{"id":27840,"date":"2015-10-07T09:18:29","date_gmt":"2015-10-07T07:18:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27840"},"modified":"2015-10-07T09:18:29","modified_gmt":"2015-10-07T07:18:29","slug":"hinweise-des-tages-2475","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27840","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/AM\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27840#h01\">Fl&uuml;chtlingspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27840#h02\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27840#h03\">Safe-Harbor-Urteil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27840#h04\">Maureen Lipman claims Jeremy Corbyn &lsquo;sups with the devil&rsquo; and warns people to be &lsquo;very, very afraid&rsquo; of Labour leader<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27840#h05\">&ldquo;Dieselgate&rdquo; zwingt Volkswagen auf Sparkurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27840#h06\">TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27840#h07\">Raus aus der Kohle &ndash; um Kohle zu machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27840#h08\">You can print money, so long as it&rsquo;s not for the people<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27840#h09\">&ldquo;Report Mainz&rdquo; zu Einsatz von H&auml;ftlingen DDR-Zwangsarbeit f&uuml;r Hoechst, Bayer und BASF<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27840#h10\">Wohnungsnot steigt drastisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27840#h11\">Ist die Wahl in Portugal ein Signal f&uuml;r Europa?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27840#h12\">Mit neuen Krankheiten wird ein neuer Markt geschaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27840#h13\">SPD-Politiker Dre&szlig;ler: Gro&szlig;e Koalition tut der SPD nicht gut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27840#h14\">Wortmeldungen &ndash; Fu&szlig;ball<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27840#h15\">Griechenland-Krise in deutschen Medien: Ungefragte &Uuml;bereinstimmung mit Br&uuml;ssel und Berlin<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27840&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlingspolitik<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Ausgelagert<\/strong><br>\nBerlin und die EU bereiten sich auf den Bau von Lagern f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge in der T&uuml;rkei vor. Entsprechende Pl&auml;ne sind am gestrigen Montag bei einem Treffen des t&uuml;rkischen Staatspr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdo&#287;an mit der EU-Spitze in Br&uuml;ssel besprochen worden. Demnach ist die EU bereit, bis zu einer Milliarde Euro f&uuml;r den Bau von sechs Lagern in der T&uuml;rkei zu zahlen, in denen Fl&uuml;chtlinge vorzugsweise aus Syrien festgesetzt werden sollen. Kern der Gesamtplanung ist das Vorhaben, gemeinsame griechisch-t&uuml;rkische Patrouillen unter Aufsicht der EU-Grenzabschottungsbeh&ouml;rde Frontex im Mittelmeer Fl&uuml;chtlinge aufgreifen zu lassen, um sie direkt zur&uuml;ck in die T&uuml;rkei zu deportieren. Auf diese Weise soll jegliche Flucht &uuml;ber die T&uuml;rkei in die EU unm&ouml;glich gemacht werden. Allerdings ist es dazu unumg&auml;nglich, die T&uuml;rkei trotz des neu entflammten B&uuml;rgerkriegs zum &ldquo;sicheren Drittstaat&rdquo; zu erkl&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59217\">German-Foreign-Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: Zynisches Gesch&auml;ft mit Erdogan<\/strong><br>\nT&uuml;rkischer Pr&auml;sident in Br&uuml;ssel empfangen. EU braucht Ankara f&uuml;r weitere Abschottung Europas<br>\nEs sind grausame Bilder: Ein Fahrzeug des t&uuml;rkischen Milit&auml;rs schleift einen gefesselten jungen Mann durch die Stra&szlig;en von Sirnak. Wie die kurdische Nachrichtenagentur ANF berichtete, soll es sich bei dem Opfer um den 24j&auml;hrigen Haci Lokman Birlik gehandelt haben, der am Freitag von Soldaten hingerichtet worden sei. Birlik war demnach bei einem Angriff der Armee auf Sirnak verwundet worden. Die Soldaten erschossen ihn, sprangen auf seinen Kopf und banden ihn schlie&szlig;lich an ihren Lastwagen.<br>\nDer Chef der prokurdischen Partei HDP, Selahattin Demirtas, machte die Regierung in Ankara direkt f&uuml;r das Verbrechen verantwortlich. ANF zitierte ihn am Montag mit den Worten: &raquo;Wenn sie das mit einem Toten machen &ndash; was w&uuml;rden sie einem Lebenden antun!&laquo; Auch Parlamentsabgeordnete der deutschen Linkspartei verurteilten am Montag die grausame Tat: &raquo;Die Weisung f&uuml;r eine derartige Zuspitzung des Konflikts kommt von Staatspr&auml;sident Erdogan. Die Bundesregierung und die EU sind gefordert, endlich Konsequenzen zu ziehen.&laquo;<br>\nDoch die EU-Kommission will die T&uuml;rkei weiter zu einem &raquo;sicheren Herkunftsland&laquo; erkl&auml;ren. Das hatte sie schon Anfang September per Pressemitteilung angek&uuml;ndigt. Am Montag wurde nun Recep Tayyip Erdogan in Br&uuml;ssel empfangen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/10-06\/053.php\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Jetzt sprechen auch die Kirchen von R&uuml;ckf&uuml;hrungen<\/strong><br>\nDie Kirchen schlagen in der Fl&uuml;chtlingskrise neue T&ouml;ne an. Der EKD-Vorsitzende Bedford-Strohm spricht offen &uuml;ber R&uuml;ckf&uuml;hrung. Kardinal Marx will muslimischen Fl&uuml;chtlingen &ldquo;das Christentum erkl&auml;ren&rdquo;.<br>\nDie deutsche Willkommenskultur bei der Fl&uuml;chtlingshilfe ist den Kirchen hochwillkommen. Aber jetzt spricht der oberste deutsche Protestant auch &uuml;ber eine Kultur in der entgegengesetzten Richtung: &ldquo;Vielleicht brauchen wir so etwas wie eine Abschiedskultur&rdquo;, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, am Freitag vor Journalisten in Berlin.<br>\n&ldquo;Abschiedskultur&rdquo;? War da nicht was? Doch: Erst vor wenigen Tagen handelte sich der schleswig-holsteinische CDU-Vorsitzende Ingbert Liebing riesigen &Auml;rger ein, als Liebing beim Thema Fl&uuml;chtlinge sagte, Deutschland brauche nicht nur eine &ldquo;Willkommenskultur&rdquo;, sondern auch eine &ldquo;Verabschiedungskultur&rdquo;. Zu Letzterer m&uuml;sse geh&ouml;ren, so Liebing, dass man neben Bildern von herzlicher Fl&uuml;chtlingsaufnahme auch Fotos oder Filme von Abschiebungen pr&auml;sentiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article147136527\/Jetzt-sprechen-auch-die-Kirchen-von-Rueckfuehrungen.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Bizarr ist ja die Begr&uuml;ndung, warum die Kirchen die R&uuml;ckf&uuml;hrungen nicht im Fernsehen sehen wollen. Aus Menschenfreundlichkeit. Mit anderen Worten: Wenn man das Leid der Fl&uuml;chtlinge auf ihrem Weg zur&uuml;ck nicht sieht, kann es auch kein Leid geben. Merkw&uuml;rdig ist auch die Vorstellung, nur in L&auml;nder abschieben zu wollen, in denen es nach noch zu t&auml;tigenden Investitionen Zukunftsperspektiven und gute Lebensbedingungen f&uuml;r die Menschen gibt. Diese Verh&auml;ltnisse k&ouml;nnen aus Sicht der Geistlichen offenbar &uuml;ber Nacht hergestellt werden, denn sie fordern gleichzeitig eine rasche Pr&uuml;fung von Asylantr&auml;gen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Trugbild mit Merkel<\/strong><br>\nMerkel wie Gauck haben am Wochenende der Einheitsfeiern wieder eine st&auml;rkere &bdquo;Sicherung der europ&auml;ischen Au&szlig;engrenzen&ldquo; verlangt. Das ist eine neutral klingende Umschreibung des Versuchs, die Nutzung des Asylrechts schon weit vor den deutschen Grenzen zu unterbinden. Und es war Merkels Regierung, die die Rechte von Fl&uuml;chtlingen gerade wieder eingeschr&auml;nkt hat.<br>\nJa, sie reden auch sch&ouml;ne Worte von der gro&szlig;en, aber lohnenden Anstrengung, die Fl&uuml;chtlingsaufnahme anst&auml;ndig zu bew&auml;ltigen. Aber durch die Hintert&uuml;r betreiben sie gleichzeitig das Gegenteil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kommentare\/fluechtlinge--trugbild-mit-merkel,31705342,32083678.html\">Stephan Hebel in der FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>T&uuml;rkische Pufferzone als Eskalationsraum<\/strong><br>\nDie Verletzung des t&uuml;rkischen Luftraums durch russische Kampfflieger und das Spiel der t&uuml;rkischen Regierung mit den Grenzen<br>\nWelche G&uuml;ltigkeit haben Grenzen, ist alles nur Ansichtssache, was ist eine &ldquo;rote Linie&rdquo; und wer kann sie mit welcher Legitimit&auml;t ziehen? Die Nato reagierte scharf auf die Verletzung des t&uuml;rkischen Luftraums durch russische Kampfflieger. Sie sprach von &ldquo;extremer Gefahr&rdquo; und einem &ldquo;unverantwortlichen Verhalten&rdquo; seitens Russland.<br>\nNato-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg wies heute erneut darauf hin, dass das Verhalten der russischen Luftwaffe unverantworlich sei und Russlands Stationieren &ldquo;betr&auml;chtlicher Streitkr&auml;fte&rdquo; Anlass zu gro&szlig;er Beunruhigung. Wer hier Wiederholungen der Sprachschablonen aus dem Ukraine-Konflikt wiedererkennt, liegt nicht falsch. Es entsteht der Eindruck, dass eine Erregung wichtiger ist als ruhig Blut zu bewahren.<br>\nBemerkenswert dazu ist eine Beobachtung, die das US-amerikanische Medium McClatchy zur Sache beitr&auml;gt:<br>\nDie T&uuml;rkei hat unterh&auml;lt seit 2012 &ndash; als eine syrische Abwehrrakete einen t&uuml;rkischen Kampfjet, der in den syrischen Luftraum eingedrungen war, abschoss &ndash; eine Pufferzone von f&uuml;nf Meilen innerhalb (Hervorhebung d.A.) Syriens. Damals hat man neue Einsatz-Regeln in Kraft gesetzt, wonach die t&uuml;rkische Luftwaffe jedes Ziel, das sich innerhalb von f&uuml;nf Meilen der t&uuml;rkischen Grenze n&auml;hert, als feindlich begreift und entsprechend handelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46187\/1.html\">Thomas Pany auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Nicht ohne Putin<\/strong><br>\nRusslands Eliten entdecken die Notwendigkeit des Staates. Moskauer Thinktanks votieren f&uuml;r den Pr&auml;sidenten, egal ob aus eurasischer oder aus EU-europ&auml;ischer Sicht. Der Neoliberalismus bleibt, kritisieren die Kommunisten des Landes<br>\nDie Auswirkungen der nach der Krim-Krise von den USA und EU-Europa erlassenen Sanktionen scheinen weniger dramatisch als angek&uuml;ndigt. Auch die als Gegenma&szlig;nahme proklamierten Importverbote von landwirtschaftlichen Produkten f&uuml;hren nicht zu Versorgungsproblemen, wie ich mich auch au&szlig;erhalb der Hauptstadt, in Jaroslawl, Iwanowo und Wladimir, vergewissern konnte. Die offizielle Strategie des Kremls baut auf Importsubstitution. G&uuml;ter, die durch das westliche Embargo bzw. die russischen Gegensanktionen nicht ins Land kommen k&ouml;nnen, sollen durch heimatliche Produkte ersetzt werden. Das geht bei Kriegsschiffen wie dem franz&ouml;sischen Hubschraubertr&auml;ger der &raquo;Mistral&laquo;-Klasse freilich nicht so einfach, und auch bei anderen Dingen ist ein Ausgleich nicht von heute auf morgen zu realisieren. In der Landwirtschaft beginnen importsubstituierende Ma&szlig;nahmen zwar langsam zu greifen; in anderen Branchen steht der Ank&uuml;ndigung, mit eigener Erzeugung Importe zu ersetzen, allerdings noch keine befriedigende Umsetzung gegen&uuml;ber.<br>\n&raquo;Mit der aktuellen Russophobie versuchen die USA und ihre Alliierten die Politik der 1980er Jahre zu wiederholen&laquo;, meint Alexej Kusnezow, Leiter des &raquo;Zentrums f&uuml;r Europastudien&laquo; am &raquo;Institut f&uuml;r Weltwirtschaft und internationale Beziehungen&laquo; (IMEMO), und prognostiziert das Scheitern dieser Strategie. Seiner Meinung nach ist das Russland-Bild im Westen ein verzerrtes. &raquo;Sie glauben, dort gebe es keine Marktwirtschaft, und man sei total vom Energieexport abh&auml;ngig. Doch das stimmt nicht. &Ouml;l und Gas nehmen im Bruttoinlandsprodukt nur zehn Prozent ein.&laquo; Beim Export allerdings dominieren die Energierohstoffe mit zwei Drittel, r&auml;umt der Wissenschaftler ein. Die Gr&ouml;&szlig;e des Binnenmarkts werde im Westen v&ouml;llig untersch&auml;tzt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/10-06\/001.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Safe-Harbor-Urteil<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Triumph f&uuml;r Snowden, Blamage f&uuml;r Merkel<\/strong><br>\nEin Triumph ist das Urteil nicht nur f&uuml;r Max Schrems, sondern vor allem f&uuml;r den NSA-Whistleblower Edward Snowden. Seine Enth&uuml;llungen sind der Anlass und die Basis f&uuml;r die Entscheidung des EuGH. Der Gerichtshof verweist in seiner Mitteilung in seltener Klarheit auf Grundrechtsverletzungen durch die US-Geheimdienste: Sowohl der massenhafte Zugriff auf personenbezogene Daten als auch die Tatsache, dass EU-B&uuml;rger nicht einmal juristisch dagegen vorgehen k&ouml;nnen, verletzten &ldquo;den Wesensgehalt&rdquo; von gleich zwei Grundrechten. Snowden selbst wird sowohl im Urteilstext als auch in der Vorlage des EuGH-Generalanwalts mehrmals namentlich genannt.<br>\nDer Whistleblower hatte seine Enth&uuml;llungen stets damit begr&uuml;ndet, dass er die Praktiken der NSA und ihrer Verb&uuml;ndeten f&uuml;r einen Versto&szlig; gegen Grundrechte h&auml;lt. Der oberste europ&auml;ische Gerichtshof gibt ihm nun explizit Recht. Das Urteil gegen Safe Harbor ist die bislang gravierendste Folge von Snowdens Enth&uuml;llungen &ndash; und das st&auml;rkste Signal, dass sich Europa die schrankenlose &Uuml;berwachung seiner Bewohner nicht l&auml;nger bieten lassen will.<br>\nF&uuml;r die deutsche Bundesregierung, die sich seit &uuml;ber zwei Jahren davor dr&uuml;ckt, Konsequenzen aus der NSA-Aff&auml;re zu ziehen, ist das Urteil damit mehr als peinlich. Das Argument, man wisse doch noch gar nicht so genau, was die NSA und ihre Verb&uuml;ndeten eigentlich wirklich tun, klingt ab jetzt noch ein bisschen l&auml;cherlicher als bisher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/safe-harbor-urteil-triumph-fuer-snowden-blamage-fuer-merkel-kommentar-a-1056438.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Ein sensationelles Urteil<\/strong><br>\nDas Urteil ist spektakul&auml;r. Es ist eine Sensation. Es ist grundst&uuml;rzend. Der Europ&auml;ische Gerichtshof beendet die juristische Wehrlosigkeit der EU-B&uuml;rger gegen&uuml;ber Google, Facebook , Amazon, Ebay und Co. Das Gericht akzeptiert den Datentransfer von Europa in die USA nicht mehr ohne weiteres. Es akzeptiert ihn nicht, solange der Datenschutz in den USA nicht gew&auml;hrleistet ist. Das Urteil wird die globale Datenwirtschaft ver&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/max-schrems-vs-facebook-ein-sensationelles-urteil-1.2679191\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.G.:<\/strong> Ich bin in der Branche (IT-Security) t&auml;tig, deswegen war ich heute ziemlich verbl&uuml;fft. Denn dieses Urteil, soweit die Medien richtig berichten, ist wirklich erstaunlich, weil es doch jede Menge US IT Anbieter auf der einen und EU Kunden auf der anderen Seite mehr oder weniger massiv betrifft. Es macht aber auch Hoffnung und gibt ein Beispiel: Wenn sich mal eine(r) aufrafft zu klagen, und der\/die Richter noch klar im Kopf sind, l&auml;sst sich was bewegen&hellip;.!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong><a href=\"http:\/\/curia.europa.eu\/juris\/document\/document.jsf;jsessionid=9ea7d2dc30dda38eb535a907490e94d4ccad5f807d29.e34KaxiLc3qMb40Rch0SaxuRbhf0?text=&amp;docid=169195&amp;pageIndex=0&amp;doclang=de&amp;mode=req&amp;dir=&amp;occ=first&amp;part=1&amp;cid=137648\">Hier das Urteil des Gerichtshofs<\/a><\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Maureen Lipman claims Jeremy Corbyn &lsquo;sups with the devil&rsquo; and warns people to be &lsquo;very, very afraid&rsquo; of Labour leader<\/strong><br>\nActress Maureen Lipman has warned people to be &ldquo;very, very afraid&rdquo; of Jeremy Corbyn, saying he &ldquo;sups with the devil&rdquo; and consorts with anti-semites.<br>\nIn an op-ed for Standpoint, the monthly culture and political magazine, Lipman, a long-term Labour supporter, said the party&rsquo;s new leader, whose popularity has soared in recent months, is about as refreshing as polenta, comparing him to Russell Brand and Nigel Farage for trying to change politics without experience on the inside.<br>\nIn the article, titled &ldquo;Afraid of Corbyn? Afraid So&rdquo;, she describes him as &ldquo;A man who sups with the devil but claims no one told him that the horned, red-skinned man at the table was, in fact, the actual devil,&rdquo; and says she has voted Labour for the last time.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.independent.co.uk\/news\/people\/maureen-lipman-claims-jeremy-corbyn-sups-with-the-devil-and-warns-people-to-be-very-very-afraid-of-a6679831.html\">Independent<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Wie leider kaum anders zu erwarten, l&auml;uft nun in Gro&szlig;britannien die Schmutzkampagne gegen Jeremy Corbyn an. Maureen Lipman kann man wohl am ehesten als nicht sonderlich erfolgreiche Schauspielerin bezeichnen, die in den letzten f&uuml;nf Jahren kaum noch Auftritte hatte. Daf&uuml;r ist sie Mitglied einschl&auml;giger zionistischer Lobbygruppen wie der &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.thejc.com\/news\/uk-news\/136602\/maureen-lipman-joins-protest-outside-theatre-staging-the-siege\">Zionist Foundation<\/a>&ldquo; und machte erst vor wenigen Wochen <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/world\/2015\/jan\/28\/maureen-lipman-rise-antisemitic-attacks-leave-uk\">Schlagzeilen<\/a>, als sie ank&uuml;ndigte, Gro&szlig;britannien wegen des vermeintlich wachsenden Antisemitismus zu verlassen. Sie ist geblieben. Personen wie Lipman haben eine sehr subjektive, mitunter wirre, Sicht auf die Welt. Dass sie Corbyn f&uuml;r jemanden h&auml;lt, der sich mit dem Teufel verbr&uuml;dert hat (Corbyn hat zum Thema Pal&auml;stina Positionen, die Lipman nicht passen) &hellip; geschenkt. Eine Kampagne wurde dadurch erst, als die Medien diese unwichtige subjektive Randnotiz aufgriffen und als ernsthaftes politisches Statement publizierten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&ldquo;Dieselgate&rdquo; zwingt Volkswagen auf Sparkurs<\/strong><br>\nBei Volkswagen bleibt wegen des Abgas-Skandals kein Stein auf dem anderen.<br>\nDer neue Konzernchef Matthias M&uuml;ller k&uuml;ndigte am Dienstag an, alle Investitionen auf den Pr&uuml;fstand zu stellen. Der finanzielle Schaden durch die Manipulation von Diesel-Emissionswerten sei riesig und noch gar nicht absehbar, sagte er vor mehr als 20.000 Besch&auml;ftigten des Wolfsburger Stammwerks. Darauf m&uuml;sse das Unternehmen schnell reagieren: &ldquo;Ich bin ganz offen: Das wird nicht ohne Schmerzen gehen&rdquo;, k&uuml;ndigte der 62-J&auml;hrige in seiner ersten Rede vor der Belegschaft nach seiner Wahl zum Konzernchef an. &ldquo;Wir m&uuml;ssen massiv sparen, um die Folgen der Krise zu managen. Was nicht zwingend n&ouml;tig ist, wird gestrichen oder geschoben&rdquo;. Den Mitarbeitern versprach M&uuml;ller, einen Abbau von Arbeitspl&auml;tzen so weit m&ouml;glich zu vermeiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/topNews\/idDEKCN0S01SS20151006\">Reuters<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &ldquo;Es soll stark gespart werden.&rdquo; Wie nicht anders zu erwarten war, d&uuml;rfen die Suppe wieder einmal die arbeitenden Menschen ausl&ouml;ffeln, w&auml;hrend sich Winterkorn und Hackenberg auf einem millionenschweren Ruhestandspolster entspannt zur&uuml;cklehnen d&uuml;rfen. Durch das agieren dieser sogenannten Manager verlieren wom&ouml;glich zehntausende ihren Arbeitsplatz und diese Figuren haben nicht die geringsten Konsequenzen ihres Handelns zu tragen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: VW-Skandal kostet Quandts Milliarden<\/strong><br>\nDie Quandts bleiben die reichste Familie in Deutschland &ndash; zumindest in den Berechnungen des &ldquo;Manager Magazins&rdquo;. Im Zuge des VW-Abgas-Skandals h&auml;tten die Aktienpakete der Geschwister und BMW-Mehrheitseigner Stefan Quandt und Susanne Klatten zwar kr&auml;ftig um 4,5 Milliarden Euro an Wert verloren, schreibt das Magazin. Die Familie Quandt h&auml;lt knapp 47 Prozent an BMW, ist aber auch am Chemiekonzern Altana und dem Grafit-Spezialisten SGL beteiligt.<br>\nMit einem gemeinsamen Verm&ouml;gen von 26,5 Milliarden Euro konnten die Geschwister Quandt ihren ersten Platz aus dem Vorjahr verteidigen. Stichtag der Berechnungen war der 23. September. An jenem Tag hatte der Dax bei 9613 Punkten geschlossen. Die VW-Aktie lag bei 111,50 Euro. Seitdem ging es f&uuml;r die im Dax gelistete VW-Vorzugsaktie noch einmal deutlich abw&auml;rts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/VW-Skandal-kostet-Quandts-Milliarden-article16080806.html\">n-tv<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es ist unsinnig, das Verm&ouml;gen am aktuellen Wert des Aktienportfolios zu bewerten. Und selbst wenn man so vorgeht, ist die Aussage &bdquo;Quandts verlieren Milliarden&ldquo; Unsinn. Der heutige Aktienkurs von BMW entspricht ziemlich genau dem Aktienkurs von vor einem Jahr. Auf ein Jahr gesehen haben die Qunadts also weder Verm&ouml;gen zugelegt noch abgebaut.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/151007_01.png\" alt=\"\" title=\"\">\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>TTIP<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Mit TTIP Innovationsf&uuml;hrerschaft Europas erhalten<\/strong><br>\n&bdquo;Wir brauchen TTIP, um Europas Innovationsf&uuml;hrerschaft zu erhalten. Kommt das Freihandelsabkommen nicht zustande, werden wir von anderen Regionen in der Welt abgeh&auml;ngt, die dann k&uuml;nftig die Standards setzen werden.&ldquo; Dies erkl&auml;rte jetzt Dr. Markus Pieper, Abgeordneter des Europ&auml;ischen Parlaments, beim IHK-Mittagsgespr&auml;ch bei der Hermann Paus Maschinenfabrik GmbH in Emsb&uuml;ren. Er wies darauf hin, dass der globale wirtschaftliche Erfolg der EU auf dem Freihandel innerhalb der europ&auml;ischen Gemeinschaft basiere. TTIP k&ouml;nne eine Grundlage f&uuml;r den weiteren wirtschaftlichen Erfolg durch eine enge Kooperation mit den USA sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.osnabrueck.ihk24.de\/servicemarken\/aktuell\/Pressemeldungen\/Pressemeldungen_2015\/September_2015\/Mit-TTIP-Innovationsfuehrerschaft-Europas-erhalten\/2762066\">Industrie- und Handelskammer Osnabr&uuml;ck &ndash; Emsland &ndash; Grafschaft Bentheim<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Was sich der EU-Parlamentarier von der CDU, Herr Pieper, hier erlaubt, ist eigentlich an Dreistigkeit und Ignoranz gegen&uuml;ber monatelang vorgetragenen Argumenten kaum noch zu &uuml;berbieten &ndash; geschweige denn zu ertragen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Firmen rebellieren gegen TTIP<\/strong><br>\nKleine und mittelst&auml;ndische Unternehmen (KMU) stehen geschlossen hinter dem transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP &ndash; so ist zumindest oftmals die &ouml;ffentliche Wahrnehmung. F&uuml;r die Initiative &bdquo;KMU gegen TTIP&ldquo; haben sich f&uuml;nf Unternehmerinnen und Unternehmer aus verschiedenen Branchen zusammengeschlossen, die mit TTIP ganz und gar nicht einverstanden sind. Der Aufruf hat kein geringeres Ziel als den sofortigen Stopp der Verhandlungen &uuml;ber das Handelsabkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/ttip-firmen-rebellieren-gegen-ttip,1472780,32088426.html\">FR Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Aufruf &ndash; KMU gegen TTIP<\/strong><br>\nAls Kleine und Mittelst&auml;ndische Unternehmen sind wir f&uuml;r einen fairen, transparenten Freihandel auf Grundlage hoher Umwelt- und Sozialstandards. Das geplante Freihandelsabkommen der EU mit den USA (TTIP) widerspricht diesen Grunds&auml;tzen. Daher fordern wir den sofortigen Stopp der Verhandlungen &uuml;ber TTIP.<br>\nWir widersprechen der Bundesregierung und der Europ&auml;ischen Kommission, wenn sie behaupten, TTIP w&uuml;rde dem Mittelstand nutzen. Das Gegenteil ist der Fall. Zentrale Elemente des geplanten Abkommens wie die Investor-Staat-Schiedsgerichtsverfahren (ISDS), die Vereinheitlichung von Normen und Standards sowie die Markt&ouml;ffnung im Bereich der Kultur, der Daseinsvorsorge und der &ouml;ffentlichen Ausschreibungen nutzen vor allem den Interessen globaler Konzerne, die mit besserer Kapital- und Personalausstattung kleine und mittelst&auml;ndische Unternehmen vom Markt verdr&auml;ngen werden.<br>\nGleichzeitig sehen wir mit gro&szlig;er Sorge, dass der Versuch von EU und USA, im Alleingang die internationalen Handelsregeln zu definieren, zu einer Zerr&uuml;ttung der weltwirtschaftlichen Ordnung f&uuml;hren kann und damit wesentliche M&auml;rkte f&uuml;r uns in den aufstrebenden Schwellenl&auml;ndern (BRICS und andere) gef&auml;hrdet werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kmu-gegen-ttip.de\/\">Arbeitsgemeinschaft &bdquo;KMU gegen TTIP DE&ldquo;<\/a><\/p>\n<p><strong>und: TIP: Konzerne profitieren, der Mittelstand f&auml;llt hinten runter<\/strong><br>\nTTIP-Bef&uuml;rworter preisen vielfach die positiven Auswirkungen von TTIP &amp; Co auf die Marktchancen kleiner und mittelst&auml;ndischer Unternehmen (KMU). In der Regel wird dies mit Einzelbeispielen oder kleineren Umfragen unter exportorientierten Unternehmen illustriert. Darin klagen Gesch&auml;ftsleute &uuml;ber die massiven Zusatzkosten, die ihnen bei Exporten in die USA durch die unterschiedlichen technischen Standards und Auflagen entst&uuml;nden &ndash; die die TTIP-Bef&uuml;rworter versprechen, abzubauen.<br>\nAttac hat diese Versprechen einer kritischen Pr&uuml;fung unterzogen und festgestellt: Von TTIP w&uuml;rden vor allem gro&szlig;e Konzerne profitieren (PDF: vollst&auml;ndige Auswertung). F&uuml;r die allermeisten kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland w&uuml;rde es mehr Risiken als Chancen mit sich bringen. Vielen Mittelst&auml;ndlern ist dies auch bewusst &ndash; trotzdem beziehen etliche Handelskammern und Unternehmensverb&auml;nde sehr undifferenziert pro TTIP Stellung. Bisher haben nur wenige ihrer Mitglieder protestiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/ttip-kmu\">attac<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Raus aus der Kohle &ndash; um Kohle zu machen<\/strong><br>\nAnleger, die ihr Geld in Aktien oder Anleihen des Volkswagen-Konzerns investiert haben, erleben gerade eine harte Zeit. Bis zu 50 Prozent des Marktwerts sind verloren, und die Kurse fallen weiter. Dabei erscheint der dreiste Abgasbetrug zun&auml;chst als singul&auml;res Ereignis. Doch vieles spricht daf&uuml;r, dass der Absturz des deutschen Autogiganten nur der Vorbote einer sich anbahnenden Wende auf den Kapitalm&auml;rkten ist. Schlie&szlig;lich geht es um Brennstoffe und Abgase. Und genau das ist es, was zusehends f&uuml;r Unruhe unter Kapitalanlegern f&uuml;hrt.<br>\nDenn mit dem eskalierenden Klimawandel w&auml;chst die Furcht vor den notwendigen Gegenma&szlig;nahmen. W&uuml;rden die Regierungen der G-7-Staaten Ernst machen mit ihrem im Juni abgegebenen Versprechen, die &bdquo;De-Karbonisierung&ldquo; ihrer Volkswirtschaften zu betreiben, dann tr&auml;fe dies alle Branchen, die von der Nutzung der Atmosph&auml;re als Abgasdeponie abh&auml;ngig sind, auch die Autoindustrie. Darum warnen Aktivisten und Analysten schon seit Langem vor der &bdquo;Carbon Bubble&ldquo;, der &Uuml;berbewertung der &Ouml;l- und Kohlekonzerne sowie anderer kohlenstoffintensiver Unternehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/de-karbonisierung-der-volkswirtschaften-raus-aus-der-kohle-um-kohle-zu-machen\/12409340.html\">Harald Schumann im Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>You can print money, so long as it&rsquo;s not for the people<\/strong><br>\nIn its broadest sense, the phrase &ldquo;there&rsquo;s no magic money tree&rdquo; is just a variation on &ldquo;money doesn&rsquo;t grow on trees&rdquo;, a thing you say to children to indicate that wealth comes not from the beneficence of a magical universe, but from hard graft in a corporeal reality. The pedantic child might point to the discrepant amounts of work required to yield a given amount of money, and say that its value is a social construction.<br>\nOver time, that loose, rather weak-minded meaning has ceded to a specific economic critique; Jeremy Corbyn &ndash; along with anyone who challenges the prevailing fiscal narrative &ndash; is dangerous and wrong, since he wants to print money. Money cannot be created from nowhere, because there&rsquo;s no magic money tree. End of.<br>\nThe flaw in that argument is that all money is created from nowhere. In normal circumstances, it is created from nowhere as credit, by private banks, and lent to us, usually (85% of the time) in the form of a mortgage on an existing residential property.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2015\/oct\/04\/printing-money-jeremy-corbyn-quantitative-easing-peoples-qe\">The Guardian<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/151007-You_Can_Print_Money_DE.pdf\">&Uuml;bersetzung unseres Lesers R.W. [PDF &ndash; 82 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&ldquo;Report Mainz&rdquo; zu Einsatz von H&auml;ftlingen DDR-Zwangsarbeit f&uuml;r Hoechst, Bayer und BASF<\/strong><br>\nWestdeutsche Chemiekonzerne wie BASF, Bayer und Hoechst haben in erheblichem Ma&szlig;e von der Zwangsarbeit politischer Gefangener in der DDR profitiert. Das belegen umfangreiche Recherchen des ARD-Politikmagazins &ldquo;Report Mainz&rdquo;. Die Auswertung von Unterlagen aus mehreren Archiven und die Befragung von Zeitzeugen ergab, dass die beteiligten Chemiekonzerne jahrelang aus der DDR zu besonders g&uuml;nstigen Preisen Chemikalien bezogen, f&uuml;r deren Herstellung auch H&auml;ftlinge in Zwangsarbeit eingesetzt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/chemiekonzerne-profitierten-von-ddr-zwangsarbeitern-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Der Kabarettist Volker Pispers hat das mal sch&ouml;n formuliert: &bdquo;Die Mauer hat uns die billigen Arbeitskr&auml;fte aus Osteuropa all die Jahre sch&ouml;n vom Hals gehalten. Und die billigen Importe hat die Mauer sch&ouml;n durchgelassen. Eine perfekte Membran. Und wir konnten uns noch moralisch dar&uuml;ber emp&ouml;ren. Eine Win-Win-Win Situation.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wohnungsnot steigt drastisch<\/strong><br>\nImmer mehr Menschen in Deutschland sind ohne Wohnung. Deshalb schl&auml;gt die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe Alarm. &ldquo;Wir haben f&uuml;r 2014 einen drastischen Anstieg der Wohnungslosigkeit ermittelt&rdquo;, sagt Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Thomas Specht. &ldquo;2014 waren etwa 335.000 Menschen in Deutschland ohne Wohnung. Verglichen zu 2012 ist dies ein Anstieg um zirka 18 Prozent.&rdquo;<br>\nWenn die wohnungs- und sozialpolitischen Rahmenbedingungen nicht ge&auml;ndert werden, wird es nach Ansicht der Organisation bis 2018 einen weiteren Anstieg wohnungsloser Menschen auf &uuml;ber 530.000 geben. Es handelt sich bei den Zahlen um Sch&auml;tzungen, denn es gibt keine offizielle Statistik, was die BAG Wohnungslosenhilfe auch kritisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/wohnungsnot-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>Dazu: &ldquo;Kein Durchschnittsverdiener kann sich Kreuzberg mehr leisten&rdquo;<\/strong><br>\nDie Mission war denkbar schwer: Der Filmemacher Volker Heise und die rbb-Reporterin Diane Arapovic haben ein halbes Jahr lang eine Wohnung am G&ouml;rlitzer Park gesucht. Erfolglos. Volker Heise berichtet von der Situation, in der sich Kreuzberg 36 und die Stadt Berlin in Sachen &ldquo;Gentrifizierung&rdquo; befinden. Und warum ihn das w&uuml;tend macht.<br>\nSechs Monate lang hat rbb-Reporterin Diane Arapovic eine Wohnung f&uuml;r sich und ihre Familie am G&ouml;rlitzer Park gesucht. Gefunden hat sie keine. Begleitet hat sie der Filmemacher Volker Heise mit seinem Team.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/panorama\/beitrag\/2015\/10\/heimat-gesucht---am-goerlitzer-park.html\">rbb<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ist die Wahl in Portugal ein Signal f&uuml;r Europa?<\/strong><br>\nWenn die S&uuml;ddeutsche Zeitung jubelt, muss man immer vorsichtig sein. Die Wahl in Portugal, meint ihr Korrespondent, Thomas Urban, sei deswegen ein wichtiges Signal, weil zum ersten Mal eine konservative Regierung, die ein &bdquo;Sparprogramm&ldquo; durchgesetzt habe, einen Wahlsieg errungen habe. Der Leser soll zudem glauben, das Sparprogramm sei &bdquo;erfolgreich&ldquo; gewesen, da sich Portugal jetzt in einer Erholungsphase befinde. An diesen Aussagen stimmt einiges nicht, und der gesamte Ausgang der Geschichte ist &uuml;berhaupt nicht &uuml;berraschend.<br>\nZun&auml;chst muss man fragen, ob es ein &bdquo;Wahlsieg&ldquo; ist, wenn die bisherigen Regierungsparteien die absolute Mehrheit nicht wieder erreicht haben und keine Regierung mit eigener Mehrheit im Parlament bilden k&ouml;nnen. Ganze dreizehn Prozent hat die bisher herrschende Koalition verloren. Ob der konservative Ministerpr&auml;sident Passos Coelho eine neue Regierung bilden kann und mit wem, ist eine offene Frage, denn die Oppositionsparteien haben die Fortf&uuml;hrung des bisherigen Kurses weitgehend ausgeschlossen. Es gibt sogar eine linke Mehrheit, aber deren Positionen, so berichten es die Medien weltweit in &Uuml;bereinstimmung, liegen so weit auseinander, dass man sich eine Regierungsbildung schwer vorstellen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/ist-die-wahl-in-portugal-ein-signal-fuer-europa\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Mit neuen Krankheiten wird ein neuer Markt geschaffen<\/strong><br>\nAstrid Randerath &uuml;ber Ursachen und Folgen der &ldquo;Kinderkrankmacher&rdquo;<br>\nWir kennen sie aus unserer eigenen Schulzeit &ndash; den ewig Lauten, den Zappelphilipp, den Tr&auml;umer &ndash; Kinder, die in irgendeiner Form auffallen. Die meisten kommen im Leben gut klar &ndash; ganz ohne spezielle Therapie. Doch wer heutzutage nicht funktioniert, bekommt schnell eine Diagnose und viel zu oft auch Medikamente. Tendenz steigend. Zur Frage, was hier eigentlich geschieht und warum mehr und mehr Kinder angeblich erkranken, sprach Jens Wernicke mit der ZDF-Journalistin Astrid Randerath. Zusammen mit Beate Frenkel hat sie das Buch &ldquo;Die Kinderkrankmacher. Zwischen Leistungsdruck und Perfektion &ndash; Das Gesch&auml;ft mit unseren Kindern&rdquo; geschrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46165\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27016\">Die Kinderkrankmacher<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>SPD-Politiker Dre&szlig;ler: Gro&szlig;e Koalition tut der SPD nicht gut<\/strong><br>\nDer langj&auml;hrige SPD-Sozialpolitiker Rudolf Dre&szlig;ler sieht seine Partei in einer Identit&auml;tskrise. Die SPD m&uuml;sse sich &ldquo;in naher Zukunft dar&uuml;ber klar werden, welche Partei sie eigentlich sein will&rdquo;, sagte der 74-J&auml;hrige am Dienstag im WDR 5 Morgenecho. Wenn die SPD selbst nicht wisse, was sie will, &ldquo;wieso soll eigentlich irgendjemand sie f&uuml;r irgendetwas w&auml;hlen&rdquo;, f&uuml;gte er hinzu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/news\/2015-10\/06\/deutschland-spd-politiker-dressler-grosse-koalition-tut-der-spd-nicht-gut-06110403\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Die SPD versch&auml;rft den Ton<\/strong><br>\nDas Thema Fl&uuml;chtlinge sorgt f&uuml;r einen rauen Ton in der gro&szlig;en Koalition. Erst forderte SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann am Wochenende, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) m&uuml;sse &bdquo;deutlich sagen, dass mit einer Million Fl&uuml;chtlinge in diesem Jahr unsere M&ouml;glichkeiten bei der Aufnahme nahezu ersch&ouml;pft sind&ldquo;. Dann legte SPD-Generalsekret&auml;rin Yasmin Fahimi am Montag nach und warf der Regierungschefin vor, &bdquo;&auml;rgerlich lange gez&ouml;gert&ldquo; zu haben, bis der Bund die Kommunen unterst&uuml;tzte. Fahimi forderte zudem, CDU-Innenminister Thomas de Maizi&egrave;re m&uuml;sse endlich die Verfahren beschleunigen.<br>\nDer sch&auml;rfere Ton markiert auch eine Akzentverschiebung innerhalb der SPD. Zwar hatte Parteichef Sigmar Gabriel fr&uuml;h hervorgehoben, bei der Integration der Zuwanderer m&uuml;sse man auch die Anliegen und Sorgen der Deutschen ernst nehmen. Doch in dem von ihm bem&uuml;hten Begriffspaar von &bdquo;Zuversicht und Realismus&ldquo; wird inzwischen der Realismus st&auml;rker betont. &bdquo;An 800 000 Fl&uuml;chtlinge im Jahr 2015 glaubt kein Mensch mehr&ldquo;, sagte Fahimi. Und Gabriel sagte der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo;: &bdquo;Wir m&uuml;ssen dringend im kommenden Jahr eine deutliche Verringerung der Fl&uuml;chtlingszahlen in Deutschland erreichen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/flucht-und-zuwanderung\/fluechtlingsdebatte-die-spd-verschaerft-den-ton,24931854,32092864,view,asFirstTeaser.html\">FR Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Wer glaubt seine Freiheit am Hindukusch verteidigen zu m&uuml;ssen darf sich nicht wundern, wenn der Hindukusch irgendwann vor der T&uuml;r steht. Und jetzt treffen verfehlte Au&szlig;enpolitik und verfehlte Arbeitsmarktpolitik aufeinander. Ausbaden m&uuml;ssen das die Schw&auml;chsten auf beiden Seiten des hoffentlich friedlichen Aufeinandertreffens. Aber wer &uuml;bernimmt jetzt Verantwortung f&uuml;r solidarisches und friedenstiftendes Steuern in der Politik?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wortmeldungen &ndash; Fu&szlig;ball<\/strong><br>\nHerr Berger, im August ist Ihr neues Buch &laquo;Der Kick des Geldes oder wie unser Fu&szlig;ball verkauft wird&raquo; erschienen. Wieso schreiben Sie als bekennender Fu&szlig;ball-Freund ein Buch gegen den Fu&szlig;ball? Ist er wirklich schon &hellip; so &laquo;korrupt&raquo; und &laquo;kommerzialisiert&raquo;?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/986817.fussball.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Griechenland-Krise in deutschen Medien: Ungefragte &Uuml;bereinstimmung mit Br&uuml;ssel und Berlin<\/strong><br>\nSeit mehr als f&uuml;nf Jahren h&auml;lt die Griechenland-Krise an. W&auml;hrend sich Experten uneins sind &uuml;ber L&ouml;sungen, haben sich die deutschen Medien weitgehend festgelegt: Die Austerit&auml;tspolitik gilt ihnen als alternativlos, auch wenn Deutschland daf&uuml;r viel Kritik erntet. Die deutschen Journalisten l&auml;sst das unger&uuml;hrt: Selbstgef&auml;llig weisen sie alternative Politikans&auml;tze zur&uuml;ck.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/griechenland-krise-in-deutschen-medien-ungefragte.1170.de.html?dram:article_id=328300\">Deutschlandfunk<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/151007_dossier_tina-syndrom.pdf\">Das Skript [PDF &ndash; 225 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das Feature &uuml;ber das TINA-Syndrom gibt es nun auch zum Nachh&ouml;ren.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.G.:<\/strong> Ein geradezu beeindruckendes Dossier. Ich musste mehrmals nachschauen, ob ich nicht im Podcast von Nachdenkseiten gelandet bin. Ich hoffe, dass dieses Dossier nicht zum Schaden f&uuml;r die Journalistin wird, denn hierf&uuml;r m&uuml;sste man eine Steigerung zu &ldquo;Nestbeschmutzung&rdquo; erfinden und alles so gut recherchiert. Bitte sorgen Sie f&uuml;r Verbreitung. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Mehr Arbeitslose, geringeres BIP: Griechenlands Schuldenberg w&auml;chst<\/strong><br>\nDie griechische Wirtschaft wird bis mindestens 2017 kein Wachstum erzielen. Laut Haushaltsentwurf, wird die Wirtschaft dieses Jahr um 2,3 Prozent und im kommenden Jahr um 1,3 Prozent schrumpfen. Zur Finanzierung m&uuml;ssen neue Schulden gemacht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Griechenlands-Schuldenberg-waechst-article16079966.html\">n-tv<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.L.:<\/strong> Ein Irrsinn &ndash; weitere Einsparungen mit mehr als 4 Mrd. Euro, der Austerit&auml;tsbl&ouml;dsinn geht weiter und alle wundern sich ob sinkender Wirtschaftskraft. Aber f&auml;llt allen etwas auf? Seit der Fl&uuml;chtlingskrise ist Griechenland der Presse kaum einen Aufreger wert &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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