{"id":2905,"date":"2008-01-18T17:25:29","date_gmt":"2008-01-18T16:25:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2905"},"modified":"2008-01-18T17:29:33","modified_gmt":"2008-01-18T16:29:33","slug":"hinweise-des-tages-2-52","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2905","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>(KR)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=2905&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<br>\n<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Zugunsten von RWE<\/strong><br>\nFreiwillig sollen die St&auml;dte Essen, M&uuml;lheim, Gladbeck, Bottrop und Gelsenkirchen bis Ende 2014 j&auml;hrlich ca. 21 Millionen Euro mehr als vertraglich vereinbart f&uuml;r den laufenden &bdquo;Karnap-Vertrag&ldquo; zur M&uuml;llverbrennung an RWE zahlen, weil danach sonst eine Geb&uuml;hrenexplosion drohe. Ein seltsamer Vorschlag angesichts der regionalen &Uuml;berkapazit&auml;ten. Der Fraktionsvorsitzende der M&uuml;lheimer B&uuml;rgerinitiativen (MBI), Lothar Reinhard: &bdquo;Wir wissen nicht, welche Interessen der K&auml;mmerer aus der RWE-Stadt Essen insgesamt bzgl. RWE vertritt &ndash; die Interessen der M&uuml;lheimer B&uuml;rger und Geb&uuml;hrenzahler jedenfalls nicht.&ldquo; Konzerne wie RWE, EON, EnBeWe und Vattenfall h&auml;tten bekanntlich &bdquo;unz&auml;hlige Politiker aller Ebenen auf ihren Tickets.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=11975\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Unternehmer mit Schulranzen<\/strong><br>\nEine Privatschule spricht Eltern an, die in die Ausbildung ihres Nachwuchses investieren wollen und k&ouml;nnen. Die letzten derer, die es noch besser haben sollten als ihre Eltern, wollen, dass ihre Kinder zu denen geh&ouml;ren, die den heutigen Lebensstandard halten k&ouml;nnen. Deshalb wollen sie sofort zweisprachigen Unterricht, kleine Klassen und Ganztagsbetreuung. Denn das bedeutet &raquo;Chancen&laquo; und &raquo;Zukunft&laquo; f&uuml;r die Kleinen. Der Markt, auf dem es die Ware Bildung zu kaufen gibt, ist seit kurzem um einen neuen Anbieter reicher &ndash; eine Aktiengesellschaft, also ein Unternehmen mit klarer Gewinnabsicht, als Betreiber von Schulen. Die Aktiengesellschaft Phorms will &raquo;Bildung zur Marke&laquo; machen. Sie betreibt vier Grundschulen in Deutschland und erwartet schon bald Rendite. Tats&auml;chlich existieren Privatschulen keineswegs unabh&auml;ngig von staatlichem Geld. Nach einer Frist von wenigen Jahren bekommen die Schulen Zusch&uuml;sse &ndash; oft mehr als drei Viertel der Kosten, die pro Sch&uuml;ler an &ouml;ffentlichen Schulen anfallen. Ohne staatliche Subvention w&uuml;rde auch das System der Phorms AG nicht funktionieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/seiten\/2008\/03\/11285.php\">JungleWorld<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Die Flexible Kirche&laquo;: Kritische Analysen zur &Ouml;konomisierung der Kirche<\/strong><br>\nWer dem Wandel in den K&ouml;pfen nachsp&uuml;ren will, der muss auf die &rsaquo;Plastikw&ouml;rter&lsaquo; achten, die sich im Verlauf der letzten Jahre in unseren Diskursen eingenistet haben. Schleichend wie ein minimal dosiertes Gift haben sie unsere Hemmschwelle herab- und die Emp&ouml;rungsschwelle<br>\nheraufgesetzt. Wenn die &rsaquo;Ich-AG&lsaquo; zur regierungsamtlichen Sprachregelung wird und das &rsaquo;Humankapital&lsaquo; aus der &ouml;konomischen in die Alltagssprache wechselt, dann deutet sich<br>\nhier ein folgenreicher Wechsel an: das &Ouml;konomische wird zur Leitsemantik gesellschaftlicher Selbstverst&auml;ndigung. Wenn selbst die Kirchenstrategen nichts dabei finden, ihre Mitglieder als &rsaquo;Kunden&lsaquo; anzusprechen und aus der Verk&uuml;ndigung ein &rsaquo;Angebot&lsaquo; zu machen, dann deutet das nicht einfach auf eine sprachliche Schludrigkeit hin, sondern dass sich hier der Geist verwirren lie&szlig;. Ein verwirrter Geist zeigt sich nicht nur ignorant gegen solche weitreichenden sprachlichen Differenzen, sondern ist schlie&szlig;lich auch unempfindlich gegen die realen Verh&auml;ltnisse, die mit solchen Sprachregelungen verschleiert werden.<br>\nVon Arne Manzeschke, Akademischer Oberrat und Leiter der Arbeitsstelle f&uuml;r Theologische Ethik und Anthropologie Kulturwissenschaftliche Fakult&auml;t, Universit&auml;t Bayreuth.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.uni-bayreuth.de\/departments\/bbrf\/RuE\/RuE_1.pdf\">Bayreuther Beitr&auml;ge zur Religionsforschung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung: <\/strong>&Uuml;beraus lesenswert und lehrreich, auch f&uuml;r Atheisten und Agnostiker.<br>\nDer einzige, b&ouml;se Ausrutscher f&auml;llt vor dem Hintergrund das ansonsten sehr guten Textes umso st&auml;rker auf: &bdquo;Auf der Ausgabenseite gilt f&uuml;r die Kirchen als Arbeitgeber wie f&uuml;r alle anderen Arbeitgeber auch, dass sie mit sehr hohen Lohnnebenkosten bei einem sehr hohen Sozialniveau ihrer Besch&auml;ftigten konfrontiert sind.&ldquo; (S. 143). Lohnnebenkosten sind Bestandteil des Lohns, und dessen Niveau sowie das der sozialen Absicherung nach der Entwicklung der letzten Jahre in Deutschland noch als &bdquo;sehr hoch&ldquo; zu bezeichnen, ist absurd. Die etwas merkw&uuml;rdige, weil weder Marx noch Max Weber gerecht werdende Behauptung, Letzterer habe &bdquo;die marxistische Perspektive um die Dimension des Geistes erg&auml;nzt&ldquo; (S. 117), sei einem Theologen hingegen verziehen.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><strong>Die &bdquo;dritte S&auml;ule&rdquo; der deutschen Au&szlig;enpolitik<\/strong><br>\nDie ausw&auml;rtige Kultur- und Bildungspolitik ger&auml;t immerst&auml;rker in den Sog au&szlig;enwirtschaftlicher Interessen. Dabei erreicht die Einflussnahme der Wirtschaft die unmittelbar zust&auml;ndigen Abteilungen der Bundesministerien inzwischen sogar in organisierter Form. Erst k&uuml;rzlich kamen erstmals Wirtschafts-, Wissenschafts- und Hochschulvertreter sowie Fachleute der zust&auml;ndigen Ministerien zu einem &bdquo;informellen Gespr&auml;ch&rdquo; in Berlin zusammen. Auf Initiative des fr&uuml;heren Au&szlig;enministers und Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom Stiftung, Klaus Kinkel, waren auch der Pr&auml;sident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, J&uuml;rgen Thumann, sowie Au&szlig;enminister Steinmeier pr&auml;sent. Die illustre Runde er&ouml;rterte nichts Geringeres als eine Neujustierung der &bdquo;dritten S&auml;ule&rdquo; der deutschen Au&szlig;enpolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=11964\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li>\n<p><strong>Internationaler Waffenbericht: Die Abr&uuml;stung der anderen<\/strong><br>\nIm aktuellen Abr&uuml;stungsbericht der Bundesregierung wird viel &uuml;ber die weite Welt und ihre Waffen erz&auml;hlt &ndash; &uuml;ber das hiesige Entwaffnungspotenzial aber so gut wie nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/die-abruestung-der-anderen\/?src=SZ&amp;cHash=4ea739343e\">TAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Im Harz frisiert Germania<\/strong><br>\nIm l&auml;ndlichen S&uuml;dniedersachsen versuchen Neonazis, die Hegemonie zu erlangen. Insbesondere der S&uuml;dharz um die Stadt Bad Lauterberg wird zum Bet&auml;tigungsfeld f&uuml;r die NPD. Das b&uuml;rgerliche Lager macht es ihr nicht sonderlich schwer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/seiten\/2008\/03\/11313.php\">JungleWorld<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. <\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[1,19],"tags":[],"class_list":["post-2905","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-das-kritische-tagebuch","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2905","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2905"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2905\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2905"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2905"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2905"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}