{"id":2816,"date":"2007-12-06T09:13:14","date_gmt":"2007-12-06T08:13:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2816"},"modified":"2007-12-06T09:13:14","modified_gmt":"2007-12-06T08:13:14","slug":"hinweise-des-tages-542","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2816","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=2816&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Bahnprivatisierung: Sieben Tods&uuml;nden<\/strong><br>\nSeit dem Nein des Hamburger SPD-Parteitags vom 27. Oktober 2007 zum Bahnprivatisierungsgesetz diskutieren f&uuml;hrende Kreise der gro&szlig;en Koalition &uuml;ber ein scheinbar neues Modell der Privatisierung des Schienenverkehrs: Fahrweg und Transport (&raquo;Betrieb&laquo;) sollen getrennt und zun&auml;chst &raquo;nur&laquo; der Transport- und Logistikbereich vom Staat ver&auml;u&szlig;ert werden. Ausgesprochen skandal&ouml;s dabei ist, da&szlig; der Bundestag und der Bundesrat erst gar nicht mehr gefragt werden sollen. Das neue Modell soll &uuml;ber Beschl&uuml;sse des Vorstands und des Aufsichtsrats der Deutschen Bahn AG realisiert werden. <strong>Nach den Erfahrungen auf dem SPD-Parteitag ist nun beabsichtigt, die Privatisierung unter Verletzung elementarer demokratischer Gepflogenheiten durchzuboxen.<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/12-04\/008.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Neues aus dem Casino<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Immobilienkrise erfasst England<\/strong><br>\nDie Krise um fallende Haus- und Grundst&uuml;ckspreise trifft Gro&szlig;britannien mit voller Wucht. Die Preise f&uuml;r Eigenheime sackten im November um 1,1 Prozent ab &ndash; das ist der dritte monatliche Preisr&uuml;ckgang in Folge. Die Hauspreise seien ein Zeichen, dass die Konjunktur &ldquo;eine scharfe Wendung zum Schlechten genommen hat&rdquo;, sagte am Mittwoch Geoffrey Dicks, Chef&ouml;konom f&uuml;r Gro&szlig;britannien der Royal Bank of Scotland. Bei rund 1,4 Millionen Briten wird im kommenden Jahr eine Anschlussfinanzierung f&uuml;r ihre Immobilien f&auml;llig. Ihnen droht nun ein massives Problem. Schlimmstenfalls m&uuml;ssen sie ihr Haus mit Wertverlust verkaufen. Die Vereinigung der britischen Hypothekenbanken teilte mit, ungef&auml;hr ein Drittel der Kreditantr&auml;ge im kommenden Jahr w&uuml;rden abgelehnt, falls sich die Umst&auml;nde nicht besserten. Die britischen Banken hatten an zahlreiche Kunden mit zweifelhafter Bonit&auml;t Hauskredite zu sehr niedrigen Zinsen vergeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/immobilien\/288751.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Fannie Mae verzweifelt auf Kapitalsuche<\/strong><br>\nNach dem zweitgr&ouml;ssten US-Hypothekenriesen Freddie Mac muss sich nun auch der krisengesch&uuml;ttelte Branchenf&uuml;hrer Fannie Mae frisches Kapital in Milliardenh&ouml;he besorgen. Zudem wird die Dividende um fast ein Drittel gek&uuml;rzt. Im n&auml;chsten Jahr w&uuml;rden sich die Verluste durch Kreditausf&auml;lle nochmals versch&auml;rfen, warnte Fannie Mae am Mittwoch in Unterlagen zur geplanten Aktienausgabe. Gegen beide Unternehmen laufen wegen m&ouml;glicher Manipulationen bei Immobilienwerten Untersuchungen des New Yorker Generalstaatsanwalts Andrew Cuomo.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/fannie_mae_1.594609.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>EZB<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Das Risiko hei&szlig;t Deflation<\/strong><br>\nDeutsche-Bank-&Ouml;konom Mayer warnt vor einem japanischen Szenario, wenn Zinssenkungen ausbleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1253818\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Mayer sagt:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Es wird eher zu einer Lohn-Arbeitslosen-Spirale kommen als zu einer Lohn-Preis-Spirale. Wenn die Gewerkschaften mit Blick in den R&uuml;ckspiegel zu hohe L&ouml;hne vereinbaren, wird das am konjunkturellen Wendepunkt die Arbeitslosigkeit rasch steigen lassen.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Die entscheidende Frage lautet, was genau mit &bdquo;zu hoch&ldquo; gemeint ist. Wahrscheinlich verbirgt sich dahinter wieder der Appell, den bisherigen Kurs eindeutig zu niedriger Lohnsteigerungen fortzusetzen. Das gef&auml;hrliche, au&szlig;enwirtschaftliche Ungleichgewicht ist auch den Ratschl&auml;gen solcher &Ouml;konomen zu verdanken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bye, bye Zinserh&ouml;hung<\/strong><br>\nEin Kurswechsel steht auf der Agenda der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB). Wenn sich der Rat heute in Frankfurt das letzte Mal in diesem Jahr trifft, muss er eine knifflige Aufgabe l&ouml;sen: Trotz hoher Inflationsraten muss er von der Neigung Abschied nehmen, die Leitzinsen weiter zu erh&ouml;hen &ndash; und das auch noch der breiten &Ouml;ffentlichkeit erkl&auml;ren. Doch die immer weitere Kreise ziehende Finanzkrise sowie das sich abschw&auml;chende Wirtschaftswachstum werden den Notenbankern wohl keine andere Wahl lassen &ndash; Inflationsrate hin oder her. Es sei denn, sie riskierten eine ausgewachsene Rezession im kommenden Jahr. Von Robert von Heusinger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1253817\">FR<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Leiharbeit<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Billige Leiharbeiter<\/strong><br>\nLeiharbeiter sollten nach drei Monaten gesetzlich abgesichert den gleichen Lohn wie Festangestellte erhalten. Auf diese Forderung hat sich nach Informationen der Frankfurter Rundschau der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) verst&auml;ndigt. In einer Stellungnahme f&uuml;r die Anh&ouml;rung im Bundestag kommende Woche ruft der DGB-Bundesvorstand den Gesetzgeber auf, die Drei-Monats-Frist verbindlich vorzuschreiben. Im gro&szlig;en Stil setzten Unternehmen das Instrument ein, um L&ouml;hne zu dr&uuml;cken. Der erhoffte &ldquo;Klebeeffekt&rdquo; existiert aus DGB-Sicht nur in der Fantasie. Tats&auml;chlich schafften nur zw&ouml;lf bis 15 Prozent die Integration in das Unternehmen, f&uuml;r das sie zun&auml;chst vor&uuml;bergehend t&auml;tig waren. Fast 70 Prozent der Arbeitsverh&auml;ltnisse w&uuml;rden nach weniger als drei Monaten beendet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1253185\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>BMW zahlt Leiharbeitern gleichen Lohn<\/strong><br>\nIm Streit &uuml;ber europ&auml;ische Regeln f&uuml;r Leiharbeiter hat EU-Sozialkommissar Vladimir Spidla die Bundesrepublik zum Handeln aufgefordert. Die Kommission will festlegen, dass Zeitarbeiter nach sechs Wochen in einem fremden Betrieb gleichen Lohn und gleiche Rechte wie dessen Besch&auml;ftigte erhalten. &ldquo;Unser Vorschlag ist der Mittelweg&rdquo;, sagte Spidla in Br&uuml;ssel. Deutschland vertritt bislang die Ansicht, Leiharbeiter m&uuml;ssten mindestens sechs Monate lang schlechter gestellt werden d&uuml;rfen als ihre Kollegen im selben Betrieb.<br>\nIG Metall und Betriebsr&auml;te gro&szlig;er Konzerne wollen in der Bundesrepublik verst&auml;rkt gegen den zunehmenden Missbrauch von Leiharbeit vorgehen. Im gemeinsamen Bestreben, Dumpingl&ouml;hne bei Leiharbeitern zu verhindern und auch dieses Personal tariflich bezahlen zu lassen, gebe es erste Erfolge, verk&uuml;ndeten Gewerkschafter und Personalvertreter bei einer Betriebsr&auml;tekonferenz in F&uuml;rth. So habe man jetzt eine Betriebsvereinbarung f&uuml;r den M&uuml;nchner Autobauer BMW getroffen, die gleiche Bezahlung von Stamm- und Leihpersonal sichert, sagte IG Metall-Vize Detlef Wetzel. Eine &auml;hnliche Vereinbarung gelang der IG Metall j&uuml;ngst mit der Zeitarbeitsfirma Adecco f&uuml;r das bei Audi arbeitende Personal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1253785\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Schicksal Leiharbeit &ndash; Auf immer Arbeitnehmer zweiter Klasse?<\/strong><br>\nSchlechte Bezahlung, kaum Weiterbildung, keine Betriebsrente &ndash; und das auf Dauer. Nur 15 Prozent der Leiharbeiter gelingt der Schritt in regul&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse. Dabei behaupten Zeitarbeitsfirmen, der &ldquo;Klebeeffekt&rdquo; betrage 40 Prozent.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFde\/download\/0,6753,7001692,00.pdf\">ZDF-Frontal21 [PDF &ndash; 48 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/content\/374578?inPopup=true\">ZDF-Frontal21 (Video)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Wirklich neue Erkenntnisse bringt der Beitrag nicht, aber es ist nat&uuml;rlich wichtig und hilfreich, zur Hauptsendezeit ein paar Argumente zur angeblich sensationellen Arbeitsmarktsituation geliefert zu bekommen. Darf es auch etwas mehr sein: Ein paar Sekunden war Bundessuperminister a.D. Wolfgang Clement im Bild zu sehen, der die Leiharbeit in mehreren Schritten von jeder zeitlichen Begrenzung befreite, so zur Zwei-Klassen-Gesellschaft in unz&auml;hligen Betrieben beitrug und jetzt Multi-Manager u.A. in Unternehmen der Zeitarbeitsbranche ist. Diese Informationen fehlten in der Frontal21-Reportage. Ja, es darf gerne etwas mehr sein. Aber besser als nichts.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Leiharbeiter als Streikbrecher<\/strong><br>\nSupermarktketten heuern in gro&szlig;em Stil Leiharbeiter an, um den Streik der Besch&auml;ftigten im Einzelhandel auszuhebeln. Daher wird der Arbeitskampf in der &Ouml;ffentlichkeit kaum wahrgenommen. Die Gewerkschaft Ver.di will gegen die Trickserei klagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2007%2F12%2F05%2Fa0046&amp;src=GI&amp;cHash=fb856aedc0&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Mindestlohn<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Das perfide Spiel der Arbeitgeber<\/strong><br>\nDer Streik im Einzelhandel zeigt, wie n&ouml;tig Mindestl&ouml;hne sind. Die Union verweist dabei gerne auf die Verantwortung der Tarifparteien. Doch ist mit angeblich modernen Besch&auml;ftigungsformen wie Minijobs oder Zeitarbeit die Machterosion des einen Tarifpartners &ndash; der Gewerkschaften &ndash; in den vergangenen Jahren massiv bef&ouml;rdert worden. Eine Tarifpartnerschaft besteht im Einzelhandel l&auml;ngst nicht mehr &ndash; und sie ist auch nicht politisch gewollt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2007%2F12%2F06%2Fa0159&amp;src=GI&amp;cHash=0fa9bde523&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Arbeitgeber nutzen die Freir&auml;ume, die ihnen von der rot-gr&uuml;nen Koaltion verschafft wurden (und die von einer CDU-SPD-Regierung nat&uuml;rlich nicht wieder eingeschr&auml;nkt werden). Perfide ist vor allem die Politik zu nennen, unter deren Folgen die Besch&auml;ftigten im Einzelhandel zu leiden haben. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zentralbank warnt vor Mindestlohn<\/strong><br>\nEuro-Zentralbankchef Jean- Claude Trichet hat die Bundesregierung vor einem Abr&uuml;cken vom Reformkurs gewarnt und sich skeptisch zur Einf&uuml;hrung von Mindestl&ouml;hnen ge&auml;u&szlig;ert. &Uuml;berm&auml;&szlig;ige Regulierung der L&ouml;hne untergrabe die Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen, sagte Trichet auf einer europapolitischen Tagung des &lsquo;Konvents f&uuml;r Deutschland&rsquo;. &ldquo;So schm&auml;lert vor allem die Festsetzung von Mindestl&ouml;hnen auf einem Niveau, das nicht der Produktivit&auml;t entspricht, die Besch&auml;ftigungschancen von weniger qualifizierten Arbeitnehmern und Arbeitslosen.&ldquo; Die nur moderate Zunahme der Lohnkosten in Deutschland sei eine wichtige Voraussetzung f&uuml;r die &bdquo;ausgesprochen dynamische Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen in den letzten Jahren&ldquo; gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Titelseite;art692,2433629?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar Orlando Pascheit:<\/strong> Es grenzt schon an Unversch&auml;mtheit, mit welch sch&ouml;ner Regelm&auml;&szlig;igkeit sich Notenbanker in die Wirtschaftspolitik der Bundesrepublik einmischen, welche sich so schwer tut, eine in Europa so normale Ma&szlig;nahme wie Mindestl&ouml;hne zu etablieren. Selbst aber entzieht sich die EZB, wenn es mal ernst wird, einer Kritik ihrer Geldpolitik stets mit dem Hinweis auf ihre Unabh&auml;ngigkeit. Da werden immer zwei Ebenen verwechselt: Unabh&auml;ngige und gute Geldpolitik k&ouml;nnen zwei sehr verschiedene Dinge sein.<br>\nGanz gro&szlig; sind die Herren Notenbanker im Ausmalen von Horrorszenarien, wenn der &ldquo;Reformkurs&rdquo; nicht weiter gef&uuml;hrt werde. Wo blieb aber die Prognosef&auml;higkeit und Probleml&ouml;sungskompetenz bez&uuml;glich der gegenw&auml;rtigen Finanzmarktkrise? Dies ist doch der Bereich, in dem man Bankerkompetenz erwartet. Auf die l&auml;ppische These von einem Zusammenhang von Deregulierung und Besch&auml;ftigung k&ouml;nnen wir gerne verzichten. Theoretisch wie empirisch ist dieser Zusammenhang nicht gegeben, wie zuletzt die vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegebene Prognos-Studie aufzeigt.<br>\nSchlimm genug, dass in Politik und ver&ouml;ffentlichter Meinung so viel neoliberale Vulg&auml;r&ouml;konomie herumgeistert.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>PISA-Studie<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Es gibt rein gar nichts zu feiern<\/strong><br>\nNur 22 Fragen zu Naturwissenschaften lassen sich zwischen Pisa 2006 und Pisa 2003 miteinander vergleichen. Hier haben sich die deutschen Sch&uuml;ler nicht verbessert. Dies gilt allein f&uuml;r Testteile, die neu hinzugekommen sind. Fazit: Die neuen Ergebnisse sagen praktisch nichts aus. Der Schulerfolg h&auml;ngt stark mit dem Bildungshintergrund der Familie zusammen. Ist dieser eher d&uuml;rftig, schaffen es die Schulen kaum, Defizite auszugleichen. Dass Erfolgsspr&uuml;nge durch Reformen denkbar sind, zeigt etwa das Beispiel Polen: Hier wurden Jugendliche nun ein Jahr sp&auml;ter auf unterschiedliche Schultypen verteilt und legten punktem&auml;&szlig;ig kr&auml;ftig zu. Wie sinnvoll es ist, Kinder l&auml;nger gemeinsam lernen zu lassen, und dass sich so ein Leistungsgef&auml;lle verhindern l&auml;sst, hat gerade erst die Iglu-Studie gezeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/?em_cnt=1253161\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Unsichtbare Klassenschranken<\/strong><br>\nAls hohl entpuppt sich eine Begabungsideologie, die auf dem Versprechen fu&szlig;t: Wer viel kann, bringt es auch weit. Denn dieses Versprechen hat das deutsche Bildungssystem bislang nicht eingel&ouml;st. In seiner Grundstruktur ist es darauf angelegt, die Privilegien einer akademisch gebildeten Elite vor den Bildungsanspr&uuml;chen so genannter bildungsferner Schichten zu sch&uuml;tzen. Das belegt leider jede Pisa-Studie neu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2007%2F12%2F06%2Fa0160&amp;src=GI&amp;cHash=21c14045c6&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Gesund, bis der Arzt kommt<\/strong><br>\nPharmakonzerne geben viel Geld f&uuml;r Forschung aus &ndash; und doppelt soviel f&uuml;r Marketing: Sie kaufen &Auml;rzte, Journalisten, Selbsthilfegruppen. Ein aktuelles Buch kl&auml;rt auf:<br>\nMarkus Grill: Kranke Gesch&auml;fte &ndash; Wie die Pharmaindustrie uns manipuliert (Rowohlt 2007)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/12-06\/006.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>PIN und die Folgen<\/strong><br>\nDer Springer-Konzern strukturiert sich um und &uuml;berlegt, aus jeder Zeitung ein Einzelunternehmen zu machen. Gewerkschaften vermuten Tarifflucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=fl&amp;dig=2007%2F12%2F05%2Fa0127&amp;src=GI&amp;cHash=cc2bbdf4ee&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Vorpommern: Alles gie&szlig;t<\/strong><br>\nIn Torgelow gibt es viele Jobs &ndash; dank der Eisengie&szlig;erei. Ein Wirtschaftswunder, jubelt der Investor. Die Arbeiter schweigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/reportage\/?em_cnt=1253781\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Monster<\/strong><br>\nUrspr&uuml;nglich sollte durch die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe B&uuml;rokratie abgebaut werden. Doch nun landet der Kauf eines Badeanzugs gleich vor dem Sozialgericht. 2006 gab es bundesweit 80.000 derartige Klagen, Tendenz steigend<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2007%2F12%2F06%2Fa0146&amp;src=GI&amp;cHash=3c757e9ba5&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Plusminus: Warum sind Reisep&auml;sse so teuer?<\/strong><br>\nWer einen neuen Reisepass beantragt, wird kr&auml;ftig zur Kasse gebeten: 59 Euro verlangen die Stadtverwaltungen inzwischen f&uuml;r das Dokument. Wor&uuml;ber sich die B&uuml;rger beklagen, ist gut f&uuml;r die Bundesdruckerei in Berlin. Jahrelang war sie finanziell schwer angeschlagen. Der Auftrag zur Herstellung der neuen Reisep&auml;sse kam wie gerufen und bringt einen warmen Geldregen. Zu verdanken hat die Bundesdruckerei den Aufschwung nicht zuletzt Otto Schily, dem fr&uuml;heren SPD-Bundesinnenminister. Er setzte den neuen biometrischen Reisepass fast im Alleingang durch &ndash; als erstes Land in der EU. 2006 &uuml;bernahm Schily einen Sitz im Aufsichtsrat der M&uuml;nchner Biometriefirma Safe ID Solutions, die eng mit der Bundesdruckerei kooperiert. Der Ex-Minister hat sich sogar finanziell beteiligt. Sein Anteil, versichert er plusminus, liege jedoch unter einem Prozent.<br>\nBisher vergeblich fordern die Kritiker im Bundestag Transparenz im lukrativen Gesch&auml;ft mit den P&auml;ssen. Wer verdient wie viel daran? Das Innenministerium blockt ab. Der Vertrag mit der Bundesdruckerei bleibt unter Verschluss. Ein SPD-Abgeordneter klagt deshalb auf Auskunft. Die Einf&uuml;hrung des neuen Passes soll mehr als 600 Millionen Euro verschlungen haben.<br>\nUnd schon freut sich die Branche auf ein weiteres eintr&auml;gliches Gesch&auml;ft. Im Bundesinnenministerium wird der neue biometrische Personalausweis vorbereitet. Der soll ebenfalls Fingerabdr&uuml;cke des Inhabers enthalten. Und er wird deutlich teurer als der heutige Ausweis. Zumindest das ist sicher.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,jee1u9qluhnccyjy~cm.asp\">ARD-PlusMinus (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/mediathek_blank\/play.asp?cid=13151\">ARD-PlusMinus (Video)<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Reisep&auml;sse nicht EU-konform<\/strong><br>\nDie Anfang November eingef&uuml;hrten elektronischen Reisep&auml;sse versto&szlig;en offenbar gegen EU-Recht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/12-06\/047.php\">Junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Der &Ouml;lpreisanstieg kann langfristig ein Segen sein&rdquo;<\/strong><br>\nRohstoffexperte Klaus Matthies &uuml;ber &Ouml;lf&ouml;rderquoten, den angeblich bald bevorstehenden Gipfel der Erd&ouml;lproduktion und die Nachfrage der Schwellenl&auml;nder:\n<blockquote><p>1973 und 1979\/80 vervierfachte sich der &Ouml;lpreis jeweils innerhalb weniger Monate. Wir k&ouml;nnen die Entwicklung heute etwas entspannter sehen. Die Wirtschaft ist heute nicht mehr so abh&auml;ngig vom &Ouml;l wie damals. &Ouml;lschocks lassen sich daher besser verkraften. Unterm Strich bleibt der &Ouml;lpreisanstieg aber eine starke Belastung f&uuml;r die deutsche Wirtschaft. Auch in den Industriel&auml;ndern insgesamt wird er die Konjunktur d&auml;mpfen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1253159\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>V&ouml;lkerrechtliche Drehb&uuml;cher f&uuml;r das Kosovo<\/strong><br>\nDie noch zu Serbien geh&ouml;rende Provinz wird bald ihre Unabh&auml;ngigkeit erkl&auml;ren. Der Westen wird den neuen Staat anerkennen &ndash; aber wie und wann soll er das tun? Taktisch klug w&auml;re es, die serbischen Parlamentswahlen abzuwarten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0\/Doc~E9C114409936E4AF9B15A6D80729C581E~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines Lesers:<\/strong> FAZ-Korrespondent Michael Martens biegt sich das V&ouml;lkerrecht zurecht! Und die Bundesregierung spielt wohl mit, trotz der Erfahrungen durch das Vorpreschen von Genscher Anfang der 1990er Jahre mit der einseitigen Anerkennung von Slowenien, Kroatien und weiteren Republiken von Ex-Jugoslawien.<br>\nIch bin gespannt, wie nach einer einseitigen Anerkennung und Losl&ouml;sung des Kosovo aus dem Staatsgebiet Serbiens die EU reagiert, wenn die Basken in Spanien und Frankreich, die Abchasen und S&uuml;dosseten in Georgien, um nur zwei Beispiele zu nennen, ebenso ihre Unabh&auml;ngigkeit fordern!<br>\nWieso muss die Bundesregierung &uuml;berall mitz&uuml;ndeln?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2816","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2816","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2816"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2816\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2816"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2816"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2816"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}