{"id":2812,"date":"2007-12-04T09:11:05","date_gmt":"2007-12-04T08:11:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2812"},"modified":"2007-12-04T09:11:05","modified_gmt":"2007-12-04T08:11:05","slug":"hinweise-des-tages-540","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2812","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=2812&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Rechnen, bis es passt<\/strong><br>\nHinter verschlossenen T&uuml;ren haben Regierungsexperten offenbar die vom Statistischen Bundesamt gelieferten Zahlen so lange hin und her gerechnet, bis f&uuml;r 2007 und 2008 rausgekommen ist, was wohl rauskommen sollte: Die Regels&auml;tze f&uuml;r die Sozialhilfe und damit auch f&uuml;r Alg II bleiben gegen&uuml;ber 2006 unver&auml;ndert. Das ist eine sch&ouml;ne Bescherung f&uuml;r den Finanzminister. Und eine Bankrotterkl&auml;rung nicht nur f&uuml;r den deutschen Sozialstaat, sondern f&uuml;r den Rechtsstaat gleich mit. Eine M&ouml;glichkeit, die Expertenrechnung nachzuvollziehen, gibt es n&auml;mlich nicht.<br>\nWas viele Bundesb&uuml;rger nicht wissen: Das Existenzminimum ist nicht nur f&uuml;r Sozialhilfe- oder Alg- II-Empf&auml;nger relevant. Seine Bemessung ist f&uuml;r jeden Steuerzahler von immenser Bedeutung. Denn laut Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts darf der Fiskus Einkommen bis zur H&ouml;he dieses Existenzminimums nicht besteuern. Ihre Belastung w&uuml;rde sinken, weil der entsprechende Freibetrag angehoben werden m&uuml;sste. Der Finanzminister allerdings h&auml;tte ein gro&szlig;es Problem. Vorausgesetzt, der Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit geht weiter nur stockend voran, w&uuml;rden nicht nur die steuerfinanzierten Alg-II-Ausgaben steigen, sondern gleichzeitig die Steuereinnahmen sinken ein haushaltspolitischer GAU.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2006\/01\/Rechnen_bis_es_passt?page=all\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<li><strong>Millionen Deutsche verdienen zu wenig zum Leben<\/strong><br>\nArm trotz Arbeitsplatz: Immer weniger Menschen in Deutschland k&ouml;nnen allein vom Lohn ihrer Arbeit leben. Die Zahl derer, die deshalb auf das Arbeitslosengeld II angewiesen sind, geht nach Berechnungen von Arbeitsmarktforschern in die Millionen. Allein zwischen 2005 und Januar 2007 sei die Zahl der &ldquo;Aufstocker&rdquo; um 420.000 auf rund 1,3 Millionen gestiegen. &Uuml;ber das ganze Jahr 2005 betrachtet hatten rund 2,1 Millionen Personen zumindest f&uuml;r kurze Zeit zus&auml;tzlich zu ihrem Lohn Arbeitslosengeld II oder andere finanzielle Hilfen erhalten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Millionen%20Deutsche%20Leben\/287443.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wie sagt doch unsere Kanzlerin: Sozial ist was Arbeit schafft.<\/em><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.iab.de\/de\/informationsservice\/presse\/presseinformationen\/kb2207.aspx\">IAB<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Mindestlohn reicht f&uuml;r viele Bauarbeiter nicht f&uuml;r die Familie<\/strong><br>\nDass auch die Einf&uuml;hrung eines gesetzlichen Mindestlohnes f&uuml;r alle Branchen diesen Zustand nicht beenden wird, beweist der Umstand, dass rund 6 Prozent der vollzeitbesch&auml;ftigten Aufstocker und sogar 13 Prozent der Teilzeit-Aufstocker im Jahr 2005 Bauarbeiter waren. Und das, obwohl es in diesem Gewerbe seit nunmehr gut 10 Jahren einen Branchenmindestlohn (von 12,47 Euro WL) gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutschland\/Einkommen-Mindestlohn-Hartz-IV;art122,2432173\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Nun liest man t&auml;glich, dass die Mindestl&ouml;hne am Bau st&auml;ndig unterlaufen werden, aber immerhin beweist diese Tatsache, wie moderat die Forderung nach einem Mindestlohn von 7,50 Euro ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>D&auml;nischer Arbeitsmarkt saugt Ausl&auml;nder an<\/strong><br>\nAkuter Arbeitskr&auml;ftemangel in D&auml;nemark hat den Anteil von Deutschen und anderen Ausl&auml;ndern massiv nach oben getrieben. Knapp 2,6 Millionen Stellen in der Privatwirtschaft und mehr als zehn Prozent der Stellen im &ouml;ffentlichen Dienst werden derzeit von Ausl&auml;ndern besetzt, berichtete die Kopenhagener Zeitung &ldquo;Politiken&rdquo; am Montag. 60.000 Besch&auml;ftigte seien von ausl&auml;ndischen Firmen entsandt, darunter zu einem erheblichen Teil aus Deutschland. Die zahlreichen &ldquo;Gastarbeiter&rdquo; gelten in D&auml;nemark immer mehr als einzig m&ouml;gliche Rettung vor einem Konjunktur-Einbruch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/:D%E4nischer%20Arbeitsmarkt%20Ausl%E4nder\/287243.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Zum Hintergrund dieser Ergebnisse einer ganz anderen Wirtschaftspolitik ein Zitat aus Wikipedia (Stand 3.12.2007):<\/em> <\/p>\n<blockquote><p><em>D&auml;nemark wird von Reformern gerne als Beispiel f&uuml;r einen deregulierten Arbeitsmarkt angef&uuml;hrt, weil das Land &uuml;ber keinen, mit der deutschen Regelung vergleichbaren, K&uuml;ndigungsschutz verf&uuml;gt. Allerdings liegt der Anteil der &ouml;ffentlich Besch&auml;ftigten mit ca. 28 % (800.000) (2006) aller Erwerbst&auml;tigen (ca. 2.800.000) etwa doppelt so hoch wie in Deutschland. Weil der Staat das Arbeitskr&auml;fteangebot f&uuml;r die Privatwirtschaft k&uuml;nstlich verknappt, f&auml;llt der Verzicht auf detaillierte K&uuml;ndigungsschutzregelungen leicht. Unter dem Motto &ldquo;Flexicurity&rdquo; werden liberale Besch&auml;ftigungsregelungen, hohe soziale Absicherung und eine aktive Arbeitsmarktpolitik miteinander kombiniert. Arbeitslose erhalten eine wesentlich h&ouml;here Arbeitslosenhilfe als in Deutschland und werden umfassend f&uuml;r neue Stellen qualifiziert.<br>\nDer gewerkschaftliche Organisationsgrad ist extrem hoch (&uuml;ber 75 %). Tarifverhandlungen finden zentralisiert zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften statt. Zwar besitzt D&auml;nemark keinen gesetzlich festgelegten Mindestlohn, aber Mindestentgelte werden in der Regel durch Tarifvertr&auml;ge normiert und von den Betrieben eingehalten. Die Gewerkschaften haben das Recht, zum Boykott gegen Arbeitgeber aufzurufen, die sich nicht an die Tarifregelungen halten. Obwohl das d&auml;nische System den Arbeitgebern hohe Zugest&auml;ndnisse abverlangt, wird es im Allgemeinen von allen Beteiligten akzeptiert, weil es sich in den vergangenen 100 Jahren als sehr erfolgreich erwiesen hat.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Und das in D&auml;nemark mit einer weitaus h&ouml;heren Staatsquote, mit einem besser ausgebauten Wohlfahrtsstaat, mit hohen Steuern und all den f&uuml;rchterlichen Dingen, die in Deutschland angeblich Arbeitspl&auml;tze verhindern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Private Rentenversicherer sind nicht auf h&ouml;here Lebenserwartung eingestellt<\/strong><br>\nBritische Wissenschaftler schlugen mit der Meldung Alarm, dass sich weder Regierungen noch private Rentenversicherer oder Pensionsfonds auf diese h&ouml;here Lebenserwartung eingestellt h&auml;tten, weshalb ihnen schwere Probleme drohten. In vielen L&auml;ndern werden solche privaten und kapitalgedeckten Rentenmodelle als &ldquo;zukunftssichere&rdquo; Altersvorsorge angepriesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/3\/99828\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Ex-Postminister Wolfgang B&ouml;tsch: &ldquo;Mindestlohn stoppt Dumping&rdquo;<\/strong><br>\nAls Postminister trieb B&ouml;tsch (CSU) die Privatisierung voran. Er findet den Mindestlohn-Kompromiss vern&uuml;nftig. F&uuml;r das Jammern der Post-Wettbewerber PIN und TNT hat er kein Verst&auml;ndnis: &bdquo;Die Absicht der Liberalisierung des Postmarkts war ja nie, Wettbewerb dadurch in Gang zu bringen, indem man die Leute so schlecht bezahlt, dass es nicht mehr f&uuml;r ihren Lebensunterhalt reicht. Es geht um akzeptable Geb&uuml;hren und akzeptable L&ouml;hne.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/mindestlohn-stoppt-dumping-der-konkurrenz\/?src=SZ&amp;cHash=5de664fd25\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>R&uuml;ckzug vom Briefmarkt<\/strong><br>\nDer geplante Post-Mindestlohn sorgt f&uuml;r R&uuml;ckzug auf dem Briefmarkt: TNT und Hermes legen Investitionspl&auml;ne auf Eis, Springer erw&auml;gt den Verkauf seines Postdienstleisters PIN.<br>\nDer von PIN und TNT gest&uuml;tzte Branchenverband sieht durch den Mindestlohn 20 000 der 60 000 Stellen bei den Post-Wettbewerbern gef&auml;hrdet. Die Gewerkschaft Verdi weist das zur&uuml;ck. PIN und TNT h&auml;tten darauf gebaut, dass Niedrigl&ouml;hne durch Arbeitslosengeld aufgestockt w&uuml;rden: &ldquo;Weil man sich k&uuml;nftig nicht mehr aus den Sozialkassen bedienen kann, l&auml;sst man das Gesch&auml;ft jetzt fallen wie eine hei&szlig;e Kartoffel&rdquo;, sagte eine Verdi-Sprecherin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1252639&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell&amp;em_ivw=fr_wirstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Hatte ich nicht unl&auml;ngst gewettet, dass die trotz Billigstl&ouml;hnen rote Zahlen schreibende PIN AG die Mindestl&ouml;hne bei den Briefzustellern als Begr&uuml;ndung f&uuml;r den Ausstieg von Springer aus dieser Branche herhalten muss. Leider hat niemand dagegen gewettet. So doof war wohl niemand.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sieben Tods&uuml;nden<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will jetzt ein Holdingmodell als Form der Bahnprivatisierung &shy;durchziehen. Bundestag und Bundesrat sollen erst gar nicht mehr gefragt werden. Eine Kritik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/12-04\/008.php?print=1\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Weniger Lkw-Maut: Tiefensee will Spediteure schonen<\/strong><br>\nVerkehrsminister will den Spediteuren k&uuml;nftig weniger f&uuml;r die von Lastern verursachten Stra&szlig;ensch&auml;den berechnen. Schlecht f&uuml;r die Steuerzahler &ndash; und f&uuml;rs Klima.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/tiefensee-will-spediteure-schonen\/?src=SZ&amp;cHash=cd133b8c20\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Viele Topmanager qu&auml;lt das schlechte Gewissen<\/strong><br>\nDeutsche Topmanager kommen durch ihren Job h&auml;ufig in moralische Konflikte. 57 Prozent der F&uuml;hrungskr&auml;fte qu&auml;lt mehrmals j&auml;hrlich ihr schlechtes Gewissen, weil ihr Handeln mit einstigen Wertvorstellungen unvereinbar ist. Das ergab eine Umfrage der Personalberatung LAB Lachner Aden Beyer &amp; Company in Kooperation mit der Wirtschaftswoche, die gut 300 Manager beantworteten. 47 Prozent beobachten demnach im beruflichen Umfeld regelm&auml;&szlig;ig moralisch verwerfliches Handeln. Und bei 72 Prozent haben sich die ethischen Ma&szlig;st&auml;be im Laufe ihres Berufslebens verschoben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1252030&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell&amp;em_ivw=fr_wirstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wie sagte doch Telekom-Chef Ren&eacute; Obermann, laut Bild am Sonntag mit 2,6 Millionen Euro verg&uuml;tet: Seine Bez&uuml;ge bewegten sich im Rahmen, wenn man seine gro&szlig;e Verantwortung und seine 90-Stunde-Woche bedenke. Nehme man mal zum Vergleich die Kanzlerin, die wohl etwa 360.000 Euro im Jahr hat. Sie m&uuml;sste also in der Woche 630 Stunden arbeiten um soviel wie Obermann zu verdienen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Kein Wunder, dass Mehdorn nicht an der Grundversorgung der Bev&ouml;lkerung oder an der Arbeitsplatzsicherung der Besch&auml;ftigten sondern nur am Profit interessiert ist, wenn drei Viertel seiner Bez&uuml;ge (3,2 Mio. &euro;)  erfolgsabh&auml;ngig sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>IPPNW widerspricht SPIEGEL-Artikel<\/strong><br>\nNach Auffassung der IPPNW (Internationale &Auml;rzte f&uuml;r die Verh&uuml;tung des Atomkrieges, &Auml;rzte in sozialer Verantwortung) ist der Artikel &raquo;Legenden vom b&ouml;sen Atom&laquo; im Magazin &raquo;Der Spiegel&laquo; vom 19.11.2007 nicht seri&ouml;s. Der Autor des Beitrages st&uuml;tzt sich unter anderem auf alte und l&auml;ngst widerlegte Zahlen sowie auf Aussagen des M&uuml;nchner Strahlenbiologen Professor Albrecht Kellerer. Dieser hat als ausgewiesener Bef&uuml;rworter der Atomenergie die gesundheitlichen Folgen von Tschernobyl schon 1990 und somit zu einem Zeitpunkt pauschal bestritten, als dies wissenschaftlich &uuml;berhaupt noch nicht absch&auml;tzbar war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/article\/20071126_IPPNW_widerspricht_SPIEGEL.html\">IPPNW<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Diskrepanz zwischen Reden und Handeln&rdquo; &ndash; UNO-Umweltchef kritisiert deutsche Wirtschaft<\/strong><br>\nDer Leiter des UNO-Umweltprogramms UNEP, Achim Steiner, wirft der deutschen Wirtschaft eine Diskrepanz zwischen Reden und Handeln vor. &ldquo;Zum Beispiel bekennen sich die Unternehmen der Verkehr- und Energiebranchen zwar &ouml;ffentlich zum notwendigen Klimaschutz. Zugleich erleben wir aber, dass konsequente Schritte immer wieder in Frage gestellt werden&rdquo;, sagte Steiner der &ldquo;Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung&rdquo; mit Blick auf die am Montag beginnende Weltklimakonferenz auf Bali. Die UNEP bedaure, dass nicht nur Deutschland, sondern viele Industriel&auml;nder zu lange gez&ouml;gert h&auml;tten, in eine effizientere Energiezukunft zu investieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ngo-online.de\/ganze_nachricht.php?H=N&amp;Nr=17067\">ngo-online<\/a><\/li>\n<li><strong>Studie: Makro&ouml;konomische Flankierung struktureller Reformen im Rahmen der Lissobon-Strategie<\/strong><br>\nDie Studie kommt zu dem Ergebnis, dass umfangreiche Strukturreformen eine kurzfristige D&auml;mpfung der &ouml;konomischen Aktivit&auml;t bewirken k&ouml;nnen. Mittelfristig &uuml;berwiegen den Analysen zufolge bei den G&uuml;termarktreformen die positiven Effekte, w&auml;hrend im Fall von Arbeitsmarktreformen die empirische Evidenz entsprechender Deregulierungsforderungen nicht best&auml;tigt werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.prognos.com\/data\/d\/\/news\/1196416168.pdf\">Prognos [PDF &ndash; 100 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Professor Prekarius &ndash; Akademiker in der beruflichen Endloswarteschleife<\/strong><br>\nDer Beitrag zeigt sehr sch&ouml;n den Zwiespalt, in den PrivatdozentInnen und Lehrbeauftragte geraten. Man will und muss in der Lehre aktiv bleiben, um sich eine Berufungschance zu wahren, macht dies auch gerne, aus reinem Enthusiasmus, und Spass an der Sache, und um einer Idee von Universit&auml;t willen, die eigentlich gerade von ihren Protagonisten zu Grabe getragen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/scala\/manuskript\/07-12-03_professor_prekarius.pdf\">wdr 5 [PDF &ndash; 96 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Tests und Schulb&uuml;cher sind ein Milliarden-Gesch&auml;ft<\/strong><br>\nPearsons, der gr&ouml;&szlig;te britische Schulbuchverlag, machte letztes Jahr einen Reingewinn von einer halben Milliarde Euro. Beide Gesch&auml;ftszweige verschmelzen zunehmend. Und das Gesch&auml;ft wird noch profitabler, wenn die Schulb&uuml;cher &auml;hnlich wie die Tests sich nicht mehr an demokratisch bestimmten Bildungszielen der Gesellschaft und auch nicht an den Lernbed&uuml;rfnissen der Kinder orientiert, sondern an dem Gewinn weniger Verleger. Wie das funktioniert, haben jetzt in Gro&szlig;britannien Schulbuchautoren publik gemacht: die Schulb&uuml;cher werden an die (zum Teil miserablen) Tests angeglichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/education.guardian.co.uk\/schools\/story\/0,,2220101,00.html\">Guardian<\/a><\/li>\n<li><strong>Un&uuml;berwundene Altlasten<\/strong><br>\nBereits 1947 hatte der alliierte Kontrollrat &uuml;ber die deutsche Schule geurteilt:\n<blockquote><p>Der Aufbau des deutschen Schulsystems betont den Klassengeist. Schon im Alter von 10 Jahren sieht sich das Kind eingruppiert oder klassifiziert durch Faktoren, auf die es keinen Einfluss hat, wobei die Einstufung fast unvermeidlich seine Stellung f&uuml;r das ganze Leben bestimmt. Diese Haltung hat bei einer kleinen Gruppe eine &uuml;berlegene Haltung und bei der Mehrzahl der Deutschen ein Minderwertigkeitsgef&uuml;hl entwickelt, das jene Unterw&uuml;rfigkeit und jenen Mangel an Selbstbestimmung m&ouml;glich machte, auf dem das autorit&auml;re F&uuml;hrerprinzip gedieh.<\/p><\/blockquote>\n<p>Der Darmst&auml;dter Soziologe Michael Hartmann hat j&uuml;ngst eindringlich gezeigt, wie sich die bundesdeutsche Elite weiterhin und &ndash; das ist das Erschreckende &ndash; seit einigen Jahren wieder verst&auml;rkt aus sich selbst reproduziert. Ganz offenbar hat sie kein Interesse daran, die Konkurrenz f&uuml;r die eigenen Kinder durch eine durchl&auml;ssigere Bildungspolitik in Schulen und Hochschulen zu erh&ouml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/artikel.php?pr=2717\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Heimliche Apartheid-W&uuml;nsche<\/strong><br>\nWenn das selektive Schulsystem die Bildungsarmut von Kindern der unteren sozialen Schichten verfestigt, ihnen und den behinderten Kindern Teilhaberechte verweigert, sie menschlich entwertet und zu den gesellschaftlich &Uuml;berfl&uuml;ssigen macht, dann geht die Verletzung ihres Menschenrechts auf Bildung uns alle an. Wie k&ouml;nnen wir sonst glaubw&uuml;rdig in Menschenrechtsfragen auftreten, wenn wir hierzu schweigen? Unser demokratisches Zusammenleben ist in Frage gestellt &ndash; und die langfristigen gesellschaftlichen Sch&auml;den und Folgekosten von Desintegration und Exklusion m&uuml;ssen auch von allen getragen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2007%2F12%2F03%2Fa0108&amp;src=GI&amp;cHash=79aa702813&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Faschismus &agrave; la Dugin<\/strong><br>\nW&auml;hrend sich Wladimir Putin derzeit offenbar anschickt, das politische System Russlands ganz auf seine Person und sein baldiges Comeback zuzuschneidern, und damit den Gro&szlig;teil der Aufmerksamkeit vor den anstehenden Duma-Wahlen auf sich lenkt, wird der wachsende Zulauf zu rechtsextremen Positionen in der russischen Gesellschaft h&auml;ufig &uuml;bersehen. Das mag auch daran liegen, dass einige prominente postsowjetische Ultranationalisten es verstehen, ihre N&auml;he zum historischen Faschismus mit positiv belegten Selbstetikettierungen wie &bdquo;Neoeurasismus&ldquo; oder &bdquo;Nationalpatriotismus&ldquo; zu verschleiern.<br>\nEine der bekanntesten Stimmen in diesem Kontext ist der Moskauer Publizist Alexander Dugin. Der 1962 geborene Gr&uuml;nder, Chefideologe und Vorsitzende der sogenannten Internationalen Eurasischen Bewegung verf&uuml;gt &uuml;ber Zugang zu h&ouml;chsten Regierungs- und Parlamentskreisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/artikel.php?pr=2721\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>Wo Wahlbeobachter als Spione gelten<\/strong><br>\nPutins Partei hat ihre &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit mit unfairen Mitteln errungen. Wer versicherte, f&uuml;r das &laquo;Geeinte Russland&raquo; zu stimmen, durfte zweimal an die Wahlurne, berichtet Matthias Braun aus Moskau.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/ausland\/831571.html\">Netzeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Leben von Ausl&auml;ndern in Russland: Rassismus mit R&uuml;ckenwind<\/strong><br>\nIn Russland h&auml;ufen sich rassistische &Uuml;bergriffe auf Ausl&auml;nder. Daran wird auch die Wahl am Sonntag nichts &auml;ndern &ndash; im Gegenteil. Ein Besuch in Tomsk.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/europa\/artikel\/1\/rassismus-mit-rueckenwind\/?src=SZ&amp;cHash=b57e948fab\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Iran geht gegen Frauen vor<\/strong><br>\nDie Journalistin Maryam Hosseinkhah sitzt im Teheraner Evin-Gef&auml;ngnis. Sie hat sich an einer gro&szlig; angelegten Kampagne f&uuml;r Gleichberechtigung beteiligt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/nahost\/artikel\/1\/iran-geht-gegen-frauen-vor\/?src=SZ&amp;cHash=4d0fb09d7c\">TAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2812","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2812","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2812"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2812\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2812"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2812"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2812"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}