{"id":2883,"date":"2008-01-11T08:45:16","date_gmt":"2008-01-11T07:45:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2883"},"modified":"2008-01-11T08:45:32","modified_gmt":"2008-01-11T07:45:32","slug":"hinweise-des-tages-561","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2883","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=2883&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Thomas Fricke: Amerika scheut das Risiko<\/strong><br>\nVielleicht sollten wir uns weniger Sorgen um Amerika machen. Und mehr um Deutschland, wo Gro&szlig;&ouml;konomen und Politiker immer noch daran glauben, dass Konjunkturpolitik per se unn&uuml;tz und unn&ouml;tig ist. Wahrscheinlich w&auml;ren selbst den Deutschen einige Desaster nach 2001 erspart geblieben, wenn sie die Wirtschaft fr&uuml;her gest&uuml;tzt h&auml;tten. Wie schnell allein eine bessere Konjunktur die Arbeitslosigkeit verringert, ist seit zwei Jahren zu beobachten. Auch wenn mancher den Erfolg jetzt etwas wirr durch die pl&ouml;tzlich entdeckte Wunderagenda 2010 nachzuerkl&auml;ren versucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/:Kolumne%20Thomas%20Fricke%20Amerika%20Risiko\/301974.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>In den USA ist das R-Wort heraus<\/strong><br>\nDie US-Wirtschaft befindet sich bereits in der Rezession, sagen die Investmentbanker von Merrill Lynch. Ohnehin sind &Ouml;konomen und Politiker in den Staaten aufgeschreckt. Sie streiten &uuml;ber Notfallpl&auml;ne wie Konjunkturprogramme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2008%2F01%2F10%2Fa0132&amp;src=GI&amp;cHash=653ab29fa4&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutschland wieder Exportweltmeister<\/strong><br>\nDas Statistische Bundesamt verbucht gleich zwei Rekorde im Au&szlig;enhandel: Der bisher h&ouml;chste &Uuml;berschuss in einem Jahr und zugleich in einem Monat. Im November 2007 lieferten deutsche Unternehmen f&uuml;r fast 20 Milliarden Euro mehr ins Ausland als sie von dort importierten. In den ersten elf Monaten addiert sich der Saldo auf 188 Milliarden, was den im gesamten Jahr 2006 erreichten Wert bereits &uuml;bersteigt &ndash; Zeichen globaler Ungleichgewichte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1269341\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Aber reden nicht der Bundespr&auml;sident oder die Kanzlerin st&auml;ndig so, als w&auml;re die internationale Wettbewerbsf&auml;higkeit unser gr&ouml;&szlig;tes Problem?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kinder profitieren als Letzte<\/strong><br>\nTrotz des Stellenbooms nimmt bei unter 15-J&auml;hrigen die Abh&auml;ngigkeit von Hartz IV kaum ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1269975\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das ist doch eigentlich nicht weiter verwunderlich. Die laufende Berichterstattung berauscht sich leider meist nur an der ansteigenden Zahl der Jobs, ohne die Qualit&auml;t der Stellen zu ber&uuml;cksichtigen. F&uuml;r jeden aufmerksamen Leser von Arbeitsmarktstatistiken kann doch die Tatsache, dass z.Z. &uuml;ber 2 Mio. sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte zus&auml;tzlich einen geringf&uuml;gig entlohnten Nebenjob aus&uuml;ben und &uuml;ber 1,3 Mio. geringf&uuml;gig bezahlte Besch&auml;ftigte Hartz IV-Leistungen in Anspruch nehmen m&uuml;ssen, um &uuml;ber die Runden zu kommen, nur bedeuten, dass diese Jobzunahme nur geringf&uuml;gig die Armut in den betroffenen Familien beseitigen kann. Ein Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis und ein existenzsicherndes Einkommen liegen heute nicht nur f&uuml;r Familien mit Kindern oft weit auseinander. Diesen Skandal nennt man Ausweitung des Niedriglohnbereichs und nicht &ldquo;Stellenboom&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein Leben lang gearbeitet, Rente auf Sozialhilfeniveau<\/strong><br>\nMenschen in Jobs, die fr&uuml;her ein mittleres Gehalt garantierten, f&uuml;rchten heute die Altersarmut. Eine Kinderg&auml;rtnerin und ein Krankenpfleger erz&auml;hlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2008%2F01%2F11%2Fa0161&amp;src=GI&amp;cHash=506549bf34&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Riester-Rente: Am Ziel vorbei<\/strong><br>\nErstmals haben Forscher die Wirkungen der Riester-Rente untersucht. Ihr Fazit: Die Politik verschwendet Milliarden &ndash; und die Armen sparen weiter zu wenig.<br>\nQuelle1: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2008\/02\/riester-rente-studie?page=all\">ZEIT<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.fu-berlin.de\/wiwiss\/institute\/finanzen\/corneo\/dp\/Riester_CKS.pdf\">Die erw&auml;hnte Studie der FU-Berlin [PDF &ndash; 364 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines NachDenkSeiten-Lesers:<\/strong> Als ich heute in der ZEIT von einer Studie las, die erkannte, dass die Riester-Rente ein volkswirtschaftlicher Rohrkrepierer sei, habe ich etwas unfroh gelacht. Heiner Flassbeck &ndash; und sicher nicht nur er &ndash; hat vor sieben Jahren vorausgesagt, dass sie genau das werden w&uuml;rde, und jeder Mensch, der bei Verstand war, konnte ihm nur zustimmen. Nun wurde also wieder einmal mit wissenschaftlicher Sorgfalt bewiesen, was ein gesunder Kopf durch Nachdenken am Kaffeetisch erkennen konnte:<br>\nZitat aus einem Text von Flassbeck:<br>\n&bdquo;Vollst&auml;ndig gelingen kann das zwar niemals, aber so leicht wie bei der Rentenreform wurde es &bdquo;Mitnehmern&ldquo; der Subventionen bisher noch nie gemacht. Da wird der Rechnungshof in ein paar Jahrzehnten ganz sch&ouml;n ins Schwitzen kommen, um den Erfolg oder die Unbedenklichkeit der Subvention zu bescheinigen. In anderen Bereichen w&uuml;rde schon heute Zeter und Mordio geschrien. Man stelle sich einmal vor, der Landwirtschaftsminister wollte den Weizenanbau zur Sicherung der Ern&auml;hrung der Bev&ouml;lkerung durch Zusch&uuml;sse f&ouml;rdern, weil die Produktion von Weizen st&auml;ndig zur&uuml;ckgeht. Die einzige Auflage aber, die er den Weizenbauern machte, w&auml;re die Verpflichtung, in Zukunft 5 % &bdquo;mehr&ldquo; Weizen anzubauen, ohne zu sagen, an welcher Produktionsmenge gemessen die 5 % zu errechnen sind.<br>\nDa bleibt uns nur der Trost, dass das gesamte Konzept der Rentenreform ohnehin nicht taugt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck.de\/pdf\/2001\/17.1.2001\/Renten.pdf\">Heiner Flassbeck, &ldquo;Subventioniertes Sparen&rdquo; [PDF &ndash; 16 KB]<\/a><\/em><br>\n<em><br>\n<strong>Anmerkung KR:<\/strong> In dem ZEIT-Artikel wird behauptet: &ldquo;Die staatliche F&ouml;rderung ist deshalb verschwendet, weil kein neues Sparvolumen entsteht, das den Alten der Zukunft als Vorsorge dienen k&ouml;nnte.&rdquo;<br>\nZur Aufkl&auml;rung &uuml;ber die private Altersvorsorge gibt es offenbar noch viel zu tun, und zwar leider auf einer sehr elementaren Ebene. Hier ein kleiner Vorschlag f&uuml;r eine Formulierung, um leichter verst&auml;ndlich zu machen, warum Sparen f&uuml;r das Alter f&uuml;r den Einzelnen sinnvoll sein mag, als Konzept zur gesamtgesellschaftlichen Altersvorsorge jedoch untauglich ist:<br>\nWer spart, verschiebt seinen Konsum auf sp&auml;ter. Statt sich gleich etwas zu kaufen, gibt er das Geld jemand anderem und tauscht es ein gegen Anspr&uuml;che auf Konsum zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt.<br>\nWer viel spart, vergr&ouml;&szlig;ert seinen, ihm sp&auml;ter zustehenden Anteil am Volkseinkommen: Er wird etwas mehr bekommen, alle anderen etwas weniger.<br>\nAlle zugleich k&ouml;nnen ihren Anteil aber nicht vergr&ouml;&szlig;ern. Der Wohlstand der Gesamtheit h&auml;ngt nicht davon ab, wie viel gespart wurde, sondern wie gro&szlig; das zu verteilende Volkseinkommen ist.<br>\nBleibt die Frage, ob sich der Wohlstand durch mehr Sparen erh&ouml;ht. Quelle des Wohlstands ist ein wachsendes Bruttosozialprodukt. Tats&auml;chlich f&uuml;rchten fast alle &Ouml;konomen einen Wachstumseinbruch als Folge von zu wenig Konsum und empfehlen daher etwas h&ouml;here Lohnsteigerungen als in den letzten Jahren &uuml;blich. Doch dass die Riesterrente, w&uuml;rde sie das Sparen tats&auml;chlich f&ouml;rdern, Konsum und  Wachstum ebenfalls schw&auml;cht, erkennen sie scheinbar nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Privatvorsorge lohnt sich f&uuml;r Geringverdiener gar nicht, weil sie mit staatlicher Grundsicherung verrechnet wird<\/strong><br>\nIn 15 bis 20 Jahren laufen Millionen RentnerInnen Gefahr, trotz &ldquo;Riester-Rente&rdquo; keinen Euro zus&auml;tzlich in der Tasche zu haben. Nach Recherchen des ARD-Magazins &ldquo;Monitor&rdquo; greift das Sozialamt auf die private Altersvorsorge zur&uuml;ck, wenn der Anspruch auf die gesetzlich verankerte Grundsicherung berechnet wird. In einem internen Papier der Deutschen Rentenversicherung, das &ldquo;Monitor&rdquo; vorliegt, wurde errechnet, dass schon f&uuml;r einen Durchschnittsverdiener die Riester-Rente nicht sinnvoll ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2008%2F01%2F11%2Fa0096&amp;src=GI&amp;cHash=aaeeb8022b&amp;type=98\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man kann davon ausgehen, dass zunehmend mehr Menschen sich von der gesetzlichen Rente get&auml;uscht f&uuml;hlen, weil sie letztlich nicht viel besser dastehen als Sozialhilfeempf&auml;nger und alles, was sie zus&auml;tzlich erspart haben, nur noch vom Rentenanspruch abgerechnet wird. Wenn sich diese Erfahrung breit macht, wird sich der Zorn gegen die gesetzliche Rente richten. &bdquo;Warum habe ich dann &uuml;berhaupt einbezahlt&ldquo;, diese Frage wird sich jeder stellen. Dann ist die Situation gekommen, wo es geradezu als eine soziale Rettungstat gelten wird, die gesetzliche Rente komplett abzuschaffen und die Arbeitnehmer g&auml;nzlich auf die private Vorsorge zu verweisen. Es ist leider zu bef&uuml;rchten, dass die von der Versicherungslobby vorangetriebene Ruinierung der gesetzlichen Rente exakt diesem Ziel dienen sollte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Stiefkind &ouml;ffentlicher Dienst<\/strong><br>\nDas Klischee vom faulen, verstaubten und &uuml;berversorgten B&uuml;rokraten h&auml;lt sich hartn&auml;ckig. Wie steht es wirklich um die &ldquo;Privilegien&rdquo; unserer Staatsbediensteten, fragt die FR zum Beginn der Tarifverhandlungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1269401\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein paar ganz interessante Informationen. So liegt z.B. Deutschland mit einem Anteil der Besch&auml;ftigten im &Ouml;ffentlichen Dienst von 11,4 Prozent an drittletzter Stelle nur noch vor Japan und Luxemburg.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Post-Konkurrenten umgehen Mindestlohn<\/strong><br>\nDie gro&szlig;en Post-Konkurrenten zahlen ihren Mitarbeitern keinen Mindestlohn &ndash; obwohl das entsprechende Gesetz zum 1. Januar in Kraft getreten ist. Statt 9,80 Euro bekommen die Besch&auml;ftigten nur 7,50 Euro. M&ouml;glich macht das ein juristischer Trick.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,527921,00.html\">SPIEGEL-ONLINE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Roger Strassburg:<\/strong> Dar&uuml;ber ist schon im vergangenen Jahr berichtet worden, jetzt wird er umgesetzt, der Etikettenschwindel. Ein Grund mehr, weshalb der Flickwerkmindestlohn durch einen allgemeinen Mindestlohn ersetzt werden muss.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Fremd und ohne Chance<\/strong><br>\nJugendliche Ausl&auml;nder werden von der deutschen Wirtschaft deutlich benachteiligt. Ausbildungspl&auml;tze bekommen sie nur schwer. Eine Untersuchung ergab, dass auch bessere Bildung Bewerbern mit einem Migrationshintergrund den Aufstieg nicht sichert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1269949\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Die zweifelhaften Platzhirsche unter den &Ouml;konomen<\/strong><br>\nGrunds&auml;tzliche Zweifel am Sinn von Forschungsrankings und Evaluationen hat der Schweizer Bruno Frey. Er spricht von der neuen Krankheit &bdquo;Evaluitis&ldquo;. An Universit&auml;ten w&uuml;rden immer mehr Zeit und Energie f&uuml;r die b&uuml;rokratische Kontrolle von Leistungen eingesetzt &ndash; dies gehe zu Lasten der Zeit f&uuml;r Forschung und Lehre.<br>\nZudem bewirke die Evaluation ihrer Leistungen &uuml;ber das Zitationsz&auml;hlen eine Verhaltens&auml;nderung: &bdquo;Sobald die Forschenden wissen, dass ihre wissenschaftliche Leistung nach diesem Kriterium gemessen wird, werden sie veranlasst, sich solchen Forschungsfragen zu widmen, die gerade Mode sind und wo sie erwarten k&ouml;nnen, viel zitiert zu werden&ldquo;, kritisiert Frey.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub1A09F6EF89FE4FD19B3755342A3F509A\/Doc~E91EB45038F954831B60734E5B9B48963~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZJobNet<\/a><\/li>\n<li><strong>Studienreform: Kein Masterplan<\/strong><br>\nBessere Berufschancen, mehr Mobilit&auml;t, weniger Abbrecher. H&auml;lt das Bachelorsystem, was es verspricht? Eine erste Bilanz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/wissen\/bildung\/studienreform_aid_232808.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bemerkenswert. Selbst im wirtschaftsfreundlichen Focus nimmt man allm&auml;hlich eine distanziertere Haltung zum Bachelor ein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Privatfernsehen: Vern&uuml;nftige Debatte <\/strong><br>\nMan sollte es kaum glauben: CDU-Politiker haben eine vern&uuml;nftige und l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige Debatte losgetreten. Noch viel ungaublicher ist, dass es G&uuml;nter Oettinger war. Nicht, dass er das beabsichtigt hatte; nachgedacht hat er &uuml;ber seine Aussage wahrscheinlich &auml;hnlich lange wie bei seiner Filbinger-Rede.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/oeffingerfreidenker.blogspot.com\/2008\/01\/vernnftige-debatte.html\">Oeffinger Freidenker<\/a><\/li>\n<li><strong>Blair geht an die Wall Street<\/strong><br>\nNeuer Job f&uuml;r den ehemaligen britischen Premierminister: Tony Blair soll offenbar Berater einer renommierten Wall-Street-Bank werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/artikel\/52\/151671\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Siehe dazu die LobbyControl-Studie:<\/em><\/p>\n<p>Als &bdquo;Dreht&uuml;r-Effekt&ldquo; &ndash; oder im Englischen &bdquo;Revolving Door&ldquo; &ndash; wird der fliegende Wechsel von F&uuml;hrungspersonen zwischen Politik und Wirtschaft bezeichnet. Die Dreht&uuml;r kreist in beide Richtungen &ndash; beide Richtungen sind im Hinblick auf demokratische Willensbildung problematisch, wenngleich meist nur der Wechsel aus der Politik in Unternehmen oder Lobbyorganisationen kritisch diskutiert wird.<br>\nEhemalige Spitzenpolitiker\/innen sind f&uuml;r Unternehmen als Lobbyisten, Berater oder Mitglieder im Vorstand oder Aufsichtsrat deshalb so beliebt, weil sie zwei unbezahlbare Ressourcen mitbringen: erstens detaillierte Kenntnisse &uuml;ber interne Abl&auml;ufe in politischen Prozessen und zweitens noch warme Kontakte zu politischen Entscheidungstr&auml;gern. Damit sichern sich die Unternehmen einen besonderen Zugang zur Politik, der sie gegen&uuml;ber anderen Interessen privilegiert.<br>\nDieser besondere Zugang zur Politik steht nur bestimmten ohnehin starken Interessengruppen offen, denn die f&uuml;r ehemalige Spitzenpolitiker\/innen attraktive Jobs k&ouml;nnen nur finanzstarke und profilierte Akteure anbieten &ndash; dies sind in der Regel gro&szlig;e Unternehmen oder Wirtschaftsverb&auml;nde. Die bestehenden Machtstrukturen werden so verfestigt und verst&auml;rkt.<br>\nDurch die M&ouml;glichkeit, nach dem Ausscheiden aus der Politik direkt in einen lukrativen Job bei einem Unternehmen oder einer Lobby-Agentur zu wechseln, besteht f&uuml;r Politiker\/innen der Anreiz, schon w&auml;hrend ihrer politischen T&auml;tigkeit ihre sp&auml;teren Jobchancen zu optimieren. Entscheidungen zum Vorteil bestimmter Unternehmen sind dabei die direkteste Form der Beg&uuml;nstigung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/download\/drehtuer-studie.pdf\">LobbyControl [PDF &ndash; 244 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Und wenn Blair dann als Bankberater noch EU-Pr&auml;sident werden sollte, dann passt das ja mit dem neuen Verfassungsvertrag zusammen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Unter der Knute<\/strong><br>\nFirmen umgehen Chinas neues Arbeitsrecht. Der IT-Konzern Huawei &ldquo;&uuml;berredete&rdquo; 7000 Angestellte zur K&uuml;ndigung, um sie gleich wieder mit neuen Vertr&auml;gen einzustellen. Damit umging Huawei eine Klausel im neuen Arbeitsrecht, nach der Angestellte nach zehn Jahren Betriebszugeh&ouml;rigkeit einen besseren K&uuml;ndigungsschutz genie&szlig;en. Aus &auml;hnlichen Gr&uuml;nden entlie&szlig; der staatliche Fernsehsender CCTV 1800 Mitarbeiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1269373\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Themen im &bdquo;Freitag 02&ldquo;<\/strong>\n<ul>\n<li>Im <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/02\/08020401.php\">Interview zur &ouml;kologischen Au&szlig;enpolitik<\/a> und &uuml;ber die Diskussionen innerhalb der Gr&uuml;nen spricht Ralf F&uuml;cks, Vorstand der den Gr&uuml;nen nahe stehenden Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung, die Notwendigkeit eines zu etablierenden Regelwerks an. Hierbei fielen &ouml;kologisch orientierten Unternehmerverb&auml;nden eine wichtige Rolle zu. Um transnationale Biopiraterie zu unterbinden betont er die Wichtigkeit der Anbindung der Vereinigten Staaten an das Modell EU.<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/02\/kenia.php\">Thema der Woche<\/a>: Nach den Wahlen in Kenia scheint ein politischer Neuanfang unumg&auml;nglich. Anja Bengelstorff, Korrespondentin vor Ort, Lutz Herden und Marie Elisabeth M&uuml;ller, DAAD-Lektorin an der Universit&auml;t von Nairobi, geben einen genaueren Einblick.<\/li>\n<li>In der diesw&ouml;chigen <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/02\/08020901.php\">Reportage aus Kasachstan<\/a> beschreibt Henryk Alff die Entwicklung der neuen Hauptstadt Altana innerhalb der letzten zehn Jahre. Zum bevorstehenden zehnj&auml;hrigen Jubil&auml;um der Stadt wird der enorme wirtschaftliche Aufschwung der Region deutlich.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2883","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2883","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2883"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2883\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2883"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2883"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2883"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}