{"id":28172,"date":"2015-10-30T15:22:30","date_gmt":"2015-10-30T14:22:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28172"},"modified":"2015-10-30T15:22:30","modified_gmt":"2015-10-30T14:22:30","slug":"hinweise-des-tages-ii-220","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28172","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28172#h01\">Geld f&uuml;r Medien: Europa tritt gegen Putins Propaganda an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28172#h02\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28172#h03\">Politsprech: Die Netzneutralit&auml;t bleibt &ndash; und H&uuml;hnchen ist vegan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28172#h04\">Exportweltmeister, weil Organisationsweltmeister &ndash; absurde &Ouml;konomenstimmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28172#h05\">Nobel Laureate Joseph Stiglitz on &ldquo;Rewriting the Rules of the American Economy&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28172#h06\">Syriza, the EU and negative integration<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28172#h07\">Flassbeck greift den DGB an, weil der gegen Aussch&uuml;sse zur Lohnd&auml;mpfung ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28172#h08\">One very simple, but radical, idea: to democratise Europe.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28172#h09\">Every Icelander To Get Paid From Sale Of Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28172#h10\">Klimaauflagen beim Wohnungsbau: Ziegelindustrie missbraucht Fl&uuml;chtlingsdebatte f&uuml;r Lobbyarbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28172#h11\">Die Probleme beginnen erst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28172#h12\">Linker Populismus: keine Antwort aber eine ketzerische Frage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28172#h13\">Freie Hand f&uuml;r Erdogan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28172#h14\">EU-Parlament fordert Schutz f&uuml;r Snowden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28172#h15\">NSA jubelte BND deutsche Sp&auml;hziele unter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28172#h16\">Jedes Kind hat ein Recht auf Schule<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28172#h17\">Alfred gegen den Rest der Welt (au&szlig;er Franz)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28172#h18\">Das Allerletzte: BDI-Chef Grillo h&auml;lt Rente mit 85 f&uuml;r denkbar<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28172&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Geld f&uuml;r Medien: Europa tritt gegen Putins Propaganda an<\/strong><br>\nWill die EU in Russland Propaganda betreiben? Ein Papier der Bundesregierung wirft Fragen auf &ndash; und offenbart ein Dilemma: Der Westen will die Desinformations-Kampagnen des Kreml kontern, ohne sich selbst zu korrumpieren. [&hellip;]<br>\nWestliche Regierungen wollen der russischen Propaganda jetzt entgegentreten. Doch sie stehen vor einem Dilemma: Wie soll das gehen, ohne selbst Propaganda zu betreiben? Wie schmal dieser Grat ist, zeigt jetzt die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag, die SPIEGEL ONLINE vorliegt.<br>\nIn dem Dokument geht es um das &ldquo;Strategische Kommunikationsteam Ost&rdquo; des Europ&auml;ischen Ausw&auml;rtigen Dienstes (EEAS). Um &ldquo;Russlands laufenden Desinformationskampagnen entgegenzuwirken&rdquo;, hatten die EU-Staats- und Regierungschefs am 20. M&auml;rz die EU-Au&szlig;enbeauftragte Federica Mogherini mit der Erstellung eines &ldquo;Aktionsplans &uuml;ber strategische Kommunikation&rdquo; beauftragt. Ein zentraler Bestandteil: die &ldquo;East StratCom Task Force&rdquo; unter Leitung des Briten Giles Portman, die am 1. September ihre Arbeit aufgenommen hat.<br>\nDer Sinn der strategischen Kommunikation, so steht es ganz offen in Mogherinis Aktionsplan, sei das &ldquo;Vorantreiben der politischen EU-Ziele in der &ouml;stlichen Nachbarschaft&rdquo;. Dazu sollen &ldquo;das gesamte Medienumfeld&rdquo; gest&auml;rkt werden und &ldquo;unabh&auml;ngige Medien unterst&uuml;tzt werden&rdquo;. EU-Informationen sollen insbesondere in russischer Sprache verbreitet, Journalisten aus- und fortgebildet werden.<br>\nDie &ldquo;Ziell&auml;nder&rdquo; seien Russland, die Ukraine, Georgien, Moldau, Wei&szlig;russland, Armenien und Aserbaidschan, antwortet die Bundesregierung auf die Anfrage der Linken. &ldquo;Die konkrete Unterst&uuml;tzung unabh&auml;ngiger Medien&rdquo; erfolge &uuml;ber &ldquo;verschiedene Finanzinstrumente&rdquo; der EU-Kommission und der Mitgliedstaaten. Eine genaue Kostenaufstellung sei nicht m&ouml;glich, es k&auml;men aber &ldquo;verschiedene Budgetlinien&rdquo; in Frage. [&hellip;]<br>\nDie Linke vermutet genau das. &ldquo;Die EU-Kommission und die EU-Mitgliedstaaten unterst&uuml;tzen nichtstaatliche Medien in Russland wirtschaftlich&rdquo;, kritisiert der Abgeordnete Alexander Neu. &ldquo;Das bedeutet: Sie greifen unmittelbar in die Medienlandschaft Russlands ein.&rdquo; Neus Parteifreund Andrej Hunko h&auml;lt es f&uuml;r &ldquo;brandgef&auml;hrlich, wenn Regierungen und Milit&auml;rs versuchen, die Informationshoheit zu erlangen und dabei Objektivit&auml;t vorgaukeln&rdquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/russland-europaeische-union-tritt-gegen-putins-propaganda-an-a-1060182.html\">SPIEGEL Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/andrej-hunko.de\/start\/download\/doc_download\/683-abstimmung-europaeischer-kommunikationsstrategien-im-club-von-venedig\">Antwort auf die Kleine Anfrage &ldquo;Abstimmung europ&auml;ischer Kommunikationsstrategien im Club von Venedig&rdquo;<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Das ist hochgradig schizophren. Einerseits emp&ouml;rt sich die westliche &Ouml;ffentlichkeit moralinsauer &uuml;ber die von Russland staatlich finanzierten Propagandasender RT und RT-Deutsch und auf der anderen Seite betreibt man selbst staatlich finanzierte Propagandasender in den &bdquo;&ouml;stlichen Feindstaaten&ldquo;. Quod licet Iovi, non licet bovi &ndash; was dem Herrn geziemt, geziemt noch lange nicht dem Knecht . Besonders sch&ouml;n ist auch folgender Satz von SPIEGEL Online: &ldquo;Der Westen will die Desinformationskampagnen des Kreml kontern, ohne sich selbst zu korrumpieren&rdquo;. Nein, das ist keine Satire.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Europ&auml;ische Union holt USA, NATO und OSZE f&uuml;r antirussische Propaganda ins Boot<\/strong><br>\nEin &lsquo;Strategisches Kommunikationsteam Ost&rsquo; will in Russland und L&auml;ndern der &Ouml;stlichen Partnerschaft Propaganda f&uuml;r &lsquo;EU-Politiken und Werte&rsquo; betreiben. Das ist ein Affront gegen&uuml;ber Russland. Die Medientruppe untersteht dem Ausw&auml;rtigen Dienst und damit dem milit&auml;rischen Arm der EU&rdquo;, erkl&auml;ren die Bundestagsabgeordneten Alexander S. Neu und Andrej Hunko anl&auml;sslich einer entsprechenden Auskunft des Ausw&auml;rtigen Amtes auf eine gemeinsame Kleine Anfrage.<br>\nEin als &ldquo;Russland Taskforce&rdquo; bezeichnetes &ldquo;Strategische Kommunikationsteam Ost&rdquo; soll &ldquo;positive Narrative und Kommunikationsprodukte&rdquo; in russischer Sprache entwickeln und damit &ldquo;russischen Erz&auml;hlweisen&rdquo; in Osteuropa die Sicht der EU entgegenstellen. Russische Medieninhalte werden als &ldquo;Desinformationsaktivit&auml;ten&rdquo; und &ldquo;Fehlinformationen&rdquo; bezeichnet. Die EU will deshalb &ldquo;politische Entscheidungstr&auml;ger, Medienschaffende, zivilgesellschaftlich Engagierte und Jugendliche&rdquo; f&uuml;r eine Zusammenarbeit an der Medienfront gewinnen. Das &ldquo;Strategische Kommunikationsteam Ost&rdquo; hat laut der Bundesregierung seit dem 1. September 2015 &ldquo;seine volle Personalst&auml;rke erreicht&rdquo;.<br>\nDazu Alexander S. Neu:<br>\n&ldquo;Die EU-Staaten bauen mit Hilfe der NATO nicht nur russischsprachige Medien in den &ouml;stlichen EU-Mitgliedstaaten auf, wie dies gerade mit dem Fernsehsender ETV+ in Estland geschieht. Fernsehsender ETV+ in Estland geschieht. Au&szlig;erdem gibt es klare Hinweise darauf, dass auch russische freie Medien direkt finanziert werden.<br>\nDas Propaganda-Programm der EU und der NATO gegen Russland wird mit dem Aktionsplan und der Einrichtung des &lsquo;Strategischen Kommunikationsteam Ost&rsquo; noch ausgeweitet. Mit &lsquo;verschiedenen Finanzinstrumenten&rsquo; unterst&uuml;tzen die EU-Kommission und die EU-Mitgliedstaaten nichtstaatliche Medien in Russland wirtschaftlich, und das bedeutet: Sie greifen unmittelbar in die Medienlandschaft Russlands ein.<br>\nRussische Sichtweisen sollen mit Gegenpropaganda neutralisiert werden. Die zu erwartenden Kommunikationsoffensiven bergen die konkrete Gefahr, dass das Verh&auml;ltnis zwischen den westlichen Staaten und Russland noch weiter abk&uuml;hlt &ndash; die logische Reaktion Russlands wird sein, die Finanzierung freier Medien von au&szlig;en nicht zuzulassen.&rdquo;<br>\nAndrej Hunko erg&auml;nzt:<br>\n&ldquo;Neben USA und NATO soll auch die bislang als Konfliktvermittlerin auftretende OSZE in die mediale Offensive eingebunden werden. Es handelt sich also um den gemeinsamen Versuch, Russland auch an der Medienfront zu destabilisieren.<br>\nDer Ausw&auml;rtige Dienst will Netzwerke mit EU-Institutionen und Mitgliedstaaten aufbauen, um seine &lsquo;Kommunikationsaktivit&auml;ten besser zu koordinieren&rsquo;. Mit dem &lsquo;Club von Venedig&rsquo; existiert jedoch seit 30 Jahren ein solcher informeller Think Tank, an dem au&szlig;er Regierungssprechern auch Lobbyvertreter und Stiftungen teilnehmen. Der &lsquo;Club&rsquo; befasste sich mehrmals mit der einheitlichen EU-Kommunikation hinsichtlich der Ukraine-Krise. Nun sollen auch Medienschaffende und Angeh&ouml;rige der Zivilgesellschaft zu dieser Hinterzimmer-Politik eingeladen werden.<br>\nEs ist brandgef&auml;hrlich, wenn Regierungen und Milit&auml;rs versuchen, die Informationshoheit zu erlangen und dabei Objektivit&auml;t vorgaukeln. Besonders problematisch ist, wenn das &lsquo;Strategische Kommunikationsteam Ost&rsquo; wie vom Ausw&auml;rtigen Amt beschrieben auch Jugendliche aufs Korn nimmt. Anstatt weiter auf mediale Bevormundung zu setzen, muss die EU ihre Politik gegen&uuml;ber Russland grundlegend &uuml;berdenken. Um es mit den Worten des ehemaligen EU-Kommissars G&uuml;nter Verheugen zu sagen: Frieden ist nur m&ouml;glich, wenn keiner den anderen dominieren will. Das gilt auch f&uuml;r die Medienfront, in Russland, der USA und der EU gleicherma&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/20151030_EU_und_OSZE_foerdern_antirussische_Propaganda.pdf\">Pressemitteilung Andrej Hunko (MdB\/Die Linke) [PDF]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Afghanistan: Aufnahme von r&uuml;ckkehrenden Fl&uuml;chtlingen in gro&szlig;er Zahl nicht m&ouml;glich<\/strong><br>\nDe Maizi&egrave;re will die R&uuml;ckf&uuml;hrungsquote abgelehnter Asylsuchender aus Afghanistan erh&ouml;hen. Das Ministerium f&uuml;r Fl&uuml;chtlingsangelegenheiten in Kabul h&auml;lt entgegen: Man habe keine Mittel, um sich um die Abgeschobenen zu k&uuml;mmern<br>\nEs ist nicht lange her: Vor zweieinhalb Jahren gab es eine Diskussion dar&uuml;ber, ob afghanische Helfer, zum Beispiel Dolmetscher der deutschen Bundeswehr, Visa erhalten sollen. Die Deutschen gaben sich entschlossen restriktiv bei der Ausgabe der Visa, die afghanischen Mitarbeiter machten ihre Furcht geltend, nach dem Abzug der Bundeswehr Opfer der Taliban zu werden.<br>\nMan m&uuml;sse also &ldquo;von Einzelfall zu Einzelfall&rdquo; pr&uuml;fen, ob jemand &ldquo;nachweislich&rdquo; bedroht werde, zitierte ein Spiegelbericht im April 2013 einen Vertreter des Innenministeriums. Afghanistan sei sicher, die Bundeswehr habe gute Arbeit geleistet, die gut Qualifizierten sollten doch besser im Land bleiben, so der Tenor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46420\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>CSU und Asylstatistik &ndash; Die Ein-Prozent-L&uuml;ge<\/strong><br>\nCSU-Politiker haben in den vergangenen Wochen immer wieder behauptet, &bdquo;nur ein Prozent&ldquo; der Fl&uuml;chtlinge erhalte in Deutschland Asyl. Damit wurden Fakten aus dem Zusammenhang gerissen und Stimmung gemacht [&hellip;]<br>\nSo untermauerte Bayerns Finanzminister Markus S&ouml;der am Samstag in einem &bdquo;Bild&ldquo;-Interview seine Forderung nach einer konsequenteren Abschiebepraxis mit dieser Behauptung: &bdquo;[E]s kann nicht sein, dass bei einer Asylanerkennungsquote von nur ein bis zwei Prozent trotzdem fast alle in Deutschland bleiben.&ldquo;<br>\nDer Leser mag sich da emp&ouml;ren: Nur ein Prozent? Eine Sauerei ist das! Aufenthaltserschleichung!<br>\nDas Problem: S&ouml;der sagt nur die halbe Wahrheit. Oder, ganz genau: 38,1 Prozent trennen ihn von der ganzen Wahrheit.<br>\nDenn S&ouml;der bezieht sich mit dieser Aussage nur auf diejenigen, denen das Recht auf politisches Asyl nach Artikel 16a des Grundgesetzes zugebilligt wurde. Tats&auml;chlich gibt es aber viel mehr Menschen, die rechtm&auml;&szlig;ig als Fl&uuml;chtlinge anerkannt werden &ndash; die der CSU-Mann aber einfach unter den Tisch fallen l&auml;sst. 39,1 Prozent aller Asylantr&auml;ge wird stattgegeben [&hellip;]<br>\nVier von zehn Asylbewerbern d&uuml;rfen also ganz legal in Deutschland bleiben. Das Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge unterscheidet dabei vier verschiedene Schutzgr&uuml;nde:\n<ul>\n<li>0,9 Prozent der Antragsteller wurden als Asylberechtigte nach Artikel 16a des Grundgesetzes anerkannt, weil sie in ihrem Herkunftsland politisch verfolgt werden.<\/li>\n<li>36,7 Prozent der Schutzsuchenden wurde die Rechtsstellung eines Fl&uuml;chtlings nach der Genfer Fl&uuml;chtlingskonvention zugesprochen. Dieses UN-Abkommen vom 28. September 1951, das Verfolgung wegen der Religion, Nationalit&auml;t, politischen &Uuml;berzeugung oder Zugeh&ouml;rigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe definiert, haben Deutschland und die meisten EU-Staaten unterzeichnet.<\/li>\n<li>0,7 Prozent der Asylbewerber erhielten &bdquo;subsidi&auml;ren Schutz&ldquo; (&sect; 4 des Asylverfahrensgesetzes), weil ihnen in der Heimat Folter, Todesstrafe oder Gefahr f&uuml;r Leib und Leben drohen. Auch Krieg- und B&uuml;rgerkriegsfl&uuml;chtlinge fallen darunter.<\/li>\n<li>In 0,8 Prozent der F&auml;lle wurde ein Abschiebungsverbot erteilt. Diese Verbote gelten etwa f&uuml;r bestimmte Staaten oder dort, wo dem Fl&uuml;chtling Schaden drohen k&ouml;nnte.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.cicero.de\/berliner-republik\/csu-und-asylbewerber-die-ein-prozent-luege\/60034\">Cicero<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Zu diesem Thema haben auch die NachDenkSeiten <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27394\">ausf&uuml;hrlich berichtet<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Politsprech: Die Netzneutralit&auml;t bleibt &ndash; und H&uuml;hnchen ist vegan<\/strong><br>\nDas Europaparlament erkl&auml;rt, f&uuml;r Netzneutralit&auml;t gestimmt zu haben &ndash; in Wahrheit hat es dagegen gestimmt. Wie geht das? Der Begriff wurde umgedeutet, was in der Netzpolitik oft vorkommt. Der B&uuml;rger verliert dabei den Durchblick. [&hellip;]<br>\nDiese Aufweichung der Netzneutralit&auml;t wird noch durch eine Reihe von den Telekommunikationsunternehmen herbeilobbyierten Formulierungen verst&auml;rkt. Zum Beispiel die M&ouml;glichkeit, Traffic zu steuern, wenn &ldquo;ein Datenstau droht&rdquo;.<br>\nWeil aber nirgends steht, was das genau bedeutet, lie&szlig;e sich mit der schlichten Behauptung fast alles irgendwie rechtfertigen. Das ist nicht nur eine Art gesetzlich garantiertes Erpressungsmittel, es ist vor allem der blanke Fehlanreiz. Das bedeutet n&auml;mlich, dass man mehr Nutzer und Unternehmen zur Kasse bitten kann, wenn man m&ouml;glichst wenig in neue Netze investiert. Weil sonst ja die Gefahr des Datenstaus geringer w&auml;re. [&hellip;]<br>\nWenn also Digitalkommissar G&uuml;nther Oettinger erkl&auml;rt, dass nun endlich Netzneutralit&auml;t gesetzlich verankert werde, dann spricht er von einer verd&auml;chtig Telekom-nahen Umdefinition der Netzneutralit&auml;t, die schlicht keine mehr ist. Eine Farce also, und zwar auf Basis der Verwendung des Begriffs Netzneutralit&auml;t als &ldquo;keine Netzneutralit&auml;t&rdquo;.<br>\nDas steht in bester, weltweiter Tradition der Netzpolitik. Denn irrwitzigerweise ist mithilfe der gleichen Abstimmung auch die Abschaffung der absurd hohen Roaming-Geb&uuml;hren beschlossen worden &ndash; laut EU. Was aber beim Blick in die Feindefinitionen ebensowenig stimmt.<br>\n&Auml;hnlich verh&auml;lt es sich auch mit den vielf&auml;ltigen Beteuerungen verschiedener Nachrichtendienste, es g&auml;be hier oder dort keine &Uuml;berwachung. Man hatte einfach den ersten Schritt der &Uuml;berwachung, die Sammlung der Daten, als Nicht&uuml;berwachung betrachtet. Letztlich ist ja alles eine Frage der Definition, die Erde ist auch eine Scheibe, wenn man sich Scheiben als eher kugelig geformt vorstellt, und Krieg ist Frieden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/die-netzneutralitaet-bleibt-und-huehnchen-ist-vegan-kolumne-a-1059909.html#spRedirectedFrom=www&amp;referrrer=\">Sascha Lobo auf SPIEGEL Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Wie die Telekom und Facebook &ldquo;Netzneutralit&auml;t&rdquo; verstehen<\/strong><br>\nDie Telekom will Start-ups abkassieren, David Camerons Porno-Filter werden pl&ouml;tzlich illegal, Mark Zuckerberg verteidigt sein Mini-Internet f&uuml;r Arme: Drei Geschichten aus einer Welt ohne echte Netzneutralit&auml;t.<br>\nAlle reden von Netzneutralit&auml;t. Das EU-Parlament hat am Dienstag beschlossen, dass Netzbetreiber alle Daten gleich schnell und stabil durch ihre Leitungen transportieren m&uuml;ssen. Diskriminierung bestimmter Dienste darf es nicht geben- allerdings gibt es Ausnahmen. Und die l&ouml;sen Diskussionen aus, noch bevor die europ&auml;ischen Regulierungsbeh&ouml;rden &uuml;berhaupt festgelegt haben, welche genau als solche gelten werden. In den Tagen nach der Abstimmung stachen drei &Auml;u&szlig;erungen f&uuml;hrender K&ouml;pfe heraus. Sie veranschaulichen, was passiert, wenn Netzneutralit&auml;t nicht hundertprozentig gilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/it-wirtschaft-wie-die-telekom-und-facebook-netzneutralitaet-verstehen-1.2715096\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Exportweltmeister, weil Organisationsweltmeister &ndash; absurde &Ouml;konomenstimmen<\/strong><br>\nEin Leser (danke daf&uuml;r) macht mich auf einen Artikel in der &bdquo;&Ouml;konomenstimme&ldquo; aufmerksam, wo eine Professorin der LMU M&uuml;nchen (Dalia Marin) erkl&auml;rt, Deutschland sei nicht Exportweltmeister, weil es Lohnzur&uuml;ckhaltung ge&uuml;bt hat, sondern weil es Weltmeister in der Organisation von Produktionsabl&auml;ufen sei. Daf&uuml;r wird dann sogar die protestantische Ethik herangezogen, die erkl&auml;re, warum man in Deutschland weniger autorit&auml;r arbeite und weniger hierarchische Strukturen habe, und das sei ein &uuml;berlegenes Gesch&auml;ftsmodell.<br>\nMan sollte denken, dass jemand, der eine so steile These in die Welt setzt, sich wenigstens M&uuml;he gibt zu erkl&auml;ren, warum Deutschland mit diesem Gesch&auml;ftsmodell erst mit Beginn der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion erfolgreich war, w&auml;hrend es kurz vorher noch als der kranke Mann Europas galt. Auch damals schon herrschte in manchen Teilen Deutschlands eine protestantische Ethik vor. Auch k&ouml;nnte man sich fragen, warum dieses Gesch&auml;ftsmodell nur im Export erfolgreich ist und nicht auch den deutschen Binnenmarkt zum Bl&uuml;hen bringt. Ganz interessant w&auml;re auch die Er&ouml;rterung der Frage, warum ein Land, das &uuml;ber ein so erfolgreiches Organisationsmodell verf&uuml;gt, auch noch Lohnzur&uuml;ckhaltung &uuml;bt. Es k&ouml;nnte ja im Gegenteil sein Organisationstalent dazu nutzen, um trotz hoher L&ouml;hne im Ausland erfolgreich zu sein. Zudem h&auml;tte ich gedacht, dass sich Organisationstalent in hohem Produktivit&auml;tswachstum niederschl&auml;gt, doch davon kann in Deutschland erstens nicht die Rede sein und zweitens ist es nicht relevant f&uuml;r die Frage nach der Wettbewerbsf&auml;higkeit. Doch warum sollte man sich um solche Fragen Gedanken machen, wenn es darum geht, den Mainstream auf Teufel komm raus zu verteidigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/exportweltmeister-weil-organisationsweltmeister-absurde-oekonomenstimmen\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Nobel Laureate Joseph Stiglitz on &ldquo;Rewriting the Rules of the American Economy&rdquo;<\/strong><br>\nAs presidential candidates spar over economic policies and Congress debates the TPP, one of the nation&rsquo;s leading economists is calling for a comprehensive overhaul of the US economy. Nobel Prize-winning economist and Columbia University professor Joseph Stiglitz has just published a new book called Rewriting the Rules of the American Economy: An Agenda for Growth and Shared Prosperity.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.truth-out.org\/news\/item\/33410-nobel-laureate-joseph-stiglitz-on-rewriting-the-rules-of-the-american-economy\">truthout<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Syriza, the EU and negative integration<\/strong><br>\nForty-two years ago, Dieter Groh, a German political scientist, wrote a seminal book, Negative Integration und revolution&auml;rer Attentismus: Die deutsche Sozialdemokratie am Vorabend des Ersten Weltkrieges (Negative Integration and Revolutionary Rethorics: German Social Democracy on the Eve of World War One). Negative integration puts the rhetoric of liberal democracy into question. Democratic theory postulates that it is possible for citizens to form parties, for parties to participate in elections, for representatives to get into parliament and government and to accomplish through political means what citizens set out to do, in other words, it postulates democracy, from the bottom up. While there are &sbquo;obstructions&lsquo; &ndash; elites, class conflicts, policy failures, lobbies, bribery, bureaucracies that sabotage implementation, voting impediments, gerrymandering, propaganda, political apathy or pressures or dictates from abroad etc. &ndash; there is no question about how liberal democratic theory portrays the political process. Free elections guarantee that governments come into power so that their policies embody &lsquo;the will of the nation.&rsquo; This is the cornerstone of democratic theory and it is the litmus test of democratic practice.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/syriza-the-eu-and-negative-integration\/\">Will Denayer auf Flassbeck Economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Flassbeck greift den DGB an, weil der gegen Aussch&uuml;sse zur Lohnd&auml;mpfung ist<\/strong><br>\nHeiner Flassbeck und Friederike Spiecker fehlen die Worte. Sie sind emp&ouml;rt, dass der DGB sich bei der Kanzlerin gegen das Ansinnen der EU-Kommission verwahrt hat, nationale Aussch&uuml;sse f&uuml;r Wettbewerbsf&auml;higkeit einzurichten. Ich hatte die Aussch&uuml;sse verdammt und den Protestbrief des DGB begr&uuml;&szlig;t. Blog-Leser baten mich daher um Stellungnahme. Um es ganz ungeschminkt zu sagen: Flassbeck und Spiecker geben sich aus meiner Sicht Wunschdenken hin, keinesfalls verboten, aber auch keine gute Basis f&uuml;r die Heftigkeit der Kritik, mit der sie den DGB &uuml;berziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/486-flassbeck-dgb#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>One very simple, but radical, idea: to democratise Europe.<\/strong><br>\nAs he prepares to launch a new, pan-European movement for change, Yanis Varoufakis sits down with &bdquo;Can Europe make it?&ldquo; to discuss democracy in Europe, Brexit, and the other part of Plan X.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/yanisvaroufakis.eu\/2015\/10\/25\/one-very-simple-but-radical-idea-to-democratise-europe-opendemocracy-interview\/\">Yannis Varoufakis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Every Icelander To Get Paid From Sale Of Bank<\/strong><br>\nNot only has Iceland jailed its corrupt bankers over their involvement in the financial crisis of 2008, but now every Icelander is to receive a payout from the sale of one the country&rsquo;s largest banks.<br>\nBjarni Benediktsson, the minister of finance has promised that each Icelander will get a 30,000 ISK (Icelandic Krona) pay-out for the proposed &Iacute;slandsbanki bank sale.<br>\nGrapevine reports: &bdquo;Speaking to attendees of the national convention of the Independence Party, of which Bjarni is the chairperson, Kjarninn reports that he submitted the idea that 5% of &Iacute;slandsbanki&rsquo;s shares be distributed to each and every Icelander. As the value of the bank is currently placed at 187 billion ISK, 5% would come out to about 9.3 billion ISK, or just under 30,000 ISK for each Icelander.&ldquo;<br>\n&ldquo;I am saying that the government take some decided portion, 5%, and simply hand it over to the people of this country,&rdquo; he told attendees.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/yournewswire.com\/everyone-in-iceland-to-get-paid-from-sale-of-bank\/\">YourNewsWire.com<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Komisch, wir Bundesb&uuml;rger m&uuml;ssen f&uuml;r unsere Pleitebanken immer nur Geld bezahlen, w&auml;hrend die Isl&auml;nder von ihren Pleitebanken Geld bekommen. Irgendetwas machen wir falsch. Nur was?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Klimaauflagen beim Wohnungsbau: Ziegelindustrie missbraucht Fl&uuml;chtlingsdebatte f&uuml;r Lobbyarbeit<\/strong><br>\nIn K&uuml;rze versch&auml;rfen sich die Klimavorschriften f&uuml;r Neubauten. Die Ziegelindustrie hat nun offenbar ein neues Argument dagegen entdeckt: die Fl&uuml;chtlinge. &ldquo;Die Gelegenheit d&uuml;rfen wir nicht verstreichen lassen!&rdquo;, schreibt ein Landesverband.<br>\nDie bayerische Ziegelindustrie will offensichtlich die Fl&uuml;chtlingsdebatte nutzen, um eine unliebsame Umweltauflage zu kippen. Das geht aus einem Brief ihres Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrers Manfred Zehe hervor, der SPIEGEL ONLINE vorliegt.<br>\nIn dem Schreiben nimmt Zehe Bezug auf eine Konferenz der Bauminister der Bundesl&auml;nder, die derzeit in Dresden stattfindet. Bei dem Treffen wird die Ankunft Hunderttausender Fl&uuml;chtlinge in Deutschland gro&szlig; thematisiert. Es geht unter anderem um die Frage, wie man all jenen, die l&auml;nger in Deutschland bleiben, bezahlbaren Wohnraum zur Verf&uuml;gung stellen kann.<br>\nDie Bauminister diskutieren auf Antrag des Landes Schleswig-Holstein, eine f&uuml;r 2016 geplante Versch&auml;rfung der Effizienzvorschriften f&uuml;r Geb&auml;ude ins Jahr 2019 zu verschieben, um die Baukosten zu begrenzen. Der Ziegelindustrie ist diese Debatte nur recht: Sie k&auml;mpft seit Langem gegen die h&ouml;heren Klimaauflagen. Die Unternehmen f&uuml;rchten, dass die Nachfrage f&uuml;r ihre Produkte sinkt, da der W&auml;rmeschutz von Ziegeln begrenzt ist.<br>\nZehe fordert nun, die Versch&auml;rfung sogar bis 2021 auszusetzen. Bayerns oberste Baubeh&ouml;rde habe ihn vertraulich informiert, dass der Freistaat auf der Konferenz genau dies vorschlagen wolle, schrieb er k&uuml;rzlich an den Bundesverband und die anderen Landesverb&auml;nde der Deutschen Ziegelindustrie. Und er forderte seine Kollegen auf, sich auf Bundes- und Landesebene f&uuml;r Bayerns Vorschlag stark zu machen. &ldquo;Die sich jetzt bietende Gelegenheit d&uuml;rfen wir nicht verstreichen lassen!&rdquo;, schrieb Zehe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/ziegelindustrie-missbraucht-fluechtlingsdebatte-fuer-lobbyarbeit-a-1060032.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Probleme beginnen erst<\/strong><br>\nHarald Kujat (General a.D.) und Wolfgang Gehrcke (Die Linke), Unter den Linden, Phoenix, 19.10.2015<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=91qpcuxGTfo&amp;feature=youtu.be&amp;t=10m43s\">Phoenix via YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unsers Lesers A.F.:<\/strong> Interessante Diskussion &uuml;ber den Syrien-(Russland-)Konflikt, in der die Diskutanten sich mal die M&uuml;he machen, auch &uuml;ber die nationalen Interessen Russlands zu reflektieren. Beide Diskutanten vertreten einhellig die Meinung, dass eine L&ouml;sung des Syrien-Konflikts ohne Kooperation mit Russland &ndash; und ohne Aufgabe des Ziels eines m&ouml;glichst sofortigen Regime-Changes &ndash; nicht m&ouml;glich sein wird. Die durchaus vorhandenen (imperialistischen) Interessen der USA kommen leider nicht zur Sprache. Dennoch ein sehenswerter Beitrag, der die Haltung des Westens in diesem Konflikt &auml;u&szlig;erst fragw&uuml;rdig erscheinen l&auml;sst. Harald Kujat bringt sein Bedauern &uuml;ber die Position der aktuellen Bundesregierung mit folgendem Satz auf den Punkt:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Ich habe den Eindruck, es mangelt uns an weitsichtigen Politikern wie Willy Brandt oder Helmut Schmidt.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Linker Populismus: keine Antwort aber eine ketzerische Frage<\/strong><br>\nLinker Populismus alleine ist sicherlich keine Antwort, formuliert aber wichtige Fragen an die politischen Praktiken und Gewissheiten der Linken, meint Blogger Tobias Boos und antwortet damit auf die Thesen von Franz Parteder und Barbara Stefan.<br>\nWer h&auml;tte das gedacht? Populistisch zu sein ist unter Linken gerade en vogue. Es mutet bizarr an, aber der denunziatorische Kampfbegriff des Populismus mit dem immer die Anderen gemeint waren, ist auf einmal positiv gewandt worden. Alle wollen PopulistInnen sein.<br>\nUnd so kritisiert Franz Parteder nicht ganz zu Unrecht die &uuml;berschw&auml;nglichen Rufe aus linken Kreisen nach einem linken Populismus. Wo hinter Peter Pilz&lsquo; Forderungen ganz unverbl&uuml;mt parteipolitische Rechenspiele nach dem Motto &bdquo;wo ist eine neue Nische, welche die Gr&uuml;nen besetzen k&ouml;nnen?&ldquo; stehen, so wirkt die Selbstbeschreibung von Wien Anders als linkspopulistisch wie der Versuch, ein wenig auf der Welle neuer linker Kr&auml;fte wie PODEMOS in Spanien mit zu surfen. Populismus scheint das Rezept der Stunde zu sein, um aus der gesellschaftlichen Bedeutungslosigkeit herauszukommen.<br>\nSo sehr Parteder Recht hat damit hat, dass eine Politik abzulehnen ist, die versucht die angeblich dummen Massen f&uuml;r die eigenen Zwecke zu instrumentalisieren, verwechselt auch er Populismus mit Demagogie. Peter Pilz, sonst um dumpfe Stimmungsmachen zur Selbstinszenierung nicht verlegen, mag solch einen Populismus meinen, vielen Linken schweben bei ihrer Forderung nach einem linken Populismus aber die Erfahrungen der progressiven Regierungen Lateinamerikas und j&uuml;ngsten Entwicklungen in Spanien vor. Hier zeigt sich, dass ein linker Populismus durchaus m&ouml;glich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mosaik-blog.at\/debatte-iii-linker-populismus-keine-antwort-aber-eine-ketzerische-frage\/\">mosaik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Freie Hand f&uuml;r Erdogan<\/strong><br>\nAm Sonntag wird in der T&uuml;rkei gew&auml;hlt. F&uuml;r Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan geht es dabei um den Umbau des Staates in eine Pr&auml;sidialdiktatur. Dazu ben&ouml;tigt die regierende Partei f&uuml;r Gerechtigkeit und Aufschwung (AKP) die absolute Mehrheit, die sie bei den letzten Wahlen im Juni verloren hatte.<br>\nUnterst&uuml;tzung erh&auml;lt Erdogan von der Europ&auml;ischen Union. Der &raquo;Sultan&laquo; wird f&uuml;r die Abschottung Konzerneuropas und als Partner im Krieg gegen Syrien gebraucht. Wie die S&uuml;ddeutsche Zeitung am Mittwoch berichtete, h&auml;lt die EU-Kommission offenbar ihren &raquo;Fortschrittsbericht&laquo; zur Lage in der T&uuml;rkei zur&uuml;ck &ndash; vermutlich aus &raquo;politischen Gr&uuml;nden&laquo;. Laut dem Entwurf des EU-Papiers werden dem NATO-Land erhebliche Defizite &raquo;im Bereich Rechtsstaatlichkeit&laquo; vorgehalten. So gebe es &raquo;unzul&auml;ssigen Eingriff der Exekutive in die Justiz&laquo;, deren Unabh&auml;ngigkeit sei beeintr&auml;chtigt. Richter und Staatsanw&auml;lte w&uuml;rden wegen ihrer Entscheidungen festgenommen, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Die Versammlungs- und Religionsfreiheit werde zunehmend eingeschr&auml;nkt.<br>\nErmutigt durch eine solche Unterst&uuml;tzung hat die t&uuml;rkische AKP-Regierung zu ihrem bislang schwersten Schlag gegen oppositionelle Medien ausgeholt. Am Mittwoch st&uuml;rmte die Polizei die Zentrale der Medienunternehmen der Koza-Ipek-Holding in Istanbul, zu der die Fernsehsender Bug&uuml;n TV und Kanalt&uuml;rk sowie die Tageszeitungen Bug&uuml;n und Millet geh&ouml;ren. Die Unternehmensgruppe wird der zwar ebenfalls religi&ouml;s-konservativen, aber in scharfer Gegnerschaft zur AKP von Erdogan stehenden Fethullah-G&uuml;len-Bewegung zugerechnet.<br>\nVor dem Geb&auml;ude protestierende Menschen, darunter zahlreiche Journalisten, wurden mit Wasserwerfern und Gasgranaten auseinandergetrieben. Die Fernsehausstrahlung wurde eingestellt, nachdem Polizei in die Sendestudios eindrang.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/10-29\/057.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>EU-Parlament fordert Schutz f&uuml;r Snowden<\/strong>\n<ul>\n<li>Das Europa-Parlament hat daf&uuml;r gestimmt, den in Russland lebenden Whistleblower Edward Snowden zu sch&uuml;tzen.<\/li>\n<li>Mit 285 zu 281 Stimmen riefen die Abgeordneten die EU-Mitgliedstaaten auf, &ldquo;alle strafrechtlichen Vorw&uuml;rfe&rdquo; gegen ihn fallen zu lassen.<\/li>\n<li>Die Aufforderung ist eine Empfehlung und verpflichtet die L&auml;nder zu nichts.<\/li>\n<li>Snowden begr&uuml;&szlig;te das Ergebnis.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/abstimmung-eu-parlament-fordert-schutz-fuer-snowden-1.2715178\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>NSA jubelte BND deutsche Sp&auml;hziele unter<\/strong><br>\nAuf der Selektorenliste, die der US-Geheimdienst dem BND &uuml;bermittelte, sollen sich viele deutsche Unternehmen befinden. Die sind vor einem Zugriff durch den eigenen Geheimdienst eigentlich gesch&uuml;tzt.<br>\nDas Urteil von Kurt Graulich ist deutlich: Der amerikanische Geheimdienst NSA hat klar gegen eine Vereinbarung mit dem Bundesnachrichtendienst (BND) versto&szlig;en. Graulich schreibt gar, es habe &ldquo;qualitativ gravierende Verst&ouml;&szlig;e durch die NSA&rdquo; gegeben.<br>\nGraulich hat &uuml;ber den Sommer im Auftrag der Bundesregierung eine Liste mit etwa 39 000 Suchbegriffen, sogenannten Selektoren, untersucht, die die NSA &uuml;ber Jahre auf den Analyserechnern des Bundesnachrichtendientes eingesetzt hat. Darunter vor allem E-Mail-Adressen und Telefonnummern. Bekannt war, dass europ&auml;ische Unternehmen wie EADS und Eurocopter &ndash; beide geh&ouml;ren heute zum Airbus-Konzern &ndash; sowie europ&auml;ische Institutionen im Suchprofil der Amerikaner waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/geheimdienst-affaere-nsa-jubelte-bnd-deutsche-spaehziele-unter-1.2715253\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Jedes Kind hat ein Recht auf Schule<\/strong><br>\nAuch die Kinder illegal Eingewanderter haben einen Anspruch auf Bildung. Die UN-Kinderrechtskonvention verlangt, dass jedes Kind zur Schule gehen darf. Doch auch mehrere Jahre nach der Gesetzes&auml;nderung im Jahr 2011 wissen viele Schulen das nicht, zeigt eine Studie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/flucht-und-zuwanderung\/zuwanderer-jedes-kind-hat-ein-recht-auf-schule,24931854,32295520.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Alfred gegen den Rest der Welt (au&szlig;er Franz)<\/strong><br>\nEs waren gro&szlig;e Worte in gro&szlig;en Buchstaben, die Alfred Draxler vergangenen Woche w&auml;hlte: ICH BIN MIR BEWUSST, DASS ICH MIT DIESEM ARTIKEL MEINE REPUTATION ALS JOURNALIST UND REPORTER AUFS SPIEL SETZE.<br>\nDraxler hatte sich in seiner &bdquo;Bild&ldquo;-Kolumne &bdquo;Nachgehakt&ldquo; sch&uuml;tzend vor seine Freunde Franz Beckenbauer und Wolfgang Niersbach geworfen. Das WM-Organisationskomitee habe &bdquo;das Sommerm&auml;rchen&ldquo; nicht gekauft, der Chefredakteur der &bdquo;Sport Bild&ldquo; versprach Aufkl&auml;rung: [&hellip;]<br>\nDie US-Kanzlei &bdquo;Quinn Emanuel&ldquo;, die &bdquo;im Auftrag des Weltfu&szlig;ballverbandes die Fifa-Konten f&uuml;r den fraglichen Zeitraum &uuml;berpr&uuml;fte&ldquo;, habe &bdquo;Bild&ldquo; mitgeteilt, dass sie keinen Zahlungseingang von Robert Louis-Dreyfus &uuml;ber 6,7 Millionen Euro gefunden habe.<br>\n&bdquo;Nach BILD-Recherchen kann das Darlehen f&uuml;r das Organisationskomitee nicht wie bisher behauptet f&uuml;r die Fifa-Finanzkommission bestimmt gewesen sein. Es waren offenbar wirklich Schmiergeld-Zahlungen.&ldquo;<br>\n&bdquo;Bisher behauptet&ldquo; hatten das vor allem Wolfgang Niersbach, Franz Beckenbauer &mdash; und Alfred Draxler. Die Version des &bdquo;REPUTATION&ldquo;-Riskierers passt also nicht mit den Recherchen seiner &bdquo;Bild&ldquo;-Kollegen zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/73204\/alfred-gegen-den-rest-der-welt-ausser-franz\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+bildblog+%28BILDblog%29\">BILDblog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Da hat der Reputationsriskierer wohl seine Reputation verloren &hellip; macht aber nichts, bei der BILD lebt man ja ohnehin nach dem alten Motto &bdquo;Ist der Ruf erst ruiniert, schreibt es sich ganz ungeniert&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Allerletzte: BDI-Chef Grillo h&auml;lt Rente mit 85 f&uuml;r denkbar<\/strong><br>\nUlrich Grillo, Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), pl&auml;diert k&uuml;nftig f&uuml;r ein h&ouml;heres Renteneintrittsalter.<br>\nGrillo sagte der WirtschaftsWoche: &bdquo;Traditionell galt das Lebensalter minus 15 Jahre als angemessenes Renteneintrittsalter. Die Rente mit 65 bis 67 passt heute dazu. Wenn nun die Lebenserwartung alle 100 Jahre um 25 zunimmt, also alle vier Jahre durchschnittlich um ein Jahr, so k&ouml;nnte man das Renteneintrittsalter entsprechend anheben &ndash; wenn Menschen eines Tages 100 werden, w&uuml;rde sich rein theoretisch ein Renteneintrittsalter von 85 Jahren ergeben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/rente-bdi-chef-grillo-haelt-rente-mit-85-fuer-denkbar\/12514090.html?mwl=ok\">Wirtschaftswoche<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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