{"id":28277,"date":"2015-11-06T15:48:19","date_gmt":"2015-11-06T14:48:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28277"},"modified":"2015-11-09T10:28:48","modified_gmt":"2015-11-09T09:28:48","slug":"hinweise-des-tages-ii-221","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28277","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28277#h01\">Deutschland &uuml;berfordert? Was kostet die Integration?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28277#h02\">Wir sind das Volk! Wir sind das Opfer!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28277#h03\">Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im September 2015: &ndash; 1,7 % saisonbereinigt zum Vormonat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28277#h04\">Kommunalinvestitionen verl&auml;sslich und fair st&auml;rken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28277#h05\">Noch eine Anmerkung zum F&uuml;nf-Pr&auml;sidentenpapier und der Rolle von EU-Kommission und EZB<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28277#h06\">Herbstprognose der Kommission: In den Regelbruch getrieben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28277#h07\">Griechenland: Tsipras bringt Sparpaket durchs Parlament<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28277#h08\">Interne EU-Dokumente: Luxemburg und Niederlande blockierten Steuergesetze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28277#h09\">Wenn einer Pflegerin nur der Notruf bleibt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28277#h10\">SPD Petersburger Platz klagt auf &Ouml;ffentlichkeit des Parteikonvents und auf R&uuml;cknahme des Beschlusses zur Vorratsdatenspeicherung vom 20. Juni 2015<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28277#h11\">Arbitrage- Die Privatisierung des Rechts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28277#h12\">Das russische Russlandbild zeigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28277#h13\">Ein Land mit Stockholm-Syndrom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28277#h14\">Wachstumskluft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28277#h15\">Die Welt braucht neues &Ouml;l<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28277#h16\">Lobbyismus an Schulen &ndash; Was tun?!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28277#h17\">Zw&ouml;lfj&auml;hrige gewinnt gegen Sarrazin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28277#h18\">Es geht darum die linke Gegen&ouml;ffentlichkeit zu zerst&ouml;ren &ndash; Im Gespr&auml;ch mit Jens Berger (Nachdenkseiten)<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28277&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deutschland &uuml;berfordert? Was kostet die Integration?<\/strong><br>\nRekord-&Uuml;bersch&uuml;sse, Rekord-Arbeitspl&auml;tze, Rekord-Rentenerh&ouml;hung. Trotzdem glauben mehr und mehr Menschen, dass Deutschland durch die Zuwanderung von Fl&uuml;chtlingen auch finanziell &uuml;berfordert ist. Und w&auml;hrend die Politik &uuml;ber Abschottung und Obergrenzen diskutiert, wird das Thema Integration &ndash; mal wieder &ndash; auf die lange Bank geschoben. Was aber kostet die Integration von Millionen Fl&uuml;chtlingen tats&auml;chlich? Was m&uuml;sste in Bildung, Arbeit, Wohnungen investiert werden? Und w&uuml;rde uns das tats&auml;chlich &uuml;berfordern? MONITOR-Reporter waren in ganz Deutschland unterwegs &ndash; und pr&auml;sentieren die Rechnung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/was-kostet-die-integration-100.html\">Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wir sind das Volk! Wir sind das Opfer!<\/strong><br>\nSeit vielen Tausend Jahren ist die Jugend nachweislich auf dem v&ouml;llig falschen Pfad. Nat&uuml;rlich erst recht die digitale Jugend, die dazu noch den Metamalus tr&auml;gt, die erste digitale Jugend jemals zu sein. Sie verlottert, verdirbt, vertindert, &auml;hnlich schlimm kann es nur kurz nach der Erfindung von Alkohol oder Petting gewesen sein. Was man aber der Jugend nicht vorwerfen kann: dass sie kein Gesp&uuml;r habe f&uuml;r die Zusammenh&auml;nge, die ihre Zeit ausmachen. Deshalb ist es vielleicht kein Zufall, dass &ndash; scheinbar entgegen jeder Empathie &ndash; das Wort &ldquo;Opfer&rdquo; vor Jahren eines der wichtigsten Schimpfworte geworden ist. Sicher lassen sich m&uuml;helos ein halbes Dutzend kritische Analysen &uuml;ber die zweifellos dahinterstehende Verrohung googeln.<br>\nDass &ldquo;Opfer&rdquo; &uuml;berhaupt ein Schimpfwort sein kann, liegt nicht an der Jugend, die den Begriff verwendet. Sondern an einem gesellschaftlichen Ph&auml;nomen, das im Netz besonders gut zu besichtigen ist. N&auml;mlich, dass es praktisch nur noch Opfer gibt. Was &uuml;bersetzt bedeutet: T&auml;ter sind immer die anderen. Wahrscheinlich ist ein solches, eigentlich absurdes Schimpfwort wie &ldquo;Opfer&rdquo; damit auch nur Ausdruck dieser Zeit, dieser digitalen Epoche.<br>\nEin Erkl&auml;rungsversuch beginnt mit der klassischen St&ouml;rfigur des Internet, mit dem Troll. Trolle wollen provozieren, sagt der Netzvolksmund. Tats&auml;chlich aber kommt viel h&auml;ufiger das Gegenteil vor: Trolle f&uuml;hlen sich provoziert. Und st&auml;nkern zur&uuml;ck. Diese Unterscheidung ist wichtig, denn diejenigen Trolle, die zum Beispiel unter feministischen oder fl&uuml;chtlingsfreundlichen Artikeln Beschimpfungen und Drohungen von sich geben, glauben oft ernsthaft, dass sie blo&szlig; reagieren. Dass also schon die schiere Existenz der Gegenseite eine Provokation sei, die sie &ndash; als die eigentlichen Opfer! &ndash; geradezu zur Reaktion zwinge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/rechtspopulismus-im-netz-opferkult-nach-troll-art-kolumne-a-1061024.html\">Sascha Lobo auf Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im September 2015: &ndash; 1,7 % saisonbereinigt zum Vormonat<\/strong><br>\nDer preisbereinigte Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorl&auml;ufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im September 2015 saison- und arbeitst&auml;glich bereinigt 1,7 % niedriger als im Vormonat. F&uuml;r August 2015 best&auml;tigte sich der im Vormonat vorl&auml;ufig gemeldete R&uuml;ckgang von 1,8 % gegen&uuml;ber Juli 2015. Im September 2015 waren die Auftr&auml;ge aus dem Inland um 0,6 % und die Auslandsauftr&auml;ge um 2,4 % niedriger als im Vormonat. Bezogen auf die Absatzrichtung des Auslandsgesch&auml;fts lag der Auftragseingang aus der Eurozone um 6,7 % niedriger, w&auml;hrend der Auftragseingang aus dem restlichen Ausland um 0,7 % h&ouml;her war als im August 2015.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2015\/11\/PD15_406_421.html\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Heiner Flassbeck: Der deutsche Aufschwung &ndash; ist tot<\/strong><br>\nDas, was manche als ermutigende Aufw&auml;rtsentwicklung in der deutschen Industrie bezeichnet haben, n&auml;mlich die zeitlupenartige minimale Verbesserung bei der Auslandsnachfrage, gibt es nicht mehr. Nach den gestern ver&ouml;ffentlichten Werten f&uuml;r den Auftragseingang im September (der dritte R&uuml;ckgang in Folge und ein starker dazu) muss man konstatieren, dass der ohnehin extrem schwache Patient verschieden ist (Abbildung).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/der-deutsche-aufschwung-ist-tot\/\">flassbeck-economics<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kommunalinvestitionen verl&auml;sslich und fair st&auml;rken<\/strong><br>\nDie &ouml;ffentliche Infrastruktur in Deutschland br&ouml;ckelt. &Auml;rmere Kommunen m&uuml;ssen mehr Menschen unterst&uuml;tzen und werden so bei &ouml;ffentlichen Investitionen durch besser gestellte Gemeinden abgeh&auml;ngt. Der Bund m&uuml;sse die Kommunen dauerhaft von steuerfinanzierten Sozialausgaben entlasten, um dieser ungleichen Verteilung entgegenzuwirken, schreibt der DGB-klartext.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/151106_DGB_klartext.gif\" alt=\"Kommunalinvestitionen verl&auml;sslich und fair st&auml;rken\" title=\"Kommunalinvestitionen verl&auml;sslich und fair st&auml;rken\"><\/p>\n<p>Glaubt man dem Bundesbankpr&auml;sidenten, so kann man nicht von einer verrottenden Infrastruktur in Deutschland sprechen. Folgt man der Lesart des Bundesfinanzministeriums, so ist der R&uuml;ckgang der staatlichen Investitionsquote eher ein f&uuml;r reife Volkswirtschaften typischer Normalisierungsprozess, da in weniger entwickelten Staaten die Bedarfe noch h&ouml;her seien. Wer aber in weniger gut situierten Gegenden Deutschlands mit offenen Augen Schulen betritt, Stra&szlig;en und Radwege bef&auml;hrt oder sich als behinderter Mensch barrierefrei bewegen m&ouml;chte, der wird das vermutlich anders sehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++cf42b1d0-8469-11e5-ada4-52540023ef1a\">DGB klartext<\/a><\/p>\n<p>dazu: <strong>Sch&auml;uble will weiter ohne Schulden auskommen<\/strong><br>\nTrotz milliardenschwerer Zusatzausgaben wegen der Fl&uuml;chtlingskrise ist ein Bundeshaushalt ohne neue Schulden nach Angaben von Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) auch weiterhin realistisch. &bdquo;Wir sind in der Lage, aus heutiger Sicht, den Haushalt 2016 ohne Neuverschuldung zu schaffen&ldquo;, sagte der Finanzminister am Donnerstag.<br>\nDemnach muss der Bund 2016 mit Mindereinnahmen rechnen, die aber bereits einkalkuliert sind. &bdquo;Bund, L&auml;nder und Kommunen sind solide finanziert und handlungsf&auml;hig&ldquo;, hob Sch&auml;uble hervor. Aufgrund der guten Haushaltslage im laufenden Jahr sei es auch gelungen, f&uuml;r 2016 wegen der Fl&uuml;chtlingskrise eine R&uuml;cklage zu bilden. Der Minister &auml;u&szlig;erte dabei die Erwartung, dass im kommenden Jahr weniger als 800.000 Fl&uuml;chtlinge nach Deutschland kommen werden. F&uuml;r die Jahre danach lie&szlig;en sich jedoch finanzielle Auswirkungen noch nicht absch&auml;tzen. Es k&ouml;nne schon sein, dass &bdquo;die Spielr&auml;ume geringer werden&ldquo;.<br>\nWegen der Fl&uuml;chtlingskrise wird das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts f&uuml;r die n&auml;chsten Jahre vor allem aus der SPD zunehmend in Frage gestellt. Die Regierung m&uuml;sse &bdquo;die schwarze Null aufgeben&ldquo;, verlangte auch die Linksfraktion. &bdquo;Wer jetzt noch ernsthaft auf einer schwarzen Null besteht, lebt auf einem anderen Stern&ldquo;, erkl&auml;rte DGB-Vorstandsmitglied Stefan K&ouml;rzell. &bdquo;Deutschland kann die gro&szlig;en Herausforderungen bew&auml;ltigen, die durch die gestiegene Zahl von Fl&uuml;chtlingen entstehen&ldquo;, hoben dagegen die Gr&uuml;nen-Finanzexperten Kerstin Andreae und Sven-Christian Kindler hervor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/haz.de\/Nachrichten\/Politik\/Deutschland-Welt\/Schaeuble-will-trotz-Fluechtlingskrise-weiter-ohne-Schulden-auskommen\">HAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Sch&auml;ubles geradezu fanatisches festhalten an der schwarzen Null zeigt, wie zentral das neoliberale Austerit&auml;tsdogma f&uuml;r die Durchsetzung der marktkonformen Demokratie ist. Der Staat soll so gezwungen werden, sich mehr und mehr aus allen Bereichen der Daseinsvorsorge zur&uuml;ck zuziehen und diese privaten profitorientierten Akteuren &uuml;berlassen. Ein Beleg ist die unvermindert fortgesetzte Durchf&uuml;hrung von Privat Public Partnership, obwohl l&auml;ngst erwiesen ist, dass diese langfristig fast immer teurer ist, als durch die &ouml;ffentliche Hand finanzierte Infrastrukturprojekte.<br>\nEs steht au&szlig;er Zweifel, dass durch die hohe Zahl an Fl&uuml;chtlingen hohe Kosten f&uuml;r Versorgung und Integration anfallen. Wie soll diese Aufgabe finanziert werden, wenn Sch&auml;uble an der schwarzen Null festhalten will? Dies kann dann nur durch Haushaltsk&uuml;rzungen erfolgen. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass wenn, dies sicher prim&auml;r bei den Sozialausgaben geschehen wird. Wobei wieder die Frage im Raum steht, was Merkel mit der Grenz&ouml;ffnung erreichen wollte? Sollte damit eine soziale Krise provoziert werden, um vor diesem Hintergrund weitere sozialpolitische Versch&auml;rfungen durchzusetzen? Dabei w&auml;re gerade jetzt der Zeitpunkt, &uuml;ber die extreme Verm&ouml;gensungleichheit in Deutschland und &uuml;ber eine gerechte Verteilung der Lasten zu diskutieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Noch eine Anmerkung zum F&uuml;nf-Pr&auml;sidentenpapier und der Rolle von EU-Kommission und EZB<\/strong><br>\nNorbert H&auml;ring verweist zum &bdquo;Beweis&ldquo; seiner Position auf eine Erkl&auml;rung des Europ&auml;ischen Rates im Rahmen der &Uuml;berpr&uuml;fung des Stabilit&auml;tsprogramms. Er sagt, diese Stellungnahme der Regierungen (das ist der Rat) gehe auf eine etwa gleichlautende Empfehlung der Kommission zur&uuml;ck. Selbst wenn das so ist, bedeutet das nicht, dass die Kommission ihre Position zu einem bestimmten Land (hier Deutschland) frei und unabh&auml;ngig von dem betroffenen Land und seinen Politikern (die sich nat&uuml;rlich von Beamten in den entscheidenden Gremien vertreten lassen) geschrieben hat. Im Gegenteil, es ist in allen wichtigen internationalen Organisationen (IWF, OECD vor allem) so, dass solche L&auml;nderberichte, die vom Stab dieser Organisationen geschrieben werden, niemals ohne eine strenge Zensur durch die nationalen Beh&ouml;rden ver&ouml;ffentlicht werden k&ouml;nnen. Dass dann in diesem Papier nur genau das steht, was Deutschland h&ouml;ren m&ouml;chte, kann eigentlich niemanden &uuml;berraschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/noch-eine-anmerkung-zum-fuenf-praesidentenpapier-und-der-rolle-von-eu-kommission-und-ezb\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Herbstprognose der Kommission: In den Regelbruch getrieben<\/strong><br>\nDie EU-Kommission hat heute ihre Herbstprognose zur wirtschaftlichen Entwicklung in Europa (Autumn European Economic Forecast) vorgelegt. In diesem Dokument prognostiziert die Kommission die wirtschaftliche Entwicklung f&uuml;r die Jahre 2016 und 2017 f&uuml;r die gesamte Europ&auml;ische Union, die Eurozone und die einzelnen Mitgliedsstaaten. Jedes Jahr ver&ouml;ffentlicht die Kommission jeweils eine Fr&uuml;hjahrs-, eine Herbst- sowie eine Winterprognose. Die Herbstprognose der EU-Kommission kommentiert Sven Giegold, finanz- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Gr&uuml;nen im Europaparlament:<br>\n&ldquo;Die Prognose zeigt: Eine Z&auml;hmung der Widerspenstigen ist nicht gegl&uuml;ckt. Weder Frankreich noch Italien halten sich an die Vorgaben zum Abbau der Staatsdefizite. Der Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt w&uuml;rde als Korsett aber auch gar nicht passen. Ordentlich angelegt, w&uuml;rde er Europa die Luft abschn&uuml;ren und in die Deflation st&uuml;rzen. [&hellip;]<br>\n Die Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde steckt bei dieser Prognose&uuml;bung in einer Zwickm&uuml;hle zwischen Deflation und Beugung der eigenen Regeln. Pocht sie auf eine konsequente Einhaltung der neuen Regeln des Stabilit&auml;ts- und Wachstumspaktes in allen EU-Staaten, treibt sie die Eurozone in die Deflation. L&auml;sst die Kommission es durchgehen, dass Mitgliedsstaaten die neuen Regeln nur halbherzig anwenden, sind die reformierten Vorgaben gleich wieder unglaubw&uuml;rdig. Wer einen starken Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt will, muss sich daher f&uuml;r eine gemeinsame Investitionspolitik in Europa aussprechen. Die Blockade der Eurol&auml;nder gegen eine gemeinsame Wirtschafts- und Finanzpolitik treibt die EU-Kommission in den Regelbruch.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2015\/herbstprognose-der-kommission-in-den-regelbruch-getrieben\/\">Sven Giegold<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Griechenland: Tsipras bringt Sparpaket durchs Parlament<\/strong><br>\nDie griechische Regierung unter Premier Alexis Tsipras hat eine neue Kraftprobe bestanden. Das Parlament billigte am fr&uuml;hen Freitagmorgen nach einer zweit&auml;gigen Debatte mehrheitlich ein weiteres Reformpaket. Bei einer namentlichen Abstimmung votierten 153 Abgeordnete f&uuml;r das Reformpaket, 118 stimmten dagegen. Neun Parlamentarier enthielten sich der Stimme. 20 der insgesamt 300 Abgeordneten waren abwesend, teilte das Parlamentspr&auml;sidium mit.<br>\nDie wichtigste Ma&szlig;nahme betrifft die griechischen Bauern. Eines ihrer wichtigsten Privilegien wurde abgeschafft: Diesel f&uuml;r landwirtschaftliche Maschinen wird jetzt h&ouml;her besteuert. Bislang zahlten Bauern 66 Euro Steuern pro Tonne Diesel. Sie werden ab sofort 200 Euro pro Tonne zahlen. Ihre Verb&auml;nde k&uuml;ndigten Proteste an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-parlament-verabschiedet-neues-sparpaket-a-1061396.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Griechenland: Ein EU-Modell f&uuml;r Sozialabbau?<\/strong><br>\nDer Mitbegr&uuml;nder von Syriza, Giorgios Chondros, hat ein Buch &uuml;ber &ldquo;Die Wahrheit &uuml;ber Griechenland, die Eurokrise und die Zukunft Europas&rdquo; geschrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/info\/Griechenland-ein-EU-Modell-fuer-Sozialabbau,audio261832.html\">NDR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Interne EU-Dokumente: Luxemburg und Niederlande blockierten Steuergesetze<\/strong><br>\nLuxemburg, die Niederlande und Belgien haben im Rat der Europ&auml;ischen Union jahrelang die Beseitigung von Steuerschlupfl&ouml;chern blockiert, mit denen sie sich unfaire Vorteile gegen&uuml;ber anderen EU-Mitgliedern verschafft haben. Das geht aus internen Dokumenten der sogenannten Gruppe Verhaltenskodex und der Ratsarbeitsgruppe Steuern hervor, die dem SPIEGEL vorliegen. So seien immer wieder &ldquo;Zweifel an der Unsch&auml;dlichkeit&rdquo; einiger Steuermodelle aufgekommen, hei&szlig;t es in einem Sitzungsprotokoll vom M&auml;rz 2013. &ldquo;Es handelt sich vornehmlich um die Lizenzboxregelungen von Luxemburg und den Niederlanden.&rdquo; Mit deren Hilfe k&ouml;nnen Konzerne wie Steuern in Milliardenh&ouml;he sparen.<br>\nObwohl die gro&szlig;e Mehrheit der Gruppe, darunter Deutschland und Frankreich, das sogenannte Patentmodell &ldquo;sehr kontrovers&rdquo; diskutierte und die Kommission es als &ldquo;potenziell sch&auml;dlich&rdquo; einsch&auml;tzte, geschah nichts. &ldquo;Niederlande, Luxemburg und Belgien sprachen sich entschieden gegen eine weitere Diskussion in diesem Bereich aus&rdquo;, kabelte das deutsche Gruppenmitglied nach der Sitzung im April 2012 nach Berlin. &ldquo;Eine Einigung konnte nicht erzielt werden.&rdquo;<br>\nDie Dokumente belasten EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker, der zuvor langj&auml;hriger Regierungschef in Luxemburg war. Kritische Fragen muss sich jedoch auch der niederl&auml;ndische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem gefallen lassen. Sein Land versuchte auch dann noch, eine kritische Befassung mit dem Steuersparmodell zu verhindern, als Dijsselbloem bereits zum Chef der Euro-Gruppe aufgestiegen war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/luxleaks-luxemburg-und-niederlande-blockierten-steuergesetze-a-1061459.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Dijsselbloem under fire over claim ING helped write new law<\/strong><br>\nFinance minister Jeroen Dijsselbloem has been urged to explain claims that officials from financial services group ING were involved in drawing up legislation. The NRC says on Wednesday that ING was responsible for drawing up parts of a draft law covering tax deductions given to banks for a new type of bond. Labour MP Henk Nijboer has called on Dijsselbloem to explain how the law was drawn up. &lsquo;Politicians should be writing laws, not banks,&rsquo; he said. GroenLinks and Socialist MPs have also called for a speedy debate with the minister about the claims.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dutchnews.nl\/news\/archives\/2015\/11\/dijsselbloem-under-fire-over-claim-ing-helped-write-new-law\/\">DutchNews.nl<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Es als Chef der Eurogruppe aber unfair finden, wenn der griechische Ministerpr&auml;sident ein Referendum abhalten l&auml;sst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wenn einer Pflegerin nur der Notruf bleibt<\/strong><br>\nSie war allein mit 21 hochgradig Pflegebed&uuml;rftigen eines privaten Altenheims. Als sie merkte, dass sie nicht alle versorgen konnte, w&auml;hlte sie die 110. Das Heim ist in Branchenkreisen bekannt. Es ist der Albtraum aller Menschen, deren Angeh&ouml;rige in einem Pflegeheim betreut werden: Man besucht diesen Verwandten an einem Sonntagvormittag. Man stellt fest, es geht ihm nicht gut. Er h&auml;tte schon um sieben Uhr morgens Insulin und andere Medikamente ben&ouml;tigt.<br>\nDoch niemand kommt. Es ist nur eine Pflegerin f&uuml;r 21 Bewohner da. Und auf Anfrage erf&auml;hrt der Besucher, diese Pflegerin d&uuml;rfe leider keine Medikamente verabreichen. Sie sei nur Hilfspflegekraft.<br>\nEiner Frau ist genau das am vergangenen Sonntag in einem Pflegeheim in Berlin-Rudow passiert. Es nennt sich Gartenstadt und wirbt auf seiner Homepage mit dem Slogan &ldquo;Ein Platz zum Wohlf&uuml;hlen&rdquo; und dem Hinweis auf &ldquo;Ausgezeichnete Pflegequalit&auml;t &ndash; jetzt auch gepr&uuml;ft!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article148500167\/Wenn-einer-Pflegerin-nur-der-Notruf-bleibt.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Super. &ldquo;Deutschland geht es gut.&rdquo; Warum wird so ein Heim nicht geschlossen, in dem es schon im &ldquo;Normalzustand&rdquo; zu wenige Pflegekr&auml;fte gibt? Warum werden die furchtbaren Arbeitsbedingungen nicht verbessert? W&uuml;rden solche Zust&auml;nde z. B. in Rum&auml;nien vorgefunden, w&uuml;rde man sie skandalisieren &ndash; hier scheint das normal zu sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>SPD Petersburger Platz klagt auf &Ouml;ffentlichkeit des Parteikonvents und auf R&uuml;cknahme des Beschlusses zur Vorratsdatenspeicherung vom 20. Juni 2015<\/strong><br>\nDie Abteilung 12 der SPD Friedrichshain-Kreuzberg hat bei der Bundesschiedskommission der SPD den Antrag auf Einleitung des Statutenstreitverfahrens gegen den SPD-Parteivorstand und den Parteikonvent eingereicht (Az: 5\/2015\/st.):<br>\nBeim Konvent vom 20. Juni waren zum wiederholten Male &Ouml;ffentlichkeit und Partei&ouml;ffentlichkeit nicht zugelassen, ohne dass der Konvent dar&uuml;ber einen f&ouml;rmlichen Beschluss gefasst h&auml;tte. Ein solcher Beschluss ist jedoch im Organisationsstatut der SPD zwingend vorgesehen. &sect; 28 Abs. 5 bestimmt:<br>\n&bdquo;Der Parteikonvent &hellip; kann auf Antrag die nicht-&ouml;ffentliche Tagung beschlie&szlig;en.&ldquo;<br>\n&Ouml;ffentlichkeit ist die Regel, Nicht-&Ouml;ffentlichkeit die f&ouml;rmlich zu beschlie&szlig;ende Ausnahme. Ein solcher Beschluss wurde aber am 20. Juni nicht gefasst. Die Debatte und Abstimmung &uuml;ber die nachtr&auml;gliche Billigung des von Heiko Maas vorgelegten Gesetzentwurfs zur Wiedereinf&uuml;hrung der Vorratsdatenspeicherung fanden hinter verschlossenen T&uuml;ren statt &ndash; gegen Geist und Buchstaben des Statuts der SPD. Damit setzt der Konvent seine unheilvolle Praxis fort, denn auch fr&uuml;here Treffen fanden fast ausnahmslos hinter verschlossenen T&uuml;ren statt. Die SPD Petersburger Platz hat deshalb bei der Bundesschiedskommission die Feststellung beantragt, dass der Ausschluss der (Partei)&Ouml;ffentlichkeit beim Konvent vom 20. Juni rechtswidrig war und der Beschluss zur Vorratsdatenspeicherung wegen Versto&szlig;es gegen zwingenden Verfahrensvorschriften ung&uuml;ltig.<br>\nHierzu erkl&auml;rt Gerlinde Schermer, Abteilungsvorsitzende:<br>\n&bdquo;Demokratie braucht &Ouml;ffentlichkeit. Das gilt auch f&uuml;r die SPD. Die Praxis, wegweisende Beschl&uuml;sse hinter verschlossenen T&uuml;ren zu f&auml;llen, und das auch noch unter Versto&szlig; gegen ausdr&uuml;ckliche Bestimmungen des Parteistatuts, muss ein Ende haben. Wir wollen mit unserem Antrag in der SPD eine Debatte dar&uuml;ber ansto&szlig;en, dass demokratische Entscheidungen ohne &Ouml;ffentlichkeit genauso wenig zu haben sind wie die Kontrolle von Macht. Ein kleiner Parteitag, der regelm&auml;&szlig;ig im Geheimen tagt, ist der Sozialdemokratie unw&uuml;rdig und schadet der innerparteilichen Demokratie ebenso wie dem Ansehen der SPD bei den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gerlinde-schermer.de\/aktuelles\/gegen-die-vds-und-fuer-einen-offentlichen-parteikonvent\/\">SPD Berlin<\/a>\n<p>dazu: <strong>Bundesrat sagt Ja zu Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nNach dem Bundestag hat nun auch der Bundesrat den Weg frei gemacht f&uuml;r das neue Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung. Damit m&uuml;ssen Telefonnummern und IP-Adressen zehn Wochen lang bei den Telekommunikationsanbietern gespeichert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/vorratsdatenspeicherung-139.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> N&auml;chste Station: Bundesverfassungsgericht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Arbitrage- Die Privatisierung des Rechts<\/strong><br>\nEnteignung von Rechten Arbitrage und Arbitration enteignen schleichend schw&auml;chere und weniger finanzstarke Vertragspartner ihrer Rechte. Die New York Times berichtet umfassend und kompetent.<br>\nHierzulande werfen die &ouml;ffentlich- rechtlichen Medien und die verbliebenen vier, f&uuml;nf gro&szlig;en, politischen Printmedien eher mit publizistischen Watteb&auml;uschchen, wenn sie &uuml;berhaupt das TTIP und andere Vertr&auml;ge, die die Arbitrage verbindlich und dauerhaft bringen, kritisieren.<br>\nDie Redakteure und Autoren der Wirtschaftsseiten jubelten zumeist und beklatschten schon gef&auml;llte Arbitrageentscheidungen gegen nicht irgendwie verb&uuml;ndete L&auml;nder (Russland und Argentinien) frenetisch, als berechtigte Strafaktionen der Wirtschaft und privater Investoren.<br>\nDas Feuilleton, ein paar einsame Kolumnisten, sowie die Nachdenkseiten und kleine Printorgane, die eher Hofnarrenstatus genie&szlig;en, sind zwar sch&auml;rfer und deutlicher in der Kritik, gelten aber als v&ouml;llig marginale Informationskan&auml;le f&uuml;r jene B&uuml;rger, die BILD, BAMS und Glotze f&uuml;r ausreichend informativ halten und Wahlen entscheiden. Die &uuml;bergro&szlig;e Koalition hat vom B&uuml;rgermichel nicht viel zu f&uuml;rchten, der zudem mit dem Fluchtthema abgedeckt ist.<br>\nTats&auml;chlich aber, wird mit der fl&auml;chendeckenden Einf&uuml;hrung und Absegnung dieser Art privaten Gerichtsersatzes, in Zukunft massiv auf die Rechte jedes Einzelnen zugegriffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/columbus\/arbitrage-die-privatisierung-des-rechts\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das russische Russlandbild zeigen<\/strong><br>\nDas Projekt dekoder.org &uuml;bersetzt russische Medien ins Deutsche und will so den Diskurs beleben. Denn zu simple Erkl&auml;rungsmuster beherrschen das Bild eines sehr widerspr&uuml;chlichen Landes.<br>\nNein, einfach ist es nicht mit Russland. Immer nur Putin, das kalte Land, ein gewaltdurchsetzter Patriotismus. Oder ist es doch die r&auml;tselhafte russische Seele, das gastfreundliche Leben auf der Datscha, mit einem Gl&auml;schen Wodka dazu und Balalaika-Kl&auml;ngen im Hintergrund? Schnell ist ein Schwarz-Wei&szlig; herbeigeholt, ein simples Erkl&auml;rungsmuster f&uuml;r das so widerspr&uuml;chliche Land.<br>\nEinfach aber wollen es sich Martin Krohs, Leonid Klimov, Friederike Meltendorf, Eduard Klein und Alena G&ouml;bel, Osteuropa-Kenner zwischen 30 und 45 Jahren, ohnehin nicht machen. Sie suchen die Graut&ouml;ne aus der Masse des &auml;u&szlig;erst verkl&auml;renden Hellen und des allzu d&auml;monisierenden Dunkeln &ndash; und zeigen mit ihrem k&uuml;rzlich gestarteten Projekt dekoder.org, dass es auch ohne Propaganda geht. &bdquo;Wir liefern ein Bild von Russland aus Russland heraus&ldquo;, sagt Martin Krohs, Philosoph und Gr&uuml;nder der gemeinn&uuml;tzigen Info-Plattform. [&hellip;]<br>\nGenau diese Medien will dekoder.org sichtbar machen, will Mythen entzaubern und eine Vielfalt an Stimmen in den deutschen Diskurs &uuml;ber Russland hineinbringen. &bdquo;Es w&auml;re ein gro&szlig;er Erfolg, wenn wir dabei zu einer Instanz w&uuml;rden, die man zitiert&ldquo;, sagt Krohs. Zehn Jahre hat der Niedersachse in Moskau gelebt, hat dort f&uuml;r das Goethe-Institut gearbeitet, einen Buchladen f&uuml;r europ&auml;ische B&uuml;cher aufgemacht.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/medien\/medien-das-russische-russlandbild-zeigen,1473342,32343778.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.dekoder.org\">Dekoder<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ein Land mit Stockholm-Syndrom<\/strong><br>\nDie Parlamentswahlen in der T&uuml;rkei sind gelaufen, anders als noch im Juni konnte die regierende AKP die absolute Mehrheit zur&uuml;ckerobern &ndash; und setzt nun den radikalen Kurs unvermindert fort. Die t&uuml;rkische Luftwaffe bombardiert die PKK, kritische Presse und K&uuml;nstler sind staatlicher Repression ausgesetzt, im ganzen Land finden Razzien und S&auml;uberungsaktionen statt.<br>\nObwohl die AKP nicht genug Sitze im Parlament hat, um die Verfassung zu &auml;ndern, bringt sie das Anliegen als ihr wichtigstes Thema schon am ersten Tag nach der Wahl auf die Tagesordnung. Die Bev&ouml;lkerung ist gespalten. W&auml;hrend die Erdogan-Anh&auml;nger dem Sieges- und Freudentaumel verfallen, macht sich unter Anh&auml;ngern der Opposition Resignation und Verzweiflung breit. Die Zukunft der T&uuml;rkei ist unsicher, der eingeschlagene Weg so bald nun nicht mehr zu korrigieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46490\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wachstumskluft<\/strong><br>\nIn der vorigen Woche ver&ouml;ffentlichte Carly Fiorina im Wall Street Journal einen Op-ed-Artikel mit der &Uuml;berschrift &ldquo;Hillary Clinton versagt bei der Wirtschaftspolitik&ldquo;, in dem sie Mrs. Clintons Behauptung, der Wirtschaft ginge es unter den Demokraten besser, verspottet.<br>\n&ldquo;Amerika&ldquo;, sagte Ms. Fiorina, &ldquo;braucht jemanden im Wei&szlig;en Haus, der wirklich versteht, wie die Wirtschaft funktioniert&ldquo;. Also darauf k&ouml;nnen wir uns verst&auml;ndigen. Die Positionierung der Parteien in Sachen Wirtschaft ist tats&auml;chlich ziemlich bizarr. Die Republikaner reden dauernd von Wachstum. Sie attackieren die Demokraten ob &ldquo;arbeitsplatzvernichtender&ldquo; Ma&szlig;nahmen; Sie versprechen Gro&szlig;es f&uuml;r den Fall, dass sie gew&auml;hlt werden; Sie basieren ihre Steuerprogramme auf der Annahme, dass das Wachstum stark ansteigen und zu h&ouml;heren Staatseink&uuml;nften f&uuml;hren wird. Die Demokraten sind da sehr viel vorsichtiger. Bez&uuml;glich der geschichtlichen Fakten allerdings hat Mrs. Clinton v&ouml;llig Recht: Historisch gesehen ist es der Wirtschaft unter den Demokraten wirklich besser gegangen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/11\/02\/opinion\/partisan-growth-gaps.html?_r=0\">Paul Krugman in der New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Welt braucht neues &Ouml;l<\/strong><br>\nIndonesiens W&auml;lder brennen, die Menschen ringen nach Luft: Bauern roden den Regenwald, um das weltweite Verlangen nach Palm&ouml;l zu stillen. Ist es wirklich unersetzlich?<br>\nRauch und brennende B&auml;ume &ndash; viel mehr ist von Borneo aus der Luft derzeit nicht zu sehen. Wo die Flammen gew&uuml;tet haben, stehen die Anwohner der Insel verkohlter &Ouml;dnis gegen&uuml;ber. Schon wieder. Seit Jahren brennen in S&uuml;dostasien w&auml;hrend der Trockenzeit weite Fl&auml;chen des Regenwaldes ab, riesige Smogwolken ziehen Hunderte von Kilometer weit. So dramatisch wie in diesem Jahr war die Situation jedoch noch nie. Rund 10.000 einzelne Feuer wurden gez&auml;hlt.<br>\nSchuld am Ausma&szlig; der Katastrophe ist nicht allein das Wetterph&auml;nomen El Ni&ntilde;o, das die Region in den vergangenen Monaten besonders stark austrocknet hat. Schuld ist vor allem der verantwortungslose Umgang mit der Natur, um an billige Rohstoffe zu kommen: Nach dem derzeitigen Informationsstand sind mindestens zehn Prozent der Br&auml;nde auf Rodungen f&uuml;r Palm&ouml;lplantagen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wissen\/umwelt\/2015-11\/palmoel-pflanzenoel-indonesien-brandrodung\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Lobbyismus an Schulen &ndash; Was tun?!<\/strong><br>\nUnsere Recherchen zu den Schulaktivit&auml;ten von RWE und Amazon zeigen erneut, dass Lobbyismus an Schulen zu einem echten Problem geworden ist. Doch die verantwortlichen Kultusministerien sehen, bis auf wenige Ausnahmen, keinen Handlungsbedarf. Sie verweisen auf die bestehenden Regeln und die Eigenverantwortlichkeit der Schulen.<br>\nUmso mehr freuen wir uns &uuml;ber die vielen positiven Reaktionen auf unsere Aktionswoche gegen Lobbyismus an Schulen: Der Online-Appell an RWE, seine Lobbyarbeit an Schulen zu beenden, wurde schon von &uuml;ber 7.000 Menschen unterzeichnet. Unsere Artikel werden in den Sozialen Medien viel geteilt und kommentiert. Der Spiegel, WDR und andere Median haben unsere Kritik aufgegriffen. Und uns erreichen viele Nachrichten von emp&ouml;rten Lehrern und Eltern, die uns weitere Beispiele von Meinungsmache an Schulen nennen.<br>\nWir k&ouml;nnen und wollen nicht warten, bis Unternehmen und die Politik ihre Aktivit&auml;ten &uuml;berdenken oder neue Regelungen schaffen. Daher fordern wir kritische Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler auf, aktiv zu werden und Fakten zu schaffen. Die folgende Auflistung von M&ouml;glichkeiten erhebt keinen Anspruch auf Vollst&auml;ndigkeit. Wenn Sie weitere Ideen haben, wie Lobbyismus an Schulen zur&uuml;ckgedr&auml;ngt werden kann, w&uuml;rden wir uns &uuml;ber einen kurzen Kommentar freuen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2015\/11\/lobbyismus-an-schulen-was-tun\/\">Lobby Control<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zw&ouml;lfj&auml;hrige gewinnt gegen Sarrazin<\/strong><br>\nDas Buch &bdquo;Hexenjagd&ldquo; von Ursula Sarrazin darf in der urspr&uuml;nglichen Fassung nicht mehr vertrieben werden. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass die ehemalige Lehrerin die Pers&ouml;nlichkeitsrechte einer Grundsch&uuml;lerin erheblich verletzt habe. Dieses Urteil, das erst jetzt bekannt wurde, erging in letzter Instanz und ist rechtskr&auml;ftig. Die betroffene Sch&uuml;lerin war in dem Buch von Ursula Sarrazin mit vollem Namen genannt worden, sie war bei der Ver&ouml;ffentlichung zw&ouml;lf Jahre alt.<br>\nDie Autorin, Ehefrau des umstrittenen ehemaligen Berliner Finanzsenators Thilo Sarrazin, ging als Grundschullehrerin vorzeitig in den Ruhestand. Im Herbst 2012 erschien dann ihr Buch &bdquo;Hexenjagd. Mein Schuldienst in Berlin&ldquo;, in dem sie mit dem dortigen Schulbetrieb abrechnete. Besonders wegen einer Auseinandersetzung sah sie sich als Mobbing-Opfer: Eine Sch&uuml;lerin, die als hochbegabt eingestuft war, sollte die zweite Klasse &uuml;berspringen. Ursula Sarrazin unterrichtete das M&auml;dchen einige Zeit in der dritten Klasse, befand sie aber f&uuml;r unreif.<br>\nEs kam zu einem schweren Konflikt zwischen Ursula Sarrazin einerseits und der Mutter der Grundsch&uuml;lerin und auch einem Schul-Vorgesetzten Sarrazins andererseits. Presseberichte folgten, in denen der Name der Mutter, nicht aber der betroffenen Sch&uuml;lerin genannt war.<br>\nIm Buch, das dann im Herbst 2012 mit einer Erstauflage von 30 000 Exemplaren erschien und breit rezensiert wurde, zeichnete die Autorin auch diese Auseinandersetzung nach. Dort nennt sie die Sch&uuml;lerin unter vollem Namen eine &bdquo;M&ouml;chtegern&uuml;berspringerin&ldquo;, schreibt von unzureichenden Schreib-, Lese- und Rechenf&auml;higkeiten&ldquo; des Kindes, von &bdquo;Maulereien, Beleidigtsein, Weinen&ldquo;, wenn etwas nicht gelingt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wissenschaft\/urteil-zu--hexenjagd--zwoelfjaehrige-gewinnt-gegen-sarrazin,1472788,32341218.html\">FR Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Es geht darum die linke Gegen&ouml;ffentlichkeit zu zerst&ouml;ren &ndash; Im Gespr&auml;ch mit Jens Berger (Nachdenkseiten)<\/strong><br>\nIn den letzten Wochen haben verschiedenene Zeitungen den Nachdenkseiten Querfrontaktivit&auml;ten und Einseitigkeit vorgeworfen. Dabei wurden sie in einen Topf geworfen mit rechten Webseiten und Verschw&ouml;rungstheoretikern, Fakten f&uuml;r die Behauptung wurden allerdings nicht genannt. Wir haben mit Jens Berger, Autor bei den Nachdenkseiten, &uuml;ber die Artikel gegen die Nachdenkseiten, ihre Ursachen und die Antwort der Nachdenkseiten gesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/es-geht-darum-die-linke-gegenoeffentlichkeit-zu-zerstoeren-im-gespraech-mit-jens-berger-nachdenkseiten\/\">Die Freiheitsliebe<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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