{"id":2795,"date":"2007-11-27T08:07:57","date_gmt":"2007-11-27T07:07:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2795"},"modified":"2007-11-27T08:09:00","modified_gmt":"2007-11-27T07:09:00","slug":"hinweise-des-tages-535","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2795","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=2795&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Im Fokus der Lobbyisten<\/strong><br>\nIn letzter Zeit scheinen die lukrativen Feierabendjobs von Deutschlands obersten Richtern etwas aus dem Ruder zu laufen. Hatten von den rund 500 Bundesrichtern (ohne das Bundesverfassungsgericht) vor elf Jahren nur etwa 15 Prozent Nebeneink&uuml;nfte, so wird heute &ldquo;fast jeder BGH-Richter eine Nebent&auml;tigkeit aus&uuml;ben&rdquo;, sch&auml;tzt Lothar J&uuml;nemann, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Deutschen Richterbundes. Das ist auch nicht verboten; Vortr&auml;ge etwa m&uuml;ssen nicht mal genehmigt, sondern nur angezeigt werden. Die richterliche Unabh&auml;ngigkeit k&ouml;nnte ja sonst in Gefahr sein. Doch so unabh&auml;ngig scheinen die Wege vieler Richter nicht zu sein. Sie folgen der Spur des Geldes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,519373,00.html\">SPIEGEL online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> <a href=\"?p=1922\">Mit Hinweis 13 vom  7. Dezember 2006<\/a> hatten wir auf einen &auml;hnlichen Fall aufmerksam gemacht:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Dr. Barbara Reinhard, zur Zeit Richterin am Arbeitsgericht D&uuml;sseldorf, gibt auf Seminaren der EUROFORUM Deutschland GmbH Hinweise zur K&uuml;ndigung &bdquo;unk&uuml;ndbarer&ldquo; Arbeitnehmer.<\/p><\/blockquote>\n<p><\/p>\n<p>Aus der Homepage von EUROFORUM geht hervor, dass auch Frau Dr. Reinhard ihre Nebenerwerbst&auml;tigkeit 2007 fortgesetzt hat:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euroforum.com\/ProduktRef.aspx?pnr=P1101865&amp;content=ref\">euroforum<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Vier Millionen neue Jobs in der EU<\/strong><br>\nIn der Europ&auml;ischen Union sind im vergangenen Jahr netto vier Millionen neue Arbeitspl&auml;tze entstanden &ndash; der gr&ouml;&szlig;te Zuwachs seit dem Jahr 2000. Die Besch&auml;ftigungsquote der 55- bis 65-J&auml;hrigen sei in den Jahren 2000 bis 2006 von 36,6 Prozent auf 43,6 Prozent gestiegen, schreibt die Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde. Dagegen sei die Jugendarbeitslosigkeit nur leicht gesunken, von 18,5 Prozent im Jahr 2000 auf 17,4 Prozent im vergangenen Jahr.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/pswiwo\/fn\/ww2\/sfn\/buildww\/id\/125\/id\/327625\/fm\/0\/SH\/0\/depot\/0\/\">Wirtschaftswoche<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/employment_social\/employment_analysis\/eie\/eie2007_chap1_en.pdf\">European Commission [PDF 752 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Hartz IV habe gewirkt. Das zeige sich darin, dass sich die Besch&auml;ftigungsquote der &uuml;ber 55-J&auml;hrigen seit dem Jahr 2000 um 10 Prozent erh&ouml;ht habe, sich weniger Menschen dieser Altersgruppe arbeitslos meldeten und die Arbeitslosenquote &Auml;lterer sinke. Sie seien die Hauptgewinner des Aufschwungs. &Auml;ltere Menschen arbeiteten wieder l&auml;nger, d.h. sie gingen sp&auml;ter in Rente. So argumentierte auch Arbeitsminister M&uuml;ntefering in seiner Regierungserkl&auml;rung vom 11.10.07: Die Erfolge bei der Bek&auml;mpfung der Arbeitslosigkeit seien sichtbar. Im September sei die Arbeitslosigkeit so niedrig gewesen wie seit zw&ouml;lf Jahren nicht mehr. &ldquo;Wann k&ouml;nnen wir in Deutschland eigentlich von einem Erfolg der politischen Arbeit sprechen, wenn nicht an dieser Stelle?&rdquo; Die Anstrengungen zahlten sich aus, Deutschland sei auf einem guten Wege. So hie&szlig; es im Oktober.<br>\nMerkw&uuml;rdigerweise ist die Besch&auml;ftigungsquote &Auml;lterer auch im EU-Durchschnitt um 7 Prozent gestiegen, und das ganz ohne Hartz IV.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutschem Export droht harter Einbruch<\/strong><br>\nDer H&ouml;henflug des Euro und die US-Finanzkrise schw&auml;chen zunehmend das Exportgesch&auml;ft deutscher Firmen. Nach Ansicht von Anton B&ouml;rner, Pr&auml;sident des Bundesverbands des Deutschen Gro&szlig;- und Au&szlig;enhandels (BGA), k&ouml;nnte sich das Wachstum der Exporte im n&auml;chsten Jahr halbieren.<br>\n&ldquo;Sollte sich die US-Finanzkrise ausweiten und die Weltkonjunktur weiter d&auml;mpfen, k&ouml;nnte das Exportplus 2008 auf nur noch f&uuml;nf Prozent zur&uuml;ckgehen. Einen solchen Einbruch im Exportgesch&auml;ft kann die Binnenwirtschaft nicht auffangen&rdquo;, sagte B&ouml;rner dem &ldquo;Handelsblatt&rdquo;. In diesem Jahr rechnet der BGA-Pr&auml;sident noch mit einem Zuwachs von zehn Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1248361\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das ist interessant. Ein Wachstum der Exporte um 5% wird also als harter Einbruch im Exportgesch&auml;ft gesehen. Dass wir einen grotesk gro&szlig;en Handelsbilanz&uuml;berschuss haben, wird noch nicht einmal erw&auml;hnt. Wenn entweder die Marktkr&auml;fte oder aber politische Verwerfungen eines Tages eine Reduzierung dieses au&szlig;enwirtschaftlichen Ungleichgewichts erzwingen, dann wird die ver&ouml;ffentlichte Meinung in Deutschland davon wahrscheinlich wieder sehr &uuml;berrascht sein. Und sicher wird sie erst dann entdecken, welcher Hungerdi&auml;t der Binnenmarkt unterzogen wurde, um die Exporte zu steigern. Doch dann ist es zu sp&auml;t. Ein weltwirtschaftlicher Einbruch wird Deutschland mit voller Wucht treffen, ohne dass die Binnenkonjunktur dies abfedern k&ouml;nnte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutsche Geh&auml;lter steigen kaum<\/strong><br>\nDie Geh&auml;lter der Deutschen erh&ouml;hen sich im kommenden Jahr kaum. Mit real 1,1 Prozent d&uuml;rften die durchschnittlichen Geh&auml;lter in Deutschland im kommenden Jahr nur relativ gering steigen. Das hat eine am Montag in Frankfurt am Main ver&ouml;ffentlichte Studie der internationalen Wirtschaftsberatung Mercer ergeben. Spitzenreiter beim Gehaltszuwachs nach Abzug der erwarteten Inflationsrate k&ouml;nnte demnach Indien mit einem Plus von 9,8 Prozent sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/karriere_management\/karriere\/:Deutsche%20Geh%E4lter\/284075.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Die US-Mittelklasse erodiert<\/strong><br>\n&Ouml;konomen gehen f&uuml;r gew&ouml;hnlich davon aus, dass die Qualit&auml;t der Arbeitspl&auml;tze zunimmt, wenn die Wirtschaft w&auml;chst. Eine neue Studie ersch&uuml;ttert diese &Ouml;konomenweisheit, denn w&auml;hrend die US-Wirtschaft in den letzten 30 Jahren um 70 Prozent gewachsen ist, stagnierte der Anteil der &ldquo;good jobs&rdquo; an der Gesamtbesch&auml;ftigung. Das in den letzten Jahrzehnten sehr starke Wirtschaftswachstum der USA d&uuml;rfte nicht nur den untersten Einkommensschichten nichts gebracht haben, sondern ist laut einer aktuellen Studie des Center for Economic and Policy Research auch an der Mittelschicht spurlos vor&uuml;bergegangen.<br>\nDass es in den USA heute weniger gute Jobs gibt als 1979, liegt nicht so sehr an den stagnierenden Einkommen, sondern an den Sozialleistungen, die bei beiden Geschlechtern drastisch zur&uuml;ckgegangen sind. So sank der Anteil der Besch&auml;ftigten mit Pensionsversicherung zuletzt um -4,9 Prozent, jener mit Gesundheitsversorgung um -3,1 Prozent, was insgesamt f&uuml;r die negative Entwicklung verantwortlich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/26\/26688\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Diese Studie ersch&uuml;ttert die These derjenigen, dass prek&auml;re oder Zeitarbeits-Jobs bei einem Aufschwung in regul&auml;re Arbeitspl&auml;tze &bdquo;durchwachsen&ldquo; w&uuml;rden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Neue Welle des Gr&uuml;nf&auml;rbens &ndash; und der Desinformation<\/strong><br>\nLobbyControl pr&auml;sentiert heute eine Kurzstudie &uuml;ber &bdquo;Greenwash in Zeiten des Klimawandels&ldquo;. Die Studie (pdf, 1,2 MB) zeigt eine neue Welle des Gr&uuml;nf&auml;rbens: praktisch alle gro&szlig;en Energieversorger und &Ouml;lkonzerne haben im Jahr 2007 umfangreiche gr&uuml;ne Imagewerbung betrieben. Die &ouml;kologischen Leistungen der Unternehmen werden dabei systematisch &uuml;bertrieben und positiv verzerrt dargestellt. Diese Art der Imagewerbung ist eine gezielte Desinformation der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger &ndash; selbst wenn nicht jedes &ouml;kologische Projekt von vornherein als Greenwash gesehen werden sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2007\/11\/neue-welle-des-grunfarbens-und-der-desinformation\/\">Lobbycontrol<\/a><\/li>\n<li><strong>IAB-Chef M&ouml;ller: Den Glauben an die Machbarkeit aktiver Wirtschaftspolitik habe ich tats&auml;chlich<\/strong><br>\nJoachim M&ouml;ller, der neue Chef des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, beklagt im Handelsblatt-Interview die mangelnde Qualit&auml;t der &ouml;konomischen Politikberatung in Deutschland. Au&szlig;erdem erkl&auml;rt er, warum er l&auml;ngst nicht alles in der Wirtschaftspolitik dem Markt &uuml;berlassen m&ouml;chte &ndash; und wieso er in seinen Studien gerne widerlegt werden w&uuml;rde:\n<blockquote><p>Schauen Sie sich die Debatte &uuml;ber den Mindestlohn in Deutschland an. Viele deutsche &Ouml;konomen haben sich zu Wort gemeldet, aber keiner hat sich die Daten zum Mindestlohn im Bauhauptgewerbe angeschaut &ndash; obwohl sie seit 1998 vorliegen. Wir konnten es kaum glauben, aber wir waren tats&auml;chlich die ersten.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/Konjunktur-%d6konomie\/%d6konomische-Nachrichten\/_pv\/_p\/302030\/_t\/ft\/_b\/1356860\/default.aspx\/rechts-links-schema-in-der-oekonomie-ist-ueberholt.html\">Handelsblatt<\/a> <\/p><\/li>\n<li><strong>Schlammschlacht um Friedmans Erbe<\/strong><br>\nWeggef&auml;hrten verteidigen den vor fast genau einem Jahr verstorbenen Nobelpreistr&auml;ger vehement gegen Kritiker, die eine Abkehr von Friedmans Lehren fordern. Beide Seiten schrecken dabei nicht vor verbalen Tiefschl&auml;gen zur&uuml;ck. Ein Frontbericht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/Konjunktur-%d6konomie\/%d6konomische-Nachrichten\/_pv\/_p\/302030\/_t\/ft\/_b\/1356894\/default.aspx\/schlammschlacht-um-friedmans-erbe.html\">Handelsblatt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Interessant ist, dass die Friedman-Apologeten zur Rechtfertigung darauf hinweisen, dass dessen Lehren &uuml;berall angewandt w&uuml;rden. Zu welchen Folgen das allerdings gef&uuml;hrt hat, das kann man bei Naomi Klein in ihrem Buch &bdquo;Die Schock-Strategie&ldquo; nachlesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>J&uuml;rgen Habermas: Europapolitik in der Sackgasse. Nicht die Bev&ouml;lkerungen, die Regierungen sind der Hemmschuh<\/strong><br>\nDie Europapolitik ist an Wendepunkten des Einigungsprozesses noch niemals so unverhohlen elit&auml;r und b&uuml;rokratisch betrieben worden wie dieses Mal. Auf diese Weise betont die politische Klasse das Vorrecht der Regierungen, &uuml;ber das weitere Schicksal Europas hinter verschlossenen T&uuml;ren zu entscheiden.<br>\nAuch nach einer Verabschiedung des Reformvertrages werden uns die beiden wichtigsten Probleme, die mit einer politischen Verfassung hatten gel&ouml;st werden sollen, keine Ruhe lassen. Das bestehende Gef&auml;lle zwischen politischen Eliten und B&uuml;rgern wird eher zementiert und der Weg zu einer politischen Entscheidung &uuml;ber die k&uuml;nftige Gestalt Europas ist verbaut.<br>\nDer erkl&auml;rte Unilateralismus der USA hat seit der Verk&uuml;ndung der Bush-Doktrin im Herbst 2002 die Glaubw&uuml;rdigkeit der normativen Grundlagen westlicher Politik zerst&ouml;rt. Als Katalysator einer neuen Weltunordnung hat er auf allen Seiten eine sozialdarwinistische Enthemmung von Gewaltpotentialen und die r&uuml;cksichtslose Verfolgung nationaler Interessen ausgel&ouml;st.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kulturforen.de\/servlet\/PB\/show\/1734071\/Vortragsfassung%20Habermas.pdf\">Kulturforum der Sozialdemokratie [PDF &ndash; 96 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Habermas bewegt sich in seiner Kritik an der politischen Einheit Europas auf der Ebene der politischen Institutionenlehre und der klassischen Machtbalance auf einer neuen, nicht mehr nationalstaatlichen, sondern &uuml;bernationalen Ebene. Er verkennt, dass die wirkm&auml;chtigen &ouml;konomischen Interessen in Europa, so lange sie auf der Basis des marktliberalen Lissabon-Vertrages sich entfalten k&ouml;nnen, an einer politischen Einigung Europas gar nicht interessiert sind. Im Gegenteil, f&uuml;r sie ist die Zur&uuml;ckdr&auml;ngung des Politischen (Staatlichen) zugunsten der Durchsetzung der Marktsteuerung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Prozesse geradezu Programm. F&uuml;r diese Interessen sind allenfalls die Gew&auml;hrleistung des freien Handels, der Privatisierung und Deregulierung und vielleicht noch eine gemeinsame europ&auml;ische Milit&auml;rpolitik zur Absicherung &ouml;konomischer Interessen und zur Ressourcensicherung erstrebenswerte Ziele. Eine europ&auml;ische Verfassung oder ein demokratisches oder gar soziales Europa ist f&uuml;r die Durchsetzung marktliberaler Prinzipien eher ein Gr&auml;uel.<br>\nWie wenig Habermas diese &ouml;konomischen Interessen im Auge hat, zeigt sich etwa in seiner Kritik an der SPD. Sie w&uuml;rde &bdquo;die Risiken der wirtschaftlichen Globalisierung f&uuml;r den Arbeitsmarkt und die sozialen Sicherungssysteme im Rahmen des Nationalstaats aufzufangen&ldquo; versuchen, kritisiert er. Dabei verkennt er, dass gerade die Agenda-SPD den T&uuml;r&ouml;ffner f&uuml;r eine neoliberale Form der Globalisierung abgegeben hat. Die Regierung Schr&ouml;der hat alles daf&uuml;r getan, dass im gesamten Euroraum etwa der Unternehmenssteuersenkungswettlauf und der Abbau der sozialen Sicherungssysteme vorangetrieben wurden, dem sich in einem einheitlichen Wirtschafts- und W&auml;hrungsraum die niederkonkurrierten Nachbarstaaten  (siehe Sarkozy in Frankreich oder Italien) nunmehr anpassen m&uuml;ssen, wenn sie &ouml;konomisch wettbewerbsf&auml;hig gegen&uuml;ber Deutschland bleiben wollen.<br>\nDer &bdquo;weltweite Trend, dass die M&auml;rkte den politischen Gestaltungsm&ouml;glichkeiten davon aufen&ldquo; ist schlie&szlig;lich kein Zufall oder gar ein Schicksal, sondern ist genau so politisch gewollt. Und die deutsche Politik seit Schr&ouml;der hat diesen Trend sogar noch gef&ouml;rdert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Universit&auml;tsreform: Die Lehrsklaven kommen<\/strong><br>\nDie Folgen der Bachelor-Reform machen sich jetzt an den Universit&auml;ten mit gro&szlig;er Geschwindigkeit bemerkbar. Und je mehr sie es tun, desto weniger wird sich der eigentliche Charakter dieser Reform leugnen lassen: Eine riesige komplizierte Sparma&szlig;nahme zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubC3FFBF288EDC421F93E22EFA74003C4D\/Doc~E12A3606CA1FA4E77815B896B6023C6F1~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2795","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2795","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2795"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2795\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2795"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2795"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2795"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}