{"id":2809,"date":"2007-12-03T09:57:17","date_gmt":"2007-12-03T08:57:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2809"},"modified":"2007-12-03T09:57:17","modified_gmt":"2007-12-03T08:57:17","slug":"hinweise-des-tages-539","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2809","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=2809&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Merkel: Koalition wird weitere Mindestlohn-Regelungen pr&uuml;fen<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel schlie&szlig;t Mindestlohn-Regelungen f&uuml;r weitere Wirtschaftszweige nicht aus. Branchen, die Lohnuntergrenzen &uuml;ber eine Aufnahme in das Entsendegesetz anstrebten, k&ouml;nnten dies bis kommenden M&auml;rz beantragen, sagte CDU-Vorsitzende. Die Gro&szlig;e Koalition werde das dann pr&uuml;fen. Voraussetzung sei aber eine Einigung der Tarifpartner in dieser Frage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/idw_dlf\/704844\/\">DLF Interview der Woche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die weitere strikte Ablehnung eines gesetzlichen Mindestlohns und das Abstellen auf eine Einigung der Tarifpartner zeigt die ganze Scheinheiligkeit der Position der Kanzlerin:<br>\nDer Mindestlohn ist doch &uuml;berhaupt erst auf solchen Berufsfeldern relevant, wo die Arbeitnehmerseite zu schwach ist, um sich einen Tarifvertrag zu erk&auml;mpfen (siehe z.B. die PIN AG, wo die dort Besch&auml;ftigten sogar gegen einen Mindestlohn demonstrierten oder demonstrieren mussten).<br>\nLaut IAB waren im Jahr 2006 nur noch 57 Prozent der Betriebe tarifgebunden. In Ostdeutschland sank der entsprechende Anteil der Besch&auml;ftigten von 56 sogar auf 41 Prozent.<br>\nDie Haltung Merkels entspricht einem zynischen Betrachter am Flussufer, der einem Ertrinkenden zuruft: &bdquo;Schwimm doch einfach, dann ers&auml;ufst Du auch nicht.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die CDU staubt Themen ab<\/strong><br>\nMerkel-Biograf Gerd Langguth sieht in der CDU eine &ldquo;Catch all&rdquo;-Partei, die alle Schichten ansprechen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2007%2F12%2F03%2Fa0106&amp;src=GI&amp;cHash=e6aee52370&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bemerkenswert ist, dass Langguth, ehemals im Bundesvorstand der CDU und heute Politikprofessor an der Uni Bonn, auf die Frage, was Angela Merkel wolle, zun&auml;chst kein inhaltliches Ziel nennt, sondern ausf&uuml;hrt: &ldquo;Sie will sich durch Spitzenleistungen verwirklichen. Das ist ihr eigentliches Lebensziel. Sie sucht Selbstbest&auml;tigung in der von anderen anerkannten Leistung. Sie will besser sein als alle anderen.&rdquo; Demnach ist sie von Gerhard Schr&ouml;der gar nicht so weit entfernt: Selbstverwirklichung ist alles.<\/em><\/p>\n<p>Hinweis auf die Kritik des <a href=\"?p=2456%20\">Grundsatzprogramms der CDU auf den NachDenkseiten <\/a><\/p>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Ein Grundsatzprogramm f&uuml;r alle<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/ein-grundsatzprogramm-fuer-alle\/?src=SZ&amp;cHash=6e21c71e99\">taz<\/a><\/p>\n<p><strong>Partei sucht Mitte<\/strong><br>\nDass der CDU ein &raquo;Linksrutsch&laquo; bescheinigt wird, weil R&uuml;ttgers an die &raquo;Soziale Marktwirtschaft&laquo; erinnerte, ist so absurd wie aufschlussreich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/seiten\/2007\/48\/11045.php\">Jungle World<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ohne Gesp&uuml;r f&uuml;r die Risiken<\/strong><br>\nDie &auml;tzende Kritik an den gescheiterten Strategen des globalen Finanzmarkts hat Steinbr&uuml;ck einmal mehr auf die Titelseiten der internationalen Wirtschaftspresse gebracht. Dennoch ist sie in der Grundtendenz falsch. Wir haben es bei der Bankenkrise nicht mit einer H&auml;ufung individueller Fehlleistungen zu tun, sondern mit einem Systemversagen, von dem nahezu alle deutschen Institute betroffen sind, angefangen von der Deutschen Bank bis zu den sonst doch recht erfolgreich agierenden Landesbanken in Baden-W&uuml;rttemberg und Bayern. Zu diesem Systemversagen aber hat die deutsche Finanzpolitik mitsamt der von ihr organisierten Bankenaufsicht beigetragen.<br>\nZwar waren es einmal mehr die Amerikaner, die den schwunghaften und oftmals selbst &uuml;ber Kredite finanzierten Handel mit verbrieften Hypotheken-, Auto-, Kreditkarten- oder Leasing-Forderungen erfunden haben. Doch hat die deutsche Politik nicht reagiert, als internationale Investmentbanken solche Produkte auch deutschen H&auml;usern schmackhaft machten. Schlimmer noch: Die Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht lie&szlig; das Management der SachsenLB selbst dann noch gew&auml;hren, als von ihr eingesetzte Wirtschaftspr&uuml;fer herausgefunden hatten, dass die Provinzbank ein viel zu gro&szlig;es Rad drehte und l&auml;ngst Gefahr lief, die eigene Existenz zu verspielen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/print\/meinung\/706491.html?_=print\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Weckruf an die Gro&szlig;gewerkschaften<\/strong><br>\nIndustriesoziologe Hans-Peter M&uuml;ller &uuml;ber die Ziele der GDL und Abspaltungstendenzen in anderen Branchen<br>\nQuelle. <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/print\/wirtschaft\/706521.html?_=print\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Dreht&uuml;r rotiert: Margareta Wolf steigt bei Deekeling Arndt Advisors ein<\/strong><br>\nMargareta Wolf, ehemalige Parlamentarische Staatssekret&auml;rin im Bundeswirtschaftsministerium sowie im Bundesumweltministerium, wechselt zum 1. Dezember 2007 als &bdquo;Principal&ldquo; in das Berliner B&uuml;ro von Deekeling Arndt Advisors (DAA). Parallel zu Margareta Wolf, die fest bei DAA einsteigt, gewann das Beratungsunternehmen zwei weitere renommierte Politiker als assoziierte Berater: Der fr&uuml;here nordrhein-westf&auml;lische Ministerpr&auml;sident und Bundeswirtschaftsminister, Wolfgang Clement, sowie der ehemalige Regierungssprecher und langj&auml;hrige Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses des Deutschen Bundestages, Friedhelm Ost, verst&auml;rken DAA als &bdquo;Senior Advisor&ldquo;. Deekeling Arndt Advisors in Communications ist mit mehr als 60 Beratern in D&uuml;sseldorf, Berlin und Frankfurt eine der f&uuml;hrenden strategischen Kommunikationsberatungen in Deutschland.<br>\nMargareta Wolf wird das von Dr. Tobias Korenke geleitete Berliner B&uuml;ro von DAA unterst&uuml;tzen. Auf gleichem Feld ist der ehemalige Sprecher der Gr&uuml;nen-Fraktion im Bundestag, Dietmar Huber, seit vorigem Jahr f&uuml;r DAA t&auml;tig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deekeling-arndt.de\/documents\/PM_MargaretaWolf_071122.pdf\">Deekeling Arndt Advisors [PDF &ndash; 36 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anstelle einer Anmerkung hier ein Zitat aus der Meldung:<\/strong> &bdquo;Sie wird Unternehmen insbesondere in Fragestellungen beraten, die grunds&auml;tzliche wirtschafts- und umweltpolitische Debatten ber&uuml;hren. Zu ihren Kernaufgaben z&auml;hlen dabei die Analyse politischer Meinungsbildung und die Formulierung von Kommunikationsstrategien in Richtung Politik.&ldquo;<br>\nUnd noch etwas: Wolfgang Clement hat die Liste seiner Jobs erweitert:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Dussmann AG &amp; Co. KGaA, Berlin (Branchenprimus bei den Geb&auml;udereinigern): Aufsichtsrat<\/em><\/li>\n<li><em>M. DuMont Schauberg GmbH &amp; Co. KG, K&ouml;ln (u.a. K&ouml;lner Stadtanzeiger, Frankfurter Rundschau, Express et. al.): Vorstand<\/em><\/li>\n<li><em>Landau Media AG, Berlin (einem Anbieter von Medienbeobachtung und Resonanz-Analysen: Aufsichtsrat<\/em><\/li>\n<li><em>RWE Power AG, Essen (einer der gr&ouml;&szlig;ten Stromproduzenten Europas): Aufsichtsrat<\/em><\/li>\n<li><em>Wolters Kluwer Germany, K&ouml;ln-M&uuml;nchen (Deutscher Wirtschaftsdienst): Beirat<\/em><\/li>\n<li><em>Citigroup Global Markets Deutschland AG &amp; Co. KGaA, Frankfurt: Beirat<\/em><\/li>\n<li><em>Chariman Adecco-Institut, (Adecco ist der Welt gr&ouml;&szlig;ter Leiharbeitsvermittler) London: Beirat<\/em><\/li>\n<li><em>DIS Deutscher Industrie Service AG (Personaldienstleister): Vorsitzender des Beirats<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Politisch neu aktiv wurde er im konservativen &bdquo;B&uuml;rgerKonvent&ldquo; von Roman Herzog.<br>\nGeorg Wilhelm Adamowitsch (Clements fr&uuml;herer Staatssekret&auml;r) ist &uuml;brigens gemeinsam mit Friedhelm Ost und Rolf Bietmann Partner der Die PKS GmbH (Unternehmen f&uuml;r strategische politische und wirtschaftliche Kommunikation).<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>IAQ ver&ouml;ffentlicht Report aus Alters&uuml;bergangs-Monitor<\/strong><br>\nDie Erwerbst&auml;tigkeit der &uuml;ber 50-J&auml;hrigen ist in den letzten zehn Jahren von 47 auf 53,7 Prozent gestiegen. Das Problem der Altersarbeitslosigkeit ist damit aber keineswegs gel&ouml;st. Vor allem unter den &uuml;ber 60-J&auml;hrigen hat die Arbeitslosigkeit zugenommen, versch&auml;rft durch die Arbeitsmarkt- und Rentenreformen. Das zeigen aktuelle Ergebnisse des Alters&uuml;bergangs-Monitors, mit dem das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universit&auml;t Duisburg-Essen den &Uuml;bergang zwischen der Erwerbs- und Ruhestandsphase untersucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news?print=1&amp;id=237483\">Informationsdienst Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li><strong>Beim ersten Windhauch eingeknickt<\/strong><br>\nWohl selten hat eine Juso-Chefin so fr&uuml;h eine Chance bekommen, politisches R&uuml;ckgrat zu beweisen. Franziska Drohsel ist angetreten, die Jusos st&auml;rker in sozialen Bewegungen zu verankern. Da h&auml;tte ihr mehr Standfestigkeit in dieser Frage gut zu Gesicht gestanden. Stattdessen beugt sich Drohsel der konservativen Presse, allen voran der Bild-Zeitung. Und sie l&auml;sst sich ihre &Uuml;berzeugungen von Unionsabgeordneten wie Wolfgang Bosbach vorschreiben, bei denen Zweifel angebracht sind, ob sie schon jemals zuvor von der Roten Hilfe geh&ouml;rt hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2007%2F12%2F03%2Fa0111&amp;src=GI&amp;cHash=b56222eed4&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das ist nur peinlich, sondern ziemlich traurig. Wie geht dann ein Politiker erst mit innerparteilichem Druck um, wenn er\/sie sich sein\/ihr Profil von der Opposition vorschreiben l&auml;sst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Einheitsrussen m&uuml;ssen triumphieren<\/strong><br>\nUm seinen Wahlsieg muss sich Wladimir Putin keine Sorgen machen. Doch die Partei des Pr&auml;sidenten ist nicht so popul&auml;r, wie er es gerne h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/seiten\/2007\/48\/11048.php\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Chef von &bdquo;Echo Moskau&ldquo;&uuml;ber sein Land: &bdquo;Gegen Mord bin ich machtlos&ldquo; <\/strong><br>\nAls Putin Pr&auml;sident wurde, gab es in Russland sechs Fernsehsender &ndash; vier staatliche und zwei private. Heute gibt es sechs Staatssender. Alexej Wenediktow, Chef des Radiosenders Echo Moskau, &uuml;ber Putin und die Pressefreiheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7\/Doc~E3CCFBD9B3DDE4145A9E0E1A67CE0348F~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2809","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2809","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2809"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2809\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2809"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2809"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2809"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}