{"id":28027,"date":"2015-10-22T09:15:04","date_gmt":"2015-10-22T07:15:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28027"},"modified":"2015-10-22T09:15:04","modified_gmt":"2015-10-22T07:15:04","slug":"hinweise-des-tages-2486","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28027","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28027#h01\">Rechtsradikalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28027#h02\">Refugees, deficit spending and the intellectual deficit of politicians<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28027#h03\">&raquo;Kebab&laquo; und die &raquo;Pali-Nazi-Schlampe&laquo; &ndash; &raquo;Antideutsche&laquo; sehen rot und drangsalieren linke Musiker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28027#h04\">Made with love in Spain &ndash; Vom politischen Umbruch in Spanien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28027#h05\">Linksb&uuml;ndnis soll Portugal regieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28027#h06\">Au&szlig;enhandel: Endg&uuml;ltiges Ergebnis 2014<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28027#h07\">Heiner Flassbeck &uuml;ber Griechenland und die zweite Regierung Tsipras<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28027#h08\">EU-Kommission zu Steuerdeals &ndash; Vorteile f&uuml;r Starbucks und Fiat illegal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28027#h09\">Sch&auml;dlicher Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28027#h10\">Berufsausbildung in Europa &ndash; Lehrstelle Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28027#h11\">Stuttgart 21: Wer&rsquo;s glaubt, wird selig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28027#h12\">Der neue H&auml;userkampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28027#h13\">Deutlich mehr R&uuml;stungsexporte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28027#h14\">Benjamin Netanjahus Geschichtsbild &ndash; Bis sich die Balken biegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28027#h15\">Das gro&szlig;e Bild hinter den t&auml;glichen Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28027#h16\">DFG-F&ouml;rderatlas 2015 &ndash; Hochschulfinanzierung in der Drittmittelfalle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28027#h17\">&ldquo;Die Anstalt&rdquo; vom 20. Oktober 2015<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28027#h18\">Vor dem Winter<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28027&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Rechtsradikalismus<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>War Attent&auml;ter V-Mann?<\/strong><br>\n&Uuml;ber eine Verbindung Frank Steffens zum Verfassungsschutz wird offen spekuliert. Lebenslauf mit &raquo;Merkw&uuml;rdigkeiten&laquo; In Bezug auf den Neofaschisten Frank Steffen tun sich die ersten Ungereimtheiten auf. Am vergangenen Sonnabend hatte der Mann auf die parteilose K&ouml;lner Oberb&uuml;rgermeisterkandidatin Henriette Reker eingestochen. Sie wurde am Sonntag ins Amt gew&auml;hlt. Am Mittwoch berichtete der K&ouml;lner Stadt-Anzeiger, dass die Arbeitslosengeschichte des Mannes &raquo;eine Reihe von Merkw&uuml;rdigkeiten&laquo; aufweise. So soll er, obwohl er nie bei der Agentur f&uuml;r Arbeit vorgesprochen habe und auch nie vermittelt worden sei, &raquo;jahrelang Hartz IV bezogen&laquo; haben. Au&szlig;erdem sei die Akte des Neonazis gesperrt gewesen. Das bedeute, sie sei als geheim eingestuft worden und &raquo;nur ausgesuchte Personen&laquo; h&auml;tten darauf Zugriff. Mittlerweile stellt sich nicht nur der Stadt-Anzeiger die Frage, ob etwas seitens der Sicherheitsbeh&ouml;rden verschleiert werden soll. &raquo;Dass der Verfassungsschutz keine Erkenntnisse &uuml;ber einen mehrfach vorbestraften Nazi mit derart eindeutiger Vorgeschichte haben will, ist nicht glaubhaft&laquo;, erkl&auml;rte am Mittwoch Ralf Michalowsky, Sprecher des<br>\nLandesverbandes von Die Linke in NRW&hellip;<br>\nW&auml;hrend die Beh&ouml;rden das Vorstrafenregister des Messerstechers angeblich gel&ouml;scht haben wollen, verf&uuml;gt die Bonner Antifa &uuml;ber Informationen, denen zufolge Steffen 1993 beim &raquo;Rudolf-Hess-Gedenkmarsch&laquo; in Fulda zugegen gewesen sei und im Folgejahr beim Versuch, den damals traditionellen &raquo;Gedenkmarsch&laquo; in Luxemburg durchzusetzen, festgenommen worden sei. Medienberichten zufolge soll er au&szlig;erdem ab 1998 eine Haftstrafe von gut drei Jahren wegen schwerer K&ouml;rperverletzung verb&uuml;&szlig;t haben. Eine jW-Anfrage an das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz, ob Steffen, wie mittlerweile vermutet wird, in den 1990er Jahren als V-Mann f&uuml;r die Beh&ouml;rde t&auml;tig war, blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/10-22\/053.php\">Markus Bernhardt in der jungen Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>BKA-Warnung vor rechter Gewalt: Mehr als 500 Fl&uuml;chtlingsheime angegriffen<\/strong><br>\nDie Zahl der Angriffe auf Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte steigt: Nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen liegt sie bei mehr als 500. Das BKA warnt in einem vertraulichen Lagebericht auch vor Attacken auf Menschen.<br>\nDie Zahl der Angriffe auf Asylunterk&uuml;nfte ist in den ersten drei Quartalen 2015 auf insgesamt 505 gestiegen. Das geht nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen aus einer vertraulichen Analyse des Bundeskriminalamts (BKA) hervor.<br>\nDem stehen im Vorjahreszeitraum lediglich 114 Attacken gegen&uuml;ber, 2011 waren es sogar nur 18. Die meisten Taten (121) ereigneten sich in Nordrhein-Westfalen. Bei dem Gro&szlig;teil der erfassten Delikte handelt es sich um Sachbesch&auml;digung (147), gefolgt von Propaganda (97) und Volksverhetzung (61). Auch die &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe &uuml;ber das Papier.<br>\nDie Angriffe k&ouml;nnten sich jedoch k&uuml;nftig noch st&auml;rker als bislang gegen Menschen richten, warnt das BKA in seiner Analyse, die eine gute Woche vor dem Attentat auf die K&ouml;lner Oberb&uuml;rgermeisterkandidatin Henriette Reker entstanden ist. Es stehe zu bef&uuml;rchten, dass &ldquo;neben objektbezogenen Straftaten zum Nachteil von Sammel-, Asyl- und Notunterk&uuml;nften, auch die Agitation zum Nachteil von vermeintlich Verantwortlichen weiter an Bedeutung gewinnen k&ouml;nnte&rdquo;, hei&szlig;t es.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/justiz\/fluechtlingskrise-bka-warnt-vor-zunehmender-gewalt-a-1059020.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutschlands Al-Qaida-Moment<\/strong><br>\nIn Deutschland passiert etwas, genau jetzt. Eine Radikalisierung via Internet bringt anschlagsbereite Terroristen hervor. Deutschland erlebt einen Al-Qaida-Moment. Eine dezentrale, gewaltbereite, terroristische Mobilisierung beginnt, und soziale Medien spielen eine entscheidende Rolle dabei. [&hellip;]<br>\nDie Amadeu-Antonio-Stiftung sprach davon, dass beim Attentat in K&ouml;ln &ldquo;Pegida mitgestochen&rdquo; habe. Das ist richtig, aber nicht vollst&auml;ndig. Mitgestochen hat der ganze deutsche, braune Fr&uuml;hling, das rassistische Erwachen eines Teils der Bev&ouml;lkerung, den Demokratie nicht interessiert, der Gewalt nicht ablehnt, der Hetze f&uuml;r Meinung h&auml;lt, der &ldquo;Merkeldiktatur&rdquo; sagt, weil an der Grenze kein Schie&szlig;befehl auf Fl&uuml;chtlinge gilt.<br>\nMitgestochen hat eine &uuml;ber soziale Medien aufgeheizte Stimmung, die von AfD und sogar Teilen der demokratischen Parteien bef&ouml;rdert oder zumindest nicht beruhigt wird. Von denjenigen n&auml;mlich, die mit ihrer Sprache und ihrem Fl&uuml;chtlingsalarmismus das Gef&uuml;hl einer paranoiden &ldquo;Volksnotwehr&rdquo; beg&uuml;nstigen, &ldquo;Ich habe es f&uuml;r euch alle getan&rdquo;. Nein, nicht f&uuml;r alle. Aber f&uuml;r zu viele. Diesem braunen deutschen Netzfr&uuml;hling muss man entgegentreten, &uuml;berall, jederzeit, entschlossen und unerbittlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/sascha-lobo-pegida-facebook-dunkeldeutschland-a-1058838.html\">Sascha Lobo auf SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Pegida bek&auml;mpfen, aber die Kernforderungen &uuml;bernehmen<\/strong><br>\nViele Politiker, die sich jetzt so wortreich von Pegida distanzieren, k&ouml;nnen deren Forderungen und Anliegen durchaus nachvollziehen<br>\nRassistische und neonazistische Internetkommentare, teilweise mit Klarnamen und Fotos, sind nun wahrlich keine neue Entdeckung. Seit Monaten wird &ouml;ffentlich diskutiert, ob man diese Hassbotschaften l&ouml;schen, strafrechtlich verfolgen oder ignorieren soll. Doch seit letztem Dienstag wird dar&uuml;ber republikweit diskutiert. &ldquo;Bild stellt die Hetzer an den Pranger&rdquo;, lautete das Motto. Dabei werden aufmerksame Beobachter nicht vergessen haben, dass das Blatt auch schon Thilo Sarrazin ein Forum bot, der nat&uuml;rlich niemals in den Sprachduktus verfallen w&uuml;rde, den Bild hier dokumentiert hat.<br>\nDoch im Kern teilt Sarrazin mit den Internethetzern die &Uuml;berzeugung, dass sich &ldquo;Deutschland abschafft&rdquo;. Und der Bild-Boulevard wird auch fr&uuml;her oder sp&auml;ter wieder solchen Positionen ein Forum bieten. Doch den plumpen Internethetzern sei dank, nun k&ouml;nnen sich die intellektuellen Rechten wieder vom braunen Narrensaum abgrenzen. Auch Pegida bl&auml;st zum ersten Jahrestag der Wind ins Gesicht.<br>\nEine ganz gro&szlig;e Koalition von der Linken bis zur CSU werfen Pegida vor, nun endlich die Grenzen &uuml;berschritten zu haben. W&auml;hrend dabei vor allem Dresden in die Schlagzeilen geriet, wurden die Hetzparolen, die auf der Kundgebung und Demonstration des Berliner Pegida-Ablegers B&auml;rgida am letzten Montag verbreitet wurden, kaum beachtet.<br>\nWaren es in vergangener Woche in Dresden einige f&uuml;r Merkel und Gabriel vorgesehene Galgen, so sorgten am Pegida-Jahrestag die Ausf&auml;lle des Autors Akif Pirin&ccedil;ci f&uuml;r Emp&ouml;rung. Der Pegida-Begr&uuml;nder Bachmann und musste sich schlie&szlig;lich entschuldigen und bedauern, dass Akif Pirin&ccedil;ci &uuml;berhaupt eingeladen wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Pegida-bekaempfen-aber-die-Kernforderungen-uebernehmen-2851694.html\">Peter Nowak auf Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Refugees, deficit spending and the intellectual deficit of politicians<\/strong><br>\nMany factors contribute to the refugee drama that is taking place on our doorsteps at this very moment. In Germany, reactions initially proved to be generous and tolerant. Now, things are unfortunately evolving in the direction that we feared from the very beginning. This is not surprising. A couple of years ago, the country had no problem with someone like Thilo Sarrazin, who readily found a tribune to spread a crude and xenophobic message. Entrenched attitudes and strong sentiments do not dissipate overnight. It is simply not realistic to expect that Germany will betray its nature and accommodate one million people without protest here and there.<br>\nThere is no denying that an influx of such an order of magnitude creates immediate practical problems for people and authorities, especially the case at the level of municipalities. Local governments simply lack the necessary financial means, the personnel and the infrastructure to accommodate so many people in such a short time. Understandably, the situation sometimes leads to excessive demands and interpersonal tensions, sometimes explosive. The German media report such local conflicts, using evocative headlines, day after day, suggesting that the refugees are troublemakers. This shows how widespread the subliminal xenophobia is in reality.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/refugees-deficit-spending-and-the-intellectual-deficit-of-politicians\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&raquo;Kebab&laquo; und die &raquo;Pali-Nazi-Schlampe&laquo; &ndash; &raquo;Antideutsche&laquo; sehen rot und drangsalieren linke Musiker<\/strong><br>\nEin Tsunami von Hass und w&uuml;sten Drohungen schl&auml;gt Kaveh und Thawra entgegen. Ausl&ouml;ser ist ihr Musikvideo &raquo;Antideutsche\/Tahya Falastin&laquo; (Lang lebe Pal&auml;stina). &raquo;Sie finden Panzer geil und IDF und seine Fraun \/ Der deutsche Staat als Feind interessiert keine Sau&laquo;, hei&szlig;t es darin. &raquo;Sie hassen linke Juden und verbieten die Kufiya \/ Und sie sagen, US-Drohnen ist Antifa.&laquo; Gemeint sind zunehmend NATO-patriotische Str&ouml;mungen in der deutschen Linken, die unter dem Label &raquo;Antideutsche&laquo; oder &raquo;Antinationale&laquo; firmieren und oftmals nicht nur die Begeisterung f&uuml;r imperialistische Kriege mit Neokonservativen, neuen Rechten und prowestlichen Neofaschisten teilen.<br>\nObwohl &ndash; wom&ouml;glich sogar weil &minus; Kaveh und Thawra der islamistischen Hamas den Kampf ansagen und nicht gr&uuml;ne, sondern &raquo;rote Fahnen &uuml;ber Gaza und Dschenin&laquo; wehen sehen wollen, reagierte eine wutsch&auml;umende Internetarmada kurz nach Ver&ouml;ffentlichung des Videos mit rassistischen und sexistischen Entgleisungen. Ein Beispiel: Kaveh und Thawra seien &raquo;Schlampenbrut mit einem ekelhaften Bastard von Vater&laquo;. Andere Nutzer verlangten nach Auftrittsverboten und staatlichen Repressionsma&szlig;nahmen.<br>\nMit an der Spitze der medialen Strafexpedition gegen die Musiker: der Bild- und Ruhrbarone-Schreiber Sebastian Bartoschek. Er titulierte Thawra in einem Audiopodcast-Talk mit einem anonymen Kollegen &ndash; der seine Tiraden lieber unter dem Pseudonym &raquo;Rioburnz&laquo; verbreitet &ndash; als &raquo;Tinderella&laquo;, so der Web-2.0.-Jargon f&uuml;r Nymphomanin, und Kaveh als &raquo;Kebab&laquo;. Die &raquo;hat ein so&rsquo;n Kommunisten-Banner aus ihrer Facebook-Seite&laquo;, wei&szlig; Bartoschek &uuml;ber Thawra zu berichten. &raquo;Kann es vielleicht sein, dass die einfach schwachsinnig sind?&laquo; fragt &raquo;Rioburnz&laquo;, f&uuml;r den der aus dem Iran stammende Kaveh nat&uuml;rlich ein &raquo;Khomeini&laquo; ist: &raquo;Ja, Kommunisten &hellip;&laquo;, so Bartoschek.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/10-22\/008.php\">Junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Made with love in Spain &ndash; Vom politischen Umbruch in Spanien<\/strong><br>\nVon einer neuen kollektiven Art Politik zu machen, ist in den vergangenen Jahren in Spanien viel die Rede gewesen. Seit der Besetzung der Puerta del Sol in Madrid im Jahr 2011, aus der die Bewegung 15-M entstanden ist, hat das Land sich stark repolitisiert.<br>\nDie Gesellschaft, von der Margaret Thatcher behauptete, &ldquo;there is no such thing as society&rdquo;, hat sich in Reaktion auf die wirtschaftliche und politische Krise organisiert. Im Zentrum stehen nicht neue Parteien, sondern die Frage, wie au&szlig;erhalb von Parteien in selbst organisierten, offenen, lokalen Plattformen institutionelle Politik gemacht werden kann.<br>\nDie Kommunal- und Regionalwahlen im Mai 2015 haben diesen Stimmungswechsel sichtbar gemacht. Gewonnen haben basisdemokratische Kandidaturen in Madrid, Barcelona und an vielen anderen Orten im Land, die von Podemos, der neuen linken Partei, blo&szlig; unterst&uuml;tzt worden sind. Auf die Parlamentswahlen im Herbst 2015 darf man gespannt sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/made-with-love-in-spain-vom-politischen-umbruch-in-spanien.1247.de.html?dram:article_id=331381\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Linksb&uuml;ndnis soll Portugal regieren<\/strong><br>\nDer Sozialistenchef Costa hat Staatspr&auml;sident Cavaco die &ldquo;alternative L&ouml;sung&rdquo; vorgestellt, doch nun liegt alles in der Hand des konservativen Pr&auml;sidenten<br>\nEs bahnte sich nach den verheerenden Wahlverlusten der rechtskonservativen Koalition von Pedro Passos Coelho und Paulo Portas ab, dass auch in Portugal die Austerit&auml;tspolitik abgew&auml;hlt ist. Weil die Linksparteien zerstritten sind, die bei diesen Wahlen deutlich zugelegt haben, war vermutet worden, dass die Sozialisten (PS) von Ant&oacute;nio Costa entweder eine gro&szlig;e Koalition anstreben oder die Konservativen st&uuml;tzen, bis die Lage f&uuml;r vorgezogene Neuwahlen f&uuml;r die PS g&uuml;nstig w&auml;re. Denn Costa hat eine &ldquo;Negativmehrheit&rdquo; eines Linksb&uuml;ndnisses zun&auml;chst ausgeschlossen.<br>\nDie Gespr&auml;che mit den Konservativen traten auf der Stelle, doch &uuml;ber die Widerspr&uuml;che hinweg boten der gro&szlig;e Wahlsieger Linksblock (BE) und die gr&uuml;n-kommunistischen Koalition (CDU) der PS eine Regierung an. Die Grundlage daf&uuml;r war deren Schwenk weg vom Austerit&auml;tskurs. Und nun hat Costa am sp&auml;ten Dienstag Staatspr&auml;sident Anibal Cavaco Silva angek&uuml;ndigt, eine Linksregierung bilden zu wollen. Er habe eine Mehrheit, um eine stabile Regierung bilden zu k&ouml;nnen. Costa setzt auf eine &ldquo;alternative L&ouml;sung&rdquo;, welche den &ldquo;ausgedr&uuml;ckten Willen der Portugiesen&rdquo; respektiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Linksbuendnis-soll-Portugal-regieren-2851716.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Au&szlig;enhandel: Endg&uuml;ltiges Ergebnis 2014<\/strong><br>\nIm Jahr 2014 wurden nach endg&uuml;ltigen Zahlen Waren im Wert von 1 124 Milliarden Euro aus Deutschland ausgef&uuml;hrt und Waren im Wert von 910 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren damit die Exporte um 9,8 Milliarden und die Importe um 6,5 Milliarden Euro niedriger als bisher ver&ouml;ffentlicht. Der Au&szlig;enhandelssaldo ging durch die Revision von 217 Milliarden Euro auf 214 Milliarden Euro zur&uuml;ck.<br>\nIm Rahmen der Jahreskorrektur 2014 wurde festgestellt, dass die von Unternehmen vorgenommenen Anmeldekorrekturen auch die Vorjahre betreffen. Deshalb wurden die bisherigen Au&szlig;enhandelsergebnisse f&uuml;r die Jahre 2012 und 2013 nochmals revidiert.<br>\nDamit waren nach endg&uuml;ltigen Ergebnissen im Jahr 2012 Exporte in H&ouml;he von 1 093 Milliarden Euro und Importe in H&ouml;he von 899 Milliarden Euro get&auml;tigt worden. Gegen&uuml;ber den bisherigen Jahresergebnissen von 2012 gehen die Exporte um 3,1 Milliarden Euro und die Importe um 6,5 Milliarden Euro zur&uuml;ck.<br>\nDie Exporte des Jahres 2013 reduzieren sich um 5,1 Milliarden Euro und die Importe um 7,8 Milliarden Euro. Die berichtigten, endg&uuml;ltigen Exporte des Jahres 2013 belaufen sich nun auf 1 088 Milliarden Euro und die Importe auf 890 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2015\/10\/PD15_389_51.html;jsessionid=8B208868FF5A28A9C4F178023040A881.cae3%20\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Amerkung WL:<\/strong> Und wieder hat das Ausland 214 Milliarden Schulden gegen Deutschlands Unternehmen angeh&auml;uft. Wie lange kann das noch gut gehen, ohne dass sich die Schuldner wehren?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck &uuml;ber Griechenland und die zweite Regierung Tsipras<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/151023_interview_flassbeck.pdf\">Efimerida ton Syntakton vom 27. September 2015 [PDF &ndash; 62.1 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>EU-Kommission zu Steuerdeals &ndash; Vorteile f&uuml;r Starbucks und Fiat illegal<\/strong><br>\nMit Steuervorteilen lassen sich Unternehmen ins Land locken. Zwei EU-Staaten haben getrickst und sollen nun von Firmen nicht gezahlte Steuern nachfordern.<br>\nDie Niederlande und Luxemburg haben nach einer Entscheidung der EU-Kommission multinationalen Konzernen illegale Steuervorteile gew&auml;hrt. Die Kaffeehauskette Starbucks in den Niederlanden und die Finanztochter des Autobauers Fiat in Luxemburg m&uuml;ssen nun jeweils 20 bis 30 Millionen Euro nachzahlen, wie die Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde entschied. Die genaue H&ouml;he der f&auml;lligen Nachforderung m&uuml;ssen die nationalen Beh&ouml;rden nach Vorgaben der EU-Kommission ermitteln. Luxemburg k&uuml;ndigte allerdings bereits an, sich rechtliche Schritte vorzubehalten. [&hellip;]<br>\nWeitere Ermittlungen der EU-Kommission sind noch im Gange. Dabei geht es um Apple in Irland, Amazon in Luxemburg und um eine belgische Steuerregelung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/EU-Kommission-zu-Steuerdeals\/!5244479\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: Steuerabsprachen mit Starbucks und Fiat: Niederlande und Luxemburg verletzen EU-Wettbewerbsrecht<\/strong><br>\nEndlich zeigt die EU-Kommission Z&auml;hne. 20 Jahren Wegschauen der EU gegen&uuml;ber steuerlicher Beihilfen f&uuml;r Gro&szlig;unternehmen sind endlich vorbei. Viele Steuerabsprachen zwischen Unternehmen und einzelnen Regierungen in der EU sind illegale Staatsbeihilfe.<br>\nDie beiden F&auml;lle Starbucks und Fiat sind nur der Anfang. Der Sonderausschuss des Europaparlaments gegen Steuerdumping hat gezeigt, dass es Sonderabsprachen zwischen Konzernen und Steuerverwaltungen in vielen Mitgliedstaaten der EU gibt. Die EU-Kommission muss die Untersuchungen auf andere Unternehmen ausdehnen. Alleine der LuxLeaks-Skandal hat gezeigt, dass mehr als 350 Gro&szlig;konzerne Sonderkonditionen zur Zahlung ihrer Steuern in Luxemburg bekommen haben. Auch andere L&auml;nder wie die Niederlande und Irland sind davon betroffen.<br>\nUm fairen Wettbewerb zu garantieren, muss die EU-Kommission daf&uuml;r sorgen, dass die zu Unrecht erhaltenen Betr&auml;ge von den Unternehmen konsequent zur&uuml;ckgefordert werden. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2015\/steuerabsprachen-mit-starbucks-und-fiat-niederlande-und-luxemburg-verletzen-eu-wettbewerbsrecht\/\">Sven Giegold, MdEP\/Gr&uuml;ne<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Sch&auml;dlicher Freihandel<\/strong><br>\nDas vor der Umsetzung stehende sogenannte Wirtschaftspartnerschaftsabkommen der EU mit Kamerun wird das afrikanische Land weiter in die Armut treiben. Dies erkl&auml;rt die Generalsekret&auml;rin der kamerunischen B&uuml;rgerorganisation ACDIC, Yvonne Takang, gegen&uuml;ber german-foreign-policy.com. Takang warnt, das Abkommen (Economic Partnership Agreement, EPA), das auf Druck aus Br&uuml;ssel im vergangenen Jahr in einer Nacht- und Nebel-Aktion ratifiziert wurde, schade Kamerun &ldquo;in der Landwirtschaft und bei der regionalen Integration&rdquo;; auch stehe es einer etwaigen Industrialisierung des Landes im Wege. Takang k&uuml;ndigt Widerstand gegen die Umsetzung des Abkommens an. Die EU bem&uuml;ht sich bereits seit dem Jahr 2002, mit den ehemaligen europ&auml;ischen Kolonien Afrikas, der Karibik und der Pazifikregion EPAs zu schlie&szlig;en &ndash; mit dem Ziel, M&auml;rkte f&uuml;r europ&auml;ische Unternehmen zu &ouml;ffnen, attraktive Investitionsgelegenheiten zu schaffen und g&uuml;nstige Rohstoffimporte zu sichern. Die geplante Deregulierung l&auml;sst die schw&auml;cheren National&ouml;konomien Afrikas ohne Schutz. Bekanntes Beispiel f&uuml;r die Folgen, die dabei drohen, ist die einheimische Produktion von H&uuml;hnerfleisch in Ghana, die nach der &Ouml;ffnung des westafrikanischen Landes f&uuml;r europ&auml;ische, auch deutsche Gefl&uuml;gelexporte faktisch zusammengebrochen ist. Profitiert haben hingegen deutsche Schlachtereien, die ihre H&auml;hnchen-Ausfuhren und ihren Gewinn deutlich steigern konnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59231\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Berufsausbildung in Europa &ndash; Lehrstelle Europa<\/strong><br>\nEine neue Studie zeigt, was europ&auml;ische L&auml;nder voneinander lernen k&ouml;nnen, um die Berufsausbildung zu verbessern und die Jugendarbeitslosigkeit zu bek&auml;mpfen<br>\nDie Jugendarbeitslosigkeit betr&auml;gt in einigen europ&auml;ischen L&auml;ndern fast 50 Prozent, w&auml;hrend sie in Deutschland vergleichsweise gering ist. Als eine Erkl&auml;rung hierf&uuml;r gilt oft das deutsche System der dualen Berufsausbildung, gebaut auf stabilen sozialen Wirtschafts- und Sozialbeziehungen. Doch auch hier gibt es gro&szlig;e Herausforderungen, denn laut der letzten Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit gab es einen Monat vor Beginn des Ausbildungsjahres noch &uuml;ber 120.000 unbesetzte Ausbildungsstellen, aber zugleich noch &uuml;ber 100.000 unversorgte Bewerber. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft K&ouml;ln (IW) in Kooperation mit der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Vodafone Stiftung arbeitet jetzt heraus, wo bei allen Unterschieden Gemeinsamkeiten bei der beruflichen Vorbereitung der Jugend Europas liegen und was die L&auml;nder voneinander lernen k&ouml;nnen.<br>\nLaut der Studie gibt es zwar nicht das &ldquo;eine&ldquo; ideale Ausbildungsmodell, das man auf alle L&auml;nder &uuml;bertragen kann, daf&uuml;r aber klare Erfolgsfaktoren, wie ein Berufsausbildungssystem m&ouml;glichst viele Jugendliche gut auf ihr Arbeitsleben in einem Europa ohne Grenzen vorbereitet.<br>\nErfolgsfaktoren eines gelungenen Berufsausbildungssystems:\n<ul>\n<li>Aktive Beteiligung der Unternehmen&hellip;<\/li>\n<li>Starke Einbindung der Sozialpartner&hellip;<\/li>\n<li>Hohe Mobilit&auml;t der Jugendlichen&hellip;<\/li>\n<li>Besseres Image f&uuml;r die Ausbildung und gezielte Berufsberatung&hellip;<\/li>\n<li>Spezielle Angebote f&uuml;r leistungsstarke und leistungsschwache Jugendliche&hellip;<\/li>\n<li>Durchl&auml;ssigkeit des gesamten Bildungssystems&hellip;<\/li>\n<li>St&auml;ndige Aktualisierung der Ausbildungsinhalte&hellip;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle 1: <a href=\"https:\/\/idw-online.de\/de\/news639888%20\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung im Informationsdienst Wissenschaft (idw)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_mbf_berufsausbildung_europa.pdf\">Die Studie [PDF &ndash; 3.7 MB]<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Wie Europas Jugendliche im Stich gelassen werden<\/strong><br>\nJeder f&uuml;nfte Jugendliche in Europa hat keine Arbeit, dabei fehlen &uuml;berall Fachkr&auml;fte. Eine neue Studie zeigt, was schiefl&auml;uft. [&hellip;]<br>\nSie sind jung, sie wohnen bei ihren Eltern, sie haben keine Perspektive. Millionen Jugendliche in Europa finden keinen Job. Anfang 2014 waren laut dem europ&auml;ischen Statistikamt Eurostat 5,5 Millionen junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren in der Europ&auml;ischen Union arbeitslos &ndash; eine Quote von 22 Prozent. Und das obwohl die L&ouml;sung des Problems offensichtlich scheint: eine fundierte Ausbildung.<br>\n&ldquo;Dennoch bleibt die Berufsausbildung in vielen L&auml;ndern noch weit hinter ihren M&ouml;glichkeiten zur&uuml;ck&rdquo;, hei&szlig;t es in einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in K&ouml;ln (IW) &ndash; eigentlich ein Institut, das den Arbeitgebern nahesteht. Allerdings wurde die Studie auch durch die Hans-B&ouml;ckler-Stiftung der Gewerkschaften finanziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/berufsausbildung-studie-wie-europa-es-besser-machen-kann-a-1058712.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wieder ein sch&ouml;nes Beispiel der Meinungsmache. Von einem &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo; steht im Text des Artikels kein Wort und in der Studie geht es auch nicht um einen wie immer auch gearteten &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo; oder das &ldquo;Europas Jugendliche im Stich gelassen werden&rdquo;, sondern um die Ausbildungssysteme in sieben europ&auml;ischen L&auml;ndern und wie gut es diese gelingt Jugendlichen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Durch die &Uuml;berschrift wird der Inhalt v&ouml;llig konterkariert. Wahrscheinlich ging es  einfach wieder einmal darum die neoliberale Phrase eines &ldquo;Fachkr&auml;ftemangels&rdquo; anzubringen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Stuttgart 21: Wer&rsquo;s glaubt, wird selig<\/strong><br>\nStuttgart 21 ist f&uuml;r Edzard Reuter ein Musterbeispiel daf&uuml;r, wie man die Lebensf&auml;higkeit der Demokratie aufs Spiel setzen kann. Das Bahnprojekt beruhe auf schlankweg erlogenen Behauptungen, schreibt er in seinem neuen Buch &ldquo;Eingemischt!&rdquo;. Kontext ver&ouml;ffentlicht vorab das Kapitel &uuml;ber Stuttgart 21.<br>\nIch sa&szlig; noch beim Fr&uuml;hst&uuml;ck, als an einem Sonntagmorgen das Telefon l&auml;utete. In der Leitung war ein h&ouml;rbar erregter deutscher Gro&szlig;manager. Ohne lange Vorrede &uuml;berfiel er mich mit der Warnung, ich solle &ldquo;nicht weiter gegen Stuttgart 21 z&uuml;ndeln&rdquo;. Wenige Wochen zuvor hatte ich ihm in der Tat geraten, sich nicht allzu vertrauensvoll auf seinen politischen Hauptaktion&auml;r zu verlassen, weil dieser das Schiff ohne Z&ouml;gern verlassen und den Kapit&auml;n daf&uuml;r verantwortlich machen werde, sollte sich herausstellen, dass es leckschlagen k&ouml;nnte. Das ist nun schon lange her. Seitdem hat sich die Lage grundlegend ver&auml;ndert, nicht nur durch eine Volksabstimmung, sondern auch dadurch, dass sich der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn unter dem offensichtlichen Einfluss ihres Gro&szlig;aktion&auml;rs dazu verleiten lie&szlig;, Kosten in einer H&ouml;he mit zu verantworten, die ihm vorher als unwirtschaftlich und damit als f&uuml;r das Unternehmen untragbar vorgetragen worden waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/medien\/238\/stuttgart-21-wer-s-glaubt-wird-selig-3203.html\">Edzard Reuter in Kontext Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der neue H&auml;userkampf<\/strong><br>\nZwei Wohnungskonzerne liefern sich eine &Uuml;bernahmeschlacht. Anleger k&ouml;nnen profitieren.<br>\nDie B&ouml;rse pflegt zuweilen eine martialische Sprache: &bdquo;&Uuml;bernahmeschlacht&ldquo; ist so ein Ausdruck, der immer dann gew&auml;hlt wird, wenn ein Unternehmen ein anderes gegen dessen Willen &uuml;bernehmen will. Rolf Buch, der Vorstandsvorsitzende des gr&ouml;&szlig;ten deutschen Wohnungskonzerns Vonovia, w&uuml;rde den Begriff zwar selbst nie in den Mund nehmen, aber am vergangenen Mittwoch hat der friedlich wirkende Mann mit dem sch&uuml;tteren Haar die gr&ouml;&szlig;te &Uuml;bernahmeschlacht begonnen, die Deutschland seit Jahren gesehen hat: Der Dax-Konzern Vonovia (noch bis vor kurzem unter dem Namen &bdquo;Deutsche Annington&ldquo; bekannt) will sich mit dem zweitgr&ouml;&szlig;ten Wohnungsunternehmen des Landes, Deutsche Wohnen mit Namen, zusammenschlie&szlig;en. Dort aber hat man dazu erkennbar keine Lust. Was die Sache kompliziert macht. Und aufregend f&uuml;r Aktion&auml;re und Mieter. Alle wollen wissen: Was kommt da auf uns zu?<br>\nNat&uuml;rlich kann dies niemand mit v&ouml;lliger Sicherheit sagen, aber viel spricht daf&uuml;r, dass die ganze Geschichte sich zu guter Letzt vor allem f&uuml;r eine Gruppe auszahlt &ndash; f&uuml;r die Aktion&auml;re von Vonovia.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/aktien\/anleger-koennen-von-vonovia-deutsche-wohnen-uebernahme-profitieren-13862568.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Deutlich mehr R&uuml;stungsexporte<\/strong><br>\nDie R&uuml;stungspolitik der Bundesregierung hat abermals scharfe Kritik hervorgerufen. Deutschland hat im ersten Halbjahr 2015 mehr Waffenexporte genehmigt als im selben Zeitraum des Vorjahres. Das Bundeskabinett billigte am Mittwoch in Berlin den diesj&auml;hrigen Zwischenbericht &uuml;ber die R&uuml;stungsexporte. Danach wurden in den ersten sechs Monaten Waffenausfuhren im Wert von 3,5 Milliarden Euro genehmigt. Im Jahr 2014 waren es im ersten Halbjahr 2,2 Milliarden Euro, im gesamten vorigen Jahr fast 4 Milliarden Euro. Die Opposition warf Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) Versagen vor und bem&auml;ngelte vor allem Exporte nach Saudi Arabien.<br>\nDem Bericht des Bundeswirtschaftsministeriums zufolge gingen etwas mehr als die H&auml;lfte der Exporte an Nato- und EU-L&auml;nder, die andere H&auml;lfte an Drittstaaten. Der Anstieg der Genehmigungen f&uuml;r Exporte in Nato- und EU-Mitgliedsl&auml;nder sei vor allem auf vier Tankflugzeuge f&uuml;r Gro&szlig;britannien zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Bei den Drittl&auml;ndern geht dem Bericht zufolge rund ein Viertel des Wertes der Ausfuhrgenehmigungen auf die Lieferung eines U-Boots an Israel zur&uuml;ck.<br>\nAber auch die Werte f&uuml;r andere L&auml;nder wie Saudi-Arabien sind gestiegen. Genehmigungen wurden auch f&uuml;r R&uuml;stungsg&uuml;ter an Syrien, in den Irak und f&uuml;r zwei Rettungs- und Mehrzweckschiffe an Russland erteilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/deutsche-ruestungsexporte-steigen-um-59-prozent-13868822.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Benjamin Netanjahus Geschichtsbild &ndash; Bis sich die Balken biegen<\/strong><br>\nMinisterpr&auml;sident Benjamin Netanjahu hat den fr&uuml;heren pal&auml;stinensischen Mufti von Jerusalem als spiritus rector des Holocaust bezeichnet. [&hellip;]<br>\nIn einer Rede vor dem Internationalen Zionistenkongress in Jerusalem erkl&auml;rte er am Dienstagabend, nicht Adolf Hitler sei der Hauptveranwortliche f&uuml;r den Massenmord an den Juden, sondern der pal&auml;stinensische Mufti von Jerusalem, Scheich Amin al-Husseini.<br>\nErst auf Anraten und Dr&auml;ngen des politischen und religi&ouml;sen F&uuml;hrers der Pal&auml;stinenser habe Hitler die sytematische Vernichtung der Juden angeordnet. Laut der Mitschrift auf der Webseite seines B&uuml;ros sagte Netanjahu: &bdquo;Hitler wollte die Juden zu dem Zeitpunkt nicht vernichten, sondern ausweisen.&ldquo; In der Rede selbst hat Netanjahu keine zeitliche Einordnung vorgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Benjamin-Netanjahus-Geschichtsbild\/!5241329\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das gro&szlig;e Bild hinter den t&auml;glichen Nachrichten<\/strong><br>\nDie Erz&auml;hlung des Westens &uuml;ber sich selbst bricht in sich zusammen. Man kann es mit jedem Tag deutlicher f&uuml;hlen: Hier kommt etwas an sein Ende. Die gro&szlig;e Erz&auml;hlung der unter dem Namen &ldquo;Der Westen&rdquo; verbundenen Nationen und deren selbst reklamierten Stellung in der Welt zerbricht an den Fakten. Denn die Kollision dieser Erz&auml;hlung des Westens &uuml;ber Demokratie und Freiheit mit seinem eigenen Tun bleibt selbst denen nicht mehr verborgen, die sich &uuml;ber offizielle Kan&auml;le im Mainstream-Journalismus informieren. Dort bleiben zwar die einzelnen Nachrichten unvermittelt nebeneinander stehen und es werden Diskussionen gef&uuml;hrt, die die Verbindung der einzelnen Neuigkeiten zu einem geordneten, systematischen Ganzen eher verhindern als bef&ouml;rdern. Es findet also das genaue Gegenteil von Journalismus statt. Doch auch dort, im Herzen der westlichen Propaganda, bleibt den Zuschauern und Lesern immer weniger das Auseinanderklaffen von berichteter Wirklichkeit und Realit&auml;t verborgen.<br>\nSo erscheint im Mainstream die Welt derzeit auf den ersten Blick als ungeordnet und chaotisch. Doch das berechtigte Misstrauen in die dortige Berichterstattung w&auml;chst und eine gr&ouml;&szlig;er werdende Zahl von Menschen versetzt sich inzwischen selbst in die Lage, aus den einzelnen Fragmenten eine konsistente Deutung herzuleiten. Dieses aus den Fragmenten zusammen getragene Bild muss allerdings jeden Glauben an den Westen in seinen Grundfesten ersch&uuml;ttern.<br>\nDer deutsche Ein-Themen-Journalismus wird derzeit von der Fl&uuml;chtlingskrise in Bann gehalten. Massenweise str&ouml;men Menschen nach Europa und nach Deutschland. Die im Mainstream entfachten und gef&ouml;rderten Diskussion hierzu, k&ouml;nnten absurder nicht sein. Da geht es um Belastungsfragen der Republik, so einen Unsinn wie neue V&ouml;lkerwanderung, um den Mindestlohn und um Fachkr&auml;ftemangel. Nur Nebelkerzen. Es geht um die merkw&uuml;rdig verschrobene und auch nicht haltbare Unterscheidung von politischen und Wirtschaftsfl&uuml;chtlingen. Als w&auml;re das Wirtschaftliche nicht immer auch in tiefer Weise politisch. Die Griechen k&ouml;nnen davon gerade ein ganz trauriges Lied singen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/logon-echon.com\/2015\/10\/19\/das-grosse-bild-hinter-den-taeglichen-nachrichten\/\">Gert Ewen Ungar<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>DFG-F&ouml;rderatlas 2015 &ndash; Hochschulfinanzierung in der Drittmittelfalle<\/strong><br>\n&bdquo;Wer einmal oben ist, bleibt dort auch&ldquo; &ndash; so das n&uuml;chterne Ergebnis im Gastbeitrag von Torsten Bultmann vom Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi). Er hat sich f&uuml;r Studis Onlinedas &bdquo;Ranking&ldquo; der DFG genauer angeschaut. Um das System der ungleichen Finanzierung der Hochschulen zu &auml;ndern, fordert Bultmann politischen Druck von der &Ouml;ffentlichkeit und dem akademischen Mittelbau.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-1881-dfg-foerderatlas-2015.php\">Studis Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&ldquo;Die Anstalt&rdquo; vom 20. Oktober 2015<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/2512084\/Die-Anstalt-vom-20.-Oktober-2015?bc=svp;sv1&amp;flash=off\">ZDF Mediathek<\/a>\n<p><strong>Dazu: Die Anstalt &ndash; Der Faktencheck<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDF\/zdfportal\/blob\/40647492\/1\/data.pdf\">ZDF [PDF &ndash; 113 KB]<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Vor dem Winter<\/strong><br>\nVon Joke Frerichs\n<blockquote><p>\nDie letzten Kraniche sind vor&uuml;ber gezogen<br>\nschaue ihnen lange nach<br>\ndas Holz ist gehackt die B&auml;ume beschnitten<br>\nselbst auf dem Friedhof ist Ruhe eingekehrt<br>\nNebel wie auf H&auml;nden getragen<br>\nlegt sich auf Wiesen und Felder<br>\nder Ofen ist angeheizt<br>\nder neue Wein ist in den Schl&auml;uchen<br>\nf&uuml;r Gespr&auml;che hat sich viel Stoff angeh&auml;uft<br>\nB&uuml;cher warten auf ihre Leser<br>\nnoch sind einige Briefe zu schreiben<br>\ngeduldig werden wir auf Antworten warten\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-28027","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/28027","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=28027"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/28027\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28030,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/28027\/revisions\/28030"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=28027"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=28027"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=28027"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}