{"id":2827,"date":"2007-12-11T08:47:30","date_gmt":"2007-12-11T07:47:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2827"},"modified":"2007-12-11T08:47:30","modified_gmt":"2007-12-11T07:47:30","slug":"hinweise-des-tages-545","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2827","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=2827&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Neues aus dem Casino<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Chance zu Warnung vor Kreditkrise verpasst<\/strong><br>\nDie US-Hypothekenkrise hat Banken kr&auml;ftig getroffen und weltweit Kreise gezogen &ndash; dabei h&auml;tten offenbar schon vor zwei Jahren US-Beh&ouml;rden davor warnen k&ouml;nnen. Fr&uuml;he Ermittlungen wurden aber wieder eingestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/839870.html\">Netzeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Lucas Zeise: Zur&uuml;ck in die 60er<\/strong><br>\nBanken profitieren von Staatsgarantien, das zeigt der Fall SachsenLB. Deshalb m&uuml;ssen sie auch wie &ouml;ffentliche Infrastruktur behandelt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/290899.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Pensionsvorsorge: Die Mythen der &ldquo;Vergreisung&rdquo;<\/strong><br>\nPolitik und private Pensionsversicherungen pfeifen es von den D&auml;chern: Da die Menschen immer l&auml;nger leben, werde die &ouml;ffentliche Altersversorgung langsam unfinanzierbar. Weniger Pension, l&auml;ngere Arbeitszeiten und mehr private Vorsorge seien die Konsequenz. Stimmt nicht, meint der Volkswirt Gunther Tichy von der &Ouml;sterreichischen Akademie der Wissenschaften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/science.orf.at\/science\/news\/150242\">ORF<\/a><\/li>\n<li><strong>5,4 Billionen Euro &ndash; erb Dich reich!<\/strong><br>\nDer Freistaat Bayern k&ouml;nnte rund 1 Mrd. Euro pro Jahr mehr in &ouml;ffentliche Aufgaben investieren, w&uuml;rde man darauf verzichten, reiche Erben durch noch h&ouml;here Freibetr&auml;ge zu beschenken.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/071211_streitzeit_nr_20.pdf\">DGB Bayern [PDF &ndash; 264 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Ohrfeige f&uuml;r CDU in Niedersachsen &ndash; Gesamtschule wird beste Schule<\/strong><br>\nPrompt mag Niedersachsens Schulminister Busemann die Einheitsschule wieder. So viele nieders&auml;chsische CDU-Gr&ouml;&szlig;en wurden noch nie auf einmal in einer Gesamtschule gesichtet. Als die Robert-Bosch-Gesamtschule aus Hildesheim den Deutschen Schulpreis gewann, st&uuml;rmten die Unionsleute die Trib&uuml;ne &ndash; um beim Siegerfoto mitstrahlen zu k&ouml;nnen. Allen voran Bernd Busemann, Schulminister aus Niedersachsen, auch Finanzminister Hartmut M&ouml;llring und der Bundestagsabgeordnete Eckart von Klaeden dr&auml;ngten sich eng an eng mit den Sch&uuml;lern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/gesamtschule-wird-beste-schule\/?src=SZ&amp;cHash=47db36aed5\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Ausgerechnet Bernd Busemann sonnt sich im Erfolg der ansonsten ungeliebten Gesamtschule. Die harschen Worte des Ministers an die Adresse der nieders&auml;chsischen Opposition klingen noch nach, wonach er die &Uuml;berlegungen zum Ausbau von Gesamtschulen in Niedersachsen als Angriff auf das so geliebte dreigliedrige Schulsystem gei&szlig;elte. Trotzdem wird der Widerspruch als Erfolg inszeniert und h&ouml;chstwahrscheinlich auch als Best&auml;tigung der eigenen Politik gefeiert werden. Vorhang auf f&uuml;r das Wahlkampftheater auf der nieders&auml;chsischen Landesb&uuml;hne.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kartellamt wettert gegen Energieriesen<\/strong><br>\nDas Bundeskartellamt will die gro&szlig;en deutschen Energiekonzerne zwingen, ihre milliardenschweren Beteiligungen an Stadtwerken und Regionalversorgern zu verringern. Die zahlreichen Verflechtungen w&uuml;rden den Wettbewerb verhindern und die Preise hoch halten, hei&szlig;t es. Doch Widerstand kommt nicht nur von den Konzernen. Auch das Wettbewerbsrecht spricht noch gegen derartige Schritte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/news\/_pv\/_p\/200051\/_t\/ft\/_b\/1364221\/default.aspx\/index.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Der Papiertiger Bundeskartellamt zeigt die Z&auml;hne und will nicht wahrhaben, dass der Wettbewerb auf dem Strommarkt versagt hat. Da hilft es auch nicht, die Beteiligungen der Gro&szlig;en Vier an regionalen Versorgern und Stadtwerken anzuprangern.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Die Ablehnung dieser Pl&auml;ne durch die Konzerne, weil man in den meisten F&auml;llen nur Minderheitsbeteiligungen halte, ist nicht nachvollziehbar. Dann macht es doch umso weniger aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Soeben erschienen: Sozialpolitik und soziale Lage in Deutschland<\/strong><br>\nDie 4. grundlegend &uuml;berarbeitete und aktualisierte Auflage des zweib&auml;ndigen Standardwerks mit u.a. den folgenden Themen:\n<ul>\n<li>Pflegereform 2008<\/li>\n<li>Mindestlohn &ndash; auch in Deutschland?<\/li>\n<li>Heraufsetzung der Altersgrenzen in der Rentenversicherung<\/li>\n<li>Umsetzung, Auswirkungen &amp; Weiterentwicklung von Hartz IV\/SGB II<\/li>\n<li>Neue Armut und neue Unterschicht in Deutschland<\/li>\n<li>Kombil&ouml;hne &ndash; Niedrigl&ouml;hne<\/li>\n<li>Gesundheitsreform 2006\/2007<\/li>\n<li>Ausbau der Kinderbetreuung<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/\">Internet-Portal &ldquo;Sozialpolitik-aktuell&rdquo;<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Geisterdebatte<\/strong><br>\nParteien entdecken Managergeh&auml;lter. Nat&uuml;rlich will man, mit Ausnahme von gro&szlig;en Teilen der Linken, nichts an der Umverteilung von unten nach oben &auml;ndern. Da aber in K&uuml;rze eine ausgedehnte Landtagswahlsaison beginnt, wird es h&ouml;chste Zeit, eine Geisterdebatte loszutreten, mit der man die eigene soziale Kompetenz belegen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/12-11\/037.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Keine Spur vom Aufschwung<\/strong><br>\nNur eine Minderheit der Deutschen findet, dass die Einkommen gerecht verteilt sind<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/;art271,2436781?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Vergleichen Sie diese Meldung mal mit der Propaganda noch im Sommer. Boom, Aufschwung, Reformdividende &ndash; das waren die Parolen. Die Reformer feierten ihre vermeintlichen Erfolge. Dass es gut geht und besser wird, w&uuml;rden wir ja w&uuml;nschen. Aber die Realit&auml;t ist nicht so. Die Menschen empfinden &uuml;brigens etwa so, wie die Realit&auml;t aussieht: -0,4% bei den verf&uuml;gbaren Einkommen von 2005 bis heute. Das hei&szlig;t Stagnation plus Niedergang. F&uuml;r viele Menschen, die in Leiharbeit oder MiniJobs verschoben werden, kommt neben die Minderung der Einkommen noch die Dem&uuml;tigung hinzu.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die gute Nachricht: Das Gesch&auml;ft mit der Zeitarbeit brummt, vor allem Ungelernte und Hilfsarbeiter kommen so an Jobs. Die schlechte Nachricht: Die ohnehin mickrigen L&ouml;hne f&uuml;r diese Menschen werden weiter sinken.<\/strong><br>\nDas jedenfalls prognostiziert Meinhard Miegel vom Institut f&uuml;r Wirtschaft und Gesellschaft.<br>\nDie Zeitarbeit boomt &ndash; und die Branche hat noch viel Luft nach oben. Das zeigt eine Studie des Instituts f&uuml;r Wirtschaft und Gesellschaft (IWG), die am Montag in Berlin vorgestellt wurde. Demnach sind derzeit rund 670.000 Menschen bei Zeitarbeitsfirmen unter Vertrag, das entspricht 1,7 Prozent der Erwerbst&auml;tigen. In anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern, wie zum Beispiel in Gro&szlig;britannien, sind es mehr als doppelt so viele. &ldquo;Die Zeitarbeit hat Potential&rdquo;, sagte IWG-Chef Meinhard Miegel. Die Gr&uuml;nde daf&uuml;r liegen auf der Hand: Unternehme k&ouml;nnen mit Zeitarbeitern schnell und g&uuml;nstig Personall&uuml;cken stopfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/arbeit-karriere\/:Studie-Zeitarbeit-Die-L%F6hne\/604926.html\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Das Interessante an dieser Meldung ist vor allem, dass Bl&auml;tter wie der Stern, die sich f&uuml;r seri&ouml;s halten, Lobbyorganisationen wie das IWG, das Institut des Meinhard Miegel und des Kurt Biedenkopf, als wissenschaftliche Einrichtung zitieren, obwohl aller Welt eigentlich klar sein m&uuml;sste, dass es sich hier um die Vertreter von privaten Interessen handelt. Das wird immer mehr Usus: Bertelsmann, die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die Institute von Professor Raffelh&uuml;schen in Freiburg und von Professor B&ouml;rsch-Supan in Mannheim, das IZA in Bonn &ndash; durch die Bank von Interessen geleitete Einrichtungen werden als seri&ouml;se Quellen zitiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Lehren f&uuml;r heute: Eisenbahnerstreik von 1922<\/strong><br>\nErstaunliche Parallelen zum aktuellen Arbeitskampf der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivf&uuml;hrer (GDL)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/12-11\/056.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Nachtrag zu &bdquo;Scholzens zweite Amtshandlung: Absenkung der &raquo;Hartz IV&laquo;-S&auml;tze f&uuml;r Krankenhauspatienten&ldquo; <\/strong>\n<p><em>siehe:<\/em> <a href=\"?p=2822\">Hinweis 1 vom 10.12.2007<\/a><\/p>\n<p><em>Ein Leser schrieb uns:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Was mich sehr wundert ist, dass mit keiner Silbe erw&auml;hnt wird, dass der Hartz-IV-Patient im Krankenhaus nur vermeintlich etwas spart.<br>\nIm Regelsatz von 345.&ndash; Euro monatlich sind zirka 4.&ndash; Euro pro Tag f&uuml;r Ern&auml;hrung enthalten. Die werden im Krankenhaus nicht unbedingt ben&ouml;tigt, aber daf&uuml;r erh&auml;lt der Patient Wochen sp&auml;ter, wenn er das Krankenhaus verlassen hat, eine Rechnung von seiner Krankenkasse, und zwar &uuml;ber 10.&ndash; Euro pro Tag Krankenhausaufenthalt.<br>\nDen 4.&ndash; Euro Ersparnissen pro Tag stehen also 10.&ndash; Euro Ausgaben gegen&uuml;ber.<br>\nNur in den F&auml;llen, in denen ein Patient schon 2% seines Jahreseinkommens f&uuml;r Arztbesuche und Medikamente aufgewendet hat, entfallen die Zuzahlungen im Krankenhaus.<br>\nWei&szlig; Herr Scholz nicht, an welcher Art von Gesetzen er mit beteiligt war?<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Herr Cui trifft seinen Ausbeuter<\/strong><br>\nCui Changyong ist nach Honkong gereist, um von seinem Arbeitgeber Disney seine Rechte einzufordern. Hunderttausende werden seinem Beispiel folgen. In China ensteht eine riesige neue Arbeiterbewegung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/asien\/artikel\/1\/herr-cui-trifft-seinen-ausbeuter\/?src=TE&amp;cHash=731d87e864\">TAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2827","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2827","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2827"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2827\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2827"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2827"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2827"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}