{"id":2892,"date":"2008-01-15T14:27:35","date_gmt":"2008-01-15T13:27:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2892"},"modified":"2015-12-03T10:39:42","modified_gmt":"2015-12-03T09:39:42","slug":"statistisches-bundesamt-deutsche-wirtschaft-im-jahr-2007-mit-robustem-wachstum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2892","title":{"rendered":"Statistisches Bundesamt: Deutsche Wirtschaft im Jahr 2007 mit robustem Wachstum"},"content":{"rendered":"<p>Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2007 erneut kr&auml;ftig gewachsen. Um 2,5% war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach ersten Berechnungen des <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/01\/PD08__015__811,templateId=renderPrint.psml\">Statistischen Bundesamtes (Destatis)<\/a> h&ouml;her als im Vorjahr. Die Konsumausgaben trugen mit 0,2%-Punkten zum BIP-Wachstum bei. Wolfgang Lieb<br>\n<!--more--><br>\nDass vom Konsum positive Wachstumseffekte ausgingen, war allerdings ausschlie&szlig;lich den Konsum&shy;ausgaben des Staates zu verdanken, die preisbereinigt um 2,0% zulegten. Die privaten Konsumausgaben verringerten sich 2007 im Vorjahresvergleich um 0,3%, was zu einem negativen Wachstumsbeitrag von 0,2%-Punkten f&uuml;hrte. In 2006 leistete der private Konsum demgegen&uuml;ber noch einen positiven Wachstumsbeitrag von 0,6%-Punkten. In die&shy;sen beiden Ergebnissen d&uuml;rfte sich indessen auch die Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer widerspiegeln, die im Jahr 2006 zu Vorzieheffekten gef&uuml;hrt hat.<\/p><p>Die Lohnquote, die den Anteil des Ar&shy;beitnehmerentgelts am Volkseinkommen misst, fiel auf 64,6%; das war ein Prozent&shy;punkt weniger als im Jahr zuvor. (1999 = 72,2%)<\/p><p>Die Anzahl der Arbeitnehmer hat im vergangenen Jahr um 1,7% zugenommen. Deren durchschnittliche Bruttol&ouml;hne und -geh&auml;lter (je Arbeitnehmer) stiegen um 1,3%, die durchschnittlichen Nettol&ouml;hne und -geh&auml;lter um 0,5%.<\/p><p><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> <\/p><p>Das organisatorisch dem Bundesinnenministerium untergeordnete Statistische Bundesamt spricht von einem &ldquo;kr&auml;ftigen&rdquo; Wachstum der deutschen Wirtschaft in 2007. Davon kann bei 2,5% (2000 = 3,2%) Wachstum keine Rede sein, auch nicht im internationalen Vergleich. Als Grund f&uuml;r die negative Entwicklung der privaten Konsumausgaben hat das Statistische Bundesamt eine wesentliche Ursache unterschlagen:<\/p><p>Die Entwicklung der Brutto- und Nettol&ouml;hne und -geh&auml;lter je Arbeitnehmer ist ern&uuml;chternd. Bei den vom Statistischen Bundesamt ver&ouml;ffentlichten Daten handelt es sich zudem um Nominalwerte.<\/p><p>Inflationsbereinigt haben sich die L&ouml;hne und -geh&auml;lter je Arbeitnehmer auch in 2007 r&uuml;ckl&auml;ufig entwickelt:<\/p><ul>\n<li>Bruttol&ouml;hne und -geh&auml;lter je Arbeitnehmer: &ndash; 0,8%<\/li>\n<li>Nettol&ouml;hne und -geh&auml;lter je Arbeitnehmer: &ndash; 1,6%.<\/li>\n<\/ul><p>In dieser schlechten Entwicklung zeigt sich zweierlei:<\/p><ul>\n<li>die nur m&auml;&szlig;ige Steigerung der L&ouml;hne und -geh&auml;lter sowie<\/li>\n<li>die schlechte Qualit&auml;t der neugeschaffenen Stellen (Niedrigl&ouml;hne, Leiharbeit usw.)<\/li>\n<\/ul><p><strong>Frankfurter Rundschau: Staatshaushalt ausgeglichen<\/strong><\/p><p>Erstmals seit 1969 weist Deutschland wieder einen ausgeglichenen Staatshaushalt aus. Dank des Wirtschaftsaufschwungs und sprudelnder Steuereinnahmen erf&uuml;llte Deutschland wie auch im Vorjahr das Maastricht-Kriterium, das ein Defizit von 3% des BIP erlaubt.<br>\nF&uuml;r das laufende Jahr rechnet die Bundesregierung allerdings wieder mit einem leichten Defizit. Das Minus wird vor allem mit Einnahmeausf&auml;llen durch die Reform der Unternehmenssteuern  sowie die st&auml;rkere Senkung der Beitr&auml;ge zur Arbeitslosenversicherung begr&uuml;ndet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/www.fr-online.de\/top_news\/?sid=53fad27bf309a74b3b0aa0ba32209f1e&amp;em_cnt=1272082\">FR<\/a> <\/p><p><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong><\/p><p>Ein wesentlicher Grund f&uuml;r den Defizit-R&uuml;ckgang in 2007 wird in dem DPA-Artikel der Frankfurter Rundschau nicht erw&auml;hnt: Die stark gestiegene Steuerbelastung der Verbraucher (Mehrwertsteuererh&ouml;hung, K&uuml;rzung der Pendlerpauschale). Und: Der Defizitr&uuml;ckgang seit 2006 zeigt, dass bereits m&auml;&szlig;iges Wirtschaftswachstum zu einem Defizitabbau f&uuml;hrt. Pomp&ouml;se &ldquo;Strukturreformen&rdquo; sind hierf&uuml;r nicht erforderlich, im Gegenteil, durch die &bdquo;Verbesserung der Angebotsbedingungen&ldquo; (sprich Unternehmenssteuerreform) kommt es wieder zu einem Defizit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2007 erneut kr&auml;ftig gewachsen. Um 2,5% war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach ersten Berechnungen des <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/01\/PD08__015__811,templateId=renderPrint.psml\">Statistischen Bundesamtes (Destatis)<\/a> h&ouml;her als im Vorjahr. Die Konsumausgaben trugen mit 0,2%-Punkten zum BIP-Wachstum bei. 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