{"id":2840,"date":"2007-12-17T09:45:45","date_gmt":"2007-12-17T08:45:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2840"},"modified":"2007-12-17T09:45:45","modified_gmt":"2007-12-17T08:45:45","slug":"hinweise-des-tages-549","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2840","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=2840&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Neues aus dem Casino<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Vorst&auml;nde mit Vollkasko<\/strong><br>\nSie haben mit Fehlspekulationen eine komplette Bank verspielt. Aber die fr&uuml;heren Chefs der IKB fallen weich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2007\/51\/IKB?page=all\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>Finanzmarktstabilit&auml;t: Lehren aus der Hypotheken- und Kreditkrise<\/strong><br>\nBasel II und die bisherigen Risikobewertungsmodelle werden daher das prozyklische Muster in der Kreditvergabe des Bankensystems und anderer Finanzintermedi&auml;re, das eine wesentliche Ursache f&uuml;r die &Uuml;bertreibungen auf den Finanzm&auml;rkten ist, nicht verhindern, sondern tendenziell eher verst&auml;rken. Eine Erh&ouml;hung der Eigenkapitalunterlegungspflicht, wie sie gegenw&auml;rtig zum Beispiel f&uuml;r Kredite an Hedgefonds diskutiert wird, mag grunds&auml;tzlich w&uuml;nschenswert sein. Dem Problem der Prozyklizit&auml;t setzt diese Ma&szlig;nahme jedoch nichts entgegen. Ein m&ouml;gliches antizyklisches Regulierungskonzept w&auml;re ein flexibles System von Mindestreserven auf Finanz- und Sachaktiva, das die risikobasierten Eigenkapitalanforderungen von Basel II komplement&auml;r erg&auml;nzen w&uuml;rde. Die Mindestreserves&auml;tze w&uuml;rden dabei je nach Wert- und Risikoentwicklung zwischen den verschiedenen Aktivakategorien variieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/wiso\/05043.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung [PDF &ndash; 172 KB]<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Mindestlohn<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>IAQ: Mindestlohn kostet keine Arbeitspl&auml;tze<\/strong><br>\nIn Deutschland w&auml;chst der Niedriglohnsektor weiter: &ldquo;Beachtlich ist auch die Zahl der Besch&auml;ftigten, die f&uuml;r weniger als 5 Euro brutto pro Stunde arbeiten&rdquo;, so Dr. Claudia Weinkopf, Forschungsdirektorin der IAQ-Abteilung &ldquo;Flexibilit&auml;t und Sicherheit&rdquo;. Dies betraf 2006 1,9 Millionen Besch&auml;ftigte und damit 400.000 mehr als 2004. Sie arbeiten f&uuml;r L&ouml;hne, die in Nachbarl&auml;ndern wie Frankreich, Gro&szlig;britannien oder in den Niederlanden unzul&auml;ssig sind.<br>\nIn der Folge m&uuml;ssen niedrige L&ouml;hne zunehmend durch Arbeitslosengeld II aufgestockt werden &ndash; das waren im Oktober 2006 1,1 Millionen Menschen, darunter 440 000 Vollzeitbesch&auml;ftigte. &ldquo;Solch sittenwidrig niedrige L&ouml;hne, die keines unserer &auml;hnlich entwickelten Nachbarl&auml;nder dulden w&uuml;rde, subventionieren letztlich nur Unternehmen und ungesunde Wettbewerbsstrukturen&rdquo;, stellt IAQ-Chef Prof. Dr. Gerhard Bosch fest.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news?print=1&amp;id=240433\">Informationsdienst Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li><strong>IAB-Chef M&ouml;ller zum Mindestlohn: Der Glaube an das einfache Marktmodell sitzt tief<\/strong><br>\nBefragungen unter amerikanischen &Ouml;konomen haben ergeben, dass die H&auml;lfte von ihnen den Mindestlohn nicht in jeder Situation f&uuml;r sch&auml;dlich h&auml;lt. In Deutschland, sch&auml;tze ich, sind mindestens vier F&uuml;nftel aller &Ouml;konomen gegen einen Mindestlohn. Wenn die Gesetze der Aerodynamik so begr&uuml;ndet w&auml;ren wie diese Zahl (Verlust von 1,9 Mio. Arbeitspl&auml;tzen) von Hans-Werner Sinn, dann w&uuml;rde ich in kein Flugzeug mehr einsteigen. Die Berechnungen von Herrn Sinn beruhen auf nicht belegten Annahmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1258706\">FR<\/a><\/li>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wer am Sonntag den Presseclub in der ARD geh&ouml;rt hat, konnte mal wieder erleben, wie tief der Glaube an das einfache Marktmodell auf dem Arbeitsmarkt ist. F&uuml;r die vier F&uuml;nftel aller &Ouml;konomen und f&uuml;r noch mehr Wirtschaftsjournalisten ist der Arbeitsmarkt eben wie der Kartoffelmarkt: Die Kartoffeln werden aus dem Markt ger&auml;umt, wenn nur der Preis tief genug f&auml;llt. Dass L&ouml;hne (in der Summe) auch Nachfrage bedeuten, die etwa die H&auml;lfte des Bruttoinlandsprodukts ausmacht, interessiert genauso wenig wie die Tatsache, dass L&ouml;hne nicht ohne R&uuml;ckwirkung auf den Rest der Wirtschaft bleiben. Die &bdquo;ber&uuml;hmte&ldquo; Entlohnung nach dem &bdquo;Grenzprodukt&ldquo;, also der H&ouml;he des Lohnes, die die betreffende Arbeitskraft erwirtschaftet, ist eine angeblich mathematisch feststellbare Gr&ouml;&szlig;e. Dabei hat kein einziger unserer sog. Experten jemals ausrechnen k&ouml;nnen, welches &bdquo;Grenzprodukt&ldquo; eine einzelne Arbeitskraft, sei es der Mindestl&ouml;hner oder sei es der Topmanager erwirtschaftet. W&auml;re das etwa bei unseren Topmanagern und ihren Topgeh&auml;ltern m&ouml;glich, dann w&auml;re die Diskussion &uuml;ber die H&ouml;he der Managergeh&auml;lter sofort zu Ende. Man k&ouml;nnte genau ausrechnen, welchen Lohn unser Topmanager erwirtschaftet hat.<\/em><\/p>\n<li><em>Siehe dazu auch:<\/em>\n<p><strong>Einspruch, Herr Kollege<\/strong><br>\nDie &Ouml;konomen Wolfgang Franz und Gustav Horn im Streitgespr&auml;ch &uuml;ber Vollbesch&auml;ftigung, h&ouml;here L&ouml;hne und T&uuml;cken des Mindestlohns.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/pswiwo\/fn\/ww2\/sfn\/buildww\/id\/125\/id\/333218\/fm\/0\/SH\/0\/depot\/0\/index.html\">wiwo.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Achten Sie mal selber drauf, ob von Franz au&szlig;er Behauptungen irgendein Argument kommt, das durch eine kausale oder wenigstens konsistent logische Begr&uuml;ndung gest&uuml;tzt ist. Z.B.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Bis vor drei Jahren h&auml;tten die Gewerkschaften den &bdquo;Verteilungsspielraum &uuml;berzogen&ldquo; (und das bei Reallohnverlusten seit Anfang der neunziger Jahre).<\/em><\/li>\n<li><em>Der Verteilungsspielraum liege &bdquo;gesamtwirtschaftlich bei rund zwei Prozent&ldquo; (woraus abgeleitet?).<\/em><\/li>\n<li><em>Die Gleichsetzung von G&uuml;termarkt und Arbeitsmarkt (&bdquo;Wettbewerb &uuml;ber den Preis auszutragen, ist doch auf den G&uuml;term&auml;rkten eine gute Sache&ldquo;).<\/em><\/li>\n<li><em>&bdquo;Es gibt zwar keinen Beweis daf&uuml;r, dass ein flexibler K&uuml;ndigungsschutz die gesamte Arbeitslosigkeit senkt. Allerdings beweisen Studien der OECD, dass ein rigider K&uuml;ndigungsschutz die Besch&auml;ftigungschancen der Langzeitarbeitslosen verringert und die Jugendarbeitslosigkeit erh&ouml;ht.&ldquo;<\/em><\/li>\n<li><em>&bdquo;Der R&uuml;ckgang der Arbeitslosigkeit, den wir derzeit erleben, ist zwar vor allem konjunktureller Natur. Aber die Hartz-Reformen beginnen anscheinend zu greifen &ndash; ich bin jedenfalls vorsichtig optimistisch, dass das alles nicht vergeblich war.&ldquo;<\/em><\/li>\n<li><em>&bdquo;Nach aller Erfahrung kostet ein Mindestlohn Besch&auml;ftigung&ldquo; (und das, obwohl in zwanzig L&auml;ndern andere Erfahrungen gemacht wurden).<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Und dann noch das &uuml;bliche Credo: &bdquo;Es gibt eine einfache Regel: Die Arbeitskosten d&uuml;rfen nicht h&ouml;her sein als die Arbeitsproduktivit&auml;t&ldquo;. Siehe oben M&ouml;ller vom IAB und die Anmerkung.<br>\nWohlgemerkt: Wolfgang Franz ist Wirtschafts-&bdquo;Weiser&ldquo;. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Neue Tricks f&uuml;r Dumpingl&ouml;hne<\/strong><br>\nUnmittelbar nach dem Bundestagsvotum gab der Springer Verlag bekannt, dass er kein weiteres Geld f&uuml;r seine Brieftochter PIN AG zur Verf&uuml;gung stellt. So wollen die Medienprofis die Legende festigen, die Politik sei schuld am Scheitern des Unternehmens &ndash; und damit auch am Verlust tausender Arbeitspl&auml;tze. In Wahrheit hat die PIN AG auch dieses Jahr, ganz ohne Mindestlohn, sch&auml;tzungsweise 55 Millionen Euro Verlust produziert; Springer hat ohnehin &uuml;ber einen Ausstieg nachgedacht. Gleichzeitig unternehmen die privaten Briefdienste einen weiteren Versuch, den Mindestlohn zu unterlaufen: Mit dem Argument, sie seien mit der Post nicht vergleichbar, weil sie zus&auml;tzliche Leistungen wie die Zustellung am selben Tag anbieten, fordern sie einen eigenen Tarifvertrag. Diese Argumentation &ndash; wir bieten mehr und zahlen unseren Leuten darum weniger &ndash; ist allerdings so absurd, dass ein Erfolg schwer vorstellbar ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2007%2F12%2F15%2Fa0114&amp;src=GI&amp;cHash=41997ed938&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Schuldenberg f&uuml;r Techem: Firma zahlt Millionen f&uuml;r die eigene &Uuml;bernahme<\/strong><br>\nDer Heizungs- und Wasserablesedienstleister Techem muss die eigene &Uuml;bernahme durch die australische Investmentbank Macquarie teuer bezahlen: Techem-Chef Horst Enzelm&uuml;ller bezifferte die Beratungskosten f&uuml;r Anw&auml;lte oder Banken auf 11,8 Millionen Euro. Au&szlig;erdem wollen die neuen Besitzer &ndash; die inzwischen 91,5 Prozent halten &ndash; bald Geld sehen. Sie werden Techem daf&uuml;r 700 Millionen Euro zus&auml;tzliche Schulden aufb&uuml;rden und die Gesamtlast auf 1,1 Milliarde erh&ouml;hen, wie Enfzelm&uuml;lller erkl&auml;rte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?sid=2ed87d08af84890875e94e0aee877dfd&amp;em_cnt=1258119\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche Firmen in fremder Hand<\/strong><br>\nDie 30 gr&ouml;&szlig;ten B&ouml;rsen-Konzerne der Bundesrepublik geh&ouml;ren zum ersten Mal mehrheitlich ausl&auml;ndischen Investoren. Ein Zeichen der St&auml;rke deutscher Unternehmen. Das vierte Mal in Folge legen in diesem Jahr die Nettogewinne der deutschen Gro&szlig;konzerne st&auml;rker zu als in Rest-Europa und den USA.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Dax-Boerse-Investoren;art271,2440490?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Vor lauter guten Nachrichten kann man den R&uuml;ckgang der Masseneinkommen, die Ausweitung des Niedriglohnsektors, die weiterhin hohe Arbeitslosigkeit, die zunehmende Armut als Wirtschaftsjournalist schon mal vergessen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>B&ouml;ckler Impuls 20\/2007<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Familienf&ouml;rderung: Zweierlei Ma&szlig;<\/strong><br>\nDie staatliche Familienf&ouml;rderung bevorzugt den Nachwuchs gut verdienender Eltern. Das ist verfassungsrechtlich problematisch, <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-3D0AB75D-332AF627\/hbs\/hs.xsl\/32014_89927.html\">zeigt ein aktuelles Rechtsgutachten.<\/a><\/li>\n<li><strong>Konjunktur: Achillesferse Privatkonsum<\/strong><br>\nDeutschlands Konsumenten geben kaum mehr Geld aus als in wirtschaftlich schlechteren Zeiten. Das ist nicht verwunderlich, <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2007_20_3.pdf\">zeigt eine Analyse des IMK [PDF &ndash; 88 KB]<\/a>: Die privaten Haushalte haben in diesem Boom kein zus&auml;tzliches Geld. <\/li>\n<li><strong>Zeitarbeit in Deutschland: In vielen Gro&szlig;unternehmen g&auml;ngige Praxis<\/strong><br>\nDie Leiharbeit boomt und ver&auml;ndert ihren Charakter. <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2007_20_4-5.pdf\">Eine wachsende Zahl von Betrieben nutzt sie intensiv [PDF &ndash; 112 KB<\/a>] und macht sie zu einem festen Bestandteil der Personalstrategie &ndash; auch wenn kurzfristigen Vorteilen l&auml;ngerfristig Risiken gegen&uuml;berstehen. Aussicht auf eine stabile Besch&auml;ftigung haben nur wenige Leihkr&auml;fte.<\/li>\n<li><strong>H&ouml;here L&ouml;hne in Unternehmen mit Betriebsrat<\/strong><br>\nBetriebe mit Betriebsrat bezahlen mehr als zehn Prozent h&ouml;here L&ouml;hne als solche ohne eine gew&auml;hlte Interessenvertretung. Davon profitieren in erster Linie Geringverdiener und Frauen. Betriebsr&auml;te spielen f&uuml;r die H&ouml;he und Struktur der L&ouml;hne in Deutschland <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2007_20_6.pdf\">eine wichtigere Rolle als angenommen [PDF &ndash; 80 KB<\/a>].<\/li>\n<li><strong>Deregulierung des Arbeitsmarkts bringt keine neuen Jobs<\/strong><br>\nOb eine Deregulierung des Arbeitsmarkts kurzfristig mehr Wachstum und Besch&auml;ftigung bringt, hat die Wissenschaft bislang kaum untersucht. <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-3D0AB75D-332AF627\/hbs\/hs.xsl\/32014_89921.html\">Eine neue Studie<\/a> schlie&szlig;t diese L&uuml;cke. Ein Ergebnis: Reformen am Arbeitsmarkt lassen die Arbeitslosigkeit nicht sinken.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Beschleunigte Entt&auml;uschung<\/strong><br>\nDer Kapitalismus hat gesiegt &ndash; und die Stimmung ist schlecht. Selbst im Wirtschaftsboom f&uuml;hlen sich alle wie in der Krise. Was passiert also, wenn der Abschwung kommt?<br>\nMacht- und Verteilungsfragen sind in der herrschenden Volkswirtschaftslehre nicht vorgesehen. Stattdessen glauben die meisten Experten, dass die Menschheit nun ihr vorgezeichnetes Endstadium erreicht hat. Adam und Eva waren zum Kapitalismus bestimmt &ndash; und endlich haben sie es gemerkt. Entsprechend sind die Wirtschaftstheorien aufgebaut: Viele mathematische Formeln sollen suggerieren, dass es sich um eine Naturwissenschaft handelt. Aus einem sozialen Ph&auml;nomen wird eine physikalische Gesetzm&auml;&szlig;igkeit gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2007%2F12%2F17%2Fa0112&amp;src=GI&amp;cHash=6314177624&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Wirtschaftsweiser Bofinger &uuml;ber sinkende L&ouml;hne, steigende Exporte und die Aufschwung-Gewinner<\/strong><br>\nWir haben extrem niedrige Lohnabschl&uuml;sse in den vergangenen Jahren gehabt. Deutschland hat die Strategie der Lohnzur&uuml;ckhaltung gefahren &ndash; eine Strategie, wie sie so extrem nur noch in Japan verfolgt worden ist. Das war enorm gut, um die Lohnst&uuml;ckkosten zu senken und so die Exporte zu stimulieren. Der Preis dieser Strategie sind jedoch sinkende Realeinkommen und ein nahezu stagnierender privater inl&auml;ndischer Konsum. W&auml;hrend unsere Exporte heute 65 Prozent h&ouml;her liegen als im Jahr 2000, hat sich die Binnennachfrage kaum bewegt. Das sind immerhin sieben Jahre Stagnation. H&auml;tten wir in den vergangenen f&uuml;nf Jahren jedes Jahr ein Prozent mehr Lohnerh&ouml;hung gehabt, dann h&auml;tten wir insgesamt eine wesentlich kr&auml;ftigere Binnenkonjunktur gehabt und w&auml;ren heute nicht so abh&auml;ngig von Export und Weltkonjunktur.<br>\nSieht man, wie gut die Exportindustrie mit dem steigenden Euro zurecht kommt, der sich im laufenden Jahr gegen&uuml;ber dem Dollar um zw&ouml;lf Prozent verteuert hat, dann zeigt sich: Die Unternehmen haben ganz ordentliche Gewinnmargen, mit denen man ein Prozent j&auml;hrliche Lohnerh&ouml;hung ganz gut h&auml;tte abfedern k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/print\/wirtschaft\/710105.html?_=print\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Wir blicken f&uuml;r 2008 in ein riesiges schwarzes Loch!&laquo;<\/strong><br>\nAllein im laufenden Jahr wurden in deutschen Krankenh&auml;usern 15.000 Stellen abgebaut. Weitere Entlassungen drohen: &bdquo;Die verbleibenden hochqualifizierten Mitarbeiter sind extrem belastet. Die Patienten merken das l&auml;ngst am Krankenbett, wenn sie vergeblich auf Zuwendung warten. Dass die hohe Behandlungsqualit&auml;t in deutschen Krankenh&auml;usern akut gef&auml;hrdet ist, wenn die Politik so weitermacht, darauf wollen und m&uuml;ssen wir aufmerksam machen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/12-15\/022.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Energiepreise treffen Hartz-IV-Empf&auml;nger &ndash; Kalte K&uuml;che wegen hoher Stromkosten<\/strong><br>\nDie steigenden Strom- und Heizkostenpreise treiben dem Wohlfahrtsverband Caritas zufolge immer mehr Hartz-IV-Empf&auml;nger in extreme finanzielle Notlagen. &ldquo;Wir h&ouml;ren inzwischen vermehrt, dass warme Mahlzeiten in armen Familien vom Speiseplan gestrichen werden, um Strom zu sparen&rdquo;, sagte der Freiburger Caritas-Experte f&uuml;r Armutsfragen, Alfred Schleimer, der Nachrichtenagentur dpa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1259380\">FR<\/a>\n<p><em>Siehe aber dazu: das &bdquo;Kanzlerinnenz&auml;pfchen&ldquo; Hugo M&uuml;ller-Vogg in BILD:<\/em><\/p>\n<p><strong>Wer arbeitet ist oft der Dumme<\/strong><br>\nWer dagegen von Hartz IV oder Sozialhilfe lebt, der muss sich wegen der h&ouml;heren Strom- und Gasrechnung keine Sorgen zu machen. Die &uuml;bernimmt ja der Staat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.t-online.de\/BILD\/news\/standards\/kommentar\/2007\/12\/17\/kommentar,geo=3295684.html\">Bild online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Es ist schlicht eine L&uuml;ge, dass die Kosten f&uuml;r Strom und Gas nicht aus dem Regelsatz bezahlt werden m&uuml;ssten. Braucht man sich nach solcher Hetze noch &uuml;ber Studien zu wundern, die feststellen, dass Arbeitslose als die &bdquo;neuen Ausl&auml;nder&ldquo; diskriminiert werden?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Norwegen will von Siemens nichts mehr wissen<\/strong><br>\nDie norwegischen Streitkr&auml;fte haben den deutschen Siemens-Konzern von s&auml;mtlichen Auftr&auml;gen ausgeschlossen. Grund ist der Korruptionsskandal um zu hohe Rechnungen. Auch eine offizielle Entschuldigung konnte Oslo nicht umstimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,523560,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Roger Strassburg:<\/strong> Jetzt zeigt ein Siemens-Kunde dem Unternehmen die rote Karte. Hoffentlich reagieren gen&uuml;gend andere Kunden &auml;hnlich, damit Siemens &ndash; und andere Unternehmen &ndash; merken, dass unethisches Handeln nicht nur moralisch verwerflich, sondern auch schlecht f&uuml;rs Gesch&auml;ft ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Stuttgarter Oberb&uuml;rgermeister wehrt sich mit Gutachter gegen 60.000 B&uuml;rger<\/strong><br>\nTrotz mehr als 60.000 Unterschriften f&uuml;r einen B&uuml;rgerentscheid zum Bahnprojekt &ldquo;Stuttgart 21&rdquo; lehnt die Stadtverwaltung die Volksabstimmung ab. Oberb&uuml;rgermeister Wolfgang Schuster (CDU) legte am 13. Dezember das Auftrags-Gutachten einer Anwaltsgesellschaft vor, wonach das B&uuml;rgerbegehren zu dem Milliardenprojekt &ldquo;rechtlich unzul&auml;ssig&rdquo; sei. Der Gemeinderat werde sich aller Voraussicht nach in der kommenden Woche dieser Position anschlie&szlig;en. Damit droht ein langer Rechtsstreit zwischen der Stadt und den Gegnern des Projekts um die Zul&auml;ssigkeit eines B&uuml;rgerentscheids.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ngo-online.de\/ganze_nachricht.php?Nr=17126\">NGO-Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Sahra Wagenknechts kleine Hummer-Aff&auml;re<\/strong><br>\nSahra Wagenknecht. Die 38-j&auml;hrige Politikerin ist die Wortf&uuml;hrerin der Kommunistischen Plattform innerhalb der Linkspartei. Die Bild am Sonntag bezeichnete sie in ihrer gestrigen Ausgabe als &ldquo;Hummer-Kommunistin&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2007%2F12%2F17%2Fa0045&amp;src=GI&amp;cHash=15091d4626&amp;type=98\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie sch&ouml;n; jetzt sind wir endlich weg von den Managereinkommen, von den Politikereink&uuml;nften daneben und danach, der ansteigenden Zahl von Milliard&auml;ren, der stetigen Verm&ouml;genskonzentration in Deutschland und weltweit. Es lebe die &ldquo;Hummerkommunistin&rdquo;.<br>\nMerke: Eine Linke darf keinen Hummer essen, das d&uuml;rfen nur Journalisten auf ihren Presseb&auml;llen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mathias D&ouml;pfner: Der Verlierer<\/strong><br>\nIn jeder Ausgabe stellt die &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung auf der Titelseite den Verlierer des Tages aus. Ein Kandidat, der sich f&uuml;r die Rubrik aufdr&auml;ngt, wird dort sicher nicht erscheinen: Mathias D&ouml;pfner, Vorstandsvorsitzender des Axel-Springer-Konzerns und somit oberster Chef &uuml;ber das Boulevardblatt.<br>\nDer Zwei-Meter-Mann mag es wenden, wie er mag: Die Woche ist schlecht gelaufen f&uuml;r ihn, sehr schlecht sogar. Am Freitag hat der Bundestag den Mindestlohn f&uuml;r Brieftr&auml;ger beschlossen. Daraufhin hat D&ouml;pfner seinen Ausflug in die Post-Branche als gescheitert erkl&auml;rt: Keinen weiteren Cent steckt er in die Tochterfirma Pin. 620 Millionen Euro hat Springer in den privaten Post-Dienstleister schon investiert, ob er auch nur einen Euro davon zur&uuml;ckbekommt, bezweifelt man selbst im Springer-Hochhaus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9\/Doc~E99C26DBEAC59479CA731F27A96F452C7~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So wie die FAZ kann man den Fehlschlag eines Spekulanten auch sehen, der nur darauf gesetzt hat, dass er eine Firma wie die PIN AG mit staatlichen Lohnzusch&uuml;ssen zum Erfolg f&uuml;hren. Wenn man so will, endlich mal eine Niederlage des Springer-Imperiums.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Mit Zeitungsboten Post-Mindestlohn umgehen<\/strong><br>\nNach dem Ausstieg des Springer-Verlages will der Briefzusteller PIN mit Hilfe von Zeitungsboten den Mindestlohn in der Postbranche umgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/pin-group_aid_229467.html?drucken=1\">Focus Online<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2840","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2840","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2840"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2840\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2840"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2840"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2840"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}