienberichten weniger die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) als vielmehr das Selbstwertgef&uuml;hl der US-Regierung und ihrer Verb&uuml;ndeten.<br>\nFreilich m&uuml;ssen sich die Verantwortlichen in den USA und Europa fragen lassen, wie es &uuml;berhaupt dazu kommen konnte. Die Krise in Syrien eskaliert seit vier Jahren immer st&auml;rker, woran der Westen nicht unschuldig ist. Zuerst wurde die Opposition, auch die bewaffnete, unterst&uuml;tzt. Auf das Aufkommen des IS reagierten die USA und arabische Staaten mit vereinzelten Luftangriffen gegen die Dschihadisten. Doch z&auml;hlbare Resultate gibt es nicht. Stattdessen erstarkt die Terrormiliz weiter. [&hellip;]<br>\nDie derzeitige St&auml;rke Putins spiegelt also nur die Schw&auml;che des Westens wider. Allerdings &ndash; und darin besteht die Crux f&uuml;r den Kreml &ndash; die Frage bleibt, ob Putin die Krise l&ouml;sen kann. Allein mit Luftangriffen ist dies wohl kaum zu schaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/kommentar-zu-russlands-eingreifen-in-syrien-fasst-euch-an-die-eigene-nase\/12393848.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Putins Ziel: Assad an der Macht halten<\/strong><br>\nDas Beispiel Syrien zeigt, was passiert, wenn die USA und der Westen sich ganz aus dem Nahen Osten heraushalten, kommentiert Marcus Pindur: Russlands Pr&auml;sident Putin und die Dschihadisten f&uuml;llen das Vakuum. Es ist au&szlig;erdem erschreckend, mit welcher Naivit&auml;t deutsche Politiker in die Fallen Putins tappen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/syrien-putins-ziel-assad-an-der-macht-halten.720.de.html?dram:article_id=332715\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.W.:<\/strong> Anbei ein sch&ouml;nes Beispiel wie die Qualit&auml;tspresse es schafft, mittels weglassen von Wahrheiten und dem Verdrehen von Tatsachen, die Meinung zu manipulieren. In diesem Kommentar wird versucht, den B&uuml;rgerkrieg in Syrien allein Assad und den Russen, insbesondere Putin zuzuschreiben. Insbesondere die Verantwortung f&uuml;r die Entstehung des IS wird allein Assad zugeschrieben. Die Ergebnisse des v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieges der USA und ihrer Verb&uuml;ndeten gegen den Irak als unintendierte Folgen zu beschreiben, ist schon Chuzpe.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>US-Atomwaffen in Rheinland-Pfalz besch&auml;ftigen den Bundestag<\/strong><br>\nDer Streit um die Modernisierung von US-amerikanischen Atombomben auf deutschem Boden dauert an und hat gestern erneut den Bundestag besch&auml;ftigt. Auf Antrag der Linken debattierten die Fraktionen in einem m&auml;&szlig;ig besetzten Plenum die Erneuerung des Atombombenarsenals um rund 20 taktische Nuklearwaffen des Typs B 61-12. Diese sind wesentlich zielgenauer als die Atombomben, die bislang in B&uuml;chel lagern.<br>\nDie Linken reichten nun einen Entschlie&szlig;ungsantrag ein, in dem dieser Schritt harsch kritisiert wird. Die geplante Stationierung von neuen lenkbaren B61-12 Atomwaffen in Deutschland gef&auml;hrde als Teil der &ldquo;nuklearen Teilhabe&rdquo; der Nato die politische Stabilit&auml;t in Mittel- und Osteuropa. &ldquo;Die Entscheidung nimmt das Risiko einer neuen nuklearen R&uuml;stungswettlaufs in Kauf&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Antrag, der Telepolis vorab vorlag.<br>\nDie Pl&auml;ne der USA und der Bundesregierung f&uuml;r eine Erneuerung der &ldquo;nuklearen Teilhabe&rdquo; st&auml;nden zudem den eigenen Aussagen der deutschen Abr&uuml;stungspolitik entgegen. &ldquo;Sie torpedieren die Abr&uuml;stungsbem&uuml;hungen auf dem Feld der Nuklearwaffen und m&uuml;ssen als Versto&szlig; gegen den Nichtverbreitungspakt betrachtet werden&rdquo;, bem&auml;ngelt die Oppositionsfraktion.<br>\n&ldquo;Die USA heizen die Dynamik eines neuen Kalten Krieges an und die Bundesregierung macht munter mit&rdquo;, so Alexander Ulrich von der Linksfraktion in der Debatte. So wichtig es war, die Atomverhandlungen mit dem Iran zu einem erfolgreichen Ende zu f&uuml;hren, so sehr versagten die westlichen Staaten bei ihrer eigenen Abr&uuml;stung, so Ulrich, der darauf verwies, dass die Nato-Staaten Griechenland und Kanada schon vor Jahren aus der nuklearen Teilhabe ausgestiegen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/US-Atomwaffen-in-Rheinland-Pfalz-beschaeftigen-den-Bundestag-2835387.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Umbau des Rechtsstaats und Militarisierung der Politik<\/strong><br>\nBereiten sich Sicherheitsbeh&ouml;rden auf Unruhen und Aufst&auml;nde in Deutschland und Europa vor? Rolf G&ouml;ssner, Anwalt, Publizist und Vizepr&auml;sident der Internationalen Liga f&uuml;r Menschenrechte, bef&uuml;rchtet eine problematische und folgenschwere Entwicklung. Auf einer Tagung der International Association Of Lawyers Against Nuclear Arms (IALANA) vor kurzem in Wiesbaden, sprach Rolf G&ouml;ssner &uuml;ber eine &ldquo;schleichende Militarisierung der Inneren Sicherheit.&rdquo;<br>\nIm Interview mit Telepolis geht G&ouml;ssner auf eine 6 Quadratkilometer gro&szlig;e &Uuml;bungsstadt der Bundeswehr ein, die derzeit in Sachsen-Anhalt entsteht und zur &Uuml;bung des milit&auml;rischen Stra&szlig;en- und H&auml;userkampfs im &ldquo;urbanen Ballungsraum&rdquo; dienen soll.<br>\nNachdem die Stadt mit Namen &ldquo;Schn&ouml;ggersburg&rdquo; fertiggestellt ist, &ldquo;werden Bundeswehr-, EU- sowie NATO-Kampfverb&auml;nde gemeinsam den &lsquo;asymmetrischen&rsquo; Krieg und H&auml;userkampf in Gro&szlig;st&auml;dten proben &ndash; f&uuml;r bewaffnete Konflikte der Zukunft, f&uuml;r Auslandseins&auml;tze, aber auch f&uuml;r k&uuml;nftige B&uuml;rgerkriegs- und Milit&auml;reins&auml;tze in europ&auml;ischen St&auml;dten und im Innern des Landes&rdquo;, erkl&auml;rt G&ouml;ssner im Telepolis-Interview.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46124\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mit Tricks gegen den Bund<\/strong><br>\nDas milliardenschwere Schiedsverfahren gegen Toll Collect endet nicht vor Ende 2017 &ndash; und wird sich dann &uuml;ber mehr als zw&ouml;lf Jahre hingezogen haben. Dabei hat der Prozess den Steuerzahler schon jetzt mehr als 136 Millionen Euro gekostet. [&hellip;]<br>\nVor einem ordentlichen Gericht w&auml;re dieser Prozess wohl l&auml;ngst beendet, doch in diesem Verfahren ist noch lange kein Urteil in Sicht: Mindestens zwei weitere Jahre werden sich der Bund und das Maut-Unternehmen Toll Collect vor einem privaten Schiedsgericht um mehr als sieben Milliarden Euro streiten, die das Verkehrsministerium von der Firma verlangt. Das geht aus einem Schreiben des Ministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestags hervor, das der Frankfurter Rundschau. [&hellip;]<br>\nBegonnen hatte der Streit, weil Daimler und Telekom als Betreiber von Toll Collect ihr Maut-System nach technischen Schwierigkeiten erst 2006 mit mehr als 2,5 Jahren Versp&auml;tung vollst&auml;ndig starten konnten. Der Bund will deshalb 3,5 Milliarden Euro ausgefallener Maut-Einnahmen einklagen, zudem 1,6 Milliarden Euro Vertragsstrafe.<br>\nDoch der Betreibervertrag zwischen Bund und Toll Collect legt fest, dass alle Streitigkeiten nicht vor einem normalen Gericht ausgetragen werden, sondern vor einem privaten Schiedsgericht. Das Schiedsverfahren entwickelte sich f&uuml;r den Bund jedoch zum Alptraum: Die Toll-Collect-Anw&auml;lte arbeiteten mit allen Verfahrenstricks bis hin zu Befangenheitserkl&auml;rungen, um es in die L&auml;nge zu ziehen. Gutachter wurden berufen, angezweifelt und ausgetauscht, Deals eingef&auml;delt und abgesagt, sogar der Vorsitzende Richter musste nach acht Jahren wechseln, ein Neuling sich in die Materie einarbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/lkw-maut-toll-collect-mit-tricks-gegen-den-bund,1472596,32052472.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.K.:<\/strong> Warum planen Dobrindt und seine Leute im Verkehrsministerium weitere Projekte mit Toll Collect und anderen Unternehmen? Die Zeit als Verkehrsminister ist endlich. F&uuml;r ein Rentnerdasein scheint der Verkehrsminister zu jung. Es wird sicher ein lukratives P&ouml;stchen in einer dieser durch den Staat beg&uuml;nstigten Unternehmen f&uuml;r ihn dann frei sein. Beispiele aus den letzten Jahren gibt es zahlreich. Politiker machen dann in Wirtschaft. (Dobrindt als Oktoberfest Wirt ist damit nicht gemeint).<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>EGB-Kongress: Gemeinsam f&uuml;r ein Europa der Solidarit&auml;t<\/strong><br>\nUnter dem Motto &bdquo;Eine gerechte Gesellschaft, gute Arbeit und Arbeitnehmerrechte&ldquo; findet zurzeit der Kongress des Europ&auml;ischen Gewerkschaftsbundes (EGB) in Paris statt. Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter aus 40&nbsp;L&auml;ndern beraten dabei unter anderem das gemeinsame Aktionsprogramm f&uuml;r die kommenden Jahre. Ein wichtiges Thema sind Alternativen zur verfehlten Krisenpolitik im Euroraum.<br>\nUnd das zu Recht: Die einseitige Sparpolitik und der Druck auf die L&ouml;hne in Krisenstaaten hat bis heute katastrophale Auswirkungen auf die Besch&auml;ftigten. Vielerorts hat diese Politik nicht nur Einschnitte bei Gewerkschaftsrechten mit sich gebracht. Auch die Wirtschaft wurde abgew&uuml;rgt: EU-weit ist fast jeder f&uuml;nfte Jugendliche arbeitslos, in Griechenland und Spanien sogar jeder zweite. Die Wirtschaftskraft der Eurozone stagniert seit Jahren, w&auml;hrend das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den USA mittlerweile wieder deutlich &uuml;ber Vorkrisenniveau liegt. Bis zum Beginn der K&uuml;rzungspolitik in Europa, lief die Erholung noch parallel.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/151002_DGB.jpg\" alt=\"Entwicklung BIP USA vs Eurozone\" title=\"Entwicklung BIP USA vs Eurozone\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++387e8324-6811-11e5-844f-52540023ef1a\">DGB<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Breitseiten im Bundestag gegen Campact, Attac und Foodwatch<\/strong><br>\nHeute nun wurde im Bundestag &uuml;ber Antr&auml;ge der Gr&uuml;nen und der Linken zu den geplanten Freihandelsabkommen beraten. Das Timing stimmt, denn f&uuml;r Samstag n&auml;chster Woche, dem 10.10., haben mehr als 30 Gewerkschaften, Verb&auml;nde und Kulturschaffende [2] zu einer Gro&szlig;demonstration in Berlin aufgerufen. Sie fordern den Stopp der Verhandlungen zum Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und der Europ&auml;ischen Union, sowie die Nicht-Ratifizierung des Freihandelsabkommens CETA zwischen der EU und Kanada [3].<br>\nAus Sicht der TTIP-Bef&uuml;rworter in der Union besteht die akute Gefahr, dass die breite Ablehnung dieser Abkommen durch die Bev&ouml;lkerung am 10. Oktober deutlich sichtbar wird.<br>\nUnterste Trickkiste: Den &bdquo;Gegner&ldquo; diskreditieren<br>\nUm diese Gefahr zu reduzieren, griff ein Unionsabgeordneter, Dr. Joachim Pfeiffer heute ganz tief in die Trickkiste. Wir haben uns bem&uuml;ht, seinen Beitrag [4] vom Video nach bestem Verm&ouml;gen in Schriftdeutsch zu &uuml;bertragen. Hervorhebungen in Fettschrift stammen von uns:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/wegen-ttip-breitseiten-gegen-campact-attac-foodwatch-1846\">cives.de<\/a>\n<p>dazu: <strong>Oh oh &hellip; Harte Worte heute<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/151002_foodwatch.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/151002_foodwatch_th.jpg\" alt=\"CDU-Abgeordneten Dr. Joachim Pfeiffer wettert gegen die TTIP-Proteste\" title=\"CDU-Abgeordneten Dr. Joachim Pfeiffer wettert gegen die TTIP-Proteste\"><\/a><\/p>\n<p>Oh oh&hellip; Harte Worte heute bei der Bundestagsdebatte zu TTIP vom CDU-Abgeordneten Dr. Joachim Pfeiffer: Er wetterte gegen die TTIP-Proteste, kritisierte Angstmacherei und sprach Organisationen wie foodwatch sogar die demokratische Legitimation ab! So so, Herr Pfeifer, hinter den breiten B&uuml;rgerprotesten stehen also nur schlecht informierte, ver&auml;ngstigte Menschen, die von Campact, foodwatch und Co. missbraucht werden, oder wie?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/foodwatch\/photos\/a.10150234126775529.458811.116449375528\/10156137085805529\/?type=3\">foodwatch via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Geheimes Ceta-Mandat ver&ouml;ffentlicht<\/strong><br>\nDie umstrittenen Schiedsgerichte waren der EU zun&auml;chst gar nicht so wichtig. Das zeigt ein von Foodwatch ver&ouml;ffentlichtes Papier zum Ceta-Abkommen.<br>\nDas Handelsabkommen Ceta der EU mit Kanada gilt als kleine Schwester des geplanten Mega-Abkommens TTIP mit den USA. Was in Ceta drinsteht, k&ouml;nnte eine Blaupause f&uuml;r den umstrittenen Vertrag mit den Vereinigten Staaten sein. Jetzt hat die Verbraucherorganisation Foodwatch das seit Jahren unter Verschluss gehaltene europ&auml;ische Verhandlungsmandat f&uuml;r Ceta im Internet ver&ouml;ffentlicht.<br>\nAus Foodwatch zugespielten Papieren geht hervor, dass die umstrittenen Schiedsgerichte f&uuml;r private Investoren, vor denen Unternehmen Staaten auf Schadenersatz verklagen k&ouml;nnten, bei der Aufnahme der Verhandlungen f&uuml;r die EU zun&auml;chst gar keine Rolle spielten. Solche Investorenschutzklauseln wurden erst zwei Jahre sp&auml;ter, 2011, endg&uuml;ltig in das Verhandlungsmandat aufgenommen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Foodwatch-leakt-Dokument\/!5238117\/\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.foodwatch.org\/de\/informieren\/freihandelsabkommen\/mehr-zum-thema\/ceta-mandat\/\">foodwatch<\/a>\n<p>Dazu auch: Die Dokumente:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.foodwatch.org\/uploads\/media\/2009_CETA-Mandat_foodwatch_leak.pdf\">Urspr&uuml;nglicher CETA-Mandatstext (April 2009) (PDF, 689 KB)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.foodwatch.org\/uploads\/media\/2010_CETA-Mandat_foodwatch_leak.pdf\">&Auml;nderungsentwurf CETA-Mandat (2010) (PDF, 211 KB)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.foodwatch.org\/uploads\/media\/2011_CETA-Mandat_foodwatch_leak.pdf\">Erg&auml;nzung des CETA-Mandats (2011) (PDF, 155 KB)<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Moskau nicht ausgeknockt<\/strong><br>\nSanktionen verursachen betr&auml;chtlichen Schaden f&uuml;r die Wirtschaft der Russischen F&ouml;deration. Regierung schaltet in den Spar- und Autarkiemodus [&hellip;]<br>\nDer Kotau vor den &raquo;objektiven Marktgesetzen&laquo;, den Pr&auml;sident Wladimir Putin vor der UNO absolvierte, als er deren Verletzung durch die westlichen Sanktionen beklagte, spiegelt also ein objektives Dilemma wider: Eine nachholende Modernisierung ist unter den Bedingungen eines freien Kapitalverkehrs stets politisch angreifbar. Dass China auf diesem Weg erfolgreich gewesen ist, liegt genau daran, dass es sich insofern nicht an das kapitalistische Lehrbuch gehalten hat und bis heute Kapitalverkehrskontrollen beibeh&auml;lt. Der andere Weg: Die Kapitalflucht aus Russland auf administrativem Wege zu stoppen w&uuml;rde f&uuml;r Putin allerdings nicht nur &Auml;rger mit der Welthandelsorganisation WTO bedeuten, was angesichts der Sanktionen halb so schlimm w&auml;re; es w&uuml;rde ihn vor allem in Konflikt mit seiner herrschenden Klasse bringen. Denn der Deal, den er zu Beginn seiner Amtszeit mit den Oligarchen einging, lautete: Ich lasse euch Geld machen, und ihr haltet euch aus der Politik heraus. Diese Toleranz im Hinblick auf die Kapitalflucht wird sich der Staat nicht mehr lange leisten k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/10-01\/023.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Aufrufe zum Aufstand wegen &ldquo;Souver&auml;nit&auml;tsverlust&rdquo; durch Finanzpolitik<\/strong><br>\nDie bei Jubil&auml;umsreden &uuml;blichen Lobpreisungen der demokratischen Kultur in Deutschland sollten nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass die Deutschen insoweit noch nicht auf eine sehr lange Tradition zur&uuml;ckblicken k&ouml;nnen. Man wei&szlig; zwar, dass &ldquo;Demokratie&rdquo; schon in der Antike die positive Variante der Herrschaft des Volkes bezeichnete. Erste noch sehr rudiment&auml;re Versuche zur Einrichtung der Volksherrschaft fanden in Gestalt der Reichsverfassungen von 1849 bzw. 1871 statt. Sie sind gescheitert. Erst 1919, also nach der Niederlage im verheerenden Ersten Weltkrieg, kam es in der Weimarer Reichsverfassung (WRV) zur Verankerung des Demokratieprinzips in Deutschland.<br>\nNach der Errichtung des &ldquo;Dritten Reichs&rdquo; wurde das politische Leben ab 1933 von diesem Prinzip jedoch nicht mehr gepr&auml;gt. Es fand erst nach 1945, also nach der bedingungslosen Kapitulation der letzten Reichsregierung bzw. der Wehrmacht, zun&auml;chst in den Landesverfassungen der neuen deutschen L&auml;nder wieder Eingang in das Staatsorganisationsrecht und wurde zur ersten Vorgabe der siegreichen Alliierten f&uuml;r die neue Verfassung des Gesamtstaates.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46156\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Geld vor Menschenrecht<\/strong><br>\nZwangsehen, Sterilisierungen, Arbeitslager, Steinigungen: Der staatlich verordnete Bruch von Menschen- und vor allem Frauenrechten ist f&uuml;r Baden-W&uuml;rttembergs Mittelst&auml;ndler kein Grund, keine Auslandsgesch&auml;fte machen zu wollen. Und heimische Politiker unterst&uuml;tzen sie darin nach Kr&auml;ften. Daran hat sich auch unter Gr&uuml;n-Rot nichts ge&auml;ndert.<br>\nDer Laleh-Park in Teheran ist Anziehungspunkt f&uuml;r Verliebte. Auf vielen der bunten schaukelnden B&auml;nke sitzen H&auml;ndchen haltende P&auml;rchen. M&uuml;tter und Gro&szlig;m&uuml;tter spielen mit Kindern. Auf einer ausgetrockneten Wiese lagert eine Gruppe von Freundinnen: Zwei M&auml;dchen verh&uuml;llen Kopf und K&ouml;rper mit dem Tschador, eine tr&auml;gt den Hidschab in Form eines grellbunten Kopftuchs farblich abgestimmt mit Sneakers und Handtasche, eine hat ihre &uuml;bergro&szlig;e Bluse um die Taille gerafft und zeigt &ndash; verbotenerweise &ndash; doch Figur, die f&uuml;nfte b&auml;ndigt die Lockenpracht nur m&uuml;hsam mit einem kokett in den Nacken gerutschten lila Schal. Mindestens zwei der jungen Frauen laufen Gefahr, jederzeit und &uuml;berall von den Sittenw&auml;chtern gestellt und abgef&uuml;hrt zu werden &ndash; da w&uuml;rde dann selbst das &uuml;bliche laute Kreischen, um auf die Situation aufmerksam zu machen, nichts mehr helfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/235\/geld-vor-menschenrecht-3159.html\">Kontext Wochenzeitung<\/a>\n<p><strong>Hinweis:<\/strong> Auch diese Woche wieder eine Reihe interessanter Artikel in <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\">Kontext:Wochenzeitung<\/a> u.a.:<\/p>\n<ul>\n<li>Scherbenhaufen Deutsche Bahn:&nbsp;Christian B&ouml;ttger ist ein profunder Kenner der Deutschen Bahn. Im Interview spricht der Professor von der HTW Berlin &uuml;ber Geldprobleme, Infrastruktur an der Belastungsgrenze und &uuml;ber den teuren Verkehrsvertrag zwischen Bahn und Land, den einst Stefan Mappus aushandelte.<\/li>\n<li>Der Fall Joe Viertel:&nbsp;Ursula Viertel ist Aktivistin gegen Stuttgart 21, ihr Mann Heinz-Joachim war Polizist. Bis er 2012 selbst in den Fokus der Ermittlungen gegen die S-21-Gegner geriet. Die Polizei hat das Hab und Gut des Paars durchw&uuml;hlt. Seitdem ist im Leben der Viertels nichts mehr, wie es einmal war. Ein beunruhigendes Justizkapitel am Rande des Bauprojekts Stuttgart 21.<\/li>\n<li>Tricksereien auf dem Pr&uuml;fstand:&nbsp;Der Deutschen liebstes Kind ist pl&ouml;tzlich ein Schmuddelkind. Doch die Emp&ouml;rung &uuml;ber den Abgasbetrug bei VW ist geheuchelt. Getrickst und get&auml;uscht wird schon lange, um das Auto sauberer zu machen als es tats&auml;chlich ist. Und die Politik spielt stets mit.<\/li>\n<li>Weckruf f&uuml;r deutsche Autobauer:&nbsp;Autos werden immer teurer, weil sie mit immer mehr Technik vollgestopft werden. Diesen ganzen Schnickschnack will kein Mensch, meint unser Autor und prophezeit Baden-W&uuml;rttemberg den wirtschaftlichen Untergang, wenn Daimler und Co. nicht schleunigst umdenken.<\/li>\n<li>Das unheimliche Schweigen der AfD:&nbsp;Medien verbreiten Bilder von einem freundlichen Deutschland, das Fl&uuml;chtlinge mit offenen Armen empf&auml;ngt. Angela Merkel sagt: &ldquo;Wir schaffen das.&rdquo; Doch l&auml;ngst nicht alle Deutschen freuen sich &uuml;ber die vielen Fl&uuml;chtlinge. Bislang nutzt die AfD die Situation nicht f&uuml;r sich, doch das taktische Warten hat bald ein Ende, kommentiert unser Autor.<\/li>\n<li>Giftgas:&nbsp;Die Deutschen atmen Giftgas ein, Tag f&uuml;r Tag. Aber auf die Barrikaden will keiner, wettert der Kontext-Kolumnist Peter Grohmann.<\/li>\n<li>Zeiten &auml;ndern sich:&nbsp;Ungarn 1956: Nach dem gescheiterten Volksaufstand fliehen Hunderttausende. Ganz Europa nimmt Anteil an ihrem Schicksal. Ungarn 2015: Polizeikn&uuml;ppel und Tr&auml;nengas, Stacheldraht und Wasserwerfer. Wohl nirgendwo in Europa werden Fl&uuml;chtlinge so schlecht behandelt wie in Ungarn.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Kali-Krimi. Macht. Raub. Hungerstreik &ndash; Eine Reportage des MDR<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/mediathek\/themen\/reportage\/video300390_zc-78c52757_zs-846277cd.html\">MDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung R.L.:<\/strong> In dieser Dokumentation des mdr geht es um die Ereignisse um die Grube Bischofferode. Hier sollte selbst f&uuml;r den Laien deutlich werden, wie Politik, Banken und Gro&szlig;konzerne kooperieren um die Interessen des Gro&szlig;kapitals durchzusetzen. (Gro&szlig;kapital ist hier der richtige Begriff, denn ein gesundes Unternehmen mit 400 Mitarbeitern wurde durch K&uuml;ndigung aller Kredite platt gemacht, als der Unternehmer mit seinem Angebot einem gro&szlig;en, auf Monopolgewinne peilenden Gesch&auml;ft im Wege stand). Recht hat dabei keine Chance.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung A.M.:<\/strong> R.L. weist dann mit drastischen Worten darauf hin, dass einige Personen des &ouml;ffentlichen Lebens im Kali-Krimi eine ausgesprochen unr&uuml;hmliche Rolle gespielt haben. Er nennt Frau S&uuml;ssmuth. Diese Einsch&auml;tzung kann ich gut nachvollziehen. Aber sie bedarf nach Kenntnis dieser Vorg&auml;nge einer Erg&auml;nzung: Dr. Ulrich Steger geh&ouml;rt auch dazu.<br>\nIn dem Film wird gut sichtbar, mit welcher K&auml;lte im Prozess der deutschen Vereinigung Betriebe, Arbeitspl&auml;tze, Menschen und Familien ruiniert wurden. Und es wird wieder einmal beispielhaft sichtbar, dass bei der Vernichtung von Arbeitspl&auml;tzen wirtschaftliche Vernunft und Effizienz zweitrangig waren. Raub war g&auml;ngig. Und die Verteilung der Macht entschied dar&uuml;ber, wer rauben kann und wer beraubt wird.<br>\nWenn man als Westdeutscher diese Reportage sieht, dann kann man nachvollziehen, mit welcher Bitterkeit so viele ehemalige DDR-B&uuml;rgerinnen und &ndash;B&uuml;rger darauf schauen, wie ihnen &uuml;bel mitgespielt worden ist. Beispielhaft ist im konkreten Fall die Beobachtung, wie ihnen das seit 1945 aufgebaute Verm&ouml;gen geklaut worden ist.<\/em><\/p>\n<p><em>Hier noch etwas Hintergrund:<\/em><\/p>\n<p><strong>Die Trag&ouml;die von Bischofferode (3)<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.thueringer-allgemeine.de\/web\/zgt\/leben\/detail\/-\/specific\/Die-Tragoedie-von-Bischofferode-3-Hoffen-auf-den-letzten-Investor-2083322814\">Th&uuml;ringer Allgemeine<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Aufbruch, Erneuerung, Skepsis<\/strong><br>\nDer Parteitag der Labour Party hat in diesem Jahr in einer Situation des innerparteilichen Umbruchs stattgefunden. Die Wahlniederlage der britischen Sozialdemokraten im Mai war hart, denn trotz eines leichten Stimmenzuwachses hatte sich der Abstand zu den Konservativen auf 99 Mandate ausgeweitet.<br>\nDie Tories, die in der vergangenen Legislaturperiode durch ihren liberaldemokratischen Koalitionspartner zur&uuml;ckgebunden waren, lie&szlig;en schon in ihrem ersten sozialpolitischen Gesetzespaket keinen Zweifel daran, dass sie den Kurs ihrer neoliberalen Austerit&auml;tspolitik h&auml;rter denn je fortzusetzen gedenken. Nach dem R&uuml;cktritt des Parteivorsitzenden Ed Miliband blieb die kommissarische F&uuml;hrung der Labour-Fraktion der Politik New Labours treu und bestand darauf, dass sich die Fraktionsmitglieder der Schuldenbremse der Konservativen nicht entgegenstellten und die neuen Sozialk&uuml;rzungen ohne Gegenstimmen passieren lie&szlig;en.<br>\nSo konnte Jeremy Corbyn, nur mit der Mindestzahl an Nominierungen ins Rennen um den Parteivorsitz gestartet, durch Verlassen der Fraktionsdisziplin &ndash; wie schon oft in seiner parlamentarischen Karriere &ndash; und durch sein Votum gegen die stille, breite Koalition der Austerit&auml;tspolitiker seine Au&szlig;enseiterrolle hinter sich lassen. Politisches Handeln und politische Vorschl&auml;ge zur &Uuml;berwindung der Austerit&auml;t &uuml;berzeugten die W&auml;hlerInnen und vor allem SympathisantInnen, die sich erstmals bei einer Erneuerungswahl der Parteispitze gegen einen geringen Solidarit&auml;tsbeitrag in die Wahllisten hatten eintragen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/aufbruch-erneuerung-skepsis\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: L&uuml;genmesse! L&uuml;genmesse!<\/strong><br>\nEs war die Schlagzeile der letzten Woche. Volkswagen hat im gro&szlig;en Stil Abgaswerte gefaket und alle haben sie wohl kr&auml;ftig mitgemischt. Viele regten sich auf, f&uuml;hlten sich betrogen und beschissen. Mich lie&szlig; es eher kalt. Mensch, man wei&szlig; doch, wie das l&auml;uft. Nicht erst seitdem der Dachverband der Automobile Verkaufscharts gepusht hat. Nein, hier hat ein Unternehmen nur die Prinzipien eines Wettbewerbs eingehalten, den sie uns bei der neoliberalen Erziehung zum &raquo;homo oeconomicus&laquo; immer einimpften. Man pflegte uns n&auml;mlich zu sagen, dass man seine Ellenbogen auf jede erdenkliche Weise einsetzen sollte. Und sei es mit besch&ouml;nigenden Eigenschaften und &raquo;kleinen Notl&uuml;gen&laquo;. Zur Erlangung der Ziele sei das in Ordnung. Das lernen in diesem Land schon Arbeitslose bei diverse Schulungsma&szlig;nahmen.<br>\nSo war es jedenfalls bei mir, als ich langzeitarbeitslos war. Da haben sie mich auch in ein Bewerbungstraining geschickt. Irgendwas mussten sie ja mit mir anstellen. Und dort bekam man recht flott beigebracht, dass man sich &raquo;besser verkaufen&laquo; sollte. Und wenn es da nichts gibt, was man verkaufen kann, so kann man immer noch etwas ein wenig modifizieren oder aufpolieren. Vulg&auml;re Menschen sagen zu einer Praxis &raquo;l&uuml;gen&laquo;. Ganz sch&ouml;n hart. Aber vermutlich trifft das den Kern. &raquo;Dann sagen Sie dem Personalchef doch einfach, Sie h&auml;tten das schon mal gemacht&laquo;, empfahl die Bewerbungstrainerin einen meiner Mitgefangenen. &raquo;Habe ich aber nicht&laquo;, antwortete er. &raquo;Wollen Sie einen Job oder nicht? Sie m&uuml;ssen schon an Ihrer Selbstdarstellung arbeiten&laquo;, konterte sie. Selbstdarstellung! Das war dann auch das Wort, das mir einfiel, als ich h&ouml;rte, dass Volkswagen betrogen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/986431.luegenmesse-luegenmesse.html\">Heppenheimer Hiob<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Letzte: S&ouml;der fordert Debatte &uuml;ber Grenzz&auml;une in Europa<\/strong><br>\nBayerns Finanz- und Heimatminister Markus S&ouml;der fordert wegen der Fl&uuml;chtlingssituation einen besseren Schutz der Grenzen in Europa. &ldquo;Ich bin &uuml;berzeugt, dass wir noch &uuml;ber Schutzz&auml;une diskutieren werden in Europa&rdquo;, sagte der CSU-Politiker dem Focus. Wenn die EU-Au&szlig;engrenzen nicht gesch&uuml;tzt werden k&ouml;nnten, m&uuml;sse dar&uuml;ber nachgedacht, wie die Grenzen Deutschlands besser bewacht werden k&ouml;nnen. Dazu m&uuml;sse man auch &ldquo;gr&uuml;ne Grenzkontrollen&rdquo; erw&auml;gen, sagte S&ouml;der in M&uuml;nchen. &ldquo;Ob das am Ende Z&auml;une, Patrouillen oder andere Formen von Grenzkontrollen sind, muss man dann sehen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2015-10\/markus-soeder-fluechtlingskrise-grenzen-zaun-euopa\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin M.G.:<\/strong> Die &#8234;&lrm;CSU merkt wirklich &uuml;berhaupt nichts mehr. Markus S&ouml;der scheint von einem antiintellektuellen Schutzwall umgeben zu sein. Dass eine Partei nach dem Scheitern mit Maut und Betreuungsgeld in einer Phase der Neuorientierung ist, ist ja nachvollziehbar. Leider geht das Schlingern der CSU zwischen bayerischer Front National und Satirepartei auf die Kosten Unschuldiger.<\/em><\/p>\n<p><em>PS: Und Thomas Strobl (CDU) setzt noch einen drauf.<\/em><\/p>\n<p><strong>Wenn aus Fremdscham Ekel wird<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/video.php?v=10153069688125986&amp;hc_location=ufi\">ZDF Heute Show via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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