{"id":29386,"date":"2015-12-07T09:12:07","date_gmt":"2015-12-07T08:12:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29386"},"modified":"2015-12-07T09:12:07","modified_gmt":"2015-12-07T08:12:07","slug":"hinweise-des-tages-2518","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29386","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29386#h01\">Syrien-Einsatz der Bundeswehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29386#h02\">Malu Dreyer kritisiert Bamf-Beamte: &ldquo;Montag bis Freitag &ndash; das geht in diesen Zeiten nicht mehr&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29386#h03\">Die Eurokrise und die Krise des &ouml;konomischen Urteilsverm&ouml;gens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29386#h04\">Job- und Konjunkturboom: Deutschland l&auml;uft hei&szlig;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29386#h05\">Warnung vor einer neuen TTIP-Finte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29386#h06\">Riestern oder nicht? Was gegen Altersarmut wirklich hilft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29386#h07\">F&uuml;r eine Nachhaltigkeitsberichterstattung, die z&auml;hlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29386#h08\">Verst&ouml;&szlig;t die Besteuerung des Mindestlohns gegen das steuerrechtliche Existenzminimum? Vorgaben des BVerfG zum steuerrechtlichen Existenzminimum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29386#h09\">Straftatbestand &bdquo;&Ouml;komord&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29386#h10\">Lobbying und Protest beim Klimagipfel &ndash; Aktivisten unerw&uuml;nscht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29386#h11\">US-Drohnenkrieg: Deutsche Diplomatie w&auml;scht ihre H&auml;nde in Unschuld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29386#h12\">Das Zeitalter des Prekariates<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29386#h13\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29386#h14\">Droht &bdquo;Fracking f&uuml;r alle&ldquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29386#h15\">Bund-L&auml;nder-Finanzbeziehungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29386#h16\">Attac Bildung: Wirtschaft demokratisch gestalten lernen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29386#h17\">Das Allerletzte: Die unfassbare Ignoranz der Terrorversteher<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29386&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Syrien-Einsatz der Bundeswehr<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Rechtsphilosoph: Einsatz der Bundeswehr v&ouml;lkerrechtlich problematisch<\/strong><br>\nDer beschlossene Einsatz der Bundeswehr in Syrien gegen die Terrormiliz IS k&ouml;nnte v&ouml;lkerrechtliche Probleme bereiten, sagte der Rechtsphilosoph Reinhard Merkel im Deutschlandfunk. Das Hauptproblem sei, dass Deutschland Frankreich nur milit&auml;risch beistehen d&uuml;rfe, wenn es gegenw&auml;rtig angegriffen werde. Die Anschl&auml;ge von Paris seien aber vergangen &ndash; und die Gefahr zuk&uuml;nftiger Angriffe zu diffus.<br>\nFrankreich k&ouml;nne zwar das in der Charta der Vereinten Nationen verbriefte Notwehrrecht f&uuml;r sich beanspruchen &ndash; aber der Beistand Deutschlands sei damit l&auml;ngst noch nicht legitimiert, betonte der Rechtsphilosoph Reinhard Merkel im Interview mit dem Deutschlandfunk. Das Hauptproblem sei n&auml;mlich, dass Frankreich gegenw&auml;rtig &uuml;berhaupt nicht angegriffen werde, die Anschl&auml;ge von Paris seien vergangen. Und auch zuk&uuml;nftige Bedrohungslagen seien f&uuml;r die Bundesrepublik nicht ausreichend, ihre Unterst&uuml;tzung Frankreichs legitimieren zu k&ouml;nnen. Pr&auml;ventive Milit&auml;rschl&auml;ge seien vielmehr eine Gefahr f&uuml;r den Weltfrieden.<br>\nDas zur&uuml;ckliegende Engagement westlicher Staaten in Syrien h&auml;lt der Rechtsphilosoph generell f&uuml;r fragw&uuml;rdig. Syrien sei nach wie vor ein souver&auml;ner Staat, noch dazu Mitglied der Vereinten Nationen. Und deren Charta untersagt ausdr&uuml;cklich die Unterst&uuml;tzung bewaffneter Aufst&auml;nde in einem Land.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kampf-gegen-terrormiliz-is-rechtsphilosoph-einsatz-der.694.de.html?dram:article_id=338882%20\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Kriegspartei Deutschland<\/strong><br>\nBerlin schickt die Bundeswehr in den Krieg gegen den IS &ndash; ohne klare Rechtsgrundlage oder schl&uuml;ssiges Konzept &ndash;<br>\nNun sollen auch deutsche Soldaten gegen die Terrormiliz &bdquo;Islamischer Staat&ldquo; (IS) in den Krieg ziehen. Keine drei Wochen lagen zwischen den Terroranschl&auml;gen von Paris und der in Reaktion darauf erfolgten Entscheidung der Bundesregierung, sich mit 1 200 Bundeswehrsoldaten am Kampf gegen den IS in Syrien und im Irak zu beteiligen. Der Bundestag muss am heutigen Freitag noch seine Zustimmung geben, ein positives Votum gilt aber als reine Formsache &ndash; die Fraktionen der Gro&szlig;en Koalition wollen nahezu geschlossen gr&uuml;nes Licht f&uuml;r den Einsatz geben.<br>\nDie Luftangriffe Frankreichs und anderer Staaten der US-gef&uuml;hrten Anti-IS-Koalition will die Bundeswehr mit &bdquo;Tornado&ldquo;-Flugzeugen und Satelliten unterst&uuml;tzen, die Aufkl&auml;rungsdaten liefern sollen. Zudem will sie bei der Luftbetankung von Kampfjets behilflich sein und zum Schutz eines franz&ouml;sischen Flugzeugtr&auml;gers eine Fregatte entsenden.<br>\nKritiker werfen der Bundesregierung ein v&ouml;llig &uuml;berhastetes Verhalten vor. Selten wurde eine so weitreichende und mit unvorhersehbaren Konsequenzen verbundene Entscheidung so schnell durch die entsprechenden Gremien gedr&uuml;ckt. Dem Einsatz liege daher keine schl&uuml;ssige Strategie zugrunde, es fehle ein Exit-Plan und ein realistischer zeitlicher Rahmen, bem&auml;ngelt die Opposition.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201512033768\/politik\/welt\/kriegspartei-deutschland.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><strong>Au&szlig;enpolitische Kontinuit&auml;ten und eine Kehrtwende<\/strong><br>\nNach zehnst&uuml;ndiger Debatte hat das britische Parlament die Entscheidung der konservativen Regierung gebilligt, die Angriffe, die seit zwei Jahren gegen milit&auml;rische Stellungen des Islamischen Staats auf dem von ihm im Irak kontrollierten Territorium geflogen werden, auf das Staatsgebiet Syriens auszuweiten.<br>\n397 Parlamentarier*innen haben der Ausweitung des Aktionsradius britischer Kampfjets zugestimmt, insgesamt 223 Abgeordnete lehnten die Ausweitung der Bombenangriffe ab. Die oppositionelle Labour Party hat sich mehrheitlich gegen diese Entscheidung ausgesprochen. Mehr als zwei Drittel der Labour-Parlamentsfraktion &ndash; 152 Abgeordnete &ndash; stimmte gegen die Regierungsvorlage, 66 Labour-Parlamentarier*innen stimmten allerdings mit der Fraktion der Konservativen Partei, die fast geschlossen die Regierung Cameron unterst&uuml;tzte. Die zweitgr&ouml;&szlig;te oppositionelle Parlamentsfraktion, die Schottische Nationalpartei, stimmte geschlossen gegen den Antrag.<br>\nDamit hat die Mehrheit des britischen Parlaments der konservativen Regierung ein klares politisches Mandat f&uuml;r die Ausweitung der Luftangriffe auf Syrien erteilt. Vor zwei Jahren hatte das Unterhaus die Initiative David Camerons &ndash; auf internationaler Ebene agierte er in dieser Frage als Vorreiter &ndash; zur Bombardierung von Zielen in Syrien abgelehnt. Seinerzeit war der gew&uuml;nschte Einsatz unverhohlen mit dem strategischen Ziel eines Regimewechsels in Syrien begr&uuml;ndet worden. Unmittelbar nach den jetzt vom nationalen Parlament erteilten, v&ouml;lkerrechtlich aber nicht gest&uuml;tzten Mandat flogen noch in der Nacht Kampfjets der Royal Air Force erste Angriffe auf Syrien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/aussenpolitische-kontinuitaeten-und-eine-kehrtwende\/%20\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Immerhin hat die britische Labour Party mit Jeremy Corbyn einen Vorsitzenden und bekennenden Kriegsgegner, der nicht erst jetzt gegen einen Milit&auml;reinsatz gestimmt hat. H&auml;tte die Mehrheit der SPD-Mitglieder im Deutschen Bundestag anders abgestimmt, wenn ihre Partei in der Opposition w&auml;re? Zur traurigen Rolle der deutschen SPD lesen Sie bitte auch bzw. erneut: Von gemeinsamer Sicherheit zum R&uuml;ckgriff auf milit&auml;rische Interventionen,vom Ende der Bl&ouml;cke zur Fortsetzung der NATO-Osterweiterung. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29364\">Vom traurigen Wandel der SPD<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Malu Dreyer kritisiert Bamf-Beamte: &ldquo;Montag bis Freitag &ndash; das geht in diesen Zeiten nicht mehr&rdquo;<\/strong><br>\nDie langen Asylverfahren ver&auml;rgern die Bundesl&auml;nder. Nun fordert auch die rheinland-pf&auml;lzische Ministerpr&auml;sidentin Malu Dreyer mehr Einsatz von den Beamten des Bundesamts f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge. (&hellip;)<br>\nDie rheinland-pf&auml;lzische Ministerpr&auml;sidentin Malu Dreyer legte nun nach. In der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; sprach sie von &ldquo;Zust&auml;nden, die nicht tragbar sind&rdquo;. 40 Entscheider seien ihr vom Bamf zugesagt worden, bisher sind ihren Angaben zufolge nur etwas mehr als die H&auml;lfte davon im Einsatz.<br>\nDreyer verlangt von den Bamf-Beamten mehr Einsatz: &ldquo;Dienst von Montag bis Freitag &ndash; das geht in diesen Zeiten nicht mehr. In den Kommunen und den L&auml;ndern arbeiten die Mitarbeiter im Schichtdienst, am Wochenende und kloppen &Uuml;berstunden &ndash; das muss auch das Bamf leisten k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/fluechtlinge-malu-dreyer-fordert-mehr-einsatz-von-bamf-beamten-a-1066325.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Innenminister m&uuml;ssen sich an die eigene Nase fassen<\/strong><br>\n&bdquo;Die Innenminister von Bund und L&auml;ndern m&uuml;ssen sich an die eigene Nase fassen, statt den Mitarbeitern des Bundesamts f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge (BAMF) den Schwarzen Peter f&uuml;r die Vielzahl der unerledigten Asylverfahren zuzuschieben. Nahezu t&auml;glich kommt aus dem Innenministerium eine neue rechtliche Wendung in der Fl&uuml;chtlingspolitik, die das BAMF vor neue Herausforderungen stellt &ndash; zuletzt die Wiedereinf&uuml;hrung der Einzelfallpr&uuml;fung bei syrischen Fl&uuml;chtlingen. Die politische Verantwortung f&uuml;r dieses Hin und Her und die dramatische personelle Unterausstattung des BAMF tr&auml;gt Innenminister de Maizi&egrave;re. Die SPD sollte also besser ihren Koalitionspartner befragen, ob de Maizi&egrave;re seinen Aufgaben gewachsen ist, als auf das BAMF und seinen Chef einzupr&uuml;geln&ldquo;, erkl&auml;rt die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Ulla Jelpke, zur aktuellen Debatte um das BAMF. Jelpke weiter:<br>\n&bdquo;Das BAMF arbeitet nach den rechtlichen Regelungen, die die Innenminister initiiert haben. Widerrufsverfahren aller drei Jahre, ausbleibende Altfallregelung, umfangreiche Dublin-Pr&uuml;fungen &ndash; all das hat die herrschende Politik dem BAMF aufgegeben, ohne es auch nur im Mindesten personell so auszustatten, dass es dies in angemessenen Zeitr&auml;umen bew&auml;ltigen kann. Obwohl schon seit einem Jahr und l&auml;nger bekannt ist, dass sich die Fl&uuml;chtlingsbewegung nach Europa beschleunigt, hat Innenminister de Maizi&egrave;re weder f&uuml;r einen entsprechenden Stellenaufbau im BAMF noch f&uuml;r eine wirksame Vereinfachung der Verfahren gesorgt. Die Leidtragenden dieses Staatsversagens sind die Fl&uuml;chtlinge, die in Massenunterk&uuml;nften monatelang auf ihr Verfahren und eine Entscheidung warten m&uuml;ssen, und die Kommunen, die alle Bem&uuml;hungen um Integration so lange auf Eis legen m&uuml;ssen. Wer eine Beschleunigung der Asylverfahren will, muss die rechtlichen, strukturellen und organisatorischen Rahmenbedingungen schaffen. Die Bundesregierung hat nur f&uuml;r eines gesorgt &ndash; organisiertes Chaos.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/innenminister-muessen-sich-eigene-nase-fassen\/?rss\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Eurokrise und die Krise des &ouml;konomischen Urteilsverm&ouml;gens<\/strong><br>\nEine Erkl&auml;rung der Grundlagen der W&auml;hrungsunion, der Bedeutung der Inflation und der Lohnst&uuml;ckkosten in Form eines Wirtschaftskrimis. Der Autor macht deutlich, dass Hauptursache f&uuml;r die Eurokrise nicht das Ausgabeverhalten der s&uuml;dlichen L&auml;nder, sondern die Sparpolitik Deutschlands ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/ArtikelFE.pdf\">flassbeck-economics [PDF &ndash; 781 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Job- und Konjunkturboom: Deutschland l&auml;uft hei&szlig;<\/strong><br>\nDie deutsche Konjunktur nimmt Tempo auf, Jobs gibt&rsquo;s in H&uuml;lle und F&uuml;lle. Alles gut, also? Nein, denn auch die Risiken f&uuml;r die Wirtschaft steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/deutschlands-wirtschaft-steht-vor-neuen-risiken-a-1066283.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Kolumne von Henrik M&uuml;ller ist eigentlich immer nur peinlich, aber bei 1,8 Prozent Wirtschaftswachstum eine &ldquo;&uuml;berhitzte Konjunktur&rdquo; zu diagnostizieren, das toppt alles an Dummheit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Warnung vor einer neuen TTIP-Finte<\/strong><br>\nIn der TTIP-Verhandlungstaktik der EU-Kommission dr&auml;ut eine machtvolle Finte: die Errichtung eines Investitionsgerichtshofes.<br>\nMit einer oberfl&auml;chlichen Anpassung an rechtsstaatliche Mindeststandards, die tieferliegende Asymmetrien verdeckt, versuchen die Verhandler eine kritische Masse der<br>\nParlamentarier fu&#776;r das Abkommen zu gewinnen: ein Schachzug, vor dem ausdru&#776;cklich gewarnt sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000027053963\/Warnung-vor-einer-neuen-TTIP-Fintehttp:\/\/derstandard.at\/2000027053963\/Warnung-vor-einer-neuen-TTIP-Finte\">derStandard.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Riestern oder nicht? Was gegen Altersarmut wirklich hilft<\/strong><br>\nDie gesetzliche Rente sch&uuml;tzt Geringverdiener kaum mehr vor Altersarmut. F&uuml;r sie bleibt ein Riester-Vertrag deshalb die letzte Chance. Doch auch der ist l&auml;ngst nicht f&uuml;r jeden sinnvoll. In der DGB-Zentrale in Mannheim, einem Zweckbau direkt am Neckar, haben sich an diesem verregneten Nachmittag 200 Menschen zur Feier der gesetzlichen Rente versammelt, die in Baden-W&uuml;rttemberg 125 Jahre alt geworden ist. Nun geht es um die Zukunft.<br>\nDer Landesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Deutschen Rentenversicherung ist sich ganz sicher: Armutsbek&auml;mpfung sei f&uuml;r die gesetzliche Rentenversicherung nicht die erste Aufgabe. Es bekomme nur der eine ordentliche Rente, der vorher ordentlich eingezahlt habe.<br>\nAuch der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Arbeitsgemeinschaft betriebliche Altersvorsorge erkl&auml;rt sein Produkt und die deutschen Unternehmen f&uuml;r unzust&auml;ndig, was die Armutsbek&auml;mpfung im Alter angeht.<br>\nUnd selbst Walter Riester, Bundesarbeitsminister a.D. und als solcher Erfinder der Riester-Rente st&ouml;&szlig;t ins gleiche Horn: Mit der Riester-Rente in der heutigen Form k&ouml;nne man Armut nicht bek&auml;mpfen, sagt er. Daf&uuml;r m&uuml;sste sie schon verpflichtend gelten.<br>\nWenn die gesetzliche Rente und die Betriebsrente versagen, bleiben nur drei Wege, um der drohenden Altersarmut entgegenzutreten:<br>\nZum einen k&ouml;nnte die Politik k&uuml;nftig die gesetzliche Rente st&auml;rker durch Steuergelder st&uuml;tzen. Oder sie m&uuml;sste durch allgemeine Sozialreformen das Armutsrisiko f&uuml;r Rentner senken. Als dritte M&ouml;glichkeit k&ouml;nnten sich die B&uuml;rger nat&uuml;rlich auch selbst helfen.<br>\n[&hellip;] Keine vern&uuml;nftige Unterst&uuml;tzung bekommen in Deutschland aber Geringverdiener. Wer heute zum Mindestlohn von 8,50 Euro arbeitet, muss im deutschen Rentensystem &uuml;ber 60 Jahre lang Vollzeit arbeiten, um auf ein Rentenniveau in H&ouml;he der gesetzlichen Grundsicherung zu kommen. [&hellip;]<br>\nArbeitnehmer, die lange Zeit nur den Mindestlohn bekommen, werden das nicht schaffen. Damit sich Riestern f&uuml;r sie lohnt, brauchen sie andere Einkommen &ndash; etwa von ihrem Partner oder durch eine Erbschaft. Haben sie das nicht, kann es cleverer sein, einfach auf die staatliche Grundrente zu setzen und sich die eigene Altersvorsorge zu schenken. So bitter das klingt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/riester-rente-nicht-immer-hilft-sie-gegen-altersarmut-a-1066228.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Klar, riestern hilft nicht &ndash; was Tenhagen sogar explizit schreibt (!!). Der Rat, sich als Niedrigl&ouml;hner auf die &ldquo;staatliche Grundrente&rdquo; (gemeint ist wahrscheinlich die sogenannte &ldquo;Grundsicherung im Alter&rdquo;, also &ldquo;Hartz IV f&uuml;r Rentner&rdquo;) zu verlassen, ist blanker Zynismus. Die Betroffenen werden dann ihr Leben lang unter dem Existenzminimum gelebt haben (von den 8,50 Euro Mindestlohn und der nicht existenzsichernden Grundsicherung). Nat&uuml;rlich w&uuml;rde gegen die Altersarmut eine Anhebung der viel zu niedrigen L&ouml;hne und die Wieder-Anhebung der Renten auf ein ausk&ouml;mmliches Niveau helfen, aber dann k&ouml;nnte Tenhagen nicht weiter in seiner merkw&uuml;rdigen und sinnlosen Postille &ldquo;Finanztip&rdquo; schreiben.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Die Verm&ouml;gensfrage &ndash; Riester-Vertr&auml;ge zu Ende gedacht<\/strong><br>\nViele Riester-Sparpl&auml;ne ignorierten fr&uuml;her die Auszahlungsphase. Im Alter wird ein Teil des Kapitals in eine Versicherung umgewandelt. Ein Vergleich lohnt. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Irgendwann ger&auml;t jeder Riester-Sparer in die F&auml;nge der Versicherungswirtschaft&ldquo;, sagt Finanzmathematiker Axel Kleinlein vom Bund der Versicherten. [&hellip;]Ohnehin lohnt sich jede Leibrente aufgrund der sehr vorsichtig kalkulierten Sterbetafeln erst, wenn jemand ein hohes Alter erreicht. &bdquo;Daher rechnen sich viele Rentenversicherungen erst, wenn jemand 95 Jahre oder &auml;lter wird&ldquo;, sagt Niels Nauhauser, Altersvorsorge-Experte bei der Verbraucherzentrale Baden-W&uuml;rttemberg. Bis dahin erhielten Sparer lediglich das Geld zur&uuml;ck, das sie ohnehin eingezahlt habe<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/meine-finanzen\/vermoegensfragen\/die-entwicklung-der-riester-vertraege-in-deutschland-13948807.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Vier lange Seiten, die ich mal kurz zusammenfassen m&ouml;chte: Riester ist ein &auml;u&szlig;erst kompliziertes Produkt mit hohen Geb&uuml;hren und niedrigen, oft negativen Renditen. Wie kann man f&uuml;r diesen Mist Steuerzusch&uuml;sse, Zeit, Geld und Nerven verschwenden?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>F&uuml;r eine Nachhaltigkeitsberichterstattung, die z&auml;hlt<\/strong><br>\nL&auml;sst sich soziale Unternehmensverantwortung messen? Ja. Und zwar mit den richtigen Indikatoren. Ab jetzt hat der Gesetzgeber ein Jahr Zeit, eine neue EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung in &ouml;sterreichisches Recht zu &uuml;bersetzen. Das gesellschaftliche und soziale Engagement der Unternehmen soll transparent, konsistent und vergleichbar publiziert werden. Mit einer gelungenen Umsetzung k&ouml;nnten &ouml;sterreichische Unternehmen k&uuml;nftig zu einer &bdquo;Sozialbilanz&ldquo; verpflichtet werden, die eine Offenlegung zu Schl&uuml;sselindikatoren der Arbeitsbedingungen verlangt.<br>\nDerzeit h&auml;lt ein Nachhaltigkeitsbericht wenig von dem, was er verspricht: Auf die relevanten Daten und Fakten wird gerne verzichtet, lieber investieren Unternehmen in Selbstvermarktung auf Hochglanz. &bdquo;Gesellschaft. Wir packen an! Diversit&auml;t. Wir sind bunt! Besch&auml;ftigung. Wir schaffen Gleichberechtigung!&ldquo;, hei&szlig;t es beispielsweise im Nachhaltigkeitsbericht der Bank Austria. Doch in der praktischen Unternehmenssteuerung werden nichtfinanzielle Indikatoren konsequent vernachl&auml;ssigt, wie ein Blick auf die Anreizsysteme der Vorstandsverg&uuml;tungen zeigt. Die auf Freiwilligkeit basierende Berichterstattung &uuml;ber die &ouml;kologische, gesellschaftliche und soziale Unternehmensverantwortung spielt am Kapitalmarkt nach wie vor eine untergeordnete Rolle. Weniger als 10% der gr&ouml;&szlig;ten Unternehmen in der EU publizieren regelm&auml;&szlig;ig nichtfinanzielle Informationen und das in teils fragw&uuml;rdiger Qualit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/fuer-eine-nachhaltigkeitsberichterstattung-die-zaehlt\/#more-11889\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> &Auml;hnlich d&uuml;rfte auch die Situation in Deutschland sein. Mehr soziale Verantwortung k&ouml;nnte auch f&uuml;r die hiesigen Unternehmen vorteilhaft sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Verst&ouml;&szlig;t die Besteuerung des Mindestlohns gegen das steuerrechtliche Existenzminimum? Vorgaben des BVerfG zum steuerrechtlichen Existenzminimum<\/strong><br>\nDas Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat sich wiederholt kritisch zur H&ouml;he und der Art der Be-rechnung des steuerlichen Existenzminimums ge&auml;u&szlig;ert. In einer prominenten Entscheidung aus dem Jahr 19921 hatte das BVerfG den Grundfreibetrag f&uuml;r die Jahre 1978 bis 1984, 1986, 1988 so-wie 1991 f&uuml;r mit dem Grundgesetz unvereinbar erkl&auml;rt. Die Verfassungsgerichtsentscheidung wurde u.a. mit der fehlerhaften Berechnung des steuerlichen Existenzminimums begr&uuml;ndet.<br>\nDer Fragesteller m&ouml;chte gutachterlich gekl&auml;rt haben, ob unter Beachtung der o.g. Rechtsprechung des BVerfG der gesetzliche Mindestlohn (von derzeit 8,50 &euro; je Arbeitsstunde) steuerfrei zu stellen sei, um eine Besteuerung des Existenzminimums zu vermeiden. Hierzu verweist der Fragesteller auch auf ein Gutachten von Prof. Rainer Roth2 aus dem April 2015 f&uuml;r die Partei &ldquo;Die.Linke&ldquo;.<br>\nIn dem Gutachten kommt Prof. Roth zu dem Ergebnis, dass ein Bruttomonatslohn in H&ouml;he des gesetzlichen Mindestlohns steuerfrei gestellt werden muss, um das Existenzminimum zu sch&uuml;t-zen. Diese These soll im Folgenden an Hand der Rechtsprechung des BVerfG &uuml;berpr&uuml;ft werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/151207-wd-verstosst-die-besteuerung-des-mindestlohns-gegen-das-steuerrechtliche-existenzminimum.pdf\">Wissenschaftliche Dienste des Bundestag [PDF &ndash; 262 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Straftatbestand &bdquo;&Ouml;komord&ldquo;<\/strong><br>\nDie NGO &bdquo;Monsanto Tribunal&ldquo; will dem US-Konzern 2016 in Den Haag den Prozess machen. Noch ist das Gericht nur symbolisch &ndash; aber das soll sich &auml;ndern.<br>\nIm Oktober 2016 soll dem Agrochemiekonzern Monsanto in Den Haag der Prozess gemacht werden. Der Anklagepunkt lautet &bdquo;&Ouml;kozid&ldquo;, das hei&szlig;t vors&auml;tzlicher Mord an &Ouml;kosystemen. Dieser Straftatbestand existiert zwar noch nicht &ndash; und auch das Gericht, vor dem sich der US-amerikanische Konzern wegen Umweltverbrechen verantworten soll, gibt es nicht offiziell.<br>\nDennoch soll in Den Haag eine Verhandlung mit echten Richtern und Anw&auml;lten stattfinden. Das verspricht die internationale NGO &bdquo;Monsanto Tribunal&ldquo;. Sie will mit dem symbolischen Prozess auf eine Rechtsl&uuml;cke in der internationalen Strafverfolgung hinweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Protest-gegen-Monsanto\/!5253124\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Mehr &uuml;ber das Monsanto Tribunal k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/www.monsanto-tribunald.org\/\">hier<\/a> erfahren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lobbying und Protest beim Klimagipfel &ndash; Aktivisten unerw&uuml;nscht<\/strong><br>\nW&auml;hrend CEOs auf dem Klimagipfel ihre gro&szlig;en Reden schwingen, werden Aktivisten von der Polizei abgef&uuml;hrt. Und kaum jemand kriegt es mit. [&hellip;]<br>\nDer Widerstand gegen diese Art von Kombination aus Wirtschaft und Politik ist da, wird aber kaum bemerkt. Und die Franzosen unterdr&uuml;cken ihn, wo sie nur k&ouml;nnen. Am Freitag verk&uuml;ndeten Aktivisten ihren Unmut auf einer Ausstellung namens &bdquo;Solutions COP 21&ldquo;, eine Halle im Konferenzzentrum, in der Sponsoren ausstellen. Darunter der Energiekonzern GDF Suez, stolzer Besitzer von 30 Kohlekraftwerken oder der Agrarkonzern Avril, der laut der lobbykritischen Organisation Corporate Europe Observatory (CEO) an der Entwicklung von genmanipuliertem Saatgut beteiligt ist. [&hellip;]<br>\nEs dauert keine 30 Sekunden, bis die franz&ouml;sische Polizei die Aktivisten herauszerrt. Viele Zivilcops sind da, teilweise Antiterroreinheiten. Behauptet zumindest Pascoe Sabido von CEO, der an der Aktion beteiligt war. &bdquo;Die haben uns erwartet. In der Halle waren mehr Polizisten als Besucher&ldquo;, sagt er. &bdquo;Wir m&uuml;ssen sichergehen, dass Politiker nicht von den Unternehmen beeinflusst werden, die die Probleme verursachen&ldquo;, sagt er. Sonst laufe man Gefahr, dass nicht das getan wird, was n&ouml;tig ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Lobbying-und-Protest-beim-Klimagipfel\/!5258287\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der immer noch geltende Ausnahmezustand ist f&uuml;r die franz&ouml;sischen Sicherheitsbeh&ouml;rden sich auch bei den Protesten zum Klimagipfel von Vorteil. Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Festnahmen, Verfahren, Verfolgung: Wer &ldquo;Solidarit&auml;t mit Frankreich&rdquo; sagt, muss sagen, mit welchem Frankreich: Dem der Notstandsregierung oder dem der demokratischen Opposition<\/strong><br>\nNeben zahlreichen Festnahmen wegen Versto&szlig;es gegen das verh&auml;ngte Demonstrationsverbot und hunderten von TeilnehmerInnen, die danach unter Polizeiaufsicht gestellt wurden, gibt es nun auch bereits die ersten Prozesse gegen Teilnehmer an der Klimademonstration in Paris am 29. November. Die Vorw&uuml;rfe bei den beiden ersten Prozessen waren sozusagen die &uuml;blichen: Widerstand gegen die Staatsgewalt, weil sich jemand nicht mit Tr&auml;nengas beschiessen lassen wollte, und Weigerung nach polizeilicher Aufforderung den Platz zu verlassen. Die Geschwindigkeit, mit der die Prozesse anberaumt wurden, ist keineswegs die &uuml;bliche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/internationales\/frankreich\/politik-frankreich\/festnahmen-verfahren-verfolgung-wer-solidaritaet-mit-frankreich-sagt-muss-sagen-mit-welchem-frankreich-dem-der-notstandsregierung-oder-dem-der-demokratischen-opposition\/\">LabourNet Germany<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>US-Drohnenkrieg: Deutsche Diplomatie w&auml;scht ihre H&auml;nde in Unschuld<\/strong><br>\nJ&uuml;rgen Schulz, Ministerialdirigent im Au&szlig;enministerium, hat im NSA-Ausschuss erkl&auml;rt, dass die umstrittenen US-Todesmissionen im Anti-Terror-Krieg nicht pauschal f&uuml;r v&ouml;lkerrechtswidrig erkl&auml;rt werden k&ouml;nnten. Zust&auml;ndig sei eh die Justiz.<br>\nDie Bundesregierung tut sich nach wie vor schwer damit, die Rolle der US-Milit&auml;rbasis im rheinland-pf&auml;lzischen Ramstein im US-Drohnenkrieg aufzukl&auml;ren. Er habe im September einen &ldquo;Informationsbesuch&rdquo; vor Ort durchgef&uuml;hrt, berichtete J&uuml;rgen Schulz, Unterabteilungsleiter im Ausw&auml;rtigen Amt, am Donnerstag im NSA-Untersuchungsausschuss.<br>\nZentrale Station f&uuml;r den Drohnenkrieg<br>\nZwei kommandierende Generale h&auml;tten ihm und seinen Begleitern dort versichert, dass die unbemannten Todesflieger &ldquo;nicht von Ramstein aus gesteuert werden&rdquo;. Der fr&uuml;here US-Drohnenpilot Brandon Bryant hatte die US-Basis im Oktober in dem Gremium als &ldquo;zentrale Relaisstation&rdquo; f&uuml;r den Drohnenkrieg bezeichnet. Die US-Milit&auml;rs h&auml;tten dagegen betont, dass von dort aus die Flugobjekte nicht geflogen, nicht befehligt und auch nicht &ldquo;kontrolliert&rdquo; w&uuml;rden. Zu dar&uuml;ber hinausgehenden operativen Details habe sich der Gespr&auml;chspartner aufgrund &ldquo;h&ouml;chster Vertraulichkeitsgrunds&auml;tze&rdquo; nicht ge&auml;u&szlig;ert.<br>\nDie gesamte Kaserne, die die Gr&ouml;&szlig;e einer Kleinstadt habe, konnten die Regierungsvertreter dem Zeugen zufolge nicht inspizieren. Gesehen habe man ein &ldquo;normales milit&auml;risches Operationszentrum mit vielen Bildschirmen und Verbindungen zu vielen Orten&rdquo;. Er habe nicht den Eindruck bekommen, dass es sich um einen &ldquo;Drohnen-Luftwaffenst&uuml;tzpunkt&rdquo; handle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/US-Drohnenkrieg-Deutsche-Diplomatie-waescht-ihre-Haende-in-Unschuld-3031622.html?wt_mc=nl.ho.2015-12-05\">heise online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das Zeitalter des Prekariates<\/strong><br>\nModerne Arbeitsverh&auml;ltnisse lassen sich im 21. Jahrhundert durch eine Zunahme an sozialer Unsicherheit und prek&auml;ren Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen charakterisieren. Dass daraus auch eine neue soziale Klasse, jene des Prekariates, entstanden ist und welche Auswirkungen diese neue globale Klassenstruktur auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt hat, zeigt Guy Standing, Professor f&uuml;r Entwicklungsstudien, in seinen &ndash; unl&auml;ngst in &Ouml;sterreich vorgestellten &ndash; B&uuml;chern.<br>\nEnde Oktober gastierte Guy Standing in Wien und Linz. Der Professor f&uuml;r Entwicklungsstudien an der SOAS (School of Oriental and African Studies) in London ist Mitgr&uuml;nder des weltweit aktiven Basic Income Networks und ausgezeichneter Experte im Bereich der Arbeits- und Sozialstaatsforschung. Standing war knapp 30 Jahre als Forscher und Direktor in der ILO t&auml;tig und besch&auml;ftigte sich dort u.a. mit Fragen der sozialen Sicherheit und den Standards guter Arbeit. Er ist international bekannt geworden durch sein 2011 ver&ouml;ffentlichtes Buch &bdquo;Precariat. The New Dangerous Class&ldquo; (2015 auf Deutsch erschienen). Das Buch wurde in 15 Sprachen &uuml;bersetzt. In Anschluss an die sozialen Unruhen in London wurde es sogar als Basis f&uuml;r ein Theaterst&uuml;ck herangezogen. Dieses Jahr ver&ouml;ffentlichte Standing eine Anschlusspublikation mit dem Titel &bdquo;A Precariat Charta. From denizens to citizens&ldquo;, in der er seine Visionen zur Durchsetzung einer gerechten Gesellschaft darlegt. Die politische Grundthese beider B&uuml;cher &ndash; das machte Standing auch in seinen beiden Vortr&auml;gen in &Ouml;sterreich deutlich &ndash; ist, dass eine neue Form progressiver Politik in Zeiten wachsender Ungleichheit und Unsicherheit n&ouml;tig ist und dass es hierf&uuml;r auch neue politische Akteure und Konzepte braucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/das-zeitalter-des-prekariates\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Detaillierte Fluggastdatenspeicherung &ndash; ein halbes Jahr<\/strong><br>\nName, Kreditkartennummer und sogar Essensw&uuml;nsche: Detaillierte Daten von Flugg&auml;sten sollen k&uuml;nftig sechs Monate lang gespeichert werden &ndash; darauf haben sich die EU-Staaten verst&auml;ndigt. Noch steht allerdings das Okay des Parlaments aus.<br>\nNach langem Ringen haben sich die EU-Staaten auf die Eckpunkte zur Speicherung von Fluggastdaten geeinigt. Die Innenminister akzeptierten einen Kompromiss, der eine Speicherung von Passagierdaten f&uuml;r sechs Monate vorsieht, wie die luxemburgische EU-Ratspr&auml;sidentschaft mitteilte.<br>\n&ldquo;Der Rat der europ&auml;ischen Innenminister hat sich heute nach vielen Jahren Verhandlung geeinigt &ndash; auch mit dem Europ&auml;ischen Parlament und der (EU-)Kommission &ndash; &uuml;ber eine Richtlinie f&uuml;r den Umgang mit Fluggastdaten&rdquo;, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re. Er sprach zudem von einem &ldquo;wichtigen Beitrag im Kampf gegen den Terrorismus und schwerste Kriminalit&auml;t&rdquo;.<br>\nAuf Vorrat gespeichert werden sollen k&uuml;nftig pers&ouml;nliche Daten von Flugg&auml;sten wie Name, Kreditkartennummer und Essensw&uuml;nsche. Nach den sechs Monaten werden die Informationen anonymisiert und k&ouml;nnen noch f&uuml;nf Jahre lang von Sicherheitsbeh&ouml;rden verwendet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/fluggastdatenspeicherung-101.html%20\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Gesundheitskarte speichert k&uuml;nftig mehr Daten<\/strong><br>\nWelche Medikamente nimmt ein Patient? Unter welchen Krankheiten leidet er? Das k&ouml;nnen bald &Auml;rzte nach einem nun beschlossenen Gesetz aus der Gesundheitskarte auslesen.<br>\nDer Bundestag hat mit den Stimmen der Regierungsparteien das sogenannte E-Health-Gesetz verabschiedet. Damit k&ouml;nnen k&uuml;nftig mehr Daten auf den Gesundheitskarte gespeichert werden. Das bedeutet, dass etwa auch erfasst wird, welche Medikamente ein Patient einnimmt und welche Vorerkrankungen er hatte. Die neuen Regelung hat zum Ziel, dass Informationen zwischen &Auml;rzten und Kliniken besser ausgetauscht werden k&ouml;nnen. Bundesgesundheitsminister Hermann Gr&ouml;he (CDU) sieht in dem neuen Gesetz einen &ldquo;echten Nutzen f&uuml;r die Versicherten.&rdquo;<br>\nBislang wurden auf der Gesundheitskarte nur Informationen wie Name, Geburtsdatum, Adresse und Details zur Krankenversicherung gespeichert. Die elektronischer Gesundheitskarte ist seit Anfang des Jahres Pflicht f&uuml;r jeden, der eine gesetzliche Krankenversicherung besitzt. Ab Mitte 2016 soll es m&ouml;glich sein Versichertendaten online abzugleichen und zu aktualisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wissen\/gesundheit\/2015-12\/krankenversicherung-bundestag-daten-gesundheitskarte%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Soso, von einem &ldquo;echten Nutzen f&uuml;r die Versicherten&rdquo; ist die Rede. Da stellen sich jedoch gleich mehrere Fragen:<\/em><\/p>\n<ol class=\"abc\">\n<li><em>Wollen Patientinnen und Patienten, dass alle ihre &Auml;rzte alle Informationen &uuml;ber sich einsehen k&ouml;nnen?<\/em><\/li>\n<li><em>W&auml;ren lediglich &Auml;rzte in der Lage, die Patienteninformationen auszulesen oder k&ouml;nnten Dritte das auch?<\/em><\/li>\n<li><em>Wer k&ouml;nnte von der M&ouml;glichkeit profitieren, Patientendaten auf der Gesundheitskarte auslesen zu k&ouml;nnen &ndash; die Patienten oder andere?<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Droht &bdquo;Fracking f&uuml;r alle&ldquo;?<\/strong><br>\nIn Genf wird die &bdquo;Liberalisierung&ldquo; der globalen Energiem&auml;rkte verhandelt. Das TISA-Abkommen l&auml;sst nichts Gutes erahnen.<br>\nNach dem Ausstieg aus der Atomenergie tritt die Bundesregierung jetzt bei der Pariser Klimakonferenz auch mit relativ ehrgeizigen Zeitpl&auml;nen f&uuml;r das Ende der klimasch&auml;dlichen Kohlenutzung und den vollst&auml;ndigen Umstieg auf erneuerbare Energien auf &ndash; zumindest im internationalen Vergleich.<br>\nZugleich verhandelt die Regierung &ndash; vertreten durch die EU, deren gewichtigstes Mitglied Deutschland ist &ndash; jedoch seit drei Jahren in Genf hinter verschlossenen T&uuml;ren &uuml;ber die vollst&auml;ndige &bdquo;Liberalisierung&ldquo; der globalen Energiem&auml;rkte zum Vorteil der gro&szlig;en fossilen Energiekonzerne und ihrer umweltzerst&ouml;renden Methoden wie Fracking.<br>\nWie geht das zusammen? Diese Frage muss die Bundesregierung endlich beantworten. Der norwegisch-isl&auml;ndische Entwurf f&uuml;r das Energiekapitel des in Genf verhandelten Abkommens &uuml;ber den Handel mit Dienstleistungen (TISA) best&auml;tigt die schlimmsten Bef&uuml;rchtungen. Er l&auml;uft hinaus auf &bdquo;Fracking for all&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-Tisa-Verhandlungen\/!5258092\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bund-L&auml;nder-Finanzbeziehungen<\/strong><br>\nTOP 1.4 Bund-L&auml;nder-Finanzbeziehungen<br>\nDie Regierungschefinnen und Regierungschefs der L&auml;nder empfehlen der Bundeskanzlerin folgenden gemeinsamen Beschluss:<br>\nBund und L&auml;nder vereinbaren, die Neuordnung ihrer Finanzbeziehungen mit folgenden Eckpunkten auf der Grundlage der beiliegenden Tabelle umzusetzen, die Bestandteil dieses Beschlusses ist (Grundlage ist die Steuersch&auml;tzung Mai 2015 f&uuml;r das Jahr 2019). Die unter den einzelnen Ziffern genannten Positionen enthalten weitreichende Zugest&auml;ndnisse sowie Kompromisslinien und sind vom Willen getragen, eine Einigung herbeizuf&uuml;hren. Sie korrespondieren miteinander und k&ouml;nnen einzeln nur dann Geltung entfalten, wenn das im Gesamtzusammenhang erkennbare Ergebnis erzielt wird. Ein Zugest&auml;ndnis f&uuml;r einzelne Positionen kann hieraus nicht abgeleitet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/151207-protokollauszug-mpk-3122015-mit-modellrechnung-2019.pdf\">Protokollauszug aus der Ministerpr&auml;sidentenkonferenz vom 3.12.2015 [PDF &ndash; 401 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Attac Bildung: Wirtschaft demokratisch gestalten lernen<\/strong><br>\nUnter dem Motto &ldquo;Attac Bildung: Wirtschaft demokratisch gestalten lernen&rdquo; ver&ouml;ffentlicht Attac regelm&auml;&szlig;ig Bildungsmaterialien f&uuml;r Schule und au&szlig;erschulische Bildungsarbeit zu aktuellen Themen. Den Auftakt bilden f&uuml;nf Bildungsbausteine unter dem Motto &ldquo;Europa nach der Krise?&rdquo;, die im Dezember 2015 erschienen sind.<br>\nZielgruppen: Schule (Sek. I und II) und au&szlig;erschulische Bildungsarbeit<br>\nErarbeitet werden die Materialien von einer weitgehend ehrenamtlichen Gruppe mit vielf&auml;ltigen Erfahrungen in der schulischen und au&szlig;erschulischen Bildungsarbeit. Dementsprechend werden die Materialien zwar ausdr&uuml;cklich auch aber nicht nur f&uuml;r den Einsatz in Schulen entwickelt. Ein zentrales Prinzip ist die Verkn&uuml;pfung der Lerngegenst&auml;nde mit aktivierenden Methoden und insbesondere kooperativen Lernformen. So eignen sich die Materialien zum gro&szlig;en Teil sowohl f&uuml;r den Einsatz im Unterricht als auch in der Bildungsarbeit von Gewerkschaften, Verb&auml;nden und freien Tr&auml;gern der politischen Bildung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/bima\">attac Bildung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Die unfassbare Ignoranz der Terrorversteher<\/strong><br>\nIslamistische Gewalt ist die Folge westlicher Politik? Was f&uuml;r ein Unsinn! Die Schwarzen in den USA, die Polen, die Vietnamesen &ndash; sie haben gezeigt, dass man auf zugef&uuml;gtes Leid anders reagieren kann.<br>\nDeutschland hat im Zweiten Weltkrieg unglaubliches Leid &uuml;ber Polen und Russland gebracht. Es hat zuvor, im preu&szlig;ischen Namen, Polen zwischen sich und Russland aufgeteilt, und noch weiter davor haben die Ordensritter gegen Polen Krieg gef&uuml;hrt. W&auml;re es also v&ouml;llig folgerichtig, dass heute junge Polen und Russen unter Verweis auf diese Vergangenheit nach Deutschland fahren und wahllos Deutsche erschie&szlig;en, in Caf&eacute;s, in Konzerts&auml;len, auf Bahnh&ouml;fen?<br>\nWenn man den Terrorverstehern zuh&ouml;rt, w&auml;re es das. Es w&auml;re noch viel logischer, dass junge Israelis nach Deutschland kommen, um als Rache f&uuml;r die Shoah solche Anschl&auml;ge zu ver&uuml;ben. Aber sie kommen nach Berlin, um dort zu wohnen und zu arbeiten. Auch serbische oder kroatische Jugendliche fahren nicht in die T&uuml;rkei, um sich dort mit Waffengewalt f&uuml;r die jahrhundertelange Kolonisierung durch das Osmanische Reich Genugtuung zu verschaffen.<br>\nEs ist einfach nicht zum Aushalten, das Argument, Europ&auml;er und Amerikaner h&auml;tten den islamistischen Terrorismus selber heraufbeschworen, weil sie seit Jahrzehnten die arabische Welt kolonisiert und mit Krieg &uuml;berzogen h&auml;tten. Ja, es gab schwere Fehler wie Frankreichs Algerienkrieg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article149509748\/Die-unfassbare-Ignoranz-der-Terrorversteher.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Allein die Relativierung der Nazi-Verbrechen ist schon eine Ungeheuerlichkeit. Die ,neudeutsch, Message ist klar, Islam = Terrorismus. Springer liefert wieder, wie von den herrschenden Eliten gew&uuml;nscht, die passende Begleitmusik zum deutschen Kriegseinsatz in Syrien.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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