{"id":29355,"date":"2015-12-04T10:21:24","date_gmt":"2015-12-04T09:21:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29355"},"modified":"2024-08-22T16:26:02","modified_gmt":"2024-08-22T14:26:02","slug":"die-nato-ist-ein-angriffspakt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29355","title":{"rendered":"\u201eDie NATO ist ein Angriffspakt\u201c"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/151204_ruf.jpg\" alt=\"Werner Ruf\" title=\"Werner Ruf\"><\/div><p>Der Westen sichert mittels &bdquo;humanit&auml;rer Interventionen&ldquo; Freiheit, Demokratie und Menschenrechte &uuml;berall auf der Welt? Ganz sicher nicht, meint der Friedensforscher <strong>Werner Ruf<\/strong> anl&auml;sslich des am Wochenende in Kassel stattfindenden <a href=\"http:\/\/www.friedensratschlag.de\/?Startseite:22._Friedenspolitischer_Ratschlag\">&bdquo;22. Friedenspolitischen Ratschlages&ldquo;<\/a> und warnt im Gespr&auml;ch mit <strong>Jens Wernicke<\/strong> insbesondere vor den Entwicklungen der NATO, die er als <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/976259.verteidigungsbuendnis.html\">undemokratisches<\/a> und V&ouml;lkerrecht verletzendes Kriegsb&uuml;ndnis skizziert.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Herr Ruf, Sie kritisieren seit Langem die NATO und ihre Politik, haben dieselbe im Neuen Deutschland einmal als <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/976259.verteidigungsbuendnis.html\">&bdquo;Angriffsb&uuml;ndnis&ldquo;<\/a> kritisiert und Ihre Analyse nun im Rahmen eines <a href=\"http:\/\/www.werner-ruf.net\/pdf\/NATO-RLS_Bonn.pdf\">Vortrages [PDF]<\/a> auf der Tagung <a href=\"http:\/\/www.no-to-nato.org\/2015\/04\/programm-1955-2015\/\">&bdquo;60 Jahre BRD in der NATO &ndash; 60 Jahre Herausforderung f&uuml;r Friedenspolitik und Friedensbewegung&ldquo;<\/a> weiter vertieft. Was ist die NATO f&uuml;r Sie &ndash; und warum ist das ein Problem?<\/strong><\/p><p>Die Gr&uuml;ndung der NATO muss im Kontext der Entwicklungen nach dem 2. Weltkrieg gesehen werden. Da war zun&auml;chst der Wechsel von Roosevelt zu Truman, der eine schnelle Entfremdung zwischen den beiden wichtigsten Alliierten gegen den deutschen Faschismus mit sich brachte. Dann waren da der Bruch des Potsdamer Abkommens durch die Bi-Zone 1947 und die Einf&uuml;hrung der D-Mark in den West-Zonen, beantwortet von der Sowjetunion durch die Berlin-Blockade. Diese einseitige Entscheidung der Westm&auml;chte verstie&szlig; gegen den in Potsdam vereinbarten Grundsatz, das besetzte Deutschland gemeinsam zu verwalten. <\/p><p>Und 1947 verk&uuml;ndete der US-Pr&auml;sident dann die sogenannte <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Truman-Doktrin\">Truman-Doktrin<\/a>, mit der er die Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer L&auml;nder &ndash; gemeint war damals vor allem Griechenland, wo die aus dem antifaschistischen Widerstand hervorgegangene Befreiungsbewegung vor allem unter kommunistischer F&uuml;hrung weiter f&uuml;r die Unabh&auml;ngigkeit des Landes k&auml;mpfte &ndash; mit der Plicht der Vereinigten Staaten, &bdquo;freien L&auml;ndern&ldquo; bei der Verteidigung ihrer Freiheit gegen die kommunistische Bedrohung beizustehen, begr&uuml;ndete. 1948 schlie&szlig;lich wurde der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Marshallplan\">Marshallplan<\/a> initiiert, der den Wiederaufbau Europas unter kapitalistischen Vorzeichen und &ouml;konomischer Dominanz der USA vorsah &ndash; auch das, zumindest in Bezug auf Deutschland, eine Verletzung des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Potsdamer_Abkommen\">Potsdamer Abkommens<\/a>. <\/p><p>Angesichts der damaligen St&auml;rke der kommunistischen Parteien in Frankreich und Italien darf man mutma&szlig;en, dass dieser Wiederaufbau, der auf die Eingemeindung unter US-amerikanische Interessen hinauslief, auch nach einer milit&auml;rischen Absicherung rief. <\/p><p>Das erscheint auch insofern logisch als die Sowjetunion als Folge auf all diese Provokationen nat&uuml;rlich nicht unt&auml;tig blieb: Am 29. August 1949 z&uuml;ndete sie ihre 1. Atombombe, gewisserma&szlig;en als Akt der &bdquo;Nachr&uuml;stung&ldquo;. Am 4. April 1949, also 4 Monate zuvor, war jedoch bereits die NATO gegr&uuml;ndet worden.<\/p><p><strong>Die NATO ist Ihrer Einsch&auml;tzung nach also nie ein B&uuml;ndnis &bdquo;f&uuml;r Freiheit und Demokratie&ldquo; gewesen? Wie sind Sie zu dieser Einsch&auml;tzung gelangt?<\/strong><\/p><p>Bedenken Sie, dass das faschistische Portugal unter Salazar Gr&uuml;ndungsmitglied dieses &bdquo;B&uuml;ndnisses f&uuml;r Freiheit und Demokratie&ldquo; war, ja, dass sogar ernsthaft dar&uuml;ber verhandelt wurde, auch Franco-Spanien in dieses B&uuml;ndnis aufzunehmen; dass es die NATO nicht st&ouml;rte, als in Griechenland die Obristen putschten und ihre proto-faschistische Herrschaft einrichteten &ndash; und dass auch die T&uuml;rkei zum damaligen Zeitpunkt keine Demokratie war. Sie verdankte ihre Mitgliedschaft vor allem ihrer geo-strategischen Lage und ihrer Beteiligung am Korea-Krieg. <\/p><p>Mal ganz abgesehen davon, dass <a href=\"http:\/\/www.christoph-links-verlag.de\/index.cfm?view=3&amp;titel_nr=840\">aktuelle Recherchen<\/a> zu den vor einigen Jahren durch den Historiker <a href=\"http:\/\/www.danieleganser.ch\/\">Daniele Ganser<\/a> aufgedeckten <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=zygPxUFOjKs\">Stay-Behind-Geheimarmeen der NATO<\/a> inzwischen belegen, dass dieselbe im Kampf gegen Linke und ihre Gesinnung, ja, wom&ouml;glich gegen alles, was den freien Markt und dessen Akkumulationsprozesse zu bedrohen scheint, zumindest fr&uuml;her auch keinerlei Ber&uuml;hrungs&auml;ngste mit Terroristen und Faschisten, die <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/48\/Rechtsterrorismus\/komplettansicht\">Todeslisten<\/a> f&uuml;hren und notfalls auch gegen demokratische Regierungen zu putschen bereit sind, hatte. So viel zum Gr&uuml;ndungsmythos. <\/p><p>Und an diesem Setting hat sich dem Grunde nach bis heute auch nichts ge&auml;ndert: Noch immer sprechen sie nach au&szlig;en von &bdquo;Freiheit, <a href=\"http:\/\/www.exit-online.org\/textanz1.php?tabelle=autoren&amp;index=13&amp;posnr=120&amp;backtext1=text1.php\">Menschenrechten<\/a> und Demokratie&ldquo;, erschlie&szlig;en aber faktisch M&auml;rkte, paktieren mit <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43829\/1.html\">Faschisten<\/a>, st&uuml;rzen missliebige Regierungen, erobern <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45127\/1.html\">Ressourcen<\/a> und betreiben Geopolitik. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><blockquote style=\"text-align:center\"><p>&bdquo;&Uuml;berraschend dabei f&uuml;r den historisch durchschnittlich informierten Leser: die F&uuml;lle der US-Auslandsinterventionen bereits im 19. Jahrhundert. &Uuml;ber 150 Operationen listet das Buch allein f&uuml;r diesen Zeitraum akribisch auf. Die ersten Eintr&auml;ge betreffen noch Indianerland (&hellip;) oder spanisches Territorium auf dem Gebiet der heutigen USA (&hellip;). Doch zur gleichen Zeit erstreckt sich amerikanisches Interesse eben auch schon (&hellip;) (bis) nach &Uuml;bersee. So nahmen US-Fregatten bereits 1805 Tripolis im heutigen Libyen unter Beschuss, nachdem man sich mit dem dortigen Pascha nicht handelseinig wurde.<\/p>\n<p>&Uuml;berhaupt bekommt der Leser eine Ahnung von den tiefen historischen Wurzeln einiger der heutigen Konfliktherde. Eher kursorisch behandelt, aber doch einen wichtigen Denkansto&szlig; liefernd, verweist Wertz etwa auf den weithin vergessenen Krieg der westlichen Alliierten gegen die junge Sowjetunion von 1918 bis 1922. So hei&szlig;t es dazu:<\/p>\n<p><em>&sbquo;Pl&ouml;tzlich sahen die Alliierten die M&ouml;glichkeit, die kommunistische Herrschaft in Russland zu beseitigen, ehe sie sich festigen konnte. Im Juli 1918 landeten zwei japanische Divisionen (30.000 bis 40.000 Mann), 7.000 Amerikaner, zwei britische Bataillone, 3.000 Franzosen und Italiener in Wladiwostok (&hellip;). Zur selben Zeit bek&auml;mpften Polen, Litauen, Lettland und Estland die sowjetische Regierung an der westrussischen Front und drangen bis Kiew vor. Zugleich hatten sich in Murmansk und Archangelsk 12.000 Mann britischer, verb&uuml;ndeter und 5.000 amerikanischer Truppen verschanzt. (&hellip;)&nbsp;Als die Niederlage der Alliierten und der wei&szlig;russischen Armee gegen Ende des Jahres 1919 nicht mehr aufzuhalten war, versetzte die New York Times ihre Leser in Angst und Schrecken mit Schlagzeilen wie &lsquo;Rote wollen Krieg mit Amerika&rsquo; (&hellip;). Die USA erkannten die UdSSR erst 1933 diplomatisch an.&lsquo;<\/em>&ldquo;<\/p><\/blockquote><p style=\"text-align:center\">Paul Schreyer: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26262\">&bdquo;Zur Kontinuit&auml;t amerikanischer Interventionen&ldquo;<\/a><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Dann handelt es sich bei der aktuellen Militarisierung der NATO Ihrer Einsch&auml;tzung nach also um .. ja, einen systemimmanenten Prozess zuzeiten einer Krise des uns umgebenden Gesellschaftssystems? Rohstoffe werden knapper und m&uuml;ssen milit&auml;risch erobert respektive gesichert werden; unliebsame Regierungen in anderen Staaten stehen der bedingungslosen Freiheit des Westens, die entsprechenden L&auml;nder auszubeuten im Weg; und in Summe geht es auch, wenn nicht vor allem, darum, die <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39413\/1.html\">&bdquo;Unterdr&uuml;ckten dieser Erde&ldquo;<\/a> daran zu hindern, die Verh&auml;ltnisse, an denen sie leiden, umzuwerfen &ndash; verstehe ich recht?<\/strong> <\/p><p>Sie verstehen durchaus recht, auch wenn ich die Zuspitzungen in Ihrer Frage doch ein wenig relativieren m&ouml;chte. Unser Gesellschaftssystem befindet sich in vielerlei Hinsicht in der Krise oder auch in <em>Krisen<\/em>, die nicht alle Mitgliedstaaten der NATO in gleicher Weise betreffen. Bereits hier m&uuml;sste man also differenzieren. Richtig ist allerdings, dass es in der &bdquo;internationalen Ordnung&ldquo; eben nicht oder zumindest nicht prim&auml;r um Verteidigung oder den Export von Werten wie Demokratie, Menschenrechten, Rechtsstaatlichkeit etc. geht, sondern um die Durchsetzung von Interessen. Alle Kriege, die sp&auml;testens seit Ende der Ost-West-Bipolarit&auml;t von den USA respektive der NATO gef&uuml;hrt wurden &ndash; Jugoslawien, Afghanistan, Irak, Libyen &ndash; trugen zwar stets die Fahne der Demokratie vor sich her, tats&auml;chlich ging es jedoch um ganz etwas anderes. <\/p><p>Wichtiger erscheint mir in diesem Zusammenhang aber vor allem: Klammheimlich und von der medialen &Ouml;ffentlichkeit so gut wie nicht thematisiert hat sich die NATO inzwischen ganz offiziell vom Verteidigungsb&uuml;ndnis &ndash; so sie ein solches denn &uuml;berhaupt jemals war &ndash; zu einem Angriffsb&uuml;ndnis gewandelt: Da der Artikel 5 des NATO-Vertrages, sein eigentlicher <em>Kernpunkt<\/em>, ausschlie&szlig;lich das Verhalten der Mitgliedstaaten im Falle eines Angriffs auf einen von ihnen und die infolge dessen legitimierte Verteidigungspraxis beschreibt, taugt er n&auml;mlich nichts f&uuml;r Angriffskriege! Klammheimlich hat sich das B&uuml;ndnis daher hiervon verabschiedet. Um dennoch weiter Kriege f&uuml;hren zu k&ouml;nnen, hat es die so genannten Nicht-Artikel-5-Interventionen eingef&uuml;hrt, die erstmals im NATO-Logistik-Handbuch vom Oktober 1997 erw&auml;hnt wurden, und auf dem NATO-Gipfel 1999 in das Aufgabenspektrum des B&uuml;ndnisses aufgenommen worden sind. <\/p><p>Dieser neuen Doktrin vorausgegangen war bereits das Konzept des <a href=\"http:\/\/www.streitkraeftebasis.de\/portal\/a\/streitkraeftebasis\/!ut\/p\/c4\/04_SB8K8xLLM9MSSzPy8xBz9CP3I5EyrpHK94uyk-ILMKr3SnNTM4hK9jLxi_YJsR0UASkBs0A!!\/\">Host Nation Supports<\/a>, das noch mit Artikel 5 in Einklang zu bringen war: Es sah vor, mit Staaten Abkommen zu schlie&szlig;en, die die Stationierung und das Agieren von NATO-Truppen beziehungsweise von Truppen einzelner NATO-Staaten auf ihrem Territorium oder von ihrem Territorium aus erm&ouml;glichen. Soweit so gut. <\/p><p>Diese Praxis wurde nun aber <em>erweitert<\/em> und im Rahmen der Nicht-Artikel-5-Interventionen als <em>regul&auml;re<\/em> Praxis <a href=\"https:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=0ahUKEwiS4KPU0qjJAhVIjCwKHTdNACkQFggnMAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.kam.lt%2Fdownload%2F14142%2Fajp-3.4(a)%2520rd1.pdf&amp;usg=AFQjCNFtwvGEvzmlb1WDsdQXcBH1x4S2xw&amp;bvm=bv.108194040,d.bGg\">kodifiziert<\/a>. Und genau da offenbart sich ein massives Problem. Sind derlei Aktionen n&auml;mlich nicht praktikabel, weil ein solches Abkommen mit der Gast-Nation nicht geschlossen werden kann, so k&ouml;nnen nunmehr auch zwischen dem NATO-Kommando und zivilen Akteuren Vereinbarungen getroffen werden. Das aber &ouml;ffnet T&uuml;r und Tor f&uuml;r praktisch jede Art von Intervention &ndash; man braucht sich den entsprechend genehmen &bdquo;zivilen Akteur&ldquo; hier nur noch auszusuchen&hellip; <\/p><p><strong>Ich vermag nicht ganz zu folgen. K&ouml;nnten Sie eine solche Nicht-Artikel-5-Interventionen vielleicht einmal skizzieren? Gibt es Beispiele daf&uuml;r? Wie genau l&auml;uft so etwas ab und was ist das Problem damit?<\/strong><\/p><p>Im aktuellen NATO-Selbstverst&auml;ndnis, das <a href=\"http:\/\/seesim.mod.bg\/moduls\/mod_news\/files\/120507114606_NON-ARTICLE__5_CRISIS_RESPONSE_OPERATIONS_-_NA5CRO.pdf\">nachweislich [PDF]<\/a> auf jede irgend m&ouml;gliche Art von &bdquo;Krise&ldquo; reagieren k&ouml;nnen zu m&uuml;ssen meint, sind praktisch alle denkbaren Formen der Intervention enthalten wie etwa, ich zitiere: Bek&auml;mpfung des Terrorismus, Durchsetzung von Sanktionen, Abfangen von Schiffen, Durchsetzung von Verbotszonen, Humanit&auml;re Hilfe, Unterst&uuml;tzung bei der Aufstandsbek&auml;mpfung, Unterst&uuml;tzung von Aufst&auml;ndischen, Luftschl&auml;ge und Angriffe, Friedensoperationen, Evakuierung von Zivilisten, milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung ziviler Autorit&auml;ten. <\/p><p>Festgestellt wird lediglich, dass alle diese Operationen &bdquo;in derselben umfassenden Weise durchgef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen, weil NATO-Streitkr&auml;fte in der Lage sein m&uuml;ssen, ein breites Spektrum m&ouml;glicherweise gleichzeitiger Aktivit&auml;ten in einem Konfliktrahmen durchf&uuml;hren zu m&uuml;ssen, der von Kampfhandlungen bis zu humanit&auml;rer Hilfe reicht und innerhalb eines kurzen Zeitrahmens liegt&ldquo;.<\/p><p>Und in diesem Kontext werden die Nicht-Artikel-5-Interventionen als &bdquo;Krisen-Reaktions-Operationen&ldquo; zudem klar unterschieden und abgegrenzt von der kollektiven Verteidigung nach Artikel 5 des Nord-Atlantik-Vertrags. Sie sollen zwar &bdquo;im Allgemeinen&ldquo; auf der Grundlage eines Mandats der Vereinten Nationen unter Kapitel VI oder Kapitel VII der UN-Charta gef&uuml;hrt werden, m&uuml;ssen dies aber nicht. Konkret: Gegebenenfalls wird Krieg auch ohne Mandat des UN-Sicherheitsrats gef&uuml;hrt, wie das beispielsweise ja bereits beim <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26380\">Krieg gegen Jugoslawien<\/a> der Fall war. <\/p><p><strong>Eine vollst&auml;ndige Blaupause also &ndash; f&uuml;r alles, was dem B&uuml;ndnis gerade &hellip; passt?<\/strong><\/p><p>Sozusagen, ja.<\/p><p><strong>Und der Kosovo-Krieg ist hier ein Beispiel f&uuml;r Sie?<\/strong><\/p><p>Ja, er ist geradezu ein Parade-Beispiel: Er fand <em>au&szlig;erhalb<\/em> des B&uuml;ndnisgebiets statt. Und Jugoslawien hatte <em>keinen<\/em> Mitgliedsstaat der NATO angegriffen. Also kein B&uuml;ndnisfall. <\/p><p>Begr&uuml;ndet wurde der Angriff mit humanit&auml;ren Argumenten: Die Bewohner des Kosovo m&uuml;ssten vor Menschenrechtsverletzungen durch die serbischen respektive jugoslawischen Sicherheitskr&auml;fte gesch&uuml;tzt werden. Daf&uuml;r wurde dann ein Luftkrieg mit allen Mitteln unterhalb der Nuklearschwelle gef&uuml;hrt, dessen wahres Ziel der Sturz Milosevics und die Zerst&ouml;rung Rest-Jugoslawiens war. <\/p><p>Diese Entwicklung der NATO hat nichts, aber auch gar nichts mehr mit &bdquo;Verteidigung&ldquo; zu tun. Vielmehr wird hier unmissverst&auml;ndlich ein Welt-Ordnungsanspruch formuliert. <\/p><p>Genau dieser mag &uuml;brigens auch den Zusammenhalt des B&uuml;ndnisses sicherstellen: Denn wer beim Durchsetzen dieser weltweiten Ordnung <em>nicht<\/em> beteiligt ist, schie&szlig;t sich schlie&szlig;lich selbst ins Aus.<\/p><p>Eine andere Frage ist, ob ein solcher weltweiter, gegebenenfalls milit&auml;risch durchzusetzender Ordnungsanspruch mit dem V&ouml;lkerrecht vereinbar ist, vor allem aber: Was hat es mit Demokratie zu tun, wenn weder die Parlamente der Mitgliedsstaaten beteiligt sind noch die L&auml;nder gefragt oder respektiert werden, in denen die NATO &bdquo;ordnungsschaffend&ldquo; eingreift, Aufst&auml;ndische bek&auml;mpft oder unterst&uuml;tzt &ndash; je nachdem, wie es in die vom B&uuml;ndnis angestrebte &bdquo;Ordnung&ldquo; gerade passt.<\/p><p>Und noch etwas, ich verga&szlig;: Mit dem Anspruch, weltweit Ordnung schaffen zu wollen, hat die NATO auch insofern ihren Verteidigungscharakter aufgegeben, als sie sich nunmehr nicht mehr als Verteidigungsb&uuml;ndnis ihrer Mitgliedstaaten versteht, das ganz klar auf den Nordatlantischen Raum beschr&auml;nkt ist, der ja im NATO-Vertrag auch pr&auml;zise als das Territorium der Mitgliedsl&auml;nder benannt wird. <\/p><p><strong>Vor diesem Hintergrund fordern Vertreter der Friedensbewegung, aber auch Teile der Linkspartei ja immer wieder den Austritt aus der NATO. Ginge das denn &uuml;berhaupt &ndash; und wenn ja, wie?<\/strong><\/p><p>Das geht sogar ganz einfach, denn Artikel 13 des NATO-Vertrags lautet: &bdquo;Nach zwanzigj&auml;hriger Geltungsdauer des Vertrags kann jede Partei aus dem Vertrag ausscheiden, und zwar ein Jahr, nachdem sie der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika die K&uuml;ndigung mitgeteilt hat; diese unterrichtet die Regierungen der anderen Parteien von der Hinterlegung jeder K&uuml;ndigungsmitteilung.&ldquo;<\/p><p>Abgesehen von der Tatsache, dass ein solcher Austritt unter den herrschenden politischen Verh&auml;ltnissen zumindest mittelfristig kaum realistisch erscheint und einseitig durchgef&uuml;hrt auch wenig Ver&auml;nderung der Weltpolitik bewirken wird, steht aber die Frage im Raum, ob es nicht andere Wege gibt, die NATO und vor allem ihren von den USA bestimmten Weltherrschaftsanspruch gewisserma&szlig;en &bdquo;von innen&ldquo; zu demontieren. <\/p><p>Ja, da die NATO l&auml;ngst eine Praxis entwickelt hat, die durch den Vertragstext in keiner Weise mehr gedeckt ist, scheint es geradezu geboten, dass Deutschland sich baldigst zumindest aus den integrierten milit&auml;rischen St&auml;ben des B&uuml;ndnisses zur&uuml;ckzieht, wie Frankreich dies 1966 einmal unter <em>de Gaulle<\/em> getan hat. Mit dem damaligen R&uuml;ckzug Frankreichs aus den Milit&auml;rstrukturen der NATO war auch die Schlie&szlig;ung der ausl&auml;ndischen Einrichtungen und St&uuml;tzpunkte auf franz&ouml;sischen Territorium verbunden. Im Falle eines solchen Schrittes durch die Bundesregierung w&uuml;rde das also gleicherma&szlig;en das Ende der von Deutschland aus gesteuerten elektronischen Kriegf&uuml;hrung der USA in Afrika und im Mittleren Osten als auch dasjenige der Stationierung von US-Atomwaffen auf deutschem Territorium bedeuten.<\/p><p>Deutschland w&uuml;rde zwar im NATO-Rat, dem obersten Beschlussgremium des B&uuml;ndnisses, verbleiben, k&ouml;nnte dort aber mit anderen friedlich gesinnten Regierungen &ndash; ich denke da etwa an die Entwicklungen in Griechenland, Portugal und vielleicht auch Spanien &ndash; eine wichtige Minderheitsposition entwickeln. <\/p><p>Vielleicht w&uuml;rden sich ja dann auch die Hoffnungen realisieren, die gerade Linke mit dem Regierungsantritt des vorgeblich sozialistischen franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten <em>Hollande<\/em> verbanden, n&auml;mlich, dass er sich von der Politik seines erzkonservativen Vorg&auml;ngers <em>Sarkozy<\/em> abwenden und zur weisen Position des Generals <em>de Gaulle<\/em> zur&uuml;ckkehren wird.<\/p><p>Ein solcher Schritt k&ouml;nnte auch dazu f&uuml;hren, dass im NATO-Rat endlich abgestimmt w&uuml;rde, denn dieser trifft seine Entscheidungen bisher ausschlie&szlig;lich &bdquo;im Konsens&ldquo;. Dann w&uuml;rden auch kontr&auml;re Positionen innerhalb des B&uuml;ndnisses, wie sie beispielsweise im Falle des Krieges gegen Libyen existierten, einmal sichtbar: An diesem Krieg nahmen 14 Mitgliedstaaten, also genau die H&auml;lfte &ndash; darunter auch Deutschland &ndash; n&auml;mlich nicht teil. <\/p><p><strong>Noch ein letztes Wort?<\/strong> <\/p><p>Wer wirklich Frieden will, sollte sich des Dritten Pr&auml;liminarartikel aus Immanuel Kants Schrift <em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zum_ewigen_Frieden\">Zum Ewigen Frieden<\/a><\/em> erinnern, wo der gro&szlig;e Aufkl&auml;rer schrieb: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Stehende Heere sollten mit der Zeit ganz aufh&ouml;ren. Denn sie bedrohen andere Staaten unaufh&ouml;rlich mit Krieg durch die Bereitschaft, immer dazu ger&uuml;stet zu erscheinen; reizen diese an, sich einander in Menge der Ger&uuml;steten, die keine Grenzen kennt, zu &uuml;bertreffen, und indem durch die darauf verwandten Kosten der Friede endlich noch dr&uuml;ckender wird als ein kurzer Krieg, so sind sie selbst Ursache von Angriffskriegen&hellip;&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>So die NATO denn je ein Verteidigungsb&uuml;ndnis war: Seit Ende des Kalten Krieges, dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der Selbstaufl&ouml;sung der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Warschauer_Pakt\">Warschauer Vertragsorganisation<\/a> ist sie endg&uuml;ltig zum Angriffsb&uuml;ndnis geworden. <\/p><p>Damit verst&ouml;&szlig;t sie nicht nur gegen das V&ouml;lkerrecht, sie gef&auml;hrdet in zunehmendem Ma&szlig;e auch den Weltfrieden &ndash; und damit die Sicherheit ihrer Mitgliedstaaten.<\/p><p><strong>Ich bedanke mich f&uuml;r das Gespr&auml;ch.<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Werner Ruf<\/strong>&nbsp;ist emeritierter Professor mit den Arbeitsschwerpunkten Internationale und intergesellschaftliche Beziehungen und Au&szlig;enpolitik.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Weiterschauen:<\/strong><\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/jiXB8kJdkNo?list=PLqQ63pPMIdCjFqwG6w2u0WrKPgIUzE7RR\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p style=\"text-align:center\"><strong>60 Jahre BRD in der NATO &ndash; 60 Jahre Herausforderung f&uuml;r Friedenspolitik und Friedensbewegung<\/strong><\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"375\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/MYcRjHX50og\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p style=\"text-align:center\"><strong>ARD: Der Kosovo-Krieg: Es begann mit einer L&uuml;ge<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Weiterlesen:<\/strong><\/p><ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.werner-ruf.net\/pdf\/NATO-RLS_Bonn.pdf\">Vortrag: Werner Ruf: &bdquo;Die NATO &ndash; ein B&uuml;ndnis f&uuml;r die Ewigkeit?&ldquo; [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.die-linke.de\/fileadmin\/download\/druckvorlagen\/090106_gegen_nato_handzettel.pdf\">Brosch&uuml;re von Die Linke: &bdquo;Nein zur NATO, nein zum Krieg!&ldquo; [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/themen\/NATO\/Welcome.html\">Dossier der AG Friedensforschung: &bdquo;Die NATO &ndash; Beitr&auml;ge zu einem &uuml;berfl&uuml;ssigen Milit&auml;rb&uuml;ndnis&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.danieleganser.ch\/assets\/files\/Inhalte\/Interviews\/Zeitungsinterviews\/Zeitpunkt%20%282014%29%20-%20Es%20ist%20die%20NATO.pdf\">Jens Wernicke interviewt Daniele Ganser: &bdquo;Es ist die NATO&ldquo; [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25444\">Jens Wernicke interviewt Daniele Ganser: &bdquo;NATO-Kritik im Establishment&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44081\/1.html\">Jens Wernicke interviewt Reiner Braun: &bdquo;Kein Frieden mit der NATO!&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29105\">Jens Wernicke interviewt Ulrich Stoll: &bdquo;NATO-Terroristen im Untergrund&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59263\">Artikel: &bdquo;Die Artikel-5-Welt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2009\/april\/expansion-und-eskalation-60-jahre-nato\">Artikel: &bdquo;Expansion und Eskalation: 60 Jahre NATO&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/der-linken-fraktionschef-und-die-aussenpolitik-gregor-gysi-die-nato-muss-weg\/8435964.html\">Artikel: &bdquo;Gregor Gysi: Die Nato muss weg&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ul><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Weitere Ver&ouml;ffentlichungen von <strong>Jens Wernicke<\/strong> finden Sie auf seiner Homepage <a href=\"http:\/\/jenswernicke.de\">jenswernicke.de<\/a>. Dort k&ouml;nnen Sie auch eine <a href=\"http:\/\/feedburner.google.com\/fb\/a\/mailverify?uri=JensWernicke&amp;loc=de_DE\">automatische E-Mail-Benachrichtigung<\/a> &uuml;ber neue Texte bestellen.<br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/be8c3371ec2346af8fc9807a85c093aa\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/151204_ruf.jpg\" alt=\"Werner Ruf\" title=\"Werner Ruf\"\/><\/div>\n<p>Der Westen sichert mittels &bdquo;humanit&auml;rer Interventionen&ldquo; Freiheit, Demokratie und Menschenrechte &uuml;berall auf der Welt? Ganz sicher nicht, meint der Friedensforscher <strong>Werner Ruf<\/strong> anl&auml;sslich des am Wochenende in Kassel stattfindenden <a href=\"http:\/\/www.friedensratschlag.de\/?Startseite:22._Friedenspolitischer_Ratschlag\">&bdquo;22. Friedenspolitischen Ratschlages&ldquo;<\/a> und warnt im Gespr&auml;ch mit <strong>Jens Wernicke<\/strong> insbesondere vor<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29355\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[126,170,209,171],"tags":[1120,1426,462,466,955,1669,1703],"class_list":["post-29355","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-erosion-der-demokratie","category-friedenspolitik","category-interviews","category-militaereinsaetzekriege","tag-friedensbewegung","tag-hegemonie","tag-jugoslawien","tag-nato","tag-neonazismus","tag-stay-behind","tag-voelkerrecht"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29355","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=29355"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29355\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":120061,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29355\/revisions\/120061"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=29355"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=29355"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=29355"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}