{"id":28602,"date":"2015-11-10T10:29:41","date_gmt":"2015-11-10T09:29:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28602"},"modified":"2019-01-12T11:16:53","modified_gmt":"2019-01-12T10:16:53","slug":"tage-im-oktober-zwischen-euphorie-und-angst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28602","title":{"rendered":"Tage im Oktober \u2013 Zwischen Euphorie und Angst"},"content":{"rendered":"<p>Vor sechsundzwanzig Jahren geriet in der DDR etwas in Bewegung, in zum ersten Mal auch sp&uuml;rbare Bewegung. Wenn auch die Bewegungen immer schneller, die Ausschl&auml;ge immer heftiger wurden, es gab dennoch &ndash; abseits dieses zunehmenden Rumorens an vielen Orten im Land &ndash; auch den ganz normalen Alltag der Menschen. Man lebte, man liebte, man ging zur Arbeit und k&auml;mpfte mit den kleinen Widrigkeiten des Alltags. Diesem Alltag habe ich mich anhand meiner ganz pers&ouml;nlichen Erlebnisse schon im <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27795\">ersten Teil<\/a> gewidmet. Hier nun die Fortsetzung des Berichtes &uuml;ber die damaligen Ereignisse.<br>\nVon <strong>Lutz Hausstein<\/strong>[<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28602#foot_0\" name=\"note_0\">*<\/a>]<br>\n<!--more--><br>\nOhne weitere Hindernisse kam ich dann am Abend des 1. Oktober mit dem Zug in Leipzig an. Doch die Vorkommnisse hatten nicht nur mich aufgeschreckt. Sie waren nat&uuml;rlich an diesem Abend und dem darauffolgenden Montag Gespr&auml;chsthema Nummer Eins unter uns Studenten. Jeder kam aus einem anderen Teil der DDR und wusste so etwas zu erz&auml;hlen von eigenen Erlebnissen. Aus Plauen. Aus Reichenbach. Aus Schwerin. Aus Dresden. Aus Berlin. Aus Rostock. Jeder konnte etwas beisteuern, Selbsterlebtes oder Geh&ouml;rtes.<\/p><p>Im Laufe dieses Tages verfestigte sich mein Entschluss, selbst zur Montagsdemonstration zu gehen. Die Angst war zwar enorm, denn ich wusste &uuml;berhaupt nicht, was mich dort erwartete. K&ouml;nnte ich festgenommen werden? Was w&uuml;rde dann mit mir passieren? Doch mit der jugendlichen Unbek&uuml;mmertheit wischte ich diese Bedenken schnell beiseite und dachte nicht lange dar&uuml;ber nach. Denn dass sich in diesem Land etwas &auml;ndern sollte und dass ich erstmals eine realistische Chance daf&uuml;r sah &ndash; das stand f&uuml;r mich au&szlig;er Frage. Zum Gl&uuml;ck begaben sich noch einige Kommilitonen ebenfalls mit auf den Weg in die Innenstadt, sodass man sich schon aufgrund der reinen Anwesenheit gegenseitig Mut einfl&ouml;&szlig;te.<\/p><p>Als wir dann die Stra&szlig;enbahn bestiegen, schafften wir es kaum, in den ohnehin schon &uuml;berf&uuml;llten Wagen zu kommen, so gro&szlig; war der Andrang an der Haltestelle. Und so standen wir wie &Ouml;lsardinen in der Dose: dicht an dicht. Inmitten dieser vielen Menschen &uuml;berkam mich pl&ouml;tzlich ein euphorisches Gef&uuml;hl, sodass es ein verr&uuml;ckter Mix aus Beklommenheit und Enthusiasmus war, der in mir hin- und herwogte. Bis ganz in die Innenstadt kam die Stra&szlig;enbahn jedoch erst gar nicht, denn auf dem Innenstadtring liefen ja die Demonstranten. Immer mehr Bahnen stauten sich auf dem Weg dorthin und so bildete sich ein immer gr&ouml;&szlig;er werdender Zug von Menschen, die die letzten Kilometer zu Fu&szlig; zur&uuml;cklegten. Am Innenstadtring angekommen, sahen wir nur noch Menschen, wohin wir auch blickten. Aus Richtung der Hauptpost kommend, zogen sie an uns vor&uuml;ber, am Hauptbahnhof vorbei, in Richtung des, wegen seiner markanten Aluminium-Fassade als &bdquo;Blechb&uuml;chse&ldquo; bezeichneten, Konsument-Warenhauses.<\/p><p>Sofort mischten wir uns mitten unter die sich bewegenden Demonstranten. Inmitten dieser vielen Menschen f&uuml;hlten wir uns nun auch deutlich sicherer. Hier und da gab es zwar schon ein paar vereinzelte Plakate &ndash; mit Farbe beschriebene, wei&szlig;e Bettlaken &ndash; die &uuml;bergro&szlig;e Mehrzahl der Demonstranten lief jedoch ruhig und schweigend den Leipziger Innenstadtring entlang. Gelegentlich erhob sich die Parolen &bdquo;Keine Gewalt!&ldquo; oder &bdquo; &bdquo;Neues Forum&ldquo; zulassen!&ldquo;, die dann schnell den ganzen Demonstrationszug erfassten und nur langsam wieder abebbten. Hundertschaften der Volkspolizei, auch hier mit dem ungewohnten Schutzhelm ausgestattet, waren zwar zu sehen, doch &Uuml;bergriffe auf die Teilnehmer waren zumindest aus meiner Sicht nicht wahrnehmbar. So ging der Zug nach und nach einmal rund um die Leipziger Innenstadt, immer wieder unterbrochen, weil es pl&ouml;tzlich stockte. Doch irgendwann war diese Runde beendet und die meisten der Teilnehmer ging ruhig wieder in Richtung Heimat. Uns stand also noch ein &uuml;ber einst&uuml;ndiger Fu&szlig;marsch bevor, denn in umgekehrter Richtung fuhr nat&uuml;rlich erst recht keine Stra&szlig;enbahn. Und so erreichten wir m&uuml;de und abgek&auml;mpft, aber doch irgendwie euphorisiert das Wohnheim.<\/p><p>Die folgende Woche ging anschlie&szlig;end wieder ihren &bdquo;sozialistischen Gang&ldquo;. Die Vorlesungen und Seminare wurden nun deutlich intensiver. Die jeweils anderthalbst&uuml;ndigen Vorlesungen waren f&uuml;r uns nicht nur ungewohnt lang und anstrengend, waren sie doch doppelt so lang wie die Unterrichtsstunden, die wir bisher gewohnt waren. Auch die vielseitigen, notwendigerweise schnellen Mitschriften lie&szlig;en aus der eigenen, immer so gelobten Handschrift bald ein nur noch schwer zu entzifferndes Gekrakel werden. Das &ouml;ffentliche Leben hingegen blieb, zumindest an der Oberfl&auml;che, jedoch erst einmal v&ouml;llig unver&auml;ndert und da gab es ja f&uuml;r uns immer noch das anstrengende Nachtleben, das unsere Aufmerksamkeit erforderte. Denn es war ja immer noch alles neu, fremd und interessant in diesem neuen Leben, an einem neuen Ort, mit neuen Leuten. Und hatte man erst einmal die Aufgaben f&uuml;r die Seminare des folgenden Tages erledigt, konnte man endlich auf Feierabend- und Feiermodus schalten.<\/p><p>Das Wochenende war ich mit noch einigen anderen Kommilitonen in Leipzig geblieben. Zwar h&ouml;rte ich nebenbei von der Demonstration am 7. Oktober in Berlin, hatte jedoch keine Vorstellung vom Ausma&szlig; dieser Proteste. Denn einen Fernseher hatten wir in unserem Wohnheimzimmer nicht, nur ein kleines Kofferradio, das uns mit Informationen versorgte. Au&szlig;erdem gab es f&uuml;r uns doch wahrlich Besseres, womit wir uns am Wochenende besch&auml;ftigen konnten &hellip;<\/p><p>Doch mit dem Montag kam bei mir auch schnell das Interesse an der aufgew&uuml;hlten, gesellschaftlichen Situation zur&uuml;ck. Dies steigerte sich umso mehr, als zu Beginn der mont&auml;glichen Mathematik-Vorlesung, die f&uuml;r alle Studenten meines Studienjahres obligatorisch war, pl&ouml;tzlich die SED-Parteisekret&auml;rin der Hochschule das Podium betrat. Erstmals wurden, au&szlig;erhalb der DDR-Medien, die Demonstrationen nun offiziell zum Thema gemacht. Doch auch die Parteisekret&auml;rin schlug einen &auml;hnlichen Ton an. Auch sie sprach von &bdquo;konterrevolution&auml;ren Elementen&ldquo;, welche &bdquo;einen Sternmarsch auf Leipzig&ldquo; geplant h&auml;tten. Und sie schloss mit der nur wenig verhohlenen Warnung, dass sie nicht daf&uuml;r garantieren k&ouml;nne, was mit denjenigen von uns passieren w&uuml;rde, die bei dieser Demonstration durch die Polizei aufgegriffen w&uuml;rden. Eine Inhaftierung klang in ihren Worten ebenso unausgesprochen unterschwellig mit wie eine m&ouml;gliche Exmatrikulation.<\/p><p>Nur schwer fanden wir nach dieser f&uuml;nfmin&uuml;tigen Ansprache zur trockenen Mathematik, die ohnehin ein sehr schwieriges Feld war, zur&uuml;ck. In uns rumorte es. Warum diese Brandrede und warum diese Warnung? Was k&ouml;nnte jedem von uns pers&ouml;nlich widerfahren, wenn er an der Demo teilnahm? Sollte ich oder sollte ich nicht? Es war sicherlich eben genau diese Unsicherheit, die die Rede der Hochschulparteisekret&auml;rin hervorrufen sollte. Diejenigen unter uns Studenten, welche zur Montagsdemonstration gehen wollten, begannen zu schwanken. Und die, die zuvor unsicher waren, entschlossen sich wahrscheinlich, es bleiben zu lassen. Auch ich blieb davon nicht verschont. Eigentlich hatte ich ja urspr&uuml;nglich gehen wollen. Doch nun? Als ich im sp&auml;teren Verlaufe des Tages gefragt wurde, ob ich zu einer Party kommen w&uuml;rde, hatte ich so den rettenden Ausweg aus meinem Dilemma gefunden. Nun hatte ich die &bdquo;Begr&uuml;ndung&ldquo; vor meinem eigenen Gewissen, weshalb ich nicht zur Demo gehen &bdquo;konnte&ldquo;.<\/p><p>Als ich am n&auml;chsten Tag dann von verschiedenen Seiten Einzelheiten &uuml;ber die Demonstration erfuhr, wurde ich auf mich selbst etwas b&ouml;se. Niemand hatte mir von Eskalationen im Zusammenhang mit der Demo zu berichten gehabt. Die Zahl der Teilnehmer, die &uuml;ber die Medien kolportiert wurde, hatte sich gegen&uuml;ber der vorherigen Woche noch einmal vervielfacht. Und ich wollte doch dabei sein! Ich wollte mich daran beteiligen, eine Entwicklung in der DDR anzusto&szlig;en. Gewisserma&szlig;en f&uuml;r eine &bdquo;andere DDR&ldquo;. Eine Entwicklung, die mir zuvor gar nicht mehr m&ouml;glich erschien.<\/p><p>Und so stand f&uuml;r mich fest, dass ich keinesfalls die n&auml;chste Montagsdemonstration noch einmal vers&auml;umen w&uuml;rde. Die gef&uuml;hlte, ganz akute Bedrohung schien ohnehin ein wenig nachzulassen. Die DDR-Medien begannen punktuell, nicht mehr in einen so martialischen Ton zu verfallen, wenn sie &uuml;ber die Demonstrationen und die B&uuml;rgerrechtsbewegungen berichteten. Ganz langsam setzte eine neutralere Berichterstattung ein. Zumal nur wenige Tage sp&auml;ter &bdquo;Der schwarze Kanal&ldquo;, der wegen der ideologisierten Phrasen seines Moderators Karl-Eduard von Schnitzler von vielen in der Bev&ouml;lkerung stark abgelehnt wurde, seinen Sendebetrieb einstellte. Doch diese Sendung sahen ohnehin nur wenige vollst&auml;ndig. Der Anfang der Sendung war zwar unvermeidlich, denn sie folgte direkt auf den, besonders in den &auml;lteren Generationen so beliebten, Montagsfilm. Anschlie&szlig;end stellten viele jedoch den Fernsehkanal um oder gleich ganz aus. So erhielt der Moderator im Volksmund den Spitznamen &bdquo;Karl-Eduard Vonsch&ldquo; oder &bdquo;Karl-Eduard von Schni&ldquo;. Dies hing jeweils von der Entfernung zwischen Sessel und Fernseher und der daf&uuml;r ben&ouml;tigten Zeit ab, die man zum Aus- oder Umschalten brauchte. Damals nat&uuml;rlich noch ohne Fernbedienung. F&uuml;r die Wahrnehmung der &Ouml;ffentlichkeit war &bdquo;Der schwarze Kanal&ldquo; jedoch ohnehin kaum von Bedeutung. Wichtiger war die Wortwahl in den Hauptnachrichtensendungen, mit der die Protestbewegungen bedacht wurden. Und diese wurden St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck neutraler und weniger abwertend.<\/p><p>So war es f&uuml;r mich dann am n&auml;chsten Montag auch v&ouml;llig klar, dass ich wieder mit dabei bin. Ich hatte mich inzwischen auch auf die &auml;u&szlig;eren Umst&auml;nde besser eingestellt. Hatte ich mir auf dem langen R&uuml;ckweg von meiner ersten Montagsdemo noch die F&uuml;&szlig;e wund gelaufen, so achtete ich diesmal darauf, die richtigen Schuhe f&uuml;r l&auml;ngere Wanderungen anzuziehen. Diesen Montag war der Demonstrationszug noch imposanter als zwei Wochen zuvor. Waren es am 2. Oktober noch um die 20.000 Teilnehmer, wie ich jedoch erst Jahre sp&auml;ter aus diversen Publikationen erfuhr, so demonstrierten am 16. Oktober gesch&auml;tzte 120.000 Menschen auf dem Leipziger Innenstadtring. Auch die von den Demonstranten skandierten Losungen hatten sich gewandelt. Vielfach waren nun Sprechch&ouml;re wie &bdquo;Demokratie  &ndash; jetzt oder nie&ldquo; oder &bdquo;Wir bleiben hier!&ldquo; &ndash; als Kontrast zu der vorherigen Parole &bdquo;Wir wollen raus!&ldquo; &ndash; zu h&ouml;ren. Neben den auf wei&szlig;en Bettlaken gemalten Losungen waren nun auch erstmals Bilder auf Pappschildern unter den Demonstranten zu sehen. So zum Beispiel auch ein Erich Honecker in gestreifter H&auml;ftlingskleidung und mit ebenfalls gestreiften K&auml;ppi.<\/p><p>Nach diesem Montag stieg in mir die Erkenntnis auf, dass diese Entwicklung nun wohl kaum mehr aufzuhalten sein d&uuml;rfte. Die folgenden Wochen gaben mir recht. Nie in meinem Leben jemals zuvor oder danach habe ich solche ereignisreichen Wochen wieder erlebt. So ziemlich alles &auml;nderte sich in rasender Geschwindigkeit. Das gesellschaftliche Leben, politisch-gesellschaftliche Gespr&auml;chsthemen, das Ende der allseits herrschenden Phraseologismen in den Medien ebenso wie in offiziellen, gesellschaftlichen Strukturen. Auch das Leben an unserer Hochschule. Heute noch bereitete man sich, wenn auch st&ouml;hnend, auf ein Seminar oder eine Vorlesung vor, denn beide waren Pflichtveranstaltungen, deren Teilnahme protokolliert wurde. Am n&auml;chsten Tag, eventuell sogar noch auf dem Weg zu der Veranstaltung, erfuhr man, dass das Fach ersatzlos aus dem Studienplan gestrichen wurde oder durch ein anderes, aber in &auml;hnlicher Fachrichtung liegendes ersetzt wird. Der Studentenrat der Hochschule erhielt pl&ouml;tzlich ein enormes Gewicht, denn der neue Hochschulrektor beratschlagte sich nun mit ihm gemeinsam &uuml;ber die Neustrukturierung der Studienausrichtung, die Studienf&auml;cher und auch sonstige, die Hochschule betreffende Belange. Sicherlich ziemlich einzigartig, selbst in der etwas anarchischen Umw&auml;lzungsphase im gesamten DDR-Hochschulbetrieb. Davon konnte auch der Studentenrat der gro&szlig;en Karl-Marx-Universit&auml;t gleich nebenan nur tr&auml;umen.<\/p><p>Doch vorerst nahm f&uuml;r die n&auml;chsten Tage und Wochen ein wichtiges Gro&szlig;ereignis meine ganze Aufmerksamkeit und Zeit in Anspruch: die Vorbereitung und Durchf&uuml;hrung des Faschingsauftakts unseres Hochschulkarnevalsvereins am 11.11. und meine eigene Mitwirkung daran. Denn der CCM-Fasching war nicht nur &uuml;ber die Grenzen Leipzigs hinaus bekannt, er war regelrecht legend&auml;r. Darauf hatte ich mich schon seit Studienbeginn gefreut. &Auml;ltere Studiensemester hatten dar&uuml;ber schon die tollsten Geschichten erz&auml;hlt. Und so wollte ich nicht nur dabei sein, sondern unbedingt mitmachen.<\/p><p>So war der Herbst &acute;89. Weltpolitisch Bedeutendes stand direkt neben scheinbar banalem Alltag. Beides ging Hand in Hand, teils sogar flie&szlig;end ineinander &uuml;ber. Gro&szlig;e Geschichte hat immer auch den Alltag an ihrer Seite. Ebenso wie aus dem Alltag gelegentlich Geschichte w&auml;chst.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg03.met.vgwort.de\/na\/f5dfce65ee62420bbc9bb43bc847d2d9\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_0\" name=\"foot_0\">&laquo;*<\/a>] Lutz Hausstein, Wirtschaftswissenschaftler, ist als Arbeits- und Sozialforscher t&auml;tig. In seinen 2010, 2011 und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/Studie_Was_der_Mensch_braucht_2015.pdf\">2015<\/a> erschienenen Untersuchungen &bdquo;Was der Mensch braucht&ldquo; ermittelte er einen alternativen Regelsatzbetrag f&uuml;r die soziale Mindestsicherung. Er ist u.a. Ko-Autor des Buches &bdquo;Wir sind emp&ouml;rt&ldquo; der Georg-Elser-Initiative Bremen sowie Verfasser des Buches &bdquo;Ein Pl&auml;doyer f&uuml;r Gerechtigkeit&ldquo;.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor sechsundzwanzig Jahren geriet in der DDR etwas in Bewegung, in zum ersten Mal auch sp&uuml;rbare Bewegung. Wenn auch die Bewegungen immer schneller, die Ausschl&auml;ge immer heftiger wurden, es gab dennoch &ndash; abseits dieses zunehmenden Rumorens an vielen Orten im Land &ndash; auch den ganz normalen Alltag der Menschen. 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