{"id":28781,"date":"2015-11-17T09:01:44","date_gmt":"2015-11-17T08:01:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28781"},"modified":"2015-11-17T09:01:44","modified_gmt":"2015-11-17T08:01:44","slug":"hinweise-des-tages-2504","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28781","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/AM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28781#h01\">Paris<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28781#h02\">Hollande inszeniert sich als Kriegspr&auml;sident <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28781#h03\">Analyse des Terrors<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28781#h04\">Neoliberale missbrauchen die gegenw&auml;rtige Zuwanderung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28781#h05\">Horst Seehofer muss sich zu &bdquo;unseren Werten&ldquo; bekennen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28781#h06\">Inequality &ndash; what can be done?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28781#h07\">Ein Kniefall vor den Arbeitgebern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28781#h08\">Warum der Qualit&auml;tspakt Lehre nicht die L&ouml;sung ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28781#h09\">40 Jahre 40-Stunden-Woche in &Ouml;sterreich. Und jetzt? Revolution?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28781#h10\">Wem und wie viel Griechenland schuldet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28781#h11\">Superspender der US-Republikaner: Die Milliardenwette<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28781#h12\">F&uuml;nf Konzerne teilen das Internet unter sich auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28781#h13\">Kaum Vorteile durch TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28781#h14\">TV-Tipp: Die Anstalt heute um 23:15 Uhr im ZDF<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28781&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Paris<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Die Rhetorik des Krieges<\/strong><br>\nNach den Terroranschl&auml;gen in Paris verwendet selbst die ansonsten eher n&uuml;chtern agierende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Kriegsrhetorik. Zahlreiche Politiker sprechen offen von einem Krieg gegen den Islamischen Staat. Doch sollte der Westen &uuml;berhaupt den Begriff &ldquo;Krieg&rdquo; verwenden? Nein, findet der Publizist und Historiker Rafael Seligmann. Der richtige Begriff sei nicht &ldquo;Krieg&rdquo; sondern &ldquo;Auseinandersetzung&rdquo;, sagte Seligmann im Deutschlandradio Kultur.<br>\nAbgesehen von der Begrifflichkeit ist er der &Uuml;berzeugung: &ldquo;Es w&auml;re ein fataler Fehler, sich in eine milit&auml;rische Auseinandersetzung hineinziehen zu lassen.&rdquo;<br>\nDie Verwendung des Begriffes bezeichnet der Historiker als Hilflosigkeit. &ldquo;Man m&ouml;chte die Bev&ouml;lkerung beruhigen.&rdquo; Auch werde gar nicht versucht zu erkl&auml;ren, was Krieg bedeutet.<br>\nWeiter kritisiert Seligmann, dass nicht gesagt werde, woher ein gro&szlig;er Teil der Tr&auml;ger dieses Krieges in Europa komme &ndash; n&auml;mlich aus Belgien und Frankreich selbst: &ldquo;Das sind entwurzelte, radikalisierte Jugendliche.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/anschlaege-in-paris-die-rhetorik-des-krieges.2165.de.html?dram:article_id=337047\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Unmenschlichkeit dieser Anschl&auml;ge darf uns nicht unserer Menschlichkeit berauben<\/strong><br>\nmit einem grinsenden Smiley bejubelt Matthias Matussek, Autor der &bdquo;Welt&ldquo;, auf Facebook die Anschl&auml;ge von Paris, um sie f&uuml;r sein rassistisches Weltbild zu gebrauchen: &bdquo;Ich sch&auml;tze mal, der Terror von Paris wird auch unsere Debatten &uuml;ber offene Grenzen und eine Viertelmillion unregistrierter junger islamischer M&auml;nner im Lande in eine ganz neue frische Richtung bewegen.&ldquo; Aber ist es nicht so, dass diese &bdquo;unregistrierten jungen M&auml;nner und Frauen&ldquo; genau vor diesem Terror fliehen? Vor den M&ouml;rderbanden des IS?<br>\nAnstatt alle islamischen M&auml;nner unter Generalverdacht zu stellen, sollte man einfach mal nachdenken: Derart gut ausger&uuml;stete Attent&auml;ter begeben sich ganz sicher nicht schwer bewaffnet auf eine monatelange Flucht &uuml;bers Mittelmeer, sie sind von gut vernetzten und finanziell bestens ausgestatteten Organisationen mit Waffen best&uuml;ckt und geschickt. So schrecklich es ist, aber nun bekommen wir einmal mehr etwas davon mit, in welcher Angst Millionen von Menschen seit Jahren leben m&uuml;ssen, tagt&auml;glich Terror und Bombenangriffen ausgeliefert. Und wer wei&szlig;, wenn man die Waffen der Terroristen zur&uuml;ckverfolgen w&uuml;rde, ob man nicht immer wieder auch auf Waffen deutscher Herstellung sto&szlig;en w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/2015\/11\/16\/die-unmenschlichkeit-dieser-anschlaege-darf-uns-nicht-unserer-menschlichkeit-berauben\/\">Konstantin Wecker, Hinter den Schlagzeilen<\/a><\/li>\n<li><strong>Sind arabische Leben weniger wert?<\/strong><br>\nAls ein Freund mir nach Mitternacht sagte, ich solle mir die Nachrichten aus Paris ansehen, hatte ich erst einmal keine Ahnung, dass ich den Stadtplan einer Stadt sehen w&uuml;rde, die ich liebe, nur dass er die Tatorte mehrerer gleichzeitiger Terrorangriffe zeigte. Ich zoomte n&auml;her heran. Einer der Tatorte lag genau dort, wo ich 2013 gewohnt hatte, auf demselben Boulevard.<br>\nJe l&auml;nger ich las, desto h&ouml;her stieg die Zahl der Toten. Es war schrecklich; es war entmenschlichend; es war v&ouml;llig und unwiderruflich hoffnungslos: 2015 endete so, wie es begonnen hatte &ndash; mit Terroranschl&auml;gen, die im Libanon und in Frankreich beinahe zur selben Zeit stattfanden &ndash; ausgef&uuml;hrt von verr&uuml;ckten Kreaturen, die Hass, Angst und Tod verbreiteten, wohin sie auch gingen.<br>\nHeute Morgen bin ich aufgewacht und zwei St&auml;dte waren zerbrochen. Meine Freunde in Paris, die noch gestern gefragt hatten, was denn in Beirut passiert sei, lernten nun pl&ouml;tzlich die andere Seite kennen. Unsere beiden Hauptst&auml;dte waren zerbrochen und vernarbt. F&uuml;r uns hier waren das vielleicht alte Nachrichten, f&uuml;r sie aber Neuland. Mehr als 128 unschuldige Zivilisten aus Paris sind nicht l&auml;nger bei uns. Am Tag zuvor waren 45 unschuldige Zivilisten aus Beirut nicht l&auml;nger bei uns. Die Opferzahlen steigen, aber wir lernen offenbar nie dazu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/blogeintrag-zu-terroropfern-sind-arabische-leben-weniger-wert-1.2739151\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Im haupts&auml;chlich von den USA und ihrem Hauptverb&uuml;ndeten Saudi-Arabien angezettelten syrischen B&uuml;rgerkrieg sterben vermutlich hunderte Menschen am Tag und im &bdquo;Westen&ldquo; kr&auml;ht kein Hahn danach.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zweierlei Ma&szlig; &ndash; Nach den Terrorattacken von Paris<\/strong><br>\nDas Gemetzel in Paris ist ersch&uuml;tternd, und unsere Gedanken sind bei den vielen Opfern und deren Angeh&ouml;rigen. Das Entsetzen l&auml;sst sich nur schwer in Worte fassen. Und dennoch klingt die von vielen unserer Politiker und Medien zelebrierte Betroffenheit falsch. Das trifft auch auf die Kanzlerin zu, die sich am Samstag morgen &auml;u&szlig;erte: &raquo;Hinter uns liegt eine der schrecklichsten N&auml;chte, die Europa seit langer Zeit erlebt hat. Die Menschen in Paris m&uuml;ssen einen Alptraum von Gewalt, Terror und Angst durchleiden.&laquo; Offensichtlich haben Frau Merkel und ihr Redenschreiber vergessen, was vor nicht allzulanger Zeit in Odessa geschah. Im dortigen Gewerkschaftshaus und in seiner N&auml;he wurden im Mai 2014 mehr als einhundert Menschen kaltbl&uuml;tig ermordet. Entweder verbrannten sie in dem von Faschisten angez&uuml;ndeten und blockierten Geb&auml;ude, oder sie wurden erschossen, sobald sie sich an den Fenstern zeigten. Und wenn es jemand trotzdem schaffte, ins Freie zu springen, wurde er, mit gebrochenen Knochen am Boden liegend, von gr&ouml;lenden Nazis totgeschlagen.<br>\nDieses Massaker war in Deutschland allenfalls eine Randnotiz wert. Anteilnahme und Mitgef&uuml;hl passten da nicht ins politische Kalk&uuml;l, schlie&szlig;lich hofierte man die neuen faschistischen Machthaber in Kiew. Und bei den Ermordeten handelte es sich ohnehin nur um &raquo;Russenfreunde&laquo;. Bei den Franzosen sieht das f&uuml;r Frau Merkel offenbar anders aus: &raquo;Wir, die deutschen Freunde, f&uuml;hlen uns Ihnen so nah. Wir weinen mit Ihnen.&laquo; Weinen tut sie jedoch nicht, wenn ein von ihrem Freund Obama genehmigter Abschuss einer Drohnenrakete mal wieder 30, 40 oder mehr feiernde Kinder, Frauen und M&auml;nner einer Hochzeitsgesellschaft ermordet. Merkel weinte auch nicht, als vor wenigen Tagen eine mit hoher Wahrscheinlichkeit von &raquo;gem&auml;&szlig;igten&laquo; Terroristen gelegte Bombe in Beirut 40 unschuldige Menschen in den Tod riss. Auch k&auml;me in den hiesigen staatstragenden Medien niemand in den Sinn zu schreiben: &raquo;Wir sind jetzt alle Libanesen&laquo;. Nein, das Mitgef&uuml;hl unserer Politiker und Journalisten gilt nur h&ouml;herwertigen Menschen der westlichen &raquo;Wertegemeinschaft&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/11-16\/120.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ebenfalls mit keinem Wort wird in der aktuellen Berichterstattung erw&auml;hnt, dass sich der IS nach wie vor aus den Golfstaaten finanziert. Auch aus Saudi Arabien, das von Deutschland mit Waffen beliefert wird. <\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Hollande inszeniert sich als Kriegspr&auml;sident<\/strong><br>\nAnders als im Januar machen die konservativen Republikaner diesmal sofort mit Extremforderungen Druck. Republikaner-Chef Sarkozy will mehreren Tausend Terrorverd&auml;chtigen prophylaktisch Fu&szlig;fesseln anlegen. Sein Generalsekret&auml;r verlangt, die Verd&auml;chtigen &ndash; ohne Urteil &ndash; in Internierungslager zu stecken. Der Druck wird noch zunehmen, denn im Dezember sind Regionalwahlen. Dann ist Hollande mit seinen Sozialisten wieder allein.<br>\nWie um die Einheit steht es auch um die Macht von Pr&auml;sident und Nation nicht zum Besten. Die Terroristen vom Freitag waren den Beh&ouml;rden als radikalisierte, wom&ouml;glich zu Anschl&auml;gen bereite Menschen bekannt. Die Dienste rechneten mit einer Attentatswelle und bereiteten sich darauf vor. Dennoch konnten sie diesen blutigen Freitag nicht verhindern. Je schneller die Aufkl&auml;rung nun vorankommt, desto mehr werden sich die B&uuml;rger fragen, warum man vorher nichts gemerkt hat. Und wenn es Pannen gab, wird jemand die politische Verantwortung &uuml;bernehmen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/frankreich-der-kriegspraesident-1.2739314\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Hollande will den Ausnahmezustand auf drei Monate ausdehnen. Ein entsprechender Gesetzentwurf sei bereits ausgearbeitet wie <a href=\"http:\/\/www.lemonde.fr\/attaques-a-paris\/article\/2015\/11\/16\/hollande-la-france-intensifiera-ses-operations-en-syrie_4811147_4809495.html#B6itctzb80MBsL1Q.99\">Le Monde<\/a>) berichtet und soll am Mittwoch dem Parlament vorgelegt werden. Dieser sieht die Einschr&auml;nkung b&uuml;rgerlicher Freiheitsrechte vor. Au&szlig;erdem will Hollande die EU-Partner zum milit&auml;rischen wie finanziellen Beistand <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/anti-terror-kampf-hollande-fordert-von-eu-partnern-hilfe-ein\/12598032.html\">verpflichten<\/a>. Frankreich nutze daf&uuml;r erstmals eine besondere Klausel des EU-Vertrags.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Wo bleibt die Solidarit&auml;t?<\/strong><br>\nNach dem Terroranschlag hat Frankreich den Ausnahmezustand verl&auml;ngert. Die Regierung in Paris spricht sogar von Krieg. Doch in Br&uuml;ssel und Berlin will man davon nichts wissen &ndash; duckt sich EUropa weg? [&hellip;]<br>\nNun besteht die Gefahr, dass Frankreich &uuml;berreagiert, mit immer neuen Luftangriffen in Syrien, mit einer Menschenjagd in den Banlieues, mit Total&uuml;berwachung und Abschottung. [&hellip;]<br>\nDabei w&auml;re es h&ouml;chste Zeit, endlich Politik zu machen. Der Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, sagt Clausewitz. Doch Europa hat keine Au&szlig;enpolitik, keine Fl&uuml;chtlingspolitik, keine Strategie. Frankreich hatte all das einmal, und die Versuchung in Paris ist gro&szlig;, das alles zur&uuml;ckzufordern, einen nationalen Alleingang zu versuchen. Dies wird nur zu verhindern sein, wenn EUropa endlich aufwacht. Die Schlafwandler in Br&uuml;ssel und Berlin m&uuml;ssen Politik machen. Sonst wird der Ausnahmezustand bald ganz Europa einholen. Der Krieg vermutlich auch&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/ausnahmezustand-krieg\">Eric Bonse, Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Analyse des Terrors<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>G 20: Terrorfinanzierung austrockenen<\/strong><br>\nWer den Terror bek&auml;mpfen will, muss die Terrorfinanzierung beenden. Dies erfordert Druck auf die T&uuml;rkei statt fauler Deals&rdquo;, kommentiert der Europaabgeordnete Fabio De Masi (DIE LINKE.) den Gipfel der 20 m&auml;chtigsten Industrienationen in der T&uuml;rkei. Das Mitglied im Ausschuss f&uuml;r Wirtschaft und W&auml;hrung weiter:<br>\n&ldquo;Die mutma&szlig;liche Verantwortung islamistischer Terroristen f&uuml;r die furchtbaren Anschl&auml;ge von Paris sind ohne ein starkes logistisches und finanzielles Netzwerk undenkbar. Der NATO-Staat T&uuml;rkei sowie Saudi-Arabien und Katar haben etwa den Islamischen Staat nachweislich gef&ouml;rdert. Trotz der Verpflichtung zur Austrocknung von Finanzstr&ouml;men des IS&rsquo; durch einschl&auml;gige UN-Resolutionen und EU-Verordnungen floriert dessen &Ouml;l-Handel &uuml;ber die T&uuml;rkei. Weder der Europ&auml;ische Rat, die EU-Kommission noch die Bundesregierung konnten auf parlamentarische Anfragen hin ergriffene Sanktionen zur Austrocknung von Finanzstr&ouml;men des IS&rsquo; benennen (Antworten siehe Anhang zu dieser Pressemitteilung). Entweder es gibt diese Sanktionen nicht oder ein Informationsaustausch findet nicht wie vorgesehen statt. Beides ist ein Skandal.<br>\nDie verdeckten und offenen milit&auml;rischen Operationen des Westens sowie Waffenlieferungen -ob im Irak, Libyen oder Syrien &ndash; haben den IS erst aufgebaut und Flucht und Vertreibung verursacht. Der vermeintliche Krieg gegen den Terror ist daher ein Krieg f&uuml;r den Terror.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/642.g-20-terrorfinanzierung-austrocknen.html\">Fabio de Masi<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Auch wenn aufmerksame Leser schmunzeln m&ouml;gen, muss hier unvermeidlich wieder auf die <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/naher-osten-wir-machen-uns-unsere-feinde-selbst.1310.de.html?dram:article_id=314398\">profunde Analyse<\/a> Michael L&uuml;ders verwiesen werden, der klipp und klar darauf hinweist, das ohne den Irakkrieg von 2003 und die westliche Politik gegen&uuml;ber Assad in Syrien sich der Erfolg des &bdquo;Islamischen Staates&ldquo; nicht begreifen l&auml;sst. Das Interview mit Michael L&uuml;ders stammt bereits aus dem M&auml;rz dieses Jahres, ist aber vor dem Hintergrund der Anschl&auml;ge in Paris aktueller denn je.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Michael L&uuml;ders: Wer den Wind s&auml;t. Was westliche Politik im Orient anrichtet<\/strong><br>\nC.H.Beck, 175 Seiten, 14,95 Euro, ISBN 978-3-406-67749-6<\/p><\/li>\n<li><strong>J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer &uuml;ber den Islamischen Staat<\/strong><br>\nJ&uuml;rgen Todenh&ouml;fer: &ldquo;Al-Qaida ist Kinderkram neben dem Islamischen Staat &ndash; der Islamische Staat ist gef&auml;hrlich wegen seiner fanatischen, simplen Ideologie, die alles vereinfacht. Du darfst deine Gegner totschlagen, du darfst sie qu&auml;len, du darfst sie foltern. Du darfst alles mit ihnen machen. Und die Kombination dieses Fanatismus mit einem milit&auml;rischen Drill, den sie bekommen haben von Ex-Offizieren von Saddam Husseins, die in der neuen Gesellschaft ausgeschlossen worden sind, ihre Jobs verloren haben und ihre Familie nicht mehr ern&auml;hren konnten. Das ist eine ganz gef&auml;hrliche Mischung.&rdquo;<br>\nF&uuml;r Todenh&ouml;fer ist der IS ein Produkt des Westens &ndash; ein Monster, entstanden durch den Irak-Krieg 2003. Auf seiner Facebook-Seite l&auml;sst Todenh&ouml;fer keine Zweifel an den wahren Schuldigen f&uuml;r den Terrorismus.<br>\nDer Irakkrieg war ein idealer N&auml;hrboden f&uuml;r den IS: hundertausende tote Zivilisten, Leid, Elend, Rachegef&uuml;hle. Gleichzeitig wurden die Armee und die sunnitischen Eliten des Landes entlassen &ndash; schlossen sich der neu gegr&uuml;ndeten Organisation an.<br>\nJ&uuml;rgen Todenh&ouml;fer: &ldquo;Der IS entstand als unmittelbare Reaktion auf den Einmarsch von George W. Busch im Irak. Urspr&uuml;nglich hatte der Jordanier Zarquawi vorgehabt, dass Jordanische K&ouml;nigshaus zu st&uuml;rzen, und dann marschiert Busch im Irak ein &ndash; und er sah das als goldene Gelegenheit an, eine brutale Terror-Organisation aufzubauen, die sich dann immer weiter entwickelt hat und heute IS hei&szlig;t.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wissen-kultur\/ttt\/sendung\/sendung-vom-15112015-104.html\">Das Erste<\/a>\n<p><strong>dazu: Werner R&uuml;gemer gibt einige Hinweise, verbunden mit einer kritischen Einleitung:<\/strong><br>\nanbei einige Artikel, die den Hintergrund der Pariser Anschl&auml;ge etwas genauer fassen als Ihr das bisher tut. Hauptpunkt ist der west-b&uuml;ndnispartner Saudi-Arabien, der die Syrien &bdquo;L&ouml;sung&rdquo; diktiert und die terroristische Opposition gegen Assad weiter unterst&uuml;tzt, den Sudan einbezieht und im Jemen ein Blutbad anrichtet und die Bev&ouml;lkerung in die Flucht treibt (soweit nicht ermordet). Plus deutsche Waffenlieferungen an Saudi-Arabien und Oman &ndash; das ist die &ldquo;Lebensweise des Westen&rdquo;.<br>\nBerechtigte Trauer nach der IS-Barbarei in Paris!<br>\nDie Reaktion der NATO-Staaten immer sch&ouml;n stramm an der Seite des im Nahen Osten schlimmsten Regimes Saudi-Arabien ist umso krasser:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>der n&auml;chste von der Saudi-Arabischen Kriegskoalition (mit NATO-Unterst&uuml;tzung) gef&uuml;hrte Krieg im Jemen inklusive drohender Fl&uuml;chtlingskatastrophen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/menschenrechte.eu\/index.php\/meldung-im-detail\/items\/jemen-kriegskatastrophe.html\">menschenrechte.eu<\/a><\/li>\n<li><strong>die n&auml;chste Panzerlieferung der Firma Krauss-Maffei in den Oman<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/oman-krauss-maffei-wegmann-will-panzer-in-das-sultanat-liefern-a-1062508.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Saudi Arabien (!!!) diktiert den NATO-Partnern im Rahmen eines &ldquo;Friedensplans&rdquo; den Sturz der syrischen Regierung und die Unterst&uuml;tzung der dortigen radikal-islamistischen Opposition: der n&auml;chste kaputte Staat nach Irak und Libyen&hellip; mit wie vielen weiteren Fl&uuml;chtlingen&hellip; ? <\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.euronews.com\/2015\/11\/14\/friedensplan-syrien-soll-binnen-sechs-monaten-uebergangsregierung-erhalten\/\">Euronews<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><strong>Die syrische Spur<\/strong><br>\nNach den Pariser Terroranschl&auml;gen vom vergangenen Freitag verfolgen die franz&ouml;sischen Ermittler eine &ldquo;syrische Spur&rdquo;. Es spreche einiges daf&uuml;r, dass die T&auml;ter einen Hintergrund in den Terrorstrukturen h&auml;tten, die sich im Verlauf des Syrien-Krieges in dem Land festsetzen konnten, urteilen Experten. Der Terror in Syrien, der seit der Jahreswende 2011\/2012 Suizid-Anschl&auml;ge mit Dutzenden Toten hervorbringt, ist vom Westen, auch von Deutschland, weithin ignoriert worden, weil er sich gegen den gemeinsamen Gegner Bashar al Assad richtete. Dabei fielen ihm bereits in der ersten Jahresh&auml;lfte 2012 mehr Menschen zum Opfer, als in diesem Jahr bei den schrecklichen Attentaten in Frankreich get&ouml;tet wurden. Enge Verb&uuml;ndete der Bundesrepublik, insbesondere Saudi-Arabien und die T&uuml;rkei, finanzierten Terrorstrukturen wie den Al Qaida-Ableger &ldquo;Al Nusra-Front&rdquo; und den &ldquo;Islamischen Staat&rdquo; (IS) und leisteten ihnen logistische Hilfe. Die Chance, im Syrien-Krieg zu einer Verhandlungsl&ouml;sung zu kommen und damit dem entstehenden Terror das Wasser abzugraben, wurde auch von Berlin in der ersten Jahresh&auml;lfte 2012 vergeben. Genutzt hat dies Organisationen wie der Al Nusra-Front und dem IS, die systematisch erstarken konnten &ndash; und den Terror nun nach Europa tragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59252\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man muss festhalten so brutal die Diktatur Assads war und ist, Syrien war ein funktionierendes Land, bis prim&auml;r die USA versucht haben, Assad um jeden Preis zu st&uuml;rzen und damit das Chaos und die Gewalt in der Region noch weiter potenziert haben.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Pentagon-Bericht enth&uuml;llt: USA lie&szlig;en den IS gew&auml;hren<\/strong><br>\nEine der g&auml;ngigsten Verschw&ouml;rungstheorien zum Islamischen Staat ist, er sei ein Produkt der USA. Die Enth&uuml;llung geheimer Dokumente zeigt, dass die Amerikaner der Entstehung des IS zumindest nichts entgegensetzt haben &ndash; weil sie darin eine Chance sahen.<br>\nDie Regierung der USA ahnte schon vor drei Jahren, dass eine islamistische Terrororganisation im Osten Syriens einen eigenen Staat ausrufen k&ouml;nnte. Das belegen Dokumente der amerikanischen Defense Intelligence Agency (DIA), die der britische Enth&uuml;llungsjournalist Nafeez Ahmed ausgewertet hat. Der Artikel ist auf der durch freiwillige Spenden (&ldquo;Crowdfunding&rdquo;) finanzierten Plattform &ldquo;Insurge Intelligence&rdquo; erschienen.<br>\nAhmed schreibt unter Berufung auf die Dokumente, dass die USA und westliche Staaten gemeinsam mit der T&uuml;rkei und sunnitischen Golfstaaten wissentlich radikal-islamische Gruppen in Syrien unterst&uuml;tzt h&auml;tten. Dabei h&auml;tten sie in Kauf genommen, dass sich diese im weiteren Verlauf des Krieges zu einer gro&szlig;en neuen islamistischen Terrorgruppe zusammenschlie&szlig;en k&ouml;nnten.<br>\nGenau das ist mit dem &ldquo;Islamischen Staat&rdquo; vor etwa zwei Jahren auch geschehen. Es wurde vom Pentagon jedoch &ndash; trotz aller ebenfalls erkannten Gefahren &ndash; als hilfreich bei der Destabilisierung des syrischen Regimes gesehen. Die offizielle Version, wonach die USA nur &ldquo;moderate&rdquo; Rebellengruppen im Syrienkrieg unterst&uuml;tzt haben, sei damit falsch. Wom&ouml;glich ist das eine Erkl&auml;rung daf&uuml;r, dass der IS sich lange Zeit ungehindert formieren und ausbreiten konnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/USA-liessen-den-IS-gewaehren-article15177536.html\">n-tv<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Neoliberale missbrauchen die gegenw&auml;rtige Zuwanderung<\/strong><br>\nW&auml;hrend der Reichtum in Deutschland w&auml;chst und die Armut zunimmt, wird in der &Ouml;ffentlichkeit das Thema ignoriert, w&auml;hrend die Politik Wohlhabende honoriert und Arme diskriminiert. Die Fl&uuml;chtlingsdebatte wird diese Entwicklung noch weiter sch&uuml;ren, sofern keine Umstellung an den Parameter gesellschaftlicher Verteilung vorgenommen wird. Ein Gespr&auml;ch mit dem Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge, der in dem Sammelband &ldquo;Kampf um die Armut &ndash; Von echten N&ouml;ten und neoliberalen Mythen&rdquo; einen Beitrag zum Armutsbegriff verfasst und in dem Buch &ldquo;Reichtumsf&ouml;rderung statt Armutsbek&auml;mpfung&rdquo; die sozial- und steuerpolitischen Taten der Gro&szlig;en Koalition bilanziert hat.<br>\nHerr Butterwegge, Sie schreiben in Ihrem Aufsatz &ldquo;Armut &ndash; sozialpolitischer Kampfbegriff oder ideologisches Minenfeld?&rdquo;, dass die Art und Weise, wie eine Gesellschaft mit den Armen umgehe, ein Pr&uuml;fstein daf&uuml;r sei, &ldquo;ob sie als human, sozial und demokratisch gelten&rdquo; k&ouml;nne: Wie human, sozial und demokratisch ist die Bundesrepublik?<br>\nChristoph Butterwegge: Sie ist heute weniger denn je seit ihrer Gr&uuml;ndung 1949 human, sozial und demokratisch, weil Erwerbslose und Arme seit den &ldquo;Agenda&rdquo;-Reformen und den sogenannten Hartz-Gesetzen kurz nach der Jahrtausendwende noch st&auml;rker als fr&uuml;her zu Faulenzern, Dr&uuml;ckebergern und Sozialschmarotzern erkl&auml;rt und stigmatisiert werden. Dass sich die Betroffenen meist resigniert ins Privatleben zur&uuml;ckziehen und kaum noch Einfluss auf politische Willensbildungs- und Entscheidungsprozesse nehmen, ist eine Folge ihrer sozialen Ausgrenzung und eine Gefahr f&uuml;r die Demokratie.<br>\nW&auml;hrend die Wahlbeteiligung bei Bundestagswahlen in gutb&uuml;rgerlichen Wohnvierteln nach wie vor bei fast 90 Prozent liegt, gehen Langzeiterwerbslose, Geringverdiener und Transferleistungsbezieher kaum noch w&auml;hlen. In manchen Gro&szlig;st&auml;dten der Bundesrepublik betr&auml;gt die Differenz zwischen der Wahlbeteiligung in Nobelvierteln und der Wahlbeteiligung in abgeh&auml;ngten Quartieren, wo die sozial Benachteiligten wohnen, mittlerweile &uuml;ber 40 Prozentpunkte. Damit werden das Ideal der politischen Gleichheit und das System der repr&auml;sentativen Demokratie ad absurdum gef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46472\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Horst Seehofer muss sich zu &bdquo;unseren Werten&ldquo; bekennen<\/strong><br>\nEs ist ja eine der verst&ouml;rendsten Aspekte der gegenw&auml;rtigen Fl&uuml;chtlingsthematik: Die vielen Ger&uuml;chte, die Tag f&uuml;r Tag erfunden und verbreitet werden. Pl&uuml;nderungen, Sachbesch&auml;digungen, &Uuml;bergriffe, Respektlosigkeiten, sogar Vergewaltigungen &ndash; all das w&uuml;rden Fl&uuml;chtlinge tun, hat irgendwer von irgendwem geh&ouml;rt. Keiner dieser Vorf&auml;lle ist wahr. Alle werden dementiert, sei es von der Polizei oder den angeblich gepl&uuml;nderten Superm&auml;rkten. T&auml;glich werden dennoch neue erfunden. Die Dementis machen diese Ger&uuml;chte in den Augen derer, die fest an sie glauben, allerdings noch wahrer: Daran sehe man, wie brutal die Wahrheit unterdr&uuml;ckt wird&hellip; [&hellip;]<br>\nEin ganz klein weniger paranoid als die Ger&uuml;chtegl&auml;ubigen sind die Anh&auml;nger der These, dass die Fl&uuml;chtlinge &bdquo;unsere Werte akzeptieren&ldquo; m&uuml;ssen. Nun ist das ja einerseits eine &auml;u&szlig;erst banale Aussage, denn selbstverst&auml;ndlich m&uuml;ssen sie das in gewisser Weise (Einschr&auml;nkungen: Wenn einer &bdquo;unserer&ldquo; Werte gerade der Wertepluralismus ist, dann ist das nat&uuml;rlich auch wieder verdammt tricky). Aber lassen wir das beiseite. Denn die Aussage ist ja nur oberfl&auml;chlich banal und selbstverst&auml;ndlich, der Subtext sagt ja etwas anderes. Er unterstellt ja, dass die Fl&uuml;chtlinge damit ein Problem h&auml;tten. Der Satz, beispielsweise, &bdquo;Horst Seehofer muss unsere Werte akzeptieren&ldquo;, unterstellt ja, dass er es nicht t&auml;te.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/misik.at\/2015\/11\/horst-seehofer-muss-sich-zu-unseren-werten-bekennen\/\">Robert Misik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Inequality &ndash; what can be done?<\/strong><br>\nTony Atkinson ist einer der wichtigsten Ungleichheitsforscher unter den &Ouml;konomen. Eine Kurzfassung seines neuen Buchs &bdquo;Inequality: what can be done?&ldquo; ist nun als Working Paper des LSE International Inequalities Institute (III) erschienen.<br>\nDas britische Magazin Economist nennt ihn &bdquo;The godfather of inequality research&ldquo;. Ein eigener Ungleichheitsindex wurde nach ihm benannt. Einer seiner Sch&uuml;ler ist der so titulierte &bdquo;Rockstar-&Ouml;konom&ldquo; Thomas Piketty. Der 71-j&auml;hrige &Ouml;konom Anthony Atkinson aus Oxford ist tats&auml;chlich eine Koryph&auml;e unter Ungleichheitsforschern. Ein Jahr nach Pikettys &bdquo;Kapital im 21. Jahrhundert&ldquo; hat Atkinson ein eigenes Ungleichheitsbuch vorgelegt.<br>\nAtkinsons Buch ist dabei jedoch ganz anders geraten als das von Piketty. Es ist k&uuml;rzer und zieht seine Eleganz nicht aus dem Versuch einer gro&szlig;en, allgemeinen Analyse und historischen Erz&auml;hlung, sondern aus seinem typisch britischen Pragmatismus. Es legt einen starken Fokus auf Gro&szlig;britannien, birgt dennoch viele verallgemeinerbare Punkte. Vor allem diskutiert es haupts&auml;chlich sehr konkrete Vorschl&auml;ge, wie Ungleichheit reduziert werden kann &ndash; und es erweitert den Fokus von der Konzentration an der Spitze auf diejenigen, die am anderen Ende der Verteilung abgeh&auml;ngt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/verteilungsfrage.org\/2015\/11\/anthony-atkinson-inequality-what-can-be-done\/\">Verteilungsfrage<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ein Kniefall vor den Arbeitgebern<\/strong><br>\nGute Idee: Wirtschaft soll Pflichtschulfach werden, so will es Rot-Gr&uuml;n in Baden-W&uuml;rttemberg. Doch leider verschafft der Lehrplan dem Neoliberalismus eine Renaissance.<br>\nDie rot-gr&uuml;ne Regierung des Landes Baden-W&uuml;rttemberg hat nun den Bildungsplan zum neu geplanten Schulfach Wirtschaft, Berufs- und Studienorientierung als Anh&ouml;rfassung des Landtags vorgelegt. Es soll ab kommendem Jahr verpflichtend sein. Baden-W&uuml;rttemberg w&auml;re das erste Bundesland, welches das Fach an allen allgemeinbildenden Gymnasien einf&uuml;hrt.<br>\nDoch alle, die gedacht haben m&ouml;gen, dass Wirtschaftsfragen in &ouml;kologische, soziale, politische und ethische Kontexte eingebunden werden, m&uuml;ssen schwer entt&auml;uscht sein. Herausgekommen ist der Entwurf eines monodisziplin&auml;ren Unterrichtsfachs, das eine verengte Sichtweise auf das &Ouml;konomische entwirft. Die Wirtschaftswissenschaften werden zur Hauptbezugsquelle eines sozialwissenschaftlichen Lerngegenstandes. In diesem Fall wird der Homo Oeconomicus zum Leitbild der &ouml;konomischen Bildung. Dabei wird beansprucht, mit Modellierungen der &ouml;konomischen Verhaltenslehre die soziale Welt zu erkl&auml;ren. Dies soll quasi eine Alternative zu den diskursiven Formen sein, in denen sich die Unterrichtsf&auml;cher der politischen Bildung bislang mit &ouml;konomischen Ph&auml;nomenen auseinandergesetzt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-11\/schulfach-wirtschaft-oekonomie\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Vor einer Woche hatten wir hier noch geunkt, dass die rot-gr&uuml;ne Koalition in Baden-W&uuml;rttemberg nun als erste Landesregierung in Deutschland ein Fach f&uuml;r neoliberale Propaganda an den Schulen einf&uuml;hrt. Leider scheinen sich wieder einmal die schlimmsten Bef&uuml;rchtungen zu bewahrheiten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Warum der Qualit&auml;tspakt Lehre nicht die L&ouml;sung ist<\/strong><br>\nBund und L&auml;nder setzen die F&ouml;rderung von innovativen Lehrkonzepten an den Hochschulen bis zum Jahr 2020 fort. Andreas Keller freut das nur mit Abstrichen. Im Gespr&auml;ch mit Studis Online fordert der Vizechef der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft mehr Geld und Personal in der Fl&auml;che. Und eine Abkehr vom Konkurrenzprinzip.<br>\nIdeen sind gefragt bei guter Lehre. Allerdings muss auch die Grundausstattung gut genug sein &ndash; denn ohne genug Personal ist Lehre einfach nicht sinnvoll m&ouml;glich.<br>\nStudis Online: Der sogenannte Qualit&auml;tspakt Lehre geht in die n&auml;chste Runde. Am 6. November hat die von Bund und L&auml;ndern getragene Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) die 156 Hochschulen benannt, die in der zweiten F&ouml;rderphase von 2017 bis 2020 mit Bundesmitteln in H&ouml;he von insgesamt 820 Millionen Euro f&uuml;r Projekte zur Verbesserung der Betreuung von Studierenden und der Qualit&auml;t der Lehre bedacht werden. In den Medien wurden vorwiegend die Sieger und die ihnen zustehenden F&ouml;rdergelder behandelt. Kritische T&ouml;ne waren praktisch nicht zu vernehmen. Wie stehen Sie zu dem Projekt?<br>\nAndreas Keller: Zun&auml;chst einmal gratuliere ich allen Hochschulen, die beim Qualit&auml;tspakt mit ihren Projekten zum Zuge kommen. Die F&ouml;rderung kann dazu beitragen, dass innovative Studienreformprojekte vor Ort in Gang kommen. Davon k&ouml;nnen auch Studierende profitieren. Problematisch bleibt aber, dass der Qualit&auml;tspakt kein Instrument ist, das in der Breite wirkt. Gef&ouml;rdert werden einzelne Leuchtturmprojekte, die sich in einem wettbewerblichen Verfahren durchgesetzt haben.<br>\nStudis Online: Mit dem Projekt l&ouml;ste die fr&uuml;here Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) das Versprechen der ersten nationalen Bologna-Konferenz im Jahr 2010 ein, neben der Forschung auch verst&auml;rkt in die Lehre zu investieren. Kritiker hielten das damals nur f&uuml;r eine Beruhigungspille f&uuml;r die zu dieser Zeit noch recht schlagkr&auml;ftige Bildungsstreik-Bewegung. W&uuml;rden Sie sagen, es ist mehr daraus geworden?<br>\nAndreas Keller: Der Qualit&auml;tspakt Lehre ist die Antwort auf die Kritik an der Exzellenzinitiative, die ausschlie&szlig;lich die Spitzenforschung an Universit&auml;ten f&ouml;rdert. Tats&auml;chlich aber wird f&uuml;r die Exzellenzinitiative nach wie vor deutlich mehr Geld ausgegeben als f&uuml;r den Qualit&auml;tspakt: N&auml;mlich knapp f&uuml;nf Milliarden Euro, w&auml;hrend es f&uuml;r den Qualit&auml;tspakt blo&szlig; rund zwei Milliarden Euro &uuml;ber einen Zeitraum von zehn Jahren sind. Das ist sicher kein Pappenstiel, aber der Wissenschaftsrat hat f&uuml;r die Verbesserung der Qualit&auml;t der Lehre nicht weniger als 1,1 Milliarden Euro zus&auml;tzlich gefordert &ndash; pro Jahr und das auf Dauer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-1887-qualitaetspakt-lehre.php\">Studis Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>40 Jahre 40-Stunden-Woche in &Ouml;sterreich. Und jetzt? Revolution?<\/strong><br>\nVor vierzig Jahren wurde in &Ouml;sterreich die 40 Stunden-Woche per Gesetz eingef&uuml;hrt. Auf gesetzlicher Ebene hat sich seither bei der Verk&uuml;rzung der Wochenarbeitszeit nichts mehr bewegt. W&auml;hrend bis Anfang der 1990er die Forderung nach der 35-Stunden-Woche noch von den Gewerkschaften auf die Agenda gebracht wurde, ist die Arbeitszeitverk&uuml;rzungsdebatte danach von der Diskussion um Arbeitszeitflexibilisierung verdr&auml;ngt worden. Trotz des Erfolgs von optionalen Modellen f&uuml;r Arbeitszeitverk&uuml;rzung wie die Freizeitoption stellt sich vor allem aus gleichstellungspolitischer Perspektive die Grundsatzfrage nach einer allgemeinen Verk&uuml;rzung der Arbeitszeit. Die Allianz der Gewerkschaften und NGOs &bdquo;Wege aus der Krise&ldquo; und die Kampagne zur Einf&uuml;hrung einer 35-Stunden-Woche &bdquo;K&uuml;rzer arbeiten &ndash; leichter leben!&ldquo;, die die GPA-djp vor dem Sommer initiierte, sind hier erste wichtige Impulse, denen weitere folgen sollten, denn es g&auml;be genug gute Gr&uuml;nde diese Diskussion zu f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/40-jahre-40-stunden-woche-in-oesterreich-und-jetzt-revolution\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wem und wie viel Griechenland schuldet<\/strong><br>\nDie H&ouml;he der Verschuldung, die Anzahl der Schuldner und die Struktur der Finanzierung Griechenlands sind geradezu schwindelerregend. [&hellip;]<br>\nEs sei angemerkt, dass Griechenland von dem Europ&auml;ischen Stabilit&auml;tsmechanismus (European Stability Mechanism bzw. ESM) bisher nur einen Teil des dritten Pakets zur St&uuml;tzung der griechischen Wirtschaft erhalten hat. Es sind 23 Milliarden Euro ausgezahlt worden, von denen 10 Milliarden Euro f&uuml;r die Bed&uuml;rfnisse der Rekapitalisierung der Banken vorgesehen sind und auf einem Sonderkonto in Luxemburg verbleiben und nicht an Griechenland &uuml;berwiesen worden sind, w&auml;hrend weitere 13 Milliarden Euro, die ausgezahlt worden sind, f&uuml;r die gro&szlig;en Tilgungszahlungen der vergangenen Monate an den IWF und die EZB verwendet wurden.<br>\nDie anstehende Auszahlung der Tranche der 2 Mrd. Euro wird genau aus diesen 63 Mrd. Euro der insgesamt 86 Mrd. Euro herr&uuml;hren, die der ESM im Rahmen des dritten Programms genehmigt hat. [&hellip;]<br>\nEs ist jedoch noch nicht klargestellt worden, ob und in welchem Grad der IWF sich an dem neuen Paket der 86 Milliarden Euro des dritten Hilfsprogramms beteiligen wird, das bis auf weiteres vollst&auml;ndig als Kreditlinie des Europ&auml;ischen Stabilit&auml;tsmechanismus (ESM) genehmigt worden ist. Ob der IWF sich letztendlich an diesem Programm beteiligen wird, wird ganz klar von der Diskussion zwischen Athen und europ&auml;ischen Gl&auml;ubigern &uuml;ber die Regelung der Tragf&auml;higkeit der griechischen Verschuldung entschieden werden &ndash; einer Diskussion, von der erwartet wird, dass sie auf keinen Fall in diesem Jahr zum Abschluss kommt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.griechenland-blog.gr\/2015\/11\/wem-und-wie-viel-griechenland-schuldet\/2136322\/\">Griechenland Blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Superspender der US-Republikaner: Die Milliardenwette<\/strong><br>\nDie B&uuml;roflure von Adelson haben einen fast schon mystischen Ruf. Hier bastelt der 82-J&auml;hrige, der mit rund 28 Milliarden Dollar Verm&ouml;gen zu den zwanzig reichsten Menschen der Welt geh&ouml;rt, an seinem Casinoimperium, hier f&auml;delt er seine Deals ein. Vor allem aber: Hier empf&auml;ngt er alle vier Jahre jene Republikaner, die f&uuml;r ihren Pr&auml;sidentschaftswahlkampf gerne sein Geld haben w&uuml;rden. &ldquo;Wir nennen es die &lsquo;Adelson Primary'&rdquo;, sagt einer, der schon mal dabei war.<br>\nEs ist jetzt wieder so weit. Die Partei wartet darauf, welchem Kandidaten Adelson und andere konservative Megaspender ihr Geld versprechen, um 2016 das Wei&szlig;e Haus zu erobern. Adelson selbst will 100 Millionen Dollar investieren. Die Industriellen Charles und David Koch planen, &uuml;ber ihr politisches Netzwerk gar 900 Millionen Dollar zu sammeln. Die Milliardenwette beruht auf einer nicht unproblematischen Kalkulation: Eine Hand w&auml;scht die andere. Deregulierung, Steuersenkungen, Treue zu Israel &ndash; das ist die Agenda, die sich die Gro&szlig;spender von ihrem Kandidaten im Falle eines Wahlsiegs erhoffen.<br>\nDoch die Operation stockt. Es l&auml;uft nicht, wie Adelson und die Kochs sich das vorstellen: Das Feld der Republikaner ist un&uuml;bersichtlich. Es gibt noch immer mehr als ein Dutzend Kandidaten, und ausgerechnet jener, der in den Umfragen seit Monaten vorne liegt, braucht kein Geld. Er hat selbst genug davon.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/usa-praesidentschaftswahl-superspender-suchen-besten-republikaner-a-1062361.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein Hinweis weshalb die Politik der USA ist wie sie ist. Ein amerikanischer Pr&auml;sident, welchem politischen Lager er auch angeh&ouml;ren mag, hat immer auch die Interessen der US-Superreichen zu ber&uuml;cksichtigen. Es w&auml;re im &Uuml;brigen naiv anzunehmen, dass es in Deutschlands marktkonformer Demokratie anders w&auml;re. Hier l&auml;uft die Einflussname vielleicht nicht ganz so offensiv und offensichtlich wie in den USA bzw. wird von den Medien bewusst verschwiegen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>F&uuml;nf Konzerne teilen das Internet unter sich auf<\/strong><br>\nF&uuml;nf Konzerne sacken etwa 70 Prozent des Umsatzes von 300 Milliarden Dollar ein, den alle b&ouml;rsennotierten US-Internetfirmen zuletzt gemacht haben.<br>\n57 Prozent der Erl&ouml;se flossen allein in die Kassen von Amazon und Alphabet. (&hellip;)<br>\nWo selbst der Chef des teuersten Konzerns der Welt zetert, ist die Politik nicht weit. Sigmar Gabriel etwa, der Bundeswirtschaftsminister, hat schon vor einiger Zeit in einem Essay gewarnt, dass der &ldquo;von einer Handvoll amerikanischer Internetkonzerne beherrschte Informationskapitalismus&rdquo; die Grundpfeiler der sozialen Marktwirtschaft ins Wanken bringe: &ldquo;Die Vertragsfreiheit und der freie Wettbewerb drohen zur Schim&auml;re zu werden, wo die Ungleichheit zwischen den Wirtschaftssubjekten absurde Ausma&szlig;e annimmt, wo in neufeudaler Selbstherrlichkeit auftretende Monopolisten sich rechtsstaatlichen Regeln entziehen und notwendige Informationen verweigern&rdquo;, so Gabriel. Noch drastischer hatte es zuvor Martin Schulz, der Pr&auml;sident des Europ&auml;ischen Parlaments, formuliert: &ldquo;Entweder wir verteidigen unsere Freiheit und &auml;ndern unsere Politik, oder wir werden zu digital hypnotisierten M&uuml;ndeln der&nbsp;Datenherrschaft.&rdquo;<br>\nTats&auml;chlich &auml;hneln die Garagenfirmen von einst l&auml;ngst jenen riesigen Konglomeraten, die im Amerika des fr&uuml;hen 20. Jahrhunderts den Baumwollhandel, den Eisenbahnbau, die Silberminen und die Finanzgesch&auml;fte kontrollierten. &ldquo;Keine Industrie ist mehr vor ihnen sicher&rdquo;, hat der fr&uuml;here Apple-Manager Michael Mace erkannt. Tats&auml;chlich: Google entwickelt ein Auto und forscht an der Heilung von Diabetes. Der Streamingdienst Netflix macht mit eigenen Filmen den Hollywood-Studios Konkurrenz. Amazon-Gr&uuml;nder Jeff Bezos will das Weltall erkunden. Und Facebook-Chef Zuckerberg, jener unerw&uuml;nschte Partygast, will entlegene Regionen der Welt mit Internetzug&auml;ngen versorgen. Es ist das Gesch&auml;ft, das bisher Denis O&rsquo;Brien&nbsp;betrieb.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/macht-im-netz-fuenf-konzerne-teilen-das-internet-unter-sich-auf-1.2735557\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Was Gabriel und Schulz nicht sagen ist, da&szlig; zu einem unkontrollierten Konzentrationsproze&szlig; im Internetmarkt auch noch ein deregulierter Arbeitsmarkt und ein deregulierter Finanzmarkt geh&ouml;ren, den die SPD in Deutschland und Europa eingef&uuml;hrt hat.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung AT:<\/strong> Der Erfolg von Google, Facebook, Amazon und Co. beruht auch auf der von der Politik ma&szlig;geblich unterst&uuml;tzten Steuervermeidungspraxis. Stichwort: LuxLeaks. Am gestrigen Montag hat es dazu eine Anh&ouml;rung vor dem Sonderausschuss des EU-Parlaments gegeben. Kernaussage der meisten Konzernvertreter: &bdquo;Wir halten uns an die lokalen Gesetze und zahlen unseren &laquo;fairen Anteil&raquo; an Steuern.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kaum Vorteile durch TTIP<\/strong><br>\nUngarische Regierung h&auml;lt Studie unter Verschluss, die nur 0,2 Prozent Wirtschaftswachstum durch TTIP vorhersagt &ndash; Schlachth&ouml;fe, Wein- und Maisanbau werden unrentabel<br>\nDie ungarische Regierung wollte wissen, welche Auswirkungen das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA auf die heimische Wirtschaft haben wird und beauftragte einen Think Tank mit einer Studie. Die Ergebnisse wurden im September 2014 vorgelegt &ndash; und von der Regierung als &bdquo;Verschlusssache&ldquo; eingestuft. Wir ver&ouml;ffentlichen die Studie in Kooperation mit der ungarischen Wirtschaftszeitung hvg.hu. [&hellip;]<br>\nInsgesamt seien die Auswirkungen von TTIP aber gering. &bdquo;TTIP k&ouml;nnte das Einkommen, die Zahl der Besch&auml;ftigten und die Investitionen steigern, aber es bedeutet keine L&ouml;sung f&uuml;r die strukturellen Probleme des Landes&ldquo;, so die Studie weiter. Die ungarischen &Ouml;konomen haben ausgerechnet, dass eine umfassende Liberalisierung ein Wirtschaftswachstum von h&ouml;chstens 0,2 Prozent ausl&ouml;sen w&uuml;rde. Dies w&uuml;rde im besten Fall 20.000 bis 30.000 neue Arbeitspl&auml;tze bedeuten und zus&auml;tzliche Investitionen von 16 bis 28 Millionen Euro. Was die wirtschaftliche Auswirkungen angeht, muss man TTIP mit einem &bdquo;bescheidenen Optimismus&ldquo; betrachten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/correctiv.org\/recherchen\/ttip\/blog\/2015\/11\/16\/was-ttip-ungarn-bringt-wenig\/\">correctiv.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>TV-Tipp: Die Anstalt heute um 23:15 Uhr im ZDF<\/strong><br>\nWegen der &Uuml;bertragung des Fu&szlig;balll&auml;nderspiels geht Die Anstalt nicht wie urspr&uuml;nglich geplant um 22:15 Uhr, sondern erst um 23:15 Uhr auf Sendung. G&auml;ste sind diesmal Monika Gruber, Till Reiners und Alfons.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/die-anstalt\/diese-kabarettisten-sind-in-der-anstalt-zu-gast-34718082.html\">ZDF<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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