{"id":2864,"date":"2008-01-03T09:26:31","date_gmt":"2008-01-03T08:26:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2864"},"modified":"2015-12-03T11:20:01","modified_gmt":"2015-12-03T10:20:01","slug":"der-schwarz-gelbe-praesident-zur-freiheit-gehoert-ungleichheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2864","title":{"rendered":"Der schwarz-gelbe Pr\u00e4sident: \u201eZur Freiheit geh\u00f6rt Ungleichheit\u201c"},"content":{"rendered":"<p><em>&bdquo;Deutschland muss sich f&uuml;r seine Wettbewerbsf&auml;higkeit noch st&auml;rker ins Zeug legen. Am Konjunkturhimmel ziehen Wolken auf. Deshalb w&uuml;nschte ich mir mehr Reformehrgeiz&ldquo;<\/em>, sagte Bundespr&auml;sident Horst K&ouml;hler in einem Gespr&auml;ch mit der FAZ vom 29.12.07. K&ouml;hlers Weltbild ist das einer &bdquo;Standortkonkurrenz&ldquo;, da  konkurrieren also nicht einzelne Unternehmen auf dem Weltmarkt miteinander, wie z.B. Daimler gegen Peugeot oder General Motors, sondern die  &bdquo;Holding Deutschland&ldquo; steht im Wettbewerb mit der &bdquo;Holding China&ldquo; oder dem &bdquo;Multi USA&ldquo;. Und gerade so wie der Aufsichtsratsvorsitzende der Firma Deutschland redet der Bundespr&auml;sident auch. Er hat vor allem die Interessen der Shareholder dieser Holding im Blick, wenn er das Hauptproblem des &bdquo;Exportweltmeisters&ldquo; Deutschland in seiner Wettbewerbsf&auml;higkeit sieht und nicht etwa in der seit Jahren chronisch stagnierenden Binnennachfrage. Wolfgang Lieb<br>\n<!--more--><br>\nDie Wolken, die K&ouml;hler am Konjunkturhimmel aufziehen sieht, das sind wohl die nachlassende Weltkonjunktur, der Verfall des Dollars und die explodierenden &Ouml;lpreise.<br>\nJa, diese externen Entwicklungen k&ouml;nnten den deutschen Export schw&auml;chen. Statt nun aber ein Konzept anzubieten, wie die Risiken einer viel zu starken Exportabh&auml;ngigkeit Deutschlands durch eine Steigerung der Binnennachfrage ausgeglichen werden k&ouml;nnte, gibt es f&uuml;r unseren Bundespr&auml;sidenten nur den Weg, die Wettbewerbsf&auml;higkeit der &bdquo;Deutschland Holding&ldquo; gegen die Aufsteiger in Asien und die vorw&auml;rts dr&auml;ngenden Schwellenl&auml;nder zu steigern. Und Steigerung der Wettbewerbsf&auml;higkeit hei&szlig;t f&uuml;r ihn nicht etwa Steigerung der Produktivit&auml;t, sondern die Senkung der deutschen Produktionskosten. Diese Art von &bdquo;Reformehrgeiz&ldquo; steckt hinter diesem ziemlich abgestandenen &ouml;konomistischen Weltbild vom &bdquo;Standortwettbewerb&ldquo;. Und die Produktionskosten senkt man in einem Konzern bekannterma&szlig;en am einfachsten durch Senkung der L&ouml;hne und der &bdquo;Sozialkosten&ldquo; oder der Unternehmenssteuer. Welche Konsequenzen das f&uuml;r die Stakeholder, also f&uuml;r die Arbeitnehmer oder letztlich f&uuml;r das Zusammenleben in Staat und Gesellschaft hat, ist nachrangig.<\/p><p>Wie  alle neoliberalen Dogmatiker weigert sich K&ouml;hler, eine ehrliche Bilanz &uuml;ber die Auswirkungen der bisherigen &bdquo;Reformen&ldquo; zu ziehen. Wie f&uuml;r alle Agenda-Reformer gilt auch f&uuml;r ihn: wenn die Rezepte nicht wirken, dann bedarf es einer Erh&ouml;hung der Reform-Dosis und das <em>&bdquo;Aushaltenk&ouml;nnen, bis die Reformen wirken.&ldquo; <\/em><\/p><p>K&ouml;hler sieht deshalb schon in der marginalen Verl&auml;ngerung des Arbeitslosengeldes f&uuml;r &Auml;ltere &bdquo;offensichtlich&ldquo; einen Paradigmenwechsel, der &bdquo;die Besch&auml;ftigungsschwelle des Wachstums wieder&ldquo; anhebt. Hinter dieser in &ouml;konomischer Phraseologie verpackten Aussage steckt das Menschenbild, dass man auf die (angeblich faulen und lieber Freizeit statt Arbeit w&auml;hlenden) Arbeitslosen nur ausreichend existenziellen &ouml;konomischen Druck aus&uuml;ben m&uuml;sse, damit sie Arbeit zu jedem angebotenen Preis und unter allen Bedingungen annehmen. Kurz: Alle, die l&auml;ngere Zeit arbeitslos sind, muss man durch massiven Druck zu Arbeit zwingen: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. &bdquo;Vorfahrt f&uuml;r Arbeit&ldquo; um jeden Preis!<\/p><p>K&ouml;hler ist &bdquo;offensichtlich&ldquo; ein Anh&auml;nger der These, wonach die Verl&auml;ngerung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes zu einer dauerhaften Verl&auml;ngerung der Arbeitslosigkeit gef&uuml;hrt habe.<br>\nDas Gegenteil ist jedoch richtig:<br>\nDie Arbeitslosengeldregelung wurde Anfang 1985 erstmals ge&auml;ndert &ndash; wer 49 war und arbeitslos wurde, bekam 18 Monate Unterst&uuml;tzung. Von Mitte 1987 an bekamen Jobsuchende &uuml;ber 55 die Unterst&uuml;tzung bis zu maximal 32 Monate. Diese Verl&auml;ngerung wurde damals durch Arbeitsminister Bl&uuml;m durchgesetzt, weil <a href=\"http:\/\/www.pub.arbeitsamt.de\/hst\/services\/statistik\/aktuell\/iiia4\/laender_heft_1990d.pdf\">von 1980 bis 1985 die Arbeitslosenzahl bedrohlich schnell von knapp 900.000 (3,8 Prozent) l auf &uuml;ber 2,3 Millionen (9,3 Prozent) angestiegen war [PDF &ndash; 116 KB]<\/a>. Voraussetzung und Folge waren also gerade umgekehrt.<br>\nDie Arbeitslosigkeit ist dann in den fr&uuml;hen 90er Jahren durch den Einigungsboom eher wieder gefallen und erst durch das unsinnige Abbremsen der Konjunktur durch die dramatische Zinserh&ouml;hung der Bundesbank wieder gestiegen.<br>\nDer Verlauf der Arbeitslosenstatistik weist viel eher einen eindeutigen Zusammenhang mit dem Konjunkturverlauf auf, was sich zuletzt um die Jahrtausendwende zeigte, wo bei h&ouml;herem <a href=\"http:\/\/www.pub.arbeitsamt.de\/hst\/services\/statistik\/aktuell\/iiia4\/laender_heftd.pdf\">Wirtschaftswachstum die Arbeitslosenquote wieder nach unten ging [PDF &ndash; 136 KB]<\/a>.<br>\nEine Korrelation zwischen der Bezugdauer der Arbeitslosengeldes und der Arbeitslosenquote und der Dauer der Arbeitslosigkeit herzustellen ist v&ouml;llig willk&uuml;rlich und geradezu abenteuerlich.<\/p><p>K&ouml;hler h&auml;ngt dem schlichten Bild vom Arbeitsmarkt, als einem Kartoffelmarkt an. Motto: Preis (Lohn) runter, Angebot (Arbeit) auf dem Markt (Arbeitsmarkt) ger&auml;umt! So das schlichte gedankliche Konstrukt. Dieser &bdquo;Preismechanismus&ldquo; trifft jedoch noch nicht einmal f&uuml;r den &bdquo;G&uuml;termarkt&ldquo; zu, denn auch dieser besteht aus einer riesigen Vielzahl von M&auml;rkten mit ganz unterschiedlichen Produkten, vom Br&ouml;tchen bis zum Rolls Royce. Noch weniger passt dieses gedankliche Konstrukt f&uuml;r den Arbeitsmarkt, wo ja auch ganz unterschiedliche F&auml;higkeiten nachgefragt werden.<\/p><p>Diese eindimensionale Denklogik finden wir bei K&ouml;hlers Argumentation gegen den Mindestlohn: <em>&bdquo;Ein Mindestlohn, der von den Arbeitgebern im Wettbewerb nicht bezahlt werden kann, vernichtet Arbeitspl&auml;tze&ldquo;<\/em>. Da ist K&ouml;hler ganz auf der Seite eines der radikalsten Verfechter des Preisfetischs auf dem Arbeitsmarkt, von Hans-Werner Sinn vom Ifo-Institut. Er beklagte unl&auml;ngst in der <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/artikel\/338\/149972\/print.html\">SZ<\/a>: <em>&bdquo;Auch die CDU hat f&uuml;r staatliche Preiskontrollen beim wichtigsten Preis gestimmt, den die Volkswirtschaft hat, n&auml;mlich dem Preis f&uuml;r die menschliche Arbeit.&ldquo;<\/em><\/p><p>Weder Herr K&ouml;hler, noch Professor Sinn noch irgendeiner der neoklassisch inspirierten &Ouml;konomen hat au&szlig;er in der Welt ihrer Grenzprodukt-Modelle jemals auch nur n&auml;herungsweise ausrechnen k&ouml;nnen, was jeder einzelne im jeweiligen Produktionsprozess erwirtschaftet. Die Anh&auml;nger solcher Denkmodelle m&uuml;ssten ja sonst auch ausrechnen k&ouml;nnen, wie viel mehr der millionenschwere Manager gegen&uuml;ber dem Portier &bdquo;im Wettbewerb&ldquo; (Grenzprodukt) &bdquo;erwirtschaftet&ldquo;. Lohnverhandlungen oder Aufsichtsratsbeschl&uuml;sse &uuml;ber Managerbez&uuml;ge k&ouml;nnte man sich ersparen. Vom Fegen des Hofes, bis zur Entwicklung eines Designs f&uuml;r ein Produkt, ja sogar der strategische Meinungsfindungsprozess des Topmanagers m&uuml;sste danach n&auml;mlich exakt ausgerechnet werden k&ouml;nnen, was ihre letzte im Produktionsprozess eingesetzte &bdquo;Arbeitseinheit&ldquo; erwirtschaftet (Grenzprodukt). <\/p><p>Im &Uuml;brigen sollte man sich immer dar&uuml;ber im klaren sein, wer sich gegen Mindestl&ouml;hne ausspricht und damit f&uuml;r ein weiteres Sinken der L&ouml;hne in den untersten Lohngruppen, um damit Besch&auml;ftigung im Niedriglohnsektor zu schaffen, der &bdquo;fordert implizit auch eine Senkung des durchschnittlichen Lohnniveaus, wenn er nicht gleichzeitig eine entsprechende Anhebung der L&ouml;hne in h&ouml;heren Verdienstgruppen ausdr&uuml;cklich anmahnt&ldquo; (Fassbeck\/Spiecker).<\/p><p>Die Anh&auml;nger des neoliberalen Angebotsansatzes starren zudem lediglich auf die Angebotsbedingungen f&uuml;r die Unternehmen, die Nachfragebedingungen bleiben hingegen nahezu v&ouml;llig au&szlig;er Acht. Ob die Produkte auf eine kaufkr&auml;ftige Nachfrage sto&szlig;en ist f&uuml;r diese Lehre vernachl&auml;ssigbar, denn f&uuml;r sie gilt ein vor 300 Jahren aufgestelltes Gesetz von Jean-Baptist Say. Say`s Law lautet: Jedes Angebot schafft sich seine Nachfrage. <\/p><p>Dass ein Anbieter auf seinem Angebot sitzen bleibt, muss aber keineswegs an fehlenden Konsumw&uuml;nschen der Konsumenten liegen, sondern schlicht daran, dass mangels Einkommen der Konsumenten sie sich das Angebot einfach nicht leisten k&ouml;nnen.<br>\nDer schlichte Zusammenhang &bdquo;L&ouml;hne runter &ndash; Besch&auml;ftigung rauf&ldquo; mag das Denken eines einzelnen Unternehmers bestimmen und einzelwirtschaftlich tendenziell vielleicht eine gewisse Plausibilit&auml;t haben, in einer gesamten Wirtschaft h&auml;ngen jedoch Angebot und Nachfrage insgesamt voneinander ab. Die Zusammenh&auml;nge sind also etwas komplizierter als uns vorgegaukelt wird, und deswegen ist es ziemlich einf&auml;ltig, den Arbeitsmarkt mit dem Kartoffelmarkt gleichzusetzen.<br>\nEin Unternehmer stellt doch nicht allein deshalb einen Mitarbeiter ein, weil er billig ist, sondern weil er, um mehr Produkte auf dem Markt absetzen zu k&ouml;nnen, dessen Arbeitskraft zur Herstellung der Produkte braucht &ndash; sofern er sie auf dem G&uuml;termarkt absetzen kann, weil eine entsprechende Nachfrage danach besteht und der Unternehmer durch den Absatz einen entsprechenden Gewinn erwarten darf.<\/p><p>K&ouml;hler kann oder will nicht verstehen, dass L&ouml;hne nicht allein der Preis f&uuml;r das Gut Arbeit sind, sondern in der Summe das Einkommen der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten, die immerhin die H&auml;lfte das gesamten Bruttoinlandsprodukts ausmacht. Sicher nimmt mit steigendem (gesamtwirtschaftlichen) Lohn die Kostenbelastung der Unternehmen zu, und das mag ihre (gesamtwirtschaftliche) Nachfrage nach Arbeitskr&auml;ften d&auml;mpfen, aber andererseits nimmt mit steigenden L&ouml;hnen die (gesamtwirtschaftliche) G&uuml;ternachfrage zu, was wiederum die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskr&auml;ften steigert.  Diese Zusammenh&auml;nge sind jedenfalls erheblich komplexer als sie durch die eindimensionale Angebots- und Nachfragekurve des g&auml;ngigen Marktschemas erfasst werden k&ouml;nnten.<\/p><p>Die Nachfrage nach Produkten findet f&uuml;r K&ouml;hler offenbar allenfalls im Export, aber nicht auf dem Binnenmarkt aufgrund der Kaufkraft auch der Arbeitnehmer statt. Er meint wohl tats&auml;chlich, dass sich Deutschland &bdquo;f&uuml;r seine Wettbewerbsf&auml;higkeit (dadurch) noch st&auml;rker ins Zeug legen&ldquo; k&ouml;nnte, dass die L&ouml;hne so weit sinken w&uuml;rden, dass sie billiger sind, als der Einsatz des Produktionsfaktors Kapital. Deutsche Autos kaufen eben dann die Ausl&auml;nder (und vielleicht noch die Besserverdienenden im Inland).<\/p><p>Unser Bundespr&auml;sident mag es noch so salbungsvoll verk&uuml;nden, er vertritt eine &ouml;konomische Lehre, die den Weg zur&uuml;ck in die Steinzeit weist. Er unterstellt n&auml;mlich die sog. Substitutionsthese. Will sagen je billiger der Faktor Arbeit im Verh&auml;ltnis zum eingesetzten Faktor Kapitel (Investitionen) wird, desto mehr Arbeit wird eingesetzt und desto weniger Anreiz besteht f&uuml;r den Unternehmer Kapital zu investieren, also kapitalintensiver zu produzieren. Denkt man diesen Weg zu Ende, dann gelangt man ins vorindustrielle Zeitalter, denn billige Arbeit lohnt die Investitionen in Maschinen ja nicht mehr. D.h. es besteht kein Anreiz mehr zu Steigerung der Produktivit&auml;t.<br>\nDementsprechend lautet ja auch das neoklassische Rezept zur Bek&auml;mpfung der Arbeitslosigkeit, die Reallohnsteigerungen m&ouml;glichst gering zu halten. Nach dem Motto, wenn die Produktivit&auml;t langsamer zunimmt, werden auch weniger Arbeitspl&auml;tze wegrationalisiert. Wettbewerb findet nicht &uuml;ber innovative Produkte und &uuml;ber die Steigerung der Produktivit&auml;t statt, sondern vor allem &uuml;ber die Angleichung der L&ouml;hne an die Wettbewerber in Asien.<\/p><p>Heiner Flassbeck und Friedericke Spieker haben in ihrem neuen Buch &bdquo;Das Ende der Massenarbeitslosigkeit&ldquo; empirisch genau das Gegenteil nachgewiesen: Die L&auml;nder mit vergleichsweise guter Reallohnentwicklung (z.B. USA oder Gro&szlig;britannien) haben eine vergleichsweise bessere Besch&auml;ftigungslage, als diejenigen mit stagnierenden L&ouml;hnen, also z.B. Deutschland und Japan.<br>\nUnd ganz anders als die Neoklassiker in ihrem Denkmodell annehmen, hat z.B. Japan mit der schlechtesten Besch&auml;ftigungsentwicklung gleichzeitig die niedrigste Produktivit&auml;tsrate. Nach Flassbeck\/Spiecker belegt die Erfahrung der letzen zehn Jahre: &bdquo;Hohes Reallohnwachstum geht einher mit einem hohen Produktivit&auml;tszuwachs und guter Besch&auml;ftigungsentwicklung.&ldquo;<\/p><p>Die FAZ macht den uralten Spruch der liberalen Traditionalisten zur Schlagzeile: <em>&bdquo;Zur Freiheit geh&ouml;rt Ungleichheit&ldquo;<\/em>. Ungleichheit st&auml;rke die sch&ouml;pferischen Kr&auml;fte, meint K&ouml;hler. Leider deutet er mit keinem Wort an, wie viel mehr Ungleichheit als jetzt schon besteht, er f&uuml;r unsere Gesellschaft f&uuml;r hinnehmbar h&auml;lt. Geht es angesichts der um sich greifenden Armut und der zunehmenden Spaltung unserer Gesellschaft in Arm und Reich heutzutage nicht viel mehr darum, endlich politische Schritte einzuleiten, die die zunehmenden Ungleichheiten abmildern, die ihren Ursprung nicht in den unbestreitbaren individuellen Unterschieden, sondern in den gesellschaftlichen Verh&auml;ltnissen haben, die zu ungleicher Verteilung der individuellen Chancen in der Gesellschaft f&uuml;hrt? Hat K&ouml;hler noch nie etwas davon geh&ouml;rt, dass zu einer freien Gesellschaft, auch die materiellen Voraussetzungen f&uuml;r den einzelnen geh&ouml;ren, seine Freiheit auch wahrnehmen zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Der Bundespr&auml;sident sollte der Repr&auml;sentant des ganzen Volkes sein, weder Parteig&auml;nger einer nicht zur Macht gelangten schwarz-gelben Mehrheit und schon gar nicht der Vorbeter einer bestimmten Wirtschaftsideologie. Leider ist K&ouml;hler auch in seinem Amt nicht &uuml;ber den fr&uuml;heren Sparkassendirektor hinausgewachsen. <\/p><p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1\/Doc~E053F20601F534085B2A5C1546BACE7B6~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><em>&bdquo;Deutschland muss sich f&uuml;r seine Wettbewerbsf&auml;higkeit noch st&auml;rker ins Zeug legen. Am Konjunkturhimmel ziehen Wolken auf. Deshalb w&uuml;nschte ich mir mehr Reformehrgeiz&ldquo;<\/em>, sagte Bundespr&auml;sident Horst K&ouml;hler in einem Gespr&auml;ch mit der FAZ vom 29.12.07. K&ouml;hlers Weltbild ist das einer &bdquo;Standortkonkurrenz&ldquo;, da konkurrieren also nicht einzelne Unternehmen auf dem Weltmarkt miteinander, wie z.B. Daimler gegen Peugeot<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2864\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[147,96,13,157],"tags":[290,380,531,319,317,443,278],"class_list":["post-2864","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-arbeitslosgigkeit","category-bundespraesident","category-denkfehler-wirtschaftsdebatte","category-wettbewerbsfaehigkeit","tag-binnennachfrage","tag-export","tag-koehler-horst","tag-lohnentwicklung","tag-mindestlohn","tag-standortwettbewerb","tag-steuersenkungen"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2864","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2864"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2864\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":29331,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2864\/revisions\/29331"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2864"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2864"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2864"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}