{"id":27992,"date":"2015-10-20T09:15:59","date_gmt":"2015-10-20T07:15:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27992"},"modified":"2015-10-20T09:39:13","modified_gmt":"2015-10-20T07:39:13","slug":"hinweise-des-tages-2484","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27992","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/AM\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27992#h01\">Pegida<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27992#h02\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27992#h03\">Konzerne klagen, wir zahlen: Wie Schiedsgerichte den Rechtsstaat aushebeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27992#h04\">DFB<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27992#h05\">TTIP-Demo &ndash; War da was?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27992#h06\">Die Entzauberung von Tsipras und Co geht weiter, der Sparkurs wird fortgesetzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27992#h07\">M&auml;chtige Banker sind die Komplizen der Superreichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27992#h08\">Die Entzauberung der Zocker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27992#h09\">Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27992#h10\">WSI Tarifpolitische Tagung 2015: Aktuelle Entwicklungen in der Tarifpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27992#h11\">Der Klickarbeiter &ndash; Acht Stunden sind kein Tag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27992#h12\">Der stille Angriff auf &ouml;ffentliche Dienstleistungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27992#h13\">VW-Aff&auml;re: Fragw&uuml;rdiger Interessenkonflikt im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27992#h14\">Wie Amerikaner die Kubaner melken wollen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27992#h15\">Weltweit einzigartig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27992#h16\">Die wahre L&uuml;ge &ndash; &raquo;Kinderterror&laquo; und Israels &raquo;Staatsterror&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27992#h17\">Neonazi, Hooligan, Wutb&uuml;rger &ndash; NRWs brauner Sumpf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27992#h18\">Wissenschaftszeitvertragsgesetz: Bundesrat verlangt Verbesserungen am Regierungsentwurf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27992#h19\">Zu guter Letzt: Heiko Maas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27992#h20\">Nicht vergessen: Heute Abend im ZDF &ndash; Die Anstalt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27992&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Pegida<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Ein Jahr Fremdenfeindlichkeit<\/strong><br>\nRund 15.000 Mitl&auml;ufer der rechtsextremen Gruppe demonstrieren am Abend gegen &bdquo;Feinde des deutschen Volkes&ldquo;. Feierstimmung? Geht so.<br>\n&bdquo;Wir sind kein B&uuml;hnenbild f&uuml;r Fremdenhass &ndash; Ihre Semperoper!&ldquo; Zu F&uuml;&szlig;en dieser Leuchtschrift versammelten sich am Montagabend zum Jahrestag des ersten Pegida-Aufzuges in Dresden mehr als 20.000 Menschen auf dem Dresdner Theaterplatz. Zu diesem besonderen Anlass konnte Pegida etwa so viele Teilnehmer mobilisieren wie auf dem H&ouml;hepunkt der Bewegung zu Jahresbeginn.<br>\nDie Pegida-Organisatoren hatten zu einer station&auml;ren Kundgebung aufgerufen und auf den &uuml;blichen &bdquo;Abendspaziergang&ldquo; verzichtet. Denn auf f&uuml;nf weiteren benachbarten Pl&auml;tzen der Innenstadt endeten f&uuml;nf Sternl&auml;ufe, zu denen das B&uuml;ndnis &bdquo;Herz statt Hetze&ldquo; aufgerufen hatte. An ihnen nahmen nach ersten Sch&auml;tzungen etwa 10.000 B&uuml;rger teil, darunter zahlreiche von der Leipziger No-Legida-Bewegung angereiste G&auml;ste. [&hellip;]<br>\nVor der B&uuml;hne dr&auml;ngten sich die &uuml;blichen aggressiven Plakate. Kanzlerin Merkel und Vizekanzler Gabriel wurden als &bdquo;Feinde des deutschen Volkes&ldquo; beschimpft, die &bdquo;einen Vernichtungsfeldzug gegen uns f&uuml;hren&ldquo;. Die Menge skandierte die bekannten &bdquo;Merkel muss weg&ldquo;-Rufe. Andere wollten das &bdquo;Politikerpack in den Gulag&ldquo; schicken. Der inzwischen identifizierte Tr&auml;ger des symbolischen Galgens f&uuml;r Merkel und Gabriel aus dem erzgebirgischen Schwarzenberg war an diesem Montag nicht zu entdecken. Auff&auml;llig viele Plakate bedankten sich bei den Ungarn und ihrem Ministerpr&auml;sidenten Orb&aacute;n.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Jahrestag-von-Pegida-in-Dresden\/!5244264\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Eklat bei Pegida-Demo: &ldquo;Die KZs sind ja leider derzeit au&szlig;er Betrieb&rdquo;<\/strong><br>\nDer Autor Akif Pirin&ccedil;ci war einer der Hauptredner bei der Pegida-Kundgebung in Dresden. Er hetzte gegen Politiker und Muslime &ndash; bis es schlie&szlig;lich selbst den Demonstranten zu viel wurde.<br>\n&ldquo;Das sind harte Rechtsextremisten. Sie bezeichnen Asylbewerber pauschal als Verbrecher, alle Politiker als Hochverr&auml;ter. Jeder, der da hingeht, muss wissen, dass er Rattenf&auml;ngern hinterherl&auml;uft.&rdquo; Mit diesen Worten hatte Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re die B&uuml;rger aufgefordert, der Pegida-Demonstration in Dresden fernzubleiben.<br>\nDie Kundgebung zum ersten Geburtstag der islamfeindlichen Bewegung am Montag gab de Maizi&egrave;res Urteil Recht. Hauptredner auf der Demonstration war der Autor Akif Pirin&ccedil;ci. Der deutsch-t&uuml;rkische Schriftsteller hatte Ende der Achtzigerjahre den erfolgreichen Katzenroman &ldquo;Felidae&rdquo; geschrieben, in den vergangenen Jahren sorgte er als Autor rechtspopulistischer Pamphlete f&uuml;r Aufsehen. Seine j&uuml;ngsten B&uuml;cher hei&szlig;en &ldquo;Deutschland von Sinnen. Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer&rdquo; und &ldquo;Die gro&szlig;e Verschwulung. Wenn aus M&auml;nner Frauen werden und aus Frauen keine M&auml;nner&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/akif-pirincci-rede-bei-pegida-in-dresden-abgebrochen-a-1058589.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es liegt mir absolut fern, Akif Pirin&ccedil;ci oder PEGIDA zu verteidigen. Aber die &Uuml;berschrift des SPON-Artikels ist hoch manipulativ. In der &ndash; zweifelsohne widerw&auml;rtigen &ndash; Rede Pirin&ccedil;cis fiel besagtes KZ-Zitat im sarkastisch gemeinten Kontext, dass Politiker (rechte) Kritiker &bdquo;leider&ldquo; nicht mehr in KZs stecken k&ouml;nnten. Das ist geschmacklos und vor allem vor dem Zusammenhang, dass die von Pirin&ccedil;ci gemeinten Kritiker eine ideologische N&auml;he mit den Betreibern der KZs haben, geschichtsvergessen. Dieser Zusammenhang kann sich durch die &Uuml;berschrift des SPON-Artikels jedoch nicht erschlie&szlig;en, obgleich er im Artikel durchaus erw&auml;hnt wird. Durch die Nutzung des Zitats ohne den Kontext in der &Uuml;berschrift muss der Eindruck entstehen, Pirin&ccedil;ci w&uuml;nsche sich KZs f&uuml;r muslimische Einwanderer. Dieser Schluss l&auml;sst sich aus der Rede jedoch nicht ziehen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Heribert Prantl: Merkel auf dem R&uuml;ckzug in der Fl&uuml;chtlingsfrage<\/strong><br>\nMerkel will die Kanzlerin der Fl&uuml;chtlingsaufnahme bleiben und zugleich Kanzlerin der Fl&uuml;chtlingsabwehr werden. Eine sehr eigene Dialektik.<br>\nAngeblich hatte die Kanzlerin der SPD einen Deal angeboten: Die Sozialdemokraten sollten, um die CSU wieder in den Koalitionsfrieden einzubinden, dem geplanten Gesetz &uuml;ber die Errichtung der Transit- und Haftzonen an den Grenzen zustimmen &ndash; und daf&uuml;r aber die Zusicherung erhalten, dass es dann nicht umgesetzt wird. Die Zonen zur Ruckzuck-Behandlung von Fl&uuml;chtlingen sollten angeblich nur auf dem Papier und f&uuml;r die CSU entstehen, aber nicht in der Realit&auml;t, weil dieses Konzept v&ouml;llig unpraktikabel sei.<br>\nSo wird die Sache jedenfalls in der SPD-Spitze erz&auml;hlt, die nach einem Weg sucht, nicht wieder von der Union getrieben und sekkiert zu werden, wie vor 25 Jahren bei der &Auml;nderung des Asylgrundrechts&hellip;.<br>\nEines an dieser Erz&auml;hlung ist auf jeden Fall richtig: Das Projekt, das sich die Kanzlerin soeben vehement zu eigen gemacht hat, ist nicht praktikabel, jedenfalls nicht auf rechtsstaatliche Weise&hellip;<br>\n&ldquo;Wir schaffen das&rdquo;, hat Merkel gesagt. Nun schafft sie den Weg in die Extralegalit&auml;t: Wer, wie sie, Grenzhaftlager jedenfalls propagiert, propagiert die Ausschaffung der Fl&uuml;chtlinge, mit welchen Mitteln auch immer.<br>\nDie Kanzlerin ist auf dem R&uuml;ckzug. Sie f&auml;delt sich ein in die Fl&uuml;chtlingsabwehrpolitik; das soeben verabschiedete Asylabschreckungsgesetz geh&ouml;rt dazu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/fluechtlinge-merkel-auf-dem-rueckzug-1.2697184\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Fl&uuml;chtlings-Deal mit der T&uuml;rkei: Merkel verschachert europ&auml;ische Werte<\/strong><br>\nDie T&uuml;rkei hat sich in den vergangenen Jahren eher von europ&auml;ischen Werten weg als hin bewegt. Die Regierung unterdr&uuml;ckte brutal die Gezi-Proteste, unterwanderte die Justiz und nutzte den Vorwand, den IS zu bek&auml;mpfen, um die kurdische PKK zu bombardieren. Die friedliche politische Vertretung der Kurden, die HDP, deren Erfolg bei der Wahl im Juni der AKP die absolute Mehrheit gekostet hat, versucht sie so in die N&auml;he des Terrors zu r&uuml;cken. Bei der L&ouml;sung des Konflikts in Syrien spielt die T&uuml;rkei eine fragw&uuml;rdige Rolle.<br>\nDie AKP kann sich vorm W&auml;hler schon jetzt damit br&uuml;sten, dass Merkel, die m&auml;chtigste Frau Europas, als Bittstellerin nach Istanbul gekommen ist. Merkel sagte dann auch noch S&auml;tze wie: &ldquo;Ich gehe davon aus, dass hier faire und freie Wahlen stattfinden in der T&uuml;rkei.&rdquo; Die meisten T&uuml;rken und alle anderen, die je die Pro-AKP-Dauerwahlbeschallung im t&uuml;rkischen Fernsehen miterlebt haben, wissen, dass das Bl&ouml;dsinn ist. Sollte der Satz von den fairen Wahlen als Mahnung gemeint gewesen sein, w&auml;re diese so zahm, dass sie kaum auszuhalten ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/politik_kommentare\/Merkel-verschachert-europaeische-Werte-article16162771.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.L.:<\/strong> Vor hundert Jahren sah das Deutsche Reich geflissentlich weg, als Millionen Armenier nachweislich vertrieben und Hunderttausende ermordet wurden &ndash; zum Eigennutzen. Wor&uuml;ber werden wir erneut hinwegsehen? &Uuml;ber das Fehlen demokratischer Wahlen? Die Verfolgung der Kurden und PKK-Anh&auml;nger, deren Anschl&auml;ge ich auch nicht guthei&szlig;e &ndash; nur welche Mittel scheinen Ihnen zu bleiben? &Uuml;ber fehlende Presse- und Meinungsfreiheit? Imperiale Gro&szlig;machtstr&auml;ume eines nur schwer einzusch&auml;tzenden Pr&auml;sidenten? Bin ich der einzige, der hier einen schlimmen Kuhhandel ahnt?<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Wahlkampfhilfe f&uuml;r Sultan Erdogan<\/strong><br>\nSie kommt vielmehr um ihm einen Deal anzubieten, der es in sich hat. Merkel will von Erdogan, dass er den &bdquo;Fl&uuml;chtlingsstrom&ldquo; abbremst, unter dessen Druck sie hierzulande politisch zu leiden hat. Der Sultan von Ankara soll seine Grenzen besser sichern, mehr Massenlager bauen und Fl&uuml;chtlinge, die den Weg in die Europ&auml;ische Union dennoch bew&auml;ltigen, zur&uuml;cknehmen, wenn man sie wieder abschiebt. Im Austausch daf&uuml;r soll es Geld geben, die Aussicht auf Erleichterungen bei Reisen t&uuml;rkischer Staatsb&uuml;rger in die EU und die Einstufung der T&uuml;rkei als &bdquo;sicheres Herkunftsland&ldquo;. Absurder noch, als einer Regierung, deren Korruptionswilligkeit besser dokumentiert ist, als die der meisten anderen auf der Welt, Geld &bdquo;f&uuml;r Fl&uuml;chtlingshilfe&ldquo; zu &uuml;berweisen, w&auml;re die Einstufung des B&uuml;rgerkriegslandes T&uuml;rkei als &bdquo;sicheres Herkunftsland&ldquo;.<br>\nEin solches ist in Artikel 16a des Grundgesetzes wie folgt definiert: &bdquo;Durch Gesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, k&ouml;nnen Staaten bestimmt werden, bei denen auf Grund der Rechtslage, der Rechtsanwendung und der allgemeinen politischen Verh&auml;ltnisse gew&auml;hrleistet erscheint, da&szlig; dort weder politische Verfolgung noch unmenschliche oder erniedrigende Bestrafung oder Behandlung stattfindet.&ldquo; &Uuml;berhaupt den Gedanken zu hegen, dass die T&uuml;rkei ein solches Land sein k&ouml;nnte, zeigt vor allem eines: Den Willen der Bundesregierung beim Versuch, das Ankommen der ihr l&auml;stigen vor Krieg und Verderben fliehenden Menschen zu verhindern, noch die letzte Diktatur zum &bdquo;demokratischen Partner&ldquo; zu adeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201510193712\/politik\/welt\/wahlkampfhilfe-fuer-sultan-erdogan.html\">Hintergrund<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Konzerne klagen, wir zahlen: Wie Schiedsgerichte den Rechtsstaat aushebeln<\/strong><br>\nIm Namen des Volkes urteilen sie nicht. Im Gegenteil: Sie tagen hinter verschlossenen T&uuml;ren. Sie verurteilen Staaten zu Strafen in Milliardenh&ouml;he. Konzerne verklagen mit ihrer Hilfe Regierungen, wenn sie ihre Gesch&auml;fte bedroht sehen. Und zahlen &ndash; m&uuml;ssen wir.<br>\nSchiedsgerichte gelten vielen als gro&szlig;e Bedrohung in den geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA &ndash; den Vertr&auml;gen der EU mit den USA und Kanada. Zu Recht? Noch sind die Abkommen nicht unterzeichnet. Doch Schiedsgerichtsverfahren sind bereits heute weltweit in tausenden Vertr&auml;gen verbindlich verankert. Und kein anderes Land hat in so vielen Vertr&auml;gen private Schiedsgerichte zugelassen wie Deutschland. Mit welchen Folgen? Autor Michael Wech geht in dieser Dokumentation konkreten F&auml;llen nach und stellt fest: Von der &Ouml;ffentlichkeit weitgehend unbemerkt ist rund um die Schiedsgerichtsverfahren eine boomende, private Justizindustrie entstanden. Schiedsgerichte sind l&auml;ngst zu einem Gesch&auml;ftsmodell geworden. Bei dem die Konzerne die Gewinner sind &ndash; und souver&auml;ne Staaten und deren B&uuml;rger die Verlierer&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/sendung\/konzerne-klagen-wir-zahlen-102.html%20\">Das Erste Die Story<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es lohnt sich wirklich diese Sendung anzuschauen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Angesichts der M&ouml;glichkeiten zur unversch&auml;mten Bereicherung &uuml;ber den Hebel der Schiedsgerichte, man kann inzwischen sogar Finanzwetten auf den Ausgang von Klageverfahre abschlie&szlig;en, ist jeder Widerstand gegen das TTIP mehr als gerechtfertigt. TTIP und CETA m&uuml;ssen weg, Herr Gabriel!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>DFB<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Der Konter des Establishments<\/strong><br>\nDie Stimmung dreht sich. Pl&ouml;tzlich muss der &ldquo;Spiegel&rdquo; Fragen zur WM-Vergabe beantworten, nicht der DFB. Das zeigt, wer die Macht im deutschen Fu&szlig;ball hat. [&hellip;]<br>\nDie M&auml;chtigen des deutschen Fu&szlig;balls f&uuml;hlen sich angegriffen und versuchen, zur&uuml;ckzuschlagen. Pl&ouml;tzlich muss der Spiegel mehr Fragen beantworten als der DFB.<br>\nGast in der Sonntagsrunde war auch Alfred Draxler. Der ehemalige Sportchef der Bild-Zeitung und heutige Chefredakteur der Sport Bild ist einer der einflussreichsten M&auml;nner im Fu&szlig;ball. In seinen Aussagen &uuml;berholte er den DFB-Medienchef geradezu. &ldquo;Ich wei&szlig; nicht, was das mit journalistischer Arbeit zu tun hat&rdquo;, sagte er Richtung Spiegel. Auf Twitter verglich er den Spiegel-Titel mit den Hitler-Tageb&uuml;chern.<br>\nDraxler ist gut vernetzt mit der Fu&szlig;ballnation, etwa mit dem Adidas-Chef Herbert Hainer, Wolfgang Niersbach und Franz Beckenbauer, dem langj&auml;hrigem Bild-Kolumnisten. &ldquo;Franz Beckenbauer hat mir gesagt, die Behauptungen seien a Kaas.&rdquo; In der Bild-Ausgabe vom Montag sagte Niersbach &auml;hnliches. Das ist die Logik: Wenn Niersbach und Beckenbauer sagen, dass da nichts war, war da auch nichts. [&hellip;]<br>\nMan kann dem Spiegel Fragen stellen. Etwa ob er zu laut geklappert, also die Story &uuml;berverkauft hat. Vielleicht ist an der einen oder anderen Stelle auch Bluff im Spiel. Die Textstelle mit der angeblichen Handschrift Niersbachs l&auml;sst tats&auml;chlich offen, warum sich die Redakteure so sicher sind.<br>\nAber unstrittig sind auch die neuen Fakten der Story. In dem Artikel stehen Kontonummern, Zahlungen, das Zweitkonto der Fifa, der Name Robert Louis-Dreyfus. Ebenso unstrittig wie mysteri&ouml;s ist das Herumlavieren des DFB, ob und wann er oder sein Pr&auml;sident von der Zahlung wussten. An diesen Fragen &auml;ndern die vielen Nebelkerzen der DFB-Freunde nichts, das Land wartet auf Antworten. Auch die Bild schreibt das &uuml;brigens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/sport\/2015-10\/dfb-wm-2006-bild\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Waldi&rdquo; Hartmann: &ldquo;Haben WM bekommen wie andere auch&rdquo;<\/strong><br>\n[&hellip;] Jetzt fragt er rhetorisch: &ldquo;Haben die Deutschen denn wirklich geglaubt, dass wir diese WM bekommen haben, weil wir so ganz besonders beliebt sind auf dieser Welt, weil wir so tolle Hechte sind, weil wir so gut aussehen und weil uns alle lieben bis zum Niederknutschen?&rdquo; Zusammenfassend h&auml;lt der in N&uuml;rnberg geborene Sportmoderator fest: &ldquo;Sie (der deutsche Fu&szlig;ball d. Red.) haben die WM so bekommen, wie viele andere auch.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/sport\/waldi-hartmann-haben-wm-bekommen-wie-andere-auch-1.4728724\">Nordbayern<\/a><\/li>\n<li><strong>Zwanziger bringt Niersbach in Bedr&auml;ngnis<\/strong><br>\nDFB-Pr&auml;sident Wolfgang Niersbach ist sich sicher: Die Geschichte von der Vergabe der WM 2006 mit unlauteren Mitteln wird widerlegt. Nun aber greift sein Vorg&auml;nger Theo Zwanziger ihn heftig an. [&hellip;]<br>\nW&auml;hrend der fr&uuml;here Vizepr&auml;sident des in die Bredouille geratenen Organisationskomitees seine Abwehrstatements vom Wochenende wiederholte, griff ihn sein Vorg&auml;nger im Amt an: Theo Zwanziger, der Niersbach in inniger Feindschaft verbunden ist. Aus dem Urlaub heraus warf er dem DFB vor, &bdquo;wieder einmal statt sachliche Aufarbeitung dieses Vorganges zu betreiben (&hellip;) in den Medien Legenden&ldquo; zu stricken. Die vom rachs&uuml;chtigen Theo, der hinter den Attacken auf Kaiser Franz Beckenbauer und vor allem Niersbach stecke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/sport\/fussball\/wm-2006-vergabe-angriff-von-theo-zwanziger-auf-wolfgang-niersbach-13865185.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>und die Reaktion folgte auf dem Fu&szlig;: DFB erw&auml;gt Strafanzeige gegen Zwanziger<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Der DFB erw&auml;gt eine Strafanzeige gegen den fr&uuml;heren Verbandspr&auml;sidenten Theo Zwanziger wegen Verdachts der Untreue.<\/li>\n<li>Es soll um die Umst&auml;nde der &Uuml;berweisung von 6,7 Millionen Euro auf ein Fifa-Konto gehen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Einflussreiche Kreise im Deutschen Fu&szlig;ball-Bund (DFB) erw&auml;gen eine Strafanzeige gegen den fr&uuml;heren Verbandspr&auml;sidenten Theo Zwanziger wegen Verdachts der Untreue. Das erfuhr die S&uuml;ddeutsche Zeitung aus dem F&uuml;hrungszirkel des DFB. Bei der Anzeige soll es um die Umst&auml;nde der &Uuml;berweisung von 6,7 Millionen Euro auf ein Genfer Konto des Weltverbandes Fifa im Jahr 2005 gehen. Nach Angaben des DFB wurde der Millionenbetrag f&uuml;r das &ldquo;Kultur-Programm&rdquo; bei der Fu&szlig;ball-WM 2006 gezahlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/wegen-millionen-zahlung-dfb-erwaegt-strafanzeige-gegen-zwanziger-1.2698635\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>TTIP-Demo &ndash; War da was?<\/strong><br>\nDie Demonstration am Samstag war nach Veranstalterangaben nicht nur die bislang gr&ouml;&szlig;te gegen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) und CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement) in Europa.  Es k&ouml;nnte auch die bestbesuchte Versammlung seit den Protesten gegen den Irakkrieg gewesen sein, als im Februar 2003 eine halbe Million Menschen auf die Stra&szlig;e gingen.<br>\nMan k&ouml;nnte also meinen: Das ist ein Thema. F&uuml;r die Medien.<br>\nIst es aber nicht wirklich. Der &bdquo;Bild am Sonntag&ldquo; und der &bdquo;Bild&ldquo; waren der Aufruhr des kleinen Mannes genauso wenig eine Erw&auml;hnung auf der Seite eins wert wie der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo;. Es ist ja schon erstaunlich, dass sich &uuml;berhaupt so viele Menschen zur gleichen Uhrzeit in einer Stadt gefunden haben &ndash; aus den klassischen Medien h&auml;tten wohl nur wenige Demonstranten vorab davon erfahren k&ouml;nnen.<br>\nAuf dem Titel der &bdquo;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&ldquo; fand sich am Folgetag ein Schnipsel unten rechts; genau sieben S&auml;tze, Copy-Paste-Agenturmaterial. Der Vor-Ort-Report fand sich dann irgendwo hinten, auf Seite 33. Hintergr&uuml;nde &uuml;ber das Abkommen, Kontroversen, Experteninterviews, Meinungen von Unternehmen? An jenem Tag Fehlanzeige.<br>\nViel mehr lieferte da auch nicht der gedruckte &bdquo;Tagesspiegel&ldquo;, Regionalzeitung in Berlin: das Titelfoto verweist auf einen Text im Wirtschaftsteil, Seite 24. Dort hatte eine Reporterin &ndash; &bdquo;mit dpa&ldquo;-Material &ndash; ein Stimmungsbild gebastelt. Man h&auml;tte annehmen k&ouml;nnen, die TTIP-Demo w&auml;re an diesem Tag ein Gro&szlig;thema gewesen, an dem es in den Nachrichten auch einen blutigen Anschlag auf eine Friedensdemonstration in der T&uuml;rkei gab. War sie aber nicht wirklich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cicero.de\/kapital\/ttip-demo-den-medien-war-da-was\/59981\">Cicero<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Beitrag beschreibt exakt den Eindruck, den wir bereits auch auf den NachDenkSeiten dargestellt hatten. Auch Verschweigen ist Meinungsmache. Kann man da wirklich noch behaupten, dass unser Mediensystem im Prinzip intakt ist?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Entzauberung von Tsipras und Co geht weiter, der Sparkurs wird fortgesetzt<\/strong><br>\nDie Sparma&szlig;nahmen beinhalten wie &uuml;blich eine neue Steuer f&uuml;r Rentner, welche die Alterseink&uuml;nfte erneut senkt. Tats&auml;chlich lie&szlig; die Regierung durchblicken, dass sie beabsichtigt, s&auml;mtliche Renten unabh&auml;ngig von den vorher erfolgten Beitragszahlungen auf maximal 1000 Euro pro Monat zu deckeln.<br>\nDem Beobachter bietet sich somit nur das gleiche Bild, wie es seit 2010 vorherrscht. Eine Regierung f&uuml;hrt Steuern ein, die niemand zahlen kann. Sie w&uuml;rgt jeglichen Ansatz eines Wirtschaftswachstums nur aufgrund des Generierens kurzfristiger Einnahmen ab.<br>\nFast schon k&ouml;nnten Artikel aus und &uuml;ber Griechenland nach dem immer gleichen Muster gestrickt werden. Nur die Namen der politischen Parteien m&uuml;ssten hin und wieder ausgetauscht werden. Bei den Politikern, welche die Parteien immer &ouml;fter wechseln, sind hingegen weniger &Auml;nderungen erforderlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46295\/1.html\">heise<\/a>\n<p><strong>Dazu: Syriza an der Regierung &ndash; Gl&auml;ubiger an der Macht. Wie Tsipras versucht, den Tsunami der laufenden Reformen zu &uuml;berleben<\/strong><br>\nDas Team um Tsipras hat aktuell nur das Ziel, den Tsunami der gerade jetzt laufenden Reformen zu &uuml;berleben. Dabei geht es um die bereits erw&auml;hnten Vorabma&szlig;nahmen, um jene &bdquo;Reformen&ldquo;, die von den Gl&auml;ubigern f&uuml;r die Auszahlung der Kredittranchen in den n&auml;chsten Wochen verlangt werden. Anfang Oktober waren 48 davon durch die Vouli, das griechische Parlament, durchgeboxt worden, ein paar Dutzend weitere sollen in den n&auml;chsten zwei bis drei Wochen hinzu kommen. Innerhalb eines Monats wird also mehr als ein Drittel der insgesamt 200 Ma&szlig;nahmen realisiert sein, die zwischen Athen und den Gl&auml;ubigern f&uuml;r die n&auml;chsten drei Jahre im Rahmen des dritten sogenannten Hilfsprogramms vereinbart wurden. Eine derartige Dichte an schmerzhaften Ma&szlig;nahmen ist nicht nur f&uuml;r Griechenland einmalig, das bereits zwei &auml;hnliche Programme hinter sich hat, sondern auch international. &bdquo;Der Oktober ist ein h&ouml;llischer Monat&ldquo; sagt dasselbe Regierungsmitglied. &bdquo;Falls wir ihn &uuml;berleben, haben wir die Chance, die Kurve zu nehmen und uns danach den gro&szlig;en Projekten widmen, die jenseits des Diktats der Gl&auml;ubiger liegen&ldquo;.<br>\nDagegen sprechen zahlreiche andere Gr&uuml;nde, wie ein kurzer Blick in die Liste der Ma&szlig;nahmen offenbart. Sie beinhaltet u.a.:<\/p>\n<ul>\n<li>Weitere K&uuml;rzungen der Pensionen (6% bis 13%)<\/li>\n<li>Anhebung des Pensionsalters auf 67 Jahre<\/li>\n<li>Zusammenlegung der Zusatzpensionskassen. Dadurch werden jene verlieren, die Mitglieder bei &bdquo;gesunden&ldquo; Kassen waren, eine h&ouml;here Zusatzpension bekamen und damit &uuml;ber dem nun angepeilten Minimum lagen<\/li>\n<li>Abschaffung der Zusch&uuml;sse f&uuml;r Rentnerinnen und Rentnern mit extrem niedrigen Pensionen<\/li>\n<li>K&uuml;rzung der Zusch&uuml;sse f&uuml;r Heiz&ouml;l<\/li>\n<li>Beibehaltung der allgemein verhassten Immobiliensteuer ENFIA<\/li>\n<li>Erh&ouml;hung des Solidarit&auml;tssteuer (Soli)<\/li>\n<li>Anhebung der MwSt auf den Inseln auf 23%<\/li>\n<li>Verdoppelung der Einkommenssteuer f&uuml;r Bauern und Unternehmen, etc. etc.<\/li>\n<li>Streichung der Zusch&uuml;sse f&uuml;r Dieselkraftstoff und D&uuml;nger in der Landwirtschaft<\/li>\n<\/ul>\n<p>Insgesamt sollen so innerhalb der n&auml;chsten drei Jahre mehr als elf Milliarden Euros, davon in den ersten Monaten schon sechs, f&uuml;r den Staat eingespart und den Gl&auml;ubigern zugeleitet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/faktencheckhellas.org\/syriza-an-der-regierung-glaeubiger-an-der-macht-wie-tsipras-versucht-den-tsunami-der-laufenden-reformen-zu-ueberleben\/#more-688\">Faktencheck: Hellas<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>M&auml;chtige Banker sind die Komplizen der Superreichen<\/strong><br>\nWeniger als ein Prozent der Menschen besitzen jetzt die H&auml;lfte des Weltverm&ouml;gens. Zur Mehrung ihres Wohlstands mussten sie zuletzt wenig tun. Sie profitierten von einem politisch gewollten Geldregen.<br>\nWem n&uuml;tzen die Billionen von EZB-Pr&auml;sident Mario Draghi, Fed-Chefin Janet Yellen &amp; Co? Die f&uuml;nf m&auml;chtigsten Notenbanken der Welt haben seit der Krise 2008 zusammen umgerechnet 10,9 Billionen Dollar in die M&auml;rkte gepumpt. Dieses Geld soll in die Realwirtschaft flie&szlig;en, Arbeitspl&auml;tze schaffen und den Wohlstand aller mehren. So weit die Theorie. Die Realit&auml;t sieht anders aus. Tats&auml;chlich scheinen die Billionen der W&auml;hrungsh&uuml;ter vor allem in den Taschen der Superreichen zu landen.<br>\nDas offenbart der globale Verm&ouml;gensreport der Schweizer Gro&szlig;bank Credit Suisse. Danach hat sich die Schere zwischen Arm und Reich noch mal kr&auml;ftig ge&ouml;ffnet, vor allem zwischen Mittelklasse und Superreichen. Demnach besitzen die verm&ouml;gendsten 0,7 Prozent der Menschen auf der Erde inzwischen fast die H&auml;lfte des gesamten globalen Wohlstands. Weltweit leben 34 Millionen Menschen, die &uuml;ber einen siebenstelliges Verm&ouml;gen gebieten. 123.800 Erdenb&uuml;rger nennen 50 Millionen Dollar oder mehr ihr Eigen.<br>\nDagegen besitzen die &auml;rmsten 71 Prozent der Weltbev&ouml;lkerung lediglich drei Prozent des weltweiten Reichtums. Und selbst wenn man die Mittelschicht in die Betrachtung mit einbezieht, steigt der Anteil am weltweiten Reichtum lediglich auf 15 Prozent. Die Verm&ouml;genskonzentration hat damit in diesem Jahr einen neuen Rekordwert erreicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article147620139\/Maechtige-Banker-sind-die-Komplizen-der-Superreichen.html\">Welt<\/a>\n<p><strong>Zum Report der Credit Suisse: Verm&ouml;gensungleichheit nimmt weiter zu<\/strong><br>\nSeit der Finanzkrise w&auml;chst die Verm&ouml;gensungleichheit &ndash; 2015 stellt dabei keine Ausnahme dar. Der Anstieg der Aktienkurse und die Zunahme der Finanzanlagen in L&auml;ndern mit hohem Verm&ouml;gen mehrten den Reichtum einiger der wohlhabendsten L&auml;nder und Personen, was zu einer verst&auml;rkten Verm&ouml;gensungleichheit f&uuml;hrte. Das oberste 1 Prozent der Verm&ouml;gensbesitzer verf&uuml;gt nun &uuml;ber etwas mehr als die H&auml;lfte des weltweiten Verm&ouml;gens, wobei 87,7 Prozent auf das reichste Quantil entfallen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.credit-suisse.com\/de\/de\/about-us\/responsibility\/news-stories\/articles\/news-and-expertise\/2015\/10\/de\/global-wealth-in-2015-underlying-trends-remain-positive.html?events=event26&amp;events_serial=64758-270275&amp;v46=270275&amp;v47=20151016&amp;v48=64758&amp;v49=inxmail1&amp;campaignID=op_csnewsletter_gbl&amp;element=top_story1-single_link1&amp;subject=weltweites-vermogen-2015-zugrunde-liegende-trends-weiterhin-positiv\">credit-suisse<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nach dem zugeh&ouml;rigen Credit Suisse Global Wealth Databook 2015 gibt es in Deutschland 1.798 Superreiche (ab einem Verm&ouml;gen von 100 Millionen US-Dollar). Das ist die deutsche Oligarchie, das sind diejenigen, die bestimmen was in Deutschland geschieht. Das sind nicht einmal 0,01 Prozent der Bev&ouml;lkerung. Und es ist sicher einer der gr&ouml;&szlig;ten Coups dieses Personenkreises, dass es in Deutschland faktische keinerlei &ouml;ffentliche Diskussion &uuml;ber die Verm&ouml;gensverteilung gibt.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu aus der Sicht der Schweiz, wobei die Situation in Deutschland nicht anders bzw. eher von noch gr&ouml;&szlig;erer sozialer Ungleichheit gepr&auml;gt ist. Der einzige relevante unterschied, Deutschland d&uuml;rfte kaum bevorzugtes Ziel f&uuml;r Steuerfl&uuml;chtlinge sein.<\/em><\/p>\n<p><strong>Die Reichen-Versteher<\/strong><br>\nDen reichsten 10 Prozent geh&ouml;ren mehr als 70 Prozent des Gesamtverm&ouml;gens. Aber den Schweizern ist es egal, dass in ihrem Land grosse Ungleichheit herrscht.<br>\nJahr f&uuml;r Jahr legt die Credit Suisse sozialpolitischen Sprengstoff aus. Im neuen &laquo;Global Wealth Report&raquo;, den die Grossbank jeweils Anfang Oktober ver&ouml;ffentlicht, steht: Die Schweiz geh&ouml;rt zu den entwickelten L&auml;ndern, in denen das Geld am ungleichsten verteilt ist. Den reichsten 10 Prozent geh&ouml;ren 71,6 Prozent des Schweizer Verm&ouml;gens.Im Gegensatz zu anderen wohlhabenden Staaten hat sich die Ungleichheit im letzten Jahrhundert kaum verringert.<br>\nWie jedes Jahr geht der Sprengstoff nicht hoch. Denn die hiesige Ungleichheit l&auml;sst sich leicht als Luxusproblem entsch&auml;rfen. Sie stammt auch daher, dass das Land als beliebter R&uuml;ckzugsort f&uuml;r Superreiche dient. Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der Bewohner, die mehr als 50 Millionen besitzen, von 1000 auf 3800 gestiegen. 1,7 Prozent der weltweit reichsten 1 Prozent leben hier &ndash; obwohl die Schweizer nur 0,1 Prozent der Weltbev&ouml;lkerung ausmachen.<br>\nKaum ein Thema bringt mehr Studien hervor als die Verteilungsfrage. Die Auswertungen f&uuml;hren oft zu Resultaten, die den Auftraggebern passen. Ein Bericht der Gewerkschaften behauptet, dass die L&ouml;hne der Armen und Reichen immer st&auml;rker auseinanderklaffen. Der Arbeitgeberverband hat das Gegenteil ermittelt: Zwischen 2008 und 2012 habe sich die Ungleichheit verringert.<br>\nDie Soziologen Christian Suter und Ursina Kuhn haben k&uuml;rzlich acht solche Verteilungs&shy;studien miteinander abgeglichen. Ihr Schluss: Die Unterschiede zwischen den L&ouml;hnen werden gr&ouml;sser. Von 1994 bis 2012 stiegen die obersten 10 Prozent der Sal&auml;re um 41 Prozent, die tiefen und mittleren Einkommen mussten sich mit 18 Prozent begn&uuml;gen. Bei den niedrigsten L&ouml;hnen gehe es seit 2006 kaum mehr aufw&auml;rts, schreiben Kuhn und Suter. Steuern, Renten und andere staatliche Transferleistungen glichen einen Teil dieser Differenz wieder aus &ndash; aber bei weitem nicht die ganze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/schweiz\/standard\/die-reichenversteher\/story\/25063424\">Tagesanzeiger<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Entzauberung der Zocker<\/strong><br>\nHedgefonds galten lange als die m&auml;chtigen, unbesiegbaren Spieler am Finanzmarkt. Sie trieben andere Investoren vor sich her, schienen immer einen Tick schneller und besser zu sein, und sie lie&szlig;en sich ihr K&ouml;nnen mit hohen Geb&uuml;hren verg&uuml;ten. Doch nun liegen die gro&szlig;en Namen der Branche pl&ouml;tzlich reihenweise daneben, ihre Fonds sind oft tief in den Miesen, Anleger laufen ihnen davon. Novogratz ist nur das j&uuml;ngste Opfer. Seit Beginn des Jahres mussten schon Hedgefonds mit einem Volumen von 16 Milliarden Dollar aufgel&ouml;st werden.<br>\nZur Jahrtausendwende galten Hedgefonds noch als Geheimtipp. W&auml;hrend normale Fonds sturen Anlagerichtlinien folgen mussten, durften Hedgefondsmanager so ziemlich alles machen, was die B&ouml;rsenwelt zu bieten hatte &ndash; auf fallende Kurse setzen, auf Kredit spekulieren, riesige Anteile an einem einzigen Wert aufkaufen. Sie konnten auf Zinsunterschiede zwischen Peru und Kasachstan wetten, auf Verschiebungen zwischen dem s&uuml;dafrikanischen Rand und der indonesischen Rupiah, auf fallende oder steigende Preise f&uuml;r Schweineh&auml;lften. Das und noch mehr taten die &ldquo;Hedgies&rdquo; h&ouml;chst erfolgreich.<br>\nW&auml;hrend die Reichen und Beg&uuml;terten mit der neuen Anlageklasse schnell ihren Schnitt machten, schaute Otto Normalsparer nur zu. Ihm war eine Geldanlage in solche Fonds verwehrt. Das &auml;nderte sich nur langsam, als der Markt Zug um Zug auch f&uuml;r Privatanleger ge&ouml;ffnet wurde. Das Investment-Modernisierungsgesetz, 2004 auf Initiative der rot-gr&uuml;nen Regierung in Kraft gesetzt, vollendete diese Entwicklung schlie&szlig;lich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.welt.de\/print\/wams\/finanzen\/article147726482\/Die-Entzauberung-der-Zocker.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man sollte sich hier wieder in Erinnerung rufen, dass, wie im Artikel erw&auml;hnt, die Regierung-Schr&ouml;der der Zockerei auch in Deutschland T&uuml;r und Tor ge&ouml;ffnet hat. Die Folgen durfte dann wieder einmal der Steuerzahler ausbaden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Armut<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Armut im Schatten<\/strong><br>\nZehn Jahre Hartz IV &ndash; das sind f&uuml;r die Nationale Armutskonferenz (NAK) &ldquo;zehn verlorene Jahre&rdquo;. So lautet der Titel des zweiten &ldquo;Schattenberichts&rdquo;, den die NAK, ein Zusammenschluss verschiedener Organisationen wie dem Deutschen Caritasverband, Rotem Kreuz, dem Bundesjugendring oder dem DGB, zu den Folgen der Hartz-Reformen vorgelegt hat. In dem Bericht wird vor allem die Kinderarmut in Deutschland kritisiert. Das Bildungs- und Teilhabepaket, durch das Kinder aus einkommensschwachen Familien Zusch&uuml;sse f&uuml;r Sportvereine, Musikunterricht oder Nachhilfe erhalten k&ouml;nnen, habe nichts gebracht, sagte NAK-Sprecher Frank Johannes Hensel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/zehn-jahre-hartz-iv-armut-im-schatten-1.2695644\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das Problem ist nicht unbedingt die H&ouml;he der Hartz IV S&auml;tze, selbst h&ouml;here S&auml;tzen w&uuml;rden an der grunds&auml;tzlichen Ausrichtung des Systems nichts &auml;ndern. Das zentrale Problem ist die Repressivit&auml;t des Systems, das die betroffenen Menschen Dem&uuml;tigungen, Schikanen und psychischen Druck aussetzt. Dies ist allerdings so gewollt, als Drohkulisse zur Durchsetzung der neoliberalen Agenda. Die einzige Forderung kann als nur sein das Hartz IV System abzuschaffen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Arm bleibt arm<\/strong><br>\nArmut ist im reichen Deutschland weit verbreitet, und sie hat sich verfestigt. Zu diesem Schluss kommt die Nationale Armutskonferenz in ihrem Bericht. Die Konferenz, der Verb&auml;nde und der DGB angeh&ouml;ren, nennt drei besonders betroffene Gruppen.<br>\nSchon der Name &ldquo;Schattenbericht&rdquo; macht klar, dass die Verfasser wenig Freundliches zu verk&uuml;nden hatten. Im Gegenteil: Frank Hensel, der Sprecher der Nationalen Armutskonferenz, wandte sich mit scharfen Worten an die Regierenden: &ldquo;Die Notwendigkeit, jetzt nach 2012 erneut einen Schattenbericht ver&ouml;ffentlichen zu m&uuml;ssen, zeigt, dass Armut und soziale Ausgrenzung von der Politik als fast schon unab&auml;nderlich hingenommen werden.&rdquo;<br>\nEs sind die Jungen, die Alten und die Alleinerziehenden, die nach dem aktuellen Bericht am meisten unter der Armut leiden: Jedes f&uuml;nfte Kind w&auml;chst in einem einkommensschwachen Umfeld auf, die H&auml;lfte aller Kinder, die von Hartz IV leben m&uuml;ssen, hat alleinerziehende Eltern. Nur f&uuml;r sechs Jahre und nur bis zum zw&ouml;lften Lebensjahr des Kindes, so hei&szlig;t es im Bericht, gebe es den staatlichen Unterhaltsvorschuss, wenn der andere Elternteil nicht zahle.<br>\nAber auch die Altersarmut greife immer weiter um sich: 2003 seien in Deutschland rund 250.000 Senioren auf Sozialleistungen angewiesen gewesen, mittlerweile m&uuml;sse man von einer halben Million ausgehen &ndash; dennoch sinke das Rentenniveau weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/armutskonferenz-101.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Altersarmut: Immer mehr Senioren &uuml;bernehmen Minijobs<\/strong><br>\nIn Deutschland steigt die Zahl der Senioren mit Minijobs kontinuierlich: Im M&auml;rz waren es knapp 904.000 Menschen. Die &uuml;ber 65-J&auml;hrigen w&uuml;rden nicht aus Spa&szlig; weiter arbeiten, hei&szlig;t es aus der Politik. Sondern &ldquo;um der Armut zu entfliehen&rdquo;.<br>\nImmer mehr Menschen im Rentenalter gehen einer geringf&uuml;gig entlohnten Besch&auml;ftigung nach. Arbeiteten 2003 bundesweit noch knapp 533.000 &uuml;ber 65-J&auml;hrige in einem Minijob, waren es im M&auml;rz 2015 knapp 904.000. Das geht aus der Antwort der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit auf eine entsprechende Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann hervor.<br>\nLaut der Statistik w&auml;chst die Zahl &uuml;ber die Jahre kontinuierlich. Die Branche mit den meisten &Uuml;65-Minijobbern ist demnach der Handel: Dort liegt die Zahl bei 154.000. Minijobs sind laut Arbeitsagentur geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigungen, bei denen die monatliche Verdienstgrenze bis zu 450 Euro betr&auml;gt (mehr Informationen gibt es hier).<br>\n&ldquo;Der weitaus &uuml;berwiegende Teil der &auml;lteren Menschen d&uuml;rfte nicht zum Spa&szlig; und Zeitvertreib weiter arbeiten, sondern aus finanzieller Not&rdquo;, sagte Zimmermann. Die Senioren arbeiten ihrer Ansicht nach zunehmend &uuml;ber die gesetzliche Altersgrenze hinaus, &ldquo;um der Armut zu entfliehen&rdquo;. Deshalb m&uuml;sse das Rentenniveau angehoben werden.<br>\nSchon Anfang August gab es Berichte dar&uuml;ber, dass immer mehr Menschen in Deutschland zus&auml;tzlich zu Einkommen oder Rente auf staatliche Grundsicherung angewiesen sind &ndash; und dass vor allem &auml;ltere Menschen diese Sozialhilfe brauchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/minijobs-in-deutschland-zahl-der-ue65-jaehrigen-mit-minijob-steigt-a-1058421.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Hartz IV hat die Spaltung der Gesellschaft verst&auml;rkt&rdquo;<\/strong><br>\nDie Saarl&auml;ndische Armutskonferenz hat anl&auml;sslich des Weltarmutstages die Spaltung der Gesellschaft in arm und reich kritisiert. Vor allem die Hartz-IV-Regelung sei mitverantwortlich f&uuml;r die schwierige Situation. Auch Oskar Lafontaine betonte, Arbeitslosigkeit sei durch Hartz IV ein Hauptgrund f&uuml;r Armut geworden.<br>\nDer erste Armuts- und Reichtumsbericht der Landesregierung, der am Freitag vorgestellt wurde, macht es deutlich. Armut im Saarland ist ein Problem. Fast jeder sechste Saarl&auml;nder ist demnach armutsgef&auml;rdert. Vor allem &auml;ltere Menschen aber auch Alleinerziehende, Jugendliche unter 18 und Menschen mit Migrationshintergrund sind bedroht. 30 Prozent der Saarl&auml;nder gelten nach dem Bericht hingegen als verm&ouml;gend. Sie haben ein Monatseinkommen von netto 2.900 Euro oder mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sr-online.de\/sronline\/nachrichten\/politik_wirtschaft\/weltarmutstag_armutskonferenz_saarland100.html\">SR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>WSI Tarifpolitische Tagung 2015: Aktuelle Entwicklungen in der Tarifpolitik<\/strong><br>\nDie positive Entwicklung der Tarifeinkommen h&auml;lt an, auch in diesem Jahr wird es eine sp&uuml;rbare Steigerung der realen Tarifeinkommen geben. Die Abschlussraten liegen in vielen Branchen und Tarifbereichen bei 3 Prozent. Die Tarifrunde 2015 verlief sehr konfliktreich. Neben umfangreichen (Warn-)Streiks in der Lohnrunde gab es teils heftige Arbeitsk&auml;mpfe vor allem im Dienstleistungsbereich um weitere Themen.<br>\nDie WSI Tariftagung 2015 greift diese Konflikte auf: Der Kita-Streik setzte die Frage nach dem Wert personenbezogener Dienstleistungsarbeit auf die Tagesordnung. Beim Arbeitskampf bei der Berliner Charit&eacute; ging es um Arbeitsverdichtung und Qualit&auml;t der Pflegearbeit. Es wird der konkreten Verlauf der Tarifrunden und die erzielten Ergebnisse analysiert. Bei der Deutschen Post k&auml;mpfte ver.di gegen tarifliches Lohndumping und gespaltene Tarife. Dieser Konflikt steht paradigmatisch f&uuml;r die Konsequenzen einer wachsenden Fragmentierung der Tariflandschaft. Die Arbeitszeit und ihre Gestaltung gewinnt in der Tarifpolitik perspektivisch wieder an Bedeutung. Neben einzelnen Themen wie Bildungs- und Altersteilzeit geht es in der gewerkschaftspolitischen Debatte um breiter angelegte Konzepte f&uuml;r eine neue Arbeitszeitpolitik.<br>\nDie Reden von R. Bispinck, S. Schaumburg, O. Danneberg, C.-H. G&uuml;ster, M. j&auml;ger, C. Wirth, S. Teuscher, H. Wagner und J. Wiedemuth<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/veranstaltung_wsi_60685.htm\">WSI, Tarifpolitische Tagung, Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der Klickarbeiter &ndash; Acht Stunden sind kein Tag<\/strong><br>\nCrowdwork, Klickwork, Abrufarbeit &ndash; neue, flexible Arbeitsformen erobern den Arbeitsmarkt. Bedrohen sie das europ&auml;ische Sozialmodell?<br>\nEin Smartphone ist nicht nur ein Kommunikationsger&auml;t, sondern auch eine Arbeitsagentur im Kleinen, die in ihr Innenleben kaum Einblick gibt. Ein Tastendruck auf die App setzt Menschen in Bewegung, als Paketboten, Lieferservice, Taxifahrer. Dass sie ihre Arbeit nicht immer zu den besten Konditionen verrichten, kann man sich vorstellen, sieht es auf der Bedienoberfl&auml;che aber nicht. Die Taxi-App Uber zum Beispiel bezeichnet sich als Vermittler f&uuml;r Transportdienste. Auf die Frage, wo der Fahrer angestellt ist, wer ihn versichert und seinen Lohn bei Krankheit begleicht, gab es bis vor kurzem nur eine praktische Antwort: Uber nicht. Amazon gr&uuml;ndete 2006 die Plattform &bdquo;Mechanical Turk&ldquo;, die Personal f&uuml;r die Vorweihnachtszeit anwirbt, in der das Gesch&auml;ft des Versandh&auml;ndlers regelm&auml;&szlig;ig explodiert. Die Angeworbenen erledigen stupide und leicht k&uuml;ndbare T&auml;tigkeiten, an der Computer scheitern, wie die Kontrolle von Plattencovern auf Pornographie.<br>\nNoch einen Schritt weiter ging IBM, als es vor drei Jahren unter dem Namen &bdquo;Liquid&ldquo; einen radikalen Personalumbau ank&uuml;ndigte. Die Arbeit wird hier in kleinste Einzelschritte, sogenannte Sprints, zerlegt und in weltweiten Jobauktionen ausgeschrieben. Die Rekrutierten sortiert man nach getaner Arbeit in zwei Leistungsklassen, die ihre Eignung f&uuml;r k&uuml;nftige Aufgaben anzeigen, ohne dass sie davon erfahren. Die Namen der Gruppen, &bdquo;Blue&ldquo; und &bdquo;Blue Select&ldquo;, klingen nach Mobilfunktarifen. Im gleichen Atemzug k&uuml;ndigte IBM den Abbau von zehntausend Mitarbeitern in Deutschland an<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/forschung-und-lehre\/der-klickarbeiter-acht-stunden-sind-kein-tag-13853241.html?printPagedArticle=true\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der stille Angriff auf &ouml;ffentliche Dienstleistungen<\/strong><br>\nWie EU-Verhandler und Wirtschaftslobbyisten bei CETA und TTIP an einem Strang ziehen &ndash; AK Wien und europ&auml;ische Kooperationspartner ver&ouml;ffentlichen Hintergrundanalyse<br>\nDie &ouml;ffentlichen Dienstleistungen in der Europ&auml;ischen Union (EU) werden durch internationale Handels- und Investitionsschutzabkommen bedroht, die die demokratische Regulierungshoheit von Staaten und Kommunen &uuml;ber Dienstleistungen der Daseinsvorsorge wie Wasser, Gesundheit und Energie im Interesse privater Gewinne gef&auml;hrden. Das von der EU mit Kanada fertig verhandelte CETA-Abkommen, dessen Ratifizierung f&uuml;r 2016 in Aussicht gestellt worden ist, und das mit den Vereinigten Staaten verhandelte TTIP-Abkommen sind der vorl&auml;ufige H&ouml;hepunkt dieser Entwicklungen. Im schlimmsten Fall k&ouml;nnte dadurch eine Kommerzialisierung der &ouml;ffentlichen Dienstleistungen festgeschrieben werden, die irreparable Sch&auml;den in der Daseinsvorsorge und f&uuml;r das Gemeinwohl anrichten k&ouml;nnte. Die AK fordert daher, dass Dienstleistungen der Daseinsvorsorge vom Geltungsbereich von Handels- und Investitionsschutzabkommen vollst&auml;ndig ausgenommen werden m&uuml;ssen -etwa Bildung, Gesundheits- und soziale Dienstleistungen, Wasserversorgung, Abwasser- und M&uuml;llentsorgung, Energie oder &ouml;ffentlicher Verkehr.<br>\nDie vorliegende Studie &ldquo;Der stille Angriff auf &ouml;ffentliche Dienstleistungen&rdquo; bringt Licht in die geheimen Absprachen zwischen gro&szlig;en Wirtschaftsverb&auml;nden und den EU-VerhandlerInnen f&uuml;r internationale Handels- und Investitionsabkommen. Der Studienautor Thomas Fritz zeigt die aggressiven Strategien der Dienstleistungskonzerne im Hinblick auf TTIP und CETA und die Versuche, eine weitgehende Markt&ouml;ffnung in Bereichen wie Gesundheit, Kultur, Postdienste und Wasserwirtschaft durchzusetzen. Diese Abkommen erm&ouml;glichen den Dienstleistungskonzernen, ihre Gesch&auml;ftsfelder in die Daseinsvorsorge auszuweiten und ihre Marktmacht auszubauen. Die Studie zeigt au&szlig;erdem, wie die Europ&auml;ische Kommission der Dienstleistungsindustrie bereitwillig den roten Teppich ausrollt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ots.at\/presseaussendung\/OTS_20151013_OTS0013\/neue-studie-zu-ceta-und-ttip-der-stille-angriff-auf-oeffentliche-dienstleistungen\">Arbeiterkammer Wien auf OTS<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>VW-Aff&auml;re: Fragw&uuml;rdiger Interessenkonflikt im Bundestag<\/strong><br>\nIn der aktuellen VW-Aff&auml;re spielt der CDU-Bundestagsabgeordnete Stephan Harbarth eine fragw&uuml;rdige Doppelrolle. Er ist Obmann der CDU-Fraktion im Rechts- und Verbraucherschutzausschuss. In dieser Funktion sollte er eine zentrale Rolle dabei spielen, sich f&uuml;r die Verbraucherbelange im VW-Skandal einzusetzen und die rechtliche Aufkl&auml;rung zu begleiten. Doch wie die S&uuml;ddeutsche Zeitung heute berichtet, ist Harbarth gleichzeitig Vorstandsmitglied bei der Kanzlei SZA Schilling, Zutt &amp; Ansch&uuml;tz ist, die VW in der aktuellen Aff&auml;re rechtlich unterst&uuml;tzt. Harbarth bezieht von der Kanzlei j&auml;hrliche Nebeneink&uuml;nfte der Stufe 10, was Betr&auml;gen von &uuml;ber 250.000 Euro entspricht und ist damit einer der Top-Verdiener im Bundestag.<br>\nNach eigenen Angaben wirkt Herr Harbarth nicht pers&ouml;nlich an dem VW-Mandat mit. Dennoch muss er wegen seiner Vorstandst&auml;tigkeit bei der Kanzlei gerade bei einem gro&szlig;en und prestigetr&auml;chtigen Mandat wie VW als befangen gelten. Wenn Herr Harbarth seine Rolle als Verbraucherschutzpolitiker in der VW-Aff&auml;re wahrnehmen m&ouml;chte, w&auml;re es dringend angebracht, seine Nebent&auml;tigkeit bei der Kanzlei aufgeben. Ansonsten sollte er seine Funktion als Obmann ruhen lassen und sich bei allen parlamentarischen Vorg&auml;ngen und Abstimmungen zur VW-Aff&auml;re heraushalten.<br>\nDer Fall Harbarth zeigt, dass es klarerer Regeln zu Nebeneink&uuml;nfte bedarf &ndash; gerade bei Anw&auml;lten und Beratern. Die Befangenheitsregeln f&uuml;r Bundestagsabgeordnete m&uuml;ssen pr&auml;zisiert und konsequenter umgesetzt werden. Au&szlig;erdem sollten Abgeordnete dazu verpflichtet werden, offenzulegen aus welcher Branche ihre Mandanten kommen. Grunds&auml;tzlicher darf es nicht sein, dass Abgeordnete Nebent&auml;tigkeiten als bezahlte Lobbyisten annehmen &ndash; und auch bei Anwaltsmandaten, die massiv mit politischen Fragen zu tun haben, wie im Fall VW, muss es Grenzen geben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2015\/10\/vw-affaere-fragwuerdiger-interessenkonflikt-im-bundestag\/\">Lobbycontrol<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wie Amerikaner die Kubaner melken wollen<\/strong><br>\nAusl&auml;nder str&ouml;men in die Bastion des Kommunismus und suchen: das gro&szlig;e Gesch&auml;ft. Immer mehr Kubaner reagieren geschockt.<br>\nUm Mitternacht tobt in den hei&szlig;esten Clubs von Havanna das Leben. Zu den &uuml;blichen G&auml;sten aus jungen Kubanern und neugierigen Touristen aus Europa gesellen sich in j&uuml;ngster Zeit internationale Prominente und amerikanische Hedge-Fonds-Manager. Zehn Monate, nachdem die USA und Kuba die Neuausrichtung ihrer Beziehungen bekannt gaben, hat sich die Atmosph&auml;re auf der Karibikinsel ver&auml;ndert.<br>\nFr&uuml;her kamen Kanadier und Europ&auml;er ins Land, die billige Strandangebote gebucht hatten, sowie linksgerichtete Amerikaner auf Besuch in Bio-Farmen und Stadtteilkliniken. Heute str&ouml;men Musikproduzenten, Sterne-K&ouml;che und Investoren ins Land, alle auf der Suche nach der Chance, in einer der letzten Bastionen des Kommunismus bald Millionen zu verdienen. In der High Society von Havanna macht sich eine Goldgr&auml;berstimmung breit, wie sie seit mehr als 50 Jahren nicht zu sp&uuml;ren war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/amerika\/wie-amerikaner-die-kubaner-melken-wollen\/story\/24543300\">Tagesanzeiger<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Weltweit einzigartig<\/strong><br>\nDie Bundeswehr veranstaltet erneut ein Man&ouml;ver zur &ldquo;zivil-milit&auml;rischen Zusammenarbeit&rdquo; im Rahmen von Interventionskriegen. Die f&uuml;r Ende dieses Monats anberaumte &Uuml;bung firmiert unter der Bezeichnung &ldquo;Joint Cooperation&rdquo; und wird im nieders&auml;chsischen Landkreis Nienburg stattfinden. Beteiligt sind in erster Linie Soldaten aus Mitgliedsl&auml;ndern der NATO, aber auch die formal neutralen Staaten &Ouml;sterreich und Schweden werden Angeh&ouml;rige ihrer Streitkr&auml;fte entsenden. Das bis ins Detail ausgearbeitete Man&ouml;verszenario sieht den Einsatz einer sogenannten CIMIC-Truppe in einem fiktiven Land am Horn von Afrika vor, das Schauplatz eines von einem Nachbarstaat forcierten blutigen B&uuml;rgerkrieges ist. Die auf &ldquo;zivil-milit&auml;rische Zusammenarbeit&rdquo; spezialisierte Einheit hat nun die Aufgabe, ein &ldquo;Lagebild&rdquo; &uuml;ber die Situation der Bev&ouml;lkerung im Kriegsgebiet zu erstellen, um so der milit&auml;rischen F&uuml;hrung die &ldquo;notwendigen Informationen&rdquo; f&uuml;r die &ldquo;Operationsplanung&rdquo; zu liefern. Das Drehbuch weist etliche Parallelen zu den Planungen auf, die dem zur Zeit stattfindenden NATO-Gro&szlig;man&ouml;ver &ldquo;Trident Juncture&rdquo; zugrunde liegen. Auch hier geht es um die Bek&auml;mpfung eines &ldquo;Aggressorstaates&rdquo;, der verdeckt eine B&uuml;rgerkriegspartei im Nachbarland unterst&uuml;tzt. Der Bezug zur Situation in der Ukraine ist dabei explizit gew&uuml;nscht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59227\">German-Foreign-Policy.com<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die wahre L&uuml;ge &ndash; &raquo;Kinderterror&laquo; und Israels &raquo;Staatsterror&laquo;<\/strong><br>\nEine Terrorwelle beutelt zur Zeit Israel. Jeden Tag sind Vorf&auml;lle zu verzeichnen, bei denen Pal&auml;stinenserinnen und Pal&auml;stinenser, oft Kinder und Jugendliche, auf israelische Passanten einstechen, sie verletzen oder gar t&ouml;ten, um nach vollzogener Tat selbst von Sicherheitskr&auml;ften, Polizisten oder israelischen Zivilisten get&ouml;tet zu werden. Ein Vorfall erweckte besondere Aufmerksamkeit: Der 13j&auml;hrige Ahmed Manasra und sein 15j&auml;hriger Cousin Hassan Manasra haben einen 13j&auml;hrigen j&uuml;dischen Jungen und einen jungen Mann schwer verletzt, woraufhin Ahmed beim Abwehrakt der Sicherheitskr&auml;fte schwer verletzt und Hassan get&ouml;tet wurde. Das Ereignis machte noch am selben Tag die Runde in den sozialen Netzwerken und gelangte auch in die Sph&auml;re der hohen Politik: Mahmud Abbas beschuldigte die Israelis, das pal&auml;stinensische Kind hingerichtet bzw. &ndash; in der berichtigten englischen Version &ndash; &raquo;kaltbl&uuml;tig erschossen&laquo; zu haben. Benjamin Netanjahu delektierte sich an der ihm zugefallenen M&ouml;glichkeit, den pal&auml;stinensischen Pr&auml;sidenten der L&uuml;ge zu &uuml;berf&uuml;hren: Ahmed Manasra lebt noch und wird im Krankenhaus behandelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/10-19\/014.php?sstr=zuckermann\">Moshe Zuckermann in der Jungen Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Neonazi, Hooligan, Wutb&uuml;rger &ndash; NRWs brauner Sumpf<\/strong><br>\n&ldquo;In Nordrhein-Westfalen waren klassische Neonazis von Anfang an ein bestimmendes Element auf den Pegida-Demonstrationen&rdquo;, sagt ein Sprecher des Verfassungsschutzes. Sie pr&auml;gten die Atmosph&auml;re auf den Demonstrationen. Ob sp&auml;ter in K&ouml;ln, Bonn, Duisburg oder D&uuml;sseldorf: Neben oft verwahrlosten Gestalten, die mehr Wut als B&uuml;rgerlichkeit ausstrahlten, bestimmten die Neonazis das Bild. Als D&uuml;gida im Januar mit Parolen wie &ldquo;Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen&rdquo; durch die D&uuml;sseldorfer Innenstadt zog, war die Demonstration von einem Nazi-Aufmarsch kaum zu unterscheiden.<br>\nWie auch? Nahezu die H&auml;lfte der Teilnehmer waren Anh&auml;nger der Nazi-Partei Die Rechte, einer Organisation in der Tradition der 1995 verbotenen Freiheitlichen Arbeiterpartei (FAP), in deren Umfeld sich &ndash; nach Informationen des nordrhein-westf&auml;lischen Verfassungsschutzes &ndash; Reker-Attent&auml;ter Frank S. in der ersten H&auml;lfte der 90er-Jahre bewegte. Viele, die fr&uuml;her in der FAP das Sagen hatten, sind heute bei Die Rechte dabei. Der Bundesvorsitzende der Partei, Christian Worch, war der stellvertretende Vorsitzende der FAP und die rechte Hand Michael K&uuml;hnens, des &ldquo;F&uuml;hrers&rdquo; der FAP.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/regionales\/nrw\/article147784964\/Neonazi-Hooligan-Wutbuerger-NRWs-brauner-Sumpf.html\">Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wissenschaftszeitvertragsgesetz: Bundesrat verlangt Verbesserungen am Regierungsentwurf<\/strong><br>\nAm 16. Oktober hat sich der Bundesrat unter Tagesordnungspunkt 6 mit dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur &Auml;nderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes befasst &ndash; und im Ergebnis deutliche Verbesserungen verlangt. Mindestlaufzeiten f&uuml;r Zeitvertr&auml;ge, verbindliche Ausgestaltung der familienpolitischen Komponente, Aufhebung der Tarifsperre, l&auml;ngere Besch&auml;ftigungszeiten f&uuml;r studentische Hilfskr&auml;fte &ndash; mit seiner Stellungnahme greift die L&auml;nderkammer unter anderem die Kritik der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Regierungsentwurf auf.<br>\nDie Aussprache im Plenum des Bundesrats fiel kurz aus, neben Bundesbildungs- und Forschungsministerin Johanna Wanka (CDU) nahm der Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, Staatssekret&auml;r Franz-Josef Mersch-Lense (SPD), Stellung. W&auml;hrend Ministerin Wanka den von der Regierung eingebrachten Gesetzentwurf verteidigte, begr&uuml;ndete Mersch-Lense die von den Aussch&uuml;ssen der L&auml;nderkammer eingebrachten &Auml;nderungsvorschl&auml;ge, denen das Plenum des Bundesrats am Ende mehrheitlich zustimmte.<br>\nIn seiner Stellungnahme zum Regierungsentwurf macht sich der Bundesrat konkret daf&uuml;r stark, f&uuml;r Qualifizierungsbefristungen (Erstvertr&auml;ge) sowohl in der Promotions- als auch in der Postdocphase eine Mindestlaufzeit von zwei Jahren gesetzlich vorzugeben, &bdquo;sofern keine sachlichen Gr&uuml;nde eine k&uuml;rzere Dauer rechtfertigen&ldquo;. Damit greift die L&auml;nderkammer die Kritik der GEW am Gesetzentwurf der Bundesregierung auf. Dieser enth&auml;lt lediglich die allgemeine Regelung, dass die Befristungsdauer so zu bemessen sei, &bdquo;dass sie der angestrebten Qualifizierung angemessen ist&ldquo;. Was genau unter einer Qualifizierung zu verstehen ist, bleibt unbestimmt. Die GEW hatte daher die Einf&uuml;hrung von festen Mindestlaufzeiten von drei Jahren vorgeschlagen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.vbio.de\/informationen\/alle_news\/e17162?news_id=21028%20\">GEW auf VBio<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Heiko Maas<\/strong><br>\nEin sch&ouml;ner Hinweis unseres Lesers R.L.:\n<p><a href=\"https:\/\/de.screen.yahoo.com\/maas-erteilt-vorratsdatenspeicherung-erneut-eine-161530517.html\">Justizminister Maas im Januar 2015<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>\n&rdquo;Die Vorratsdatenspeicherung in Frankreich hat den Anschlag nicht verhindert. Was soll das? Und der Europ&auml;ische Gerichtshof hat entschieden, dass die anlasslose Vorratsdatenspeicherung gegen die Grundrechte verst&ouml;&szlig;t. Und deshalb wird es sie nicht geben.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bz-berlin.de\/deutschland\/umstrittene-vorratsdatenspeicherung-beschlossen\">Justizminister Maas im Oktober 2015<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) wies Kritik an dem Gesetz zur&uuml;ck. Polizei und Justiz erhielten damit zur Aufkl&auml;rung schwerster Straftaten ein zus&auml;tzliches Instrument an die Hand.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Nicht vergessen: Heute Abend im ZDF &ndash; Die Anstalt<\/strong><br>\nAls Besetzer eines ZDF-Fernsehstudios r&uuml;tteln die Vollblutkabarettisten an den politischen und gesellschaftlichen Verh&auml;ltnissen des Landes. Gemeinsam mit ihren G&auml;sten Luise Kinseher, HG. Butzko und Hennes Bender wollen sie &ldquo;Stimme sein f&uuml;r Ungeh&ouml;rtes und Unerh&ouml;rtes&ldquo;.<br>\nDie Anstalt<br>\nZDF, Dienstag 20.10.2015, 22:15 &ndash; 23:00 Uhr<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDF\/zdfportal\/programdata\/4a8ba13b-a17d-454e-8175-b6981ca50026\/48d899d6-811d-4cd8-a72e-ecb2693334b9?doDispatch=2\">ZDF<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/AM\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-27992","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27992","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=27992"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27992\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27995,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27992\/revisions\/27995"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=27992"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=27992"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=27992"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}