{"id":28011,"date":"2015-10-21T08:55:11","date_gmt":"2015-10-21T06:55:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28011"},"modified":"2015-10-21T08:55:11","modified_gmt":"2015-10-21T06:55:11","slug":"hinweise-des-tages-2485","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28011","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28011#h01\">Fl&uuml;chtlingspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28011#h02\">Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28011#h03\">Amerikas Drohnenkrieg: Wir k&ouml;nnen uns nicht herausreden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28011#h04\">Lieber Assad als der IS<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28011#h05\">Arbeitsmarktsituation von Aufstockern: Vor allem Minijobber suchen nach einer anderen Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28011#h06\">Die privilegierten Niedrigl&ouml;hner und die Fl&uuml;chtlingsarbeitskr&auml;fte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28011#h07\">Pflegenotstand wird kollektiv verdr&auml;ngt <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28011#h08\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28011#h09\">EU-Institutionen gespalten zur schwarzen Liste f&uuml;r Lobbyisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28011#h10\">Die Marke Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28011#h11\">Gefahr im Verzug: Abstimmung &uuml;ber Netzneutralit&auml;t ohne &Auml;nderungsantr&auml;ge geplant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28011#h12\">Hochschulen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28011#h13\">&bdquo;Die Gewalt folgt keinen Befehlen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28011#h14\">&bdquo;Diese Bratwurst-Logik ist verr&uuml;ckt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28011#h15\">Friedenspreis-Verleihung &ndash; Die Kermani-Rede im Wortlaut <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28011#h16\">Wolfgang Hetzer: &ldquo;Ist die Deutsche Bank eine kriminelle Vereinigung?&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28011#h17\">Das Letzte: Sozialstaat und Fl&uuml;chtlinge: National befreiter Arbeitsmarkt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28011&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlingspolitik<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Transitzonen sind in Wirklichkeit Haftzonen<\/strong><br>\nDie Debatte um die Einrichtung von sogenannten Transitzonen geht weiter. Bundeskanzlerin Angela Merkel will sie, die SPD nicht. Bundesjustizminister bezeichnet sie als Haftzonen.<br>\nIn der Debatte &uuml;ber sogenannte Transitzonen f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge sind die Fronten in der Bundesregierung weiter verh&auml;rtet. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dringt auch gegen den Widerstand der SPD darauf, an den deutschen Grenzen solche Zonen einzurichten. &bdquo;Wir erleben eine au&szlig;ergew&ouml;hnliche Situation, in der zeitweilig auch ein au&szlig;ergew&ouml;hnliches Mittel hilfreich sein kann&ldquo;, sagte sie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hingegen sprach von Haftzonen. Die Polizeigewerkschaft erkl&auml;rte, die Transitzonen k&ouml;nne nur mit einem Grenzzaun geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2015\/10\/19\/justizminister-maas-transitzonen-wirklichkeit-haftzonen\/\">Migazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Hoffentlich knickt der Bundesjustizminister in dieser Frage nicht so ein wie im Umgang mit der Vorratsdatenspeicherung. Ansonsten k&ouml;nnte nicht lediglich sein Image, sondern das der gesamten Politik weiteren Schaden erleiden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Warum die Helfer kein Dankesch&ouml;n von Berlin wollen <\/strong><br>\nDas B&uuml;ndnis &ldquo;Moabit hilft&rdquo; koordiniert seit Monaten vor dem Berliner Landesamt f&uuml;r Gesundheit und Soziales (Lageso) medizinische Ersthilfe f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge, verteilt Kleidung und Essen. Eine Einladung zu einem Empfang im Roten Rathaus mit Sozialsenator Mario Czaja und dem Regierenden B&uuml;rgermeister Michael M&uuml;ller lehnt &ldquo;Moabit hilft&rdquo; ab. Sprecherin Diana Henniges verweist als Begr&uuml;ndung auf die katastrophale Lage vor dem Lageso.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/fluechtlinge-in-der-hauptstadt-warum-die-helfer-kein-dankeschoen-von-berlin-wollen-1.2700286\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><strong>Fl&uuml;chtlingskrise im Feuilleton &ndash; Im Geiste &bdquo;Schiffe versenken&ldquo;<\/strong><br>\nKonservative Feuilletonisten wettern gegen die Fl&uuml;chtlingspolitik der Kanzlerin. Und ihre Parolen finden auf den Stra&szlig;en Widerhall.<br>\nMan k&ouml;nnte das als einen Aufstand gekr&auml;nkter B&uuml;rger abtun, die unter Altersradikalismus leiden, aber die Promipublizisten dienen als Stichwortgeber f&uuml;r rechte bis rechtsextreme Kreise. Manchmal ganz direkt: Baberowski wurde Anfang Oktober zu einem CSU-Kongress in Erding geladen, seine Thesen werden aber auch von der NPD geteilt. Und Thilo Sarrazin trat k&uuml;rzlich vor der rechtspopulistischen FP&Ouml; auf, wo er sich mit deren Parteichef, dem Exburschenschaftler Heinz-Christian Strache einig war, dass Europa seine Grenzen schlie&szlig;en m&uuml;sse.<br>\nDie Parolen finden aber auch auf der Stra&szlig;e ihren Widerhall. &bdquo;Merkel muss weg&ldquo;, skandierten Tausende AfD-Demonstranten in den vergangenen Wochen in Erfurt und Magdeburg. Und G&ouml;tz Kubischek, ein Vordenker der neuen Rechten, rief bei Pegida in Dresden die Deutschen zum Widerstand gegen eine angeblich drohende &bdquo;Aufl&ouml;sung unseres Volkes&ldquo; auf.<br>\nZu viele nehmen das w&ouml;rtlich. Rund 500 &Uuml;bergriffe auf Fl&uuml;chtlingsheime haben die Polizeibeh&ouml;rden allein in diesem Jahr bereits gez&auml;hlt. Die Messerattacke von K&ouml;ln f&uuml;gt sich in diese Logik der Eskalation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5239531\/\">Daniel Bax in der taz<\/a><\/li>\n<p><strong>Hilde Mattheis DL21 &ndash; Asyl- und Fl&uuml;chtlingspolitik <\/strong><br>\nWir mu&#776;ssen uns klar machen: Viele Flu&#776;chtlinge werden bei uns bleiben, denn die Krisen in ihren Heimatregionen sind nicht schnell zu l&ouml;sen. Daher mu&#776;ssen sie so schnell wie m&ouml;glich in die Gesellschaft integriert werden. Ein ausreichendes Angebot von Deutschkursen ist dabei der erste Schritt. Eine gro&szlig;e Herausforderung wird auch die Bereitstellung von Pl&auml;tzen in Kitas und Schulen sowie die m&ouml;glichst rasche Aufnahme in den Arbeitsmarkt. All dies werden wir diskutieren und aktiv in den n&auml;chsten Jahren und Jahrzehnten begleiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/151021-mattheis-reader-asyl-und-fluechtlingspolitik-hilde-mattheis-oktober2015_.pdf\">Reader Forum Demokratische Linke [PDF &ndash; 3.3 MB]<\/a><\/p>\n<li><strong>&ldquo;Der Pakt von Istanbul &ndash; Die neue Partnerschaft gegen den Fl&uuml;chtlingsstrom?&rdquo;<\/strong><br>\nHarald Kujat (General a.D.) und Wolfgang Gehrcke (au&szlig;enpolitischer Sprecher DIE LINKE im Deutschen Bundestag) diskutieren bei Unter den Linden &uuml;ber die Fl&uuml;chtlingspolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.phoenix.de\/content\/1004803\">phoenix<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Europa<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Folgen der Finanzkrise: EU-Staaten driften nach rechts<\/strong><br>\nDie gr&ouml;&szlig;ten politischen Nutznie&szlig;er von Finanzkrisen sind laut einer aktuellen Studie rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien. Ein Blick auf die vergangenen 100 Jahre zeigt: Die Stimmung wird aggressiver, das Regieren schwieriger.<br>\nDer Front National in Paris, die AfD in Deutschland, die Goldene Morgenr&ouml;te in Griechenland &ndash; die globale Finanzkrise 2008 hat in etlichen EU-L&auml;ndern rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien hervorgebracht, viele von ihnen konnten in den letzten Wahlen Erdrutschsiege erzielen. Kein Zufall, wie eine aktuelle Studie des M&uuml;nchner Ifo Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung zeigt. In den vergangenen 140 Jahren holten Parteien vom rechten Rand durchschnittlich drei&szlig;ig Prozent mehr bei Wahlen. Die Autoren der Studie werteten mehr als 800 Wahlen in zwanzig L&auml;ndern aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.de\/sections\/eu-innenpolitik\/folgen-der-finanzkrise-eu-staaten-driften-nach-rechts-318637%20\">Euractiv<\/a>\n<p><strong>dazu: Ideologische Krisensymptome &ndash; Nicht nur in Frankreich tendieren die Gr&uuml;nen nach rechts<\/strong><br>\nDie Krise der Gr&uuml;nen in Frankreich versch&auml;rft sich. Wegen der gemeinsamen Liste mit den Linksparteien in der Region Nord-Pas-de-Calais und in anderen Gebieten sind mittlerweile die beiden Co-Fraktionsvorsitzenden in der Nationalversammlung sowie der Fraktionsvorsitzende im Senat aus der Partei ausgetreten. Nachdem sie eine eigene Partei gegr&uuml;ndet haben, folgen nun offenbar weitere Abgeordnete.<br>\nHintergrund ist das schwache Abschneiden bei der Pr&auml;sidentschaftswahl 2012 und die nur geringe Verankerung der Partei, die immer nur von Prominenten gelebt hat (Cohn-Bendit als Initiator ist bereits ausgetreten, die Untersuchungsrichterin Joly, Bauernf&uuml;hrer und Globalisierungsgegner Bov&eacute;, ein Fernsehmoderator). Ein politisches Konzept fehlte jedoch, das war sp&auml;testens mit der Finanzkrise offenbar. Die Beteiligung an einer Regierungsmehrheit nach der Pr&auml;sidenten- und Parlamentswahl brachte keinen Aufschwung und keine wirkliche Beteiligung durch die PS-Sozialdemokraten.<br>\nMit dem Austritt weiterer Abgeordneter verliert EELV (Europa-&Ouml;kologie &ndash; Die Gr&uuml;nen) m&ouml;glicherweise den Fraktionsstatus, da die Lager in etwa gleich gro&szlig; sind. Die Nord-Region bot den Anlass zum Bruch, da hier der Fornt National mit 39% (im entscheidenden zweiten Wahlgang gegen Republikaner 32% und PS 29% ) gehandelt wird, also nur durch Absprachen zwischen PS, Linken und Gr&uuml;nen zu verhindern w&auml;re. Doch die Front de Gauche hat sich fr&uuml;h f&uuml;r eine eigene Liste entschieden und damit die Gr&uuml;nen unter Zugzwang gesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/ideologische-krisensymptome\/\">Bernhard Sander in Sozialismus Aktuell<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Die Schweiz hat gew&auml;hlt, aber was und wen genau?<\/strong><br>\nIn der Schweiz sind am Sonntag der Nationalrat (das Parlament) und der St&auml;nderat (die zweite Kammer) gew&auml;hlt worden. Der Wahlausgang ist insofern bemerkenswert, als die konservativen Parteien, also die SVP (Schweizerische Volkspartei, bekannt wegen ihres langj&auml;hrigen Anf&uuml;hrers Christoph Blocher) und die FDP (die Liberalen) klar gewonnen haben, w&auml;hrend kurzzeitig aufstrebende neue Kr&auml;fte wie die Gr&uuml;nen und die Gr&uuml;nliberalen deutlich verloren haben. Die SP (Sozialdemokratische Partei) hielt ihr Ergebnis.<br>\nDamit hat die Schweiz so gew&auml;hlt, wie man es angesichts der Fl&uuml;chtlingskrise erwarten musste, sagen die meisten Kommentatoren. Warum eigentlich? [&hellip;]<br>\nEs ist erstaunlich, dass so viele Schweizer fast zwei Jahre nach der letzten Initiative und nach dem Schock der Aufwertung des Schweizer Frankens immer noch nicht begriffen zu haben scheinen, dass man sich nicht einfach gegen Personen innerhalb der EU abschotten und gleichzeitig darauf hoffen kann, im Handel und beim Kapitalverkehr durch totale Offenheit permanent gro&szlig;e Gewinne zu erzielen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/die-schweiz-hat-gewaehlt-aber-was-und-wen-genau\/\">flassbeck-economics<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>EU in Aufl&ouml;sung?<\/strong><br>\nDer Kontrast k&ouml;nnte gr&ouml;&szlig;er nicht sein: W&auml;hrend vor einem Vierteljahrhundert mit dem Abbau der Grenzz&auml;une zwischen Ungarn und &Ouml;sterreich der Weg zur deutschen Vereinigung und zu einem neuen, freien Europa in West und Ost geebnet wurde, erleben wir dieser Tage das glatte Gegenteil. An den ungarischen Grenzen werden wieder Stacheldrahtz&auml;une hochgezogen. Auch die 1989\/90 eingestellten Kontrollen sind zur&uuml;ck &ndash; und zwar nicht nur an den Au&szlig;engrenzen, sondern auch zwischen den einzelnen L&auml;ndern der Europ&auml;ischen Union. Damit sind zwei tragende S&auml;ulen der EU krachend zusammengebrochen: die Abkommen von Schengen und Dublin. Wir erleben die Erosion der europ&auml;ischen Einheit und eine Machtdemonstration der Nationalstaaten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/oktober\/eu-in-aufloesung\">Albrecht von Lucke in Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Europa ist jetzt ein Problem f&uuml;r die globale Stabilit&auml;t&ldquo;<\/strong><br>\nWirtschaftsnobelpreistr&auml;ger Joseph E. Stiglitz &uuml;ber die Notwendigkeit eines Investitionsprogramms.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/vodcast\/artikel\/europe-is-now-a-problem-for-global-stability-1111\/\">Video auf Internationale Politik und Gesellschaft IPG<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Amerikas Drohnenkrieg: Wir k&ouml;nnen uns nicht herausreden<\/strong><br>\nDeutschland will nichts mit den Drohnent&ouml;tungen der amerikanischen Geheimdienste zu tun haben. Doch wir sind Mitt&auml;ter. Ein Gastbeitrag.<br>\nMit Wucht r&uuml;ckt ein Thema wieder ins &ouml;ffentliche Bewusstsein, das wir gern kollektiv verdr&auml;ngen. Fast gleichzeitig mit dem Auftritt des ehemaligen Drohnenpiloten Brandon Bryant vergangene Woche im NSA-BND-Untersuchungsausschuss ver&ouml;ffentlichte &bdquo;The Intercept&ldquo; ein umf&auml;ngliches Dossier &uuml;ber den jahrelangen brutalen Drohnenkrieg der Amerikaner. Die von den Vereinigten Staaten befehligten, ferngesteuerten Waffensysteme sind schon mehr als eine Dekade im Einsatz, seit dem vergangenen Jahr beteiligt sich auch Gro&szlig;britannien mit Drohnen und Hellfire-Raketen im Irak an den v&ouml;lkerrechtlich umstrittenen T&ouml;tungsoperationen. Aber auch China stellte im Sommer dieses Jahres mit der &bdquo;Caihong 5&ldquo; ein bewaffnetes Modell vor, das der amerikanischen Reaper-Drohne auffallend &auml;hnelt. [&hellip;]<br>\nWir k&ouml;nnen uns in Deutschland nicht l&auml;nger damit herausreden, dass ja nicht wir &uuml;ber die Drohnenmorde entscheiden und nichts damit zu tun h&auml;tten. Denn die Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte in Ramstein und Stuttgart sind die technische Klammer, die Deutschland zum wichtigen Faktor bei den gezielten T&ouml;tungen macht. Bereits seit 2013 wird in zunehmendem Detail &uuml;ber die Rolle der Satellitenrelaisstation im rheinland-pf&auml;lzischen Ramstein berichtet. Die j&uuml;ngsten Aussagen von Bryant im NSA-BND-Ausschuss best&auml;tigen nur die Notwendigkeit, sich dieser Erkenntnis endlich zu stellen und diese Beihilfe technisch, rechtlich und ethisch zu bewerten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/aus-dem-maschinenraum\/deutschlands-rolle-als-mittaeter-im-drohnenkrieg-der-usa-13863274.html\">Constanze Kurz in der FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Lieber Assad als der IS<\/strong><br>\nSyrische Christen unterst&uuml;tzen die Regierung Assad, da diese Christen und Minderheiten tolerieren w&uuml;rde. Putins Milit&auml;rintervention gegen den IS wird als gro&szlig;e Rettungsaktion gesehen. Bei westlichen Christen rufen derlei Aussagen gro&szlig;e Verwirrung hervor.<br>\nImmer seltener melden sich die christlichen Oberh&auml;upter Syriens zu der Trag&ouml;die ihres Landes zu Wort. Umso markanter k&uuml;rzlich der Auftritt des melkitisch-katholischen Erzbischofes von Aleppo, Jean-Cl&eacute;ment Jeanbart, im Schweizer Fernsehen. &bdquo;Die russische Milit&auml;rintervention gibt den Christen Syriens neue Hoffnung&ldquo;, erkl&auml;rte der Geistliche bei einem Besuch in Genf. &bdquo;Wladimir Putin hilft der Sache der Christen, er hilft ihnen heraus aus einer unentwirrbaren Situation.&ldquo; Durch Moskau bekomme der Kampf gegen die Terrormiliz &bdquo;Islamischer Staat&ldquo; (IS) endlich absolute Priorit&auml;t.<br>\nDer streitbare Oberhirte, der dem Assad-Regime stets positiv gegen&uuml;berstand, gilt auf internationalem Parkett als einer der f&uuml;hrenden Vertreter der zwei Millionen syrischen Christen, von denen bisher 450.000 aus ihrer Heimat geflohen sind. Seine melkitisch-katholische Kirche ist mit dem Vatikan vereinigt. Die Residenz des Erzbischofs im Christenviertel von Aleppo wurde 2012 gepl&uuml;ndert und zerst&ouml;rt. Trotzdem lebt der 72-J&auml;hrige weiterhin in seiner Geburtsstadt, die heute zwischen Rebellen und Regierungstruppen aufgeteilt ist. &bdquo;Hier ist mein Platz&ldquo;, sagt der Kleriker, der mit seinen Ansichten zu Assad unter den Kirchenf&uuml;hrern Syriens und Libanons keineswegs alleine steht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/syrien\/christen-in-syrien-lieber-assad-als-der-is,24136514,32197540.html%20\">FR Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Spiel auf Zeit<\/strong><br>\nAls Reaktion auf die erstarkenden Taliban und den IS verz&ouml;gert Obama den US-Abzug in Afghanistan. Doch niemand sollte sich Illusionen machen, dass einige tausend US-Soldaten irgendetwas &auml;ndern.<br>\nDie afghanischen Taliban sind heute st&auml;rker denn je seit ihrer Niederlage 2001. Dies haben sie j&uuml;ngst durch ihre zeitweilige Einnahme der Stadt Kundus bewiesen&hellip;<br>\nObamas Kurswechsel ist das Eingest&auml;ndnis eines Fehlers und auch den Lehren aus dem Irak geschuldet, wo die dortige Armee nach dem Abzug des US-Milit&auml;rs schnell die Kontrolle verlor. Doch Obama macht jetzt erneut den Fehler, wieder vorab feste Fristen und Mannschaftsst&auml;rken zu nennen statt vielmehr Ziele zu formulieren, die vor dem n&auml;chsten Schritt erreicht sein sollten&hellip;.<br>\nObamas Schritt suggeriert, dass die US-Strategie in Afghanistan schon richtig ist, aber mehr Zeit braucht. Doch sieht es eher danach aus, dass die Strategie nicht funktioniert, woran dann auch mehr Zeit nichts &auml;ndern wird, wie Jeff Eggers in Politico festgestellt hat. Vor allem geht es wieder nur um milit&auml;rische Fragen, ebenso &uuml;berf&auml;llige politische, diplomatische, wirtschaftliche und soziale Schritte bleiben wieder aus.<br>\nAfghanistan ist eben auch politisch ein failed state. Zwei rivalisierende Lager blockieren sich in der Regierung gegenseitig und schw&auml;chen deren Institutionen bis zur Handlungsunf&auml;higkeit. &Uuml;berf&auml;llige politische Reformen sind nicht in Sicht. So wurden die Parlamentswahlen abgesagt, weil die rivalisierenden Regierungsfraktionen sich nicht auf die Reform der Wahlkommission einigen konnten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/kolumne\/artikel\/spiel-auf-zeit-1107\/\">Sven Hansen in Internationale Politik und Gesellschaft IPG<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Arbeitsmarktsituation von Aufstockern: Vor allem Minijobber suchen nach einer anderen Arbeit<\/strong><br>\n&ldquo;Die positive Besch&auml;ftigungsentwicklung in Deutschland h&auml;lt an und der Arbeitsmarkt ist in einer guten Grundverfassung. Dennoch ist die Zahl der Menschen, die gleichzeitig Leistungen der Grundsicherung und ein Erwerbseinkommen erhalten, in den letzten Jahren nahezu unver&auml;ndert geblieben. Diese erwerbst&auml;tigen Arbeitslosengeld-II-Bezieher, die sogenannten Aufstocker, stehen im besonderen Fokus von Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Die Haushaltsbefragung &lsquo;Arbeitsmarkt und Soziale Sicherung&rsquo; zeigt f&uuml;r das Jahr 2013, dass die T&auml;tigkeiten von Aufstockern oft durch eine geringe Stundenzahl und\/oder geringe Stundenl&ouml;hne gekennzeichnet sind. Ihre Besch&auml;ftigungssituation k&ouml;nnte sich verbessern, wenn sie nach einer anderen oder weiteren T&auml;tigkeit suchen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iab.de\/194\/section.aspx\/Publikation\/k151015301\">IAB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die privilegierten Niedrigl&ouml;hner und die Fl&uuml;chtlingsarbeitskr&auml;fte<\/strong><br>\nMan kann immer die eine H&auml;lfte der Armen kaufen, um sie gegen die andere H&auml;lfte der Armen in Stellung zu bringen. Das ist eine elit&auml;re Binsenweisheit. Sie funktioniert eigentlich immer. Und man kann auf vielerlei Arten kaufen. Zum Beispiel so, wie es derzeit einschl&auml;gige &Ouml;konomen und Wirtschaftspolitiker fordern. Fl&uuml;chtlinge sollen n&auml;mlich schnell arbeiten d&uuml;rfen. Aber nicht auf Mindestlohnniveau. Bei Asylbewerbern sollte eine weitere Ausnahmeregelung geben. Diese Forderung nach Aushebelung dieses neuen Sozialstandards ist aus Sicht der Arbeitgeberseite nicht spektakul&auml;r, nicht besonders &uuml;berraschend. Man muss ihr nicht mal moralisch kommen. Die Arbeitgeber tun halt, was sie k&ouml;nnen, um weiterhin paradiesische Zust&auml;nde in puncto Lohnkosten zu haben. Interessant sind aber zwei Aspekte.<br>\nErstens an die Haus- und Hof&ouml;konomen gerichtet, von denen dieser Vorschlag ja stammt: Liebe Experten, ihr entkr&auml;ftet euch ja selbst. Vor einigen Monaten habt ihr noch gesagt, dass der Mindestlohn unser aller Ruin sei. Arbeitspl&auml;tze w&uuml;rden wegfallen wie tote Fliegen von der Wand. Das w&uuml;rde sich schnell in der Arbeitslosenstatistik niederschlagen. Nichts geschah. Das wei&szlig; man schon etwas l&auml;nger. Die Zahlen dokumentierten das. Es war Angstmacherei und ideologische (oder pekuni&auml;re) Befangenheit, nicht Wissenschaft, die dieses Urteil forcierten. Jetzt stellt ihr euch aber hin und sagt, dass man f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge Ausnahmen brauche. Sie k&ouml;nnten alle gerne arbeiten, aber dann eben billiger. Ja, aber wo denn, wenn es in einem Mindestlohnland keine Stellen mehr gibt, weil sie einfach so wegfallen? Jetzt pl&ouml;tzlich kann der Arbeitsmarkt zwei Arbeitnehmerklassen vertragen: Die mit Standards und die Entrechteten. Auf diese Dialektik muss man mal kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2015\/10\/die-privilegierten-niedriglohner-und.html\">ad sinistram<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Pflegenotstand wird kollektiv verdr&auml;ngt<\/strong><br>\nIn diesen Wochen beraten die Abgeordneten im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages &uuml;ber den j&uuml;ngsten Entwurf der Pflegereform. Bundesgesundheitsminister Hermann Gr&ouml;he hat Ende September das sogenannte Pflegest&auml;rkungsgesetz II ins Parlament gebracht, in dessen Mittelpunkt ein neuer Pflegebed&uuml;rftigkeitsbegriff steht. Was kompliziert klingt, ist im Kern recht einfach: Es geht um die Frage, wer &uuml;berhaupt als pflegebed&uuml;rftig gelten kann. Nur dieser Personenkreis ist berechtigt, Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung zu erhalten. Hermann Gr&ouml;he will diesen Kreis ausdehnen, so lautet der Plan.<br>\nPolitiker, Pflegewissenschaftler und Vertreter der Kassen begr&uuml;&szlig;en den Entwurf. Sicher, es ist ja auch gut, dass zum Beispiel Demenzkranke in Zukunft deutlich leichter Hilfe bekommen k&ouml;nnen. Allerdings wird ein wesentlicher Aspekt der Pflegereform allenthalben &uuml;bersehen: Ohne ausreichendes, qualifiziertes und motiviertes Fachpersonal werden die Ideen schlichtweg nicht umsetzbar sein. Die Politik schafft hier einen Anspruch, den kaum jemand einl&ouml;sen k&ouml;nnen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/gesundheit\/aussenansicht-allein-im-heim-1.2698990\">Claus Fussek in der S&uuml;ddeutschen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Diffamierung des TTIP-Protests: Einige Hinweise zu &bdquo;heimlichen Anf&uuml;hrern&ldquo;<\/strong><br>\nIn der Woche nach der Stop TTIP-Demo fragte nicht nur Petra Sorge im Cicero, warum die gr&ouml;&szlig;te Demonstration seit dem Irak-Krieg in den deutschen Medien so gut wie gar nicht stattfand. In den meisten Zeitungen fanden sich nur Schnipsel aus Agenturmeldungen &ndash; und diese dienten oft nur als Aufh&auml;nger, um TTIP-Bef&uuml;rworter und Demo-Gegner zu Wort kommen zu lassen. Berichte &uuml;ber das Wozu und Weshalb einer Demonstration, die rund eine Viertelmillion Menschen aus allen Teilen der Republik in die Hauptstadt mobilisierte: Fehlanzeige. Und die Debatte pr&auml;gt ein Spin, der die friedliche Mammutdemo mit Pegida-Aufm&auml;rschen gleichzusetzen und die TTIP-Proteste in ein tr&uuml;bbraunes Licht zu r&uuml;cken versucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2015\/10\/diffamierung-des-ttip-protests-einige-hinweise-zu-heimlichen-anfuehrern\/\">Lobby Control<\/a><\/li>\n<li><strong>235.794 Euro Steuergelder gegen TTIP-Kritiker<\/strong><br>\nParallel zur Gro&szlig;demonstration gegen das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA hatte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) in mehreren &uuml;berregionalen Tageszeitungen Anzeigen gegen die Protestaktion schalten lassen &ndash; und damit selbst f&uuml;r Widerspruch gesorgt.<br>\nDie Kritik an dem Vorgehen d&uuml;rfte sich nun noch versch&auml;rfen, nachdem die Bundesregierung auf Nachfrage aus der Linksfraktion die Zahlen f&uuml;r die Anzeigenkampagne bekannt gegeben hat. 235.794 Euro haben die gro&szlig;fl&auml;chigen Annoncen in f&uuml;nf Zeitungen demnach gekostet. Erschienen war der Text mit dem Portr&auml;t des SPD-Politikers unter anderem in der taz, der S&uuml;ddeutschen Zeitung und dem Tagesspiegel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/235-794-Euro-Steuergelder-gegen-TTIP-Kritiker-2850751.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Wandel oder doch windelweich?<\/strong><br>\nKritiker von Ceta und TTIP setzen Hoffnungen in Kanadas Wahlsieger. Doch eine klare Gegnerschaft l&auml;sst sich im Programm der Liberalen nicht finden.<br>\n&bdquo;Die Liberale Partei unterst&uuml;tzt den Freihandel&ldquo;, erkl&auml;rte ihr Spitzenkandidat Justin Trudeau schon 2013 in einem Statement zum geplanten Freihandelsabkommen Ceta. Trotzdem setzen die Gegner derartiger Vertr&auml;ge nun ihre Hoffnungen in den 43-J&auml;hrigen. &bdquo;Sein Wirtschaftsprogramm ist ein offensichtlicher Widerspruch zu der Politik der Handelsabkommen&ldquo;, sagt Ernst-Christoph Stolper, einer der Gr&uuml;nder der europ&auml;ischen B&uuml;rgerinitiative &bdquo;Stopp TTIP&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kanada-und-die-Freihandelsabkommen\/!5244349\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: Justin Trudeau &ndash; selbstbewusst, linksliberal, ur-kanadisch<\/strong><br>\nDer Liberale Trudeau wird Premier. Der kanadische Wahlsieger k&ouml;nnte sein Land wieder deutlicher von den USA abgrenzen.<br>\nDoch der Sieg steht f&uuml;r mehr. Kanada, so darf man die W&auml;hler interpretieren, soll kanadischer werden. Angesichts des dominanten Nachbarn im S&uuml;den hei&szlig;t das: weniger US-amerikanisch. Zwar hatten sich auch Barack Obama und Harper wenig zu sagen, schon weil Letzterer seine Truppen am liebsten nur zu Hause gesehen h&auml;tte. Trudeau wird daf&uuml;r sorgen, dass Kanada innenpolitisch wieder mehr von den USA unterscheidet. H&ouml;here Steuern f&uuml;r Reiche, staatliche Investitionen, st&auml;rkerer Umweltschutz, mehr Hilfe f&uuml;r die First Nations genannten Ureinwohner. Er will Cannabis legalisieren und hat sich in der Abtreibungsfrage mit den Religi&ouml;sen angelegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/wahlsieger-in-kanada-justin-trudeau-selbstbewusst-linksliberal-ur-kanadisch\/12475674.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &ldquo;H&ouml;here Steuern f&uuml;r Reiche, staatliche Investitionen, st&auml;rkerer Umweltschutz, &hellip;.&rdquo;, das h&ouml;rt sich doch recht interessant an. Mit Jeremy Corbyn besteht auch in England die Chance auf einen Politikwechsel. Nur in Deutschland ist man davon meilenweit entfernt. Interessant w&auml;re, hier auch zu wissen, wie Trudeau zum Freihandelsabkommen CETA steht?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>EU-Institutionen gespalten zur schwarzen Liste f&uuml;r Lobbyisten<\/strong><br>\nDas Europaparlament erw&auml;gt, die Akkreditierung bestimmter Lobbyisten gro&szlig;er Konzerne zur&uuml;ckzunehmen. Doch die Kommission hat keine solchen Absichten. EurActiv Frankreich berichtet.<br>\nSanktionen gegen nicht kooperative Lobbyisten bringen unter dem derzeitigen System wahrscheinlich keine Erfolge. Denn Lobbyisten, die das Europaparlament auf seine schwarze Liste setzt, k&ouml;nnen bei der Kommission weiterhin ein- und ausgehen.<br>\nDieser Widerspruch hat mit der mangelnden Motivation der Kommission zu tun, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Doch er ist genauso auf die unterschiedlichen Akkreditierungssysteme der Institutionen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<br>\n&ldquo;Das Transparenzregister wird von Parlament und Kommission gemeinsam benutzt&rdquo;, erkl&auml;rte die franz&ouml;sische Europaabgeordnete &Eacute;lisabeth Morin-Chartier. &ldquo;Das hei&szlig;t, das Parlament kann die Liste oder jegliche zugeh&ouml;rige Daten nicht modifizieren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.de\/sections\/eu-innenpolitik\/eu-institutionen-gespalten-zur-schwarzen-liste-fuer-lobbyisten-318625\">Euractiv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Marke Deutschland<\/strong><br>\nMit der Fu&szlig;ball-WM 2006 ist ein herausragendes au&szlig;enpolitisches Erfolgsereignis f&uuml;r die Bundesrepublik von schwerem Korruptionsverdacht betroffen. Anl&auml;sslich der Ver&ouml;ffentlichung eines Presseberichts, dem zufolge die Fu&szlig;ball-WM &ldquo;mutma&szlig;lich gekauft&rdquo; gewesen sei, hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main inzwischen Untersuchungen aufgenommen. &Uuml;ber die Bedeutung der &ldquo;mutma&szlig;lich gekauften&rdquo; Gro&szlig;veranstaltung hatten deutsche Diplomaten nach deren Ende geurteilt, die WM habe &ldquo;die Marke Deutschland mehr verbessert&rdquo; als alle sonst &uuml;blichen PR-Kampagnen; der massive &ldquo;Imagegewinn&rdquo; f&uuml;r die Bundesrepublik sei umso h&ouml;her zu sch&auml;tzen, als &ldquo;das Image eines Landes &hellip; im internationalen Wettbewerb ein wichtiger Standortfaktor&rdquo; sei. Treffen die Vorw&uuml;rfe zu, dann beruhte der profitable deutsche Prestigegewinn auf offener Korruption. Ohnehin hat, wie ein Sportjournalist es beschreibt, eine &ldquo;Deutschland AG&rdquo; aus Politik und Wirtschaft mit millionenschwerem Lobbyismus f&uuml;r die Vergabe der WM gek&auml;mpft. Die wom&ouml;glich &ldquo;gekaufte&rdquo; WM hat nicht nur das Prestige der Bundesrepublik verbessert, sie hat zudem einem weithin als &ldquo;Party-Patriotismus&rdquo; verharmlosten Nationalismus den Durchbruch verschafft, vor dessen rassistischen Folgen Sozialwissenschaftler seit Jahren warnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59228\">German-Foreign-Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gefahr im Verzug: Abstimmung &uuml;ber Netzneutralit&auml;t ohne &Auml;nderungsantr&auml;ge geplant<\/strong><br>\nDas neue Gesetz zur Netzneutralit&auml;t in Europa steht kurz vor der Ziellinie. Der aktuelle Text bringt gro&szlig;e Schlupfl&ouml;cher f&uuml;r Diskriminierung im europ&auml;ischen Internet und wird die Gerichte noch jahrelang besch&auml;ftigen. Rechtssicherheit im Internet und gute Bedingungen f&uuml;r Innovation sind in Europa damit ausgeschlossen. Am Dienstag hat der Industrie-Ausschuss im Europa-Parlament mit 50 pro- zu 10 contra-Stimmen f&uuml;r den Text der Trilogverhandlungen gestimmt. Die Mehrheit haben Sozialdemokraten, Konservative, Rechtsextreme und Liberale besorgt. Am 27.&nbsp;Oktober wird im Plenum in Stra&szlig;burg nun die endg&uuml;ltige Entscheidung fallen. Es liegt an uns, mit SaveTheInternet.eu die Abgeordneten umzustimmen&hellip;<br>\nAufgrund der mehrdeutigen Passagen im Text entscheiden statt den gew&auml;hlten Abgeordneten nun 28 Regulierungsbeh&ouml;rden, Kommissar Oettinger und am Ende die Gerichte. Der Text versagt bei der klaren Unterscheidung zwischen Spezialdiensten und dem offenen Internet, er versagt beim Verbot von Zero-Rating, erlaubt das Zensieren von Webseiten ohne Rechtsgrundlage oder Gerichtsbeschluss und w&uuml;rde das Ende des Best-Effort-Prinzips bedeuten. Mit den Passagen f&uuml;r Netzwerkmanagement k&ouml;nnen Provider zuk&uuml;nftig allen Netzwerkverkehr jederzeit in Diensteklassen unterteilen. Wer sich in der falschen Dienstklasse wiederfindet oder aufgrund von Verschl&uuml;sselung nicht eingeordnet werden kann, bleibt auf der Strecke&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2015\/gefahr-im-verzug-abstimmung-ueber-netzneutralitaet-ohne-aenderungsantraege-geplant\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Hochschulen<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Uni K&ouml;ln h&auml;lt Beendigung der Kooperation mit BAYER geheim<\/strong><br>\nNRW: Neues Hochschulgesetz bringt keine Transparenz<br>\nWegen angeblicher Betriebsgeheimnisse weigert sich die Universit&auml;t K&ouml;ln, auch nach Beendigung ihrer Forschungskooperation mit dem BAYER-Konzern Fragen zu der Zusammenarbeit zu beantworten, obwohl das im Herbst 2014 verabschiedete NRW-Hochschulgesetz eigentlich eine solche Auskunftspflicht vorschreibt. Nach Ansicht der Coordination gegen BAYER-Gefahren zeigt sich dadurch die Unzul&auml;nglichkeit des Paragraphen-Werks. In <a href=\"http:\/\/www.cbgnetwork.org\/downloads\/Bescheid-UniKoeln.pdf\">einem Schreiben der Hochschule hei&szlig;t es<\/a>, die Bewertung der Zusammenarbeit unterl&auml;ge einer Geheimhaltungsvereinbarung und k&ouml;nne daher nicht ver&ouml;ffentlicht werden.<br>\nPhilipp Mimkes vom Vorstand der Coordination gegen BAYER-Gefahren: &bdquo;Seit sieben Jahren bem&uuml;hen wir uns, Informationen &uuml;ber die Zusammenarbeit der K&ouml;lner Universit&auml;tsklinik mit BAYER zu erhalten. Bis heute sind wir keinen Schritt vorangekommen. Nach wie vor ist unklar, ob die Forschungs- und Publikationsfreiheit hinter den Interessen des Geldgebers zur&uuml;ckstehen muss.&ldquo; Mimkes kritisiert, dass das Versprechen der NRW-Landesregierung, mit der &Uuml;berarbeitung des Hochschulgesetzes f&uuml;r mehr Transparenz zu sorgen, gebrochen wurde: &bdquo;Das Gesetz hat gleich die erste Bew&auml;hrungsprobe nicht bestanden. Mit dem Totschlag-Argument &bdquo;Betriebsgeheimnis&ldquo;, das noch nicht einmal von unabh&auml;ngiger Seite aus kontrolliert wird, kann auch k&uuml;nftig jegliche Transparenz unterbunden werden.&ldquo;<br>\nZwar hei&szlig;t es im NRW-Hochschulgesetz, dass die Universit&auml;ten &bdquo;in geeigneter Weise &uuml;ber abgeschlossene Forschungsvorhaben&ldquo; informieren m&uuml;ssten. Die Vorschrift enth&auml;lt jedoch eine Ausnahmegenehmigung, sofern Gesch&auml;ftsgeheimnisse betroffen sind. Vor der Verabschiedung hatte eine breite Koalition von Initiativen, Gewerkschaften und Studenten-Verb&auml;nden das Einknicken der Landesregierung vor den Drohungen der Wirtschaftsverb&auml;nde kritisiert. Der urspr&uuml;ngliche Entwurf des Gesetzes hatte vorgesehen, zumindest die Inhalte, den finanziellen Umfang und die an den Drittmittelprojekten beteiligten Akteure vorab offenzulegen. Die Landesregierung gab jedoch dem Druck der Industrie nach und schw&auml;chte den entsprechenden Passus ab: Die &Ouml;ffentlichkeit wird nun erst im Nachhinein informiert; Art und Umfang der Offenlegung bleiben im Ermessen von Hochschulen und Unternehmen.<br>\nDie Coordination gegen BAYER-Gefahren bef&uuml;rchtet eine Ausrichtung der pharmakologischen Forschung &ouml;ffentlicher Einrichtungen nach rein wirtschaftlichen Kriterien. Der Verband versuchte daher, auf juristischem Weg eine Einsichtnahme in den Kooperationsvertrag zu erlangen. Zahlreiche Verb&auml;nde unterst&uuml;tzten die Forderung nach Offenlegung, darunter Transparency International, der &Auml;rzte-Verband IPPNW, medico international und der Deutsche Hochschulverband. Auch der Informationsfreiheitsbeauftragte des Landes NRW bef&uuml;rwortete nach Pr&uuml;fung des Vertrags eine Einsichtnahme. BAYER und die Uni K&ouml;ln hatten sich jedoch &uuml;ber das Votum hinweggesetzt. Anfang August &ndash; kurz vor der Verhandlung des Oberverwaltungsgerichts M&uuml;nster &ndash; hatte die Universit&auml;t &uuml;berraschend bekannt gegeben, dass die Zusammenarbeit mit dem Konzern Ende 2014 ausgelaufen sei.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.leverkusen.com\/presse\/db\/presse.php?view=00032992\">Leverkusen<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.cbgnetwork.org\/2730.html\">Ausf&uuml;hrliche Informationen unter cbgnetwork<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Schon in der Anh&ouml;rung zum neuen NRW-Hochschulgesetz hatte ich darauf hingewiesen, dass die dortige Transparenzregel eher einer Geheimschutzklausel gleichkomme. Das hat sich leider voll und ganz bewahrheitet.<\/em><br>\n<em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/140608_Anhoerung_Stellungnahme.pdf\">Siehe meine Stellungnahme vor dem Wissenschaftsausschuss vom 18. Juni 2014 S. 10f.<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>18000 Studieng&auml;nge in Deutschland &ndash;  Mit dem Mini-Bachelor in die Sackgasse<\/strong><br>\nViele Bachelor-Studieng&auml;nge sind zu stark spezialisiert, kritisiert der Wissenschaftsrat. Sie f&uuml;hrten h&auml;ufig in berufliche Sackgassen.<br>\nMehr als 18 000 Studieng&auml;nge bieten Hochschulen in&nbsp;Deutschland an, fast 10 000 davon im grundst&auml;ndigen Bachelor-Bereich. Studierende k&ouml;nnen dabei in vielen Nischen f&uuml;ndig werden:&nbsp;Etwa indem sie &bdquo;Agribusiness&ldquo; belegen, &bdquo;Phonetik&ldquo; oder &bdquo;Service Center Management&ldquo;. Doch der Wissenschaftsrat sieht spezialisierte Studieng&auml;nge kritisch. &bdquo;Wir beobachten mit Sorge die Tendenz, dass bereits im&nbsp;Bachelor Hochschulen ihre Studieng&auml;nge zu eng spezifizieren&ldquo;, sagte Manfred Prenzel, der Vorsitzende des Wissenschaftsrats, am Montag in Berlin.<br>\nErwartungen auf einen Berufseinstieg werden nicht erf&uuml;llt<br>\nZwar bekr&auml;ftigte Prenzel, dass auch Bachelor-Studieng&auml;nge berufsqualifizierend sein m&uuml;ssen. Der Wissenschaftsrat&nbsp;ruft die Hochschulen sogar dazu auf, noch mehr daf&uuml;r zu tun, ihre Studierenden auf den&nbsp;Arbeitsmarkt vorzubereiten. Doch eng gefasste Studieng&auml;nge w&uuml;rden dieses Ziel oft verfehlen, sagte Prenzel. Sie sch&uuml;rten n&auml;mlich Erwartungen auf den Berufseinstieg, die sie meistens gar nicht erf&uuml;llen k&ouml;nnten &ndash;&nbsp;weil es, wenn &uuml;berhaupt, nur eine Handvoll Stellen f&uuml;r den anvisierten Bereich gebe. Prenzel berichtete von einem Bachelor-Studiengang &bdquo;Europ&auml;ische Rechtslinguistik&ldquo;:&nbsp;&bdquo;Daf&uuml;r ist das Berufsfeld nun wirklich sehr klein.&ldquo;<br>\nIn einer Empfehlung zum Verh&auml;ltnis von&nbsp;Hochschulen und Arbeitsmarkt warnt der Wissenschaftsrat daher ausdr&uuml;cklich, &bdquo;dass die Bachelorprogramme nicht durch &Uuml;berspezialisierung den Berufseinsteig und die berufliche Entwicklung erschweren d&uuml;rfen&ldquo;. Hochschulen sollten sich im Bachelor auf &bdquo;fachlich breit angelegte Studieng&auml;nge&ldquo; beschr&auml;nken, die einen &Uuml;berblick &uuml;ber eine gesamte Disziplin bieten. W&uuml;rden die Angebote entschlackt, helfe das nicht nur Studieninteressierten, sich besser in den tausenden Studieng&auml;ngen zurechtzufinden. Dann erweitere sich auch das Spektrum beruflicher Einsatzm&ouml;glichkeiten &ndash;&nbsp;sei es in der Wirtschaft oder auch in der Wissenschaft. Weiterf&uuml;hrende Master-Studieng&auml;nge d&uuml;rften dagegen ruhig enger gefasst sein, sagte Prenzel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/18000-studiengaenge-in-deutschland-mit-dem-mini-bachelor-in-die-sackgasse\/12470398.html\">Tilmann Warnecke im Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>Siehe auch: Empfehlungen zum Verh&auml;ltnis von Hochschulbildung und Arbeitsmarkt<\/strong><br>\nEin Hochschulstudium soll die Studierenden bef&auml;higen, komplexe berufliche T&auml;tigkeiten auszu&uuml;ben und ihre individuellen (Weiter-)Bildungs- und Erwerbsbiographien erfolgreich zu gestalten. Den Hochschulen f&auml;llt dabei die Aufgabe zu, die drei zentralen Dimensionen akademischer Bildung &ndash;<br>\n(Fach-)Wissenschaft, Pers&ouml;nlichkeitsbildung und Arbeitsmarktvorbereitung &ndash; jeweils angemessen zu ber&uuml;cksichtigen. Erforderlich ist eine intensive Reflexion ihrer jeweiligen Qualifizierungsziele und ihres Selbstverst&auml;ndnisses als Lehrinstitution. Gegen&uuml;ber Studieninteressierten und Arbeitgebern sind dieses grundlegende Selbstverst&auml;ndnis wie auch die angestrebten Absolventenprofile transparent zu machen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wissenschaftsrat.de\/download\/archiv\/4925-15.pdf\">Wissenschaftsrat<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>BAf&ouml;G-Reform greift zu sp&auml;t<\/strong><br>\nSinkende Zahl von BAf&ouml;G-Gef&ouml;rderten<br>\nDie Bundesregierung behauptet, die kommende BAf&ouml;G-Reform beschere Zehntausende Gef&ouml;rderte mehr. Die Gr&uuml;nen-Partei erwartet weniger Anspruchsberechtigte. Ja was denn nun? Irgendwie stimmt beides, je nach Perspektive. Aber so oder so gilt: Verbesserungen m&uuml;ssten besser fr&uuml;her als sp&auml;ter her. Die Koalition spielt derweil weiter auf Zeit.<br>\nBundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) ist stolz wie Oskar. Mit der 25. Novelle Bundesausbildungsf&ouml;rderungsgesetzes (BAf&ouml;G) werde sich der Kreis der Anspruchsberechtigten um 110.000 erh&ouml;hen, sagt sie. Tats&auml;chlich sagt sie das immer wieder und das schon ganz sch&ouml;n lange. Genaugenommen hantiert sie mit der Zahl seit dem Tag herum, an dem sie ihre Reformpl&auml;ne publik machte. Das war im Sommer 2014, also vor weit &uuml;ber einem Jahr und weit &uuml;ber zwei Jahre bevor die neue Rechtlage &uuml;berhaupt wirksam wird.<br>\nDas wirft Fragen auf: Worauf bezieht sich Wanka mit ihrer Hausnummer 110.000? Wird es ab Stichtag 1. August 2016, wenn die Reform planm&auml;&szlig;ig in Kraft treten soll, so viele mehr BAf&ouml;G-Empf&auml;nger geben? Oder kalkuliert sie mit der Ausgangslage Juli 2014, als es nach Lage der Dinge mehr Gef&ouml;rderte gab als heute und noch einmal deutlich mehr, als es absehbar im n&auml;chsten Jahr sein werden? Welcher ist also der Vergleichswert, der Wankas Kalkulation zugrunde liegt. Schlie&szlig;lich will sie mit der sch&ouml;nen Kennzahl ja suggerieren, ihr Projekt sei ein ganz gro&szlig;er Wurf und bringe ganz viele Gewinner hervor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bafoeg-rechner.de\/Hintergrund\/art-1880-weniger-bafoeg-gefoerderte.php\">Studis Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&bdquo;Die Gewalt folgt keinen Befehlen&ldquo;<\/strong><br>\nIngrid Ross in Ost-Jerusalem &uuml;ber die Eskalation in Nahost und die Aussichten auf eine neue Intifada.<br>\nGewalt flammt im Augenblick an verschiedenen Orten in Israel und den Pal&auml;stinensischen Gebieten auf. In den Schlagzeilen wird vor allem &uuml;ber die Angriffe auf j&uuml;dische Israelis in Jerusalem berichtet. Doch auch im Westjordanland, in Israel und im Gazastreifen haben die Zusammenst&ouml;&szlig;e zugenommen: Pal&auml;stinenser protestieren an Checkpoints, in der N&auml;he von Siedlungen und der Mauer gegen die Besatzung, werfen mit Steinen und Molotov-Cocktails, w&auml;hrend das israelische Milit&auml;r Tr&auml;nengas, Gummigeschosse und auch scharfe Munition einsetzt. Bei diesen Auseinandersetzungen wurden seit dem 1. Oktober mehr als 10 Pal&auml;stinenser erschossen, mehr als 1.500 verletzt. Die Stimmung ist so aufgeheizt, dass sich die aktuellen Auseinandersetzungen tats&auml;chlich zu einer Intifada entwickeln k&ouml;nnen&hellip;<br>\nDie Personen, die die Angriffe in Jerusalem ausgef&uuml;hrt haben, geh&ouml;ren keiner politischen Fraktion an und folgen keinen Befehlen. Doch sie als &bdquo;einsame W&ouml;lfe&ldquo; zu bezeichnen, wird dem Umstand nicht gerecht, dass es viele Sympathisanten und Nachahmungst&auml;ter gibt. Die Proteste im Westjordanland und an der Grenze des Gazastreifens sind ebenfalls nicht von politischen Fraktionen gesteuert. Insofern &auml;hnelt die Situation den Anf&auml;ngen der ersten Intifada in den 1980er Jahren. Die wurde bekanntlich von der Zivilgesellschaft als ziviler Ungehorsam und Widerstand organisiert.<br>\nViele Pal&auml;stinenser sind verzweifelt und sehen keinen Ausweg aus der derzeitigen Lage: Sie leben seit Jahrzehnten unter israelischer Besatzung, die Hoffnungen auf ein Leben in Freiheit und W&uuml;rde in einem eigenen Staat haben sich bislang nicht erf&uuml;llt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/kurzinterview\/artikel\/die-gewalt-folgt-keinen-befehlen-1102\/\">Internationale Politik und Gesellschaft IPG<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&bdquo;Diese Bratwurst-Logik ist verr&uuml;ckt&ldquo;<\/strong><br>\nJohanna Uekermann will die Jusos zwei weitere Jahre f&uuml;hren. Von der SPD fordert sie weniger Wischiwaschi, mehr Mut und einen klaren Linkskurs. (&hellip;)<br>\nLeiden Sie als SPD-Linke manchmal an Ihrer Partei?<br>\nDas kann ich nicht abstreiten. Allein in der vergangenen Woche hat die SPD zwei Projekten zugestimmt, die ich f&uuml;r absolut problematisch halte &ndash; der Asylrechtsversch&auml;rfung und der Vorratsdatenspeicherung. Das schmerzt.<br>\nWarum traut sich die SPD nicht, sich als linke Volkspartei zu positionieren?<br>\nMein Eindruck ist: Der SPD fehlen vor allem zwei Dinge, Haltung und Mut. Sie will es sich mit niemandem verscherzen. Aber Wischiwaschi hilft uns nicht. Wir m&uuml;ssen aus unseren &Uuml;berzeugungen heraus klare Positionen ableiten und f&uuml;r diese k&auml;mpfen. Wenn wir f&uuml;r etwas brennen, &uuml;berzeugen wir auch andere.<br>\nSigmar Gabriel h&auml;lt manche linke Ideen f&uuml;r nicht durchsetzbar, etwa Steuererh&ouml;hungen. Muss sich die SPD von Verteilungsgerechtigkeit verabschieden?<br>\nAuf keinen Fall. Soziale Gerechtigkeit ist der Markenkern der SPD. Der Reichtum in Deutschland ist immens ungleich verteilt. Der Investitionsbedarf bei Stra&szlig;en, Wohnungen und Schulen ist enorm, der Staat k&ouml;nnte hier f&uuml;r alle Menschen mehr tun. Die Sozialdemokratie hat dazu schon immer gesagt: Reiche m&uuml;ssen mehr zahlen. Punkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Juso-Chefin-Ueckermann-ueber-linke-Politik\/!5239803\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Erfrischend anders im Vergleich zu fast allen in der Parteispitze.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Friedenspreis-Verleihung &ndash; Die Kermani-Rede im Wortlaut<\/strong><br>\nOft ist zu lesen, dass der Islam durch das Feuer der Aufkl&auml;rung gehen oder die Moderne sich gegen die Tradition durchsetzen m&uuml;sse. Aber das ist vielleicht etwas zu einfach gedacht, wenn die Vergangenheit des Islams so viel aufkl&auml;rerischer war und das traditionelle Schrifttum bisweilen moderner anmutet als der theologische Gegenwartsdiskurs. Goethe und Proust, Lessing und Joyce haben schlie&szlig;lich nicht unter geistiger Umnachtung gelitten, dass sie fasziniert waren von der islamischen Kultur.<br>\nSie haben in den B&uuml;chern und Monumenten etwas gesehen, was wir, die wir oft genug brutal mit der Gegenwart des Islams konfrontiert sind, nicht mehr so leicht wahrnehmen. Vielleicht ist das Problem des Islams weniger die Tradition als vielmehr der fast schon vollst&auml;ndige Bruch mit dieser Tradition, der Verlust des kulturellen Ged&auml;chtnisses, seine zivilisatorische Amnesie&hellip;<br>\nAnders als in Europa, wo die Moderne, bei allen R&uuml;ckschl&auml;gen und Verbrechen doch als ein Prozess der Emanzipation erlebt werden konnte und sich &uuml;ber viele Jahrzehnte und Jahrhunderte langsam vollzog, war sie im Nahen Osten wesentlich eine Gewalterfahrung. Die Moderne wurde nicht mit Freiheit, sondern mit Ausbeutung und Despotie assoziiert&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hessenschau.de\/kultur\/kermani-rede-bei-friedenspreis-vergabe-im-wortlaut,kermani-rede-friedenspreis-100.html\">hessenschau.de, dort auch der Video-Mitschnitt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wolfgang Hetzer: &ldquo;Ist die Deutsche Bank eine kriminelle Vereinigung?&rdquo;<\/strong><br>\nRazzien, Milliardenstrafen, Rekordverlust, Chefwechsel &ndash; die Deutsche Bank macht derzeit Negativ-Schlagzeilen am laufenden Band. Der ehemalige Korruptionsbek&auml;mpfer Wolfgang Hetzer will in seinem neuesten Buch zeigen, wie kriminell Deutschlands gr&ouml;&szlig;tes Geldinstitut ist&hellip;<br>\nEr glaubt, dass die Bank in ihren eigenen Reihen die Entstehung von Subkulturen zugelassen habe, deren kriminelle Energie und Schadenstr&auml;chtigkeit das Leistungsspektrum jedweder Mafia-Organisation bei weitem &uuml;bertreffe&hellip;<br>\nAuf fast 200 Seiten deckt der 64-J&auml;hrige, der von 2002 bis 2013 in der EU-Betrugsbek&auml;mpfungsbeh&ouml;rde (OLAF) gegen die organisierte Kriminalit&auml;t vorging, die dunklen Machenschaften der Bank auf. Jahrelang habe eine kleine Gruppe von Investmentbankern den Libor-Zins, den Gold-Handel und die Devisenkurse (zusammen mit anderen internationalen Banken) manipuliert. &ldquo;Das ist genau so schlimm wie der VW-Abgasskandal&rdquo;, sagt Hetzer. Mit brutaler Eigenm&auml;chtigkeit seien Gesch&auml;fte gemacht worden, die der Allgemeinheit schaden. Der Buch-Autor wirft der Deutschen Bank eine mangelnde Aufsichtskultur, ein Versagen des Risikomanagements und eine ma&szlig;lose Boni-Struktur vor&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/specials\/buchmesse2015\/index.jsp?rubrik=92091&amp;key=standard_document_57458408\">buchmesse.ARD.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Letzte: Sozialstaat und Fl&uuml;chtlinge: National befreiter Arbeitsmarkt<\/strong><br>\nLieber keine Arbeit als eine falsche &ndash; nach diesem Motto verf&auml;hrt Ministerin Nahles auch in der Fl&uuml;chtlingskrise. Selbst beim Praktikum f&uuml;r Asylbewerber soll der Mindestlohn gelten. So h&auml;lt man Fremde drau&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/fluechtlingskrise-die-abschottung-der-arbeitsmaerkte-a-1058627.html\">Jan Fleischhauer auf Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Das so ein Beitrag &uuml;berhaupt publiziert werden darf. Vermutlich lebt der Autor getreu dem Motto &ldquo;Nach oben buckeln, nach unten treten&rdquo;. Was f&uuml;r eine Polemik in einem deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedium&rdquo; &ndash; ein Armutszeugnis f&uuml;r den deutschen Journalismus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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