{"id":2792,"date":"2007-11-26T09:40:33","date_gmt":"2007-11-26T08:40:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2792"},"modified":"2015-12-09T14:18:07","modified_gmt":"2015-12-09T13:18:07","slug":"die-abstimmung-ueber-die-aufhebung-des-genmais-importverbots-oesterreichs-zeigt-die-undemokratischen-strukturen-der-europaeischen-union-und-der-wto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2792","title":{"rendered":"Die Abstimmung \u00fcber die Aufhebung des Genmais-Importverbots \u00d6sterreichs zeigt die undemokratischen Strukturen der Europ\u00e4ischen Union und der WTO"},"content":{"rendered":"<p>Am 30. Oktober 2007 haben die Umweltminister der 27 EU-Mitgliedstaaten im Rat der Europ&auml;ischen Union &uuml;ber die Aufhebung des  Import-Verbots von Genmais abgestimmt. Obwohl sich die Mehrheit der Minister gegen den Import von Genmais ausgesprochen hat, kam aufgrund der Abstimmungsmodalit&auml;ten, nach welchen die qualifizierte Mehrheit 73,91 % der Gesamtbev&ouml;lkerung der Union repr&auml;sentieren muss, keine qualifizierte Mehrheit zustande. Eine Einigung im Ministerrat konnte nicht erzielt werden, weil die L&auml;nder Gro&szlig;britannien, Spanien, Schweden, Niederlande, Lettland und Estland f&uuml;r den Import von Genmais  votierten. Nun f&auml;llt nach den Bestimmungen der Europ&auml;ischen Union die Entscheidung an die EU-Kommission zur&uuml;ck. Die Entscheidung der EU-Kommission steht unmittelbar bevor. Sie wird wohl gegen die &Ouml;sterreicher ausfallen zumal die EU unter dem Druck der Welthandelsorganisation (WTO) steht. Christine Wicht<br>\n<!--more--><br>\nStreitpunkt sind Maishybriden mit einer gentechnisch erzeugten Insektenresistenz. Im Jahr 1998 wurden von der EU-Zulassungsbeh&ouml;rde (Europ&auml;ische Beh&ouml;rde f&uuml;r Lebensmittelsicherheit (EFSA)) die Genmaissorten mit der Bezeichnung MON810 YieldGard (von Monsanto) und T25 (von Bayer) genehmigt. &Ouml;sterreich hat die Einfuhr beider in der EU zugelassenen Sorten bereits 1999 verboten, nachdem sich 1,2 Millionen &Ouml;sterreicher in einem Volksbegehren gegen die Herstellung und den Vertrieb gentechnisch ver&auml;nderter Nahrungsmittel ausgesprochen hatten. Au&szlig;er &Ouml;sterreich haben Griechenland, Italien, Luxemburg und inzwischen auch Polen, Ungarn und aktuell auch Frankreich den Anbau oder Import von zugelassenen Gen-Pflanzen gestoppt. <\/p><p>Die USA, unterst&uuml;tzt von Kanada und Argentinien, den Hauptexporteuren gentechnisch ver&auml;nderten Saatguts, zogen im Jahr 2003 vor das WTO-Gericht und klagten gegen das in der Europ&auml;ischen Union bestehende Moratorium f&uuml;r Neuzulassungen von gentechnisch ver&auml;nderten Lebens- und Futtermitteln. Nach Interpretation der USA sei dies ein protektionistisches Hemmnis, das den Handel blockiere. Das WTO-Gericht gab der amerikanischen Regierung Recht, daraufhin forderte die EU-Kommission &Ouml;sterreich auf, das Verbot  bis zum 21. November 2007 aufzuheben. Inzwischen ist die Frist bis zum 11. Januar 2008 verl&auml;ngert worden. <\/p><p>Die Europ&auml;ische Union selbst ist seit 1995 ein eigenst&auml;ndiges Mitglied der WTO,  deren Ziel der Abbau von Handelshemmnissen aller Art, von Dienstleistungen, geistigem Eigentum und landwirtschaftlichen Produkten ist. Im Bereich der gemeinsamen Handelspolitik wird die Europ&auml;ische Union auf internationaler Ebene durch die EU-Kommission vertreten, die in diesem Fall f&uuml;r die Union die Handelsverhandlungen im Rahmen der WTO f&uuml;hrt.<\/p><p><strong>Die Bedenken nehmen zu<\/strong><br>\nFrankreich k&uuml;ndigte ein Anbauverbot f&uuml;r den Genmais MON810 ab dem Jahr 2008 an. Pr&auml;sident Sarkozy begr&uuml;ndete seine Entscheidung mit Sicherheitsbedenken. Zudem habe er Zweifel am Nutzen der Genpflanzen und hinzu k&auml;me die Sorge um die unkontrollierte Ausbreitung.<br>\nNoch im April 2007 schrieb auch das deutsche Bundesamt f&uuml;r Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) einen Brief an Monsanto und meldete in einem Bescheid Sicherheitsbedenken gegen den Anbau von MON810 an. Das Amt bezog sich auf &sect;20 Abs. 2 des Genmittelgesetzes, wonach die zul&auml;ssige Bundesbeh&ouml;rde bis zur Entscheidung der Kommission oder des Rates nach Art. 2 in Verbindung mit Art. 30 Abs. 2 der Richtlinie 2001\/18\/EG das Ruhen der Genehmigung ganz oder teilweise anordnen kann, &hellip;.&rdquo;wenn nach Erteilung einer Genehmigung des Inverkehrbringens auf Grund neuer oder zus&auml;tzlicher Informationen, die Auswirkungen auf die Risikobewertung haben, oder auf Grund einer Neubewertung der vorliegenden Informationen auf Grundlage neuer oder zus&auml;tzlicher wissenschaftlicher Erkenntnisse ein berechtigter Grund zu der Annahme besteht, dass der gentechnisch ver&auml;nderte Organismus eine Gefahr f&uuml;r die menschliche Gesundheit oder die Umwelt darstellt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.keine-gentechnik.de\/fileadmin\/files\/Infodienst\/07_04_27_bvl_bescheid_mon810.pdf\">Informationsdienst Gentechnik [PDF &ndash; 344 KB]<\/a><\/p><p>Keinerlei Bedenken hatte hingegen die Europ&auml;ische Beh&ouml;rde f&uuml;r Lebensmittelsicherheit (EFSA), als sie eine positive Stellungnahme zu den Genmaissorten verabschiedete. <\/p><p>(&hellip;)<\/p><blockquote><p>Das Gremium f&uuml;r gentechnisch ver&auml;nderte Organismen (GMO-Gremium) der EFSA kam zu dem Ergebnis, dass nach heutigem Stand des Wissens und im Rahmen der von der Europ&auml;ischen Kommission gestellten spezifischen Fragen kein Grund zu der Annahme besteht, dass das kontinuierliche Inverkehrbringen der f&uuml;nf GVO (darunter auch MON810, Anm. des Autors) nachteilige Beeintr&auml;chtigungen f&uuml;r die Gesundheit von Mensch und Tier oder die Umwelt haben wird.<\/p><\/blockquote><p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.efsa.europa.eu\/EFSA\/efsa_locale-1178620753824_1178620854981.htm\">efsa<\/a><\/p><p>Die im Jahr 2002 gegr&uuml;ndete Beh&ouml;rde EFSA ist der EU-Kommission zugeordnet und f&uuml;r die kommerzielle Zulassung gentechnisch ver&auml;nderter Organismen zust&auml;ndig und betont auf ihrer Website ihre Unabh&auml;ngigkeit. Diese Unabh&auml;ngigkeit der EFSA wird jedoch von Kritikern, wie z.B. Friends of the Earth, in Frage gestellt. Das Gutachten dazu mit dem Titel <a href=\"http:\/\/www.foeeurope.org\/GMOs\/publications\/EFSAreport.pdf\">&bdquo;Throwing caution to the wind&ldquo; [PDF &ndash; 120 KB]<\/a><\/p><p><strong>Lobbyisten sind aktiv<\/strong><br>\nIn dem Buch &bdquo;Konzern Europa &ndash; Die unkontrollierte Macht der Konzerne&ldquo; zeigen die Autoren auf, dass die EU-Politik bez&uuml;glich der Gentechnologie ein Beispiel daf&uuml;r ist, wie &ouml;kologische, ethische und soziale Bedenken dem Ziel des Freihandels und der internationalen Wettbewerbsf&auml;higkeit untergeordnet werden.<br>\nSo arbeitet etwa der Lobbyistenverband, EuropaBio mit Sitz in Br&uuml;ssel, eng mit der EU-Kommission zusammen. EuropaBio vertritt eigenen Angaben zu Folge, fast 40 weltweit operierende Mitgliedsunternehmen, 20 nationale Biotechnologieverb&auml;nde, die etwa 1200 kleine und Mittelst&auml;ndische Unternehmen vertreten, unter anderem auch Monsanto, Bayer, Danone, Novartis, Nestl&eacute;, Novo Dordisk, Syngenta, BASF, Dow Chemical, Du Pont und Unilever.<br>\n&Uuml;berdies werden die Interessen der Chemischen Industrie durch den Europ&auml;ischen Wirtschaftsverband der Chemischen Industrie (CEFIC, Conseil Europ&eacute;en de l&rsquo;Industrie Chimique) auf Europ&auml;ischer Ebene vertreten.<\/p><p><strong>Die EU-Kommission, der verl&auml;ngerte Arm der Industrie?<\/strong><br>\nDer im Jahr 1990 gegr&uuml;ndete Lobbyistenverband SAGB (Senior Advisory Group for Biotechnology), dem global agierende Chemie- und Nahrungsmittelkonzerne angeh&ouml;rten, forderte die EU-Kommission zu einer biotechnologief&ouml;rdernden Politik auf<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ruhr-uni-bochum.de\/sowi\/forschung\/profil\/dkpaper\/dp00-3.pdf\">Ruhr-Universit&auml;t Bochum [PDF &ndash; 188 KB]<\/a><\/p><p>Schon in den 1990er-Jahren forderte SAGB gemeinsam mit dem ERT (European Round Table) einzelne EU-Kommissare auf, sie m&ouml;gen verhindern, dass Mitglieder Verbote f&uuml;r  beispielsweise gentechnisch ver&auml;nderten Mais erlassen.<br>\nDie EU-Kommission hatte damals wie heute das letzte Wort, was die Zulassung anbelangt. Seinerzeit handelte es sich um einen Bt-Mais der Firma Novartis-Agribusiness (seit dem Jahr 2000 Syngenta). Obwohl sich die EU-Regierungen mehrheitlich gegen das GVO-Produkt (Gentechnisch ver&auml;nderter Organismus) aussprachen, beschloss die EU-Kommission die Zulassung und zwang somit praktisch die  EU-Mitgliedstaaten dazu Biotechnologieprodukte zu akzeptieren (Quelle: Konzern Europa, Seite 142).<br>\nAus dem Zusammenschluss der SAGB und dem Lobbyistenverband European Secretariat of National Bioindustry Association (ESNBA) ging im Jahr 1998 der Lobbyverband EuropaBio hervor. Diese Vereinigung strebt eine Verbesserung der Biotechnologiepolitik und die F&ouml;rderung der Marktzulassung f&uuml;r GVO-Produkte an.<\/p><p>Die Bev&ouml;lkerung der Europ&auml;ischen Union steht allerdings genver&auml;nderten Produkten nach wie vor kritisch gegen&uuml;ber. Um die Akzeptanz bei den B&uuml;rgern in der Europ&auml;ischen Union zu erh&ouml;hen, empfahl die PR-Agentur Burson Marsteller,  in langfristig angelegten Kampagnen g&uuml;nstige Vorstellungen und Meinungen zu diesem Thema in die Politik und in die &Ouml;ffentlichkeit zu tragen.  Dem Verbraucher soll suggeriert werden, er h&auml;tte immer die freie Wahl genetisch ver&auml;nderte Waren zu kaufen, zu verkaufen oder zu benutzen. Damit sollten Vorurteile entsch&auml;rft werden. Die &bdquo;Entscheidungsfreiheit&ldquo; des Verbrauchers taucht in einem internen Arbeitspapier der Kommission an das Europ&auml;ische Parlament auf, zum Thema &bdquo;Biowissenschaften und Biotechnologie: Eine Strategie f&uuml;r Europa, Fortschrittsbericht und k&uuml;nftige Ausrichtung&ldquo; Quelle: <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/comm\/biotechnology\/pdf\/sec2003-248_de.pdf\">European Commission [PDF &ndash; 76 KB]<\/a><\/p><p>Die Bef&uuml;rchtungen in der Bev&ouml;lkerung sind geblieben, aber die Gesetze wurden den Interessen der Konzerne kontinuierlich angepasst. Die Erkl&auml;rung des Literaturnobelpreistr&auml;gers Dario Fo,  die er  anl&auml;sslich der Nobelpreisverleihung vor der Akademie der Bildenden K&uuml;nste in Stockholm 1997 abgab, beschreibt das Thema sehr treffend:<\/p><blockquote><p>Unsere Eurokraten, angefeuert von den allgegenw&auml;rtigen Multis, sind daran, eine besonders widerliche Mahlzeit f&uuml;r uns zu bereiten. Sie wollen, ob Sie es glauben oder nicht, eine Richtlinie genehmigen, die es der Industrie erlaubt, mittels jener Zauberlehrlingstechnik namens Genmanipulation hergestellte lebendige Organismen oder Teile davon zu patentieren.<\/p><\/blockquote><p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.rotpunktverlag.ch\/cgibib\/germinal_shop.exe\/VOLL?session_id=66293&amp;titel_nummer=3794&amp;titel_id=3794&amp;caller=rotpunkt\">Konzern Europa, erschienen im Rotpunktverlag<\/a><\/p><p>EuropaBio und EPSO wollen gentechnisch ver&auml;nderte Pflanzen in Europa etablieren<br>\nDie Europ&auml;ische Organisation f&uuml;r Pflanzenwissenschaften (EPSO), die 54 Forschungsinstitute aus 23 L&auml;ndern vertritt, entwickelte gemeinsam mit EuropaBio im Jahr 2004 eine Technologie-Plattform der Pflanzengenomik und Biotechnologie unter dem Motto &bdquo;Pflanzen f&uuml;r die Zukunft&ldquo;, eine Vision f&uuml;r die europ&auml;ische Pflanzenbiotechnologie, an dem Projekt sind u.a. Syngenta, Bayer, BASF, Nestl&eacute; beteiligt. Im Papier werden GVO zur Herstellung von Lebens- und Futtermitteln, zur Energiegewinnung und zur Herstellung industrieller Produkte angef&uuml;hrt (Quelle: Bundesdrucksache 16\/1211).  Das langfristig angelegte Forschungsprogramm wurde von der EU-Kommission initiiert und wird auch von der EU gef&ouml;rdert. Ziel des Projektes ist, gentechnisch ver&auml;nderte Pflanzen als gesunde und sichere Lebensmittel zu propagieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.epsoweb.org\/Catalog\/TP\/Launch_25June07\/PR-Launch_SRA_DE.pdf\">epso [PDF &ndash; 40 KB]<\/a><\/p><p><strong>Ein einzelner EU-Kommissar ist nicht auf der Gentechniklinie<\/strong><br>\nEU-Umweltkommissar Stavros Dimas sprach sich im Oktober gegen die Zulassung der genver&auml;nderten Maissorten Bt11 von Syngenta und 1507 von Pioneer\/Du Pont aus, womit er sich gegen ein Gutachten der EFSA stellte. Einen leichten Stand hat der Kommissar nicht, denn EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel und Industriekommissar G&uuml;nter Verheugen stehen der Agro-Gentechnik positiv gegen&uuml;ber. Steffen Nichtenberger von Greenpeace &Ouml;sterreich erkl&auml;rte die Haltung des EU-Kommissars Dimas damit, dass dieser auf wissenschaftliche Befunde hingewiesen habe, wonach der Anbau der Pflanzen zu schwerwiegenden Umweltsch&auml;den f&uuml;hren k&ouml;nne. Die Genmaissorten produzierten das Insektengift Bacillus Thurigensis (Bt), mit welchem zwar Sch&auml;dlinge abgewehrt werden sollen, das aber auch gegen n&uuml;tzliche Insekten wirksam ist. Bislang bestehe auch noch keine Sicherheit, wie sich das Insektengift langfristig auf B&ouml;den auswirkt (<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.at\/5050.html\">Pressemeldung von Greenpeace und Global 2000<\/a>)<\/p><p>Die Verflechtungen zwischen Europ&auml;ischer Union, EU-Kommission und WTO sind f&uuml;r den B&uuml;rger verworren und oft nur schwer durchschaubar. Hinzu kommt die Arbeit der Lobbyisten, die im Hintergrund ihre Dr&auml;hte ziehen und mit Kampagnen und Medienbeitr&auml;gen versuchen, die Meinung der B&uuml;rger zu beeinflussen. Trotz der &uuml;berwiegend ablehnenden Haltung der B&uuml;rger der Europ&auml;ischen Union, wird mit aller Macht versucht, genmanipulierte Lebens- und Futtermittel und Saatgut auf dem gesamten europ&auml;ischen Markt zu etablieren.  F&uuml;r die Hersteller der Produkte ergeben sich zweifelsohne neue M&auml;rkte und attraktive Zuw&auml;chse, und sie weiten ihre Monopolstellung aus.<\/p><p>Die Europ&auml;ische Kommission ist alles andere als ein demokratisch kontrolliertes Konstrukt, auch wenn uns von politischer Seite immer wieder gern versucht wird, diesen Eindruck zu vermitteln. In Br&uuml;ssel hat sich in den letzten 20 Jahren zusammen mit dem Lobbyismus eine b&uuml;rokratische Macht entwickelt, die die F&auml;den des Regierens und des Entscheidens in den H&auml;nden h&auml;lt, wodurch Lobbyarbeit letztendlich geschickt in die nationale Regierungsarbeit transformiert wird. Erg&auml;nzt wird die Durchsetzung bestimmter Ziele durch die WTO,  der mit ihrem Schiedsgericht eine ungeheure Macht zuteil wird, weil dessen Urteile nationales Recht au&szlig;er Kraft setzen k&ouml;nnen.<\/p><p>Die Entwicklung der EU und die Politik der WTO 1994 sind jedoch keine Selbstl&auml;ufer. Sie wurden von unseren politischen Entscheidungstr&auml;gern gewollt und gezielt unterst&uuml;tzt, um (die von der Industrie geforderten) Handelshemmnisse abzubauen, die Liberalisierung des Handels, Deregulierungen und Privatisierungen voranzutreiben und durchzusetzen. Weil der B&uuml;rger, wie gerade das &Uuml;bergehen der ablehnenden Volksabstimmung in &Ouml;sterreich zeigt,  keine entscheidende Rolle mehr in diesem Gef&uuml;ge spielt und den Machenschaften oft nur noch ohnm&auml;chtig und emp&ouml;rt gegen&uuml;ber steht, wird es immer schwieriger eine breite Akzeptanz f&uuml;r Entscheidungen der EU und der WTO in der Bev&ouml;lkerung zu finden. <\/p><p>Eine Karte der Genmais-Anbaufl&auml;chen in Deutschland hat Greenpeace ver&ouml;ffentlicht, sie ist abzurufen unter: <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/gentechnik\/anbau_genpflanzen\/artikel\/gen_mais_in_deutschland_infobroschuere_anbauflaechen\/\">Greenpeace<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 30. Oktober 2007 haben die Umweltminister der 27 EU-Mitgliedstaaten im Rat der Europ&auml;ischen Union &uuml;ber die Aufhebung des Import-Verbots von Genmais abgestimmt. 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