{"id":28881,"date":"2015-11-20T16:05:48","date_gmt":"2015-11-20T15:05:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28881"},"modified":"2015-11-23T08:32:49","modified_gmt":"2015-11-23T07:32:49","slug":"vorsicht-propaganda-wir-bringen-die-uebersetzung-eines-diskussionsbeitrags-von-wladimir-putin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28881","title":{"rendered":"Vorsicht Propaganda: Wir bringen die \u00dcbersetzung eines Diskussionsbeitrags von Wladimir Putin"},"content":{"rendered":"<p>Ohne Ironie kommt man angesichts der h&auml;ufiger werdenden Verd&auml;chtigungen nicht aus. Deshalb die beiden Worte am Anfang. Nun zur Sache: Beim 12. Jahrestreffen des Internationalen Diskussions-Klubs &bdquo;Waldai&ldquo; (19.-22. Oktober 2015) mit dem Tagungsthema: &bdquo;Gesellschaften zwischen Krieg und Frieden &ndash; &Uuml;berwindung der Konfliktlogik f&uuml;r die Welt von morgen&ldquo; gab es einen interessanten Diskussionsbeitrag des russischen Pr&auml;sidenten. Hier finden Sie einen Ausschnitt aus dem Transkript der Diskussion im Anschluss an die Rede Wladimir Putins, &Uuml;bersetzung aus dem Englischen. Wir bringen immer wieder solche Texte, weil  es angesichts mancher Verengung sinnvoll erscheint, sich gelegentlich des lateinischen Spruchs zu erinnern: AUDIATUR ET ALTERA PARS! &ndash; Man h&ouml;re auch die andere Seite, die andere Partei. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong><br>\n<!--more--><br>\nIn dem &uuml;bersetzten Ausschnitt werden einige wichtige Punkte angesprochen wie der einseitige R&uuml;ckzug der USA aus dem ABM-Vertrag, Raketenabwehrsysteme, Ukraine, das gesetzlich verankerte Ziel der USA, Russland &ldquo;zu demokratisieren&rdquo; (sic!), die Verhandlungen vor der Wiedervereinigung Deutschlands, NATO-Osterweiterung, Syrien. Das Ganze ist zwar jetzt schon vier Wochen her, aber die Themen sind nach wie vor aktuell und die Probleme sind nicht gel&ouml;st. Hier also: <\/p><p><strong>Internationaler Diskussions-Klub &bdquo;Waldai&ldquo;, zw&ouml;lftes Jahrestreffen, 19.-22.&nbsp;Oktober 2015, Tagungsthema: &bdquo;Gesellschaften zwischen Krieg und Frieden &ndash; &Uuml;berwindung der Konfliktlogik f&uuml;r die Welt von morgen&ldquo;. Ausschnitt aus dem Transkript der Diskussion im Anschluss an die Rede Wladimir Putins, &Uuml;bersetzung aus dem Englischen<\/strong><\/p><p><strong>Wladimir Putin:<\/strong> (&hellip;) Was die Gespr&auml;che &uuml;ber die Begrenzung strategischer Angriffswaffen anbelangt, haben Sie Recht, wenn Sie sagen, dass wir diesen Dialog fortsetzen m&uuml;ssen. Dabei kann ich nicht sagen, dass Russland und die Vereinigten Staaten hier nichts getan haben. Wir hatten einen neuen Vertrag &uuml;ber die Begrenzung strategischer Angriffswaffen abgeschlossen und Ziele gesetzt f&uuml;r die Begrenzung dieser Art von Waffen. Doch der einseitige R&uuml;ckzug der USA aus dem ABM-Vertrag, der der Grundstein war f&uuml;r die Erhaltung des Gleichgewichts der Kr&auml;fte und der internationalen Sicherheit, hat dieses ganze System in einem ernsten und komplizierten Zustand zur&uuml;ckgelassen.<\/p><p>In dieser Hinsicht, da dies ein Diskussionsklub ist, w&uuml;rde ich den Herrn Botschafter gerne fragen, was er von dem einseitigen R&uuml;ckzug der USA aus dem ABM-Vertrag h&auml;lt.<\/p><p><strong>Jack Matlock (ehem. US-Botschafter in Moskau):<\/strong> Ich pers&ouml;nlich war gegen diesen R&uuml;ckzug, und ich verstehe Ihren Standpunkt. Ich w&uuml;rde sagen, dass ich nicht glaube, dass irgendeiner der nachfolgenden Pl&auml;ne f&uuml;r die Verwendungsm&ouml;glichkeiten eine Bedrohung f&uuml;r die russischen Systeme war oder sein k&ouml;nnte. Aber ich bin im Allgemeinen kein Bef&uuml;rworter von ABM-Systemen. Ich m&ouml;chte darauf hinweisen, dass ich denke, es geht nicht haupts&auml;chlich darum, Russland zu bedrohen, sondern Arbeitspl&auml;tze in den Vereinigten Staaten zu sichern. Eine Menge hat seine Ursachen im milit&auml;risch-industriellen Komplex und der Anzahl der dort besch&auml;ftigten Menschen.<\/p><p><strong>Wladimir Putin:<\/strong> Herr Botschafter, ich finde Ihre Argumente nicht &uuml;berzeugend. Ich habe den gr&ouml;&szlig;ten Respekt vor Ihrer Erfahrung und vor Ihrem diplomatischen Geschick, das Sie uns gerade mit der Vermeidung einer direkten Antwort einwandfrei demonstriert haben. Nun, Sie haben meine Frage zwar beantwortet, aber nicht ohne einige Sch&ouml;nf&auml;rbereien.<\/p><p>Man sollte keine Arbeitspl&auml;tze schaffen, wenn das Ergebnis dieser Ma&szlig;nahme die ganze Menschheit bedroht. Und wenn es bei der Entwicklung neuer Raketenabwehrsysteme um die Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen geht, warum soll das in diesem speziellen Bereich geschehen? Warum werden keine Arbeitspl&auml;tze in der Biologie geschaffen, in den Bereichen der Pharmazie- oder der Hochtechnologie, die nicht mit der Waffenproduktion zusammenh&auml;ngen?<\/p><p>Was die Frage anbelangt, ob dies eine Bedrohung f&uuml;r Russland darstellt oder nicht, kann ich Ihnen versichern, dass die US-Spezialisten f&uuml;r Sicherheit und strategische Waffen in voller Kenntnis dar&uuml;ber sind, dass dies Russlands nukleares Potenzial bedroht und dass der ganze Zweck dieses Systems ist, die nuklearen Einsatzm&ouml;glichkeiten aller L&auml;nder au&szlig;er der USA selbst auf Null herabzusetzen. Wir haben die ganze Zeit Diskussionen geh&ouml;rt &uuml;ber die nukleare Bedrohung seitens des Irans, aber wie ich in meinen Ausf&uuml;hrungen zuvor gesagt habe, war unsere Position immer die, dass es keine solche Bedrohung gibt, und nun sind es nicht nur wir, sondern die gesamte internationale Gemeinschaft teilt diese Ansicht.<\/p><p>Die Vereinigten Staaten initiierten die Unterzeichnung einer Vereinbarung mit dem Iran &uuml;ber die Regelung der iranischen Atomfrage. Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Beschluss haben wir unsere US-amerikanischen und iranischen Partner aktiv begleitet und unterst&uuml;tzt, und diese Vereinbarung ist nun in Kraft getreten, und der Iran hat sich bereit erkl&auml;rt, sein angereichertes Uran aus dem Land zu bef&ouml;rdern. Wenn es also kein iranisches Atomproblem gibt, warum soll dann ein Raketenabwehrsystem entwickelt werden? Man k&ouml;nnte das Projekt beenden, aber man hat nicht nur das Projekt nicht beendet, im Gegenteil, es finden neue Tests und &Uuml;bungen statt. Diese Systeme werden in Rum&auml;nien bis Ende des Jahres und in Polen bis 2018 oder 2020 etabliert sein.<\/p><p>Ich kann Ihnen sagen, auch die Fachleute wissen das, die Standorte des Raketenabwehrsystems k&ouml;nnen in wirksamer Weise f&uuml;r die Stationierung von Cruise-Missile-Angriffssystemen genutzt werden. Schafft dies keine Bedrohung f&uuml;r uns? Nat&uuml;rlich tut es das, und es ver&auml;ndert eben jene Philosophie der internationalen Sicherheit. Wenn ein Land glaubt, dass es einen Raketenabwehrschild geschaffen hat, das es vor jeglichen Angriffen oder Gegenangriffen sch&uuml;tzt, hat es freie Hand in der Verwendung jeglicher Art von Waffen, und das ist es, was das strategische Gleichgewicht ersch&uuml;ttert. Sie haben in der Vergangenheit an R&uuml;stungsvereinbarungen gearbeitet und haben einige erstaunliche Ergebnisse erzielt. Ich kann nur meinen Hut ziehen vor Ihnen und Ihnen dazu gratulieren. Sie und Ihre russischen Partner haben einige gro&szlig;e Erfolge gehabt, aber was jetzt geschieht, muss uns Sorgen bereiten. Ich bin sicher, dass Sie dem in Ihrem Herzen zustimmen w&uuml;rden. So viel haben Sie im Wesentlichen zugegeben, als Sie sagten, dass Sie den einseitigen R&uuml;ckzug der USA aus dem Vertrag nicht bef&uuml;rwortet haben.<\/p><p>Nun zum Thema der Ukraine, und der Ansicht, da&szlig; dies Gefahren f&uuml;r uns schafft, ja, nat&uuml;rlich es schafft Gefahren, aber waren wir es, die diese Situation geschaffen haben? Erinnern Sie sich an das Jahr, als Janukowitsch die Wahl verlor und Juschtschenko an die Macht kam? Schauen Sie sich an, wie er an die Macht kam. Durch eine dritte Runde der Abstimmung, was noch nicht einmal in den Bestimmungen der ukrainischen Verfassung steht. Die westlichen L&auml;nder unterst&uuml;tzten dies aktiv. Das war ein glatter Verfassungsbruch. Welche Art von Demokratie ist das? Das ist schlicht Chaos. Sie taten es damals, und dann taten sie es erneut in einer noch schamloseren Form mit dem Regierungswechsel und dem Staatsstreich, was vor nicht allzu langer Zeit geschah. <\/p><p>Russlands Haltung ist nicht die, dass wir die Wahl des ukrainischen Volkes ablehnen. Wir sind bereit, jede Wahl anzunehmen. Die Ukraine ist ein echtes Bruderland in unseren Augen, ein Brudervolk. Ich mache keinerlei Unterschied zwischen Russen und Ukrainern. Aber wir widersetzen uns dieser Art und Weise des Regierungswechsels. Es ist nirgendwo in der Welt eine gute Methode, aber im postsowjetischen Raum, wo offen gesagt viele ehemalige Sowjetrepubliken noch keine eigenstaatlichen Traditionen besitzen und noch keine stabilen politischen Systeme entwickelt haben, ist es v&ouml;llig inakzeptabel. In diesem Zusammenhang m&uuml;ssen wir uns mit gro&szlig;er Sorgfalt um das k&uuml;mmern, was wir haben und ihm helfen, sich zu entwickeln. Wir waren sogar bereit, mit den Personen zusammenzuarbeiten, die damals durch das Ergebnis dieser verfassungswidrigen dritten Runde an die Macht gekommen waren. Wir arbeiteten mit Juschtschenko und Frau Timoschenko zusammen, obwohl sie als v&ouml;llig prowestliche Politiker galten &ndash; ich denke, dass es im Allgemeinen keine korrekte Kennzeichnung ist, aber so wurden sie gesehen. Wir trafen uns mit ihnen, fuhren nach Kiew, empfingen sie hier in Russland. Ja, wir hatten manchmal heftige Debatten &uuml;ber Wirtschaftsfragen, aber wir haben zusammengearbeitet. <\/p><p>Aber was sollen wir tun, wenn wir mit einem Staatsstreich konfrontiert sind? M&ouml;chten Sie einen Irak oder ein Libyen hier gestalten? Die US-Beh&ouml;rden haben es nicht verheimlicht, dass sie dort Milliarden ausgeben. Die Beh&ouml;rden haben direkt in der &Ouml;ffentlichkeit gesagt, dass sie 5 Milliarden Dollar f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung der Opposition ausgegeben haben. Ist das die richtige Wahl?<\/p><p>Ein anderer unserer Kollegen sagte, es sei falsch, das Ganze als Anzeichen daf&uuml;r zu interpretieren, dass die Vereinigten Staaten danach strebten, das politische System und die Regierung in Russland zu &auml;ndern. Es f&auml;llt mir schwer, dieser Meinung zuzustimmen. Die Vereinigten Staaten haben ein Gesetz, das die Ukraine betrifft, dort wird allerdings Russland direkt erw&auml;hnt, und dieses Gesetz besagt, dass das Ziel die Demokratisierung der Russischen F&ouml;deration ist. Stellen Sie sich vor, wir w&uuml;rden ins russische Gesetz schreiben, dass es unser Ziel ist, die Vereinigten Staaten zu demokratisieren, obwohl wir dies im Grunde k&ouml;nnten, und lassen Sie mich Ihnen sagen, warum.<\/p><p>Es gibt Gr&uuml;nde daf&uuml;r. Jeder wei&szlig;, dass es zwei Ereignisse in der Geschichte der USA gab, als ein Pr&auml;sident zwar mit der Mehrheit der Stimmen der Mitglieder des Wahlm&auml;nnergremiums jedoch mit einer Minderheit der Stimmen der W&auml;hler an die Macht kam. Ist das demokratisch? Nein, Demokratie ist die Macht des Volkes, der Wille der Mehrheit. Wie kann jemand nur von einer Minderheit der W&auml;hler in das h&ouml;chste Amt des Landes gew&auml;hlt werden? Das ist ein Problem in Ihrer Verfassung, aber wir verlangen nicht, dass Sie Ihre Verfassung &auml;ndern.<\/p><p>Wir k&ouml;nnen &uuml;ber all dies ewig diskutieren, aber wenn ein Land solche Dinge in seine heimische Gesetzgebung schreibt und die inl&auml;ndische Opposition [von einem anderen Land] finanziert &hellip; Eine Opposition zu haben, ist eine normale Sache, aber sie muss aus eigener Kraft &uuml;berleben, und wenn ein Land f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung dieser Opposition offen Milliarden ausgibt, ist das normale politische Praxis? Wird dies dazu beitragen, zwischenstaatliches Vertrauen aufzubauen? Ich glaube nicht.<\/p><p>Nun zum Thema der sich unseren Grenzen n&auml;hernden Demokratie. (Gel&auml;chter). Sie scheinen eine erfahrene Person zu sein. K&ouml;nnen Sie sich vorstellen, dass wir etwas gegen Demokratie an unseren Grenzen haben k&ouml;nnten? Was nennen Sie hier Demokratie? Beziehen Sie sich auf die Bewegung der NATO in Richtung unserer Grenzen? Ist es das, was Sie mit Demokratie meinen? Die NATO ist ein Milit&auml;rb&uuml;ndnis. Wir sind nicht besorgt &uuml;ber Demokratie an unseren Grenzen, sondern &uuml;ber milit&auml;rische Infrastruktur, die immer n&auml;her an unsere Grenzen kommt. Welche Reaktion erwarten Sie von uns? Was sollen wir glauben? Das ist die Frage, die uns Sorgen bereitet.<\/p><p>Wissen Sie, was der Grund der heutigen Probleme ist? Ich werde es mit Ihnen teilen, und wir werden das Dokument sicherlich ver&ouml;ffentlichen, auf das ich mich jetzt beziehen werde. Es ist ein Protokoll der Gespr&auml;che zwischen deutschen Politikern und sowjetischen Spitzenfunktion&auml;ren kurz vor der Wiedervereinigung Deutschlands. Es ist sehr interessant, es liest sich wie eine Detektivgeschichte.<\/p><p>Ein prominenter deutscher Politiker dieser Zeit, ein f&uuml;hrender Politiker in der Sozialdemokratischen Partei, sagte w&auml;hrend der Gespr&auml;che mit den hohen russischen Beamten &ndash; ich kann ihn nicht w&ouml;rtlich zitieren, aber ich erinnere mich ausreichend genau &ndash; er sagte: &bdquo;Wenn wir keine Einigung &uuml;ber die Richtlinien von Deutschlands Wiedervereinigung und Europas Zukunft erreichen, werden die Krisen andauern und sogar wachsen nach der deutschen Wiedervereinigung, und wir werden sie nicht beenden, sondern ihnen in neuen Formen begegnen.&rdquo; Sp&auml;ter, als die sowjetischen Funktion&auml;re in eine Auseinandersetzung mit ihm gerieten, war er &uuml;berrascht und sagte: &bdquo;Man k&ouml;nnte meinen, ich verteidige die Interessen der Sowjetunion, aber ich denke an Europas Zukunft&rdquo; &ndash; er warf ihnen ihre Kurzsichtigkeit vor. Und wie sich herausstellte, hatte er v&ouml;llig recht.<\/p><p>Herr Botschafter, Ihren Kollegen gelang es nicht, sich &uuml;ber die Grundlagen zu einigen, welche Folgen Deutschlands Wiedervereinigung haben w&uuml;rde: die Frage der zuk&uuml;nftigen NATO-Mitgliedschaft Deutschlands, die Zukunft der milit&auml;rischen Infrastruktur, ihre Formen und ihre Entwicklung sowie die Koordinierung der Sicherheitsfragen in Europa. Es wurden damals m&uuml;ndliche Vereinbarungen getroffen, aber nichts wurde schriftlich festgelegt, nichts fixiert, und so ging es weiter. In meiner Rede in M&uuml;nchen sagte ich, wie Sie sich erinnern werden, dass damals der NATO-Generalsekret&auml;r das m&uuml;ndliche Versprechen gegeben hat, die Sowjetunion k&ouml;nne sicher sein, die NATO &ndash; ich zitiere &ndash; w&uuml;rde sich nicht &uuml;ber die &ouml;stlichen Grenzen der heutigen DDR ausdehnen. Dabei sah die Realit&auml;t ganz anders aus. Es gab zwei Wellen der NATO-Osterweiterung, und jetzt haben wir zus&auml;tzlich Raketenabwehrsysteme direkt an unseren Grenzen.<\/p><p>All dies verursacht aus unserer Sicht berechtigte Sorgen, wie ich denke, und es ist etwas, woran wir zweifellos arbeiten m&uuml;ssen. Trotz aller Schwierigkeiten sind wir bereit zusammenzuarbeiten. F&uuml;r das ernste Thema der Raketenabwehr haben wir fr&uuml;her bereits Vorschl&auml;ge gemacht, und ich sage noch einmal, dass wir als Dreiergruppe zusammenarbeiten k&ouml;nnten &ndash; die USA, Russland und Europa. Was w&uuml;rde diese Kooperation mit sich bringen? Es w&uuml;rde bedeuten, dass alle drei Parteien zusammen eine Einigung dar&uuml;ber erzielen, aus welcher Richtung Raketenbedrohungen kommen, und alle haben gleichen Anteil an der Kommandogewalt &uuml;ber das System und an anderen, zus&auml;tzlichen Angelegenheiten. Aber unsere Vorschl&auml;ge stie&szlig;en auf Ablehnung. Es waren nicht wir, die eine Kooperation ablehnten, aber andere, die uns zur&uuml;ckwiesen.<\/p><p>Jetzt stehen wir vor dem ernsten Problem der Ereignisse in Syrien, und ich bin sicher, das wird Gegenstand weiterer Diskussionen sein. Wir h&ouml;ren Kritik, dass wir angeblich die falschen Ziele treffen. In Moskau sagte ich vor Kurzem: &bdquo;Nennen Sie uns die richtigen Ziele, wenn Sie sie kennen&rdquo;, aber nein, sie haben sie uns nicht mitgeteilt. So baten wir sie, uns zu sagen, welche Ziele wir vermeiden sollten, aber sie antworten uns wieder nicht.<\/p><p>Wir haben diesen ausgezeichneten Film &bdquo;Iwan Wassiljewitsch wechselt den Beruf&ldquo;. Das russische Publikum kennt ihn gut. Einer der Charaktere des Films sagt zum anderen: &bdquo;Wie soll ich verstehen, was Sie sagen, wenn Sie gar nichts sagen?&rdquo; Wie ich bereits erw&auml;hnte, beginnen wir gl&uuml;cklicherweise wenigstens auf milit&auml;rischer Ebene miteinander zu sprechen und kommen zu einigen &Uuml;bereink&uuml;nften. Die Umst&auml;nde zwingen uns, dies zu tun.<\/p><p>Die Milit&auml;rs scheinen die Verantwortungsvollsten zu sein, und ich hoffe, wenn sie zu Vereinbarungen gelangen, werden wir in der Lage sein, auch Vereinbarungen auf politischer Ebene zu erreichen.<\/p><p>Danke.<\/p><p>(&hellip;)<\/p><p><strong>Link:<\/strong> <a href=\"http:\/\/en.kremlin.ru\/events\/president\/news\/50548\">Zum Original<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ohne Ironie kommt man angesichts der h&auml;ufiger werdenden Verd&auml;chtigungen nicht aus. Deshalb die beiden Worte am Anfang. Nun zur Sache: Beim 12. Jahrestreffen des Internationalen Diskussions-Klubs &bdquo;Waldai&ldquo; (19.-22. 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