{"id":28637,"date":"2015-11-12T08:51:06","date_gmt":"2015-11-12T07:51:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28637"},"modified":"2015-11-12T08:51:06","modified_gmt":"2015-11-12T07:51:06","slug":"hinweise-des-tages-2501","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28637","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28637#h01\">BND<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28637#h02\">Fl&uuml;chtlingspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28637#h03\">Jahresgutachten der &ldquo;Wirtschaftsweisen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28637#h04\">Portugal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28637#h05\">Griechenland auf dem Weg zum EU-Protektorat? Ultimatum zur Zwangsversteigerung von Immobilien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28637#h06\">Fabian Fritzsche: Austerit&auml;t funktioniert?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28637#h07\">Junckers Gelehrtenclub<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28637#h08\">Illegale staatliche Beihilfen durch &bdquo;tax rulings&ldquo; sind in manchen Bundesl&auml;ndern Deutschlands nicht auszuschlie&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28637#h09\">TISA ist gef&auml;hrlicher als TTIP und CETA &ndash; und dennoch unbekannt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28637#h10\">Das Pentagon setzt auf die Mensch-Maschine-Kooperation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28637#h11\">Zwischen Spott und H&auml;me<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28637#h12\">Nach fast f&uuml;nf Jahren in die n&auml;chste Runde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28637#h13\">Carsten Frerk &uuml;ber die Privilegien der Kirchen: &ldquo;Der Staat macht sich zum devoten Deppen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28637#h14\">Hochschulen: 90 Prozent befristete Stellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28637#h15\">TV-Debatte: Wen interessieren schon die Fakten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28637#h16\">Stoff f&uuml;r Fremdenfeinde: die erfolgreiche Social-Media-Strategie von &bdquo;Focus Online&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28637#h17\">Notstand und Staatsr&auml;son: Zum Tod von Helmut Schmidt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28637&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>BND<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Geheime BND-Mails enth&uuml;llen Streit um Datenweitergabe an NSA <\/strong><br>\nDas BND-Gesetz erlaubt eine Weitergabe von Daten nur unter strengen Auflagen. Dies hat der BND im Fall Bad Aibling offenkundig ignoriert. BND-Pr&auml;sident Gerhard Schindler und Ulrich Pferr aus dem BND-Leitungsstab etikettierten daraufhin Daten, die eigentlich als rechtswidrig galten, zu rechtskonformen um. Die darauffolgenden Einw&auml;nde der Datenschutzbeauftragten des BND und von Referenten des Bundeskanzleramtes wurden ignoriert.<br>\nPullach, Montagmorgen, 5. August 2013. Dienstbeginn im Bundesnachrichtendienst. F&uuml;r den Nachmittag sind Gewitter vorhergesagt. Dem BND steht an diesem Tag noch ein ganz anderes Gewitter bevor. In den folgenden drei Tagen wird sich die Rechtsauffassung des BND zu einer grundlegenden Frage um 180 Grad drehen. Es gibt Streit dar&uuml;ber. Im BND, im Bundeskanzleramt. Am Ende gewinnt nicht das Recht. Es gewinnen die Chefs. Wie heftig der Streit gef&uuml;hrt wird, zeigen vertrauliche E-Mails und Dokumente aus BND und Kanzleramt, die der SZ vorliegen. Sie liefern erstmals das ganze Bild eines Disputs, der am Ende die BND-Datenschutzbeauftragte und ein Referat im Bundeskanzleramt d&uuml;piert zur&uuml;ckl&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bnd-widerspruch-zwecklos-1.2732455%20\">Thorsten Denkler in der S&uuml;ddeutschen<\/a><\/li>\n<li><strong>BND h&ouml;rte deutschen Diplomaten ab<\/strong><br>\nNach rbb-Informationen hat der Bundesnachrichtendienst auch den Diplomaten Hansj&ouml;rg Haber abgeh&ouml;rt. Da Haber Deutscher ist, h&auml;tte dies nach dem Grundgesetz aber nicht passieren d&uuml;rfen. Politisch hochbrisant ist auch, dass der franz&ouml;sische Au&szlig;enminister Laurent Fabius vom BND belauscht wurde.<br>\n900 Seiten lang ist die Liste, die der BND &uuml;ber seine Spionageziele in Europa und den USA vorgelegt hat, eine lange Liste mit Telefonnummern, E-Mail-und IP-Adressen &ndash; sogenannten Selektoren zum Abh&ouml;ren und Mitlesen der Kommunikationsstr&ouml;me. Die Bundestagsabgeordneten Armin Schuster von der CDU, Hans-Christian Str&ouml;bele von den Gr&uuml;nen und Uli Gr&ouml;tsch von der SPD haben unterst&uuml;tzt von Mitarbeitern der Bundestagsverwaltung die Liste in den vergangenen zwei Wochen gesichtet. Am Mittwoch werden sie dem Parlamentarischen Kontrollgremium berichten, was sie vorgefunden haben.<br>\nEs geht darum, in welchem Umfang der BND Spionage unter Freunden betrieben hat &ndash; sprich europ&auml;ische und US- Einrichtungen abgeh&ouml;rt hat &ndash; zumindest bis Oktober 2013. Dann n&auml;mlich soll der BND auf Anweisung des Kanzleramts die Rei&szlig;leine gezogen haben. Kurz zuvor hatte Angela Merkel die Spionage der NSA mit dem Satz kommentiert: &ldquo;Abh&ouml;ren unter Freunden geht gar nicht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/politik\/beitrag\/2015\/11\/bnd-selektoren-diplomat-abgehoert-aussenminister-frankreich.html\">rbb<\/a><\/li>\n<li><strong>Aussp&auml;hen unter Freunden<\/strong><br>\nDer Bundesnachrichtendienst (BND) hat Frankreichs Au&szlig;enminister Laurent Fabius, diplomatische Vertretungen mehrerer EU-Staaten und der USA, UNICEF sowie einen deutschen Diplomaten ausspioniert. Dies geht aus aktuellen Berichten unter Bezug auf eine vom BND vorgelegte, 900 Seiten starke Liste sogenannter Selektoren hervor. &Uuml;ber das Aussp&auml;hen enger Verb&uuml;ndeter ist das Bundeskanzleramt laut einem hohen Regierungsbeamten bereits 2008 informiert worden. Verantwortlich f&uuml;r den BND war damals in letzter Instanz Kanzleramtsminister Thomas de Maizi&egrave;re. Elektronisch ausgeforscht worden sind, wie es hei&szlig;t, auch mehrere US-Ministerien, darunter das State Department, zudem das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und eine Vertretung des Vatikan. Die These, der BND sei in der Kooperation mit der NSA, in der er die Kommunikation zahlreicher Verb&uuml;ndeter abfing und an den US-Dienst weiterreichte, von diesem sozusagen &uuml;ber den Tisch gezogen worden, ist nun endg&uuml;ltig nicht mehr zu halten. Nicht bekannt ist bisher, ob die eigenst&auml;ndigen Spionageattacken des BND auf EU-Staaten sowie die USA bereits &ndash; wie die Kooperation mit der NSA &ndash; unter Rot-Gr&uuml;n begannen. Die Letztverantwortung f&uuml;r den BND trug damals Kanzleramtschef Frank-Walter Steinmeier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59248\">German-Foreign-Policy<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlingspolitik<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Christdemokratischer Coup<\/strong><br>\nMerkels General stellte sich hinter de Maizi&egrave;res Coup und lieferte gleich noch eine dreiste Begr&uuml;ndung:<br>\nDas Dublin-Verfahren sei ein &bdquo;Rechtssystem in Europa&ldquo;, sagte Kauder dem Fernsehsender N24. &bdquo;Und wir m&uuml;ssen schon die Europ&auml;er darauf hinweisen, dass das, was vereinbart wurde, gilt.&ldquo;<br>\nSoso. Wir, die CDU\/CSU, m&uuml;ssen &bdquo;die Europ&auml;er&ldquo; auf das &bdquo;Rechtssystem in Europa&ldquo; hinweisen. Genau das System, das wir, die CDU\/CSU, mit einem Federstrich ausgesetzt haben. Sehr interessant.<br>\nDamit offenbart Kauder nicht nur christdemokratische Willk&uuml;r &ndash; die SPD wird einfach &uuml;bergangen. Sie zeigt auch, was sie von den angeblich so heiligen EU-Regeln h&auml;lt: nichts.<br>\nIm deutschen Europa gelten die Regeln nur dann, wenn sie Merkel, De Maizi&egrave;re und Kauder in den Kram passen. Dasselbe k&ouml;nnten wir bald mit Schengen erleben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/christdemokratische-willkuer\">Eric Bonse auf Lost in Europe<\/a><\/li>\n<li><strong>In Rufweite zur Staatskrise<\/strong><br>\nDie Fl&uuml;chtlingskrise f&uuml;hrt zur Lagerbildung in der Koalition. Gibt es keinen Befreiungsschlag von Angela Merkel, wird ihre Entmachtung weiter beschleunigt<br>\nThomas de Maizi&egrave;re hat nicht nur Fakten geschaffen. Er hat bisher auch demonstrieren k&ouml;nnen, dass ihn die Kanzlerin daf&uuml;r nicht abstrafen und entlassen kann &ndash; was sie im Interesse ihrer Richtlinienkompetenz tun m&uuml;sste. Sie bleibt einen solchen Befreiungsschlag schuldig, weil sie ihn offenkundig nicht f&uuml;hren kann oder will. Beides kratzt an ihrem Status und ihrer Kernkompetenz als Regierungschefin.<br>\nEntweder wurde der Innenminister als Minenhund vorgeschickt, um das Terrain zu sondieren, bevor der Status syrischer Fl&uuml;chtlinge offiziell herabgestuft wird. Oder Thomas de Maizi&egrave;re riskiert bei seinem Vorsto&szlig; keinen Rauswurf, weil Angela Merkels R&uuml;ckhalt im Kabinett genauso br&ouml;ckelt wie in der eigenen Partei. Von der CSU einmal abgesehen, stie&szlig;en die j&uuml;ngsten Erkl&auml;rungen und Interviews des Innenministers bemerkenswerterweise auf Deutung und Verst&auml;ndnis von Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble. Der vertrat in der ARD-Sendung &bdquo;Bericht aus Berlin&ldquo; gleichfalls die Auffassung, man m&uuml;sse in Betracht ziehen, dass Fl&uuml;chtlinge aus Syrien nur noch Aufenthaltsrechte f&uuml;r ein Jahr genie&szlig;en und ohne Familiennachzug auskommen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/in-rufweite-zur-staatskrise\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundesregierung streitet sich auf offener B&uuml;hne<\/strong><br>\nInnenminister de Maizi&egrave;re behauptet, dass beim Familiennachzug von Fl&uuml;chtlingen mit dem &ldquo;Faktor 4&rdquo; gerechnet werden m&uuml;sse. Also auf einen Fl&uuml;chtling sollen noch vier Angeh&ouml;rige kommen, die nachkommen w&uuml;rden. Das Ausw&auml;rtiges Amt schreit bei dieser Rechnung &ldquo;Bullshit!&rdquo;&hellip; auf der diplomatischsten Weise &uuml;berhaupt! Zum Gl&uuml;ck ist sich niemand an die Gurgel gegangen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/jungundnaiv\/videos\/1131281000217180\/\">Jung und Naiv via Facebook<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Inzwischen wird weiter an der Eskalationsschraube gedreht. Finanzminister Sch&auml;uble vergleicht die Zuwanderung aktuell <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/schaeuble-fluechtlinge-lawine-101.html\">mit einer Lawine<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie Investoren Kasse machen<\/strong><br>\nDie Kommunen sind am Limit: Hunderttausende Fl&uuml;chtlinge kommen nach Deutschland. Alle m&uuml;ssen untergebracht und versorgt werden. Findige Investoren nutzen dies f&uuml;r lukrative Gesch&auml;fte, ob mit Immobilien oder Catering.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/fluechtlinge-investoren-immobilien-100.html%20\">BR<\/a><\/li>\n<li><strong>Nachtrag zu: Wie falsche Bilder von Fl&uuml;chtlingen entstehen<\/strong><br>\nBoris Palmer hat uns kurz nach Erscheinen unseres Eintrags eine Mail geschickt, die wir mit seinem Einverst&auml;ndnis hier ver&ouml;ffentlichen: [&hellip;]<br>\nEs m&uuml;ssten &bdquo;die Fakten benannt werden&ldquo;, schreibt Palmer. Also gut.<br>\nSein Hauptgegenargument sind die Fl&uuml;chtlinge vom Balkan. Er schreibt:<br>\n&bdquo;Betrachtet man die Zahlen ohne die Fl&uuml;chtlinge vom Balkan, liegt sogar die Zahl des Bamf schon bei etwa 50% junger M&auml;nner.&ldquo;<br>\nDas wollten wir &uuml;berpr&uuml;fen und haben das BAMF gebeten, uns die Zahlen aufgeschl&uuml;sselt nach Alter, Geschlecht und Herkunftsl&auml;ndern zuzuschicken. Antwort:<br>\n&bdquo;(&hellip;) leider haben wir keine Altersgruppen nach Herkunftsl&auml;ndern. Ich kann Ihnen also leider nicht weiterhelfen.&ldquo;<br>\nWo also hat Palmer die BAMF-Zahl her, wenn nicht mal das BAMF sie hat? Wir haben ihn gefragt. Geantwortet hat er nicht. Sie d&uuml;rfte also ebenfalls erfunden eine Sch&auml;tzung sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/73416\/wie-falsche-bilder-von-fluechtlingen-entstehen\/#Nachtrag2%20\">BILDblog<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Jahresgutachten der &ldquo;Wirtschaftsweisen&rdquo;: Kosten f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge sind &ldquo;tragbar&rdquo;<\/strong><br>\nEine Million Fl&uuml;chtlinge werden in diesem Jahr erwartet. Die &ldquo;Wirtschaftsweisen&rdquo; halten die Kosten f&uuml;r verkraftbar. Allerdings m&uuml;ssten Fl&uuml;chtlinge leichter einen Job finden k&ouml;nnen. Die Regierungsberater fordern daf&uuml;r Mindestlohn-Ausnahmen. [&hellip;]<br>\n Von einer Erh&ouml;hung des Mindestlohns von derzeit 8,50 Euro je Stunde sei abzuraten. &ldquo;Der Mindestlohn d&uuml;rfte f&uuml;r viele Fl&uuml;chtlinge eine hohe Eintrittsbarriere darstellen. Angesichts des steigenden Arbeitsangebots im Niedriglohnbereich sollte der Mindestlohn keinesfalls erh&ouml;ht werden&rdquo;. Anerkannte arbeitsuchende Fl&uuml;chtlinge sollten von Beginn an als Langzeitarbeitslose gelten.<br>\nDie Ausnahme vom Mindestlohn f&uuml;r Langzeitarbeitslose in einer neuen Besch&auml;ftigung sollte von sechs auf zw&ouml;lf Monate verl&auml;ngert werden. Praktika sollten zumindest bis zu einer Dauer von zw&ouml;lf Monaten vom Mindestlohn ausgenommen werden. Ein nach Alter gestaffelter Mindestlohn k&ouml;nnte die Eintrittsh&uuml;rde f&uuml;r junge Erwachsene senken. Flexible Besch&auml;ftigungsm&ouml;glichkeiten, etwa in der Zeitarbeit oder &uuml;ber Werkvertr&auml;ge, m&uuml;ssten erhalten bleiben, schlagen die Experten vor: &ldquo;Den Migranten sollten keine Privilegien gegen&uuml;ber anderen Besch&auml;ftigten einger&auml;umt werden, sie sollten aber auch nicht schlechter gestellt werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/wirtschaftsweise-jahresgutachten-101.html%20\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Die Mehrheit der Wirtschaftsweisen macht weiterhin Stimmung gegen den Mindestlohn. Peter Bofinger &ndash; auch Wirtschaftsweise &ndash; h&auml;lt in seinem Minderheitsvotum, das ebenfalls Teil des Jahresgutachtens ist, dagegen. Leider vers&auml;umt es die Tagesschau, darauf entsprechend hinzuweisen. Deshalb hier zwei Kernaussagen von Bofinger:<\/em><br>\n<em>Der Geltungsbereich des gerade eingef&uuml;hrten Mindestlohns soll eingeschr&auml;nkt werden, obwohl es bisher in den davon besonders betroffenen Branchen zu einem st&auml;rkeren Anstieg der Besch&auml;ftigung gekommen ist als in anderen Bereichen der Wirtschaft.<\/em><br>\n<em>Die externe Flexibilit&auml;t auf dem Arbeitsmarkt soll gest&auml;rkt werden, obwohl die Besch&auml;ftigungslage in Deutschland &ndash; trotz eines in der Tat hohen Schutzniveaus der Arbeitnehmer &ndash; kaum besser sein k&ouml;nnte. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Mindestlohn nicht &auml;ndern&ldquo;<\/strong><br>\nPeter Bofinger r&auml;t davon ab, f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge die Lohnuntergrenze zu durchl&ouml;chern. Die Kosten der Zuwanderung seien verkraftbar. [&hellip;]<br>\nBofinger: Bisher bereitete der Mindestlohn keine Probleme. Ich sehe keinen Bedarf, ihn zu ver&auml;ndern. Heute schon k&ouml;nnen Langzeitarbeitslose w&auml;hrend der ersten sechs Monate schlechter entlohnt werden. Das sollte auch f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Wirtschaftsweiser-zur-Fluechtlingssituation\/!5247890\/%20\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Allerdings gibt es auch keinen Grund, Langzeitarbeitslose w&auml;hrend der ersten sechs Monate schlechter zu stellen. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Die Wirtschaftsweisen und der Mindestlohn: Sachverst&auml;ndige ohne Sachverstand<\/strong><br>\nDer Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat sein Jahresgutachten vorgelegt. Die so genannten Wirtschaftsweisen sind offiziell zu wirtschaftspolitischer Neutralit&auml;t verpflichtet. Faktisch liefern sie aber sehr fragw&uuml;rdige und hochideologische Empfehlungen, davon legen ihre Einlassungen zum Mindestlohn in den letzten drei Gutachten beredtes Zeugnis ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1779\">annotazioni<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Mehr gute Arbeit f&uuml;r alle &ndash; Fl&uuml;chtlinge nicht f&uuml;r neues Lohndumping missbrauchen<\/strong><br>\nArbeit ist der Schl&uuml;ssel zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, Arbeitslosigkeit in der Regel mit Armut und Ausgrenzung verbunden. Auch wenn derzeit Fragen der Unterbringung der Fl&uuml;chtlinge sowie der Bek&auml;mpfung von Fluchtursachen im Vordergrund stehen, m&uuml;ssen die Weichen f&uuml;r eine gleichberechtigte Teilnahme am Erwerbsleben f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge jetzt gestellt werden. Denn nichts ist zynischer, als die Integration von Menschen einzufordern, denen man gleichzeitig den Zugang zu Arbeits- und Ausbildungspl&auml;tzen verweigert. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r gleiche Arbeit muss der gleiche Lohn gezahlt werden &ndash; egal welches Alter, Geschlecht oder welche Nationalit&auml;t der Besch&auml;ftigte hat und ob er als Leiharbeiter, Werkvertr&auml;gler oder in der &bdquo;Stammbelegschaft&ldquo; t&auml;tig ist. Der Mindestlohn muss ohne Ausnahme f&uuml;r alle Besch&auml;ftigten gelten und z&uuml;gig auf 10 Euro die Stunde erh&ouml;ht werden. Um Lohndumping Einhalt zu gebieten, m&uuml;ssen Tarifvertr&auml;ge f&uuml;r allgemeinverbindlich erkl&auml;rt und auf alle Unternehmen ausgedehnt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/kolumne\/mehr-gute-arbeit-alle-fluechtlinge-nicht-neues-lohndumping-missbrauchen\/\">Sahra Wagenknecht (MdB, Die Linke)<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Portugal<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Keine Angst vor Gespenstern<\/strong><br>\nPortugals Linke steht bereit, die Macht zu &uuml;bernehmen. Eine Mehrheit im Parlament hat sie. Angst vor kommunistischen Gespenstern ist nicht n&ouml;tig.<br>\nEine linke Allianz hat in Portugal die Rechtsregierung des bisherigen Ministerpr&auml;sidenten Passos Coelho gest&uuml;rzt. Diese erhielt im neugew&auml;hlten Parlament nicht die n&ouml;tige Mehrheit, um an der Macht zu bleiben. Pr&auml;sident Cavaco Silva hat sich verrechnet. Um eine Linksregierung zu verhindern, hatte er unmissverst&auml;ndlich zur Spaltung der Sozialisten aufgerufen, doch erreicht hat er im Gegenteil die Einigung der Linken.<br>\nDie Sozialisten unter dem Oppositionsf&uuml;hrer Costa wollen die Regierung &uuml;bernehmen, von aussen unterst&uuml;tzt durch Kommunisten und Gr&uuml;ne sowie den sogenannten Linksblock. Geht schon wieder das Gespenst des Kommunismus um in Europa, jetzt auch noch in Portugal, nachdem es in Griechenland nur knapp gez&auml;hmt worden ist? Droht ein Schuldenausfall? Die B&ouml;rse reagiert mit nerv&ouml;sen Schwankungen.<br>\nDabei haben die Sozialisten die Fortsetzung des Schuldendienstes nie infrage gestellt, auch nicht die EU-Budgetrichtlinien und die Auflagen der Troika. Die Rechtsregierung konnte ihren harten Sanierungskurs fahren, weil die Opposition diesen notgedrungen mittrug &ndash; immerhin hatte eine sozialistische Regierung 2011 die Troika ins Land geholt.<br>\nAuch jetzt versprechen die Sozialisten in ihrem Regierungsprogramm , die europ&auml;ischen und internationalen Vertr&auml;ge einzuhalten. Gleichzeitig stellen sie eine Abkehr von der Austerit&auml;tspolitik der bisherigen Regierung und von der &laquo;Strategie der Verarmung&raquo; in Aussicht. Der Spagat zwischen M&uuml;ssen und Wollen d&uuml;rfte schwierig werden, ist aber bereits in einem Wirtschaftsprogramm skizziert, das nun von den &uuml;brigen Parteien der Linken mitgetragen wird. Es erscheint insgesamt nicht revolution&auml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/keine-angst-vor-gespenstern-1.18644528\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>In Portugal entscheidet die Mehrheit &ndash; und Spiegel-Online kann es nicht fassen<\/strong><br>\nIn Portugal ist die konservative Minderheitsregierung gestern wie erwartet gest&uuml;rzt worden. Immerhin ist damit dem Ergebnis der Wahlen Rechnung getragen worden. Nun ist es am Staatspr&auml;sidenten zu entscheiden wie es weiter geht.<br>\nNicht zu fassen ist allerdings die Einseitigkeit, mit der ein Medium wie Spiegel-Online diese normale demokratische Entscheidung kommentiert. Stefan Schultz fehlen schier die Worte angesichts der Tatsache, dass eine Mehrheit im Parlament sich anma&szlig;t, die Macht zu &uuml;bernehmen und wirklich etwas zu &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/in-portugal-entscheidet-die-mehrheit-und-spiegel-online-kann-es-nicht-fassen\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><strong>Keine Angst vor den neuen Linken<\/strong><br>\nIn Portugal soll die Austerit&auml;tspolitik enden. Wer sich im Norden dar&uuml;ber beklagt, treibt die Leute in die Arme der Europagegner.<br>\nPortugals konservativer Ministerpr&auml;sident Pedro Passos Coelho fiel gestern erwartungsgem&auml;&szlig; vor dem Parlament durch. Obwohl der Austerit&auml;tspolitiker bei der Wahl im vergangenen Oktober keine Mehrheit erzielte, hatte ihn Staatspr&auml;sident An&iacute;bal Cavaco Silva mit der Regierungsbildung beauftragt. Die linke Mehrheit aus Sozialisten, den Kommunisten und dem Linksb&uuml;ndnis Bloco hatte von Anfang an verk&uuml;ndet, dies nicht dulden zu wollen.<br>\nGestern bei der Vorstellung des Regierungsprogramms, das auf weitere harte Sparpolitik setzte, wurde Passos Coelho auf die Oppositionsbank verbannt. Nun ist der ehemalige B&uuml;rgermeister von Lissabon Ant&oacute;nio Costa an der Reihe. Er hat die Zeit genutzt und ein Regierungsabkommen mit den beiden Parteien links seiner Sozialisten geschmiedet.<br>\nNach Griechenland bekundet damit ein weiteres EU-Mitglied den Willen, die Austerit&auml;tspolitik zu beenden. Spanien und Irland k&ouml;nnten bei den n&auml;chsten Wahlen in den kommenden Monaten folgen. Und das ist gut so.<br>\nDenn die Sparpolitik hat nichts als Arbeitslosigkeit und Armut f&uuml;r die breite Bev&ouml;lkerung gebracht. Die Schere zwischen arm und reich war in S&uuml;deuropa noch nie so gro&szlig;, wie sieben Jahre nach Beginn der Krise.<br>\nDie neuen Regierungen wollen letztendlich nur eines: einen Teil des verlorenen Sozialstaates zur&uuml;ckgewinnen. Daf&uuml;r stand Europa zumindest bevor sich die Deutsche Bank verzockte und gerettet werden musste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5250830\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Ermutigung f&uuml;r Podemos<\/strong><br>\nErstmals seit der Nelkenrevolution von 1974 k&ouml;nnte es in Lissabon wieder eine Linksregierung geben. Die EU-Sparkommissare haben daran ihren Anteil.<br>\nEs grenzte schon an Amtsmissbrauch, als Portugals konservativer Staatschef Cavaco Silva der autorit&auml;ren Versuchung erlag und Premierminister Passos Coelho eine weitere Amtszeit verschaffen wollte. Dabei hatte dessen Mitte-Rechts-Regierung beim Parlamentsvotum Anfang Oktober kein klares Mandat erhalten. Die Koalition aus Partido Social Democrata (PSD) und Centro Democr&aacute;tico e Social (CDS) blieb zwar mit gut 38 Prozent st&auml;rkste Formation, aber ohne Mehrheit im Abgeordnetenhaus. Ihr durch pr&auml;sidialen Erlass die Macht zu sichern, musste fr&uuml;her oder sp&auml;ter zum Offenbarungseid f&uuml;hren. F&uuml;r den haben nun Sozialisten, Linksblock, Kommunisten und Gr&uuml;ne gesorgt. Ihr Misstrauensantrag im Parlament zwang die Minderheitsregierung endg&uuml;ltig zum Abgang.<br>\nDer Sturz von Passos Coelho mag kein politisches Erdbeben sein, doch erm&ouml;glicht es einen Regierungswechsel, der den Paradigmenwechsel einschlie&szlig;t. Immerhin hat der designierte Regierungschef Ant&oacute;nio da Costa vom Partido Socialista im Wahlkampf versprochen, er werde sich Br&uuml;sseler Sparauflagen nicht willenlos beugen. Riskiert er das wirklich, d&uuml;rfte die Euro-Rettungsgemeinde von EU-Kommission bis EZB alles andere als am&uuml;siert sein. Bisher galt Portugal als ihr Mustersch&uuml;ler und eine Art Anti-Griechenland, das man Rebellen wie Alexis Tsipras als nachahmenswertes Beispiel f&uuml;r Demut und Disziplin vorhalten konnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/ermutigung-fuer-podemos\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Ant&oacute;nio Costa: Linker Macher will Geschicke Portugals lenken<\/strong><br>\nPortugal bekommt &ndash; falls Staatspr&auml;sident Cavaco Silva die Spielregeln akzeptiert &ndash; eine linke Regierung unter F&uuml;hrung des Sozialisten Ant&oacute;nio Costa. Dieser hat erfolgreich einen Pakt mit dem Linksb&uuml;ndnis Bloco und der kommunistisch-gr&uuml;nen CDU geschmiedet. Der 54-j&auml;hrige Ex-B&uuml;rgermeister der Hauptstadt Lissabon hat damit geschafft, was ihm nur wenige zutrauten: Er ist ganz oben angekommen.<br>\nImmer wieder wurde der Jurist untersch&auml;tzt, zuletzt bei der Urwahl des Generalsekret&auml;rs der Sozialistischen Partei (PS) im vergangenen Herbst. Wider Erwarten besiegte der charismatische Politiker den verkn&ouml;cherten Parteiapparat und den damals amtierenden Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Seguro, der als Favorit ins Rennen ging. Es waren die ersten Urwahlen in der Geschichte des PS. Costa stach seinen Gegner in drei Fernsehdebatten brillant aus. Die Einschaltquoten lagen bei bis zu 32 Prozent.<br>\nDer Publikumserfolg war Costa zu verdanken. Der Sohn des Schriftstellers Orlando da Costa, der aus dem indischen Goa stammte, ist ein bekanntes Gesicht in Portugals Politik. Seit seiner Jugend im PS aktiv, war er B&uuml;rgermeister der Hauptstadt und Innenminister unter dem letzten sozialistischen Regierungschef Jos&eacute; Socrates. Costa definiert sich gerne als &ldquo;Macher&rdquo; und kann seine Erfahrung als B&uuml;rgermeister von Lissabon in drei Amtszeiten (2007-2015) anf&uuml;hren. Und er gilt als Mann mit au&szlig;erordentlicher sozialer Sensibilit&auml;t. So verlegte er seine Amtsstube vom Terreiro do Pa&ccedil;o &ndash; dem bei Touristen so beliebten Platz direkt am Meer &ndash; in einen von Armut, Drogen und Prostitution geplagten Stadtteil, den er sanieren lie&szlig;.<br>\nAls Kommunalpolitiker hat er es verstanden, nicht nur die Stammw&auml;hlerschaft zu mobilisieren, sondern auch entt&auml;uschte Nichtw&auml;hler. Auch breite Teile der Intellektuellen und der K&uuml;nstler in der Hauptstadt unterst&uuml;tzen ihn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000025553870\/Antonio-Costa-Linker-Macher-will-Geschicke-Portugals-lenken\">der Standard<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Griechenland auf dem Weg zum EU-Protektorat? Ultimatum zur Zwangsversteigerung von Immobilien<\/strong><br>\nTrotz optimistischer Sprachgirlanden in den Statements zur j&uuml;ngsten Sitzung der Eurogruppe lie&szlig; das eigentlich m&auml;chtigste Gremium der EU die Regierung Tsipras wieder einmal demonstrativ an der kurzen Leine zappeln. Schminkt man die h&ouml;fliche Sprachkosmetik ab, hat die Eurogruppe Tsipras in Wahrheit am Montag ein knallhartes Ultimatum gestellt, &bdquo;binnen einer Woche&ldquo; die Zwangsversteigerung und damit m&ouml;gliche Zwangsr&auml;umung von Immobilien zugunsten der griechischen Banken parlamentarisch durchzusetzen.<br>\nFinanzminister wurde vorgef&uuml;hrt<br>\nGleichzeitig verweigerte die Eurogruppe die umgehende und haushaltspolitisch hochdringliche Auszahlung der ohnehin schon verschobenen Kredittranche von 2 Milliarden Euro, mit der die griechische Regierung l&auml;ngst f&auml;llige Rechnungen an heimische Unternehmen bezahlen wollte. Der diplomatisch-sanft auftretende griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos wurde damit genau so vorgef&uuml;hrt wie fr&uuml;her sein konfliktfreudiger Amtsvorg&auml;nger Yannis Varoufakis. Daran &auml;ndern auch die freundlichen Worte von Klaus Regling, Chef des Euro-Rettungsschirms ESM, nichts. Regling stellte &ndash; nat&uuml;rlich auch nur f&uuml;r den Fall der Erf&uuml;llung des einw&ouml;chigen Ultimatums &ndash; eine rasche 10 Milliarden-Tranche des ESM zur Rekapitalisierung der griechischen Banken in Aussicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blog-der-republik.de\/griechenland-auf-dem-weg-zum-eu-protektorat-ultimatum-zur-zwangsversteigerung-von-immobilien\/\">Blog der Republik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Fabian Fritzsche: Austerit&auml;t funktioniert?<\/strong><br>\nSpanien, Portugal und Irland, also zumindest drei der ausgemachten Krisenstaaten der Eurozone, weisen seit einigen Quartalen wieder positive BIP-Wachstumsraten auf, zum Teil ist das Wachstum sogar vergleichsweise hoch. Dies hat sowohl bei vielen Politikern aber auch einigen &Ouml;konomen zu der &Uuml;berzeugung gef&uuml;hrt, Austerit&auml;t funktioniere. Das nun wiederkehrende Wachstum w&auml;re demnach mindestens trotz der Sparpolitik erfolgt, eher sogar das Ergebnis der Austerit&auml;tspolitik, die das Vertrauen der Investoren zur&uuml;ckgebracht habe.<br>\nDiese drei Staaten seien daher auch das Vorbild etwa f&uuml;r Italien, Frankreich und nat&uuml;rlich Griechenland. Auf den ersten Blick scheint die Argumentation verlockend, weil sie sich irgendwie richtig anf&uuml;hlt: Sparsamkeit, G&uuml;rtel enger schnallen, Entbehrung werden am Ende belohnt.<br>\nDiese Sichtweise h&auml;lt einem Blick auf die Daten allerdings kaum stand. In Irland erreichte das BIP in der Krise zwar schon im Schlussquartal 2009 den Tiefstand, erholte sich aber bis 2013 kaum. Erst 2013 begann der Nach-Krisen-Aufschwung. Die realen Staatsausgaben sanken wiederum bis Quartal zwei 2013. In Spanien wurde der Tiefpunkt der Rezession im ersten Halbjahr 2013 erreicht, seitdem hat sich die Wirtschaftsleistung relativ ansehnlich erholt. Auch dort sanken die realen Staatsausgaben  nicht mehr und stiegen zuletzt leicht an. Und in Portugal das gleiche Bild: Beginn der Wirtschaftlichen Erholung ab 2013, ab dem Zeitpunkt, ab dem die realen Staatsausgaben nicht mehr sanken. [&hellip;]<br>\nDie Daten der letzten Quartale best&auml;tigen damit letztlich, die hier im Blog und an anderer Stelle durchaus verbreitete Skepsis gegen&uuml;ber der Austerit&auml;tspolitik. Solange die Staatsausgaben gek&uuml;rzt wurden, sank die Wirtschaftsleistung und damit auch die Steuereinnahmen, was in Kombination zu steigenden Staatsschuldenquoten gef&uuml;hrt hat. Zum Aufschwung kam es dann nicht etwa, weil diese Politik letztendlich doch Fr&uuml;chte trug, sondern weil die Ausgabenk&uuml;rzungen zumindest beendet wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2015\/11\/11\/fabian-fritzsche-austeritaet-funktioniert\/\">WirtschaftsWunder<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Junckers Gelehrtenclub<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Kommission hat jetzt einen Rat der sieben Weisen. Mehr Kompetenz f&uuml;r Br&uuml;ssel hoffen die einen, andere frotzeln: ein Alibi-Diskutierclub f&uuml;r noch mehr B&uuml;rokratie.<br>\nBegeisterung sieht anders aus: Nachdem der portugiesische EU-Forschungskommissar Carlos Moedas die Namen der sieben neuen Wissenschaftsberater von EU-Pr&auml;sident Jean-Claude Junckers genannt hatte, war es in den sozialen Netzwerken bemerkenswert still. Keine Spur von Euphorie, obwohl die Wissenschaft sich historisch gesehen durchaus privilegiert f&uuml;hlen durfte &ndash; und obwohl durchaus klingende Namen darunter waren: der (noch) amtierende deutsche Cern-Chef Rolf-Dieter Heuer und Mathe-Genie C&eacute;dric Villani, der vor f&uuml;nf Jahren mit der Fields-Medaille ausgezeichnet worden war. Ein offizielles Beratungsgremium, einen &bdquo;Rat der Weisen&ldquo; von der St&auml;rke gab es bei weitem noch nicht in Br&uuml;ssel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/jean-claude-junckers-neuer-rat-sam-high-level-group-13904846.html%20\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Illegale staatliche Beihilfen durch &bdquo;tax rulings&ldquo; sind in manchen Bundesl&auml;ndern Deutschlands nicht auszuschlie&szlig;en<\/strong><br>\nDie EU-Kommission entschied im Oktober 2015 (vor drei Wochen), dass zwei tax rulings Luxemburger und niederl&auml;ndischer Steuerbeh&ouml;rden als illegale staatliche Beihilfe nach Art 107(1) des Vertrags &uuml;ber die Arbeitsweise der EU einzustufen seien. Diese konkreten Tax Rulings wurden aller Wahrscheinlichkeit nach auf einen Antrag von Wirtschaftspr&uuml;fungskanzleien hin erteilt. Die Wirtschaftspr&uuml;fungskanzleien wiederum verkauften diese Tax Rulings im gro&szlig;en Stil als Teil von angeblich legalen Steuersparpaketen. Bei Luxemburg Leaks wurden im November 2014 allein von PwC &uuml;ber 500 solcher Steuersparpakete inklusive rulings bekannt, die an &uuml;ber 300 Firmen vergeben wurden. Aller Wahrscheinlichkeit nach w&uuml;rden viele dieser rulings ebenfalls als illegale staatliche Beihilfe eingestuft, wenn sie gr&uuml;ndlich untersucht w&uuml;rden.<br>\nPwC hat Anzeige erstattet und die Luxemburger Justiz hat ein Strafverfahren gegen Alain Deltour, Ex-Mitarbeiter von PwC und Hinweisgeber der Luxemburg Leaks, eingeleitet. Daneben wird auch ein Journalist strafrechtlich verfolgt, der Deltour bei der Ver&ouml;ffentlichung all dieser &ndash; aller Wahrscheinlichkeit nach illegalen Praktiken &ndash; geholfen haben soll.<br>\nDennoch ist heute PwC hier als Experte eingeladen. Vor dem eben geschilderten Hintergrund verwundert mich, dass PwC als neutraler Experte geladen ist, und dieser Firma also noch immer ein prominentes Mitspracherecht im deutschen Gesetzgebungs- und Meinungsbildungsprozess einger&auml;umt wird. In anderen Parlamenten der EU gab es l&auml;ngst Untersuchungsaussch&uuml;sse, bei denen PwC und andere Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaften in etwas anderer Rolle auftreten mussten. Wollen Sie, verehrte Damen und Herren des Finanzausschusses des deutschen Bundestages, wirklich so weiter machen wie bisher, so tun als ob nichts gewesen w&auml;re, Augen und Ohren vor Unrecht verschlie&szlig;en?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2015\/11\/illegale-staatliche-beihilfen-durch-tax.html\">Markus Meinzer auf blog steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>TISA ist gef&auml;hrlicher als TTIP und CETA &ndash; und dennoch unbekannt<\/strong><br>\nDas geplante TISA-Abkommen &uuml;ber den Handel mit Dienstleistungen birgt noch mehr Gefahren f&uuml;r die Demokratie als TTIP und CETA, so der Gewerkschafter J&uuml;rgen Buxbaum, der mit den Details des Abkommens vertraut ist. Im Interview erkl&auml;rt er die Folgen, die TISA f&uuml;r uns haben k&ouml;nnte. &Uuml;ber TTIP und CETA, die Freihandelsabkommen, die die EU mit den USA bzw. Kanada abschlie&szlig;en m&ouml;chte, wird viel diskutiert. Doch was ist TISA?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.campact.de\/2015\/11\/tisa-ist-gefaehrlicher-als-ttip-und-ceta-und-dennoch-unbekannt\/\">blog.campact<\/a>\n<\/li>\n\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Das Pentagon setzt auf die Mensch-Maschine-Kooperation<\/strong><br>\nDas Pentagon schaltet endg&uuml;ltig von der Antiterrorbek&auml;mpfung, also vom Krieg gegen den Terror, auf ein altes Bedrohungsszenario um, in dem der alte Gegner aus den Tagen des Kalten Kriegs zur gr&ouml;&szlig;ten Bedrohung der Weltordnung erkl&auml;rt wird. US-Verteidigungsminister Ash Carter hatte die Neuorientierung, die aber f&uuml;r ihn selbst in den Kalten Krieg und die damals von Reagan als &ldquo;Reich des B&ouml;sen&rdquo; d&auml;monisierte Sowjetunion zur&uuml;ckreicht, in einer Rede &uuml;ber die strategische und operative Innovation in der Reagan Foundation vorgestellt und dort vor allem Russland, aber auch die aufstrebende Milit&auml;rmacht China, als die gr&ouml;&szlig;ten Gef&auml;hrder der von den USA verteidigten &ldquo;Weltordnung&rdquo; bezeichnet (&ldquo;Sicherheit ist wie Sauerstoff&rdquo;).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46523\/1.html\">Florian R&ouml;tzer auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Zwischen Spott und H&auml;me<\/strong><br>\nAuf der 21. Internationalen Klimakonferenz im Dezember will die Weltgemeinschaft wieder einmal den globalen Temperaturanstieg begrenzen. Baden-W&uuml;rttemberg macht Druck: mit einem Klimab&uuml;ndnis aus &uuml;ber 50 Regionen weltweit. Die Opposition im Stuttgarter Landtag am&uuml;siert&rsquo;s.<br>\nDramatische Fl&uuml;chtlingskrise, schwarze Fu&szlig;ballkassen, manipulierte Abgastests &ndash; war da noch was? Vielleicht: der Klimawandel. Erst neulich, im vergangenen Sommer. Affenhitze ohne Ende und furztrockene B&ouml;den, weil &uuml;ber Monate kein Tropfen vom wolkenlosen Himmel fiel. Schnee von gestern, k&ouml;nnte man meinen. Dabei beginnt in wenigen Wochen in Paris ein Gipfel, der entscheidend f&uuml;r die Menschheit sein k&ouml;nnte: Hier soll die Staatengemeinschaft vom 30. November bis 11. Dezember 2015 aushandeln, dass es auf unserem Planeten nicht bald zu hei&szlig; hergeht. Letzte Chance, die Erderw&auml;rmung noch auf weniger als zwei Grad zu begrenzen, sagen Wissenschaftler.<br>\nW&auml;hrend die Staaten erst noch verhandeln, zeigen Regionen und Gro&szlig;st&auml;dte, wie es gehen kann: mit der internationalen Klimaschutz-Initiative &ldquo;Under2MOU&rdquo;, die im Mai gemeinsam von Kalifornien und Baden-W&uuml;rttemberg ins Leben gerufen wurde. Die Wortsch&ouml;pfung, die das K&uuml;rzel f&uuml;r &ldquo;Memorandum of Understanding&rdquo; (eine Absichtserkl&auml;rung zwischen Verhandlungspartnern) enth&auml;lt, dr&uuml;ckt aus, was die Unterzeichner wollen: ihren Beitrag dazu leisten, die mittlere globale Erw&auml;rmung auf weniger als zwei Grad Celsius zu begrenzen. In Zahlen: bis 2050 soll der Pro-Kopf-CO2-Aussto&szlig; ihrer Bev&ouml;lkerung auf unter zwei Tonnen sinken. Eine Gr&ouml;&szlig;enordnung, die von Klimawissenschaftlern als noch vertretbares Ma&szlig; angesehen wird. Zum Vergleich: In Deutschland liegt der CO2-Fu&szlig;abdruck pro Einwohner derzeit bei elf Tonnen j&auml;hrlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/ueberm-kesselrand\/241\/zwischen-spott-und-haeme-3233.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Auch diese Woche wieder eine Reihe interessanter Artikel in <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/\">Kontext:Wochenzeitung<\/a> u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Alptraum Wohnen:<\/strong> Wohnungen online zu buchen liegt voll im Trend. Mit entsprechenden Nebenwirkungen: Mieter m&uuml;ssen weichen, Vermieter machen Kasse und lassen auf dem Sofa schlafen &ndash; wie unseren Autor.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Chaostruppe:<\/strong> Im NSU-Ausschuss wird die Mitbewohnerin und Kollegin von Mich&egrave;le Kiesewetter geh&ouml;rt. Von der ermordeten Polizistin zeichneten ZeugInnen bisher ein arg retuschiertes Bild.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Raus aus der Kammer:<\/strong> In der Echokammer l&auml;sst sich gut leben. Die eigene Meinung wird best&auml;tigt, verbreitet und schon h&auml;lt man sich f&uuml;r eine relevante Mehrheit. Das gilt f&uuml;r rechts wie links, meint unser Autor. Er will raus aus dem Kokon. (zuerst erschienen auf den <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28235\">NachDenkSeiten am 5. November<\/a>)<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Kein roter Faden:<\/strong> Zum zweiten Mal nach 2011 versuchen die S&uuml;dwest-Gr&uuml;nen, mit einem Bestseller in die Charts zu st&uuml;rmen. Er hat 100 Seiten, ist eher res&uuml;mierend denn vision&auml;r und keine leichte Kost. Eine Rezension des Entwurfs des gr&uuml;nen Wahlprogramms zur Landtagswahl 2016.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>&bdquo;Wie Feuer&ldquo;:<\/strong> Der Schwarze Donnerstag ist f&uuml;nf Jahre her, besch&auml;ftigt aber immer noch zwei Staatsanwaltschaften und ein Gericht. Auch weil &bdquo;Ermittler&ldquo; Dieter Reicherter keine Ruhe gibt. Eilig hat es dabei niemand. Eine &Uuml;bersicht.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Mohamads erste Worte:<\/strong> Rund ein Drittel der Fl&uuml;chtlinge, die nach Deutschland kommen, sind minderj&auml;hrig &ndash; und damit schulpflichtig. Das erfordert Improvisation, weil Lehrer fehlen. Einigen Grundschulen sichern die Kinder aber auch das &Uuml;berleben.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nach fast f&uuml;nf Jahren in die n&auml;chste Runde<\/strong><br>\nDas Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen hat mit Beschluss vom 24.10.2015 die Berufung des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts K&ouml;ln vom 20.01.2011 zugelassen &ndash; &bdquo;wegen tats&auml;chlicher und  rechtlicher Schwierigkeiten&ldquo;. Im Januar 2011 hatte das Verwaltungsgericht (VG) K&ouml;ln nach einem f&uuml;nfj&auml;hrigen Prozess die vier Jahrzehnte w&auml;hrende geheimdienstliche &Uuml;berwachung und Ausforschung des Rechtsanwalts, Publizisten und B&uuml;rgerrechtlers Rolf G&ouml;ssner durch das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz f&uuml;r unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig und von Anfang an rechtswidrig erkl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=22231\">nrhz.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Carsten Frerk &uuml;ber die Privilegien der Kirchen: &ldquo;Der Staat macht sich zum devoten Deppen&rdquo;<\/strong><br>\nDer Politologe Carsten Frerk fordert ein Ende der Privilegien f&uuml;r die christlichen Kirchen und pl&auml;diert daf&uuml;r, sie wie Wirtschaftsverb&auml;nde zu behandeln. [&hellip;]<br>\nWir gro&szlig; ist der &ouml;konomische Einfluss der Kirche?<br>\nRund 129 Milliarden Euro flie&szlig;en jedes Jahr durch die H&auml;nde der Kirchen. Zum Vergleich: Der Inlandsumsatz der deutschen Automobilindustrie betr&auml;gt 127 Milliarden Euro. Die Kirche ist eine wirtschaftliche Macht in Deutschland. In jedem Politikfeld, in dem die Kirche eine Rolle spielt, funktioniert der Staat eins zu eins wie die Kirche es will. Das liegt auch daran, dass die Kirche wie kein anderer Lobbyverband derart mit Wahlempfehlungen drohen kann. Dieses Drohpotenzial macht den Staat zum devoten Deppen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/carsten-frerk-ueber-die-privilegien-der-kirchen-der-staat-macht-sich-zum-devoten-deppen\/12559868-all.html\">Wirtschaftswoche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Hochschulen: 90 Prozent befristete Stellen<\/strong><br>\nBefristungen an Hochschulen eind&auml;mmen &ndash; Gesetz nachbessern<br>\nRund 90 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an deutschen Hochschulen haben nur einen befristeten Vertrag. Deshalb ist &ldquo;eine Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes &uuml;berf&auml;llig&rdquo;, fordert die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung m&uuml;sse in einigen Punkten korrigiert werden.<br>\n&ldquo;Hire-and-Fire-Mentalit&auml;t schadet den Hochschulen und Forschungseinrichtungen, denn wenn wissenschaftliche Arbeit in Kurzzeitvertr&auml;ge zerst&uuml;ckelt wird, bleibt die Kontinuit&auml;t und damit die Qualit&auml;t der Arbeit auf der Strecke&rdquo;, sagte Hannack anl&auml;sslich der Anh&ouml;rung zur Reform des Gesetzes im Bundestag am 11. November.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++89171ad6-8859-11e5-8be0-52540023ef1a\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>TV-Debatte: Wen interessieren schon die Fakten?<\/strong><br>\nDie Steuern sind zu hoch, die L&ouml;hne auch und die besten amerikanischen Zeiten sind vorbei: Bei der TV-Debatte der Republikaner wurde erstaunlich faktenfrei gestritten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2015-11\/us-wahl-tv-debatte-republikaner-milwaukee\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Furchtbar. Allerdings wird auch in der ZEIT immer wieder erstaunlich faktenfrei behauptet, die L&ouml;hne in Deutschland w&auml;ren zu hoch, die Renten nicht bezahlbar und TTIP ganz toll f&uuml;rs Wirtschaftswachstum.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Stoff f&uuml;r Fremdenfeinde: die erfolgreiche Social-Media-Strategie von &bdquo;Focus Online&ldquo;<\/strong><br>\nAm Dienstag vergangener Woche meldete &bdquo;Focus Online&ldquo; an prominentester Stelle, dass ein islamisches B&uuml;ndnis in Duisburg getrennte Schwimmzeiten f&uuml;r Muslime im Hallenbad fordere. Die Geschichte ist &uuml;ber ein halbes Jahr alt und &uuml;berholt: Die Stadt hat den Vorschlag l&auml;ngst abgelehnt.<br>\n&bdquo;Focus Online&ldquo; hat einen Artikel aus der WAZ vom Februar genommen und den Inhalt einfach als neu ausgegeben. Inzwischen steht unter dem Text eine als &bdquo;Update&ldquo; verbr&auml;mte Korrektur.<br>\nMan k&ouml;nnte das f&uuml;r einen peinlichen Fehler halten. F&uuml;r &bdquo;Focus Online&ldquo; ist es ein gro&szlig;er Erfolg. Die alte, &uuml;berholte Geschichte wurde in den sozialen Netzwerken zehntausendfach geteilt. Laut der Auswertung von Storyclash war es die siebtmeistgeteilte Medien-Geschichte der vergangenen Woche in Deutschland.<br>\nMit dem Satz &bdquo;Soweit kommt es noch&ldquo; verbreiteten verschiedene Pegida-Ableger das &bdquo;Focus Online&ldquo;-St&uuml;ck auf Facebook. Die AFD machte es zum Teil ihrer &bdquo;Herbstoffensive 2015&Prime;:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/22234\/stoff-fuer-fremdenfeinde-die-erfolgreiche-social-media-strategie-von-focus-online\/\">Stefan Niggemeier<\/a>\n<p><strong>dazu: Lasst uns unsere eigenen Melodien singen<\/strong><br>\nKritik an den Verbrechen der Rechten und Neoliberalen ist gut und notwendig; aber wenn wir uns ausschlie&szlig;lich darauf konzentrieren, kann es sein, dass wir jeden Mut und jede Lebensfreude verlieren. Wir geraten dann in ein wachsendes Seelendunkel nach dem Motto &bdquo;Bin ich denn nur noch von Idioten und Verbrechern umgeben?&ldquo; Dabei m&uuml;ssen wir nicht unpolitisch werden, um wieder mehr Hoffnung zu sch&ouml;pfen. Wir m&uuml;ssen nur auf die positiven und mitf&uuml;hlenden Taten vieler aufrechter Menschen schauen, die tagt&auml;glich Fl&uuml;chlingen helfen, sich &bdquo;Fremdes&ldquo; aneignen und ihr Herz den Not Leidenden &ouml;ffnen. Auf den &bdquo;Sieg&ldquo; d&uuml;rfen wir uns dabei nicht fixieren, auch wenn wir ihn selbstverst&auml;ndlich erhoffen und zu erarbeiten versuchen. Niemals darf der Erfolg unser oberster Gott sein, nicht mal der in gerechten politischen K&auml;mpfen. (Konstantin Wecker)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/2015\/11\/11\/lasst-uns-unsere-eigenen-melodien-singen\/\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Notstand und Staatsr&auml;son: Zum Tod von Helmut Schmidt<\/strong><br>\nAls Helmut Schmidt, am 23. Dezember 1918 in Hamburg geboren, 1945 aus dem Krieg zur&uuml;ckkam, war er Oberleutnant und musste, so erscheint es im nachhinein, nicht mehr viel dazulernen. Befehl und Gehorsam, schnelles Entscheiden, ein paar Grunds&auml;tze &ndash; das war eine gute Ausstattung f&uuml;r den Notstand, der angesichts der Tr&uuml;mmer ja wohl noch einige Zeit fortdauern werde. Nazi war er nicht gewesen, seine Distanz zur NS-Herrschaft wird von Zeit zu Zeit unterschiedlich vermessen, aber es gab sie wohl. 1984, als er nicht mehr Kanzler war, gab er bekannt, dass er einen j&uuml;dischen Gro&szlig;vater hatte, dies schon vor 1945 wusste und gemeinsam mit seinem Vater verheimlichte.<br>\nVolkswirtschaft studierte er nach eigenem Bekunden, weil es das k&uuml;rzeste Studium war. Seine Frau Hannelore, eine Lehrerin, kam f&uuml;r die Ern&auml;hrung der Familie auf, und er wollte selbst m&ouml;glichst schnell diese Einseitigkeit beenden.<br>\nIn die SPD ging er wohl aus &auml;hnlich rationalen Gr&uuml;nden: Er lebte in Hamburg und war evangelisch. 1947\/48 war er Bundesvorsitzender des SDS, als dieser eben eine Organisation der akademischen Parteijugend war und nichts anderes sein wollte. [&hellip;]<br>\n1977 hielt er vor dem Londoner Institut f&uuml;r Strategische Studien einen Vortrag, in dem er vor den sowjetischen SS-20-Raketen warnte. Dies f&uuml;hrte zum NATO-&raquo;Nachr&uuml;stungs&laquo;beschluss von 1979: Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Europa, akute Gefahr eines Atomkriegs.<br>\nWer den Kraftakt auf sich nimmt, in dieser Frage Helmut Schmidt gerecht zu werden, sagen wir: als Pflichtverteidiger, k&ouml;nnte Folgendes vorbringen: Anders als Zbigniew Brzezi&#324;ski wollte er wohl die Sowjetunion nicht wegputzen, und er hielt sie wahrscheinlich auch nicht f&uuml;r aggressiv. Die ganze Sache war f&uuml;r ihn ein technisches Problem: Es musste ein Gleichgewicht im Mittelstreckenbereich, das angeblich durch die SS 20 aufgehoben wurde, wiederhergestellt werden. Dass dadurch die Weltkriegsgefahr wuchs, war halt wieder Notstand, und dass die UdSSR schlie&szlig;lich aufgrund dieser Politik zusammenbrach, war ein Kollateralnutzen, der ihn auf fast schon ironische Weise gegen Egon Bahr und Willy Brandt ins Recht setzte: Schmidt hatte sie als Friedens- und Deutschland-Romantiker im Verdacht, w&auml;hrend er eben der pragmatische Sicherheitspolitiker sei. [&hellip;]<br>\nAls er 2007 einen seiner zahlreichen Ehrendoktorh&uuml;te entgegennahm, zog er in seiner Dankesrede Bilanz, n&auml;mlich: In keiner seiner Notstandssituationen: Flut 1962, RAF und Raketen 1977, habe er sich nach dem Grundgesetz, anderen Gesetzen und sonstigen Vorgaben richten k&ouml;nnen. Sp&auml;ter legte er nach: Auch Verantwortung vor Gott half da nicht weiter. Nicht dem Inhalt, aber dem Gestus nach wirkte das so, als habe er in diesen Situationen an dessen Stelle treten m&uuml;ssen.<br>\nAls er am 10. November 2015 starb, hatte ihm schon seit Jahrzehnten niemand mehr widersprochen. Eine Generation von autorit&auml;tsh&ouml;rigen M&auml;nnern hat ihn verehrt, und diese werden das weiterhin tun, solange sie ihn &uuml;berleben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/11-12\/049.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-28637","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/28637","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=28637"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/28637\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28640,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/28637\/revisions\/28640"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=28637"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=28637"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=28637"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}