{"id":28066,"date":"2015-10-23T17:03:42","date_gmt":"2015-10-23T15:03:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28066"},"modified":"2015-10-23T17:03:42","modified_gmt":"2015-10-23T15:03:42","slug":"hinweise-des-tages-ii-219","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28066","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28066#h01\">Der Hauptsponsor des Jihadismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28066#h02\">Fl&uuml;chtlingspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28066#h03\">Demokratie in der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28066#h04\">Aufgelesen bei Thomas Straubhaar: Der tiefere Grund f&uuml;r die tiefen Zinsen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28066#h05\">DGB: Risiken und Reformbedarf in der Leiharbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28066#h06\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28066#h07\">Bundestag verweigert Herausgabe der Namen von Lobbyisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28066#h08\">Is there anybody out there?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28066#h09\">Skandal &ndash; Arbeitgeber machen Druck auf Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28066#h10\">Unklarheit &uuml;ber Studienplatzmangel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28066#h11\">Bildungsministerium will den Euromaidan als neuesten Nationalmythos etablieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28066#h12\">Es ist Zeit f&uuml;r eine neue Entspannungspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28066#h13\">US-Pr&auml;sidentschafts-Wahlkampf: Clinton aussichtsreichste Kandidatin der Demokraten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28066#h14\">Drohnen-Krieg: Geschichten hinter den Opfern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28066#h15\">Bayern, des samma mia<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28066#h16\">ARD-Tagesschau: Aufnahmen mit Wirklichkeitsbruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28066#h17\">Theo Zwanziger zur WM-Bewerbung 2006: &ldquo;Es ist eindeutig, dass es eine schwarze Kasse gab&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28066&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der Hauptsponsor des Jihadismus<\/strong><br>\nInmitten der internationalen Bem&uuml;hungen um einen neuen Machtabgleich im Mittleren Osten intensiviert die Bundesregierung die Aufr&uuml;stung der arabischen Golfdiktaturen. Dies belegt der R&uuml;stungsexportbericht f&uuml;r das erste Halbjahr 2015, der in dieser Woche vorgelegt worden ist. Demnach ist Saudi-Arabien zum drittgr&ouml;&szlig;ten K&auml;ufer deutschen Kriegsger&auml;ts aufgestiegen. Von den sechs Staaten des Golf-Kooperationsrats, in dem sich die L&auml;nder der Arabischen Halbinsel organisiert haben, geh&ouml;ren vier zu den Top 20-Empf&auml;ngern deutscher R&uuml;stungslieferungen. Dadurch wird nicht nur eine Konfliktpartei im mittel&ouml;stlichen Machtkampf gegen Iran mit Waffen ausgestattet. Die Ausfuhren beinhalten auch Mordwerkzeuge, wie sie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate in ihrem Krieg im Jemen einsetzen oder zumindest einsetzen k&ouml;nnen: von Ersatzteilen f&uuml;r Kampfflugzeuge bis zu Maschinenpistolen. Mit Saudi-Arabien wird zudem ein Staat aufger&uuml;stet, der, wie der Tr&auml;ger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels Navid Kermani bekr&auml;ftigt, &ldquo;Hauptsponsor des Dschihadismus&rdquo; ist und religi&ouml;s eine gro&szlig;e N&auml;he zum &ldquo;Islamischen Staat&rdquo; (IS) aufweist. Sollte die Bundeswehr, wie Milit&auml;rs es jetzt erneut in Aussicht stellen, im Anschluss an einen Machtabgleich in Mittelost in Syrien zum Einsatz kommen, dann st&uuml;nden deutsche Soldaten wohl auch von Saudi-Arabien aufger&uuml;steten Milizen gegen&uuml;ber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59232\">German Foreign Policy<\/a>\n<p>dazu: <strong>Au&szlig;enpolitik der Bundesregierung: Waffenkonzerne sch&uuml;tzen!<\/strong><br>\nDie Bundesregierung&#8203; kl&auml;rt auf, was sie unter Au&szlig;enpolitik versteht: &ldquo;Zur Au&szlig;enpolitik geh&ouml;rt, welchen Ruf deutsche R&uuml;stungsunternehmen im Nahen Osten genie&szlig;en.&rdquo;<br>\n&Uuml;bersetzt: Exporte von Panzern in Arabische Diktaturen sind zwar schwierig, aber sie wurden halt beschlossen. Sowas will die Bundesregierung nicht einfach stoppen. Auch nicht im Nachhinein. Sonst kaufen die Staaten vielleicht woanders Waffen, Panzer und andere T&ouml;tungsinstrumente. Und das kann ja keiner wollen!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=8oKzLbSCVWg\">Jung &amp; Naiv via YouTube<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlingspolitik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Menschenrechte von Fl&uuml;chtlingen: UNO kritisiert Tschechien scharf<\/strong><br>\nDie Vereinten Nationen kritisieren die Tschechische Republik f&uuml;r ihren Umgang mit Fl&uuml;chtlingen scharf. Viele europ&auml;ische L&auml;nder verfolgten vor dem Hintergrund der aktuellen Lage eine restriktive Asylpolitik, schreiben die Vereinten Nationen in einer am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Erkl&auml;rung. Dass in Tschechien Fl&uuml;chtlinge systematisch f&uuml;r 40 bis 90 Tage unter unw&uuml;rdigen Bedingungen in Anhaltelagern untergebracht w&uuml;rden, sei allerdings einzigartig. Besonders emp&ouml;rend sei die Internierung von Kindern, die eine klare Rechtsverletzung darstelle, hei&szlig;t es in dem Papier&hellip;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/flucht-und-zuwanderung\/menschenrechte-von-fluechtlingen-uno-kritisiert-tschechien-scharf,24931854,32229358.html\">Daniel Kortschak in der FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ohchr.org\/EN\/NewsEvents\/Pages\/Media.aspx?IsMediaPage=true&amp;LangID=E\">United Nations Human Rights<\/a><\/li>\n<li><strong>DIW: Am Zuwanderungsgesetz kommt keiner vorbei<\/strong><br>\nDeutschland kann es sich leisten, einen &uuml;berproportionalen Beitrag zur L&ouml;sung des weltweiten Fl&uuml;chtlingsproblems beizusteuern. Diese moralische Verpflichtung verbindet sich in unserem Falle mit dem gl&uuml;cklichen Umstand, dass durch Zuwanderung die Alterung der Bev&ouml;lkerung etwas gebremst werden kann. Dies wird es langfristig leichter machen, die soziale Sicherung zu finanzieren.<br>\nPolitische F&uuml;hrung hei&szlig;t, jetzt konsequent eine ganze Menge auf den Weg zu bringen: Zum ersten muss sich die EU kurzfristig auf eine vern&uuml;nftige Verteilung und auf eine tragf&auml;hige Afrikapolitik einigen. Dazu geh&ouml;rt auch klar zu kommunizieren, welche L&auml;nder als sicher eingestuft werden. Je mehr sich das herumspricht, umso weniger Menschen werden sich aus diesen L&auml;ndern mit tr&uuml;gerischen Hoffnungen auf den Weg machen. Und dringend m&uuml;ssen &ndash; das ist die zweite gro&szlig;e Aufgabe &ndash; f&uuml;r Menschen aus L&auml;ndern, die als sicher eingestuft werden, endlich andere M&ouml;glichkeiten der Migration als der Asylantrag gefunden werden. Denn auch wirtschaftliche Gr&uuml;nde sind legitime und ernstzunehmende Gr&uuml;nde. Man denke an den Westbalkan. W&auml;re dort klar, unter welchen Bedingungen man hier eine Arbeit aufnehmen kann, w&uuml;rden wir vielen Menschen viel Elend ersparen.<br>\nZum drittem sollten Fl&uuml;chtlinge, denen in der Heimat Schaden und Tod drohen, etwa im Irak, rascher anerkannt und angesiedelt werden. F&uuml;r Fl&uuml;chtlinge aus Syrien wird in der Tat h&ouml;chst sinnvoll im Moment das Verfahren vereinfacht. Viertens muss den Skeptikern vermittelt werden, dass Integration zwar Geld kostet, aber ohne dass wir im Moment an anderen wichtigen Stellen k&uuml;rzen m&uuml;ssten. Da Integration eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, ist in allererster Linie hier der Bund gefragt. Es geht &ndash; f&uuml;nftens &ndash; auch um den Erwerb qualifikationsad&auml;quater Deutschkenntnisse und um die Anerkennung von Abschl&uuml;ssen. Wir k&ouml;nnen es nicht als Integration verkaufen, wenn wir Akademiker und andere Fachkr&auml;fte faktisch dazu verdammen, Hilfsarbeiter zu sein. Bei der Gelegenheit sollte endlich unser Bildungssystem so ausgestattet werden, dass die Integration aller Zuwanderer-Kinder intensiv betrieben werden kann. Dass &ndash; sechstens &ndash; anerkannte Fl&uuml;chtlinge sofort erwerbst&auml;tig werden k&ouml;nnen, versteht sich von selbst. Wobei allerdings darauf geachtet werden muss, dass den Zugewanderten genug Zeit bleibt um Deutsch zu lernen und sich gegebenenfalls weiter zu qualifizieren. Angemerkt sei, dass auch in die Information der hier Lebenden bez&uuml;glich der positiven Wirkungen von Zuwanderung investiert werden sollte.<br>\nAm meisten politische F&uuml;hrungsst&auml;rke ist &ndash; siebtens &ndash; im Hinblick auf die Verteilung anerkannter Fl&uuml;chtlinge gefragt. Wenn sie nur kurze Zeit in Erstaufnahmelagern leben m&uuml;ssen, verschwinden zwar einige Probleme fast von selbst, aber trotzdem ist politische Konsequenz gefragt, wenn es um die Verteilung im Land geht. Es ist langfristig nicht sinnvoll, Fl&uuml;chtlinge dort anzusiedeln, wo jetzt schon nur schwer Arbeit zu finden ist. Asylberechtigte geh&ouml;ren auf &ouml;konomisch und gesellschaftlich starke Gemeinden und Stadtteile verteilt: Also zum Beispiel nicht nach Marxloh, sondern auf den Prenzlauer Berg und &ndash; an den Rhein-Main-Verkehrsverbund angeschlossen &ndash; nach K&ouml;nigstein und Kronberg. Wo in der Tat das b&uuml;rgerschaftliche Engagement auch gro&szlig; ist.<br>\nWenn wir mit einem Zuwanderungsgesetz auch die arbeitsmarktbedingte Zuwanderung endlich im Interesse der Ankommenden und im eigenen Interesse vern&uuml;nftig l&ouml;sen, werden die mit nicht anerkannten Asylantr&auml;gen verbundenen Probleme kleiner werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/sixcms\/detail.php\/513759\">Heinrich Tiemann und Gert G. Wagner, DIW Berlin<\/a><\/li>\n<li><strong>Palmer legt nach &ndash; und wird von der AfD umworben<\/strong><br>\nT&uuml;bingens Gr&uuml;nen-Oberb&uuml;rgermeister Boris Palmer hat seine vor allem parteiintern heftig kritisierten &Auml;u&szlig;erungen zur Fl&uuml;chtlingskrise verteidigt und eine offene Debatte gefordert. &bdquo;Tabus bringen uns nicht mehr weiter &ldquo;, sagte Palmer am Donnerstag im ARD-&bdquo;Morgenmagazin&ldquo;. Die Kommunen k&ouml;nnten nicht 10.000 Fl&uuml;chtlinge am Tag so unterbringen, wie sie das wollten. Werde das verschwiegen, werde das Problem &bdquo;unl&ouml;sbar&ldquo;.<br>\nPalmer hatte in einem Kommentar im sozialen Netzwerk Facebook in Anspielung auf das Motto von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) &bdquo; Wir schaffen das&ldquo; geschrieben: &bdquo;Wir schaffen das nicht&ldquo;. Damit sorgte er f&uuml;r erheblichen Wirbel und l&ouml;ste vor allem in seiner eigenen Partei zum Teil heftige Kritik aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/fluechtlingskrise\/boris-palmer-verteidigt-aeusserungen-zur-fluechtlingskrise-13870155.html\">FAZ<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Palmer auf AfD-Kurs<\/strong><br>\n&bdquo;Mit seiner Forderung, die EU-Au&szlig;engrenzen zu schlie&szlig;en und milit&auml;risch gegen Fl&uuml;chtlinge zu sichern, bricht der gr&uuml;ne Oberb&uuml;rgermeister Boris Palmer mit jeglichem Grundsatz der Genfer Fl&uuml;chtlingskonvention&ldquo;, erkl&auml;rt Heike H&auml;nsel, Bundestagsabgeordnete der LINKEN aus T&uuml;bingen zu den fortgesetzten &Auml;u&szlig;erungen des T&uuml;binger Oberb&uuml;rgermeisters.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/palmer-afd-kurs\/\">Linksfraktion<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Demokratie in der EU<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Merkel unterst&uuml;tzt spanische Korruptionspartei<\/strong><br>\nDas hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel sicher etwas anders vorgestellt. Doch ausgerechnet beim Unterst&uuml;tzungsbesuch des ultrakonservativen Regierungschefs Mariano Rajoy im spanischen Wahlkampf kann sogar ihr kaum verborgen bleiben, wie tief dessen Volkspartei (PP) im Korruptionssumpf versinkt. Ist das der &ldquo;Mustersch&uuml;ler&rdquo;, als den sie ihn gerne darzustellen versucht?<br>\nVor der Abreise Merkels nach Madrid hat die Zeitung Eldiaro.es das Gest&auml;ndnis des Mannes ver&ouml;ffentlicht, der in dem wohl gr&ouml;&szlig;ten Korruptionsskandal der neueren spanischen Geschichte (was etwas hei&szlig;en will) im Mittelpunkt steht. Sie reicht hinauf bis ins vom Diktator Franco restaurierte K&ouml;nigshaus.<br>\nFrancisco Correa ist der Mann, der viele Deals abgewickelt hat, mit der sich die Volkspartei (PP) von Rajoy &uuml;ber mindestens zwei Jahrzehnte illegal &uuml;ber Schmiergelder finanzierte. Die Ermittlungen wurden unter dem Decknamen &ldquo;G&uuml;rtel&rdquo; gef&uuml;hrt, die deutsche &Uuml;bersetzung von Correa. Grunds&auml;tzlich hatte all das schon der ehemalige Schatzmeister Luis B&aacute;rcenas zugegeben.<br>\nCorrea steuert aber nun weitere Details bei: &ldquo;B&aacute;rcenas sagte mir, dass er einen Vermittler zu den Bauunternehmern braucht.&rdquo; Dass die Schmiergelder an die PP meist von Baufirmen im wahnsinnigen Immobilienboom flossen, hatte der Ex-Schatzmeister schon vor dem Ermittlungsrichter zugegeben.<br>\nF&uuml;r B&aacute;rcenas und die PP griff Correa 3% des Auftragsvolumens ab. Im Gegenzug gingen die lukrativen Auftr&auml;ge an diese Firmen. Die &uuml;berteuerten Auftr&auml;ge zahlte nat&uuml;rlich der Steuerzahler. Die PP finanzierte sich und ihre Wahlk&auml;mpfe damit illegal und sch&uuml;ttete das Schmiergeld auch an ihre F&uuml;hrungsmitglieder &uuml;ber &ldquo;Zusatzl&ouml;hne&rdquo; in Bargeldumschl&auml;gen aus, unversteuert selbstverst&auml;ndlich. Und genau Rajoy soll der PP-F&uuml;hrer sein, der pers&ouml;nlich von den Schmiergeldern besonders profitiert hat, womit er auch der gr&ouml;&szlig;te Steuerhinterzieher der Aff&auml;re w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Merkel-unterstuetzt-spanische-Korruptionspartei-2852605.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Portugal und Europa d&uuml;rfen nicht links sein<\/strong><br>\nJetzt passiert genau das, was niemals h&auml;tte passieren d&uuml;rfen &ndash; und was Europa kaputtmachen wird. In Portugal blockiert der Staatspr&auml;sident die Bildung einer linken Regierung und gibt dem konservativen Parteif&uuml;hrer (dem vorherigen Ministerpr&auml;sidenten) den Auftrag, eine Regierung zu bilden, obwohl der offensichtlich keine Mehrheit im Parlament hinter sich hat. Die Linke hatte sich entgegen der Erwartungen von vielen doch darauf geeinigt, aus ihrer parlamentarischen Mehrheit heraus eine Regierung bilden zu wollen (das war unmittelbar nach der Wahl noch unsicher, wir haben hier darauf hingewiesen).<br>\nIn der Begr&uuml;ndung seines Schrittes verwies der Staatspr&auml;sident laut Bericht der FAZ darauf, wie wichtig es sei, die Einhaltung der internationalen Verpflichtungen des Landes, welches zu den Gr&uuml;ndungsmitgliedern der Nato z&auml;hlt, zu garantieren. Dies sehe er, so die FAZ, in einem Pakt zwischen den Linksparteien nicht als gew&auml;hrleistet an. W&ouml;rtlich sagte er laut FAZ: &bdquo;In den vierzig Jahren der Demokratie hatte Portugal niemals eine Regierung, welche von anti-europ&auml;ischen politischen Kr&auml;ften abhing.&ldquo; Er f&uuml;gte hinzu: &bdquo;Au&szlig;erhalb der Europ&auml;ischen Union und des Euro w&auml;re die Zukunft Portugals katastrophal.&ldquo;<br>\nSelbst wenn die Regierungsbildung unter dem konservativen Kandidaten nicht gelingen sollte, weil er im Parlament keine Mehrheit findet, ist diese Intervention eines Staatspr&auml;sidenten mit dem ausdr&uuml;cklichen Hinweis auf Europa ein Skandal ohnegleichen. Wenn ein solcher antidemokratischer Eingriff m&ouml;glich ist und nicht scharf kritisiert wird, dann braucht man als B&uuml;rger eines europ&auml;ischen Landes demn&auml;chst gar nicht mehr zur Wahl zu gehen. Denn mit dem Hinweis auf die Europ&auml;ische Union und den Euro und einzuhaltende internationale Verpflichtungen kann dann ja jede linke Regierungsbildung abgelehnt werden. Man muss links orientierten Parteien einfach nur unterstellen, dass sie die internationalen Vertr&auml;ge &uuml;ber den Haufen werfen, die unter Konservativen unumstritten sind, schon kann man sie nicht mehr an die Regierung lassen. Dass konservative Regierungen ihrerseits internationale Vertr&auml;ge mit F&uuml;&szlig;en treten &ndash; man denke nur an die MIP-Abmachungen, gegen die Deutschland Jahr f&uuml;r Jahr verst&ouml;&szlig;t, oder an die Verst&ouml;&szlig;e gegen das Schengener Abkommen von Seiten der ungarischen Regierung &ndash;, bringt konservative Regierungen hingegen keineswegs in Bedr&auml;ngnis. Denn da handelt es sich um Vereinbarungen, die den Konservativen nicht gefallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/portugal-und-europa-duerfen-nicht-links-sein\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.P.:<\/strong> Die europ&auml;ische und westliche &ldquo;Wertegemeinschaft&rdquo; zeigt immer mehr ihr wahres Gesicht Schade, da&szlig; es keine unabh&auml;ngige Justiz gibt, die diesen fortlaufenden Rechtsbr&uuml;chen von gew&auml;hlten &ldquo;Volksvertretern&rdquo; endlich mal ein Ende macht! Doch da f&auml;llt wahrscheinlich eher Ostern und Weihnachten auf einen Tag!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die EU-Kommission geht an die Arbeit: Bis 2025 soll die Demokratie abgeschafft sein<\/strong><br>\nDie Kommission hat ein Ma&szlig;nahmenpaket beschlossen, mit dem die Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion gest&auml;rkt und bis 2025 vollendet werden soll. Grundlage ist der sogenannte &bdquo;F&uuml;nfpr&auml;sidentenbericht&ldquo;. So wie die Kommission das versteht, ist es gleichbedeutend mit der Degradierung der W&auml;hler zu machtlosem Stimmvieh.<br>\nDie EU-Kommission macht sich auf den Weg zur Umsetzung der Ma&szlig;nahmen, die Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker in enger Abstimmung mit &ldquo;Ratspr&auml;sident Tusk, Eurogruppenchef Dijsselbloem, EZB-Pr&auml;sident Draghi und Parlamentspr&auml;sident Schulz im sogenannten  F&uuml;nfpr&auml;sidentenbericht zur H&auml;rtung der W&auml;hrungsunion vorgeschlagen hat<br>\nDie Ma&szlig;nahmen zielen ab auf ein von Technokraten regiertes Europa. Die Finanzbranche geh&ouml;rt zu den begeistertsten Unterst&uuml;tzern der Agenda Junckers. Die noch halbwegs demokratisch kontrollierten nationalen Regierungen werden dabei entmachtet. Den vielen sch&ouml;nen Worten zufolge soll die demokratische Legitmierung des Br&uuml;sseler Durchregierens ein gest&auml;rktes EU-Parlament &uuml;bernehmen. Aber bei genauem Hinsehen wird nichts geboten als zus&auml;tzliche oder genauer terminierte, v&ouml;llig unverbindliche Diskussionsrunden der technokratischen Machthaber mit den Parlamentarieren.<br>\nDie Ma&szlig;nahmen, die die Kommission nun beschlossen hat, im Einzelnen:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/482-kommission#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Aufgelesen bei Thomas Straubhaar: Der tiefere Grund f&uuml;r die tiefen Zinsen<\/strong><br>\nWas soll er denn machen? Soll er die Zinsen wieder erh&ouml;hen, ohne dass sich bei den Investitionen was tut? Soll er den deutschen Finanzminister anrufen und sagen, er wird jetzt sofort die Zinsen erh&ouml;hen, wenn Wolfgang Sch&auml;uble nicht umgehend ein gewaltiges kreditfinanziertes Konjunkturprogramm auflegt, das ganz Europa aus dem Sumpf zieht? Soll er die deutschen Gewerkschaften anrufen und verlangen, sie m&uuml;ssten sofort stark steigende L&ouml;hne durchsetzen, weil er sonst die europ&auml;ische Konjunktur in den Abgrund jagt, indem er die Zinsen erh&ouml;ht?<br>\nLiebe deutschsprachige &Ouml;konomen! Es nutzt nichts, sich gegen unorthodoxe Ma&szlig;nahmen zu stellen, blo&szlig; weil sie unorthodox sind. Man muss sich vielmehr ernsthaft fragen, wie das Unorthodoxe in die Welt gekommen ist. Sollte einem dabei auffallen, dass man selbst dazu beigetragen hat, ist es die beste Strategie, einfach zu schweigen. Diejenigen, die versuchen, die Kohlen aus dem Feuer zu holen, finden es gar nicht lustig, wenn die, die das Feuer gelegt haben, ihnen fachm&auml;nnische Ratschl&auml;ge erteilen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/aufgelesen-bei-thomas-straubhaar-der-tiefere-grund-fuer-die-tiefen-zinsen\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>DGB: Risiken und Reformbedarf in der Leiharbeit<\/strong><br>\nLeiharbeitsbesch&auml;ftigte sind &uuml;berdurchschnittlich oft von Arbeitslosigkeit betroffen. So wird rund die H&auml;lfte aller Leiharbeitsverh&auml;ltnisse bereits nach weniger als drei Monaten beendet. Und mehr als ein Drittel rutscht direkt in Hartz IV, obwohl sie vorher sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben&hellip;<br>\nSeit fast zehn Jahren liegt eine EU-Leiharbeitsrichtlinie vor, die auf einen besseren Schutz der Leiharbeitskr&auml;fte abzielt und noch nicht vollst&auml;ndig umgesetzt ist. Nach der Richtlinie sollen die Rechte und der arbeitsrechtliche Schutz der Leiharbeiter auf einem &auml;hnlichen Niveau sein, wie bei den &uuml;brigen Besch&auml;ftigten. Die EU-Richtlinie spricht hier von Gesamtschutz. Davon sind wir aber noch weit entfernt, wie dieser Text deutlich macht. Es ist deswegen richtig, dass die Bundesregierung bei der Leiharbeit nachbessern will&hellip;&rdquo; Richtiger w&auml;re wohl, die Tarifvertr&auml;ge zu k&uuml;ndigen, die die EU-Leiharbeitsrichtlinie behindern!&hellip;<br>\nStreikbrecherarbeiten durch Verleihbetriebe m&uuml;ssen gesetzlich verboten werden; Leiharbeitskr&auml;fte m&uuml;ssen bei den betriebsverfassungsrechtlichen Schwellenwerten ber&uuml;cksichtigt werden; Dar&uuml;ber hinaus soll es nicht mehr m&ouml;glich sein, einen Werkvertrag nachtr&auml;glich in Leiharbeit umzuwandeln; Branchenspezifische Regelungen sollten geschaffen werden, die die Weiterbildung besch&auml;ftigter Leiharbeitskr&auml;fte verbessert&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++530ac036-789c-11e5-962b-52540023ef1a\">DGB [PDF]<\/a>\n<p>dazu: <strong>Politik &raquo; Arbeitsalltag und Arbeitsbedingungen &raquo; Leiharbeit und Sklavenhandel &raquo; Unternehmen der Leiharbeit<\/strong><br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit und die Leiharbeitsbranche: Zwei wie Pech und Schwefel&hellip;<br>\nLeiharbeit ist ein profitables Gesch&auml;ftsmodell. Kommen Arbeitslose ins Spiel, wird es noch profitabler, denn die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit subventioniert die Branche nach Kr&auml;ften. Verlierer sind die Arbeitssuchenden. Leiharbeitsunternehmen machen gute Gesch&auml;fte mit der Anheuerung und dem anschlie&szlig;enden Verleih von Arbeitskr&auml;ften an Entleihunternehmen. Letztere zahlen den Verleihunternehmen einen Verrechnungssatz (quasi der Preis f&uuml;r den Einsatz der ausgeliehenen Arbeitskraft), der klar &uuml;ber dem Gehalt liegt, das der Leiharbeitnehmer bekommt. Je h&ouml;her die Differenz, desto h&ouml;her der Gewinn&hellip;<br>\nOffenbar haben zahlreiche Unternehmen der Branche einen Weg gefunden, noch mehr an den Leiharbeiter\/innen zu verdienen. Sie lassen sich von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) Arbeitslose vermitteln, f&uuml;r deren Einstellung sie Lohnkostenzusch&uuml;sse erhalten. Solche Zusch&uuml;sse werden dann gew&auml;hrt, wenn Unternehmen schwer vermittelbare Arbeitslose oder Jobsuchende einstellen. Als Vermittlungshemmnisse gelten in der Regel Langzeitarbeitslosigkeit, geringe Qualifikation oder hohes Alter. Lohnkostenzusch&uuml;sse sind also ein F&ouml;rderinstrument, um vermeintlich weniger produktive Menschen langfristig in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Branche der Arbeitnehmer&uuml;berlassung ist aber gerade daf&uuml;r v&ouml;llig ungeeignet (&hellip;) Da ist es schon erstaunlich, dass Verleihbetriebe &uuml;berhaupt Lohnkostenzusch&uuml;sse erhalten. Noch erstaunlicher ist allerdings, in welchem Ausma&szlig; dies geschieht. Einer Meldung der Saarbr&uuml;cker Zeitung zufolge entfielen 2014 fast 20 Prozent aller von der BA gew&auml;hrten Lohnkostenzusch&uuml;sse auf Leiharbeitsfirmen, obwohl diese nur etwa drei Prozent der Arbeitskr&auml;fte besch&auml;ftigen. Ist es Zufall, dass die Verleihbetriebe &uuml;berdurchschnittlich von dem F&ouml;rderinstrument profitieren? Der Verdacht steht im Raum, dass hier eine ganze Branche zu Unrecht subventioniert wird&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1683\">Markus Kr&uuml;semann auf annotazioni.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Abgeordnete d&uuml;rfen TTIP-Dokumente doch nicht einsehen<\/strong><br>\nDie Bundestagsabgeordneten werden trotz einer Ank&uuml;ndigung von Parlamentspr&auml;sident Lammert weiterhin die TTIP-Verhandlungstexte nicht einsehen k&ouml;nnen. Das geht aus einem Bericht der St&auml;ndigen Vertretung Deutschland bei der EU vor, der offenbart, dass es bei der Transparenz f&uuml;r Abgeordnete keine Fortschritte gibt. Lammert hatte sich nach einem Besuch bei EU-Kommissionschef Juncker im September noch optimistisch gezeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/umstrittenes-freihandelsabkommen-abgeordnete-duerfen-ttip-dokumente-doch-nicht-einsehen-1.2703571\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><strong>Sch&auml;dlicher Freihandel<\/strong><br>\nDas vor der Umsetzung stehende sogenannte Wirtschaftspartnerschaftsabkommen der EU mit Kamerun wird das afrikanische Land weiter in die Armut treiben. Dies erkl&auml;rt die Generalsekret&auml;rin der kamerunischen B&uuml;rgerorganisation ACDIC, Yvonne Takang, gegen&uuml;ber german-foreign-policy.com. Takang warnt, das Abkommen (Economic Partnership Agreement, EPA), das auf Druck aus Br&uuml;ssel im vergangenen Jahr in einer Nacht- und Nebel-Aktion ratifiziert wurde, schade Kamerun &ldquo;in der Landwirtschaft und bei der regionalen Integration&rdquo;; auch stehe es einer etwaigen Industrialisierung des Landes im Wege. Takang k&uuml;ndigt Widerstand gegen die Umsetzung des Abkommens an. Die EU bem&uuml;ht sich bereits seit dem Jahr 2002, mit den ehemaligen europ&auml;ischen Kolonien Afrikas, der Karibik und der Pazifikregion EPAs zu schlie&szlig;en &ndash; mit dem Ziel, M&auml;rkte f&uuml;r europ&auml;ische Unternehmen zu &ouml;ffnen, attraktive Investitionsgelegenheiten zu schaffen und g&uuml;nstige Rohstoffimporte zu sichern. Die geplante Deregulierung l&auml;sst die schw&auml;cheren National&ouml;konomien Afrikas ohne Schutz. Bekanntes Beispiel f&uuml;r die Folgen, die dabei drohen, ist die einheimische Produktion von H&uuml;hnerfleisch in Ghana, die nach der &Ouml;ffnung des westafrikanischen Landes f&uuml;r europ&auml;ische, auch deutsche Gefl&uuml;gelexporte faktisch zusammengebrochen ist. Profitiert haben hingegen deutsche Schlachtereien, die ihre H&auml;hnchen-Ausfuhren und ihren Gewinn deutlich steigern konnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59231\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>TiSA: Gefahr f&uuml;r &ouml;ffentliche Dienstleistungen<\/strong><br>\nDieser Tage geht die 11. Verhandlungsrunde zum Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) zu Ende. Die &Ouml;ffentlichkeit verfolgt die Vorg&auml;nge mit Argusaugen und auch die weiteren Entwicklungen im fertig verhandelten Abkommen der EU mit Kanada (CETA) werden kritisch begleitet.<br>\nDoch parallel zu TTIP und CETA verhandelt die EU diverse weitere Abkommen &ndash; so auch das plurilaterale Abkommen zum Handel mit Dienstleistungen (TiSA). Das Abkommen nennt sich &ldquo;plurilateral&rdquo;, weil es von einer Gruppe williger Staaten verhandelt wird, die sich selbst &bdquo;die wirklich guten Freunde der Dienstleistungen&ldquo; nennt. Den &bdquo;wirklich guten Freunden&ldquo; gehen die Liberalisierung und Deregulierung, die f&uuml;r den Dienstleistungsbereich im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) ausgehandelt werden, nicht weit und nicht schnell genug. Daher werden seit 2012 parallel in bisher 14 Runden Verhandlungen zu TiSA gef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++b7275188-78bf-11e5-b7ac-52540023ef1a\">DGB<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bundestag verweigert Herausgabe der Namen von Lobbyisten<\/strong><br>\nHelmut Schmidt war ziemlich genervt. Im Bundestag habe es seit Langem keine &ldquo;so hohe Zeit des Lobbyismus&rdquo; mehr gegeben, schimpfte der Sozialdemokrat. Die Abgeordneten seien &ldquo;au&szlig;erordentlich massiven Interventionen&rdquo; ausgesetzt gewesen. Von &ldquo;freundlichen Versuchen&rdquo; bis zur N&ouml;tigung habe es alles gegeben. Er w&uuml;nsche dem Parlament, dass so etwas &ldquo;f&uuml;r lange Zeit nicht wieder&nbsp;vorkommt&rdquo;.<br>\nSchmidts Philippika gegen die Lobbyisten datiert vom 23. M&auml;rz 1955. Damals ging es um die Neuregelung der Steuern auf Kraftfahrzeuge, Benzin und Diesel. Das entsprechende Gesetz ist l&auml;ngst vergessen, aber das Problem ist trotz des frommen Wunsches von Helmut Schmidt geblieben. Auch 60 Jahre nach seiner Brandrede f&uuml;llen die Lobbyisten die Hallen des Bundestags. Wie wenig Transparenz in deren Gesch&auml;ft noch immer herrscht, zeigt ein Rechtsstreit, der gerade das Parlament&nbsp;besch&auml;ftigt.<br>\nNormalerweise ist der Zugang zum Bundestag stark beschr&auml;nkt. Schon aus Gr&uuml;nden der Sicherheit kann nicht jeder in das Geb&auml;ude. Umso begehrter sind die Hausausweise, mit denen man jederzeit den Bundestag betreten&nbsp;darf.<br>\nF&uuml;r Lobbyisten gibt es zwei Wege, an die Plastikkarten zu kommen. Verb&auml;nde, die sich auf der &ouml;ffentlichen Lobbyisten-Liste des Parlaments registrieren lassen, k&ouml;nnen f&uuml;r ihre Vertreter Hausausweise beantragen. Es liegt dann im Ermessen der Bundestagsverwaltung, ob sie die Antr&auml;ge&nbsp;akzeptiert.<br>\nNeben diesem transparenten Weg gibt es aber ein dunkles Schlupfloch. Lobbyisten k&ouml;nnen sich auch &uuml;ber die parlamentarischen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Fraktionen Zugang verschaffen. Jeder Lobbyist, dessen Antrag auf einen Hausausweis von einem dieser Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer gegengezeichnet ist, erh&auml;lt die Karte. Die Verwaltung pr&uuml;ft nur noch&nbsp;Sicherheitsfragen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/lobbyisten-bundestag-verweigert-herausgabe-der-namen-von-lobbyisten-1.2701866\">S&uuml;ddeutsche<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/blog\/2015-10-13\/unsere-klage-zu-lobbyisten-hausausweisen-bundestag-geht-berufung\">abgeordnetenwatch.de<\/a>\n<p>dazu als Erg&auml;nzung: <strong>SPD knickt ein und ver&ouml;ffentlicht nun doch ihre Lobbykontakte<\/strong><br>\nAus Datenschutzgr&uuml;nden k&ouml;nne man seine Lobbykontakte nicht herausgeben, behauptet die SPD seit &uuml;ber einem Jahr. Nun die Kehrtwende: Auf unseren &ouml;ffentlichen Druck hin hat die Fraktion vollkommen &uuml;berraschend die Namen von Lobbyisten offengelegt, denen sie einen Bundestagshausausweis verschafft hat &ndash; u.a. R&uuml;stungskonzernen, Strommultis und Facebook.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/blog\/2015-10-22\/spd-knickt-ein-und-veroffentlicht-nun-doch-ihre-lobbykontakte#sthash.iYXiFDLB.dpuf\">abgeordnetenwatch.de<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Reichstagsgeb&auml;ude soll erweitert werden, um allen 2000 Lobbyisten Platz zu bieten<\/strong><br>\nBerlin (dpo) &ndash; Die Enge war zuletzt einfach nicht mehr auszuhalten: Zuletzt mussten sich Deutschlands Bundestagsabgeordnete das eigentlich nur f&uuml;r 630 Parlamentarier ausgelegte Reichstagsgeb&auml;ude mit 2334 (Stand: Januar) Lobbyisten teilen. Nun soll das Geb&auml;ude um einen weiteren Trakt in moderner Glasoptik erweitert werden, um allen Interessenvertretern aus der Wirtschaft Platz zu bieten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2015\/10\/reichstagsgebaude-soll-erweitert-werden.html\">Der Postillon<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Is there anybody out there?<\/strong><br>\nGesch&auml;tzt 20.000 Lehrer m&uuml;ssten es sein, um alle Fl&uuml;chtlingskinder angemessen zu unterrichten. Doch es fehlt schlicht an qualifiziertem Personal.<br>\nBildung ist der beste Schl&uuml;ssel zur Integration. Dar&uuml;ber sind sich alle einig: Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU), die Wissenschafts-AGs von SPD und Gr&uuml;nen, die KultusministerInnen der L&auml;nder, Unirektoren und Wirtsch&auml;ftsverb&auml;nde. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht irgendjemand seinen Beitrag zur Integration vorstellt. (&hellip;)<br>\nDoch bei den meisten Integrationsbem&uuml;hungen l&auml;sst die Bundesregierung die L&auml;nder im Stich. Mindestens 2,3 Milliarden Euro geben die L&auml;nder allein f&uuml;r die Beschulung von Fl&uuml;chtlingskindern in diesem und im vergangenen Jahr aus. Zum Schulstart im Sp&auml;tsommer haben sie damit 1.400 neue Lehrkr&auml;fte angestellt. Doch das reicht nicht. Gesch&auml;tzt 20.000 Lehrer m&uuml;ssten es sein, um alle schulpflichtigen Fl&uuml;chtlingskinder, die dieses Jahr in Deutschland erwartet werden, angemessen zu unterrichten. &bdquo;Wir fahren auf Sicht, wir steuern in den L&auml;ndern st&auml;ndig nach&ldquo;, versichern die KultusministerInnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Bildung-fuer-Fluechtlinge\/!5241343\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Seit Jahren wird &uuml;ber die Aufhebung des Kooperationsverbot von Bund und L&auml;ndern in der Bildung &ndash; insbesondere der Finanzierung &ndash; diskutiert. Getan hat sich bisher leider nichts. Nun r&auml;cht sich diese politische Unt&auml;tigkeit.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Skandal &ndash; Arbeitgeber machen Druck auf Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung<\/strong><br>\nDas hat es in dieser Form bei der Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung (bpb) noch nicht gegeben. Im Februar 2015 erschien dort ein Sammelband zur sozio&ouml;konomischen Bildung. Dieser missfiel den Arbeitgebern so sehr, dass sie den Pr&auml;sidenten der Bundeszentrale in einem Brief aufforderten, den Band &ldquo;in dieser Form nicht weiter zu vertreiben&rdquo;. F&uuml;r Hans-J&uuml;rgen Urban, f&uuml;r Bildungspolitik verantwortliches Vorstandsmitglied der IG Metall, ist das ein Skandal: &ldquo;Es darf nicht sein, dass Arbeitgeberverb&auml;nde mit ihrer Lobbymacht unbequeme wirtschaftliche Theorien aus schulischer Bildung, Lehrerfortbildung und Unterrichtsmaterialien verbannen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/wap.igmetall.de\/streit-um-wirtschaft-in-der-schule-11077.htm\">IG Metall<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Unklarheit &uuml;ber Studienplatzmangel<\/strong><br>\nOb bundesweit ein Studienplatzmangel jenseits zulassungsbeschr&auml;nkter Studieng&auml;nge herrscht, ist laut Bundesregierung nicht feststellbar. Infolge unkoordinierter Mehrfachbewerbungen, die zu Mehrfachzulassungen f&uuml;hren, werden zu viele Studienpl&auml;tze erst sehr sp&auml;t besetzt und am Ende bleiben auch etliche Studienpl&auml;tze unbesetzt, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (18\/6337) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18\/6039). Um dies abzustellen und die Auslastung der Studieng&auml;nge weiter zu verbessern, m&uuml;ssten die Bewerbungen koordiniert und die Zulassungen abgeglichen werden.<br>\nNach Auffassung der Bundesregierung kann aus der Zahl der unbesetzt gebliebenen Studienpl&auml;tze kein R&uuml;ckschluss auf die Zahl m&ouml;glicherweise unversorgt gebliebener Bewerber gezogen werden. In den traditionellen Zulassungsverfahren ist die Erhebung von Daten &uuml;ber die Gesamtzahl der Bewerber mit ihren jeweiligen Studienw&uuml;nschen nicht m&ouml;glich. Dies k&ouml;nne nur durch das Dialogorientierte Serviceverfahren (DOS) erreicht werden, mit dessen fl&auml;chendeckender Einf&uuml;hrung bis zum Jahr 2018 zu rechnen sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2015_10\/-\/392878\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu schon: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/090722_hochschulzulassung_zbs2_2009_lieb.pdf\">&bdquo;Hochschulzulassung: Vom Versagen der Politik und der Scheu vor Verantwortung&ldquo;<\/a> [PDF].<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bildungsministerium will den Euromaidan als neuesten Nationalmythos etablieren<\/strong><br>\nUkraine: Geschichtsunterricht mit Beigeschmack &ndash; Teil 2 Seit der Unabh&auml;ngigkeit 1991 instrumentalisieren ukrainische Regierungen die Landeshistorie und den Geschichtsunterricht f&uuml;r sich. In jungen Nationalstaaten ist das durchaus &uuml;blich. Dabei werden historische Ereignisse zu identit&auml;tsstiftenden Nationalmythen ausgebaut. In der Ukraine geh&ouml;ren dazu der &ldquo;Befreiungskampf&rdquo; der Nationalisten oder der Holodomor. Nun hat das ukrainische Bildungsministerium ein Update f&uuml;r Geschichtsb&uuml;cher herausgebracht. Der Euromaidan soll als &ldquo;Revolution der W&uuml;rde&rdquo; zum neuesten Nationalmythos werden und reiht sich damit ein in das nationalistische Paradigma von Russland als ewigem Unterdr&uuml;cker der Ukraine.<br>\nIm Unterschied zu den meisten anderen L&auml;ndern gibt es in der Ukraine eine ganz spezielle Konstellation. Das Land ist gespalten in zwei sich widersprechenden Deutungen der ukrainischen Geschichte &ndash; eine stark sowjetisch beeinflusste und eine nationalukrainische Variante. Der Historiker Jaroslav Hrycak von der katholischen Universit&auml;t in Lwiw sprach schon im Jahr 2001 martialisch von einem &ldquo;Schlachtfeld zwischen zwei Versionen der ukrainischen Geschichte&rdquo;.[1] Der fehlende historische Konsens erschwerte die einheitliche Nationalidentifikation der Ukrainer bereits in den vergangenen Jahrzehnten immens. Zwar sind sich beide Seiten ukrainischer Geschichtsdeutung noch ziemlich einig darin, welche negativen Teile der Landeshistorie ausgeblendet werden sollen (Ukraine: Geschichtsunterricht mit Beigeschmack). Doch sind sie uneins &uuml;ber die positive Zielrichtung (das Haupt-Narrativ) der Nationalgeschichte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46301\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Es ist Zeit f&uuml;r eine neue Entspannungspolitik<\/strong><br>\nAls der sozialdemokratische Bundeskanzler Willy Brandt 1969 mit seiner Ostpolitik begann, die auf eine Entspannung des Verh&auml;ltnisses zur Sowjetunion und zu unseren &ouml;stlichen Nachbarn setzte, wurde er gerade auch von konservativen Kreisen als Volksverr&auml;ter beschimpft. &Auml;hnlich ergeht es heute all denjenigen, die auf Kooperation statt Eskalation im Verh&auml;ltnis zu Russland setzen. Tats&auml;chlich aber ist eine neue Entspannungspolitik dringend an der Zeit. Weder die Welt noch Europa wird sicherer und friedlicher, wenn wir weiterhin auf eine Politik der Sanktionen und der Dialogverweigerung mit der russischen F&uuml;hrung setzen. Eine politische L&ouml;sung f&uuml;r Syrien, die den B&uuml;rgerkrieg beendet und gemeinsam vom Westen und von Russland auf den Weg gebracht wird, k&ouml;nnte einen Neustart der Beziehungen einleiten. Dazu brauchen wir allerdings eine radikale Wende in der deutschen Au&szlig;enpolitik. Die bisherige Unterordnung unter die auf Regime Change und Chaos im Nahen und Mittleren Osten orientierte US-Politik muss beendet werden. Die gewonnene Bewegungsfreiheit kann dann f&uuml;r eine diplomatische Offensive genutzt werden, den Krieg in Syrien auf dem Verhandlungsweg gemeinsam mit Russland zu beenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/themen\/debatte-zur-deutschen-russlandpolitik\/petersburger-dialog-zeit-fuer-eine-neue-entspannungspolitik\/12487528.html\">Sahra Wagenknecht im Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>US-Pr&auml;sidentschafts-Wahlkampf: Clinton aussichtsreichste Kandidatin der Demokraten<\/strong><br>\nMit Bernie Sanders kann der Favoritin f&uuml;r die Kandidatur der Demokraten nur noch ein Vertreter des linken Fl&uuml;gels gef&auml;hrlich werden<br>\nMit Vizepr&auml;sident Joe Biden hat sich am Mittwoch einer der prominentesten Demokraten aus dem Rennen um das Amt des 45. Pr&auml;sidenten der Vereinigten Staaten verabschiedet. Gut ein Jahr vor der Wahl des Nachfolgers von Barack Obama am 8. November 2016 ist nach Meinung vieler US-Kommentatoren damit das Rennen unter den Demokraten bereits gelaufen.<br>\nAuch wenn die Partei ihren Kandidaten erst im Sommer n&auml;chsten Jahres aufstellt, gilt vielen eine Kandidatur der fr&uuml;heren Au&szlig;enministerin Hillary Clinton als so gut wie sicher. Sie hatte die erste Fernsehdebatte ihrer Partei in der vergangenen Woche f&uuml;r sich entschieden und ihren Vorsprung in den Umfragen noch ausgebaut.<br>\nIhrem &auml;rgsten Konkurrenten, dem Abgeordneten Bernie Sanders, der dem linken Parteifl&uuml;gel angeh&ouml;rt, werden nur noch geringe Chancen einger&auml;umt. In aktuellen Umfragen liegt Sanders rund zwanzig Prozentpunkte hinter Clinton.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201510223718\/politik\/welt\/us-praesidentschaftswahlkampf-clinton-aussichtsreichste-kandidatin-der-demokraten.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Drohnen-Krieg: Geschichten hinter den Opfern<\/strong><br>\nIn den &ldquo;Drone Papers&rdquo; wurde der amerikanische Drohnenkrieg enth&uuml;llt, das Schicksal der Opfer ist weithin unbekannt geblieben. (&hellip;)<br>\nVor wenigen Tagen ver&ouml;ffentlichte das Investigativportal &ldquo;The Intercept&rdquo; die bis dato ausf&uuml;hrlichsten Enth&uuml;llungen zum US-amerikanischen Drohnen-Krieg, die sogenannten &ldquo;Drone Papers&rdquo;. Zu verdanken war dies einem anonymen Whistleblower, der mittlerweile als &ldquo;zweiter Edward Snowden bezeichnet wird.<br>\nDieser Vergleich ist sicherlich berechtigt, wenn man das Ausma&szlig; der Enth&uuml;llungen in Betracht zieht. Durch &ldquo;Drone Papers&rdquo; wurden viele schon bekannte Tatsachen zum Drohnen-Krieg best&auml;tigt, vor allem die willk&uuml;rliche Auswahl der Zielpersonen sowie die hohe Anzahl ziviler Todesopfer. Was jedoch weiterhin eher in den Hintergrund ger&auml;t, sind die individuellen Geschichten der Opfer, die das Ausma&szlig; dieser nun seit vierzehn Jahren anhaltenden Mordkampagne auf einer emotionalen Ebene um einiges deutlicher machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46334\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bayern, des samma mia<\/strong><br>\n&raquo;Sie sind aus Bayern, oder?&laquo; Das h&ouml;re ich oft. Mein Dialekt l&auml;sst sich nur schwer in den hochdeutschen Griff kriegen. Dazu artikuliere ich die Vokale zu offen, mische ich A und O zu gewandt. Das kriege ich nicht weg. Und so merkt man nach zwei S&auml;tzen, dass ich die meiste Zeit meines Lebens in Oberbayern zubrachte. &raquo;Ja, ich bin aus Bayern. Merkt man das denn?&laquo;, kokettiere ich als Antwort meist. Und dann legen sie los. Bayern sei toll. Nette Leute und das Bier. Meist wird es dann politischer. Die einen sagen: Und f&auml;hige Leute in der Landesregierung. Die anderen meinen: Leider sind die Bayern &ndash; deutschlandweit betrachtet &ndash; schon chauvinistisch, selbstverliebt und unmoralisch. Im Regelfall nicke ich beim zweiteren Typus. Vom ersteren verabschiede ich mich meist ganz schnell. Beide Exemplare offenbaren aber einen gro&szlig;en gemeinsamen Nenner: Sie reduzieren das Bayerische, wie immer man das letztlich definieren mag, als das CSU-Bayern. Und das &auml;rgert mich zunehmend.<br>\nDieser Tage ist es mal wieder extrem. Sie h&ouml;ren den Seehofer poltern und meinen, da spricht das Bayertum in seiner ungetr&uuml;bten Reinkultur. Ein Bayer reinsten Zwetschgenwassers denkt, f&uuml;hlt und schlussfolgert eben so. Die CSU ist gewisserma&szlig;en das Destillat bayerischen Lebensgef&uuml;hls. Die sind halt alle xenophob, isolationistisch und arrogant. Wollen eine Mauer, die Osteuropa abgrenzt und finden Ossis grunds&auml;tzlich doof und von ihrer Geschichte versaut. Das Stereotyp eines Bayern findet sich in journalistischen Texten wie in Internetforen. Die Leute scheinen zu wissen, wie sie sich Bayern vorstellen sollen. Doch verdammt, es gab und gibt ein anderes Bayern! Das bayerische Erbe hat auch linke Elemente und Weltoffenheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/988760.bayern-des-samma-mia.html\">Heppenheimer Hiob<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>ARD-Tagesschau: Aufnahmen mit Wirklichkeitsbruch<\/strong><br>\nErneut muss sich das Nachrichtenflaggschiff den Vorwurf gefallen lassen, die Realit&auml;t zu verzerren<br>\n&ldquo;Auch wenn die Gesamtaussage dieses Nachrichtenfilms den Tatsachen entsprach, h&auml;tte die Verwendung der kurzen Archivbildsequenz nat&uuml;rlich unterbleiben m&uuml;ssen. Dieses Vers&auml;umnis bedauern wir.&rdquo; Mit diesen Worten zitiert Focus Kai Gniffke, den Chefredakteur von ARD-aktuell. Hintergrund: Der Tagesschau wird vorgeworfen, erneut eine fragw&uuml;rdige Bildauswahl vorgenommen zu haben. Worum geht es?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46350\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Theo Zwanziger zur WM-Bewerbung 2006: &ldquo;Es ist eindeutig, dass es eine schwarze Kasse gab&rdquo;<\/strong><br>\nDer ehemalige DFB-Pr&auml;sident Theo Zwanziger best&auml;tigt im SPIEGEL die Existenz einer schwarzen Kasse rund um die deutsche Bewerbung f&uuml;r die WM 2006. Schwere Vorw&uuml;rfe erhebt Zwanziger gegen seinen Nachfolger Wolfgang Niersbach.<br>\nDer ehemalige DFB-Pr&auml;sident Theo Zwanziger hat seinen Nachfolger Wolfgang Niersbach scharf attackiert. &ldquo;Es ist eindeutig, dass es eine schwarze Kasse in der deutschen WM-Bewerbung gab&rdquo;, so Zwanziger im SPIEGEL. Und &ldquo;es ist ebenso klar, dass der heutige DFB-Pr&auml;sident davon nicht erst seit ein paar Wochen wei&szlig;, wie er behauptet, sondern schon seit mindestens 2005. So wie ich das sehe, l&uuml;gt Niersbach.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/sport\/fussball\/wm-vergabe-2006-theo-zwanziger-greift-wolfgang-niersbach-an-a-1059299.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Das Saubermann-Image Deutschlands: Die Fassade ist zusammengebrochen. In der deutschen Wirtschaft wird der Betrug als Computerprogramm heimlich eingebaut (Abgas-Skandal). In der Politik tr&auml;gt der zur&uuml;ckgekehrte h&auml;ssliche Deutsche offen die europ&auml;ische Idee zu Grabe. Und im Fu&szlig;ball wird ein Sommerm&auml;rchen erz&auml;hlt, das die Realit&auml;t versteckt. Die Wirklichkeit dahinter sieht einfach nur besch&auml;mend aus.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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