{"id":29351,"date":"2015-12-04T09:05:01","date_gmt":"2015-12-04T08:05:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29351"},"modified":"2015-12-04T09:05:01","modified_gmt":"2015-12-04T08:05:01","slug":"hinweise-des-tages-2517","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29351","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/AM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29351#h01\">Bundeswehreinsatz in Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29351#h02\">Videos zur Friedensdemo in Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29351#h03\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29351#h04\">L&ouml;hne erh&ouml;hen statt Steuern senken &ndash; nachhaltige Handlungsoptionen im Aufschwung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29351#h05\">Mindestlohn: Doch kein Jobkiller<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29351#h06\">Ulrich Schneider: Armut bek&auml;mpfen: Wider das neoliberale Neusprech<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29351#h07\">Keine Menschenw&uuml;rde f&uuml;r alle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29351#h08\">Die SPD schimpft mit der Deutschen Bahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29351#h09\">Europa zerf&auml;llt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29351#h10\">Gigantischer Betrug am griechischen Volk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29351#h11\">Wikileaks ver&ouml;ffenlicht Tisa-Dokumente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29351#h12\">Endstation Costa Rica<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29351#h13\">Weltklimagipfel: F&uuml;r gerechte und verbindliche Klimaziele<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29351#h14\">Umweltpolitik im Kleinstaat Bhutan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29351#h15\">Unw&ouml;rter des Jahres: NGO und Zivilgesellschaft<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29351&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bundeswehreinsatz in Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Uneingeschr&auml;nkte Solidarit&auml;t: Kriegseinsatz in Syrien v&ouml;lkerrechtswidrig?<\/strong><br>\nUneingeschr&auml;nkte Solidarit&auml;t im Krieg gegen den Terrorismus: Die deutsche Bundesregierung hat sich quasi &uuml;ber Nacht entschlossen, gemeinsam mit Frankreich in den Krieg nach Syrien zu ziehen &ndash; ohne UN-Mandat und ohne einen genauen Plan, wessen Krieg die Bundesregierung in Syrien eigentlich unterst&uuml;tzen will. Wiederholen sich jetzt die Fehler des Afghanistan-Einsatzes in Syrien? Und verst&ouml;&szlig;t der Bundeswehreinsatz gegen das V&ouml;lkerrecht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/kriegseinsatz-in-syrien-100.html\">Monitor<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht h&auml;tte gute Chancen&rdquo;<\/strong><br>\nIst der deutsche Anti-IS-Einsatz juristisch in Ordnung? Der V&ouml;lkerrechtler Daniel-Erasmus Khan hegt gro&szlig;e Zweifel. Der Professor der M&uuml;nchner Bundeswehr-Uni wirft der Politik mangelnde Sorgfalt und Verantwortung vor. [&hellip;]<br>\nNach der Charta der Vereinten Nationen ist milit&auml;rische Gewalt in den internationalen Beziehungen grunds&auml;tzlich verboten; das ist gewisserma&szlig;en der Kern der V&ouml;lkerrechtsordnung, die ja auf den Tr&uuml;mmern des Zweiten Weltkrieges neu errichtet wurde. Von diesem fundamentalen Grundsatz, zu dem sich auch das Grundgesetz bekennt, gibt es nur ganz wenige Ausnahmen. Es darf jedenfalls nicht dazu kommen, dass die Ausnahme irgendwann zur Regel wird. [&hellip;]<br>\nStreng genommen wurde Frankreich ganz &uuml;berwiegend von Franzosen angegriffen &ndash; also gerade aus dem Inneren heraus, nicht vom Ausland. Wenn man es sehr &uuml;berspitzt formulieren w&uuml;rde, m&uuml;sste man sich fragen, warum die Franzosen nicht mit milit&auml;rischen Mitteln in manchen der Pariser Banlieues intervenieren. Wir haben hier eben keine eindeutige, einem milit&auml;rischen Angriff gleichzusetzende Aktion vom Gebiet des Staates Syrien gegen Frankreich. Das ist ein Fall f&uuml;r die Polizei und internationale Rechtshilfe, m&ouml;glicherweise auch internationale Strafgerichte &ndash; und aber nicht f&uuml;r einen Milit&auml;rschlag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundeswehr-einsatz-in-syrien-klage-vor-dem-bvg-haette-gute-chancen-a-1065895.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Einsatz in &ldquo;rechtlicher Grauzone&rdquo;<\/strong><br>\nDas Bundeskabinett will heute den Einsatz der Bundeswehr in Syrien beschlie&szlig;en. Ein heikler Einsatz, meint der V&ouml;lkerrechtler Hans-Joachim Heintze von der Ruhr-Universit&auml;t Bochum &ndash; denn es gebe keine eindeutige Rechtsgrundlage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/bundeswehr-in-syrien-einsatz-in-rechtlicher-grauzone.1008.de.html?dram:article_id=338445\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Au&szlig;enminister Steinmeier sagte am Mittwoch im Bundestag, dass der Einsatz v&ouml;lkerrechtlich legitimiert sei, weil das auch der wissenschaftliche Dienst des Bundestages so festgestellt habe. Bislang ist das aber nur eine Behauptung des Ministers. Die Expertise des Dienstes bleibt er und die Vorlage der Regierung schuldig. Au&szlig;erdem hat der wissenschaftliche Dienst im Januar noch Bedenken gegen die &bdquo;Ausbildungsmission&ldquo; der Bundeswehr im Nord-Irak <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2015-01\/bundeswehr-einsatz-irak-verfassungsrecht\">angemeldet<\/a>. Da w&uuml;rde man schon ganz gern wissen, was sich nun an der Einsch&auml;tzung ge&auml;ndert hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nein zur deutschen Kriegsbeteiligung in Syrien und dem Irak<\/strong><br>\nAm kommenden Freitag soll der Bundestag &uuml;ber die Entsendung der Bundeswehr nach Syrien abstimmen, es wird mit einer deutlichen Mehrheit f&uuml;r die Entsendung gerechnet. Dabei sprechen alle Argumente gegen einen Kriegseinsatz im Nahen Osten, der mit 1200 der gr&ouml;&szlig;te in der Geschichte der Bundesrepublik w&auml;re.<br>\nDer Krieg im Nahen Osten wird bef&uuml;rwortet mit dem bekannten Argument, dass der Terror so bek&auml;mpft und den Menschen geholfen werden soll. Mit der Realitit&auml;t hat diese Behauptung wenig zu tun, denn die Luftschl&auml;ge, an denen sich nun auch Deutschland beteiligen will, bringen nur noch mehr Tote. So sind durch US-Luftangriffe auf das syrische Dorf Bir Mahli am 30. April diesen Jahres haben laut der in London angesiedelten Syrischen Beobachtungstelle f&uuml;r Menschenrechte allein 64 Zivilisten get&ouml;tet, darunter 31 Kinder unter 16 Jahren, auch in anderen D&ouml;rfern kam es zu dutzenden Toten und Verletzten. Die Folge war eine verst&auml;rkte Massenflucht von Menschen aus ihrer Heimat, &auml;hnliche Folgen hatten die russischen Bombardierungen. Laut UN-Hilfsorganisation OCHA haben allein die russischen Luftangriffe auf die von der bewaffneten syrischen Opposition gehaltenen Gebiete im Monat Oktober 100.000 Menschen vertrieben, Krankenh&auml;user und Arztpraxen zerst&ouml;rt, sowie Zivilisten get&ouml;tet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/nein-zur-deutschen-kriegsbeteiligung-in-syrien-und-dem-irak\/\">Die Freiheitsliebe<\/a><\/li>\n<li><strong>(K)ein Problem mit der Staatsr&auml;son<\/strong><br>\nEs geh&ouml;rt heutzutage zur politischen Normalit&auml;t, eben mal andere L&auml;nder zu bombardieren, Kommandoaktionen durchzuf&uuml;hren oder Drohnen zum Mord an politischen Gegnern einzusetzen. Die staatliche Souver&auml;nit&auml;t gilt nur noch f&uuml;r die Staaten, deren milit&auml;rische St&auml;rke zur Abschreckung ausreicht. Ist das nicht der Fall, bombt nach Herzenslust, wem immer danach ist. Denken wir nur an das Morden der Saudis im bitterarmen Jemen. Mehr als 5.000 Menschen mussten dort bisher daran glauben. Es interessiert kaum jemanden.<br>\nDeutschland spielt in dieser Situation eine zwiesp&auml;ltige Rolle. Einerseits setzt es seine Position als st&auml;rkste Macht in der EU ziemlich r&uuml;cksichtslos durch; denken wir nur an Griechenland. Und seit mehr als eineinhalb Jahrzehnten ist die Maxime obsolet: Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen. Andererseits ist die deutsche Au&szlig;enpolitik vernunftorientierter als die manch anderer europ&auml;ischer NATO-Staaten, von den USA ganz zu schweigen. So beteiligte sich die BRD, sieht man von indirekten Faktoren ab, nicht am Irak-Krieg. Gemeinsam mit Russland und China enthielt sich die BRD im UN-Sicherheitsrat der Stimme, als es um die Einrichtung einer sogenannten Flugverbotszone &uuml;ber Libyen ging, die den Ausgangspunkt daf&uuml;r bildete, die Ghaddafi-Regierung durch die totale Anarchie zu ersetzen. Und auch hinsichtlich des Ukraine-Konfliktes setzte die BRD &ndash; nachdem sie freilich ihren Anteil an der Destabilisierung des Landes geleistet hatte &ndash; prim&auml;r auf Verhandlungen. Das passt den Falken in den USA und der NATO nicht und den ihnen h&ouml;rigen Medienvertretern deutscher Zunge ebenso wenig. Erinnert sei nur an das mediale Hetzfeuerwerk nach der Stimmenthaltung in der Libyen-Frage.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/12-04\/051.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Milit&auml;risch sinnlos &ndash; ein sicherheitspolitischer Irrweg!<\/strong><br>\nDie kritischen Soldaten fordern die Regierungskoalition auf, die bekannten Fehler vergangener Milit&auml;rinterventionen nicht zu wiederholen. Der Arbeitskreis Darmst&auml;dter Signal fordert, dass die Mitglieder des Bundestages gegen das geplante Mandat zum Bundeswehreinsatz in Syrien stimmen.<br>\nDer geplante Bundeswehrbeitrag zum Kampf gegen den islamistischen Terror in Syrien hat keinen milit&auml;rischen Nutzen. Um einen asymmetrischen Feind in einem B&uuml;rgerkrieg zu besiegen sind Luftangriffe ohne Kr&auml;fte am Boden milit&auml;risch nicht zweckm&auml;&szlig;ig. Eine unkoordinierte internationale Koalition, die sich lediglich auf regionale Kombattanten mit divergierenden Interessen verl&auml;sst, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Waffenlieferungen an B&uuml;rgerkriegsparteien bringen nicht den erw&uuml;nschten milit&auml;rischen Erfolg.<br>\nDeutschland beteiligt sich damit erneut an einem milit&auml;rischen Abenteuer ohne strategisches Konzept mit taktischer Fragw&uuml;rdigkeit. Wieder folgen die Streitkr&auml;fte, ohne aus fachlicher Sicht ihre politischen Auftraggeber zu warnen, einem politischen Aktionismus, der weder Ziel und beabsichtigtes Endszenario definiert noch die politischen Rahmenbedingungen klar regelt. Die Terrorgruppen werden so nicht zu besiegen sein, und Deutschland wird dabei lediglich au&szlig;enpolitische Glaubw&uuml;rdigkeit verlieren.<br>\nDas, aus v&ouml;lkerrechtlicher Sicht zwingend notwendige, UN-Mandat des Sicherheitsrates nach Kapitel VII, um sich milit&auml;risch in einem nicht-internationalen bewaffneten Konflikt (umgangssprachlich B&uuml;rgerkrieg) zu engagieren, ist nicht vorhanden. Die schrecklichen Anschl&auml;ge in Paris sind keinem Staat zuzurechnen, w&uuml;rden den IS als solchen aufwerten, und liefern daher keinen Kriegsgrund, bei dem die UNO umgangen werden darf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.darmstaedter-signal.de\/positionen\/pressemitteilung-gegen-das-syrien-mandat\/\">Darmst&auml;dter Signal<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Videos zur Friedensdemo in Berlin<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=pGFHI3nL-Uw&amp;feature=youtu.be\">Sahra Wagenknecht (MdB, Die Linke)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=C1yJerAZFHY&amp;feature=youtu.be\">Erdogan Kaya &ndash; (DIDF, F&ouml;deration Demokratischer Arbeitervereine)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hsgrDOFsW24&amp;feature=youtu.be\">Dietmar Bartsch (MdB, Die Linke)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=u752wFMS6I4&amp;feature=youtu.be\">Reiner Braun (IALANA, International Association of Lawyers against Nuclear Arms)<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Eingest&auml;ndnis des Scheiterns<\/strong><br>\nNach zwei Sondergipfeln zum Thema Fl&uuml;chtlinge &ndash; erst mit den Balkanl&auml;ndern, dann mit der T&uuml;rkei &ndash; bereitet die EU nun drastische Schritte vor. Beim n&auml;chsten Gipfel der Regierungschefs in zwei Wochen k&ouml;nnte es zum Schwur kommen &ndash; und zur Niederlage von Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Denn ihr Vorschlag, die Krise durch EU-Kontingente zu entsch&auml;rfen, st&ouml;&szlig;t auf wachsenden Widerstand, auch in Europas Chefetagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/!5253163\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>Druckmittel gegen Griechenland: EU-Minister pr&uuml;fen Aussetzen von Schengen<\/strong><br>\nDie EU-Innenminister werden bei ihrem Treffen am Freitag einem Medienbericht zufolge auf Initiative Luxemburgs dar&uuml;ber diskutieren, Teile des Schengen-Abkommens f&uuml;r zwei Jahre auszusetzen. Ein Beschluss k&ouml;nnte beim EU-Gipfel Mitte Dezember fallen. Die &ldquo;Financial Times&rdquo; berichtet unter Berufung auf ein ihr vorliegendes Diskussionspapier, dass eine solche Ma&szlig;nahme als Reaktion auf &ldquo;erhebliche M&auml;ngel&rdquo; an den griechischen Grenzen zu verstehen sein w&uuml;rde. Die Situation dort w&uuml;rde eine Gefahr f&uuml;r den gesamten Schengen-Raum bedeuten.<br>\nKonkret k&ouml;nne das bedeuten, dass die EU-Kommission die Schlie&szlig;ung von einer oder mehreren Grenzen innerhalb des Schengen-Raums erlauben k&ouml;nnte. Im Zuge der Fl&uuml;chtlingskrise haben bereits mehrere Staaten vor&uuml;bergehende Grenzkontrollen wieder eingef&uuml;hrt &ndash; darunter Deutschland an der Grenze zu &Ouml;sterreich. Durch einen Beschluss der Innenminister k&ouml;nnten aus den vor&uuml;bergehenden Ma&szlig;nahmen bis zu zweij&auml;hrige Dauerzust&auml;nde werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/EU-Minister-pruefen-Aussetzen-von-Schengen-article16491756.html\">n-tv<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Nie seit 1945 gab es mehr Fl&uuml;chtlinge<\/strong><br>\nMit fast 60 Millionen Menschen gibt es derzeit weltweit so viele Fl&uuml;chtlinge wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Dies geht aus dem UNFPA-Weltbev&ouml;lkerungsbericht vor, dessen deutsche Fassung die Stiftung Weltbev&ouml;lkerung gemeinsam mit dem UN-Bev&ouml;lkerungsfonds (UNFPA) in Berlin vorstellte. Dem Bericht zufolge erreichte au&szlig;erdem die Zahl der Menschen, die 2014 auf humanit&auml;re Hilfe angewiesen waren, mit mehr als hundert Millionen einen neuen H&ouml;chststand. Die Zahl der Binnenvertriebenen habe sich au&szlig;erdem seit 2010 verdoppelt.<br>\nVon den 59,5 Millionen Fl&uuml;chtlingen weltweit waren dem Bericht zufolge etwa ein Viertel Frauen zwischen 15 und 49 Jahren. Diese seien besonders oft Gefahren wie sexueller Gewalt, ungewollter Schwangerschaft und Menschenhandel ausgesetzt, hie&szlig; es in dem Bericht. Die Autoren forderten daher einen leichteren Zugang zu Verh&uuml;tungsmitteln und Aids-Medikamenten sowie eine bessere Betreuung von Schwangeren. Mehr als die H&auml;lfte der neuen Fl&uuml;chtlinge stammte laut dem Bericht aus Syrien, Afghanistan, Sudan und Somalia. Durchschnittlich w&uuml;rden Geflohene ihre Heimat f&uuml;r 20 Jahre verlassen.<br>\nDer Rekord-Fl&uuml;chtlingszahl stand vergangenes Jahr eine Rekord-Finanzierungsl&uuml;cke von 7,5 Milliarden Dollar (rund sieben Milliarden Euro) gegen&uuml;ber. Eigentlich wurden 19,5 Milliarden Dollar ben&ouml;tigt. &ldquo;Millionen Menschen in Not erhalten somit keine oder nur unzureichende Hilfe&rdquo;, erkl&auml;rte die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der Stiftung Weltbev&ouml;lkerung, Renate B&auml;hr. Sie appellierte an die Bundesregierung, die Mittel f&uuml;r humanit&auml;re Hilfe zu erh&ouml;hen und sich international f&uuml;r eine bessere Finanzierung zu engagieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Nie-seit-1945-gab-es-mehr-Fluechtlinge-article16490396.html\">n-tv<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Bildung f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge kann nicht warten!&ldquo;<\/strong><br>\nDie Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mahnt, dringend einen verl&auml;sslichen Rahmen f&uuml;r Bildung f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge zu schaffen und konkrete Sofortma&szlig;nahmen zu ergreifen. Sie erneuerte damit ihren Vorsto&szlig; von Anfang Oktober und verwies mit Blick auf die heutige Ministerpr&auml;sidentenkonferenz (MPK) und das Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) noch einmal auf die seinerzeit vorgelegten Handlungsempfehlungen der Bildungsgewerkschaft. &bdquo;Es besteht Einigkeit, dass Bildung f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge nicht warten kann. Vers&auml;umnisse, die durch Warten in Erstaufnahmeeinrichtungen oder verz&ouml;gerten Zugang zu Kitas, Schulen, Hochschulen und beruflicher Bildung entstehen, k&ouml;nnen sp&auml;ter kaum noch aufgeholt werden. So wird Ausgrenzung statt Integration gef&ouml;rdert&ldquo;, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Donnerstag in Frankfurt a.M. Bund und L&auml;nder tr&uuml;gen gemeinsam Verantwortung f&uuml;r ein &bdquo;bildungspolitisches Konzept aus einem Guss&ldquo;. &bdquo;Bundeskanzlerin und Ministerpr&auml;sidenten m&uuml;ssen jetzt den bildungspolitischen Knoten durchschlagen und ein F&ouml;rderprogramm zur Sprachbildung von Fl&uuml;chtlingen auflegen. Zudem m&uuml;ssen sie kl&auml;ren, wie Fl&uuml;chtlingen und Asylsuchenden so schnell wie m&ouml;glich der Weg in die &ouml;ffentlichen Bildungseinrichtungen er&ouml;ffnet wird.&ldquo; [&hellip;]<br>\nSchon lange sei das Bildungssystem unterfinanziert und in dieser au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Situation trete dies einmal mehr und deutlich zu Tage. In Dresden hatten Kanzlerin und Ministerpr&auml;sidenten vereinbart, bis 2015 sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) f&uuml;r Bildung und drei Prozent f&uuml;r Forschung auszugeben. &bdquo;Von diesem Ziel ist Deutschland noch meilenweit entfernt. Die Bundesrepublik liegt mit ihren Bildungsausgaben von 4,4 Prozent des BIP um 0,9 Prozent unter dem Schnitt aller OECD-Staaten. Das ist f&uuml;r ein hochentwickeltes Industrieland ein Armutszeugnis&ldquo;, sagte Tepe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/presse\/pressemitteilungen\/detailseite\/neuigkeiten\/gew-bildung-fuer-fluechtlinge-kann-nicht-warten\/\">Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>L&ouml;hne erh&ouml;hen statt Steuern senken &ndash; nachhaltige Handlungsoptionen im Aufschwung<\/strong><br>\nSteuersenkungen sind popul&auml;r. Gerade erst hat der Bundestag beschlossen, Steuersenkungen vorzunehmen. Angesichts von Wirtschaftsaufschwung, &bdquo;Rekordsteuereinnahmen&ldquo; und einem ausgeglichen Bundeshaushalt scheint dies ein geradezu logischer Schritt zu sein. Doch bei n&auml;herer Betrachtung ist die Analyse nicht ganz so eindeutig &ndash; es spricht sogar nur wenig daf&uuml;r, Steuern gro&szlig;fl&auml;chig und insbesondere zu Gunsten der h&ouml;chsten Einkommen zu senken. Angebrachter w&auml;re es, den Steuertarif so zu &auml;ndern, dass untere und mittlere Einkommen entlastet w&uuml;rden, jedoch ohne dass es zu Steuerausf&auml;llen k&auml;me. Vor allem aber sollten die Besch&auml;ftigten durch merkliche Lohnerh&ouml;hungen am Aufschwung beteiligt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1754?cm=ZV81H2647\">annotazioni.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mindestlohn: Doch kein Jobkiller<\/strong><br>\nIm vergangenen Jahr warnte das ifo-Institut, der Mindestlohn bedrohe bis zu 900.000 Stellen, das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) sprach von 600.000 Jobs, der Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung immerhin von 140.000. Selbst ausgewiesene Bef&uuml;rworter der Lohnuntergrenze wie Joachim M&ouml;ller, Direktor des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, waren vorsichtig. Eine Prognose sei schwierig, erkl&auml;rte er, f&uuml;r Westdeutschland &ldquo;erscheine&rdquo; die H&ouml;he des Mindestlohns &ldquo;angemessen&rdquo;, aber im Osten sei das &ldquo;Arbeitsmarktrisiko deutlich h&ouml;her&rdquo;. Falls sich &ldquo;ung&uuml;nstige Besch&auml;ftigungseffekte&rdquo; abzeichneten, m&uuml;sse &ldquo;schnell gegengesteuert werden&rdquo;.<br>\nNun haben nicht weniger, sondern weit mehr Menschen eine Arbeit als vor einem Jahr &ndash; rund 400.000 waren es im Oktober. Und schaut man nur auf diejenigen, die einen regul&auml;ren, voll sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz gefunden haben, betr&auml;gt das Plus sogar 700.000. Zugleich suchen Unternehmen und &ouml;ffentliche Arbeitgeber schon weitere Verk&auml;ufer, Lkw-Fahrer, Wachleute, Mechatroniker und Sozialarbeiter. Ein Index der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, der die Nachfrage nach Arbeitskr&auml;ften misst, erreichte im November den h&ouml;chsten Wert seit seiner Einf&uuml;hrung im Jahr 2008. Das hei&szlig;t: Wenn die Arbeitgeber k&ouml;nnten, w&uuml;rden sie sogar noch mehr Leute einstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2015\/49\/mindestlohn-jobs-arbeitsmarkt-arbeitsplaetze\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> An diesem Beitrag ist nur die zitierte Stelle interessant, da der Autor erkennt, dass die Bef&uuml;rchtungen der &bdquo;Experten&ldquo;, wonach der Mindestlohn Jobs kosten w&uuml;rde, nicht eingetreten sind. Der Rest des Artikels ist weitestgehend K&auml;se, weil sich der Autor dann wieder an jenen &bdquo;Experten&ldquo; (Mehrheit Sachverst&auml;ndigenrat) orientiert, dessen Aussagen er gerade widerlegt hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ulrich Schneider: Armut bek&auml;mpfen: Wider das neoliberale Neusprech<\/strong><br>\nDie Arbeitslosigkeit ist im Dezember 2015 auf dem niedrigsten Stand seit 1991, aber die Armut hat einen Rekord erreicht und umfasst 12,5 Mio. Menschen. Mit dieser Nachricht schreckte der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband in diesem Jahr auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/neugiergenuegt\/redezeit\/ulrich-schneider-102.html\">WDR 5<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Keine Menschenw&uuml;rde f&uuml;r alle<\/strong><br>\nDas Grundrecht auf Existenzsicherung gilt in Deutschland nicht f&uuml;r alle. Nicht nur vom Wohlverhalten von Armut Betroffener h&auml;ngt die Gew&auml;hrung ab, sondern auch vom Zufall des Geburtsortes. So sind B&uuml;rger aus Staaten der Europ&auml;ischen Union (EU) und ihre Familien von der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitssuchende (Hartz IV) oder bei Erwerbsunf&auml;higkeit (Sozialhilfe) ausgeschlossen, wenn ihnen ein Aufenthaltsrecht &raquo;alleine zum Zweck der Arbeitssuche&laquo; gew&auml;hrt wurde. [&hellip;]<br>\nDas Aussortieren einzelner Gruppen von Bed&uuml;rftigen begann bereits kurz nach dem Anschluss der DDR. 1993 wurde per Grundgesetz&auml;nderung und mit der Einf&uuml;hrung des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG) ein Sonderrecht f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge in Not geschaffen. Bis dahin hatten sie Anspruch auf Sozialhilfe. 18 Jahre sp&auml;ter, im Dezember 2011, verwehrte die damalige Bundesregierung auch arbeitssuchenden EU-B&uuml;rgern den Zugang zum Sozialsystem. Sie erkl&auml;rte einen entsprechenden &raquo;Vorbehalt&laquo; gegen das Europ&auml;ische F&uuml;rsorgeabkommen (EFA). Damit hatte sich eine Reihe europ&auml;ischer L&auml;nder 1953 dazu verpflichtet, allen Menschen, die sich rechtm&auml;&szlig;ig im Staatsgebiet aufhalten, Grundleistungen zu gew&auml;hren. Erkl&auml;rtes Ziel des Vorbehalts war, die Zuwanderung aus s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;ndern, wo Armut und Erwerbslosigkeit seit 2007 drastisch angestiegen sind, zu stoppen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/12-03\/017.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die SPD schimpft mit der Deutschen Bahn<\/strong><br>\nNachdem der Milliardenverlust der Deutschen Bahn in diesem Jahr bekannt geworden ist, kommt aus der Regierungs-Koalition in Berlin scharfe Kritik an der Konzernf&uuml;hrung. &bdquo;Der Bahnvorstand hat schwere Managementfehler zu verantworten&ldquo;, sagte der Vorsitzende des Bundestags-Verkehrsausschusses, Martin Burkert (SPD), der &bdquo;Passauer Neuen Presse&ldquo;: &bdquo;Diese Bilanz kann nicht zufriedenstellen.&ldquo; Mehrere Reformvorhaben seien nie vollendet worden. Zudem habe die F&uuml;hrung die Konkurrenz durch die Fernbusse massiv untersch&auml;tzt. &bdquo;Das Ergebnis sehen wir jetzt: Auf ihren Hauptstrecken verliert die Bahn massiv Kunden&ldquo;, sagte Burkert. Bahnchef R&uuml;diger Grube werde sich daran messen lassen m&uuml;ssen, ob er den aktuellen Konzernumbau zum Erfolg bringe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/spd-kritisiert-milliardenverlust-der-deutschen-bahn-13945718.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Die SPD hat den Unterschied zwischen einer funktionsf&auml;higen Infrastruktur im allgemeinen Interesse und einem profitablen Privatunternehmen vor langer Zeit einfach vergessen. Wie konnte es nur dazu kommen? Schauen wir doch einmal in die Schweiz. Die Bev&ouml;lkerung will, da&szlig; die Bahn funktioniert und erwartet nicht, dass sie Rendite abwirft. Dass beides gleichzeitig nicht geht, hat dort jeder begriffen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Europa zerf&auml;llt<\/strong><br>\nNoch ist Europa nicht verloren. Der Zustand der Europ&auml;ischen Union aber gibt Anlass zu tiefer Sorge. Das Gebilde der EU ist aus den Ruinen des Zweiten Weltkriegs erwachsen. Aus k&uuml;hnen Visionen wurde in jahrzehntelangem Ringen politische Realit&auml;t, aus Erzfeinden engste Verb&uuml;ndete. Die Spaltung des Kontinents in Ost und West, 60 Jahre eine offene Wunde, wurde &uuml;berwunden. Nun droht dieses gro&szlig;artige europ&auml;ische Projekt im Zeitraffertempo zu zerfallen. Und viele B&uuml;rger in Europa nehmen das mit einem Schulterzucken hin, als ginge es sie kaum etwas an. Sie t&auml;uschen sich.<br>\nEs ist erst ein Jahrzehnt her, als mit Jeremy Rifkin ausgerechnet ein Amerikaner mit seinem Buch &bdquo;Der Europ&auml;ische Traum: Die Vision einer leisen Supermacht&ldquo; f&uuml;r Aufsehen sorgte. P&uuml;nktlich zur EU-Osterweiterung befand er, dass das europ&auml;ische, nicht das amerikanische Modell geeignet sei, die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu meistern. Nicht mehr milit&auml;rische Macht sollte die Welt ver&auml;ndern, sondern das Angebot der Kooperation. Wer sich heute ansieht, wie auf den Brandherden in Syrien und im Irak wieder nur das Milit&auml;r agiert und die Diplomatie versagt, dem m&uuml;ssen da die Tr&auml;nen kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/leitartikel-europa-zerfallt-1.4829987\">nordbayern.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.G.:<\/strong> Es gibt tats&auml;chlich noch wunderbare Lichtblicke in der Medienlandschaft, wenn auch nicht unbedingt in den sog. &ldquo;Leitmedien&rdquo;. Dieser Artikel sollte zur Pflichtlekt&uuml;re f&uuml;r alle Regierungsmitglieder und die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gigantischer Betrug am griechischen Volk<\/strong><br>\nFast unbemerkt von der internationalen &Ouml;ffentlichkeit ist es in den vergangenen Wochen in Griechenland zu einem der gr&ouml;&szlig;ten Verm&ouml;genstransfers in der j&uuml;ngeren Geschichte des Landes gekommen. Gegenstand der Aktion waren die vier griechischen Gro&szlig;banken. Einvernehmlich handelnde Akteure waren die Syriza-Regierung und die Quadriga aus IWF, EZB, EU-Kommission und Europ&auml;ischem Stabilisierungsmechanismus (ESM). Verlierer war einmal mehr die arbeitende Bev&ouml;lkerung Griechenlands, die um &uuml;ber 40 Milliarden Euro erleichtert wurde.<br>\nErste Meldungen im Oktober 2015 lie&szlig;en bereits aufhorchen. Die europ&auml;ischen Partnerl&auml;nder, so hie&szlig; es, m&uuml;ssten weit weniger Geld f&uuml;r die Rettung der vier griechischen Gro&szlig;banken aufwenden als bis dahin angenommen. War im sogenannten &ldquo;Hilfspaket&rdquo; f&uuml;r Griechenland vom Juli 2015 noch eine Summe von bis zu 25 Milliarden Euro f&uuml;r die Bankenrettung vorgesehen, so gab die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) den Kapitalbedarf der vier Institute nach einem Stresstest Ende Oktober pl&ouml;tzlich nur noch mit 14,4 Mrd. Euro an. Mitte November hie&szlig; es dann, ganze 5,7 Mrd. Euro w&uuml;rden f&uuml;r die Bankenrettung ausreichen. Angesichts der sich kontinuierlich verschlechternden Situation der griechischen Wirtschaft musste man sich fragen: Was geht hier vor?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46749\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Parlamentsrechte\/Grexit-Vorschlag: Klage beim Bundesverfassungsgericht eingereicht<\/strong><br>\nIm Juli hat die Bundesregierung in Person von Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble ohne Beteiligung des&nbsp;Deutschen Bundestags den Vorschlag eines &bdquo;Grexit&ldquo; in die Verhandlungen auf europ&auml;ischer Ebene eingebracht. Anfang dieser Woche haben nun meine Bundestagskollegen&nbsp;Manuel Sarrazin und Sven-Christian Kindler vor dem Bundesverfassungsgericht Klage eingereicht. Denn die Bundesregierung&nbsp;hat die Rechte des&nbsp;Parlament w&auml;hrend der Griechenland-Verhandlungen (&bdquo;Grexit-Vorschlag&ldquo;) verletzt. Deshalb ist diese Klage richtig und ein wichtiges Signal an unsere europ&auml;ischen Partner: Die Gr&uuml;nen in Deutschland lassen das nicht auf sich beruhen, sondern nutzen alle politischen und rechtlichen Mittel, um Deutschland auf tats&auml;chlich europ&auml;ischem Kurs zu halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2015\/parlamentsrechtegrexit-vorschlag-klage-beim-bundesverfassungsgericht-eingereicht\/\">Sven Giegold<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wikileaks ver&ouml;ffentlicht Tisa-Dokumente<\/strong><br>\nIn Paris sieht es derzeit nicht gut aus f&uuml;r die Kohle-, &Ouml;l- und Gaskonzerne: Immer mehr Investoren ziehen sich zur&uuml;ck, und ein neues Klimaabkommen k&ouml;nnte die Aussichten der Branche weiter verschlechtern. Doch w&auml;hrend 193 Staaten bei der Pariser Weltklimakonferenz versuchen, einen geringeren CO2-Aussto&szlig; zu erreichen, verhandeln 50 dieser L&auml;nder gleichzeitig hinter verschlossenen T&uuml;ren in Genf &uuml;ber die vollst&auml;ndige Liberalisierung der globalen Energiem&auml;rkte im Rahmen eines neues Abkommens &uuml;ber den Handel mit Dienstleistungen (Trade in Services Agreement, Tisa).<br>\nUnd genau das d&uuml;rfte den fossilen Energieunternehmen deutlich besser gefallen. Das legt zumindest der vertrauliche, auf den 14. November datierte Entwurf von Norwegen und Island f&uuml;r das Tisa-Energiekapitel nahe, der von Wikileaks ver&ouml;ffentlicht wurde und der taz vorliegt. Norwegen, gr&ouml;&szlig;tes &Ouml;lf&ouml;rderland in Europa, und Island, das bei der Nutzung von Erdw&auml;rme an der Weltspitze liegt, spielen beim Energiekapitel eine wichtige Rolle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Wikileaks-veroeffenlicht-Tisa-Dokumente\/!5256160\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Endstation Costa Rica<\/strong><br>\nIhr Ziel sind die USA: Tausende Fl&uuml;chtlinge brechen von Kuba auf. Doch f&uuml;r viele endet die Reise bereits an der Grenze zu Nicaragua. Denn die Regierung verweigert die Durchreise. In Notunterk&uuml;nften harren die Menschen aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/kuba-nicaragua-fluechtlinge-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Es ist typisch f&uuml;r die Tagesschau Redaktion, dass sie ein solches Propagandast&uuml;ck ohne jegliche Differenzierung bringt. Wer Kuba auch nur ein bisschen kennt, wei&szlig;, wie verlogen dieses St&uuml;ck ist, und wirr sowieso.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Weltklimagipfel: F&uuml;r gerechte und verbindliche Klimaziele<\/strong><br>\nIn dieser Woche hat die Klimakonferenz in Paris mit einem Schaulaufen der Staats- und Regierungschefs begonnen. Tolle Bilder, sch&ouml;ne Grundsatzreden gingen um die Welt. Doch folgen auch verbindliche Klimaziele? Zwei Wochen beraten die Delegierten &uuml;ber ein neues Klimaabkommen, das die Erderw&auml;rmung auf 2 Grad Celsius begrenzen soll. Im Vorfeld der Konferenz waren die Vertragsstaaten aufgerufen, ihre nationalen Reduktionsziele einzureichen. Doch diese reichen bei Weitem nicht aus. W&uuml;rden diese umgesetzt, w&auml;re eine Erw&auml;rmung von 2,7 Grad Celsius die Folge. Das w&uuml;rde das sichere Ende zahlreicher Inselstaaten und K&uuml;stengebiete bedeuten und die umweltbedingten Fluchtbewegungen verst&auml;rken.<br>\nF&uuml;r den DGB ist klar: Das 2-Grad-Ziel muss unbedingt eingehalten werden, um einen unkontrollierbaren Klimawandel zu verhindern. Es ist deshalb notwendig, dass in dem Abkommen ein Ambitionsmechanismus festgeschrieben wird, damit die Reduktionsverpflichtungen nachgesteuert werden k&ouml;nnen und das 2-Grad-Ziel erreichbar bleibt. Deutschland hat sich mit der Energiewende schon weitreichende Ziele gesetzt. So soll der Aussto&szlig; von Treibhausgasen bis 2050 um 80 bis 95 Prozent reduziert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++f46dfd6c-99d5-11e5-aab8-52540023ef1a\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Umweltpolitik im Kleinstaat Bhutan<\/strong><br>\nDas klimafreundlichste Land der Welt Eisige Bergk&auml;mme und tiefe Schluchten durchziehen das kleine K&ouml;nigreich Bhutan im Himalaya. An den H&auml;ngen liegen stufenf&ouml;rmige Terrassen, auf denen ein Gro&szlig;teil der Menschen mit blo&szlig;en H&auml;nden Reis anbaut, dazu Senf, Bohnen, Kartoffeln, Kohl, Tomaten &ndash; &uuml;berwiegend in &ouml;kologischer Landwirtschaft. Mehr als 70 Prozent des Landes sind von Wald bedeckt; Industrie gibt es kaum. Fast der gesamte Strom kommt aus Wasserkraft. Bhutan ist das einzige klimaneutrale Land der Welt.[&hellip;] Die rund 745 000 Bewohner des Zwergstaates gelten als eines der gl&uuml;cklichsten V&ouml;lker der Welt. [&hellip;] Damit der Klimagasaussto&szlig; in Zukunft nicht so stark ansteige, wolle das Land in Zukunft komplett auf Elektroautos umsteigen.<br>\nDer Strom wird fast ausschlie&szlig;lich aus Laufwasserkraft gewonnen, also Kraftwerken ohne gewaltige Staud&auml;mme [&hellip;] Der gro&szlig;e Nachbar Indien &ndash; der mittlerweile drittgr&ouml;&szlig;te Emittent von Klimagasen weltweit &ndash; k&ouml;nne nur bedingt von Bhutan lernen, meint Garud. Bhutan sei d&uuml;nn besiedelt und eines der am wenigsten entwickelten L&auml;nder der Welt, wohingegen das Milliardenland Indien zu den aufstrebenden Schwellenl&auml;ndern geh&ouml;re. Aber Indien nutzt das kleine K&ouml;nigreich in seinem Sinne: Neu Delhi bezahlt zahlreiche Hydro-Projekte und bekommt daf&uuml;r einen Gro&szlig;teil des sauberen Stroms.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Umweltpolitik-im-Kleinstaat-Bhutan\/!5257888\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.B.:<\/strong> So stellt sich die taz also ein klimapolitisches Vorbild vor. Sch&ouml;n. Bhutan halt also keine Industrie? Das stimmt. Und wo bekommen die Bhutaner ihre Produkte her? Sie importieren sie &ndash; zum gr&ouml;&szlig;ten Teil &uuml;brigens vom &bdquo;gro&szlig;en Nachbarn Indien&ldquo;, dem drittgr&ouml;&szlig;ten Emittent von Klimagasen. Ein gro&szlig;er Teil der Emissionen, die durch die B&uuml;rger Bhutans verursacht werden, entsteht also au&szlig;erhalb der Landesgrenzen. Es macht einfach keinen Sinn Importe und Exporte nicht in die Klimabilanz mit einzuberechnen. Auch Deutschland steht ja bekanntlich relativ gut da. Kein Wunder, kommen doch immer Produkte und Vorprodukte, die mit Emissionen hergestellt wurden, aus Schwellenl&auml;ndern wie beispielsweise China, das uns heute als &bdquo;Oberb&ouml;sewicht&ldquo; in Sachen Klimabilanz dargestellt wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Unw&ouml;rter des Jahres: NGO und Zivilgesellschaft<\/strong><br>\nIn den letzten Jahren und insbesondere den letzten Monaten wurde das&nbsp;Orwellsche&nbsp;Neusprech-Wort &ldquo;Zivilgesellschaft&rdquo;&nbsp;im deutschen Sprachgebrauch so allgegenw&auml;rtig, dass es die meisten besseren Begriffe verdr&auml;ngt hat. Mit dem schon l&auml;nger heimischen Unwort &ldquo;Nichtregierungsorganisation&rdquo;&nbsp;gelingt es den beiden Begriffen, immer mehr Leuten den Geist zu verwirren.<br>\nNichtregierungsorganisationen ist ein Term, der&nbsp;traditionell f&uuml;r&nbsp;organisierte Gruppen&nbsp;hellh&auml;utiger Menschen verwendet wird, die in meist von dunkelh&auml;utigeren Menschen bewohnte L&auml;nder gehen, und dort mit dem Geld der Regierungen ihrer Heimatl&auml;nder oder mit dem Geld von regierungsnahen oder geheimdienstnahen Stiftungen ihrer Heimatl&auml;nder sogenannte Entwicklungsarbeit im weitesten Sinne betreiben. Weil das Beobachter zu der &Uuml;berlegung verf&uuml;hren k&ouml;nnte, dass bei&nbsp;der Arbeit mancher dieser Organisationen vielleicht wirtschaftliche oder politische Interessen der Regierungen der Absenderl&auml;nder mit im Spiel sein k&ouml;nnten, verfiel man darauf,&nbsp;das propagandistische Problem direkt bei den H&ouml;rnern zu packen und&nbsp;nannte sie einfach&nbsp;NICHT-Regierungsorganisationen. George Orwell w&auml;re stolz auf den Einfall, insbesondere weil hier so geschickt Hilfsorganisationen aller Schattierungen in einen sprachlichen Topf geworfen und verr&uuml;hrt werden. In dieser Suppe kann man alles M&ouml;gliche verstecken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/502-unwort#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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