{"id":2830,"date":"2007-12-12T12:09:16","date_gmt":"2007-12-12T11:09:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2830"},"modified":"2007-12-12T12:09:16","modified_gmt":"2007-12-12T11:09:16","slug":"hinweise-des-tages-546","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2830","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann <a href=\"?p=2830&amp;email=1\">weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Hohe Verluste bei Verkauf von Ost-Immobilien<\/strong><br>\nDie Bundesbank k&ouml;nnte beim Verkauf von Immobilien in den neuen Bundesl&auml;ndern nach Recherchen von Plusminus bis zu 100 Millionen Euro verlieren. Wie das ARD-Wirtschaftsmagazin berichtet, bietet die Bundesbank derzeit in Ostdeutschland mehrere Immobilien weit unter den Baukosten zum Kauf an. Unter anderem geht es um Geb&auml;ude in Halle\/Saale, Frankfurt an der Oder und Halberstadt. In die Immobilien ist laut Plusminus noch Mitte der 90er-Jahre investiert worden, obwohl damals bereits klar war, dass die Bundesbank im Zuge der europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion zahlreiche Aufgaben an die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) abgeben musste und kein Bedarf mehr bestand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/plusminus4.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Bezeichnend, dass dies bei der Bundesbank geschah. Vermutlich zur Zeit des Bundesbankpr&auml;sidenten Hans Tietmeyer &ndash; seit Gr&uuml;ndung im Oktober 2000 Kuratoriumsvorsitzender der Initiative Neue Sozial Marktwirtschaft. Das ist, wie wir alle wissen, die m&auml;chtige Arbeitgeber-Propagandakompanie, die den kleinen Leuten immer den schlanken Staat und Sparsamkeit predigt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Managergeh&auml;lter<\/strong><br>\n<strong><em>Gute Unternehmer statt Egoisten<\/em><\/strong><br>\nDass die von den Politikern in Berlin gef&uuml;hrte Debatte keineswegs ernst gemeint ist, zeigt ein simpler Punkt: W&auml;re die Politik &uuml;berzeugt, mehr als das 20-fache Angestelltengehalt (etwa eine Million Euro) zu verdienen sei unmoralisch, k&ouml;nnte sie mit einem neuen Spitzensteuersatz von sagen wir 60, 70 oder gar 80 Prozent f&uuml;r Einkommen &uuml;ber der Millionengrenze dem Treiben schnell ein Ende bereiten. Stattdessen wird so lange gepr&uuml;ft, bis die n&auml;chste Sau durchs Dorf getrieben werden kann. Bis zur n&auml;chsten Bilanzrunde, bei der neue Manager-Exzesse aktenkundig werden, herrscht dann wieder Ruhe an der Gerechtigkeits-Gehaltsfront f&uuml;r Bosse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/arbeit-karriere\/arbeit\/:Managergeh%E4lter-Gute-Unternehmer-Egoisten\/604923.html\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen unseres Lesers GK:<\/strong> Die Einlassungen von Frau Merkel zum Thema Manager-Bez&uuml;ge wurden im gestrigen n-tv-Videotext mit einer f&uuml;r diesen Sender ungew&ouml;hnlich kritisch-sarkastischen  &Uuml;berschrift versehen: &ldquo;Merkel f&uuml;r folgenlose Debatte.&rdquo; Sie &ldquo;ermahnt&rdquo; die Manager, weigert sich jedoch, gegen die raffgierigen Nimmersatts unter den Managern politisch vorzugehen. Beim Thema &ldquo;Sozialmissbrauch&rdquo; gibt sich unsere Politik nicht so zimperlich. Auch die Wiedereinf&uuml;hrung zumindest der privaten Verm&ouml;gensteuer ist neben der vom Stern-Autor genannten stufenweisen Erh&ouml;hung des Spitzensteuersatzes ein Ansatzpunkt, die immens wachsenden Verm&ouml;gen der Spitzenverdiener zur Finanzierung &ouml;ffentlicher Aufgaben heranzuziehen. Anderenfalls flie&szlig;en diese Verm&ouml;genszuw&auml;chse ins globale Spielcasino und sind somit unserer Binnenwirtschaft entzogen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Nachtrag AM:<\/strong> Auch die Erh&ouml;hung der Erbschaftsteuer sollte nicht tabu sein. Wir sehen allerdings, dass an vielen Ecken das Gegenteil angestrebt wird. Siehe im folgenden:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>ERBSCHAFTSTEUER<\/strong><br>\n<strong><em>Mittelst&auml;ndler dr&auml;ngen auf Korrekturen<\/em><\/strong><br>\nHeute wird das Kabinett die Erbschaftssteuer verabschieden. Die Vorlage st&ouml;&szlig;t weiter auf heftige Kritik in den Reihen der Unionsfraktion. Deren Mittelst&auml;ndler sorgten f&uuml;r die Entsendung an den Bundesrat. Schon dort k&ouml;nnte sie ver&auml;ndert werden.<br>\n(&hellip;)<br>\nIn der Kritik der Unions-Mittelst&auml;ndler stehen vor allem die Regelungen, die kleine und mittlere Familienunternehmen betreffen: Zwar bleiben laut Entwurf 85 Prozent des Unternehmenswertes steuerfrei, wenn &uuml;ber zehn Jahre eine bestimmte Lohnsumme nicht unterschritten wird und die Firma 15 Jahre lang im Eigentum der Familie bleibt. Doch die 15-Jahre-Regelung st&ouml;&szlig;t auf Widerstand. &ldquo;Das ist unzumutbar. Man soll die Kirche bitte sch&ouml;n im Dorf lassen&rdquo;, schimpft der Unionspolitiker Fuchs im Gespr&auml;ch mit SPIEGEL ONLINE.<br>\nAuch der Vorsitzende der Mittelstandvereinigung in der CDU\/CSU, Josef Schlarmann, ist emp&ouml;rt: &ldquo;Das Damoklesschwert einer Nachbesteuerung bleibt 15 Jahre lang bestehen. Da kann ich Familienunternehmen nur empfehlen, au&szlig;erhalb des Betriebes Verm&ouml;gen zu bilden&rdquo;, sagt er zu SPIEGEL ONLINE.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,522500,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Die M&ouml;glichkeit, 85% eines Millionenverm&ouml;gens unter bestimmten relativ laxen Bedingungen steuerfrei zu erben und auf die restlichen 15% des Nachlasses maximal 30% Steuern zu zahlen, d. h. nicht einmal 5% Erbschaftsteuer auf das gesamte ererbte Verm&ouml;gen, sind also &ldquo;unzumutbar&rdquo;. So l&auml;&szlig;t sich die Regierung nur zu gerne von Mittelstandslobbyisten vorf&uuml;hren. Steuern zahlen schlie&szlig;lich nur die Idioten, die um die Verbrauchssteuern nicht herumkommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das Verf&uuml;hrungspotential neokonservativer Wirtschaftspolitik und ihre Opfer <\/strong><br>\nvon  Gunther Tichy<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dialog-forum.at\/page.php?IP=30943&amp;P=1115\">Dialog-Forum<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ein Hinweis auf den NachDenkSeiten erinnerte mich an Gunther Tichy, einen renommierten &ouml;sterreichischen Volkswirt, der, wie in &Ouml;sterreich noch m&ouml;glich, &ouml;fter zum Mainstream quer steht. Ein kleine Recherche f&uuml;hrte zu diesem Referat, das auf  einer Tagung gehalten wurde, welche sich der Frage widmete: <strong>&ldquo;SPIELRAUM STAAT -STAAT OHNE SPIELRAUM?&rdquo;<\/strong>. Der ganze Tagungsband kann <a href=\"http:\/\/noe.arbeiterkammer.at\/pictures\/d45\/Tagungsband_DFH.pdf\">hier heruntergeladen werden [PDF &ndash; 524 KB]<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Aufstand der Selbstst&auml;ndigen: Wie ein B&auml;ckerei-Riese seine Franchise-Partner in den Ruin treibt<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/nid=233454\/did=2769034\/kt8lew\/index.html\">Report Mainz SWR<\/a><\/li>\n<li><strong>SPD legt Pl&auml;ne f&uuml;r Bahnb&ouml;rsengang auf Eis<\/strong><br>\nKenner haben es schon lange vermutet, nun best&auml;tigt sich der Verdacht: Die SPD will nicht vor M&auml;rz &uuml;ber eine Teilprivatisierung der Bahn entscheiden, wie eine Zeitung berichtet.<br>\nEs stehen Wahlen in Niedersachsen, Hessen und Hamburg an, da will man erst einmal abwarten. Deshalb liege das Thema B&ouml;rsengang bei der SPD vorerst auf Eis, berichtet die &ldquo;Welt&rdquo; unter Berufung auf Mitglieder des Parteirats. Der am Montag abgesetzte Koalitionsausschuss, der sich mit der Bahnprivatisierung besch&auml;ftigen sollte, werde vorerst nicht nachgeholt. Parteichef Kurt Beck hatte auf dem SPD-Bundesparteitag in Hamburg Ende Oktober zugesichert, dass zun&auml;chst die Parteigremien vor einer Entscheidung &uuml;ber den B&ouml;rsengang der Bahn angeh&ouml;rt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,522547,00.html\">Spiegel-Online<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Sie ziehen die Entscheidung pro B&ouml;rsengang auf jeden Fall hinter die n&auml;chsten Wahlen &ndash; aus Furcht vor Rache der W&auml;hlerinnen und W&auml;hler.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sexualstrafrecht<\/strong><br>\n<em><strong>Fummeln verboten<\/strong><\/em><br>\nJugendliche stehen bei uns demn&auml;chst mit einem Bein im Knast.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/justiz\/0,1518,522396,00.html\">Spiegel online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Soviel zum Thema US-Kulturimperialismus &ndash; den es ja angeblich nicht gibt. US-Gesetze der christlichen Fundamentalisten werden in der EU 1:1 umgesetzt. Das passt zur gesamtgesellschaftlichen Entwicklung. Wo die Sexualit&auml;t unterdr&uuml;ckt wird, l&auml;sst sie sich um so besser vermarkten: sprich, in ersatzbefriedigende Kaufimpulse umleiten. Und wir regen uns &uuml;ber die T&uuml;rkei (Fall Marco) auf??<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Neues aus dem Casino:<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>&raquo; Mit dem R&uuml;cken zur Wand &laquo;<\/strong><br>\nDas Land Sachsen soll mit 4,3 Mrd. Euro f&uuml;r Risiken der SachsenLB b&uuml;rgen. F&uuml;r Politik und Steuerzahler ist das ein herber Schlag. Aber auch die LBBW, die bei der SachsenLB einsteigen will, steckt in der Klemme.<br>\nF&uuml;r den Freistaat Sachsen kommt es kn&uuml;ppeldick. Die Landesbank Baden-W&uuml;rttemberg (LBBW) fordert &ndash; so verlautet aus Kreisen der SachsenLB &ndash; dass das Land mit einer B&uuml;rgschaft von 4,3 Mrd. Euro f&uuml;r die Risiken der Leipziger Landesbank haften soll. Anders droht die Stuttgarter Landesbank damit, die SachsenLB nicht zu kaufen. &ldquo;Das ist<br>\nder finanzpolitische Super-GAU und singul&auml;r in der deutschen Geschichte&rdquo;, sagt Karl Nolle, SPD-Landtagsabgeordneter in Sachsen. &ldquo;Noch nie hat die Politik durch Nachl&auml;ssigkeit gegen&uuml;ber ihrer Bank Derartiges angerichtet.&rdquo;<br>\nMit der genannten Summe soll das Land f&uuml;r Risiken &uuml;ber 43 Mrd. Euro aus den au&szlig;erbilanziellen Zweckgesellschaften der SachsenLB haften. 4,3 Mrd. Euro &ndash; das entspricht mehr als einem Viertel des s&auml;chsischen Landeshaushalts. Die derzeitige Gesamtverschuldung Sachsens von 12 Mrd. Euro k&ouml;nnte sich dadurch dramatisch erh&ouml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:Mit%20R%FCcken%20Wand\/290712.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Sozis k&ouml;nnen nicht mit Geld umgehen, so hie&szlig; es immer. Milbradt der Obersozi!!!<br>\nUnd die Schwaben haben sich die Finger verbrannt. Wenn es nicht so ernst w&auml;re f&uuml;r uns Steuerzahler, m&uuml;sste man lachen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zuversicht an der B&ouml;rse sinkt auf 15-Jahres-Tief<\/strong><br>\nFinanzexperten blicken so pessimistisch wie seit 15 Jahren nicht mehr in die Zukunft, ergab das Konjunkturbarometer des Mannheimer Instituts ZEW f&uuml;r den Dezember. Im Mittelstand sei der Zenit des Aufschwungs &uuml;berschritten, f&uuml;gte die staatseigene KfW-Bankengruppe hinzu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/;art271,2437465?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Darf man fragen, warum der Dax immer noch &uuml;ber 8000 Punkten liegt?<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe auch: <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Krasser Irrtum<\/strong><br>\nDie Nervosit&auml;t der Notenbanker und die Party an den Aktienm&auml;rkten passen nicht zusammen. Entweder es gibt keine globale Kreditkrise, dann leuchten neue Aktienrekorde ein. Denn je billiger das Geld, desto sch&ouml;ner die Spekulation. Nicht nachvollziehbar w&auml;ren in diesem Fall die Leitzinssenkungen in Kanada, England und Amerika, wo am Dienstag der n&auml;chste Schritt nach unten bevorsteht. Oder aber die Anleger an den Aktienm&auml;rkten irren sich gewaltig. Danach sieht es aus.<br>\nvon Robert Heusinger<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1255706&amp;em_ref=\/top_news&amp;em_ivw=fr_topnews&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Neues Kreditloch von Freddie Mac<\/strong><br>\nDer zweitgr&ouml;&szlig;te US-Hypothekenfinanzierer Freddie Mac erwartet Zahlungsausf&auml;lle in H&ouml;he von 10 bis 12 Mrd. $ auf laufende Kredite. Das Schlimmste auf dem Immobilienmarkt stehe erst noch bevor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/291386.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Nachtrag &ndash; eine unserer Leserinnen schreibt:<\/strong><br>\nVielen Dank f&uuml;r den Hinweis auf die sch&ouml;ne Satire zu arbeitsplatzgef&auml;hrdenden Lohnforderungen (<a href=\"?p=2822\">Hinweis vom 10.12. Nr. 2 d<\/a>) (die so besonders satirisch schon gar nicht mehr klingt, das pseudo-&ouml;konomische Geschwafel in den Medien ist ja schon an der Satiregrenze)!<\/li>\n<li><strong>Und noch eine Anmerkung zur Rubrik &ldquo;Neues aus dem Casino&rdquo;:<\/strong><br>\nAuf WDR5 gab es vor einiger Zeit in der Sendung Scala einen interessanten Beitrag &uuml;ber einen renommierten britischen K&uuml;nstler, der den Auftrag hatte, Bilder aus der Welt der Londoner Finanzinvestoren anzufertigen. Zu diesem Zweck hatte er &uuml;ber l&auml;ngere Zeit ungehinderten Zugang zu den B&uuml;ros, um den Alltag dort zu beobachten.<br>\nSein Eindruck war, dass es sich bei dem Alltag dieser Investoren um eine Welt handelt, die mit dem Alltag anderer Leute kaum etwas gemein hat: eine Parallelwelt sozusagen, die von einem unglaublichen Luxus und einer geradezu plakativen aggressiven M&auml;nnlichkeit bestimmt wird &ndash; an den W&auml;nden h&auml;ngen Waffen, die einzelnen Mitarbeiter lesen B&uuml;cher &uuml;ber Kriegsf&uuml;hrung, und es gibt keine Frauen in dieser Welt. Jedenfalls nicht als gleichberechtigte Kolleginnen, sondern nach Schilderung des K&uuml;nstlers h&ouml;chstens als dekorative Hilfskraft im Minirock.<br>\nZiemlich be&auml;ngstigend, dass Leute, die soviel finanzielle Macht und letztlich auch politischen Einfluss aus&uuml;ben, tats&auml;chlich in einer abgeschotteten Atmosph&auml;re leben, die wie eine Karikatur dessen wirkt, was sich der unbedarfte B&uuml;rger unter der Welt der Hedge Fonds vorstellt.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Die Wahrheit hinter dem Kahlschlag bei der Pin-Group<\/strong><br>\nDie Gleichung ist so einfach. Mindestl&ouml;hne zerst&ouml;ren die Arbeitspl&auml;tze bei der PIN-Group. So jedenfalls wollen es uns die Verantwortlichen der gr&uuml;nen Post verkaufen.<br>\nAber stimmt das wirklich?<br>\nR&uuml;ckblick. Im Juni dieses Jahres hatte der Springer-Verlag f&uuml;r PIN 510 Millionen Euro hingebl&auml;ttert. F&uuml;r Mathias D&ouml;pfner ein attraktives Investment in ein sehr schnell wachsendes Unternehmen. Erstmals &auml;u&szlig;ert sich der ehemalige Springer Vorstandsvorsitzender, Professor J&uuml;rgen Richter, gegen&uuml;ber REPORT MAINZ zu dieser Problematik. Er sa&szlig; lange Jahre auch im Post-Aufsichtsrat und kennt den Markt gut.<br>\nO-Ton, Prof. J&uuml;rgen Richter, ehem. Vorstandsvorsitzender Springer AG: &raquo;Ich meine schon, dass man ein wenig zu hoch gepokert hat. Es war ja klar, dass es eine Art Verdr&auml;ngungswettbewerb werden w&uuml;rde, nach dem 1.1.2008. Und was mich hier bei dem ganzen Thema so besonders wundert, ist, dass obwohl es heute noch keinen Mindestlohn gibt, jetzt schon quasi, nach Presseberichten, Illiquidit&auml;t droht. Das kann ich, ehrlich gesagt, nicht nachvollziehen.&laquo;<br>\nQuelle1: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/nid=233454\/did=2769036\/19sm9ms\/index.html\">ARD-Report Mainz (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/did=2769036\/pv=video\/gp1=2919778\/nid=233454\/14hemm0\/index.html\">ARD-Report Mainz (Video)<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Image in den Kernm&auml;rkten ist nicht mehr wichtig<\/strong><br>\nAllein in den letzten sechs Monaten hat Vattenfall Europe &ndash; bislang nach Eon und RWE die Nummer drei unter Deutschlands Energieversorgern &ndash; rund 250 000 Kunden verloren. Den neuen Chef scheint das nicht sonderlich zu beunruhigen.<br>\n Die mit der Berufung Hatakkas verbundene Zusammenf&uuml;hrung der Vattenfall-T&ouml;chter in Deutschland und Polen verfolgt denn auch in erster Linie das Ziel, die Gesch&auml;ftsaktivit&auml;ten merklich nach Osten auszuweiten. Angesichts der wirtschaftlichen Wachstumsraten w&auml;chst der Energiebedarf in Polen immens. Und damit die Nachfrage nach neuen Kraftwerken, sei es nun auf Kohle- oder &ndash; mittelfristig &ndash; auch auf Kernkraftbasis.<br>\nDie Kassen seiner AG sind prall gef&uuml;llt Immerhin hatte sein Amtsvorg&auml;nger Klaus Rauscher durchgesetzt, dass das Gros der in Deutschland erwirtschafteten Ertr&auml;ge nicht nach Schweden abgef&uuml;hrt, sondern zur Finanzierung von Neuinvestitionen in Deutschland reserviert wurde. Der Bau neuer Kohlekraftwerke aber ist in Deutschland wegen klimapolitischer Bedenken heftig umstritten. Quasi sofort zuschlagen aber kann Hatakka jenseits der Grenze. Und dank der neuen Holding-Konstruktion darf er daf&uuml;r auf die in Berlin angelegten Kapitalreserven zur&uuml;ckgreifen. Zum Nutzen der schwedischen Konzernmutter, die sp&auml;testens dann, wenn die letzten Bewag-Alt-Aktion&auml;re aus dem Unternehmen herausgedr&auml;ngt worden sind, deutlich h&ouml;here Gewinnabf&uuml;hrungen durchsetzen wird. F&uuml;r regionale Sentimentalit&auml;ten ist da kein Platz mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/print\/meinung\/708811.html?_=print\">Berliner Zeitung <\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Was hat nun die Privatisierung der Energieversorger gebracht?  Statt sinkender Preise &uuml;ber Effizienzgewinn Maximierung der Profite, mit denen das Oligopol auch noch europaweit ausgedehnt wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Tektonische Verschiebungen<\/strong><br>\nBlocher wird kaum abgew&auml;hlt. Die Schweiz ist weiter nach rechts ger&uuml;ckt. Das f&auml;llt auf, wenn man einen Tag im neuen Parlament verbringt.<br>\nIn manchen Medien wurde nach der Wahl &uuml;ber eine angebliche St&auml;rkung der Mitte fabuliert und den Leuten, die gew&auml;hlt haben und es besser wissen, Sand in die Augen gestreut. Tatsache ist, rechts hat erneut gewonnen, alles hat sich nach rechts verschoben: Die SP hat verloren, weil sie als zu linkskonservativ erschien. Im Irrglauben, die Gr&uuml;nen seien weniger links, w&auml;hlten die Entt&auml;uschten gr&uuml;n. Und in den Kantonen, wo sie konnten, entschieden sie sich f&uuml;r die Gr&uuml;nliberalen, die eindeutig rechts von der SP stehen. Bei den B&uuml;rgerlichen hat die rechte SVP alle abgeh&auml;ngt, rechts von ihr ist die Wand. Was im Parlament geschehen ist, wird im Bundesrat seine Fortsetzung finden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weltwoche.ch\/artikel\/print.asp?AssetID=17888&amp;CategoryID=66\">Weltwoche<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Verm&ouml;gensteuer w&uuml;rde teuer&rdquo;<\/strong><br>\nHessens Ministerpr&auml;sident Roland Koch &uuml;ber Jobs, Kommunisten und die Chancen der Windkraft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/?sid=b76d410f3553a99aa6f9c92d763bddfe&amp;em_cnt=1256860\">FR<\/a>\n<p><strong>Kommentar eines unserer Leser mit Zitaten:<\/strong> Soviel platte Feindbildpropaganda in einem Kurz-Interview habe ich selten gesehen.<\/p>\n<p><strong>Koch:<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Wir wollen den Anteil der regenerativen Energien in &uuml;berschaubarer Zukunft auf 15 bis 20 Prozent steigern. Das kann man machen, ohne die Landschaft zu zerst&ouml;ren und ohne dass der Strompreis in unermessliche H&ouml;hen klettert. Damit m&uuml;ssen die B&uuml;rger aber rechnen, wenn die SPD drankommt.<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Klar, die SPD will die Landschaft zerst&ouml;ren und den Strompreis unbedingt erh&ouml;hen. SPD-Mitglieder und -w&auml;hler leuchten ja auch rot im Dunkeln &hellip; Es war &uuml;brigens die rot-gr&uuml;ne Bundesregierung mit ihrer neoliberal angehauchten Wirtschaftspolitik, die die Konzentration auf dem Markt der Energieversorger entscheidend vorangetrieben hat. Einen Protest aus Hessen hat man seinerzeit nicht geh&ouml;rt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Koch:<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Die Verm&ouml;gensteuer ist so ein Fall, wo die au&szlig;erordentlich linke Politik der hessischen SPD ganz nah bei der Linkspartei ist. Wir wissen aus den Erfahrungen der Vergangenheit, dass eine Verm&ouml;gensteuer nur zur<br>\nBefriedigung extrem linker Ideologie dient, aber nicht zur Erh&ouml;hung von Einnahmen.<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Nun ja, die offensichtlich &auml;u&szlig;erst links regierte Schweiz nimmt jedes Jahr so rund 2,6 Mrd. Euro ein. Andere quasikommunistische Staaten wie Spanien, Norwegen, Frankreich oder Finnland verfahren &auml;hnlich und beuten ihre Million&auml;re gnadenlos aus. Auf nach Hessen!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Verm%C3%B6genssteuer\">Wikipedia<\/a><\/em><\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Frau Ypsilanti sagt, das Land Hessen k&ouml;nne damit 800 bis 900 Millionen Euro pro Jahr aufbringen. Das ist doch kein Pappenstiel?<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Koch:<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Die Kosten einer Einf&uuml;hrung w&auml;ren viel h&ouml;her als der Ertrag. Und der Schaden f&uuml;r den Wirtschaftsstandort Deutschland beachtlich. Die Steuerreform und die Abgeltungsteuer w&auml;ren vergebens.<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Kommentar zur Antwort:<\/strong> Der erste Satz ist schlicht sachlich falsch. Der zweite Satz ist bestenfalls eine Vermutung, die zu beweisen w&auml;re (und mit empirischen Tatsachen aus anderen L&auml;ndern nicht &uuml;bereinstimmt). Der dritte Satz hat mit der Frage rein gar nichts zu tun.<\/em><\/p>\n<p><strong>Koch:<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Aber ich bin sicher, dass SPD und Gr&uuml;ne keine Hemmungen h&auml;tten, gemeinsame Sache mit der Linkspartei zu machen und als Erstes Frau Ypsilanti zur Ministerpr&auml;sidenten zu w&auml;hlen. Und ich rede &uuml;ber eine Politik, die an den Staat glaubt. &Uuml;ber eine Politik, die die wirtschaftliche Leistungsf&auml;higkeit des Landes ruinieren w&uuml;rde.<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Aha, eine Politik, die an den Staat glaubt, ruiniert also die wirtschaftliche Leistungsf&auml;hig? So so!? Wie intellektuell arm ist das denn? Und es steht zu bef&uuml;rchten, dass Herr Koch tats&auml;chlich glaubt, was er sagt. 30 Jahre wirtschaftswissenschaftliche Forschung, diverse Nobelpreise eingeschlossen, alles vergeblich.<\/em><\/p>\n<p><em>Jeder Verstand steht still, wenn Kochs starke Stimme es will.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2830","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2830","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2830"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2830\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2830"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2830"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2830"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}