{"id":2779,"date":"2007-11-20T09:36:13","date_gmt":"2007-11-20T08:36:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2779"},"modified":"2007-11-20T09:36:13","modified_gmt":"2007-11-20T08:36:13","slug":"hinweise-des-tages-530","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2779","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann <a href=\"?p=2779&amp;email=1\">weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Lucas Zeise: Die Unsozialdemokraten<\/strong><br>\nDie SPD wird nicht nach links r&uuml;cken. Sie ist unf&auml;hig, programmatische Alternativen zur Union zu vertreten, obwohl das Codewort &ldquo;demokratischer Sozialismus&rdquo; ins Parteiprogramm gerutscht ist. Die Vergangenheit unter Schr&ouml;der und ihr heutiges Personal hindern sie daran.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/281189.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Staatlicher Spielraum ist zu gering<\/strong><br>\nDer Spielraum f&uuml;r die Verschuldung werde zu niedrig angesetzt, da die Bildungsausgaben bisher nicht zu den &ouml;ffentlichen Investitionen z&auml;hlen. Dies sei &ouml;konomisch nicht zu begr&uuml;nden, meint Dieter Vesper, langj&auml;hrige Finanzexperte des DIW, in einer unver&ouml;ffentlichten Studie f&uuml;r die Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Er h&auml;lt die enge Grenzziehung f&uuml;r &ldquo;prim&auml;r politisch motiviert&rdquo; durch den Versuch, die Gestaltungsm&ouml;glichkeiten des Staates einzuschr&auml;nken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1245635\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Finanzkrise kostet Steuereinnahmen<\/strong><br>\nDie Bundesbank hat die Koalition angesichts der Kapitalmarktkrise vor einer Abkehr von ihrem Sparkurs gewarnt. &ldquo;Da auch von den Finanzmarktturbulenzen Risiken f&uuml;r die staatlichen Haushalte ausgehen, w&auml;re eine Lockerung des Konsolidierungskurses problematisch&rdquo;, hei&szlig;t es im November-Bericht der Zentralbank.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1245451\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Und wo war die Bundesbank bei der Analyse der globalen Finanzm&auml;rkte, wo war sie bei der operativen Bankenaufsicht in Deutschland, warum konnte sie vor der Krise 1+1 nicht zusammenz&auml;hlen, wo bleibt der Entwurf einer Regulierung des europ&auml;ischen Finanzmarktes und dessen Einbringung in die EZB? Sie sollte lieber ihre Hausaufgaben machen, statt ihre sattsam bekannte Sparideologie zu propagieren, welche seit den 90ern genug Schaden angerichtet hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bund schiebt Beitr&auml;ge f&uuml;r arbeitslose Arbeitnehmerinnen an die Rentenkasse f&uuml;r Kindererziehungszeiten der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit zu<\/strong><br>\n&bdquo;Der Ansatz [der Beitragseinnahmen in H&ouml;he von 26,1 Milliarden Euro] ber&uuml;cksichtigt, dass der Bund ab 2008 nicht mehr wie bisher die Beitr&auml;ge f&uuml;r Kindererziehungszeiten tr&auml;gt. Dadurch flie&szlig;en der BA 290 Millionen Euro weniger zu.&ldquo; Eine freundliche, aber nicht ganz korrekte Beschreibung des Sachverhaltes in der Presseinformation der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) vom 15. November 2007 (Nr. 72). Kurz: Der Bund wird die Beitr&auml;ge f&uuml;r Kindererziehungszeiten schon f&uuml;r das zu Ende gehende Jahr 2007 nicht mehr zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/071120_Bund_zahlt_nicht.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe [PDF &ndash; 76 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Hier wird eine &bdquo;versicherungsfremde&ldquo; Leistung auf die BA verlagert. Die Arbeitslosenversicherungsbeitr&auml;ge dienen mal wieder als Spartopf f&uuml;r den Fiskus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Krake Bertelsmann<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Heimliche Bildungspolitiker<\/strong><br>\nDas Centrum f&uuml;r Hochschulentwicklung (CHE) treibe die Hochschulen in eine Richtung, die sie nicht wolle, sagt Andrea Remmers, Vorsitzende des Asta der Alice Salomon Fachhochschule (ASFH) in Berlin. &ldquo;Haupts&auml;chlich geht es darum, dass die Hochschulen eloquenter und schneller werden.&rdquo; Alles laufe auf wirtschaftliche Verwertbarkeit hinaus. Dass mit den neuen Bachelorstudieng&auml;ngen an der ASFH eine Abwertung &ldquo;kritischer&rdquo; F&auml;cher wie Soziologie und Politologie einherging, f&uuml;hrt Remmers auch auf die Beratert&auml;tigkeit des CHE zur&uuml;ck. Deshalb h&auml;tten bei einer Vollversammlung die Studierenden der ASFH Ende Oktober mit &uuml;berw&auml;ltigender Mehrheit den Boykott des diesj&auml;hrigen CHE-Rankings im Studiengang Soziale Arbeit beschlossen.<br>\nDas CHE steht nicht zum ersten Mal in der Kritik. Nicht zuletzt das Eintreten des 1994 gegr&uuml;ndeten Instituts f&uuml;r Studiengeb&uuml;hren hat Studenten auf die Palme gebracht. 2003 hatte das CHE mitgeteilt, eine Mehrheit befragter Studenten sei f&uuml;r ein bestimmtes Geb&uuml;hrenmodell. Es hatte aber unterschlagen, dass ein Votum gegen Studiengeb&uuml;hren bei der Forsa-Umfrage gar nicht m&ouml;glich gewesen war.<br>\nDie Ver&ouml;ffentlichung &auml;rgerte den damaligen Vorsitzenden der Bundesstudierendenschaft, Jens Wernicke. &ldquo;F&uuml;r mich war klar, hier gibt&rsquo;s einen Gegner, der gegen Hochschulen agiert&rdquo;, sagt der Medien- und Kulturwissenschaftsstudent an der Bauhaus Universit&auml;t Weimar. Die Auseinandersetzung mit dem CHE machte ihn auf die Bertelsmann-Stiftung aufmerksam. Das CHE ist zwar nur zur H&auml;lfte in deren Tr&auml;gerschaft, wird aber haupts&auml;chlich von ihr finanziert. Wernicke hat inzwischen die zweite Auflage des Buches &ldquo;Netzwerk der Macht&rdquo; herausgegeben, das sich mit der Bildungspolitik der Stiftung befasst. Wernickes Hauptvorwurf: Der Kampf der Bertelsmann-Stiftung f&uuml;r Wettbewerb im Bildungswesen f&uuml;hre zu einer radikalen Ver&auml;nderung. &ldquo;Das Geld bleibt das gleiche, es soll nur umverteilt werden.&rdquo; Wernicke f&uuml;rchtet eine Konzentration der Mittel zugunsten weniger Eliteeinrichtungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.maerkischeallgemeine.de\/cms\/beitrag\/11065710\/64289\/0?print=J\">M&auml;rkische Allgemeine<\/a><\/li>\n<li><strong>Bertelsmann macht Weltpolitik <\/strong><br>\nMan fragt sich: Was hat der Bertelsmann-Konzern von einer hochger&uuml;steten, zu den USA in Konkurrenz tretenden Supermacht EU? Offenbar verspricht er sich Vorteile von milit&auml;rischer Flankierung bei der Eroberung neuer M&auml;rkte. Daneben kann vor allem die Bertelsmann-Tochter Arvato lohnende Gesch&auml;fte erwarten. Als Spezialist f&uuml;r Logistik und Informationstechnologie-Anwendungen aller Art kommt Arvato sowohl f&uuml;r zivile wie milit&auml;rische Dienstleistungen in Betracht. Die im EDS-Papier geforderten Outsourcing- und PublicPrivatePartnership-Projekte f&uuml;r Aufgaben, die nicht zum milit&auml;rischen Kernbereich geh&ouml;ren, sowie die behaupteten Defizite im Bereich &raquo;command, control, communications, computers capabilities, intelligence, surveillance and reconnaissance&laquo; &ouml;ffnen f&uuml;r Arvato ein weites Auftragsfeld: In Zeiten, in denen Kriegsvorbereitung und -f&uuml;hrung zum gro&szlig;en Teil auf elektronischer Daten&uuml;bermittlung beruht, ist ein Vertragspartner zur Stelle, dessen Motto lautet: &raquo;Die richtige Information &ndash; zur richtigen Zeit &ndash; im richtigen Format &ndash; f&uuml;r die richtige Person&laquo;.<br>\nArvato-Vorstandsvorsitzender Ostrowski legt indes Wert auf Diskretion in dieser Angelegenheit: &raquo;Wir arbeiten immer im Stillen und im Hintergrund&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sopos.org\/aufsaetze\/473d61491d5f1\/1.phtml\">Ossietzky<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Gleiche Chancen f&uuml;r Frauen im Beruf &ndash; in Deutschland in weiter Ferne<\/strong><br>\nIn Deutschland haben es die Frauen so schwer wie in kaum einem anderen europ&auml;ischen Land. Sie verdienen weniger, gelangen seltener in F&uuml;hrungspositionen, arbeiten k&uuml;rzer und oft unterhalb ihrer Qualifikationen. So kommt die Gleichstellung der Geschlechter &ndash; im Gegensatz zu anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern wie z.B. Schweden, Frankreich, Finnland und D&auml;nemark &ndash; kaum voran.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2007_18_4-5.pdf\">Hans Boeckler Stiftung [PDF &ndash; 108 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;In den USA sind die Superreichen sichtbarer als bei uns&laquo;<\/strong><br>\nGespr&auml;ch mit Hans J&uuml;rgen Krysmanski. &Uuml;ber Milliard&auml;re, High-Tech-Refeudalisierung und die Herrschaftsweise des Geldmachtapparates: &bdquo;Soziologie war (bisher, KR) eine Mittelschichtenveranstaltung. Man beobachtete die Unterschichten, man guckte, ob es da Unruhe gibt, ob da Konflikte entstehen. Man bot Rezepte an, beobachtete die eigene soziale Gruppe, die Mittelschichten, aber man schaute nicht nach oben. Denn von dort kamen die Auftr&auml;ge.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/11-17\/056.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Lokf&uuml;hrerstreik<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Das doppelte Lokchen<\/strong><br>\nDass sich Lokf&uuml;hrer Maik Richter entschied, auf seiner Homepage ein deutliches Dementi der ihm von &ldquo;Bild&rdquo; und Bild.de zugeschriebenen Aussagen zu ver&ouml;ffentlichen, hat BILDblog nicht wirklich &uuml;berrascht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/2604\/das-doppelte-lokchen\">BILDblog<\/a><\/li>\n<li><strong>Gericht wirft Bahn Willk&uuml;r vor<\/strong><br>\nIm Tarifkonflikt zwischen der Bahn und der Lokf&uuml;hrer-Gewerkschaft GdL hat das Arbeitsgericht N&uuml;rnberg der Bahn einen kr&auml;ftigen R&uuml;ffel erteilt. Das Verhalten des Unternehmens, zur Verhinderung von bundesweiten Streiks eine Vielzahl von Arbeitsgerichten anzurufen, sei &ldquo;willk&uuml;rlich und rechtsmissbr&auml;uchlich&rdquo;, stellten die Richter in einem am Montag ver&ouml;ffentlichten Beschluss fest.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/gericht-wirft-bahn-willkuer-vor\/?src=MT&amp;cHash=80c9d3aac7&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Die Gro&szlig;gewerkschaften sind zu Recht Verlierer des Bahnstreiks.<\/strong><br>\nDie oft gepriesene &ldquo;Sozialpartnerschaft&rdquo; zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften ist nur allzu oft zur Kumpanei verkommen. Ohne die Kungelei zwischen Gewerkschaftsoligopol, Politik und Wirtschaft w&auml;ren Sozialabbau und sinkende Realeinkommen nicht in dem Ma&szlig;e durchsetzbar gewesen wie in den letzten Jahren geschehen. Damit haben die Genossen &uuml;ber Jahre das Vertrauen ihrer Mitglieder entt&auml;uscht. Sie treten scharenweise aus der Gewerkschaft aus, weil sich niemand gern von einem Anwalt vertreten l&auml;sst, der seine Prozesse st&auml;ndig verliert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2007%2F11%2F19%2Fa0120&amp;src=GI&amp;cHash=bc432334bd&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Solange die fatalen Auswirkungen einer falschen Wirtschaftspolitik f&uuml;r ein Millionenheer von Arbeitslosen sorgen, bleibt die Position der gro&szlig;en Gewerkschaften schwach. Dieser Aspekt ist mit &bdquo;Kungelei zwischen Gewerkschaftsoligopol, Politik und Wirtschaft&ldquo; unzureichend angedeutet. Wir verweisen an dieser Stelle noch einmal auf das neue Buch von Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker <a href=\"?p=2650\">&bdquo;Das Ende der Massenarbeitslosigkeit &ndash; Mit richtiger Wirtschaftspolitik die Zukunft gewinnen.&ldquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nachtrag zu unserem Hinweise von gestern auf einen Artikel &uuml;ber Otto Brenner<\/strong><br>\nAm 8. November 2007 w&auml;re Otto Brenner, der fr&uuml;here langj&auml;hrige Vorsitzende der IG Metall, 100 Jahre alt geworden. An diesem Tag wurde beim 21. Ordentlichen Gewerkschaftstag der IG Metall in Leipzig das dreib&auml;ndige Werk zu Otto Brenner vorgestellt. Wer seine Darlegungen &uuml;ber Atombewaffnung, &raquo;Bildungsnotstand&laquo;, Internationalisierung, Konzertierte Aktion, Mitbestimmung, Rationalisierung, Sozialstaat, Wirtschafts- und Sozialpolitik, Verm&ouml;gensbildung in Arbeitnehmerhand und vieles andere mehr liest, wird daran erinnert, dass einige der Probleme von damals auch oder wieder die Probleme von heute sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.otto-brenner-stiftung.de\/publikationen\/otto-brenner-biografie-reden-briefe\/produktdetail\/121\/backpid\/169.html\">Otto Brenner Stiftung<\/a><\/li>\n<li><strong>Ein St&uuml;ck von AEG bleibt<\/strong><br>\nDem letzten deutschen Werk des Hausger&auml;teherstellers AEG in Rothenburg bleibt das Schicksal des dieses Jahr geschlossenen N&uuml;rnberger Stammwerks erspart. Nach z&auml;hen Verhandlungen haben AEG, IG Metall und Betriebsrat f&uuml;r das Rothenburger Herdwerk eine bis 2013 laufende Standortvereinbarung erreicht, die alle 1100 Stellen dort sichert.<br>\nAllerdings bringt die Belegschaft im Gegenzug auch Opfer. Zum einen muss sie w&ouml;chentlich eine Stunde unbezahlte Mehrarbeit leisten, um sich das n&ouml;tige Know how f&uuml;r die neue Herd-Technologie anzueignen, erkl&auml;rten beide Verhandlungsparteien. Zum anderen werden k&uuml;nftige Lohnerh&ouml;hungen begrenzt. Solche Aufschl&auml;ge fallen f&uuml;r AEG-Besch&auml;ftigte in Rothenburg k&uuml;nftig zwei Prozent niedriger aus, als die von Kollegen in anderen Konzernen. Abstriche am bestehenden Lohn gebe es nicht.<br>\nDer Schulterschluss von Belegschaft und Konzernf&uuml;hrung ist auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass der lange Kampf um das N&uuml;rnberger AEG-Werk f&uuml;r die Traditionsmarke hier zu Lande zu einem sp&uuml;rbaren Imageverlust gef&uuml;hrt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1244540\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Konzernchef Hans Straberg hat inzwischen das Offensichtliche einr&auml;umen m&uuml;ssen. Electrolux hat die Werksschlie&szlig;ung des AEG-Stammwerks in N&uuml;rnberg weit mehr gekostet als der Sozialtarifvertrag mit seinen &uuml;ber 250 Millionen Euro. Nicht nur das Image hat gelitten, AEG hat Marktanteile verloren. Da werden auch kostspielige Kampagnen &uuml;ber die ruhmreiche AEG-Markengeschichte und die zuk&uuml;nftige Kompetenz wenig &auml;ndern. Das Vertrauen in die Qualit&auml;t von AEG &bdquo;made in Poland&ldquo; wird durch R&uuml;ckholaktion, wie im Sommer bei Geschirrsp&uuml;lern, nicht gerade gest&auml;rkt. Wegen fehlerhafter Kabelteile bestand akute Brandgefahr. <a href=\"http:\/\/www.igmetall-bayern.de\/index.php?id=26&amp;tx_ttnews[tt_news]=503&amp;no_cache=1&amp;type=1\">Der ehemalige N&uuml;rnberger AEG-Betriebsratsvorsitzende Harald Dix kommentierte die aktuelle Situation wie folgt:<\/a> &bdquo;Auf diese Entwicklungen haben wir als Betriebsrat bei einer Werkschlie&szlig;ung immer hingewiesen. Das Management hat diese Warnungen nicht beachtet. Der Preisverfall der Marke AEG geht weiter. Die Qualit&auml;t wird immer schlechter.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Neues aus dem Casino: Warnzeichen durch die &ldquo;Dow-Theorie&rdquo;<\/strong><br>\nLaut dem Modell stehen die Aktienm&auml;rkte in den USA kurz vor dem Ende der seit dem Jahr 2003 laufenden Hausse und vor einer Wende zu einem langfristigen Abw&auml;rtstrend. Obwohl Kritiker den Wert des Modells bezweifeln, funktionierte es im vergangenen Jahrzehnt gut.<br>\nWichtig bei der Dow-Theorie ist nicht nur der Dow Jones Industrial Average, sondern u.a. auch der Dow Jones Transportation Average. Eine Trendwende wird n&auml;mlich erst dann als gegeben angesehen, wenn sowohl die Industrieaktien als auch die Transportaktien ihre H&ouml;he- beziehungsweise Tiefpunkte nicht mehr best&auml;tigen, wobei die Transportaktien einen vorauslaufenden Charakter haben. Dahinter steckt die Idee, dass bei einer nachlassenden Konjunktur die Transportfirmen von den Industrieunternehmen weniger Auftr&auml;ge bekommen. Bei den im Transport-Index enthaltenen Firmen, etwa bei Eisenbahn-, Flug- und Schifffahrtsgesellschaften sowie Spediteuren, machen sich die Auswirkungen einer wirtschaftlichen Abschw&auml;chung aber schneller bemerkbar, da sie h&auml;ufiger und mehr Zahlen ver&ouml;ffentlichen, beispielsweise Daten zum G&uuml;terverkehr oder Passagierzahlen f&uuml;r einzelne Monate. Ein Kursr&uuml;ckgang bei den Transport-Titeln kann somit ein Warnsignal f&uuml;r den breiten Markt beziehungsweise die Industriewerte sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/boersen_und_maerkte\/warnzeichen_durch_die_dow-theorie_1.586560.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Beunruhigend ist eigentlich nicht der durch die &ldquo;Dow Theorie&rdquo; angezeigte Trend, sondern dass die B&ouml;rsianer so ratlos sind, da&szlig; charttechnische Analysen an Bedeutung gewinnen. Dabei werden werden die Kurvenverl&auml;ufe der Kurse unter Ber&uuml;cksichtigung der jeweils gegebenen Ums&auml;tze beobachtet, ohne die fundamentalen Daten und Entwicklungen zu ber&uuml;cksichtigen.<br>\nKritiker gehen davon aus, da&szlig; die Chancen einer Aussage &uuml;ber den weiteren Kursverlauf eines Wertpapiers beim W&uuml;rfeln genau so gro&szlig; sind. Allerdings tr&auml;gt die Verbreitung dieses (Aber)glaubens durch Anlegermagazine dazu bei, da&szlig; tats&auml;chlich Kapital bewegt wird, d.h. es entsteht eine selbsterf&uuml;llenden Prophezeiung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ab- oder Aufw&auml;rts &ndash; wohin gehen die (Schweizer) L&ouml;hne wirklich?<\/strong><br>\nTrotz Hochkonjunktur mit einem Wirtschaftswachstum von insgesamt 4,3 Prozent pro Kopf sind die Schweizer L&ouml;hne 2005 und 2006 gem&auml;ss offizieller Statistik nicht gestiegen. Ist das bloss ein Ausrutscher oder das Symptom eines weltweiten Trends?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blick.ch\/news\/wirtschaft\/vontobel\/ab-oder-aufwaerts-wohin-gehen-die-loehne-wirklich-76353\">Blick<\/a><\/li>\n<li><strong>Brief-Mindestlohn durch die Hintert&uuml;r<\/strong><br>\nDie gescheiterte Einf&uuml;hrung eines Mindestlohns f&uuml;r die Briefbranche k&ouml;nnte die Konkurrenten der Post AG teuer zu stehen kommen. Die Wettbewerber sind n&auml;mlich verpflichtet, ihre Geh&auml;lter an den Tarifen des Ex-Monopolisten zu orientieren &ndash; und damit kr&auml;ftig anzuheben. Diese Auffassung vertritt zumindest das Bundesarbeitsministerium mit Verweis auf das Postgesetz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/print\/wirtschaft\/703263.html?_=print\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wenn das stimmt, dann war die k&uuml;rzlich gescheiterte Einigung &uuml;ber einen Mindestlohn der Postzusteller de facto ein Versuch, die L&ouml;hne zu dr&uuml;cken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Rechtsfreie Wirtschaft<\/strong><br>\nBusiness Crime Control im Ehrenamt: Ein Preis f&uuml;r Werner R&uuml;gemer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/11-20\/024.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>China unterbricht den Dialog mit Deutschland<\/strong><br>\nAlle Welt zollte der Kanzlerin Lob und Anerkennung f&uuml;r den Schritt, das geistliche Oberhaupt der Tibeter in ihren Amtsr&auml;umen zu begr&uuml;&szlig;en &ndash; und damit Peking die Stirn zu bieten. Die Chinesen indes, die solche Ehrungen des Dalai Lama als Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten betrachten, schlie&szlig;lich erheben sie seit den f&uuml;nfziger Jahren Anspruch auf Tibet, zeigen den Deutschen seither die kalte Schulter. Ist dies der Preis, den Deutschland zahlt f&uuml;r ein offenes Eintreten f&uuml;r Menschenrechte? Auf den ersten Blick scheint es so, doch Kenner sehen die gegenw&auml;rtigen Probleme vor allem in der mangelnden Informationspolitik der Kanzlerin gegen&uuml;ber China begr&uuml;ndet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1245141\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;V&ouml;llig normal und nat&uuml;rlich&rdquo;<\/strong><br>\nSpaniens Streit um die Erinnerung: Die Kirche spricht ermordete Diktaturanh&auml;nger selig, ermordete Diktaturopfer aber nicht. Wenn es um Diktatur und B&uuml;rgerkrieg geht, wird der Ton hitzig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=ku&amp;dig=2007%2F11%2F19%2Fa0133&amp;src=GI&amp;cHash=fec85d5cc3&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2779","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2779","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2779"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2779\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2779"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2779"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2779"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}