{"id":2935,"date":"2008-01-31T09:41:11","date_gmt":"2008-01-31T08:41:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2935"},"modified":"2008-01-31T09:41:11","modified_gmt":"2008-01-31T08:41:11","slug":"hinweise-des-tages-575","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2935","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=2935&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>134 Millionen Euro Gewinn oder 90.000 Euro pro Arbeitnehmer sind Nokia nicht genug<\/strong><br>\nEin dreistelliger Betriebsgewinn f&uuml;r das Bochumer Handy-Werk hat dem finnischen Handyhersteller Nokia nicht ausgereicht, um den Standort zu erhalten. Einem Medienbericht zufolge hatte der Konzern f&uuml;r 2008 ganz andere Pl&auml;ne mit dem Werk.<br>\nVertrauliche Pl&auml;ne des Managements h&auml;tten vorgesehen, das Werk so rentabel wie den Standort in Ungarn zu machen, berichtete das Wirtschaftsmagazin &ldquo;Capital&rdquo; am Mittwoch vorab. 14 Mio. Euro sollten dazu in der ersten Jahresh&auml;lfte investiert werden.<br>\nDer finnische Handyhersteller begr&uuml;ndet die geplante Aufgabe seines Bochumer Werkes mit mangelnder Rentabilit&auml;t. 2007 erzielte das Unternehmen dem Bericht zufolge in Bochum einen Betriebsgewinn vor Zinsen von 134 Mio. Euro. Damit habe jeder der 1500 Produktions-Mitarbeiter ein Ergebnis von rund 90.000 Euro erwirtschaftet. Nokia Deutschland war zun&auml;chst nicht f&uuml;r eine Stellungnahme zu erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/technik\/it_telekommunikation\/:Millionen%20Euro%20Nokia\/310470.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>ver.di zu denTarifverhandlungen im &Ouml;ffentlichen Dienst: Bund und Kommunen versuchen ein T&auml;uschungsman&ouml;ver<\/strong><br>\nEinen &ldquo;Ackergaul als Rennpferd&rdquo; verkaufen zu wollen &ndash; &ldquo;auf Pferdem&auml;rkten hat man das noch Rosst&auml;uscherei genannt&rdquo;. So reagierte ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske auf das Angebot der Arbeitgeber. Die vorgeschlagenen 2,5 Prozent zum 1. Februar 2008, 1,0 Prozent zum 1. Oktober 2008 und 0,5 Prozent zum 1. M&auml;rz 2009 summieren sich bei der von den Arbeitgebern angestrebten Laufzeit von 24 Monaten auf gerade mal 2,5 Prozent mehr im Jahre 2008 und 0,4 Prozent mehr im Jahre 2009. Diesen minimalen Anstieg sollen die Besch&auml;ftigten bei Bund und Kommunen nicht nur selbst finanzieren, sondern dabei sogar noch draufzahlen. Denn die Arbeitgeber wollen die Wochenarbeitszeit ab 1. Juli 2008 auf 39,5 Stunden und ab 1. Januar 2009 auf 40 Stunden erh&ouml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi-news.de\/abonnenten.html\">ver.di News<\/a>\n<p><em>Sehen Sie dort auch die &uuml;brigen Themen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nachhut des langen Marschs und Vorhut von Attac<\/strong><br>\nWer sind diese Leute, die f&uuml;r die Linke in den hessischen Landtag einziehen? Woher kommen sie, was wollen sie, wie kommunistisch sind sie?<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2008%2F01%2F30%2Fa0114&amp;src=GI&amp;cHash=ca154cfd28&amp;type=98\">taz<\/a>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>BILD &bdquo;analysiert&ldquo; warum die Linke &bdquo;so gef&auml;hrlich&ldquo; ist<\/strong><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bild.t-online.de\/BILD\/news\/politik\/2008\/01\/30\/linke\/gefahr,geo=3627946.html\">BILD.DE<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/2770\/bild-macht-sich-die-linkspartei-gefaehrlich\">BILDblog<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> BILD schreibt: &bdquo;Bei der Linken sind zahllose Ex-SED-Mitglieder&ldquo;. Hat das Boulevardblatt &uuml;bersehen, dass auch unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel &uuml;ber Jahre hinweg aktives Mitglied der SED-Jugendorganisation FDJ war?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mogelpackung Branchen-Mindestlohn<\/strong><br>\nDie Branchen-Mindestl&ouml;hne, mit denen die Union den allgemeinen Mindestlohn abwehren will, haben viel mehr Nachteile als eine fl&auml;chendeckende L&ouml;sung &ndash; aber keinen der Vorteile, schreibt Handelsblatt-Korrespondent Norbert H&auml;ring in einem provokanten Essay.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/Konjunktur-%d6konomie\/%d6konomische-Nachrichten\/_pv\/_p\/302030\/_t\/ft\/_b\/1383191\/default.aspx\/mogelpackung-branchen-mindestlohn.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der Beitrag ist insofern interessant, als er die Widerspr&uuml;chlichkeit der Argumente der wirtschaftliberalen Gegner eines gesetzlichen Mindestlohns aufzeigt. Den Autor treibt allerdings vor allem die Sorge um, dass von den Tarifvertragsparteien ausgehandelte Mindestl&ouml;hne, die f&uuml;r allgemeinverbindlich erkl&auml;rt werden, zu hoch liegen k&ouml;nnten. Er baut wohl darauf, dass ein politisch festgesetzter gesetzlicher Mindestlohn niedrig genug liegen w&uuml;rde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Grundsicherung im Alter und die &raquo;Riester&laquo;-Rente<\/strong><br>\nSelten wurden in den j&uuml;ngeren gesellschaftspolitischen Debatten derart viele Nebelkerzen geworfen, Krokodilstr&auml;nen vergossen und falsche F&auml;hrten gelegt wie in der Diskussion um die &raquo;Anrechnung&laquo; der &raquo;Riester&laquo;-Rente auf die Grundsicherung im Alter. Mit der jetzt von vielen Seiten geforderten &raquo;Belohnung&laquo; privater Vorsorge auch noch in der Leistungsphase w&uuml;rde nicht nur die solidarische Rentenversicherung weiter geschw&auml;cht &ndash; auch das Ziel einer das sozio-kulturelle Existenzminimum garantierenden F&uuml;rsorge w&uuml;rde auf dem Privatisierungsaltar geopfert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arbeitnehmerkammer.de\/sozialpolitik\/\">Arbeitnehmerkammer<\/a><\/li>\n<li><strong>Streit um Riester-Geb&uuml;hren<\/strong><br>\nDer Streit zwischen Verbrauchersch&uuml;tzern und dem Fondsbranchenverband BVI um die Geb&uuml;hren bei Riester-Produkten droht zu eskalieren. Es gilt, die Frage zu kl&auml;ren, ob Anbieter von Riester-Fondssparpl&auml;nen die Vertriebsgeb&uuml;hren komplett in den ersten Jahren kassieren d&uuml;rfen.<br>\nDas Kassieren der Geb&uuml;hr zu Vertragsbeginn erbost die Verbrauchersch&uuml;tzer, weil damit f&uuml;r Kunden Nachteile verbunden sein k&ouml;nnen. Bekommt der Sparer zun&auml;chst einen hohen Anteil seiner Monatsrate als Vertriebsprovision abgezogen, profitiert er weniger stark vom Zinseszinseffekt und steigenden Kursen in den Anfangsjahren. Und: K&uuml;ndigt er den Riester-Vertrag vorzeitig, hat er h&auml;ufig bereits die gesamte Provision gezahlt. &ldquo;Viele Kunden durchschauen diese Nachteile gar nicht&rdquo;, kritisiert VZBV-Finanzexperte Manfred Westphal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/geldanlage\/310315.html?nv=cd-topnews\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Heuschreck, lass nach<\/strong><br>\nVernichten Private-Equity-Firmen Arbeitspl&auml;tze? Der Forscher Christian Andres hat das Treiben der Heuschrecken in Deutschland erstmals untersucht. Ein Interview.<br>\nAndres: In unserer Untersuchung haben wir alle Einstiege von Private-Equity-Fonds im Zeitraum zwischen 1998 und 2007 betrachtet &ndash; insgesamt 52 Unternehmen, darunter kleine, aber auch gro&szlig;e wie die Deutsche Telekom. Weder konnten wir feststellen, dass im Durchschnitt Arbeitspl&auml;tze bei den &uuml;bernommenen Firmen verschwanden, noch fielen die L&ouml;hne. Das allgemeine Vorurteil, dass diese Firmen in Deutschland Arbeitspl&auml;tze vernichten, ist also falsch. Stattdessen werden enorme Werte am Markt geschaffen. Allein am Tag der &Uuml;bernahme stieg der Kurs der Firmen im Durchschnitt um 5,6 Prozent. Langfristig waren die Unternehmen sp&auml;ter mehr wert als vorher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2008\/05\/interview-andres\">Die Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ein typisches Beispiel f&uuml;r die &ouml;konomische Logik im Casino-Kapitalismus. Welche &bdquo;Werte&ldquo; wurden denn real&ouml;konomisch geschaffen, dass durch den Einstieg eines Private-Equity-Fonds der B&ouml;rsenkurs steigt und dass die Kurse eine zeitlang h&ouml;her gehandelt werden? Das hei&szlig;t doch nicht mehr und nicht weniger, als dass solche Firmen, bei denen ein solcher Investor einsteigt, h&ouml;her gewettet werden. Wie sagte doch der Deutsche Bank-Chef Ackermann: Hier werden Leute vor Gericht gezogen, die &bdquo;Werte&ldquo; geschaffen haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Miese Wachstumsdaten: US-Wirtschaft schmiert ab<\/strong><br>\nDas Wirtschaftswachstum in den USA hat sich dramatisch verlangsamt. Die gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der Welt legte in den letzten drei Monaten 2007 nur noch um 0,6 Prozent zu. Nach Immobilienkrise und B&ouml;rsencrash grassiert jetzt die Angst vor einer Rezession.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,532092,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><strong>Rezepte gegen globale Rezession gesucht<\/strong><br>\nAm Wochenende sprach sich der IWF in Davos erstmals seit einem Vierteljahrhundert wieder f&uuml;r Konjunkturprogramme zur Stimulierung der Wirtschaft aus. Auch machten &Uuml;berlegungen die Runde, ob L&auml;nder, die noch stabil wachsen, den anderen mittels expansiver Fiskalpolitik zur Hilfe eilen sollten. Dabei zeigten die Finger auch auf Deutschland, das nicht nur einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen kann, sondern auch einen sehr hohen Export&uuml;berschuss. Der &Uuml;berschuss ist nichts anderes als vom Ausland &ldquo;geklautes Wachstum&rdquo;. Wenn Deutschland seine Binnennachfrage st&auml;rken w&uuml;rde, sei es durch Abgabensenkungen oder h&ouml;here Staatsausgaben, dann w&uuml;rde der extreme Export&uuml;berschuss abgebaut und so dem Rest der Welt geholfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1279847&amp;em_ref=\/top_news\/\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Brown, Merkel, Sarko, Prodi und vor allem Baroso haben sich jedoch bei ihrem Treffen in London einer solchen Wende entschieden in den Weg gestellt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Lebensl&uuml;ge b&uuml;rgerliche Mehrheit<\/strong><br>\nEs gibt grandiose Wahlsiege, die im Nichts enden. So k&ouml;nnte es der FDP nach der Bundestagswahl 2009 gehen, wenn sie sich so verh&auml;lt wie jetzt in Hessen und wieder sagt, dass ohne CDU\/CSU gar nichts geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/:Kolumne%20Lebensl%FCge%20Mehrheit\/310628.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der Liberale Chefkorrespondent der FTD, Peter Ehrlich, sorgt sich aus Angst vor der linken Mehrheit um die Liberalen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Auswertung der Landtagswahlen durch das Berliner IG Metall Vorstandsb&uuml;ro<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/080131_hdt.pdf\">PDF-Datei [PDF &ndash; 140 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Bemerkenswert ist folgende Aussage: &bdquo;Die hessische Landtagswahl war eine &bdquo;Richtungswahl&ldquo;. CDU und FDP sowie SPD und Gr&uuml;ne traten als konkurrierende Bl&ouml;cke auf. Die Wahl zwischen diesen Lagern hat das sich selbst so beschreibende &bdquo;b&uuml;rgerliche Lager&ldquo; mit 55.000 Stimmen Vorsprung gewonnen.&ldquo;<br>\nDie Linke wird also mit ihren Stimmen nicht zum Linken Lager gerechnet. W&uuml;rde man sie einrechnen, h&auml;tten Rot-Rot-Gr&uuml;n 1.353.000 Stimmen gegen&uuml;ber 1.269.000 des &bdquo;b&uuml;rgerlichen Lagers&ldquo;. Sieht so ein Vorsprung des b&uuml;rgerlichen Lagers aus?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Florian Gerster: Das Cham&auml;leon und die Berater<\/strong><br>\nIm Kampf gegen Mindestl&ouml;hne haben die privaten Konkurrenten der Deutschen Post AG eine gemeinsame Speerspitze: Ihren eigenen Arbeitgeberverband, angef&uuml;hrt von Florian Gerster, dem geschassten Chef der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Der ambivalente Lobbyist fiel bisher vor allem durch schlechte Berater auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:Florian-Gerster-Portr%E4t-Das-Cham%E4leon-Berater\/609312.html?pr=1\">Stern<\/a><\/li>\n<li><strong>Uni-Reform als Zwangsneurose<\/strong><br>\nDie Universit&auml;t versucht auch heute wieder Unm&ouml;gliches: Studierende millimetergenau in vielfach gestufte Arbeitswelten hinein zu qualifizieren. Arbeitsm&auml;rkte, Arbeitswelten und Stellenprofile ver&auml;ndern sich alle so rasch, dass jeder Versuch, dazu unmittelbar passende Ausbildungswege kreieren zu wollen, nur noch wie eine bildungspolitische Zwangsneurose erscheint &ndash; mit ebenso handfesten wie katastrophalen Folgen allerdings. Das Erziehungssystem hat einen kaum zu &uuml;bersch&auml;tzenden Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft gewonnen. Gerade weil seine F&auml;higkeit schwindet, unmittelbar in bestimmte Berufe und Karrieren hin&uuml;berzugeleiten, nimmt seine Bedeutung auf allen anderen gesellschaftlichen Gebieten zu: im Hinblick auf Konfliktf&auml;higkeit im Alltag, auf Demokratief&auml;higkeit, auf die F&auml;higkeit, sich unter best&auml;ndig sich wandelnden Lebensumst&auml;nden zurechtzufinden. F&uuml;r die Universit&auml;t aber hei&szlig;t dies: Sie h&auml;tte heute diejenige Bildungsinstitution sein, die so viele Absolventen wie m&ouml;glich in die Lage versetzt, in jedem gesellschaftlichen Bereich, in jeder Lebenslage, in allen noch unabsehbaren Arbeitsfeldern der Zukunft umsichtiger, reflektierter, kl&uuml;ger, sensibler und kreativer zu agieren als jeder andere dies k&ouml;nnte. Und f&uuml;r die Hochschulpolitik, dass sie dringend zu begreifen h&auml;tte, welches Gewicht ihre Entscheidungen f&uuml;r die Zukunft dieser Gesellschaft haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=bi&amp;dig=2008%2F01%2F30%2Fa0156&amp;src=GI&amp;cHash=afcf260472&amp;type=98\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Man k&ouml;nnte es viel einfacher sagen: Ein Studium m&uuml;sste dazu bef&auml;higen, mit einer soliden wissenschaftlichen Basis neue Probleme l&ouml;sen zu k&ouml;nnen. Das eingef&uuml;hrte Paukstudium namens Bachelor vermittelt passives Wissen ohne Tiefgang, aber nicht die F&auml;higkeit zur wissenschaftlichen Probleml&ouml;sung. Die Modularisierung zerhackt zielf&uuml;hrendes Studieren in Fast-Food-Happen, so als m&uuml;sse man zur L&ouml;sung eines realen Problems in der Berufswelt nur ein Wissensmodul einsetzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die V&auml;ter der 68er<\/strong><br>\nAm heutigen Tag kreuzen sich die Erinnerungen an die 75. Wiederkehr der Machtergreifung Hitlers und die ausgedehnten Feierlichkeiten f&uuml;r die deutschen 68er. Zwischen beiden Daten liegt der Abstand einer Generation. Das hei&szlig;t grosso modo: Die jungen und besonders tatendurstigen Gefolgsleute der NSDAP, die 33er, wurden &ndash; oft infolge von Krieg und Gefangenschaft etwas verz&ouml;gert &ndash; die Eltern der sp&auml;teren 68er. Deshalb liegt es nahe, an diesem 30. Januar die Parallelen in den Blick zu nehmen, die zwischen den politischen Sturm- und Drangjahren der unmittelbar aufeinander folgenden Generationskohorten bestehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1279789&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/reportage\/\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> G&ouml;tz Aly tut das, was die meisten tun, die heute &uuml;ber die 68er schreiben: Sie differenzieren nicht. Eine realistische Betrachtung k&ouml;nnte ja nur ihre vorgefasste Meinung st&ouml;ren, hier z.B. Alys absurden Vergleich der NS-(Jugend-) Bewegung mit der 68er-Studentenbewegung. Ein Historiker, der die Vergangenheit nicht mehr differenziert betrachtet, macht einen der schlimmsten handwerklichen Fehler. Zur Vielfalt der theoretischen und weltanschaulichen Str&ouml;mungen der 68er vgl. NachDenkSeiten: <a href=\"?p=2873\">2008 &ndash; 40 Jahre 68er<\/a>.<\/em> <\/p>\n<p><em>Aly bemerkt als Holocaust-Forscher nicht einmal mehr (oder er tut das ganz bewusst), dass er mit seiner Gleichsetzung der 68er mit der NS-V&auml;tergeneration auf die Linie der Totalitarismus-Ideologen einschwenkt, die schon immer versucht haben, Nazis und Kommunisten gleichzusetzen, um die Singularit&auml;t des NS-Terrors und NS-V&ouml;lkermords als normale Ausw&uuml;chse unterschiedlicher Ideologien, wie etwa des Stalinismus, herunterzuspielen und damit den Faschismus zu verharmlosen. Daraus versuchen sie, sowohl eine Waffe gegen die NS-Kritiker als auch gegen die Linke insgesamt zu schmieden. Rot gleich Braun, das ist die simple Methode der konservativen Denunziation.<br>\nWie hat G&ouml;tz Aly doch einstmals so richtig geschrieben: &bdquo;Geschichte erfordert Demut und h&auml;lt nur die eine Lehre bereit: Niemand steht auf der sicheren Seite.&ldquo; Von Demut ist bei diesem Beitrag in der FR nichts mehr zu sp&uuml;ren. In &bdquo;Unser Kampf&ldquo; geht es um den Kampf gegen alles, was Aly f&uuml;r links h&auml;lt, und um einen weiteren Versuch, den Nationalsozialismus zu verharmlosen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ulrich Tilgner im Konflikt mit dem ZDF: Wundgerieben <\/strong><br>\nZDF-Nahost-Korrespondent Ulrich Tilgner zweifelt an den journalistischen Methoden des Mainzer Senders. Mit Schr&ouml;der habe der eingebettete Journalismus in Deutschland begonnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,tt5m1\/kultur\/artikel\/605\/155201\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Kritik an dem Aufsatz von Beitrag von Fr&eacute;d&eacute;ric Lordon <a href=\"?p=2929\">&bdquo;Mechanik der Finanzkrise&ldquo;<\/a><\/strong>\n<p>Der Autor des Buches &bdquo;Geld arbeitet nicht&ldquo; Hauke F&uuml;rstenwerth kritisiert unseren gestern eingestellten Beitrag: <\/p>\n<blockquote><p>Gerade habe ich den Artikel zur Mechanik der Finanzkrise gelesen. Ihrer Einsch&auml;tzung, es handele sich um &ldquo;eine gute Analyse, wie es zur derzeitigen Finanzkrise gekommen ist&rdquo;, kann ich nicht folgen. Der Artikel enth&auml;lt eine Reihe von sachlichen Fehlern (u.a. CDOs sind keine Derivate) und blendet entscheidende Sachverhalte aus. Im Gegensatz zu den Preisen der vertrauten Produkte der Realwirtschaft werden die Preise f&uuml;r viele Finanzprodukte nicht nach dem marktwirtschaftlichen Prinzip von Angebot und Nachfrage festgesetzt, sondern zentral von den Ratingagenturen bestimmt. &Uuml;ber diesen Mechanismus sind Akteure in das Kreditgesch&auml;ft eingestiegen, die aus eigener Kenntnis nicht in der Lage waren, zu beurteilen, womit sie handeln.<br>\nGetrieben wurde das Gesch&auml;ft von Handelsgewinnen, nicht von den Zinsertr&auml;gen der Kredite. Will man also Ans&auml;tze zur Eind&auml;mmung derartiger Exzesse finden, so muss auf diese Sachverhalte eingegangen werden. Leider ist das in dem Le Monde-Artikel nicht der Fall, dieser verliert sich in einer unsachlichen Aufbereitung der Zusammenh&auml;nge, die dann doch nur wieder zur pauschalen Verdammung von &ldquo;Hedgefonds, &ldquo;Kapitalmarkt&rdquo; und &ldquo;Globalisierung&rdquo; f&uuml;hrt. Mit Ideologie und Polemik lassen sich keine L&ouml;sungsans&auml;tze realer Probleme finden.<br>\nIn meinem Buch &ldquo;Geld arbeitet nicht&rdquo; habe ich u.a. versucht, die Zusammenh&auml;nge der subprime crisis im Kontext des Verh&auml;ltnisses von Realwirtschaft zu Finanzwirtschaft ausf&uuml;hrlich zu beschreiben.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Zu guter letzt:<\/strong><br>\n<em>&hellip; et is ald widder su wigg !!! Mr fiere Fasteleer!!!<\/em><br>\nDazu die passende Studie des Unternehmensberaters McWinsey &amp; Company zur Verbesserung der internationalen Wettbewerbsf&auml;higkeit des K&ouml;lner Karnevals mit einem Karnevalsindex (KIX) f&uuml;r Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/ppt\/080131_hdt.ppt\">McWinsey &amp; Company [PPT &ndash; 164 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2935","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2935","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2935"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2935\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2935"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2935"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2935"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}