{"id":2783,"date":"2007-11-22T08:52:22","date_gmt":"2007-11-22T07:52:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2783"},"modified":"2007-11-22T10:23:36","modified_gmt":"2007-11-22T09:23:36","slug":"hinweise-des-tages-532","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2783","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann <a href=\"?p=2783&amp;email=1\">weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Im Freitag 47 vom 23.11.2007 finden Sie u.a.:<\/strong>\n<ul>\n<li>Diese Wahlen sind nicht mehr frei &ndash; und einen regul&auml;ren Wahlverlauf werde es nicht geben, sagte der Dumaabgeordnete <strong>Wladimir Ryschkow<\/strong> im Interview mit der Wochenzeitung Freitag &uuml;ber die russischen Parlamentswahlen, die am 2. Dezember stattfinden. Auf einer Doppelseite &ndash; dem Thema der Woche &ndash; widmet sich die Zeitung in der Ausgabe 47 am 23. November den Wahlen in Russland: Dazu gibt es eine Kurzreportage &uuml;ber die Putintreue Naschi-Jugend, das Interview mit Ryschkow, eine Reportage &uuml;ber zivilgesellschaftlichen Protest in Sankt Petersburg und ein Portrait &uuml;ber den &raquo;restaurativen Modernisierer&laquo; Wladimir Putin.<\/li>\n<li><strong>Andrej Holm<\/strong>, Sozialwissenschaftler und Lehrbeauftragter der Humboldt-Universit&auml;t Berlin, schreibt f&uuml;r den Freitag &uuml;ber das Erlebnis, ins Fadenkreuz eines 129a Verfahrens geraten und in Untersuchungshaft gekommen zu sein. Holm analysiert die Zirkelschl&uuml;sse der Ermittlungsbeh&ouml;rden und berichtet, warum man sich verd&auml;chtig macht, wenn man die FAZ liest und sich mit Freunden im Cafe verabredet.<\/li>\n<li>Der Psychoanalytiker <strong>Horst-Eberhard Richter<\/strong> hat w&auml;hrend der vergangenen zehn Jahre das ehemalige RAF-Mitglied Birgit Hogefeld in der Haft betreut. Er habe dabei, so schreibt er, auch aus Mitverantwortung seiner Generation f&uuml;r Schicksale wie die von Birgit Hogefeld und Gudrun Ensslin gehandelt.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Von Karl Popper bis Karl Rove &ndash; und zur&uuml;ck<\/strong><br>\nIn seinem Roman 1984 beschreibt George Orwell auf gruselige Weise ein totalit&auml;res Regime, in dem jegliche Kommunikation durch ein Ministerium f&uuml;r Wahrheit kontrolliert wird und Dissidenten von der politischen Polizei verfolgt werden. Die Vereinigten Staaten sind nach wie vor eine Demokratie mit pluralistischen Medien, die von einer Verfassung geregelt wird und in der Rechtsstaatlichkeit herrscht, dennoch gibt es beunruhigende Anzeichen daf&uuml;r, dass die Propagandamethoden, die Orwell beschrieb, sich hier eingenistet haben.<br>\nIn der Tat wurden die T&auml;uschungstechniken seit Orwells Zeiten enorm verbessert. Viele dieser Techniken wurden im Zusammenhang mit der Werbung und Vermarktung kommerzieller Produkte und Dienstleistungen entwickelt und dann an die Politik angepasst. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie f&uuml;r Geld erworben werden k&ouml;nnen. In j&uuml;ngerer Zeit hat die Kognitionswissenschaft dazu beigetragen, T&auml;uschungstechniken noch wirksamer zu machen, was professionelle Politiker hervorgebracht hat, die sich ausschlie&szlig;lich darauf konzentrieren, &bdquo;Ergebnisse zu erzielen&ldquo;.<br>\nDiese Profis sind stolz auf ihre Leistungen und genie&szlig;en vielleicht sogar den Respekt der amerikanischen &Ouml;ffentlichkeit, die Erfolg bewundert, unabh&auml;ngig davon, wie er erreicht wurde. Diese Tatsache l&auml;sst Zweifel an Karl Poppers Konzept der offenen Gesellschaft aufkommen, das auf der Erkenntnis beruht, dass wir zwar kein vollkommenes Wissen erlangen k&ouml;nnen, jedoch die Realit&auml;t besser verstehen, wenn wir kritisch denken. Popper hat nicht erkannt, dass in einer demokratischen Politik das Gewinnen der &ouml;ffentlichen Unterst&uuml;tzung Vorrang vor der Suche nach der Wahrheit hat. Von George Soros.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/soros36\/German\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><strong>Hartz IV-Beh&ouml;rden provozieren Rechtsstreits<\/strong><br>\nSpannend und politisch brisant war die Zusammenkunft von 30 Arbeits- und Sozialrichtern, die sich auf Einladung des DGB Emscher-Lippe zum Thema &bdquo;Hartz IV in der Rechtssprechung&ldquo; austauschten. Die Richter berichteten von einer wachsenden Zahl an Streitsachen, die am Gelsenkirchener Sozialgericht um Leistungen nach den &bdquo;Hartz-Gesetzen&ldquo; gef&uuml;hrt werden. Fehlerhafte Bescheide der &bdquo;Hartz IV-Beh&ouml;rden&ldquo; seien der Hauptgrund f&uuml;r viele Verfahren, so der DGB. Die Richter beklagten, dass f&uuml;r viele wegweisende Streitf&auml;lle noch immer keine rechtskr&auml;ftigen Urteile der Obergerichte vorl&auml;gen und deshalb den &bdquo;Hartz IV-Beh&ouml;rden&ldquo; keine klaren Grenzen aufgezeigt werden k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.marlaktuell.de\/?p=19437\">Grone Verlag<\/a><\/li>\n<li><strong>Mietern droht Aufschlag<\/strong><br>\nDie Mieter der Gruppe Deutsche Wohnen m&uuml;ssen sich auch im n&auml;chsten Jahr auf eine durchschnittliche Verteuerung von drei bis vier Prozent einstellen. Dies k&uuml;ndigt Vorstandssprecher Michael Zahn an. Bereits 2007 haben die inzwischen fusionierten Unternehmen Gehag und Deutsche Wohnen die Mieten zwischen drei und sieben Prozent aufgeschlagen. &ldquo;Das ist das, was Investoren h&ouml;ren wollen&rdquo;, r&auml;umt Zahn ein. Bei dem Unternehmen mit fast 52 000 Wohnungen sind knapp zur H&auml;lfte internationale Hedgefonds engagiert. Gr&ouml;&szlig;ter Anteilseigner ist Oak Tree mit knapp einem Viertel. Von 300 Millionen Euro Wertsteigerung hat die Gruppe in den vergangenen beiden Jahren 150 bis 160 Millionen &uuml;ber Mieterh&ouml;hungen erreicht.<br>\nQuelle:<a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1246171\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Diese Entwicklung wird von Bund, L&auml;ndern und Gemeinden gef&ouml;rdert. Sie sind teilweise stolz darauf, die Wohnungen im &ouml;ffentlichen oder gemeinn&uuml;tzigen Besitz losgeworden zu sein &ndash; klar wissend, dass die Mieter zahlen m&uuml;ssen. Auch ein klassisches Beispiel daf&uuml;r, dass die Schw&auml;cheren in unserer Gesellschaft nichts mehr zu sagen haben. Die Privatisierung wird als Entschuldung verbr&auml;mt. Damit werden mit den nicht betroffenen Bessergestellten politische Koalitionen geschlossen. Das war&rsquo;s dann auch.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gro&szlig;mann: PPP ist auch f&uuml;r Kommunen hoch attraktiv<\/strong><br>\n<em>Pressemitteilung Nr. 352\/2007 des Bundesministerium f&uuml;r Verkehr, Bau und Stadtentwicklung vom 21. November 2007: &bdquo;Unterzeichnung der ersten Pilotprojektvereinbarung zu kommunalen Stra&szlig;en&ldquo;<\/em><br>\nDer Parlamentarische Staatssekret&auml;r beim Bundesminister f&uuml;r Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Achim Gro&szlig;mann, hat heute in Berlin gemeinsam mit der Oberb&uuml;rgermeisterin der Stadt Brandenburg an der Havel, Dr. Dietlind Tiemann, die erste Vereinbarung &uuml;ber die F&ouml;rderung eines PPP-Pilotprojekts bei Kommunalstra&szlig;en unterzeichnet. Gro&szlig;mann: &ldquo;Mit diesem ersten Pilotprojekt im kommunalen Stra&szlig;enbau wird die PPP-Initiative der Bundesregierung sektoren&uuml;bergreifend vernetzt. Das Pilotprojekt wird durch Expertisen im &ouml;ffentlichen Hochbau und aus dem privat finanzierten Fernstra&szlig;enbau seitens des Bundes begleitet. So k&ouml;nnen die bisher unabh&auml;ngig voneinander gewonnenen Erfahrungen miteinander verkn&uuml;pft und in den nachfolgenden Projekten mit dem Ziel der Standardisierung optimiert werden. Hier wird das Leitmotiv &ldquo;Gemeinsam besser&rdquo; schon bei der Projektvorbereitung praktiziert.&rdquo;<br>\nMit dem Pilotprojekt wird die Anwendung von Public Private Partnership (PPP) f&uuml;r Betrieb, Unterhaltung und Erhaltung auf kommunalen Stra&szlig;en untersucht. PPP&rsquo;s verfolgen das Ziel, durch eine langfristig angelegte Zusammenarbeit zwischen &ouml;ffentlicher Hand und privater Wirtschaft &ouml;ffentliche Projekte effizienter zu realisieren. Durch einen sogenannten &ldquo;Lebenszyklusansatz&rdquo; werden Bau, Betrieb, Erhaltung und<br>\nFinanzierung ganzheitlich optimiert. Die Stadt Brandenburg an der Havel ist aus einer Reihe hochqualifizierter Bewerber f&uuml;r das Pilotprojekt ausgew&auml;hlt worden, das bei Politik und Verwaltung sowie bei den Marktakteuren von hohem Interesse ist und auch vom Land Brandenburg gef&ouml;rdert wird.<br>\nMit dem Pilotprojekt wird das Ziel verfolgt, auf einem Stra&szlig;enteilnetz von rund 31 Kilometern optimale Erhaltungsstrategien unter effizientem und wirtschaftlichem Mitteleinsatz zu entwickeln. Zun&auml;chst wird im Rahmen einer einj&auml;hrigen Machbarkeitsstudie das Investitionsvolumen ermittelt. Hier werden auch die Leistungs- und Vertragsparameter wie Strecken, Zeit, Lebenszykluselemente und qualit&auml;tsabh&auml;ngige Verg&uuml;tung festgelegt. Dabei werden die M&ouml;glichkeiten zur Einbindung von F&ouml;rdermitteln, die wesentlichen Rechtsfragen sowie die Zuordnung der<br>\nProjektrisiken nach Effizienzkriterien gekl&auml;rt. Die kommunalen Gremien werden &uuml;ber den Entwicklungsprozess laufend informiert. Nach Abschluss der Machbarkeitsstudie wird &uuml;ber das weitere Verfahren entscheiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bmvbs.de\/,-1019790\/Pressemitteilung.htm\">www.bmvbs.de<\/a>\n<p>\t<em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Die Bundesregierung macht unbeeindruckt von der erkennbaren Abneigung der Menschen gegen Privatisierung und Teilprivatisierung und unbeeindruckt von den vielen Flops und &Uuml;berteuerungen weiter. Offenbar sind die handelnden Personen hemmungslos in den Interessenfilz jener integriert, die an Privatisierung und PPP verdienen. Hier wird nicht mehr der Wille des Volkes vollzogen, sondern der Wille der Finanzindustrie und der K&auml;ufer aus aller Herren L&auml;nder einschlie&szlig;lich der heimischen Bauwirtschaft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>H&ouml;chste Eisenbahn<\/strong><br>\nIn den entscheidenden Wochen vor einer Bundestagsentscheidung &uuml;ber eine Privatisierung der Deutschen Bahn AG sind die Gewerkschaften von einem einheitlichen Abwehrkampf gegen die Privatisierung weiter entfernt denn je.<br>\nBisher sch&uuml;tzt der konzerninterne Arbeitsmarkt Eisenbahner bei einem Wegfall des Arbeitsplatzes vor der Rutsche in Hartz IV. Genau diese Bef&uuml;rchtungen h&auml;lt jedoch die GDL f&uuml;r &bdquo;Sch&uuml;ren von Angst&ldquo;, denn &bdquo;Lokf&uuml;hrer braucht man immer&ldquo; und &bdquo;kein Lokf&uuml;hrer oder Zugbegleiter verliert seinen Arbeitsplatz&ldquo;, so ein Flugblatt der Berufsgewerkschaft.<br>\nDie GDL &uuml;bersieht dabei, dass schon heute bei einem Auftragsverlust f&uuml;r die DB AG zu Gunsten eines Konkurrenzunternehmens unterm Strich die H&auml;lfte der bisherigen Stellen verloren geht und die neuen Arbeitsbedingungen meistens schlechter sind. Bei einer &Uuml;bernahme von Teilbetrieben durch Private w&uuml;rden also viele Besch&auml;ftigte unter die R&auml;der kommen. Ein Fl&auml;chentarifvertrag f&uuml;r alle Privatbahnen ist bisher am Widerstand der Unternehmen gescheitert. Leiharbeitsfirmen f&uuml;r die Vermittlung von Lokf&uuml;hrern sind eine Wachstumsbranche. Die Prekarisierung des einst stolzen Lokf&uuml;hrerberufs hat schon l&auml;ngst begonnen. Schon l&auml;ngst hat auch die GDL mit Privatbahnen Tarifvertr&auml;ge abgeschlossen, die deutlich schlechter sind als die der DB.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bahnvonunten.de\/konfliktetransnetgdl.htm\">Initiative &ldquo;Bahn von unten&rdquo; online<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Industrialisierung des Denkens<\/strong><br>\nDas &ouml;ffentlich-rechtliche Fernsehen verr&auml;t derzeit seine Kernaufgaben. Statt sich programmatisch deutlich vom Privatfernsehen abzusetzen, verludert der eigentliche Auftrag, werden private und &ouml;ffentliche TV-Formate zunehmend ununterscheidbar.<br>\nHype als Dauerzustand, Banalisierung und Populismus pr&auml;gen die politisch-kulturelle &Ouml;ffentlichkeit der Gegenwart. Anstatt Aufkl&auml;rung &uuml;ber die soziale Wirklichkeit zu leisten, fungieren Medien in ihrer Realit&auml;t heute als Am&uuml;sierbetrieb und Ruhigstellmaschine. Information dagegen ist zum Infotainment mutiert, und nicht einmal die banalste Grundversorgung f&uuml;r den B&uuml;rger ist gew&auml;hrleistet. Der in der &Ouml;ffentlichkeit stilbildende Ma&szlig;stab ist heute der Analphabet, der kulturfreie, politisch desinteressierte und bildungsunwillige Mensch &ndash; statt die Bef&auml;higung des Publikums zur politischen Entscheidung zu steigern, funktioniert der Mainstream der Medien als ein kulturloser universaler Verbl&ouml;dungszusammenhang und wird in der Konsequenz zum Instrument der Selbstzerst&ouml;rung westlicher Demokratien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/26\/26644\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Gro&szlig;vermieter setzt auf Milieubildung &ndash; der Trend zur Ghettoisierung<\/strong><br>\nMieter unterschiedlicher ethnischer Herkunft k&ouml;nnen nicht friedlich miteinander leben, so die Nassauische Heimst&auml;tte Wohnstadt. Statt Integration setzt die Wohnungsgesellschaft bewusst auf Milieubildung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,tt5m1\/panorama\/artikel\/39\/143717\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Wachsende Sorge vor Zwei-Klassen-Medizin<\/strong><br>\nEine Mehrheit der Bev&ouml;lkerung bef&uuml;rchtet die Entstehung einer Zwei-Klassen-Medizin in Deutschland und sorgt sich um die eigene Absicherung im Krankheitsfall. Zu diesem Ergebnis kommt eine repr&auml;sentative Umfrage unter 1 879 Bundesb&uuml;rgern des Allensbach-Instituts f&uuml;r Demoskopie und des Finanzdienstleisters MLP. Dieser vermittelt auch Privatversicherungen. Deswegen betonte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Klaus Vater, gestern, die Studie diene rein &ldquo;privatwirtschaftlichen Zwecken&rdquo; und stehe im Widerspruch zu anderen Umfragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/print\/wirtschaft\/703762.html?_=print\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es f&auml;llt schon auf, wann sich ein Ministerium dazu aufrafft darauf hinzuweisen, dass eine Studie, &ldquo;privatwirtschaftlichen Zwecken&rdquo; diene. Bei von Bertelsmann initiierten Studien h&ouml;rt man das nie, oder bei Bernd Raffelh&uuml;schen, oder &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die fetten Jahre sind vorbei<\/strong><br>\nDas Rentenniveau hierzulande sinkt; auch, weil zu wenige Berufst&auml;tige privat vorsorgen. Besonders der Osten Deutschlands ist betroffen. Wegen Arbeitslosigkeit droht dort vielen Menschen Altersarmut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/print\/tagesthema\/703706.html?_=print\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein gutes Indiz daf&uuml;r, dass ein Journalist ideologisch befangen ist, zeigt sich darin, wenn die Untertitelung eines Artikels das nicht hergibt, was im Artikel selbst doch nicht ganz verschwiegen werden kann.<br>\n&ldquo;J&uuml;ngere werden selbst bei massiven Einzahlungen in die Riester-Rente nicht das heutige Alterssicherungsniveau erreichen k&ouml;nnen&rdquo;, so Klaus Kortmann, Mitautor der Studie &ldquo;Altersvorsorge in Deutschland 2005&rdquo;. Weiterhin weist er darauf hin, dass die Riester-Aufwendungen in manchen Familien &ldquo;bis zu 20 Prozent des frei verf&uuml;gbaren Einkommens&rdquo; ausmachen. &ldquo;Das muss man sich erst einmal leisten k&ouml;nnen.&rdquo; Was soll bei der st&auml;ndigen Ausweitung des Niedriglohnsektors dann der Unsinn, dass &ldquo;zu wenige Berufst&auml;tige privat vorsorgen.&rdquo; Im Artikel selbst muss Christian Lipicki dann sogar einr&auml;umen, dass das Bundessozialministerium, was die Entwicklung des Arbeitsmarktes betrifft, besch&ouml;nigend in die Studie eingegriffen habe.<br>\nMit dem Titel &ldquo;Die fetten Jahre sind vorbei&rdquo; wird zudem suggeriert, dass die Entwicklung geradezu im biblischen Ausma&szlig; schicksalhaft sei. Verschwiegen wird, dass in den Rentenanpassungsmodus immer wieder durch die Politik eingegriffen wurde. Wer hat denn etliche Male die Renten von der Lohnentwicklung abgekoppelt. Noch 1989 waren alle Parteien damit zufrieden, die Beitr&auml;ge bis 2030 unter 28 Prozent zu halten, heute durften es nur noch 22 Prozent sein. Dass eine Erh&ouml;hung der Nominalrente um 0,5 Prozent und ein Absinken des Geldwerts um 2 Prozent, wobei die Inflation beim Durchschnittsrentner noch viel st&auml;rker zuschl&auml;gt, bereits morgen viele Rentner in die Altersarmut treiben wird, ist politisch verursacht.<br>\nEs ist lange her, aber ich dachte tats&auml;chlich einmal, dass Journalisten aufkl&auml;rerisch wirken, statt Reklame f&uuml;r Banken und Versicherungen zu betreiben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Genosse Scharping als Jung-Liberaler<\/strong><br>\nBei den rheinland-pf&auml;lzischen Liberalen war Scharping am Wochenende der Stargast mit seinen &ldquo;Reflektionen &uuml;ber den Standort Deutschland&rdquo;. Was der SPD-Mann da sagte, h&auml;tten andere Redner wie die FDP-Politiker Rainer Br&uuml;derle oder Cornelia Pieper nicht anders formulieren k&ouml;nnen:<br>\nDeutschland m&uuml;sse eine Reform-Baustelle bleiben, der Staat m&uuml;sse viel mehr mit privaten Firmen kooperieren (&ldquo;Public-Private-Partnership&rdquo;), und viele Vorschriften wie die Begrenzung der Lebensarbeitszeit auf 67 Jahre geh&ouml;rten schlichtweg abgeschafft.<br>\nDie Liberalen hatten an diesem SPD-Mann ihre wahre Freude. Und waren auch dankbar daf&uuml;r, dass Scharpings Firma &ldquo;RSBK&rdquo; neben zahlreichen Banken zu den Sponsoren dieser Zusammenkunft liberaler Kommunal- und Landespolitiker z&auml;hlte. &ldquo;RSBK&rdquo; steht f&uuml;r &ldquo;Rudolf Scharping &ndash; Strategie, Beratung, Kommunikation&rdquo;. Das junge Unternehmen ber&auml;t unter anderem Kommunen bei der Zusammenarbeit mit privaten Firmen, ist auch in China aktiv.<br>\nDer Ex-SPD-Chef als FDP-Sponsor, seine Frau als CDU-Wahlhelferin: So sehen echte Liberale aus &ndash; selbst ohne FDP-Ausweis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.t-online.de\/BTO\/news\/standards\/berlin-intern\/2007\/11\/20\/berlin-intern.html\">Bild \/ T-online<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Die FDP kann nur neidisch zuschauen, wie die SPD mit der vierfachen Anzahl MdBs reine FDP-Politik durchsetzt. Aber Lafontaine ist der B&ouml;se, weil er mit der SPD sozialdemokratische Politik durchsetzen wollte. Herr M&uuml;ller-Vogg hat ausnahmsweise Recht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Terrorvorwurf ohne Beweise<\/strong><br>\nBei ihrem brachialen Vorgehen gehen die &ldquo;militante Gruppe&rdquo; wegen des Terrorverdachtes kommt die Bundesanwaltschaft immer mehr in die Defensive.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/?em_cnt=1246211\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Gott sieht zu<\/strong><br>\nWenn der Faschismus nach Amerika kommt, wird er sich in eine Flagge h&uuml;llen und eine Bibel tragen&laquo;, ahnte der amerikanische Nobelpreistr&auml;ger Sinclair Lewis bereits 1935. 72 Jahre sp&auml;ter f&uuml;llen sich die progressiven Medien Amerikas mit beunruhigenden Berichten &uuml;ber aggressive missionarische Aktivit&auml;ten rechtsradikaler christlicher Kirchen &ndash; der sogenannten &raquo;Evangelikalen Christen&laquo; &ndash; innerhalb des US-Milit&auml;rs. Es sind keine linksradikalen Aktivisten, sondern auf ihre Tradition stolze Veteranen der US-Streitkr&auml;fte, die in linken Newsites und Blogs die Alarmglocken l&auml;uten lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/11-22\/009.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Preis-Schock: Peking dreht am Geldhahn<\/strong><br>\nUm den Wirtschaftsboom nicht &uuml;berborden zu lassen, zieht China die Notbremse. In den vergangenen Wochen wurden ausl&auml;ndische und chinesische Banken strikt angewiesen, ihre Kreditvergabe zu drosseln. Damit hofft die Regierung, die Preissteigerungen in den Griff zu bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1246189\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Reaktorzahl sinkt: Die M&auml;r von der AKW-Renaissance<\/strong><br>\nDie Zahl der Atomreaktoren wird laut einer Studie in den n&auml;chsten Jahren weiter zur&uuml;ckgehen &ndash; aller Wiederauferstehungs-Rhetorik zum Trotz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/keine-renaissance-fuer-atomkraft\/?src=MT&amp;cHash=cfad5f60ca\">TAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2783","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2783","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2783"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2783\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2783"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2783"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2783"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}