{"id":29128,"date":"2015-11-27T08:57:45","date_gmt":"2015-11-27T07:57:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29128"},"modified":"2015-11-27T08:57:45","modified_gmt":"2015-11-27T07:57:45","slug":"hinweise-des-tages-2512","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29128","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29128#h01\">Deutschlands Milit&auml;reinsatz gegen den IS<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29128#h02\">Geopolitische Interessen hinter dem Konflikt zwischen Russland und T&uuml;rkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29128#h03\">EU-Beistandsklausel: Wie Terror zum Krieg wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29128#h04\">Der Deutsche Terror<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29128#h05\">Einkommen driften wieder auseinander, soziale Mobilit&auml;t gesunken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29128#h06\">DGB: Fachkr&auml;fte versauern in Minijobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29128#h07\">Deutschland, h&ouml;r auf zu tr&auml;umen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29128#h08\">Nullzinsen sind schlecht &ndash; oder nicht&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29128#h09\">Kinder der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29128#h10\">Luxleaks-Ausschuss: Gr&uuml;ne werfen Schulz Vertrauensbruch vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29128#h11\">TTIP talks: EU alleged to have given ExxonMobil access to confidential papers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29128#h12\">Unions-Lobbyisten gerichtlich enttarnt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29128#h13\">Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29128#h14\">Unschuldiger Ex-Guantanamo H&auml;ftling fordert Widerstand gegen Zustand der Angst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29128#h15\">Giftiger Kl&auml;rschlamm verseucht Fluss in Brasilien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29128#h16\">Nach rechts: Kleinb&uuml;rgertum in Abstiegsangst<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29128&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deutschlands Milit&auml;reinsatz gegen den IS<\/strong><br>\nGestern versprach die Kanzlerin beim Treffen mit Hollande: &ldquo;Wenn der franz&ouml;sische Pr&auml;sident mich bittet, dar&uuml;ber nachzudenken, was wir mehr tun k&ouml;nnen, dann ist das Aufgabe f&uuml;r uns, dar&uuml;ber nachzudenken&rdquo;. Dem f&uuml;gte Merkel den Grundsatz hinzu: &bdquo;Der Islamische Staat muss mit milit&auml;rischen Mitteln bek&auml;mpft werden.&ldquo;<br>\nHeute kamen erste konkrete Ergebnisse des Nachdenkens an die &Ouml;ffentlichkeit. Deutschland wird sich am Krieg in Syrien beteiligen. Der Milit&auml;reinsatz soll aus sechs Recce-Tornados (Recce steht f&uuml;r Reconnaissance, Aufkl&auml;rung), einer Fregatte (&ldquo;Hamburg&rdquo;) im Mittelmeer und der Bereitstellung eines Luftbetankungs-Airbus bestehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46682\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Keinen deutschen Milit&auml;reinsatz in Syrien<\/strong><br>\n&bdquo;Ein Einsatz der Bundeswehr in Syrien ist derzeit v&ouml;lkerrechtlich ausgeschlossen und w&auml;re diplomatisch katastrophal&ldquo;, so Wolfgang Gehrcke, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, zum Angebot Angela Merkels an den franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Hollande, dass Deutschland sich am Krieg gegen den IS in Syrien und Irak direkt beteiligen k&ouml;nnte. &bdquo;Das offensichtliche Angebot der Bundeskanzlerin, deutsche RECCE-Tornados &uuml;ber Syrien einzusetzen, erfolgt ohne Beschluss der Vereinten Nationen und ohne jede R&uuml;cksprache mit der syrischen Regierung. Der Bundestag soll im Nachhinein informiert werden. DIE LINKE lehnt ein solches Vorgehen strikt ab.&ldquo; Gehrcke weiter:<br>\n&bdquo;Die Afghanistan-Fehler werden erneut begangen. 15 Jahre Krieg gegen den Terror in Afghanistan haben den Terror nur noch st&auml;rker gemacht. Das spricht gegen einen deutschen Milit&auml;reinsatz in Syrien &ndash; in der Luft wie auch am Boden. Auch dann, wenn die v&ouml;lkerrechtlichen Bedenken ausger&auml;umt werden k&ouml;nnten, was derzeit nicht der Fall ist. Dar&uuml;ber hinaus ist kaum vorstellbar, dass Kanzlerin Merkel die syrische Regierung um Genehmigung f&uuml;r den Einsatz deutscher Milit&auml;rflugzeuge in Syrien im Kampf gegen den IS anfragt. Wenn die v&ouml;lkerrechtlichen Voraussetzungen nicht vorliegen, w&uuml;rde auch jeder Bundeswehrsoldat, der einem Befehl f&uuml;r einen Syrieneinsatz nachkommt, rechtswidrig handeln und m&uuml;sste den Dienst verweigern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/keinen-deutschen-militaereinsatz-syrien\/\">Linksfraktion<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Geopolitische Interessen hinter dem Konflikt zwischen Russland und T&uuml;rkei<\/strong><br>\nBei dem Konflikt zwischen Russland und der T&uuml;rkei geht es nicht nur um die Unterst&uuml;tzung verschiedener bewaffneter Gruppen, sondern auch um geopolitische Interessen. Der Abschuss des russischen Kampfflugzeugs erfolgte &uuml;ber einem Gebiet, das f&uuml;r die vom Westen, von der T&uuml;rkei und den Golfstaaten unterst&uuml;tzten gem&auml;&szlig;igten oder islamistischen Gruppen eine hohe strategische Bedeutung hat &ndash; und damit auch f&uuml;r die von Russland unterst&uuml;tzte syrische Regierung.<br>\nDie T&uuml;rkei bek&auml;mpft ebenso wie Russland kaum den Islamischen Staat, daf&uuml;r aber die PKK und bezeichnet auch die syrischen Kurden der YPG als Terroristen. Unterst&uuml;tzt und mit Waffen versorgt, die teils von der CIA stammen, werden bewaffnete Gruppen, die gegen die syrische Armee k&auml;mpfen, darunter eben auch Turkmenen, die von der t&uuml;rkischen Regierung als &ldquo;Br&uuml;der&rdquo; und &ldquo;Verwandte&rdquo; betrachtet werden und die s&uuml;dlich der t&uuml;rkischen Provinz Hatai leben, von wo aus sie aus der T&uuml;rkei versorgt werden k&ouml;nnen. Ansonsten gibt es nur noch einen Korridor an der t&uuml;rkisch-syrischen Grenze zwischen dem von den Kurden kontrollierten Afrin und den vom Islamischen Staat kontrollierten Gebieten der Provinz Aleppo. F&uuml;r die T&uuml;rkei ist wichtig, verb&uuml;ndete syrische Gruppen zu haben, um bei einer L&ouml;sung des Syrien-Konflikts mit am Tisch zu sitzen. Und um die Kontrolle &uuml;ber dieses Gebiet zu erlangen, fordert die t&uuml;rkische Regierung exakt dort die Einrichtung einer Flugverbotszone. W&auml;hrend die Grenze zu den kurdischen Gebieten von der T&uuml;rkei kontrolliert wird, ist sie gegen&uuml;ber den Gebieten, die vom IS und den &uuml;brigen bewaffneten Gruppen kontrolliert werden, offen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46677\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Politisch motiviert<\/strong><br>\nNach harten verbalen Ausf&auml;llen und mehreren kleineren Zwischenf&auml;llen in den vergangenen Monaten war es am 24. November so weit: Das t&uuml;rkische Milit&auml;r schoss im Grenzgebiet ein russisches Kampfflugzeug vom Typ Suchoi Su-24 ab. Der Vorfall markiert einen weiteren Schritt zur Eskalation des Krieges in Syrien, diesmal allerdings mit unvorhersehbaren regionalen und globalen Konsequenzen.<br>\nIm schlimmsten Fall h&auml;tte sich die russische Regierung unvers&ouml;hnlich zeigen und Vergeltung &uuml;ben k&ouml;nnen. Dann w&auml;re der B&uuml;ndnisfall nach Artikel 5 des Washingtoner Vertrags eingetreten und kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Nato h&auml;tten beginnen k&ouml;nnen. Da Moskau wohl am wenigsten Interesse an dieser Variante haben konnte, blieb man im Kreml verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig besonnen. Dennoch wird der Abschuss der Su-24 nachhaltige Auswirkungen auf die russisch-t&uuml;rkischen Beziehungen haben: Auf wirtschaftlichem wie politischem Terrain.<br>\nDie Frage, die sich bei einem so schwerwiegenden Vorfall also stellt, ist: Was f&uuml;hrte zu dem Abschuss? War er ein Versehen? Und wenn nicht, welche Motivation hat die t&uuml;rkische Regierung angetrieben, einen milit&auml;rischen Akt mit derartig weitreichenden Folgen zu autorisieren? Warum ist man in Ankara gewillt, die Br&uuml;cken zu einem &bdquo;Partner&ldquo;, mit dem einen vielf&auml;ltige Kooperationen verbinden, so abrupt abzubrechen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201511263759\/globales\/kriege\/politisch-motiviert.html\">Hintergrund<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>EU-Beistandsklausel: Wie Terror zum Krieg wird<\/strong><br>\nAls eine der wichtigsten Reaktionen auf die Pariser Terroranschl&auml;ge k&uuml;ndigte Frankreich am 16. November 2015 zum ersten Mal &uuml;berhaupt die Aktivierung der sogenannten &bdquo;Beistandsklausel&ldquo; nach Artikel 42, Absatz 7 des EU-Vertrages (EUV) an, der am Folgetag alle EU-Mitgliedsstaaten zustimmten. An diesem Vorgang sind besonders zwei Aspekte hochproblematisch: Einmal schlie&szlig;en sich damit auch die anderen Mitgliedsl&auml;nder faktisch der zu Recht hochgradig umstrittenen Sichtweise Frankreichs an, bei den Anschl&auml;gen habe es sich um Kriegsakte gehandelt, da hier&uuml;ber das &ndash; prim&auml;r milit&auml;rische &ndash; &bdquo;Reaktionsspektrum&ldquo; legitimiert wird. Und zweitens wird hieraus nicht zuletzt in Deutschland eine regelrechte Verpflichtung abgeleitet, Frankreich milit&auml;risch beispringen zu m&uuml;ssen &ndash; und zwar auch in Eins&auml;tzen, die kaum erkennbarem Zusammenhang zu den Anschl&auml;gen stehen. Doch obschon es richtig ist, dass die Beistandsklausel Formulierungen enth&auml;lt, die verbindlicher sind als Artikel 5 des NATO-Vertrages, verbleibt es in der freien Entscheidungsgewalt jedes Mitgliedslandes, wann, in welcher Form und in welchem Umfang Frankreich von ihm Unterst&uuml;tzung erf&auml;hrt. Eine wie auch immer geartete Pflicht, sich milit&auml;rische st&auml;rker zu engagieren, wie sie gerade in Deutschland heraufbeschworen wird, l&auml;sst sich jedenfalls nicht zwingend aus der Beistandsklausel ableiten. Mehr noch: Der Verweis auf ihre Aktivierung scheint derzeit sogar teils dazu genutzt zu werden, ohnehin bereits l&auml;nger beschlossenen Milit&auml;reins&auml;tzen ein neues Begr&uuml;ndungs- und Legitimierungsmuster zu verleihen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2015\/11\/26\/eu-beistandsklausel-wie-terror-zum-krieg-wird\/\">Informationsstelle Militarisierung (IMI)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Deutsche Terror<\/strong><br>\nRundherum w&auml;chst nach den Anschl&auml;gen in Paris die Terror-Hysterie. Schon wird der Einsatz der Bundeswehr in Syrien erwogen. Angeblich, um Deutschland vor dem Terror zu sch&uuml;tzen. Anderswo w&auml;chst Moos &uuml;ber den Terror. Gez&auml;hlte 416 Anschl&auml;ge auf Fl&uuml;chtlinge gab es bis zum Oktober dieses Jahres in Deutschland. Brandanschl&auml;ge, Sch&uuml;sse, Molotow Cocktails, Attentate aller Art. Der Staat hat zwar ein Gewaltmonopol, &uuml;bt es aber nur sehr selektiv aus. Tr&uuml;gen die Anschl&auml;ge das Etikett &ldquo;Islam&rdquo; h&auml;tte der Polizeiapparat l&auml;ngst die Backen aufgeblasen, w&auml;re die Bundeswehr im Gerede zum Schutz der Asylbewerber-Heime. Doch das einschl&auml;gig bekannte Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz bef&uuml;rchtet nur, &bdquo;dass ein neuer organisierter Rechtsterrorismus entstehen k&ouml;nnte&ldquo;. Bef&uuml;rchtet. K&ouml;nnte. Zur Absage eines Fu&szlig;ballspieles in Hannover und seinen Hintergr&uuml;nden wei&szlig; Innenminister de Maizi&egrave;re zu sagen: &ldquo;Ein Teil der Antworten w&uuml;rde die Bev&ouml;lkerung verunsichern.&rdquo; Rund um den rechten Terror, in den NSU-Anschl&auml;gen geb&uuml;ndelt, tragen bereits die Fragen das Grauen in sich. J&uuml;ngste Horror-Meldung: Akten der rassistischen Terror-Gruppe Ku-Klux-Klan in Baden-W&uuml;rttemberg sucht der dortige Verfassungsschutz noch immer. Seit geraumer Zeit vom Landtag angefordert, sind sie bis heute nicht geliefert worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/der-deutsche-terror.html\">RationalGalerie<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Einkommen driften wieder auseinander, soziale Mobilit&auml;t gesunken<\/strong><br>\nDer wirtschaftliche Aufschwung seit der Finanzmarktkrise ist bislang nur bei einem Teil der Menschen in Deutschland angekommen. Seine Wirkungen sind ungleich verteilt und haben die wirtschaftliche Polarisierung der 2000er Jahre l&auml;ngst noch nicht ausgeglichen. Das ist besonders problematisch, weil die Aufstiegschancen &auml;rmerer Haushalte &uuml;ber die vergangenen drei Jahrzehnte gesunken sind, f&uuml;r die Mittelschicht ist das Risiko gewachsen, finanziell abzusteigen. Zentrale Kennzahlen zeigen: Die Spreizung der Einkommen hat nach den neuesten vorliegenden Daten nach einem leichten R&uuml;ckgang w&auml;hrend der Finanzmarktkrise sogar wieder zugenommen und liegt nahe beim bisher gemessenen H&ouml;chstwert. Auch war der Anteil der Arbeitnehmereinkommen am Volkseinkommen 2014 zwar h&ouml;her als unmittelbar vor der Finanzkrise, er liegt aber weiterhin unter der Quote zur Jahrtausendwende. Die Armutsquote verharrt auf relativ hohem Niveau.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_wsi_report_26_2015.pdf\">WSI-Report Nr. 26, November 2015 [PDF]<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Mittelschicht droht der Abstieg<\/strong><br>\nEinkommensschwache Haushalte haben immer weniger Chancen aufzusteigen. Auch Wohlhabenden droht zunehmend der Abstieg. Das ergibt eine Umfrage unter 20 000 Menschen zu ihrer Lebenssituation.<br>\nDie Aufstiegschancen einkommensschwacher Haushalte sind gesunken und f&uuml;r die Mittelschicht w&auml;chst das Risiko, finanziell abzusteigen. Das geht aus dem neuen Verteilungsbericht des Wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung hervor (PDF). Zunehmend gelte die Regel &ldquo;einmal reich &ndash; immer reich, einmal arm &ndash; immer arm&rdquo;, sagte die Autorin der Studie, Dorothee Spannagel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/ungleiche-einkommen-mittelschicht-droht-der-abstieg-1.2755663\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Vermutlich werden Kanzlerin Merkel und ihre schwarz-rote Bundesregierung jedoch weiterhin glauben, Deutschland gehe es gut und keine Kurs&auml;nderung f&uuml;r mehr Verteilungsgerechtigkeit vornehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>DGB: Fachkr&auml;fte versauern in Minijobs<\/strong><br>\nDie Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern und im &uuml;brigen Norden lassen offenbar die F&auml;higkeiten von sogenannten Minijobbern ungenutzt. Denn viele der geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten zwischen Emden und Anklam haben eine Berufsausbildung oder einen akademischen Abschluss. Zu diesem Ergebnis kommt der DGB-Nord in einer Studie f&uuml;r Norddeutschland, die NDR 1 Radio MV vorliegt. Diese beleuchtet vor allem die Situation von Arbeitnehmern, die ausschlie&szlig;lich als Minijobber besch&auml;ftigt sind und nicht neben einer Hauptbesch&auml;ftigung dazuverdienen.<br>\n&ldquo;Bei den Minijobbern liegen Riesen-Potenziale brach&rdquo;, sagt der Chef des DGB-Nord, Uwe Polkaehn. Allein in Niedersachsen h&auml;tten von den knapp 520.000 Menschen, die ausschlie&szlig;lich in einem Minijob arbeiten, immerhin 203.000 einen Berufsabschluss, gut 23.000 sind der DGB-Analyse zufolge Akademiker. Besonders drastisch sei die Lage in Hotels und Gastst&auml;tten. In der nieders&auml;chsischen Bewirtungs- und Beherbungsbranche sei fast ein Drittel der rund 63.000 Minijobber beruflich qualifiziert. &Auml;hnlich sieht es in den L&auml;ndern Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern aus. In der Gastronomie im Nordosten hat demnach fast die H&auml;lfte der rund 6.500 Minijobber Berufsabschl&uuml;sse &ndash; fast die gleichen Zahlen hat der DGB f&uuml;r Schleswig-Holstein ermittelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/DGB-Fachkraefte-versauern-in-Minijobs,minijobs134.html\">NDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deutschland, h&ouml;r auf zu tr&auml;umen!<\/strong><br>\nDeutschland tr&auml;umt. Es tr&auml;umt von einer Welt, in der alle Menschen und alle Institutionen solide wirtschaften und genau mit dem Einkommen auskommen, das sie haben. Vor allem der Staat, der schon hohe Schuldenberge angeh&auml;uft hat, soll sich bescheiden und strikt nach dem Motto leben: Nur das, was &uuml;ber Steuern und Abgaben in die Kasse flie&szlig;t, soll auch wieder ausgegeben werden. Das ist ein sch&ouml;ner Traum. Leider ist es f&uuml;r andere ein Albtraum.<br>\nWas der Tr&auml;umer von der heilen Welt ohne Schulden vergisst, ist die einfache Tatsache, dass das Auskommen mit dem eigenen Einkommen f&uuml;r die meisten Menschen hei&szlig;t, dass sie weniger ausgeben, als sie einnehmen, sie sparen. In Deutschland sparen per Saldo alle: Die privaten Haushalte sowieso, die Unternehmen sind Sparer und auch der Staat hat es mit der schwarzen Null geschafft, vom Dauerschuldner zum Sparer zu werden. Ersparnisse aber, die auf der Bank liegen, sind nicht nur unrentabel, weil heutzutage der Zins nahe Null ist, sie haben auch bei ihrer Entstehung schon einen Geburtsfehler gehabt. Sie haben dem Wirtschaftskreislauf Mittel entzogen, die eigentlich gebraucht worden w&auml;ren, um Einkommen und Gewinne zu generieren. Anders gesagt, wenn die Ersparnisse nicht von der Bank wieder in den Wirtschaftskreislauf zur&uuml;ckgeschleust werden, sind sie in h&ouml;chstem Ma&szlig;e sch&auml;dlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-11\/investitionen-fluechtlinge-bildung-oekologie-infrastruktur\/komplettansicht\">Heiner Flassbeck auf Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Nullzinsen sind schlecht &ndash; oder nicht&hellip;<\/strong><br>\nEs ist schon ein bisschen irre, was hierzulande die Hitliste der &ouml;konomischen Sp&auml;t-Weisheiten zur Euro-Krise bestimmt. Weisheit eins: die Niedrig- und Nullzinsen der Euro-Zentralbank sind die Pest, also, setzen v&ouml;llig falsche Anreize, animieren dazu, sozusagen umsonst Kredite aufzunehmen &ndash; und verl&auml;ngern damit die ganze miese Krise. So hat es k&uuml;rzlich der ordnungspolitische Zentralbankfl&uuml;chtling J&uuml;rgen Stark geklagt (der ja wegen dieser furchtbaren Politik bei der EZB zur&uuml;ckgetreten ist). Um im gleichen Auftritt zwanzig Minuten sp&auml;ter zu lobpreisen, wie &ndash; aktueller Eurokrisen-Weisheits-Hit Nummer zwei &ndash; die Spanier, die Portugiesen und die Iren doch gerade zeigten, dass man mit Austerit&auml;t wieder zu Wachstum gelangt und die Krise beendet.<br>\nSagen wir es so. Es ist zumindest nicht ganz sicher, ob Herr Stark damit einen Preis f&uuml;r analytische Stringenz und bezwingende Logik bekommt. Geht ja schlecht beides zusammen. Also: entweder jene Niedrigzinsen, die Spanier, Portugiesen und Iren ja &ndash; wie alle anderen &ndash; von der EZB geschenkt bekommen haben, verleiten zu Schulden und f&uuml;hren damit erkl&auml;rterma&szlig;en zu neuem Kriseln. Dann d&uuml;rften die drei V&ouml;lker jetzt nach Religion der Starks und Sch&auml;ubles aber gar kein Wachstum haben und keine Vorbilder sein; es w&auml;re zumindest erkl&auml;rungsbed&uuml;rftig, warum sie trotz der v&ouml;llig falschen Anreize erfolgreich sind. Oder sie sind gar nicht erfolgreich und taugen auch nicht als Erfolgsbeispiele. Dann fragt sich, warum die trotzdem Wachstum haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2015\/11\/25\/nullzinsen-sind-schlecht-oder-nicht\/\">Thomas Fricke<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kinder der Krise<\/strong><br>\nEs ist Dienstag, kurz nach drei, als Mar&iacute;a Ram&oacute;n in die Calle San August&iacute;n hinaustritt, in einen sp&auml;tsommerlichen Nachmittag, einen wie so viele an der S&uuml;dspitze Spaniens: Die Sonne scheint ihr metallenes Licht, Menschen sitzen im Schatten, Touristen und Rentner vor allem. Die meisten Gesch&auml;fte machen erst wieder gegen sechs Uhr auf. Laue Ruhe. Mar&iacute;a aber ist angespannt. Das ist ihr anzusehen, zugeben w&uuml;rde sie es nicht.<br>\nMar&iacute;a ist 27 Jahre alt, selbstbewusst. Ihre rotblonden Haare sind glattgek&auml;mmt, sie tr&auml;gt eine Seidenbluse, eine ros&eacute;farbene Hose und hochhackige Schuhe, nicht ganz einfach auf dem groben Pflaster der Altstadt von Jerez de la Frontera. Unterhalb der Kathedrale setzt sich Mar&iacute;a in einen kleinen Park. Um vier Uhr hat sie ein Bewerbungsgespr&auml;ch, das im Vier-Sterne-Hotel &bdquo;Bellas Artes&ldquo; gegen&uuml;ber stattfinden soll. Es ist das erste seit sechs Monaten.<br>\nNirgendwo in der Europ&auml;ischen Union ist die Arbeitslosigkeit h&ouml;her als in Andalusien. Jeder Dritte ist betroffen. Und in Jerez de la Frontera, der f&uuml;nftgr&ouml;&szlig;ten Stadt der Region, sind es sogar fast 40 Prozent. 32.992 Menschen suchen Arbeit. Viele von ihnen sind Jugendliche und junge Erwachsene.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/europa\/spanien-kinder-der-krise-13931756.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das&nbsp;sind also die wirtschaftspolitischen Vorstellungen der Konservativen, der vielbeschworene Aufschwung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Luxleaks-Ausschuss: Gr&uuml;ne werfen Schulz Vertrauensbruch vor<\/strong><br>\nNach der Luxleaks-Aff&auml;re um Steuervorteile f&uuml;r Konzerne in Luxemburg hat das EU-Parlament ein h&auml;rteres Durchgreifen gegen Steuervermeidung gefordert. Die Abgeordneten verlangen eine gemeinsame Bemessungsgrundlage f&uuml;r die K&ouml;rperschaftssteuer und mehr Transparenz bei den bisher geheimen Vereinbarungen zwischen EU-L&auml;ndern und multinationalen Unternehmen. Das sind die zentralen Forderungen des Berichts des &ldquo;Taxe&rdquo;-Sonderausschusses zur Luxleaks-Aff&auml;re, der am Mittwoch in Stra&szlig;burg verabschiedet wurde. Die Vorschl&auml;ge des Parlaments sind allerdings nicht rechtsverbindlich. [&hellip;]<br>\nNach Angaben der portugiesischen Sozialistin Elisa Ferreira, die den Abschlussbericht gemeinsam mit dem FDP-Abgeordneten Michael Theurer (FDP) erarbeitet hat, zahlen die meisten multinationalen Konzerne in der EU heute weniger als f&uuml;nf Prozent Steuern auf ihre Gewinne. Dies gelte selbst in L&auml;ndern, wo der normale Steuersatz bei 30 Prozent liege. Als Negativbeispiel nannte Theurer den US-Medienkonzern Disney, der 2014 bei einem Milliardengewinn seine Steuerlast auf 0,3 Prozent reduziert habe.<br>\nAllerdings l&auml;sst der &ldquo;Taxe&rdquo;-Bericht entscheidende Fragen offen. Unbeantwortet bleibt etwa, wer die politische Verantwortung f&uuml;r die Missst&auml;nde tr&auml;gt. Hier waren vor allem EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker und der niederl&auml;ndische Finanzminister und Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem ins Zwielicht geraten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/luxleaks-streit-um-verlaengerung-von-taxe-sonderausschuss-a-1064596.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>TTIP talks: EU alleged to have given ExxonMobil access to confidential papers<\/strong><br>\nThe EU appears to have given the US oil company ExxonMobil access to confidential negotiating strategies considered too sensitive to be released to the European public during its negotiations with the US on the trade agreement TTIP, documents reveal.<br>\nOfficials also asked one oil refinery association for &ldquo;concrete input&rdquo; on the text of an energy chapter for the negotiations, as part of the EU&rsquo;s bid to write unfettered imports of US crude oil and gas into the trade deal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/environment\/2015\/nov\/26\/ttip-talks-eu-alleged-to-have-given-exxonmobil-access-to-confidential-papers\">The Guardian<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Unions-Lobbyisten gerichtlich enttarnt<\/strong><br>\nUnd sie bewegt sich doch: Die Transparenzblockade der Union ger&auml;t ins Wanken. Bis zuletzt weigerte sie sich als einzige Bundestagsfraktion, die rund 700 Lobbyisten zu nennen, denen sie Hausausweise f&uuml;r den Bundestag verschafft hat. Doch am vergangenen Freitag gab das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg einer Eilklage des Tagesspiegel auf Herausgabe der Ausweisliste statt. [&hellip;]<br>\nAuch am Montag nach dem Urteil wollten CDU\/CSU ihre Liste nicht herausr&uuml;cken und verwiesen auf die Bundestagsverwaltung. Begr&uuml;ndung: Die Fraktion selbst sei vom Gericht zu nichts verpflichtet worden. M&ouml;glicherweise m&ouml;chte die Fraktionsf&uuml;hrung nach der juristischen Niederlage so &bdquo;Gesicht wahren&ldquo;. Doch bei der eigenen W&auml;hlerschaft d&uuml;rfte das nicht gut ankommen: Bei einer repr&auml;sentativen Emnid-Umfrage, die vor dem Urteil durchgef&uuml;hrt wurde, sprachen sich 77 % der Unionsanh&auml;nger daf&uuml;r aus, dass CDU\/CSU ihre Ausweisliste ver&ouml;ffentlichen. 74 % der Unionsanh&auml;nger und 78 % der Gesamtbev&ouml;lkerung sind au&szlig;erdem daf&uuml;r, endlich das Lobbyregister einzuf&uuml;hren.<br>\nDamit ist die Unionsfraktion umzingelt: Lobbykritiker\/innen, Richter\/innen, Lobbyverb&auml;nde, die anderen Parteien und die eigene W&auml;hlerschaft wollen das Register. Der Unionsf&uuml;hrung muss jetzt klar werden, dass sie mit ihrer Blockadehaltung einen immensen Vertrauensverlust riskiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2015\/11\/unions-lobbyisten-gerichtlich-enttarnt\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Belagerung der Krim<\/strong><br>\nBegleitet von Unmutsbekundungen aus Berlin eskaliert nach dem Stopp der ukrainischen Stromversorgung f&uuml;r die Krim der Konflikt zwischen Kiew und Moskau erneut. Ende vergangener Woche hatten mutma&szlig;lich Krimtataren gemeinsam mit Mitgliedern des faschistischen Rechten Sektors mehrere Strommasten gesprengt und damit die Stromversorgung der Krim, die zu rund 80 Prozent von der Ukraine gew&auml;hrleistet wurde, gekappt. Die von Berlin protegierte ukrainische Regierung sieht sich nicht imstande, die Stomleitungen zu reparieren, und verh&auml;ngt erg&auml;nzend eine Handelsblockade gegen die Halbinsel. Sie folgt damit dem Vorbild der Embargopolitik, die EU und USA im Sommer 2014 mit ersten Wirtschaftssanktionen gegen die Krim in Gang setzten und die Kiew mit einem Wasserembargo und Verkehrsblockaden seit mehr als einem Jahr immer weiter zugespitzt hat. Beobachter warnen, damit werde die Ukraine die letzten Sympathien verspielen, die sie auf der Halbinsel noch besitze; Vergleichbares sei seit dem georgisch-russischen Krieg von 2008 in den georgischen Sezessionsgebieten Abchasien und S&uuml;d-Ossetien zu beobachten gewesen. Die Bundesregierung hat zu Wochenbeginn in Kiew darauf gedrungen, die Stromversorgung der Krim instand zu setzen, um eine erneute, aus deutscher Sicht als nachteilig eingestufte Eskalation des russisch-ukrainischen Konflikts zu verhindern. Ohne Erfolg: Am gestrigen Mittwoch ist die Eskalation eingetreten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59260\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Man&ouml;ver mit Nato-Soldaten in der Westukraine ohne Ende<\/strong><br>\nSeit dem Machtwechsel in Kiew 2013 hat die Zahl der Man&ouml;ver in der Ukraine mit Beteiligung von Nato-Soldaten rasant zugenommen. Die USA lieferten zwei mobile Radarger&auml;te f&uuml;r die ukrainische Armee. (&hellip;)<br>\nAm Montag wurde auf dem Jaworowski-Truppen&uuml;bungsplatz, im &auml;u&szlig;ersten Westen der Ukraine, feierlich ein neues Man&ouml;ver er&ouml;ffnet. Bei dem Man&ouml;ver, das nach Mitteilung des ukrainischen Verteidigungsministeriums &ldquo;bis 2017&rdquo; andauern soll, werden f&uuml;nf ukrainische Bataillone gemeinsam mit Soldaten aus Nato-Staaten trainieren.<br>\nG&auml;ste der Er&ouml;ffnungszeremonie waren der Kommandeur der US-Landstreitkr&auml;fte in Europa, Frederick Ben Hodges, der Kommandeur f&uuml;r gemeinsame Operationen der Streitkr&auml;fte Kanadas, Admiral Peter Ellis, sowie die Botschafter der USA, Kanadas und Litauens, Geoffrey Pyatt, Roman Vashchuk und Marius Janukonis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46654\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Unschuldiger Ex-Guantanamo H&auml;ftling fordert Widerstand gegen Zustand der Angst<\/strong><br>\nMoazzam Begg wurde w&auml;hrend des &bdquo;Kriegs gegen den Terror&ldquo; in Afghanistan gefangen genommen, gefoltert und in Guantanamo inhaftiert. Nun hat er ein leidenschaftliches Statement gegen den Terror ver&ouml;ffentlicht, aber auch gegen die Kriege des Westens, die den Terror bef&ouml;rdern und die Kultur der Angst, die durch beides entsteht.<br>\n&bdquo;Einmal mehr wird Muslim_innen die Schuld f&uuml;r Taten zugeschoben, die wir ablehnen. Es ist so, als m&uuml;ssten wir uns st&auml;ndig von etwas, mit dem wir nicht einverstanden sind, distanzieren &ndash; begangen von Leuten, die wir nie getroffen haben. Diese Selbstzensur, die uns auferlegt wird, verbietet uns &uuml;ber die Ursachen zu reden, warum der &bdquo;Islamische Staat&ldquo; (IS) zu einer t&ouml;dlichen Gefahr geworden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/unschuldiger-ex-guantanamo-haeftling-fordert-widerstand-gegen-zustand-der-angst\/\">Die Freiheitsliebe<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Giftiger Kl&auml;rschlamm verseucht Fluss in Brasilien<\/strong><br>\nDer Tod kam aus der Eisenerzmine Samarco unweit der Bergbaustadt Mariana. Vor zwei Wochen brachen dort zwei Staud&auml;mme von R&uuml;ckhaltebecken voller Abraum und Abw&auml;sser aus der Mine. Ungef&auml;hr 62 Millionen Kubikmeter eines toxischen Gemisches aus Arsen, Aluminium, Blei, Kupfer und Quecksilber ergossen sich in die Landschaft; die Nachrichtenagentur Reuters hat errechnet, dass dies der F&uuml;llmenge von 25 000 Olympia-Schwimmbecken entspricht.<br>\nDie Fluten l&ouml;sten eine Schlammlawine aus, die das Bergdorf Bento Rodrigues binnen weniger Minuten unter sich begrub. Nach offiziellen Angaben starben mindestens elf Menschen, ebenso viele werden noch vermisst. Betroffene berichten von bis zu 40 Toten.<br>\nDas war der erste Teil der Trag&ouml;die. Der zweite Teil ist eine Umweltkatastrophe, wie sie Brasilien selten erlebt hat, vielleicht sogar noch nie. Der Dreck hat sich &uuml;ber T&auml;ler und Zufl&uuml;sse in den Rio Doce geschoben, und der verteilte ihn im S&uuml;dosten des Landes. Der Rio Doce (&ldquo;S&uuml;&szlig;er Fluss&rdquo;) ist von seiner Quelle in den Mittelgebirgen von Minas Gerais bis zur Atlantikm&uuml;ndung im Bundestaat Espirito Santo 853 Kilometer lang, davon sind nun 666 Kilometer zerst&ouml;rt, verseucht, vergiftet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/rio-doce-brasilien-erlebt-eine-der-schlimmsten-umweltkatastrophen-seiner-geschichte-1.2754372\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Nach rechts: Kleinb&uuml;rgertum in Abstiegsangst<\/strong><br>\nVor ein paar Tagen sorgte eine Schlagzeile f&uuml;r Aufsehen: Die Rechtspartei AfD wurde in einer Umfrage als drittst&auml;rkste Kraft ausgewiesen. Die Kritik daran folgte umgehend: Das Institut, das die Daten erhoben hatte, wurde als AfD-nah charakterisiert, es wurden methodische Zweifel an den Zahlen laut. Ist also alles doch nicht so schlimm mit der Partei? [&hellip;]<br>\nWenn man es etwas grob formulieren will: Zur AfD strebt eine von sozialem Verlust sich bedroht f&uuml;hlende Mittelschicht, die aggressiv gegen Migranten und Fl&uuml;chtlinge Front macht. Ein absteigendes Kleinb&uuml;rgertum, das von der Regierung gar nichts h&auml;lt &ndash; aber genauso wenig von Arbeitsk&auml;mpfen, da ist man sich mit dem Klientel der Gro&szlig;en Koalition einig. Es gibt gute Gr&uuml;nde, dieses Potenzial nicht durch &Uuml;berbetonung von Umfragen &raquo;hochzuschreiben&laquo;, an denen Zweifel berechtigt sind. Aber das Problem sind nicht die Umfragen.<br>\nKarl Marx hat einmal geschrieben, in Deutschland bilde das &raquo;Kleinb&uuml;rgertum die eigentliche Grundlage der bestehenden Zust&auml;nde&laquo;. Man muss das als sehr aktuelle Warnung verstehen. Anders formuliert: Es ist nicht so wichtig, wie die AfD gerade in Umfragen dasteht, wenn sie &ndash; weil von CSU bis SPD daf&uuml;r viel getan wird &ndash; die Agenda diktieren kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/992733.nach-rechts-kleinbuergertum-in-abstiegsangst.html\">Tom Strohschneider, Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-29128","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29128","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=29128"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29128\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":29131,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29128\/revisions\/29131"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=29128"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=29128"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=29128"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}