{"id":28164,"date":"2015-10-30T08:56:48","date_gmt":"2015-10-30T07:56:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28164"},"modified":"2015-11-09T10:31:57","modified_gmt":"2015-11-09T09:31:57","slug":"hinweise-des-tages-2492","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28164","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28164#h01\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28164#h02\">Weltbild in Gefahr: Auftritt von Daniele Ganser an Uni in Witten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28164#h03\">Netzneutralit&auml;t: Telekom-Chef will Startups zur Kasse bitten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28164#h04\">EU-Kommission will L&ouml;hne in Europa dr&uuml;cken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28164#h05\">Geld ist genug da, nur falsch verteilt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28164#h06\">TTIP-Plus-Agenda zur besseren Rechtssetzung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28164#h07\">Britain is heading for another 2008 crash: here&rsquo;s why<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28164#h08\">Who pays?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28164#h09\">Arbeitsmarktpolitische Unt&auml;tigkeit endlich beenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28164#h10\">Altersarmut trotz Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28164#h11\">Glyphosat &ndash; Forscher werfen Kontrolleuren Vertuschung vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28164#h12\">Neue Abgasvorschriften: Ein Herz f&uuml;r Stinker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28164#h13\">Unsere gem&uuml;tliche Stube<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28164#h14\">Wer steckt hinter dem syrischen Giftgas-Angriff?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28164#h15\">Free Mitt Romney &ndash; Mitt Romney befreien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28164#h16\">Strategische Verschiebungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28164#h17\">Das Letzte: &Ouml;ffentlich-rechtlicher Rundfunk: Kein Sendeplatz f&uuml;r Kritik an RWE<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28164&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Panorama vom 29.10.2015 &uuml;ber Kriegsfl&uuml;chtlinge<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/Panorama\/Panorama-die-ganze-Sendung\/Das-Erste\/Video?documentId=31366882&amp;topRessort&amp;bcastId=310918&amp;mpage=page.moreclips\">Panorama<\/a>\n<p><strong>Volker Pispers Kom&ouml;die 2015 | Westen gut, Osten b&ouml;se<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=PdcU1FP1wcE&amp;sns=em\">Volker Pispers via YouTube<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Die beiden Videos sind hier hintereinander gesetzt, weil Pispers St&uuml;ck wie eine Beschreibung der Mentalit&auml;t der Panorama Redaktion, die vor allem im ersten Beitrag von Panorama, also von Minute 0 bis 11:37, durchschl&auml;gt, gesehen werden kann. Da sind wirklich die Guten am Werk. Und damit es auch wirklich passt, wird in diesem St&uuml;ck schlicht behauptet, keinen der Kriege in Afghanistan, im Irak und in Syrien k&ouml;nnte man stoppen. Kein Wort davon, dass wir mit NATO und Bundeswehr nach Afghanistan gezogen sind, um dort am Hindukusch unsere Freiheit zu verteidigen. Der Krieg ist nicht vom Himmel gefallen. Genauso im Irak und genauso in Syrien. Gestoppt werden kann das Elend angeblich nicht, obwohl das Elend vom Westen mitgeplant worden ist. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28148\">Siehe hier.<\/a> Und wenn schon die m&uuml;&szlig;ige Frage gestellt wird, wer schuld ist am Fl&uuml;chtlingsstrom, dann kommt die Antwort der Redaktion nach dem einge&uuml;bten Schema: Der Osten ist b&ouml;se. Siehe gleich am Anfang nach der 2. Minute. &ndash; Ansonsten enth&auml;lt der Beitrag einige verst&auml;ndliche emotionale Elemente. Allerdings einfach gestrickt und vermutlich mit viel Filmmaterial aus der Konserve.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Z&auml;une, Mauern, Stacheldraht &ndash; brauchen wir das?<\/strong><br>\nAktuell sind &ndash; neben den sich selbst so nennenden &bdquo;besorgten B&uuml;rgerInnen&ldquo;, die leider allzu h&auml;ufig eher Nazis sind &ndash; tats&auml;chlich viele Menschen etwas in Sorge: &Ouml;sterreich, so bef&uuml;rchten sie, g&auml;be doch mit der Kontrolle seiner Grenzen zugleich seine Souver&auml;nit&auml;t auf.<br>\nDas aber verkennt sowohl den Begriff der Souver&auml;nit&auml;t als auch die &ouml;sterreichische Rechtslage. Souver&auml;nit&auml;t im Sinne des Innehabens und Aus&uuml;bens der &bdquo;Staatsgewalt&ldquo; einerseits und des Rechts auf Selbstbestimmung andererseits besteht ja bei weitem nicht nur darin, dass ein Staat bestimmt und bestimmen kann, wen er auf sein Territorium einl&auml;sst und wen nicht. Diesen Zutritt zum Staatsgebiet zu regulieren ist nur ein einziges Element unter sehr vielen, aus denen diese Souver&auml;nit&auml;t sich zusammensetzt bzw. durch welche sie sich definiert. Deshalb k&ouml;nnten die Sorgentr&auml;ger um &Ouml;sterreichs Souver&auml;nit&auml;t selbst dann beruhigt werden, h&auml;tte &Ouml;sterreich tats&auml;chlich stunden- und tageweise seine Kontrolle &uuml;ber seine Grenzen v&ouml;llig verloren: davon geht ein Staat nicht unter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mosaik-blog.at\/zaeune-mauern-stacheldraht-brauchen-wir-das\/\">mosaik<\/a><\/li>\n<li><strong>Scheinbar liberal<\/strong><br>\nDer CSU-Chef radikalisiert den Fl&uuml;chtlingsdiskurs. Dagegen wirkt die Kanzlerin wie eine Liberale, die ein offenes Land verteidigt. Stimmt das?<br>\nDer bayerische Springteufel ist au&szlig;er Rand und Band. Horst Seehofer radikalisiert den Streit mit der Kanzlerin, als s&auml;&szlig;e er in der Opposition und nicht in der Regierung. Der CSU-Vorsitzende warnt vor dem Kollaps angesichts der vielen Fl&uuml;chtlinge. Er will eine Obergrenze im Asylrecht. Er stellt Angela Merkel sogar ein Ultimatum. Bis Sonntag, donnert Seehofer, m&uuml;sse sie einwilligen, den Zuzug zu begrenzen.<br>\nGegen&uuml;ber Seehofers kalter Rhetorik wirkt Merkel wie eine Linksliberale. Wir schaffen das. Das Asylrecht kennt keine Obergrenze. Wir k&ouml;nnen den Schalter nicht mit einem Mal umdrehen. S&auml;tze sind das, die leuchten wie kleine Sonnen in dunkler Nacht. Merkel scheint die Instanz zu sein, die ein weltoffenes Deutschland gegen angeblich besorgte B&uuml;rger und die Seehofers dieser Welt verteidigt. (&hellip;) Merkel organisierte in Rekordzeit die h&auml;rteste Asylrechtsversch&auml;rfung seit 1993, die Menschen bis zu sechs Monate lang in &uuml;berf&uuml;llte Erstaufnahmeeinrichtungen pfercht &ndash; und SPD wie Gr&uuml;ne stimmten zu. Merkel willigte in Seehofers Idee von Transitzonen ein. Ihr Kanzleramtschef hat in einer Talkshow erkl&auml;rt, wie das funktionieren k&ouml;nnte. Gefl&uuml;chtete, die sich nicht in den Zonen melden, bek&auml;men keine Unterkunft mehr, keine Kleidung, keine Verpflegung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Debatte-Union-und-Fluechtlinge\/!5242235\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Weltbild in Gefahr: Auftritt von Daniele Ganser an Uni in Witten<\/strong><br>\n&ldquo;Fakten, Meinungen, Propaganda &ndash; Wie mache ich mir selbst ein Bild?&rdquo; &ndash; unter diesem Titel wird der Schweizer Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser heute einen Vortrag an der Universit&auml;t Witten\/Herdecke halten.<br>\nZiel ist es, laut Presseerkl&auml;rung der Universit&auml;t, den Besuchern der Veranstaltung aufzuzeigen, welche Recherchem&ouml;glichkeiten durch das Internet bestehen und wie sich zwischen Fakten, Meinungen und Propaganda unterscheiden l&auml;sst.<br>\nDoch der Auftritt von Ganser, der ein Grundlagenwerk zu den Geheimarmeen der Nato und der &ldquo;Strategie der Spannung&rdquo; abgeliefert hat, passt einigen nicht. Unter anderem haben die SPD Witten, die Jusos Witten, die Gr&uuml;ne Jugend Witten und auch die Piratenpartei NRW einen offenen Brief verfasst und die Universit&auml;t aufgefordert, Ganser auszuladen &ldquo;und sich von ihm und seinen Thesen zu distanzieren&rdquo; (Verschw&ouml;rungstheoretiker blasen zur Hexenjagd auf Historiker).<br>\nIm Interview mit Telepolis erkl&auml;rt der Kunst- und Wahrnehmungswissenschaftler David Hornemann von Laer, was ihn dazu bewegt hat, Ganser einzuladen und warum die Universit&auml;t den Forscher nicht ausladen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46412\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Netzneutralit&auml;t: Telekom-Chef will Startups zur Kasse bitten<\/strong><br>\n&ldquo;Ein paar Prozent&rdquo; vom Umsatz seien doch fair, meint Tim H&ouml;ttges, wenn Unternehmen ihre neuen Dienste auf dem Netz der Carrier anbieten.<br>\nTelekom-Chef Tim H&ouml;ttges hat eine Idee, wie man den vom EU-Parlament abgenickten Kompromiss zur Netzneutralit&auml;t mit Leben f&uuml;llen kann: Startups, die ihre Dienste auf dem weltweiten Netz anbieten, beteiligen daf&uuml;r die Netzbetreiber an ihren Ums&auml;tzen. &ldquo;Ein paar Prozent&rdquo;, schreibt H&ouml;ttges im Telekom-Blog, seien &ldquo;ein fairer Beitrag f&uuml;r die Nutzung der Infrastruktur&rdquo;.<br>\nHintert&uuml;r Spezialdienste<br>\nDas EU-Parlament hat mit einem Gesetzespaket zum digitalen Binnenmarkt am Dienstag auch umstrittene Regeln zur Netzneutralit&auml;t beschlossen. Demnach m&uuml;ssen Netzbetreiber die Datenpakete zwar gleich behandeln und schnellstm&ouml;glich transportieren. Doch lassen die neuen Regeln eine Hintert&uuml;r f&uuml;r &ldquo;Spezialdienste&rdquo; mit bestimmten Qualit&auml;tsanforderungen, ohne dass diese n&auml;her definiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/netze\/meldung\/Netzneutralitaet-Telekom-Chef-will-Startups-zur-Kasse-bitten-2865381.html\">Heise<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Das war klar. Kaum ist die Netzneutralit&auml;t begraben, nutzen die gro&szlig;en Carrier das Gesetz, um als ganz legale Raubritter und Erpresser aufzutreten. Da sage nur keiner, das habe man ja nicht ahnen k&ouml;nnen. Die einzig sinnvolle Reaktion darauf beschreibt der folgende Artikel:<\/em><\/p>\n<p><strong>Warum wir die Datenautobahn verstaatlichen m&uuml;ssen<\/strong><br>\nDas Europ&auml;ische Parlament hat eine Verordnung erlassen, die faktisch die Netzneutralit&auml;t abschafft. Das ist gef&auml;hrlich und dumm. K&uuml;nftig werden wir f&uuml;r schlechten Service sehr viel zahlen m&uuml;ssen. [&hellip;]<br>\n Die Netzneutralit&auml;t ist Grundprinzip und Erfolgsfaktor des Netzes zugleich. Das Internet konnte sich auch deswegen so rasend schnell entwickeln, weil die Einstiegsh&uuml;rden denkbar niedrig waren. Server aufsetzen, Server ans Netz, und die Hardware ist das Limit. Wenn die Netzneutralit&auml;t also der Grund daf&uuml;r ist, dass wir heute in diesem Internet-Zukunft-Wunderland leben, wie kommt die EU dann auf die schwachsinnige Idee, die Netzneutralit&auml;t aufzuweichen?<br>\nDie Antwort ist so einfach wie bl&ouml;d: Geld. Denn alle verdienen mit dem Internet viel Geld, nur nicht die Telekommunikationsunternehmen. Finden die Telekommunikationsunternehmen. Die Telekommunikationsunternehmen betreiben zwar die Infrastruktur des Netzes, sind aufgrund ihrer Monopolstellung aber stark reguliert, weswegen die M&ouml;glichkeiten, mit der Netzinfrastruktur gro&szlig;e Gewinne einzufahren, eher beschr&auml;nkt sind. Hinzu kommt, dass der Ausbau und die Wartung des Netzes kostenintensiv sind. [&hellip;]<br>\nSchlagt nach bei Adam Smith!<br>\nIn seinem Hauptwerk &ldquo;Der Wohlstand der Nationen&rdquo; setzt er sich im f&uuml;nften Buch ellenlang damit auseinander, welche Infrastruktur staatlich betrieben werden sollte und welche nicht. Sein Fazit: Alle Infrastruktur, bei der private Firmen kein gesteigertes Interesse haben, die Infrastruktur instand zu halten und auszubauen, muss vom Staat betrieben werden. Hupsi, der Markt regelt also doch nicht alles. Telekommunikationsunternehmen waren demnach in der Lage, das EU-Parlament davon zu &uuml;berzeugen, dass es eine ganz tolle Idee w&auml;re, wenn man ihnen gestattet, Daten verschieden schnell zu &uuml;bertragen.<br>\nDann kann man n&auml;mlich den selbst verursachten Mangel an schnellem Internet zum Gesch&auml;ftsmodell machen. Stellen Sie sich Tarife vor, in denen die Nutzung bestimmter Seiten einfach eine Geb&uuml;hr kostet. Facebook, Google oder Netflix? F&uuml;nf Euro extra im Monat. Pornoseiten? Zwanzig Euro extra.<br>\nDie M&ouml;glichkeiten sind unendlich: Sie wollen, dass die Email innerhalb der n&auml;chsten Minute ankommt oder reichen Ihnen auch 24 Stunden? Sie wollen online spielen? Ihr K&uuml;hlschrank m&ouml;chte mit dem Internet reden? Alles machbar, kostet aber extra.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/kultur\/medien\/article148149094\/Warum-wir-die-Datenautobahn-verstaatlichen-muessen.html\">Christoph Lauer in der WELT<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>EU-Kommission will L&ouml;hne in Europa dr&uuml;cken<\/strong><br>\nAussch&uuml;sse f&uuml;r Wettbewerbsf&auml;higkeit sollen in der EU k&uuml;nftig Einfluss auf Lohnverhandlungen nehmen. Doch Ihr Ziel, Lohnkosten zu senken und Gewinne zu maximieren, geht zu Lasten der Besch&auml;ftigten. Statt neuer Institutionen brauche Europa eine Politik  die die Nachfrage st&auml;rkt und Ungleichgewichte durch Investitionen und Wachstum abbaut, schreibt der DGB-klartext.<br>\nDie EU-Kommission schl&auml;gt in einer aktuellen Empfehlung vor, in jedem Land der Eurozone einen nationalen &bdquo;Ausschuss f&uuml;r Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo; zu errichten. Diese Stellen sollen die Entwicklung der Wettbewerbsf&auml;higkeit in den einzelnen Staaten &uuml;berwachen, dabei insbesondere auch die Lohnkosten ins Visier nehmen und politische Empfehlungen abgeben. Zwar versichert die EU-Kommission, die Tarifautonomie werde gewahrt. Doch das werden am Ende warme Worte bleiben. Denn es ist klar gewollt, dass die neuen, mit &bdquo;unabh&auml;ngigen Experten&ldquo; besetzten Gremien Einfluss auf die Lohnverhandlungen nehmen sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++37ae2964-7e2c-11e5-9039-52540023ef1a\">DGB<\/a>\n<p>dazu: <strong>EU Kommission: Nationale Aussch&uuml;sse zur Beurteilung der Wettbewerbsf&auml;higkeit einrichten &ndash; DGB protestiert schnell und scharf<\/strong><br>\nEs geschehen Dinge, die besser als tausend Worte zeigen, was schief l&auml;uft in Europa. So hat die Kommission am 21. Oktober 2015 ein Papier vorgelegt, das auf der Basis des sogenannten F&uuml;nf-Pr&auml;sidenten-Berichts vom Juni (der Bericht ist hier zu finden) vorschl&auml;gt, zur Verbesserung der Koordination der Wirtschaftspolitik in Europa nationale Aussch&uuml;sse zur Beurteilung der Wettbewerbsf&auml;higkeit einzusetzen. Die sollen die Ver&auml;nderungen der Wettbewerbsf&auml;higkeit auf nationaler Ebene beobachten und Vorschl&auml;ge zur Verbesserung der Wettbewerbsf&auml;higkeit machen (die neuen Papiere findet man hier und hier).<br>\nDie EU Kommission schreibt dazu: &bdquo;Es wird empfohlen, dass jeder Euro-Mitgliedstaat eine nationale Stelle einrichtet, die seine Leistungen und seine Strategien in Sachen Wettbewerbsf&auml;higkeit beobachtet. Dies w&uuml;rde wirtschaftlichen Divergenzen vorbeugen und die Identifikation mit den notwendigen Reformen auf nationaler Ebene erh&ouml;hen. Eine solche nationale Einrichtung zur St&auml;rkung der Wettbewerbsf&auml;higkeit sollte unabh&auml;ngig sein und den Auftrag erhalten, &bdquo;zu beurteilen, ob die L&ouml;hne sich entsprechend der Produktivit&auml;t entwickeln&ldquo;, und Vergleiche &bdquo;mit den Entwicklungen in anderen L&auml;ndern des Euro-W&auml;hrungsgebiets und in den wichtigsten vergleichbaren Handelspartnerl&auml;ndern&ldquo; anzustellen, was eine gro&szlig;e Mehrheit der Mitgliedstaaten schon im Rahmen des &bdquo;Euro-Plus-Pakts&ldquo; vereinbart hatte.&ldquo; Immerhin packt die Kommission auch ein besonders hei&szlig;es Eisen namens Deutschland an (nat&uuml;rlich, ohne es beim Namen zu nennen): &bdquo;Gleichzeitig sollte das Verfahren bei makro&ouml;konomischen Ungleichgewichten auch angemessene Reformen in L&auml;ndern f&ouml;rdern, die hohe und anhaltende Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse angeh&auml;uft haben, falls diese beispielsweise auf eine unzureichende Binnennachfrage und\/oder ein niedriges Wachstumspotenzial zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sind, da dies auch von Bedeutung ist, um innerhalb der W&auml;hrungsunion eine wirksame Beseitigung von Ungleichgewichten zu gew&auml;hrleisten.&ldquo; (Hier h&auml;tte sie selbstverst&auml;ndlich sagen sollen, dass unzureichende Binnennachfrage mit unzureichend steigenden L&ouml;hnen zu tun hat, aber den direkten Angriff auf Deutschland traut sich die Kommission dann doch nicht.)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/eu-kommission-nationale-ausschuesse-zur-beurteilung-der-wettbewerbsfaehigkeit-einrichten-dgb-protestiert-schnell-und-scharf\/\">flassbeck-economics<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Geld ist genug da, nur falsch verteilt<\/strong><br>\nImmer wieder wird dieser Tage die Bef&uuml;rchtung laut, dass die Aufgaben, die durch die Fl&uuml;chtlinge zu bew&auml;ltigen sind, nicht finanzierbar seien und das Geld dann f&uuml;r andere Bereiche fehle. Und nat&uuml;rlich: Geld fehlt tats&auml;chlich an allen Ecken und Enden der &ouml;ffentlichen Kassen. Stra&szlig;en, Schulen, Krankenh&auml;user m&uuml;ssen dringend saniert werden. Vielerorts droht die Schlie&szlig;ung von Schwimmbad oder Bibliothek, weil die Kommune kein Geld f&uuml;r den Unterhalt hat. Und jetzt auch noch die Milliardenkosten der Fl&uuml;chtlingsaufnahme.<br>\nF&uuml;r so manchen Stammtischpolterer ist das nat&uuml;rlich ein gefundenes Fressen. Mit dem Verweis auf ohnehin klamme &ouml;ffentliche Kassen werden weiter &Auml;ngste gesch&uuml;rt und die Fl&uuml;chtlinge vor allem als Konkurrenten der ohnehin sozial benachteiligten Bev&ouml;lkerungsteile um knappe Ressourcen dargestellt. Hier muss man selbstverst&auml;ndlich dringend einhaken, denn es ist zum einen schlichtweg sch&auml;big, die Schwachen gegen die Schw&auml;chsten auszuspielen, zumal es diverse Einsch&auml;tzungen gibt, die der Zuwanderung am Ende stets eine positive Wirtschaftsbilanz ausstellen.<br>\nPanikmache lenkt vom eigentlichen Problem ab<br>\nZum anderen wird mit der teils hetzerischen Panikmache vor den finanziellen Folgen der Fl&uuml;chtlingsaufnahme aber auch vom eigentlichen Problem unserer Gesellschaft abgelenkt. Denn genau wie bei allen anderen Debatten &uuml;ber die klammen &ouml;ffentlichen Kassen muss man eines einfach immer wieder klipp und klar festhalten:<br>\nGeld ist mehr als genug da, es ist blo&szlig; falsch und &auml;u&szlig;erst ungerecht verteilt! Das sagt nicht nur die LINKE, sondern auch der CDU-Politiker Heiner Gei&szlig;ler.<br>\nDas ist die einfache und bittere Wahrheit, der an den Stammtischen der Republik mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. &Uuml;berhaupt w&auml;re es sinnvoll den Blick nach oben zu richten. Nach Sch&auml;tzungen des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) betr&auml;gt das Gesamtverm&ouml;gen der Deutschen bis zu 9,3 Billionen Euro. Laut Untersuchungen der OECD ist jedoch in keinem anderen Land in Europa das Verm&ouml;gen so ungleich verteilt wie in Deutschland. Dem reichsten einen Prozent der Bev&ouml;lkerung geh&ouml;rt ein Drittel des gesamten Nettoverm&ouml;gens. Den unteren 50 Prozent, also der &auml;rmeren H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung geh&ouml;ren hingegen gerade einmal 2,5 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/im-wortlaut\/geld-genug-da-falsch-verteilt\/\">Richard Pitterle (MdB\/Die Linke) via Linksfraktion<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>TTIP-Plus-Agenda zur besseren Rechtssetzung<\/strong><br>\nIm Mai 2015 verabschiedete die EU-Kommission das neue Ma&szlig;nahmenpaket f&uuml;r &bdquo;bessere Rechtsetzung&ldquo; (engl.: better regulation). Ihr Vorschlag soll bis Ende 2015 mit EU-Parlament und Rat ausgehandelt werden. Das vorgeschlagene Paket wird als ein Update der Gesetzgebung pr&auml;sentiert, welches die Rechtssetzung in der EU vereinfachen und unn&ouml;tige Belastungen f&uuml;r Unternehmen reduzieren soll. Hinter dem Programm zum Abbau von B&uuml;rokratie verbergen sich jedoch sowohl neue Einfallstore f&uuml;r Lobbyisten als auch weitreichende Deregulierungsbem&uuml;hungen: Die Entscheidungsfindung w&uuml;rde noch weiter in kleine Expert\/innen-Gruppen verlagert und das EU-Parlament in seiner Handlungsf&auml;higkeit beschnitten. &Auml;hnlich wie die geplante regulatorische Zusammenarbeit in TTIP und CETA l&auml;uft die Better-Regulation-Agenda zudem Gefahr, EU-Mindeststandards im Arbeitsrecht, in der Sozial- und Umweltpolitik sowie im Verbraucherschutz zu unterminieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2015\/10\/ttip-plus-agenda-zur-besseren-rechtssetzung\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Britain is heading for another 2008 crash: here&rsquo;s why<\/strong><br>\nBritish public life has always been riddled with taboos, and nowhere is this more true than in the realm of economics. You can say anything you like about sex nowadays, but the moment the topic turns to fiscal policy, there are endless things that everyone knows, that are even written up in textbooks and scholarly articles, but no one is supposed to talk about in public. It&rsquo;s a real problem. Because of these taboos, it&rsquo;s impossible to talk about the real reasons for the 2008 crash, and this makes it almost certain something like it will happen again.<br>\nI&rsquo;d like to talk today about the greatest taboo of all. Let&rsquo;s call it the Peter-Paul principle: the less the government is in debt, the more everybody else is. I call it this because it&rsquo;s based on very simple mathematics. Say there are 40 poker chips. Peter holds half, Paul the other. Obviously if Peter gets 10 more, Paul has 10 less.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2015\/oct\/28\/2008-crash-government-economic-growth-budgetary-surplus\">The Guardian<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Who pays?<\/strong><br>\nThe 2015 Who Pays: A Distributional Analysis of the Tax Systems in All Fifty States (the fifth edition of the report) assesses the fairness of state and local tax systems by measuring the state and local taxes that will be paid in 2015 by different income groups as a share of their incomes.1 The report examines every state and the District of Columbia. It discusses important features of each state&rsquo;s tax system and includes de&shy;tailed state-by-state profiles that provide essential baseline data to help lawmakers understand the effect tax reform proposals will have on constituents at all income levels.<br>\nThe report includes these main findings: [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.itep.org\/whopays\/executive_summary.php\">ITEP<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Arbeitsmarktpolitische Unt&auml;tigkeit endlich beenden<\/strong><br>\n&ldquo;Trotz guter konjunktureller Entwicklung ist es bislang nicht gelungen, die strukturellen Probleme am Arbeitsmarkt zu l&ouml;sen. Die Anzahl der Langzeiterwerbslosen liegt noch immer bei &uuml;ber einer Million. Die Jobchancen f&uuml;r &Auml;ltere, Menschen mit Behinderungen und Migranten haben sich nicht wesentlich verbessert. Von der vermeintlich guten Arbeitsmarktlage kam und kommt bei diesen Menschen nur wenig an. Dies ist in der Hauptsache das Ergebnis der arbeitsmarktpolitischen Unt&auml;tigkeit der Bundesregierung. Sie muss deutlich mehr Mittel zur Unterst&uuml;tzung von Erwerbslosen bereitstellen. Bez&uuml;glich des Arbeitsmarktzugangs von Fl&uuml;chtlingen muss man feststellen: Die Ma&szlig;nahmen der Bundesregierung zur Schaffung eines Angebots an Sprach- und Integrationskursen sind v&ouml;llig unzureichend. Ohne eine gute Sprachf&ouml;rderung ist es schwer bis unm&ouml;glich, in Arbeit zu kommen&rdquo;, erkl&auml;rt Sabine Zimmermann, stellvertretende Vorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum aktuellen Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/arbeitsmarktpolitische-untaetigkeit-endlich-beenden\/?rss\">Die Linke. im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Altersarmut trotz Mindestlohn<\/strong><br>\nF&uuml;r ordentliche Renten br&auml;uchte es mindestens 11,50 Euro Stundenlohn. Auch f&uuml;r j&uuml;ngere Hartz-IV-Empf&auml;nger gibt es schlechte Nachrichten.<br>\n8,50 Euro Mindestlohn bringen &bdquo;mehr Gerechtigkeit&ldquo;. Das verspricht zumindest das Bundesarbeitsministerium. Nun musste die Beh&ouml;rde allerdings einr&auml;umen, dass dieser Betrag im Alter nicht mal f&uuml;r ein Einkommen oberhalb der Grundsicherungsgrenze reicht.<br>\nDas ergab eine Anfrage des rentenpolitischen Sprechers der Linksfraktion im Bundestag, Matthias W. Birkwald. Laut Antwort des Ministeriums m&uuml;sste ein Besch&auml;ftigter nach derzeitiger Lage 45 Jahre lang einen Stundenlohn von rund 11,50 Euro verdienen, um im Alter keine Sozialhilfe beantragen zu m&uuml;ssen.<br>\nDamit liegt der aktuelle Mindestlohn um glatte 3 Euro unterhalb der Grundsicherungsschwelle im Alter. Das findet das Ministerium offenbar nicht so dramatisch &ndash; man k&ouml;nne schlie&szlig;lich mit zus&auml;tzlicher Altersvorsorge eine &bdquo;deutlich h&ouml;here Gesamtversorgung&ldquo; erzielen. Birkwald kritisierte, das sei gerade f&uuml;r Familien mit geringem Einkommen schwierig: &bdquo;Die Zeit der Riester-Ausreden ist endg&uuml;ltig vorbei.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Sozialpolitik-in-Deutschland\/!5242396\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Wieder einmal erweckt das derzeitige SPD-Personal den Eindruck als wolle es sich nicht um die Bezieher geringer Einkommen k&uuml;mmern. Das war fr&uuml;her anders.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Glyphosat &ndash; Forscher werfen Kontrolleuren Vertuschung vor<\/strong><br>\n[&hellip;] Der Epidemiologe Eberhard Greiser von der Universit&auml;t Bremen kritisiert, das BfR habe wichtige Untersuchungen zur Giftigkeit des Wirkstoffs absichtlich au&szlig;en vor gelassen. So habe das BfR 31 von 92 vorliegenden Studien, die sich mit Krebsrisiken durch Glyphosat befassen, nicht in die Bewertung einbezogen. Dabei zeigten gerade einige dieser Untersuchungen, wie sch&auml;dlich sich das Herbizid auf die menschliche Gesundheit auswirken kann. Stattdessen habe das BfR unter anderem zehn Studien ber&uuml;cksichtigt, die von der Pflanzenschutzindustrie finanziert worden waren. Greiser unterstellt dem BfR bewusste Manipulation. Auch der Toxikologe Peter Clausing glaubt, &bdquo;dass Absicht im Spiel war&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/glyphosat-forscher-werfen-kontrolleuren-vertuschung-vor-,1472780,32288578.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Neue Abgasvorschriften: Ein Herz f&uuml;r Stinker<\/strong><br>\nDer VW-Skandal als Chance f&uuml;r einen Neuanfang in der Beziehung zwischen Politik und Autoindustrie? Mehr Strenge, mehr Transparenz, mehr Ehrlichkeit? Leider nein.<br>\nF&uuml;r einen kurzen Moment sah es so aus, als h&auml;tten die Enth&uuml;llungen in der Abgasaff&auml;re bei VW nicht nur f&uuml;r die Autos von Volkswagen einen reinigenden Effekt. Sondern f&uuml;r die ganze Branche und vor allem auch f&uuml;r die engen Verflechtungen zwischen Industrie und Politik. Durch den Skandal wurde ein Schlaglicht auf die allzu laxe Gesetzgebung in Europa gelenkt, mit der die Politik die Industrie seit Jahren zur Mauschelei ermuntert. Im weltweiten Aufschrei der Entr&uuml;stung &uuml;ber die Praktiken bei VW keimte auch die Hoffnung, dass sich nun endlich etwas &auml;ndern, dass Strenge Einzug halten k&ouml;nnte.<br>\nSeit gestern wissen wir: Das war ein Irrtum. Am Mittwoch n&auml;mlich hat ein Expertengremium der EU die Einf&uuml;hrung sogenannter RDE-Tests (f&uuml;r Real Driving Emissions) beschlossen. Bei diesen Tests werden die Abgasmessungen nicht unter synthetischen Bedingungen auf dem Pr&uuml;fstand im Labor durchgef&uuml;hrt, sondern auf der Stra&szlig;e. In den USA sind diese Tests schon lange als Kontrollm&ouml;glichkeit f&uuml;r die Laborwerte gesetzlich vorgeschrieben, und erst durch diese Tests flog die Manipulation von VW auf.<br>\nWer jetzt denkt, dass diese Tests in Europa erst durch die VW-Aff&auml;re m&ouml;glich wurden, irrt. Die Einf&uuml;hrung von RDE f&uuml;r 2017 war schon lange vorher diskutiert und geplant worden, nur ging es jetzt am Ende vielleicht etwas schneller. Und wer dachte, dass diese Tests im Lichte des VW-Skandals wenigstens besonders konsequent umgesetzt w&uuml;rden, irrt erneut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/auto\/aktuell\/neue-eu-abgasvorschrift-ein-herz-fuer-stinker-kommentar-a-1060197.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Mal ganz ehrlich, hatten Sie etwas anderes erwartet? Es ist schon tagikomisch &ndash; der VW-Konzern gilt in der &Ouml;ffentlichkeit als Umwelts&uuml;nder, die Bundesregierung, die im &bdquo;Auftrag&ldquo; der deutschen Automobilindustrie immer wieder daf&uuml;r sorgt, dass in der EU keine echten Abgastests vorgeschrieben werden, sonnt sich im Glanz der &bdquo;Klimakanzlerin&ldquo;. Allein diese Bezeichnung ist ein echtes Meisterwerk politischer PR.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Unsere gem&uuml;tliche Stube<\/strong><br>\nGekauftes Sommerm&auml;rchen, erlogene Abgaswerte, gefakete Arbeitslosenstatistiken. Was f&uuml;r eine L&uuml;gen-Republik! Anders gesagt: Das Biedermeier ist nicht mehr nur inmitten von Zierkissen &ndash; es ist unsere Staatsdoktrin geworden.<br>\nGibt es noch Wahrheiten? Bestimmt. Aber sie werden immer weniger. Selbst weltpolitische Kleinigkeiten wie die Fu&szlig;ball-Weltmeisterschaft, auf das dieses &raquo;neue und weltoffene&laquo; Deutschland bis heute so stolz ist, war also wahrscheinlich nur das Resultat von Schmiergeldern. Damals hie&szlig; es, dass &raquo;die Welt zu Gast bei Freunden&laquo; sei. Sommerm&auml;rchenhaft. Doch alles war offenbar blo&szlig; ein Produkt aus Bestechungsgeldern. Illusorisch bricht diese stolze Geschichte jetzt in sich zusammen. Was derzeit thematisch passt, denn bei Freunden ist die Welt wahrlich nicht zu Gast bei uns. Eher in Zeltst&auml;dten. Wie gesagt, selbst solche Randnotizen haben einen bitteren Beigeschmack, bauen auf L&uuml;ge. Man kann sich dar&uuml;ber wundern. Oder man kann sich sagen: War eh irgendwie klar. Die &raquo;konjugierte Wahrheit&laquo; ist der stetige Begleiter in diesem Deutschland unter Kanzlerin Merkel. Unter ihrer &Auml;gide hat sich nicht nur den politischen Diskurs sediert (immerhin wissen die Sozialdemokraten noch nicht sicher, ob sie bei der n&auml;chsten Bundestagswahl &uuml;berhaupt einen Gegenkandidaten ins Rennen schicken sollen), sie hat auch das Wohlbefinden des Biedermeier zur Doktrin in diesem Lande erhoben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/989525.unsere-gemuetliche-stube.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wer steckt hinter dem syrischen Giftgas-Angriff?<\/strong><br>\nCHP-Politiker machen aufgrund von Gerichtsakten den t&uuml;rkischen Geheimdienst und islamistische Milizen verantwortlich<br>\nSelbst f&uuml;r syrische Verh&auml;ltnisse war es gigantisches Massaker. Bis zu 1700 Menschen starben am 21. August 2013 in der Region Ghouta. Doch auch zwei Jahre nach dem Giftgasangriff sind die die Hintergr&uuml;nde unklar. Nun machen t&uuml;rkische Politiker die Regierung ihres Landes verantwortlich.<br>\nEs ist eines dieser verwackelten Handyvideos, die zu den t&auml;glichen Chronisten des Syrienkrieges geworden sind und deren Bilder dennoch kaum zu ertragen sind. Blasse Gesichter starren da in die Kamera. Nur noch der Schaum vor dem Mund zeigt von so etwas wie Leben. Auf dem Boden liegen Kinderk&ouml;rper aufgereiht. Dazwischen kauern schreiende Eltern und pressen Sanit&auml;ter ihre H&auml;nde auf Brustk&ouml;rper. &ldquo;Sarin-Gas-Angriff Syrien&rdquo; steht auf Arabisch &uuml;ber dem YouTube-Clip.<br>\nAm 21. August 2013 geschah einer der schlimmsten dieser Angriffe &ndash; nicht nur in der Geschichte Syriens. 355 Tote z&auml;hlten &Auml;rzte ohne Grenzen an diesem Tag in der s&uuml;dwestlich von Damaskus gelegenen Region Ghouta. Die US-Regierung sprach von 1429, die oppositionelle Freie Syrische Armee sogar von 1729 Todesopfern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46414\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Free Mitt Romney &ndash; Mitt Romney befreien<\/strong><br>\nManchmal tut mir Mitt Romney richtig leid. Ja, wirklich. Zu anderer Zeit und an anderem Ort h&auml;tte er als guter Technokrat gesch&auml;tzt sein k&ouml;nnen &ndash; ein kluger Typ, der f&uuml;r seine F&auml;higkeit, Dinge anzupacken, gesch&auml;tzt (wenn vielleicht auch nicht geliebt) wird. So in etwa funktionierte das ja auch, als er vor zehn Jahren Gouverneur von Massachusetts war.<br>\nJetzt aber haben wir das Jahr 2015 in Amerika, und Mr. Romneys Partei will keine Leute, die die Dinge anpacken. Ganz im Gegenteil hasst sie mit Inbrunst staatliche Programme, die das Leben von Amerikanern besser machen, besonders, wenn sie &ldquo;jenen Leuten da&ldquo; helfen. Und das hei&szlig;t, dass es Mr. Romney verwehrt ist, die wichtigste Leistung seines &ouml;ffentlichen Lebens zu feiern, die Gesundheitsreform in Massachussetts, die ja als Vorlage f&uuml;r Obamacare diente.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/10\/26\/opinion\/free-mitt-romney.html\">New York Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Strategische Verschiebungen<\/strong><br>\nAuseinandersetzungen um Provokationen des US-Milit&auml;rs begleiten die aktuelle China-Reise der deutschen Kanzlerin. Nach der Durchfahrt eines Zerst&ouml;rers der U.S. Navy durch von Beijing beanspruchte Gew&auml;sser bei den umstrittenen Spratly-Inseln im S&uuml;dchinesischen Meer hat die chinesische Regierung den US-Botschafter einbestellt. Der Konflikt wird, wie deutsche Regierungskreise ausdr&uuml;cklich best&auml;tigen, bei den heutigen Gespr&auml;chen von Angela Merkel in Beijing thematisiert; dabei ist mit Spannungen zu rechnen. Berlin ist ohnehin bereits in einer schwierigen Lage. Der Umbau der chinesischen &Ouml;konomie weg von einem investitions- hin zu einem konsumgetriebenen Wachstumsmodell bringt Nachteile f&uuml;r die deutsche Industrie mit sich: &ldquo;Deutsche Investitionsg&uuml;ter und Automobile&rdquo; w&uuml;rden nun in der Volksrepublik wohl &ldquo;nicht mehr das bisherige Niveau des Nachfragewachstums erreichen&rdquo;, erl&auml;utert der China-Experte Sebastian Heilmann vom Mercator Institute for China Studies in Berlin. Gleichzeitig f&uuml;hre der Umbau der chinesischen Wirtschaft dazu, dass &ldquo;die chinesische Nachfrage nach Zugang zu internationalen Finanz- und Devisenm&auml;rkten wie allgemein nach dienstleistungsbezogenem Know-how&rdquo; stark wachse. In diesen Bereichen jedoch sei Gro&szlig;britannien &ldquo;viel besser aufgestellt als Deutschland&rdquo;. Es deute sich damit &ldquo;eine strategische Verschiebung in den europ&auml;isch-chinesischen Beziehungen&rdquo; an &ndash; weg von Berlin, hin zu London.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59236\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Letzte: &Ouml;ffentlich-rechtlicher Rundfunk: Kein Sendeplatz f&uuml;r Kritik an RWE<\/strong><br>\nEs ist eine spannende und exklusive Geschichte, die WDR-Redakteur J&uuml;rgen D&ouml;schner recherchiert hat: Auf Facebook hetzten Mitarbeiter des Energiekonzerns RWE gegen Klimaaktivisten, die bei verschiedenen Aktionen den klimasch&auml;dlichen Braunkohle-Tagebau des Unternehmens behindert hatten.<br>\nSelbst vor Todesdrohungen und Aufrufen zur Gewalt schreckten sie dabei nicht zur&uuml;ck: &bdquo;Ab in die Grube und zusch&uuml;tten die Affen&ldquo;, hie&szlig; es etwa. Oder: &bdquo;Wenn die sich festketten, einfach mal den Bagger unter Strom setzen.&ldquo; Und zu einer Schienenblockade schrieb ein User: &bdquo;Augen zu und durch! Voll rein in die Menge! Wer auf Gleisen spielt, ist selbst schuld.&ldquo;<br>\nDie Recherche blieb nicht ohne Konsequenzen: RWE reagierte und dr&auml;ngte darauf, dass die aggressiven Posts gel&ouml;scht wurden. Die gr&ouml;&szlig;te nordrhein-westf&auml;lische Zeitung, die WAZ, griff D&ouml;schners Geschichte auf. Selbst das bundesweite Deutschlandradio brachte seinen Beitrag. Nur in seinem Heimatsender war nichts davon zu h&ouml;ren: Der WDR berichtete zwar online, aber keine der f&uuml;nf WDR-Radiowellen sendete das fertig geschnittene St&uuml;ck.<br>\nBemerkenswert ist diese Entscheidung vor dem Hintergrund, dass sowohl RWE als auch SPD- und CDU-Politiker zuvor massiven Druck auf den WDR ausge&uuml;bt hatten. Vor allem ein Kommentar D&ouml;schners, in dem er die Massenbesetzung des Braunkohle-Tagebaus Garzweiler im August als &bdquo;legitim&ldquo; bezeichnet und den Aktivisten &bdquo;Hochachtung&ldquo; gezollt hatte, sorgte beim Unternehmen und seinen politischen Freunden f&uuml;r Emp&ouml;rung. So hatte der SPD-Landtagsabgeordnete Guido van den Berg erkl&auml;rt, D&ouml;schner Kommentar hebele das Prinzip der &bdquo;Rechtsstaatlichkeit&ldquo; aus, und den WDR zu einer Distanzierung aufgefordert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Oeffentlich-rechtlicher-Rundfunk\/!5245456\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-28164","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/28164","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=28164"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/28164\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28352,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/28164\/revisions\/28352"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=28164"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=28164"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=28164"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}