{"id":2901,"date":"2008-01-17T09:28:42","date_gmt":"2008-01-17T08:28:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2901"},"modified":"2019-07-30T12:48:04","modified_gmt":"2019-07-30T10:48:04","slug":"hinweise-des-tages-565","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2901","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2901&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<br>\n<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Die wahren Sozialschmarotzer<\/strong><br>\nMit dem Arbeitslosengeld II wird die deutsche Wirtschaft in hohem Ma&szlig;e subventioniert. Ein gesetzlicher Mindestlohn von wenigstens acht Euro pro Stunde k&ouml;nnte Lohndumping stoppen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/01-17\/023.php?print=1\">Junge Welt<\/a>\n <\/li>\n<li><strong>Sparen f&uuml;r nichts &ndash; trotz privater Altersvorsorge sp&auml;ter arm<\/strong><br>\nSozialamt Frankfurt am Main. Wer im Alter zu wenig hat, der stellt hier seinen Antrag auf staatliche Unterst&uuml;tzung, Sozialhilfe im Alter. Sachbearbeiter Knut Koch k&uuml;mmert sich darum. Von ihm wollen wir wissen: Gibt es Produkte der privaten Altersvorsorge, die nicht mit der Grundsicherung verrechnet werden?<br>\nWie sieht es mit der Lebensversicherung aus? &ndash; &ldquo;Die Lebensversicherung wird entweder als Verm&ouml;gen verrechnet, wenn Sie eine Einmalzahlung am Ende der Laufzeit bekommen, oder, wenn sie auf Rentenbasis abgeschlossen worden ist, als laufende Einnahme pro Monat gegengerechnet&rdquo;, sagt Knut Koch. Auch private Rentenversicherungen w&uuml;rden ganz normal angerechnet wie die gesetzliche Rente auch. Ebenso Betriebsrenten.<br>\nGibt es denn irgendein Altersvorgeprodukt, das nicht mitverrechnet wird? &ldquo;Ich k&ouml;nnte Ihnen jetzt keines nennen&rdquo;, sagt der Praktiker.<br>\n Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,v5vdkuohv3ihnsr1~cm.asp%20\">ARD-PlusMinus<\/a> (Text)<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/mediathek_blank\/play.asp?cid=15104\">ARD-Plusminus<\/a> (Video)\n<p><em><strong>Anmerkungen:<\/strong> Da muss sogar &bdquo;Rentenexperte&ldquo; Meinhard Miegel fast klein beigeben. &bdquo;Deswegen gilt wirklich, wenn jemand jung ist mit einem niedrigen Einkommen, dann kann es Sinn machen, Sparleistungen zu erbringen. Wenn einer aber die Lebensmitte &uuml;berschritten hat und im Gesamtblick sagen kann, meine Einkommensverh&auml;ltnisse werden niedrig bleiben, sie waren in der Vergangenheit niedrig, sie werden k&uuml;nftig niedrig sein, f&uuml;r den stellt sich die Frage etwas anders, f&uuml;r den macht es keinen Sinn jetzt Sparleistungen zu erbringen.&rdquo; Fazit des Beitrags: &bdquo;Die Politik muss aufpassen, das m&uuml;hsam erworbene Vertrauen in die private Altersvorsorge nicht zu verspielen. Und ohne die geht es nicht, wenn es auf den Fluren der Sozial&auml;mter auch in Zukunft einigerma&szlig;en ruhig bleiben soll.&ldquo; Miegel war einer der schlimmsten Einpeitscher f&uuml;r die private Altersvorsorge. Er war gefragter &bdquo;Experte&ldquo; auf allen Kan&auml;len. Die NachDenkSeiten nannten ihn schon den Running-Gag der Privatvorsorge. Nie hat er solche Wahrheiten, wie jetzt in PlusMinus auch nur angedeutet. Die halbe Wahrheit zu sagen ist eben oft eine ganze L&uuml;ge.<\/em><\/p>\n<p>Quelle 3:<a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/allround_dyn~uid,f40vcoqo33k9nwyu~cm.asp\"> ARD-Plusminus &ndash; Interview mit Meinhard Miegel<\/a> <\/p><\/li>\n<li><strong>Thomas Fricke: Erste gesammelte Rezepte gegen die Rezession<\/strong><br>\nW&auml;hrend sich unsere Kanzlerin intensiv Gedanken &uuml;ber die Haushaltsf&uuml;hrung des Jahres 2011 nach Christus macht, l&auml;uft in den USA die Debatte &uuml;ber konjunkturelle St&uuml;tzungsma&szlig;nahmen f&uuml;r die n&auml;chsten Wochen und Monaten jetzt auf Hochtouren. Nun gibt es von renommierten Experten die ersten Leitf&auml;den, wann welche Konjunkturpakete wie wirken w&uuml;rden. Lehrreich.<br>\nNach dem groben Raster aus Kosten-Nutzen, Implementierungszeit und Wirkungssicherheit st&uuml;nde danach an erster Stelle: eine Erh&ouml;hung von Ausma&szlig; oder Bezugsdauer von Arbeitslosenunterst&uuml;tzung. Wirkt effizient, weil die Bevorteilten ihr Geld auch wieder ausgeben; geht schnell; und wirkt relativ sicher. Sagt Herr Beck ja schon die ganze Zeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=1075&amp;blogId=10\">FTD<\/a>\n<\/li>\n<li>\n<strong>Lucas Zeise: Anf&auml;lle von Wirtschaftspolitik<\/strong><br>\nWenn &hellip; stimmt, was der Spiegel schreibt, dass Minister Michael Glos genau f&uuml;r den Fall, dass meine Vermutung eintrifft, ein &ldquo;Hilfspaket f&uuml;r die Konjunktur entwerfen&rdquo; l&auml;sst. Dann w&auml;re mein Gl&uuml;ck im konjunkturellen Ungl&uuml;ck fast vollkommen. Das in Deutschland von allen Bundesregierungen seit 1982 vertretene ultraorthodoxe unglaublich dumme Verbot, Konjunkturpolitik zu betreiben, w&auml;re endlich gebrochen. Vielleicht ist Michael Glos der richtige Mann, um dieses Tabu zu brechen. Er erz&auml;hlt vor laufender Kamera gern neoliberale Glaubenss&auml;tze, als w&auml;ren es Volksweisheiten. Vielleicht f&auml;llt es den ordnungspolitischen Sittenw&auml;chtern gar nicht auf, wenn der Wirtschaftsminister pl&ouml;tzlich Wirtschaftspolitik betreibt.<br>\nUnd ob es auff&auml;llt! Ich hatte diese S&auml;tze gestern, am 15. Januar als hoffnungsfrohes Entr&eacute;e f&uuml;r den Herdentrieb kaum formuliert, da hatte Frau Merkel den guten Glos schon zur&uuml;ckgepfiffen. Auch ihm wird kein Abweichen von der Orthodoxie gestattet. Der ausgeglichene Staatshaushalt hat Priorit&auml;t. Es wird in diesem Land Wirtschaftspolitik nicht geben, und ich w&auml;re besser Zyniker geblieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2008\/01\/16\/anfalle-von-wirtschaftspolitik_265#more-265\">Zeit &ndash; Herdentrieb  <\/a>\n <\/li>\n<li><strong>Arm, vorbestraft, gewaltt&auml;tig<\/strong><br>\nRund 70 Prozent aller Urteile gegen Jugendliche sind Erziehungsma&szlig;nahmen wie Trainingskurse oder Arbeitsstunden. &bdquo;Das ist auch angemessen&ldquo;, sagt Jochen Goerdeler von der Deutschen Vereinigung f&uuml;r Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen. Denn von den Jugendlichen, die in einem Gef&auml;ngnis sa&szlig;en, werden rund 80 Prozent wieder straff&auml;llig. Mehr als 50 Prozent werden mindestens ein zweites Mal zu einer Freiheitsstrafe verurteilt.<br>\nSie bleiben selten l&auml;nger als ein Jahr hinter Gittern: Knapp &uuml;ber die H&auml;lfte der rund 6900 jungen Menschen sitzt wegen Gewalttaten in Jugendgef&auml;ngnissen &ndash; darunter meist M&auml;nner aus bildungsfernen Familien.<br>\nFachleute sind sich einig: Je weniger Bildung er hat und je &auml;rmer er ist, desto eher wird ein junger Mann kriminell &ndash; darin unterscheiden sich Deutsche nicht von Einwanderern. Fast zwei Drittel aller jungen H&auml;ftlinge haben keinen Schulabschluss, 90 Prozent keine Berufsausbildung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/div\/Jugendgewalt;art771,2457701?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Bertelsmann: Die Massen f&uuml;hren<\/strong><br>\nDer einflussreichste private Polit-Thinktank der Bundesrepublik verlangt eine umfassende Entmachtung der kleineren EU-Staaten auf dem Gebiet der Au&szlig;en- und Milit&auml;rpolitik. Dies geht aus einem soeben ver&ouml;ffentlichten Strategiepapier der Bertelsmann-Stiftung hervor. Das Papier, das die k&uuml;nftige globale Machtentfaltung &ldquo;Europas&rdquo; bef&ouml;rdern soll, enth&auml;lt weitreichende Vorschl&auml;ge f&uuml;r die Formierung der EU, darunter die Forderung, einen &ldquo;EU-Sicherheitsrat&rdquo; zu installieren. Dem Gremium, das die gesamte Sicherheitspolitik der EU zu &uuml;berwachen habe, sollen nur die sieben L&auml;nder mit dem gr&ouml;&szlig;ten Milit&auml;rhaushalt dauerhaft angeh&ouml;ren.<br>\nDie restlichen Staaten h&auml;tten sich dagegen mit einer befristeten, rotierenden Mitgliedschaft zufrieden zu geben, hei&szlig;t es in dem Bertelsmann-Dokument. Es sieht au&szlig;erdem umfangreiche Aufr&uuml;stungsprogramme vor und strebt machtpolitische Konkurrenzf&auml;higkeit gegen&uuml;ber den USA an. Weil die Bev&ouml;lkerung der EU-Staaten gegenw&auml;rtig noch der Armutsbek&auml;mpfung den Vorrang vor globaler Machtentfaltung gibt, empfehlen die Autoren des Papiers gezielte Propagandama&szlig;nahmen und entschiedene &ldquo;F&uuml;hrung&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/57128\">Informationen zur Deutschen Au&szlig;enpolitik<\/a> (german-foreign-policy.com)\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Contenance, Herr Mehdorn!<\/strong><br>\nDer Bahnboss wirkt unglaubw&uuml;rdig. Er operiert mit nicht nachvollziehbaren Zahlen. Fachleute rechnen vor, dass die Tarifabschl&uuml;sse j&auml;hrliche Kosten im zweistelligen Millionenbereich verursachen &ndash; und nicht Milliardenh&ouml;he erreichen, wovon Mehdorn spricht. Seine Heftigkeit hat einen anderen Grund: Dem Konzernchef schwimmen die Felle davon.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1272365\">FR<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Was kostet die Lohnerh&ouml;hung der Lokf&uuml;hrer?<\/strong><br>\nEiner unserer Leser hat sich dazu Gedanken gemacht und nachgerechnet:<br>\n&bdquo;Da frage ich mich als Bahnreisender &ndash; und weil ich gerade Zeit habe &ndash; nat&uuml;rlich: &ldquo;Hat Herr Mehdorn nicht Recht? Was macht das eigentlich wirklich an Mehrkosten aus?&rdquo; Machen wir mal eine Milchm&auml;dchenrechnung. Die d&uuml;rfte wenigstens die &ldquo;Tendenz einer Wahrheit&rdquo; anzeigen.<br>\nWieviel Kilometer werden von der Bahn auf dem Bahnnetz zur&uuml;ckgelegt?<br>\n1016 Mio. Trassenkilometer (darin sind sowohl Personenverkehr und G&uuml;terverkehr enthalten).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.db.de\/site\/bahn\/de\/unternehmen\/investor__relations\/kennzahlen\/kennzahlen__2006.html%20\">Deutsche Bahn<\/a>, Kennzahlen 2006: <\/p>\n<p><strong>Welche Kosten fallen f&uuml;r die Lohnerh&ouml;hung der Lokf&uuml;hrer an? <\/strong><br>\nHierzu kursieren verschiedene Zahlen: 400-450 Mio. Euro und 70 Mio. Euro. Es scheint wohl so zu sein, dass die h&ouml;here der Zahlen die Tarifabschl&uuml;sse aller 3 Gewerkschaften ber&uuml;cksichtigt (GDBA, GDL, TRANSNET) und sich die 70 Mio. nur auf die Lokf&uuml;hrer beziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,528748,00.html\">Spiegel Online<\/a>, 15.01.2008, &ldquo;Alle gegen Mehdorn&ldquo;  <\/p>\n<p>Also rechnet H&auml;nschen M&uuml;ller: <\/p>\n<p>Wie hoch sind die Mehrkosten je zur&uuml;ckgelegtem Trassenkilometer?<br>\nErgebnis f&uuml;r die Lohnerh&ouml;hung nur der Lokf&uuml;hrer: ca. 0,08 Euro oder auch 8 Cent (Mehrkosten = Lohnerh&ouml;hung \/ Trassenkilometer) je Kilometer.<\/p>\n<p><strong>Was kostet das die Bahnreisenden?<\/strong><br>\nG&auml;be es keinen G&uuml;terverkehr und w&uuml;rde die Lohnerh&ouml;hung der Lokf&uuml;hrer komplett vom Personenverkehr getragen, k&auml;me man bei ca. 1.854 Mio. Reisenden und einer Verkehrsleistung (= bef&ouml;rderte Personen * durchschnittliche Reiseweite) von 74.788 Mio. km im Personenverkehr (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.db.de\/site\/bahn\/de\/unternehmen\/investor__relations\/kennzahlen\/kennzahlen__2006.html%20\">Deutschen Bahn<\/a>, Kennzahlen 2006:) und einer daraus leicht zu berechnenden durchschnittlichen Reiseweite von ca. 40 km (Verkehrsleistung \/ Anzahl der Reisenden = durchschnittliche Reiseweite) auf enorme Mehrkosten von ca. 0,038 Euro (oder knapp 4 Cent) je Durchschnittsreise (die wohlgemerkt &uuml;ber 40 km geht). <\/p>\n<p>F&uuml;r eine 250 km lange Reise entstehen demnach Lokf&uuml;hrer-Mehrkosten von nicht mal 0,25 Euro je Reisendem. Ich meine, das ist bezahlbar und davon wird Deutschland nicht untergehen. Zudem ist die betr&auml;chtliche Kaufkraftsteigerung von mehr als 10000 Familien auch nicht zu verachten.<br>\nEs w&auml;re wohl falsch zu sagen, das alles koste gar nichts &ndash; vor allem, wenn man die Lohnerh&ouml;hungen aller drei Gewerkschaften ber&uuml;cksichtigt, aber wenn Herr Mehdorn mal nachrechnen sollte, d&uuml;rfte die Preiserh&ouml;hung im Personenverkehr eigentlich nicht allzu hoch ausfallen und bezahlbar bleiben.<br>\nVielleicht rechne ich ja v&ouml;llig falsch &ndash; aber ich bin ja auch nur H&auml;nschen M&uuml;ller &ndash; eben ein Bahnfahrer.&ldquo;<\/p><\/li>\n<li>\n<strong>Lobbyismus, Medien und CSU: Das schwarze Netzwerk des Klemens J.<\/strong><br>\nIn Berlin und Br&uuml;ssel sind Lobbyisten zur Gro&szlig;macht geworden. Sie wirken leise und effizient &ndash; so wie der bayerische Unternehmer Klemens Joos. Der Gr&uuml;nder des Internetportals Polixea hat vor allem mit Unionsfreunden einen vitalen Verbund aus Lobby und Medien geschaffen. Ein Fallbeispiel.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/deutschland\/artikel\/327\/137053\/print.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a><br>\nQuelle 2:<a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2008\/01\/wer-steckt-hinter-polixea\">LobbyControl<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Hartz-IV-Tribunal in Frankfurt am Main: Druck auf Veranstalter, &ouml;ffentliche Anh&ouml;rung abzusagen<\/strong><br>\nAm Freitag findet in Frankfurt am Main ein &raquo;Hartz-IV-Tribunal&laquo; von Erwerbsloseninitiativen mit verschiedenen B&uuml;ndnispartnern statt, darunter dem DGB Hessen. Im Vorfeld wollte man sie dazu bewegen, die Veranstaltung abzublasen, in der ALG-II-Bezieher und Besch&auml;ftigte von Jobcentern ihre F&auml;lle darstellen. Von den Verantwortlichen, die bei diesem Tribunal &raquo;angeklagt&laquo; werden, wird es offenbar sehr ernst genommen. So ernst, dass etwa Conrad Skerutsch, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Werkstatt Frankfurt, nach einem jW vorliegenden Schreiben versucht, andere Besch&auml;ftigungstr&auml;ger gegen das Tribunal aufzubringen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/01-16\/054.php?print=1\">Junge Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.hessen.dgb.de\/termine\/termindb\/termin_single?termid=133\">DGB Hessen<\/a><\/li>\n<li><strong>Leben in Berlin wird immer ges&uuml;nder<\/strong><br>\nDie Berliner leben immer l&auml;nger, ges&uuml;nder und werden medizinisch besser versorgt als in fr&uuml;heren Jahren. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsbericht hervor, den Berlins Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Linke) am Mittwoch vorstellte. Damit liegt die Hauptstadt beim Lebensalter erstmals fast im Bundesdurchschnitt. Allerdings geht der insgesamt positive Trend an den in Berlin lebenden Ausl&auml;ndern vorbei.<br>\nDoch zeigen die Statistiken auch, dass der soziale Status f&uuml;r den Gesundheitszustand der Bev&ouml;lkerung weiterhin der entscheidende Faktor ist, sagte Lompscher. Ein Hinweis daf&uuml;r ist die Lebenserwartung in den Bezirken: So betr&auml;gt sie bei einem Mann im als relativ wohlhabend geltenden Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf 78,5 Jahre, in Friedrichshain- Kreuzberg dagegen mehr als vier Jahre weniger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Titelseite;art692,2457568?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist wie beim Pro-Kopf-Einkommen. Hinter den Durchschnittswerten verbirgt sich oft eine ansteigende Polarisation der Lebensbedingungen. Mit Problemstadtteilen wie Wedding, Neuk&ouml;lln oder Kreuzberg sind auch die Viertel benannt, in denen sich Armut und Arbeitslosigkeit verfestigt haben.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Geteiltes Berlin<\/strong><br>\nGesundheitsbericht: Unterschiede zwischen armen und reichen Bezirken verfestigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/01-17\/034.php\">Junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<p><strong>Roland Koch opfert die Gesundheit Hunderttausender im Rhein-Main-Ballungszentrum den Dividenden von FRAPORT<\/strong><br>\nDie hessische Landesregierung unter Roland Koch erweckt den Eindruck, den berechtigten wirtschaftlichen Interessen der Flughafen-Betreiber st&uuml;nden die kleinliche Sorge um Ruhest&ouml;rung oder um sinkende Immobilienpreise gegen&uuml;ber.<br>\nTats&auml;chlich geht es um konkrete medizinische Folgesch&auml;den. Die mit der Ausweitung des Luftverkehrs unwidersprochen steigende L&auml;rm- und Schadstoffbelastung von Hunderttausenden von Menschen im Rhein-Main-Ballungszentrum durch den Bau einer zus&auml;tzlichen Landebahn wird nachteilige Auswirkungen nicht nur auf die Lebensqualit&auml;t im allgemeinen sondern vor allem auch auf die Erkrankungswahrscheinlichkeit (Morbidit&auml;t), die Sterblichkeitswahrscheinlichkeit bzw. die Lebenserwartung (Mortalit&auml;t) haben. Die Chancen der unter diesen Bedingungen aufwachsenden Kinder und Jugendlichen f&uuml;r eine gesunde geistige und k&ouml;rperliche Entwicklung werden sinken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vdaeae.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=168&amp;Itemid=1\">Verein demokratischer &Auml;rztinnen und &Auml;rzte e.V.<\/a><\/p>\n<li><strong>Rendite-Gier und milder Winter stoppen ATU<\/strong><br>\nDie Kette Autoteile Unger sollte f&uuml;r den amerikanischen Finanzinvestor KKR ein weiteres Vorzeigeinvestment werden. Doch die Expansionspl&auml;ne waren zu ehrgeizig. Die Verschuldung hat bedenkliche Ausma&szlig;e erreicht. Nun steckt ATU in einer tiefen Krise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/welt_print\/article1539917\/Rendite-Gier_und_milder_Winter_stoppen_ATU.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><strong>Welches Studium bares Geld wert ist<\/strong><br>\nEiner Studie der Universit&auml;t Frankfurt\/Main zufolge sind die Fachbereiche Recht- und Wirtschaftswissenschaft sowie Medizin, mit gewissem Abstand auch die Mathematik- und Naturwissenschaften sowie die Ingenieurwissenschaft, besonders attraktiv f&uuml;r die Geldb&ouml;rse. Wer ein Studium in einem dieser Fachbereiche aufnimmt, k&ouml;nne mit einer &ldquo;durchschnittlichen Rendite von mehr als sechs Prozent&rdquo; nach dem Abschluss rechnen, sagt Studienautor Martin Weldi. Das Studium lohnt sich also finanziell und gleicht die Einkommensverluste w&auml;hrend der Hochschulzeit sp&auml;ter wieder aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/jobkarriere\/artikel\/146\/152757\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Und was passiert, wenn immer mehr junge Menschen ihr Studium als privates Investment in ihr &bdquo;Humankapital&ldquo; betrachten und sich den Renditef&auml;chern zuwenden. Richtig:<br>\nEs gibt ein gr&ouml;&szlig;eres Angebot und das senkt bei nicht gleichzeitig steigender Nachfrage den Preis und damit die Rendite. Wie kurzfristig denken doch diese Renditespekulanten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sinkflug und Absturz<\/strong><br>\nKapitalabflu&szlig;, zur&uuml;ckgehende Nachfrage, private Verschuldung, Immobilienblasen: Polen und Osteuropa am Vorabend der Weltfinanzkrise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/01-17\/024.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Kardinal Lehmann folgt ein langer Winter<\/strong><br>\nKlar ist: Die Bischofskonferenz wird noch konservativer werden, als sie jetzt schon ist. Die wenigen Liberalen unter den deutschen Oberhirten haben einen langen Winter vor sich. Und Benedikt XVI. wird sich klammheimlich die H&auml;nde reiben, dass er nun seinen alten Widersacher mehr oder weniger los ist. Denn Lehmann bleibt ja als Bischof von Mainz Mitglied der Bischofskonferenz. Und wer wei&szlig;, vielleicht wird Lehmann eines Tages unter dem &ldquo;J&uuml;ngsten Gericht&rdquo; Michelangelos auch noch den Nachfolger Benedikts mitw&auml;hlen d&uuml;rfen. Das w&auml;re eine merkw&uuml;rdige Pointe. Denn es ist ein offenes Geheimnis, dass Lehmann beim letzten Konklave einer der Wortf&uuml;hrer der liberaleren Kardin&auml;le war, die Ratzinger zu verhindern suchten &ndash; vergeblich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=tz&amp;dig=2008%2F01%2F16%2Fa0111&amp;src=GI&amp;cHash=e211a9852f&amp;type=98%20\">taz<br>\n<\/a><\/li>\n<li>\n<strong>Zu guter Letzt:<\/strong><br>\nEin hochaktuelles Gedicht aus dem Jahre 1930 von Erich K&auml;stner:\n<p>&ldquo;Patriotisches Bettgespr&auml;ch&rdquo;<br>\nHast du, was in der Zeitung stand, gelesen?<br>\nDer Landtag ist mal wieder sehr emp&ouml;rt<br>\nvon wegen dem Geburtenschwund gewesen.<br>\nAuch ein Minister fand es unerh&ouml;rt.<\/p>\n<p>Auf tausend Deutsche k&auml;men wohl pro Jahr<br>\ngerade 19 Komma 04 Kinder.<br>\n04! Und so was h&auml;lt der Mann f&uuml;r wahr!<br>\nDa&szlig; das nicht stimmen kann, sieht doch ein Blinder.<\/p>\n<p>Geburtenr&uuml;ckgang hat er noch gesagt,<br>\nsei, die Geschichte lehrt es, Deutschlands Ende,<br>\nund deine Fehlgeburt hat er beklagt.<br>\nUnd das er, da&szlig; man abtreibt, gr&auml;&szlig;lich f&auml;nde.<\/p>\n<p>Jawohl, wir sollen Kinder fabrizieren.<br>\nF&uuml;rs Milit&auml;r. Und f&uuml;r die Industrie.<br>\nZum L&ouml;hnesenken. Und zum Kriegverlieren!<br>\nSieh dich doch vor. Ach so, das war dein Knie.<\/p>\n<p>Na, komm mein Schatz. Wir wollen ihm eins husten<br>\nDein Busen ist doch wirklich noch famos.<br>\nOb unsere Eltern, was wir wissen, wu&szlig;ten&hellip;<br>\nWer nicht zur Welt kommt, wird nicht arbeitslos.<\/p>\n<p>Der Kinderreichtum ist kein Kindersegen.<br>\nDeck uns sch&ouml;n zu. Ich bild mir ein, es zieht.<br>\nKomm, la&szlig; uns den Geburtenr&uuml;ckgang pflegen!<br>\nUnd l&ouml;sch die Lampe aus. Des Landtags wegen.<br>\nDamit er es nicht sieht.<br>\n<em><br>\n<strong>Anmerkung: <\/strong>Zwischen 1925 und 1930 kamen die Ehen nur auf 1,98 Kinder. Heute rechnet man ja Kinder pro Frau und kommt auf 1,34 Kinder. <\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2901","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2901","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2901"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2901\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":53822,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2901\/revisions\/53822"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2901"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2901"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2901"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}