{"id":28754,"date":"2015-11-16T10:08:55","date_gmt":"2015-11-16T09:08:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28754"},"modified":"2019-03-10T12:01:11","modified_gmt":"2019-03-10T11:01:11","slug":"armut-kann-man-nicht-skandalisieren-armut-ist-der-skandal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28754","title":{"rendered":"Armut kann man nicht skandalisieren, Armut ist der Skandal!"},"content":{"rendered":"<div style=\"float:right; margin: 0 15px 15px 0;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/151116-Schneider_Kampf_Armut_120RGB.jpeg\" alt=\"Ulrich Schneider - Kampf um die Armut\" title=\"Ulrich Schneider - Kampf um die Armut\"><\/div><p>&raquo;Zerrbild&laquo;[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>], &raquo;Etikettenschwindel&laquo;[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>], &raquo;Horrorstudie&laquo;[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>], &raquo;Panische &Uuml;berzeichnung&laquo; und &raquo;Skandalisierung&laquo;[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]. So rauschte es im Februar und M&auml;rz 2015 durch den konservativ-liberalen und neoliberalen Bl&auml;tterwald. Was war passiert? Eigentlich nichts Besonderes. Der Parit&auml;tische hatte wieder mal seinen Armutsbericht vorgestellt. Das tut er jedes Jahr. Nur waren seine Befunde dieses Mal besonders schlecht: Mit einer Armutsquote von 15,5 Prozent war in Deutschland ein trauriger historischer Rekord erreicht. Seit 2006 zeigten die Armutsquoten dar&uuml;ber hinaus einen klaren Aufw&auml;rtstrend, auch darauf wies der Verband hin. Und noch nie war Deutschland auch regional so zwischen Arm und Reich zerkl&uuml;ftet wie derzeit.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] Von <strong>Ulrich Schneider<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nGern geh&ouml;rt wurde das nicht. Die Kommentatoren in FAZ, <em>Welt<\/em>[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>], Zeit oder <em>Focus Online<\/em> bis hin zur Wirtschaftsredaktion der <em>S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/em>[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>] oder der <em>Neuen Z&uuml;rcher Zeitung<\/em>[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] &uuml;berschlugen sich geradezu in ihrem Bem&uuml;hen, den Bericht als aufgebauscht, &uuml;berzogen, realit&auml;tsfern oder schlicht falsch zu attackieren. Deutschland habe einen Sozialstaat, der nicht schlecht geredet werden d&uuml;rfe. Gut gehe es den meisten heutzutage. Fr&uuml;her hatten alle viel weniger. Und &uuml;berhaupt: Wer Armut tats&auml;chlich kennen lernen wolle, sollte doch mal &uuml;ber Deutschlands Grenzen hinaus schauen &hellip; so weit, so &uuml;blich. <\/p><p>Es waren die erwartbaren Reaktionen von neoliberaler Seite. Als solche nicht neu. Bereits bei der Vorlage des allerersten Armutsberichts des Parit&auml;tischen 1989[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>] begann sich dieses Muster einzuschleifen. Damals hatte der Verband 3,1 Millionen Sozialhilfebezieher als arm bezeichnet. Rigorose Zur&uuml;ckweisung seitens der Bundesregierung: In Deutschland gebe es kein Armutsproblem, hie&szlig; es damals schon, die Sozialhilfe verhindere sie ja gerade. Von Armut k&ouml;nne man bestenfalls dann sprechen, wenn jemand trotz Bed&uuml;rftigkeit keine Sozialhilfe beantrage; ein Betriebsunfall sozusagen, aber kein Massenph&auml;nomen.[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] Verwiesen wurde auch damals schon auf das Elend in Kalkutta, und wir wurden gemahnt, stolz zu sein auf unseren Sozialstaat, der einem Sozialhilfebezieher einen h&ouml;heren Lebensstandard beschere als einem Facharbeiter in der UdSSR.[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>] Die Kritik war damals allerdings noch sehr viel moderater, nachdenklicher, ruhiger und dem Thema zugewandter. Es folgten Armutsberichte in den Jahren 1994[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>] und 2000[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>], zusammen mit dem DGB und der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. 2009 legte der Verband seinen Armutsatlas vor, die erste Aufbereitung der Daten des Statistischen Bundesamtes f&uuml;r Regionen.[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>] Und seit 2011 erscheinen die Berichte j&auml;hrlich.[<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>]<\/p><p>Bezeichnend an dieser Auseinandersetzung: Je reicher Deutschland im Laufe der Jahre wurde, je weiter allerdings auch die Einkommens- und Verm&ouml;gensschere sich &ouml;ffnete, desto rigoroser wurde Armut geleugnet, desto aggressiver wurden jene attackiert, die die schlechte Botschaft von der Armut in diesem reichen Deutschland &uuml;berbrachten, und desto apodiktischer wurde ihnen praktisch das Recht abgesprochen, jenseits von Obdachlosigkeit oder anderen extremen Erscheinungsformen der Not &uuml;berhaupt von Armut zu sprechen. Der Parit&auml;tische hat dazu im Laufe der Jahrzehnte reichlich Erfahrung sammeln d&uuml;rfen. Im R&uuml;ckblick gewinnt man den Eindruck: So wie der Protest in Deutschland anschwoll gegen eine zunehmende Armut und ungerechte Ungleichverteilung und die Rufe nach einer solidarischen Steuer- und Finanzpolitik immer lauter wurden, so wuchs in gleichem Ma&szlig;e auch der Widerstand derer, die dabei etwas zu verlieren haben.[<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>]<\/p><p>Dieser Text ist ein Auszug aus dem Buch &bdquo;<strong><a href=\"http:\/\/www.westendverlag.de\/buecher-themen\/programm\/kampf-um-die-armut-schneider.html\">Kampf um die Armut. Von echten N&ouml;ten und neoliberalen Mythen<\/a><\/strong>&ldquo;, das heute erscheint. Je gr&ouml;&szlig;er die Armut wird, umso hartn&auml;ckiger das Leugnen derer, die ihren Reichtum oder ihre Macht bedroht sehen und umso h&auml;rter ihre Schl&auml;ge gegen alle, die sich mit der sozialen Spaltung in Deutschland nicht abfinden wollen. <strong>Ulrich Schneider, Christoph Butterwegge, Stefan Sell, Friedhelm Hengsbach und Rudolf Martens<\/strong> sagen in diesem Buch dem neoliberalen Mainstream den Kampf an und liefern ein Pl&auml;doyer gegen Ausgrenzung und f&uuml;r eine Gesellschaft, die keinen zur&uuml;ckl&auml;sst.<\/p><p><strong>Furor, gef&uuml;hlte Realit&auml;t und absolute Armut<\/strong><\/p><p>Auf die sich stets wiederholenden neoliberalen Emp&ouml;rungsrituale, kaum dass der Parit&auml;tische seinen Armutsbericht vorgestellt hat, darf man sich verlassen. &Uuml;berraschend kamen sie also auch 2015 nicht. Neu waren allerdings der Furor und die Aggressivit&auml;t, mit der die Angriffe in der Presse gef&uuml;hrt wurden. &raquo;Irref&uuml;hrung&laquo;[<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>] war noch der geringste der Vorw&uuml;rfe, die dem Verband gemacht wurden. Von ungerechtfertigter Skandalisierung und Alarmismus[<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>] war die Rede, mancher Kommentar wirkte geradezu w&uuml;tend.[<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>] Es ging gar nicht mehr um die Auseinandersetzung mit einem Konzept und mit Statistiken, sondern ganz offenkundig darum, den Parit&auml;tischen selbst zu diskreditieren, seine Reputation anzugreifen und seine Glaubw&uuml;rdigkeit &ouml;ffentlich anzuzweifeln. Heribert Prantl, Chefredakteur der <em>S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/em>, Kenner der Medienlandschaft und scharfer Beobachter der gesellschaftspolitischen Vorg&auml;nge in Deutschland, brachte es in einem Kommentar sehr schnell auf den Punkt: &raquo;Die Armutsdebatte ist eine hochpolitische Glaubw&uuml;rdigkeitsdebatte. Sie wird ausgetragen zwischen denen, die die Armut in Deutschland f&uuml;r ein aufgeblasenes Schreckensszenario halten, und denen, die die Realit&auml;t aus t&auml;glicher Arbeit kennen.&laquo;[<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>] <\/p><p>Und so wurden manche Bl&auml;tter in ihrem Bem&uuml;hen, die Reputation des Parit&auml;tischen anzugreifen, auch sehr schnell sehr massiv. Als &raquo;Schwindel&laquo; bezeichnete die Zeit den Armutsbericht, Schummelei warf sie den Autoren vor.[<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>] Von statistischen Tricks und &raquo;Zahlentricksern&laquo;[<a href=\"#foot_22\" name=\"note_22\">22<\/a>] war auch in der <em>FAZ<\/em> und bei <em>Focus Online<\/em>[<a href=\"#foot_23\" name=\"note_23\">23<\/a>] zu lesen. Es ginge dem Verband (mehr oder weniger) um seinen &raquo;Gesch&auml;ftszweck&laquo;, hie&szlig; es in <em>der S&uuml;ddeutschen<\/em>. Es ginge darum, die &raquo;eigene Bedeutung in den Vordergrund zu r&uuml;cken&laquo;, konnte man bei <em>Focus Online<\/em> lesen.[<a href=\"#foot_24\" name=\"note_24\">24<\/a>] &raquo;Ein Wohlfahrtsverband lebt von der Armut&laquo;, glaubte auch das <em>Zeit-Magazin<\/em> aufkl&auml;ren zu m&uuml;ssen, freilich nicht ohne den zuckers&uuml;&szlig;en Zusatz, dass man das nat&uuml;rlich nicht abwertend meine.[<a href=\"#foot_25\" name=\"note_25\">25<\/a>] <\/p><p>Selbst vor pers&ouml;nlichen Attacken glaubte man keinen Halt mehr machen zu d&uuml;rfen in diesem Kampf um Glaubw&uuml;rdigkeit und Diskreditierung: &raquo;Schneider, der Aufschneider&laquo;, legte die <em>FAZ<\/em> vor. Der &raquo;Armutslobbyist Schneider&laquo; verstehe einfach nicht, welchen &raquo;Unsinn&laquo; er verbreite, er &raquo;m&uuml;sste mal dringend Urlaub machen, um den Kopf frei zu bekommen&laquo;, p&ouml;belten <em>Focus Online<\/em> und <em>Zeit-Magazin<\/em> herum.[<a href=\"#foot_26\" name=\"note_26\">26<\/a>] Das war in der Tat eine ganz neue Qualit&auml;t.<\/p><p>Diese Aggression paarte sich mit dem offensichtlichen Widerwillen, sich mit den Ergebnissen und Fakten des Armutsberichtes &uuml;berhaupt auseinandersetzen zu m&uuml;ssen. Man will schlicht nichts mehr h&ouml;ren von Armut. Von einem absurden Konzept mit entsprechend absurden Rechenergebnissen war von <em>FAZ<\/em> &uuml;ber <em>Focus Online<\/em> bis <em>Welt<\/em> zu lesen, und dass dieser Ansatz nichts mehr mit der Realit&auml;t in der reichen Bundesrepublik zu tun habe. &raquo;Deutschland rechnet sich arm&laquo;, titelte auch die <em>Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/em>.[<a href=\"#foot_27\" name=\"note_27\">27<\/a>] <\/p><p>Der relativen Einkommensarmut wurde brachial die rigorose Verneinung einer jeglichen Armut gegen&uuml;bergestellt, die im Alltag der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung nicht so offensichtlich ist, die nicht in extremen Formen ihren Ausdruck findet und die nicht l&auml;ngst &uuml;berwunden geglaubte Klischees zu bedienen in der Lage ist. Der empirisch fundierten wurde frech eine &raquo;gef&uuml;hlte Realit&auml;t&laquo;[<a href=\"#foot_28\" name=\"note_28\">28<\/a>] entgegengesetzt gem&auml;&szlig; dem Motto: Was ich nicht sehe und f&uuml;hle, gibt es auch nicht. Wer mit dem Rad durch Mecklenburg-Vorpommern radele, so f&uuml;hrte Guido Bohsem in der <em>S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/em> seinen pers&ouml;nlichen Armutsbegriff aus, m&uuml;sse feststellen, dass dort die Radwege &raquo;besser in Schuss&laquo; seien als &raquo;manche Autobahn-Br&uuml;cke&laquo; in Westdeutschland. Es gl&auml;nzten Innenst&auml;dte, die D&ouml;rfer seien &raquo;rausgeputzt&laquo; und die Vorg&auml;rten gepflegt. Vor den H&auml;usern st&uuml;nden Mittelklassewagen, wei&szlig; Bohsem von seiner Radtour zu berichten. Ein &raquo;Zerrbild der Wirklichkeit&laquo; zeichne, wer sich bei der Bestimmung und Messung von Armut nicht auf Pfandflaschensammler, Bettler oder Obdachlose beschr&auml;nke, so muss man ihn verstehen. Armut ist ausschlie&szlig;lich offensichtliche Armut. <\/p><p>Bohsems &raquo;gef&uuml;hlte Realit&auml;t&laquo; erinnert an einen Schreiberling, der aus seiner warmen Schreibstube in die kalte Winterlandschaft hinausschaut, das Au&szlig;enthermometer erblickt und erkl&auml;rt, die null Grad, die es anzeige, k&ouml;nnten nicht stimmen. Die Sonne scheine und ihm sei angenehm warm. Parallelwelten nennt man das wohl. Subjektive Wahrnehmungen und Gef&uuml;hle, sogar Lebenserinnerungen werden dem Versuch entgegengesetzt, Einkommensdiskrepanzen zu messen und damit die Gr&ouml;&szlig;e jener Gruppe in Deutschland zu erfassen, die nicht teilhaben kann an &raquo;der allgemeinen Lebensweise&laquo; in dieser Republik.[<a href=\"#foot_29\" name=\"note_29\">29<\/a>] <\/p><p>Das ist der offenkundige Versuch, Armut wieder auf ein absolutes Ma&szlig; zu reduzieren, sogar auf pure physisch-existentielle Not, auf extreme Deprivation: &raquo;Wer Ulrich Schneider zuh&ouml;rt&laquo;, so war nach der Pr&auml;sentation des Parit&auml;tischen Armutsberichtes in der <em>Welt<\/em> zu lesen, &raquo;glaubt sich in einem anderen, fremden Land. In einem Land, in dem die alleinerziehenden M&uuml;tter mit ihren Kindern unter Br&uuml;cken schlafen m&uuml;ssen und in dem die Rentner bettelnd durch die Stra&szlig;en ziehen.&laquo;[<a href=\"#foot_30\" name=\"note_30\">30<\/a>] Die nur notd&uuml;rftig kaschierte Botschaft hinter der Polemik: Da Alleinerziehende in Deutschland offenkundig noch nicht unter Br&uuml;cken schlafen m&uuml;ssen und Rentner in aller Regel nicht bettelnd durch die Stra&szlig;en ziehen, gibt es offensichtlich auch keine Armut in Deutschland. <\/p><p>Kolja Rudzio sieht das &auml;hnlich, wenn er kritisiert, &raquo;dass die Armut, so wie sie hier gemessen wird, wenig mit dem gemein hat, was die meisten Menschen darunter verstehen&laquo;. So schreibt er in der <em>Zeit<\/em>. &raquo;Die meisten Menschen denken bei Armut an Pfandflaschensammler, Bettler und Obdachlose.&laquo; Die Daten des Statistischen Bundesamtes zeichneten dem gegen&uuml;ber ein &raquo;Zerrbild der Wirklichkeit&laquo;.[<a href=\"#foot_31\" name=\"note_31\">31<\/a>] Auch dieser Kommentar l&auml;sst sich in seiner subtilen sprachlichen Wirkung gar nicht anders interpretieren: Armut wird offensichtlich nur dann unverzerrt dargestellt, wenn man sich auf Pfandflaschensammler, Bettler und Obdachlose beschr&auml;nkt. <\/p><p>Es ist &raquo;eine schon mehr als merkw&uuml;rdige Verirrung in l&auml;ngst vergessen geglaubte fr&uuml;he Phasen der Armutsforschung&laquo;, stellt der renommierte Sozialwissenschaftler und Volkswirt Stefan Sell zu recht fest[<a href=\"#foot_32\" name=\"note_32\">32<\/a>], um dann sarkastisch zu fragen: &raquo;Stehen wir vor einer Renaissance der &rsaquo;veterin&auml;rmedizinisch&lsaquo; fundierten Armutsforschung?&laquo;[<a href=\"#foot_33\" name=\"note_33\">33<\/a>] Es ist in der Tat ein R&uuml;ckfall auf einen absoluten Armutsbegriff, den wir l&auml;ngst hinter uns glaubten und der Armut erst dann konstatiert, wenn die Befriedigung ganz elementarer, physischer Grundbed&uuml;rfnisse zur Disposition steht. Und schlimmer noch: Es ist der R&uuml;ckfall auf eine Position, die Armut so lange leugnet, wie man ihr irgendwie ausweichen kann. Es ist der Versuch, die Armut wieder auf Elend zu reduzieren. <\/p><p>Es scheinen diejenigen wieder enger zusammenzur&uuml;cken, denen es gut geht, die erfolgreich sind und die endlich ungest&ouml;rt die vielen wirtschaftlichen und auch sozialpolitischen Erfolge Deutschlands genie&szlig;en wollen: &raquo;Armut ist keine Erfindung der Statistiker&laquo;, schrieb Sebastian Balzter in der <em>Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung<\/em>. &raquo;Es ist deshalb eine Schande, dass der Armutsbericht, den der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband in dieser Woche vorgelegt hat, genau diesen Eindruck hinterl&auml;sst. Nie gab es so viele Erwerbst&auml;tige wie heute. Die L&ouml;hne steigen dank &uuml;ppiger Tarifabschl&uuml;sse auf breiter Front. Die Unternehmen k&ouml;nnen sich das leisten, weil sie blendende Gesch&auml;fte machen. Der private Konsum kennt kaum noch Grenzen. Trotzdem behauptet der Bericht: &rsaquo;Es gibt keinen Zweifel: Die Armut in Deutschland ist auf Rekordhoch.&lsaquo;&laquo;[<a href=\"#foot_34\" name=\"note_34\">34<\/a>] Man ist offensichtlich in Feierstimmung und f&uuml;hlt sich deshalb schlicht &raquo;genervt&laquo; von den &raquo;Armutslobbyisten&laquo;, wie sich ein Kommentator auch ganz unverbl&uuml;mt beklagt.[<a href=\"#foot_35\" name=\"note_35\">35<\/a>]<\/p><p>Man will in Ruhe mit seinem Rad durch Mecklenburg-Vorpommern oder sonst wo herumradeln und die sch&ouml;nen Innenst&auml;dte und gepflegten Vorg&auml;rten genie&szlig;en, ohne sich zu fragen, wie viele Menschen um einen herum keine Arbeit haben, wie viele Menschen von Hartz IV und Grundsicherung im Alter leben m&uuml;ssen oder wie viele Menschen trotz Arbeit so wenig mit nach Hause bringen, dass sie keinen dieser Mittelklassewagen fahren, &uuml;ber die sich unser radelnder Kommentator so gefreut hat.<\/p><p>Armut &raquo;nervt&laquo;. Das stimmt. Und nicht nur das: Sie beeintr&auml;chtigt das Wohlbefinden ganz geh&ouml;rig. Armut ist der Stachel im Fleisch unseres Wohlstandes &ndash; ganz gleich, ob wir ihn im Sessel oder auf dem Fahrradsattel sp&uuml;ren wollen.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] <em>Die Zeit<\/em> v. 26.2.2015, &raquo;Armutsschwindel&laquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] <em>FAZ<\/em> v. 21.2.2015, &raquo;Armut auf dem Papier&laquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] <em>Focus Online<\/em> am 2.4.2015, &raquo;<a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/doenchkolumne\/reiche-verteufeln-beduerftige-erfinden-warum-die-armuts-lobbyisten-nurnoch-nerven_id_4584787.html\">Reiche verteufeln, Bed&uuml;rftige erfinden.Warum die Armutslobbyisten nur noch nerven<\/a>&laquo; (Abfrage 05\/2015)<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] <em>FAZ<\/em> v. 27.4.2015, &raquo;Die tief zerkl&uuml;ftete Republik&laquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Parit&auml;tischer Wohlfahrtsverband (Hg.): &raquo;Die zerkl&uuml;ftete Republik. Bericht zur regionalen Armutsentwicklung in Deutschland 2014&laquo;, von Ricarda Krause, Ulrich Schneider, Gwendolyn Stilling, Christian Woltering, Berlin 2015<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] <em>Die Welt<\/em> v. 19.2.2015, &raquo;Die Wahrheit &uuml;ber die Armut in Deutschland&laquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] <em>S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/em> v. 21.2.2015, &raquo;Falsch berechnet&laquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] <em>Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/em> vom 24.2.2015, &raquo;Zweifelhaftes Ma&szlig;, falsche Rezepte &ndash; Deutschland rechnet sich arm&laquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Parit&auml;tischer Wohlfahrtsverband (Hg.): &raquo;&rsaquo;&hellip; wessen wir uns sch&auml;men m&uuml;ssen in einem reichen Land &hellip;&lsaquo; Armutsbericht des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbandes f&uuml;r die Bundesrepublik Deutschland&laquo;, in: <em>Bl&auml;tter der Wohlfahrtspflege<\/em> 11\/12\/1989<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] vgl. die parlamentarische Fragestunde zum Armutsbericht des Parit&auml;tischen am 25. April 1999, Deutscher Bundestag: &raquo;Protokoll der 206. Sitzung vom 25.4.1999&laquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Thomas Linke, &raquo;Grund zum Nachdenken&laquo;, in: <em>Die Welt<\/em> v. 10.11.1989<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] DGB, Parit&auml;tischer Wohlfahrtsverband (Hg.): &raquo;Armut in Deutschland&laquo;, von Walter Hanesch, Wilhelm Adamy, Rudolf Martens, Doris Rentzsch, Ulrich Schneider, Ursula Schubert, Martin Wi&szlig;kirchen, Reinbek bei Hamburg 1994<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, DGB, Parit&auml;tischer Wohlfahrtsverband (Hg.): &raquo;Armut und Ungleichheit in Deutschland&laquo;, von Walter Hanesch, Peter Krause, Gerhard B&auml;cker, Michael Maschke, Birgit Otto, Reinbek bei Hamburg 2000<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Parit&auml;tischer Wohlfahrtsverband (Hg.): &raquo;Unter unseren Verh&auml;ltnissen&hellip; &ndash; der erste Armutsatlas f&uuml;r Regionen in Deutschland&laquo;, von R. Martens, Berlin 2009<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] Parit&auml;tischer Wohlfahrtsverband (Hg.): &raquo;Von Verh&auml;rtungen und neuen Trends. Bericht zur regionalen Armutsentwicklung in Deutschland 2011&laquo;, von Ulrich Schneider, Gwendolyn Stilling, Christian Woltering, Berlin 2011; Parit&auml;tischer Wohlfahrtsverband (Hg.): &raquo;Positive Trends gestoppt, negative Trends beschleunigt. Bericht zur regionalen Armutsentwicklung in Deutschland 2012&laquo;, Berlin 2012; Parit&auml;tischer Wohlfahrtsverband (Hg.): &raquo;Zwischen Wohlstand und Verarmung: Deutschland vor der Zerrei&szlig;probe. Bericht zur regionalen Armutsentwicklung in Deutschland 2013&laquo;, von Ulrich Schneider, Gwendolyn Stilling, Christian Woltering, Ricarda Krause, Berlin 2013; Parit&auml;tischer Wohlfahrtsverband (Hg.): &raquo;Die zerkl&uuml;ftete Republik. Bericht zur regionalen Armutsentwicklung in Deutschland 2014&laquo;, von Ricarda Krause, Ulrich Schneider, Gwendolyn Stilling, Ulrich Schneider, Berlin 2015<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] vgl. zum politischen und publizistischen Widerstand gegen den relativen Armutsbegriff ausf&uuml;hrlich die Ausf&uuml;hrungen von Christoph Butterwegge in diesem Band<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] <em>S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/em> v. 21.2.2015, &raquo;Falsch berechnet&laquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] <em>FAZ<\/em> v. 27.4.2015, &raquo;Die tief zerkl&uuml;ftete Republik&laquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] <em>Focus Online<\/em> v. 2.4.2015, &raquo;<a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/doenchkolumne\/reiche-verteufeln-beduerftige-erfinden-warum-die-armuts-lobbyisten-nurnoch-nerven_id_4584787.html\">Reiche verteufeln, Bed&uuml;rftige erfinden. Warum die Armutslobbyisten nur noch nerven<\/a>&laquo; (Abfrage 05\/2015)<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] <em>SZ<\/em> v. 3.4.2015, &raquo;Wer in Deutschland arm ist&laquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] <em>Die Zeit<\/em> v. 26.2.2015, &raquo;Armutsschwindel&laquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] <em>FAZ<\/em> v. 21.2.2015, &raquo;Arm auf dem Papier&laquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_23\" name=\"foot_23\">&laquo;23<\/a>] <em>Focus Online<\/em> v. 2.4.2015, &raquo;Reiche verteufeln, Bed&uuml;rftige erfinden. Warum die Armutslobbyisten nur noch nerven&laquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_24\" name=\"foot_24\">&laquo;24<\/a>] <em>Focus Online<\/em> v. 28.4.2015, &raquo;<a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/wirtschaftsticker\/waechst-die-armut-wirklich-kritik-an-sozialverbaenden_id_4643270.html\">W&auml;chst die Armut wirklich? Kritik an Sozialverb&auml;nden<\/a>&laquo; (Abfrage 05\/2015)<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_25\" name=\"foot_25\">&laquo;25<\/a>] vgl. Harald Martenstein: &raquo;&Uuml;ber Armutsforscher und Nesthocker&laquo;, in: <em>Zeit Magazin<\/em> Nr. 20\/2015<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_26\" name=\"foot_26\">&laquo;26<\/a>] <em>Focus Online<\/em> v. 2.4.2015, &raquo;Reiche verteufeln, Arme erfinden&laquo;; Harald Martenstein: &raquo;&Uuml;ber Armutsforscher und Nesthocker&laquo;, in: <em>Zeit Magazin<\/em> Nr. 20\/2015,<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_27\" name=\"foot_27\">&laquo;27<\/a>] <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/deutschland-rechnet-sicharm-1.18489800\">Deutschland rechnet sich arm<\/a> in <em>NZZ<\/em> (Abfrage 05\/2015)<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_28\" name=\"foot_28\">&laquo;28<\/a>] <em>S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/em> v. 21.2.2015, &raquo;Falsch berechnet&laquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_29\" name=\"foot_29\">&laquo;29<\/a>] &Auml;hnlich auch Georg Cremer in der <em>FAZ<\/em> v. 27.4.2015: &raquo;Die Behauptung, noch nie h&auml;tten so viele Menschen hierzulande in Armut gelebt wie heute, suggeriert ein absolutes Ma&szlig; an Armut und widerspricht der Lebenserfahrung aller, die sich an die materielle Situation in Deutschland in fr&uuml;heren Dekaden erinnern k&ouml;nnen.&laquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_30\" name=\"foot_30\">&laquo;30<\/a>] <em>Die Welt<\/em> v. 19.2.2015 unter der Rubrik &raquo;Wohlstand&laquo;: &raquo;Die Wahrheit &uuml;ber die Armut in Deutschland&laquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_31\" name=\"foot_31\">&laquo;31<\/a>] <em>Die Zeit<\/em> v. 26.2.2015, &raquo;Armutsschwindel&laquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_32\" name=\"foot_32\">&laquo;32<\/a>] &raquo;<a href=\"http:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2015\/04\/3-armut-und-herkunft.html\">Das doppelte Kreuz mit der Armut und der Herkunft: Die (angeblichen) Armutskonstrukteure schl&auml;gt man und die St&auml;ndegesellschaft 2.0 wird nur angeleuchtet<\/a>&laquo;, Blogeintrag v. 3.4.2015 (Aufruf 05\/2015)<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_33\" name=\"foot_33\">&laquo;33<\/a>] &raquo;<em>Die Armut kriegen wir auch noch wegdefiniert. Stehen wir vor einer Renaissance der &rsaquo;veterin&auml;rmedizinisch&lsaquo; fundierten Armutsberichterstattung?<\/em>&laquo; Blogeintrag vom 27. M&auml;rz 2015 (Abfrage 05\/2015)<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_34\" name=\"foot_34\">&laquo;34<\/a>] &raquo;Armut auf dem Papier&laquo;, in: <em>FAS<\/em> v. 21.2.2015<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_35\" name=\"foot_35\">&laquo;35<\/a>] <em>Focus Online<\/em> am 2.4.2015, &raquo;<a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/doenchkolumne\/reiche-verteufeln-beduerftige-erfinden-warum-die-armuts-lobbyisten-nur-noch-nerven_id_4584787.html\">Reiche verteufeln, Bed&uuml;rftige erfinden. Warum die Armutslobbyisten nur noch nerven<\/a>&laquo; (Abfrage 05\/2015)<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float:right; margin: 0 15px 15px 0;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/151116-Schneider_Kampf_Armut_120RGB.jpeg\" alt=\"Ulrich Schneider - Kampf um die Armut\" title=\"Ulrich Schneider - Kampf um die Armut\"\/><\/div>\n<p>&raquo;Zerrbild&laquo;[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>], &raquo;Etikettenschwindel&laquo;[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>], &raquo;Horrorstudie&laquo;[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>], &raquo;Panische &Uuml;berzeichnung&laquo; und &raquo;Skandalisierung&laquo;[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]. So rauschte es im Februar und M&auml;rz 2015 durch den konservativ-liberalen und neoliberalen Bl&auml;tterwald. Was war passiert? Eigentlich<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28754\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[123,183,146,132],"tags":[1649,882,213,526,1544,407,1239,2081,291],"class_list":["post-28754","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kampagnentarnworteneusprech","category-medienkritik","category-soziale-gerechtigkeit","category-ungleichheit-armut-reichtum","tag-armutsbericht","tag-armutsgefaehrdung","tag-butterwegge-christoph","tag-hengsbach-friedhelm","tag-kampagnenjournalismus","tag-paritaetischer","tag-schneider-ulrich","tag-sell-stefan","tag-verteilungsgerechtigkeit"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/28754","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=28754"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/28754\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":50013,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/28754\/revisions\/50013"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=28754"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=28754"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=28754"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}