{"id":29376,"date":"2015-12-04T16:31:41","date_gmt":"2015-12-04T15:31:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29376"},"modified":"2015-12-04T16:31:41","modified_gmt":"2015-12-04T15:31:41","slug":"hinweise-des-tages-ii-225","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29376","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Bundestagsvotum &uuml;ber Syrien-Einsatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Die Terroristen von Paris: Alles unter den Augen der Beh&ouml;rden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Putin l&uuml;gt sogar, wenn er die Wahrheit erz&auml;hlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Regierung ver&auml;rgert &uuml;ber BND-Analyse zu Saudi-Arabien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Fl&uuml;chtlinge sollen k&uuml;nftig nicht in der offiziellen Arbeitslosenstatistik erscheinen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Arme haben keine Priorit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Kein Gro&szlig;angriff: Kritik an Gesetzentwurf zu Werkvertr&auml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Die europ&auml;ische Kommission mahnt Deutschland, aber nur wenig &ndash; und die deutsche Presse verteidigt weiter das Vaterland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Fluten gegen den Kollaps<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Euro-Inflation: Die Schummel-Argumente deutscher &Ouml;konomen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Referendum zu Sicherheitszusammenarbeit: D&auml;nen sagen Nein zu mehr Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Land Grabbing in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Die Milit&auml;rdiktatur nicht vergessen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Zu guter Letzt: Gro&szlig;e Koalition ver&ouml;ffentlicht Regierungs-Nacktkalender 2016 [mit 12-teiliger Bildergalerie]<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Das Letzte: US-Verkaufssender f&uuml;r Waffen startet<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bundestagsvotum &uuml;ber Syrien-Einsatz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>145 Abgeordnete stimmen gegen Kriegseinsatz<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/151204_Abstimmung_Syrieneinsatz.jpg\" alt=\"145 Abgeordnete stimmen gegen Kriegseinsatz\" title=\"145 Abgeordnete stimmen gegen Kriegseinsatz\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/bundestag\/plenum\/abstimmung\/grafik\">Bundestag<\/a><\/p>\n<p>dazu: <strong>Pers&ouml;nliche Erkl&auml;rung von Thomas Jurk zur heutigen Abstimmung zum Bundeswehreinsatz in Syrien<\/strong><br>\nIch bezweifle jedoch, dass der Einsatz bewaffneter deutscher Streitkr&auml;fte in Syrien ein Beitrag zur Verh&uuml;tung und Unterbindung terroristischer Handlungen durch den IS ist. Denn bereits seit September 2014 wird der IS von den USA, Australien, Gro&szlig;britannien, Frankreich und mit ihnen verb&uuml;ndeter arabischer Staaten milit&auml;risch bek&auml;mpft, ohne dass dies die F&auml;higkeit des IS zur Ver&uuml;bung von Terrorakten beeintr&auml;chtigt h&auml;tte. Nicht zuletzt zeigen auch die Erfahrungen der Milit&auml;reins&auml;tze in Afghanistan und Irak, dass Terrororganisationen mit milit&auml;rischen Mitteln dauerhaft nicht wirksam bek&auml;mpft werden k&ouml;nnen. Ich bef&uuml;rchte vielmehr, dass Milit&auml;raktionen auch in diesem Fall eher zur Konfliktversch&auml;rfung und dem Entstehen weiterer Terrorgruppen beitragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.thomas-jurk.de\/persoenliche-erklaerung-zur-heutigen-abstimmung-zum-bundeswehreinsatz-in-syrien\/\">Thomas Jurk (MdB, SPD)<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die Erkl&auml;rung, die Terroristen w&uuml;rden uns wegen unserer Freiheit und unserer Werte hassen, finde ich sehr seltsam. K&ouml;nnte es nicht sein, dass sie uns wegen unserer Bomben und Drohnen hassen, die so manche ihrer Freunde und Verwandten umgebracht haben? K&ouml;nnte es nicht sein, dass Sie uns deshalb hassen, weil wir andauernd irgendwelche Kreuzz&uuml;ge gegen ihre Religion ausrufen? Und k&ouml;nnte es nicht sein, dass sie uns hassen, weil ihre Unterdr&uuml;cker unserer besten Freunde sind? Offensichtlich nicht.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>&ldquo;Solidarit&auml;t reicht nicht als Argument&rdquo;<\/strong><br>\nDie SPD-Abgeordnete Petra Hinz will nicht f&uuml;r den Syrien-Einsatz der Bundeswehr stimmen. Bevor milit&auml;rische Mittel beschlossen werden, h&auml;tte man daf&uuml;r sorgen m&uuml;ssen, dass der IS seine Geldquellen verliert. &ldquo;Warum ist das nicht l&auml;ngst passiert?&rdquo; [&hellip;]<br>\nWir bek&auml;mpfen den Terrorismus seit fast f&uuml;nfzehn Jahren und waren dabei, vorsichtig gesagt, nur bedingt erfolgreich. Auf europ&auml;ischer Ebene gibt es kein gemeinsames Konzept zur Bek&auml;mpfung des Terrorismus. Die UN verabschieden nach jedem Terroranschlag neue Resolutionen, haben aber ebenfalls kein Konzept, wie der Terrorismus bek&auml;mpft werden kann.<br>\nBesonders ver&auml;rgert bin ich dar&uuml;ber, dass die CDU\/CSU sich geweigert hat, im Bundestag einen Entschlie&szlig;ungsantrag einzubringen, der genau diese Punkte enth&auml;lt: nicht nur ein milit&auml;risches Vorgehen, sondern eine politische und gesellschaftliche Perspektive f&uuml;r eine europ&auml;ische Strategie und Ma&szlig;nahmen zur finanziellen Austrocknung des IS. Einen aus der Luft gef&uuml;hrter Krieg halte ich f&uuml;r wenig erfolgversprechend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Solidaritaet-reicht-nicht-als-Argument-article16495031.html\">n-tv<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Sahra Wagenknecht, DIE LINKE: &raquo;Es ist eine L&uuml;ge, dass dieser Kriegseinsatz den IS schw&auml;chen wird&laquo;<\/strong><br>\nWer heute zustimmt, der f&uuml;hrt Deutschland in einen Krieg mit v&ouml;llig unkalkulierbaren Eskalationsgefahren, sagte Sahra Wagenknecht in der Debatte zum Bundeswehreinsatz in Syrien. Scharf kritisierte sie eine falsch verstandene Solidaritit&auml;t mit Frankreich. Der sogenannte Krieg gegen den Terror treibe dem IS nur neue K&auml;mpfer zu. Wer den IS wirklich schw&auml;chen will, der muss ihn von Waffen, Finanzen und Nachschub an neuen K&auml;mpfern abschneiden, so Sahra Wagenknecht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SqQGJWByj4M&amp;feature=youtu.be\">YouTube<\/a><\/li>\n<li><strong>Ein parlamentarischer Offenbarungseid<\/strong><br>\nJa, die Abgeordneten hatten wenig Zeit, &uuml;ber den Syrien-Einsatz zu diskutieren &ndash; doch der Bundestag habe sich auch selbst zur Abstimmungsmaschine degradiert, meint Arnd Henze. Das sei ein parlamentarischer Offenbarungseid. Dabei habe das britische Parlament gezeigt, dass es auch anders geht.<br>\nZwei europ&auml;ische Parlamente haben in dieser Woche &uuml;ber Kriegseins&auml;tze in Syrien entschieden. Das eine nahm sich allein an diesem Mittwoch elf Stunden Zeit f&uuml;r die Debatte, das andere am Mittwoch und Freitag insgesamt nicht einmal vier Stunden. In dem einen Parlament haben mehr als hundert Abgeordnete ihr Pro und Contra begr&uuml;ndet, in dem anderen musste der Pr&auml;sident die Regierung ermahnen, den Abgeordneten nicht auch noch die Redezeit in der Fragestunde zu rauben. In dem einen Parlament wurde bis zuletzt um Unentschlossene gerungen, in dem anderen hat eine Gro&szlig;e Koalition ihre Macht routiniert und selbstgerecht ausgespielt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/bundeswehr-syrien-109.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Die Kritik am Hau-Ruck-Verfahren ist schon richtig. Allerdings gibt es auch keine Argumente, die nach l&auml;ngerer Er&ouml;rterung zu der Erkenntnis h&auml;tten f&uuml;hren k&ouml;nnen, dass der Kriegseinsatz zu vertreten sei. Sahra Wagenknecht wies am Ende ihrer Rede auf eine simple Frage hin, die sich jeder Abgeordnete h&auml;tte stellen m&uuml;ssen. Wie viele Terroristen gab es vor dem Beginn des sogenannten Anti-Terror-Kampfes und wie viele gibt es jetzt?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Merkel duckt sich wieder weg<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Merkel wird keine TV-Ansprache geben, in der sie der deutschen Bev&ouml;lkerung den Kriegseintritt der Bundeswehr gegen ISIS mitteilt und erkl&auml;rt. Komisch, denn: Kanzler vor ihr taten dies schlie&szlig;lich. Das ist wirklich bemerkenswert&hellip; und feige.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=L7Fkku_Ku9w\">Jung &amp; Naiv<\/a><\/li>\n<li><strong>Lebenshilfe f&uuml;r den Krieg gegen den Terror<\/strong><br>\nLieber Krieg gegen den Terror, Kopf hoch! Heute gibt&rsquo;s vom Bundestag ein ganz dickes &Uuml;berraschungspaket.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute-show.de\/zdf\/artikel\/134076\/lieber-krieg-gegen-den-terror-kopf-hoch.html\">Christine Prayon als Birte Schneider, heute show<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin M.O.:<\/strong> Wie simpel und doch &uuml;berraschend genau Christine Prayon die ganze Problematik des sogenannten &ldquo;War On Terror&rdquo; auf eine jedem verst&auml;ndliche und obendrein witzige Metapher herunterbricht und wie sie damit die perverse Logik und Verlogenheit aktueller Politik vollst&auml;ndig entlarvt, ist &auml;u&szlig;erst bemerkenswert. Um so mehr, als dass sie daf&uuml;r gerade einmal 2 Minuten ben&ouml;tigt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Terroristen von Paris: Alles unter den Augen der Beh&ouml;rden?<\/strong><br>\nDer Drahtzieher der Paris-Attentate konnte sich monatelang vor den Anschl&auml;gen erstaunlich frei innerhalb Europas bewegen, seine radikalen Ansichten waren den Beh&ouml;rden zum gro&szlig;en Teil bekannt. Trotzdem griff niemand ein. Drei Wochen nach den Anschl&auml;gen verdichtet sich der Eindruck eines Versagens der Sicherheitsbeh&ouml;rden, an dem auch versch&auml;rfte &Uuml;berwachungsgesetze nichts ge&auml;ndert h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/die-terroristen-von-paris-100.html\">Monitor<\/a>\n<p>dazu: <strong>Wohin f&uuml;hrt die Angst?<\/strong><br>\nWie viel &Uuml;berwachung ist sinnvoll?: Droht nach dem Terror von Paris noch mehr &Uuml;berwachung? Was ist sinnvoll, wo sind noch Grenzen und wie verteidigen wir unsere Freiheit?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/mediathek\/?mode=play&amp;obj=55866\">3sat<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Anti-Terror-Ma&szlig;nahme: EU-Innenminister einigen sich auf Fluggastdaten-Speicherung<\/strong><br>\nName, Adresse, Telefon- und Kreditkartennummer, E-Mail-Adresse, Reiseziel &ndash; das sind nur einige der Informationen, die k&uuml;nftig &uuml;ber Flugpassagiere aus der EU gespeichert werden sollen: Die EU-Innenminister haben sich am Freitag in Br&uuml;ssel auf die Fluggastdaten-Richtlinie geeinigt. Die sogenannten Passenger Name Records (PNR) von EU-B&uuml;rgen sollen sechs Monate lang unter deren Klarnamen gespeichert werden. Danach sollen sie weitere f&uuml;nf Jahre unter Pseudonym vorgehalten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/fluggastdaten-eu-innenminister-beschliessen-pnr-richtlinie-a-1066116.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Putin l&uuml;gt sogar, wenn er die Wahrheit erz&auml;hlt<\/strong><br>\nDer Kreml-Chef sucht den Showdown mit dem Sultan vom Bosporus. Dabei wird T&uuml;rken-Pr&auml;sident Erdogan geh&ouml;rig in die Enge getrieben. Und mit ihm die gesamte Nato &ndash; das ist der eigentliche Zweck.<br>\nEinmal mehr l&auml;sst Wladimir Putin seine Propagandamaschine auf Hochtouren laufen. Zielscheibe sind dieses Mal die T&uuml;rkei und ihr Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan, die er beschuldigt, &Ouml;lgesch&auml;fte mit der Terrormiliz IS zu betreiben. Das Problem ist freilich: In diesem Fall l&uuml;gt der Kreml mit der Wahrheit.<br>\nDass die T&uuml;rkei unter dem &ldquo;moderaten&rdquo; Islamisten Erdogan tr&uuml;be Kan&auml;le zu dem dschihadistischen Horrorgebilde unterh&auml;lt, ist f&uuml;r informierte Zeitgenossen ein offenes Geheimnis. Moskau kann daran elegant seine Verschw&ouml;rungstheorie kn&uuml;pfen, der Abschuss eines russischen Kampfjets durch die t&uuml;rkische Luftwaffe habe der Sicherung von IS-&Ouml;ltransporten gegolten.<br>\nWas Putin jedoch verschweigt: Es ist das von ihm mit massivem Milit&auml;reinsatz an der Macht gehaltene syrische Assad-Regime, das am meisten von &Ouml;llieferungen des IS profitiert. Wie ihm ohnehin dessen r&auml;tselhafter, rasanter Aufstieg am meisten nutzte. Ohne den IS, der in De-facto-Allianz mit Assads Truppen die syrischen Rebellen dezimierte, h&auml;tte das Regime in Damaskus nicht &uuml;berlebt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article149588750\/Putin-luegt-sogar-wenn-er-die-Wahrheit-erzaehlt.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.B.:<\/strong> Das Credo der Mainstreammedien. Putin l&uuml;gt immer.<\/em><\/p>\n<p>dazu ein Blick zur&uuml;ck: <strong>Kritik an Erdogan: US-Diplomaten f&uuml;rchten islamistische Tendenzen in der T&uuml;rkei<\/strong><br>\nDer Nato-Partner T&uuml;rkei ist den USA unheimlich. Die Botschaftsdepeschen schildern Premier Erdogan als ignoranten Islamisten &ndash; berichtet wird au&szlig;erdem von Korruption, Vetternwirtschaft und heiklen Gro&szlig;machtvisionen. Diplomaten der Vereinigten Staaten haben tiefe Zweifel an der Verl&auml;sslichkeit der T&uuml;rkei. Geheime oder vertrauliche Depeschen der US-Botschaft in Ankara, die WikiLeaks enth&uuml;llt hat und die dem SPIEGEL vorliegen, beschreiben islamistische Tendenzen in der Regierung des Ministerpr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdogan.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/kritik-an-erdogan-us-diplomaten-fuerchten-islamistische-tendenzen-in-der-tuerkei-a-731604.html\">Spiegel Online, 28.11.2010<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Regierung ver&auml;rgert &uuml;ber BND-Analyse zu Saudi-Arabien<\/strong><br>\nDie Regierung distanziert sich von der Warnung des Bundesnachrichtendienstes vor einer destabilisierenden Rolle Saudi-Arabiens in der arabischen Welt. &bdquo;Der BND spricht sicher nicht f&uuml;r die deutsche Au&szlig;enpolitik, schon gar nicht &uuml;ber Dritte&ldquo;, hei&szlig;t es aus dem Au&szlig;enministerium.<br>\nDie Bundesregierung hat verstimmt auf die Ver&ouml;ffentlichung einer kritischen Saudi-Arabien-Analyse durch den Bundesnachrichtendienstes reagiert und sich zugleich von deren Inhalt distanziert. &bdquo;Die in diesem Fall &ouml;ffentlich gemachte Bewertung spiegelt nicht die Haltung der Bundesregierung wider. Die Bundesregierung betrachtet Saudi-Arabien als wichtigen Partner in einer von Krisen gesch&uuml;ttelten Weltregion&ldquo;, sagte ein Regierungssprecher am Donnerstag. &bdquo;Der BND spricht sicher nicht f&uuml;r die deutsche Au&szlig;enpolitik, schon gar nicht &uuml;ber Dritte&ldquo;, hie&szlig; es auch im Ausw&auml;rtigen Amt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/terrorangst-in-europa\/nach-kritischem-bericht-regierung-veraergert-ueber-bnd-analyse-zu-saudi-arabien-13947003.html\">FAZ<\/a>\n<p>dazu: <strong>Verb&uuml;ndete in gemeinsamer Sache<\/strong><br>\nSchwere Vorw&uuml;rfe gegen Saudi-Arabien werden im deutschen Establishment laut. Die aktuelle saudische Regierung habe &ldquo;die bisherige vorsichtige Haltung der &auml;lteren F&uuml;hrungsmitglieder der K&ouml;nigsfamilie&rdquo; aufgegeben und &ldquo;durch eine impulsive Interventionspolitik&rdquo; ersetzt, hei&szlig;t es in einer Analyse des BND, die in der Mitte dieser Woche an die Medien durchgestochen worden ist. Dies sei riskant; Riad drohe damit im In- wie im Ausland auf Widerstand zu sto&szlig;en. Die kritischen Einsch&auml;tzungen, die von der Bundesregierung offiziell zur&uuml;ckgewiesen werden, deuten auf heftige Auseinandersetzungen im Berliner Polit-Establishment &uuml;ber den Umgang mit Riad hin. Die saudische Regierung, mit der die Bundesrepublik bislang unter anderem in Syrien eng kooperierte, sperrt sich derzeit, Kurskorrekturen der westlichen Nah- und Mittelostpolitik mitzuvollziehen; Teile der deutschen Eliten dringen deshalb darauf, Druck auf sie auszu&uuml;ben. Konservative Medien, die bislang nicht mit Kritik an den Verh&auml;ltnissen in Saudi-Arabien hervorgetreten sind, berichten pl&ouml;tzlich &uuml;ber die strukturelle N&auml;he zwischen der Golfdiktatur und dem &ldquo;Islamischen Staat&rdquo; (IS, Daesh). Riad ist Berlin nicht nur &ouml;konomisch, sondern auch politisch eng verbunden: Ein langj&auml;hriger saudischer Geheimdienstchef ist Mitglied im Beirat einer der einflussreichsten sicherheitspolitischen Organisationen der Bundesrepublik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59266\">German-Foreign-Policy<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge sollen k&uuml;nftig nicht in der offiziellen Arbeitslosenstatistik erscheinen<\/strong><br>\nEs ist wirklich kein Witz. Das Bundesministerium f&uuml;r Arbeit hat laut der &bdquo;Bild&ldquo; best&auml;tigt, dass man derzeit daran arbeite ab Anfang 2016 in den EDV-Systemen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit &bdquo;Informationen zum Aufenthaltsstatus von Kunden einpflegen zu k&ouml;nnen&ldquo;. Ab 2016 sollen zwei getrennte Arbeitslosenstatistiken gef&uuml;hrt werden, einmal f&uuml;r &bdquo;normale&ldquo; Arbeitslose, und parallel dazu eine f&uuml;r die mit Fl&uuml;chtlingsstatus. Das Bundeskanzleramt dr&auml;nge derzeit darauf die offizielle Statistik ohne Fl&uuml;chtlinge zu berechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/finanzmarktwelt.de\/kein-witz-fluechtlinge-sollen-kuenftig-nicht-in-der-arbeitslosenstatistik-erscheinen-23250\/\">Finanzmarktwelt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arme haben keine Priorit&auml;t<\/strong><br>\nHauptsache Krieg: Regierung schiebt dringend n&ouml;tige Erh&ouml;hung der Hartz-IV-Regels&auml;tze auf die lange Bank. Anpassung soll erst 2017 erfolgen<br>\nEinen Krieg beschlie&szlig;t die Bundesregierung im Handumdrehen. Wo genau Deutschland diesen f&uuml;hrt, mit wem und gegen wen, tut nichts zur Sache. Hauptsache, ab 1. Januar wird scharf geschossen. Geht es dagegen darum, sechs Millionen sozial Bed&uuml;rftigen das t&auml;gliche Leben zu erleichtern, ist gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Trant&uuml;tigkeit angesagt. Tats&auml;chlich k&ouml;nnte die gro&szlig;e Koalition Hartz-IV-Beziehern zum Jahreswechsel eine sp&uuml;rbare Erh&ouml;hung bei den Regels&auml;tzen bescheren. Tut sie aber nicht, obwohl dies nach neuen statistischen Befunden dringend geboten w&auml;re. Das Bundesarbeitsministerium spielt statt dessen auf Zeit: Mehr Geld soll es erst 2017 geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/12-04\/020.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kein Gro&szlig;angriff: Kritik an Gesetzentwurf zu Werkvertr&auml;gen<\/strong><br>\nEs ist stets dasselbe Spiel: Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) startet die Initiative f&uuml;r ein Ref&ouml;rmchen, das einige der schlimmsten Auswirkungen der von ihrer Partei verantworteten &raquo;Agenda 2010&laquo; zur&uuml;ckdrehen soll. Und schon schreien die Konzerne und ihre Lautsprecher in Politik und Medien Zeter und Mordio. Die Freiheit der Wirtschaft und Tausende Arbeitspl&auml;tze seien in Gefahr. Am Ende kommt ein Gesetz heraus, das den schon halbherzigen Entwurf weiter aufweicht und den Betroffenen kaum weiterhilft.<br>\nSo war es beim Mindestlohn, den die Gro&szlig;e Koalition durch etliche Ausnahmen in einen Schweizer K&auml;se verwandelt hat &ndash; ganz abgesehen von seiner v&ouml;llig unzureichenden H&ouml;he. &Auml;hnlich soll es beim geplanten Gesetz zur Verhinderung des &raquo;Missbrauchs&laquo; von Werkvertr&auml;gen und Leiharbeit laufen. Der von Nahles vorgelegte Entwurf wird gerade sturmreif geschossen. Er sei ein &raquo;Gro&szlig;angriff auf Hunderttausende selbst&auml;ndige Unternehmer&laquo;, so k&uuml;rzlich der Chef des Bundesverbandes der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA), Ingo Kramer. Nahles wolle &raquo;den Marsch zur&uuml;ck in die Arbeitswelt des vorigen Jahrhunderts erzwingen&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/12-04\/035.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die europ&auml;ische Kommission mahnt Deutschland, aber nur wenig &ndash; und die deutsche Presse verteidigt weiter das Vaterland<\/strong><br>\nDer neue Rekord beim Leistungsbilanz&uuml;berschuss Deutschlands l&auml;sst auch die Europ&auml;ische Kommission nicht kalt. In ihrem sogenannten Alert Mechanism Report (hier zu finden), der Teil der MIP (Macroeconomic Imbalance Procedure) ist, kritisiert sie Deutschland daf&uuml;r, auch im dritten Jahr hintereinander die Marke von sechs Prozent (die an sich schon abwegig ist, wir haben das hier kommentiert) zu rei&szlig;en. Die Kommission scheut sich aber wiederum, offen und klar, eine fundamentale Wende in der deutschen Wirtschaftspolitik einzufordern oder gar eine Erh&ouml;hung der L&ouml;hne &uuml;ber viele Jahre anzumahnen. Sie konstatiert zwar, dass die L&uuml;cke bei den Lohnst&uuml;ckkosten zwischen Deutschland und anderen weiter existiert, das war es dann aber auch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/die-europaeische-kommission-mahnt-deutschland-aber-nur-wenig-und-die-deutsche-presse-verteidigt-weiter-das-vaterland\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<p>dazu: <strong>Eurozone: Ein Solidarit&auml;tsfonds f&uuml;r Europa<\/strong><br>\nDer Euro sollte f&uuml;r Stabilit&auml;t in Europa sorgen, stattdessen driften der Norden und der S&uuml;den st&auml;rker auseinander. &Ouml;konomen fordern deshalb neue Maastricht-Kriterien.<br>\nDie Einf&uuml;hrung des Euro hat dazu gef&uuml;hrt, dass sich die Einkommen in den elf Gr&uuml;ndungsl&auml;ndern der Gemeinschaftsw&auml;hrung immer st&auml;rker auseinanderentwickeln. Zu diesem Ergebnis kommen das Jacques Delors Institut Berlin und die Bertelsmann Stiftung in einer Studie, die ZEIT ONLINE vorliegt. Zwar habe die Einf&uuml;hrung des gemeinsamen Binnenmarkts ab dem Jahr 1986 einen gro&szlig;en Wohlstandseffekt gehabt, hei&szlig;t es in der Studie: L&auml;nder mit bis dato niedrigem Pro-Kopf-Einkommen verzeichneten ab dann relativ hohe Wachstumsraten.<br>\nDieser Trend kehrte sich im Jahr 1999 mit der Euro-Einf&uuml;hrung aber um. Die Volkswirtschaften in den S&uuml;dl&auml;ndern erlebten wegen der neuen W&auml;hrung einen exzessiven Boom, die Nordl&auml;nder durchlebten dagegen eine wirtschaftliche Schw&auml;chephase. Die Konvergenz, also die Angleichung der wirtschaftlichen Verh&auml;ltnisse, nahm ab. Arbeitsm&auml;rkte, Sozialsysteme und die Banken- und Finanzsektoren der Eurostaaten waren und sind der Studie zufolge einfach zu unterschiedlich, um eine gemeinsame W&auml;hrung ohne flexible Wechselkurse zu stemmen. [&hellip;]<br>\nDie Maastricht-Kriterien sollten durch drei Kernforderungen ersetzt werden, die jeder verstehe: Preise, Wettbewerbsf&auml;higkeiten und Leistungsbilanzen der Eurostaaten m&uuml;ssten sich st&auml;rker angleichen. Die Autoren wissen, dass sie ein heikles Terrain betreten. &ldquo;Die drei Ziele sind durchaus kontrovers: Preiskonvergenz und Wettbewerbsf&auml;higkeit reiben sich an der Tarifautonomie&rdquo;, sagt Enderlein. Er betont, auf keinen Fall die im Grundgesetz gesicherte Tarifautonomie infrage zu stellen, vielmehr gehe es um gemeinsame Lohnleitlinien in der Eurozone. Beim Thema Leistungsbilanz m&uuml;sste Deutschland sein Exportmodell hinterfragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-12\/eurozone-konvergenz-wirtschaftspolitik-ziele-studie\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Eigentlich ist das deutlich und klar: eine gemeinsame W&auml;hrung, die keinen anderen Ausgleichsmechanismus hat, funktioniert nur mit einer Einigung auf ausgeglichene Leistungsbilanzen und eine gemeinsame, einheitliche Inflationsrate, hier dreimal wiederholt mit den Begriffen &ldquo;Preise, Wettbewerbsf&auml;higkeiten und Leistungsbilanzen&rdquo;. Ganz vorsichtig wird tats&auml;chlich das deutsche Lohndumping thematisiert. &ldquo;[Enderlein] betont, auf keinen Fall die im Grundgesetz gesicherte Tarifautonomie infrage zu stellen&rdquo; &ndash; komisch, bei dem radikalen Lohndumping der letzten 20 Jahre hat die Politik massiv mitgeholfen und die Gewerkschaften unter Druck gesetzt, da ging das also. Selbst diese zarten Andeutungen zur jahrelangen Verletzung des vereinbarten Inflationsziels und zum nicht haltbaren und v&ouml;llig falschen deutschen Au&szlig;enhandels&uuml;berschu&szlig;modell werden nat&uuml;rlich im Artikel gleich wieder attackiert&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Fluten gegen den Kollaps<\/strong><br>\nIn Frankfurt tagen die Notenbanker, in Paris die Klimasch&uuml;tzer. Der Zusammenhang? Na ja. Die einen schaffen gerade sehr viel Geld und wissen nicht genau, wem das hilft. Die anderen h&auml;tten viele Ideen, wo Geld hilft, k&ouml;nnen es aber nicht drucken. Was l&auml;ge n&auml;her, als beide miteinander bekannt zu machen?<br>\nAllein der Gedanke d&uuml;rfte bei der Bundesbank ordnungspolitische Herz-Rhythmus-St&ouml;rungen verursachen. Eine Notenbank soll laut Auftrag ja &uuml;ber allem schweben &ndash; und nicht entscheiden, wer Geld kriegt. [&hellip;] Nun g&auml;be es zwei M&ouml;glichkeiten: entweder die EZB h&ouml;rt mit der Aktion auf &ndash; riskant. Alle historische Erfahrung deutet darauf hin, dass es nach Finanzkrisen &uuml;ber Jahre n&ouml;tig ist, extra Geld zur Verf&uuml;gung zu stellen &ndash; weil es dann viele gibt, die ihre Schulden abzubauen versuchen, also Geld aus dem Kreislauf nehmen. Deflationsgefahr. Die US-Notenbank hat viel fr&uuml;her viel mehr Anleihen gekauft &ndash; und die Aktion umso fr&uuml;her stoppen k&ouml;nnen. Die zweite Option ist, das Geld gezielter dorthin kommen zu lassen, wo es ausgegeben wird &ndash; und idealerweise langfristig einem guten Zweck dient. Womit wir wieder bei den Klimasch&uuml;tzern w&auml;ren. Nach Sch&auml;tzungen br&auml;uchte es j&auml;hrlich eine Billion Dollar weltweit, um den Klimawandel zu stoppen. Spende willkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/frickes-welt-fluten-gegen-den-kollaps-1.2766067\">Frickes Welt in der S&uuml;ddeutschen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Euro-Inflation: Die Schummel-Argumente deutscher &Ouml;konomen<\/strong><br>\nWir d&uuml;rfen nie vergessen, dass es deutsche Konservative waren, die jahrelang immer wieder das Preisstabilit&auml;tsziel der Europ&auml;ischen Zentralbank hochgehalten haben und ihr jegliche andere Zielsetzung verwehrten. Wie andere Zentralbanken auch setzte sich die EZB ein Inflationsziel von zwei Prozent &ndash; sogar noch etwas darunter. Die konservative Seele deutscher &Ouml;konomen schien befriedigt.<br>\nDoch dann passierte etwas, worauf die konservativen Seelen nicht vorbereitet waren. Die Inflation sank unter den Zielwert. Und jetzt reden die konservativen Seelen &uuml;berhaupt nicht mehr von Preisstabilit&auml;t, sondern &uuml;ber Finanzstabilit&auml;t und andere Sekund&auml;rziele, eben das, was sie selbst fr&uuml;her als Ziel einer Geldpolitik verneinten und herunterspielten. Preisstabilit&auml;t ist nicht mehr kommod. Man legt sich andere Argumente zurecht.<br>\nWenn Sie deutsche &Ouml;konomen h&ouml;ren, die den gestrigen Schritt der EZB kritisieren, dann fragen Sie die mal, wie sie die Preisstabilit&auml;t wiederherstellen wollen. Da kommt nichts, au&szlig;er Prognosen, dass es in Zukunft alles wieder gut wird. Meine Schlussfolgerung aus dieser leidlichen Debatte: Das Volkswagen-Syndrom hat sich dort eingeschlichen. Es wird argumentativ geschummelt, und alle machen mit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/euro-inflation-die-schummel-argumente-deutscher-oekonomen-kolumne-a-1066034.html\">Wolfgang M&uuml;nchau auf Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Referendum zu Sicherheitszusammenarbeit: D&auml;nen sagen Nein zu mehr Europa<\/strong><br>\nDie Mehrheit der D&auml;nen hat bei einem Referendum gegen eine engere Zusammenarbeit mit den Polizei- und Justizbeh&ouml;rden der EU gestimmt. Das Ergebnis ist eine Niederlage f&uuml;r die Regierung &ndash; und ein Sieg der Rechtspopulisten.<br>\nDie D&auml;nen haben in einem Referendum gegen eine engere Zusammenarbeit mit den Polizei- und Justizbeh&ouml;rden der Europ&auml;ischen Union votiert. Das Nein-Lager habe eine klare Mehrheit errungen, sagte Regierungschef Lars L&oslash;kke Rasmussen. [&hellip;]<br>\nDie konkrete Fragestellung des Referendums lautete, ob D&auml;nemark bei EU-Vertr&auml;gen auf nationale Ausnahmen im Bereich der Justiz und des Inneren verzichten soll. Dies ist etwa f&uuml;r eine weitere Mitgliedschaft in der EU-Polizeibeh&ouml;rde Europol erforderlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/referendum-daenemark-sagt-nein-zu-mehr-europa-a-1066012.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Land Grabbing in Europa<\/strong><br>\nDer Ausverkauf landwirtschaftlicher Fl&auml;chen macht auch vor Deutschland nicht Halt. Gro&szlig;investoren k&ouml;nnten k&uuml;nftig auch die Art der Bewirtschaftung stark beeinflussen<br>\nBereits &ldquo;siebzig Prozent der landwirtschaftlichen Fl&auml;chen in Deutschland geh&ouml;ren nicht mehr den Landwirten, die sie bewirtschaften&rdquo;, hei&szlig;t es in einer Presseaussendung der EU-Abgeordneten Maria Heubuch (B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen) anl&auml;sslich der Pr&auml;sentation einer Studie zum Ph&auml;nomen Land Grabbing in Europa. Die Brosch&uuml;re fasst Diskussionen im Europ&auml;ischen Wirtschafts- und Sozialausschuss, im Agrarausschuss des Europaparlamentes und in der Bund-L&auml;nder-Arbeitsgruppe Bodenpolitik der deutschen Agrarministerkonferenz zusammen. Dass immer h&auml;ufiger au&szlig;erlandwirtschaftliche Investoren Ackerland aufkaufen und damit in den vergangenen Jahren die Preise auch in Deutschland hoch trieben, ist den deutschen Beh&ouml;rden seit geraumer Zeit bewusst. Anfang 2014 richtete die Agrarministerkonferenz deshalb besagte &ldquo;Bund-L&auml;nder-Arbeitsgruppe zur Bodenmarktpolitik&rdquo; ein. M&auml;rz 2015 wurden erste Ergebnisse pr&auml;sentiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/46\/46724\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Milit&auml;rdiktatur nicht vergessen<\/strong><br>\nDie Pr&auml;sidentenwahl in Argentinien &ndash; aus welcher der rechtskonservative Kandidat Mauricio Macri als Sieger hervorging &ndash; war noch keine 48 Stunden vorbei, da forderte die Tageszeitung La Naci&oacute;n in einem Leitartikel schon &ldquo;Nicht noch mehr Rache&rdquo;. Gemeint waren die laufenden juristischen Prozesse wegen Verbrechen w&auml;hrend der argentinischen Milit&auml;rdiktatur von 1976 bis 1983. Mehr als 30.000 Menschen wurden damals ermordet, die meisten &ldquo;verschwanden&rdquo; in geheimen Folterlagern, von vielen fehlt bis heute jede Spur.<br>\nDoch inzwischen sind f&uuml;r diese Verbrechen mehr als 600 ehemalige Milit&auml;rs, Polizisten und Zivilisten, darunter &Auml;rzte, Pfarrer und Richter, verurteilt worden &ndash; die argentinische Gesellschaft ging zwar einen sp&auml;ten, daf&uuml;r aber weltweit beispielhaften Weg der Aufarbeitung. Es war die Regierung von N&eacute;stor Kirchner, die 2005 die Amnestiegesetze aufhob und damit eine Welle von Gerichtsverfahren gegen die Verantwortlichen der Diktaturverbrechen ins Rollen brachte. Doch dieser Erfolg w&auml;re unvorstellbar ohne die jahrzehntelange Arbeit von &Uuml;berlebenden, Angeh&ouml;rigen und sozialen Bewegungen, die nicht m&uuml;de werden, Gerechtigkeit f&uuml;r die Opfer der Milit&auml;rdiktatur einzufordern. Auch deutsche Aktivisten und Rechtsanw&auml;lte unterst&uuml;tzen bis heute die argentinische Menschenrechtsbewegung.<br>\nDeswegen stellte ich diese Woche in Berlin gemeinsam mit der befreundeten Soziologin Rosario Figari Lay&uacute;s aus Argentinien ihr neues Buch Los juicios por sus protagonistas. Doce historias sobre los juicios por delitos de lesa humanidad en Argentina vor. Das Buch veranschaulicht anhand von Interviews mit den ProtagonistInnen der Verfahren nicht nur deren pers&ouml;nliche Perspektive, sondern auch die Bedeutung der juristischen Aufarbeitung der Staatsverbrechen f&uuml;r die argentinische Gesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/recht-subversiv\/2015\/12\/03\/argentinien-die-militardiktatur-nicht-vergessen\/\">Wolfgang Kaleck auf Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Gro&szlig;e Koalition ver&ouml;ffentlicht Regierungs-Nacktkalender 2016 [mit 12-teiliger Bildergalerie]<\/strong><br>\nBerlin (dpo) &ndash; Der Erfolgs-Kalender geht in die zweite Runde: In einer Sonder-Pressekonferenz hat die Gro&szlig;e Koalition ihren Nacktkalender f&uuml;r das Jahr 2016 vorgestellt. Das Werk mit gro&szlig;fl&auml;chigen Nacktaufnahmen der prominentesten deutschen Regierungsmitglieder ist offiziell Teil einer Kampagne, die junge Menschen f&uuml;r Politik begeistern will. Der Erl&ouml;s aus dem Verkauf soll in diesem Jahr zu 100 Prozent der Finanzierung v&ouml;lkerrechtswidriger Kriegseins&auml;tze zugute kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2015\/12\/groe-koalition-veroffentlicht.html\">Der Postillon<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Letzte: US-Verkaufssender f&uuml;r Waffen startet<\/strong><br>\nHomeshopping-Sender verkaufen in der Regel Di&auml;tprodukte, K&uuml;chenutensilien oder Modeschmuck. In den USA will ein neuer Sender Waffen unters Volk bringen &ndash; pr&auml;sentiert unter anderem von Scharfsch&uuml;tzen. I n den USA geht ein Teleshopping-Sender zum Verkauf von Waffen an den Start. Sein Name: GunTV. Passend zum Motto &ldquo;Live Shopping. Vollgeladen&rdquo; werden neben Schusswaffen vor allem Munition und Jagdausr&uuml;stung angepriesen. Auch Scharfsch&uuml;tzen, Olympia-Teilnehmer und ehemalige Polizisten sollen die Produkte pr&auml;sentieren.<br>\nDie Pl&auml;ne des Senders sind schon l&auml;nger bekannt, gewannen allerdings nach den j&uuml;ngsten Bluttaten in den USA an Aufmerksamkeit. Im kalifornischen San Bernardino hatte am Mittwoch ein Paar in Kampfmontur 14 Menschen bei einer Feier in einer Sozialeinrichtung get&ouml;tet. Am vergangenen Freitag waren bei einem Angriff auf eine Abtreibungsklinik im Bundesstaat Colorado drei Menschen erschossen worden. Die Regierung von Pr&auml;sident Barack Obama bem&uuml;ht sich seit Jahren vergeblich, die Waffengesetze zu versch&auml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/US-Verkaufssender-fuer-Waffen-startet-article16501186.html\">n-tv<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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