{"id":2921,"date":"2008-01-25T19:19:13","date_gmt":"2008-01-25T18:19:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2921"},"modified":"2008-01-25T19:19:13","modified_gmt":"2008-01-25T18:19:13","slug":"hinweise-des-tages-2-53","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2921","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann <a href=\"?p=2921&amp;email=1\">weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>&Ouml;konom Stiglitz &uuml;ber Kreditkrise: &ldquo;Wir haben die Lektion nicht gelernt&rdquo;<\/strong><br>\nAls Reaktion auf die Kreditkrise fordert Nobelpreistr&auml;ger Stiglitz eine bessere Regulierung des Finanzsystems &ndash; durch eine internationale Bankenaufsicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/wir-haben-unsere-lektion-nicht-gelernt\/?src=SZ&amp;cHash=aa5e1f54ef\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Wenn Stiglitz, den wir als einigerma&szlig;en kritischen &Ouml;konomen sehr sch&auml;tzen, sagt: &bdquo;Hier haben wir ein sch&ouml;nes Beispiel daf&uuml;r, wie die Selbstregulierung der Wirtschaft versagt&ldquo;, dann kann man ihm zustimmen. Wenn er hingegen sagt: &bdquo;Die gegenw&auml;rtige Kreditkrise ist auch dadurch entstanden, dass Politik, Bankenaufsicht und &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber die Risiken der neuen Produkte nicht informiert waren. Vorher gab es den Verkauf von minderwertigen, zu Paketen geb&uuml;ndelten Immobilienkrediten ja nicht. Die wenigsten Experten konnten sich offenbar vorstellen, welche Gefahren diese Strategie beinhaltet.&ldquo; Dann kann ich nur erg&auml;nzen: Das glaubt Stiglitz hoffentlich selbst nicht. Die Vorst&auml;nde der IKB und der SachsenLB und anderer Banken, die hohe Renditen auf die faulen Papiere eingestrichen haben, wussten mit Sicherheit, wie diese Renditen zustandekamen. Stiglitz muss man wohl raten, ein bisschen NachDenkSeiten zu lesen, z.B. hier: <a href=\"\/?p=2564\">&bdquo;Die Blase &ndash; das Werk von Kriminellen, kriminellen Vereinigungen und Hehlern&ldquo;<\/a> vom 17.8.2007.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>UNCTAD-Volkswirt: Europ&auml;ische Zentralbank soll Leitzinsen senken<\/strong><br>\nDer UNCTAD-Chefvolkswirt Heiner Flassbeck hat die Europ&auml;ische Zentralbank aufgefordert, die Leitzinsen zu senken. Die EZB weigere sich, bei weltweiten Wirtschaftskrisen Verantwortung zu &uuml;bernehmen. Im Gegensatz zu der US-Notenbank, die ein breiteres Mandat habe, k&uuml;mmere sich das europ&auml;ische Pendant ausschlie&szlig;lich darum, eine Inflation zu verhindern, bem&auml;ngelte Flassbeck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/729070\/\">Deutschlandradio<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Das ist eine gute Erg&auml;nzung zu unserem Eintrag vom 25.1.: <a href=\"?p=2919\">&ldquo;Gewollter Konstruktionsfehler der Europ&auml;ischen Wirtschaftspolitik&rdquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Thomas Fricke: Herr Glos kehrt die Krise weg<\/strong><br>\nSollte die US-Wirtschaft wirklich in die Rezession schlittern, w&auml;re es fahrl&auml;ssig anzunehmen, dass dann nicht auch der deutsche Aufschwung kippen kann. Zumal die Europ&auml;er seit Monaten mit einem Mix aus drastisch steigendem Wechselkurs, h&ouml;heren Preisen und konjunkturresistenten W&auml;hrungsh&uuml;tern zu tun haben.<br>\nUS-Politiker reagieren darauf derzeit arg hektisch. Nur steckt dahinter der schlaue Gedanke, dass Konjunkturpakete nicht mehr viel bewirken, wenn der Abschwung einmal an Fahrt gewonnen hat. Und dass man nicht warten sollte, bis die Rezession amtlich festgestellt ist. Das gilt auch f&uuml;r Deutschland, auch wenn die Lage derzeit noch besser scheint. Das ist keine Gew&auml;hr. Wake up, Herr Glos!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/:Kolumne%20Thomas%20Fricke%20Herr%20Glos%20Krise\/307935.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Rechtsbruch ohne Risiko &ndash; Staat schont Ausbeuterfirmen<\/strong><br>\nDie Rechte von Arbeitnehmern sind in vielen Gesetzen festgehalten: Da gibt es das Bundesurlaubsgesetz, das Gesetz &uuml;ber die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder das Arbeitszeitgesetz. Doch was, wenn die dort verbrieften Rechte von den Arbeitgebern mit F&uuml;&szlig;en getreten werden? Im Niedriglohnsektor passiert das h&auml;ufig.<br>\nGegen diese Praxis muss sich jeder Einzelne selbst zur Wehr setzen &ndash; aber oft zeigt die Erfahrung: Wer klagt, der fliegt. Die Arbeitnehmer sind in einer schwachen Position, denn die Politik schaut tatenlos dabei zu, wie bestehende Gesetze umgangen und untergraben werden. Kontrollen und Sanktionen sind die absolute Ausnahme.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2008\/t_cid-4535718_.html\">ARD-Panorama (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2008\/t_cid-4535718_mid-4545604_.html\">ARD-Panorama (Video)<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundestag verl&auml;ngert ALG I f&uuml;r &Auml;ltere<\/strong><br>\nDie gro&szlig;e Koalition korrigiert einen zentralen Punkt einer rot-gr&uuml;nen Reform: Das Arbeitslosengeld I wird l&auml;nger gezahlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/deutschland\/886792.html\">Netzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> F&uuml;r alle, die es betrifft, ein Auszug aus der entsprechenden <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/16\/074\/1607460.pdf\">Drucksache des Bundestags [PDF &ndash; 116 KB]<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Die Verl&auml;ngerung der Dauer des Anspruchs auf Arbeitslosengeld &hellip; wird in pauschalierter Form auch auf die &auml;lteren Arbeitslosen &uuml;bertragen, deren Anspruch auf Arbeitslosengeld zum Zeitpunkt des Inkrafttretens (1. Januar 2008, KR) noch nicht ersch&ouml;pft ist.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Unzumutbare Zust&auml;nde in Gie&szlig;ener Uniklinik <\/strong><br>\nNotfall in der Uniklinik Gie&szlig;en. Doch dieses Mal sind die Probleme hausgemacht. Pflegekr&auml;fte der Herz- und Gef&auml;&szlig;-Chirurgie Klagen &uuml;ber unzumutbare Zust&auml;nde f&uuml;r die Patienten. Infusionssysteme werden tagelang nicht gewechselt, Patienten liegen stundenlang im eigenen Wundsekret, abgelaufene Medikamente sollen auf Anordnung weiter benutzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/fernsehen\/sendungen\/index.jsp?rubrik=13446\">HR-Online<\/a>\n<p><em>Zur Erinnerung eine Meldung des SPIEGEL vom 17.12.2005:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Es ist die erste Privatisierung einer deutschen Universit&auml;tsklinik. Die Rh&ouml;n-Klinikum AG soll die Uniklinik Gie&szlig;en-Marbug &uuml;bernehmen, verk&uuml;ndete Hessens Ministerpr&auml;sident Roland Koch. &hellip; Koch habe &ldquo;in dem unb&auml;ndigen Drang, Neuland zu betreten, ein hektisches Verfahren vorangetrieben, in dem l&auml;ngst nicht alle Fragen gekl&auml;rt sind&rdquo;, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag, J&uuml;rgen Walter. Die Gr&uuml;nen-Landtagsabgeordnete Sarah Sorge bef&uuml;rchtet Gefahren f&uuml;r die Arbeitspl&auml;tze, die Studienpl&auml;tze und die Entwicklung der Krankenversorgung. Ver.di erwartet schon kurzfristigen Druck auf die Arbeitspl&auml;tze der Besch&auml;ftigten im Wirtschafts- und Versorgungsdienst der Klinik, aber auch im medizinisch-technischen Dienst und im Pflegedienst.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Der Strom bleibt s&auml;chsisch<\/strong><br>\nIn Leipzig wird ein neuer Versuch gemacht, die kommunalen Stadtwerke zum Teil zu privatisieren. Ein franz&ouml;sisches Unternehmen m&ouml;chte die H&auml;lfte der Anteile erwerben. Ein B&uuml;rgerentscheid k&ouml;nnte das Vorhaben verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/seiten\/2008\/04\/11329.php\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><strong>R&uuml;sten f&uuml;r den globalen B&uuml;rgerkrieg<\/strong><br>\nEine Studie der Informationsstelle Militarisierung (IMI) befasst sich mit der polizeilichen und milit&auml;rischen Aufr&uuml;stung zur Aufstandbek&auml;mpfung (Crowd and Riot Control). Dabei geht es u.a. um den Einsatz &ldquo;nicht-t&ouml;dlicher&rdquo; Waffen gegen die Zivilbev&ouml;lkerung in Krisenregionen, aber auch gegen verarmte Bev&ouml;lkerungsschichten in den Industriel&auml;ndern, die in diesen Szenarien nur mehr als Sicherheitsrisiko wahrgenommen werden. Es wird die These vertreten, dass die Staaten immer weniger f&uuml;r einen Krieg gegeneinander als gegen die eigene Bev&ouml;lkerung aufr&uuml;sten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/download\/IMI-Studie-2007-08.pdf\">Informationsstelle Militarisierung (IMI) &ndash; Kurzfassung [PDF  &ndash; 220 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/download\/CM-Okt07-GCW.pdf\">Informationsstelle Militarisierung (IMI) &ndash; Langfassung [PDF  -760 KB]<\/a>\n<p><em>Siehe hierzu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>An Assessment Of Crowd Control Technology Options<\/strong><br>\nThe report presents a detailed worldwide survey of crowd control weapons and the companies which manufacture supply or distribute them. It was found that at least 110 countries worldwide deploy riot control weapons, including chemical irritants, kinetic energy weapons, water cannon and electro-shock devices. Whilst presented as humane alternatives to the use of lethal force, the study found examples in 47 countries of these so called _non-lethal_ crowd control weapons being used in conjunction with lethal force rather than as a substitute for it, leading directly to injury and fatalities. It suggests their use should be limited and provides a number of options to make the adoption and use of these weapons more democratically accountable.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.europarl.europa.eu\/stoa\/publications\/studies\/19991401a_en.pdf\">STOA (Scientific Technology Options Assessment)-Arbeitspapier des Europaparlaments [PDF &ndash; 3 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2921","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2921","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2921"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2921\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2921"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2921"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2921"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}