{"id":28991,"date":"2015-11-25T09:55:14","date_gmt":"2015-11-25T08:55:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28991"},"modified":"2015-11-25T09:55:14","modified_gmt":"2015-11-25T08:55:14","slug":"hinweise-des-tages-2510","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28991","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW\/AM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28991#h01\">Die angebliche Selbstmordattent&auml;terin von Saint-Denis lebt ahnungslos in Marokko<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28991#h02\">Abschuss der russischen Su-24 in Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28991#h03\">Unser Freund, der Kopf-ab-Saudi<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28991#h04\">&ldquo;Europa exportiert Terroristen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28991#h05\">NATO is harbouring the Islamic State<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28991#h06\">Kampf um die K&ouml;pfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28991#h07\">Der &bdquo;Ukraine-Syrien-Komplex&ldquo; &ndash; was will, was kann Putin?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28991#h08\">Auch in diesem Jahr: Sammeln f&uuml;r Kriegsgr&auml;berf&uuml;rsorge eingestellt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28991#h09\">Verm&ouml;gende am Investitionszukunftsprogramm beteiligen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28991#h10\">What Really Caused The Financial Crisis And What To Do About It<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28991#h11\">Industrielobby will Mindestlohn f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge aussetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28991#h12\">Wie die Jobcenter Arbeitslose in die Armut treiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28991#h13\">Gef&uuml;hlter Reichtum macht Reiche weniger gro&szlig;z&uuml;gig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28991#h14\">Teure Energie: Strompreis steigt f&uuml;r mehr als f&uuml;nf Millionen Verbraucher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28991#h15\">250.000 Tote sp&auml;ter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28991#h16\">Ein Feuerring bis Mali<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28991#h17\">Schulfach Wirtschaft: Sch&uuml;ler brauchen &ouml;konomisches Wissen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28991#h18\">Unis stehen vor der Zerrei&szlig;probe &ndash; weltweit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28991#h19\">Spain&rsquo;s News Media Are Squeezed by Government and Debt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28991#h20\">Leserzuschrift zu unserem Artikel &bdquo;Abschuss eines russischen Kampfjets &ndash; Die T&uuml;rkei und Russland spielen mit dem Feuer&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28991&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die angebliche Selbstmordattent&auml;terin von Saint-Denis lebt ahnungslos in Marokko<\/strong><br>\nStell dir vor, du schl&uuml;rfst morgens nichtsahnend Tee in deinem Lieblingscaf&eacute; und findest dich pl&ouml;tzlich als vermeintliche Selbstmordattent&auml;terin auf allen Zeitungs-Titelseiten und &ouml;ffentlichen Fernsehkan&auml;len wieder. Der einzige Grund, weshalb du nicht per internationalem Haftbefehl gesucht wirst, ist, dass die Medien dich bereits f&uuml;r tot erkl&auml;rt haben.<br>\nDer Frau, die in der &Ouml;ffentlichkeit im Zusammenhang mit den Razzien von Saint-Denis als islamistisch motivierte Selbstmordattent&auml;terin dargestellt wurde, ist das passiert. Sie lebt (in Marokko), ihr Name ist nicht Hasna Ait Boulahcen (sondern Nabila Bakkatha) und ihre privaten Fotos (unter anderem das Selfie mit zwei anderen Frauen) wurden von zahllosen europ&auml;ischen, amerikanischen und arabischen Medien f&auml;lschlicherweise mit der Anschuldigung verbreitet, sie sei radikale Islamistin und h&auml;tte sich in Saint-Denis bei einer Razzia in die Luft gesprengt. [&hellip;]<br>\nMit f&uuml;nfzehn Jahren war sie nach Frankreich gezogen und hatte das Land nach Abschluss eines Modedesign-Studiums im Jahr 2007 wieder verlassen, so Bakkatha gegen&uuml;ber CNN. Eine fr&uuml;here Freundin, mit der sie sich zerstritten habe, habe die &Auml;hnlichkeit zur get&ouml;teten IS-Anh&auml;ngerin ausgenutzt und Bakkathas Fotos in einem Racheakt an einen franz&ouml;sischen Journalisten verkauft&mdash;der sie ungepr&uuml;ft &uuml;bernahm. Die Bilder der vermeintlichen Gotteskriegerin gingen um die Welt. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Der Journalist hat nicht recherchiert, sondern einfach nur ver&ouml;ffentlicht, was er hat&ldquo;, erkl&auml;rt Bakkatha im Interview mit AJ+. Wer der franz&ouml;sische Journalist ist, der das Foto zuerst an das britische Boulevardblatt Daily Mail und sp&auml;ter an andere verkauft hat, ist noch nicht bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/motherboard.vice.com\/de\/read\/die-angebliche-selbstmordattentaeterin-von-paris-lebt-ahnungslos-in-marokko-123\">Motherboard<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Abschuss der russischen Su-24 in Syrien<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>&laquo;Ein Schlag in den R&uuml;cken&raquo;<\/strong><br>\nNach dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die T&uuml;rkei beruft die Nato ein Sondertreffen ein. Putin wirft Ankara vor, Terroristen zu unterst&uuml;tzen. [&hellip;]<br>\nLaut einem Bericht jedoch der regierungskritischen russischen Zeitung &laquo;Nowaja Gaseta&raquo; sind die russischen Piloten bei Latakia aufgrund der Windverh&auml;ltnisse praktisch gezwungen, den t&uuml;rkischen Luftraum zu verletzen, um auf ihrem syrischen St&uuml;tzpunkt landen zu k&ouml;nnen. Sie m&uuml;ssten dabei jeweils w&auml;hrend sechs Sekunden eine Strecke von zwei Kilometern &uuml;ber t&uuml;rkisches Territorium fliegen, schreibt das Blatt. Die T&uuml;rkei wisse das genau. [&hellip;]<br>\nAm vergangenen Donnerstag bestellte das t&uuml;rkische Aussenministerium den russischen Botschafter Andrei Karlov in Ankara ein, berichtet H&uuml;rriyet Daily News. Die T&uuml;rkei soll dabei ihr Missfallen gegen&uuml;ber den russischen Luftangriffen auf turkmenische D&ouml;rfer nahe der t&uuml;rkischen Grenze ausgedr&uuml;ckt haben. In der Region bef&auml;nden sich keinerlei K&auml;mpfer der Terrormiliz Islamischer Staat und die russischen Bomben tr&auml;fen vor allem Zivilisten, was wiederum zu neuen Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;men f&uuml;hre. Ankara soll den russischen Botschafter zudem informiert haben, dass man nicht z&ouml;gern werde, wenn die Sicherheit der eigenen Grenze gef&auml;hrdet w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/international\/kampfjet-ueber-syrien-abgestuerzt-1.18651811?extcid=Newsletter_24112015_International\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Nach Abschuss des Kampfjets: Nato warnt T&uuml;rkei vor Eskalation mit Russland<\/strong><br>\nDie Nato versucht nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die T&uuml;rkei zu beschwichtigen. Bei einer Krisensitzung sicherte die Allianz Ankara zwar ihre Solidarit&auml;t zu &ndash; doch warnte sie vor einer Eskalation. [&hellip;]<br>\nAuch deutsche Spitzenpolitiker &auml;u&szlig;erten sich. Er hoffe, dass aus dem j&uuml;ngsten Konflikt zwischen Russland und T&uuml;rkei in der Syrienkrise kein Schaden f&uuml;r die angestrebte internationale Koalition gegen den Terror entstehe, sagte Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD).<br>\nGabriel attackierte das Vorgehen Ankaras: &ldquo;Erst mal zeigt der Zwischenfall, dass wir einen Spieler dabei haben, der nach Aussage von verschiedenen Teilen der Region unkalkulierbar ist: Das ist die T&uuml;rkei und damit nicht die Russen&rdquo;, sagte der SPD-Chef der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. &ldquo;Dass die Russen jetzt die Konfrontation ausl&ouml;sen durch die Verletzung des Luftraums, darf einen ja nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass auch die T&uuml;rkei dort in diesem Konflikt eine schwierige Rolle spielt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/russland-tuerkei-nato-warnt-nach-kampfjet-abschuss-vor-eskalation-a-1064407.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CW:<\/strong> Sicher w&auml;re einfacher gewesen, Erdogan h&auml;tte sich an seine Worte von 2012 erinnert, als ein t&uuml;rkisches Flugzeug &uuml;ber syrischem Luftraum angegriffen wurde: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.bbc.com\/news\/world-middle-east-18584872\">A short-term border violation can never be a pretext for an attack.<\/a>&ldquo;, aber es dr&auml;ngt sich der Eindruck auf, der Vorfall kommt gar nicht so ungelegen: Die NATO inszeniert sich als besonnener Deeskalierer &ndash; Zu sch&ouml;n, um wahr zu sein.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Unser Freund, der Kopf-ab-Saudi<\/strong><br>\nSaudi-Arabien hat in diesem Jahr mehr Menschen enthauptet als der &ldquo;Islamische Staat&rdquo;. Ohne den Islam der Saudis w&uuml;rde es den Islam des IS nicht geben. Wann ziehen wir daraus die Konsequenzen? [&hellip;]<br>\nDer IS verst&ouml;rt die Welt mit seinen Gewaltdemonstrationen. Aber im Terrorismus ist es so wie im richtigen Leben: kein erfolgreiches Franchise ohne Vorbild. Alles, was der IS seinen J&uuml;ngern bietet &ndash; Kopf abschlagen, Steinigung, Auspeitschung &ndash; hat er sich um die Ecke in Saudi-Arabien abgeschaut. [&hellip;]<br>\nEs ist jetzt viel von der Verteidigung unserer Werte die Rede. Vielleicht sollte man damit anfangen, nicht l&auml;nger mit Leuten zu poussieren, die einen Apartheidstaat am Laufen halten, gegen den S&uuml;dafrika selbst zu seinen schlimmsten Zeiten eine Vorzeigerepublik war. Apartheidregime haben es oft an sich, dass sie &uuml;ber Dinge verf&uuml;gen, die andere gerne besitzen w&uuml;rden. In S&uuml;dafrika waren das Gold und Diamanten, mit denen sich die Machthaber Nachsicht erkauften. In Saudi-Arabien sind es &Ouml;l und Stationierungsrechte f&uuml;r amerikanische Kampfflugzeuge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/kampf-gegen-den-terror-saudi-arabien-ist-der-wahre-feind-kolumne-a-1064250.html\">Jan Fleischhauer auf Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ich h&auml;tte nie gedacht, Fleischhauer einmal zu stimmen zu m&uuml;ssen (ist das jetzt schon Querfront?). Aber es stimmt, einer der Hauptunterst&uuml;tzer des radikalen Islam und des IS im Besonderen ist Saudi- Arabien; das im &uuml;brigen eine brutale Diktatur ist und die Menschenrechte mit F&uuml;&szlig;en tritt und dazu die B&uuml;rgerkriege in Syrien und im Jemen kr&auml;ftig mit anheizt. Aber bei der Wahl ihrer Verb&uuml;ndeten waren die US-Eliten noch nie mit besonderen Skrupel belastet. Vor allem wenn es um den Stoff geht, an dem nicht nur die westlichen Industrienationen h&auml;ngen wie der Junkie an der Nadel &ndash; Erd&ouml;l. Wer die Versorgung mit &Ouml;l garantiert darf sich faktisch alles erlauben. Damit wird klar, solange Saudi-Arabien den radikalen Islam bef&ouml;rdert wird man diesem auch nicht Herr werden. Wobei die Paradoxie darin liegt, dass der &ldquo;Westen&rdquo; gerade unter der Flagge des &lsquo;War on Terror&rdquo; wiederum seine Interventionskriege um Rohstoffe legitimiert.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Um das &bdquo;besondere&ldquo; Verh&auml;ltnis der USA zu Saudi-Arabien zu verstehen, sollte man unbedingt den wegweisenden Artikel &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.newyorker.com\/magazine\/2007\/03\/05\/the-redirection\">The Redirection<\/a>&ldquo; von Seymour Hersh aus dem Jahre 2007 lesen. Saudi-Arabien war zu Zeiten der NeoCons (und ist es noch heute) ein Schl&uuml;sselpartner der USA, um den aufstrebenden Iran in der Region einzuengen. Und auch zur Destabilisierung der russischen S&uuml;dflanke kooperierten die NeoCons Jahrelang mit den Saudis. Mit saudischem Geld wurden wahabitische Imame bezahlt, Moscheen gebaut und Koranschulen unterhalten. Aber auch wahabitische Freisch&auml;rler sickerten in den Kaukasus ein. Prominente Rebellenf&uuml;hrer wie Bassajew, Sadulajew und Maschadow (alle mittlerweile liquidiert) schlossen sich den Wahhabiten an und sind verantwortlich f&uuml;r Aktionen wie die Geiselnahme von Beslan oder den Angriff auf Dagestan, der den zweiten Tschetschenienkrieg ausl&ouml;ste. Das erinnert an die &bdquo;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Operation_Cyclone\">Operation Cyclone<\/a>&ldquo;, mit der die USA mit saudischer Unterst&uuml;tzung in den 80ern die Sowjetunion in die &bdquo;Dschihad-Falle&ldquo; gelockt haben. Nach 9\/11 geht die westliche &Ouml;ffentlichkeit wie selbstverst&auml;ndlich davon aus, dass der militante Islamismus saudischer Herkunft ein Feind der USA ist. Das war aber nicht immer so und es ist nach wie vor eine offene Frage, ob die Wahabiten nicht auch heute noch von den USA geduldet oder gar unterst&uuml;tzt werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&ldquo;Europa exportiert Terroristen&rdquo;<\/strong><br>\nDer Regisseur Milo Rau hat in den belgischen Vierteln recherchiert, in denen viele nur im Salafismus Anschluss finden. Ein Krieg wird das Problem nicht l&ouml;sen, sagt er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2015-11\/milo-rau-interview-bruessel-salafismus\/komplettansicht\">ZEIT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>NATO is harbouring the Islamic State<\/strong><br>\nWhy France&rsquo;s brave new war on ISIS is a sick joke, and an insult to the victims of the Paris attacks<br>\nThe 13th November Paris massacre will be remembered, like 9\/11, as a defining moment in world history.<br>\nThe murder of 129 people, the injury of 352 more, by &lsquo;Islamic State&rsquo; (ISIS) acolytes striking multiple targets simultaneously in the heart of Europe, mark a major sea-change in the terror threat.<br>\nFor the first time, a Mumbai-style attack has occurred on Western soil&#8202;&mdash;&#8202;the worst attack on Europe in decades. As such, it has triggered a seemingly commensurate response from France: the declaration of a nationwide state of emergency, the likes of which have not been seen since the 1961 Algerian war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/medium.com\/insurge-intelligence\/europe-is-harbouring-the-islamic-state-s-backers-d24db3a24a40#.nse6ueu58\">Nafeez Ahmed auf Insurge intelligence<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J. S.:<\/strong> Ein sehr lesenswerter und gut recherchierter Artikel (leider auf englisch), der auf die Finanzierung von ISIS durch NATO-Partner eingeht, und welche (haupts&auml;chlich geopolitischen) Interessen im aktuellen Konflikt in Syrien von verschiedenen Seiten vertreten werden:<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kampf um die K&ouml;pfe<\/strong><br>\nEine Denkfabrik der NATO entwickelt mit deutschen Journalisten und Wissenschaftlern neue Propagandatechniken<br>\nEinmal im Jahr l&auml;dt die Denkfabrik zu einer internationalen Konferenz f&uuml;r Milit&auml;rs, um die neuesten sicherheitspolitischen Entwicklungen und Konzepte zu besprechen. In diesem Jahr findet die Konferenz vom 23. bis 25. November mit dem Schwerpunkt &raquo;strategische Kommunikation&laquo; statt. 250 Milit&auml;rs aus 20 Nationen werden in den Messehallen von Essen erwartet. Dabei sollen deutsche Wissenschaftler und professionelle Journalisten mit PR-Experten der NATO zusammenkommen, um &raquo;Missverst&auml;ndnisse in der Kommunikation&laquo; auszur&auml;umen und sich gegenseitig zu st&auml;rken, hei&szlig;t es in der Ank&uuml;ndigung der Tagung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/992203.kampf-um-die-koepfe.html\">neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der &bdquo;Ukraine-Syrien-Komplex&ldquo; &ndash; was will, was kann Putin?<\/strong><br>\nWieder einmal will man uns einnebeln: Dem Demokratisierungsprozess in der Ukraine stehe nur noch Russlands Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die nicht anerkannten Republiken Donezk und Lugansk entgegen. Eine Befriedung Syriens und damit ein Ende des Terrors, wie auch der Fl&uuml;chtlingsbewegungen w&uuml;rden nur durch Russlands Festhalten an Pr&auml;sident Baschar el-Assad verhindert.<br>\nTatsache ist: Der Ukrainische Pr&auml;sident Poroschenko war j&uuml;ngst erst dann bereit, ein Antidiskriminierungsgesetz ins Parlament einzubringen und nicht aus dem Lager des herrschenden Oligarchenclans stammende Personen als Mitglieder in die Anti-Korruptions-Kommission aufzunehmen, nachdem ihm der EU-Kommissionspr&auml;sident Juncker ultimativ erkl&auml;rt hatte, die Ukraine werde die anstehenden Kredit-Tranchen nicht erhalten, wenn Poroschenko sich nicht endlich zu sichtbaren Zugest&auml;ndnissen bequeme. [&hellip;]<br>\n&Uuml;ber Syrien wird der Nebel in gleicher Weise verbreitet. Angeblich steht nur der &bdquo;Schl&auml;chter&ldquo; Bashar al-Assad, gest&uuml;tzt durch Russland und den Iran, einer Befriedung und Demokratisierung des Landes im Wege. In zweiter Linie wird das Land noch als Schlachtfeld religi&ouml;ser Fanatiker beschrieben, denen mit westlichen Werten nicht beizukommen sei, angefangen bei den gro&szlig;en Gegnern der Schiiten und Sunniten &uuml;ber die diversen terroristischen Gruppen von al-Qaida bis hin zum &bdquo;(Anti)-Islamischen Staat&ldquo;. Angesichts dieser Lage sehe die Bev&ouml;lkerung nur noch den Ausweg der Flucht in den aufgekl&auml;rten Westen.  Das alles zusammen habe den Einsatz f&uuml;r einen &bdquo;Regime change&ldquo; unvermeidlich gemacht und mache ihn auch jetzt noch unumg&auml;nglich.<br>\nDie Realit&auml;t stellt sich anders dar. Ein nicht beiseite zu schiebendes Zeugnis zur Lage des Landes vor den ersten Aufst&auml;nden in Deraa (deutsch auch Dar&rsquo;a, Ort im S&uuml;den Syriens an der Grenze zu Jordanien, Anm. Red.) im M&auml;rz 2011 hinterlie&szlig; Peter Scholl-Latour in seinem letzten Buch,  das nach seinem Tode soeben erschien: (1) Er schreibt im Vergleich zum umgebenden Chaos der sogenannten Arabellion und ihren desastr&ouml;sen Folgen: &bdquo;In Syrien lagen die Dinge ganz anders.  Die USA &ndash; im Verbund mit Saudi-Arabien und Israel &ndash; hatten nicht die ersten Protestdemonstrationen von Deraa gegen die Diktatur Bashar al-Assads und seiner alawitisch dominierten Baath-Partei abgewartet, um die Grundlagen des Staates zu unterw&uuml;hlen. Schon lange vorher hatte eine hemmungslose Kampagne, eine systematische Hetze in den amerikanischen und europ&auml;ischen Medien gegen diese Arabische Republik eingesetzt, die &ndash; bei aller Brutalit&auml;t, die auch sie zu praktizieren pflegt &ndash; das einzige s&auml;kulare Staatswesen  im gesamten arabischen Raum darstellt.  Verglichen mit den Vorzugsverb&uuml;ndeten des Westens &ndash; seien es nun Saudia-Arabien, Qatar, die Vereinigten Emirate oder Kuwait &ndash;, bot die Hauptstadt Damaskus ein Bild religi&ouml;ser Toleranz und eines fast westlichen Lebensstils, seit Bashar el-Assad das Erbe seines unerbittlichen Vaters Hafez el-Assad angetreten hatte. Irgendwo, an geheimen Kommandostellen, in diskreten Fabriken der Desinformation, die von angels&auml;chsischen Meinungsmanipulatoren meisterhaft bedient wurden, war die Losung ausgegangen, dass Syrien sich den amerikanischen  Vorstellungen  einer tr&uuml;gerischen  Neuordnung im Nahen und Mittleren Osten zu unterwerfen habe. (&hellip;)  Jedenfalls wurde schon  lange vor Ausbruch der lokalen Revolten in Deraa und Homs die unerm&uuml;dliche Forderung  nach Vernichtung  des Regimes von Damaskus erhoben.  Als ich mich im Dezember 2011 in Damaskus aufhielt, war dort von  den K&auml;mpfen  noch nichts zu sp&uuml;ren &hellip;&ldquo; (2)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201511233755\/politik\/welt\/der-ukraine-syrien-komplex-was-will-was-kann-putin.html\">Kai Ehlers auf Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Auch in diesem Jahr: Sammeln f&uuml;r Kriegsgr&auml;berf&uuml;rsorge eingestellt<\/strong><br>\nPf&auml;lzer Gemeinderat sagt Nein zu deutschem S&auml;belrasseln<br>\nViele Jahrzehnte sammelte Walter Hoffmann aus dem s&uuml;dpf&auml;lzischen Niederhorbach &uuml;berzeugt Spenden f&uuml;r den Volksbund deutsche Kriegsgr&auml;berf&uuml;rsorge, doch damit ist jetzt Schluss. Der ehemalige B&uuml;rgermeister ist emp&ouml;rt &uuml;ber die Kriegstreiberei deutscher Politiker, wie er sagt.<br>\nSeitdem der fr&uuml;here Verteidigungsminister Peter Struck feststellte, dass &ldquo;Deutschland am Hindukusch verteidigt werde&rdquo;, verfolgt der 67-j&auml;hrige Walter Hoffmann die Entwicklung der Bundeswehreins&auml;tze im Ausland sehr kritisch. Besonders &uuml;bel st&ouml;&szlig;t ihm zuletzt immer wieder die Position von Bundespr&auml;sident Joachim Gauck auf. Der, so Hoffmann, nehme ihm viel zu oft das Wort &ldquo;Krieg&rdquo; in den Mund. Nicht nur, dass er bei seiner Volkstrauertag-Rede die Anschl&auml;ge von Paris als eine Art von Krieg bezeichnete, gef&auml;llt ihm nicht. Auch Gaucks Rede auf der Sicherheitskonferenz 2014 war f&uuml;r ihn ein offenes Bekenntnis f&uuml;r mehr Kriegseins&auml;tze.<br>\nDie Gr&auml;berpflege versteht Hoffmann als Pflege von Mahnmalen, die zum Gedenken der Gefallenen sind; es gehe um das Warnen vor Krieg und um die Vers&ouml;hnung. Doch wenn jetzt die Politik in Deutschland Soldaten in den Krieg senden, so Hoffmann, dann solle sie sich auch um die Kriegsgr&auml;ber k&uuml;mmern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/zur-sache-rheinland-pfalz\/sammeln-fuer-kriegsgraeberfuersorge-eingestellt-pfaelzer-gemeinderat-sagt-nein-zu-deutschem-saebelrasseln\/-\/id=7446566\/did=16312858\/nid=7446566\/1isaden\/index.html\">SWR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Wir hatten im letzten Jahr schon davon berichtet, dass der Gemeinderat des Nachbardorfes von Pleisweiler-Oberhofen sich mit triftigen Gr&uuml;nden nicht mehr an der Sammlung f&uuml;r die Kriegsgr&auml;berf&uuml;rsorge beteiligt. Der damalige Initiator und B&uuml;rgermeister Walter Hoffmann informierte mich jetzt dar&uuml;ber, dass der Gemeinderat auch dieses Jahr bei seiner Entscheidung bleibt. Die TAZ und die NachDenkSeiten haben die Entscheidung vom letzten Jahr verbreitet, offensichtlich mit nachhaltiger Wirkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Verm&ouml;gende am Investitionszukunftsprogramm beteiligen<\/strong><br>\nDer Finanzminister spricht angesichts des Fl&uuml;chtlingszuzuges von einer Lawine. Herr Seehofer ruft den Notstand aus. Diese Bilder h&auml;tten eher gepasst, als die Banken in einer Nacht- und Nebelaktion mit 480 Euro Milliarden Euro gerettet wurden. Gesine L&ouml;tzsch fordert, die Verm&ouml;genden st&auml;rker an der Finanzierung eins Investitionszukunftsprogramms zu beteiligen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/reden\/vermoegende-investitionszukunftsprogramm-beteiligen\/\">Gesine L&ouml;tzsch im Bundestag<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hBP1Foh-jlw\">Video via youtube<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>What Really Caused The Financial Crisis And What To Do About It<\/strong><br>\nAdair Turner discusses his new book Between Debt and the Devil: Money, Credit, and Fixing Global Finance with Rob Johnson, President of the Institute for New Economic Thinking (INET).<br>\nAdair Turner, Chairman of the Board of the Institute for New Economic Thinking, became Chairman of Britain&rsquo;s Financial Services Authority just as the world financial crisis erupted in 2008, and he played a leading role in designing a new global regulatory structure. In his new book Turner reveals that out-of-control private debt actually caused the crisis, and he explains what to do about it.<br>\nTurner warns that we could address too-big-to-fail and put all the rogue bankers in jail, yet excess private debt would still be creating economic malaise and setting the conditions for financial crisis and depression. Most credit, he argues, is not necessary for growth, but actually serves to pollute the economy. Economic theory, says Turner, must acknowledge the conditions of modern finance, particularly the relationships between credit extension and real estate.<br>\nTurner calls for radical changes in public policy. He proposes that sometimes we need to be open to running fiscal deficits and financing them with central bank-created money, despite the idea&rsquo;s taboo.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.socialeurope.eu\/2015\/10\/what-really-caused-the-financial-crisis-and-what-to-do-about-it\/\">Social Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Industrielobby will Mindestlohn f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge aussetzen<\/strong><br>\nNach dem Arbeitgeberverband fordert nun auch der DIHK, den Mindestlohn bei Fl&uuml;chtlingen auszusetzen &ndash; und Migranten wie Langzeitarbeitslose zu behandeln.<br>\nAngesichts des Zuzugs vieler Fl&uuml;chtlinge pl&auml;diert der Pr&auml;sident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) f&uuml;r eine Aussetzung des Mindestlohns. Fl&uuml;chtlinge m&uuml;ssten behandelt werden wie Langzeitarbeitslose, bei denen der Mindestlohn f&uuml;r eine gewisse Zeit nicht gelte, sagte Eric Schweitzer am Dienstag im ZDF-&ldquo;Morgenmagazin&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/dihk-will-fluechtlinge-beim-mindestlohn-wie-langzeitarbeitslose-behandeln-a-1064251.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Mal sehen, wann die SPD bei diesem dreckigen Spiel einknickt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wie die Jobcenter Arbeitslose in die Armut treiben<\/strong><br>\nHartz-IV-Empf&auml;nger haben Anspruch auf 399 Euro im Monat. Trotzdem m&uuml;ssen viele unter diesem Existenzminimum leben.<br>\nDas liegt an R&uuml;ckforderungen und Darlehen der Jobcenter, die einfach die Bez&uuml;ge kappen. Arbeitsministerin Nahles (SPD) will daran etwas &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/sozialleistungen-wie-die-jobcenter-arbeitslose-in-die-armut-treiben-1.2750001\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gef&uuml;hlter Reichtum macht Reiche weniger gro&szlig;z&uuml;gig<\/strong><br>\nSoziologen sind sich einig, dass Ungleichheit das Nettogl&uuml;ck in einer Gemeinschaft viel nachhaltiger sch&auml;digen kann als etwa Armut: In einer Gesellschaft mit sehr ungleich verteiltem Reichtum sind Menschen eher ungl&uuml;cklich, wie viele Befragungen gezeigt haben. Das sorgt allerdings nicht daf&uuml;r, dass Reiche die Ungleichheit zu minimieren suchen. Wom&ouml;glich bringt Ungleichheit die Besitzenden im Gegenteil sogar eher dazu, umso mehr auf ihren eigen Vorteil zu achten, wie eine Studie von &Ouml;konomen um St&eacute;phane C&ocirc;t&eacute; von der University of Toronto nahelegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spektrum.de\/news\/gefuehlter-reichtum-macht-reiche-weniger-grosszuegig\/1378247\">Spektrum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Teure Energie: Strompreis steigt f&uuml;r mehr als f&uuml;nf Millionen Verbraucher<\/strong><br>\nViele Stromkunden werden im kommenden Jahr draufzahlen. 116 Versorger werden in den kommenden Monaten die Preise erh&ouml;hen, in einigen F&auml;llen um bis zu sieben Prozent. Das ergibt eine Auswertung des unabh&auml;ngigen Verbraucherportals Verivox, die SPIEGEL ONLINE vorliegt.<br>\nHauptgr&uuml;nde f&uuml;r den Preisschub sind die steigenden Kosten f&uuml;r die Stromnetze und die Anhebung staatlicher Geb&uuml;hren wie der &Ouml;kostromumlage und der sogenannten Offshore-Haftungsumlage, die Entsch&auml;digungsleistungen f&uuml;r zu sp&auml;t ans Netz angeschlossene Windparks finanziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/strom-strompreis-steigt-fuer-4-9-millionen-verbraucher-a-1063591.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CW:<\/strong> Gut, dass &bdquo;unabh&auml;ngige Verbraucherportal Verivox&ldquo; f&uuml;r den besorgten Spiegel-Autor des Artikels auch gleich die L&ouml;sung parat hat: &bdquo;Verbraucher sollten unbedingt auf Post vom Versorger achten &hellip; Falls diese kommt, sollte man sich bem&uuml;hen, zu einem g&uuml;nstigeren Anbieter zu wechseln.&ldquo; So einfach ist dann wohl auch das Problem der 350.000 Haushalte gel&ouml;st, denen im letzten Jahr der Strom gesperrt wurde, wie derselbe Autor vor gut einer Woche zu berichten wusste (&ldquo;<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/strom-350-000-haushalte-mit-stromsperre-a-1062889.html\">Verbraucher, denen Strom- und Gassperren drohen, brauchen spezielle Beratungs- und Unterst&uuml;tzungsangebote<\/a>&ldquo;)<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>250.000 Tote sp&auml;ter<\/strong><br>\nEndlich kommt Bewegung in die Syrienfrage.<br>\nMit den beiden Wiener Syrien-Konferenzen vom 30. Oktober und 14. November zeichnen zum ersten Mal nach fast f&uuml;nf Jahren Konturen f&uuml;r einen politische Vereinbarung ab. Die Konferenzen geben Anlass zur Hoffnung, auch wenn wir noch weit von einer stabilen, politischen L&ouml;sung entfernt sind. Dass man sich in Wien &uuml;berhaupt auf einen gemeinsamen Fahrplan verst&auml;ndigen konnte, w&auml;re vor einigen Wochen noch undenkbar erschienen. Die dramatische Zuspitzung der letzten Wochen haben sicher dazu beigetragen, in Wien ein gewisses Momentum zu erzeugen. Ein wichtiger Faktor hierf&uuml;r war &ndash; auch wenn es angesichts der zus&auml;tzlichen Todesopfer zynisch klingen mag  &ndash; das russische Eingreifen in Syrien sowie die schrecklichen Terroranschl&auml;ge von Paris, die Frankreich und Russland veranlasst haben, ihre milit&auml;rischen Aktivit&auml;ten miteinander abzustimmen. Ein Scheitern der Wiener Gespr&auml;che nur einen Tag nach den verheerenden Anschl&auml;gen wollte niemand verantworten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/kolumne\/artikel\/250000-tote-spaeter-1161\/\">Niels Annen, au&szlig;enpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und Mitglied im SPD-Parteivorstand, im IPG-Journal<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.S.:<\/strong> Niels Annen schafft es, sich der Syrienfrage anzunehmen, ohne ein einziges Mal die  Verantwortung und die  Interessen der USA in dieser Region zu erw&auml;hnen. Umso breiter wird Russlands (h&auml;ufig personifiziert mit &ldquo;Putin&rdquo;) alte und neue Rolle bei der L&ouml;sung des Konflikts thematisiert. Um klar zu zeigen, an wessen Seite sich Annen sieht, h&auml;tte es auch nicht der  Wiederholung der  &ldquo;v&ouml;lkerrechtswidrigen Annexion&rdquo; der Krim in diesem Kommentar gebraucht. Wie die USA auch, sieht Annen f&uuml;r Syrien eine Zukunft nur ohne Assad. Er bleibt jedoch, wie viele andere, die Antwort schuldig, wie Syrien nach Assad aussehen k&ouml;nnte.<\/em><\/p>\n<p><strong>und: Verwelkte Ideen<\/strong><br>\nIm Kampf gegen den Islamismus ist der geistige Werkzeugkasten der Linken nicht mehr einsetzbar.<br>\nMit dem Ideenr&uuml;stzeug des 20. Jahrhunderts begreifen wir nicht mehr, was geschieht. Und wir verstehen auch nicht, wie wir reagieren sollten. Das Problem ist, dass der Gro&szlig;teil der demokratischen, progressiven und linken Ideen aus dem 20. Jahrhundert stammt. Der Gro&szlig;teil unserer aktuellen Eliten hat sich auf der Basis dieser Ideen herausgebildet. Er verf&uuml;gt somit &uuml;ber einen geistigen Werkzeugkasten, der heute nicht mehr einsetzbar ist. In ihm finden sich gesellschaftliche Klassen und internationale Arbeitsteilung. Doch die heutige Welt hat es anscheinend darauf angelegt, uns zu &uuml;berraschen und spaltet sich entlang von Bruchlinien, die wir f&uuml;r erledigt und von der Geschichte begraben hielten &ndash; wie zum Beispiel die der Religion.<br>\nBl&auml;ttern wir einmal das W&ouml;rterbuch der Leitbegriffe durch, die so vielen Generationen seit dem Ende des II. Weltkriegs Sicherheit gaben. Der Pazifismus bleibt eine noble moralische Option. Aber er ist keine realistische Antwort an die, die uns den Krieg erkl&auml;rt haben und ebenso wenig wie an die, die uns bitten, ihm im Krieg beizustehen (wie der Sozialist Francois Hollande). Das Evangelium sagt, wir sollten die andere Wange hinhalten. Doch selbst Papst Franziskus hat uns wissen lassen, dass, &bdquo;wenn einer meine Mutter beleidigt, ich ihm einen Fausthieb verpasse&ldquo;. Und wenn sie unsere franz&ouml;sischen Cousins umbringen? Es ist keine politische Option, in einer solch kriegerischen Welt Pazifist zu sein, w&auml;hrend etwa 50 kriegerische Konflikte im Gange sind und w&auml;hrend viele der Opfer dieser Konflikte t&auml;glich an unseren Str&auml;nden anlanden. Solange der Krieg ein Mittel zur L&ouml;sung internationaler Konflikte darstellte, lehnten wir ihn ab. Was aber machen wir, wenn er zur Notwendigkeit der Selbstverteidigung wird? Wenn wir &ndash; so wie heute &ndash; jemanden brauchen, der &uuml;ber den Einsatz milit&auml;rischer Macht &ndash; selbstredend angemessen und legitim &ndash; gegen diejenigen nachdenkt, die menschliche Bomben losschicken?<br>\nOder nehmen wir den Internationalismus, die wahre Scheidelinie zwischen Rechts und Links seit dem Entstehen dieser politischen Lager im Feuer der franz&ouml;sischen Revolution. Es ist ein Wert, der sp&auml;ter ausufern sollte im Friedenstraum des Kosmopolitismus oder in der Utopie europ&auml;ischer Gesellschaften, so multikulturell, dass die Kultur der Alteingesessenen nicht mehr zu identifizieren war. Offen gesprochen ist das kein Diskurs, den man einer &ouml;ffentlichen Meinung vorschlagen kann, die von Angst ersch&uuml;ttert und von den Proportionen der Wanderungsbewegungen schockiert ist. Einer Gesellschaft, die sich Sorgen macht, die eigenen Wurzeln und den eigenen Lebensstil in einem ununterscheidbaren Magma des kulturellen Liberalismus einzub&uuml;&szlig;en, in dem schon das Aufh&auml;ngen eines Kreuzes zum beleidigenden Akt werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/soziale-demokratie\/artikel\/verwelkte-ideen-1159\/\">Antonio Polito im IPG-Journal<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.S.:<\/strong> Ehemalige (sozialdemokratische) Linke erkl&auml;ren uns die Welt, indem sie diese flugs  in schwarz und wei&szlig; und gut und b&ouml;se sortieren. Sie diskreditieren damit linke Au&szlig;enpolitik und verh&ouml;hnen Bestrebungen f&uuml;r friedliche L&ouml;sungen. Ein bekanntes Muster. Wie oft haben wir beispielsweise von der SPD geh&ouml;rt, man wolle ja mit den Linken zusammen arbeiten, aber bei deren Auffassungen von Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik sei das ja ein Ding der Unm&ouml;glichkeit.<\/em><br>\n<em>Polito nutzt seinen Artikel zum sprachlichen S&auml;belrasseln. Eine Aussage wie diese: &ldquo;Es ist keine politische Option, in einer solch kriegerischen Welt Pazifist zu sein, w&auml;hrend etwa 50 kriegerische Konflikte im Gange sind und w&auml;hrend viele der Opfer dieser Konflikte t&auml;glich an unseren Str&auml;nden anlanden&rdquo; ist angesichts der fragilen Lage  und der von vielen Politikern benutzten Kriegsrhetorik unglaublich. Hemmungslos vertauscht er auch  Ursache und Wirkung, wenn er schreibt: &bdquo;Was aber tun, wenn hingegen aus dem S&uuml;den der Welt der Krieg kommt und nicht etwa das Verlangen nach Dialog, nach kultureller &Ouml;ffnung, nach wechselseitigem Verst&auml;ndnis?&rdquo;<\/em><br>\n<em>Linke und ihre Ideen als ewig gestrig abzustempeln und die eigene Position als progressiv darzustellen, sind ein weiterer Grund, diesen Artikel unter der Rubrik &ldquo;mindestens &uuml;berfl&uuml;ssig, wenn nicht tendenziell gef&auml;hrlich in seiner Geisteshaltung&rdquo; einzustufen.<\/em><br>\n<em>Schade, dass die Friedrich Ebert Stiftung solchen schr&auml;gen Texten Publizit&auml;t verleiht und ihren guten Ruf daf&uuml;r aufs Spiel setzt.<\/em><br>\n<em>Sahra Wagenknechts Verst&auml;ndnis von und  Haltung in dieser Situation w&uuml;nscht man sich bei Annen und Polito leider vergebens: <\/em><\/p>\n<p><strong>&raquo;Kriege z&uuml;chten mehr neue Terroristen heran&laquo;<\/strong><br>\nDas politische Geschehen in Berlin und auch in Europa ist massiv &uuml;berschattet und dominiert von den Reaktionen auf die Terroranschl&auml;ge in Paris. Die Kriegsrhetorik, die wir in den letzten Tagen geh&ouml;rt haben, finde ich sehr erschreckend. Wer immer noch nicht begriffen hat, dass man Terrorismus nicht mit Krieg bek&auml;mpfen kann, der hat nichts begriffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=XIyIdvsjHwY\">Die Linke<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Ein Feuerring bis Mali<\/strong><br>\nDeutsche Milit&auml;rs nutzen die blutige Geiselnahme in Mali zur Vorbereitung der &Ouml;ffentlichkeit auf einen Bundeswehr-Kampfeinsatz im Norden des Landes. Die Geiselnahme zeige, dass sich mittlerweile ein &ldquo;&lsquo;Ring of Fire&rsquo; von Afghanistan &uuml;ber Jemen, Syrien und den Irak bis nach Afrika erstreckt&rdquo;, erkl&auml;rt der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehr-Verbandes. Die deutschen Streitkr&auml;fte m&uuml;ssten daher jetzt &ldquo;kampfkr&auml;ftige Truppen&rdquo; nach Mali entsenden.<br>\nW&auml;hrend Berichte offen von einem kriegs&auml;hnlichen Einsatz sprechen, der Anfang 2016 beginnen werde, r&auml;t die Bundesakademie f&uuml;r Sicherheitspolitik (BAKS), Berlin solle seine Einflussbem&uuml;hungen auf die gesamte, bislang von Frankreich dominierte Sahel-Region ausweiten. Dabei sollten nicht nur milit&auml;rische, sondern auch polizeiliche und zivile bis hin zu entwicklungspolitisch-&ouml;konomischen Mitteln eingesetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59258\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Schulfach Wirtschaft: Sch&uuml;ler brauchen &ouml;konomisches Wissen<\/strong><br>\nDas Schulfach Wirtschaft f&ouml;rdere neoliberales Gedankengut, hei&szlig;t es. Wie aber sollen junge Menschen Marktwirtschaft kritisieren, wenn sie diese nicht einmal verstehen?<br>\n&hellip; Mittlerweile haben mehrere Bundesl&auml;nder das Fach Wirtschaft auf den Lehrplan gesetzt, am weitesten geht derzeit Baden-W&uuml;rttemberg mit einem Pflichtfach ab Klasse 5.<br>\nKritiker sind der Meinung, die Arbeitgeberlobby h&auml;tte sich damit durchgesetzt, ein Schulfach Wirtschaft sei nicht notwendig. Sie ignorieren, dass die Wirtschaft in der globalisierten Welt eine zentrale Rolle einnimmt. Sie lassen au&szlig;er Acht, dass gerade angehende Abiturienten auf diese Wirtschaft vorbereitet werden und ihre Funktionsweise verstehen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-11\/wirtschaft-schulfach-unterricht\">Christoph L&uuml;tge in Die ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J. A.:<\/strong> Die Idee, Sch&uuml;lern Wirtschaftswissen beizubringen, ist eigentlich ganz vern&uuml;nftig &ndash; allerdings setzt der Autor sofort zur neoliberalen Indoktrination an, angefangen mit der v&ouml;llig verr&uuml;ckten Behauptung, jede Marktwirtschaft w&auml;re neoliberal. &ldquo;Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern sollte die soziale Marktwirtschaft als Grundlage unserer Gesellschaft nahegebracht werden.&rdquo; Wo wird denn in Deutschland eine soziale Marktwirtschaft gelebt? &ldquo;Dabei wird angenommen, dass &Ouml;konomie und &Ouml;kologie, &Ouml;konomie und Soziales fundamentale Gegens&auml;tze darstellen. Das Gegenteil ist der Fall: Nachhaltiges Wirtschaften spielt in Unternehmen eine immer gr&ouml;&szlig;ere Rolle. Aber auch &Ouml;kologie muss im Rahmen &ouml;konomischer Mechanismen funktionieren, damit sie nicht nur eine abstrakte Idee bleibt, sondern wirksam umgesetzt wird. &Ouml;kologische Probleme lassen sich letztlich nur durch &ouml;konomische Mechanismen l&ouml;sen.&rdquo; Unternehmen sind also &ldquo;gr&uuml;n&rdquo; und sozial, und zwar aus eigener Einsicht??? Was f&uuml;r ein Zerrbild der Realit&auml;t. &ldquo;Und dazu geh&ouml;rt, wie durch Wettbewerb &ndash; im Rahmen der bestehenden Regeln und Gesetze &ndash; soziale Belange gef&ouml;rdert werden, indem Arbeitspl&auml;tze bereitgestellt werden, indem innovative und kosteng&uuml;nstige Produkte produziert werden, indem Steuern und Abgaben gezahlt werden.&rdquo; Soziales und Arbeitspl&auml;tze entstehen durch Wettbewerb, der &uuml;ber allem steht &ndash; ja ja.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Unis stehen vor der Zerrei&szlig;probe &ndash; weltweit<\/strong><br>\n&bdquo;In der Zerrei&szlig;probe zwischen Autonomie und staatlicher Reglementierung wird eine dritte Komponente entscheidend sein. Wie definiert die Universit&auml;t ihre gesellschaftliche Aufgabe, wie &uuml;bernimmt sie als Institution, das hei&szlig;t Leitung und Organe gemeinsam, die Verantwortung f&uuml;r Gelingen und Misst&auml;nde? Bislang wurde sie in dieser Analyse verschont. Moralische Beurteilungen wurden auf die Finanzwelt, auf Unternehmen angewandt; die zunehmende unternehmerische Aktivit&auml;t der Hochschulen wird ihnen diese neuen Kriterien auch bringen&rdquo;, schreibt Barbara Ischinger, OECD Bildungsdirektorin und Ex-Vizepr&auml;sidentin f&uuml;r Internationales der Humboldt-Uni.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/themen\/universitaeten-unregierbar\/sind-universitaeten-unregierbar-unis-stehen-vor-der-zerreissprobe-weltweit\/12611002.html\">Barbara Ischinger in &bdquo;Der Tagesspiegel&ldquo;<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Spain&rsquo;s News Media Are Squeezed by Government and Debt<\/strong><br>\nNewspapers almost everywhere have struggled to adjust to digital technology and declining advertising revenues.<br>\nBut in Spain, the rapid restructuring of a shrinking industry &mdash; more than 11,000 journalists have lost their jobs here in seven years &mdash; has also prompted mounting concerns over whether Spain&rsquo;s most established papers have lost their editorial independence amid the financial squeeze.<br>\nThe industry here has faced a perfect storm that has included huge debts and the assertiveness of a conservative government under Prime Minister Mariano Rajoy and his Popular Party that has aggressively countered public criticism.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/11\/06\/world\/europe\/as-spains-media-industry-changes-rapidly-some-worry-about-objectivity.html\">New York Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Leserzuschrift zu unserem Artikel &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28966\">Abschuss eines russischen Kampfjets &ndash; Die T&uuml;rkei und Russland spielen mit dem Feuer<\/a>&ldquo;<\/strong><br>\nUnsere Leserin S.H. schreibt uns:\n<p>Lieber Herr Berger,<br>\nSie schreiben in Ihrem Artikel &ldquo;Abschuss eines russischen Kampfjets &ndash; Die T&uuml;rkei und Russland spielen mit dem Feuer&rdquo; :<br>\n&ldquo;Dass Russland nicht nur &ndash; wie offiziell immer behauptet &ndash; Ziele des IS bombardiert, ist klar.&rdquo;<br>\nVielleicht verstehe ich das ja falsch, aber f&uuml;r mich liest sich das, als wollten Sie damit sagen, dass die russische F&uuml;hrung behauptet habe, sie greife nur Ziele des IS an. Das ist n&auml;mlich nicht richtig. Im Gegenteil, sie hat von Anfang an klar gemacht, z.B. auf einer Pressekonferenz der Vereinten Nationen am 1. Oktober 2015, Sergei Lawrow:<\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;If it looks like a terrorist, if it acts like a terrorist, if it walks like a terrorist, if it fights like a terrorist it&rsquo;s a terrorist, right? I would recall that we always were saying that we are going to fight ISIL and other terrorist groups, this is the same position that the Americans are taking, the representatives of the coalition command have always been saying that their targets are ISIL, al-Nusra and other terrorist groups. This is basically our position as well. We see eye-to-eye with the coalition on this one.&rdquo; (&hellip;) &ldquo;We consider terrorists those who have been recognised as such by the United Nations and by the Russian Federation legal system.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=U5RxrtJY2rE\">Youtube<\/a><\/p>\n<p>&gt;&gt;&gt; &ldquo;Wenn es wie ein Terrorist aussieht, wie ein Terrorist handelt, wie ein Terrorist geht, wie ein Terrorist k&auml;mpft, ist es ein Terorrist, richtig? Ich m&ouml;chte daran erinnern, dass wir immer gesagt haben, wir werden ISIL bek&auml;mpfen und andere Terroristengruppen, das ist die gleiche Haltung wie sie die Amerikaner haben, die Repr&auml;sentanten der Koalitionsf&uuml;hrung haben immer gesagt, dass ihre Ziele ISIL, al-Nusra und andere Terrorgruppen sind. Das ist im Prinzip auch unsere Haltung. In dieser Hinsicht stimmen wir mit der Koalition &uuml;berein.&rdquo; (&hellip;) &ldquo;Wir betrachten diejenigen als Terroristen, die als solche von den Vereinten Nationen und von der Justiz der Russischen F&ouml;deration anerkannt worden sind.&rdquo;<\/p>\n<p>Putin sagte in seiner Rede in Sotschi am 22. Oktober 2015 zum gleichen Thema:<\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;We do not need wordplay here; we should not breake down the terrorists into moderate and immoderate ones. It would be good to know the difference. Probably, in the opinion of certain experts, it is that the so-called moderate militants behead people in limited numbers or in some delicate fashion. In actual fact, we now see a real mix of terrorist groups. True, at times militants from the Islamic State, Jabhat al-Nusra and other Al-Qaeda heirs and splinters fight each other, but they fight for money, for feeding grounds, this is what they are fighting for. They are not fighting for ideological reasons, while their essence and methods remain the same: terror, murder, turning people into a timid, frightened, obedient mass. (&hellip;) You declare war on terrorists and simultaneously try to use some of them to arrange the figures on the Middle East board in your own interests, as you may think.<br>\nIt is impossible to combat terrorism in general if some terrorists are used as a battering ram to overthrow the regimes that are not to one&rsquo;s liking. You cannot get rid of those terrorists, it is only an illusion to think you can get rid of them later, take power away from them or reach some agreement with them. The situation in Libya is the best example here. (&hellip;)&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/en.kremlin.ru\/events\/president\/news\/50548\">Kremlin<\/a><\/p>\n<p>&gt;&gt;&gt; &ldquo;Wir brauchen hier keine Wortspiele zu spielen; wir sollten die Terroristen nicht nach gem&auml;&szlig;igten und ungem&auml;&szlig;igten aufschl&uuml;sseln. Es w&auml;re gut, den Unterschied zu kennen. Vielleicht enthaupten nach Ansicht gewisser Experten die sogenannten moderaten Militanten Menschen in begrenzter Anzahl oder in delikater Art und Weise. Tats&auml;chlich sehen wir jetzt einen wirklichen Mix von Terroristen. (&hellip;) Es ist unm&ouml;glich Terrorismus im Allgemeinen zu bek&auml;mpfen, wenn einige Terroristen als Rammbock benutzt werden, um unliebsame Regierungsformen zu st&uuml;rzen. (&hellip;)&rdquo;<\/p>\n<p>Und das sagte Putin in der sich der Rede in Sotschi anschlie&szlig;enden Diskussion zu Jack Matlock in Bezug auf Syrien:<\/p>\n<blockquote><p>\nWe hear criticism that we are supposedly striking the wrong targets. I said recently, speaking in Moscow, &ldquo;Tell us what are the right targets to hit if you know them,&rdquo; but no, they don&rsquo;t tell us. So we ask them to tell us which targets to avoid, but they still don&rsquo;t answer us.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/en.kremlin.ru\/events\/president\/news\/50548\">Kremlin<\/a><\/p>\n<p>&gt;&gt;&gt; (&hellip;) Wir h&ouml;ren Kritik, dass wir angeblich die falschen Ziele treffen. In Moskau sagte ich vor Kurzem: &bdquo;Nennen Sie uns die richtigen Ziele, wenn Sie sie kennen&rdquo;, aber nein, sie haben sie uns nicht mitgeteilt. So baten wir sie, uns zu sagen, welche Ziele wir vermeiden sollten, aber sie antworten uns wieder nicht.<\/p>\n<p>Au&szlig;erdem m&ouml;chte ich daran erinnern, dass Russland v&ouml;lkerrechtlich legal handelt, als Verb&uuml;ndeter der legalen syrischen Regierung, die Russland um Hilfe gebeten hat im Kampf gegen die Terroristen in Syrien. Die T&uuml;rkei oder andere fremde Staaten k&ouml;nnen schlie&szlig;lich nicht dar&uuml;ber bestimmen (jedenfalls nicht aufgrund von Legalit&auml;t), wen die legale syrische Regierung innerhalb ihres Territoriums bek&auml;mpft, wenn sie und die syrische Bev&ouml;lkerung mit Waffengewalt angegriffen wird. <\/p>\n<p>Hier die Originalaussagen Putins auf der Pressekonferenz am Dienstagmittag:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Ic9LzzkM99g\">Pressekonferenz von Putin zum Abschuss der Su-24 &ndash; Deutsche &Uuml;bersetzung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Frau H. hat mit Ihrer Kritik Recht. Russland hat nie behauptet, ausschlie&szlig;lich Ziele des IS zu bombardieren, sondern die Ziele mit &bdquo;Terroristen&ldquo; charakterisiert. In diesem Punkt hat Russland &uuml;brigens einiges von den USA und der NATO gelernt, die ja bekanntlich ihre Bomben auch nur auf &bdquo;Terroristen&ldquo; werfen &ndash; zumindest in der &Ouml;ffentlichkeitsarbeit. Bezogen auf den gestrigen Vorfall zeigt sich jedoch das Problem dieser Definition: Wenn jeder Staat seine Gegner als &bdquo;Terroristen&ldquo; bezeichnet und gleichzeitig jeder Staat unterschiedliche Verb&uuml;ndete und Gegner hat, bleibt es nicht aus, dass die &bdquo;Terroristen&ldquo; des Einen die &bdquo;Verb&uuml;ndeten&ldquo; bzw. &bdquo;Freiheits- oder Widerstandsk&auml;mpfer&ldquo; des Anderen sind. So werden die turkmenischen K&auml;mpfer im Abschussgebiet von Syrien und damit auch Russland als &bdquo;Terroristen&ldquo; und von der T&uuml;rkei als &bdquo;Verb&uuml;ndete&ldquo; gesehen. Mit dem IS &ndash; und daher r&uuml;hrt dann wohl auch die sprachliche Verwirrung &ndash; haben die <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Syrian_Turkmen_Brigades\">Syrisch-Turkmenischen Brigaden<\/a> jedoch nichts zu tun &ndash; sie sind innerhalb des komplexen Gemenges im syrischen B&uuml;rgerkrieg vielmehr Verb&uuml;ndete der &bdquo;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Freie_Syrische_Armee\">Freien Syrischen Armee<\/a>&ldquo; (FSA) bzw. deren inoffizieller Nachfolgerin, der &bdquo;Islamischen Front&ldquo;, die ihrerseits gegen Assad und den IS k&auml;mpft und von Saudi-Arabien unterst&uuml;tzt wird. Des Einen &bdquo;Terroristen&ldquo; sind in Syrien nun mal des Anderen &bdquo;Verb&uuml;ndete&ldquo;. Gerade eben das macht Syrien in diesem Stellvertreterkrieg ja auch zu einem Pulverfass.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Syria&rsquo;s Turkmen: who they are, and what they have to do with Russia&rsquo;s downed&nbsp;plane<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vox.com\/2015\/11\/24\/9792830\/russia-plane-turkmen\">Vox World<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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