{"id":27891,"date":"2015-10-09T16:38:13","date_gmt":"2015-10-09T14:38:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27891"},"modified":"2017-08-29T16:24:55","modified_gmt":"2017-08-29T14:24:55","slug":"die-westliche-propaganda-ist-so-professionell-dass-die-tatsachen-fuer-das-was-wir-denken-sollen-kaum-mehr-eine-rolle-spielen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27891","title":{"rendered":"Die westliche Propaganda ist so professionell, dass die Tatsachen f\u00fcr das, was wir denken sollen, kaum mehr eine Rolle spielen."},"content":{"rendered":"<p>Die totale Manipulation ist m&ouml;glich. Darauf wurde auf den NachDenkSeiten schon oft hingewiesen. Beim R&uuml;ckblick auf wichtige Ereignisse und Debatten der letzten Zeit findet man diese bedr&uuml;ckende Erkenntnis erneut best&auml;tigt &ndash; in der Debatte um Syrien und die Fl&uuml;chtlinge, um Russland, Putin und den neuen West-Ost-Konflikt. Ganz aktuell: in einem 58 Minuten langen Gespr&auml;ch mit Anne Will hat es die Bundeskanzlerin geschafft, bei der Behandlung der Ursachen der Flucht so vieler Menschen mit keinem Wort auf die Kriege zwischen Libyen, Syrien, Irak und Afghanistan einzugehen und schon gar nicht auf die Rolle des Westens und seiner Verb&uuml;ndeten am Golf als Verursacher dieser m&ouml;rderischen Kriege. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong><\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1396\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-27891-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/151012_Die_westliche_Propaganda_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/151012_Die_westliche_Propaganda_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/151012_Die_westliche_Propaganda_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/151012_Die_westliche_Propaganda_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=27891-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/151012_Die_westliche_Propaganda_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"151012_Die_westliche_Propaganda_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Im Folgenden werde ich an den genannten Beispielen einige Beobachtungen skizzieren und Links zur Vertiefung nennen, und dabei jeweils die Methoden der Meinungsmache benennen und die &Uuml;berlegenheit der westlichen Propaganda erkl&auml;ren. Das sind alles nur Denk- und Analyseanst&ouml;&szlig;e. <\/p><ol type=\"I\">\n<li>\n<p><strong>Zum Verh&auml;ltnis zu Russland &ndash; keine abgewogene Analyse, stattdessen Feindmodus und Personalisierung.<br>\nAu&szlig;erdem: Einseitige und unvollst&auml;ndige Darstellung des Geschehens in Syrien und damit der Ursachen f&uuml;r einen gro&szlig;en Teil des Fl&uuml;chtlingsproblems<\/strong><\/p>\n<p>Den Bericht &uuml;ber ein Treffen von vier Spitzenpolitikern in Paris in den Tagesthemen am 2.10.2015 begann Thomas Roth mit folgendem Satz:<br>\n&bdquo;Es sind zur Zeit gleich zwei gef&auml;hrliche internationale Krisen, die sich mit einem Mann verbinden: mit dem russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin.&ldquo;<br>\nDann folgte der Hinweis auf die Ukraine und Syrien. Das ist eine sehr professionelle Zuweisung der Verantwortung. Jetzt wird Putin auch f&uuml;r die Krise in Syrien verantwortlich gemacht. Thomas Roth und die ARD befinden sich in zahlreicher Gesellschaft in der deutschen Medienwelt. Ich nenne nur drei Beispiele: Der Tagesspiegel kam drei Tage sp&auml;ter, am 5. Oktober mit einem Interview mit dem Historiker Karl Schl&ouml;gel und der &Uuml;berschrift <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/historiker-karl-schloegel-im-interview-man-muss-bei-putin-mit-allem-rechnen\/12405854.html\">&bdquo;Man muss bei Putin mit allem rechnen&ldquo;<\/a>. FAZ Net kam mit der &Uuml;berschrift <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/naher-osten\/diktator-assad-gewaltherrscher-in-bester-laune-13840340.html\">&bdquo;Gewaltherrscher in bester Laune&ldquo;<\/a> Und sogar der sozialdemokratische Vorw&auml;rts schl&auml;gt in die gleiche Kerbe, mit einem Artikel von J&ouml;rg Armbruster <a href=\"http:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/krieg-syrien-worum-putin-wirklich-geht\">&bdquo;Krieg in Syrien: worum es Putin wirklich geht&ldquo;<\/a>.<\/p>\n<p>Es gibt im Westen fast keine abgewogene und differenzierte Betrachtung Russlands und seiner politischen F&uuml;hrung mehr. In den meisten Medien wird Russland als <strong>der<\/strong> St&ouml;renfried schlechthin betrachtet. Die Methode der Personalisierung auf Putin als den B&ouml;sewicht ist typisch daf&uuml;r. Feindbilder lassen sich an Personen besser festmachen als an V&ouml;lkern. So ist das offensichtlich.<br>\nWenn Sie am Wochenende ein bisschen Zeit und Muse haben, sich mit Originaltexten von Reden zu befassen, dann w&auml;re zu empfehlen, sich die beiden Reden von Pr&auml;sident Obama und Pr&auml;sident Putin vor der UNO Vollversammlung anzuh&ouml;ren bzw. sie zu lesen.<\/p>\n<p>Hier ist zun&auml;chst der Link auf die <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=U97XoBr_JbQ\"><strong>Rede Pr&auml;sident Obamas<\/strong> vor der UNO am 28.9.2015<\/a>, mit simultaner &Uuml;bersetzung. <\/p>\n<p>Und hier ist der Text der <strong>Rede von Pr&auml;sident Putin<\/strong> auf der UNO-Generalversammlung ebenfalls vom 28. September 2015.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/news\/worldviews\/wp\/2015\/09\/28\/read-putins-u-n-general-assembly-speech\/\">Washingtonpost<\/a><\/p>\n<p>Putin widmet sich ausf&uuml;hrlich und wohlwollend der Frage nach dem Funktionieren der Vereinten Nationen, dann der Destabilisierungspolitik des Westens. Er weist auf das Elend hin, das in den meisten F&auml;llen darauf folgt und fragt jene, die diese Situation einschlie&szlig;lich der gro&szlig;en Zahl von Fl&uuml;chtlingen geschaffen haben: &bdquo;Versteht ihr wenigstens jetzt, was ihr angerichtet habt?&ldquo;<br>\nEr weist darauf hin, dass der &bdquo;Islamische Staat&ldquo; nicht aus dem Nichts entstanden ist, &bdquo;anfangs hat man ihn auch als Instrument gegen unbequeme weltliche Regime hochgezogen.&ldquo; Mit &bdquo;man&ldquo; meint Putin wohl die Golfstaaten einschlie&szlig;lich Saudi-Arabiens.<\/p>\n<p>Zu den Fl&uuml;chtlingen und der Situation im Nahen Osten: Russland rechne damit, dass die internationale Gemeinschaft eine allumfassende Strategie der politischen Stabilisierung und des sozial&ouml;konomischen Wiederaufbaus des Nahen Ostens ausarbeiten k&ouml;nnen wird . &ldquo;Dann, verehrte Freunde, muss man auch keine Lager f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge bauen.&ldquo; &hellip;&ldquo;Die Fl&uuml;chtlinge brauchen unbedingt Mitgef&uuml;hl und Unterst&uuml;tzung. Grunds&auml;tzlich dieses Problem l&ouml;sen jedoch kann man nur &uuml;ber den Weg des Wiederaufbaus der Staatlichkeit dort, wo sie zerst&ouml;rt worden ist, &hellip;&ldquo; &hellip; &bdquo;Vor allem halte ich es f&uuml;r &auml;u&szlig;erst wichtig, die staatliche Struktur in Libyen wieder aufzubauen, die neue Regierung des Irak zu unterst&uuml;tzen und der rechtm&auml;&szlig;igen Regierung Syriens allseitige Hilfe zu erweisen.&ldquo;<\/p>\n<p>Putin zur Lage in Europa und zum neu belebten West-Ost-Konflikt: Putin erinnert an die Hoffnung auf einen Raum gemeinsamer Sicherheit und fragt, warum nach dem Zerfall des Warschauer Paktes man nicht auch die NATO zur Disposition gestellt hat und sie und ihre milit&auml;rische Infrastruktur stattdessen weiter ausdehnt.<br>\nEr verweist darauf, dass die postsowjetischen L&auml;nder vor die irrige Wahl gestellt wurden, zum Westen oder zum Osten zu geh&ouml;ren.<\/p>\n<p><strong>Die Rede Putins war rundum vern&uuml;nftig und auch getragen von der Sorge um internationale Zusammenarbeit.<br>\nIn welchen deutschen Medien haben Sie von den vorgetragenen Gedanken des russischen Pr&auml;sidenten gelesen? Die Medien h&auml;tten ja kritisch kommentieren k&ouml;nnen. Aber einfach unterschlagen, das geht nur, wenn man so auf Feindmodus eingestellt ist, wie das im Eingangssatz zu den Tagesthemen vom 2. Oktober deutlich wurde. Das ist unsere perverse Situation. Wir haben die gro&szlig;en Chancen des Abbaus der Konfrontation einfach verspielt.<\/strong><\/p>\n<p>Auch &uuml;ber die Rede Pr&auml;sident Obamas wurde aus meiner Sicht ungen&uuml;gend berichtet. Positiv h&auml;tte man ja vermerken k&ouml;nnen, dass Obama an einer friedlichen L&ouml;sung von Konflikten interessiert ist, man h&auml;tte verst&auml;ndnisvoll berichten k&ouml;nnen, dass hier ein Mensch redet, dem man anmerkt, dass er es im Kern gut meint, so w&uuml;rde ich jedenfalls behaupten. Aber Obama erschien zugleich als Getriebener von Kr&auml;ften seines Landes, &uuml;ber die er nicht bestimmt. Er redete leider so, als g&auml;be es seine eigene Verantwortung nicht.<br>\nDie Verantwortung seines Landes und der fr&uuml;heren und seiner Regierung  wie auch der Freunde der USA am Golf f&uuml;r das Elend zwischen Libyen und Afghanistan und f&uuml;r den Terrorismus erkennt er offenbar nicht. Oder wagt es nicht zu sagen.<\/p>\n<p>Zu Syrien f&auml;llt ihm das ein, was offenbar der Kern der Sprachregelung westlicher Politiker und Publizisten ist: Assad ist ein Diktator, ein Schl&auml;chter seines eigenen Volkes, ein Gewaltsherrscher.<br>\nMit der Wiederholung dieser Formeln haben es unserer Meinungsmacher geschafft, dass uns eine differenzierte Betrachtung der Vorg&auml;nge und Personen in Syrien und vor allem die Betrachtung unserer eigenen Verantwortung f&uuml;r das Elend und damit auch f&uuml;r die Fl&uuml;chtlinge gar nicht mehr einf&auml;llt.<\/p>\n<p>Pr&auml;sident Obama hat bei seiner Klage &uuml;ber den Tyrannen in Syrien unterschlagen, mit welchen anderen Tyrannen in der Region die USA engsten zusammenarbeiten. Gibt es eine schlimmere und menschenverachtendere Diktatur als jene in Saudi-Arabien?<\/p>\n<p><strong>Die westliche Propaganda ist so erfolgreich, weil sie selektiv informiert, unangenehme Seiten des Geschehens unterschl&auml;gt, die eigene Sprachregelung professionell organisiert und diese von verschiedenen Absendern verbreiten l&auml;sst.<\/strong><\/p>\n<p>Dazu, zur f&uuml;r eine erfolgreiche Propaganda wichtigen Sprachregelung eine kleine Geschichte: Der s&uuml;dpf&auml;lzische Bundestagsabgeordnete der SPD sprach sich im September <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/syrien-debatte-ueber-eingreifen-der-bundeswehr-a-1053094.html\">f&uuml;r ein milit&auml;risches Engagement Deutschlands in Syrien<\/a> aus. Da er mein Nach-Nachfolger ist, habe ich telefonisch Zweifel an der Vernunft dieses Engagements ge&auml;u&szlig;ert. In diesem Gespr&auml;ch wies er auf den Diktator Assad hin und auf dessen schlimme Taten: &bdquo;Er wirft Fassbomben  auf die Kinder seines eigenen Volkes&ldquo;.<br>\nDann habe ich in Obamas UNO-Rede die gleiche Formulierung gefunden und dann auch in dem erw&auml;hnten Artikel im vorw&auml;rts.<\/p>\n<p><strong>Offenbar haben Pr&auml;sident Obama, der s&uuml;dpf&auml;lzische SPD-Abgeordnete und die einschl&auml;gig t&auml;tigen Publizisten den gleichen Sprechzettel.<\/strong><br>\nDas gilt auch f&uuml;r andere Ereignisse und Themen: wer vor allem von russischen Flugzeugen bombardiert worden sei, die gem&auml;&szlig;igten Rebellen gegen Assad, und nicht vor allem die Terroristen des Islamischen Staates, konnten Sie &uuml;berall lesen. Und dass die russischen Flugzeuge die t&uuml;rkische Souver&auml;nit&auml;t missachtet haben, stand auch &uuml;berall und wurde beklagt (was ich teile), aber wann haben Sie das letzte Mal eine Klage &uuml;ber die Verletzung der Souver&auml;nit&auml;t des Irak und Syriens durch die T&uuml;rkei vernommen?<br>\n<strong>Einseitigkeit und Verschweigen sind wichtige Elemente der Propaganda.<\/strong><\/p>\n<p><strong>F&uuml;r den Erfolg der westlichen Propaganda ist au&szlig;erdem von gro&szlig;er Bedeutung, dass so viele scheinbar verschiedene Politiker, Wissenschaftler und Publizisten sich in &auml;hnlicher Weise &auml;u&szlig;ern.<\/strong><\/p>\n<p>Die Wiederholung kombiniert mit der scheinbaren Verschiedenheit der Absender bringt den Propagandaerfolg.<\/p><\/li>\n<li>\n<p><strong>&bdquo;Die Kanzlerin in der Fl&uuml;chtlingskrise&ldquo;<\/strong><\/p>\n<p>So lautete der Titel der Sendung f&uuml;r das Gespr&auml;ch zwischen Anne Will und der Bundeskanzlerin  am 7. Oktober. (<a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/tv\/Anne-Will\/Die-Kanzlerin-in-der-Fl%C3%BCchtlingskrise-\/Das-Erste\/Video?documentId=30981456&amp;bcastId=328454\">Video siehe hier in der Mediathek der ARD<\/a>)<\/p>\n<p>Es gibt kritische Stimmen im Forum zur Sendung, es gibt zugleich auch sehr freundliche Kommentare. Die Bundeskanzlerin hat menschlich, sachverst&auml;ndig, freundlich gewirkt, auch konzentriert. Die Moderatorin hat aber nichts getan, um typische Methoden der Manipulation aufzudecken. Daf&uuml;r ein paar Beispiele:<\/p>\n<ul>\n<li>Frau Merkel hat sogar die Notwendigkeit der Bek&auml;mpfung der Ursachen der Fl&uuml;chtlingsbewegung als einen der Hebel zur L&ouml;sung des Problems genannt. Immerhin. Aber was sind die Ursachen aus der Sicht unserer Bundeskanzlerin? Die Menschen w&uuml;rden jetzt aus der T&uuml;rkei auch deshalb fliehen, weil dort die Essensrationen halbiert worden sind usw. Die Bundeskanzlerin hat mit keinem Satz darauf hingewiesen, dass die vom Westen angezettelten Kriege von Libyen &uuml;ber Syrien und Irak bis Afghanistan einer der wesentlichen Ursache daf&uuml;r sind, dass Menschen fliehen. Anne Will hat keine Sekunde darauf verwendet, bei der Bundeskanzlerin nachzufragen.<\/li>\n<li>Sie hat nicht nachgefragt, in welcher Weise Deutschland gerade in den Konflikt in Syrien verwickelt ist: wir machen die Blockade und die Sanktionen mit, die dem Aushungern von Syrien dienen. Wir haben eine vorteilhafte Spezialbehandlung der syrischen Fl&uuml;chtlinge angek&uuml;ndigt, auch deshalb, weil damit das Ausbluten des syrischen Staates verst&auml;rkt und beschleunigt wird. Frau Merkel hat sich dieser Sonderbehandlung noch ger&uuml;hmt und Anne Will hat nicht kritisch nachgehakt.<\/li>\n<li>Sie hat nicht gefragt, ob wir mit Waffenlieferungen an die Golfstaaten und die T&uuml;rkei und m&ouml;glicherweise auch Israel an der Verst&auml;rkung des Elends mitschuldig geworden sind.<\/li>\n<li>Frau Merkel hat die Parole ausgegeben, man k&ouml;nne das Problem durch mehr Ordnung l&ouml;sen. Das Wort Ordnung, Ordnung rein bringen, geordnet, geordnete Verh&auml;ltnisse kam unentwegt vor, erg&auml;nzt durch das Wort Plan. Als w&auml;re damit irgendetwas an diesem Problem gel&ouml;st. Nat&uuml;rlich muss etwas mehr Planung und Ordnung sein. Aber die Fixierung hat eindeutig manipulativen Charakter.<\/li>\n<li>Frau Merkel hat nach der alten Methode, die Vorw&uuml;rfe, mit denen man rechnen muss, selbst zu nennen, versucht, ihrer Verantwortung f&uuml;r die gro&szlig;e Fl&uuml;chtlingsbewegung niedrig zu h&auml;ngen. Sie hat explizit bestritten, dass ihre besonderen Willkommensgesten im Nahen Osten eine quantitativ messbare Auswirkung hatten. Das wissen wir aus mehreren Berichten &uuml;ber Syrien und Irak, wo auf die einladende Gestik der Bundeskanzlerin hingewiesen und verbreitet wird, welche Vorteile Fl&uuml;chtlinge hier bei uns erwarten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Bundeskanzlerin hat aus meiner Sicht zu erkennen gegeben, dass sie die &uuml;beraus gro&szlig;en Probleme, die auf unser Land zukommen, noch nicht erkannt hat. Wir werden vom &bdquo;gelobten Land&ldquo; in eine halbe Katastrophe schlittern. Das m&uuml;sste die Bundeskanzlerin eigentlich wissen. Aber sie sonnt sich immer noch im Lichte dessen, ein gelobtes Land zu vertreten, und sie verwies sogar auf den Bundesfinanzminister Sch&auml;uble, der sich dar&uuml;ber besonders gefreut habe. Das kann man sich gut vorstellen, hatte er vorher im Umgang mit Griechenland doch ma&szlig;geblich dazu beigetragen, dass weltweit unser Ruf ruiniert wurde. Jetzt wird er wieder aufgebessert.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die totale Manipulation ist m&ouml;glich. Darauf wurde auf den NachDenkSeiten schon oft hingewiesen. Beim R&uuml;ckblick auf wichtige Ereignisse und Debatten der letzten Zeit findet man diese bedr&uuml;ckende Erkenntnis erneut best&auml;tigt &ndash; in der Debatte um Syrien und die Fl&uuml;chtlinge, um Russland, Putin und den neuen West-Ost-Konflikt. Ganz aktuell: in einem 58 Minuten langen Gespr&auml;ch mit<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27891\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,183,171,11],"tags":[1055,315,915,1054,1553,1122,1536],"class_list":["post-27891","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-medienkritik","category-militaereinsaetzekriege","category-strategien-der-meinungsmache","tag-fluechtlinge","tag-merkel-angela","tag-putin-wladimir","tag-saudi-arabien","tag-syrien","tag-waffenexporte","tag-will-anne"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27891","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=27891"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27891\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":39832,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27891\/revisions\/39832"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=27891"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=27891"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=27891"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}