{"id":29062,"date":"2015-11-26T09:12:50","date_gmt":"2015-11-26T08:12:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29062"},"modified":"2015-11-26T09:12:50","modified_gmt":"2015-11-26T08:12:50","slug":"hinweise-des-tages-2511","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29062","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29062#h01\">Terror<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29062#h02\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29062#h03\">Keine Verl&auml;ngerung TAXE-Sonderausschuss: Schutzschirm f&uuml;r Juncker und Dijsselbloem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29062#h04\">Der Mindestlohn f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge und die Irrt&uuml;mer der traditionellen Arbeitsmarkttheorie &ndash; Teil 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29062#h05\">For Britons, poverty is now a bigger worry than unemployment<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29062#h06\">CIA friert Killern die Konten ein &ndash; den eigenen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29062#h07\">Die Selektoren von NSA und BND &ndash; Chronologie eines Skandals<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29062#h08\">&ldquo;Eine Bombe reinpacken? Total einfach&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29062#h09\">Peng! entert Bundeswehr-Werbung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29062#h10\">Neuer Konfliktstoff f&uuml;r die Koalition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29062#h11\">Krankenhaus Kunduz: Versehentlich das falsche Geb&auml;ude vernichtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29062#h12\">L&ouml;sch unter Feuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29062#h13\">Portugal erh&auml;lt Linksregierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29062#h14\">Rechtsruck in Polen: &ldquo;Wir befinden uns am Rande der Gesetzlosigkeit&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29062#h15\">Unsere st&auml;rksten Antibiotika wirken nicht mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29062#h16\">Sparkassenverband greift Tageszeitung scharf an: Betreibt die FAZ &ldquo;Kampagnenjournalismus&ldquo;?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29062&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Terror<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Paris-Attent&auml;ter doch nicht &bdquo;als Fl&uuml;chtling in Bayern registriert&ldquo;<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/151126-bildblog.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/74353\/paris-attentaeter-doch-nicht-als-fluechtling-in-bayern-registriert\/\">Bildblog<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu: Wie konnte Herrmann das passieren? <\/strong><br>\nDas Innenministerium weist Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck, wonach Joachim Herrmann absichtlich falsche Informationen &uuml;ber einen der Attent&auml;ter von Paris gegeben haben k&ouml;nnte. Die Gr&uuml;nen im Landtag vermuten hinter dem Vorgehen Herrmanns allerdings Kalk&uuml;l.<br>\nVor allem in den sozialen Netzwerken gibt es heftige Kritik am Verhalten des bayerischen Innenministers. Die Gr&uuml;nen im Landtag werfen Herrmann Verantwortungslosigkeit vor. &ldquo;Das unangebrachte und undifferenzierte Vorpreschen des Ministers sch&uuml;rt einmal mehr Ressentiments gegen Schutzsuchende&rdquo;, kritisiert Katharina Schulze. Die Innenexpertin der Gr&uuml;nen hat die Bef&uuml;rchtung, dass &ldquo;genau das auch das Ziel war.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/verwirrung-herrmann-attentaeter-paris-100.html\">BR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ausweitung der &Uuml;berwachung: Geheimdienste lesen nicht mal Zeitung<\/strong><br>\nIm Februar diesen Jahres gab der Drahtzieher der Pariser Anschl&auml;ge, Abdelhamid Abaaoud, ein Interview. Er lachte dabei in die Kamera, als habe er gerade das Goldene Schwert f&uuml;r den besten Dschihad-Newcomer gewonnen. [&hellip;]<br>\nJa, der Planer der Anschl&auml;ge von Paris hat Monate vorher &ouml;ffentlich damit angegeben, wie leicht es ist, den &Uuml;berwachungsapparat auszutricksen und vor Ort Anschl&auml;ge zu planen. Er hat seinen Wohnsitz Belgien best&auml;tigt und angedeutet, dass ein neuer Anschlag geplant ist. In einem f&uuml;r jeden zug&auml;nglichen Medium des IS. Wenn also diese Daten offensichtlich nicht ausreichen, um einen Anschlag zu verhindern &ndash; welche Daten um alles in der Welt hofft man dann per General&uuml;berwachung zu bekommen? Die rationale Herangehensweise w&auml;re das Eingest&auml;ndnis, dass es nicht darum geht, neue Daten zu bekommen, sondern die l&auml;ngst vorhandenen besser auszuwerten. Die scheinrationale Herangehensweise aber wird sich durchsetzen: mehr &Uuml;berwachung. Mehr Daten. Die Irrationalit&auml;t dahinter lautet: Wir finden die Nadel im Heuhaufen nicht, also brauchen wir mehr Heu. Das h&ouml;rt sich so verst&ouml;rend an, es k&ouml;nnte auch in Donald Trumps Wahlprogramm stehen. Es handelt sich aber ernsthaft um die europ&auml;ische Strategie gegen den Terror.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/sascha-lobo-ueber-die-irrationale-ausweitung-der-ueberwachung-a-1064508.html\">Sascha Lobo auf Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Freitag der Dreizehnte: Die Welt im Krieg?<\/strong><br>\n&bdquo;Weltkrieg&ldquo; betitelte die &bdquo;Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung&ldquo; den Leitkommentar ihres Herausgebers Berthold Kohler. &bdquo;Diesen Krieg m&uuml;ssen wir gewinnen&ldquo; posaunte &bdquo;Welt&ldquo;-Redakteur Richard Herzinger. Und Alexander Kissler jubilierte auf der &bdquo;Cicero&ldquo;-Website: &bdquo;Nun ist die Stunde nicht der Stuhlkreise, der bunten B&auml;nder und der allseitigen Betroffenheit. [&hellip;] Der Krieg ist da. Wer ihn nicht annimmt, hat ihn schon verloren.&ldquo;[1]<br>\nDeutsche &bdquo;Intellektuelle&ldquo; wussten bekanntlich schon oft, wann es Zeit ist, zum Krieg zu blasen. Doch diese kleine Auswahl der unmittelbaren Reaktionen auf den m&ouml;rderischen Freitag, den 13. November in Paris, steht vor allem f&uuml;r eines: den Triumph des sogenannten Islamischen Staates. Pl&ouml;tzlich ist aus einer Bande von M&ouml;rdern und Schwerverbrechern ein respektabler Kriegsgegner geworden &ndash; was f&uuml;r ein Reputationsgewinn!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/dezember\/freitag-der-dreizehnte-die-welt-im-krieg\">Albrecht von Lucke, Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Ende der Arroganz<\/strong><br>\nDer Westen ist traurig und verzweifelt &uuml;ber die Toten von Paris und zeigt es auch. Das ehrt ihn, das ehrt uns. Der Westen ist auch traurig und verzweifelt dar&uuml;ber, dass er nicht wei&szlig;, was er nun tun soll. Das zeigt er nicht, sondern versteckt sich hinter martialischen Gesten. Das ehrt ihn nicht, und es ist gef&auml;hrlich.<br>\nAus Angst Krieg?<br>\nDie Rede ist von Krieg. Aber f&uuml;hren Europ&auml;er und Amerikaner nicht schon seit vierzehn Jahren ununterbrochen Krieg im Mittleren Osten? Hat die franz&ouml;sische Luftwaffe nicht auch vor dem 13. November schon Bomben geworfen?<br>\nNun soll es ein neues B&uuml;ndnis mit Russland gegen den IS geben. Aber k&auml;mpfen die Russen nicht bereits in Syrien? Und wenn sie bisher nicht gegen den IS, sondern ausschlie&szlig;lich f&uuml;r Assad k&auml;mpfen, warum sollten sie das nun &auml;ndern?<br>\nDer franz&ouml;sische Pr&auml;sident will fortan &ldquo;gnadenlos&rdquo; die Terroristen jagen, man kann das verstehen, er ist w&uuml;tend, und er meint jetzt, H&auml;rte zeigen zu m&uuml;ssen. Aber hat Frankreich, hat der Westen irgendwann zu viel Gnade walten lassen in Nordafrika? Sind die Invasionen in Afghanistan und im Irak oder die Intervention in Libyen im Chaos geendet, weil der Westen zu r&uuml;cksichtsvoll war?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2015\/47\/muslime-islam-westen-umgang\">Bernd Ulrich, Die Zeit<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Abgeschossener Kampfjet: Russischer Pilot sagt, er sei nicht gewarnt worden<\/strong><br>\nDer &uuml;berlebende Pilot aus der abgeschossenen russischen Maschine hat sich ge&auml;u&szlig;ert: In einem TV-Interview gibt er an, vor dem Angriff nicht gewarnt worden zu sein. In Moskau eskalieren Proteste vor der t&uuml;rkischen Botschaft. Das russische Fernsehen hat am Mittwoch Kapit&auml;n Konstantin Murakhtin interviewt &ndash; jenen Piloten, so hie&szlig; es in Moskau, der nach dem Abschuss seines russischen Kampfflugzeugs durch die t&uuml;rkische Luftwaffe in Sicherheit gebracht worden sei. Dem Sender sagte der Mann, dass dem Angriff durch die T&uuml;rkei keine Warnung vorausgegangen sei, berichteten russische Nachrichtenagenturen. [&hellip;]<br>\nIn dem Interview sagte der Pilot zudem, er sei mit seiner Maschine nicht in t&uuml;rkischen Luftraum eingedrungen. Er k&ouml;nne &ldquo;dies vollst&auml;ndig ausschlie&szlig;en, sogar f&uuml;r eine Sekunde&rdquo;, sagte er in dem von mehreren Fernsehsendern ausgestrahlten Beitrag. Darin ist der Pilot von hinten gefilmt und daher nicht zu erkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/russland-jet-pilot-sei-vor-dem-abschuss-nicht-gewarnt-worden-a-1064545.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Russische S-400-Flugabwehr: Hightech-Raketen versch&auml;rfen Situation in Syrien<\/strong><br>\nNach dem Abschuss seines Jagdbombers will Russland hochmoderne Flugabwehrraketen des Typs S-400 nach Syrien verlegen. Sie w&auml;ren f&uuml;r fast alle westlichen Kampfflugzeuge eine Bedrohung &ndash; und auch f&uuml;r Israels Luftwaffe.<br>\nModerne russische Flugabwehrsysteme im Nahen Osten &ndash; dieses Szenario beunruhigt westliche Milit&auml;rs seit Jahren. Nach dem Abschuss eines Suchoi-24-Jagdbombers durch die t&uuml;rkische Luftwaffe macht Moskau nun offenbar ernst &ndash; und will das hochmoderne S-400-System nach Syrien verlegen. Die Raketen w&uuml;rden demn&auml;chst an der Luftwaffenbasis in Latakia stationiert, k&uuml;ndigte Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Mittwoch nach Angaben des Regierungssenders &ldquo;RT&rdquo; an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/russland-verlegt-flugabwehrraketensystem-s-400-nach-syrien-a-1064527.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Aus den Kommentaren:<\/strong> Habe ich das richtig verstanden? Problematisch an den russischen Systemen ist, da&szlig; sie die illegalen und v&ouml;lkerrechtswidrigen Bombardements einiger L&auml;nder be- oder verhindern k&ouml;nnten? [&hellip;]<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die T&uuml;rkei hat offenbar ohne Not ein russisches Kampfflugzeug abgeschossen. Nun erfolgt die russische Reaktion, die sofort als Beleg f&uuml;r Putins vorgeblich aggressive Haltung dient. Man stelle sich vor die Russen h&auml;tten ein t&uuml;rkisches oder gar US- Flugzeug abgeschossen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ausw&auml;rtiges Amt misst mit zweierlei Ma&szlig;<\/strong><br>\n&bdquo;Das Ausw&auml;rtige Amt kommt zu dem v&ouml;llig unverst&auml;ndlichen und inakzeptablen Schluss, dass die Souver&auml;nit&auml;tsverletzungen des syrischen Luftraums, welche durch die USA, Frankreich und Gro&szlig;britannien begangen werden, nach Artikel 51 der UN Charta im Rahmen des Selbstverteidigungsrechts gedeckt und damit rechtens seien. Im Gegenzug dazu w&uuml;rden aber die Verletzungen des t&uuml;rkischen Luftraums durch Russland &sbquo;jeder v&ouml;lkerrechtlichen Grundlage entbehren&lsquo;. Das ist Messen mit zweierlei Ma&szlig; auf h&ouml;chstem Niveau. Weder hat Syrien einen der genannten Staaten angegriffen, was ein Selbstverteidigungsrecht rechtfertigen w&uuml;rde. Noch kann die Bek&auml;mpfung des IS ohne Zustimmung der syrischen Regierung auf syrischem Territorium selbstherrlich im Alleingang geplant und ausgef&uuml;hrt werden&ldquo;, so Alexander S. Neu, Obmann der Fraktion DIE LINKE im Verteidigungsausschuss, zur Antwort der Bundesregierung zur Rechtm&auml;&szlig;igkeit von Luftraumverletzungen &uuml;ber Syrien und der T&uuml;rkei (Drs-Nr. 18\/12573) im Zusammenhang mit dem Abschuss eines russischen Kampfflugzeuges durch die T&uuml;rkei im t&uuml;rkisch-syrischen Grenzgebiet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/auswaertiges-amt-misst-zweierlei-mass\/\">Alexander Neu (MdB, Die Linke)<\/a><\/li>\n<li><strong>Ein R&uuml;ckschlag f&uuml;r Syrien<\/strong><br>\nZum wiederholten Male legt Deutschlands NATO-Partner T&uuml;rkei dem Kampf gegen den &ldquo;Islamischen Staat&rdquo; (IS) Steine in den Weg. Mit dem Abschuss eines russischen Milit&auml;rjets, der am gestrigen Dienstag auf syrischem Territorium niederging, hat die T&uuml;rkei das j&uuml;ngst vom UN-Sicherheitsrat geforderte internationale Vorgehen gegen den IS weiter erschwert. Zudem hat sie die Verhandlungen &uuml;ber eine politische L&ouml;sung f&uuml;r den Syrien-Krieg, die zuletzt Fortschritte gemacht hatten, weiter verkompliziert. Damit folgt das Land, das zu den wichtigsten Verb&uuml;ndeten Deutschlands im Nahen und Mittleren Osten z&auml;hlt, pr&auml;zise seiner bisherigen Politik: Lange unterst&uuml;tzte Ankara den IS direkt &ndash; mit logistischer Hilfe und mit Ausr&uuml;stung; inzwischen ist es dazu &uuml;bergegangen, den Kampf gegen den IS zu torpedieren, unter anderem mit Attacken auf bewaffnete Verb&auml;nde der kurdischsprachigen Minderheit Syriens. Berlin fordert nun, wie die anderen NATO-Hauptm&auml;chte auch, die T&uuml;rkei zur Deeskalation gegen&uuml;ber Russland auf. Hatte es die t&uuml;rkische Unterst&uuml;tzung f&uuml;r den IS lange Zeit stillschweigend gebilligt, weil damit der gemeinsame Feind Assad geschw&auml;cht wurde, orientiert es zusammen mit seinen transatlantischen Verb&uuml;ndeten nach den Pariser Terroranschl&auml;gen verst&auml;rkt auf den &ldquo;Anti-Terror-Kampf&rdquo;. Zudem sieht die Bundesregierung Chancen, ihren Einfluss im Nahen und Mittleren Osten nach einem Waffenstillstand im Syrien-Krieg zu vergr&ouml;&szlig;ern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59259\">German-Foreign-Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Kujat kritisiert T&uuml;rkei nach Kampfjet-Abschuss<\/strong><br>\nDer russische Kampfjet, der am Dienstagvormittag im syrisch-t&uuml;rkischen Grenzgebiet abgeschossen wurde, soll zuvor in den t&uuml;rkischen Luftraum eingedrungen sein. Harald Kujat bezweifelt das: &ldquo;Es gibt hier durchaus Erkl&auml;rungsbedarf.&rdquo; [&hellip;]<br>\nWas die russische Rolle angeht, sagt Kujat, er habe nicht den Eindruck, dass Russland an einer Eskalation interessiert sei. Durch die milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung der syrischen Armee und mit dem politischen Prozess, der gleichzeitig eingeleitet worden sei, habe Russland eine T&uuml;r zur L&ouml;sung des Syrien-Konflikts ge&ouml;ffnet. &ldquo;Das ist im Augenblick die einzige Option, die wir haben: den Druck weiter zu verst&auml;rken auf IS und gleichzeitig parallel dazu an einer politischen L&ouml;sung arbeiten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/es-gibt-erklaerungsbedarf-kujat-kritisiert-tuerkei-nach.1008.de.html?dram:article_id=337805\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Keine Verl&auml;ngerung TAXE-Sonderausschuss: Schutzschirm f&uuml;r Juncker und Dijsselbloem<\/strong><br>\nNoch an diesem Montag hatten Christdemokraten (EVP), Sozialdemokraten und Liberale die Verl&auml;ngerung des bestehenden Sonderausschusses TAXE unterst&uuml;tzt. Wie sich nun zeigt, haben Sozialdemokraten unter Teilnahme von Christdemokraten und Liberalen aber bereits am Dienstag angefangen, einen neuen Sonderausschuss und das Ende des bisherigen Mandats vorzubereiten. Der neue Ausschuss soll auf Basis eines massiv geschw&auml;chten Mandats stehen (1). Dazu erkl&auml;rt Sven Giegold, Koordinator der Gr&uuml;nen\/EFA-Fraktion im Sonderausschuss TAXE:<br>\n&bdquo;Die Fraktionsf&uuml;hrungen von Sozialdemokraten unter Einbeziehung von Christdemokraten und Liberalen betreiben gemeinsam das Ende der Aufkl&auml;rung des LuxLeaks-Skandals. In einem neuen Mandatsentwurf soll die Aufkl&auml;rung des Skandals nicht mehr ernsthaft verfolgt werden. Alle pr&auml;zisen Aufkl&auml;rungsauftr&auml;ge wurden aus dem Mandat gel&ouml;scht. Statt um &bdquo;Untersuchung und Analyse&ldquo; des Steuerdumping-Skandals geht es nur noch um &bdquo;Informationsarbeit&ldquo;. Das ist ein Schlag ins Gesicht der europ&auml;ischen Steuerzahler. Es soll im Dunkeln bleiben, wer f&uuml;r das milliardenschwere Steuerdumping zugunsten von Google, Amazon, Facebook und vielen anderen Konzernen politisch verantwortlich ist. Offensichtlich sollen Jean-Claude Juncker, Jeroen Dijsselbloem und anderen Verantwortlichen weitere Aufkl&auml;rungsarbeiten erspart werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2015\/keine-verlaengerung-taxe-sonderausschuss-schutzschirm-fuer-juncker-und-dijsselbloem\/\">Sven Giegold<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Mindestlohn f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge und die Irrt&uuml;mer der traditionellen Arbeitsmarkttheorie &ndash; Teil 2<\/strong><br>\nDie binnenwirtschaftlichen Wirkungen einer Lohnsenkung werden selbst bei sonst progressiven &Ouml;konomen oft nicht so klar angesprochen wie es w&uuml;nschenswert w&auml;re. Um es an einem mikro&ouml;konomischen Beispiel zu zeigen: Wenn die Gewerkschaften mit einem Unternehmen einen &bdquo;Besch&auml;ftigungssicherungsvertrag&ldquo; abschlie&szlig;en, der beinhaltet, das die Arbeitnehmer auf einen Teil des m&ouml;glichen Lohnanstiegs verzichten, wenn sich das Unternehmen seinerseits verpflichtet, eine bestimmte Besch&auml;ftigungsmenge zu garantieren, f&uuml;hrt das in der Regel zu Arbeitsplatzverlusten an anderer Stelle der Volkswirtschaft.<br>\nDas w&auml;re nur dann nicht der Fall, wenn die von dem Unternehmen ausbezahlte Lohnsumme trotz Besch&auml;ftigungssicherung genau so hoch w&auml;re wie sie gewesen w&auml;re, wenn es eine normale Lohnerh&ouml;hung f&uuml;r alle Besch&auml;ftigten gegeben h&auml;tte. Das wird normalerweise nicht der Fall sein, weil sich das Unternehmen ja dann gar nicht auf die Besch&auml;ftigungssicherung (die sie ja in ihrer Dispositionsfreiheit hindert) einlassen br&auml;uchte. Was hei&szlig;t, dass die Gewerkschaften f&uuml;r die Besch&auml;ftigungssicherung in dem Betrieb einen Preis in Form einer geringeren Lohnsumme bezahlen. Der gesamtwirtschaftlich daf&uuml;r zu zahlende Preis ist dann Arbeitslosigkeit an anderer Stelle, weil insgesamt gesehen die Lohnsumme nicht ausreicht, um alle Produkte zu kaufen.<br>\nDie neoklassische Theorie hat eine Nachfragesicherung und damit eine solche &bdquo;Besch&auml;ftigungssicherung&ldquo; in ihr Modell dadurch eingebaut, dass sie annimmt, die Lohnsenkung w&uuml;rde von den Unternehmen sofort (in der gleichen Sekunde sozusagen) durch Mehreinstellungen ausgeglichen, so dass sich die ausbezahlte Lohnsumme und die Gesamtnachfrage &uuml;berhaupt nicht &auml;ndert (dazu gab es einst eine Kontroverse zwischen mir und dem Sachverst&auml;ndigenrat (SVR), siehe hier). Aber das widerspricht der empirischen Evidenz (siehe oben) und &ndash; viel schlimmer noch &ndash; dem gesunden Menschenverstand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/der-mindestlohn-fuer-fluechtlinge-und-die-irrtuemer-der-traditionellen-arbeitsmarkttheorie-teil-2\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>For Britons, poverty is now a bigger worry than unemployment<\/strong><br>\nTHE latest Economist\/Ipsos MORI poll shows that British voters&rsquo; anxiety about the economy and unemployment is at its lowest in years, as growth and jobs have returned. Poverty is now a bigger worry than unemployment. Many of those new jobs are low-paid; 95% of the positions created in 2012-14 paid less than the (voluntary) &ldquo;living wage&rdquo;, which during this period rose from &pound;7.45 ($11.81) to &pound;7.85 per hour. George Osborne, the chancellor, aims to force wages up by raising the (compulsory) minimum wage for those over 25 to &pound;9 per hour by 2020. Good news for low-paid workers&mdash;except those who will be laid off as a result of the higher wage-floor. The official independent forecaster reckons the higher minimum wage will result in 4m fewer hours of labour being offered per week by 2020. If so, worries about unemployment could overtake those about poverty once again.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.economist.com\/news\/21679085-new-higher-minimum-wage-could-reverse-thatfor-better-and-worse-britons-poverty-now\">The Economist<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wie der Artikel darstellt, ist die Angst vor Armut auch f&uuml;r Arbeitnehmer in Gro&szlig;britannien v&ouml;llig berechtigt, weil von 2012 bis 2014 zwar viele neue Jobs geschaffen wurden, aber mit einem Lohn unter dem amtlich festgestellten Existenzminimum von 7,85 Pfund\/Stunde. Man mu&szlig; nur gen&uuml;gend Sklavenjobs schaffen, dann haben alle Arbeit, k&ouml;nnen aber leider nicht von ihr leben. Der Economist warnt aber pr&auml;ventiv vor m&ouml;glichen Lohnerh&ouml;hungen (sogar die sonst v&ouml;llig asoziale Tory-Regierung will den Mindestlohn verpflichtend machen und auf 9 Pfund\/Stunde erh&ouml;hen), denn nat&uuml;rlich f&uuml;hren h&ouml;here L&ouml;hne &ndash; durch die neoklassische Brille betrachtet &ndash; sofort zu h&ouml;herer Arbeitslosigkeit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>CIA friert Killern die Konten ein &ndash; den eigenen<\/strong><br>\nDer amerikanische Geheimdienst ist kein Arbeitgeber, den man einfach so verlassen kann &ndash; jedenfalls dann nicht, wenn man nicht das Gesetz des Schweigens ehrt. Whistleblower etwa haben in einer Branche, die ironischerweise selbst auf Verrat gr&uuml;ndet, einen schweren Stand.<br>\nWie die bekannte Whistleblower-Anw&auml;ltin Jesselyn Raddack via Twitter berichtet, wurden vier ehemaligen US-Drohnenpiloten die Konten eingefroren. Neben Brandon Bryant waren drei weitere Drohnenpiloten an die &Ouml;ffentlichkeit gegangen und versuchen, die &Ouml;ffentlichkeit f&uuml;r die fliegenden T&ouml;tungsroboter zu sensibilisieren. Bryant hatte insbesondere die Bedeutung des US-Luftwaffenst&uuml;tzpunkts Ramstein Airbase als Relaisstation f&uuml;r das Drohnenprogramm hervorgehoben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/CIA-friert-Killern-die-Konten-ein-den-eigenen-3015537.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Selektoren von NSA und BND &ndash; Chronologie eines Skandals<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/nachrichten\/selektoren-nsa-bnd-chronologie\/\">Die Linke<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&ldquo;Eine Bombe reinpacken? Total einfach&rdquo;<\/strong><br>\nEs scheint offenbar recht einfach zu sein, Ware an Bord eines Flugzeugs zu schmuggeln &ndash; auch Bomben. Nach Recherchen des ARD-Politikmagazins Report Mainz sind viele Luftfrachtmitarbeiter nicht staatlich &uuml;berpr&uuml;ft. F&uuml;r die Polizeigewerkschaft ein &ldquo;unhaltbarer Zustand&rdquo; &ndash; das Innenministerium plant nun eine Novelle. [&hellip;]<br>\nWie leicht einfache Arbeiter etwas in die Fracht schmuggeln k&ouml;nnten, berichtet ein Insider, der jahrelang im Frachtbereich gearbeitet hat. Im Interview mit Report Mainz sagt er: &ldquo;Wenn man da arbeitet, kann man ohne Probleme auch eine Bombe reinpacken, das ist total einfach. Wenn Sie eine Panzerfaust in der Fracht haben wollen, dann bringe ich Ihnen auch eine Panzerfaust da rein und auch in den Flieger.&rdquo;<br>\nHintergrund der Sicherheitsl&uuml;cke ist das System der &ldquo;sicheren Lieferkette&rdquo;. Demnach muss eine Luftfracht nicht mehr am Flughafen kontrolliert werden, wenn sie von einem &ldquo;bekannten Versender&rdquo; kommt und von einem zertifizierten Transportunternehmen, sogenannten &ldquo;reglementierten Beauftragten&rdquo;, angeliefert wird. Alle Unternehmen der &ldquo;sicheren Lieferkette&rdquo; m&uuml;ssen die Fracht zu jedem Zeitpunkt vor unbefugtem Zugriff sch&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/luftfrachtsicherheit-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Bombengefahr Luftfracht<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/sicherheitsrisiko-fuer-flugpassagiere-bombengefahr-luftfracht\/-\/id=233454\/did=16300600\/nid=233454\/q6l7ig\/index.html\">Report Mainz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Peng! entert Bundeswehr-Werbung<\/strong><br>\nDie Bundeswehr startete vor Kurzem eine Werbeoffensive f&uuml;r Jugendliche. Nun hat das K&uuml;nstler-Kollektiv diese Kampagne auf seine eigene Art gehackt.<br>\nAls Reaktion auf die sehr offensive Werbekampagne der Bundeswehr hat das Berliner Peng-Koellektiv, ein Zusammenschluss von Aktionsk&uuml;nstlern und politischen Aktivisten, eine Gegenkampagne gestartet. Das Berliner K&uuml;nstler-Kollektiv wirft der Bundeswehr vor, die Folgen von Krieg und Auslandseins&auml;tzen zu verharmlosen, um junge Menschen f&uuml;r das Milit&auml;r zu begeistern.<br>\n&bdquo;Dieses &uuml;berall sichtbare Selbstvertrauen hat uns sehr w&uuml;tend gemacht&ldquo;, sagt Philipp Frisch vom Peng-Kollektiv. &bdquo;Themen wie &lsquo;Tod&rsquo; und &lsquo;Krieg&rsquo; werden ganz bewusst von der Kampagne ausgelassen. Ausgerechnet heutzutage, wo das bei der Bundeswehr aktueller denn je ist. Es war uns wichtig, auch die andere Seite dieser aufpolierten Kampagne sichtbar zu machen.&ldquo; Wenn man auf die Seite machwaszaehlt.de klickt, bekommt man deshalb ausf&uuml;hrliche Informationen zu Folgesch&auml;den von Kriegseins&auml;tzen, Rechtsextremismus beim Bund oder die aktuellen Auslandseins&auml;tze. Und um auf Nummer sicher zu gehen, wie sie sagen, haben sie gleich eine ganze Reihe von Domains registriert, die so &auml;hnlich klingen wie die Originaladresse der Bundeswehrkampagne &bdquo;machwaswirklichzaehlt.de&ldquo;. Beim kleinsten Tippfehler gelangen Interessierte deshalb erstmal auf die Prank-Seite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jetzt.sueddeutsche.de\/texte\/anzeigen\/595196\/Peng-entert-Bundeswehr-Werbung%20\">jetzt.de<\/a>\n<p><strong>dazu: <a href=\"http:\/\/www.machwaszaehlt.de\/\">Link zur Gegenkampagne<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Bundeswehr rekrutiert Tausende minderj&auml;hrige Soldaten<\/strong><br>\nDie Linkspartei hat mit Kritik auf Zahlen der Bundesregierung reagiert, denen zufolge bei der Bundeswehr weiterhin Tausende Minderj&auml;hrige zum Milit&auml;rdienst eingezogen werden. &raquo;Es ist untragbar, wenn die Bundesrepublik Deutschland das international vereinbarte Mindestalter f&uuml;r Soldatinnen und Soldaten von 18 Jahren nicht einh&auml;lt&laquo;, sagte der jugendpolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Norbert M&uuml;ller. Er verwies auf Zahlen des Verteidigungsministeriums, denen zufolge in Tausenden F&auml;llen das in der UN-Kinderrechtskonvention vereinbarte Mindestalter von 18 Jahren f&uuml;r die Einziehung Freiwilliger zu Streitkr&auml;ften unterschritten wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/992629.bundeswehr-rekrutiert-tausende-minderjaehrige-soldaten.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Neuer Konfliktstoff f&uuml;r die Koalition<\/strong><br>\nDass das Ausw&auml;rtige Amt die Sicherheitslage in Afghanistan als bedrohlich einstuft, f&uuml;hrt zu neuen Diskussionen: Sollen Fl&uuml;chtlinge in das Land abgeschoben werden? Die SPD sagt Nein &ndash; und stellt sich damit gegen den Koalitionspartner.<br>\nNiels Annen, der au&szlig;enpolitische Sprecher der SPD im Bundestag, h&auml;lt den Bericht des Ausw&auml;rtigen Amtes f&uuml;r realistisch, nicht aber die Vorstellungen des Koalitionspartners CDU mit Innenminister Thomas de Maizi&egrave;re, Afghanen verst&auml;rkt abschieben zu k&ouml;nnen:  &ldquo;Gro&szlig;fl&auml;chige R&uuml;ckf&uuml;hrungen halte ich f&uuml;r unrealistisch und gegebenenfalls auch f&uuml;r nicht zu verantworten, wenn man sich jetzt die Lage anschaut. Die Lage in diesem Land ist trotz des Einsatzes auch der Bundeswehr und der deutschen Entwicklungszusammenarbeit nicht nur prek&auml;r, sondern sie hat sich verschlechtert.&rdquo; [&hellip;]<br>\nDie Sicherheitslage sei regional stark unterschiedlich, aber insgesamt &ldquo;weiterhin volatil&rdquo;, hei&szlig;t es in dem vertraulichen Bericht des Ausw&auml;rtigen Amtes. Die Zahl der zivilen Opfer liege auf Rekordniveau, nicht nur in umk&auml;mpften Gebieten, sondern &ndash; etwa durch Anschl&auml;ge &ndash; im ganzen Land.<br>\nDie Regierung sei sich ihrer Verantwortung f&uuml;r den Schutz der Bev&ouml;lkerung zwar bewusst, k&ouml;nne sie aber nicht immer effektiv umsetzen. W&ouml;rtlich hei&szlig;t es:<br>\n&ldquo;Die gr&ouml;&szlig;te Bedrohung f&uuml;r die B&uuml;rger Afghanistans geht von lokalen Machthabern und Kommandeuren aus. (&hellip;) Die Zentralregierung hat auf viele dieser Personen kaum Einfluss und kann sie nur begrenzt kontrollieren bzw. ihre Taten untersuchen oder verurteilen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/auswaertiges-amt-afghanistan-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Krankenhaus Kunduz: Versehentlich das falsche Geb&auml;ude vernichtet<\/strong><br>\nUS-General John Campbell, Befehlshaber der Mission Resolute Support der NATO und Befehlshaber der US-amerikanischen Streitkr&auml;fte in Afghanistan, hat den Untersuchungsbericht des US-Milit&auml;rs vorgestellt. Demnach sei der Luftangriff das Ergebnis von vermeidbaren menschlichen Fehlern, Fehlern in der Verfahrensweise und technischen St&ouml;rungen gewesen. Weder die Bordcrew des Kampfflugzeuges noch die Special Forces am Boden h&auml;tten gewusst, dass es sich bei dem Geb&auml;ude um ein Krankenhaus gehandelt habe. Der 3.000 Seiten starke Untersuchungsbericht folgt damit den lancierten Meldungen der letzten Wochen. [&hellip;]<br>\nV&ouml;llig neu ist die Behauptung, die AC-130 sei kurz vor dem Luftangriff selbst mit einer Rakete beschossen worden, weshalb das Kampfflugzeug aus Sicherheitsgr&uuml;nden h&ouml;her gestiegen sei. Diese h&ouml;here Flugroute habe dazu gef&uuml;hrt, dass die durchgegebenen Angaben nicht die gew&ouml;hnliche Genauigkeit erlangten. Und weil daraufhin die Bordcrew an der beschriebenen Stelle nur eine leere Fl&auml;che vorfand, griffen sie das n&auml;chstgelegene gro&szlig;e Geb&auml;ude an, berichtet Stars and Stripes.<br>\nIn einer Stadt mit 270.000 Einwohnern beschie&szlig;t ein US-amerikanisches Bodenkampfflugzeug &uuml;ber eine Stunde ein Geb&auml;ude, das ihm lediglich vom Aussehen her beschrieben wurde, w&auml;hrend die Instrumente ausgefallen waren. Abgesehen davon, dass die Geschichte vollkommen unglaubw&uuml;rdig klingt, d&uuml;rfte bereits dieses Vorgehen ein Kriegsverbrechen darstellen. Hier wird geradezu beliebig, weil nicht verifizierbar, auf Geb&auml;ude geschossen &ndash; in der Hoffnung, dass man schon das richtige treffen werde. Das hat nicht mal mehr etwas mit Kollateralschaden zu tun, das ist Willk&uuml;r und Terror.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46676\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>L&ouml;sch unter Feuer<\/strong><br>\nEs ist nicht das erste Mal, dass homophobe Bildungs- und Aktionsplangegner Stimmung machen gegen Landtagsvizepr&auml;sidentin Brigitte L&ouml;sch (Gr&uuml;ne). Neu ist aber, wie viele in der Union sich inzwischen unverhohlen auf die Seite der AfD-nahen &ldquo;Demo f&uuml;r alle&rdquo; schlagen. CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf trifft sich sogar mit deren Cheflobbyistin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/243\/loesch-unter-feuer-3283.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p><em>In der Gesamtausgabe von Kontext lesen Sie diese Woche unter anderem:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Nicht alles ist verj&auml;hrt:<\/strong> Die schallenden Ohrfeigen, die das Verwaltungsgericht Stuttgart mit seiner eindeutigen Sicht auf den Polizeieinsatz am Schwarzen Donnerstag ausgeteilt hat, sollten in Politik und Justiz durchaus schmerzen. Welche Folgen das jetzt noch haben kann, zeigt unsere &Uuml;bersicht.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Seehofers Triumph:<\/strong> Obergrenze, Kontingente f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge und ein gr&uuml;ner Ministerpr&auml;sident, der Horst Seehofer (CSU) zustimmt. Hier zeige die Kanzlerin mehr R&uuml;ckgrat, stellt unser Autor mit Respekt fest.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Professor Hamdi wei&szlig;, wie&rsquo;s l&auml;uft:<\/strong> W&auml;hrend sich die Politik in Deutschland und Europa &uuml;ber der Fl&uuml;chtlingsfrage zerfleischt, wird die Herausforderung in den Niederungen des Alltags einfach gerockt. Wie in einer Vorbereitungsklasse der Gottlieb-Daimler-Berufsschule in Sindelfingen.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Kunst auf vier R&auml;dern:<\/strong> Das gab es noch nie: Eine Kunstausstellung pr&auml;sentiert den Prototypen eines neuartigen Automobils. Angetrieben wird es durch eine Batterie, die Lithium-Ionen-Akkus alt aussehen l&auml;sst. Sein Entwickler Bernd Kr&ouml;plin hat noch mehr zu bieten.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Auf der Flucht vor dem Wetter:<\/strong> In Zukunft werden Menschen nicht nur vor Krieg und Armut fliehen, sondern auch vor unertr&auml;glichen Klimabedingungen. &ldquo;Auf der Weltklimakonferenz haben wir vielleicht das letzte Mal die Chance, Weichen zu stellen&rdquo;, meint Gastautor Hermann Albers.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Von der Abw&auml;rme verw&ouml;hnt:<\/strong> Auf der Internationalen Klimakonferenz Anfang Dezember in Paris will die Weltgemeinschaft wieder einmal den globalen Temperaturanstieg begrenzen. Die s&uuml;dbadische Gemeinde Teningen macht vor, wie es gehen kann: wenn die Abw&auml;rme der &ouml;rtlichen Biogasanlage genutzt wird.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>&ldquo;Im Doing nicht so drin&rdquo;:<\/strong> Der eine f&uuml;hlt sich nicht zust&auml;ndig, der zweite sieht keinen Anlass, einzugreifen, die dritte will Kritik wegl&auml;cheln: Baden-W&uuml;rttembergs Spitzenbeamte stellen ihrer Zunft im NSU-Ausschuss ein denkbar schlechtes Zeugnis aus.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Portugal erh&auml;lt Linksregierung<\/strong><br>\nJoao Andrade hatte es am fr&uuml;hen Dienstag angek&uuml;ndigt, w&auml;hrend er an der Theke einer Bar im Zentrum Lissabons seinen &ldquo;Galao&rdquo; trinkt. Den Kaffee hier zu trinken, ist f&uuml;r den alten Kommunisten ein Ritual, auch wenn der ehemalige Hafenarbeiter sich das eigentlich angesichts der von den Konservativen gek&uuml;rzten Renten nicht mehr leisten kann.<br>\nF&uuml;r ihn war l&auml;ngst klar, was Staatspr&auml;sident An&iacute;bal Cavaco Silva am fr&uuml;hen Mittag bekanntgab, als er dann doch noch den Sozialisten Anton&iacute;o Costa mit der Regierungsbildung beauftragte. &ldquo;Glaub nicht, dass ich deshalb Freudenspr&uuml;nge machen werde&rdquo;, sagt er. Der ehemalige Hafenarbeiter Andrade wei&szlig;, dass die Politik &ldquo;seiner&rdquo; Linksregierung weit entfernt von der sein wird, welche sich das gr&uuml;n-kommunistische B&uuml;ndnis CDU vorstellt. Doch er geht davon aus, dass weitere Einschnitte ins Sozialsystem, K&uuml;rzungen von Renten und L&ouml;hnen nun Einhalt geboten wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46668\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Rechtsruck in Polen: &ldquo;Wir befinden uns am Rande der Gesetzlosigkeit&rdquo;<\/strong><br>\nDie Rechtskonservativen mit dem Parteienk&uuml;rzel PiS haben die Macht erst in der vergangenen Woche &uuml;bernommen. Aber in wenigen Tagen haben sie das Land schon kr&auml;ftig umgekrempelt. Dass die linksliberale &ldquo;Gazeta Wyborcza&rdquo; Kritik &uuml;bt, ist nicht verwunderlich. Sie hatte schon vor der Parlamentswahl gewarnt, die PiS werde die Demokratie aushebeln.<br>\nNun aber finden auch Pers&ouml;nlichkeiten mit eher konservativem Hintergrund deutliche Worte, so der ehemalige Pr&auml;sident des Verfassungsgerichts, Andrzej Zoll.<br>\n&ldquo;Wir befinden uns am Rand der Gesetzlosigkeit, und das macht mir gro&szlig;e Angst. Eine Partei will die ganze Macht, die absolute Macht. Das nennt sich Totalitarismus, und wir gehen in diese Richtung.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/rechtsruck-in-polen-wir-befinden-uns-am-rande-der.2165.de.html?dram%3Aarticle_id=337902\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Unsere st&auml;rksten Antibiotika wirken nicht mehr<\/strong><br>\nLetzte Woche haben Forscher verk&uuml;ndet, sie h&auml;tten Bakterienst&auml;mme gefunden, die resistent gegen das st&auml;rkste Antibiotikum der Welt, Colistin, seien. Doch es kommt noch schlimmer, denn das Gen f&uuml;r diese Resistenz l&auml;sst sich leicht unter verschiedenen St&auml;mmen teilen. Es ist also eigentlich nur eine Frage der Zeit, bevor die Resistenz global wird.<br>\nDer Weg zu dieser Entdeckung begann 2011. Das chinesische Ministerium f&uuml;r Wissenschaft und Technologie gew&auml;hrte einer Forschergruppe Mittel, um Fleischproben um die s&uuml;dchinesische Stadt Guangzhou zu testen. Ein Gro&szlig;teil des in China konsumierten Fleischs kommt aus der industriellen Massentierhaltung in dieser Region, in der die Landwirte den Tieren Antibiotika verabreichen, die eigentlich f&uuml;r Menschen gedacht sind, um Infektionen zu bek&auml;mpfen. Diese Methode bringt Landwirten und gro&szlig;en Agrar-Firmen zwar Geld ein, doch sie f&uuml;hrt auch dazu, dass Bakterien mutieren, um gegen unsere besten Antibiotika anzukommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vice.com\/de\/read\/unsere-staerksten-antibiotika-wirken-nicht-mehr-001%20\">Vice<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Sparkassenverband greift Tageszeitung scharf an: Betreibt die FAZ &ldquo;Kampagnenjournalismus&ldquo;?<\/strong><br>\nEin heftiger Streit zwischen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) und der Frankfurter Allgemeinen ist entbrannt. Von &ldquo;Kampagnenjournalismus&rdquo; ist die Rede. Und noch drastischer: &ldquo;Seri&ouml;ses journalistisches Handwerk ist nicht zu erkennen&rdquo;, prangert Christian Achilles, Leiter Kommunikation und Medien beim DSGV, die Tageszeitung an. Die FAZ h&auml;lt dagegen, &ldquo;Transparenz in ein intransparentes System&rdquo; bringen zu wollen.<br>\nHintergrund ist eine gro&szlig;angelegte Recherche &uuml;ber die deutschen Sparkassen, die nicht die Redaktion, sondern die Leser erledigen sollen. Inzwischen beteiligen sich laut FAZ schon nach wenigen Tagen 265 Leser an der Arbeit. &ldquo;Wir k&ouml;nnen das nicht schaffen&rdquo;, begr&uuml;ndet FAZ-Redakteur Hanno Mu&szlig;ler die ungew&ouml;hnliche Ma&szlig;nahme in einem Video-Aufruf. Er bittet darin die Leser unter anderem, herauszufinden, &ldquo;welche Sparkasse hat wie viele faule Kredite und welche ist am gef&auml;hrdetsten und k&ouml;nnte demn&auml;chst vielleicht umkippen, Hilfe ben&ouml;tigen &ndash; vom Steuerzahler, von uns allen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/kress.de\/tagesdienst\/detail\/beitrag\/133423-sparkassenverband-greift-tageszeitung-scharf-an-betreibt-die-faz-kampagnenjournalismus.html\">Kress.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Ach wenn die FAZ doch nur einmal bei den privaten Banken &auml;hnlich &bdquo;investigativ&ldquo; vorgehen w&uuml;rde. Vor allem der Branchenprimus Deutsche Bank scheint bei der FAZ ja unverst&auml;ndlicherweise unter einem besonderen Schutz zu stehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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