{"id":28210,"date":"2015-11-04T09:07:35","date_gmt":"2015-11-04T08:07:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28210"},"modified":"2015-11-04T09:07:35","modified_gmt":"2015-11-04T08:07:35","slug":"hinweise-des-tages-2495","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28210","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28210#h01\">&bdquo;Mein Antrieb ist Emp&ouml;rung&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28210#h02\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28210#h03\">Querverteilung und Spitzeneinkommen in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28210#h04\">Sind die EU-Kommission und die Europ&auml;ische Zentralbank lernf&auml;hig?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28210#h05\">Jede Wette, dass die Schuldenbremse die n&auml;chste Krise nicht &uuml;berlebt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28210#h06\">EZB-Spitzenkr&auml;fte trafen Finanzmanager vor wichtigen Beschl&uuml;ssen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28210#h07\">Schattenfinanzindex 2015 &ndash; Deutschland auf Platz 8<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28210#h08\">&bdquo;Nicht erkl&auml;rbare&ldquo; CO2-Werte bei weiteren 800.000 Autos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28210#h09\">Arbeitszeit: Bis dass wir uns tot schuften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28210#h10\">Krankenkassenbeitr&auml;ge: Arbeitgeber angemessen beteiligen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28210#h11\">Indisch-Deutsche Regierungskonsultationen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28210#h12\">Merkel: Daten sind Rohstoffe des 21. Jahrhunderts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28210#h13\">Ein Versuch, den BND freizusprechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28210#h14\">Satelliten-Projekt &ldquo;Tandem X&rdquo;: USA dr&auml;ngen auf Daten-Deal mit der Bundeswehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28210#h15\">Mahnwachen f&uuml;r den Frieden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28210#h16\">Partei im Aufwind &ndash; Frische Kr&auml;fte aus Industrie und Mittelstand f&uuml;r FDP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28210#h17\">Kalter Medienkrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28210#h18\">Berge, Bienen &amp; Backpacke<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28210&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Mein Antrieb ist Emp&ouml;rung&ldquo;<\/strong><br>\nJ&uuml;rgen Roth im Gespr&auml;ch mit Max Uthoff &uuml;ber dessen Arbeit bei der ZDF-Satiresendung &bdquo;Die Anstalt&ldquo;, die Einheitsmeinung der etablierten Medien und Kabarett als f&uuml;nfte Gewalt. Die Redaktion ver&ouml;ffentilcht an dieser Stelle die Langfassung des Gespr&auml;chs, das im Oktoberheft in der Sonderbeilage literatur konkret erschienen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.konkret-magazin.de\/aktuelles\/aus-aktuellem-anlass\/aus-aktuellem-anlass-beitrag\/items\/mein-antrieb-ist-empoerung.html\">konkret<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dieses Interview ist nicht &bdquo;nur&ldquo; f&uuml;r Fans der Anstalt eine absolute Leseempfehlung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Union in der Fl&uuml;chtlingskrise: Ein Herz und eine Seele<\/strong><br>\nFamilienstreit beendet und jetzt gemeinsam gegen die Sozis: CSU-Chef Seehofer demonstriert in Berlin neue Einigkeit mit der Kanzlerin. Wie lange h&auml;lt der Frieden diesmal?<br>\nDer 66-J&auml;hrige macht Politik im Stile eines Blasebalgs: Erst entweicht mit voller Kraft die Luft und heizt die Glut an. Dann folgt eine Phase der Erholung, in der neue Luft eingesogen wird. Seehofer ist gerade in dieser Phase, er deeskaliert die Situation mit der Schwesterpartei, um gemeinsam gegen die SPD f&uuml;r die Transitzonen zu k&auml;mpfen (Lesen Sie hier mehr &uuml;ber diese Zonen).<br>\nFolgerichtig spricht der CSU-Vorsitzende am Dienstag vorm Fraktionssaal gemeinsam mit Merkel unisono von Reduzierung. Ein Herz und eine Seele. Familienstress in der Union &ndash; war da was?<br>\nVor den Abgeordneten von CDU und CSU witzelt Seehofer &uuml;ber die Wortklauberei, spricht sowohl von Begrenzung als auch von Reduzierung der Fl&uuml;chtlingszahlen. Doppelt h&auml;lt besser. Und Merkel? Auch sie nutzt Teilnehmern zufolge das Wort von der Begrenzung einmal &ndash; wenn auch etwas &ldquo;versch&auml;mt&rdquo;. Einer, der Merkel in der Fl&uuml;chtlingspolitik kritisch sieht, sagt sp&auml;ter, Seehofer habe einen &ldquo;b&auml;renstarken Auftritt&rdquo; hingelegt.<br>\nFreundlicher Applaus sei nicht allein vom CSU-Teil der Fraktion gekommen, sondern auch von den CDU-Abgeordneten aus dem Osten. Die Stimmung in der Fraktion ist: entspannt. Nix mit Rebellion.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/fluechtlingskrise-cdu-merkel-und-csu-seehofer-einigen-sich-a-1060856.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Kommentar von Friedrich K&uuml;ppersbusch: Wir tanzen dem Publikum in einer fein abgestimmten Choreo ganz gro&szlig;en Krach in der Koalition vor, weil wir die Deutungshoheit haben wollen.<\/strong><br>\n&bdquo;Ich seh&lsquo; das auch nicht so, dass die sich nicht geeinigt haben. Die haben sich drauf geeinigt, am Samstagabend, CDU\/CSU in einer f&uuml;nfst&uuml;ndigen Sitzung, und gestern nun eben die Spitzen der Koalition, darauf, dass sie dem Publikum auch weiterhin einen gro&szlig;en tollen Konflikt vortanzen. &hellip; Man ist sich einig in einem anderen ganz Punkt: Wir tanzen dem Publikum in einer fein abgestimmten Choreo ganz gro&szlig;en Krach in der Koalition vor, weil wir die Deutungshoheit haben wollen. Wie gehen wir mit der Zuwanderung um: Wir wollen radikale Positionen, wie es sie in der SPD gibt, und manchmal auch, ich wei&szlig; inzwischen nicht mehr, woran&rsquo;s liegt, bei Frau Merkel, &bdquo;Arme offen&ldquo;, &bdquo;freundliches Gesicht&ldquo;, &bdquo;sonst ist das nicht mehr mein Land&ldquo;, und andere radikale Positionen wie sie Hotte Seehofer formuliert, &bdquo;geht alles gar nicht&ldquo;, &bdquo;Schnauze voll&ldquo;, &bdquo;ich lass es krachen&ldquo;, &bdquo;stelle Ultimaten&ldquo;. In dieser Bandbreite bildet die Koalition ja im Moment praktisch die ganze &ouml;ffentliche Diskussion in der Bundesrepublik Deutschland ab und sagt, &bdquo;na, da braucht ihr wenigstens keine anderen Parteien&ldquo;. Das steckt n&auml;mlich dahinter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.radioeins.de\/programm\/sendungen\/der_schoene_morgen\/kommentar\/friedrich_kuppersbusch.html\">rbb radioeins<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung CW:<\/strong> Dem ist eigentlich nichts hinzuzuf&uuml;gen, au&szlig;er vielleicht dass es mehr einem inszenierten Schmierentheater gleicht als einem choreografierten Tanz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Industrie fordert Politiker zu mehr Effizienz in der Fl&uuml;chtlingsfrage auf<\/strong><br>\nAnstatt &uuml;ber einzelne Worte zu streiten, sollte die Politik den Mehrwert von Fl&uuml;chtlingen f&uuml;r die deutsche Wirtschaft anerkennen. &bdquo;Wir sind alle gefordert&ldquo;, so der BDI-Chef in Berlin.<br>\nAngesichts der Herausforderungen der Fl&uuml;chtlingskrise hat der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) die europ&auml;ische und deutsche Politik eindringlich zur Einigkeit aufgefordert. &bdquo;Wir sind alle gefordert&ldquo;, sagte BDI-Pr&auml;sident Ulrich Grillo am Dienstag in Berlin beim Tag der Deutschen Industrie im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Letztlich werde deutlich werden, &bdquo;was es f&uuml;r Europa zu gewinnen gibt&ldquo;.<br>\nDie Situation werde lange andauern und eine &bdquo;gewaltige Kraftanstrengung&ldquo; f&uuml;r Politik, Gesellschaft und die Wirtschaft darstellen, sagte Grillo in Richtung der in Berlin regierenden Parteien CDU, CSU und SPD, die in den vergangenen Tagen teils kontrovers um Reaktionen und neue L&ouml;sungsans&auml;tze hatten. &bdquo;Die gro&szlig;e Koalition hat eine gro&szlig;e Verantwortung, gerade jetzt&ldquo;. Einigkeit in ihren Reihen sei in der jetzigen Lage &bdquo;unabdingbar&ldquo;.<br>\nDie deutsche Industrie stehe bereit, &bdquo;ihren Teil&ldquo; zur Integration von Fl&uuml;chtlingen zu leisten, betonte der BDI-Pr&auml;sident. Es gebe hierzulande aktuell 600.000 offene Stellen, dazu k&auml;men zudem noch jene, die gar nicht offiziell ausgeschrieben seien. Zugleich warnte er allerdings auch davor, &bdquo;&uuml;berzogene Erwartungen&ldquo; zu wecken. &bdquo;Qualifikation und Spracherwerb k&ouml;nnen nicht herbeigebetet werden. Ebenso sind die Bed&uuml;rfnisse des deutschen Arbeitsmarkts nicht nach Wunsch gestaltbar.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/industrie-fordert-mehr-effizienz-in-der-fluechtlingsfrage-13891596.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J. A.:<\/strong>  Man darf wohl annehmen, da&szlig; &ldquo;die Industrie&rdquo;, sprich die Arbeitgeberverb&auml;nde, keinen weiteren Beitrag liefern als das Fordern und Fordern und das Abgreifen der im Artikel beschriebenen Vorteile, die ihnen die Fl&uuml;chtlingswelle bringt: erst einmal den h&ouml;heren Binnenkonsum, dann die gr&ouml;&szlig;ere Anzahl von billigen Arbeitskr&auml;ften und den zus&auml;tzlichen Lohndruck. H&ouml;here Unternehmensteuern und h&ouml;here Erbschaftsteuern, mit denen der Staat den geforderten Einsatz leisten kann, oder h&ouml;here L&ouml;hne stehen sicher nicht auf der Agenda der &ldquo;Industrie&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ruf nach dem Staat<\/strong><br>\nIndustrieverband fordert von Regierung &ouml;ffentliches Investitionsprogramm und Absicherung der Fl&uuml;chtlingsintegration. Steuererh&ouml;hungen abgelehnt<br>\nSchon am Morgen gab Ulrich Grillo, Pr&auml;sident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), hier vor Journalisten seine Ansagen an die Politik durch. Er &auml;u&szlig;erte sich zur Fl&uuml;chtlingskrise, zu Chancen und Risiken f&uuml;r den Wirtschaftsstandort Deutschland. Zu letzteren z&auml;hlt der BDI-Chef und Unternehmer vor allem die &ndash; auch in einer vom Verband vorgelegten Halbzeitbilanz der gro&szlig;en Koalition aufgelisteten &ndash; &raquo;Eigentore&laquo; der Regierung wie die Einf&uuml;hrung der Rente mit 63 f&uuml;r langj&auml;hrige Beitragszahler, die Energiewende und den gesetzlichen Mindestlohn. Die Untergrenze beim Entgelt will Grillo aber auch in Zeiten des Zuzugs Hunderttausender nicht antasten. Er sei dagegen, sie aufzuheben, weil dies f&uuml;r die Stimmung im Land &raquo;verheerende Folgen&laquo; h&auml;tte, sagte er.<br>\nDass die Inhaber von gro&szlig;en Verm&ouml;gen, Firmen bzw. Unternehmensanteilen sich an den enormen Kosten der Integration nicht beteiligen k&ouml;nnen, ist f&uuml;r den BDI jedoch ebenso klar. Hier m&uuml;sse der Staat ran, betonte auch der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Verbandes, Markus Kerber. Es werde f&uuml;nf bis sieben Jahre dauern, bis die jetzt in die BRD Gekommenen problemlos in den deutschen Arbeitsmarkt integriert werden k&ouml;nnten. Bis dahin soll die &ouml;ffentliche Hand f&uuml;r alles, insbesondere f&uuml;r die Vermittlung von Sprach- und anderen Kenntnissen, f&uuml;r die Betreuung und Bildung von Kindern und Jugendlichen, aufkommen. &raquo;Mehrere Tausend Lehrer&laquo; m&uuml;ssten eingestellt werden, forderte Kerber. Die Organisation von Sprachkursen und anderen Bildungsma&szlig;nahmen seien &raquo;keine Leistungen, die Sie von den Unternehmen erwarten k&ouml;nnen&laquo;. &hellip;<br>\nAn das Kabinett richtete Grillo die Forderung, in der Fl&uuml;chtlingsfrage geschlossener zu agieren als bisher. N&ouml;tig sei &raquo;effizientes Krisenmanagement&laquo; anstelle von Debatten dar&uuml;ber, ob etwas nun Transitzone oder Einreisezentrum genannt werde. Eine Obergrenze bei der Aufnahme von Schutzsuchenden k&ouml;nne es nicht geben, denn das Recht auf Asyl sei ein von der Verfassung garantiertes Grundrecht. N&ouml;tig seien aber &raquo;geordnete Verfahren&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/11-04\/023.php\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>passend dazu: &bdquo;Der Tisch f&uuml;r die Fl&uuml;chtlinge muss von denen gedeckt werden, die im Reichtum schwelgen!&ldquo;<\/strong><br>\nWie die &bdquo;Willkommenskultur&ldquo; finanziert werden kann<br>\nDer Tisch f&uuml;r die Fl&uuml;chtlinge darf nicht von denen gedeckt werden m&uuml;ssen, denen es bereits schlecht geht<br>\nDeutschland insgesamt hat die Kraft und alle M&ouml;glichkeiten, viele Fl&uuml;chtlinge aufzunehmen. Wenn aber die Bundeskanzlerin erkl&auml;rt: &bdquo;Wir schaffen das&ldquo;, dann muss man hinterfragen, wen sie mit diesem &bdquo;wir&ldquo; meint. Der Tisch f&uuml;r die Fl&uuml;chtlinge sollte nicht von denjenigen gedeckt werden m&uuml;ssen, denen es bereits schlecht geht &ndash; den Arbeitslosen, Geringverdienern, Leiharbeitern und den &Auml;lteren mit niedrigen Renten &ndash; sondern von denjenigen, die im Reichtum schwelgen und keine Angst haben m&uuml;ssen, den Wettbewerb um Wohnraum und Arbeitspl&auml;tze gegen neu hinzukommende Fl&uuml;chtlinge zu verlieren. Die Trennlinie verl&auml;uft nicht so sehr zwischen Deutschen und Fl&uuml;chtlingen, sie verl&auml;uft eher zwischen arm und reich, m&auml;chtig und ohnm&auml;chtig. Es ist wohlfeil, eine ungesteuerte Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen zu fordern, wenn man selbst ein gesichertes Auskommen hat.<br>\nWenn wir wollen, dass die viel beschworene &bdquo;Willkommenskultur&ldquo; erhalten bleibt und die Stimmung in der Bev&ouml;lkerung nicht kippt, dann d&uuml;rfen die Benachteiligten in unserem Land nicht vergessen werden. Wir brauchen jetzt einen Mindestlohn, der ausnahmslos sowohl im Berufsleben als auch im Alter vor Armut sch&uuml;tzt &ndash; das geht nicht unter zehn Euro die Stunde. Der Hartz-IV-Regelsatz muss zudem in einem ersten Schritt auf 500 Euro erh&ouml;ht und dann durch eine sanktionsfreie Mindestsicherung auf tats&auml;chlich existenzsicherndem Niveau ersetzt werden. Der soziale Wohnungsbau ist deutlich zu verst&auml;rken. Um das zu finanzieren m&uuml;ssen Millionen-Einkommen, Verm&ouml;gen und Erbschaften wieder angemessen besteuert werden, bei gleichzeitiger Entlastung von Normal- und Geringverdienern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.evangelische-aspekte.de\/aktuelles-heft\/o-lafontaine-zur-fluechtlingskrise\/\">Oskar Lafontaine in Evangelische Aspekte<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Fl&uuml;chtling als Identit&auml;t<\/strong><br>\n&bdquo;Wir brauchen eine Debatte &uuml;ber uns selbst&ldquo; Naika Foroutan ist Professorin f&uuml;r &bdquo;Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik&ldquo; an der Humboldt-Universit&auml;t in Berlin. Im Interview spricht sie &uuml;ber Ressentiments gegen Muslime und die Frage, welches Leitbild Deutschland braucht.<br>\nWarum ist es gerade so virulent? &ndash; Eine gro&szlig;e Rolle spielt sicherlich Pegida. Deren Wortf&uuml;hrer arbeiten seit &uuml;ber einem Jahr mit dem Entfremdungsnarrativ, immer mit dem Duktus: Das Volk wird verraten. Nat&uuml;rlich m&uuml;ssen Debatten, die um die Angst vor Identit&auml;tsverlust kreisen, &ouml;ffentlich gef&uuml;hrt werden. Doch eine Gesellschaft muss argumentativ gut darauf vorbereitet sein, sonst verschieben sich ganz schnell die Grenzen des Sagbaren, und die krudesten Thesen werden ernsthaft debattiert. Sie sickern auf diese Weise ins kollektive Bewusstsein. Auch das &bdquo;Volk ohne Raum&ldquo; war zun&auml;chst nur ein argumentativer Topos, der zutiefst reale Effekte erzeugt hat. &hellip;<br>\nWarum h&auml;lt die deutsche Gesellschaft so an diesen Stereotypen fest? &ndash; Das ist nichts spezifisch Deutsches. Eigene Stereotype zu hinterfragen ist grunds&auml;tzlich schwer. Au&szlig;erdem spielt die vorurteilsbewusste Bildung nur eine untergeordnete Rolle in Deutschland. Wir brauchen eine Erziehung zu einer Empathie, die als Hemmschwelle f&uuml;r die Abwertung von anderen funktioniert. Gleichzeitig muss es automatisch weh tun im Herzen, wenn man irgendeine Form von Diskriminierung bemerkt. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/naika-foroutan-ueber-stereotype-in-fluechtlingsfragen-13886917.html?printPagedArticle=true\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Fl&uuml;chtlingsunterbringung &ndash; Wir wissen, dass es falsch ist<\/strong><br>\nSt&auml;dte planen Gro&szlig;siedlungen f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge. So schaffen sie soziale Probleme, kritisiert der Stadtsoziologe J&uuml;rgen Friedrichs. Doch bessere Optionen br&auml;uchten Zeit.<br>\nZEIT ONLINE: Herr Friedrichs, in Hamburg plant die Stadt gerade an mehreren Standorten Gro&szlig;siedlungen f&uuml;r Asylbewerber, auf einer Wiese an einem Eisenbahndreieck sollen 800 Wohnungen f&uuml;r bis zu 4.000 Menschen entstehen, bezugsfertig bis Weihnachten 2016. Was halten Sie davon?<br>\nJ&uuml;rgen Friedrichs: Nichts. Die Fl&uuml;chtlinge werden so konzentriert und auch noch diskriminiert. Man erkennt sofort: &ldquo;Da wohnen die Asylanten.&rdquo; So wird ein ganzes Wohngebiet zum Fl&uuml;chtlingsheim. Das ist nicht gut. Die Menschen dort haben keinen Austausch mit der deutschen Mehrheitsgesellschaft. Deutsche treffen sie dann allerh&ouml;chstens mal im Supermarkt. Sie k&ouml;nnen von ihnen im Alltag nicht lernen. Sie haben keine anderen Verhaltensmodelle als die anderen Fl&uuml;chtlinge in der unmittelbaren Nachbarschaft, an denen sie sich bei der Integration orientieren k&ouml;nnen. [&hellip;]<br>\nZEIT ONLINE: Der Bedarf l&auml;ge also bei circa 250.000 g&uuml;nstigen Mietwohnungen im Jahr. Wie l&auml;sst sich das stemmen?<br>\nFriedrichs: Wir brauchen ein neues staatliches St&auml;dtebauprogramm. Und wir brauchen leider sehr gro&szlig;e Anreize f&uuml;r private Investoren. F&uuml;r sie sind Mietwohnungen gerade nicht attraktiv.<br>\nZEIT ONLINE: Warum?<br>\nFriedrichs: Aktuell werden mehr Verm&ouml;gen vererbt als jemals zuvor. Ein gro&szlig;er Teil davon geht in Grundbesitz. Die Leute wollen eine Drei-Zimmer-Wohnung in der Stadt, die kostet in K&ouml;ln 400.000 oder auch mal 600.000 Euro, davon legen die K&auml;ufer die H&auml;lfte direkt auf Tisch. Das hei&szlig;t, derjenige, der Eigentumswohnungen baut, hat sein Geld sehr schnell wieder drin. Anders als bei Mietwohnungen. Wir haben hier in K&ouml;ln f&uuml;r ein Projekt mit den f&uuml;nf gr&ouml;&szlig;ten Immobilienfirmen gesprochen, die haben &uuml;bereinstimmend gesagt: Wenn wir heute in einer innerst&auml;dtischen Lage neue Wohnungen bauen, haben wir die verkauft, bevor das alte Geb&auml;ude auf dem Grundst&uuml;ck &uuml;berhaupt abgerissen ist. Warum sollte dieser Investor also g&uuml;nstige Mietwohnungen bauen? Da muss er ja viel l&auml;nger warten, bis er sein Geld wieder rein hat. Man muss ihm also enorme steuerliche Anreize oder Zusch&uuml;sse bieten, damit er &uuml;berhaupt mitmacht beim sozialen Wohnungsbau. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2015-10\/fluechtlinge-unterkunft-staedtebau-interview\/komplettansicht\">Zeit<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Querverteilung und Spitzeneinkommen in Deutschland<\/strong><br>\nGa&#776;ngige Verteilungsanalysen unterscha&#776;tzen das Niveau der Einkommensungleichheit in Deutschland aufgrund der Untererfassung von Spitzeneinkommen in Umfragedaten. Neuere Studien zeigen auf, dass dies auch zu erheblichen Fehleinscha&#776;tzungen u&#776;ber die Entwicklung der Ungleichheit fu&#776;hrt.<br>\nEine realita&#776;tsnahe Beru&#776;cksichtigung von Spitzeneinkommen und die dadurch sta&#776;rkere Abdeckung von Kapitaleinkommen legen nahe, dass die vermeintliche Trendwende der Ungleichheitsentwicklung Mitte der 2000er Jahre ein datensatzspezifisches Artefakt ist. Am aktuellen Rand ist vermutlich mit einer weiter steigenden Einkommensungleichheit zu rechnen.<br>\nUm zuku&#776;nftig bessere Aussagen u&#776;ber die Ungleichheitsentwicklung treffen zu ko&#776;nnen, ist eine Verbesserung der Daten- grundlagen bzw. des Datenzugangs, wie eine Verknu&#776;pfung der administrativen Steuerdaten des Taxpayer-Panels mit Daten des Mikrozensus oder der Bundesagentur fu&#776;r Arbeit, wu&#776;nschenswert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_108_2015.pdf\">Hans-Boeckler-Stiftung<\/a>\n<p><strong>dazu: Knapp jeder zehnte Besch&auml;ftigte 2014 einkommensarm<\/strong><br>\nForscher: Zunahme bei &bdquo;working poor&ldquo; unterstreicht Notwendigkeit eines Mindestlohns ohne Ausnahmen<br>\nDie Einkommensarmut in Deutschland hat nach aktuellen Daten zuletzt von 16,1 Prozent im Jahr 2013 auf 16,7 Prozent 2014 zugenommen. Damit waren mehr als 13 Millionen Menschen in Deutschland von Armut bedroht &ndash; das hei&szlig;t, sie verf&uuml;gten gem&auml;&szlig; der g&auml;ngigen wissenschaftlichen Definition &uuml;ber weniger als 60 Prozent des bedarfsgewichteten mittleren Einkommens. Der Anstieg des Armutsrisikos geht auf den Anstieg der Altersarmut von 14,9 auf 16,3 Prozent und auf die Zunahme der Besch&auml;ftigungsarmut von 8,6 auf 9,9 Prozent zur&uuml;ck. Damit ist nun praktisch jeder zehnte Besch&auml;ftigte in Deutschland von Armut bedroht, ein &bdquo;working poor&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/boeckler.de\/14_62201.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Was nicht passt, wird passend gemacht<\/strong><br>\nEine Studie belegt: Einkommensungleichheit systematisch untersch&auml;tzt<br>\nLaut einer Studie des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung wird in den g&auml;ngigen Verteilungsanalysen das Niveau der Einkommensungleichheit in Deutschland untersch&auml;tzt. Der Grund ist die Untererfassung von Spitzeneinkommen in Umfragedaten, Kapitaleinkommen werden nur l&uuml;ckenhaft erfasst. Dazu erkl&auml;rt Katja Kipping, Vorsitzende der Partei DIE LINKE:<br>\nWas nicht passt, wird passend gemacht: Nach diesem Motto hat die schwarz-gelbe Bundesregierung den letzten Armuts- und Reichtumsbericht massiv gesch&ouml;nt und hochoffiziell die stagnierende, sogar abnehmende Einkommensungleichheit bejubelt. Nun stellt sich heraus, dass die Einkommensungleichheit in Deutschland untersch&auml;tzt wurde, weil Kapitaleinkommen nicht ausreichend erfasst werden. Die Vorschl&auml;ge des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung, wieder die Verm&ouml;gensteuer und eine ordentliche Kapitalertragsteuer einzuf&uuml;hren, sind sehr zu begr&uuml;&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.katja-kipping.de\/de\/article\/980.was-nicht-passt-wird-passend-gemacht.html\">Katja Kipping, Die Linke<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sind die EU-Kommission und die Europ&auml;ische Zentralbank lernf&auml;hig?<\/strong><br>\nDer Beitrag von Friederike Spiecker und mir vom vergangenen Donnerstag zur Reaktion des DGB auf eine Initiative der EU-Kommission hat erwartungsgem&auml;&szlig; ein gro&szlig;es Echo ausgel&ouml;st.<br>\n&Ouml;konomen, die ihre Position &uuml;blicherweise nicht unabh&auml;ngig von der Position der Gewerkschaften bilden, haben heftig kritisiert, dass wir die Dachorganisation der deutschen Gewerkschaften so klar ins Visier nehmen. Um es jedoch klipp und klar zu sagen: Wir bilden unsere Positionen nicht in Abh&auml;ngigkeit von Organisationen auf der einen oder auf der anderen Seite des politischen Spektrums und sind f&uuml;r diese Art der Kritik unempf&auml;nglich.<br>\nArgumente blieben von dieser Seite weitgehend aus. Wir k&ouml;nnen leider auch weiterhin nicht erkennen, wie man Lohnkoordination in der W&auml;hrungsunion rundheraus ablehnen kann und wie insbesondere deutsche Gewerkschaften mit der Tatsache umgehen wollen, dass die deutschen L&ouml;hne (Lohnst&uuml;ckkosten) logischerweise sehr viel st&auml;rker steigen m&uuml;ssen als anderswo und als in der Vergangenheit, wenn der Euro eine &Uuml;berlebenschance haben soll. Dass diese Fragen, wie von den f&uuml;nf Pr&auml;sidenten vorgeschlagen, erneut und intensiver auf nationaler und auf europ&auml;ischer Ebene diskutiert werden, kann nur gut sein, denn bis jetzt war das Hauptproblem, dass Deutschland damit durchkam, diese Fragen &uuml;berhaupt nicht in der &Ouml;ffentlichkeit er&ouml;rtern zu wollen. Die Tatsache, dass die Kommission ihren Text nicht vollkommen symmetrisch geschrieben, sondern &Uuml;berschussl&auml;nder sogar hervorgehoben hat (siehe unten), deutet schon darauf hin, dass man in den Gremien in Br&uuml;ssel (und in Frankfurt) allm&auml;hlich erkennt, was die Stunde geschlagen hat und wie dringend eine Kurskorrektur nun ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/sind-die-eu-kommission-und-die-europaeische-zentralbank-lernfaehig\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Jede Wette, dass die Schuldenbremse die n&auml;chste Krise nicht &uuml;berlebt<\/strong><br>\nDie Schuldenbremse soll ein Signal an die Finanzanleger, also die potenziellen Geldgeber sein: Habt Vertrauen in die Euro-Zone, hier wird sparsam gehaushaltet, hier ist euer Geld sicher! &Ouml;konomisch ist die Schuldenbremse allerdings ein Unding. Denn zum Beispiel in der Krise muss ein Staat einfach mehr Schulden machen, um den Ausfall der privaten Nachfrage auszugleichen. Wird ihm das verboten, droht ein Griechenland-Szenario: Die Wirtschaftsleistung sinkt, die Steuern schrumpfen, der Staat spart hinterher, dadurch sinkt die Wirtschaftsleistung weiter etcetera.<br>\nJede Wette, dass die Schuldenbremse die n&auml;chste Krise nicht &uuml;berlebt. Letztlich ist sie ein Instrument insbesondere f&uuml;r die Bundesregierung, in die Staatshaushalte der anderen Euro-Staaten hineinzuregieren. Wie in Griechenland. Sie ist ein Instrument, die anderen Euro-Staaten auf das Programm &ldquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo; zu verpflichten. Also auf das Programm: alles f&uuml;r die Investitionsrendite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46249\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>EZB-Spitzenkr&auml;fte trafen Finanzmanager vor wichtigen Beschl&uuml;ssen<\/strong><br>\nF&uuml;r die Europ&auml;ische Zentralbank war der Vorfall mehr als peinlich: Im Mai hatte sich EZB-Direktoriumsmitglied Beno&icirc;t Coeur&eacute; mit Vertretern von Hedgefonds und gro&szlig;en Banken wie Goldman Sachs und Citi zu einem Abendessen getroffen. Bei dieser Gelegenheit k&uuml;ndigte er an, dass die EZB einen Teil ihrer milliardenschweren Wertpapierk&auml;ufe vorziehen werde. Coeur&eacute;s Rede ver&ouml;ffentlichte die EZB erst am n&auml;chsten Morgen. Doch schon w&auml;hrend der Veranstaltung fiel der Eurokurs zum Dollar deutlich. Eine kleine Schar von Finanzmarktakteuren hatte einen zeitlichen Vorsprung vor allen anderen Marktteilnehmern bekommen.<br>\nDie EZB hatte einen &ldquo;internen Prozessfehler&rdquo; f&uuml;r die versp&auml;tete Ver&ouml;ffentlichung der Rede verantwortlich gemacht und als Reaktion Vorabinformationen f&uuml;r Journalisten abgeschafft.<br>\nDie Treffen mit Top-Entscheidern aus der Finanzbranche aber gibt es immer noch, wie die &ldquo;Financial Times&rdquo; berichtet (Artikel ist kostenpflichtig). Die Zeitung hat Einsicht in die Terminkalender der Mitglieder des EZB-Direktoriums verlangt. Im Zuge ihrer Recherche hat die &ldquo;FT&rdquo; laut ihrem Bericht mehrere Treffen von EZB-F&uuml;hrungsleuten mit Bankern und Hedgefonds-Managern vor wichtigen Terminen entdeckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/ezb-notenbanker-trafen-vor-entscheidungen-finanzmanager-a-1060798.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> F&uuml;hrungskr&auml;fte der angeblich neutralen EZB treffen sich mit Vertretern der Finanzindustrie und stecken diesen exklusive Informationen. Leider werden damit die d&uuml;stersten Vermutungen &uuml;ber die Verquickung von Politik, EZB und Finanzindustrie best&auml;tigt. Das wirft auch ein ganz neues Licht auf Entscheidungen etwa gegen&uuml;ber Griechenland. Ein ganzes Volk wird in Not und Elend gest&uuml;rzt um die Interessen der Zocker und Spekulanten zu wahren. So ist Europa heute.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schattenfinanzindex 2015 &ndash; Deutschland auf Platz 8<\/strong><br>\nWas ist der Schattenfinanzindex?<br>\nDer Schattenfinanzindex (Financial Secrecy Index, FSI) ist die weltweit gr&ouml;&szlig;te Untersuchung von Schattenfinanzzentren. Er wird seit 2009 alle zwei Jahre vom Tax Justice Network erstellt. Schattenfinanzzentren stellen die notwendige Infrastruktur bereit, mit der Personen und Unternehmen Steuergesetze und Transparenzregeln in einem anderen Gebiet unterlaufen k&ouml;nnen.<br>\nDeutschland belegt beim Schattenfinanzindex 2015 Platz acht. Die Platzierung ergibt sich aus einem mittleren Geheimhaltungswert von 56 und einer hohen globalen Gewichtung: Auf Deutschland entfallen &uuml;ber 6 Prozent des globalen Marktes f&uuml;r Offshore-Finanzdienstleistungen. Deutschland ist somit ein sicherer Hafen f&uuml;r die gestohlenen Reicht&uuml;mer von Diktatoren, Steuerfluchtgelder und Mafiaverm&ouml;gen aus aller Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2015\/11\/schattenfinanzindex-2015-deutschland.html\">blog steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&bdquo;Nicht erkl&auml;rbare&ldquo; CO2-Werte bei weiteren 800.000 Autos<\/strong><br>\nDer VW-Konzern hat weitere Unregelm&auml;&szlig;igkeiten einger&auml;umt, von denen rund 800.000 Fahrzeuge betroffen sein k&ouml;nnten. Interne Untersuchungen ergaben, dass es bei der Bestimmung des CO2-Wertes zu nicht erkl&auml;rbaren Angaben gekommen ist.<br>\nDer Abgasskandal bei VW hat einen neuen H&ouml;hepunkt erreicht. Volkswagen musste nun auch Unregelm&auml;&szlig;igkeiten bei CO2-Werten einr&auml;umen &ndash; au&szlig;erdem sind damit erstmals auch Benziner und nicht nur Dieselfahrzeuge betroffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/volkswagen-125.html\">ARD Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Vertrauen in deutsche Abgaskontrollbeh&ouml;rden auf Null<\/strong><br>\n&ldquo;Die neuen Ermittlungen der US-Umweltbeh&ouml;rde EPA zeigen: Der Aufkl&auml;rungswille bei VW sowie bei Dobrindts Untersuchungskommission beschr&auml;nkt sich auf das, was sowieso schon bekannt ist. Von den zust&auml;ndigen deutschen Kontrollbeh&ouml;rden wie dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) und der Bundesanstalt f&uuml;r Stra&szlig;enwesen (BASt) kommt praktisch nichts. Dobrindt scheint es in alter Verbundenheit mit der Autoindustrie nur um ein &Uuml;berstehen der Krise zu gehen. Und auch Umweltministerin Hendricks schweigt. Wir alle werden in unseren St&auml;dten unbeirrt mit zus&auml;tzlichen Abgasen vergiftet, damit VW &amp; Co Extra-Gewinne einstreichen k&ouml;nnen&rdquo;, erkl&auml;rt Sabine Leidig, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen in der VW-Abgasaff&auml;re. Leidig weiter:<br>\n&ldquo;Bei der &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung zum Abgasskandal gestern im Bundestag wurde deutlich: Die gesetzlichen Vorschriften f&uuml;r die Autoindustrie sind l&ouml;chrig, Versch&auml;rfungen auf EU-Ebene wurden und werden immer noch von Deutschland verhindert oder hinausgez&ouml;gert. Kontrolliert wird von Dienstleistern, die von der Autoindustrie abh&auml;ngig sind, und die staatlichen Beh&ouml;rden schlie&szlig;en Augen und Ohren, wenn der Verdacht aufkommt, die Autoindustrie k&ouml;nnte manipuliert haben.<br>\nDeutlich wurde auch, dass die Techniken da sind, um die Abgase im realen Fahrbetrieb unter die Grenzwerte zu senken. Aber es werden von Autoindustrie, kontrollierenden Beh&ouml;rden und der Bundesregierung f&uuml;r die Extragewinne der deutschen Autoindustrie auf ihrem Expansionskurs tausende vorzeitige Todesf&auml;lle in Kauf genommen. Es muss jetzt endlich eine radikale Umorientierung erfolgen. Nur wenn Autos wirklich umweltvertr&auml;glich und schadstoffarm werden, haben sie mittelfristig eine Zukunft.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/vertrauen-deutsche-abgaskontrollbehoerden-null\/\">Sabine Leidig, Die Linke<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Ein starkes Team<\/strong><br>\nDer Betrug bei VW zeigt, wie verflochten Wirtschaft, Politik und Beh&ouml;rden sind. Er ist damit Teil eines gr&ouml;&szlig;eren Problems: Dem Wirtschaftswachstum wird alles geopfert<br>\nDeutschland, die Heimat von VW, ist ein zufriedenes Land. Vor allem, wenn es um die Umwelt geht. Nur noch 19 Prozent der B&uuml;rger erachteten sie 2014 als eines der wichtigsten Probleme. So niedrig war dieser Anteil seit einem Jahrzehnt nicht mehr. 86 Prozent der Deutschen sind der Meinung, die Umwelt an ihrem Wohnort sei in einem sehr guten oder doch recht guten Zustand. Das hat das Umweltbundesamt (UBA) in einer repr&auml;sentativen Umfrage herausgefunden.<br>\nWie wird wohl die n&auml;chste Auflage der Befragung ausfallen? Die Verunsicherung ist jedenfalls gro&szlig;, seitdem alle wissen, dass VW die Luft sehr viel st&auml;rker verpestet, als es eigentlich erlaubt ist. Das hat aber nicht das UBA aufgedeckt, sondern sein US-amerikanisches Pendant, die Environmental Protection Agency (EPA) mithilfe einer NGO. Und es ist kein Zufall, dass die EPA den Skandal &ouml;ffentlich machte. Obwohl im UBA viele umweltbewegte Forscher ihren Arbeitsplatz gefunden haben, ist das Amt in seiner mehr als 40-j&auml;hrigen Geschichte immer nur ein wissenschaftliches Beratergremium geblieben. Eine leise Gegenstimme zum lauten Konzert von Industrie und Politik, Titelmelodie: Gut ist, was Wachstum schafft. Die EPA darf Unternehmen eigenst&auml;ndig mit Sanktionen belegen. Das UBA darf Studien und Umfragen vorlegen.<br>\nDabei w&auml;ren Sanktionen dringend geboten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/sebastianpuschner\/ein-starkes-team\">der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Arbeitszeit: Bis dass wir uns tot schuften<\/strong><br>\n&Uuml;berlange Arbeitszeiten, schuften nach Feierabend und in der Nacht: F&uuml;r immer mehr Menschen ist das heute Alltag. Eine Lockerung des Arbeitszeitgesetzes w&auml;re Wahnsinn.<br>\nDie neuen Zahlen zeigen, wie stark sich die Arbeitswelt im Wandel befindet. Und mit ihr der Umgang mit den Arbeitszeiten. Erst im Sommer machte die Forderung der Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA) Schlagzeilen, das Arbeitszeitgesetz zu lockern. &ldquo;Um mehr Spielr&auml;ume zu schaffen und betriebliche Notwendigkeiten abzubilden, sollte das Arbeitszeitgesetz von einer t&auml;glichen auf eine w&ouml;chentliche H&ouml;chstarbeitszeit umgestellt werden&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Positionspapier des BDA. Der fixe Acht-Stunden-Tag solle abgeschafft werden, das Arbeitszeitgesetz mit der gesetzlich vorgeschriebenen Ruhepause von elf Stunden zwischen zwei Arbeitseins&auml;tzen gelockert werden. Das w&uuml;rde Besch&auml;ftigten wie Unternehmen mehr Zeitsouver&auml;nit&auml;t geben, argumentieren die Bef&uuml;rworter.<br>\nTats&auml;chlich w&uuml;nschen sich viele Besch&auml;ftigte flexible Arbeitszeiten. Das kommt der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und dem Privatleben entgegen. Was sie sich aber nicht w&uuml;nschen, ist mehr Arbeit. Schon heute leidet jeder Dritte unter permanentem Stress. Und jeder Zweite arbeitet auch im Urlaub und am Wochenende &ndash; weil es keine Vertretung f&uuml;r ihn gibt.<br>\nTats&auml;chlich m&uuml;sste das nach den geltenden gesetzlichen Regelungen vom Arbeitgeber im Rahmen seiner F&uuml;rsorgepflicht verhindert werden. In der betrieblichen Praxis passiert das aber selten.<br>\nDenn in vielen Unternehmen wird ohnehin Vertrauensarbeitszeit praktiziert, und die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmen immer st&auml;rker. Es ist daher zu bef&uuml;rchten, dass eine Lockerung des Arbeitszeitgesetzes nur in eine Richtung geht: Noch mehr Arbeitsdruck f&uuml;r den einzelnen, noch mehr Flexibilit&auml;t f&uuml;r die Arbeitgeber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/karriere\/beruf\/2015-11\/ueberstunden-arbeitszeiten-mitarbeiter-schutz\">Die ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J. A.:<\/strong> So weit ganz gut. Allerdings gibt auch Frau Groll einigen Unsinn von sich. &ldquo;Trotz Fachkr&auml;ftemangels gibt es immer noch viele Langzeitarbeitslose.&rdquo; &ndash; warum &uuml;bernimmt Groll diese Arbeitgeberpropaganda? Es gibt keinen Fachkr&auml;ftemangel, aber sehr wohl viele langzeitarbeitslose Fachkr&auml;fte. &ldquo;Wollen wir einen Arbeitsmarkt, auf dem Menschen nicht blo&szlig; Humankapital sind, dann bleiben starke Gesetze wichtig.&rdquo; &ndash; was f&uuml;r ein besch&ouml;nigender Quatsch. Schon seit Urdenken sind Menschen blo&szlig; Humankapital, vor allem schon immer im Kapitalismus, und wo in Deutschland &ldquo;starke Gesetze&rdquo; zum Schutz der Arbeitnehmer, die es schon lange nicht mehr gibt, *bleiben* k&ouml;nnten, ist mir nicht klar. Anscheinend glaubt Groll noch an &ldquo;Sozialpartnerschaft&rdquo;, wo die Arbeitgeber auch dank der Gesetzgebung schon lange am viel l&auml;ngeren Hebel sitzen und den Gewerkschaften die Tarifbedingungen diktieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Krankenkassenbeitr&auml;ge: Arbeitgeber angemessen beteiligen<\/strong><br>\nArbeitnehmer m&uuml;ssen 2016 mit steigenden Krankenkassenbeitr&auml;gen rechnen. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach fordert eine angemessene Beteiligung der Arbeitgeberseite an den Gesundheitskosten. Die Kostenlast d&uuml;rfe nicht allein den Arbeitnehmern aufgeladen werden, so Buntenbach.<br>\nNicht die letzte Anhebung der Zusatzbeitr&auml;ge<br>\n&ldquo;Die Arbeitnehmer-Zusatzbeitr&auml;ge sind inzwischen das einzige Ventil f&uuml;r die Krankenkassen, um den Kostendruck auszugleichen. Die angek&uuml;ndigte Anhebung der Zusatzbeitr&auml;ge wird also nicht die letzte sein. Es ist davon auszugehen, dass die Kosten im Gesundheitsbereich bis 2019 um rund 3,5 Milliarden Euro steigen werden, so DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach.<br>\nParit&auml;t wieder herstellen &ndash; Arbeitgeber angemessen beteiligen<br>\nBuntenbach forderte: &ldquo;Das darf nicht allein den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aufgeladen werden. Sp&auml;testens jetzt ist es Zeit, einen gro&szlig;en politischen Fehler zu korrigieren: Die Parit&auml;t muss wieder hergestellt werden, die Arbeitgeber m&uuml;ssen sich wieder angemessen an den Gesundheitskosten beteiligen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++92f631c2-8147-11e5-8d20-52540023ef1a\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Indisch-Deutsche Regierungskonsultationen<\/strong><br>\nIhr erinnert euch: Wir wollten von der Bundesregierung wissen, welche Unternehmen &amp; Lobbyisten mit ihr nach Indien zu den &ldquo;deutsch-indischen Regierungskonsultationen&rdquo; reisen. Der Regierungssprecher damals so: &ldquo;N&ouml;. Das ist nicht &uuml;blich, dass wir das verraten.&rdquo; FragDenStaat hat das nicht akzeptiert und die Regierung zur Transparenz geschubst. Hier ist das Ergebnis. Besonders interessant: Der Regierungssprecher meinte, dass KEINE R&uuml;stungskonzerne mit dabei sind. Denkste! ThyssenKrupp &amp; Airbus Group flogen mit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/jungundnaiv\">Jung&amp;Naiv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Merkel: Daten sind Rohstoffe des 21. Jahrhunderts<\/strong><br>\nVon der Aufbereitung der Nutzerdaten versprechen sich Medienmacher ein zukunftstr&auml;chtiges Gesch&auml;ftsmodell. Von der Kanzlerin gibt es dazu ermutigende Worte, der Datenschutz d&uuml;rfe &ldquo;nicht die Oberhand&rdquo; gewinnen.<br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel hat Daten als &ldquo;Rohstoffe des 21. Jahrhunderts&rdquo; bezeichnet. &ldquo;Hier m&uuml;ssen wir jetzt aufpassen, dass der Datenschutz nicht die Oberhand &uuml;ber die wirtschaftliche Verarbeitung gewinnt&rdquo;, sagte die CDU-Politikern am Montag in Berlin beim Verlegerkongress Publishers&rsquo; Summit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Merkel-Daten-sind-Rohstoffe-des-21-Jahrhunderts-2867735.html\">Heise<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CW:<\/strong> Sie hat es schon wieder getan. Erst vor drei Wochen hatte Merkel bei der Er&ouml;ffnung des Bosch-Forschungsstandorts in Renningen ge&auml;u&szlig;ert: &ldquo;Unser Verh&auml;ltnis zu Daten ist in vielen F&auml;llen zu sehr vom Schutzgedanken gepr&auml;gt&rdquo;. Im Klartext: &bdquo;Abh&ouml;ren unter Freunden? &ndash; Das geht gar nicht. Au&szlig;er nat&uuml;rlich, wenn man ein Gesch&auml;ft damit machen kann.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ein Versuch, den BND freizusprechen<\/strong><br>\nKurzer R&uuml;ckblick: Die NSA hat dem BND viele Jahre lang Suchworte geschickt, mit denen er in Telefonverbindungen und im Internet nach Informationen und Menschen fahnden sollte. Diese Selektoren genannten Begriffe &ndash; insgesamt waren es bis heute wohl 14 Millionen &ndash; waren selbst in den Augen des BND ein heikles Problem. Daher hatte der Geheimdienst 40.000 davon aussortiert. Als das vor einigen Wochen bekannt wurde, wollte der NSA-Untersuchungsausschuss diese Selektoren, die er als wichtige Beweise betrachtet, sofort sehen. Die Bundesregierung aber weigert sich. Sie engagierte zur Untersuchung lieber den fr&uuml;heren Bundesrichter Kurt Graulich und nannte ihn eine &ldquo;unabh&auml;ngige Vertrauensperson&rdquo;.<br>\nDoch Graulich ist weder unabh&auml;ngig noch geeignet, Vertrauen in die Spionagepraxis des Bundesnachrichtendienstes und der NSA zu erzeugen. Obwohl er sich alle M&uuml;he gibt, diesen Eindruck zu erwecken.<br>\nSein 262 Seiten starker Untersuchungsbericht beginnt mit einem Zitat des Philosophen J&uuml;rgen Habermas. Das ist bemerkenswert. Besagt das Zitat doch, nur eine &ldquo;kritische Publizit&auml;t&rdquo; mache es m&ouml;glich, dass Menschen sich eine &ldquo;&ouml;ffentliche Meinung&rdquo; &uuml;ber Sachverhalte bilden k&ouml;nnten. Die &Ouml;ffentlichkeit kritisch zu unterrichten ist eine der S&auml;ulen der Demokratie. Doch der Bericht des Sonderbeauftragten der Bundesregierung ist alles andere als kritisch. Im Gegenteil, er gibt in vielen Punkten die Meinungen des Bundesnachrichtendienstes und der Bundesregierung wieder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/datenschutz\/2015-10\/selektoren-nsa-bericht-graulich-bnd\/komplettansicht\">Die ZEIT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Satelliten-Projekt &ldquo;Tandem X&rdquo;: USA dr&auml;ngen auf Daten-Deal mit der Bundeswehr<\/strong><br>\nIm Eiltempo will die Bundeswehr ein R&uuml;stungsprojekt durch den Bundestag bringen. Offiziell soll &ldquo;Tandem X&rdquo; f&uuml;r rund 350 Millionen Euro bessere Satelliten-Aufkl&auml;rung liefern. Doch es geht um einen geheimen Daten-Deal mit den USA.<br>\nOffiziell liest sich das Projekt wie der Beginn einer wunderbaren Partnerschaft: Mit 35 befreundeten L&auml;ndern, so die Vorlage f&uuml;r die Abgeordneten, wolle man &ldquo;Tandem X&rdquo; gemeinsam nutzen. Deutschland liefere die Rohdaten f&uuml;r das Kartensystem und die n&ouml;tige Software f&uuml;r die Editierung, also der Aufbereitung der Daten in einer 3D-Karte. Die USA, fast alle Nato-Nationen, aber auch andere Partner wie Israel, Chile oder Australien k&ouml;nnten das System dann gemeinsam kostensparend nutzen.<br>\nDoch die wahren Gr&uuml;nde f&uuml;r den Mega-Deal h&auml;lt das Verteidigungsministerium streng geheim. Nur eine Handvoll Abgeordnete wurden klandestin unterrichtet, dass hinter dem Ankauf der Daten ein heikles Tauschgesch&auml;ft mit den USA steckt: Washington macht das Projekt &ldquo;Tandem X&rdquo; zur Voraussetzung, dass die Deutschen von den Amerikanern auch weiterhin hochaufl&ouml;sende Satellitenbilder der &ldquo;National Geospatial-Intelligence Agency&rdquo; (NGA), dem amerikanischen Geheimdienst f&uuml;r geografische Aufkl&auml;rung, bekommt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundeswehr-usa-draengen-auf-daten-deal-a-1060912.html\">Der SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Mahnwachen f&uuml;r den Frieden<\/strong><br>\nEin rechtes Projekt auf den Tr&uuml;mmern linker Fundamente<br>\nSeit Beginn der Ukraine-Krise versammeln sich in ganz Deutschland jede Woche bunt zusammengew&uuml;rfelte Gruppen, um f&uuml;r Frieden in Europa und gegen die Berichterstattung der sogenannten &ldquo;Systemmedien&rdquo; zu demonstrieren. Sie nennen sich Montagsmahnwachen und &auml;hneln den Bem&uuml;hungen um die Bildung einer Querfront am Ende der Weimarer Republik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/mahnwachen-fuer-den-frieden-ein-rechtes-projekt-auf-den.1247.de.html?dram:article_id=333447\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin M. G.:<\/strong> Die n&auml;chste Diffamierungswelle rollt&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Partei im Aufwind &ndash; Frische Kr&auml;fte aus Industrie und Mittelstand f&uuml;r FDP<\/strong><br>\nDie FDP ist zur&uuml;ck. Liberale K&ouml;pfe aus Industrie, Mittelstand und B&uuml;rgerrechtsbewegung sammeln sich in der Partei. In den Umfragen geht es aufw&auml;rts. Doch das liegt nicht nur an eigener St&auml;rke. [&hellip;]<br>\nRadikal sein will die FDP schon, aber in der Mitte, eindeutig verortet im Spektrum der verantwortungsbewussten, staatstragenden Kr&auml;fte in der Kontinuit&auml;t der bundesrepublikanischen Demokratie. Sachlich statt populistisch, reflektiert statt reflexartig, ohne Besserwisserkonzepte, stattdessen auf der Suche nach vorl&auml;ufig besten L&ouml;sungen &ndash; das soll die Marschroute sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article148292380\/Frische-Kraefte-aus-Industrie-und-Mittelstand-fuer-FDP.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Noch mehr Lobbyisten, noch mehr Arbeitgebervertreter, die die ohnehin viel zu niedrigen L&ouml;hne weiter senken und den ruinierten Sozialstaat ganz zerst&ouml;ren m&ouml;chten &ndash; das ist mal eine Nachricht wert. Die neue FDP ist genauso extremistisch wie bisher keine &ldquo;Partei der Mitte&rdquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Kalter Medienkrieg<\/strong><br>\nMit einer eigens eingerichteten &ldquo;Task Force&rdquo; arbeitet die EU am Aufbau einer prowestlichen Medien&ouml;ffentlichkeit in sieben Staaten Osteuropas und des Kaukasus, darunter Russland. Dies best&auml;tigt die Bundesregierung auf eine Anfrage im Bundestag. Demnach bem&uuml;ht sich die &ldquo;EU East Stratcom Task Force&rdquo; um die Bildung von Netzwerken zu Journalisten in den L&auml;ndern der &ldquo;&Ouml;stlichen Partnerschaft&rdquo; der EU und in Russland; au&szlig;erdem werden &ldquo;Kommunikationskampagnen&rdquo; entwickelt, mit denen die Bev&ouml;lkerungen dieser Staaten systematisch &uuml;berzogen werden sollen. Als spezielle Zielgruppen werden unter anderem &ldquo;junge Menschen&rdquo; und Akademiker genannt; insgesamt richtet sich die Aufmerksamkeit der EU-Task Force offenbar vor allem auf urbane Mittelschichten, die in weiten Teilen Osteuropas stark prowestlich orientiert sind und unter anderem die ukrainischen Majdan-Proteste ma&szlig;geblich getragen haben. &Uuml;ber die inhaltliche Ausrichtung der Aktivit&auml;ten, die offiziell als &ldquo;F&ouml;rderung der Medienfreiheit&rdquo; deklariert werden, erkl&auml;rt die Bundesregierung, es gehe &ldquo;wie bei der &Ouml;ffentlichkeitsarbeit von Regierungen, Parteien, Verb&auml;nden etc.&rdquo; darum, die eigenen Positionen &ldquo;der &Ouml;ffentlichkeit zu vermitteln&rdquo;. Die Regierung best&auml;tigt au&szlig;erdem, dass die EU-Task Force die Osteuropa-Aktivit&auml;ten der Deutschen Welle mit Blick auf &ldquo;m&ouml;gliche Synergieeffekte&rdquo; pr&uuml;ft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59241\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Berge, Bienen &amp; Backpacker<\/strong><br>\nTadschikistan: Honigproduktion und regionaler Tourismus bei den Seven Lakes, zwei ganz unterschiedliche Chancen f&uuml;r das arme Land zwischen China und Afghanistan, das kaum jemand kennt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aussengedanken.de\/berge-bienen-backpacker\/\">AussenGedanken<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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