{"id":27826,"date":"2015-10-06T09:15:48","date_gmt":"2015-10-06T07:15:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27826"},"modified":"2015-10-06T09:15:48","modified_gmt":"2015-10-06T07:15:48","slug":"hinweise-des-tages-2474","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27826","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/AM\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27826#h01\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27826#h02\">Fl&uuml;chtlingsdebatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27826#h03\">Portugal: Regierungskoalition siegt bei Parlamentswahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27826#h04\">Interview mit Giorgos Chondros: &ldquo;F&uuml;r Syriza ist der Euro kein Fetisch&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27826#h05\">Wegen niedriger Zinsen Rente mit 70<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27826#h06\">Lkw-Fahrer werden zu Nomaden der Autobahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27826#h07\">Robert Reich&rsquo;s Dire Warning: America&rsquo;s Free-Market Obsession Is &ldquo;Poisoning&rdquo; Our World<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27826#h08\">Hartz IV &ndash; Das Existenzminimum ist unantastbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27826#h09\">Hungern als &raquo;Rechtsfolge&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27826#h10\">Kita-Tarifstreit: Ver.di empfiehlt Erziehern Kompromiss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27826#h11\">Waffengewalt in Amerika  &ndash; Die ern&uuml;chternde Sprache der Zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27826#h12\">Zur deutschen Einheit: 25 Jahre deutsche Einheit &ndash; weder Einheit noch Gleichheit und nichts gelernt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27826#h13\">Maas und die Datenhehlerei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27826#h14\">Salazar, Franco, Pinochet, Orb&aacute;n und die Bazis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27826#h15\">So einer wie Donald Trump<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27826#h16\">Corbyns Sieg: Hoffnung f&uuml;r Europas Linke?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27826#h17\">3 Millionen B&uuml;rger fordern Stop TTIP. Gro&szlig;demo Sa, 10.10. in Berlin<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27826&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Kriegsherren im Glashaus<\/strong><br>\nSeit Russland in Syrien bombardiert, sitzt auch Putin auf der Anklagebank &ndash; zu Recht! Unter Bombenteppichen w&auml;chst nun mal kein Frieden. Die &ldquo;Frankfurter Allgemeine Zeitung&rdquo; berichtet, dass Menschenrechtlern zufolge durch diese Luftschl&auml;ge bereits 39 Zivilisten get&ouml;tet wurden. Russland bestreitet das und sieht darin eine gezielte Desinformatios-Kampagne des Westens. Russlands Kritik an den amerikanischen &Ouml;lkriegen b&uuml;&szlig;t an Glaubw&uuml;rdigkeit ein. Jetzt wirft US-Pr&auml;sident Obama Russland vor, den IS indirekt zu st&auml;rken. Er hat&rsquo;s n&ouml;tig. Schlie&szlig;lich haben die USA mit ihren Verb&uuml;ndeten den IS jahrelang hochgep&auml;ppelt. Und Obama ist letztendlich verantwortlich f&uuml;r das &ldquo;versehentliche&rdquo; Bombardieren eines Krankenhauses in Kundus. Er nennt das eine Trag&ouml;die. Eine Trag&ouml;die ist, dass der US-Imperialismus seit Jahren die Welt destabilisiert. Der sogenannte kleine Mann auf der Stra&szlig;e k&auml;me nie auf die Idee, Krieg zu f&uuml;hren. Immer sind wirtschaftliche Interessen und Expansionsgel&uuml;ste die Ursachen der Kriege. Wie w&auml;re es, wenn die USA und Russland mal wieder Abr&uuml;stungsverhandlungen aufnehmen w&uuml;rden? Letztendlich muss der Oligarchen-Kapitalismus in den USA und in Russland von einer Wirtschaftsverfassung abgel&ouml;st werden, die nicht den Gewinn, sondern den Menschen und seine Bed&uuml;rfnisse in den Mittelpunkt stellt. Der franz&ouml;sische Sozialist Jean Jaur&egrave;s hatte Recht: &ldquo;Der Kapitalismus tr&auml;gt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/961707683890699\/?type=3\">Oscar Lafontaine auf facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Konstanten westlicher Weltpolitik<\/strong><br>\nMit heftigen Vorw&uuml;rfen reagiert Berlin auf die russischen Luftangriffe in Syrien. Viele der Angriffe h&auml;tten nicht dem &ldquo;Islamischen Staat&rdquo; (IS), sondern &ldquo;der syrischen Opposition und Zivilisten&rdquo; gegolten, behauptet die Bundesregierung in einer Erkl&auml;rung, die sie gemeinsam mit den Regierungen mehrerer verb&uuml;ndeter Staaten ver&ouml;ffentlicht hat, darunter die T&uuml;rkei und Saudi-Arabien. Die Luftschl&auml;ge m&uuml;ssten &ldquo;sofort eingestellt&rdquo; werden. Tats&auml;chlich haben russische Kampfflieger neben dem IS auch Stellungen anderer jihadistischer Milizen bombardiert &ndash; sowie Stellungen vom Westen hochger&uuml;steter K&auml;mpfer, die sich an Offensiven der Al Nusra-Front beteiligen. Al Nusra ist der syrische Ableger von Al Qaida, derjenigen Organisation, die nach dem 11. September 2001 das Hauptziel des westlichen &ldquo;Anti-Terror-Kriegs&rdquo; war. Die russischen Luftangriffe markieren zum einen den deutlich steigenden Einfluss Moskaus in Nah- und Mittelost, zum anderen das allgemeine Erstarken nicht-westlicher M&auml;chte in der Weltpolitik. Sie sind ein weiterer Schlag gegen die globale westliche Hegemonie.<br>\nJenseits ihrer weltpolitischen Bedeutung legen die russischen Luftangriffe in Syrien einmal mehr die Kooperation der westlichen M&auml;chte mit Jihadisten offen. Zu den Zielen, die russische Bomber in den vergangenen Tagen attackierten, geh&ouml;rten neben Einheiten des IS auch Stellungen der Miliz Jaish al Fatah.[9] Diese ist ein Zusammenschluss, der von salafistischen und jihadistischen Verb&auml;nden dominiert wird; eine starke Stellung in ihm hat die Al Nusra-Front inne, der syrische Ableger von Al Qaida. Jaish al Fatah ist &ndash; mit logistischer Hilfe des NATO-Mitglieds T&uuml;rkei &ndash; von Saudi-Arabien, einem zentralen Verb&uuml;ndeten des Westens in Mittelost, mit Geld und Waffen ausgestattet worden.[10] US-Medien r&auml;umen heute unumwunden ein, dass Teile von Jaish al Fatah &ndash; angeblich &ldquo;moderate&rdquo; Milizen &ndash; auch von US-Geheimdiensten hochger&uuml;stet wurden.[11] Dies best&auml;tigt erneut, dass der Westen und seine Verb&uuml;ndeten zum Sturz missliebiger Regierungen in der islamischen Welt bei Bedarf auch B&uuml;ndnisse bewaffnen, die zumindest unter sp&uuml;rbarem Einfluss von Al Qaida stehen. Damit st&auml;rken sie genau diejenige Organisation, gegen die sie im Jahr 2001 wegen der Anschl&auml;ge vom 11. September ihren globalen &ldquo;Anti-Terror-Krieg&rdquo; entfesselten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59216\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlingsdebatte<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>&bdquo;Fl&uuml;chtlinge als &sbquo;Sicherheitsrisiko&rsquo;&ldquo;<\/strong><br>\nDie Bundesakademie f&uuml;r Sicherheitspolitik (BAKS) untersucht Fl&uuml;chtlingsbewegungen im Hinblick auf vermeintlich von ihnen ausgehende Bedrohungen. F&uuml;r den kommenden Monat k&uuml;ndigt der zentrale milit&auml;rpolitische Think-Tank der deutschen Regierung eine &bdquo;Top-Level-Veranstaltung&ldquo; an, die sich mit den &bdquo;Auswirkungen&ldquo; von &bdquo;Flucht und Migration&ldquo; auf &bdquo;Sicherheit und gesellschaftliche Stabilit&auml;t&ldquo; befassen soll. Als einer der Hauptredner vorgesehen ist Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU), der sich wiederholt f&uuml;r die &bdquo;vollst&auml;ndige Registrierung&ldquo; aller in Deutschland ankommenden Fl&uuml;chtlinge ausgesprochen hat, um zu verhindern, dass sich unter ihnen &bdquo;Terroristen&ldquo; befinden. Die dem Innenressort unterstehenden Repressionsbeh&ouml;rden und Geheimdienste konstruieren ihrerseits seit geraumer Zeit einen Zusammenhang zwischen &bdquo;illegaler Migration&ldquo;, &bdquo;organisierter Kriminalit&auml;t&ldquo; und &bdquo;Terrorismus&ldquo;. Auch die Bundeswehr unterstellt eine Gef&auml;hrdung der staatlichen &bdquo;Souver&auml;nit&auml;t&ldquo; und &bdquo;Stabilit&auml;t&ldquo; durch &bdquo;ungesteuerte und irregul&auml;re Zuwanderungen&ldquo;.<br>\nFlucht und &bdquo;Sicherheit&ldquo;<br>\nWie die in Berlin beheimatete Bundesakademie f&uuml;r Sicherheitspolitik (BAKS) mitteilt, wird sich ihr diesj&auml;hriges &bdquo;Deutsches Forum Sicherheitspolitik&ldquo;[1] mit den &bdquo;Auswirkungen&ldquo; von &bdquo;Flucht und Migration&ldquo; auf &bdquo;Sicherheit und gesellschaftliche Stabilit&auml;t&ldquo; befassen.[2] Erkl&auml;rtes Ziel der f&uuml;r den 12. und 13. Oktober anberaumten Konferenz ist es, entsprechende &bdquo;politisch-strategische Handlungsempfehlungen f&uuml;r den nationalen und europ&auml;ischen Rahmen zu entwickeln&ldquo;. Laut BAKS handelt es sich bei der Tagung um eine &bdquo;Top-Level-Veranstaltung&ldquo; f&uuml;r &bdquo;ausgew&auml;hlte Entscheider aus Bundesregierung, Politik, Wirtschaft, Sicherheitsbeh&ouml;rden und Wissenschaft&ldquo;. Die Teilnahme sei deshalb &bdquo;nur auf Grundlage einer pers&ouml;nlichen Einladung m&ouml;glich&ldquo;.[3]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ffm-online.org\/2015\/09\/11\/fluechtlinge-als-sicherheitsrisiko\/\">FFM-online<\/a><\/li>\n<li><strong>Von Analphabeten und Flutungen<\/strong><br>\nIm deutschen Polit-Establishment wird die Forderung nach einem &ldquo;Aufnahmestopp&rdquo; f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge immer lauter.<br>\nSchon seit Tagen verlangen immer mehr ranghohe Politiker aus den Unionsparteien, die Grenzen f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge zu schlie&szlig;en. Am Wochenende hat sich auch der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion f&uuml;r einen &ldquo;Aufnahmestopp&rdquo; ausgesprochen und erkl&auml;rt, es gebe &ldquo;Grenzen der Aufnahmekapazit&auml;t&rdquo;. F&uuml;hrende Medien publizieren Beitr&auml;ge, in denen ein<br>\nprominenter Historiker besorgt fragt, ob &ldquo;wirklich keine Analphabeten&rdquo;, sondern nur n&uuml;tzliche &ldquo;&Auml;rzte und Ingenieure&rdquo; in die Bundesrepublik k&auml;men, oder in denen ein Schriftsteller vor einer &ldquo;Flutung des Landes mit Fremden&rdquo; warnt. Derartige &Auml;u&szlig;erungen werden von Demonstranten, die gegen Fl&uuml;chtlinge protestieren, mit Genugtuung rezipiert. Allein am Wochenende gingen fast zehntausend Personen im Bundesland Sachsen gegen Fl&uuml;chtlinge auf die Stra&szlig;en. Die rassistische Gewalt nimmt weiter zu; die Zahl der Brandanschl&auml;ge auf Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte liegt bei &uuml;ber 60 seit Anfang 2015. Am gestrigen Montag wurde der erste tote Fl&uuml;chtling in einem brennenden Fl&uuml;chtlingsheim gefunden; Brand- und Todesursache war den Beh&ouml;rden zufolge noch unklar. Der Europarat warnt vor der Zunahme von Rassismus in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59218\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Wer hier wirklich gegen wen k&auml;mpft<\/strong>\n<ul>\n<li>Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) sch&auml;tzt, dass bis 2018 gut 531 000 Menschen keine eigene Wohnung mehr haben &ndash; ein deutlicher Anstieg.<\/li>\n<li>Ursache des Wohnungsmangels ist der Arbeitsgemeinschaft zufolge nicht die Zuwanderung, sondern fehlendes Engagement im sozialen Wohnungsbau.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Thomas Specht formuliert es sehr vorsichtig und mit vielen &ldquo;Wenn&rdquo;, die er vorausschickt. Wenn also vieles schiefgeht, dann &ldquo;ist es nicht vermessen, dass es zu einer unguten Konkurrenz von Zielgruppen kommen kann&rdquo;. Thomas Specht ist Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW). Was er meint, ist das, was andernorts auch mal mit drohenden Verteilungsk&auml;mpfen beschrieben wird. Verteilungsk&auml;mpfen zwischen Fl&uuml;chtlingen und Obdachlosen, um es zugespitzt zu formulieren.<br>\nAn diesem Montag stellt Specht f&uuml;r seinen Verband die neuesten Obdachlosen-Zahlen vor. Die Lage ist angespannt. Wenn sich nicht grundlegend etwas &auml;ndert, dann werden 2018 gut 531 000 Menschen keine eigene Wohnung mehr haben. Im vergangenen Jahr waren es mehr als 314 000 Menschen.<br>\nViele von ihnen kommen in Notunterk&uuml;nften der St&auml;dte unter oder werden von Freunden oder Verwandten aufgenommen. Gut 29 000 Menschen bleiben &uuml;brig, die &ldquo;Platte machen&rdquo;, auf der Stra&szlig;e leben.<br>\nDass nach den Sch&auml;tzungen der BAGW die Wohnungslosen-Zahlen derart ansteigen werden, liegt nur zu einem geringen Anteil an den Fl&uuml;chtlingen. 800 000 Fl&uuml;chtlinge erwartet die Bundesregierung zwar bis Jahresende. Die BAGW rechnet gar mit insgesamt 2,2 Millionen Menschen, die Zuflucht in Deutschland suchen. &ldquo;Konservativ gerechnet&rdquo;, erkl&auml;rt Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Specht.<br>\nDas Problem seien deshalb nicht die Fl&uuml;chtlinge. &ldquo;Das ist machbar.&rdquo; Sondern die aus Sicht des Verbandes verfehlte Wohnungsbaupolitik der vergangen Jahre. Der soziale Wohnungsbau deckt den Bedarf l&auml;ngst nicht mehr. Jedes Jahr fallen 60 000 Wohnungen aus der Bindung. Das sind Wohnungen, deren Neubau mit Steuergeld gef&ouml;rdert wurde und die dann f&uuml;r einen bestimmten Zeitraum g&uuml;nstig an Bed&uuml;rftige vermietet werden mussten. Danach k&ouml;nnen sie ohne jede Einschr&auml;nkung auf dem Wohnungsmarkt angeboten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/wohnungslose-und-fluechtlinge-wer-hier-wirklich-gegen-wen-kaempft-1.2678164\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &bdquo;Der wahre Verteilungskampf findet also nicht zwischen Fl&uuml;chtlingen und Obdachlosen statt. Sondern zwischen Reich und Arm.&ldquo; Endlich bringt jemand den zentralen gesellschaftlichen Antagonismus auf den Punkt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zwischen Willkommenskultur und &raquo;Belastungsgrenze&laquo;<\/strong><br>\nDie Bewegung der Schutzsuchenden nach Deutschland ebbt nicht ab. Noch immer kommen jeden Tag Tausende an den Grenzen an. Angesichts des ungebrochenen Andrangs werden die Beh&ouml;rden und deren politische Leitungen immer unruhiger. Die Registrierung der Fl&uuml;chtlinge wird immer un&uuml;bersichtlicher, die Unterbringungs- und Versorgungsprobleme nehmen zu.<br>\nDie Politik reagiert mehr und mehr mit Abschreckungsma&szlig;nahmen, die freilich ihre Wirkung verfehlen und die nationalistisch motivierten Abgrenzungen gewinnen in der politischen Klasse an Gewicht, was auch das Image der Bundeskanzlerin untergr&auml;bt.<br>\nDie Fl&uuml;chtlingsbewegung<br>\nAuch nach Wiedereinf&uuml;hrung der Grenzkontrollen in Deutschland bleibt die Zahl der einreisenden AsylbewerberInnen hoch. Pro Tag kommen aktuell im Durchschnitt etwa 10.000 Schutzsuchende in Deutschland an. Die Bundesregierung geht davon aus, dass allein im September rund 170.000 Menschen in Deutschland registriert wurden. Im Vergleich zum Vormonat ist das ein deutlicher Anstieg: Im August wurden noch 105.000 AsylbewerberInnen verzeichnet. Selbst wenn die exakte Monatszahl erst in ein paar Tagen verf&uuml;gbar sei, wird der &raquo;September &hellip; ein Rekordmonat dieses Jahres und damit auch f&uuml;r die vergangenen Jahrzehnte werden&laquo;, so Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU).<br>\nSch&auml;tzungen gehen allerdings von deutlich mehr Fl&uuml;chtlingen aus. Laut dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sollen im September 270.000 Menschen eingereist sein, die zum Teil nicht registriert wurden. Auch Regierungskreise in Berlin rechnen f&uuml;r diesen Monat mit mehr als 200.000 Fl&uuml;chtlingen &ndash; etwa so viele wie im Jahr 2014 insgesamt. Bislang gehen die Bundesbeh&ouml;rden f&uuml;r dieses Jahr von 800.000 Asylsuchenden aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/zwischen-willkommenskultur-und-belastungsgrenze\/%20\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<p><strong>Dazu: Anmerkungen zum Thema &ldquo;Belastungsgrenze&rdquo;<\/strong><br>\nIn diesen Tagen &auml;u&szlig;ern sich viele zum Thema &ldquo;Belastungsgrenzen&rdquo;.<br>\nMeinen sie die Belastungsgrenze der Kinder, Frauen und M&auml;nner aus Syrien, die vor den M&ouml;rderbanden des IS, den Fassbomben Assads oder Al Kaida fliehen? Oder die Belastungsgrenzen der Menschen, die aus ihrer ganz pers&ouml;nlichen H&ouml;lle des Irak, Afghanistans oder Eritreas oder aus Pakistan fliehen?<br>\nOder die Belastungsgrenzen derer, die ihre Kinder vor dem Hungertod bewahren wollen, w&auml;hrend wir unsere billigen Lebensmittel wegschmei&szlig;en? Oder vielleicht die Belastungsgrenzen derer, die aus Gegenden fliehen, in die wir unsere todbringenden Waffen liefern? Oder vielleicht die aus L&auml;ndern, mit denen wir enge Verb&uuml;ndete sind, obwohl sie Frauen unterdr&uuml;cken, Kinder arbeiten lassen , Kritiker auspeitschen, steinigen oder anderswie barbarisch hinrichten?<br>\nNein, mir scheint, wir meinen andere Belastungsgrenzen!<br>\nHaben wir die denn nicht? Doch klar: Auf die Dauer k&ouml;nnen wir nicht fast alleine mit Schweden und &Ouml;sterreich Abertausende Fl&uuml;chtlinge in Tagesfrist aufnehmen, anst&auml;ndig unterbringen oder gar integrieren.<br>\nAuf die Dauer kommen die zahlreichen tollen freiwilligen Helferinnen und Helfer, die Verb&auml;nde, Polizei und Bundeswehr, Kommunen an die Grenze dessen, was sie leisten k&ouml;nnen. Das stimmt.<br>\nWas ist der Ausweg? Weg mit dem Individualrecht auf Asyl? Niemals!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/ralf.stegner\/posts\/952796158119921?fref=nf&amp;pnref=story\">Ralf Stegner via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Portugal: Regierungskoalition siegt bei Parlamentswahl<\/strong><br>\nBei der Parlamentswahl in Portugal hat das konservative Regierungslager von Ministerpr&auml;sident Pedro Passos Coelho die meisten Stimmen bekommen, die Mehrheit im Parlament allerdings nicht erreicht. Nach Ausz&auml;hlung von 99 Prozent der Stimmen kommt Coelhos Mitte-Rechts-Koalition auf 38,6 Prozent. Die oppositionelle Sozialistische Partei von Ant&oacute;nio Costa bekam demnach 32,4 Prozent der Stimmen. Die CDU, ein B&uuml;ndnis aus Kommunisten und Gr&uuml;nen, lag bei 10,2 Prozent, der marxistische Linksblock (BE) bei 8,3 Prozent.<br>\nCosta r&auml;umte seine Niederlage ein. Seine Partei habe die selbst gesetzten Ziele nicht erreicht, sagte er in der Nacht zum Sonntag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/parlamentswahlen-regierung-in-portugal-wiedergewaehlt-a-1056134.html\">Spiegel<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Die linke Bescheidenheit und die Hegemonie der Eliten<\/strong><br>\nDie konservativen Regierungsparteien in Portugal haben gestern 13 Punkte gegen 2011 verloren, sind von 50,4 % auf 36,8 %geschrumpft, wenn man PSD und CDS von 2011 zusammen nimmt; selbst wenn man nur den PSD rechnet, gab es noch immer einen Verlust von 2 Punkten. Daf&uuml;r hat die alternative konservative Partei, die Sozialdemokraten (PS) gute 4 Punkte gewonnen, von 28,1 % auf 32,4 % &ndash; man muss hier aufpassen, denn die extrem Konservativen des PSD hei&szlig;en offiziell Sozialdemokraten, der PS nennt sich &ldquo;sozialistisch&rdquo;.<br>\nDie Linke hat auch einige Gewinne gemacht. Die Kommunisten+Gr&uuml;nen stiegen leicht von 7,9 % auf 8,3 %. Der Linksblock (BE), eine reformistische Gruppe, die der Europ&auml;ischen Linkspartei zugeh&ouml;rt, hat sich verdoppelt, von 5,2 % auf 10,2 %. Daneben gibt es noch eine Kommunistische Arbeiterpartei, die bei 1,1 % stand und steht.<br>\nSchlecht?<br>\nMan muss schon sehr bescheiden sein, um dies nach sechs Jahren Austerit&auml;tspolitik als Erfolg zu betrachten. Ende 2014 stand das BIP um -8 % &ldquo;real&rdquo; hinter jenem von 2008. Die Ungleichheit hat sich versch&auml;rft. Der Bev&ouml;lkerung geht es gar nicht gut. Und doch w&auml;hlen vier F&uuml;nftel unter den Menschen noch jene Parteien, welche die Austerit&auml;tslinie vertreten und an dieser Politik festhalten. Wenn irgendwo, zeigen sich hier Macht und Hegemonie der Eliten. Aber solange Menschen noch w&auml;hlen d&uuml;rfen, m&uuml;ssen diese Kr&auml;fte auch irgendwo ansetzen.<br>\nMan wird sich also wohl fragen m&uuml;ssen, was die Linke falsch macht. Und damit sind wir wieder bei der Strategie-Debatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euroexit.org\/index.php\/2015\/10\/05\/die-portugiesischen-griechischen-spanischen-wahlen-und-die-linke-strategie\/%20\">Euroexit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Interview mit Giorgos Chondros: &ldquo;F&uuml;r Syriza ist der Euro kein Fetisch&rdquo;<\/strong><br>\nDie griechische Regierung werde daf&uuml;r sorgen, dass &ldquo;die Reichen f&uuml;r die Krise bezahlen&rdquo;, sagt der Syriza-Politiker Giorgos Chondros. &ldquo;Das ist keine einfache Sache, weil die Eliten in Griechenland und auch hier in Deutschland das verhindern wollen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Fuer-Syriza-ist-der-Euro-kein-Fetisch-article16072126.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wegen niedriger Zinsen Rente mit 70<\/strong><br>\nDie niedrigen Zinsen machen alle Vorsorgepl&auml;ne zunichte. Da hilft nur mehr sparen oder l&auml;nger arbeiten. Doch wie viele zus&auml;tzliche Arbeitsjahre sind n&ouml;tig?<br>\nEs ist ein Drama: Gerade erst mussten wir uns von der Rente mit 65 verabschieden. Die Deutschen gew&ouml;hnen sich daran, dass die J&uuml;ngeren bis zum Alter von 67 Jahren arbeiten m&uuml;ssen, bevor sie in den Ruhestand gehen d&uuml;rfen. Doch die Wahrheit ist: Nicht einmal das wird reichen. Die Rente mit 70 naht.<br>\nUnd das nicht etwa, weil die Regierung das per Gesetz verordnen will. Das w&auml;re zwar klug, weil Deutschland rasch altert und das staatliche Rentensystem dadurch immer schwerer zu finanzieren ist. Ein sp&auml;terer Rentenbeginn w&uuml;rde das System um viele Milliarden Euro entlasten. Aber eine solche gewaltige Reform w&uuml;rde die Bundesregierung niemals wagen. Wozu auch? Stimmen lassen sich damit nicht gewinnen, und die &Uuml;bersch&uuml;sse in den Rentenkassen gaukeln Entspannung vor.<br>\nNein, die Deutschen werden vielleicht auch ohne Regierungsbeschluss bald bis 70 arbeiten. Weil ihnen nichts anderes &uuml;brigbleibt. Schuld daran ist nicht die Demographie &ndash; sondern die niedrigen Zinsen. Denn sie zerst&ouml;ren die bisherigen Planungen f&uuml;r die Altersvorsorge. Schon jetzt ist klar, dass die Deutschen mit den Auszahlungen aus der staatlichen Rente allein nicht &uuml;ber die Runden kommen werden. Denn in Deutschland m&uuml;ssen immer weniger Besch&auml;ftigte immer mehr Ruhest&auml;ndler &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum finanzieren. Das Ergebnis sind h&ouml;here Beitr&auml;ge f&uuml;r die Einzahler (in ein paar Jahren ist damit zu rechnen) und weniger ausk&ouml;mmliche Renten f&uuml;r die Ruhest&auml;ndler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/meine-finanzen\/vorsorgen-fuer-das-alter\/wegen-niedriger-zinsen-die-rente-mit-70-13837141.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> FAZ-typisch, wird in diesem Artikel mal wieder gelogen, da&szlig; sich die Balken biegen, um den Arbeitnehmern die angebliche Notwendigkeit eines noch h&ouml;heren Rentenalters aufzuschwatzen. Schon die Unterschrift &ldquo;Die Arbeit geht nicht aus.&rdquo; unter dem Bild eines &auml;lteren Arbeitnehmers, der sich k&ouml;rperlich abm&uuml;hen mu&szlig;, ist eine Zumutung: wenn die Arbeit nicht ausgeht, warum fehlen dann mindestens 5-6 Millionen Vollzeitstellen in Deutschland, und warum wird Arbeitsleistung so katastrophal schlecht bezahlt?<\/em><br>\n<em>Zun&auml;chst einmal m&uuml;&szlig;te man dem Autor deutlich auf die F&uuml;&szlig;e treten: die Rente wird nicht vom Staat bezahlt, sondern von den Arbeitnehmern erwirtschaftet und von den Unternehmen bezahlt. Der Staat hat damit exakt gar nichts zu tun. Nur weil die Arbeitgeber Lohnkosten sparen wollten, sind die Rentenanspr&uuml;che gek&uuml;rzt worden. Vielleicht sollte der Autor bei so krasser Unkenntnis der Materie lieber nicht &uuml;ber dieses wichtige Thema schreiben? Dann wird behauptet, die niedrigen Zinsen f&uuml;r die angeblich &ldquo;kapitalgedeckte&rdquo; Altersvorsorge w&uuml;rden die Arbeitnehmer zu l&auml;ngerer Erwerbst&auml;tigkeit zwingen, nicht die Demographie. Aber warum sind die Zinsen so niedrig, und wer erarbeitet sie? Bei der Diskussion um die Riester-Rente vor 10, 15 Jahren hat die FAZ noch behauptet, die Zinsen w&uuml;rden die Demographie schlagen. Warum finden wir hier keine Kritik an der &ldquo;kapitalgedeckten&rdquo; Altersvorsorge, mindestens so scharf wie an der (von der FAZ offenbar nicht verstandenen) Umlagerente? Am besten aber gef&auml;llt mir ein Satz, der die ganze Absurdit&auml;t dieses Bl&ouml;dsinns aufdeckt, der sich als Argumentation tarnt: &ldquo;Die Konsequenz: Die Menschen m&uuml;ssen freiwillig l&auml;nger als verlangt arbeiten, um die neu entstandene zus&auml;tzliche L&uuml;cke zu f&uuml;llen.&rdquo; Was denn nun: freiwillig oder gezwungen? Warum m&uuml;ssen eigentlich nicht z. B. die Unternehmen freiwillig h&ouml;here Rentenbeitr&auml;ge zahlen, um die L&uuml;cke zu f&uuml;llen? Im Falle dieses Schreiberlings, der den Anspr&uuml;chen des Arbeitsmarkts echt nicht gewachsen ist, empfehle ich die Rente mit 45.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Lkw-Fahrer werden zu Nomaden der Autobahn<\/strong><br>\nVor allem osteurop&auml;ische Fahrer verbringen ihre Ruhezeiten auf deutschen Rastst&auml;tten. Langsam erkennt die Politik das Problem&hellip;.<br>\nDie N&ouml;te der Kraftfahrer: Lohndumping durch die Besch&auml;ftigung billigerer Arbeitskr&auml;fte aus Osteuropa, fehlende Kontrollen von Ruhezeiten. In j&uuml;ngster Zeit haben die Probleme zugenommen, auch durch die Einf&uuml;hrung des Mindestlohns. Skoppeck und seine Kollegen berichten von rum&auml;nischen Fahrern, die &uuml;ber Monate auf der Stra&szlig;e, in ihren Fahrzeugen lebten. Das sei nicht nur unw&uuml;rdige Arbeit f&uuml;r den Fahrer, sondern auch gef&auml;hrlich f&uuml;r den Stra&szlig;enverkehr. Ruhezeiten w&uuml;rden nicht eingehalten, Kontrollen gebe es sowieso kaum &ndash; &bdquo;allenfalls stichprobenhaft&ldquo;.<br>\nAber auch wenn kontrolliert w&uuml;rde, die gesetzlichen Regeln sind vage. Wie lang die w&ouml;chentliche Ruhezeit sein muss und wann sie ausgesetzt werden kann, interpretiert jedes europ&auml;ische Land f&uuml;r sich; auch wo die Ruhezeit verbracht werden muss. Obwohl es eine EU-Richtlinie gibt, kommt es zu unterschiedlichen Auslegungen. In Frankreich und Belgien m&uuml;ssen Fahrer ihre Ruhezeit an ihrem Lebensmittelpunkt verbringen, also zu Hause. In Deutschland ist das nicht so. Wegen des Sonntagsfahrverbotes kann man das auf den Rastpl&auml;tzen sehen: Fernfahrer, die vor ihren Lkw kochen und auf die Weiterfahrt waren.&bdquo;Moderne Nomaden&ldquo;, sagt der SPD-Abgeordnete Schiefner. &bdquo;Es herrschen menschenunw&uuml;rdige Arbeitsbedingungen in der Branche.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/umstrittene-arbeitszeiten-lkw-fahrer-werden-zu-nomaden-der-autobahn\/12406348.html%20\">Fabian Federl im Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Robert Reich&rsquo;s Dire Warning: America&rsquo;s Free-Market Obsession Is &ldquo;Poisoning&rdquo; Our World<\/strong><br>\nIn former Secretary of Labor Robert Reich&rsquo;s latest book, &ldquo;Saving Capitalism: For the Many, Not the Few,&rdquo; he tackles a polarizing subject that has long divided liberals and conservatives, and, in recent years, has become increasingly mythological. That subject is the free market, which, as Reich points out in his book, has and will never been free in the sense that so many on the right imagine in their theories.<br>\n&ldquo;Few ideas have more profoundly poisoned the minds of more people than the notion of a &lsquo;free market&rsquo; existing somewhere in the universe, into which government &lsquo;intrudes,&rsquo;&rdquo; Reich writes, &ldquo;But the prevailing view, as well as the debate it has spawned, is utterly false. There can be no &lsquo;free market&rsquo; without government&hellip; Competition in the wild is a contest for survival in which the largest and strongest typically win. Civilization, by contrast, is defined by rules; rules create markets, and governments generate the rules.&rdquo;<br>\nLaws and regulations, whether relating to patents and property or bankruptcy and contracts, help form a stable capitalist market, while a truly &ldquo;free&rdquo; market would be akin to the wild (i.e. Social Darwinism).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.alternet.org\/economy\/robert-reichs-dire-warning-americas-free-market-obsession-poisoning-our-world?akid=13547.55155.edCMvB&amp;rd=1&amp;src=newsletter1043521&amp;t=9%20\">ALTERNET<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hartz IV &ndash; Das Existenzminimum ist unantastbar<\/strong><br>\nDas Existenzminimum werde mit Hartz IV nicht gesichert &ndash; durch drohenden Leistungsentzug sei es Verhandlungssache, kritisiert der &Ouml;konom Philip Kovce. Wir sollten das Sozialrecht nicht l&auml;nger als Strafrecht missbrauchen, fordert er.<br>\nWie liberal oder sozial eine Gesellschaft ist, l&auml;sst sich daran ablesen, wie sie mit Minderheiten umgeht. Ein Beispiel, das eindr&uuml;cklich zeigt, dass die Bundesrepublik sowohl auf dem liberalen als auch auf dem sozialen Auge an Sehschw&auml;che leidet, ist die Arbeitslosenunterst&uuml;tzung, die auf den Namen Hartz IV h&ouml;rt.<br>\nWenn von Arbeitslosen gefordert wird, nahezu jede Besch&auml;ftigung aufzunehmen, wenn ihnen au&szlig;erdem unbezahlte Arbeit einfach zugewiesen werden kann, dann hat das weniger mit dem Grundrecht auf freie Berufswahl als mit Zwangsarbeit zu tun. Das Existenzminimum wird dank Hartz IV nicht gesichert, sondern durch den jederzeit drohenden Leistungsentzug zur Verhandlungssache. Der UN-Ausschuss f&uuml;r wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte fordert deshalb von der Bundesrepublik, &ldquo;die Menschenrechte in die Umsetzung des Armutsbek&auml;mpfungsprogramms einzubeziehen&rdquo;.<br>\nIn Berlin wird das nat&uuml;rlich ganz anders gesehen: Was die Vereinten Nationen verurteilen, wird hier als Reform gefeiert. Anstatt sich in der Arbeitslosenunterst&uuml;tzung einzurichten, habe sich der Einzelne besonders zu engagieren, damit Deutschland auch in Zukunft mit bl&uuml;henden Industrielandschaften aufwarten k&ouml;nne, so die Devise.<br>\nLiberalisierung, Privatisierung, Flexibilisierung &ndash; mit diesen und &auml;hnlich nichtssagenden Vokabeln wurden die Hartz-Reformen in der Schr&ouml;der-&Auml;ra verabschiedet. Und sie werden noch heute von all jenen begr&uuml;&szlig;t, die das deutsche Niedriglohnjobwunder bestaunen und Hartz-IV-Bezieher f&uuml;r dumm, faul und versoffen halten.<br>\nDabei ist Hartz IV die richtige L&ouml;sung zur falschen Zeit &ndash; also falsch. Wer Arbeitslosigkeit vor einigen Jahrzehnten einer individuellen Verweigerungshaltung zusprach, mochte damit noch richtig liegen. Doch sie ist heute l&auml;ngst kein Luxus mehr, den sich einige Faulpelze leisten, sondern zunehmender Regelfall, wenn flei&szlig;ige Maschinen Menschen entlasten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/hartz-iv-sanktionen-das-existenzminimum-ist-unantastbar.1005.de.html?dram:article_id=332579\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eine weitere Stimme, die darauf hinweist, dass Hartz IV ein menschenverachtendes System ist, somit aber perfekt die neoliberale Logik abbildet. Auch gerade vor diesem Hintergrund sollte man die Aussagen bez&uuml;glich der aktuellen Fl&uuml;chtlingskrise von Merkel und anderer Apologeten des Neoliberalismus betrachten. Die ganze Humanit&auml;t gegen&uuml;ber Fl&uuml;chtlingen ist reine Fassade, wenn in Deutschland selbst, die Menschenw&uuml;rde von Millionen B&uuml;rgern mit F&uuml;ssen getreten wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Hungern als &raquo;Rechtsfolge&laquo;<\/strong><br>\nGrundrecht auf Existenzminimum negiert: CDU, CSU und SPD b&uuml;gelten im Bundestag Antr&auml;ge von Linkspartei und Gr&uuml;nen gegen Hartz-IV-Sanktionen ab<br>\nW&auml;hrend Aktivisten am Reichstagsufer mit 60 Holzkreuzen an &raquo;Opfer der Agenda 2010&laquo; erinnerten, stellten am Donnerstag abend alle Redner der Regierungsfraktionen von CDU, CSU und SPD klar: Die Knute gegen Hartz-IV-Bezieher wird weiter geschwungen. Zwei Antr&auml;ge der Linksfraktion nach einem Ende der im Zweiten und Zw&ouml;lften Sozialgesetzbuch (SGB II und XII) verankerten Strafpraxis w&uuml;rgten sie geschlossen ab. Auch das Begehren der Gr&uuml;nen-Fraktion nach einem Moratorium f&uuml;r eine &Auml;nderung des Gesetzes, um das Minimum zum &Uuml;berleben k&uuml;nftig von K&uuml;rzungen auszuklammern, fiel bei der gro&szlig;en Koalition durch.<br>\nLinke-Chefin Katja Kipping mahnte erneut vergeblich, der physische und soziokulturelle Mindestbedarf d&uuml;rfe nicht angetastet werden. &raquo;Grundrechte m&uuml;ssen f&uuml;r jeden gelten, unabh&auml;ngig davon, wo man geboren wurde, wie man sich in den Arbeitsmarkt eingliedert und auch davon, ob man sich gegen&uuml;ber einer Beh&ouml;rde als braver Untertan erwiesen hat&laquo;, sagte sie. Vollsanktionen einschlie&szlig;lich Miete und Krankenversicherung, die unter 25j&auml;hrige bereits beim zweiten &raquo;Vergehen&laquo; treffen k&ouml;nnen, seien &raquo;besonders grausam&laquo;, betonte Kipping. &raquo;Wir produzieren Obdachlosigkeit, Hunger, soziale Verwahrlosung.&laquo; Die Strafen seien zudem &raquo;ein Angriff auf das gesamte Lohngef&uuml;ge&laquo;. Sie hingen &raquo;wie ein Damoklesschwert &uuml;ber Betroffenen und noch Arbeitenden&laquo;. &raquo;Zu Recht!&laquo; platzte der CDU-Abgeordnete Tino Sorge dazwischen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/10-05\/030.php\">junge welt<\/a>\n<p><strong>Sowie nochmals: Warum unsere Gesellschaft die Armen verachtet<\/strong><br>\nVor dem &ldquo;faulen Griechen&rdquo; kam der &ldquo;faule Arbeitslose&rdquo;: Die Bilder von Menschengruppen, die angeblich dem hart arbeitenden deutschen Steuerzahler auf der Tasche liegen, haben schon den Abbau des Sozialstaats unter Rot-Gr&uuml;n begleitet. Warum entstehen und wie wirken sie?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.maskenfall.de\/?p=9690\">maskenfall<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kita-Tarifstreit: Ver.di empfiehlt Erziehern Kompromiss<\/strong><br>\nDie Einigung zwischen Ver.di und Arbeitgebern st&ouml;&szlig;t in der Gewerkschaft auf viel Kritik. Doch die Gewerkschaftsf&uuml;hrung will den Kita-Tarifstreit endg&uuml;ltig beenden: Die Mitglieder sollen in einer Urabstimmung f&uuml;r den Kompromiss stimmen.<br>\nVer.di will den Kita-Tarifstreit offenbar endg&uuml;ltig beenden. Obwohl aus den eigenen Reihen Kritik kommt und auch Ver.di-Chef Frank Bsirske nicht endlos begeistert klingt, hat die Tarifkommission ihren Mitgliedern empfohlen, den ausgehandelten Kompromiss anzunehmen. Eine Urabstimmung solle Mitte kommender Woche beginnen und Ende Oktober abgeschlossen sein, teilte die Gewerkschaft am Freitag mit. Neue Streiks sind damit vorerst &auml;u&szlig;erst unwahrscheinlich.<br>\nDie Vertreter der bestreikten Einrichtungen bewerteten den Kompromiss unterschiedlich: Vor allem Besch&auml;ftigte aus den St&auml;dten, die als Streikhochburgen galten, pl&auml;dierten laut Ver.di f&uuml;r eine Fortsetzung der Kita-Streiks vom Mai.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/kita-tarifstreit-ver-di-empfiehlt-mitgliedern-den-kompromiss-a-1056001.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Vor kurzem war auf den NachDenkSeiten dieser Beitrag zu lesen: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27755\">Gewerkschaften leben offensichtlich noch. Lebendig und interessant.<\/a>&ldquo; Dieser war wohl etwas zu euphorisch. Vielleicht nicht hinsichtlich des Kampfwillens der Gewerkschaftsmitglieder, sondern eher, des, der Gewerkschaftsf&uuml;hrung von Verdi. Deutsche Gewerkschaften werden ja des &Ouml;fteren daf&uuml;r kritisiert, dass sie zu sehr den Kompromiss mit den Arbeitgebern anstreben. Man muss pr&auml;zisieren, die F&uuml;hrungsriege der Gewerkschaften, insbesondere der gro&szlig;en Industriegewerkschaften, f&uuml;hlt sich offenbar mehr den herrschenden Eliten verbunden als ihren Mitgliedern und den arbeitenden Menschen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Air France : Mitarbeiter jagen Manager<\/strong><br>\nErst st&uuml;rmen Air-France-Mitarbeiter Beratungen &uuml;ber einen Stellenabbau, dann schlagen sie mehrere Top-Manager in die Flucht. Die M&auml;nner fliehen mit zerrissenen Hemden vor der w&uuml;tenden Menge.<br>\nDer Streit um einen neuen Sparplan bei der franz&ouml;sischen Fluggesellschaft Air France ist in Gewalt umgeschlagen. Aufgebrachte Air-France-Mitarbeiter st&uuml;rmten am Montag in Paris ein Treffen von Konzernf&uuml;hrung und Betriebsrat und attackierten mehrere Unternehmensverantwortliche, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Der Personalchef der Fluggesellschaft sei dabei beinahe &ldquo;gelyncht&rdquo; worden, sagte ein Gewerkschaftsvertreter. Die Unternehmensleitung zeigte sich aber neuen Verhandlungen gegen&uuml;ber aufgeschlossen.<br>\nDemonstranten rissen in dem Tumult Air-France-Personalchef Xavier Broseta das Hemd ab, sie riefen dabei &ldquo;ausziehen&rdquo; und &ldquo;R&uuml;cktritt&rdquo;. Der Spitzenmanager musste von Sicherheitsleuten in Sicherheit gebracht werden. Attackiert wurde auch der Manager Pierre Plissonnier, der bei Air France f&uuml;r Langstreckenfl&uuml;ge zust&auml;ndig ist. Sein Hemd wurde vollkommen zerrissen. Bei seiner Flucht musste der Manager &uuml;ber einen Zaun klettern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/air-france--mitarbeiter-jagen-manager-,1472780,32086548.html\">FR<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Waffengewalt in Amerika &ndash; Die ern&uuml;chternde Sprache der Zahlen<\/strong><br>\nEine neue Statistik vergleicht die Zahl der durch Schusswaffen und der durch Terrorismus get&ouml;teten Amerikaner. Das Ergebnis ist best&uuml;rzend.<br>\nZwischen 2001 und 2013 kamen mehr als hundert Mal mehr Amerikaner in den Vereinigten Staaten durch Schusswaffen ums Leben als bei Terroranschl&auml;gen auf der ganzen Welt&hellip;<br>\nIn den 13 Jahren summierten sie sich auf die unglaubliche Zahl von 406.496. Das sind fast so viele Todesf&auml;lle wie im Stra&szlig;enverkehr&hellip;<br>\nDemgegen&uuml;ber fielen im selben Zeitraum 3380 Amerikaner Terroranschl&auml;gen zum Opfer. 350 von ihnen wurden nach Angaben des Au&szlig;enministeriums im Ausland get&ouml;tet. In den Vereinigten Staaten selbst waren es 3030 &ndash; die Zahl liegt vor allem deshalb so hoch, weil der Zeitraum auch die verheerenden Anschl&auml;ge am 11. September 2001 umfasst. Danach sank die Zahl der j&auml;hrlichen Terroropfer deutlich.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/151006_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/waffengewalt-in-amerika-die-ernuechternde-sprache-der-zahlen-13838146\/infografik-durch-13838130.html\">Stefan Tomik in der FAZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Zur deutschen Einheit: 25 Jahre deutsche Einheit &ndash; weder Einheit noch Gleichheit und nichts gelernt<\/strong><br>\nFeiern ist leicht, ver&auml;ndern ist schwer. Das h&auml;tte ein ernsthaftes Motto des 25. Jahrestages der deutschen Wiedervereinigung am vergangenen Samstag sein k&ouml;nnen. Die politische Vereinigung Deutschlands und die deutsch-deutsche W&auml;hrungsunion sind am 3. Oktober 1990 zwar besiegelt worden, von einer gesellschaftlichen und sozialen Einheit sind die beiden Teile Deutschlands aber auch nach einem Vierteljahrhundert noch weit entfernt.<br>\nDas h&auml;tte uns und unseren Politikern zu denken geben sollen. Doch Denken geh&ouml;rt nicht zu den prim&auml;ren politischen Aufgaben und deshalb hat die politische Klasse wieder einmal lieber gefeiert. H&auml;tten sie ein wenig nachgedacht, h&auml;tten sie aus den Lehren der deutsch-deutschen W&auml;hrungsunion auch Schussfolgerungen f&uuml;r die Europ&auml;ische W&auml;hrungsunion ziehen k&ouml;nnen, die fast f&uuml;nfzehn Jahre nach dem Umtausch der W&auml;hrungen am Abgrund steht.<br>\nWie fundamental sich Helmut Kohl und die CDU mit dem Versprechen &bdquo;bl&uuml;hender Landschaften&ldquo; im Osten geirrt haben, zeigt das unten stehende Bild aus dem gerade von der Bundesregierung ver&ouml;ffentlichten Jahresbericht 2015 zur deutschen Einheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/25-jahre-deutsche-einheit-weder-einheit-noch-gleichheit-und-nichts-gelernt\/\">Flassbeck-economics<\/a>\n<p><strong>Dazu: Beutezug Ost &ndash; Die Treuhand und die Abwicklung der DDR<\/strong><br>\nAlbrecht M&uuml;ller schrieb dazu bereits 2010: Wenn diese Versuche der Aufarbeitung einer d&uuml;steren Geschichte auch sp&auml;t kommen, es ist besser als gar nicht. Nach meinem Eindruck liegt so viel im Dunkel, dass es dringend geboten w&auml;re, die Vorg&auml;nge um die Abwicklung der fast 8000 Betriebe der DDR, um den Verkauf der ostdeutschen Banken an die westdeutschen Banken und um die W&auml;hrungsunion vom 1.7.1990 neu aufzuarbeiten. Ein neuer Untersuchungsausschuss zur Abwicklung von Betrieben durch die Treuhand w&auml;re dringend geboten. Den Historikern allein kann man diese Untersuchung des Raubs am Verm&ouml;gen der Mehrheit der Menschen in Mittel- und Ostdeutschland nicht &uuml;berlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6735\">NachDenkSeiten<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=bFPFA9CCUIc\">Die Reportage auf youtube<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Maas und die Datenhehlerei<\/strong><br>\nJustizminister Maas will ein Anti-Whistleblower-Gesetz durch den Bundestag schmuggeln. Was die Regierung plant, w&auml;re ein Angriff auf Demokratie und Pressefreiheit.<br>\nEs gibt viele Gr&uuml;nde, warum man die Vorratsdatenspeicherung ablehnen k&ouml;nnte, die wohl noch im Oktober durch den Deutschen Bundestag getrieben wird. Einer davon ist allerdings bislang kaum beleuchtet worden. Das Lieblingsprojekt konservativer Rechtspolitiker wird n&auml;mlich mit einem Kuckucksei geliefert, das man im Bundesjustizministerium in dem mehr als 50 Seiten langen Gesetzestext versteckt hat &ndash; und das hat es in sich.<br>\nEs geht um einen Paragrafen gegen &ldquo;Datenhehlerei. Dieser birgt erheblichen rechtspolitischen Sprengstoff, ist aber so gut versteckt, dass eine Explosion leider unwahrscheinlich erscheint. Denn Justizminister Heiko Maas (SPD) legt mit der &ldquo;Datenhehlerei&rdquo; ein Gesetz vor, das nicht nur unsinnig ist, sondern auch unvorhersehbare Auswirkungen auf s&auml;mtliche Lebensbereiche h&auml;tte, in denen der Umgang mit Daten eine Rolle spielt &ndash; ganz besonders auch auf den investigativen Journalismus. Da dr&auml;ngt sich ein Verdacht auf: Soll das Versteck im gro&szlig;en Vorratsdatenspeicherungspaket etwa verhindern, dass die Parlamentarier mitbekommen, was sie mit der &ldquo;Datenhehlerei&rdquo; eigentlich ins Strafgesetzbuch schreiben w&uuml;rden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/netzpolitik-datenhehlerei-1.2676184\">Ulf Buermeyer in der SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Salazar, Franco, Pinochet, Orb&aacute;n und die Bazis<\/strong><br>\nWas f&uuml;r eine Z&auml;sur! Luden die Christdemokraten aus Bayern doch tats&auml;chlich den Orb&aacute;n ein. Den Todesstrafenbef&uuml;rworter Orb&aacute;n. Den Gegner der Pressefreiheit Orb&aacute;n. Den, der gegen Sinti und Roma hetzt und die Republik Ungarn in blo&szlig; noch Ungarn unbenannte. Diesen reaktion&auml;ren und autorit&auml;ren Charakter Orb&aacute;n. Diesen kleinen Pfeilkreuzler. Ja, genau den luden sie ein und verpflichteten ihn als Ausputzer vor der Abwehr. Mit Ausputzer spielt heute keiner mehr. Aber alte Taktiken sind scheinbar wieder in. Und so ein Einschnitt ist es f&uuml;r Bayern nun auch wieder nicht, sich mit solchen politischen Kalibern zu treffen. Das hat man auch schon gehabt. Sogar mehrfach. Das geh&ouml;rte stets zur guten bayerischen Au&szlig;enpolitik dazu, wie das laut ausgerufene &raquo;Kruzifix!&laquo; beim Fr&uuml;hschoppen nach dem Gottesdienstbesuch, wenn einem ein Wei&szlig;bier aufgetragen wird, dass eine viel zu breite Schaumkrone tr&auml;gt.<br>\nDaher liest sich die bayerische Au&szlig;enpolitik auch wie ein Who is Who der modernen Despotie. Alles was Rang und Namen und Totschl&auml;ger hatte ist dabei. Mit jedem hatte man was zu bequatschen. Strau&szlig; war damals den griechischen Obristen sehr nahe. Er sch&auml;tzte es, dass sie Stabilit&auml;t in eine Gegend des europ&auml;ischen Kontinents brachten, in der sonst der Kommunismus gew&uuml;tet h&auml;tte. Er und seine Gamsbartgenossen unterhielten sich mit Salazar und Franco. 1977 reiste der sp&auml;tere bayerische Ministerpr&auml;sident nach Chile, um den 125. Jahrestag des Beginns der deutschen Einwanderung zu begehen. Dort lernte er den &Ouml;konomen Hayek kennen. Kritische Worte zu Pinochet gab es keine; Hayek war schon eher kritisch: Er beanstandete, dass es eine internationale Rufmordkampagne gegen diesen neuen chilenischen Vorbildstaat gab. Strau&szlig; lehnte sich an die Diktatur an. &raquo;Warum a ned?&laquo; Mit der Apartheid hatte er auch keine Probleme. Die Welt mag S&uuml;dafrika gemieden haben, aber der Freistaat war immerhin ein Freistaat, damit er machen konnte, was er wollte &ndash; auch mit Rassisten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2015\/10\/salazar-franco-pinochet-orban-und-die.html\">ad-sinistram<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>So einer wie Donald Trump<\/strong><br>\nDie Steigerung von Politikverdrossenheit hat einen Namen: Donald Trump. Paradoxerweise ist der Unternehmer damit politisch sehr erfolgreich. Wie viel Trump vertr&auml;gt die Welt?<br>\nIn den Augen seiner Anh&auml;nger kann Donald Trump, der sich um die republikanische Pr&auml;sidentschaftskandidatur bewirbt, nichts falsch machen. In den vergangenen Monaten hat der Milliard&auml;r mexikanische Einwanderer als Vergewaltiger verunglimpft, sich &uuml;ber John McCain, einen verehrten Kriegshelden, lustig gemacht, und Megyn Kelly, einer beliebten Fernsehmoderatorin, unterstellt, sie habe ihn nur kritisiert, weil sie gerade ihre Regel h&auml;tte. Nach jeder Entgleisung prophezeiten ihm Experten einen Absturz in den Meinungsumfragen. Jedes Mal lagen sie falsch.<br>\nIn Deutschland wird der unaufhaltsame Aufstieg Trumps zumeist als Symptom einer spezifisch amerikanischen Krankheit gewertet. In keiner anderen Demokratie der Welt, so hei&szlig;t es, lie&szlig;en sich W&auml;hler bei der Stimmabgabe so offen von ihrer Habsucht leiten, scherten sie sich so wenig um weniger privilegierte Mitb&uuml;rger, w&auml;ren sie politisch derart ignorant. Nur im hasserf&uuml;llten ungebildeten Amiland k&ouml;nnte so einer wie Trump erfolgreich sein.<br>\nSo verlockend diese Interpretation auch sein mag, sie liegt doch grundfalsch. Trump ist nicht &ndash; oder zumindest nicht nur &ndash; die Verk&ouml;rperung des Verfalls des amerikanischen Politikmodells. Vielmehr ist er ein Symptom f&uuml;r eine viel tiefergehende und internationale Krise der Demokratie. Mit ein paar kosmetischen Ver&auml;nderungen k&ouml;nnte eine europ&auml;ische Variation von &bdquo;The Donald&ldquo; auch in Europa zu unverhoffter Popularit&auml;t finden.<br>\nIm Kern n&auml;hrt Trumps Kandidatur sich von der tiefen Politikverdrossenheit der B&uuml;rger &ndash; und die liegt in Teilen Europas auf &auml;hnlich hohem Niveau wie in Amerika. Fr&uuml;her identifizierten sich die meisten W&auml;hler gen&uuml;gend mit einer Partei oder einer Person, um dem System als Ganzem treu zu bleiben. &bdquo;Die Politiker sind ein Pack&ldquo;, klagten sie, aber der Konrad oder der Willy, das war etwas anderes. Solchen Pers&ouml;nlichkeiten traute man noch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/neuer-populismus-so-einer-wie-donald-trump-13838477.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Corbyns Sieg: Hoffnung f&uuml;r Europas Linke?<\/strong><br>\nWas f&uuml;r eine Koinzidenz: Kaum schien der Glanz von Alexis Tsipras, wenn nicht erloschen, so doch ged&auml;mpft worden zu sein, ist der Linken ein neuer Hoffnungstr&auml;ger erwachsen. Mit Jeremy Corbyn hat ein absoluter Au&szlig;enseiter das Rennen um den Vorsitz der britischen Labour Party gewonnen. Ein Hinterb&auml;nkler ohne Hausmacht, ohne Regierungs- oder Parteiamt, ein ewiger Rebell, der seit 1983 seinen Wahlkreis im Norden Londons acht Mal in Folge gewann, aber mit seiner Partei ewig &uuml;ber Kreuz lag. Mehr als 500 Mal hat er im Unterhaus gegen die Parteilinie gestimmt. Umso mehr musste der Paukenschlag dieses Wahlsiegs seinen Widersachern in den Ohren hallen. Ausgerechnet ein &bdquo;Altlinker&ldquo; mit unverr&uuml;ckbaren &Uuml;berzeugungen, ein Prinzipienreiter und Populist, ein klassischer Sozialdemokrat, Nicht-Akademiker, Gewerkschaftsfunktion&auml;r, Anwalt der kleinen Leute, hat gewonnen &ndash; und zwar mit 59,5 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang. Damit &uuml;bertraf er sogar den Messias von New Labour, Tony Blair, der 1994 auf 57 Prozent gekommen war. Die anderen drei Kandidaten, ausgewiesene Blair-Anh&auml;nger, verwies Corbyn weit abgeschlagen auf die Pl&auml;tze.<br>\nEs war ein Erdrutschsieg in einer urdemokratischen Wahl. Sie fand erstmalig nach einem neuen Modus statt: Abstimmen durften am 12. September Parteimitglieder, Mitglieder der assoziierten Gewerkschaften und alle sonstigen Sympathisanten. Sie brauchten sich daf&uuml;r nur als Labour-Unterst&uuml;tzer registrieren zu lassen und drei Pfund zu bezahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/oktober\/corbyns-sieg-hoffnung-fuer-europas-linke\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und Internationale Politik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Michael Kr&auml;tkes Fazit bzw. letzten Satz kann man sich nicht anschlie&szlig;en. Die SPD, als Partei der neoliberalen Agenda 2010 und als bedingungslose Unterst&uuml;tzerin des neoliberalen Austerit&auml;tskurses von Merkel und Sch&auml;uble, noch als links zu bezeichnen ist reichlich gewagt. Das j&uuml;ngste sogenannte &bdquo;Impulspapier&ldquo; spricht f&uuml;r sich. Dort steht zu lesen: &bdquo;Kaum jemand bezweifelt heute noch, dass f&uuml;r diese beeindruckende Entwicklung unseres Landes die von der SPD vor zehn Jahren in schwierigen Zeiten durchgef&uuml;hrten Reformen eine der wesentlichen Grundlagen waren.&ldquo; Was Labour mit Jeremy Corbyn hoffentlich &uuml;berwunden hat, steckt der SPD mit Gabriel noch tief in den Knochen. Von einer SPD im aktuellen Zustand braucht sich ein Jeremy Corbyn keine Unterst&uuml;tzung f&uuml;r eine demokratische Neugestaltung Europas zu erhoffen. Die Reaktion der SPD auf die Wahl Corbyns zum neuen Labour-Vorsitzenden waren dann auch weniger als verhalten.<\/em><br>\n<em>Zumindest bez&uuml;glich der politischen Ausrichtung w&auml;re eher Die Linke oder der Parti de Gauche in Frankreich Partner f&uuml;r Jeremy Corbyn. Die Chancen f&uuml;r eine parlamentarische Mehrheit dieser Parteien sind, zumindest aktuell, aber eher gering. Das hei&szlig;t, um einen Politikwechsel zu erreichen bedarf es einer Flankierung durch eine au&szlig;erparlamentarische Bewegung, der es gelingt verschiedene heterogene Interessen gegen die neoliberale Hegemonie zu b&uuml;ndeln. Ein Vorbild w&auml;re hier die spanische Podemos, die aus der Protestbewegung gegen die neoliberale Austerit&auml;tspolitik in Spanien entstanden ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>3 Millionen B&uuml;rger fordern Stop TTIP. Gro&szlig;demo Sa, 10.10. in Berlin<\/strong><br>\nLetzte Nacht hat die selbstorganisierte Europ&auml;ische B&uuml;rgerinitiative &bdquo;Stop TTIP&ldquo; die Drei-Millionen-Marke an gesammelten Unterschriften &uuml;berschritten. Sie ist damit die erfolgreichste B&uuml;rgerinitative in der Geschichte dieses Instruments der Europ&auml;ischen Demokratie. Ein Unterschreiben ist noch bis zum Dienstag, 6. Oktober 23:59 m&ouml;glich. Die Europ&auml;ische B&uuml;rgerbewegung gegen TTIP ruft f&uuml;r den 10. Oktober zu einer zentralen Demonstration in Berlin und vielen anderen St&auml;dten europaweit auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2015\/3-millionen-buerger-fordern-stop-ttip\/\">Sven Giegold<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/AM\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-27826","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27826","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=27826"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27826\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27829,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27826\/revisions\/27829"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=27826"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=27826"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=27826"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}