{"id":2804,"date":"2007-12-01T11:37:49","date_gmt":"2007-12-01T10:37:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2804"},"modified":"2007-12-01T11:37:50","modified_gmt":"2007-12-01T10:37:50","slug":"hinweise-des-tages-538","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2804","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann <a href=\"?p=2804&amp;email=1\">weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Koalition gibt gr&uuml;nes Licht f&uuml;r Post-Mindestlohn<\/strong><br>\nDie Gewerkschaft Verdi und der von der Deutschen Post dominierte Arbeitgeberverband Postdienste (AGV) legten am Donnerstag einen neuen Tarifvertrag vor. Darin wird der Geltungsbereich auf Betriebe beschr&auml;nkt, die &ldquo;&uuml;berwiegend&rdquo; Briefsendungen bef&ouml;rdern. Damit seien Zeitungszusteller oder Taxi-Fahrer au&szlig;en vor, sagte AGV-Chef Wolfhard Bender der Agentur Reuters. Die Union sieht ihre Bedenken ausger&auml;umt. Kauder zufolge kann der Bundestag in zwei Wochen in der letzten Sitzungswoche in diesem Jahr die Ausweitung des Entsendegesetzes auf die Briefdienste verabschieden. Anschlie&szlig;end k&ouml;nnten die Lohnuntergrenzen von 8,00 bis 9,80 Euro zum Jahresanfang 2008 mit dem Wegfall des Briefmonopols f&uuml;r die Post f&uuml;r allgemeinverbindlich erkl&auml;rt werden. Der Wirtschaftsfl&uuml;gel seiner Fraktion k&uuml;ndigte aber Protest an. Die Lohnuntergrenzen w&uuml;rden dann auch f&uuml;r Konkurrenten der Post gelten, wie SPD-Chef Beck betonte. Die Post-Konkurrenten wie die PIN AG oder TNT Post lie&szlig;en ihre Haltung offen. Ihr Arbeitgeberverband Neue Brief- und Zustelldienste mit dem Pr&auml;sidenten Florian Gerster an der Spitze wollte sich erst am Freitag vor Journalisten &auml;u&szlig;ern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.today.reuters.com\/news\/newsArticle.aspx?type=topNews&amp;storyID=2007-11-29T163500Z_01_BON959675_RTRDEOC_0_DEUTSCHLAND-MINDESTLOHN-2-ZF.xml\">Reuters<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Mal sehen, wo jetzt der Pferdefu&szlig; steckt. Schon jetzt gibt es Ungereimtes:<br>\nW&auml;hrend Kurt Beck von vielen Hunderttausenden spricht, die vom Mindestlohn erfasst w&uuml;rden. Spricht der Arbeitgeberverbandschef von 175.000 bei der Post und von 60.000 bei den Konkurrenten. Dann hei&szlig;t es im neuen Tarifvertrag, die Lohnuntergrenzen sollten f&uuml;r alle Besch&auml;ftigten gelten, die 20 Prozent oder mehr ihrer Arbeitszeit mit dem Ausliefern von Briefen verbringen. Andererseits wird dar&uuml;ber gesprochen, dass nur die &bdquo;hauptamtlichen&ldquo; Briefzusteller erfasst seien &ndash; die Teilzeitbesch&auml;ftigten oder Niedrigl&ouml;hner also nicht?<br>\nWas macht die von den Zeitungsverlegern (Springer 65 %) beherrschte PIN AG oder die TNT.<br>\nWill der ehemalige rheinland-pf&auml;lzisches &bdquo;Sozialminister&ldquo; und Ex-Bundesagentur-Chef Gerster einen eigenst&auml;ndigen Tarifvertrag?<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Postdienstleister PIN ist in Schwierigkeiten &ndash; aber nicht wegen des drohenden Mindestlohns<\/strong><br>\nBisher stellte die Union sich auf die Seite der &ldquo;neuen&rdquo; Postdienstleister PIN und TNT. Diese argumentieren, ein Mindestlohn gef&auml;hrde Arbeitspl&auml;tze.<br>\nAn der PIN Group ist der Axel Springer Konzern mit 71,6 Prozent beteiligt. Erst im Juni dieses Jahres hatte das Verlagshaus Anteile im Wert von 510 Millionen Euro erworben. Offenbar rentiert sich das Postgesch&auml;ft jedoch weniger als erwartet. Laut Springer-Aufsichtsrat habe PIN Schwierigkeiten, sich auf dem Briefmarkt zu behaupten. Ein Mindestlohn macht das Gesch&auml;ft noch unattraktiver. Anfang November wurde bekannt, dass Springer sich bereits wieder von PIN trennen will. Der Verlag verhandelt nach Angaben des Handelsblatts mit dem ehemaligen niederl&auml;ndischen Post-Monopolisten TNT &uuml;ber einen Verkauf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/kompromiss-fuer-mindestlohn\/?src=TE&amp;cHash=1d01bd80e7\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wetten dass jetzt der Mindestlohn daf&uuml;r herhalten muss, wenn PIN verkauft wird!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Arbeitsmarkt im November<\/strong><br>\nDie Arbeitslosigkeit hat sich von Oktober auf November bundesweit um 55.000 auf 3.378.000 (West. -40.000 auf 2.225.000; Ost: -15.000 auf 1.154.000) verringert. Der R&uuml;ckgang fiel st&auml;rker aus als in den letzten Jahren (2004 bis 2006 monatsdurchschnittlich -21.000), allerdings geringer als im vergangenen November (-89.000). Saisonbereinigt errechnet sich eine Abnahme der Arbeitslosigkeit von -53.000. Der Trend kr&auml;ftiger saisonbereinigter Abnahmen setzt sich damit fort.<br>\nGegen&uuml;ber dem Vorjahr gab es im November 617.000 Arbeitslose weniger. Die g&uuml;nstige Entwicklung der Arbeitslosigkeit beruht vor allem auf der guten Konjunktur und dem damit verbundenen Aufbau sozialversicherungspflichtiger Besch&auml;ftigung. Au&szlig;erdem wird der Arbeitsmarkt durch ein r&uuml;ckl&auml;ufiges Arbeitskr&auml;fteangebot entlastet, das nach neuesten Sch&auml;tzungen des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) 2007 jahresdurchschnittlich um 73.000 abnimmt.<br>\nNach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbst&auml;tigen (nach dem Inlandskonzept) im Oktober saisonbereinigt um 33.000 gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung hat nach Daten der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit im September saisonbereinigt um 42.000 zugenommen. Nicht saisonbereinigt hat die Erwerbst&auml;tigkeit nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes von September auf Oktober um 180.000 auf 40,36 Millionen zugenommen. Gegen&uuml;ber dem Vorjahr ist das ein Anstieg um 682.000. Die sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung lag im September nach der Hochrechnung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit bei 27,45 Millionen; gegen&uuml;ber dem Vorjahr war das ein Zuwachs von 577.000. Dabei entf&auml;llt weiterhin etwa die H&auml;lfte der Besch&auml;ftigungszunahme auf sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen. <strong>Die Zahl der ausschlie&szlig;lich geringf&uuml;gig entlohnt Besch&auml;ftigten betrug nach ersten Hochrechnungen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit im August 4,79 Millionen, 12.000 mehr als vor einem Jahr.<\/strong> Au&szlig;erdem gab es einen Anstieg bei den Selbst&auml;ndigen. Die Zahl der Besch&auml;ftigten in Arbeitsgelegenheiten war dagegen weiter r&uuml;ckl&auml;ufig.<br>\nNeben den gemeldeten offenen Stellen kennt die Bundesagentur noch zus&auml;tzliche Stellen, unter anderem gemeldet aus der privaten Arbeitsvermittlung sowie aus ihrer Job-B&ouml;rse und dem Job-Roboter. Zusammen waren das im November 942.000 Stellen, 136.000 mehr als vor einem Jahr.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.arbeitsagentur.de\/nn_27030\/zentraler-Content\/Pressemeldungen\/2007\/Presse-07-075.html\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.pub.arbeitsamt.de\/hst\/services\/statistik\/000000\/html\/start\/monat\/aktuell.pdf\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit Monatsbericht [PDF &ndash; 948 KB]<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Na klar, das ist erfreulich, wenn es auf dem Arbeitsmarkt eine Aufw&auml;rtsentwicklung gibt.  &Auml;rgerlich ist jedoch, wenn die Situation sch&ouml;n geredet wird und wenn die leichte Verbesserung dann gleich als &bdquo;Erfolg von Franz M&uuml;ntefering, Gerhard Schr&ouml;der und der Agenda 2010&ldquo; (Die Welt) und der neue Arbeitsminister meint, dar&uuml;ber &bdquo;stolz&ldquo; sein zu m&uuml;ssen. Die Politik feiert die besseren Zahlen aus N&uuml;rnberg, verschweigt aber die Ursachen: &bdquo;Die g&uuml;nstigen konjunkturellen Rahmenbedingungen zeigen weiterhin deutliche Wirkungen auf dem Arbeitsmarkt&hellip;Hauptgrund f&uuml;r die Abnahme der Arbeitslosenzahl ist das positive konjunkturelle Umfeld, au&szlig;erdem spielt der R&uuml;ckgang des Arbeitskr&auml;fteangebots eine Rolle.&ldquo; Von den Wirkungen der Reformpolitik ist nirgendwo die Rede.<br>\nUnbefriedigend ist, dass nur die H&auml;lfte des Besch&auml;ftigungsplus auf sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen f&auml;llt, d.h. umgekehrt, dass die andere H&auml;lfte auf Teilzeitstellen, Mini- oder Niedriglohnjobs oder Teilzeitarbeit f&auml;llt. &bdquo;Die Zahl der <strong>ausschlie&szlig;lich geringf&uuml;gig entlohnt Besch&auml;ftigten<\/strong> hat nach ersten Hochrechnungen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit im September 4,79 Mio betragen, 12.000 mehr als vor einem Jahr. Dar&uuml;ber hinaus &uuml;bten 2,09 Mio sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte zus&auml;tzlich einen <strong>geringf&uuml;gig entlohnten Nebenjob<\/strong> aus, gegen&uuml;ber dem Vorjahr 123.000 mehr.&ldquo;<br>\nInsgesamt erhielten 2.768.000 erwerbsf&auml;hige Hilfebed&uuml;rftige Arbeitslosengeld II, ohne arbeitslos zu sein.<br>\nNach wie vor unerfreulich ist auch, dass die Arbeitslosenquote in <strong>Ostdeutschland<\/strong> mit 13,4 Prozent doppelt so gro&szlig; ist wie im <strong>Westen<\/strong> mit 6,7 Prozent.<br>\nObwohl auch da eine Verbesserung eingetreten ist, hat Deutschland hat immer noch innerhalb der alten EU-L&auml;nder mit den h&ouml;chsten Anteil an Langzeitarbeitslosen. Die hochgerechnete Zahl der <strong>Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger<\/strong> hat sich von Oktober auf November um 22.000 auf 5.135.000 Empf&auml;nger verringert. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 176.000 oder nur 3 Prozent weniger Leistungsempf&auml;nger.<br>\nUm so unverst&auml;ndlicher ist es, wenn die Bundesagentur etwa berichtet: &ldquo;Im Bereich der Besch&auml;ftigung schaffenden Ma&szlig;nahmen verringerten sich die Best&auml;nde an Teilnehmern &ndash; vor allem durch das Auslaufen der Strukturanpassungsma&szlig;nahmen (SAM) &ndash; im Vergleich zum November 2006 um 30 Prozent. Bei den besch&auml;ftigungsbegleitenden Leistungen sanken die Teilnehmerzahlen, bedingt durch das Auslaufen des &Uuml;berbr&uuml;ckungsgeldes und des Existenzgr&uuml;ndungszuschusses, um 21 Prozent.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>In kaum einer Meldung fehlt der Hinweis: Arbeitslosigkeit auf niedrigstem Stand seit 1993<\/strong><br>\nDazu eine kleine Erg&auml;nzung (Sie bezieht sich auf den September in den Jahren 1993 und 2007, da bisher noch nicht alle entsprechenden Daten f&uuml;r den November 2007 vorliegen.):<br>\nIm September 1993 wurden insgesamt 3.447.223 Arbeitslose registriert. Im September 2007 waren es 3.543.368, also &bdquo;lediglich&ldquo; 96.145 mehr als 14 Jahre zuvor. Dar&uuml;ber wird berichtet. Nicht oder kaum wahrnehmbar wird &uuml;ber die beiden folgenden Ver&auml;nderungen berichtet: Im September 1993 waren 28.809.353 Frauen und M&auml;nner sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt. 1.870.281 (registrierte und nicht registrierte) Arbeitslose hatten Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III). 14 Jahre sp&auml;ter, im September 2007, waren nur noch 27.446.400 Frauen und M&auml;nner sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt. Und nur noch 949.073 hatten einen Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld.<br>\nIm 14-Jahresvergleich: 1.362.953 weniger sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte und<br>\n921.208 weniger Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen &ndash; aber &bdquo;nur&ldquo; 96.145 mehr registrierte Arbeitslose.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arbeitnehmerkammer.de\/sozialpolitik\/doku\/01_aktuell\/ticker\/2007\/2007_11_30_biaj.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe e.V. (BIAJ) [PDF &ndash; 104 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Dierk Hirschel: &raquo;Die Politik hat keinerlei Anteil am Aufschwung&laquo;<\/strong><br>\nDie Fakten belegen, dass der Agenda-Aufschwung vergleichsweise besch&auml;ftigungsarm ausf&auml;llt. Zwischen 1998 und 2000 schufen die Firmen mehr als 1,4 Millionen neue Arbeitspl&auml;tze, und das trotz des angeblich verkrusteten Arbeitsmarktes und trotz der damals h&ouml;heren Steuer- und Abgabenlast. Im letzten Aufschwung wurden fast 150000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsverh&auml;ltnisse mehr geschaffen als heute. Zwar werden heute mehr Arbeitsstunden geleistet als noch vor sieben Jahren. Nur verteilen die sich auf weniger Besch&auml;ftigte, wovon viele nur noch geringf&uuml;gig entlohnt werden, obwohl sie zum Teil l&auml;nger und h&auml;rter arbeiten.<br>\nTats&auml;chlich sind die Sozialversicherungsbeitr&auml;ge mit der Agenda 2010 um magere 0,8 Prozent zur&uuml;ckgegangen. Da&szlig; eine derart minimale Entlastung die Investitionen angeheizt haben k&ouml;nnte, behaupten nicht einmal liberale &Ouml;konomen. Auch steuerpolitisch hat die Agenda die Wirtschaft nicht angekurbelt. Nach der Mehrwertsteuererh&ouml;hung liegt heute die Steuerlast sogar &uuml;ber dem Stand von 2003, als das Reformwerk vorgestellt wurde. Und dennoch w&auml;chst die Wirtschaft. Das beweist nur einmal mehr, da&szlig; es keinen systematischen Zusammenhang zwischen der Steuer- und Abgabenlast einerseits und der Besch&auml;ftigungsentwicklung anderseits gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/11-30\/054.php?print=1\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Claus Sch&auml;fer (WSI): Zur Einkommensentwicklung 2006<\/strong><br>\nBekommt die Politik doch ein schlechtes verteilungspolitisches Gewissen &ndash; wie es die Debatte um die Verl&auml;ngerung des Arbeitslosengeld I-Bezugs scheinbar anzeigt? Beginnt etwa die Abkehr von der Umverteilung von unten nach oben? Tats&auml;chlich nicht: Den bekundeten Gewissensbissen bzw. angek&uuml;ndigten Korrekturvorhaben folgen bisher kaum Taten. Und selbst die reale Umsetzung der bisherigen Ank&uuml;ndigungen w&uuml;rde keinen wirklichen Politikwechsel bedeuten. Zu dominant ist die Fortsetzung der Ungleichheit, insbesondere durch die erneute Steuerentlastung von hohen Einkommen und den anhaltenden Anstieg von Armut &ndash; und deshalb zu sp&uuml;rbar das Ausbleiben eines nachhaltigen Wachstums. Dies zeigen auch j&uuml;ngste verf&uuml;gbare empirische Informationen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/wsimit_2007_11_schaefer(1).pdf\">WSI-Mitteilungen [PDF &ndash; 212 KB]<\/a>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Nettolohnquote von 56 auf 39 Prozent gesunken &ndash; Arbeitnehmer werden offenbar auch dieses Jahr &auml;rmer<\/strong><br>\nDer Anteil der L&ouml;hne am Volkseinkommen ist offenbar auch im Wirtschaftsaufschwung weiter zur&uuml;ckgegangen. Das ergibt sich jedenfalls aus dem neuen Verteilungsbericht, den das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung am 29. November vorstellte. Die &ouml;ffentliche Abgabenpolitik trage zur Einkommens-Ungleichheit bei, indem sie weiterhin vor allem die Masseneinkommen belaste, so Studien-Autor Claus Sch&auml;fer. &ldquo;Die Verteilungs-Schieflage und vor allem die wachsende Einkommens-Armut sind eine schwerwiegende Hypothek f&uuml;r Wirtschaft und Gesellschaft&rdquo;, meint Sch&auml;fer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ngo-online.de\/ganze_nachricht.php?H=N&amp;Nr=17046\">ngo online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Kommt der Aufschwung bei den Menschen nicht an?<\/strong><br>\nDie Bundesregierung lobte sich und das Wirtschaftswachstum, die Arbeitnehmer m&uuml;ssen aber mit einem Reallohnverlust rechnen, w&auml;hrend das Einkommen aus Verm&ouml;gen und Gewinnen weiter w&auml;chst.<br>\nBundeskanzlerin Merkel, die wegen ihrer Abstinenz in innenpolitischen Fragen immer mehr in die Schusslinie ger&auml;t und deren Politikstil den Scheitel des Erfolgs &uuml;berwunden haben d&uuml;rfte, hatte sich und ihre Regierung gestern gelobt. In der Generaldebatte des Deutschen Bundestages zum Haushalt 2008 gab die Bundeskanzlerin viele Allgemeinpl&auml;tze von sich und versuchte, im Einklang mit dem Koalitionspartner SPD, den Aufschwung als ihren Erfolg darzustellen. Auf der Webseite der Bundesregierung wird ihr Beitrag unter dem Titel &bdquo;Der Aufschwung kommt bei den Menschen an&ldquo; summiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/26\/26719\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Einzelhandelsumsatz im Oktober 2007 real um 0,6% gesunken <\/strong><br>\nNach vorl&auml;ufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes setzte der Einzelhandel in Deutschland im Oktober 2007 nominal 1,0% mehr und real 0,6% weniger um als im Oktober 2006. Der Oktober 2007 hatte mit 26 Verkaufstagen einen Verkaufstag mehr als der Oktober 2006.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2007\/11\/PD07__485__45241,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Alles andere w&auml;re nach den Fakten aus den vorigen Hinweisen auch ein Wunder.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Prek&auml;re Jobs weltweit im Trend?<\/strong><br>\nImmer mehr befristete Stellen, immer weniger Tarifbindung: Rund um den Globus sei es f&uuml;r die Menschen schwieriger geworden, &ldquo;anst&auml;ndige Arbeit&rdquo; zu finden, beklagt der Weltsozialbericht der Vereinten Nationen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1250797&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell&amp;em_ivw=fr_wirstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/daccessdds.un.org\/doc\/UNDOC\/GEN\/N07\/443\/50\/PDF\/N0744350.pdf?OpenElement\">daccessdds.un.org<\/a>\n<p><strong>Auszug:<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>So sei weltweit ein Trend zu prek&auml;ren Jobs, etwa befristeten Stellen, zu beobachten. Tarifvertr&auml;ge verl&ouml;ren an Bedeutung, stattdessen m&uuml;ssten die Menschen &ouml;fter ihre Arbeitsbedingungen individuell aushandeln. Dies f&uuml;hre zu einer Machtverschiebung zugunsten der Arbeitgeber.<br>\n(&hellip;)<br>\nDie Zahl der Erwerbst&auml;tigen hat mit 40,26 Millionen Menschen sogar einen neuen Rekordwert erreicht. Es gibt heute auch viel mehr sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte als fr&uuml;her, n&auml;mlich 27,5 Millionen und damit fast 600 000 mehr als vor einem Jahr. Dagegen gibt es weniger Ein-Euro-Jobs. Soweit die guten Nachrichten.<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> So lobenswert ist, &uuml;ber den Sozialbericht der Vereinten Nationen zu berichten, es bleibt anzumerken, dass es hier nicht um einen vom Himmel gefallenen Trend geht, sondern zumindest bei uns in Deutschland um eine bewusst herbeigef&uuml;hrte oder zumindest gef&ouml;rderte Schw&auml;chung der Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt. Seit 25 Jahren wurden z.B mit der Geldpolitik und der Fiskalpolitik immer wieder konjunkturelle Erholungen abgebrochen. Und die Politik hat ma&szlig;geblich zur F&ouml;rderung von Niedriglohnsektor und Minijobs beigetragen.<br>\nDie Behauptung, es gebe heute &bdquo;viel mehr sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte als fr&uuml;her&ldquo; ist schlicht unwahr. Es gab im Jahre 1990 30 Millionen, im Jahre 1992 29,3, im Jahr 1997 27,5 und im Jahr 2005 26,2 Millionen sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigter. Schon bei Kohl ging es bergab, bei Schr&ouml;der immer weiter. Das war die Folge makro&ouml;konomischen Versagens und der bewusst erkl&auml;rten Zielsetzung, einen Niedriglohnsektor zu schaffen. Da kann man doch nicht einfach nur so von &bdquo;Trend&ldquo; reden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutsche leisten 1,474 Milliarden &Uuml;berstunden<\/strong><br>\n Das Anziehen der Konjunktur wirkt sich nun auch auf die Arbeitszeit aus: Die Zahl der &Uuml;berstunden ist deutlich angestiegen.<br>\nIn diesem Jahr werden es nach Berechnungen des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in N&uuml;rnberg 1,474 Milliarden bezahlte &Uuml;berstunden sein gegen&uuml;ber 1,413 im Vorjahr. F&uuml;r 2008 erwartet das Institut sogar einen weiteren Anstieg auf 1,508 Milliarden.<br>\nEin Sprecher des IAB best&auml;tigte, dass statistisch gesehen in diesem Jahr jeder Arbeitnehmer 41,8 &Uuml;berstunden leistet. Nach Einsch&auml;tzung von Experten kommt auf jede bezahlte im Schnitt eine unbezahlte oder statistisch nicht erfasste weitere &Uuml;berstunde hinzu. Vor allem im Dienstleistungsbereich werden im Unterschied zur gewerblichen Arbeit die &Uuml;berstunden oft nicht berechnet und vielfach auch nicht bezahlt. Auch bei Gleitzeit oder Arbeitszeitkonten flie&szlig;en sie in der Regel nicht in die Berechnungen ein. Somit d&uuml;rfte die Zahl der tats&auml;chlich geleisteten &Uuml;berstunden doppelt so hoch sein wie in der Statistik ausgewiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.personal-magazin.de\/SID21.DO4K90dO3SY\/newsDetails?newsID=1195824311.39&amp;d_start:int=0&amp;\">Personal-Magazin<\/a><\/li>\n<li><strong>ALG I nur f&uuml;r jeden f&uuml;nften Arbeitslosen<\/strong><br>\nImmer weniger Arbeitslose erhalten Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung. Im Oktober hatte noch nicht einmal jeder f&uuml;nfte Erwerbslose Anspruch auf diese Versicherungsleistung. Von den 3,43 Millionen Arbeitslosen bekamen nur 645 000 das Arbeitslosengeld I. Das sind 18,8 Prozent aller registrierten Arbeitslosen. Keine andere Sozialversicherung sichert die Versicherten im Risikofall so wenig ab wie die Arbeitslosenversicherung, urteilt der DGB-Arbeitsmarktexperte Wilhelm Adamy.<br>\nEr f&uuml;hrt diese Entwicklung unter anderem darauf zur&uuml;ck, dass immer weniger Arbeitnehmer vor der Arbeitslosigkeit ausreichend Versicherungszeiten erwerben k&ouml;nnen. Oder mit anderen Worten: Immer mehr sind nicht in einem Dauerarbeitsverh&auml;ltnis, sondern m&uuml;ssen befristete Arbeitsverh&auml;ltnisse akzeptieren. Nach Adamys Berechnungen ist die Zahl der ALG-I-Bezieher in den vergangenen zwei Jahren nahezu doppelt so stark gesunken wie die Zahl der Arbeitslosen insgesamt. Ein Grund f&uuml;r den R&uuml;ckgang ist die seit Februar geltende K&uuml;rzung des Arbeitslosengeldes f&uuml;r &Auml;ltere, die die Koalition jetzt korrigiert hat. Nicht nur die Zahl der Empf&auml;nger von ALG I sinkt, sondern auch die H&ouml;he der Unterst&uuml;tzung. Sie lag im August im Durchschnitt bei 751 Euro. Das sind 17 Euro weniger als noch im Dezember. Die Ausgaben f&uuml;r das ALG I sinken, so Adamy, auf den niedrigsten Stand seit 1992. Fast jeder zehnte Bezieher bekommt so wenig Geld, dass er es mit Hartz IV (ALG II) aufstocken muss, um auf das Existenzminimum zu kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/html\/artikel\/1195816850523.shtml\">K&ouml;lner Stadt-Anzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Kein Wunder, dass die Arbeitsagentur &Uuml;bersch&uuml;sse macht. Diese Zahlen zeigen jedoch, dass nicht nur das Vertrauen der Arbeitnehmer in &bdquo;ihre&ldquo; Arbeitslosenversicherung zerst&ouml;rt wurde, sondern zunehmend d&uuml;rfte auch ihre Akzeptanz verloren gehen. Wozu sollte man denn noch Beitr&auml;ge bezahlen, wenn man auch mit schon mit dem Arbeitslosengeld I mehr und mehr in die Bed&uuml;rftigkeit f&auml;llt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Studie: Arbeitsmarktreformen bringen nichts<\/strong><br>\nDie Auswirkungen umfangreicher Strukturreformen auf die Konjunktur wurden bislang kaum systematisch untersucht. Die Forschungsinstitute Prognos, BAK Basel Economics und IAW T&uuml;bingen gingen nun in einer umfangreichen Studie diesem Aspekt von Reformen nach.<br>\nDie multivariaten Analysen liefern &hellip; keinen empirischen Beweis f&uuml;r mittelfristig positive Besch&auml;ftigungseffekte von Arbeitsmarktderegulierungen. Bei einem Teil der &ldquo;verd&auml;chtigen&rdquo; Faktoren wie etwa der Dauer und H&ouml;he von Lohnersatzleistungen, dem K&uuml;ndigungsschutz und dem Abgabenkeil konnten keine eindeutigen Effekte ermittelt werden, w&auml;hrend eine St&auml;rkung der koordinierten Lohnverhandlungen und ein h&ouml;herer gewerkschaftlicher Organisationsgrad unseren Sch&auml;tzungen zufolge sich sogar positiv (wenn auch teilweise nur schwach) auf die Besch&auml;ftigung auswirken.<br>\nDieses Teilergebnis unserer Untersuchung mag &uuml;berraschen, es best&auml;tigt jedoch die kritischen Einsch&auml;tzungen anderer Autoren. Deren Untersuchungen zufolge weisen die oft als Kronzeugen f&uuml;r Arbeitsmarktreformen herangezogenen Mehr-L&auml;nder-Studien aus dem Umfeld der OECD oder des IMF bez&uuml;glich ihrer Sch&auml;tzergebnisse erhebliche Schw&auml;chen auf. Den betreffenden Studien ist eine ausgepr&auml;gte Diskrepanz zwischen der Eindeutigkeit der Untersuchungsergebnisse und der Unbedingtheit der gezogenen politischen Schlussfolgerungen zu attestieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1250723&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/dokumentation&amp;em_ivw=fr_doku&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Eine hochinteressante Studie, die auch endlich mal Klartext mit den &bdquo;Kronzeugen&ldquo; der Arbeitsmarktderegulierung redet, die nach dem Motto vorgingen: Je schw&auml;cher die Argumente, desto lauter und &ouml;fter muss man sie wiederholen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Reichland, unterirdisch<\/strong><br>\nOECD-Studie zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Benachteiligung von Frauen im Berufsleben ma&szlig;gebliche Ursache f&uuml;r hohe Kinderarmut in Deutschland<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/11-30\/038.php?print=1\">junge Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/dataoecd\/20\/18\/39696251\">OECD<\/a><\/li>\n<li><strong>Globalisierung st&ouml;&szlig;t auf Skepsis<\/strong><br>\nDen Deutschen ist die Globalisierung nicht geheuer. Nur eine Minderheit sieht in einer Wirtschaft ohne Grenzen einen Vorteil. Die Mehrheit hingegen f&uuml;rchtet um soziale Sicherheit und Jobs im Exportweltmeisterland. Der Staat soll daher wichtige deutsche Unternehmen vor &Uuml;bernahmen aus dem Ausland sch&uuml;tzen. Das sind die zentralen Ergebnisse einer repr&auml;sentativen Umfrage des Ipos-Instituts Mannheim im Auftrag des Bundesverbandes deutscher Banken, die der Frankfurter Rundschau exklusiv vorliegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1250130\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Thomas Fricke: Wer den Dollar heimlich st&uuml;rzt<\/strong><br>\nWenn die Kurse so stark vom Saldo euroamerikanischer Zinserw&auml;gungen abh&auml;ngen, wirkt es absurd, wie relativ unbeteiligt sich die Geldh&uuml;ter derzeit geben und alte geldpolitische Gewohnheiten pflegen. Wenn der Euro auf 1,50 $ schie&szlig;t, liegt das, kurz gefasst, auch daran, dass Euro-H&uuml;ter sich weniger berufen f&uuml;hlen, wirtschaftliche Krisen zu verhindern, als ihre US-Kollegen. Und es hinnehmen, wenn in der Finanzkrise Geldmarktzinsen und Euro-Kurse bedenklich teurer werden. Obwohl die Inflation in Europa derzeit (trotz allem) noch niedriger ist als in den USA; in Deutschland l&auml;ge sie ohne den einmaligen Effekt h&ouml;herer Mehrwertsteuern und Studiengeb&uuml;hren ohnehin unter zwei statt bei drei Prozent. Trotz &Ouml;lpreisschocks.<br>\nEs w&uuml;rde lohnen, die Zinsperspektiven transatlantisch enger abzustimmen und zu korrigieren. Indem die Euro-H&uuml;ter zum Abbau &uuml;berzogener Inflationspanik beitragen und signalisieren, dass sie ihr e Zinsen mangels wirklich ernster Inflationsgefahr auch senken, wenn die Konjunktur zu kippen droht. Und die Fed die Erwartungen der M&auml;rkte umgekehrt bremst, wonach die US-Zinsen bis n&auml;chstes Jahr um einen weiteren ganzen Prozentpunkt fallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/285852.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundesbank warnt vor Risiken am Finanzmarkt<\/strong><br>\nDie Kreditkrise in den USA wird zur langfristigen Bedrohung: Die Bundesbank warnt vor deutlich h&ouml;heren Risiken am Markt. Betroffen sind vor allem Gro&szlig;banken. Den Aufschwung in Deutschland sieht die Notenbank aber nur in Gefahr, sollten mehrere Risikofaktoren gleichzeitig wirksam werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,520384,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Jetzt warnt die Bundesbank. Warum hat sie nicht davor gewarnt, als erkennbar war, dass viele der neuen Finanzprodukte unseri&ouml;s sind und dass die Aufbl&auml;hung des Kapitalmarktes mit solchen Produkten rein spekulativer Art im Desaster enden m&uuml;ssen, wenn das Kettenbriefspiel durchschaut wird und zusammenbricht? Warum leisten wir uns einen teuren Bundesbankpr&auml;sidenten und den ganzen Aufwand von Bundesbank und EZB, wenn eine so problematische Entwicklung nicht rechtzeitig erkannt und unterbunden wird? Tats&auml;chlich stecken die Zentralbanker geistig mit den spekulativen Investmentbankern und Hedgefonds unter einer Decke. Es passt ins Bild, dass der fr&uuml;here Chefvolkswirt der EZB heute f&uuml;r Goldman Sachs arbeitet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ex-Verfassungsrichter Dieter Grimm: Im Kampf gegen den Terrorismus l&auml;uft der Staat Gefahr, die Freiheit der Sicherheit zu opfern<\/strong><br>\nWenn man im Kampf gegen den Terrorismus zu denselben Mitteln greift, welche die Terroristen anwenden, gibt man den grundlegenden Unterschied zu ihnen auf. Es ist dieser Widerspruch zu den eigenen obersten Prinzipien, der es verbietet, sie gegen&uuml;ber ihren Ver&auml;chtern zu missachten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2007\/49\/Schaeuble-Antwort?page=all\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundesrat beschlie&szlig;t Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nTrotz anhaltender Proteste werden Telefon- und Internetdaten k&uuml;nftig ein halbes Jahr lang gespeichert und neue Regeln f&uuml;r die Telefon&uuml;berwachung eingef&uuml;hrt. Der Bundesrat billigte das umstrittene Gesetz am Freitag in Berlin, so dass es zum 1. Januar in Kraft treten kann.<br>\nAuch Telefonate von Anw&auml;lten, &Auml;rzten und Journalisten d&uuml;rfen unter bestimmten Bedingungen abgeh&ouml;rt werden. Das Land Berlin scheiterte mit einem Antrag, auch f&uuml;r diese Berufsgruppen einen besonderen Schutz durchzusetzen.<br>\nMit der Datenspeicherung wird eine Vorgabe umgesetzt, die die Europ&auml;ische Union nach den Terroranschl&auml;gen von Madrid 2004 beschlossen hatte. Die bei den Telekommunikationsunternehmen gespeicherten Verbindungsdaten sollen Fahnder zu Hinterm&auml;nnern f&uuml;hren. Erfasst werden Rufnummer, Uhrzeit, Datum der Verbindung, bei Handys auch der Standort zu Beginn des Gespr&auml;chs. Die Internetdaten werden ab 2009 festgehalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1251240&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/thema_des_tages\/thema_des_tages&amp;em_ivw=dpa_thema&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Peter Grottian: &ldquo;Generalbundesanw&auml;ltin Harms hat kein Augenma&szlig;&rdquo;<\/strong><br>\n Die Nachricht war eine Ohrfeige f&uuml;r Generalbundesanw&auml;ltin Monika Harms: Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass die linksextreme &ldquo;Militante Gruppe&rdquo; nicht mehr als terroristische Vereinigung eingestuft werden darf. stern.de sprach dar&uuml;ber mit dem Politikwissenschaftler Peter Grottian.<br>\n&ldquo;Der Bundesgerichtshof hat den sicherheitszugerichteten Rechtstaat ein wenig gebremst. Das ist ganz klar eine Zur&uuml;ckweisung von Frau Harms&rsquo; Augenma&szlig;losigkeit. Es gab keine konkreten Anhaltspunkte f&uuml;r die Bildung einer terroristischen Vereinigung durch die &ldquo;Militante Gruppe&rdquo;. Und trotzdem hat man das Scheunentor ge&ouml;ffnet und das ganze Sammelsurium an Ma&szlig;nahmen angewandt. Die Generalbundesanw&auml;ltin wurde offensichtlich miserabel unterrichtet. Dennoch hat sie auf Basis eines Anfangsverdachts eines Anfangsverdachts von einem Anfangsverdacht die Grundrechte massiv und fundamental verletzt. Auch Frau Harms muss sorgf&auml;ltig begr&uuml;nden, warum sie derartige Schritte veranlasst. In diesem Fall hat sie ihre Sorgfaltspflicht grob fahrl&auml;ssig verletzt.<br>\nMan muss die Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit wahren. Die Einstufung als terroristische Vereinigung bringt harte Einschnitte in die Grundrechte mit sich. Niemand bestreitet, dass al Kaida eine Bedrohung ist. Aber dass die Terror-Abwehr zu einem solchen Sicherheitswahn f&uuml;hrt, ist schon bedenklich. Man darf den Rechtstaat nicht zu Tode sch&uuml;tzen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:Militante-Gruppe-Harms-Augenma%C3%9F\/603890.html?pr=1\">Stern<\/a><\/li>\n<li><strong>Nordrhein-Westfalens Innenminister Wolf f&uuml;hrt eine Abschreckungsgeb&uuml;hr ein, damit sich B&uuml;rger weniger h&auml;ufig gegen b&uuml;rokratische Fehlentscheidungen wehren<\/strong><br>\nIm November wurde in Nordrhein-Westfalen still und heimlich das Widerspruchsverfahren in den meisten Verwaltungsbereichen abgeschafft. Vor dem Inkrafttreten wurde die unter dem grob irref&uuml;hrenden Namen &ldquo;B&uuml;rokratieabbaugesetz II&rdquo; verpackte Gesetzes&auml;nderung praktisch nicht &ouml;ffentlich debattiert &ndash; weder von regionalen noch von &uuml;berregionalen Medien. Mit der neuen Regelung kehrt ein St&uuml;ck Obrigkeitsstaat zur&uuml;ck: wer sich beschweren will, muss erst einmal zahlen. Und nicht zu knapp. Selbst wenn die Beh&ouml;rde ganz offensichtliche Fehler gemacht hat. Das schreckt ab &ndash; und das soll offenbar auch abschrecken. Ein anderer Zweck der Abschaffung des bew&auml;hrten Verfahrens ist n&auml;mlich schwer denkbar, auch wenn die Regelung in ein Gesetz mit dem irref&uuml;hrenden Namen &ldquo;B&uuml;rokratieabbaugesetz II&rdquo; verpackt wurde. Tats&auml;chlich handelt es sich nicht um den Abbau von B&uuml;rokratie, sondern um den Abbau von Rechtsstaat &ndash; und um eine geh&ouml;rige St&auml;rkung der Macht der B&uuml;rokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/26\/26726\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Millionen f&uuml;r die Stiftungsuni Frankfurt<\/strong><br>\nDie Vereinbarung legt wechselseitige Verpflichtungen zwischen Land und Uni fest und gilt vorerst bis zum Dezember 2012. Sie besteht aus f&uuml;nf Komponenten. Da ist zun&auml;chst die Grundfinanzierung, die das Land Hessen der Hochschule gew&auml;hrt, insbesondere f&uuml;r Bau- und Ger&auml;teinvestitionen. Das sieht der Hochschulpakt so vor. Das Land will sich au&szlig;erdem an der Schaffung des Grundstockverm&ouml;gens f&uuml;r die Stiftungsuni beteiligen, daf&uuml;r ist eine Summe von 20 Millionen Euro vorgesehen. Beschlossen ist au&szlig;erdem, dass die Landesregierung im Rahmen so genannter &ldquo;Matching-Fonds&rdquo; zu jedem durch Stiftungen eingeworbenen Euro einen weiteren Euro bis zu einer Gesamtsumme von 50 Millionen zur Verf&uuml;gung stellt. Zus&auml;tzlich erh&auml;lt die Universit&auml;t einen Zuschuss f&uuml;r die Bauunterhaltung der Geb&auml;ude, die am 1. Januar in ihr Eigentum &uuml;bergehen. F&uuml;r das Jahr 2008 betr&auml;gt dieser Zuschuss 2,1 Millionen Euro. F&uuml;r jeden Professor, der in einem Angestelltenverh&auml;ltnis zur Uni steht, erh&auml;lt die Hochschule 25 000 Euro. F&uuml;r die damit verbundene Pflicht zur Abf&uuml;hrung von Beitr&auml;gen an die Sozialkassen &ndash; anders als bei beamteten Professoren haben sie keinen Pensionsanspruch dem Land gegen&uuml;ber &ndash; wird Hessen entsprechende Mittel zur Verf&uuml;gung stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/frankfurt_und_hessen\/campus\/?cnt=1250425\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Stiftungsuni hei&szlig;t: Der Staat ist nur noch der Zahlmeister einer ansonsten wie ein privates Unternehmen agierenden Uni. Die Gesellschaft, der Steuerzahler, das Parlament haben keinerlei Einfluss mehr und die Stiftungsuni ihnen gegen&uuml;ber keinerlei Verantwortung mehr.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Heuschrecken &uuml;bernehmen private Hochschulen<\/strong><br>\nMittdrei&szlig;iger Florian Sch&uuml;tz und eine Investorengruppe kaufte nach anderthalb Jahre dauernden Verhandlungen die Internationale Fachhochschule in Bad Honnef. &bdquo;Wir wollen damit Geld verdienen&ldquo;, so Sch&uuml;tz, der zugleich Pr&auml;sident und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer (CEO) des Bildungsunternehmens ist. Das Bad Honnefer Beispiel ist kein Einzelfall. So &uuml;bernahm die Beteiligungsgesellschaft Educationtrend k&uuml;rzlich die International University Bruchsal und die Hanseuniversit&auml;t in Rostock, die beide vor allem Management lehren.<br>\nWas bleibt da noch als Alleinstellungsmerkmal der hoch subventionierten staatlichen Hochschulen? &bdquo;Forschung&ldquo;, beanspruchen jedenfalls die Universit&auml;ten f&uuml;r sich. Aber seit der soeben abgeschlossenen Exzellenzinitiative sieht auch das anders aus: S&auml;mtliche Forschungstroph&auml;en gingen an lediglich ein Drittel der Unis. F&uuml;r alle anderen kann die Erfolgsdevise nur hei&szlig;en: Lehre vermarkten nach dem Vorbild der Privaten! Daf&uuml;r zahlen die Kunden freiwillig und gern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.merkur.de\/2007_48_Humboldt_an_die_B.24870.0.html?&amp;no_cache=1\">Rheinischer Merkur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Fachhochschule in Bad Honnef wurde mit staatlichen Ausgleichsmitteln f&uuml;r den Abzug der Bundeshauptstadt aus Bonn aufgebaut. Jetzt wird sie (vermutlich zum Schleuderpreis) von Investoren aufgekauft. Offenbar konnte sie sich auf dem &bdquo;Ausbildungmarkt&ldquo; wie auch die University Bruchsal nicht halten. Aus Bildungsst&auml;tten werden jetzt Renditeobjekte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nordrhein-westf&auml;lische Hochschulen stopfen mit den von ihnen erhobenen Studiengeb&uuml;hren oft nur die Finanzl&ouml;cher, die zuvor durch den Sparkurs des Landes gerissen wurden<\/strong><br>\nEine WR-Umfrage unter den Universit&auml;ten und Hochschulen Westfalens ergab: Seit der Einf&uuml;hrung der Globalhaushalte im Jahr 2006 halten sich die Hochschulen f&uuml;r unterfinanziert. Unterm Strich steht vielen Unis und FHs weniger Geld zur Verf&uuml;gung. Die Konsequenz: &bdquo;Auf der einen Seite haben die Hochschulen weniger Geld, auf der anderen bekommen sie Studienbeitr&auml;ge. Klar, dass da was kompensiert wird&rdquo;, sagt Prof. Volker Ronge, Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz und Rektor der Uni Wuppertal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/nachrichten\/2007\/11\/30\/news-7682625\/detail.html\">Der Westen<\/a><\/li>\n<li><strong>Was bedeutet eigentlich &raquo;Humankapital&laquo;?<\/strong><br>\nHumankapital als &raquo;utopischer Begriff&laquo; und &raquo;p&auml;dagogische(r) Appell&laquo; hat mit Wesen und Wirklichkeit der kapitalistischen Wirtschaftsform so viel zu tun wie ein Alkoholverbot f&uuml;r Jugendliche mit dem Stopp von Koma-Saufen. Tats&auml;chlich macht uns der zentrale ideologisch-politische Stellenwert des Humankapitalbegriffs auf eine neue Dimension der Ausbeutung der Arbeitskraft aufmerksam. Schulen und Universit&auml;ten selbst werden nun vielmehr wie und als kapitalistische Wirtschaftsunternehmen gestaltet. Wir erleben seit etwa 1980, verst&auml;rkt seit den 1990er Jahren, eine marktorientierte Monetarisierungsoffensive, die den Bildungsbereich zusammen mit anderen &ouml;ffentlichen Sektoren rund um den Globus in betriebswirtschaftliche Strukturen zwingt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/Hintergrund\/humankapital.php\">Studis Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wie redete doch unser Bundespr&auml;sident bei der Jahrestagung des Forums Demographischer Wandel: &bdquo;Wenn die Bev&ouml;lkerungszahl aufgrund des Geburtenr&uuml;ckgangs sinkt, geht auch die Zahl der Menschen zur&uuml;ck, die sich mit ihrem Wissen und ihren F&auml;higkeiten einbringen k&ouml;nnen &ndash; in die Arbeitswelt, in die Wissenschaft, aber auch in die Pflege sozialer Beziehungen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir die Talente jedes Menschen f&ouml;rdern und entfalten. Bisher geschieht das l&auml;ngst nicht im m&ouml;glichen Umfang, und das stellt eine unentschuldbare Ungerechtigkeit gegen&uuml;ber den Betroffenen und eine Vergeudung von Humanverm&ouml;gen dar.&ldquo; Humanverm&ouml;gen ist also nun der politisch korrekte Begriff f&uuml;r Humankapital.<\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundespraesident.de\/Reden-und-Interviews-,11057.642325\/Eroeffnungsrede-von-Bundesprae.htm?global.back=\/-%2c11057%2c0\/Reden-und-Interviews.htm%3flink%3dbpr_liste\">Bundespr&auml;sidialamt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>EU erlaubt Schleichwerbung im Fernsehen<\/strong><br>\nSchleichwerbung in Filmen, h&auml;ufigere Werbepausen: Das Europaparlament hat heute eine Richtlinie verabschiedet, wonach sogenanntes Product Placement unter Auflagen erlaubt ist. K&uuml;nftig d&uuml;rfen Sendungen alle 30 Minuten f&uuml;r Werbung unterbrochen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,520448,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Aus dem ehemaligen Kulturgut und &bdquo;Faktor und Medium&ldquo; der Meinungsbildung (Bundesverfassungsgericht) wird, dank des Liberalisierungsdogmas der EU mehr und mehr ein Werbetr&auml;ger. Jetzt d&uuml;rfen wir nicht nur 20% Werbezeit genie&szlig;en, sondern auch noch Schleichwerbung in den Sendungen selbst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Hans Weingartner: &laquo;Der P&ouml;bel wird mit M&uuml;ll gef&uuml;ttert&raquo;<\/strong><br>\n<em>Hans Weingartner, deutsch-&ouml;sterreichischer Regisseur der Medien-Kinosatire &laquo;Free Rainer&raquo;, &uuml;ber Quotenterror, krankmachendes Fernsehen und dumme Idole.<\/em>\n<p><strong>Weingartner:<\/strong> Das ist absurd und pervers, dass mit den TV-Geb&uuml;hren Telenovelas, die nichts als verfilmte Schundhefte sind, und Shows produziert werden, die so unterirdisch schlecht sind, dass nicht mal Affen etwas davon profitieren k&ouml;nnten. Es ist ein Skandal, es ist ein Betrug an den Menschen, so etwas auszustrahlen. Und G&uuml;nter Struve, der ARD-Programmdirektor, ist ein Verbrecher, er sollte sich sch&auml;men.<\/p>\n<p>Darf ich das so zitieren?<\/p>\n<p><strong>Weingartner:<\/strong> Nat&uuml;rlich, das sollen Sie sogar so zitieren. Aber Sie haben mich unterbrochen, ich wollte anf&uuml;gen, dass Herr Struve genauso schlimm ist wie Liz Mohn, die Chefin von Bertelsmann. Dieser Verlag betreibt neben seinen klassischen Musikprogrammen mit RTL einen Sender, der Millionen von Menschen in den Gehirntod treibt. Das ist f&uuml;r mich der Gipfel der Heuchelei, dieses typische Elitedenken: wir haben unsere Schl&ouml;sser, wir gehen in die Oper, und draussen, vor der Oper, da ist der P&ouml;bel. Und der wird mit M&uuml;ll gef&uuml;ttert, womit man dann viel Geld verdient. Dabei sind die Hersteller des M&uuml;lls nicht dumm, sondern gebildet, die wissen genau, was sie machen. Und dann muss man sich auch mal anschauen, wer die Idole der heutigen Gesellschaft sind.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.tagblatt.ch\/index.php?artikelxml=1431934&amp;ressort=tagblattheute\/frontseite&amp;jahr=2007&amp;ressortcode=&amp;ms=hauptseite\">St. Galler Tagblatt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Hinweis auf den &bdquo;Freitag&ldquo;:<\/strong><br>\nHeute erscheint der Freitag 48 u.a. mit folgenden Themen:\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2007\/48\/klima.php\"><strong>Thema der Woche: Welt-Klima-Gipfel<\/strong> mit Beitr&auml;gen von Udo Ernst Simonis, Kristin Kupfer und Konrad Ege &uuml;ber die M&ouml;glichkeiten des Gipfels, die Rolle der USA die Bedeutung Chinas in diesem Prozess.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2007\/48\/07480401.php\"><strong>Oskar Lafontaine gibt exklusiv im &bdquo;Freitag&ldquo; sieben Antworten der Linken zur Klima- und Energiepolitik.<\/strong> Im Mittelpunkt steht der Kampf um die Energieressourcen, die Verteilungsgerechtigkeit und die Forderung nach einer Rekommunalisierung der Energiepolitik.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2007\/48\/07480301.php\"><strong>Warum wird &uuml;ber Nazis immer nur geredet, wenn wieder jemand im Krankenhaus liegt?<\/strong> Dieser Frage wird in einem Gespr&auml;ch mit dem Rechtsextremismusforscher Dirk Borstel nachgegangen.<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2804","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2804","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2804"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2804\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2804"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2804"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2804"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}