{"id":27884,"date":"2015-10-09T16:27:50","date_gmt":"2015-10-09T14:27:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27884"},"modified":"2015-11-09T10:36:38","modified_gmt":"2015-11-09T09:36:38","slug":"hinweise-des-tages-ii-217","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27884","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27884#h01\">Fl&uuml;chtlingspolitik Bayern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27884#h02\">Fl&uuml;chtlingspolitik Bund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27884#h03\">Tarifeinheit: Gewerkschaften scheitern vor Verfassungsgericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27884#h04\">Das ist die gro&szlig;e Gefahr der sterbenden Mittelschicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27884#h05\">Ruhestand mit Risiko<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27884#h06\">Milliardenverlust f&uuml;r die Deutsche Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27884#h07\">Ma&szlig;st&auml;be setzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27884#h08\">Panorama &ndash; die Reporter: Im Nazidorf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27884#h09\">Im Zentrum des &Uuml;bels: Plan B f&uuml;r Europa?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27884#h10\">Wien-Wahl 2015<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27884#h11\">Paul Krugman: Feinde der Sonne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27884#h12\">Ex-Premier Kan &uuml;ber Fukushima-Katastrophe: &ldquo;Die Frage war, ob Japan untergeht&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27884#h13\">Auf der Suche nach Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27884#h14\">Gesetz des Krieges: Journalisten als Feinde &ndash; #WirVasallen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27884#h15\">Friedensnobelpreis geht an Dialoggruppe in Tunesien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27884#h16\">Zu guter Letzt: Ein verkaufsoffener Sonntag als Tag der deutschen Einheit<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27884&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlingspolitik Bayern<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Seehofer im verbalen Ausnahmezustand<\/strong><br>\nHorst Seehofer spricht von &ldquo;Notwehr&rdquo;. Bayerns Ministerpr&auml;sident sagt nicht genau, was er meint. Er raunt. Der CSU-Chef droht nicht den Fl&uuml;chtlingen, wie dies Rechtsradikale tun; er droht vielmehr der Kanzlerin, er k&uuml;ndigt eine &ldquo;wirksame Notwehr&rdquo; Bayerns gegen die weitere Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen an.<br>\nIm Strafrecht ist solche Notwehr etwas Allt&auml;gliches: Jemand, der mit Gewalt angegriffen wird, darf sich gegen diese Gewalt wehren. Das ist erlaubte Verteidigung, das ist rechtens. In der Politik ist das anders. Da signalisiert der Begriff Notwehr stets, dass ein Politiker etwas tun will, was eigentlich absolut nicht rechtens ist &ndash; er selbst es aber f&uuml;r geboten h&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/fluechtlinge-in-deutschland-seehofer-im-verbalen-ausnahmezustand-1.2683421\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen<\/a><\/li>\n<li><strong>Bayern droht in Fl&uuml;chtlingskrise mit Verfassungsklage<\/strong><br>\nBayern droht in der Fl&uuml;chtlingskrise mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht, um eine Begrenzung der Fl&uuml;chtlingszahlen durchzusetzen. Das k&uuml;ndigte die Staatskanzlei in M&uuml;nchen nach einer Sondersitzung des Kabinetts an.<br>\nFalls die Bundesregierung den Fl&uuml;chtlingszuzug nicht begrenzt, will die Staatsregierung das in Karlsruhe mit dem Argument durchsetzen, der Bund gef&auml;hrde die&nbsp;&ldquo;eigenstaatliche Handlungsf&auml;higkeit der L&auml;nder&rdquo;.<br>\nMinisterpr&auml;sident Horst Seehofer (CSU) und sein Kabinett forderten dar&uuml;ber hinaus die Zur&uuml;ckweisung von Fl&uuml;chtlingen direkt an der deutschen Grenze. Im Falle von Unt&auml;tigkeit drohte die Staatsregierung mit &ldquo;anlassbezogenen eigenen Ma&szlig;nahmen&rdquo;. Details wurden im Kabinettsbulletin nicht genannt.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/news\/2015-10\/09\/kabinett-bayern-will-notmassnahmen-in-fluechtlingskrise-beschliessen-09053402\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Seehofer macht die AfD salonf&auml;hig&laquo;<\/strong><br>\nHeinemann: Herr Gysi, wir sind noch an einem ganz anderen Punkt, n&auml;mlich wie kann man verhindern, dass jetzt immer mehr Menschen &uuml;ber die Grenzen kommen? Das eine ist die Integration derjenigen, die da sind. Die Frage ist, wie kann man die Zahl derjenigen verringern, die jetzt an die Grenze kommen und nach Deutschland reinkommen? Denn es gibt auf allen Ebenen jetzt Signale, dass es so nicht weitergehen kann.<br>\nGysi: Ja. Blo&szlig;, Herr Heinemann, wir d&uuml;rfen es auch nicht &uuml;bertreiben. Ich war in Nordkurdistan, die haben 20 Prozent ihrer Bev&ouml;lkerung noch mal draufbekommen als Fl&uuml;chtlinge. Das w&auml;ren bei uns etwa 16 Millionen. Dann k&ouml;nnten wir hier den ganzen Laden dicht machen. Also wir sollten jetzt auch nicht so tun, als ob jetzt schon die ganz gro&szlig;e Katastrophe da ist. Eine Herausforderung ist es. Der Bund muss schnell helfen. Der muss den Kommunen die Gelder geben, weil die Kommunen d&uuml;rfen nicht irgendwas anderes streichen, nur weil Fl&uuml;chtlinge kommen. Dann d&uuml;rfen wir unsere eigenen armen Schichten nicht vergessen. Die m&uuml;ssen wir mitnehmen. Denen m&uuml;ssen wir diesbez&uuml;glich Arbeit anbieten. Sonst stellen die sich gegen die Fl&uuml;chtlinge, was &uuml;berhaupt nicht gut w&auml;re. Und der Seehofer, der immer so redet, wie Sie es schildern, aber die Umfragen stellen fest, dass die AfD am meisten Stimmen im Osten und in Bayern bek&auml;me. Mit anderen Worten: Es nutzt ihm gar nichts. Er zieht da nicht die W&auml;hler ab, sondern er macht blo&szlig; die AfD salonf&auml;hig. Deshalb sage ich, ob das Problem in &Ouml;sterreich oder bei uns besteht, ist nat&uuml;rlich f&uuml;r uns ein gewaltiger Unterschied. Aber f&uuml;r Europa nicht. Also muss Europa handeln und es gibt schnelle Schritte. Ich sage noch einmal: die Lager anders finanzieren, sofort eine L&ouml;sung finden. Ich habe gesagt, man muss mit Assad reden. Dass das ein Tyrann ist, wei&szlig; ich selbst, aber mit dem Tyrann von Saudi-Arabien reden wir ja auch. Dem liefern wir sogar Waffen. Was auch ganz schnell geht: Keine Waffen mehr an Katar und Saudi-Arabien, den Krieg im Jemen beenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/fluechtlinge-seehofer-macht-die-afd-salonfaehig.694.de.html?dram:article_id=333386\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Bayerische Notma&szlig;nahmen<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/151009_Harm_Bengen.jpg\" alt=\"Harm Bengen\" title=\"Harm Bengen\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.harmbengen.de\/Zeitungscartoons.html\">Harm Bengen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlingspolitik Bund<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>De Maizi&egrave;re beklagt zunehmende Gewalt gegen Asylbewerber<\/strong><br>\n&ldquo;Eine Schande f&uuml;r Deutschland&rdquo;: Innenminister Thomas de Maizi&egrave;re hat in einem Interview die steigende Zahl von Gewalttaten gegen Fl&uuml;chtlinge kritisiert. F&uuml;r diese &ldquo;inakzeptablen Straftaten&rdquo; d&uuml;rfe es auch keine klammheimliche Zustimmung geben.<br>\n&ldquo;Insgesamt gab es in diesem Jahr bereits mehr als 490 Straftaten gegen Asylbewerberunterk&uuml;nfte.&rdquo;<br>\nZwei Drittel der Tatverd&auml;chtigen seien &ldquo;B&uuml;rger aus der Region, die sich bisher nichts zu Schulden kommen lie&szlig;en&rdquo;, sagte de Maizi&egrave;re. &ldquo;Ich finde diesen Zuwachs an Menschen, die Gewalt anwenden, besorgniserregend.&rdquo;<br>\nDie Gewalt gegen Asylbewerber wird de Maizi&egrave;re zufolge begleitet &ldquo;von Hass-Mails, von Beleidigungen, von einer Gossensprache&rdquo;. Er habe bis vor Kurzem nicht glauben k&ouml;nnen, dass so etwas &ouml;ffentlich gesagt werde. &ldquo;Es sind Zivilisationsschranken gefallen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/fluechtlinge-de-maiziere-beklagt-gewalt-gegen-asylbewerber-a-1056956.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da l&auml;sst de Maizi&egrave;re zuerst den Ungeist aus der Flasche und <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/fluechtlinge-innenminister-101.html\">beschimpft die Fl&uuml;chtlinge<\/a> und jetzt f&uuml;hrt er Klage wegen zunehmender Gewalt gegen Asylbewerber. Das nennt man heuchlerisch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nahles fordert Unternehmen auf, Praktika zu erm&ouml;glichen<\/strong><br>\nDie SPD-Politikerin sagte der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo;, die Firmen sollten hunderttausenden jungen Leuten die Gelegenheit geben, f&uuml;r sechs bis zw&ouml;lf Monate in einen Betrieb hineinzuschnuppern. Als Beispiel nannte sie Praktika oder Einstiegspl&auml;tze, f&uuml;r die kein Mindestlohn gezahlt werden m&uuml;sste. Betriebspraktika gebe es schon jetzt f&uuml;r schw&auml;chere Sch&uuml;ler, die noch nicht reif f&uuml;r eine Ausbildung seien. Davon k&ouml;nnten auch anerkannte Asylbewerber profitieren. Die Berufserfahrungen k&ouml;nnten zudem mit dem Spracherwerb kombiniert werden, sagte Nahles.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/fluechtlinge-nahles-fordert-unternehmen-auf-praktika-zu.447.de.html?drn:news_id=533532\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das hei&szlig;t doch nichts anderes als das was die Unternehmensverb&auml;nde schon l&auml;nger fordern, n&auml;mlich die Umgehung des Mindestlohns.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Rund 38.000 zus&auml;tzliche P&auml;dagoginnen und P&auml;dagogen n&ouml;tig<\/strong><br>\nDer Schl&uuml;ssel zur Integration ist die deutsche Sprache, dazu braucht es Zugang zu Bildung f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge und Asylsuchende. Die GEW hat deshalb heute konkrete Vorschl&auml;ge zu bildungspolitischen Ma&szlig;nahmen f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge vorgestellt.<br>\n&bdquo;Bildung kann nicht warten. Das Menschenrecht auf Bildung gilt f&uuml;r alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen &ndash; ohne Ausnahme und ungeachtet ihres Aufenthaltsstatus&ldquo;. Diese Botschaft hatte Marlis Tepe bereits am Mittwoch in ihrem Video-Statement in den Vordergrund ger&uuml;ckt. Auch auf der Pressekonferenz in Berlin machte sich Tepe erneut stark f&uuml;r den Zugang zu Bildung f&uuml;r alle Fl&uuml;chtlinge und Asylsuchende. &bdquo;Neu Zugewanderte sollen schnell die deutsche Sprache erlernen, um alle Bildungsangebote wahrnehmen zu k&ouml;nnen. Kitas, Schulen, Berufsschulen, Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen m&uuml;ssen jetzt so ausgestattet werden, dass Fl&uuml;chtlinge und Asylsuchende eine individuelle und bedarfsgerechte Sprachbildung erhalten&ldquo;, betonte Tepe dabei.<br>\nDaf&uuml;r GEW hat jetzt konkrete Handlungsempfehlungen f&uuml;r den Zugang zu Bildung f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge und Asylsuchende vorgestellt. Diesen liegen eigene Hochrechnungen zu Grunde. So rechnet die GEW in den n&auml;chsten zw&ouml;lf Monaten bundesweit mit rund 300.000 zus&auml;tzlichen Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern, die allein oder mit ihren Eltern gefl&uuml;chtet sind. &bdquo;Um diesen Kindern und Jugendlichen ein qualitativ gutes Schulangebot zu machen, sind gut 8.000 Lehrkr&auml;fte je 100.000 Sch&uuml;ler zus&auml;tzlich notwendig&ldquo;, unterstrich Tepe. Das ergibt einen zus&auml;tzlichen Bedarf von rund 24.000 zus&auml;tzlichen Lehrkr&auml;ften. Dabei komme es vor allem auch auf multiprofessionelle Teams an, zu denen auch Schulpsychologen, -sozialarbeiter und -p&auml;dagogen sowie Erzieherinnen und Erzieher geh&ouml;ren, so Tepe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/aktuelles\/detailseite\/neuigkeiten\/rund-38000-zusaetzliche-paedagoginnen-und-paedagogen-noetig\/\">Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Tarifeinheit: Gewerkschaften scheitern vor Verfassungsgericht<\/strong><br>\nDas umstrittene Gesetz &uuml;ber die Tarifeinheit hat vorerst Bestand. Das Bundesverfassungsgericht wies die Antr&auml;ge dreier Gewerkschaften ab, die eine einstweilige Anordnung erstreiten wollten. Zur Begr&uuml;ndung hie&szlig; es, f&uuml;r die Beschwerdef&uuml;hrer entst&uuml;nden keine gravierenden Nachteile, wenn das Gesetz bis zum Abschluss des Hauptverfahrens in Kraft bleibe. Hier strebt der Senat eine Entscheidung bis Ende n&auml;chsten Jahres an.<br>\nDie Beschwerden stammen von der &Auml;rztegewerkschaft Marburger Bund, dem Deutschen Journalisten-Verband und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit. Sie sehen ihr Streikrecht eingeschr&auml;nkt. Das Tarifeinheitsgesetz besagt, dass in einem Betrieb der Tarifvertrag der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern gilt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/tarifeinheit-gewerkschaften-scheitern-vor-verfassungsgericht.447.de.html?drn%3Anews_id=533578\">Deutschlandfunk<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/SharedDocs\/Pressemitteilungen\/DE\/2015\/bvg15-073.html;jsessionid=B77A722042D2ECBCB0E6D0923C184F77.2_cid394\">Pressemitteilung Bundesverfassungsgericht<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mit diesem Beschluss nimmt zwar das BVerfG die Entscheidung in der Hauptsache keineswegs vorweg, dennoch werden kleine Gewerkschaften bis zu dieser Entscheidung ihres Streikrechts beraubt. Die Aussage, dass das angegriffene Gesetz die tarifpolitische T&auml;tigkeit an sich nicht untersage, ist bestenfalls abwiegelnd. Was ist Tarifpolitik ohne die Drohung mit einem Arbeitskampf?<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Streikrecht muss weiter verteidigt werden<\/strong><br>\n&bdquo;Das Tarifeinheitsgesetz bleibt ein Angriff auf das Streikrecht und geh&ouml;rt in die Tonne&ldquo;, so Jutta Krellmann angesichts der heutigen Ablehnung eines Eilantrags gegen das umstrittene Gesetz durch das Bundesverfassungsgericht. Der Eilantrag war von der Lokomotivgewerkschaft GDL, dem Marburger Bund und der Pilotenvereinigung Cockpit gestellt worden. Die gewerkschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:<br>\n&bdquo;Die Gerichtsentscheidung zeigt, dass jetzt verst&auml;rkt &ouml;ffentlicher Druck aufgebaut werden muss, um dieses gewerkschaftsfeindliche Gesetz zu kippen. Wir bleiben dabei: Das Gesetz will kleine Gewerkschaften disziplinieren, streikunf&auml;hig machen und ruhigstellen. Das ist ein fundamentaler Versto&szlig; gegen das Grundrecht auf Koalitionsfreiheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/streikrecht-muss-weiter-verteidigt-werden\/\">Jutta Krellmann (MdB, Die Linke)<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das ist die gro&szlig;e Gefahr der sterbenden Mittelschicht<\/strong><br>\nDie Wirtschaft boomt, es gibt immer weniger Arbeitslose. Doch an der Mittelschicht geht der Aufschwung weitgehend vorbei, sie schrumpft sogar. Das birgt ein gro&szlig;es Risiko f&uuml;r die n&auml;chsten Jahre.<br>\nVom Gehalt sorgenfrei leben, den Kindern eine gute Ausbildung erm&ouml;glichen, sp&auml;ter genug Rente haben: So funktioniert idealerweise das Leben in der Mittelschicht. Br&ouml;ckelt diese, haben nicht nur die nach unten Abgestiegenen Probleme. &ldquo;Gesellschaften mit einer kleinen Mittelschicht und hoher Ungleichheit bleiben unter ihren wirtschaftlichen M&ouml;glichkeiten&rdquo;, sagt Markus Grabka vom Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Die Mittelschicht investiere traditionell stark in die Ausbildung ihrer Kinder. &ldquo;Schrumpft sie, gibt es k&uuml;nftig weniger Potenzial f&uuml;r Innovationen.&rdquo;<br>\nUnd die deutsche Mittelschicht ist kleiner geworden &ndash; obwohl die Arbeitslosigkeit derzeit so niedrig ist wie schon lange nicht mehr: Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universit&auml;t Duisburg-Essen. Der Anteil von Haushalten mit mittlerem Einkommen ging demnach zwischen 1993 und 2013 von 56 auf 48 Prozent zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article147405611\/Das-ist-die-grosse-Gefahr-der-sterbenden-Mittelschicht.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> In derselben Zeitung, die jeden Tag noch mehr &ldquo;Reformen&rdquo;, Lohnsenkungen, Rentenk&uuml;rzungen, Sozialabbau fordert&hellip; erstaunlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ruhestand mit Risiko<\/strong><br>\nDas Bundesfinanzministerium schafft den Garantiezins in der Lebensversicherung ab. Die private Rente wird noch unsicherer.<br>\n&bdquo;Der Wegfall des Garantiezinses ist der Sargnagel f&uuml;r die klassische Lebensversicherung&ldquo;, sagt Dirk Ulbricht vom Verbraucherschutzverein Bund der Versicherten. Ulbricht geht davon aus, dass die Versicherer Policen mit Garantien durch Vertr&auml;ge ersetzen werden, bei denen Kunden das Kapitalmarktrisiko tragen. Allianz, Axa, Ergo, Generali und andere Gro&szlig;e haben damit l&auml;ngst begonnen. Einige bieten nur noch Vertr&auml;ge ohne verbindliches Verzinsungsversprechen an. Sie k&ouml;dern Kunden mit der Aussicht auf eine h&ouml;here Aussch&uuml;ttung &ndash; von der niemand wei&szlig;, ob es sie geben wird. Diesen Gesellschaften kommt die Quasi-Abschaffung des Garantiezinses durch die Bundesregierung entgegen. Manche Manager wollen trotzdem am alten Modell festhalten. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft sieht die Abschaffung denn auch kritisch.<br>\nNutzen wird der Branche das Aus auf jeden Fall. Denn nun kann sie sich auf ein lukratives Schlussverkaufsgesch&auml;ft f&uuml;r Garantievertr&auml;ge bis zum Ende des Jahres freuen. Verbrauchersch&uuml;tzer Ulbricht warnt davor, der Kampagne auf den Leim zu gehen. Die Policen sind viel zu teuer, sagt er: &bdquo;Die Garantieverzinsung rei&szlig;t das auch nicht raus.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Aenderungen-in-der-Altersvorsorge\/!5237077\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Milliardenverlust f&uuml;r die Deutsche Bank<\/strong><br>\nIm dritten Quartal erleidet die Deutsche Bank den h&ouml;chsten Verlust ihrer Geschichte, sechs Milliarden Euro in nur drei Monaten.<br>\nGr&ouml;&szlig;ter Brocken sind Wertberichtigungen in einigen Bereichen der Bank. So sind unter anderem der 1999 erworbene Bankers Trust und die 2010 gekaufte Postbank wesentlich weniger wert, als bislang in den B&uuml;chern stand. Abschreibungen im Investmentbanking und Privatkundengesch&auml;ft dr&uuml;ckten das Ergebnis im dritten Quartal um 5,8 Milliarden Euro.<br>\nDie Liste der Rechtsstreitigkeiten der Deutschen Bank ist lang, die Kosten daf&uuml;r gehen in die Milliarden. Deutsche-Bank-Chef John Cryan hat daf&uuml;r am Donnerstag zus&auml;tzliche R&uuml;ckstellungen von 1,2 Milliarden Euro verk&uuml;ndet&hellip;<br>\nR&uuml;ckstellungen und Wertberichtigungen schlugen somit im dritten Quartal mit insgesamt 7,6 Milliarden Euro zu Buche. F&uuml;r die ersten neun Monate erwartet die Bank nun einen Verlust von 4,8 Milliarden Euro&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/abschreibungen-milliardenverlust-fuer-die-deutsche-bank,1472780,32109574.html\">Stephan Kaufmann in der FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Leidtragenden f&uuml;r Missmanagement, f&uuml;r Betr&uuml;gereien und f&uuml;r die Kosten f&uuml;r Strafzahlungen sind mal wieder die Besch&auml;ftigten. Es wird &uuml;ber den Abbau von 8.000 bis 10.000 Stellen spekuliert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ma&szlig;st&auml;be setzen<\/strong><br>\nVor der Berliner Gro&szlig;demonstration gegen das Freihandelsabkommen TTIP am morgigen Samstag intensivieren Wirtschaft und Politik ihre PR-Anstrengungen f&uuml;r den heftig kritisierten Vertrag. Die bundesdeutschen Konzerne erwarten von der &Uuml;bereinkunft Einsparungen in Milliardenh&ouml;he. Vor allem durch den Abbau von Z&ouml;llen und die Vereinheitlichung von Vorschriften auf Kosten des Verbraucherschutzes wollen die Unternehmen von TTIP profitieren. Angesichts &auml;hnlicher Freihandelsprojekte in anderen Teilen der Welt mahnen Manager und Politiker zu einem raschen Abschluss der Verhandlungen, um selbst Standards f&uuml;r den Welthandel setzen zu k&ouml;nnen, anstatt sich anderen L&auml;ndern anpassen zu m&uuml;ssen; vor allem das transpazifische Freihandelsabkommen TPP, das Nordamerika mit Teilen Ost- und S&uuml;dostasiens, S&uuml;damerikas und der Pazifikregion zusammenschlie&szlig;t, gilt als Konkurrenz. Wissenschaftler warnen indes vor einer Welt, die in unterschiedliche, miteinander rivalisierende Handelsbl&ouml;cke zerf&auml;llt; dies berge, hei&szlig;t es, ein erhebliches Konfliktpotenzial.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59221\">German-Foreign-Policy<\/a>\n<p>dazu: <strong>CDU verbreitet systematische Fehlinformation &uuml;ber TTIP<\/strong><br>\nfoodwatch hat der CDU vorgeworfen, systematisch falsche Informationen &uuml;ber TTIP zu verbreiten. Wie foodwatch-Recherchen belegen, stellen Vertreter der Partei von Bundeskanzlerin Angela Merkel insbesondere die wirtschaftlichen Potenziale des geplanten transatlantischen Freihandelsabkommen regelm&auml;&szlig;ig zu positiv dar.<br>\nDie Beispiele f&uuml;r Falschinformationen sind zahlreich: Parteibrosch&uuml;ren enthalten falsche Angaben, Abgeordnete &uuml;berzeichnen die Chancen von TTIP gegen&uuml;ber den B&uuml;rgern und im Bundestag, mit Michael Grosse-Br&ouml;mer &bdquo;zitiert&ldquo; ein hochrangiger CDU-Politiker aus einer Studie, die es gar nicht gibt.<br>\nCDU biegt Wahrheit zurecht<br>\nfoodwatch forderte die CDU auf, die falschen Angaben zu korrigieren. Die schiere H&auml;ufigkeit der Falschdarstellungen weckt Zweifel, dass es sich nur um Versehen handelt &ndash; zumal die Verdrehungen nur eine Richtung kennen: TTIP wird in der Darstellung der CDU immer nur noch gr&ouml;&szlig;er, noch toller und noch sch&ouml;ner. Die Union legt es darauf an, eine Zukunft mit TTIP so rosig wie m&ouml;glich darzustellen. Dabei wird die Wahrheit soweit zurechtgebogen, dass die Grenze zum unlauteren Meinungsstreit klar &uuml;berschritten ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.foodwatch.org\/de\/informieren\/freihandelsabkommen\/aktuelle-nachrichten\/cdu-verbreitet-systematische-fehlinformation-ueber-ttip\/\">foodwatch<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Panorama &ndash; die Reporter: Im Nazidorf<\/strong><br>\nEine Holzh&uuml;tte, mitten auf einer Dorfwiese: f&uuml;r vier Wochen das Zuhause von Reporter Michel Abdollahi. Es ist Sp&auml;tsommer, die Grillen zirpen, es ist fast schon idyllisch. Doch der Ort ist keine gew&ouml;hnliche Siedlung. Das H&auml;uschen steht in Jamel, einem Dorf, das seit Jahren immer wieder f&uuml;r Schlagzeilen sorgt. Mal fand die Polizei bei einem Bewohner eine Maschinenpistole, mal wurde die Scheune eines Aktivistenpaars abgefackelt.<br>\nDas Dorf gilt als Nazidorf, es empfiehlt sich mit v&ouml;lkischen Wandgem&auml;lden und Propagandaspr&uuml;chen. Viele Journalisten kamen hier schon f&uuml;r ihre Berichterstattung vorbei, doch kaum einer konnte mit den Bewohnern sprechen. F&uuml;r die ARD-Themenwoche Heimat ist der iranischst&auml;mmige Reporter Michel Abdollahi einen Monat lang der Nachbar der Nazis &ndash; und taucht ein in eine Welt zwischen Volkszorn und Freundlichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/panorama_die_reporter\/Im-Nazidorf,sendung447204.html\">NDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Im Zentrum des &Uuml;bels: Plan B f&uuml;r Europa?<\/strong><br>\nPodium mit Yanis Varoufakis, Franco &bdquo;Bifo&ldquo; Berardi, Sre&amp;cacute;ko Horvat und Guillaume Paol<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/vimeo.com\/141686195\">Volksb&uuml;hne Berlin<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wien-Wahl 2015<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Angst vor dem Rechtsruck in Wien<\/strong><br>\nBei der Landtagswahl am Sonntag in Wien k&ouml;nnte eine &Auml;ra zu Ende gehen: Die rechtspopulistische FP&Ouml; schickt sich an, die seit Jahrzehnten von Sozialdemokraten regierte Hauptstadt zu erobern. Mit ihrer populistischen Fl&uuml;chtlingspolitik konnte die FP&Ouml; im Wahlkampf punkten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/wahl-wien-101.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Kampf um Wien<\/strong><br>\nBei den kommenden Wahlen will die rechtspopulistische FP&Ouml; die &Auml;ra des &laquo;roten Wien&raquo; beenden. Verhindern kann das nur einer&hellip;<br>\nSeit fast 100 Jahren regieren Sozialdemokraten in Wien, unterbrochen durch Austrofaschismus und Nationalsozialismus von 1934 bis 1945. In der Zwischenkriegszeit wollten die &laquo;Austromarxisten&raquo; Wien zur Musterstadt machen, mit Zehntausenden kommunalen Wohnungen, Schulen, Bibliotheken, Sportst&auml;tten. Wer davon profitieren wollte, musste der Partei betreten. Wir k&uuml;mmern uns um euch, ihr w&auml;hlt uns und mischt euch sonst nicht ein: Die sozialdemokratische Form des aufgekl&auml;rten Absolutismus funktionierte bis fast zur Jahrtausendwende&hellip;<br>\nDie SP&Ouml; wird vermutlich knapp st&auml;rkste Partei bleiben, aber in den Arbeiterbezirken Favoriten oder Simmering, k&ouml;nnte die FP&Ouml; die Bezirksregierung &uuml;bernehmen und damit das jahrzehntelang stabile Machtgef&uuml;ge in der Stadt grundlegend &auml;ndern&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/europa\/Kampf-um-Wien\/story\/21853527\">Tages Anzeiger<\/a><\/li>\n<li><strong>Rechtspopulist Strache vor Triumph: &bdquo;Daham statt Islam&ldquo;<\/strong><br>\nFP&Ouml;-Chef Heinz-Christian Strache kann bei den Wahlen in Wien am Sonntag endg&uuml;ltig aus dem Schatten von J&ouml;rg Haider treten.<br>\nHeinz-Christian Strache bringt besser als jeder andere &ouml;sterreichische Politiker komplexe Zusammenh&auml;nge auf einfachste, ja primitive Formeln. &bdquo;Ich bin der Zorro der innenpolitischen Landschaft, der f&uuml;r soziale Gerechtigkeit eintritt&ldquo;, definierte er sich einmal selbst. Politische Korrektheit durchbricht er lustvoll und geplant. Das macht er bei vielen Sozialthemen so, bei denen er die SP&Ouml; oft auch links &uuml;berholt, und vor allem bei seinem Kernanliegen, einer sch&auml;rferen Politik gegen&uuml;ber Migranten&hellip;<br>\n&bdquo;H.C. Strache&ldquo; und seine FP&Ouml; bekamen in aktuellen Umfragen 33,5 Prozent &ndash; und nur vier Prozent weniger als B&uuml;rgermeister Michael H&auml;upl von der SP&Ouml;, die seit 1919 die Stadt regiert&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/rechtspopulist-strache-vor-triumph-daham-statt-islam\/12428164.html\">Reinhard Frauscher im Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Paul Krugman: Feinde der Sonne<\/strong><br>\nErinnert sich noch irgend jemand an Cheneys Energy Task Force? Zu Beginn der Bush-Administration ver&ouml;ffentlichte Vizepr&auml;sident Dick Cheney einen Bericht, der weitgehend als Papier von und f&uuml;r Big Energy verspottet wurde &ndash; weil er eben genau das war. Die Administration wehrte sich mit H&auml;nden und F&uuml;&szlig;en dagegen, offen zu legen, wie dieser Bericht zustande gekommen war, aber die Liste der Leute, mit denen sich die Projektgruppe getroffen hatte, sickerte schlie&szlig;lich durch, und sie war ganz und gar, wie zu erwarten: Ein Who&rsquo;s Who der F&uuml;hrungskr&auml;fte der Energiewirtschaft mit der Einbeziehung von Umweltschutzgruppen erst zu einem Zeitpunkt, als die Arbeit praktisch abgeschlossen war.<br>\nAber hier ist der Clou: An den Standards der heutigen republikanischen Partei gemessen, war der Cheney-Bericht aufgekl&auml;rt und sogar linkslastig. Ein ganzes Kapitel war der Energieeinsparung gewidmet, ein weiteres den erneuerbaren Energien. In den j&uuml;ngsten Reden von Jeb Bush und Marco Rubio dagegen &ndash; und die beiden sind noch immer die wahrscheinlichsten republikanischen Pr&auml;sidentschaftskandidaten &ndash; werden diese Themen fast gar nicht erw&auml;hnt. Was ihre Energiepolitik angeht, ist die republikanische Partei zum Fossil geworden. Das hei&szlig;t, fossile Brennstoffe und nur fossile Brennstoffe sind das A und O.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/10\/05\/opinion\/paul-krugman-enemies-of-the-sun.html\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ex-Premier Kan &uuml;ber Fukushima-Katastrophe: &ldquo;Die Frage war, ob Japan untergeht&rdquo;<\/strong><br>\nDer Atomunfall von Fukushima h&auml;tte noch viel schlimmer ausgehen k&ouml;nnen, nur Zuf&auml;lle bewahrten Japan vor einem Kollaps, sagt der damalige Premier Naoto Kan. Er erwog sogar, die Mega-Metropole Tokio zu evakuieren.<br>\nSPIEGEL ONLINE: Herr Kan, als Regierungschef k&auml;mpften Sie am 11. M&auml;rz 2011 und den Tagen danach mit den Folgen des Atomdesasters von Fukushima. War die Lage damals ernster, als die Welt ahnte?<br>\nKan: Wir sind nur um ein Haar einer noch viel schlimmeren Katastrophe entgangen. H&auml;tten wir damals auch Tokio und Umgebung mit insgesamt 50 Millionen Menschen evakuieren m&uuml;ssen, h&auml;tte das den Kollaps unseres Landes bedeutet. Die Hauptstadt liegt nur etwa 250 Kilometer von Fukushima entfernt. Dass es dazu nicht gekommen ist, verdanken wir letztlich zweierlei: Dem aufopferungsvollen Einsatz des Personals des Stromversorgers Tepco. Zum anderen kam uns eine Reihe gl&uuml;cklicher Zuf&auml;lle zu Hilfe. Ich kann das nur als g&ouml;ttliche F&uuml;gung bezeichnen. [&hellip;]<br>\nSPIEGEL ONLINE: Was wissen Sie heute, was sie damals nicht wussten?<br>\nKan: Zum Beispiel begann die Kernschmelze bereits zweieinhalb Stunden nach dem Erdbeben und nicht erst am n&auml;chsten Tag, wie es zun&auml;chst gehei&szlig;en hatte. Das ging alles rasend schnell, wir hinkten der Entwicklung hinterher. Wegen der Arbeit unter hoher Strahlenbelastung gelang es der Betreiberfirma Tepco erst am Nachmittag des 12. M&auml;rz, zwei Druckklappen zu &ouml;ffnen, um Wasserstoff aus dem Sicherheitsbeh&auml;lter abzulassen. Doch es war bereits zu viel Wasserstoff entwichen. Kurz darauf explodierte dann die &auml;u&szlig;ere H&uuml;lle des Reaktorgeb&auml;udes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/ex-premier-ueber-fukushima-die-frage-war-ob-japan-untergeht-a-1056836.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Auf der Suche nach Deutschland<\/strong><br>\nWas hei&szlig;t eigentlich Deutschsein? Mit dieser Frage reiste der Journalist Manuel M&ouml;glich in L&auml;nder, die einen historischen Bezug zu Deutschland haben &ndash; etwa die ehemaligen deutschen Kolonien Namibia und Samoa.<br>\n&ldquo;Dieser Reisebericht wagt den Versuch, sich unserer Heimat aus der Ferne zu n&auml;hern&rdquo;, sagt Manuel M&ouml;glich. Deshalb reiste der Journalist und Autor nach Namibia, Brasilien, Rum&auml;nien, Samoa und Tschechien, in L&auml;nder mit einem historischen Bezug zu Deutschland. Die Menschen, die er traf, h&auml;tten oft f&uuml;r ihn merkw&uuml;rdige Vorstellungen von dem gehabt, was Deutschland ist. Oft sei er begr&uuml;&szlig;t worden mit: &ldquo;Sie sehen ja gar nicht wie ein Deutscher aus.&rdquo; Aber feste Vorstellung vom Deutschsein h&auml;tten die meisten gehabt. Auf jeden Fall geh&ouml;rten die Tugenden P&uuml;nktlichkeit, Gem&uuml;tlichkeit, Sittsamkeit dazu. &ldquo;Wer aus einem Land kommt, in dem einst blind der totale Krieg bejubelt wurde, tr&auml;gt ein kritisches Dagegensein m&ouml;glicherweise in sich, ohne es recht begr&uuml;nden zu k&ouml;nnen&rdquo;, meint Manuel M&ouml;glich. Das war die Ausgangslage f&uuml;r seine Reise. Nach eineinhalb Jahren unterwegs denkt er noch einmal &uuml;ber seine eigene deutsche Identit&auml;t nach: &ldquo;Zu Hause ist es bestimmt nicht am unsch&ouml;nsten. Andererseits, wie man gerne in Amerika sagt: Home is where the heart is.&rdquo; Manuel M&ouml;glich in der Redezeit mit J&uuml;rgen Wiebicke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/neugiergenuegt\/redezeit\/manuel-moeglich-108.html\">WDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gesetz des Krieges: Journalisten als Feinde &ndash; #WirVasallen<\/strong><br>\nSeit einigen Wochen bin ich Freiwild. Nat&uuml;rlich nicht ich alleine, Journalisten sind allesamt legale Beute der US-Streitkr&auml;fte, schutzlose Prisen, wenn sie sich nicht konform benehmen.<br>\nParanoia? Nein, Gesetz. US-Gesetz, das sich krakenhaft ausbreitet als einzig g&uuml;ltige Norm. Lex imperii, das Gesetz des Imperiums. In zivilem Gewand kommt es auch als TTIP, TPP oder CETA daher. Das aktuelle milit&auml;rische Diktat aus dem Pentagon aber hei&szlig;t Law of War, ein 1176 Seiten dickes Kriegshandbuch.<br>\nNat&uuml;rlich steht es mir frei, zu hause zu bleiben und allabendlich vor der Glotze meinen Blutdruck in die H&ouml;he zu &auml;rgern. Daf&uuml;r wird sich kein Drohnenpilot oder Special Forces Einsatzleiter interessieren. Aber die Kollegen, die in aller Welt &uuml;ber Kriege und Krisen berichten? Die stehen auf der Abschussliste.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/absurdunddurchgeknallt.wordpress.com\/2015\/10\/09\/gesetz-des-krieges-journalisten-als-feinde-wirvasallen\/\">Durchgeknallt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Friedensnobelpreis geht an Dialoggruppe in Tunesien<\/strong><br>\nDie Vermittlergruppe habe einen &ldquo;alternativen friedlichen Prozess&rdquo; angesto&szlig;en, &ldquo;zu einer Zeit als das Land am Rande eines B&uuml;rgerkriegs stand&rdquo;, sagte die Vorsitzende des Komitees Kaci Kullmann Five. Man hoffe, dass der Nobelpreis Tunesiens Weg zur Demokratie sichern werde, hie&szlig; es. Der Preis solle aber auch &ldquo;Ansporn f&uuml;r alle sein, die Frieden und Demokratie im Nahen Osten, Nordafrika und im Rest der Welt voranbringen wollen&rdquo;.<br>\nDas Quartett wurde 2013 in Zeiten sozialer Unruhen und Mordanschl&auml;ge in Tunesien gebildet, als der Prozess der Demokratisierung zu scheitern drohte. Zu den Vermittlern geh&ouml;rten die Gewerkschaft UGTT, der Verband von Industrie, Handel und Handwerk (UTICA), die Liga f&uuml;r Menschenrechte (LTDH) und der Nationale Anwaltsverein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/nobelpreis-friedensnobelpreis-fuer-nationales-dialog-quartett-in-tunesien-a-1057012.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.K.:<\/strong> Tunesien hat das Gl&uuml;ck, dass es nicht an einer strategisch wichtigen geographischen Stelle liegt und keine nennenswerte Rohstoffe besitzt. Dar&uuml;ber darf und soll man sich auch freuen. Aber aufgrund der spezifischen Situation Tunesiens ist es als Vorbild f&uuml;r andere (arabische) Staaten und Regionen nur bedingt tauglich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Ein verkaufsoffener Sonntag als Tag der deutschen Einheit<\/strong><br>\nDas Einheitsfest, das in Frankfurt stattfand, war ein staatstragendes Volksfest f&uuml;r Gewinnertypen. Die DDR als ein Teil der Einheit hatte nur Geltung als Unrechtsstaat. Es war &uuml;berhaupt so ein denkw&uuml;rdiges Wochenende zwischen antieskapistischem Schutzwall und sonnt&auml;glichen Shopping.<br>\nAch, was war Frankfurt selig. Besonders am Sonntag, am Tag nach dem Tag der deutschen Einheit. Denn die Gesch&auml;fte machten auf. Das war ihre Wiedergutmachung f&uuml;r einen verlorenen Samstag des Konsums. Da hatten all die Mitarbeiter im Handel mal die Chance auf ein v&ouml;llig freies Wochenende &ndash; und dann war es wieder nichts. Ironie der Geschichte, dass man dieses Motiv f&uuml;r die viel zu schnelle Einheit bem&uuml;hte. Besonders die Union ging ja damals mit dem Konsum, vulgo &raquo;D-Mark&laquo; genannt, hausieren und sicherten so ihrem Kanzler im Umfragetief die Wiederwahl. Pl&ouml;tzlich ging es dann im Osten nicht mehr um die Liberalisierung des real existierenden Sozialismus, sondern um die schnelle Verwirklichung von Konsumwelten, wie sie der Westen kannte. Passend dazu also eine Reminiszenz darauf am Wochenende: Nach dem Tag der Einheit ein Sonntag des Konsumismus. Damit wir ja nicht vergessen, dass die Verf&uuml;hrung in den Schaufenstern das Fundament dieser Einheit nach westlichem Muster war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/987188.ein-verkaufsoffener-sonntag-als-tag-der-deutschen-einheit.html\">Heppenheimer Hiob<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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